Michel Legrands Musical beleuchtet ein dunkles Kapitel der französischen Geschichte: die Kollaboration mit den deutschen Besatzern im Zweiten Weltkrieg. Die großen Emotionen werden musikalisch mit einer Bandbreite von zarter Melancholie bis pompösem Kitsch umgesetzt. Szenisch geht auf der reduzierten, fleckig ausgeleuchteten Bühne nicht alles auf.
Wir befinden uns im Jahr 2050 irgendwo in Deutschland. Eine Gruppe in die Jahre gekommener Schauspieler hat das Theater erobert und zur Seniorenresidenz erkoren. Doch Altersträgheit kommt hier keineswegs auf: Mit reichlich Power und Selbstbewusstsein kämpft die Truppe gegen eine konsumorientierte Gesellschaft an, die sie im Jugendwahn aufs Abstellgleis befördert. Das 2007 in Dresden uraufgeführte Stück von Erik Gedeon wird in Pforzheim von Alexander May inszeniert.
Billy Wilders Film "Manche mögen‘s heiß" auf die Bühne zu bringen, ist nicht die schlechteste Idee, schließlich bietet er eine witzige Geschichte und tolle Dialoge. Auch wenn die Musicalversion schon bei der Premiere 1972 musikalisch ziemlich altmodisch daherkam, bietet sie bis in die Nebenrollen Schauspielerfutter vom Feinsten. Klingt nach einer Garantie für einen unterhaltsamen Abend – aber nur, wenn man ein passendes Ensemble und einen Regisseur mit Gefühl für Tempo hat.
"West Side Story" – ein moderner Klassiker und als solcher gern gesehener Publikumsmagnet auf deutschen Bühnen. In seiner gekonnt inszenierten Fassung besetzt das Theater Pforzheim talentierte Jungdarsteller und weist sich einmal mehr als feste Größe in der deutschen Musicallandschaft aus.
"Die Dreigroschenoper" mit Musik von Kurt Weill gehört zu den erfolgreichsten modernen Theaterklassikern und zieht scharfe Bilanz über die Gesetze der globalen Weltordnung. In Pforzheim inszeniert Thomas Münstermann.
20 Jahre nach der Uraufführung zeigt das Badische Staatstheater Karlsruhe mit "Alice" eine Adaption von "Alice im Wunderland", die auch das Verhältnis von Autor Lewis Carroll und seiner Kindermuse Alice Liddell näher beleuchtet. Dank großartiger Bühnen- und Kostümideen erhebt sich auf der Bühne die bizarr-düstere Welt des Wunderlands. Darin verirrt sich das Stück allerdings auch und verfehlt ohne klare Linie seine Ambitionen.
Zu Silvester wird das Stück wieder in den Spielplan aufgenommen.
Uraufführung des neuen Zaufke/Lund-Musicals. Peter Lund selbst inszeniert das Stück um eine Unternehmerfamilie, Verblendung und Schweigen.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...