Nach drei konzertanten Voraufführungen im vergangenen Herbst erlebt das schwedische Musical (Originaltitel „Kristina från Duvemåla“) nun seine lang erwartete deutsche...
Dieses am 31. August 1928 im Theater am Schiffbauerdamm (heute: Berliner Ensemble) uraufgeführte "Die Dreigroschenoper" gehört zu den ganz großen Erfolgen des Komponisten Kurt Weill. Sie begründete - auch wegen des Buches von Bertolt Brecht - seinen Weltruhm. Tango, Jazz, Jahrmarktsmusik und Blues-Elemente haben "Die Moritat von Mackie Messer", "Die Seeräuber-Jenny" oder den Kanonensang auch abseits der Theaterbühne zu Welthits werden lassen. Barrie Kosky, Chefregisseur und Intendant der Komischen Oper Berlin, übernimmt nun die fünfte Inszenierung am Berliner Ensemble.
Regisseurin Solvejg Bauer verlegt den Musicalklassiker in eine postapokalyptische Welt nach einer nuklearen Katastrophe und macht den Kampf um Lebensraum in einem Bunker zum zentralen Konflikt. Ein spannender Ansatz, der vom Publikum von Anfang an Aufmerksamkeit erfordert.
„Ghost – Nachricht von Sam“ basiert auf dem gleichnamigen Paramount-Kultfilm aus dem Jahre 1990. Die Showslot-Inszenierung, die aktuell durch den deutschsprachigen Raum tourt, überzeugt mit starken Hauptdarsteller:innen. Besondere Highlights sind das hochmoderne Videodesign, das das Bühnenbild prägt, sowie der kraftvolle Sound mit all seinen Facetten. Die kluge Kombination von beidem steigert die Immersivität der Inszenierung erheblich.
Sexy, emotional, stark. Das Deutsche Theater in München zeigt "Hair" als Produktion des Salzburger Landestheaters in einer berührenden und intensiven Inszenierung von Andreas Gergen mit einer schier überirdisch guten Besetzung und einer prägnanten brandaktuellen Färbung.
Bei der Musical-Adaption von "Flashdance" lockt das Publikum nicht die seichte Story, sondern die bekannten Hits aus dem Film-Soundtrack ins Theater. Christoph Drewitz, Regisseur dieser Tournee-Produktion mit Musikbegleitung aus der Konserve, gelingt es nicht, die vorhersehbare Handlung zwischen dem Ohrwürmern mit einer originellen, straffen Personenführung aufzuwerten. Die beiden wenig überzeugenden Hauptdarsteller Veronika Hammer und Denis Riffel werden vom restlichen Cast an die Wand getanzt.
Die Angststörung eines Jugendlichen in den Mittelpunkt eines Musicals zu stellen, ist ein ziemlich mutiges Unterfangen. Umso bemerkenswerter, dass "Dear Evan Hansen" am Broadway und im West End zu einem der erfolgreichsten Stücke der vergangenen Jahre wurde und mit einem regelrechten Preisregen – unter anderem sechs Tonys und drei Olivier Awards – überschüttet wurde. Dem Musical Frühling Gmunden ist es in diesem Jahr gelungen, sich die Rechte an der Deutschsprachigen Erstaufführung zu sichern und mit ihrer intensiven und aufwühlenden Inszenierung Grundsteine für zukünftige Produktionen zu legen.
Im Vergleich zu anderen großen Open-Air-Musical-Veranstaltungen wie den Freilichtspielen Tecklenburg oder dem Domplatz-Openair in Magdeburg zeigt das Theater Erfurt bei den DomStufen-Festspielen nur alle paar Jahre ein Musical. Nach der Uraufführung der Musical-Version von "Der Name der Rose" im Jahr 2019 haben sich die Verantwortlichen im Sommer 2024 für den Broadway-Klassiker "Anatevka" entschieden. Obwohl Regisseur Ulrich Wiggers und sein Team bei der Inszenierung in Bezug auf Ensemblegröße, Bühnenbild und Ausstattung sowie Besetzung keine Kompromisse eingehen und aus dem Vollen schöpfen, gibt es einen kleinen Wermutstropfen...
Im Titelsong der Rockoper um die letzten sieben Tage im Leben von Jesus Christus legt Texter Tim Rice seinem Judas die Frage in den Mund, was passieren würde, wenn Jesus heute auf die Welt käme. Diese Frage scheint der Ausgangspunkt der Inszenierung von Andreas Gergen am Staatstheater Nürnberg zu sein, der die Passionsgeschichte in die heutige Zeit legt und für alle Akteure eine Entsprechung in der Gegenwart findet. Und obwohl – oder vielleicht, auch weil – die Schlussfolgerungen nur schwer verdaulich sind, gelingt ein enorm beeindruckender Theaterabend.
Hippies, Drogen und ganz viel freie Liebe. Davon erzählt das im Oktober 1967 uraufgeführte Musical, das als Meilenstein der Popkultur gilt. Letztendlich geht es um den Sinn des Lebens und die Sehnsucht nach einer neuen Zeit. "Hair" ist ein Statement für ein friedliches und gleichberechtigtes Miteinander aller und ist heute so aktuell wie vor 55 Jahren.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...