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Bei „Aladdin“ vereinen sich kunterbuntes Disney-Spektakel und eingängige Menken-Songs zu einer klassischen Broadway-Show, die zu unterhalten weiß. Die Story ist – eben auch disney-typisch – eher infantil und teils langatmig, dennoch wirkt die Show in Stuttgart straffer und pointierter als in Hamburg, was zu großen Teilen dem Hauptdarsteller-Trio zu verdanken ist. Bühnen- und Kostümbild tun ihren Teil, um einen farbenfrohen Abend in 1001 Nacht entstehen zu lassen.
Am Ende eines Besuches bei „Aladdin“ bleibt dann doch die Szene mit dem fliegenden Teppich am ehesten in Erinnerung – die Szene, in der Aladdin und Jasmin durch den Abendhimmel von Agrabah fliegen und „In meiner Welt“ singen. In Stuttgart ist dieser Flug noch plastischer als seinerzeit in Hamburg, ist die Bühne hier doch bis in den Zuschauerraum mit Sternen ausgeleuchtet und wirkt insgesamt weiter und tiefer. rnLetztlich sind es diese kleinen Unterschiede, die es spannend machen, die Show erneut zu sehen, denn der Transfer aus Hamburg hat dem Konstrukt merklich gut getan. Der erwähnte Sternenhimmel bleibt nicht das Einzige, das neu ist.
Auch die Besetzung wurde weiter optimiert. Allen voran ist Philipp Büttner zu erwähnen, der seine Rolle nunmehr absolut verinnerlicht hat und mit jeder Faser seines Körpers Aladdin lebt. Besonders gefallen bei ihm die leisen Töne, wie bei „Stolz auf deinen Sohn“, der Song, den Aladdin für seine Mutter singt. Aber auch die Straßendieb-Rennen durch die Kulissen von Agrabah, bei denen er an Stangen runterrutscht und über diverse Hindernisse springt, wirken allesamt glaubwürdig. Man kann hier durchaus von einer Paraderolle für den jungen Darsteller sprechen.
An seiner Seite steht in Stuttgart Nienke Latten als Jasmin, eine Darstellerin, die es versteht, die Rolle der Adelstochter sehr emanzipatorisch anzulegen. Sie ist nicht das klassische Prinzesschen, sondern wirkt zu jeder Zeit tough und von sich selbst überzeugt. Das gelingt ihr mit klarer Stimme und guter Intonation, so dass im Premierenpublikum zu vernehmen war, dass man die Rolle der Jasmin „endlich einmal ordentlich verstehen“ konnte.
Der dritte Hauptdarsteller und eigentliche „Unterhalter“ der Aladdin-Extravaganza ist der Flaschengeist Dschinni, in Stuttgart von Ex-Phoebus-Darsteller Maximilian Mann porträtiert. Er versteht es, seiner Rolle den nötigen Drive zu geben und genießt es merklich, die dritte Wand zu durchbrechen. Es ist zu spüren, dass Mann Erfahrung in der Moderation diverser Events sammeln durfte und die Reaktionen des Publikums richtig deuten und retournieren kann. Einzig das immer wiederkehrende Spiel mit dem schwäbischen Akzent wirkt mittlerweile etwas altbacken. Aber sei es drum, Dschinnis Einlagen, Auftritte und Gags halten den Abend in Gang und bilden sozusagen das Gerüst für die Handlung.
Weiterhin unterhaltsam und unbedingt erwähnenswert sind Rafael van der Maarel, Robin Cadet und Nicolas Boris Christahl als Aladdins Freunde Babkak, Omar und Kassar. Sie spielen absolut rollendeckend und witzig, gefallen mit kleinen Gesten und wissen auch durch starken Gesang und gute choreografische Einlagen (Casey Nicholaw) zu überzeugen.
Ein weiterer Höhepunkt bei „Aladdin“ sind die farbenprächtigen Kostüme von Gregg Barnes, die in der Ausleuchtung von Natasha Katz besonders gut zur Geltung kommen. Kleider mit tausenden von Swarovski-Kristallen und viel Liebe zum Detail lassen den Orient lebendig werden.
„Aladdin“ in Stuttgart ist für Freunde von klassischen Broadway-Shows eine Reise wert. Besonders die Hauptdarsteller begeistern und sorgen für perfekte Unterhaltung. Auch Bühne und Kostüme bringen den Zuschauer immer wieder zum Staunen. Man muss sich jedoch dessen bewusst sein, dass ein Disney-Film auf der Bühne erzählt wird, der von Stereotypen lebt und bei dem nicht jede Figur tiefgründig hinterleuchtet wird. Ist man sich darüber im Klaren, steht einem vergnüglichen Abend in der Schwabenmetropole nichts im Weg.
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| 19.03.2019 - 19.01.2023 | Apollo Theater, Stuttgart | 1495 x |
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