"Willkommen, bienvenue, welcome" – das Mannheimer Capitol lädt zu seiner neuen Eigenproduktion, dem Kander & Ebb-Klassiker "Cabaret". Die Inszenierung ist dank der starken Einheit von Regie, Besetzung, Orchestrierung und Lichtdesign durchgehend intensiv und nimmt das Publikum mit von Berlins Roaring Twenties zu den menschlichen Abgründen der sich anbahnenden NS-Zeit.
Immer wieder wird behauptet, dass das Mittelalter eine trübe wie traurige Epoche gewesen sei. Das Gegenteil beweist Regisseur Matthias Thieme mit seiner Parodie der König Artus Sage am Theater Plauen-Zwickau, die gekonnt jeglichen Klamauk vermeidet. Auch dank eines spielfreudigen Casts gelingt "Spamalot" in Perfektion, wird allerdings von einer unzureichenden Tonanlage in Plauen ausgebremst.
Ein Spot richtet sich auf den noch geschlossenen tiefroten Samtvorhang des Vogtlandtheaters Plauen. Eine weiß behandschuhte Hand kommt zwischen den Vorhängen zum Vorschein und deutet dem Publikum gestisch, dass es nicht erwünscht sei, zu filmen, zu fotografieren und um Himmels Willen vor allem nicht mit Papier zu rascheln. Dem schmunzelnden Publikum wird bereits an dieser Stelle klar, dass in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden dem Addams-Family-Kult in jeder erdenklichen Weise gefrönt wird. Dabei ist es völlig nebensächlich, dass die Handlung ziemlich vorhersehbar oder der ein oder andere Gag ein ziemlicher Kalauer ist. Es zählt nur, dass es einfach verdammt viel Spaß macht!
Jerry Hermas Musical-Klassiker erzählt die Geschichte der lebenslustigen Heiratsvermittlerin Dolly, die ihren Status als Witwe beenden will. Dafür hat sie als Kandidaten mit dem nötigen Kleingeld den reichen Horace Vandergelder im Blick. Schlussendlich gibt es sogar vier Happy Ends.
Leonard Bernsteins Musicalfassung holt William Shakespeares "Romeo und Julia"-Stoff ins Hier und Heute der Großstadtbrennpunkte. Die Feindschaft zwischen Sharks und Jets steht im Sommer 2025 auch bei den Burgfestspielen Bad Vilbel auf dem Spielplan.
Wenn man vor Ort schon einen Balkon hat, dann muss man auch mal wieder "Evita" auf den Spielplan nehmen. Dazu ist die Ettlinger Schlossfassade auch noch rosa – passend zur Casa Rosada, dem Sitz der argentinischen Regierung, auf deren Balkon Evita Perón ihre berühmte Rede hielt. Der Ort und dessen Nutzung ist das Ass, das diese Produktion ausspielen kann. Neben dem guten Ensemble bleiben so eindrucksvolle Bilder im Gedächtnis.
Mit dem August endete langsam aber sicher die Freilicht-Saison 2023. Als eine der wenigen Open-Air-Bastionen halten sich die Burgfestspiele Bad Vilbel noch wacker bis in den September hinein – und zwar mit dem Musical-Klassiker "My Fair Lady", der hier in Burgruine auf höchstem Niveau unterhaltsam und kurzweilig präsentiert wird.
Rock´n Roll war der Sound ihres Lebens. Jetzt sollen die altgewordenen SchauspielerInnen mit Schwester Veras nervigen Kinderliedern auf den Tod warten? Nichts da, im ehemaligen Theater, das als Altersresidenz dient, wird allabendlich die Bühne frei für große Szenen der Weltliteratur, aber vor allem lebenspralle Songs wie "Forever Young" oder "Born to be Wild". Mal melancholisch, mal bissig, dabei stets unterhaltsam verspricht diese höchst musikalische Inszenierung eine vergnügliche wie anregende Vorstellung!
Seit 1986 immer wieder ein gerne gesehener Gast auf deutschen Stadttheaterbühnen: die Geschichte vom Blumenladen-Gehilfen Seymour, seiner Angebeteten Audrey und der zunehmend gefräßigen fleischfressenden Pflanze Audrey II mit Musik von Alan Menken.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...