Es lässt sich schon beinahe als Coup bezeichnen, was das Landestheater Linz in der Spielzeit 2022/23 auf seiner Homepage angekündigte: Sie präsentieren in besonderer Zusammenarbeit mit Stage Entertainment die österreichische Erstaufführung von "Anastasia". Nicht als ein Klon der bereits am Broadway und später in den Niederlanden und in Deutschland gezeigten Inszenierung, sondern als eigenständige Interpretation der Show um die vermeintlich noch lebende russische Zarentochter. Allerdings vermag es leider auch die Linzer Fassung trotz einiger schöner Inszenierungsideen und einer in weiten Teilen großartigen Besetzung nicht, die massiven Schwächen des Buchs auszugleichen.
Einladung zum Jellicle Ball: Fast auf den Tag genau 36 Jahre nach ihrer deutschsprachigen Erstaufführung (24. September 1983) kehren Andrew Lloyd Webbers singende und tanzende Katzen nach Wien zurück.
Das gleichnamige Film-Musical von Vincente Minnelli über den amerikanischen Soldat Jerry Mulligan, der nach dem Zweiten Weltkrieg in Paris bleibt und dort eine turbulente Liebesgeschichte erlebt, erschien 1951. Erst 2015 kam die Bühnenadaption an den Broadway, anschließend nach London. In Linz wird nun die deutschsprachige Erstaufführung präsentiert.
Kim Duddys Schweizer Neuinszenierung des Musicals "Cats" bei den Thunerseespielen überzeugt durch eine feine Rollenzeichnung der Charaktere. Es steht ein spielfreudiger, tänzerisch starker und gesanglich hochstehender Cast auf der Bühne. Die Musik und der Ton sind auch dieses Jahr wieder ein Hochgenuss.
Bei dieser "Spamalot"-Inszenierung stimmt einfach alles: Eine fabelhafte Besetzung, umringt von einem Musical-Ensemble mit Chor, großem Orchester und einer grandiosen Ausstattung. Mit dem Traumpaar aus der "Elisabeth"-Uraufführung, das erstmals zusammen in einer Komödie zu sehen ist, erleben die Zuschauer einen höchst unterhaltsamen und amüsanten Theaterabend.
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