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„The Bodyguard“ bringt den Film mit Whitney Houston und Kevin Costner auf die Musicalbühne des Londoner West End. Heather Headley als Rachel Marron überzeugt in einer sonst durchschnittlichen Show. Im September 2013 haben Beverley Knight und Tristan Gemmill die Hauptrollen übernommen. Alexandra Burke, Siegerin der fünten Staffel der Casting-Show „X-Factor“, steht seit Juni 2014 für die letzten drei Monate der Produktion in der Houston-Rolle auf der Bühne.
Ein Film auf der Musicalbühne – meist eine Gratwanderung: Beim Bestreben, sowohl Fans der Filmvorlage als auch Musicalinteressierte ins Theater zu locken, kann es passieren, dass beide Gruppen von der Umsetzung für die Bühne enttäuscht sind. Auch bei „The Bodyguard“, einem der neuesten Musicals im Londoner West End, besteht die Gefahr. Man sieht eine zweifelsohne spektakuläre Show, erlebt eine wahnsinnig gute Sängerin in der Hauptrolle, fragt sich jedoch am Ende, ob man ein Musical, ein Popkonzert oder eine Whitney Houston Tribute Show erlebt hat.
Der wichtigste Grund dieses Musical anzusehen ist bei Weitem die Leistung der Hauptdarstellerin Heather Headley. Die aus Trinidad stammende Sängerin ließ schon bei „The Lion King“ in der Rolle der Nala am Broadway erkennen, welchen Soul und welche Kraft sie in ihrer Stimme hat.
Als Popsängerin Rachel Marron überzeugt sie auf ganzer Linie. Zu Klassikern gewordene Songs wie „I’m Every Woman“, „I Have Nothing“ oder „I Will Always Love You“ singt sie grandios. Headley schafft es, Whitney Houston nicht zu kopieren, sondern ihren eigenen Stil zu finden – sei es durch eigene Phrasierungen oder durch Töne, die noch höher sind als im Original – es haut einen förmlich um, wenn sie auf der Bühne steht und singt. Eine hervorragende Leistung.
Allerdings auch gleichwohl ein Problem, denn die Auftritte von Marron werden auf der Bühne zelebriert wie bei einem Popkonzert. Die Beleuchtung fährt alles auf, was es bei einem guten Konzert gibt, es ist ohrenbetäubend laut und das Publikum kreischt. Sicherlich einerseits verdient und atmosphärisch interessant, andererseits werden so die Schauspielszenen des Stücks in den Hintergrund gedrängt. Die Handlung wird nur als Schauspiel vorangetriebenen und die Auftritte Marrons sind das Einzige, das der Kategorie „Musical“ gerecht wird.
Unterstützt wird dieser Eindruck durch ein Bühnenbild, das aus verschiebbaren Wänden besteht, die sich in alle Richtungen öffnen lassen. Die Wände fahren immer dann auseinander, wenn die Sängerin ihre Auftritte hat, und sind geschlossen, wenn der Rest der Handlung erzählt wird. Anfangs spannend, da sich das Bühnenbild nach oben, unten, links und rechts öffnen kann und sich so immer wieder neue Räume ergeben – am Ende jedoch absehbar, da das Schema bis zum Schluss gleich bleibt.
Zur Hauptdarstellerin gesellt sich ein Ensemble, das choreografisch auf der Höhe ist und gesanglich Headleys Auftritte kraftvoll unterstützt. Unbedingt zu nennen ist Debbie Kurup, die Rachels Schwester Nikki spielt und mit dem Duett „Jesus Loves Me“ zusammen mit Headley für einen gesanglichen Höhepunkt sorgt.
Und dann ist da noch ein weiterer Hauptdarsteller – Lloyd Owen als namensgebender Bodyguard Frank Farmer. Owen ist eher aus dem klassischen Theaterbereich oder für Film- und Fernsehauftritte bekannt. Verwunderlich ist dennoch, dass der zweite Hauptdarsteller dieses Musicals nicht ein einziges Mal singt. Er hat zwar einen kleinen Karaoke-Auftritt in einer Bar (Herrlicher Regie-Einfall, ihn „I Will Always Love You“ parodieren zu lassen), ansonsten hat er jedoch nur Sprechszenen. Sicher funktioniert die Show auch so, man hätte sich aber für ein Musical den ein oder anderen neu geschrieben Song für den Bodyguard gewünscht. Besonders in den Momenten, in denen sich Rachel und Frank näher kommen, hätte ein Duett zwischen beiden besonders gut gepasst.
„The Bodyguard“ bietet Einiges: Es gibt Songs, die zu Klassikern geworden sind, es gibt eine Hauptdarstellerin, die diese Songs großartig intoniert, es gibt eine Bühnenshow, die einem Popkonzert das Wasser reichen kann, und es gibt einen Bodyguard, der eindringlich spielt, aber nicht so recht in ein Musical passen mag.
Ob diese Einzelteile ein Großes und Ganzes ergeben, sollte jeder selbst entscheiden. Sehenswert ist das „Stück“ für Fans des Films in jedem Fall.
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| KREATIVTEAM | |||||||||
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| Buch | Alex Dinelaris |
| Inszenierung | Thea Sharrock |
| Bühnenbild / Kostüme | Tim Hatley |
| Choreographie | Arthur Pita |
| Licht-Desigh | Mark Henderson |
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| CAST (AKTUELL) | |||||||||
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| Rachel Marron | Alexandra Burke Joelle Moses | |||
| Frank Farmer | Tristan Gemmill | |||
| Nicki Marron | Carole Stennett | |||
| The Stalker | Michael Rouse | |||
| Bill Devaney | Richard Lloyd King | |||
| Tony Scibelli | Stephen Marcus | |||
| Sy Spector | Dominic Taylor | |||
| Ray Court | Stuart Reid | |||
| Fletcher | Jhayhelm Davis Chiesa Musonda Kiano Samuels Joshua Tikare | |||
| Ensemble | Kimball Armes Christopher Birch Robert Gill Nicky Griffihs Ben Harrold Alex Jackson Genesis Lynea Fergal McGoff David O'Mahony Maria Omakinwa Kyle Seeley Katy Stredder | |||
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| Swings | Gareth Andrews Hannah Fairclough Jamie Hughes-Ward Sara Morley Stuart Rogers Danielle Steers Christopher Terry | |||
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| CAST (HISTORY) | |||||||||
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| GALERIE | |||||||||
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| TERMINE | |||||||||
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| SPIELORTE | |||||||||
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| 06.11.2012 - 29.08.2014 | Adelphi Theatre, London | 748 x |
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