Lang, aber nicht langweilig. Mit monumentalen Chorszenen, opulenten Bildern, einer überwältigenden Partitur und einem hervorragend disponierten Ensemble gelingt den Freilichtspielen Tecklenburg eine ebenso ambitionierte wie mitreißende Inszenierung von Iván Macías' und Félix Amadors „Der Medicus“. Trotz seiner epischen Laufzeit entfaltet das Historienmusical unter freiem Himmel eine beeindruckende emotionale Wucht und erweist sich als eines der außergewöhnlichsten Projekte der diesjährigen Freilichtsaison.
Actionreich, emotional und kurzweilig: Nach langer Abwesenheit von deutschen Bühnen feiert „Rocky“ mit seiner ersten Open-Air-Inszenierung überhaupt ein gelungenes Comeback. Atmosphärische Nachzeichnungen ikonischer Filmszenen, eine starke Figurenführung und intensive Darbietungen sorgen für einen mitreißenden Abend. Allen voran überzeugt Lucas Baier als Rocky Balboa mit einer schlagkräftigen Performance.
In Düsseldorf fegt ein stacheliges Kindermädchen über die Bühne: „Mrs. Doubftire“ ist ein Feuerwerk der Emotionen, gespickt mit übersprühenden Choreographien, einem hervorragenden Ensemble, makelloser Akustik und Visualität – und ganz viel Herz. Thomas Hohler in der ihm alles abverlangenden Hauptpartie hat hier wohl die Rolle seines Lebens gefunden.
"In Wien musst' erst sterben, damit sie dich hochleben lassen. Aber dann lebst' lang" ist wohl eines der bekanntesten Zitate Hans Hölzls, der als Popstar Falco in den 1980iger und 90iger Jahre zu Weltruhm gelangte, bevor er 1989 bei einem Verkehrsunfall tödlich verunglückte. Dieser Satz steht auch wie eine Prophezeiung über der neuesten Uraufführung "Rock Me Amadeus" der Vereinigten Bühnen Wien. Im wahrsten Sinne des Wortes setzen die VBW dem National-Idol der Österreicher ein Denkmal und produzieren dabei einen Hit, über den Wien noch lange reden wird.
Sexy, emotional, stark. Das Deutsche Theater in München zeigt "Hair" als Produktion des Salzburger Landestheaters in einer berührenden und intensiven Inszenierung von Andreas Gergen mit einer schier überirdisch guten Besetzung und einer prägnanten brandaktuellen Färbung.
Der 1998 verstorbene österreichische Popstar Falco wäre 2017 60 Jahre alt geworden. Grund genug, eine neue Musical-Biographie des exzentrischen Musikers auf den Markt zu bringen. Die Titelrolle spielt Alexander Kerbst.
Das kunterbunte Musical von Scott Wittmann und Marc Shaiman kann auf der großen Bühne des Nürnberger Staatstheaters nur bedingt überzeugen. Der Slogan der Show "Niemand stoppt den Beat" muss in Nürnberg eingeschränkt werden: Niemand stoppt den Beat – mit Ausnahme der Tontechnik und der überdimensionierten Bühnengröße. Übrig bleibt eine Show, die eigentlich so viel besser hätte sein können, aber letztendlich auch an der in weiten Teilen ideenlosen Inszenierung kränkelt.
Einladung zum Jellicle Ball: Fast auf den Tag genau 36 Jahre nach ihrer deutschsprachigen Erstaufführung (24. September 1983) kehren Andrew Lloyd Webbers singende und tanzende Katzen nach Wien zurück.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...