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| KURZBEWERTUNG | |||||||||
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Als überregional gefeierte Ostertradition inszeniert das Mannheimer Capitol alljährlich Andrew Lloyd Webbers Welthit „Jesus Christ Superstar“ und lädt für die Hauptrollen von Jesus sowie Maria Magdalena wechselnde Musicalstars zur konzertanten Darbietung ein. Die Inszenierung weiß durch eine wuchtige Orchestrierung und stimmgewaltige Songinterpretationen auf allerhöchstem Niveau zu begeistern.
Seit Jahren erfreuen sich die Osterkonzerte von „Jesus Christ Superstar“ im Mannheimer Capitol größter Beliebtheit und haben bei einigen Fans bereits Kultstatus erreicht. Während Rockröhre Sascha Krebs als Judas seit Beginn der Konzertreihe gesetzt ist und auch die kleineren Rollen überwiegend gleich besetzt bleiben, variieren die Besetzungen von Jesus und Maria Magdalena jedes Jahr. Das macht den zusätzlichen Reiz für Capitol-Dauergäste aus und zieht immer wieder neue Zuschauer:innen nach Mannheim, die ihre Stars erleben möchten. In den vergangenen Jahren waren unter anderem Alexander Klaws, Rob Fowler, Drew Sarich oder Alex Melcher als Jesus sowie Patricia Meeden, Femke Soetenga, Wietske van Tongeren oder Brigitte Oelke als Maria Magdalena auf der Bühne. 2026 übernehmen Riccardo Greco und Lucy Scherer die Rollen. In diesem Jahr wird außerdem erstmals die Lokalikone Markus Beisel durch den Pfälzer Kultmusiker Monji El Beji ersetzt.
Unter der künstlerischen Leitung von Doris Marlis entstehen – auch mithilfe eines nuancierten Lichtkonzepts – trotz des konzertanten Charakters der Inszenierung immer wieder eindrucksvolle, beinahe vollszenisch anmutende Momente, die besonders im zweiten Akt unter die Haut gehen. Marcos Padotzke leitet die neunköpfige Band durch die Songs zwischen Rock, Ballade, Hymne, Gospel und Trad-Jazz mit meisterhafter Präzision und einer Konzentration, die imponiert – steht er doch mit seiner Band mitten auf der Bühne und ist somit stets Teil der Gesamtdarbietung. Jedes Instrument der Band erstrahlt durch virtuoses Spiel, und die Tonabmischung sorgt für ein das gesamte Auditorium einhüllendes, druckvolles Klangbild, das ebenso gut von einem Rockkonzert stammen könnte. Das mag polarisieren, verleiht den rockgetriebenen Songs und episch-dramatischen Anklängen der Partitur jedoch eine enorme Kraft. Der fast 40-köpfige Celebration Gospel Choir, in dessen Mitte sich auch einige herausragende solistische Stimmen befinden, sorgt für wohlige Gänsehaut und trägt maßgeblich zur Intensität der Show bei. Nicht nur stimmlich ist das Ensemble voll präsent, auch energetisch kommt einiges beim Publikum an: Der Wechsel von frenetischer Entourage zur feindlich gesinnten Meute, den der Chor vollzieht, rahmt die Stimmung des Stücks wirkungsvoll ein.
Musikalisch ist diese konzertante Aufführung insgesamt wuchtig, volltönend und eindringlich – auch von Seiten der Darsteller, die allesamt mit verblüffender stimmlicher Präsenz und großer Rock-Affinität besetzt sind. Im Mannheimer Raum sind Jeannette Friedrich, Melanie Haag und Irena Müller bekannte Namen – zurecht! Als Jüngerinnen Jesu und ‚Soul Girls‘ bereichern sie das Ensemble mit stimmgewaltigen Klangfarben.
Auch die Soli sind durchweg virtuos und präzise interpretiert: Daniel Würfel besticht mit gekonnten Riffs zu „Peter’s Denial“ als Jünger Petrus, und Sascha Kleinophorst reißt als Simon mit „Simon Zealotes“ das Publikum mit. Stephen Shivers und Thomas Simon ergänzen sich stimmlich perfekt als schrill-nachdrücklicher Annas und bedrohlich sonorer Kaiphas mit einwandfreier gesanglicher Symbiose. Monji El Beji als Herodes polarisiert, wie Gesprächsfetzen im Foyer nach der Show zeigten: Seine Interpretation weicht stark von der nahezu kanonisch erwarteten Camp-Performance des Herodes zu seinem schmissig-spöttischen „Herod’s Song“ ab, die nicht selten starke Drag-Einflüsse zeigt. Stattdessen präsentiert sich Beji bei der Nummer völlig anders: Rockig, röhrend und rau klingt der eigentliche Ragtime-Song hier fast nach Metal. Das verblüfft stimmlich und dürfte für weniger festgefahrene „Superstar“-Fans durchaus eine erfrischende neue Note in den Mix konventioneller Interpretationen bringen. Lucy Scherers Maria Magdalena wirkt besorgt, leidenschaftlich und zerbrechlich. Mit „I Don’t Know How To Love Him“ erntet die deutsche Ur-Glinda begeisterten Beifall.
Es sind allerdings vor allem drei Herren, deren Auftritte an diesem Abend nachdrücklich in Erinnerung bleiben: Darius Merstein-Macleod fasziniert in den Liedern „Pilate’s Dream“ und „39 Lashes“ mit einer stimmlichen Ausstrahlung, die durch seinen reich phrasierten Bariton an das goldene Hollywood-Zeitalter erinnert. Auch darstellerisch sticht sein Spiel als zwiegespaltener Pontius Pilatus hervor: Aufgrund der konzertanten Inszenierung liegt der Fokus zwar auf stimmlicher Brillanz und das Schauspiel wirkt zuweilen eher hintergründig, doch allen voran bringen sowohl Merstein-Macleod als auch die Darsteller von Judas und Jesus große Emotionen in das Stück ein.
Sascha Krebs scheint der Judas wie auf die Stimmbänder geschrieben. Die dramatisch getriebenen Rockmonologe stehen ihm hervorragend, sodass jeder seiner Auftritte zu einem Ohrenschmaus wird. Schon sein erster Song „Heaven On Their Minds“ begeistert, und bei „Judas‘ Death“ werden auch die emotional-interpretatorischen Qualitäten des Sängers deutlich.

Riccardo Greco als Jesus bringt seine gesamte Bandbreite in die hoch anspruchsvollen Songs ein und brilliert auf ganzer Linie. Ausgelassen und in Feierlaune startet sein Jesus mit „What’s the Buzz“ in die Geschichte, Zweifel überkommen ihn bei „Strange Thing, Mystifying“, Leidenschaft und Zorn erfassen ihn bei „Poor Jerusalem“ und „The Temple“. Durch prophetische Eingebungen trübt sich sein Optimismus merklich, bis er sich in „The Last Supper“ seinem Schicksal zu ergeben scheint, nur um im großen Showstopper „Gethsemane“ noch ein letztes Mal gegen Gottes Willen aufzubegehren. Hier schöpft Greco stimmlich wie emotional aus den Vollen und beweist, warum er zu den größten Stars der deutschen Musicalszene gehört: Dank seiner Darbietung gewinnt die Geschichte eine emotionale Tiefe, die fasziniert und tief bewegt. Die Gefühlswelt, durch die Greco als Jesus während des Songs führt, gleicht einer Achterbahnfahrt, die sich gesanglich eindrucksvoll entfaltet. Der Vergleich mit Weltstar Adam Lambert drängt sich stimmlich wie in der Ausstrahlung nahezu zwangsläufig auf – und Greco begegnet ihm auf Augenhöhe. Die Aufeinandertreffen von Krebs und Greco in ihren Rollen, beispielsweise in „The Arrest“ oder dem ikonischen Song „Superstar“, gehören zu den weiteren großen Momenten dieser Inszenierung.
Warum „Jesus Christ Superstar“ in Mannheim Kultstatus genießt, wurde in der besuchten Vorstellung mehr als deutlich. Für diese musikalische und stimmliche Exzellenz lohnt sich eine Reise in die Kurpfalz allemal!
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| KREATIVTEAM | |||||||||
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| Musikalische Leitung | Marcos Padotzke |
| Künstlerische Leitung | Doris Marlis |
| Dramaturgie | Georg Veit |
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| CAST (AKTUELL) | |||||||||
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| =2026= | ||||
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| Jesus | Riccardo Greco | |||
| Judas | Sascha Krebs | |||
| Maria Magdalena | Lucy Scherer | |||
| Pontius Pilatus | Darius Merstein-MacLeod | |||
| Herodes | Monji El Beji | |||
| Annas | Thomas Simon | |||
| Simon | Sascha Kleinophorst | |||
| Peter | Daniel Würfel | |||
| Kaiphas | Stephen Shivers | |||
| Soul Girls | Jeannette Friedrich Melanie Haag Irena Müller | |||
| Chor | Celebration Gospel Choir | |||
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| CAST (HISTORY) | |||||||||
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| GALERIE | |||||||||
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| TERMINE | |||||||||
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| Do, 25.03.2027 20:00 | Capitol, Mannheim | |
| Fr, 26.03.2027 19:00 | Capitol, Mannheim |
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| TERMINE (HISTORY) | |||||||||
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| Do, 29.03.2018 20:00 | Capitol, Mannheim | Premiere | |||||||
| Fr, 30.03.2018 19:00 | Capitol, Mannheim | ausverkauft | |||||||
| Do, 18.04.2019 20:00 | Capitol, Mannheim | Wiederaufnahme | |||||||
| ▼ 15 weitere Termine einblenden (bis 03.04.2026) ▼ | |||||||||
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| Fr, 19.04.2019 19:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Do, 09.04.2020 20:00 | Capitol, Mannheim | verlegt auf 1.4.21 | |||||||
| Fr, 10.04.2020 19:00 | Capitol, Mannheim | verlegt auf 2.4.21 | |||||||
| Do, 01.04.2021 20:00 | Capitol, Mannheim | verlegt auf 16.4.22 | |||||||
| Fr, 02.04.2021 19:00 | Capitol, Mannheim | verlegt auf 17.4.22 | |||||||
| Sa, 16.04.2022 20:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| So, 17.04.2022 19:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Do, 06.04.2023 20:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Fr, 07.04.2023 19:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Do, 28.03.2024 20:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Fr, 29.03.2024 19:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Do, 17.04.2025 20:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Fr, 18.04.2025 19:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Do, 02.04.2026 20:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
| Fr, 03.04.2026 19:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
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