| Cast | Termine | Spielorte |
Eine Soulsängerin versteckt sich auf der Flucht in einem Kloster und haucht dem Gospelchor neues Leben ein. Tolles Gospelkonzert, eingebettet in eine dünne Handlung.
Wie in einem verruchten Nachtclub fühlt man sich am Anfang des Musicals „Sister Soul“: Josephine Becker, eine Sängerin, die ihre besten Tage hinter sich hat, schmettert mit souliger Stimme „Son of a Preacherman“. Kurz darauf wird sie Zeugin eines Mordes und macht sich mit dem Rauschgift, wegen dem der Mord begangen wurde, aus dem Staub. Dass sie sich in großer Gefahr befindet, ist ihr klar und so sucht sie Unterschlupf bei einer alten Freundin, die inzwischen als Nonne in einem Hamburger Klosterkrankenhaus lebt.
Das Stück kommt schwer in Fahrt, in der ersten halben Stunde lebt es von der überdrehten Josephine, die kein Klischee auslässt, um dem Publikum die Gegensätze ihres bisherigen Lebens zu dem der Nonnen aufzuzeigen. Doch auf Dauer ist das langatmig.
Das ändert sich, als die Musik ins Spiel kommt. Vorher hat Hauptdarstellerin Love Newkirk ihre Rolle mit hektischen Bewegungen und übertriebener Mimik ausgestattet, doch als Josephine abends allein in ihrer Nonnenzelle sitzt und „Sometimes I Feel Like a Motherless Child“ singt, braucht es all das nicht mehr. Der Zuschauer merkt, wie die Musik sie ergreift, und der Funke springt über. Was für eine Stimme!
Tags darauf ist Chorprobe angesagt und das ist ein Highlight des Stückes. Die Nonnen dürfen hier richtig schön schlecht singen, und wie Josephine aus diesem Haufen von verschiedenen Charakteren einen wohlklingenden Chor formiert, das ist leichtfüßig inszeniert von Regisseur Frank-Lorenz Engel, eine tolle Screwball-Komödie! Nachdem man den Chor erst einmal kennengelernt hat, verlässt er die Bühne kaum noch. Die Story gerät im weiteren Verlauf in den Hintergrund. Pastor Benedikt (Edgar Bessen darf in dieser sympathischen Rolle sogar eine kleine Steppeinlage geben) verkündet, dass das Kloster abgerissen werden soll. Doch Josephine überzeugt die Nonnen, dass sie ein Benefizkonzert veranstalten sollten, um genügend Geld für den Erhalt des Gotteshauses zu sammeln. Natürlich gelingt ihnen das letztendlich, und natürlich überwältigen sie auch den korrupten Kommissar, der Josephine das Rauschgift abjagen will. Aber eigentlich dient diese Handlung nur als Rahmengerüst für die Auftritte des Nonnenchores.
Und die Sisters haben es wirklich in sich. Es wäre ungerecht einzelne hervorzuheben. Jede der Nonnen zeigt immer wieder ihre eigene Persönlichkeit, gerade das macht die Ensembleszenen so anrührend und menschlich, und in ihren Solopassagen beweisen die Damen, dass sie allesamt wunderschöne Stimmen haben. Unterstützt werden ihre Auftritte durch Mecki Fiedlers Choreographie, die genau auf diesen Chor passt. Einfache Schritte, die jeder Nonne Möglichkeiten lassen, die Begeisterung für die Musik auf die ihr eigene Art auszudrücken.
Das Bühnenbild von Birgit Voss ist mit großen bunten Kirchenfenstern als Hauptblickfang sehr stimmungsvoll geraten und zeigt sich wandlungsfähig, wenn durch kurze Umbaupausen mehrere unterschiedliche Spielorte angedeutet werden können.
Doch was wäre das Stück ohne diese tolle Musik! Mehr als 15 Gospel- und Soul-Klassiker hat Mathias Christian Kosel zusammengefügt, die meisten davon als Chornummern arrangiert, an denen man sich gar nicht satt hören kann. Und so ist trotz unterentwickelter Story dieses Gospelkonzert der besonderen Art ein wahres Erlebnis!
Songauswahl: Son Of a Preacherman, Sometimes I Feel Like a Motherless Child, Hallelujah, Haily Holy Queen, My Guy, I Say a Little Prayer, Stand By Me, Shout, Sisters Are Doing It For Themselves, Caravan Of Love, Oh When the Saints Go Marchin´ In, Ev´ry time I Feel the Spirit, I Will Follow Him, Bridge Over Troubled Water, Joshua Fit the Battle Of Jericho, Amazing Grace, Hallelujah, We Are Family, Oh Happy Day.
| Cast | Termine | Spielorte | |||||||
| CAST (AKTUELL) | |||||||||
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| Josephine Becker / Schwester Cäcilia | Love Newkirk |
| Schwester Franziska | Eveline Suter Sonia Farke |
| Schwester Walburga | Angelika Wedekind Annett Daus |
| Schwester Eugenia | Katharina Blaschke Susanne Pollmeier |
| Schwester Margaretha | Annett Daus Lisa Huk |
| Schwester Laurentia | Henrika Fabian Katharina Koch |
| Schwester Ignatia | Carina de Jusus Lillemor Spitzer |
| Schwester Caritas | Martina Flatau |
| Schwester Oda | Alexandra Pietsch Natasha Gwyneth Thomas |
| Schwester Felicitas / Benny, Klavierspieler | Mathias Christian Kosel |
| Ursula, die Oberschwester / Bardame | Gisela Kraft |
| Benedikt Bruhns / Altrocker | Edgar Bessen Peter Wohlert |
| Staller | Holger Löwenberg |
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| TERMINE | |||||||||
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| keine aktuellen Termine |
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