| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) |
Mit der 2026er Version von „This Is The Greatest Show!“ stellen sich Andreas Luketa und Semmel Concerts erneut der Herausforderung, ihr erfolgreiches Konzertformat weiterzuentwickeln. Ein starkes Ensemble, eine spielfreudige Band sowie eindrucksvolle visuelle Effekte sorgen für einen Abend, der vor allem musikalisch vollkommen überzeugt.
Seit Jahren versteht es Andreas Luketa, das Publikum immer wieder zu überraschen. Dieses Jahr setzt er bei der Songauswahl verstärkt auf große Ensemble-Nummern, sodass die Künstler:innen auf der Bühne stärker als Gesamtheit in den Fokus rücken. Das Konzept geht auf: Die gruppendynamische Energie überträgt sich spürbar in den Saal und verleiht der Show Lebendigkeit und eine ausgelassene Atmosphäre.
Die sechsköpfige Live-Band unter der musikalischen Leitung von Florian Bölker überzeugt mit druckvollen, poppig geprägten Arrangements bekannter und weniger bekannter Musical-Hits. Der ausgewogene Sound stellt sicher, dass Solist:innen und Ensemble gleichermaßen stimmlich eindrucksvoll zur Geltung kommen.
Yara Hassan verantwortet auch dieses Jahr Inszenierung und Choreografie. Im Vergleich zum Vorjahr kommen mehr Choreografien zum Tragen, die das Ensemble trägt. Klassische Showtanz-Elemente, sowohl in der Gruppe als auch in Paar-Konstellationen, unterstreichen die emotionale Tiefe der Szenen und eröffnen die Geschichten der einzelnen Songs. Die Inszenierung von Solos und Duetten ist bewusst reduziert, sodass hier die Musik noch klarer im Fokus steht. Große Balladen wie „Ich gehör‘ nur mir“ entfalten somit ihre volle Strahlkraft ohne szenische Überfrachtung, gewinnen aber oft durch mehrstimmige Arrangements an Klangfülle und -vielfalt.
Halbszenische Momente finden sich unter anderem im Zusammenschnitt aus „Der Kuss der Spinnenfrau“ sowie im Finale aus „The Greatest Showman“. Während Letzteres den Abend stimmungsvoll abrundet, wirkt die düstere Gefängnisszene in ihrem bedrückenden politischen Realismus dramaturgisch etwas isoliert und bremst den Flow des Abends spürbar aus. Songs anderer ernster Stücke, wie „Titanic“, dagegen werden vor allem durch Bespielung der LED-Flächen und Chorszenen umgesetzt, sodass die Musik klar im Fokus bleibt, ohne die Schwere der Szenen dramaturgisch zusätzlich zu betonen.
Das Bühnenbild greift auf eine bewährte Optik zurück: Die Band ist in sechs Videowürfel integriert, während im hinteren Bühnenbereich drei halbovale LED-Wände das Geschehen rahmen. Die Kulissen der jeweiligen Stücke werden so projiziert, als blicke das Publikum durch Fenster in die Welt des dargebotenen Stücks: Bei „Wir seh’n uns wieder“ beispielsweise zeigen die LED-Flächen die Meeresoberfläche bei Nacht, im Hintergrund liegt die Titanic. Die filmischen Projektionen und auch das Lichtdesign, beides von Florian Schmitt, schaffen eindrückliche Bilder von der beklemmenden Enge einer Gefängniszelle bis hin zum strahlenden Spotlight der Zirkusarena von P. T. Barnum.
Friedrich Rau führt mit publikumsnahen Ansprachen und Moderationen durch den Abend und strukturiert die Show in thematische Blöcke. Nach dem Opening mit der titelgebenden Nummer folgen im ersten Akt Stationen aus dem deutschsprachigen Musicalraum, der Abschnitt zu „Der Kuss der Spinnenfrau“, eine Auswahl aus Broadway-Stücken sowie Songs aus „The Choir of Man“. Der zweite Akt reicht von einem „Mamma Mia!“-Medley über Peter Plates und Ulf Sommers „Romeo & Julia – Liebe ist alles“ bis hin zu bekannten Filmmusicals, bevor ein finales „Greatest Showman“-Potpourri den Abend beschließt.
Friedrich Rau, Filippo Strocchi und Ilias Sidi-Yacoub gleichen am Premierenabend den Ausfall Patrick Stankes aus und übernehmen dessen Parts.
Lina Kropf sorgt mit „I Will Always Love You“ aus „The Bodyguard“ für einen der emotionalen Höhepunkte des Abends und wird dafür zu Recht mit Standing Ovations gefeiert. Weitere starke Frauenstimmen prägen das Klangbild maßgeblich: Froukje Zuidema, Verena Mackenberg und Roberta Valentini überzeugen mit einer internationalen Fassung von „Let It Go“ aus „Frozen“. Mackenberg und Valentini treiben sich gegenseitig in Duetten aus „Maria Theresia“ („Das, was ewig bleibt“, „Stärker als ihr denkt“) sowie den „Wicked“-Klassiker „Frei und Schwerelos“ zu gesanglichen Höchstleistungen an.
Michaela Schober überzeugt als Lettie Lutz in „This Is Me“ mit markanter Klangfarbe und starker Bühnenpräsenz. Auch als Amme aus „Romeo & Julia“ punktet sie mit Humor und gesanglicher Präzision, wenn sie von der vielfältigen Wirkung der „Hormone“ erzählt.
Esther-Larissa Lach lässt sich von Filippo Strocchi in die „Totale Finsternis“ führen und begegnet ihm dabei gesanglich auf Augenhöhe. Strocchi setzt mit „Even If“ aus dem Film „I Can Only Imagine 2“ seinen emotionalen Höhepunkt des Abends und versteht es, das Publikum spürbar zu berühren.
Prince Damien stellt mit „Billie Jean“ unter Beweis, dass er sich auf die Interpretation des King of Pop spezialisiert hat und fügt sich bei Ensemblenummer wie „Liebe ist alles“ aus „Romeo & Julia“ harmonisch in den Chorgesang ein.
Friedrich Rau unterstreicht mit poppiger Klangfarbe eindrucksvoll seine Vielseitigkeit: Als misshandelter Häftling zeichnet er mit spürbarer Faszination das Bild der Spinnenfrau Aurora; mit „Rewrite the Stars“ aus „Greatest Showman“ überzeugt er das Publikum mit sanften und doch leidenschaftlichen Tönen.
Das Ensemble aus Solist:innen und Showman-Singers präsentiert sich durchweg homogen – ein Ansatz, der das Konzept der Show konsequent trägt und der sich wie ein roter Faden durch die künstlerische Arbeit Andreas Luketas zieht. So wird am Ende vor allem eines deutlich: Die Musik steht als verbindendes Medium im Zentrum des Abends und entfaltet ihre Wirkung durch den künstlerischen Ausdruck und in der emotionalen Ansprache.
Noch mehr Hintergrundinformationen zu „This Is The Greatest Show“ gibt es in unserem Interview mit Andreas Luketa.
| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) | |||
| KREATIVTEAM | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Konzept | Andreas Luketa |
| Regie / Choreografie | Yara Hassan |
| Musikalische Leitung | Florian Bölker |
| Licht- und Videodesign | Florian Schmitt |
| Kostüme | Sonja Kühn |
| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) | |||
| CAST (AKTUELL) | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) | |||
| GALERIE | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|







| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) | |||
| TERMINE | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Do, 23.04.2026 19:30 | Wunderino Arena, Kiel | ||||||||
| Fr, 24.04.2026 19:30 | Metropol Theater, Bremen | ||||||||
| Sa, 25.04.2026 19:30 | Emsland Arena, Lingen/Ems | ||||||||
| So, 26.04.2026 19:00 | Arena, Düren | ||||||||
| Mo, 27.04.2026 19:00 | Theater im Hafen, Hamburg | ||||||||
| Do, 30.04.2026 19:30 | Kongress am Park, Augsburg | ||||||||
| Sa, 02.05.2026 19:30 | Kongresszentrum Esperanto, Fulda | ||||||||
| So, 03.05.2026 19:00 | Festspielhaus, Baden-Baden | ||||||||
| Mo, 04.05.2026 19:30 | Deutsches Theater, München | ||||||||
| Di, 05.05.2026 19:30 | Deutsches Theater, München | ||||||||
| ▼ 7 weitere Termine einblenden (bis 17.05.2026) ▼ | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fr, 08.05.2026 19:30 | Meistersingerhalle, Nürnberg | ||||||||
| So, 10.05.2026 19:00 | Mozartsaal Rosengarten, Mannheim | ||||||||
| Mo, 11.05.2026 19:30 | Apollo Theater, Stuttgart | ||||||||
| Fr, 15.05.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| Sa, 16.05.2026 13:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| Sa, 16.05.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| So, 17.05.2026 13:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| ▲ Termine ausblenden ▲ | |||||||||
| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) | |||
| TERMINE (HISTORY) | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Di, 17.03.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | Premiere | |||||||
| Mi, 18.03.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| Do, 19.03.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| ▼ 17 weitere Termine einblenden (bis 20.04.2026) ▼ | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Fr, 20.03.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| Sa, 21.03.2026 13:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| Sa, 21.03.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| So, 22.03.2026 13:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| So, 22.03.2026 19:30 | Metronom Theater, Oberhausen | ||||||||
| Mo, 23.03.2026 19:00 | Theater im Hafen, Hamburg | ||||||||
| Mi, 25.03.2026 19:30 | Theater am Aegi, Hannover | ||||||||
| Do, 26.03.2026 19:30 | Theater am Aegi, Hannover | ||||||||
| Fr, 27.03.2026 19:30 | Stadthalle, Bielefeld | ||||||||
| Sa, 28.03.2026 19:30 | Buderus Arena, Wetzlar | ||||||||
| So, 29.03.2026 19:00 | Alte Oper, Frankfurt am Main | ||||||||
| Mo, 30.03.2026 19:30 | Apollo Theater, Stuttgart | ||||||||
| Mi, 01.04.2026 19:30 | Gewandhaus, Leipzig | ||||||||
| Fr, 03.04.2026 19:30 | Stadthalle, Wien | ||||||||
| Sa, 04.04.2026 19:30 | Stadthalle, Wien | ||||||||
| So, 19.04.2026 19:00 | Tempodrom, Berlin | ||||||||
| Mo, 20.04.2026 19:30 | Kulturpalast, Dresden | ||||||||
| ▲ Termine ausblenden ▲ | |||||||||
Tausch Dich mit anderen Musicalfans in unserem Forum aus.

