"Heute beginnt der Rest uns'res Lebens". Mit diesem Song aus dem Musical "Ich war noch niemals in New York" beenden die Musicalstudenten der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien ihren fast einstündigen Beitrag bei der diesjährigen MAP (Musical-Absolvent*innen-Präsentation) im UNI.T-Theater der Berliner Universität der Künste. Eine sehr passende Textzeile, denn dieser Auftritt auf der nicht nur in Fachkreisen geschätzten Veranstaltung ist ein ganz großer Schritt in Richtung ihrer Bühnenlaufbahn. Die Musicalzentrale war vergangen Samstag auf der MAP und hat sich umgeschaut.
NEU IN DER DATENBANK
ZEHN! (ab 02/2026)
UNI.T - Theater der UdK, Berlin
Zehn Frauen, zehn Geschichten. Sie kommen aus unterschiedlichen Welten, in denen unterschiedliche Normen, Werte und Erwartungen herrschen. Jede der Frauen erlebt ihre Konflikte anders, doch durch das Teilen ihrer Geschichten stärken sie sich gegenseitig. Es erklingen Musical-Songs aus unter anderem "Company", "Les Misérables", "Ku'Damm 56", "TINA", "Hamilton" und "Sonntags im Park mit George". Das Programm haben die zehn diesjährigen Absolventinnen des UdK-Studiengangs Musical/Show bereits auf der Musical-Absolventen-Präsentation Mitte Januar 2026 gezeigt.
Cabaret (seit 10/2025)
Theater, Freiberg
Willkommen im Kit-Kat-Club des Mittelsächsischen Theaters, wo in der beklemmenden Inszenierung von Johannes Pölzgutter Freizügigkeit, Lust und Ekstase von einem aufziehenden politischen Sturm hinweggefegt werden. Ein exzellenter Cast unterstreicht die enorme Aktualität des Stoffes.
Monty Python's Spamalot (seit 11/2025)
Vogtlandtheater, Plauen
Immer wieder wird behauptet, dass das Mittelalter eine trübe wie traurige Epoche gewesen sei. Das Gegenteil beweist Regisseur Matthias Thieme mit seiner Parodie der König Artus Sage am Theater Plauen-Zwickau, die gekonnt jeglichen Klamauk vermeidet. Auch dank eines spielfreudigen Casts gelingt "Spamalot" in Perfektion, wird allerdings von einer unzureichenden Tonanlage in Plauen ausgebremst.
Wunder gibt es immer wieder (ab 06/2026)
Freilichtbühne am Wehrgang, Dinkelsbühl
Wie hat sich das Verhältnis von Mann zu Frau in den vergangenen hundert Jahren verändert? Diesem Thema widmet sich diese Revue, die humorvoll, kritisch, liebevoll und sehr witzig in die Schlager- und Werbewelt des 20. und 21. Jahrhunderts eintaucht.
La Cage aux Folles - Ein Käfig voller Narren (seit 10/2025)
Opernhaus, Kiel
An vielen deutschsprachigen Theatern wirbt in dieser Spielsaison der Musical-Klassiker "La Cage aux Folles" für das Recht auf ein buntschillerndes Leben jenseits rechtem Populismus und Spießbürgertum. Das gelingt dem Kieler Theater in Bernd Mottls Inszenierung und mit Opernsängern in den Hauptpartien nur bedingt.
BLINDED by DELIGHT (seit 09/2025)
Friedrichstadt-Palast, Berlin
"Fühlt ihr euch low? Habt keine Power? Dann hört auf eure Glückshormone - macht mal Happy Hour!" Mit diesen holprigen Worten wirbt ein Song in der neuen Grand Show des Berliner Friedrichstadt-Palastes für Glück, Unbeschwertheit und das Verfolgen der eigenen Träume. Wirklich traumhaft ist dieses qualitativ ernüchternde Spektakel allerdings nicht.
Jesus Christ Superstar (2025)
Komische Oper, Berlin
Rock-Oper goes Rock-Konzert: "Jesus Christ Superstar" ist in Andreas Homokis Regie laut, knallig, schrill und mit 350 Statisten monumental besetzt, zugleich aber fragwürdig inszeniert. Musikalisch überzeugt die Produktion auf ganzer Linie: Band, Orchester und zwei Idealbesetzungen (John Arthur Greene als Jesus und Sasha Di Capri als Judas) machen vor allem das Hörerlebnis zum Genuss.
Adam Schaf hat Angst (seit 06/2025)
Theater im Palais, Berlin
Giftig-galliges Musical-Kabarett von Georg Kreisler, in dem Dennis Weissert als Regisseur und Darsteller glänzt.
Amélie - Das Musical (2025)
Frankenfestspiele, Röttingen
Fabelhaft ist anders: Trotz einer textlich wie musikalisch schwachen Vorlage punktet bei den Frankenfestspielen in Röttingen die Musical-Fassung von "Amélie" mit einem stimmigen Cast, schmucker Ausstattung und einer soliden, an der filmischen Vorlage orientierten Inszenierung von Intendant Lars Wernecke.
