"Mary Poppins Rückkehr" ist viel, viel besser als zu erwarten war – zu oft schon haben Fortsetzungen berühmter Filme enttäuscht. Der Originalfilm aus dem Jahr 1964 stellt immerhin eines der größten Heiligtümer im Disney-Kanon dar, dementsprechend behutsam hat der Konzern agiert: Im Grunde genommen ist dieses Sequel, wenn auch angereichert um neue Episoden und Figuren aus den Romanen von P.L. Travers, ein gefühltes Remake.
Zehn Jahre nach dem Kino-Megaerfolg kreiert Regisseur und Drehbuchautor Ol Parker mit "Mamma Mia! Here We Go Again" einen etwas arg konstruierten zweiten Teil. Der Film ist gleichzeitig Vorgeschichte und Fortsetzung – mit einer sichtlich gut aufgelegten Besetzung und einer kleinen Portion Melancholie, die dennoch Spaß macht.
"Twilight"-Regisseur Bill Condon bringt mit der Realverfilmung von Disney’s "Die Schöne und das Biest" eine Weiterentwicklung des gleichnamigen Trickfilms aus dem Jahr 1991 auf die Leinwand. Der Streifen verzaubert mit überzeugenden Schauspielern, eingängigen neuen Songs und begeisternden Effekten.
Regisseur und Drehbuchautor Damien Chazelle bringt mit "La La Land" ein eigenständiges Musical auf die Leinwand, das nicht nur mit ohrwurmtauglichem Soundtrack, sondern auch mit tollen Bildern aufwartet. Das Hauptdarsteller-Duo ist zwar nicht völlig stimmfest, überzeugt aber mit Charme und starkem Spiel.
Sondheims moderner Klassiker "Into the Woods" schafft es auch in der etwas entschärften Disney-Filmadaption zu verzaubern und das allgemein bekannte Märchenbild anständig auf den Kopf zu stellen.
Filmadaption des Schönberg / Boublil-Klassikers mit Hugh Jackman, Russell Crowe, Anne Hathaway, Amanda Seyfried, Eddie Redmayne, Samantha Barks, Helena Bonham Carter, Sacha Baron Cohen, Aaron Tveit, Colm Wilkinson und Daniel Huttlestone.
Basierend auf dem seit 2009 am Broadway gespielten Jukebox-Musical bietet der Film trotz vorhersehbarer Story und blassen Hauptdarstellern gute Unterhaltung. Das ist vor allem den blendend aufgelegten Nebendarstellern, zu denen Hollywoodstars wie Tom Cruise und Alec Baldwin gehören, und dem 80er-Jahre-Glam-Rock-Sound zu verdanken.
Die Serie des US-amerikanischen Fernsehsenders NBC springt auf den von "Glee" gestarteten Musical-Serien-Zug auf, liefert allerdings kein Konkurrenzprodukt dazu ab. Die Pilotfolge zeigt einen kleinen Einblick in den Entstehungsprozess eines neuen Broadway-Musicals, ohne dabei seine Protagonisten alle zwei Minuten Pop-Songs singen zu lassen.
Auch wenn die Handlung sehr seicht und vorhersehbar ist, so überzeugt dieser Film immerhin auf der musikalischen Seite mit zwei starken Frauen in den Hauptrollen: Cher und Christina Aguilera.
Livekonzert von Chris Murray und Armin Kahl aus dem Palais der Wartburg in Eisenach.
