Die Thunerseespiele sichern sich für den Sommer 2027 die Schweizer Erstaufführung des Broadway-Erfolgs. Das Besondere: Disney erlaubt hierfür erstmals außerhalb...
Bewundert und verteufelt - die Staatsoperette Dresden zeigt in der Saison 2025/2026 den Lloyd-Webber-Klassiker über Aufstieg und Fall der umstrittenen argentinischen Präsidentengattin Eva 'Evita' Perón. Regie führt Simon Eichenberger.
Die Übertragung eines der bedeutendsten deutschen Literaturklassiker auf die Musicalbühne ist für das Kreativteam um Dennis Martin ein ebenso mutiges wie reizvolles Unterfangen: Die unterschiedlichen Mittel der Atmosphärengestaltung in Storms realistischem Erzählkosmos und im modernen Musiktheater eröffnen – ganz wie die Geschichte selbst – ein Spannungsfeld zwischen Bewahrung und Erneuerung. Neben dem herausragend besetzten Ensemble besticht die Inszenierung vor allem durch ihre visuelle Kraft.
Es gibt wohl kaum ein Thema, das den Puls der Musical-Fans dermaßen in die Höhe schnellen lässt, wie die zumeist mit notwendigen Sparmaßnahmen begründeten, immer weiter fortschreitende Verkleinerungen von Orchestern in den deutschsprachigen Musicalhäusern. Mit ihrer Inszenierung von "Pippin" hingegen lässt es die Staatsoperette Dresden im wahrsten Sinne des Wortes ordentlich krachen und hat bei Koen Schoots eine Fassung für ihr 40-köpfiges Orchester in Auftrag gegeben, die die ausschweifende Inszenierung perfekt untermalt. Das Ergebnis kann sich sehen und hören lassen.
Wer heute nach den Wurzeln des deutschsprachigen Musicals sucht, landet unweigerlich bei Paul Lincke. Seine "Frau Luna"" brach bereits 1899 mit der Wiener Walzerseligkeit und setzte stattdessen auf zackige Marschrhythmen und Revue-Elemente, die viel eher an den Broadway als an die Hofoper erinnern. Das Stadttheater Baden nutzt diesen historischen Genre-Grenzgang unter der Intendanz von Andreas Gergen nun konsequent aus: Mit einer Besetzung, die fast ausschließlich aus der Musicalwelt stammt...
Die Frage nach der musikalischen Gattung von Sondheims "Sweeney Todd" wird seit seiner Uraufführung 1979 immer wieder diskutiert. Sondheim selbst war der Meinung, dass das Ambiente und die Erwartungen des Publikums die Einordnung eines musikalischen Werks bestimmen. Für "Sweeney Todd" hatte er jedoch eine klare Ansicht: Die von bitterbösen Momenten geprägte Geschichte des Barbiers, der gemeinsam mit seiner Komplizin Mrs. Lovett seine einstigen Feinde auf dem Friseurstuhl brutal ermordet und zu Pasteten verarbeiten lässt, sei 'in Wahrheit ein Film für die Bühne'.
Das auf dem gleichnamigen Film von 1952 basierende Musical ist die beste Antwort auf schlechtes Wetter. Wie auf der Leinwand geht es um die Folgen, die die Einführung des Tonfilms mit sich bringen: Ein Hollywood-Traumpaar gerät beruflich in die Bredouille, weil der weibliche Part eine schreckliche Stimme hat. Abhilfe soll eine arbeitslose Schauspielerin bringen, die stumme Diva synchronisieren soll.
Dem Trend der kleinen und sparsamen Inszenierungen folgend, hat Andrew Lloyd Webber sein ohnehin nur selten gespieltes Musical vor einigen Jahren für eine sehr reduzierte Begleitung durch zwei Klaviere und einem Schlagzeug für das Londoner Southwark-Playhouse überarbeitet. Carsten Lepper brachte diese Fassung in einer eigenen Inszenierung 2020 ins intime Theater Arche nach Wien. Offenbar konnte er die damit die Verantwortlichen des Theater Münsters vom Stück selbst überzeugen, denn jetzt darf Lepper im Großen Haus aus dem Vollen schöpfen. Und weiß Gott, er tut es! Und er tut es mit einer offenkundigen Liebe und großer Kenntnis zu und über dieses etwas andere Andrew-Lloyd-Webber-Musical.
Was eine Pädagogin so alles bewirken kann: Der traditionsbewusste König von Siam lässt sich auf Anna, die "very british" Lehrerin seiner Kinder, ein. Gibt es für dieses "exotische" Paar eine gemeinsame Zukunft? Die eigentlich für ihre Operetten-Produktionen bekannten Seefestspiele Mörbisch zeigen das 1951 uraufgeführte und 1952 mit vier Tony Awards ausgezeichnete Musical in der Spielzeit 2022.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...