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| KURZBEWERTUNG | |||||||||
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„Ghost – Nachricht von Sam“ basiert auf dem gleichnamigen Paramount-Kultfilm aus dem Jahre 1990. Die Showslot-Inszenierung, die aktuell durch den deutschsprachigen Raum tourt, überzeugt mit starken Hauptdarsteller:innen. Besondere Highlights sind das hochmoderne Video-Design, das das Bühnenbild prägt, sowie der kraftvolle Sound mit all seinen Facetten. Die kluge Kombination von beidem steigert die Immersivität der Inszenierung erheblich.
„Dito.“ – Das ist keine Aussage, findet Molly, die sehnsüchtig auf einen Liebesschwur ihres Partners Sam wartet. Bevor er ihrem dringenden Wunsch nachkommen kann, wird Sam nicht zufällig, wie es zunächst scheint, bei einem Raubüberfall getötet, sondern kaltblütig ermordet. Sein Geist kann dieses Leben und vor allem seine große Liebe Molly jedoch noch nicht verlassen. Er hat ihr noch mehr als nur eine Liebesbotschaft zu hinterlassen, denn auch Mollys Leben ist in Gefahr.
Das 2011 in Manchester uraufgeführte Stück mit den Songs von Dave Stewart und Glen Ballard erhielt in der Vergangenheit sehr gemischte Kritiken. Für die Regie der packenden Neuinszenierung zeichnet Manuel Schmitt verantwortlich. Dieser holt alles aus dem Buch Bruce Joel Rubins heraus, was dieses zu bieten hat und stellt seine Stärken heraus: Emotionen und Nervenkitzel. Schmitts Regie liefert tiefe emotionale Akzente, die nie kitschig, sondern durch die hervorragende Darstellung der Protagonist:innen natürlich und lebendig wirken. Trauer, Verzweiflung und Einsamkeit wirken nach der glühenden Liebe und dem blühenden Glück in der Zweisamkeit so menschlich und nachvollziehbar. Gleichzeitig sorgen spannungsvolle Momente für einen Hauch von Thrill, die durch das stimmige Gesamtpaket der inszenatorischen Elemente zuverlässig zünden.
Das Sound-Design von Dennis Heise umfasst viel mehr als das Abspielen von Musikkonserven. Atmosphärische Geräuschkulissen – wie der Straßenlärm New Yorks, Plaudereien in einer Cafészene und U-Bahngeräusche – lassen das Stück akustisch immersiv wirken. Zusammen mit dem Licht-Design von Michael Grundner entsteht der Eindruck einer Surround-Technik. Besonders in den schaurigen Momenten sorgen Sound und Licht für die passende Atmosphäre.
Visuell beeindrucken die Video- und LED-Projektionen von Girgory Shkylar, die sowohl Bewegungen nachahmen als auch verschiedene Perspektiven eröffnen: Es entsteht beispielsweise der Eindruck, dass der gläserne Fahrstuhl im Hintergrund tatsächlich auf die Skyline von New York blicken lässt – und zwar aus der Aufwärtsbewegung des Fahrstuhls heraus fortlaufend aus angepasster Perspektive. Dieses ausgeklügelte LED-Design schafft eigene Maßstäbe für eine projizierte Set-Gestaltung: Gerade bei Tourinszenierungen stellen Projektionen ein sicheres gestalterisches Element dar, da sie zuverlässig auf jeder Bühne funktionieren. Die Projektionen Shkylars dominieren das Set-Design nach Sam Madwar: Bewegliche Bühnenelemente, die ebenfalls mit Videos und Standbildern bespielt werden, lassen im Handumdrehen schnelle Szenenwechsel reibungslos vonstatten gehen. Es braucht somit nicht viele Requisiten, die die Szene verändern, um vom heimeligen Wohnraum mit grünem Sofa und rotem Kühlschrank zum kalten Bürogebäude, in die U-Bahn oder ins Stehcafé zu wechseln. Außerdem finden die tödlichen Schüsse im Verborgenen hinter den beweglichen Elementen statt. So können zeitgleich Leiche und Geist dargestellt werden, indem beispielsweise zwei Sams hinter der beweglichen Kulisse auftauchen.
Die Auswahl der Kostüme von Mara Lena Schönborn und das Styling der Charaktere entsprechen der Mode der späten 80er- und frühen 90er-Jahre: Breite Haarbänder, Schulterpolster und Leoparden-Muster sind hier angesagt. Die farbliche Gestaltung hängt sehr vom Setting ab: Im Büro und in der Geisterszene ist das Ensemble unauffällig in greigen Anzügen gekleidet, die männlichen Hauptfiguren Sam und Carl tragen blaue Anzüge und stechen damit farblich dezent hervor. Mollys Outfits sind je nach Stimmung und Lebendigkeit erdfarben, schwarz oder in satten Farben wie einem orangefarbenen Mantel gehalten. Für farbige Akzente sorgt die Figur Oda Mae Brown, deren auffällige Kleidung ihrem schrägen Charakter entspricht und als bewusst überzeichnetes Stilmittel dient.
Timo Radünz hat sich choreographisch bewusst zurückgehalten, sodass das Ensemble, meist als Geister, beispielsweise in den Sterbeszenen, passend gespenstisch im Hintergrund wirkt. Die Darsteller:innen laufen vor allem – hier in Formation, dort scheinbar chaotisch durcheinander. Es gibt aber auch humorvolle Tanzelemente aus dem Jazz, etwa wenn der Krankenhausgeist (Ulrich Talle) mit seinem Rollator tanzt.
Die Protagonist:innen Lina Kropf, Robin Reitsma und Uzoh nehmen es mit den Schauspielikonen der Filmvorlage Patrick Swayze, Demi Moore und Whoopi Goldberg auf – und bestehen!
Lina Kropf, die alternierende Protagonistin, führt in der Rolle der Molly souverän das Ensemble an. Oft ist sie auch allein auf der Bühne, die sie mit ihrer Klarheit und Präsenz scheinbar mühelos ausfüllt. Sie besticht sowohl durch ihr glaubhaft emotionsgeladenes Spiel als auch durch ihre gleichsam sanfte wie auch kraftvolle Interpretation der Songs. Ihr herzzerreißendes „Du (nahmst mein Ich mit dir)“ geht besonders zu Herzen. Mit Robin Reitsma hat Kropf einen starken Spielpartner an ihrer Seite, der sie strahlen lässt.
Reitsma wird der Bandbreite der Anforderungen an seine Rolle vollauf gerecht: Mit Charme und Witz gibt er den liebevollen Lebenspartner und flirtet mit seiner Molly und dem Publikum („Unchained Melody“). Gesanglich und emotional überzeugt er auf ganzer Linie, auch wenn er über lange Strecken nur die anderen Geister bzw. Oda Mae Brown als direkte Spielpartner:innen hat, da sie die Einzigen sind, die ihn wahrnehmen. Es wirkt oft als spiele Reitsma – rollendeckend und buchbedingt – ganz allein für sich, und dennoch imponiert er durchgehend mit starker Ausstrahlung. Die Einsamkeit, die Verzweiflung und den Kampfgeist seiner Figur stellt er authentisch dar. Sein Wirken wird im Tod seiner Figur in blaues Licht getaucht, das ihn aber bloß optisch blass erscheinen lässt, um die verschiedenen Daseinsformen der Figuren voneinander zu unterscheiden.
Uzoh als Oda Mae Brown ist trotz relativ weniger Szenen der Publikumsliebling, denn nicht nur ihre Rolle kommt gut an: Sie sprüht vor Lebendigkeit und Charisma und es gelingt ihr unfassbar gut, der Komik ihrer Rolle – einer Königsdisziplin im Schauspiel – gerecht zu werden. Allein durch ihre körperliche Präsenz und Mimik ist sie bereits komisch, ohne der Albernheit zu verfallen. Stimmlich gefällt Uzoh besonders bei der Performance ihres Solos („Nur weg von hier“).
Lucas Baier in der Rolle des Antagonisten Carl schafft es durch sein vielseitiges Spiel, seiner Figur eine Mehrdimensionalität zu verleihen. Am Ende zeigt sich, dass er selbst ein armer Teufel ist, der die Geister, die er rief, nicht los werden konnte, sodass auch Sam ihm verzeiht und die Hand reicht. So nimmt Baier zu Recht beim Schlussapplaus anerkennende „Buh“-Rufe entgegen.
Wie bereits die Einspieler auf Social-Media versprechen: Es herrscht hier tatsächlich der versprochene „Taschentuchalarm“ im Zuschauerraum. Aber auch ohne sentimental zu werden, ist anzuerkennen, dass sowohl auf als auch hinter der Bühne alle hier Beteiligten ihr Handwerk ausgesprochen gut beherrschen! Eine rundum gelungene Show!
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| KREATIVTEAM | |||||||||
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| Buch | Bruce Joel Rubin |
| Musik / Liedtexte | Dave Stewart Glen Ballard |
| Orchestrierung | David Abbananti |
| Deutsche Fassung | Anja Hauptmann |
| Regie | Manuel Schmitt |
| Choreografie | Timo Radünz |
| Set-Design | Sam Madwar |
| Kostüm-Design | Mara Lena Schönborn |
| Licht-Design | Michael Grundner |
| Sound-Design | Dennis Heise |
| Video-Design | Girgory Shkylar |
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| CAST (AKTUELL) | |||||||||
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| =2025/26= | ||||
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| Molly | Bianca Basler | |||
| Sam | Robin Reitsma [07.10.-12.12.25] Oedo Kuipers (02.01.-08.02.26) | |||
| Oda Mae Brown | Uzoh | |||
| Carl Brunner | Lucas Baier [07.10.-12.12.25] Jendrik Sigwart (02.01.-08.02.26) | |||
| Willie Lopez | Sandro Wenzing | |||
| Krankenhausgeist | Ulrich Talle | |||
| U-Bahn Geist | Sophie Alter | |||
| Clara | Manar Elsayed | |||
| Louise | Aminata Ndaw | |||
| Beiderman | Simon Tofft | |||
| Mrs. Santiago | Silja Teerling | |||
| Ensemble | Louisa Meloni Melissa Laurenzia Peters Philip Rakoczy Nolle De Kock | |||
| Swing | Lina Kropf Thijs Kobes Annika Böbel Torben Bach | |||
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| CAST (HISTORY) | |||||||||
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| Tour Cast 2022/23 | ||||
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| Sam | Charles Kreische | |||
| Molly | Katrin Merkl | |||
| Carl | Kim David Hammann | |||
| Oda | Amani Robinson | |||
| Oda Walk-In | Sidonie Smith | |||
| Krankenhausgeist | Richard McCowen | |||
| Ubahngeist | Denis Riffel | |||
| Clara | Sharon Isabelle Rupa | |||
| Louise | Rachel Colley | |||
| Mrs. Santiago | Laura Saleh | |||
| Ensemble | Livia Wrede Carina Fitzi Jürgen Brehm | |||
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| GALERIE | |||||||||
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