Ein Fest für die Augen und Ensemble-übergreifend gut gespielt und gesungen. Das hohe, fast hektische Tempo einiger Szenen in Verbindung mit Textunverständlichkeit und einem Heer an Tänzern lassen jedoch oft den Überblick verlieren, dazu schleichen sich in der zweiten Hälfte einige Längen ein. Trotzdem unterhält die neue Bad Hersfelder Produktion auf hohem Niveau.
Die Revue der Familie Malente nimmt sich die 1980er Jahre vor. Schulterpolster, Dallas, Denver-Clan, E.T., Schwarzwldklinik, Aerobic und die Neue Deutsche Welle sind nur einige der Stichwörter, die in kurzen Spielszenen und mit viel Musik die Zuschauer in Erinnerungen schwelgen lassen sollen.
Nur einen Mann und einen Flügel, mehr benötigt die Aufführung von "Novecento – Die Legende vom Ozeanpianisten" im Berliner Schlosspark Theater nicht. Der musikalisch inszenierte Monolog des italienischen Schriftstellers Alessandro Baricco aus dem Jahr 1994 lebt davon, dass ihm ein Klavier spielender Darsteller Leben einhaucht. Einfühlsam und schauspielerisch vielseitig lässt Musicaldarsteller Thomas Borchert die Geschichte des Findelkindes, das auf einem Passagierschiff zum begnadeten Ozeanpianisten wird, auferstehen.
Der Musical-Klassiker schlechthin kommt im Sommer 2016 open-air in die Stiftsruine Bad Hersfeld. Cusch Jung inszeniert das amouröse Geplänkel zwischen Sprachwissenschaftler Henry Higgins und seinem Schützling, dem Blumenmädchen Eliza Doolittle; gespielt von Sandy Mölling. Als Alfred P. Doolittle steht Ilja Richter auf der Bühne.
Die Geschichte einer Liebe – Cathy und Jamie erinnern sich, wie sie sich verliebt, geheiratet und wieder verloren haben. Jamie erzählt seine Erlebnisse vom ersten Kennenlernen an, während Cathy ihre gemeinsamen fünf Jahre rückwärts Revue passieren lässt.
Bettina Mönch singt Songs ihrer Theaterkarriere - musikalisch begleitet und moderiert von Gil Mehmert, einer ihrer Lieblings-Regisseure, ihr Ehemann und studierter Gitarrist.
Gil Mehmert inszeniert im Sommer 2018 das Hippie-Stück aus dem Jahr 1967 in der Stiftsruine. Seit der deutschsprachigen Erstaufführung in München 1968 sind 50 Jahre vergangen. Für die Choreografie sorgt Melissa King, die musikalische Leitung liegt in den bewährten Händen von Christoph Wohlleben.
Stefan Hubers Inszenierung hat schon eine längere Reise hinter sich. Sie war als Co-Produktion der Theater Dortmund, Nürnberg und Chemnitz nacheinander auf den drei Bühnen zu sehen und wurde dann von Graz übernommen. Nun ist Hubers "Funny Girl" in der Bad Hersfelder Stiftsruine angekommen. Da wäre bestimmt Gelegenheit gewesen, doch einmal beherzt zum Rotstift zu greifen. In den etwas mehr als drei Stunden Spielzeit herrscht viel Leerlauf.
Nach der erfolgreichen Laufzeit des Musicals "Titanic" in der Spielzeit 2017 sticht der Luxusliner in diesem Sommer erneut in See. An Bord ist das gleiche Kreativteam wie im vergangenen Jahr, lediglich einige Rollen mussten Engagement-bedingt umbesetzt werden.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...