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Das Junge Musical Leverkusen e.V. wagt sich in diesem Jahr mit „The Prom“ an ein sensibles, aktuelles Sujet und setzt damit ein klares Zeichen für Offenheit und Toleranz gegenüber queeren Menschen. Der Musicalverein überrascht mit einer durchweg professionell anmutenden Produktion und überzeugt vor allem musikalisch auf ganzer Linie.
Das farbenfrohe Bühnenspektakel erzählt die Geschichte von Emma, die mit ihrer Freundin zum Abschlussball gehen will. Öffentliche Sichtbarkeit eines jungen lesbischen Paares scheint in der Provinz Indianas jedoch undenkbar: Nach der Absage des Balls erfährt Emma Mobbing durch die Schülerschaft und den Elternbeirat, ihre eigenen Eltern haben sie bereits verstoßen. Vier am Broadway gescheiterte und als Narzissten entlarvte Künstler:innen werden über die Medien auf Emmas Geschichte aufmerksam. Sie beschließen, ihr zu helfen, um ihr eigenes Image aufzupolieren.
Für einen ehrenamtlichen Musicalverein ungewöhnlich sitzen hier im gut gefüllten Orchestergraben des Erholungshauses Leverkusen etwa 20 Musiker:innen, die die dynamische Partitur aus der Feder von Matthew Sklar voller Elan unter der Leitung von David Welfens zum Klingen bringen.
Felix Schirmer zeichnet für die Chorleitung der Inszenierung verantwortlich und sorgt dafür, dass die oft witzigen und frechen Texte von Chad Beguelin in der Übersetzung von Nico Rabenald klanglich fein austariert zur Geltung kommen.
Lisa Kobylorz setzt in ihrer Inszenierung sowohl auf eine starke Bildsprache als auch auf eine differenzierte Figurenzeichnung. Die einzelnen Abteilungen greifen hier wunderbar ineinander.
Die fetzigen Choreographien von Veronica Samper Hosie, Julie Martin und Marco Döhmer zeugen von einer fröhlichen Gruppendynamik, der sich Emma (Alina Maybauer) und Alyssa (Alicia Betzel) im Laufe des zweiten Aktes schließlich gemeinsam anschließen.
Die Kostüme nach einer Auswahl von Anika Peters bedienen sich sämtlicher Farben des Regenbogens und unterstreichen die individuellen Charaktere der jugendlichen Figuren. Die angereisten Prominenten und die Elternschaft wirken in gedeckten Farben oder mit allzu schrillen Akzenten wie Fremdkörper innerhalb der Geschichte, sorgen aber ihrerseits für pointierte Auftritte der jeweiligen Figuren.
Ein absolutes Highlight der Inszenierung ist das ausgeklügelte Bühnenbild von Marco Döhmer und Jost Niemann. Eine große LED-Wand ermöglicht filmische Szenenwechsel: eine Kulisse nach der anderen wird wie vom Bühnenhimmel herabgelassen. Ein ebenfalls bespielter transparenter Vorhang ermöglicht digitale Bilder in mehreren Ebenen. Hinzu kommen liebevoll gestaltete, bewegliche Kulissen, die bei Auf- und Abgängen der Darstellenden wie im Vorbeigehen umgebaut werden. Der visuelle Höhepunkt baut sich sukzessive während „Unruly Heart“ auf: Emma singt in ihrem Zimmer und erzählt von ihrem Erleben, auf der hinteren LED-Wand werden Kommentare auf Social Media eingespielt; der durchsichtige Vorhang ermöglicht zugleich Einblicke in die Smartphones mehrerer Jugendlicher, die sich selbst darin präsentieren. Alles greift harmonisch ineinander und zeugt doch von der emotionalen Überfrachtung, die die sozialen Medien vielfach mit sich bringen.
Der Verein arbeitet mit einer A- und B-Besetzung. Die Hauptcharaktere sind am Premierenabend in einer durchgehend überzeugenden Besetzung zu erleben:
Alina Maybauer verleiht der Protagonistin Emma Nolan emotionale Tiefe und besticht durch stimmliche Kraft. Alicia Betzel legt ihre Alyssa Greene treffend zurückhaltend an. David Naser scheint wie geschaffen für seine Rolle des Barry Glickman und ist der heimliche Star des Premierenabends. Mit feinem Humor zeichnet er den schrägen Charakter und überzeugt gesanglich vollkommen. Ebenfalls stimmlich präzise tritt Ramona Budnick auf und verleiht ihrer Dee Dee Allen eine genussvoll überspitzte Arroganz. Tim Lechner weiß gesanglich zu überzeugen und zeichnet den ehemaligen TV-Star Trent Oliver mit charmanter Nuance. Anika Peters punktet in der Rolle des alternden Showsternchens Angie Dickinson mit warmer Stimmfarbe. Finn Maybauer gestaltet den Schulleiter Mr. Hawkins als loyalen Verbündeten Emmas glaubwürdig. Theresa Brenner gestaltet eine quirlige Sheila. Ihr Spiel gewinnt durch ihre ausdrucksstarke Mimik.
Das rund 40-köpfige Ensemble besticht durch Spielfreude und Temperament in den vor Lebendigkeit sprühenden Tanzszenen. Auf und hinter der Bühne wird mit Präzision, Leidenschaft und einem feinen Gespür für die gesellschaftliche Brisanz der LGBTQ-Thematik gearbeitet.
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| KREATIVTEAM | |||||||||
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| Buch | Chad Beguelin Bob Martin |
| Liedtexte | Chad Beguelin |
| Musik | Matthew Sklar |
| Deutsche Übersetzung | Nico Rabenald |
| Künstlerische Leitung & Regie | Lisa Kobylorz |
| Musikalische Leitung & Dirigat | David Welfens |
| Chorleitung | Felix Schirmer David Welfens |
| Choreographie | Julie Martin Verónica Samper Hosie Marco Döhmer |
| Stage Management | Stefanie Jördens |
| Dance Captain | Verónica Samper Hosie |
| Leitung Bühnenbild | Marco Döhmer Jost Niemann |
| Leitung Kostüm | Anika Peters |
| Leitung Requisite | Alina Maybauer |
| Leitung Maske | Jeannine Engelen |
| Leitung Marketing | Malena Gärtner |
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| CAST (AKTUELL) | |||||||||
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| GALERIE | |||||||||
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| TERMINE | |||||||||
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| keine aktuellen Termine |
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| TERMINE (HISTORY) | |||||||||
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| Fr, 20.03.2026 19:30 | Erholungshaus, Leverkusen | Premiere | |||||||
| Sa, 21.03.2026 14:30 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| Sa, 21.03.2026 19:30 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| ▼ 7 weitere Termine einblenden (bis 29.03.2026) ▼ | |||||||||
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| So, 22.03.2026 14:00 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| So, 22.03.2026 18:30 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| Do, 26.03.2026 19:30 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| Fr, 27.03.2026 19:30 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| Sa, 28.03.2026 19:30 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| So, 29.03.2026 14:00 | Erholungshaus, Leverkusen | ||||||||
| So, 29.03.2026 18:30 | Erholungshaus, Leverkusen | Dernière | |||||||
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