Die 1976 uraufgeführte Revue mit Songs von Komponist David Shire und Autor Richard Maltby jr. wirft ohne durchgehende Handlung spotlichtartig einen Blick auf den Beziehungsalltag. Dabei drehen sich die Lieder im ersten Akt vornehmlich um gute und schlechte Zeiten während einer Beziehung; der zweite Akt thematisiert die Emotionen nach einer Trennung. "Jewel Box Musical Theater", das sich zur Aufgabe gemacht hat, weniger bekannte und dennoch grandiose Off-Broadway-Shows einem europäischen Publikum näherzubringen, zeigt das Stück in einer neuer Inszenierung in Originalsprache erstmals in Deutschland.
"Freu dich bloß nicht zu früh", so lautet leider nicht nur ein bekannter Titel der One-Woman-Show "Tell Me On A Sunday" aus der Feder Andrew Lloyd Webbers. Darstellerin Merel Zeeman zeigt in dem Einakter, der unter der Leitung von Frank Oppermann zum Zweiakter wird, wie schwer es eine alleinstehende Frau haben kann, das Label "alleinstehend" loszuwerden bzw. damit erst einmal klarzukommen. Zwischenzeitig recht abgekämpft geht Zeeman dabei zu oft in die Knie – im wahrsten Sinne des Wortes.
Seit 1999 begeistert das Musical mit den Hits von ABBA die Menschen weltweit. Auch in den Niederlanden sorgt das Feel-Good-Stück über eine alleinerziehende Mutter, deren Tochter kurz vor ihrer Hochzeit die Wahrheit über ihren Vater herausfinden will, für gute Stimmung im Publikum.
Ein wirklich unterhaltsamer Abend mit berührender Geschichte, eingängiger Musik, bunt-glitzernden Kostümen und ansprechenden Choreographien steht den Besuchern von "Kinky Boots" bevor. Das ist rundherum gutes Entertainment gänzlich abseits vom großen technischen Brimborium, das Musicals hierzulande immer als Event besonderer Güte auszeichnen soll – doch ein Besuch lohnt sich dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen. Da ab Herbst 2018 laut einer Casting-Ausschreibung bereits "Ghost - Das Musical" für das Operettenhaus vorgesehen ist, muss "Kinky Boots" deutlich vor Ende des ersten Spieljahres seine Pforten in Hamburg schließen.
Wenn ein Musical seit ziemlich genau 20 Jahren beinahe unverändert aufgeführt wird, muss man sich unweigerlich fragen, ob die Show noch "up to date" ist. Dem aus dem Jahr 1997 stammenden Steinman/Kunze-Kulthit "Tanz der Vampire" muss man zugestehen, dass der altbewährten Inszenierung immer noch eine Faszination beiwohnt. Punkten kann auch die aktuelle Stage-Produktion mit kraftvollem Score, opulentem Staging und starkem Cast. Einziger Wermutstropfen: Leider sind auch die Schwachpunkte der Inszenierung "altbewährt" und bremsen den flotten, rockigen Handlungsablauf aus. Nach Mathias Edenborn sind Jan Ammann, Thomas Borchert und Mark Seibert in der Hauptrolle zu sehen.
Die Untoten leben – und wie! Nur knapp drei Jahre nach dem angekündigten "endgültigen Abschied" des Musicals aus Deutschland laden die Vampire mit einer tollen Besetzung in der bewährten Inszenierung wieder zum Tanz und beweisen ihre Unsterblichkeit. Ein wirklich gelungenes Comeback, dessen einziger Wermutstropfen das abgespeckte "Orchesterchen" ist.
Es gibt ja bekanntlich Dinge, die werden mit der Zeit immer besser. Von "Mamma Mia" kann man das – 12 ½ Jahre nach der deutschen Erstaufführung in Hamburg – leider nicht behaupten. Die Oberhausener Premiere des Gute-Laune-Musicals der ABBA-Komponisten Benny Andersson und Björn Ulvaeus plätschert vor zahlreichen Prominenten und solchen, die es gerne sein möchten, eher uninspiriert über die Bühne.
"Sister Act" im Ruhrgebiet ist, trotz aller Überarbeitungen seit der Londoner Inszenierung 2009, nur ein begrenzt himmlisches Vergnügen, bei dem die Grundzutaten stimmen, die Feinabstimmung aber fehlt.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...