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Hintergrund

 
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Leserbeiträge:

Die hier wiedergegebenen Beiträge sind Meinungen einzelner musicalzentrale-Leser und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


24149 Zuschauer haben dazu etwas geschrieben:


Rent im Admiralspalast

22.05.2018 - Diese Show hatte Würde – Rent 2017 hat meine Erwartungen als Renthead voll erfüllt! Ganz anders als vor 17 Jahren in Düsseldorf, aber ebenso stimmig. Benjamin Beckmann als Mark treibt die Geschichte voran und spielt mit seiner ausnahmslos schönen Stimme, dass es eine Wonne ist. Was er von Beginn an zeigt, löst auch der Rest des Ensembles während des gesamten Abends ein: Der Cast ist insgesamt sehr stimmgewaltig, 11 Personen, die Rent zu einem Erlebnis machen. Und spielen können die! Alle! Selten habe ich so eine Truppe erlebt, bis ins Ensemble hinein herausragend. Das Bühnenbild ist tourtauglich, aber stimmig und alle Möglichkeiten, die es bietet, werden von den Darstellern genutzt. Wenn ich die Lieblinge meines Abends nennen soll, fällt mir die Entscheidung schwer. Manuel Dengler als Angel? Herausragend! Vasilios Manis als Collins? Berührend! Anna Hofbauer, der ich vorab als Bachelorette nicht allzu viel zugetraut hätte als Maureen? Nie hat mich die Performance von Maureen mehr bewegt. Anna Hofbauer bringt die Kuh zum Fliegen – aber so was von. Das gilt auch für den Rest des Ensembles: diese Show fliegt. Man muss sich auf die neue Konzeption einlassen und schon ist all das da, was Rent auszeichnet. Und ich war mittendrin. Wie Denise Obedekah als Joanne lasse ich mich auch gerne überfordern und vereinnahmen (allerdings weit weniger anmutig), wie Mimi (energetisch aufgeladen) zieht es mich manchmal raus aus meinem Trott, wie Roger (perfektes Deutsch, obwohl er aus den Niederlanden kommt: Ruud van Overdijk), suche ich nach dem Song meines Lebens und bin hin und wieder mit meinen eigenen Gefühlen überfordert und wie Michaela Khom, Gerrit Hericks und Denis Edelmann im Ensemble und in diversen Rollen warte ich darauf, dass die Weihnachtsglocken einmal auch für mich läuten. Einer fehlt noch: Benny. Martin Markert gibt das Arschloch mit Entwicklungspotential als Mensch, der mit sich selbst nicht immer klarkommt. Hier wird wohl die Stärke dieser Aufführung besonders deutlich: Benjamin Coffin der III wird als Rolle oft unterschätzt, hier wird sie ernstgenommen. Wenn Liebe das Maß ist, läuft es hier über. Auch die Band spielte sich mir gleich ins Herz. Eure Akkorde klingen nach. Ja, ich liebe Rent. Und ich liebe diese Cast. Einmal mehr war ich in der Show meines Lebens. Es zählt nur das Jetzt.

Marvin77 (erste Bewertung)


Unterwegs im Auftrag des Herren....

22.05.2018 - ..leider mit angezogener Handbremse.

Voranschicken muss man, dass das Saarländische Staatstheater mit der Musical-Adaption des 80er Jahre Kultfilm ein richtigen Zuschauer-Hit auf dem Spielplan hat. Die Vorstellungen sind ausverkauft, die Fans kommen kostümiert und in Partystimmung, das Stück wird in der kommenden Spielzeit erneut gezeigt.

Die Besetzung ist ausgezeichnet und treffend. Torsten Köhler und Gregor Trakis sind ebenso cool und trocken wie ihre Filmvorbilder.
Stefanie Köhm (u.a. als Pinguin) hat ein umwerfendes Comedy Timing.
Die drei Soul Girls geben alles.
Das riesige Ensemble ist vor allem in den großartig choreografierten Showszenen dicht an der Filmvorlage und lässt das Auditorium toben.
Alleine die Sprechpassagen (insbesondere im ersten Akt) sind Regisseur Matthias Straub viel zu langatmig und schwerfällig geraten.
Da zieht sich einiges dann doch recht langsam und humorlos dahin.

Schade, aber fast egal. Denn bei jeder Show-Nummer bebt das Haus und wackelt das Dach.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Wahnsinn - das Musical - 18.05.2018, Deutsches Theater München

18.05.2018 - Musik: 3 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 3 von 5 Punkten

Akustik: 3 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Unterhaltsame Show

13.05.2018 - "Wahnsinn!" wird als Party-Schlager-Musical beworben, bietet aber letztendlich noch mehr. Ja, das Publikum steht zum Finale und auch während der Vorstellung singen die Zuschauer die Refrains bei den Liedern mit. Aber im Kern bleiben eine charmante Story und liebenswürdige Charaktere, die in Kombination mit dem gelungenen Setdesign und der Musik einen mehr als unterhaltsamen Musicalbesuch versprechen. Vor allem aber muss man Schlager oder Wolfgang Petrys Musik nicht mögen, um "Wahnsinn!" zu mögen. Eine unterhaltsame Show!

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Falco - das Musical - 10.05.2018, Deutsches Theater München

11.05.2018 - Musik: 4 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten

Akustik: 3 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gern wieder!

11.05.2018 - Derniere am 10.05- Green Day haben ein super Musical geschrieben. Es ist laut,es rockt und es ist am Puls der Zeit. Das ganze ins Deutsche zu übersetzen ist grösstenteils gelungen. Besonders erwähnenswert ist die Cast, die die Songs voller Energie und Spielfreude interpretiert hat. Die Choreografie war stimmig und mit dem Bühnenbild und der Beleuchtung wurden einige "Aha" Momente geschaffen, die ich ziemlich gelungen fand. Am Anfang war der Ton etwas verzerrt, was sich im Laufe der Vorstellung besserte. Kurzum - es war ein klasse Abend und ich werde es mir sicher ein zweites Mal ansehen.

Whatshername (erste Bewertung)


Dem Stück fehlt eine schöne Musik

09.05.2018 - Habe das Stück im Saalbau Witten gesehen.

Es hat Spaß gemacht, dem Paar zuzuschauen. Beide Darsteller haben gut gefallen.

Das Stück war gut umgesetzt. Aber leider gab es nur 1 Song, der in Erinnerung bleibt und der leider von dem Publikum verhustet wurde.

Lisa09 (18 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


War nicht mein Ding

09.05.2018 - Habe das Stück gestern am 08.05. in Krefeld gesehen und kann gesamt gesehen nur sagen: War nicht mein Ding. Ein 2. Besuch kommt nicht in Frage.

Der Chor war überhaupt nicht zu verstehen, die Musik teilweise zu laut gegenüber der einzelnen Stimme. Die 3 Annas gingen mir nur gehörig auf den Wecker. Manchmal wurden die Mikros der Darsteller zu spät eingeschaltet.

Positiv waren für mich die Stimmen der Herren Lukas Witzel und Andrea Matthias Pagani. Besonders das o. g. Duett. Die übrige Musik war für mich verzichtbar.

Die Wandlung von Witzel in seiner Rolle vom "Stimmchen" zur "guten Stimme" hat mir gut gefallen und auch überrascht. Allein wegen dieser beiden Darsteller 2 Sterne.

Warum diese alten Karamellen!?

Aber ich will´s nicht verschweigen: dem älteren Publikum hat das Stück sichtlich gefallen (nur mir leider nicht)

Lisa09 (18 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Richtig gute Show - aber leider kein Musical!

07.05.2018 - Eines ist "Stricly Ballroom", bei dem ich einen wunderbar vergnüglichen Theaternachmittag verbringen durfte, leider nicht:
Ein Musical.
Es ist eine atemberaubende Tanzshow mit sehr gutem Schauspiel und fast durchgängiger Musik, gespielt von einer tollen, 12-köpfigen Band.
Doch, bevor jetzt der auch nur ansatzweise Assoziationen zum "Dirty Dancing"-Debakel aufkommen könnten, möchte ich klar betonen: Völlig unbegründet.
Hier wird eben nicht versucht, einen Film 1:1 zu kopieren, sondern es wurde gekonnt die Vorlage bühnengerecht adaptiert.
Das größte Pfund dieser Produktion sind die sensationellen Choreografien von Drew McOnie. Einfach atemberaubend.
Die Darsteller sind allesamt klasse und lassen in quietschbunten Ballroom-Kostümen den übertriebenen, "campen" Geist der Vorlage aufleben.
Warum ist es also kein Musical?
Weil die gesamte Zeit über nur EINE Person singt:
Der Conferencier, der Stunt-Casting-mäßig mit dem britischen Popsänger Will Young besetzt ist (Gewinner des britischen "Pop Idol" 2002).
Und hier liegt das einzige Problem, das die ansonsten hoch unterhaltsame Show hat: Für mich ganz persönlich hat Mr. Young weder die Stimme, noch das Charisma, um einen solchen Abend/Nachmittag stimmlich ganz alleine tragen zu können.
Die Figuren auf der Bühne dürfen also ihre Gedanken und inneren Monologe nicht singen, dass macht Mr. Young für sie.
Und damit ist für mich die Grunddefinition des Genres "Musical" verfehlt.
Um so Sündiger wird das Ganze, wenn in der weiblichen Hauptrolle die begnadete Zizi Strallen (u.a. die britische Mary Poppins) auf der Bühne steht, welche ganz wunderbar spielt, fantastisch tanzt, aber eben (bis auf einen winzigen Satz im 2.Akt) keinen Ton singen darf.
Ein Sakrileg.
Ich hatte, und das möchte ich nochmal erwähnen, einen schönen Nachmittag in einer sehr gut gemachten Show.
Am Ende habe ich sogar ein paar Tränchen vergossen.
Aber ich war in keinem Musical, auch, wenn dies so auf dem Label stehen mag.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gut - aber Tonprobleme

07.05.2018 - Ich war am 06.05. um 14 Uhr in der Vorstellung und muss sagen, dass sie mir gut gefallen hat. Die Darsteller, Choreographien, Energie, Präsenz, Gesang und die Band war außerordentlich gut. Leider muss ich sagen, dass durch die nicht so gute Tonaussteuerung die Musik mich nicht mitgezogen hat (ich saß aber auch ganz hinten), trotzdem: Die Musik hat mich nicht vollständig abgeholt (leider). Das "kein Bühnenbild" vorhanden ist, wusste ich vorher schon - aber mir fiel es auch sehr schwer, der Handlung und vor allem der Handlungsorte zu folgen. Die Räume waren mehrmals unklar, man wusste nicht wo man genau ist.
Die Textverständlichkeit litt auch sehr unter den Tonproblemen. Wenn man ein Stück hat, was zu 98% nur aus Musik besteht und die Handlung durch den Text voran getrieben wird, ist es halt doof, wenn man den Text nicht versteht (was aber nicht an der Aussprache, sondern an der Tonaussteuerung lag).
Alles in allem: Eine gelungene Aufführung, die noch sehr viel mehr Potenzial hat :-)

Jekyll&Hyde (10 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein meist inhaltsloser akustischer und optischer Hochgenuss!

06.05.2018 - Gestern Abend durfte ich große Oper erleben: ein rund 70-köpfiges, brillant aufspielendes Orchester, ein 20-köpfiger Chor, rund 30 hochtalentierte Musicaldarsteller & Akrobaten, fantastische Projektionen, die fast das Genre neu definieren könnten (Stichwort: Landung des Düsenjets) und ein fabelhaftes Lichtdesign, machten diese überbordende Multi-Media-Show zu einem visuellen und akustischen Hochgenuss.
Alle Produktionsaspekte dieser Show waren atemberaubend.
Doch eben genau dieser elegische Luxus legt schmerzhaft offen, wie schwach das Buch ist, welches "Chess" zu Grunde liegt. Es gibt nicht wirklich interessante Handlungsstränge, spannende Figuren zur Identifikation oder gar berührende Verwicklungen oder Fallhöhen.
Dafür können die erstklassigen Darsteller nichts, die allesamt restlos überzeugen können.
Sei es, allen voran, der legendäre Michael Ball in der Hauptrolle des Russen Anatoli, der spätestens im zeitlosen Hit "Anthem" beweist, dass er immer noch die Stimme besitzt, die ihn vor 25 Jahren berühmt gemacht hat.
Ball gibt alles, schont sich nicht, und könnte mit seiner großen Stimme dieses riesige Opernhaus scheinbar auch unverstärkt füllen.
Neben ihm besteht mühelos Cassidy Janson in der weiblichen Hauptrolle:
Stimmlich die perfekte Mischung zwischen Elaine Paige und Idina Menzel, schafft sie es, der eindimensional geschriebenen Figur Florence zeitweise auch dramatisches Leben einzuhauchen.
Dies gelingt Popsängerin Alexandra Burke in der Rolle der Russin Svetlana leider nicht, obwohl ihre Stimme selbstverständlich ganz wunderbar geführt ist und gesanglich keine Wünsche offen bleiben.
Den schwersten Part hat vielleicht Tim Howar als Amerikaner Freddie, muss er doch das bekannte "Pity the child" meistern und dies tut er auch genau so: meisterlich. Das ist echter Rock 'n' Roll und seine Stimme erinnert ganz klar an Murray Head auf dem Original Konzeptalbum.
Hervorzuheben sei noch Cedric Neal als Arbiter, der stimmlich der Partie ganz neue Dimension verleiht.
Zu diesen Weltklasse-Performances ist alles noch großartig choreografiert, wunderbar lebhaft in Szene gesetzt und inspiriert stimmungsvoll über die Rampe gebracht ("One Night in Bangkok" ist absolut spektakulär!).
Was bleibt, ist der Eindruck einer perfekt produzierten Show, die trotz des Bombasts leider seltsam steril bleibt und gerade wegen der sensationellen Schau- und Hörwerte das extrem schwache Buch offen legt.
Wenn "Chess", dann nur so.
Ich glaube tatsächlich, dieses Stück muss ich in meinem Leben nicht noch einmal sehen.
Besser geht nicht.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gute Show mit kleinen Schwächen und herausragenden Hauptdarstellern

04.05.2018 - "Tina" ist eine Show, in die ich mich tatsächlich verlieben könnte.
Den Machern ist es nämlich außerordentlich gut gelungen, die Lebensgeschichte von Anna Mae Bullock, der späteren Tina Turner, packend zu erzählen und nicht in die Falle zu tappen, einfach Hit an Hit zu schreiben.
Ob sie damit die Erwartungen des partybereiten und leicht angetrunkenen Publikums befriedigen, sei dahingestellt. Ich jedenfalls habe mir immer heimlich ins Fäustchen gelacht, wenn erneut ein sehr gut motivierter Song durch Dialoge oder szenische Handlungsstränge unterbrochen wurde.
Im ersten Akt kam es mir gar so vor, als würde recht wenig gesungen, nur, um der (tragischen) Story vollends gerecht werden zu können.
Mitsingversuche werden so glücklicherweise im Keim erstickt, denn wer kann schon mitsingen, wenn eine blutende, geschlagene Tina Turner verzweifelt weinend vor einem steht.
Das Buch schafft es sogar, einen Song wie wie "We don't need another hero - Thunderdome" aus "Mad Max" anständig in einen funktionierenden Rahmen einzubauen und gut zu motivieren. Muss man erst einmal hinkriegen. Bravo!
Am Ende des zweiten Aktes bekommt das Publikum dann schließlich doch sein lang erwartetes, heißes Tina Turner-Live -Konzert.
Sofort wird enthusiastisch aufgestanden, in den Gängen getanzt, laut mitgesungen und Party gemacht.
Das ist zwar nicht ganz meine Baustelle, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.
Adrienne Warren in der Hauptrolle ist, man kann es nicht anders sagen, eine Naturgewalt.
Obwohl sie gar nicht erst versucht, die einmalige, echte Tina Turner aufs kleinste Haar zu imitieren, gelingt es ihr meisterlich, vom jungen Mädchen bis hin zur älteren Frau im Laufe der Entwicklung des Stückes, immer mehr den Duktus der Kunstfigur Tina Turner aufzunehmen.
Was Warren stimmlich leistet ist, wie sagt man so schön, "out of this world": Obwohl ihre Sprechstimme niemals heiser oder belegt klingt, schraubt sie ihre Gesangsstimme schreiend in die höchsten, rauen, dreckigen Hemisphären, dass man glaubt, man würde einer Studioaufnahme beiwohnen.
Stimmlich gehört ihre Darbietung mit zu dem Besten, was ich jemals auf einer Live-Bühne gesehen habe.
Niemand anderes als Tina Turner ist Tina Turner, aber Adrianne Warren ist ein Star.
Und ihre Show-Tina hat absolute, hundertprozentige Berechtigung.
Nicht minder grandios spielt und singt Kobna Holdbrook-Smith als Ike Turner:
Er stellt Tinas gewalttätigen, verschlagenen Ehemann so authentisch dar, dass es einem eiskalt den Rücken herunter läuft. Und trotzdem schafft er es, unfassbarer Weise, diesem Arschloch noch eine kleine sympathische Seite abzugewinnen. Großes Kino!
Erwähnt sei auch noch Madeline Appiah als Tinas Mutter, die in ihrer Sterbeszene stark an Oprah Winfrey in "The Colour Purple" erinnert.
Es gibt auch leider Dinge, die nicht ganz so gut funktionieren. Wenn Tina zwischen Tür und Angel von einer Tänzerin ein kleiner Buddha geschenkt wird und sie fortan vor jeder Lebensentscheidung ihr Mantra betet, dann ist das schon sehr plakativ. Peinlich wird es dann, wenn zu jedem runterbeten dieses Mantras auch noch ihre verstorbene Großmutter im "Lion King-Raffiki-Gedächtnis-Outfit" erscheint, und auch noch afrikanisch klingende Laute dazu schreit. Dieser kleine rote Faden wirkte deplatziert überflüssig und war so sehr mit der Faust ins Auge, dass es weh tat.
Ein anderer Störfaktor (für mich jedenfalls) war, dass die Show mit Projektionen arbeitet, die allesamt unscharf erschienen.
Als ich in der Pause jemanden im Vorderhaus fragte, ob der Projektor kaputt sei, wurde mir geantwortet, dies sei eine künstlerische Entscheidung.
Aha. Habe ich nicht verstanden.
War einfach unscharf und sah blöd aus.
Ansonsten ist Tina, wie gesagt viel, viel mehr als eine reine Compilation-Show. Und das ist auch gut so.
Meine ganz klare Einschätzung ist aber, für Deutschland ist dieses Stück absolut unbesetzbar.
Wir sprechen hier über 20-farbige Sänger und Schauspieler aller Altersklassen, eine Band bestehend aus meist farbigen Musikern und dazu noch 9 farbige Kinder. Unvorstellbar, dass dieses Stück, welches stark im Schauspiel verankert ist, mit phonetisch erlerntem Gebrabbel umgesetzt wird. Das würde diese Show tatsächlich nicht Überleben, denn viel mehr Pfunde als richtig gutes, authentisches Schauspiel und überirdisch guten Gesang hat sie nun mal nicht.
Man kann nur hoffen, dass die Stage Entertainment von ihren Plänen absieht, "Tina" in Deutschland zeigen zu wollen. Damit wäre der nächste Flop vorprogrammiert.
Ich möchte die Show sehr gerne noch einmal wiedersehen. In London, und zwar zu meinen Bedingungen: also nicht inmitten einer partybereiten Meute, sondern vielleicht schön gemütlich in einer kleinen zwei Personen-Loge.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Livemusik vom Feinsten

04.05.2018 - Ich habe mir bisher im Gloria Musical-Theater jedes Musical von Jochen Frank Schmidt angesehen. Bikini Skandal war immer mein persönlicher Favorit, der jetzt aber von Happy Landing abgelöst wurde.

In dieser hauseigenen Produktion spielen ausschließlich Profis mit und das erlebt man in jeder Sekunde. Tiziana Turano und Fabian Klatt sorgen für Ganzkörper-Gänsehaut-Momente, begleitet vom Panam-Orchester das durchweg live spielt, ist Happy Landing musikalisch auf höchstem Niveau. Die Stücke sind anspruchsvoll, teilweise auch arhytmisch und überraschen durch Ihre Arrangements. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Chorarrangements, "eine für alle" das Stück vor der Pause zieht einem einfach die Schuhe aus.

Die Story ist rund und spannend und versetzt einen zurück in eine Zeit, in der Stewardess noch ein Traumberuf war. Heute kaum vorstellbar, bei den damals vorherrschenden männerdominierten Vorgaben.

Die Schwierigkeiten mit denen die alleinerziehende Annie kämpft, sind topaktuell. Ihr Lösungsansatz nur vor historischem Hintergrund nachvollziehbar; was diesem Musical auch einen nachdenklichen Aspekt gibt.

Im Vordergrund steht neben der Liebesgeschichte aber der Humor. Nicht nur Sanjeev der indische Kofferträger der immer wieder Bauchmuskeltkater-auslösend Redewendungen verdreht; das gesamte Stück ist durchzogen von offensichtlichem Witz und kleinen Anekdoten, versteckten Gesten und Anspielungen. Auch deshalb lohnt es sich ein zweites Mal hinzugehen.

Ich bin begeistert von diesem Stück.

EllyCash (erste Bewertung)


Mal nachdenklich, mal stimmungsvoll - fantastischer Abend

29.04.2018 - Das Jubiläumskonzert von Felix Martin hat mir sehr gut gefallen. Es war ein wunderbarere Querschnitt aus 30 Jahren Bühnenerfahrung. Eine gute Mischung aus persönlichen Momenten, mal berührend und auch nachdenklich aber auch wieder heiter und stimmungsvoll, dass das Publikum immer wieder mitgenommen wurde auf die Reise durch viele Jahre. Mit dabei ganz hervorragende Gäste, die in ihrem Fach ebenso brillieren konnten (Katharine Mehring, Sophia Euskirchen u. Michael Heller). Alle haben mich sehr beeindruckt und immer wieder für Stimmung und riesen Beifall gesorgt - absolut verdient. Einfach ein fantastischer Abend....

Sanna (erste Bewertung)


Musicalhighlight im Werksviertel

29.04.2018 - Mit Fack Ju Göhte eröffnet Stage Entertainment nun erstmals ein Theater in München. Und dieser Einstand gelingt fantastisch.
Ich hatte die Möglichkeit das Stück zwei Mal zu sehen. Diese Kritik bezieht sich auf die Vorstellungen vom 22.04.18 und 28.04.2018

Buch
Einen Film für die Bühne zu adaptieren ist immer eine gewisse Herausforderung. Hier ist es sehr schön zu sehen, dass Rollen und Szenen weiterentwickelt wurden. Der Film wird nicht einfach 1:1 adaptiert. Die neuen Szenen passen gut in die Handlung und treiben das Stück voran. Sehr unterhaltsam ist hierbei die kleine Bollywood-Szene.

Selten habe ich so viel in einem Musical gelacht.

Komposition
Musikalisch ist das Stück eher im Bereich Rap und Pop einzuordnen. Obwohl ich eigentlich kein Fan der Musikrichtung Rap bin, hat es mich hier nicht gestört. Man verlässt das Stück mit vielen Ohrwürmern und Lieder wie Zeitkapsel, Wegen dir oder die Szene Romeo und Julia bleiben noch lange hängen.

Inszenierung
Christoph Drewitz ist es wirklich perfekt gelungen das Stück auf die Bühne zu bringen. Er nutzt die Gegebenheiten des Theaters und sorgt für sehr viel Publikumsnähe. Schön ist es auch zu sehen, dass er allen Darstellern die Möglichkeit zu geben ihre eigene Interpretation der Rolle zu entwickeln.

Musik
Akkustisch ist es leider an manchen Stellen etwas zu laut, so dass die Textverständlichkeit etwas leidet. Die Band spielt allerdings gut auf und die Stimmung der Lieder wird gut rübergebracht.

Besetzung
Die Darsteller sind alle sehr gut besetzt. Ich hatte in der ersten Vorstellung die komplette Erstbesetzung, in der zweiten einzig das Cover von Frau Gerster. Jeder passt sowohl stimmlich, sowie optisch und schauspielerisch zu 100% in die Rolle. Selten hat man so eine perfekte Besetzung in einer Stage Produktion.

Ausstattung
Das ist der heimliche Star der Produktion. Die Optik des Saals (bzw. das Werksviertel an sich) unterstreicht das Stück auf eine ganz besondere Art. Es ist den Machern gelungen verschiedenste Szenenwechsel durh Seile anzudeuten und auch durch das ausgefeilte Lichtdesign. Obwohl es nicht die aufwendigste Kulisse ist, gibt es daran nichts zu kritisieren, weil es genau in das Konzept passt.

FAZIT: Wer einen lustigen Abend mit einer perfekten Cast erleben will, sollte sich dieses Musicalhighlight nicht entgehen lassen. Reingehen- man weiß leider nicht wie lange das Stück noch läuft. Verdient hätte es deutlich besser ausgelastete Vorstellungen.

Buch 5/5
Komposition 5/5
Inszenierung 5/5
Musik 4/5
Besetzung 5/5
Ausstattung 5/5

Gesamt 5/5

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Kultmusical zurück auf Tour

28.04.2018 - Auch in der Spielzeit 2017/18 schickt BB Promotion wieder das Kultmusical auf große Tour durch den deutschsprachigen Raum. Dabei setzt man auf die bewährte Inszenierun, jedoch auf größtenteis neue Darsteller.

Inszenierung
Schon beim Betreten des Saals kommt Stimmung auf, da alte B-Movies gezeigt werden. Dies ist auch der Rahmen der Inszenierung. Die Atmosphäre soll an ein altes Kino erinnern. Insgesamt ist die Inszenierung gut und macht Spaß, auch wenn sie nicht wirklich innovativ ist, dies scheint bei diesem Stück aber auch nicht unbedingt nötig zu sein.

Musik
Die Band spielt auf und es ist wirklich toll, die Musik zu hören. Die Tonqualität hab ich als gut empfunden.

Besetzung
GARY TUSHAW spielt erstmals die Rolle des Frank'n'Furter und dies macht er sehr gut. Er versucht nicht zu kopieren, sondern hat seinen eigenen Stil und das ist auch gut so.
Stimmlich grandios ist SOPHIE ISAACS als Janet- Toucha Toucha Touch Me war der Wahnsinn. CHRISTOPHER PARKINSON spielt den Brad rollendeckend, im zweiten Akt kann er stimmlich überzeugen.
STUART MATTHEW PRICE spielt abermals Riff Raff und lebt diese Rolle einfach. Seine Solopassage bei There's a Light ist gesanglich auf jeden Fall mein Highlight des Abends gewesen. Nicht so gefallen haben mir KATIE MONKS als Magenta und JENNY PERRY, da ich die beiden Rollen einfach mit andere Stimmfarben verbinde.
Wirklich unterhaltsam war SKY DU MONT als Erzähler. Er versteht wirklich die Kunst des trockenen Humors und seine Interaktion mit dem Publikum ist hervorragend.
Alle anderen Darsteller konnten ebenfalls überzeugen, ohne herauszustechen.
Ausstattung
Die Kulisse ist relativ einfach aber durchaus passend, dies gilt auch für die Kostüme.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 4 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


BRAVO!

26.04.2018 - Gestern war ich in The last five years mit Drew und Ann.
Es war wirklich wirklich toll. Ich habe Drew schon in Evita gesehen und auch in den Vampiren. Das fand ich schon geil. Aber hier haben die beiden echt toll gespielt und gesungen und das man in dem kleinen Theater den Schauspielern so nahe ist finde ich noch geiler. Jede Emotion war hautnah zu spüren. Und am Ende wenn er geht dann wird es wirklich traurig. Sie ist dann am Anfang der Geschichte und ist ganz glücklich.
Das ganze wurde begleitet mit einer 6-Mann-Band. Die haben alle super gespielt. Dem Regisseur Carsten Lepper ist echt ein Wurf gelungen. Eine spannende Inszenierung mit tollen Projektionen (in Bilderrahmen! Super Idee!) die das Zimmer in dem sie spielen immer wieder verändern lassen z. B. Einmal waren sie am Wasser. Da wurde ein See in den Rahmen abgebildet. Und überall blitzt das Wasser. Oder Drew fährt Fahrrad. Das wird auch in den Rahmen gezeigt. Ein anderes Mal erzählt Drew der Ann eine Geschichte und wir befinden uns in einem russischen Dorf mit Schneefall. Das hat mir echt gut gefallen. Es war wirklich rührend.
Grosser Aufwand für ein kleines Theater. Das ist was Wien echt gefehlt hat. Die Theatercouch ist ein kleines Theater welches ich jetzt öfter besuchen werde. Empfehlenswert.

vonkrolockfan (erste Bewertung)


Disco Fieber

24.04.2018 - Zunächst hat meine Vorfreude auf die Wiesbadener SATURDAY NIGHT FEVER Produktion im Staatstheater einen deutlichen Dämpfer erhalten, als ich gelesen habe, dass die Ryan McBryde-Version des English Theatres Frankfurt gespielt wird.
McBryde legte den Focus doch ziemlich deutlich auf das bleischwere Sozialdrama und weniger auf das Disco Feeling der ausgehenden 70er Jahre.

Iris Limbarth übernimmt in ihrer gekonnten Inszenierung nur ansatzweise diese (sicherlich auch berechtigte) Perspektive.
Sie belässt es aber weitgehend bei einer Fernsehansprache des damaligen US Präsidenten Jimmy Carter, um auf die sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Problematiken der USA einzugehen.
Danach rückt das Augenmerk deutlich auf den Mikrokosmos der Protagonisten und eine stimmungsvolle Beschreibung ihres Lebensgefühls, ihrer Träume und Hoffnungen.
Dabei wirkt das eine oder andere dann vielleicht etwas (bewusst?) überzogen, wenn z.B. die Italo-amerikanische Familie der Maneros ziemlich dicht an gängigen Klischees vorbei balanciert. Dennoch: das Feeling stimmt!

Dazu trägt natürlich die absolut stimmig Ausstattung durch Kostüm- und Bühnenbild bei.
Essenziell ist natürlich die Choreografie. Myriam Lifka hat hier 5-Sterne-Arbeit geleistet.
Hier stimmen die Moves, die Schritte, die Posen. Genial und geschickt hat sie die Tanzszenen für die sicherlich sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der Mitglieder des Jungen Staatsmusicals entwickelt und einstudiert. Die Ensembleszenen wirken absolut homogen, sind temperamentvoll und ansteckend energetisch.

Das ganz Ensemble singt, tanzt und spielt einfach großartig und mit Leidenschaft.
Tim Speckhardt in der Rolle des Tony Manero muss natürlich nochmals hervorgehoben werden. Das er ein großartiger Sänger ist, ist bekannt. Wie er aber hier seine Gesangseinsätze nahezu mühelos (wirkend) mit den eleganten, kraftvollen, schweißtreibenden Tanzeinlagen verbindet, ist eine Klasse für sich.
Rundum beeindrucken ist auch die schauspielerische Leistung von Anna Heldmaier als Stephanie Mangano. Perfekt und glaubwürdig tariert sie diesen vielschichtigen Charakter zwischen Working Girl, Zicke und tragischer Heldin aus.

Den musikalischen Gänsehautmoment des Abends liefert. Viktoria Reece mit "If I can't have you". Eine starke Interpretation!

Ebenso positiv fällt (wieder einmal) David Rothe auf. Er verleiht seinem Bobby C ein ebenso tragisches wie charismatisches Profil.

Die großzügig besetzte Band hat einen tollen Sound.
Iris Limbarth hält die ganze Produktion (mit insbesondere toll gelösten Szenenübergängen) in Fahrt und hält Emotionalität und Disco-Flitter in richtiger Balance.

Zum Finale steigert sich das Disco Fieber zum Disco Inferno.
Was für ein gelungener Flashback! I love it!

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Wie grandios was sie da auf die Bühne bringen.

23.04.2018 - Meine Bewertung zu Thrill me:Ich habe Thrill me das Musical am 22.04.18 in Berlin gesehen und muss sagen, was für ein spannendes und tolles Musical. Viel Bühnenbild war nicht vorhanden, jedoch ist dies auch gar nicht nötig. Es war spannend, dramatisch und gute Musik. Kevin Köhler und Gerrit Hericks sind hervorragende Künstler.
Die Show ist noch in Hamburg zu sehen und es gibt noch Karten...Leute schaut euch das Stück an, ihr werdet nicht enttäuscht sein. Die Regie führte Michael Heller. Er kann nicht nur Musical spielen, nein er kann es auch inszenieren! Seht es euch an.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


die magie ist weg....

22.04.2018 - nun , also nach stuttgart noch einmal die vampire, diesmal in köln. mein vorerst letztes mal.

die musik zu laut, die stimmen zu leise, ballettänzer die ihre sahrah mit ach und krach über die schultern bekommen.. es ist ein einziges trauerspiel.. und dann ein krolock, der in operngesten erstarrt. wie ein kartoffelsack über die bühne stolziert und nichts von erotischer austrahlung auf den kasten hat, wie seine vorgänger... ich wollte ihm nach seinem phantom noch ein chance geben. aber das war nichts...stimme ist halt nicht alles...sollen sie die cash kuh melken bis zum bitteren finale, ich bin erst mal fertig..

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Besonderes Stück mit kleinen Mängeln

20.04.2018 - Wie man es von diesem Produzenten gewohnt ist,ist "The Color Purple" mal wieder ein ganz besonderes, intimes Stück Musiktheater.
Beginnend mit der besonderen Locations, einer Schiffsbauhalle in einer ehemaligen Werft, bis zum rudimentären Bühnenbild aus Kartoffelkisten ist die Atmosphäre sehr rau, genau wie die Geschichte. Einige Regieeinfälle sind besondern beeindruckend (Stichwort Whiteface, mehr sei hier nicht verraten)
Die Darsteller sind gut bis exzellent, Naomi van der Linden in der Hauptrolle überzeugt vor allem im Spiel, gesanglich kann sie nicht immer überzeugen. Vor allem "Ik ben hier", (I'm here) geht ziemlich unter. Ana Milva Gomes hingegen, ja, was soll man sagen, sie passt perfekt in die Rolle der Shug, Stimme und Bühnenpräsenz sind sehr stark. Ebenfalls erwähnenswert ist das eindringliche Spiel von Edwin Jonkers als Mister, er legt die Rolle sehr facettenreich an.

Soweit wären das fast fünf Sterne gewesen, aber leider gibt es neben der nicht immer starken Hauptdarstellerin größere Minuspunkte. Die Band ist mit 6 Leuten sehr klein, was natürlich am Budget liegt, an manchen Stellen hört man das deutlich. Die Übersetzung ist nicht immer besonders stark, manche Textzeilen und Reime klingen doch sehr simpel. Jetzt aber das größte Problem: das Buch. Ich habe den Roman gelesen, welcher sich natürlich viel mehr Zeit für die Figurenentwicklung nimmt. Im Musical werden manche Aspekte nur ganz kurz angeschnitten und nicht vertieft, wie zum Beispiel Celies Hadern mit ihrer sexuellen Orientierung oder der Missbrauch durch ihren Vater.Stattdessen wird der Fokus fast zu viel auf den Humor gelegt, mit den Church Ladies und Sofia gibt es einen humoristischen Faktor zu viel.

Nichtsdestotrotz wieder eine eindringliche Inszenierung eines etwas schwächeren Musicals.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Schönes Musical mit toller Cast

19.04.2018 - Auch wenn man kein Schlager- oder Wolfgang Petry-Fan ist ist man bei "Wahnsinn" bestens aufgehoben. Eine tolle Cast und ein kurzweiliger Abend. Das Musical wurde sehr liebevoll auf die Bühne gebracht und man verläßt das Theater glücklich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Danke, dass Duisburg der Premierenort war, da ich zum Wiederholungstäter wurde und es als Duisburger nicht weit hatte! Auch die CD ist prima! 2019 in Essen ist schon gebucht!

Lisa09 (18 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Gänsehaut! Genial!

18.04.2018 - Ich war schon ein paar Mal in der Theatercouch.
Ein niedliches kleines Off-Theater in Wien.
Ich habe bereits gesehen das „Weihnachtsengel-„Musical und „Gay guys singing“. Zwei lustige Abende mit hervorragenden Stimmen. Aber die LAST FIVE YEARS waren jetzt echt super klasse.
Drew und Ann in den Hauptrollen sind zum verlieben. 😍
Die Inszenierung ist modern und echt geil. Beide Sänger sind fast durchgehend auf der Bühne. Es spielt alles in einem Raum, der mit wenigen Handgriffen verändert wird z. B. von einem Wohnzimmer zu einem Theater. Dann hats noch eine 5-Mann-Band die mega genial spielen. Und bei den Projektionen habe ich mich gefragt wie das geht. Es werden Bilder in Rahmen gezeigt die die ganze Show in eine romantische und manchmal düstere Stimmung zaubert. Ich konnte der gegenläufigen Handlung auch gut folgen. Ann (Cathy) beginnt am Ende der Partnerschaft und Drew (Jamy) am Anfang. In einer anderen Inszenierung vor einem Jahr hatte ich bissl Schwierigkeiten. Die Regie (Carsten Lepper hab ich zuletzt in Rebecca gesehen 😍) hat eine spannende und phantasievolle Inszenierung hingelegt, obwohl ich schon am Anfang wusste wie es ausgehen wird.
Alle Vorstellungen sind leider voll. Ich würde gerne nochmals gehen. Gänsehaut!

musicalvienna (erste Bewertung)


Klassiker zurück in München

14.04.2018 - Einmal mehr steht auf dem Spielplan des Gärtnerplatztheaters der Klassiker "My fair Lady". Dies mag nicht sonderlich innovativ sein, jedoch ist es schön zu sehen, dass die Klassiker gut an diesem Haus gepflegt werden.

Inszenierung:
Für die Produktion wurde eine neue Textfassung entwickelt, die eigentlich bayerisch sein soll, manchmal aber eher ins Österreichische abdriftet, was dem Ganzen jedoch auch nicht schadet.
Die Inszenierung ist sehr gelungen und rasant. Dank der Drehbühne entstehen schnelle Szenenwechsel, die das Stück noch kurzweiliger erscheinen lässt.
In der gezeigten Version hat das Stück an und für sich nichts innovatives. Neue Facetten sind nicht wirklich zu entdecken. Dies ist allerdings zu verkraften, zumal da das Gezeigte überzeugen kann.

Musik:
Gespielt wird mit einem großen Orchester, welches die Partitur schwungvoll und sauber spielt. Ein bisschen schade ist allerdings die Tonqualität, die ein wenig besser sein könnte. Nicht alles ist akustisch zu verstehen.

Besetzung:
Bei den Darstellern ist dem Staatstheater wirklich etwas gelungen. Selten steht so eine runde Besetzung auf der Bühne, die so überzeugend ist. Es singt ein Chor zusätzlich zum Ensemble.
DAGMAR HELLBERG ist sehr vielseitig in der Rolle der Mrs. Pearce. Sie fühlt einerseits mit Eliza mit und baut sie auf, zeigt jedoch auch bei Professor Higgins ihre resolute Seite. GISELA EHRENSPERGER überzeugt als Grande Dame Mrs. Higgins, ebenso wie MAXIMILIAN MAYER als Freddy.
FRIEDRICH VON THUN als Oberst Pickering ist sehr überzeugend und charmant. Die Sensation der Produktion ist allerdings ROBERT MEYER als Alfred Doolittle. Er spielt die Rolle perfekt und erhält zurecht viel Applaus.
Überraschend gut war ebenfalls MICHAEL DANGL als Henry Higgins. Gesanglich kann er durchaus überzeugen.
Die Rolle der Eliza wird von NADINE ZEINTL gespielt. Sie kriegt den Wandel sehr gut hin, den Eliza durchlebt. Stimmlich überzeugt sie vor allem in den Höhen.

Ausstattung:
Die Kulisse ist sehr gelungen. Die Drehbühne ermöglicht es, dass viele neue Orte entstehen. Selten sieht man dieses Stück so aufwendig. Dies gilt auch für die Kostüme. Einzig die Perücke von Eiza könnte etwas hübscher sein.

FAZIT
Inszenierung: 4/5
Musik: 4/5
Besetzung: 5/5
Ausstattung: 5/5
insgesamt 4,5/5

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Das beste deutsche Originalmusical?

14.04.2018 - Ich habe tatsächlich die berühmte Filmvorlage nie gesehen.
Und ich betrachte dies als großen Vorteil, bin ich doch somit ohne jegliche Vorbilder und Erwartungen ganz und gar unbeleckt in diese Show gegangen.
Spoiler Alert: Ich bin ohne jegliche Einschränkung restlos begeistert :
"Fack ju Göthe" ist das beste deutsche Originalmusical, das ich je gesehen habe (Wohl gemerkt nicht deutschsprachige, denn "Elisabeth" wird wohl niemand jemals toppen können).
Aber von vorne: Der Veranstaltungsort erinnert in vielen belangen ans Londoner Off-Westend: Perfekt gelegen in einem Künstler-, Vergnügungsviertel voller Graffitis, trägt schon der Weg dorthin zum eintauchen in die Show bei.
Beim Eintreten in die Werkshalle wird man gleich von launigen Ansagen der Schuldirektorin begrüßt.
Der Zuschauerraum selbst ist hergerichtet wie eine Schulturnhalle, man betritt den Saal über die Bühne.
Und das ist auch gut so, denn so vergisst man sehr schnell, dass man seinen Hintern knappe 3 Stunden auf blauen Schalensitzen parken muss.
Die Regie bleibt innerhalb der Inszenierung dem Gesamtkonzept jederzeit treu; alle benötigten Requisiten werden aus Turngerätschaften gebaut, also aus Seilen, Mattenwagen, Turnkästen, etc. Es wird szenisch viel behauptet und der Zuschauer wird gefordert, sich viel vorzustellen. Ganz großes Kino.
Jederzeit bespielen die Akteure den gesamten Saal, der eben Teil des Ganzen ist. "Immersive Theatre" scheint in Deutschland angekommen zu sein.
Würde man vergleiche ziehen wollen (und die hinken bekanntlich ja immer), erinnert "Fack ju Göhte" in seiner Machart, in seiner Optik und in seinem Stil am ehesten Lin Manuel Mirandas Erstlingswerk "In the Heights".
Und unglaublicherweise hat es auch dessen Qualität.
Die Balladen berühren, der Hip-Hop-Score ist schlau gereimt und mit großen können ausgeführt. Insgesamt hat die Musik puren Drive und macht mächtig Druck.
Jede(r) Beteiligte gibt hier ihr/sein absolut Bestes. Da steht so viel unfassbares Talent auf der Bühne.
Hervorheben möchte ich aber trotzdem Johanna Elisabeth Spanzel als Lehrerin Lisi Schnabelstedt, die für mich bisher die beste Performance dieses Jahres liefert: komödiantisches Timing vom Feinsten, ohne die Figur jemals comicartig werden zu lassen oder sie für eine der unzähligen Pointen dem Publikum auszuliefern. Mit dieser Frau leidet und lacht man. Eine großartige schauspielerische Leistung.
Wie unfassbar schade, dass diese frische, moderne, schlaue und zeitgemäße Art des Musicals hierzulande kaum Zuschauer zu finden scheint. Aber die Stage hat sich einfach zu lange auf Disney und Co. ausgeruht und es verpasst, das Musicalpublikum zu neuen Wagnissen zu erziehen. Dieses Wagnis ist zu 100 % aufgegangen, doch leider mussten die fantastischen Darsteller an meinem besuchten Abend vor knapp 100 Leuten spielen. Das haben sie und dieses herausragende Stück Theater nicht verdient. Ich kann nur sagen:
HINGEHEN! Ein absolutes MUSS !

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Aufwendige Bühne, tolle Stimmen!

12.04.2018 - Die Show macht einfach nur Spass! Ein typisches Juke-Box Musical mit Hits von Cindy Lauper, Kylie Minogue und co.
Das Orchester ist klasse, ebenso die vielen Darsteller auf der Bühne! Für eine Show, die mit gerade einmal 19 Aufführungen geplant ist, ist die Bühne sehr aufwendig gebaut. Reger Kulissenwechsel, schöne Bilder, durchdachte Technik und reibungslose, schnelle Szenenwechsel mit immer neuen Überraschungen machen die Show richtig perfekt.
Der Saal ist nicht sehr groß, sodass man von so ziemlich allen Plätzen ordentliche Sicht auf die Bühne hat. Die Mitarbeiter in dem tollen Haus sind super freundlich! Der Abend war klasse! Ich komme sicher wieder :)

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Fußlahm!

11.04.2018 - Einer der zahlreichen populären Tanzfilme der 80er Jahre ist FOOTLOOSE.
Die Musicaladaption davon ist im Staatstheater Darmstadt zu sehen.
Leider gibt dieses Stück nicht viel her. Obwohl vage auf einer tatsächlichen Begebenheit basierend, wirkt die Geschichte konstruiert und die Charaktere unterentwickelt und klischeehaft.
Musikalisch kann das Stück auch nur die drei, vier Hits der Vorlage aufbieten und wird ansonsten von recht belanglosem Füllmaterial von Tom Snow ergänzt.

Was dieser Inszenierung aber vollends das Genick bricht, ist die unsagbar langsame und langatmige Inszenierung von Erik Petersen und die vollkommen uninspirierte, temperamentlose, fast nicht vorhandene Choreografie von Sabine Arthold. Das muss man auch erstmal leisten: Eine schmissige Uptempo-Nummer wie "Holding out for a Hero", die eigentlich der Showstopper des Abends sein müsste, verkommt zu einem gelangweilten, improvisiert wirkenden Hin- und Hergelaufe einer Handvoll Mädels.
Viel besser wird es nicht mehr, bis zum allenfalls mittelmäßigen Finale.
Dieses erhält allerdings wieder seinen K.O.-Schlag durch die peinlich schlechten Kostüme. Die sehen so aus, als hätte man für das weibliche Ensemble altbackene, hässliche Vorhänge zu notdürftigen Kleidern zusammengetackert.

Die Darsteller können auch nur noch bedingt etwas retten. Einige liefern solide ab, anderen fehlt es deutlich an Präsenz und Strahlkraft.

Im Darmstädter Staatstheater hat das Genre Musical seit Jahren einen festen Platz und wird gepflegt.
Die Inszenierung von FOOTLOOSE hinterlässt aber einen freudlosen und schwerfälligen Eindruck. So als hätten die verantwortlichen Kreativen keine Ahnung oder keine Lust gehabt.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


gute Unterhaltung

04.04.2018 - Tolle Inzenierung, hat mich gut unterhalten. Wird sicher nicht zu meinen Lieblingsmusicals gehören aber für einen schönen Abend eine tolle Inzenierung in einem Stadttheater mit stark aufspielendem Cast.

steff79 (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Toller Cast

02.04.2018 - Dem diesjaehrigen Abschlussjahrgang der UdK gelingt es mit Bravour, dem etwas langatmigen Stueck Leben einzuhauchen.
Die fehlenden Sterne in meiner Bewertung sind ausschliesslich der langweiligen Komposition und einem Buch geschuldet, dass einfach zu viel will.
Herr von der Nahmer verschenkt eine wunderbare Chance, den einzelnen Figuren mit der Musik differenziert Leben einzuhauchen und hat einen unglaublichen Einheitsbrei fabriziert. Lediglich Jesus bekommt seine eigene Klangfarbe (Flamenco wie "originell").
Im Buch von Peter Lund haben nicht nur die 12 Protagonisten jeder ihren/seinen Platz, sondern auch viele verschiedene Handlungsstraenge, einer pro Person haette mir vollkommen gereicht, dann gern mit etwas mehr Tiefe.
Die Absolventen holen aus dem Stueck das Moegliche heraus, fast alle sind tolle Taenzer, heraus sticht hier besonders Pablo Martinez (die Conchita Wurst Gedaechtnisperuecke haette es nicht gebraucht). Bis auf die zwei "Nichttaenzer" haben auch alle eine tolle Ausstrahlung. Hier faellt wieder einmal auf, dass guter Gesang allein nicht ausreichend ist. Toll fand ich, dass Katia Bischoff trotz Infekt gespielt hat, Hut ab.
Insgesamt eine tolle Leistung, alles gute fuer die Zukunft.

Charlotte (46 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Fast perfekt - Grandiose Cast

02.04.2018 - Am 01.04 habe ich Footloose im Staatstheater in Darmstadt gesehen und bin noch heute sehr begeistert davon.
Zu den Tonproblemen kann ich sagen das es diese noch stellenweise gibt aber man hat das ganze scheinbar gut in den Griff bekommen.
Das Bühnenbild fand ich sehr raffiniert gemacht und hat mir sehr gut gefallen, einzig das die Kirche auch die Sporthalle ist fand ich nicht gut gelöst, das auch der Tanzabend dort stattfand, fand ich in Ordnung.
Jetzt zum ganz großen Pluspunkt der Show, die überragende Cast.
Ich habe schon einige Musicals gesehen, aber ich hatte glaube ich noch nie eine so durch die Bank bis in die kleinste Rolle perfekt besetzte Cast.
Auf vier Darsteller möchte ich kurz mehr eingehen da diese vier mir besonders gut gefallen haben.
Für mich persönlich war das Highlight des Abends der Hauptdarsteller des Ren - Lucas Baier. Selten hat mich ein Darsteller so umgehauen, Stimme Tanz und Schauspiel waren grossartig ich hoffe daß man von ihm noch einiges hört.
Sybille Lambrich als Ariel Moore war ebenso perfekt besetzte.
Benjamin Sommerfeld als Willard und Beatrice Reece als Rusty standen den beiden Hauptdarstellern in nichts nach und sorgten für die Lacher des Abends. Vor allem Beatrice Reece hat dazu noch eine grandiose Stimme und Ausstrahlung.
Ich hoffe daß das Staatstheater Darmstadt sich dazu entschließt Footloose in der nächsten Spielzeit nochmals aufzunehmen da ich es gerne noch ein weiteres Mal sehen würde.
Für mich war dieser Abend mehr als Perfekt! Das Staatstheater Darmstadt hat ein grandioses Musical auf die Beine gestellt man bekommt für einen guten Preis einen für mich perfekten Musicalabend geboten.

Musicalfan86 (35 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Es hat mich mitgerissen

30.03.2018 - Das Bühnenbild ist einfach gehalten. Erfüllt es aber seinen Zweck, da die Inszenierung vollkommen auf die Darsteller abgestellt ist. Insofern vermisst man auch nichts. Leider wirkt es in dem großen Apollo Theater ein wenig verloren. Schaut ein wenig aus, als würde ein Stadttheater am Bühnenbild sparen müssen.

Kevin Thiel spielte den Quasimodo mehr als gelungen. Sehr sympathisch und mit Glasklarer Stimme.
Von Mercedesz Csampai bin ich sowieso immer hingerissen. Sie hat eine sehr natürliche, angenehme Ausstrahlung.

Das Orchester klang nicht wirklich voll. Hier hätte man ein wenig mehr wucht erwarten können. Obwohl ich natürlich schon weniger besetzte Orchestergräben gesehen habe.

Ich werde zwar kein Glöckner Wiederholungstäter, aber der Besuch hat sich gelohnt. Die Geschichte, mal wieder in einer anderen Variante zum Original, reißt mit.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Immer noch sehr schöne Show mit kleinen Schwächen

25.03.2018 - Wir haben am 25.03.2018 die Nachmittagsvorstellung besucht (zusammen mit unserer fast 6-jährigen Tochter).
Wir haben die Show schon in Hamburg gesehen und konnten so einige Vergleiche anstellen. Die Geschichte ist ja bekannt, so dass ich hier nicht näher drauf eingehen möchte. Allerdings hat der 2. Akt einige Längen (insbesondere bei den nicht-musikalischen Szenen).
Sehr gelungen sind die Änderungen/Anpassungen des Bühnenbildes, welches ggü. dem Hamburger Bühnenbild abwechslungsreicher wirkt und den Zuschauerraum noch besser einbezieht. Das Metronom-Theater ist jedoch im Vergleich zu anderen Musicaltheatern in zwei Aspekten wirklich problematisch. Dadurch, dass die Sitzreihen nicht sehr stark ansteigen, ist insbesondere für kleinere Personen die Sicht durchaus schwierig. Ebenfalls höchst problematisch scheint die Akustik zu sein. Applaus wird fast vollständig geschluckt, so dass keine Stimmung aufkommt und die Tontechnik kämpft eher mit einem Klangbrei (jedenfalls im 1. Akt).
Wir hatten das Glück, dass wir fast vollständig die Erstbesetzung hatten. Insbesondere Josh Strickland ist wirklich ausdrucksstark und füllt die Rolle toll aus. Allerdings ist seine Aussprache nicht gut und die Texte häufig nicht verständlich. Auch Andreas Lichtenberger (Kerchak) und Sophia Wezer (Kala) leben ihre Rollen toll aus. Jeffrey Socia als Terk bringt viel Witz und Spass in die Aufführung. Isabel Trinkauser wirkte im 1. Akt sehr verhalten, ihre Stimme drang kaum durch. Im zweiten Akt war sie jedoch sehr präsent.
Im Laufe der Aufführung nutzen sich einige Choreografien und die Seilakrobatik zunehmend ab, sind aber immer noch sehenswert.
Großes Manko ist die bei Stage übliche Orchesterreduktion: bei einem solchen Stück keine echten Blechbläser zu haben, ist wirklich ein NO-Go. Zwar sind die genutzten Samples sicher hochwertig, dennoch bleib es bei häufig bei einem Synthesizer-Einheitsbrei und es wird tw. mit viel Percussion versucht die Löcher zu stopfen. Hierdurch kommt es zu einer Inbalance, so dass die eigentlich tolle Orchestrierung mit viel Drums und Percussion in eine Unbalance kommt. Man kann nachvollziehen, dass eine Show wie Tarzan rentabel sein muss, aber nur (musikalische) Qualität sichert langfristig das Interesse am Musical. Vielleicht passt hierzu auch, dass das Theater nur zu maximal 60 % ausgelastet war (am ersten Ferienwochenende in NRW!). Stage sollte einmal die Preisgestaltung überdenken. Bei einer Familienshow praktisch keine Kinderermäßigung anzubieten führt halt dazu, dass sich Familien mit Kindern einen Besuch häufig nicht leisten können.
Fazit: tolles Stück mit Schwächen bei der musikalischen Umsetzung. Der Veranstalter sollte sein Preiskonzept überdenken!

olalaoli (erste Bewertung)


Anders, modern, super, lustig.

25.03.2018 - Ich muss sagen, dass ich eigentlich mit ganz schlimmen Erwartungen in das Musical gegangen bin und ich wurde sehr positiv überrascht. Es ist wirklich gut. Es macht Spaß es sich anzusehen. Es ist anders und modern. Es ist großartig. Was mir nicht so gut gefällt sind die harten Plastikschalensitze. Aber auch das Theater ist für dieses Musical genau richtig gewählt und super umgesetzt. Es ist frisch und modern. Kann man wirklich nur empfehlen es sich anzusehen. Ich hatte vorher auch bedenken und bin nun von dem Stück doch überzeugt. Für 5 Sterne reicht es nicht ganz, aber es ist wirklich hohes Niveau. Super!
Kann man nur weiter empfehlen.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Eine willkommene Abwechslung

25.03.2018 - Eine absolut gute Wahl der Stage mal etwas zu "wagen" - wie wir ja jetzt wissen ohne Erfolg, aber diese Erweiterung des Repertoires, weg von Disneykitsch ist tatsächlich sehr gut gelungen. Eine gefällig Show mit flotter Musik, sehr natürlichen Darstellern und einem verhältnismäßig einfach gehaltenen und sehr wandelbaren Bühnenbild. Passt super auf die Reeperbahn.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Toller Abend mit Spass und Gefühl

25.03.2018 - Nun gilt Arnstadt nicht gerade als die Wiege des Musicals. Aber durch Zufall bin ich im Internet auf die Show gestoßen und wurde positiv überrascht.

Sehr gute und spielfreudige Darsteller, flotte Inszenierung, schönes Bühnenbild und coole Arrangements.

Es wurde im Theater viel gelacht und am Ende sogar getanzt und frenetisch Applaudiert. Alles in allem ein toller Abend.

musicalpapa (erste Bewertung)


Party mit emotionalem Tiefgang

20.03.2018 - Im Staatstheater am Gärtnerplatz gibt es eine bestens gelungene Deutschlandpremiere von PRISCILLA - Königin der Wüste zu bestaunen.

Gil Mehmert hat das Musical für München neu inszeniert. Er ist dabei weitgehend bei der Originalversion geblieben und hat sie für die Möglichkeiten des Gärtnerplatztheaters eingerichtet.

Bühnen- und Kostümbild mussten natürlich etwas zurückgenommen werden, sind aber trotzdem auf hohem Niveau, überzeugen und machen Spaß.

Die Choreografie von Melissa King ist zackig und knackig und wird mit Präzision und Temperament getanzt.

Die musikalische Umsetzung ist gewohnt opulent. Ich habe allein acht Streichinstrumente gezählt.
Gespielt wird die australisch/britische Version: Minogue statt Madonna.

Besetzung und Ensemble sind großartig. Das Stück steht und fällt natürlich mit den drei Protagonisten Tick, Bernadette und Adam.
Armin Kahl, Erwin Windegger und Terry Alfaro leisten Großartiges.
Alle drei schaffen wunderbar und glaubhaft den Spagat zwischen den aufgedrehten Drags und den wahrhaften, zutiefst menschlichen Personen dahinter.
Als Resultat dieser gelungenen Darstellung und Inszenierung durchbrechen starke, emotionale und nachdenkliche Momente immer wieder den sehr kurzweiligen und rasanten Handlungsfluss.
Durch die nachvollziehbare und engagierte Darstellung unterschiedlicher schwuler Lebensentwürfe ist diese PRISCILLA sehr viel mehr als nur ein Party- und Jukebox Musical. Es ist ein Plädoyer und ein Statement für eine schwule Kultur und einen ebensolchen Lebensstil.

Einziger Minuspunkt war für mich die Tonqualität im Theater. Insbesondere im ersten Akt waren einige Sprechpassagen akustisch vollkommen unverständlich.

Trotzdem: Riesige Begeisterung beim Schlussapplaus!
Hätte man nicht irgendwann denn Vorhang herunter gelassen, dann würden sie jetzt noch toben und klatschen.
PRISCILLA ist zu Recht ein gewaltiger Publikumserfolg in München.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Midern, außergewöhnlich und toll gemacht

18.03.2018 - Wir waren gestern zu dritt in Fack ju Göhte und es hat uns sehr gut gefallen. Die Location ist wirklich cool und das Stück außergewöhnlich, neu und erfrischend. Die Musik ist super und man möchte am liebsten aufspringen und mittanzen. Die Plastiksitzschalen sind wirlich bequem und ich hätte das nicht gedacht aber ich fand sie auf Dauer angenehmer zum Sitzen als die herkömmlichen Theatersessel. Schade vor allem für die Darsteller war die sehr schlechte Auslastung vor allem für einen Samstag. Aber man braucht sich nicht zu wundern. In ganz München kein Plakat, keine Werbung usw. Man kennt das Stück und auch das Theater schlicht und einfach nicht. Wir haben auf den Weg zum Theater drei mal nach dem weg gefragt und keiner kannte das Theater oder das Musical und das waren Münchener. Die Antwort war: was sowas haben wir hier? Den finanziellen Misserfolg, falls das Stück nicht mehr in Gang kommt hat hier die Stage komplett allein zu verantworten. Ich hoffe jetzt auf jeden Fall auf eine CD und empfehle das Stück weiter.

MrDuncan (8 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Setzen Klassenarbeit !

15.03.2018 - Wir waren gestern mit der Schule im Theater Münster ; um ehrlich zu sein war keiner wirklich überzeugt da hin zu gehen um sich Everyman anzusehen ; aber ich kann für alle sprechen und sagen wir waren danach alle total begeistert von der sehr gelungenen Rock Mystey ; Eine Traumbesetzung angefangen bei Andy Kuntz der den Tod spielte , Paul Kribbe als Jedermann oder Hermann Bedke als Teufel um nur einige Beispiele zu nennen! Die drei Stunden gingen schneller rum als in der Schule ;)) und Informativ war dieser Geschichtsunterricht auch noch ! Ganz ganz tolle Musik der Band Vanden Plas und krasses Treiben auf der Theaterbühne. Unsere Lehrer waren auch alle begeistert weil man sich bei den Autoren wohl um eine sehr autentische Umsetzung des alten Stoffs bemüht hat ! Ein großartiges Bühnenbild , tolle Kostüme, prima Ton und die Lichtstimmungen runden ein besonderes Erlebnis ab.

Anna Rheinheimer (erste Bewertung)


Viel fürs Auge, weniger fürs Ohr

12.03.2018 - Sicherlich ein optisches Spektakel und eine bewegende und bedrückende Story.Die Frage ist, warum dieses Stück unbedingt ein Musical sein muss. sowohl an den Kompositionen als auch an den Darstellern merkt man doch, dass mehr Wert auf Schauspiel als auf Musik gelegt wurde. Nichtsdestotrotz ein Must see.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Eine Musicalsensation!

12.03.2018 - Großartiges Konzept, tolle Story, nette Lieder - keine Angst vor der Sprachbarriere. Das Stück ist in allen Belangen beeindruckend...

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Immer noch eine anruehrende Liebesgeschichte

12.03.2018 - Ich habe die Show am Sonnabend abends gesehen. Einziger echter Wermuthstropfen ist der Preis, stolze EUR 130 fuer die PK1, das Picturebook fuer EUR 19, das ist schon teuer.
Trotzdem kann ich die Show nur empfehlen.
Das Buehnenbild wirkt vom Hochparkett aus toll, duester und industriell und nur dann heiterer, wenn es im Loft von Molly und Sam spielt.
Frau Verkaik und Herr Edenborn sind ein tolles Paar, sie passen sowohl vom Gesang als auch vom Schauspiel sehr gut zusammen und wirken dadurch sehr glaubhaft. Gegen zwei so stimmgewaltige Darsteller kann Herr Bongard nicht ankommen und wirkt recht blass. Die Rolle ist sicher schwierig, aber ein bisschen mehr Schauspiel wuerde ihr sicher gut tun. Klaus Seiffert hat das Maximale aus seiner kleinen Rolle herausgeholt, hat mir gut gefallen. Als Oda Mae Brown spielte Frau Aquino, die fuer die Rolle sicher noch ein bisschen jung ist, aber die Oda so ein bisschen in Richtung Rotzgoere zu spielen ist in diesem Fall sicher eine gute Idee.
Ansonsten hat mir der Cast gut gefallen.
Die Peruecke einer der beiden Helferinnen von Oda Mae ist der einzige Minuspunkt beim Kostuembild, ansonsten Klasse.
Die Band spielte toll, die Musik ist halt ein wenig langweilig, aber dafuer kann die Band ja nichts.
Die deutsche Uebersetzung hat mir sehr gut gefallen, fluessig und zeitgemaess.
Die SE waere sicher gut beraten, auch wenigstens ein Bild im Picturebook oder im Theater mit W. Verkaik und M.Edenborn zu haben, ansonsten sind wirklich einige Zuschauer verwirrt, wo Herr Klaws steckt. Am Ende scheint es aber allen gefallen zu haben, denn es gab Standing Ovations.

Charlotte (46 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Traurig und dramatischer Abgang

08.03.2018 - Wer kennt nicht die bekanntesten Songs des Musicals Cabaret, das 1966 uraufgeführt wurde und die Berliner Leichtigkeit des Seins vor dem Hintergrund des dominanter werdenden Nationalsozialismus inszeniert. Mit Ironie auf der einen Seite und politisch-ernsthaften Facetten auf der anderen. Der begeisterte Beifall ging dem Publikum leicht von der Hand. Köstlich das Spiel von Herrn Schulz (Peter Wollersen) und Fräulein Schneider (Ute von Harten), deren vorsichtige Annäherung – "Ich habe Ihnen eine Ananas mitgebracht". Mucksmäuschenstill wurde es, als die lauernden Gefahren des Nationalsozialismus offenkundig und verdrängt werden. Doch als Ernst Ludwig (Frederik von Harten) plötzlich mit Hakenkreuz-Uniform auf der Bühne steht, wird die Situation spürbar beklemmend.
Und dem Cliff Bradshaw (Timm Moritz Marquardt), dem jungen amerikanischen Schriftsteller bleibt am Ende nichts anders übrig als Berlin zu verlassen – ohne Sally. Ein trauriger und dramatischer Abgang. Timm Moritz Marquardt zeigte eine hervorragende schauspielerische Leistung mit dem Abgang von Cliff Bradshaw endete das Musical ohne Applaus und hinterließ ein betretendes Schweigen. Ein Sternchen Abzug für den Vorstellungsraum.

T. Franke (erste Bewertung)


Faszination, Brisanz und politisch-gesellschaftlicher Aktualität

06.03.2018 - Ich habe zum ersten Mal das Musical gesehen. Eine Laien-Aufführung auf hohen Niveau. Mit einer Besetzung die sehr motiviert gespielt hat. Aus meiner Sicht hätte die Sally eher erotischer spielen können. Sie war eher als plumpes Weib dargestellt. Umso souveräner und männlicher war der Clifford Bradshaw - gespielt von einem Nachwuchsdarsteller Timm Marquardt. Der Conférencier hat gut gespielt, aber im fehlte etwas die Bühnenpräsenz. Der Saal ist leider nicht so geeignet für solche Vorstellungen. Trotzdem eine tolle, wenn auch bedrückende Umsetzung und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

AnnaHamburg (erste Bewertung)


Etwas überfrachtet, trotzdem sehr empfehlenswert

05.03.2018 - Matterhorn St. Gallen

Ohne vorher viel über diese neue Produktion des Theater St. Gallen zu wissen, habe ich schon relativ früh ein Ticket gebucht. Das Musical ist eine Koproduktion mit den Thunerseespielen. Dort hätte es im Sommer 2018 aufgeführt werden sollen, wurde aber zurückgestellt, da sie eine Lizenz für Mamma Mia in schweizerdeutsch bekamen.

Das Theater, war gut gefüllt. Die Stimmung gut und am Ende gab es eine verdiente Standing Ovation.

Besonders gut gelungen finde ich das Bühnenbild. Die Bühne leicht nach vorne geneigt, im Hintergrund eine Drehbühne mit Bergelementen und das Matterhorn in verschiedenen Lichtstimmungen projeziert. Für die Absturzszene wird auch der Orchestergraben benutzt.

Die Musik war fast durchgehend stimmig. Noch nie habe ich in einem Musical so viele verschiedene Stilrichtungen gehört. Angefangen von Rap-Elementen, über Folklore, Popmusik, hin zu barocker klassischer Musik. Der Mix gefiel mir aber sehr gut. Leider fehlte etwas die Steigerung zum Finale hin. Die 8 Mann Band spielte mackellos. Zwischendurch gab es mal 2-3 Mikrofonprobleme.

Die Rollen sind fast durchwegs perfekt besetzt. Besonders hervorheben möchte ich Sabrina Weckerlin als Berggeist Orka und Luigi Schifano als Luc. Bei Rune Hock Moller als Edward und Veronica Appeddu als Olivia waren leichte Akzente zu hören. Da sie in ihren Rollen britische Staatsbürger spielen, nicht weiter schlimm. Mit der Stimme von Frau Appeddu kann ich mich auch dieses Mal nicht anfreunden, aber das ist reine Geschmackssache. Bei einem eventuellen 2. Besuch werde ich schauen, mal Oedo Kuipers und Lisa Antoni zu erwischen.

Wo ich den meisten Kritikern dieses Stückes zustimmen muss ist, dass man zuviel reinpacken wollte. Es gibt zu viele Schauplätze und Nebenschauplätze. Es gelingt kaum, den Charakteren Tiefe zu geben und den Haupthandlungsstrang um den Absturz und die Liebesgeschichte zwischen Edward und Olivia detailierter zu beleuchten.

Besuchte Vorstellung: 03.03.2018

Inszenierung ; 3.5 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4.5 von 5

Gesamtfazit 4 von 5

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Schöne Stimme, schöne Texte

04.03.2018 - Wirkt allerdings ehr wie eine Verkaufsveranstaltung für die neue CD. Ein, zwei seiner Musical-Hits hätten den Abend evtl etwas runder gemacht. Auch seine Verlobte war leider nur zweimal kurz dabei, mit dieser tollen Stimme hätte ich gerne noch das eine oder andere Duett gehört...
Für große Borchert Fans sehr zu empfehlen, für Fans seiner Musical-Arbeit ehr weniger...

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Atemberaubend schön

03.03.2018 - Gestern Abend in Münster ging die Post ab. "Everyman" von und mit Vanden Plas. Großartige Stimmen, coole Musik, wunderbare Eindrücke und eine zeitlose Geschichte. Ich war mehr als begeistert und das als "jungfräulicher" Musicalbesucher. ;-)
Das sollte ihr wirklich nicht verpassen. Vier Termine geben euch noch die Möglichkeit dieses Rock Musical anzusehen und vor allem zu hören (Genialer Sound!)!

Ravenmusic (erste Bewertung)


Show auf Broadwayniveau

28.02.2018 - Dass sie Hamburg nicht hinter dem West End oder dem Broadway verstecken muss, beweist KINKY BOOTS seit Dezember im Operettenhaus in Hamburg.

Dass KINKY BOOTS mehr ist als ein Gute-Laune-Stück, wird jeder bestätigen können, der die Show schon gesehen hat. Neben den energiegeladenen Popsongs und den witzigen Songtexten sorgt Cyndi Lauper in den einfühlsamen Balladen für ruhige und nachdenkliche Momente. Harvey Fierstein hat die Geschichte um Charlie und Lola hervorragend für die Bühne adaptiert und verleiht dem schräg-bunten Musical eine besondere Tiefe. Sehr gelungen auch die deutsche Übersetzung von Kevin Schröder und Ruth Deny. Gerade Kevin Schröder gelingt es in den Songtexten, etwas Eigenständiges zu schaffen. Er übersetzt die Texte nicht einfach 1:1, wie man es von vielen anderen holprig klingenden Übersetzungen seiner Kollegen kennt, sondern schafft neue Bilder. Großer Respekt vor dieser Leistung.

Inszenierung, Choreographien, Bühnenbild und Kostüme fügen sich zu einer Kompositon zusammen, wie man es vorher auch schon am Broadway oder in London erleben konnte.

Wofür sich Stage Entertainment besonders auf die Schultern klopfen kann ist der hervorragende Cast. Hier haben die verantwortlichen vom Hauptdarsteller bis zu den Swings hervorragend gecastet. In meinen drei besuchten Vorstellungen habe ich verschiedene Darsteller erleben dürfen, die alle hervorragend gesungen, gespielt, getanzt und die Rollen perfekt ausgefüllt haben.

Als CHARLIE konnte ich Dominik Hees und Sebastian Krolik erleben. Beide hervorragend, wobei mir Sebastian Krolik noch einen Deut besser gefallen hat. Er war meiner Meinung nach besser als Killian Donelly (London) und konnte mit Stark Sands (Broadway) locker mithalten.

Auch Gino Emnes muss sich nicht hinter seinen Vorgängern (ich durfte Billy Porter am Broadway und Matt Henry in Lonodn erleben) verstecken. Seine LOLA ist urkomisch, gefühlvoll, tiefgründig und sexy. Oder kurzgesagt: Rot! (Jeder der das Stück gesehen hat, weiß, was ich meine!) Und dann noch dieser Body! Auch Benet Monteiro ist eine hervorragende Lola. Er verleiht der Dragqueen eine ganz andere Facette. Er ist meiner Ansicht nach viel zerbrechlicher und überzeugt gerade in den ruhigen Momenten. Leider lassen seine langen Haare den Unterschied zwischen Frau und Mann nicht so deutlich werden. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Als LAUREN konnte ich Jeannine Wacker und Laura Pfister erleben. Beide geben eine quirlig-quietschige Lauren und sorgen beim Publikum für Tränen in den Augen. Die Gestik, die Mimik, die Stimme - einfach herrlich. Einen Ticken besser gefallen hat mir persönlich Laura Pfister. Was soll man sagen? Ich habe Annaleigh Ashford (Broadway) und Amy Lennox (London) erlebt. Letztere überholt sie ganz klar und stellt sich auf eine Stufe mit ihrer Broadwayvorgängerin. Ich kann es wirklich nicht glauben, dass sie erst im vergangenen Jahr ihre Ausbildung an der August Everding in München abgeschlossen hat. Ein großes WOW! Ich hoffe, sie in Zukunft noch häufiger sehen zu können!

Auch die anderen Rollen sind perfekt besetzt und legen so viel Spielfreude an den Tag. Egal ob in Soli oder im Chor - alles perfekt (Lob auch an die Tontechnik). Besonders erwähnenswert sind die ANGELS, bei denen man oft echt nicht weiß, ob das wirklich Männer sind oder Frauen, die Männer spielen, die sich als Frauen verkleiden. Dieses Talent einfach super! Bei den Kindern gibt es gravierende Unterschiede. Am besten gefallen haben mir die Kinder bei meiner ersten Vorstellung: Taphelo (junger Simon) und Clemens (junger Charlie) haben einen super Job abgeliefert. Besonders bei Taphelo hat man gemerkt, was in ihm steckt!

Eine Show auf BROADWAY-Niveau, die perfekt auf die Reeperbahn in Hamburg passt. Wer aus dieser Show nicht mit guter Laune und beschwingt rausgeht und trotzdem im Herzen berührt wurde, muss irgendetwas an seinem Leben ändern. Vielleicht helfen die Tipps, die man im Musical bekommt, dabei. Trotz des Gute-Laune-Faktors vermittelt die Show eine wichtige Botschaft: Sei du und steh dazu! Respektiere andere so wie sie sind! KINKY BOOTS sollte zur Pflichtveranstaltungen (nicht nur für Schulen) werden. Jeder kann hier etwas lernen - und das ganz ohne die Holzhammermethode!

Buch 5
Komposition 5
Inszenierung 5
Musik 5
Besetzung 5
Ausstattung 5

Gesamt: 5

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Super Stimmung

28.02.2018 - Die Show beginnt schon vor dem ersten Ton der Band damit, dass die Darsteller (als Hippies) durchs Theater laufen und das Publikum auf das Kommende vorbereiten. Sie trinken aus den Gläsern des Publikums, tänzeln über die Stuhlreihen, balancieren am Rang und versuchen was zu rauchen zu finden...
Die Stimmung ist schonmal grandios, die Darsteller haben in den gut 90 Minuten Spieldauer sichtlich Spass an der Sache. Kostüme sind hier nicht wichtig, ebenso wie das Bühnenbild, dass sich nicht ändert. Stört aber nicht! Die Stimmen sind super und die Choreographie fantastisch!

Die Story ist recht einfach und auch wenn man der englischen Sprache nicht so mächtig ist, kommt man gut mit. Die Musik verspricht einige Ohrwürmer, die auch beim Schlussapplaus noch einmal angespielt werden und mit dem Publikum eine kurze Party gefeiert wird. Auch hier kommen die Darsteller wieder von der Bühne und heizen etwas ein.

Ich würde die Show weiter empfehlen. So etwas Verrücktes habe ich nicht mal bei der Rocky Horror Show gesehen.

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Immer wieder wunderbarer Abend

27.02.2018 - Ich habe Matilda schon einige Male gesehen. Ich liebe dieses Stück: Kreatives Bühnenbild, wundervolle Melodien mit klasse Texten, berührende und tiefgehende Geschichte, hervorragende Darsteller...

Es ist jedes Mal ein mitreißender, emotionaler und lustiger Abend für Groß und Klein. Matilda kann sich mit anderen Stücken locker messen!

HIT-Musical mit Ohrwurmcharakter.
Nicht umsonst läuft es schon 7 Jahre im West End!

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Super, aber anders, ganz anders, einfach Kult!

24.02.2018 - Meine Bewertung zur Rocky Horror Show in Müchen am 24.02.18 um 15Uhr:
Es ist anders aber gut. Es macht Spaß und es ist Kult. Als Musical Fan sollte man sich die Rocky Horror Show aufjedenfall einmal ansehen. Es ist so vollkommen anders. Anders aber gut. Es macht Spaß es sich anzusehen. Aber einmal sehen reicht für mich aus. Aber tolles Bühnenbild und super Sänger und Tänzer!
Einfach KULT

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Believe the hype!

23.02.2018 - Alles, was man so über das Stück hört, ist wahr.
Das war tatsächlich das Beste, was ich jemals auf einer Bühne gesehen habe.
Ich bin maßlos überwältigt und mir fehlen die Worte.
Wer Theater liebt, muss Hamilton gesehen haben.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Unterhaltsame Reise durch Australien

22.02.2018 - Erneut zeigt das Theater am Gärtnerplatz, dass man großartige Musicals auch abseits der großen Longrun-Tempel erleben kann. Mit Priscilla konnte man sich nun eine deutschsprachige Erstaufführung sicher und legt hierbei die Messlatte für zukünftige Produktionen gleich recht hoch. Besonders stark ist das Stück in den ruhigen Momenten, die einen schönen Einblick in die Beweggründe der drei Hauptdarsteller liefern. Der Beginn des Stückes war mir persönlich etwas zu viel "Klischee abarbeiten", hier weiß ich aber auch nicht, ob dies so vorgegeben ist, da ich die Originalinszenierung nie gesehen habe. Die Besetzung ist in München durch die Bank sehr gelungen, das Orchester spielt mit vielen Streichern und wer noch irgendwie eine Karte ergattern kann, wird hier sicherlich einen schönen Theaterabend verbringen können.


Besuchte Vorstellung:
17.02.18 - Theater am Gärtnerplatz, München

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Rocky Horror Show - 20.02.2018, Deutsches Theater München

21.02.2018 - Inszenierung: 4 von 5 Punkten

Musik: 4 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 4 von 5 Punkten

Akustik: 4 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wo war die Magie des Stückes ?

20.02.2018 - Leider sehr enttäuschent - Das Orchester -was keins war -
Musik kam teilweise vom Band .
Beim Gesang wurde der Verstärker eingesetzt so das es man mitbekommen hat .
Auch die Sezialeffekte - waren keine - oder nur sehr amateurmäßig eingesetzt- ( z.bsb. wenn der Professor ins Wirtshaus kommt und auftaut ).Auch als Chagall zubeißt - kein Blut ! Das gehört nun mal dazu -
Das bühnenbild- wenn man seitlich sitzt - kommt garnicht rüber- und das andere ist wohl der Tourneeversion zu verdanken.
Die Sänger- eher was nur für Fans ,
so einen schlechten Grafen und auch die anderen - habe ich noch nicht gehört - keine Mimik - und wie gesagt Magie kam nicht rüber - jedenfalls nicht bei mir .
Schade , das man soviel Geld bezahlt - und enttäuscht wird.
Wieder ein Musical weniger

maulwurf1 (3 Bewertungen, ∅ 2 Sterne)


Premiere der Glöckner von Notre Dame

20.02.2018 - An 18.02.2018 hatten wir das Vergnügen, der umjubelten Premiere, des Disney Musical "Der Glöckner von Note Dame" beiwohnen zu dürfen.
Wie erwartet, war das Bühnenbild opulent und hochwertig gestaltet. Die Besetzung war hervorragend mit begnadeten Darstellen besetzt.
Die Musik hochkarätig gespielt und komponiert.
Teilweise war unserseits dem Handlungsstrang nicht mehr zu folgen. Der Fortgang der Geschichte schien einstweilen gehetzt umgesetzt.
Persönlich fehlte uns, dass wir einfach von den Musikstücken nicht berührt wurden. Es gelang nach unserem dafürhalten nicht, das notwendige Gefühl dieses "Drama" zu transportieren. Den Grund sehen wir einfach darin, dass es an sogenannten "Ohrwürmern" fehlte. Es lag zu keinem Zeitpunkt an den tollen Akteuren auf der Bühne, sondern an den Melodien der Stücke. Im Vergleich mit Aufführungen wie Mozart, Tanz der Vampire, Rebecca oder Phantom der Oper könnten wir heute keinen einzigen Titel nennen, der sich in unseren Gehörgängen "fest gedudelt" hätte.

Alles in allem ein Musical vom Disney Reissbrett, großes Musical, aber wenig Ohrwurmpotential. :-(

Vielleicht wäre weniger Opulenz auch mehr, Billy Elliot ist da ein Paradebeispiel - da heulen wir jedes mal wie die Schlosshunde - weil es uns so berührt.
Zum Glück lässt sich ja über Geschmack unbeschwert streiten - also macht Euch Euer eigenes Bild.

Quasimodo freut sich sicherlich über Euren Besuch.

Mario Klein (erste Bewertung)


Schöne Broadway-Revue der guten alten Zeit

19.02.2018 - Das Staatstheater Nürnberg hat zum Abschied des Intendanten Theiler eine Zusammenfassung seiner bisherigen klassischen Musicals bei Gaines Hall in Auftrag gegeben...

Dieser hat meiner seiner jungen Truppe von Absolventen der Theater Akademie August Everding und den Stars aus den Nürnberger Produktionen CHRISTIAN ALEXANDER MÜLLER, SOPHIE BERNER, FREDERIKE HAAS, einen schmissigen, kurzweiligen Abend mit schönen Tanz- und Steppszenen und stilvollen Kostümen hinbekommen - allerdings sieht man auch, dass das Musical in Nürnberg eben als "Geldquelle" benutzt wurde und das Genre leider nicht ernst genommen wird - die Ausstattung ist ansonsten nicht vorhanden außer einer Showtreppe - und die Band (11 Personen) sind auf der Bühne platziert - nicht mal die Staatsphilharmonie wurde mit ihren Streichern und Co dafür verpflichtet - ist schon etwas erbärmlich....und das wird dann bei einem privaten Veranstalter wie der Stage kritisiert - ohne Worte...

Das Programm allerdings mit 25 Nummern in zwei Teilen macht allerdings am Faschings-Sonntag-Abend gute Laune und deswegen kann man diese Broadway Revue nur empfehlen schon alleine wegen der Sänger und den tollen Tänzern...

Highlights sind die Songs "PEOPLE" von Frederike Haas aus dem Musical "FUNNY GIRL", "YOU'LL NEVER WALK ALONE" aus "CAROUSSEL", "ALL THAT JAZZ" aus "CHICAGO", "IF I LOVED YOU" aus "CAROUSSEL", sowie "SOME PEOPLE" aus "GYPSY" & "THE IMPOSSIBLE DREAM" aus "THE MAN OF LA MANCHA".

Wir hoffen, dass es Musical-Technisch in der nächsten Spielzeit mit dem neuen Intendanten aus Dortmund kommend in Franken besser wird...die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schwach!

19.02.2018 - Ich hatte befürchtet, dass mich die deutsche Version besonders stört, aber das war dann doch das kleinste Problem.

Soundabmischung miserabel, sodass man oft kaum verstehen konnte, was von wem gesungen wird.

Drive in der Band hat komplett gefehlt. Da hätten es gerne ein paar BPM mehr sein dürfen, vor allem bei "Heaven on their minds", "Damned for all time" und nicht zuletzt "Superstar". Wirkte teilweise sehr langsam und dadurch langatmig und unspannend.

Judas hatte permanent Probleme, seine Töne zu treffen, stieg oft um auf Sprechgesang, und brach hohe Stellen ab, damit ihm nicht komplett die Stimme wegbricht.... Das fiel sehr negativ auf und war für mich zugleich Manko des Abends.

Jesus' Probleme mit der Höhe fielen da schon kaum noch ins Gewicht, denn er spielte wenigstens glaubwürdig.

Beste Momente der Show kamen stets von Nyassa Alberta - ein echter STAR!

Das Ensemble wirkte ab und zu desorientiert und nicht zuletzt die unpassenden Choreografien ließen die Darsteller dann endgültig fehl am Platz wirken. Obwohl alle stets auffällig bemüht waren, manchmal vielleicht zu verbissen.

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Die Inszenierung ist der Star!

18.02.2018 - Curtain of yesterday: JEKYLL&HYDE

Nach der extrem abgespeckten und regietechnisch vollkommen unschlüssigen Jekyll & Hyde-Version des English Theatres Frankfurt merkte ich, dass ich mal wieder Lust auf eine opulent ausgestattete und musikalisch luxuriöse Version dieses Wildhorn-Klassikers hatte.
Dann las ich über die Schweriner Inszenierung und buchte sofort.
Und alles, aber auch ALLES, was ich mir gewünscht hatte, bekam ich im Übermaß: eine brillante, überbordende Bühnenbild-Ausstattung mit äußerst stimmigem Lichtdesign, großes Ensemble und große Chöre und ein fast 30-köpfiges, wundervoll erklingendes Orchester.
Ich nehme es vorweg:
Diese Jekyll & Hyde-Inszenierung ist die beste und stimmigste, die ich je live sehen durfte, viel besser und flüssiger als die deutsche Originalversion in Bremen.
Die Regie hat ganze Arbeit geleistet und überzeugt durch ein durch und durch schlüssiges Konzept, welches zwar keine großen Experimente macht, aber trotzdem vor kleinen, aber feinen Ideen nur so strotzt. Der Rahmen des Ganzen ist ein tatsächlicher, physischer Rahmen, mit dem alles Mögliche angestellt werden kann, der in allen möglichen Farben leuchten und sich hinbewegen kann, wohin die Regie ihn haben will. Großartig!
Die beste und wunderbarste Konzeptidee ist, aus Jekylls gelungenem Experiment sechs Abbilder entspringen zu lassen, die Hyde im wahrsten Sinne des Wortes wie aufs Haar gleichen. So wird Mr. Hyde also in all seinen Auftritten von sechs Ebenbildern begleitet, ganz im Totentänzer-Elisabeth-Style. Den Höhepunkt erreicht diese geniale Idee in "A dangerous game", wenn Hyde sein gefährliches Spiel mit Lucy spielt und sowohl die Hyde-gleichen Tänzer, als auch die wie ihr Huren-Vorbild gekleideten Tänzerinnen im Hintergrund miteinander agieren. Das ist tatsächlich ganz großes Theater und genau so integriert man ein vorgegebenes Ballett-Hausensemble in ein Musical. Bravo! Die beste Sequenz des Abends!
Und kurz danach folgt auch schon der zweitstärkste Moment, wo sich die Regie nämlich überlegt, Lucy bei "A new life" tatsächlich kurz in ihr neues Leben eintauchen und sie in einer kitschigen Mary Poppins-esquen Sequenz dieses Glück wirklich erleben zu lassen, nur, um sie dann aus größtmöglicher Fallhöhe ins Endlose abstürzen zu lassen. Schon nach dem letzten Ton tauchen wie aus dem Nichts (Gänsehaut-Grusel-Alarm!) die sechs Hyde-Tänzer neben ihr auf und Hyde nimmt ihr brutal das Leben.
Brachial gut!
Alle, aber auch alle Ideen dieser Inszenierung (die Huren in der roten Ratte tragen wirklich an Ratten angelehnte Kostüme, vor der Show sphärische Gruselsounds im Saal, etc.) gehen auf.
Die Inszenierung ist dermaßen stark, das sie auch durch die Schwächen des Abends nicht ins Wanken gerät:
So perfekt das Tanzensemble integriert ist, so schwach zeigt sich der Opernchor bei dieser Integrationsleistung:
Gewohnt behäbig, textlich vollkommen unverständlich und unfähig, die einfachsten Bewegungsabläufe auszuführen, muss man seine Auftritte in den beiden Akt-Openern ("Facade" und "Murder") über sich ergehen lassen.
Dass Jekylls Freund Utterson, vom Hausensemble besetzt, unter Amateurtheaterniveau spielt, ist auszuhalten.
Auch, dass Sir Danvers, ebenfalls Hausensemble, im schlechtesten Sinne im Opernduktus agiert und singt, ist zu ertragen.
Jekylls Verlobte Lisa wird wunderbar erfrischend, leicht emanzipiert und bezaubernd gespielt von Marie-Therese Anselm. Schade, dass ihre Kopfstimme in den Höhen arg dünn wird.
Femke Soetenga gibt eine famos-tragische Lucy. Packt sie ihren Belt in "Bring in the men" aufgrund der Choreografie noch nicht ganz aus, weiß sie in ihren Balladen restlos zu überzeugen.
Wäre mag arg kritisch, könnte man anmerken, dass Lucy zu wenig und Lisa dafür zu viel beltet und so der stimmliche Grundcharakter der Rollen leicht verschwimmt.
Marc Clear ("Engel aus Kristall") in der Titelrolle ist den schwierigen Anforderungen der Partie erwartungsgemäß absolut gewachsen:
Fehlt ihm zu Beginn bei " I need to know" vielleicht noch ein wenig die Dringlichkeit und das Getriebene, so packt ihn die Leidenschaft spätestens vor dem Board of Goveners, wo er seine Wissenschaft verteidigt. Als Hyde ist er zynisch, böse und angsteinflößend und packt seine Stimme ohne Rücksicht auf Verluste aus.
Begleitet werden selbst seine gesprochenen Monster-Auftritte stets von Psycho-Streichersounds aus dem Orchestergraben.
Schade, dass das große Orchester sich nie richtig mit den Mikrostimmen mischt, die wohl zu Gunsten der Textverständlichkeit stets im Vordergrund zu hören sind.
Aber all dies hält diese Inszenierung aus.
All dies kann in Anbetracht des brillanten Regiekonzeptes und der überbordenden Ausstattung nicht verhindern, dass ich einen nahezu perfekten Theaterabend erleben durfte.
Der weite Weg nach Schwerin hat sich absolut gelohnt!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Eliza aus Ottakring

14.02.2018 - Ein unverwüstlicher Klassiker. Selbst wenn man es mit einer "bayerischen Fassung" versucht und über keine Darsteller verfügt, die der bayerischen Zunge mächtig sind. Aber was macht das schon, wenn man die fantastische und liebenswerte Nadine Zeintl als Eliza hat. Und die spielt wunderbar auf, nachdem "sie es endlich begriffen hat". Kaum ist sie von den Fesseln der "bayerischen Fassung" befreit, begeistert sie mit "I Could Have Danced All Night". Nicht alle Songs gelingen ihr ähnlich gut. Aber bei ihrem Spielwitz und Charme ist das wirklich unerheblich. Robert Meyer ist ein wunderbarer Alfred Doolittle. Eine richtige - ich meine das jetzt ganz positiv - Rampensau. Wenn der auf der Bühne steht, dann tobt das Haus. Es gibt ein Wiedersehen mit Cornelia Froboess. Ihre Mrs Higgins ist ein Glücksfall. Besonders in der Ascot-Szene. Und auch Michael Dangl kann als Henry Higgins überzeugen. Josef Köpplinger hat das alles mit vielen schönen Details in Szene gesetzt. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber wie er Eliza mit den Pantoffeln nach Higgins werfen läßt, dass hat schon was. Auch hat mir gut gefallen, dass Eliza in der Schlussszene Higgins nicht die Pantoffeln bringt, sondern ihn einfach links liegen lässt und in Richtung ihres Zimmers abgeht. Köppliger streicht die Ballszene komplett. Was Sinn macht, den sie bringt die Handlung nicht voran (das Wesentliche erzählt Higgins im nächsten Song). Stattdessen fiebert das Personal zur Ballmusik im Arbeitszimmer auf die Rückkehr von Higgins & Co. Marie-Luise Wales hat traumhafte Kostüme beigesteuert. Beim Bühnenbild hat mir das Arbeitszimmer von Higgins gut gefallen. Alles Andere war schon ein wenig schlicht. Andreas Kowalewitz steht am Pult. Das ist für mich der "Old Faithfull" das Gärtnerplatztheaters. Der Mann kann halt einfach alles. Würde ich gerne öfters sehen und hören.

JürgenE (37 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schöner Abend

14.02.2018 - Ich ging zum ersten Mal in die Produktion des Kolping Musiktheaters und hatte einen unterhaltsamen Abend. Che war sehr gut, kaum zu glauben, dass er Laie ist. Auch Evita hat mir sehr gut gefallen. Stimmlich hat mich Marjan Shaki in Wien mehr überzeugt, aber das Schauspiel und die Ausstrahlung war super. Anscheinend hat der Peron auch Regie geführt, er hätte sich vielleicht auf eine Aufgabe konzentrieren müssen: schauspielerisch und gesanglich nicht schlecht, aber die Regie hätte einfallsreicher sein können. dennoch hab ich die Kolping- Produktion weiter empfohlen.

Wicked123 (erste Bewertung)


Tolle Hauptdarstellerin!

12.02.2018 - Ich war das erste Mal bei einer Kolping-Produktion und bin völlig neutral in die Vorstellung gegangen. Ich fand die Produktion sehr gelungen. Das Ensemble, zum Teil Laien, war sehr engagiert und die Chor-Stimmen haben sich sehr gut angehört. Besonders überzeugt jedoch hat mich Agneta Hanappi als Evita. Sie sang und spielte diese sehr anspruchsvolle Partie mit großer Präsenz, Ausstrahlung und Authentizität. Ich habe ihr die Rollenentwicklung von der starken zur am Ende schwer kranken Evita voll abgenommen. Die vielen Facetten dieser Rolle hat sie vollends zum Ausdruck gebracht. Gesanglich meisterte sie die durchaus schwierigen Songs einwandfrei und gefühlsstark. Ich wünsche dieser Darstellerin, dass sie diese Rolle noch öfter spielt, da sie mich besonders auch am Ende sehr berührt hat. Auch die Rolle des Che fand ich sehr gut gespielt und gesungen. Insgesamt eine sehenswerte Produktion mit guter Regieführung.

MusicalAddict (erste Bewertung)


Hm...

12.02.2018 - Da sitzt man hier, einen Tag nach dem Theaterbesuch, und weiß nicht recht, ob es einem gefallen hat oder nicht.
War ich gut unterhalten? Ja, das war ich.
War der Gesang gut? Eigentlich nicht.
Schauspiel, war das ok? Nein, es wirkte eher, als hätte der Regisseur während der Probezeit Urlaub gehabt.
Aber es hat trotzdem gut unterhalten? Irgendwie schon.

Im Theater angekommen sieht man, dass die zwei Hauptrollen aus gefühlt Dritt- bis Fünftbesetzung bestehen. Nicki stand als Erstbesetzung auf der Bühne.

Woher kommt nun meine Indifferenz. Sidonie Smith konnte für mich in den Höhen Punkten. Generell ging jedoch der Gesang eher unter und wirkte so „brummelig“. Jetzt kann man ihr das nur nicht ankreiden. Wären es nicht diese Songs, würde es wenig auffallen. Singen kann sie ja. Das merkt man dann vor allem bei „I will always...“, da war die Stimme voll da! Ihr Plus- und sogleich auch Minuspunkt. Sie war sehr sympathisch, was dem gespielten Teil sehr gut tat. Aber eine Diva, das ist sie gestern nicht gewesen (Regie?).Was natürlich dem Bühnencharakter nicht gut tat. In so fern freue ich mich eine talentierte Darstellerin gesehen zu haben, muss jedoch ankreiden, dass ich keine Rachel Marron auf der Bühne hatte. Was ich wiederum schade fand. Zudem tut das dem Stück schon einmal nicht gut.

Dann taucht Nicki auf, Zodwa Selele singt zwei glasklare Töne und man ist schon voll bei ihr. Somit vertrat sie die Highlights des Abends.

Das Schauspiel wurde dann zum weiteren Problem, da es im Ablauf dem Aufsagen von möglichst akzentuierten Texten glich. So redet kein Mensch. Das machte das ganze nicht nur unnatürlich hölzern sondern in Phasen auch langweilig.

Ich vergebe drei Sterne, da ich unterhalten war.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Super Cast, tolle Bühne - 3 schöne Musiknummern

12.02.2018 - Nie waren Standing-Ovations so verdient, wie hier! Die Kids auf der Bühne machen mehr als tolle Arbeit. Sie singen toll, sie tanzen klasse und bauen teilweise sogar die Bühne mit um :D
Der Vorstellung mangelt es leider aber an ein paar mehr einprägsamen Musiknummern. Außer "When I Grow Up", "Merical" und "Rewolting Children" bleibt leider nicht viel hängen. Etwas Witz kommt zu Beginn des zweiten Akts mit "Telly" rein, ansonsten hätte man sich einige unnötige Handlungen einfach sparen können, wie zum Beispiel den etwas nervigen Tanz-Lehrer von Mathildas Mum.
Die Bühne ist schon ein klasse Bild und immer wieder klappen aus dem "Holz"-Boden andere Kulissenteile mit auf. Würde die Show gerne auf jeden Fall noch einmal sehen...

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Sehr zu empfehlen

12.02.2018 - Diese Show hatte einfach alles: Gute Musik, schöne Lieder, viel Witz, super Übersetzung und vor allem ein tolles Live-Orchester mit einer grandiosen Cast!

Würde es gerne einmal wieder sehen! :)

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Schlecht!

12.02.2018 - Hier weiss ich gar nicht wo man anfangen soll:
Die Darsteller scheinen sich nicht eingesungen zu haben, im ersten Akt erinnerte es an ein DSDS-Casting, im zweiten Akt ging es etwas besser. Allerdings wollten wir diesen schon gar nicht mehr sehen, sind aber dann doch sitzen geblieben...
Kulisse gab es auch: drei Pappwände, die zweimal verstellt wurden.
Die Kostüme der Kaiserin waren schön, dafür musste das restliche Ensemble mit kurzen Radlerhosen auskommen und darin seltsame Sportbewegungen zum "Takt" der CD-Musik "tanzen". Eine Mischung aus gewolltem Ballet und Hip Hop-Schritten wurde zum Beispiel für eine Minister-Sitzung verwendet.
Spart euch bitte das Geld! Hier kann man nicht mal die Darsteller in Schutz nehmen :(

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gefühlvoll, spannend, witzig

12.02.2018 - Ich habe die Show nun zweimal mit verschiedenen Besetzungen gesehen und war jedes Mal begeistert.
Selten wurde ein Film so gut auf die Bühne gebracht. Es fehlt im Vergleich an nichts. Selbst einige Gags aus dem Film wurden fast schon 1:1 übernommen.
Die Musik ist klasse: mal rockig, mal ruhig, aber immer mit sehr viel Gefühl. Die Texte haben in der deutschen Übersetzung zwar ein klein wenig verloren, aber es ist immerhin auch ein sehr schwieriges Stück zu übersetzten gewesen.
Die Bühne ist relativ einfach, aber mit sehr vielen Details und durch geschickte Lichteffekte sehr gut wandelbar.
Ich würde die Show jedem empfehlen, der den Film mag und sich gerne einmal live mitreisen lassen möchte.

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Mehr als ein Hauch von Broadway

11.02.2018 - Ich besuchte die Vorstellung am 28.01. in Heilbronn, die Karte hatte ich schon länger im Voraus gekauft und freute mich dementsprechend schon länger auf diese interessante Veranstaltung.
Broadway, damit hatte ich bisher noch nicht wirklich viel am Hut, kannte zwar die -allerseits- bekannten Lieder, aber das war es dann auch schon. Der Besuch, ein Wagnis oder die Durst nach Neuem, mir Unbekannten.
Lange Vorrede, kurzer Sinn. Eine fantastische Show, mit glänzend aufgelegter Darstellern, die ein Broadway Hit nach dem anderen auf die Bühne zauberten.
-The lights of broadway- haben allerdings nichts mit Lichtern im eigentlichen Sinn zu tun, damit sind eher die -Highlights- gemeint, so die Einführung am Anfang der Veranstaltung. Federführend und der Verantwortliche, Gaines Hall, für mich persönlich ein zweiter Fred Astaire. Er steppte federleicht und unangestrengt über die Bühne, stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Sein -singing in the rain- war eines der Highlights an diesem Abend. Wer Stepptanz liebt, der sollte unbedingt Gaines Hall einmal live auf der Bühne erleben.
Neben Gains Hall, konnte man Sophie Berner, Frederike Haas und den begnadeten Christian Alexander Müller bewundern. Diese präsentierten sich in glitzerten Kostümen, die einen alleine schon in den guten alten Broadway versetzten. Sei es Chicago, Cabaret, der Kuss der Spinnenfrau oder Kiss me Kate. Die Auswahl erstreckte sich auf eine große Bandbreite, so war für jeden etwas mit dabei.
Die beiden Damen des Abends, überzeugten sowohl mit ihrer Stimme, als auch mit ihrem Tanz, beide sehr außergewöhnliche Darstellerinnen, die begeisterten. Ebenso überzeugend kam auch Christian Alexander Müller hinüber, der zweite Mann im Bunde. Sein -the impossible dream- ein wahrer Traum, hier befand er sich eindeutig in seinem Element. Für mich der emotionalste Auftritt des Abends, der mich tief berührte und mir Gänsehaut bescherte. Er alleine vor dem dunklen Vorhang, ganz leger gekleidet, voll da mit seinen Emotionen, seiner außergewöhnlichen Stimme. Was braucht man (Frau) mehr?
Was natürlich nicht fehlen durfte, ein großartiges Ensemble, die die vier Protagonisten tatkräftig unterstützten, sei es gesanglich oder tänzerischer Art. Auch hier zeigte sich erneut Gaines Halls großes Stepptalent, als er mit einigen Emsemblemitgliedern zusammen steppte. Eigentlich nur damit die Kostüme richtig zur Geltung kommen sollten, kleiner Scherz am Rande von Gaines Hall.
Lust but not least, auch ein großes Lob an die Musiker, die einiges zum Broadway Feeling beisteuerten. Nie übertönten sie die Sänger, was bei einigen Produktionen leider manchmal der Fall ist. Immer guter und klarer Sound. Der Herr im Klavier schmiss sich auch mal in eine Regenjacke um seine Unterstützung zu demonstrieren oder half Herrn Müller, der vor lauter Aufregung einen Namen vergaß. Genau diese lustigen Elemente vervollständigten das ganze und lockerten die Atmosphäre auf.
Alles in allem ein sein sehr schöner und unterhaltsamer Abend, der selbst einen Broadway Neuling wie mich vollends überzeugen konnte.
Also, beide Daumen hoch!

gilmoregirl (erste Bewertung)


Schade aber ok

10.02.2018 - Schade, das trifft es ganz gut! Wir waren mit großer Erwartung nach Gmünd gereist, Evita verspricht schon vom Namen her viel, gehalten hat es relativ wenig. Das Orchester und die Rolle des Che (Simon Ihlenfeld) waren das Beste an diesem Abend. Peron, vom Regisseur gespielt (warum?), war irgendwie komisch. Che war echt gut, wir fanden seine Lieder und sein spielerisches Auftreten sehr gelungen. Evita war nicht schlecht aber auch nicht gut, auch hier: schade. Das gesamte Ensemble mit Bühnenbild ist wie ein nettes Bauerntheater, eigentlich mit Charme, aber dieses Musical sollte dann doch in Profihand gegeben werden. Die Tanzdamen waren ganz hübsch anzusehen und waren sehr positiv. Wir werden wiederkommen, da wir gerne in Gmünd sind und wir natürlich Laientheater unterstützen wollen...hoffen nur dass nächstes mal ein besseres Stück gespielt wird. Alles in allem trotzdem ein Lob an alle Beteiligten die solch ein Stück organisieren und hier in Gmünd auf die Beine stellen. Bis nächstes mal..

meikes! (erste Bewertung)


Prachtvolles, emotionales Historien-Musical mit Gänsehautmelodien

10.02.2018 - Die Musikalische Komödie Leipzig zeigt wie es richtig geht den historischen Stoff der "Russischen Oktoberrevolution" in ein emotionales, ergreifendes und auch erschütterndes Musical umzusetzen! Hatten im Herbst 2017 die Stadttheaterkollegen mit "Rasputin" vollends ins Klo gegriffen und aus dem Thema nichts anderes als eine Lachnummer kreiert ging mir nun bei den zwei komplett ausverkauften Vorstellungen in Leipzigbuchstäblich das Herz auf!

Zum einen liegt das an der ergreifenden Geschichte der einzelnen Schicksale (nichts für schwache Nerven - wir befinden uns sprichwörtlich in einem Totenhaus - hier wird hingemetzelt was das Zeug hält - allerdings muss man ja sagen - das war historisch wirklich so und ist nicht Stoff eines Phantasiefilms a La Hollywood)!

Auch die Kostüme und einfache aber wirksame Bühnenausstattung begeistern - die Tontechnik ist dies mal anders als bei Dracula sehr gut eingestellt und man kann der Geschichte gebannt und ohne Störungen folgen und sich ins Russland um 1903-1930 herum hineinziehen lassen!

Cusch Jung hat den Broadway-Flop stringent, glaubwürdig und niemals langweilig oder zu lang auch nicht "kitschig" inszeniert - die reine Spieldauer beträgt 3 Stunden mit Pause also gute 3 1/2 Stunden und es wird klar warum es den Amerikanern am Broadway nicht gefallen hat - die Realität ist einfach zu hart da bleibt für Spässchen und gute Laune einfach kein Platz!

Der erste Star neben der Geschichte ist die Cast und da muss ich sagen - noch nie waren in einem Stadttheater die Rollen so gut besetzt wie hier - die Darsteller passen alle wie die Faust aufs Auge!

Allen voran natürlich unser großer Musicaltenor Jan Ammann er spielt und singt seinem Film-Ego Omar Sharif von Beginn bis zum Schluss absolut den Rang ab - perfekte Stimmführung, emotionales, berührendes Schauspiel - das ist Ammanns beeindruckende Leistung vor allem. bei seinen zahlreichen Solis und Duetten seiner beiden Frauen!

Seine Ehefrau wird gespielt von Hanna Mall - Musicaldarstellerin aus Heilbronn - perfekt besetzt sie hat den typisch russischen Typ und man nimmt ihr die Liebende und verständliche Ehefrau vollends ab

Lisa Habermann als Geliebte Larissa passt auch total vom Typ her und harmoniert perfekt im Spiel mit Jan Ammann

Aber auch mit Björn Christian Kuhn als ihrem Ehemann Pavel Antipov & Revolutionär Strelnikow dem Widersacher Doktor Schiwagos aber auch mit dem Zwielichtigen Viktor Komarovskij verkörpert von Patrick Rohbeck der hat eine Ausstrahlung und tolle Stimme und man nimmt ihn den Zwielichtes Anwalt von der ersten Minute an ab -

Die 3 Kinderrollen sind ebenfalls sehr gut besetzt (sie können auch singen! aus dem hauseigenen Kinderchor der Oper Leipzig und auch Ballett und Chor sind tänzerisch & stimmlich exzellent drauf

Der wahre Star des ganzen Abends als absolutes i-Tüpfelchen sonst wäre der Stoff doch zu düster, tragisch und ohne Hoffnung ist die wunderschöne Musik von Lucy Simon - absoluter Höhepunkt da muss ich der Kritik der Musicalzentrale recht geben ist das Duett der beiden Frauen "Und doch wundert es mich nicht" aber auch die Liebesduette sind traumhaft und die Soli wie "wer ist Sie" oder "Adges"

Wunderbar berührend und hoffnungsvoll zwei großartige Musicalabende - Prädikat:Unbedingt ansehen und geschichtlich was lernen und mitbekommen!

Großer Applaus für die mehr als gelungene Deutschsprachige Erstaufführung der Musikalischen Komödie Leipzig - Standing Ovations waren der Dank dafür

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


WOW! Wie grandios…

09.02.2018 - Dieses Musical bekommt von mir 5Sterne! Hamburg wird nicht nur – Hamburg ist kinky!
Was für ein tolles Musical, was für eine überzeugende Cast, hier hat Stage mal endlich wieder alles richtig gemacht.
Das Musical hat mich von der ersten Minute an überzeugt und hat mir gute Laune aufs Gesicht gezaubert.
Warum nicht öfter so, ihr könnt es also doch noch liebe Stage.
Gino Emnes als Lola ist der Hammer und überzeugt so sehr.
Dieses Musical muss ich noch öfter ansehen, es hat so viel Freude gemacht zu zusehen und zu zuhören.
Mein Lieblingslied ist „Land of Lola“ ich komme wieder.
Hier lohnt sich jeder Cent.
Großer Beifall für den Cast und für Stage!

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wir waren sehr enttäuscht

09.02.2018 - Wir sind Musicalfans aus dem Umland von Schwäbisch Gmünd und gehen eigentlich immer zu den Kolping Veranstaltungen. Irgendwie haben wir das Gefühl es war dieses Mal der absolute Tiefpunkt. Das Stück Evita kann eigentlich ganz schön sein, wir haben es vor 3 Jahren schon in einer professionellen Show gesehen. Leider war es für die Laiengruppe vom Kolping Verein nicht wirklich passend. Die Evita selbst hat nicht stattgefunden...uns hat weder die Stimme noch das Spiel gefallen. Perón wurde leider wieder von dem Regisseur selbst gespielt. Wir müssen uns dieses jedes Jahr aufs Neue antun, leider war er nicht nur körperlich zwei Nummern zu klein, sondern auch spielerisch...gibt es denn niemand in diesem Verein der ihm mal sagen kann, dass dies nix ist??? Che hat uns sehr gut gefallen, er war der einzige der uns an diesem Abend gut ungehalten hat...
Die Musik war ok...
Für das ganze Ensemble tut es mir leid, dass die Hauptdarsteller aus diesem Stück nichts gemacht haben, da das Ensemble sich in seinem Rahmen wirklich Mühe geben...

Regina117 (erste Bewertung)


Beeindruckend und spannend

08.02.2018 - Woman in White nach 2004 noch einmal zu sehen, ließ mich nach London reisen. Es hat sich mehr als gelohnt.

Das Charing Cross Theater unter dem Bahnhof ist klein. Das macht den Reiz aus. Man ist mittendrin und hat oft das Gefühl es wird nur für einen selbst gesungen. In Reihe J für knapp 32 Pfund eine geniale Sicht.

Eine wunderschöne, kleine Inszenierung mit einer fantastischen Cast. Es spielte die komplette First Cast in den Hauptrollen. Die Musik ist so schön und stimmig orchestriert. Kaum zu glauben was 11 Musiker leisten, ohne es zu technisch klingen zu lassen.

Ich hoffe das es die Show bald mal in einer deutschen Inszenierung zu hören gibt. Der Stoff ist spannend, berührt und es gibt wunderschöne Lieder.

Leider endet die limitierte Spielzeit in London am 10. Februar. Wie schön das noch geschafft zu haben.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Großartig!

07.02.2018 - Der alte Jedermann als Rockoper ??! Ich muss sagen ich bin wahnsinnig begeistert. Die komplette Cast singt und spielt ganz großartig. Wir sehen einen ambitionierten kraftvollen Chor , eine wunderbar in Szene gesetzte Tanzabteilung. Die tiefe Musik von Vanden Plas sucht ihresgleichen und wirkt in einem stimmigen Orchesterarrangement kraftvoll und berührend zugleich . Das opulente Bühnenbild, eine tolle Inszenierung und eine gut funktionierende Soundabteilung runden dieses wunderbare Theatererlebnis ab. Der Mut des Theaters Münster sich so ein Stück ins Haus zu holen hat sich gelohnt und wird zurecht mit minutenlangem Beifall belohnt. Einfach großartig!

Alexandra Titze (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Daisy Dance (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Jenny Ziedlow (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Jana Kirsch (erste Bewertung)


Altbekannt und doch neu

05.02.2018 - Das Staatstheater Mainz hat aktuell den Jerry Herman Klassiker LA CAGE AUX FOLLES auf seinem Spielplan.

Bühnenbild, Choreografie, Lichtdesign und Kostüme fallen gut bis sehr gut aus und lassen keine Wünsche offen.

Interessante Akzente setzt man in Mainz mit der Inszenierung und der Besetzung.
Das Musical ist 35 Jahre alt und hat zu seiner Premierenzeit ein nachhaltiges Statement zum Thema Toleranz und Akzeptanz gegenüber Menschen, die nicht zwangsläufig in ein konventionelles Gesellschaftsbild passen, gesetzt.
Die Zeiten haben sich seit dem geändert (und ändern sich immer wieder).
Auch wenn heute irgendwelche Lolas auf ausgetretenen Pfaden, mehr schlecht als recht, hinterherstöckeln, bleibt LA CAGE der unerreichte "Prototyp".
Regisseur Christopher Tölle hat etwaige Patina schonend entfernt.
Der Typus von Georges und Albin, sowie ihre Beziehung, werden fein nuanciert neu definiert.
Dadurch, dass die beiden wesentlich jünger besetzt wurden als sonst üblich, wirkt das Stück wesentlich zeitgemäßer. Die beiden verklären nicht irgendeine Vergangenheit, sondern sind fest im Hier und Jetzt verortet und haben Zukunftsperspektiven.
Insbesondere der Charakter von Albin hat sich verändert. Er ist nicht mehr die schrille, alte Tucke. In der wunderbaren Interpretation von Alin Deleanu ist er vielmehr eine mondän, elegante Dragqueen, die durchaus zwischen Bühnenshow und Privatleben unterscheiden kann und Rollen an- und ablegt. Dadurch zündet vielleicht nicht mehr jeder Gag, der auf Klischees basiert, es bringt aber verstärkt Emotionalität und Glaubwürdigkeit in das Stück. (Ich habe noch nie eine so intensive und wahrhafte Interpretation von "Ich bin was ich bin" gehört.)
Dadurch wird auch insgesamt die Haltung von Georges nachvollziehbarer. Man versteht, was ihn zu diesem Mann(!) hinzieht.
Auch Stephan Bootz umgeht in seiner gelungenen Darstellung weitgehend alle Stereotypen.

Der Spass bleibt, die Message kommt an. Lautstarker Szenenapplaus bei der finale Kußszene zwischen den beiden Männern.

Zum Schluß noch ein Kompliment an das große Orchester des Staatstheaters. Hermans wunderbare Partitur, die so reich an Melodien und Stimmungen ist, wird temperamentvoll, leidenschaftlich und auch sensibel umgesetzt.
Zum Entreacte gibt es dafür begeisterte Bravo-Rufe aus dem Publikum.
(Stell dir das einmal in einem STAGE-Theater vor?!)

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Sehr gute Besetzung

05.02.2018 - Die Aufführung am 3.2.18 war mein 5. BEuch beim Tanz der Vampire (1999 Wien, 2000 und 2002 Stuttgart, 2004 Hamburg). Im Vergleich zur ursprünglichen Version wirken die Kulissen im 2. Akt etwas gruseliger und die Bühne insgesamt voller. Die schöne Wendeltreppe fehlt zwar, aber das ist zu verschmerzen. Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, war die Änderung im Finale. Das erneute Auftreten des Grafen ist prinzipiell nachvollziehbar und gut, aber es entsteht eine Pause zum Finalsong, sodass dieser wie dran gehangen wirkt. Das war früher ein fließender Übergang.

Die musikalische Seite der Inszenierung ist bestens. Das Orchester war sehr gut, aber vielleicht etwas leise. Kann aber auch den Plätzen gelegen haben. (Reihe 8, linke Seite).

Die Besetzung war größtenteils die Erstbesetzung. Alfred und Sarah waren sehr gut. Diana Schnierer hat eine sehr warme Stimme, die gut zur Rolle passt. Raphael Groß spielte den unsicheren Alfred auch sehr gut und zeigte bei seinem Solo, dass er eine gute Stimme hat. Als Graf spielte Thomas Borchert. Er war stimmlich top und holte alles aus der Rolle raus.Bei manche Töne hätte ich mir gewünscht, wenn er sie länger ausgesungen hätte. Das hat bislang nur Charles Fornara in Stuttgart gemacht. Als Magda spielte Anja Backus. Im zweiten Akt gefiel sie mir besser als bei ihrem Solo.

Insgesamt ein toller Abend, der preislich um einiges attraktiver war als er in Deutschland gewesen wäre. Kostenlose Garderobe, drei Getränke unter 10 € und die Tickets fast 30€ günstiger pro Person. Schade, dass Wien so weit weg ist.

Daniel² (8 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Würdige DSE in Düsseldorf

05.02.2018 - Das D´haus schafft es, mit Lazarus eine sehr sehenswerte Inszenierung auf die Bühne zu bringen, was vor allem der hervorragenden Regie von Matthias Hartmann zu verdanken ist. Unter Einsatz von zwei großen Videowänden und einer Livecam, die geschickt in die Inszenierung eingebaut wird, gelingt es immer wieder großartige und stimmige Bilder zu zaubern und das leicht wirre Musical mit seinen unzähligen Deutungsmöglichkeiten gleichzeitig unterhaltsam wie positiv diskussionsfähig zu gestalten. Hinzu kommen wunderbare Darsteller, allen voran Hans Petter Melø Dahl, der trotz Erkrankung am Premierenabend vollauf überzeugen kann. Auch die anderen Darsteller sind gut besetzt, die Bühne als Wohnzimmer in Form einer Rakete weiß ebenso zu gefallen. Musikalisch spielt die 8köpfige Band auf hohem Niveau, ein Besuch lohnt sich. Wenn man bereit ist, sich auch mal auf etwas neues und anderes einzulassen, kann man in Düsseldorf gerade einen gut 2stündigen interessanten Theaterabend erleben, der ohne Pause durch gespielt wird.

Besuchte Vorstellung:
03.02.18 (Premiere) - Schauspielhaus, Düsseldorf

Inszenierung: 4,5 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gute Unterhaltung, aber kein Meistwrwerk

04.02.2018 - Über zehn Jahre hat es gedauert, bis ich diesem besonderen Haus endlich einen Besuch abgestattet habe.
Besonders deshalb, weil das Theater für Niedersachsen (TfN) als einziges Staatstheater über ein hauseigenes, professionelles Musicalensemble verfügt und nicht ständig auf qualifizierte Gäste, (oft lästigen) Opernchor und Ballett zurückgreifen muss.
Und eben dieses Ensemble haut mehrere Premieren pro Jahr raus, gerade von hierzulande eher unbekannten und wenig gespielten Off-Broadway-Stücken.
In diesem Fall handelt es sich um das Frühwerk der Star-Komponisten Pasek&Paul, welches wirklich gute Unterhaltung bietet, aber sicher nicht, dies sei vorweggenommen, ein Meisterwerk wie "Dear Evan Hansen" darstellt.
"Dogfight", die Story über 3 US-Marines, die für einen Wettbewerb das möglichst häßlichste Mädchen für ein Preisgeld verführen sollen, verfügt über viel Potential, welches das Buch leider nicht voll ausschöpft.
Das die Show letztendlich nicht vollends überzeugen kann, liegt somit keinesfalls am bestens aufgelegten und ausgewählten Hausensemble, sondern am vorliegenden Grundmaterial.
Obwohl die Show nur an wenigen Spielterminen gezeigt wird, präsentieren die Darsteller eine großartige Ensemble-Gesamtleistung, saubere Choreografien und tighte Chöre.
Leider ist das Ganze nicht immer ideal abgemischt, einige Mikrofone sind zu spät offen.
Die anspruchsvolle Partitur erklingt in typischem Off-Broadway-Sound und wird in der Band-Originalbesetzung präsentiert:
Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Violine und Violoncello.
Das klingt ganz wunderbar.
Während das Stück in seiner Tragik insgesamt etwas West Side Story-esque wirkt, erinnert es musikalisch an "Spring Awakenig", ohne jedoch mit dessen Hitdichte aufwarten zu können.
Die Melodien, vor allem die Balladen, sind alle schön anzuhören, doch leider bleibt kein Titel wirklich hängen.
Elisabeth Köster spielt die "häßliche" Rose im wahrsten Sinne des Wortes liebenswert.
Gänsehautmomente sind in jedem Fall die Szenen, in denen Rose sich selbst auf der Gitarre begleitet und rührend ihre an Folkmusik angelehnten, "selbstkomponierten" Songs singt.
Das geht unter die Haut.
Das sie häßlich und zu dick ist, wird hier nur behauptet und der Zuschauer muss dazu seine Fantasie bemühen, was natürlich in Ordnung geht.
Stärkste Szene war für mich der Song "Dogfight" selbst, in der die gänzlich unterschiedlichen Figuren Rose und die Hure Marcy sich stimmlich immer höher schraubend ihre Weltanschauungen über die Schlechtigkeit der Menschheit oder eben das Gute im Menschen um die Ohren hauen.
Teresa Scherhag gelingt in der Rolle der Marcy ein wahres Kabinettstückchen:
Auf den Punkt gespielt, urkomisch und darum mit großer Fallhöhe sehr tragisch.
Ihr ansteckendes, prägnantes Lachen hat sie offensichtlich bei Janice aus der Sitcom Friends entliehen.
Die Darstellung der "3 B's", die verrohten Marines, ist bei Tim Müller, Lukas Sandmann und Jürgen Brehm in den besten Händen.
Was wirklich auffällig stört und oft aus dem Stück reißt, sind die schwarz gekleideten Stagehands, die wohl in Ermangelung von Bühnentechnik die Bühne viel zu oft offensichtlich umbauen. Das hätte man inszenatorisch mit den vorhandenen Darstellern lösen müssen.
Alles in allem bin ich sehr dankbar, dieses Stück und vor allem dieses tolle Haus entdeckt zu haben.
Es wird sicher nicht mein letzter Besuch im Theater für Niedersachsen gewesen sein.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


FACK JU GÖHTE

01.02.2018 - Ich habe die erste Vorstellung nach der Premiere gesehen, ich finde es fast besser als den Film, es ist nah,spontan,gagreich und Kurzweil für die Seele.
Ich werde es mir noch mal ansehen, meine Freundin sang auf dem Heimweg " Spring spring ins kalte Wasser"einer der Ohrwürmer. Unbedingt ansehen, weiter sagen und ich hoffe das bald die CD zum Musical kommt. Danke alle vor und hinter der Bühne, echt viel los auf der Bühne, und manchmal echt sehr gelungene Kleindeko und Requisiten die das sehr lebendige machen.

Theatergänger2018 (erste Bewertung)


Das Traumpaar mit schönen Erinnerungen

01.02.2018 - Am 20. Januar 2018 besuchte ich zum ersten Mal den neuen Kulturpalast Dresden -ein Konzertsaal mit einer Hammer Akustik - dort fand das Konzert " DAS TRAUMPAAR DES MUSICALS" mit den großen Stars des Genres PIA DOUWES & UWE KRÖGER statt.

Untertitel: 25 Jahre ELISABETH und nachdem ich 1992 durch ELISABETH in Wien zum Musical-Fan wurde war das ein doch sehr bewegender Abend für mich mit vielen Erinnerungen an die vergangenen 25 Jahre..

Mit den Videoeinspielungen des Kritikers Löbel aus Wien und Probenmitschnitten gewürzt mit den schönsten Solos und Duetten aus ELISABETH ging es los -

Pia DOUWES hat eine Stimme die sie 1992 bei Leibe so noch nicht hatte - man kann sagen - um so älter sie wird um so schöner und gewaltiger wird ihre Stimme - faszinierend und schön... Gänsehautfeeling bei "ICH GEHÖR NUR MIR" ihrem absoluten Leibsong und auch meiner - der berührt einfach bis tief ins Herz...

Die Anekdoten der beiden waren auch lustig und sehr informativ wie es damals so war beim CASTING für ELISABETH - und Uwe als Tod -

Ich fand toll wie er dem Publikum erklärte, dass er nicht wusste wie er die Rolle anlegen sollte und sang 3 verschiedene Versionen eines Titels um bewusst zu machen das bei einer Welturaufführung eben nix "fix" ist sondern alles sich entwickeln muss und ausprobiert werden muss was wie ist -

Er sang auch seine großen Solos aus Elisabeth u.a. "DER LETZTE TANZ" - die Erinnerung an Essen kam hoch da er den "Todesmantel" an hatte - und man sah welche große Leistungen er als Musicalsänger vollbracht hat in den 30 Jahren seiner Karriere...

Leider ist seit 2008 - Letzte Saison REBECCA seine Stimme eben nicht mehr das was sie mal war - er hat zu viel gespielt und sie nicht geschont und leider hört man seitdem das Resultat - grad bei so Songs wie "DER LETZTE TANZ" - die Stimme bricht einfach weg und das ist Schade, sehr schade...

Aber trotz allem ist das Konzert nicht schlecht - die Titel sind gut gewählt auch die HIGHLIGHTS im 2. Akt -das Publikum würdigt seine Stars und die geben bis halb 12 fleißig Autogramme...

Zusammengefasst kann man sagen - Pia Douwes repariert 3-Fach das was Uwe stimmlich versemmelt - aber er gibt sein Bestes und es gibt Songs die er immer noch gut und schön performen kann und seine großes Charisma ausspielen kann wie bei Dr. Dolittle - in den letzten Jahren hat er Rollen gefunden die zu ihm passen als Gomez Addams, NOSTRADAMUS, usw. und das passt dann schon..

Ich fand es schön, dass die beiden noch mal eine Tour gemacht haben alleine schon aus Erinnerungsgründen - das fand auch das Publikum im sehr gut besetzten Konzertsaal so

Alles in allem ein schöner Abend - hoffe es gibt mal wieder eine Wiederholung

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Fame an der Oper Kiel

30.01.2018 - Ich lebe in Kiel und schaue mir regelmäßig die Produktionen der Oper an. Ich habe mich sehr gefreut, als ich gelesen habe, dass Fame auf dem Spielplan 2017/18 stand, da ich großer Fan dieser Show bin. Außerdem finde ich es klasse, dass das Musiktheater-Programm mal etwas moderner ist. Und ich muss sagen, ich war wirklich total begeistert von dem Abend! Die Darsteller waren super und die Musik ist einfach toll! Es gab zwar nur ein Bühnenbild aber das würde super genutzt und man hatte das Gefühl man wäre für jede Szene in einem anderen Raum. Und die Darsteller waren wirklich fantastisch. Ich weiß gar nicht wen ich am besten fand, die waren alle auf ihre Art toll. Und die können einfach alles, singen, tanzen, spielen. Und man hat gemerkt wieviele Spaß es ihnen gemacht hat. Das fand ich so toll, das kam auch im Zuschauerraum an. Ein wirklich sehr gelungener Abend!

Sandra100 (erste Bewertung)


musikalisch top...der rest.. naja..

30.01.2018 - fortenbacher singt streisand 29.01 .

stimmlich über jeden zweifel erhaben, aber das drumherum war nach meinem geschmack nicht so das gelbe vom ei..

vielleich habe ich einfach was falsches erwartet, denn das programm war durch die arrangements sehr jazz lastig. beim thema streisand habe ich an big ballads gedacht..ich kannte auch weniger lieder als erwartet.. gesungen war das alles wirklich toll, doch dann hat la fortenbacher zwischen den liedern kleine anekdoten erzählt.. doch nicht in bezug auf die streisand, sondern mit einem augenzwinkern über das leben als diva und ihre zeit als musicaldarstellerin.. ich persönlich fand das nicht so passend wenn über shitstorm, mamma mia und co erzählt wird...zweimal 45 minuten dann noch werbung für ihre cd die nach dem konzert auf der bühne verkauft wird, dann war schluss... fazit: musikalisch toll, der rest naja..

ps. ich versteh ja das das schmidt ein verzehrtheater ist, aber nach art des hauses fast 25 minuten später zu beginnen finde ich schon frech. dann nochmal 35 minuten pause.. sorry. schmidt.. so seht ihr mich nicht so schnell wieder...

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Ein lustiger und wundervoller Abend

29.01.2018 - Nachdem ich das Stück leider immer verpasst habe, bin ich quer durch Deutschland gefahren, um Avenue Q endlich einmal live erleben zu dürfen.

Das Theater Bielefeld gefällt mir sehr. Ein toller Zuschauerraum mit bester Sicht gerade im Rang, ein schönes Foyer und sehr viel Personal, welches überaus zuvorkommend und freundlich ist.

Das Bühnenbild ist recht schlicht gehalten, aber es passt zum Stück und auch in den "großen" Produktionen an Broadway oder London war das Bühnenbild sicher nicht viel üppiger. Eine Häuserfassade, welche sich für viele kleine "Wohnungen" öffnen lässt.

Die Puppen sind offenbar die "Original"-Puppen der Groß-Produktionen. Das hat mich sehr gefreut, denn sie sind wirklich hübsch. Die Darsteller sind beim Puppenspiel in schwarz gekleidet, so dass die Puppen stets im Vordergrund stehen. Nur die wenigen "normalen" Rollen ohne Puppen sind entsprechend gekleidet.

Die Darsteller waren wundervoll. Allen voran Stefanie Köhm. Sie kannte ich von der CD und habe mich sehr auf sie gefreut. Tolle Stimme, super Schauspiel. Hier gibt es keine Luft mehr nach oben. Insgesamt waren alle Rollen sehr gut besetzt - bis auf Daniel Küblböck. Norbert Kohler darf man dies kaum anlasten, aber er sieht nicht aus wie Daniel Küblböck und hat auch in Stimme und Gestik kaum Gemeinsamkeiten. Hier hätte vielleicht doch ein passenderer Darsteller gecastet werden müssen.

Das Publikum wusste offensichtlich nicht, was hier zu sehen sein wird. Es gab gerade in den ersten 45-60 Minuten kaum einen Lacher. Beim sehr lustigen Song "Jeder ist ein bisschen rassistisch" keine Lacher und danach Totenstille. Erst vor dem Finale, als die Puppen Sex hatten, lockerte sich die Stimmung. Und auch meine neuen Lieblinge des Stücks - die Bullshit-Bären - ernteten nach und nach Lacher.

Fazit: Tolles Musical mit vielen eingängigen Songs. Hervorragende Darsteller und schönes Bühnenbild. Ich kann das Stück wie auch das Theater nur empfehlen.

sus70 (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Kaum in Worte zu fassen

29.01.2018 - Wie habe ich mich gefreut, nach all der langen Zeit seit "Les Miserables" endlich wieder im Musicaltheater - Verzeihung - Theater am Marientor sitzen zu dürfen. Schon der Anblick des Theaters, des Foyers und vor allem des Zuschauerraumes ließen bei mir die ein oder andere Erinnerung an die "goldenen Zeiten des Musicals" wieder hochkommen.

So freute ich mich umso mehr auf diesen Abend mit einem wahrhaften "Traumpaar des Musicals". Zu Pia Douwes muss man sicher nichts mehr sagen. Eine der bekanntesten und besten Musical-Darstellerinnen und für mich schon seit über 20 Jahren schlichtweg die Nummer eins. Auch Uwe Kröger dürfte der wohl bekannteste männliche Musical-Darsteller sein. Unzählige Rollen hat er gespielt und war früher absolut herausragend.

Der Abend war gegliedert in zwei Hälften. In Teil eins wurde ausführlich Elisabeth besungen und es gab viele persönliche Erlebnisse der beiden Darsteller der ersten Stunde. In der zweiten Hälfte dufte man den ein oder anderen Song aus der nachfolgenden Karriere der beiden genießen. Die Auswahl fand ich (persönlich) verbesserungswürdig, denn hier hatte ich mir doch etwas mehr erhofft.

Pia Douwes war (wie immer, das muss man so sagen) absolut herausragend. Was für eine wundervolle Stimme, was für ein tolles Schauspiel, welche Emotionen und welche einfach nur sympathische Frau. Sie trifft mit Leichtigkeit jeden Ton. Ich habe noch nie erlebt, dass sie mal einen Ton "verpatzte". Hier stimmte alles, Hut ab und vielen Dank für viele Gänsehaut-Momente!

Doch wieso gebe ich bei diesem tollen Abend nur einen Stern? Der Grund heißt Uwe Kröger. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was ich hier erleben musste. Er hat nicht nur viele Töne nicht getroffen. Er hat nicht nur ganz generell hohe Lagen gar nicht (!) mehr halten können. Er hat kein einziges Lied fehlerfrei gesungen. Seine Versuche, seinen unzähligen Fehler zu verbergen, machten es nur noch schlimmer. Mal schrie er regelrecht die Töne raus (in der Hoffnung, den Ton damit doch noch zu treffen), mal zog er immer wieder das Mikrofon weit von seinem Kopf weg. Es war ein Schauerspiel. Die Menschen um mich sahen sich anfangs irritiert an, dann sah man vermehrt kichern oder gar lachen. Hier ist mir zum ersten mal in einem Theater etwas passiert, was ich nicht kannte. Bei einem der vielen Fehler von Herrn Kröger innerhalb eines Liedes merkte ich plötzlich, wie ich auf den Boden sehend rot anlief. Fremdschämen in einem Theater. Mehr Worte braucht es wohl nicht.

Was ist denn nur mit diesem Mann passiert? Er war einmal die unangefochtene Nummer Eins in Deutschland! Noch heute ist er der wohl bekannteste Darsteller im deutschsprachigen Raum. Um es nochmals ganz deutlich zu sagen: Wir reden hier nicht davon, dass Herr Kröger einige Töne nicht getroffen hat. Er hat sämtliche Lieder regelrecht auseinandergenommen und die hohen Lagen ganz und gar nicht mehr geschafft. Das Ganze gipfelte übrigens darin, dass beim Phantom-Duett Frau Douwes es wohl nicht mehr ertragen konnte und Parts von Herrn Kröger übernommen hat. Damit ist wohl alles gesagt.

Fazit: Schöne Show. Umwerfende Pia Douwes. Nicht in Worte zu fassender Uwe Kröger.

sus70 (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Genial!

29.01.2018 - Tolle Übersetzung der Songs ins Deutsche. Selten ist eine Übersetzung so gut gelungen! Die Cast ist grandios, die Band natürlich auch!

Das Opening beginnt quasi im Publikum, wo die 90 minütige Show auch endet. Das Bühnenbild ist sehr einfach, aber durchdacht und ausreichend. Die Location könnte nicht besser sein!

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Diese Inszenierung auf einer etwas größeren Bühne. . .

28.01.2018 - Das Charing Cross Theatre ist schon lange ein Geheimtipp, da hier große Musicals (Titanic, Woman in White,...) auf kleiner Bühne dargestellt werden.

Woman in White ist eines der unbekannteren Stücke von Lloyd-Weber. Ein großer romantischer Score mit tollen Balladen, die von den Schauspielern und Schauspielerinnen überzeugend dargeboten wurden.

Im Vergleich zur Uraufführung im Palace-Theatre ist die Inszenierung im Charing Cross Theatre winzig und sehr einfach. Da die Uraufführung fast nur aus Projektionen bestand und den viktorianischen Theaterzauber vermissen lies, ist diese "Mini-Inszenierung" ohnehin nicht minder wirkungsvoll,

Ich denke, wenn man dieses Stück auf einer größeren Bühne ein bisschen aufwendiger Inszenieren würde, hätte es absolut das Zeug zum Hit.

MCramer (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Sehenswert aber overrated

28.01.2018 - Eins vorab: hätte ich nicht einen Geschenkgutschein für Ticketmaster bekommen, hätte ich die 250 GBP für die Karte nicht ausgegeben. Der Hype um dieses Musical ist mir unverständlich.

Ja, es wird toll gespielt, hervorragend gesungen und herausragend getanzt. DA gibt es nichts zu meckern.
Die Rap-Einlagen sind eine willkommene Abwechslung der üblichen Musical-Scores durch die auch Hamilton einen Querschnitt liefert. Die Darsteller soweit auf höchstem Broadway-Niveau.

Möglicherweise habe ich aufgrund mangelnder Englishkenntniss nicht jede Anspielung oder Finesse des Textes erkannt.

Das Bühnenbild ist sehr einfach, anders als das von beispielsweise Les Miserables, ist die Bühnentechnik aber auch nicht innovativ eingesetzt.

Alles in allem kann ich sagen: eine der besseren West End Shows. Aber den Hype dahinter kann ich nicht verstehen.

MCramer (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Frisch, modern, fetzig und witzig!

28.01.2018 - Da ich den Film nicht kenne, bin ich ohne besondere Erwartungen ins Stück gegangen. Ich habe mich super amüsiert, das Stück unterhält, ist frech und die Musik kommt druckvoll und modern, und nicht gerade musicaltypisch über die Rampe. Manche Gags saßen nicht auf den Punkt, ein oder zwei Längen gibt es auch und auch gesanglich klingt nicht immer alles unbedingt schön (unabhängig von den bewusst schief gesungenen Momenten). Auch die Soundabmischung könnte noch etwas verbessert werden.
Trotzdem ist der Stage ein durchweg überzeugendes Stück gelungen, das trotz des ein oder anderen platten Gags es auch schafft zu berühren. Unbedingt anschauen, denn am Ende des Tages verlässt man das "Theater" gut gelaunt und mit Ohrwürmern im Kopf ("Spring ins kalte Wasser").
Jetzt muss ich mir mal den Film anschauen, um vergleichen zu können.

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Das Wiegenlied des Broadway

28.01.2018 - Was für ein unterhaltsamer und vergnüglicher Abend in einem ausverkauften Heilbronner Theater (Gastspiel aus Nürnberg). Nur mit viel Glück konnt eich noch kurzfristig wenige Stunden vor der Show eine Karte ergattern und es hat sich gelohnt.

Ein 11-köpfiges Orchester bei dem jeder mehrere Instrumente spielt sorgt für einen schmissigen und teils jazzigen Broadwaysound in ganz wunderbaren Arrangements von Kai Titje.

Das Orchester ist auf einer Treppenartigen Konstruktion nach oben hin auf der Bühne platziert. Verbunden mit leuchtenden Stufen bietet diese einfach wie geniale Konstruktion die Auftritts- und Tanzfläche für mehr als 30 Klassiker aus der goldnen Ära des Broadway.

Die 4 Protagonisten leiten durch kurze teils witzige Sprechpassagen zur nächsten Nummer über und harmonieren perfekt. Schön dabei, dass neben den bekannten Hits wie Cabaret, All that Jazz und 3 SOngs aus Kiss me Kate auch mal unbekanntere Stücke zum Besten gegeben werden. Gaines Hall steppt und singt zu Singin in the Rain und berührt als Mr. Bojangles.

Frederike Haas brilliert mit ihren Auftritten aus Chicago und einer fantastischen Interpretation als Mama Rose aus Gypsy. Sophie Berner als Sally Bowles genauso eine Wucht wie als Spinnenfrau und in dieversen Duetten. Und auch Christian-Alexander Müller kann mit warmer Stimme und Witz überzeugen.

Gleich zu Beginn der Schlagabtausch der beiden Männer eine Freude (für Insider). "Der eine kann steppen und der andere Phantom".

Eine "Wiederhörensfreude" hatte ich bei Songs aus GYPSY, KUSS DER SPINNENFRAU und CITY of ANGELS und CAROUSSEL. Der 2. Teil beginnt mit einer swingenden Version von Ralph Siegels Grand-Prix-Hits Theater, Theater und wird ganz wunderbar in das Rahmenprogramm eingebaut.

Dazu kommen viele Ensemblenummern in denen 8 Ensemblemitglieder singen, tanzen und steppen.

Eingerahmt in ein ganz wunderbares Licht und in herrliche Kostüme und extravagante Roben ergiebt sich ein sehr stimmiges Bild.

Die 2,5h (incl. 20min Pause) vergehen wie im Flug und man freut sich auf jeden neuen Song.

Am Ende stehende Ovationen eines zu Beginn recht zurückhaltenden Publikums. Der Appkaus wollte auch nach dem 4. Glitzervorhang und einer Zugabe kaum enden. Das habe ich in letzter Zeit selten erlebt.

Gaines Hall und sein Team haben also alles richtig gemacht. Chapeau.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Leider nicht ganz auf West End Niveau, dafür mit einem überragenden Gino Emnes!

28.01.2018 - Was habe ich mich gefreut, dass der Saal am Samstag Abend proppenvoll war, bei einer geschätzten Auslastung von 90%.
Ich wünsche diesem Stück, welches ich bereits 2x in London bewundern durfte und welches eine wichtige "erzieherische" Message der Toleranz vermittelt, wirklich auch in Deutschland nur das Beste.
Allerdings war es für mich ein großes Ärgernis, auf dem Monitor im Foyer als "Orchester" lediglich 9 Musiker zu zählen.
Die Stage Entertainnent macht ihrem Ruf als Orchester-Zerstörer auch hier wieder alle (Un-)Ehre:
Wo in London noch 11 Musiker im Graben sitzen, muss die Band in Hamburg leider auf das Cello und einen weiteren Bläser verzichten.
Und das tut der Partitur hörbar nicht gut: Gerade Balladen ("Nie dieser Sohn", "Trag mich in Dein Herz") klingen seltsam leer und pianolastig, so wunderbar sie gesanglich auch vorgetragen werden.
Und so plätschert das Stück, eben auch wegen der schwächeren musikalischen Unterfütterung, bis zu Lolas erstem Star-Auftritt eigentlich nur vor sich hin;
alles wirkt etwas kraft- und energielos.
Die Chöre wollen nicht richtig zünden, die Musik klingt undifferenziert und nicht auf den Punkt abgemischt.
Die Kinder im Opener waren, da gibt es leider keinen gnädigeren Weg der Formulierung, schlichtweg furchtbar:
Hölzernes Spiel, aufgesagte Texte, gesanglich keinen Ton getroffen.
Der "Gesang" war so dramatisch schief, dass der Soundmischer sie im Endchor von "Das wohl herrlichste Wunder der Welt" tonmäßig einfach ausgeschaltet hat - zurecht.
Nichtsdestotrotz war das Publikum fantastisch aufgelegt und das sollte sich auszahlen:
Der legendäre Gino Emnes (Deutschlands erster Simba 2002) ist als Drag Queen Lola nichts geringeres als genau das:
Die Königin des Abends.
Jede Geste, jeder Gang, jeder Blick ist betörend, berauschend verführerisch. Dieser Mann sprüht vor Sex und Star Quality. Und gesanglich ist er eine extrem hohe Hausnummer.
Kein Wunder, dass das Publikum auf jeden Auftritt Lolas wie auf die Ankunft des Messias reagiert.
Man hängt Emnes förmlich an den Lippen, jede noch so kleine Pointe wurde mit frenetischem Applaus quittiert.
Da kann kein Londoner Vorgänger mithalten.
Emnes ist Lola, ist die Show, ist Kinky Boots.
Nicht auszudenken, man müsste sich in dieser stückdefinierenden Rolle mit einer radebrechend Deutsch sprechenden Zweitbesetzung zufriedengeben.
Dominik Hees in der Rolle des Schuhfabrik-Erben Charlie Price agiert hochsympathisch, packt aber leider erst zum Ende des ersten Aktes so richtig seine Stimme aus, die dann aber gut gefällt.
Seine Freundin Nikola wird differenziert gespielt von Franziska Schuster: Sie schafft es, die so oft zu unsympathisch wirkende Figur echt wirken zu lassen.
Laura Pfister nutzt als Cover Lauren die Gunst der Stunde und legt mit "Die Liste falscher Kerle" ein urkomisches Kabinettstückchen hin.
Benjamin Eberling gibt einen wunderbar eklig-prollig homophoben Don.
Alles in allem kann die Hamburger Produktion leider nicht ganz mit dem West End-Niveau der Show mithalten.
Aber allein der fantastische Gino Emnes war die Reise in die Hansestadt 100% wert.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Modernes Pop-Musical - das "Krimi-Romantikel" des 21. Jahrhunderts

27.01.2018 - Nachdem ich ja bereits die "Vorpremiere" der Version im Juni 2017 im Musiktheater Linz sehen durfte - (siehe Bewertung durch) freute ich mich besonders auf die neue CAST im Theater des Westens Berlin und ich wurde absolut nicht enttäuscht.

Alexander Klaws als SAM WHEAT spielt sehr romantisch, draufgängerisch und einfühlsam bzw. lustig - vor allem im Zusammenspiel mit Willemijn Verkaik als Molly und Oda Mae Brown (Marion Campbell/Amber Schoop) - er singt sehr verständlich, flüssig und ist absolut top besetzt...seine schauspielerischen Leistungen haben mich im Vergleich zu Riccardo Greco in Linz mehr beeindruckt -

Willemijn Verkaik ist eine großartige Molly - stimmlich und emotional beherrscht sie ihre Songs und das "Zusammenspiel" mit Sam gekonnt vor allem liegt die Schwierigkeit in der Rolle ja Sam nicht anzuschauen, obwohl er ständig da ist...große Herausforderung was sie sehr gut meistert..

Im Vergleich zu Anais Luecken in Linz ist Willemijn kühler und eben keine "süße" "Zuckerpuppe" sondern steht mitten im Leben und meistert den Verlust von Sam daher sehr, sehr glaubwürdig - vor allem ihr intensives Schauspiel gefällt total.

Andreas Bongard als Carl Brunner ist der perfekte Gegenpart zu SAM - auch er stimmlich sehr gut - schauspielerisch und akrobatisch auch super - die "Effekte" die er spielen muss sind nicht ohne und erfordern eine hohe körperliche Kraft.

Meine zwei absoluten Lieblinge der Produktion sind allerdings der U-Bahn-Geist Nicolas Christahl der akrobatische Kunststücken mit seinem tollen Rap-Song "FOKUS" auf die Bretter knallt, dass es nur so quietscht und blitzt....die Darstellerung der U-Bahn ist phänomenal gelungen - tolle Spezialeffekte von Nils Bennett.

Marion Campbell als Oda Mae Brown ist aber die Komödiantin des Stückes schlecht hin - sie ist für die meisten Lacher des Abends verantwortlich - nicht nur wegen ihrer skurilen Kostüme sondern wegen ihres frechen, derben Witzes - und ihre "Traum-Dance-Nummern" köstlich absolut köstlich - sie ist impulsiver und etwas stimmstarker als Amber Schoop die ihre Sache aber auch sehr gut gemacht hat - sie geht eben nicht so sehr aus der Rolle raus wie Marion....ihr Song ist "NUR WEG VON MIR" der wie in Linz zu einer absoluten Show-Tanz-Nummer mit viel pinker und nackter Männerhaut wird - sehr tolle Strip-Einlage des Herren-Ensembles - hier kann das Ensemble neben der Nummer "MEHR" sein ganzes Können unter Beweis stellen -

allerdings sind was dem Stück aber sehr gut tut meistens die 4 Hauptdarsteller unter sich - es ist ein starkes, Schauspiel sehr intensiv und aufgrund der "Verwandlungen" der Körper auf freier Bühne von "Tod", "Lebendig" bis "Zwischentod" auch sehr, sehr anspruchsvoll was aber gut umgesetzt wurde - daher muss das Ensemble in diesem Fall in diesem Stück zurückstecken und hat nur wenige glanzvolle Auftritte....

das Bühnenbild als Loft-Charakter ist genauso gestaltet wie in Linz nur die Spezial-Effekte wurden noch ein bisschen pompöser aufgemotzt als in Linz -

Man fiebert während des Stückes total mit und befindet sich mitten in einem Kriminal-Plot und einer wunderschönen Liebes-Geschichte...

vor allem die Love-Szenen an der Töpferscheibe und ganz am Schluss gehen einfach ans Herz und berühren total....

Einziger Wehrmutstropfen für mich - bei 4 besuchten Vorstellungen im Januar 2018 hatte ich fast ständig die komplette First Cast - sprich Alexander Klaws, Willemijn Verkaik und Andreas Bongard - nur 1 x Amber Schoop und die anderen waren bis auf den U-Bahn-Geist auch immer First Cast...

Ich hätte sehr, sehr gerne Mathias Edenborn als Sam sowie als Carl gesehen - und hoffe sehr, dass ich bei den nächsten Besuchen dieses Glück habe - auch Nikolas Heiber als Sam würde mich sehr freuen - denn auch wenn mit Alex Klaws geworden wird - es ist egal wer spielt- die 3 Jungs sind allesamt erstklassig besetzt - spielten ja schon diverse First-Casts in diversen Musicals -

so ist dies dann auch absolut keine Beeinträchtigung - die Show passt perfekt nach Berlin und es ist wieder mal ne neue schöne Produktion geglückt die Spass macht, und ganz anders ist wie die anderen Musicals die so laufen - eben wieder eine Geschichte die sehr intensiv ist und menschlich -

und das ist das tolle daran!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Grandiose Inszenierung

27.01.2018 - Ich habe gestern die letzte Aufführung im kleinen Theater in Baden-Baden erwischt und war wirklich sehr beeindruckt. Nicht unbedingt von allen gesanglichen Leistungen, aber von der Darstellung und der Inszenierung: so viele Nuancen, so ein sensibles Schauspiel habe ich weder in Fürth und schon gar nicht in den Hamburger Kammerspielen gesehen. Ganz ohne große Namen stand hier ein tolles Ensemble auf der Bühne. Großartig: Nikolaj Alexander Brucker als aggressiver, manchmal fast dämonischer Gabe, der nie nur am Rande saß und zusah, sondern ständig ins Geschehen eingriff. Brucker war auch stimmlich toll, ebenso das Paar Natalie und Henry - Sonja Dengler legt die Rolle viel jünger an als Sabrina Weckerlin, das wirkt wesentlich glaubhafter, Dimetrio-Giovanni Rupp ist ein bisschen flippig, mitunter sehr lustig, toll was man aus der vermeintlichen Nebenrolle machen kann. Ich habe noch bei keiner Diana Goodman diese Ruhe am Schluss gesehen wie bei Nadine Kettler - man hat das Gefühl, dass Diana nach all den Behandlungen, Tabletten und Elektroschocks doch noch zu sich selbst findet, als sie alles weglässt - so kaputt sie auch ist. Einziger Schwachpunkt: Oliver Jacobs als Dan, auch stimmlich nicht ganz fit an dem Abend. Die Band war gut, die Inszenierung wie gesagt grandios. Hätte nicht gedacht, dass ich sowas mal schreibe, aber vielleicht macht es doch was aus, dieses Stück mit Schauspielern zu sehen und nicht mit reinen Musicaldarstellern - etwas weniger Pathos und deutlich mehr Psychologie.

Vollpfosten (7 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Sehr schönes Konzert

24.01.2018 - Der erste Akt hat mir super gefallen. Der zweite Akt war eine Wiederholung der vorhergehenden Tour.
Ich fand das Konzert großartig.
Uwe war stimmlich leider nicht so gut daher einen Punkt Abzug.
Aber Pia hat alles heraus gerissen.
Ich finde die beiden harmonieren so super mit einander, tolles großartiges Konzert.
Sehr empfehlenswert.
Ein toller Abend mit dem Traumpaar des Musicals.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Es tut mir wirklich weh....

24.01.2018 - Hm, wo fängt man am Besten an, vielleicht erstmal mit den positiven Dingen des Abends: Der Aufbau der Show war sehr schön, im ersten Akt ging es ausschließlich um Elisabeth, alles begann mit einer alten Premierenkritik des ORF auf einer Leinwand auf der im Laufe des Abends immer wieder mal historisches Bild- und Tonmaterial in Form von Videos und Fotos eingesetzt wurde. Nach der Pause, gab es eine kleine Reise durch weitere Rollen in der Karriere der beiden Darsteller. Schön gespannt war hierbei der Bogen zu "25 Jahre später" und dem Beginn des zweiten Aktes mit der Addams Family. Dazu gab es u. a. die erwarteten Lieder aus Sunset Boulevard, Rebecca, Chicago, Cabaret, La Cage aux folles, Spamalot, Dr. Doolittle und vielen weiteren Stücken. Nett ergänzt wurde das Programm durch kleine Geschichten der beiden, einer hervorragenden Band und einem vierköpfigen Gesangsensemble.

Pia Douwes war zudem wunderbar bei Stimme aber hier setzt nun leider das große aber ein. Herr Kröger war leider das genaue Gegenteil. Ich glaube abgesehen von der Addams Family gab es kein Lied, wo er die Töne nicht nur nicht getroffen hat, sondern oftmals total schief und daneben lag. Dazu brach die Stimme oftmals einfach komplett weg. Dies dann durch lautes Geschrei zu ersetzten, war leider erst recht kontraproduktiv. So gab es im Zuschauerraum auch großes Kopfschütteln, teils entsetzt, teils aus Mitleid. Aber großes Kompliment an das Publikum mit feinem menschlichen Gespür, es gab trotzdem einen großen Applaus für ihm. Solch eine Leistung muss ihn auch selber schmerzen, trotdem hat man als Zuschauer teilweise viel Geld bezahlt und dann geht so etwas eben bei allem Mitgefühl auch nicht. Ich persönlich hätte nie gedacht, dass einige Berichte über seine schlechte stimmliche Verfassung in der Art wie gestern zutreffen würden, aber mit anderem Namen wäre die Leistung gestern in jeder (!) Audition nach 2 Minuten beendet gewesen. Sehr schade, denn was er noch immer hatte, war eine enorme Bühnenpräsenz und ein Schauspiel und eine Darbietungsgabe, die ihresgleichen sucht. Da es bei einem Konzert aber leider in erster Linie um den Gesang geht, bleibt mir hier nur mit ganz schwerem Herzen die Möglichkeit einen Stern zu vergeben, denn selbst "passabel" war der Abend so leider nicht mehr.

Besuchte Vorstellung:
23.01.18 - Theater am Mairentor, Duisburg

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Bestes Ensemble in bestem Stück

23.01.2018 - Das Gute an Berlin ist, es ist nur zwei Bahnstunden von Hildesheim entfernt, wo man die interessantesten Musicals der letzten Jahrzehnte ansehen kann, auf die man in der Hauptstadt leider verzichten muss.

Letztes Jahr habe ich mir zwei Mal "Avenue Q" dort angesehen und mich wahnsinnig gefreut, dass es in Deutschland eine Musicalcompany gibt, die es schafft so frisch und locker und dabei trotzdem professionell und auf hohem Niveau auf der feinen Linie zwischen Entertainment, künstlerischem Anspruch und Klamauk zu tänzeln, zu singen, zu spielen.

Umso mehr habe ich mich über die Ankündigung gefreut, dass Sondheims "Into the Woods", meiner Meinung nach das beste Musical überhaupt, dort inszeniert wird. Jetzt war die Premiere und es hat nicht enttäuscht. Das Ensemble hat dieses schnelle, schwierige, ab und zu sperrige Stück wieder mit Charme und Tempo gemeistert. Musikalisch war es ein ungetrübter Genuss, bei dem man besonders Franziska Becker als Hexe hervorheben muss, die ihren berühmten Vorgängerinnen in dieser Rolle in nichts nachstand. Aber auch der Rest der Besetzung deren Namen man oben nachlesen kann sorgten für einen wunderbaren und auch emotionalen Theaterabend.

Ein bisschen meckern muss ich aber leider doch. Was das Humorpotential des Stücks angeht, wurde, meiner Meinung nach, nicht alles heraus geholt, selbst wenn man lieber auf die leiseren Töne setzen möchte. Gerade die Rolle der Prinzen hätte ein bisschen mehr Überzeichnung vertragen können. Aber auch Bäcker und Bäckerin haben manche Vorlage vorbei ziehen lassen. Ich hätte auch gerne für Hans, wunderbar gesungenes, Solo über die Riesen applaudiert, aber irgendwie wurde da kein Platz gelassen. Vielleicht lag das alles am Premierenfieber, aber mein altes kleines Broadwayherz hätte sich dann doch über etwas mehr Rampensäuigkeit gefreut.

Die leisen, emotionalen Töne waren dann aber wieder sehr gelungen. Bei dem Duett des Bäckers mit seinem Vater musste ich schon sehr schlucken.

Insgesamt ein toller Theaterabend und ich freue mich schon auf die nächsten Vorstellungen dieses großartigen Ensembles. So etwas bräuchten wir auch in Berlin.


Superstar im großen Haus

22.01.2018 - Iris Limbarth hat den Andrew Lloyd Webber-Klassiker für das Hessische Staatstheater Wiesbaden inszeniert und choreografiert. Diesmal arbeitet die Chefin des Jungen Staatsmusicals für das Große Haus.

Die Anforderungen der sehr großen Bühne sind natürlich oftmals andere als im Kleinen Haus oder in der Wartburg. Mitunter hatte ich das Gefühl, dass sich die Stimmungen und Emotionen der Protagonisten in der Intimität der kleineren Häuser besser auf die Zuschauer hätten übertragen können.

Hinzukommt, dass sich Charisma und Präsenz von Jesus Darsteller Björn Breckheimer in Grenzen hält. Seine Darstellung ist sicherlich souverän zu nennen. Dennoch besitzt er nicht immer ausreichende Strahl- und Anziehungskraft, die ihn zum Mittelpunkt des Bühnengeschehens machen würde. Seine Gesangsstimme ist ebenfalls durchaus rollendeckend. Allenfalls der wiederholte Einsatz einer Falsettstimme klingt etwas gequält und gewöhnungsbedürftig.
Ähnliches könnte man über Nyassa Alberta als Maria Magdalena sagen.
Gesanglich vorzüglich, schauspielerisch rollendeckend, schafft sie es aber doch recht selten wirklich aus dem großen und großartigen Ensemble heraus zu stechen.

Keine Probleme dieser Art hat Ulrich Rechenbach als Judas Ischariot. Die Qual und Zerrissenheit des Charakters wird für den Zuschauer intensiv nachvollziehbar. Seine Szenen sind ein kraftvolles Highlight der Inszenierung.

Iris Limbarth geht keine Risiken ein. Ihr Konzept ist fasst "klassisch" zu nennen. Die Optik orientiert sich überwiegend an der Gegenwart, zieht Verbindungen zu aktuellen weltpolitischen Ereignissen und amtierenden politischen Persönlichkeiten, leuchtet aber auch die (wahrscheinliche) historische Tragik der Protagonisten eingehend aus.

Das große Ensemble ist mit Authentizität und Spielfreude bei der Sache. (Speckhardt, Geipel, Emig und andere Mitglieder des Jungen Staatsmusicals agieren großartig.)
Die Band rockt knackig. Der Sound ist gut.
Insgesamt eine sehenswerte Produktion!

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Musical Allstars 2018 = besser geht es nicht

22.01.2018 - Besser geht es wirklich nicht.
Dirigent, Band, Sound, Künstler. Alles top! Leider nur 1 x im Jahr, aber es lohnt darauf zu warten.

Bei diesem Aufgebot an Künstlern hätte ich gerne eine Musicalnacht im TaM verbracht und nicht nur ein Abend.

Einzig vermißt habe ich die Ankündigung und VVK-Eröffnung für 2019. Ich hoffe, die folgt bald.

Danke an Armin Bartetzky!

Lisa09 (18 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Es lebe das Off-Musical-Frankfurt!

21.01.2018 - Hedwig ist eine meiner Lieblingsshows; ganz einfach, weil niemand sonst ist wie sie: Roh, böse, punkig, nackt, zärtlich und doch so verletzlich.
Da offenbart sich in einer zweistündigen Tour de Force die Lebensgeschichte eines Menschen auf der Suche nach Liebe und Macht - und der Macht der Liebe.
Und da es sich hierbei fast um eine One (Wo-)man Show handelt, ist einfach ausschlaggebend, wen man in der Titelrolle sieht und ob man mit ihr/ihm "connected".
Ich muss gestehen, seit ich Andreas Bieber als Hedwig erleben durfte, liegt die Messlatte für andere Darsteller fast unerreichbar hoch.
Und so war ich nach dem Sehen dieser kleinen aber feinen Produktion in Frankfurt im letzten Jahr doch etwas enttäuscht; fehlte mir bei der Erstbesetzung der Titelrolle einfach die Tiefe und die Verletzlichkeit. Für mich wurde da einfach sehr Vieles oberflächlich behauptet, was ich nicht sah.
Umso größer war meine Freude, als ich tatsächlich erneut ein Ticket gewann und diesmal die alternierende Besetzung als Hedwig sehen durfte:
Lukas Witzel gibt gleich zu Anfang eine etwas weichere Hedwig, die nicht ganz von oben herab abfällig-arrogant mit dem Publikum kommuniziert. Ich hatte das Gefühl, er braucht ein paar Minuten, um auf der Bühne warm zu werden, aber dann hat seine Hedwig all das, was ich in dieser Rolle suche:
Die Diva, der kleine Junge, die verletzte Frau.
Und all das, was Witzel aufgrund seines jungen Alters vielleicht an Lebenserfahrung für das letzte i-Tüpfelchen auf dieser Rolle fehlt, macht er durch Talent wett.
Er singt die Punkrock-Songs hervorragend dreckig und die Balladen zart-berührend.
Diese Hedwig mag man von Anfang an und schließt sie in sein Herz, auch wenn sie einen manchmal vor den Kopf stößt und verletzt.
Am Ende weint man mit diesem geschundenen Menschen.
Im Zusammenspiel mit der wunderbaren Kathrin Hanak als Yitzhak geht dies ganz fantastisch auf.
Auch einige Regieideen, die sich mir als Erstseher nicht erklärten, gehen, wenn sie von Lukas Witzel dargeboten werden, viel besser auf.
Für einen massiven Regiefehler halte ich weiterhin, dass Hedwig in der Show viel zu früh ohne Perücke zu sehen ist, nämlich noch im ersten Teil vor dem Song "Wig in a Box".
Die Demaskierung darf erst am Ende erfolgen, darauf arbeitet ja schließlich der gesamte Erzählstrang hin.
Schade, dass ist nun schon vorbei ist:
Die aller erste Produktion des "Off-Musicals Frankfurt" war schon ein sehr guter Einstieg, den sie mit der deutschen Erstaufführung von "American Idiot" bereits übertroffen haben.
Ich freue mich wie Bolle auf weitere, abgefahrene, eher unbekannte Stücke in Frankfurt.
Möge die Off-Musical-Szene blühen und gedeihen!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Ein wunderbares Theatererlebnis

18.01.2018 - Dieses modern rockende Mysterienspiel hat das Potenzial selbst im "theaterverhaltenen" Münster ein Renner zu werden!
Und nach dem 3ten Gastspiel nach Karlsruhe und Innsbruck, wird dies sicher auch nicht die letzte Station gewesen sein.
Die Story ist die gleiche wie bei der uns bekannten salzburger Variante , allerdings von den Autoren nach dem Urmanuskript in altenglischer Originalsprache erzählt. Dem Autorenteam Kuntz / Reitmeier gelingt es eindrucksvoll eine moderne leseart daraus zu entwickeln - schon die Bildsprache der Musik gespielt und komponiert von der Rockband Vanden Plas entwickelt einen sehr starken Sog und das sauber arrangierte und spielende Orchester tut ein Übriges . Wunderbare Stimmen und 2 klasse Hauptdarsteller Kribbe (Jedermann) / Kuntz( Tod), die herausragend miteinander harmonieren.Grosses Lob auch für die "Guten Taten","Glaube" und den "Teufel" . Diese Produktion lässt fast keine Wünsche offen . Wunschschöne Kostüme ein minimalistisch ausgeklügeltes Bühnenbild , und eine klasse Tonabteilung runden dieses wunderbare Theatererlebnis ab.

Sebeastien Zoe (erste Bewertung)


Meisterwerk der Saison - Ein Must-See für jeden echten Musical-Liebhaber

18.01.2018 - Es freut mich total, dass die deutsche Version von KINKY BOOTS in Hamburg nun meine 50. Stücke-Bewertung ist! Ganz einfach deswegen, weil es eines der Stücke ist denen man das Prädikat "besonders wertvoll" voll und ganz zuschreiben darf denn so ein Stück kommt wirklich nur alle paar Jahre heraus!

KINKY BOOTS schafft es von der ersten Minute an einen zu fesseln und in die Geschichte von Charlie & Lola hineinzuversetzen - es ist total berührend aus dem Leben gegriffen - Stoff des 21. Jahrhunderts und ist spritzig, flüssig nie langatmig oder sogar langweilig!

Die Musik ist große Klasse eine super Mischung aus schmissigen treibenden Songs und emotionalen Balladen - so muss Musical sein und sooo Liebe ich es heiss und innig!

Es gibt für mich keinen schlechten Song aber die absoluten Highlights sind für mich: DAS LAND VON LOLA, DIE LISTE FALSCHER KERLE, EVERYBODY SAY YEAH, NIE DIESER SOHN, WOVON TRÄUMEN FRAUEN, und das Finale KOMM, STEH AUF/SEI DU

Göttlich - allen voran die Herzbebenden und heißen Auftritte von Lola in Gestalt von Gino Emnes - WOW - allein wegen ihm ist die Show schon das DING!

Und zusammen mit seinen Angels - was die da auf die Bühne brettern tänzerisch, ästethisch, powervoll - das ist Showtime at its BEST!

Aber jeder einzelne der grandiosen Cast leistet seinen Beitrag dazu, dass es DIE Show der Saison und darüber hinaus im deutschsprachigen Raum ist!

Jeannine Wacker & Laura Pfister als Lauren - DIE LISTE FALSCHER KERLE - das ist größte Performance-Klasse kompletter Kontrast zu Lola und seinen Ladys aber genauso stark und heiss - was die Mädels da Grimassen-Technisch, Sängerisch und komödiantisch abliefern - zum Brüllen!

Das Operettenhaus steht Kopf aber auch die flüssigen witzigen Dialoge (grandiose Übertragung ins Deutsche - total flüssig stimmig keine Schüttel-Reime oder verkleisterten Sätze - hier stechen DON & GEORGE dann ganz besonders hervor!

Aber auch wer die 2. Besetzung von LOLA erwischt was schwierig ist denn bei 4 besuchten Shows hatte ich nur einmal Clayton SIA als Lola sein Einstand und der war auch ganz grandios!

Wärend er seine Lola von Anfang bis zum Schluss als brasilianisches Samba-Tanz-Wunder auslegt heissblütig, stürmisch ist Gino halt nordisch, vornehm elegant ausgeprägter, Nuancenreicher...

Warum gefällt mir das nen Ticken besser? Weil Gino eine perfekte Aussprache hat grad bei den Balladen wie NIE DIESER SOHN ist das so wichtig es zu verstehen und da hatte Clayton Probleme zwar gut aber nicht so klar und perfekt wie bei Gino!

Dominik Hees als Charly passt auch perfekt als "biederer", zurückhaltender Sohn eines Schuh-Enthusiasten - sein Spiel begeistert und wie er dann doch aus sich rausgeht super Entertainment!

Auch die Fabrikarbeiterinnen alle große Klasse grad bei WOVON FRAUEN TRÄUMEN wie sie dem Zauberstab von Lola verfallen und alle singen"Toller Mann, Toller Mann" geht sofort in die Gehörgänge und hat mehrere Ohrwürmer!

Schon nach dem 1. Akt kannte das Publikum kein Halten mehr - frenetischer Applaus und im Finale war es dann ganz aus - selten, dass es nach der Zugabe und nachdem das Orchester nicht mehr spielte die Leute weiter Minutenlang weiter riefen: Zugabe, Zugabe - obwohl keiner mehr auf der Bühne stand - der absolute Hammer! Mein 35. Geburtstag wird hier sein bei LOLA und den KINKY BOOTS Bessere Party gibt's nicht mit Freunden! Danke STAGE habt ihr wieder bravourös gemacht! Die Musicalfans liegen euch zu Füßen!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das rockt !

18.01.2018 - Obwohl man diese Inszenierung fast als "halb-szenisch" bezeichnen könnte, hat sie mich doch im Gegensatz zum Londoner Original restlos überzeugt: Junge, hoch energetische Darsteller, eine hammergeile Band, tolles Licht-/Projektions-Design, fetzige, eckige Choreografien, eine nahezu perfekte Tonabmischung und eine minimalistische, inspirierte Regie machen diese deutsche Erstaufführung zum Erlebnis.
Vieles, was mir in der größer ausgestatteten West-End-Inszenierung unschlüssig blieb, wird hier viel klarer, trotz eigentlich leerer Bühne und lediglich ein paar Stühlen als Requisiten.
Schon beim Eintritt in den Saal liegt an diesem Premierenabend irgendetwas Magisches in der Luft. Dann geht das Licht aus und die Band beginnt hart zu rocken. Und plötzlich erklingen Stimmen überall neben dir, denn im Dunkeln haben die Darsteller im Saal Platz genommen. Im energiegeladenen Opener rennen sie auf die Bühne, heizen dem Publikum mächtig ein und geben damit die Richtung vor: Diese Energie lässt zu keinem Zeitpunkt (1,5 Std. ohne Pause) nach.
Dann macht es auch nichts, dass im letzten Viertel der Show die Projektionsanlage versagt.
Wenn so getanzt, gespielt und gesungen wird, dann reicht auch Bühnenlicht.
Vor allem stimmlich bleiben überhaupt keine Wünsche offen, die Chöre klingen einfach wunderbar und trotz des Rocksounds sehr differenziert.
Solistisch ist tatsächlich jeder gut, aber Phillip Büttner (derzeitige Erstbesetzung des "Aladdin" in Hamburg) in der Titelrolle des Johnny klingt auch tatsächlich nach Green Day. Sehr, sehr cool.
Wie angefahren es wäre, von dieser Cast eine CD der deutschen Erstaufführung zu bekommen...
Die Übersetzung von Titus Hoffmann geht in Ordnung, auch wenn es hier und da holpert.
Klare Empfehlung, das neu gegründete Off-Musical Frankfurt zu unterstützen, diese Show ist es wert, gesehen zu werden!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Tolles Orchester, bewegende Pia Douwes

18.01.2018 - Ein tolles Orchester und einer schauspielerisch glänzende Pia Douwes waren die Grundlage für einen schönen Abend.
Leider konnte die Inszenierung mich nicht durchgängig emotional erreichen. Die Charakter, mit Ausnahme der Norma Desmond, blieben etwas flach. Oliver Arno konnte jedoch in der zweiten Hälfte deutlich zulegen, sodass die innere Zerrisenheit und Verzweiflung Joe Gilles doch zum Ausdruck kam.
Wietzke van Tongeren hat als Betty Schäfer eine tolle Darbietung geliefert. Persönlich muss ich sagen, dass mir die Stimmfarbe jedoch nicht so zusagt. Dies ist jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks und tut ihrer Leistung keinen Abbruch.
Max von Mayerling konnte mich besonders bei den Höhen gesanglich nicht voll überzeugen.
Pia Douwes hat mich schon mit den ersten Worten in ihrem wunderbar herrischen Befehlston in ihren Bann gezogen. Auch schauspielerisch konnte sie mich als Norma Desmond voll überzeugen (obwohl sie ein wenig besser zielen sollte, wenn sie jemanden erschießen möchte). Mein persönliches Highlight des Abends war "Nur ein Blick". Nichtsdestotrotz durfte ich schon Stücke sehen, die Pia Douwes' voluminöser, kraftvoller Stimme meines Erachtens besser gerecht wurden.
Die Handschrift Andrew Lloyd Webbers war unverkennbar. Stellenweise fühlte ich mich durchaus ins Phantom der Oper oder Joseph versetzt. Leider hat er es offensichtlich verpasst in diesem Stück ein schönes, emotionales Duett einzubringen.
Auf der Suche nach dem Grund, warum mich die Aufführung emotional nicht voll berühren konnte, wirkt die Bewertung vermutlich negativer als gemeint.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend.

Steffie (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Duell bis auf den Tod

16.01.2018 - Eine Ankündigung im Vorfeld - dass eine neue Rockoper in Englisch von einer deutschen Band am Theater Münster mit eigens geschriebenen Orchesterpartituren aufgeführt werden soll machte mich Neugierig...Ich war platt ! Das Stück hat mich gepackt vom ersten Moment an . Auch meine Begleitung hätte sich so ein Erlebnis niemals vorstellen können . Es war anzunehmen das wiedermal ein altes Stück im neuen mittelmäßigen Gewand geschneidert wurde ...Was es jedoch tatsächlich ist ... ein Theaterabend der unter die Haut geht und mit tollem Stimmen allen voran der düstere großartig agierende und singende Tod, welcher sich mit deinem Gegenspieler Jedermann buchstäblich ein Duell bis auf den Tod liefert. Einem aufwändigen Bühnenbild ...wunderschönen sehr ästhetischen Kostümen. Die Band umhüllt vom Klanggewand eines Orchesters trug gut abgemischt zum Gelingen des Abends bei!

Starflame (erste Bewertung)


Wahnsinns gute Unterhaltung!

16.01.2018 - Ich weiss leider nicht in welcher Vorstellung, der Kommentator vor mir war, aber am 13.01.18 war im Theater am Gärtnerplatz, von der ersten Minute weg super Stimmung im Theater. Ich habe zwar Priscilla nicht in London gesehen, aber viele andere Shows und ich weiss das dass Publikum und die Stimmung in Shows nur schwer mit dem Deutschen Publikum zu vergleichen ist.
Bei der besuchten Priscilla Vorstellung, ging das Publikum mit dem herunter schweben der "Raining man" schon richtig ab, für Deutsche verhältnisse!
Mir hat Priscilla wahnsinnig gut gefallen, ich finde es super das es total wegkommt, vom absoluten Homoklischee Overkill wie in der West End Version, von der ich viel Bild und Video Material kenne.
Ich liebe den Film und ich finde die oft sehr Billig und Improvisiert wirkende Ausstatung kommt dem Spirit des Films viel näher als die üpige Original Produktion.
Ich werde mir die Show in München bestimmt nochmal ansehen! Ich hatte so einen Spass mit der Cast und der Musik. Das einzige wobei ich meinerm Vorgänger recht gebe, der Ton ist schon oft sehr schlecht abgemischt! Ansonsten ganz ganz tolle und mitreissende Show!

The_WiZ (9 Bewertungen, ∅ 4.6 Sterne)


Partymusical ohne echte Partystimmung

15.01.2018 - Priscilla-Königin der Wüste München

Besuchte Vorstellung 13.01.18

Nachdem ich Priscilla in London und New York gesehen habe, freute ich mich auf die Vorstellung in München. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Dies lag einerseits an der Inszenierung.Für mich ist Priscilla ein Partymusical, gespickt mit vielen Hits aus der Discozeit. Da kann ich es verschmerzen, wenn die Charaktere im Schnellzugtempo vorgestellt werden und auch nicht tiefer in die Thematik eingegangen wird. Leider wurden in meinen Augen zu wenig aus den Ensemblenummern gemacht, Die Partystimmung hätten schaffen können. Der Funke sprang nur schwer ins Publikum rüber.

Die Musik gefiel mir sehr gut. Leider war die Abmischung nicht immer gut. Die Darsteller wurden oft vom Orchester übertönt. Die Diven tönten manchmal fürchterlich kreischend, dann wieder sehr gut. Und obwohl sicher 30 Mann/Frau im Graben sassen, fehlte mir einfach der Bums. Entweder fehlte hier nach dem jahrelangen Umbau die Kohle für eine gescheite Soundanlage, oder die Leute am Mischpult haben ihren Job nicht gemacht.

An der Besetzung gibt es kaum was zu beanstanden. Super gefallen haben Armin Kahl, der spielend zwischen Drag Queen und Vater wechselte. Erwin Windegger nimmt man seine Bernadette jederzeit ab. Bei den Diven fehlte mir etwas der Soul, denn ich in Erinnerung hatte. Hervorzuheben auch Frank Berg als Bob und Marides Lazo als Cyntia. Einfach köstlich was sie aus der kleinen Rolle machte. Das Ensemble wusste im Grossen und Ganzen zu gefallen.

Das bei der Kulisse in einem Mehrspartentheater mit einigen Vorstellungen Abstriche gegenüber der Ensuite Version gemacht werden müssen, war mir klar. Aber mir erschien das Ganze recht billig gemacht, die Liebe zum Detail fehle. Alles hätte sicher nicht auf der kleinen Bühne Platz gehabt, aber gerade den Bus mit LED-Wänden habe ich vermisst. Auch hier hätte man bei den Ensemblenummbern mehr machen können. Nur schon eine Discokugel im Zuschauerraum hätte das Ganze etwas aufgepeppt.

Inszenierung: 3 von 5
Musik: 4 von 5 (Dies wegen der eingängigen Hits und nicht wegen der Umsetzung)
Besetzung 4 von 5
Ausstattung 3 von 5

Gesamtnote 3,5 von 5

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Würdige deutsche Erstaufführung - ACHTUNG: Sichtbehinderung Parkett !

14.01.2018 - Das australische Musical nach dem Kult-Roadmovie von 1994 erlebt in München 12 Jahre nach seiner Erstaufführung endlich seine Deutschland-Premiere.
Diese fällt im Gegensatz zur West End - Version etwas weniger opulent aus, kann sich aber durchaus sehen lassen, denn es fehlt nicht an spritzigen Ideen und inspirierten Regieeinfällen.
"Sehen" ist nur leider auch mein größter persönlicher Kritikpunkt:
Es darf nicht passieren, dass aufgrund der Bestuhlung des denkmalgeschützten Theaters auf einem Platz Nähe Mitte in Reihe 5 Parkett NIEMALS die Bühnenmitte zu sehen ist! Und das zu einem stolzen Preis von 70€. Das war ein enormes Ärgernis und machte es schwer, vollends in das Stück einzutauchen.
Nichtsdestotrotz spielte sich eine gut aufgelegte Cast schnell in die Herzen des Publikums:
Erwin Windegger als alternde Ex-"Les Girls"-Transsexuelle Bernadette lebt die Figur rührend authentisch und ist dabei hervorragend bei Stimme.
Die beste Performance des Abends.
Armin Kahl hat als Tick, der sich auf die Reise macht, um seinen Sohn kennenzulernen, gerade im 2.Akt sehr überzeugende und starke Szenen.
Die Familienzusammenführung zum Ende berührt, gerade im Zusammenspiel mit einem tollen Kinderdarsteller.
Schwächster im Verbund ist Terry Alfaro in der Rolle der exaltierenden Felicia/Adam: Der erste, rollenexponierende Auftritt "Venus" ist sehr schwach in Szene gesetzt. Es gelingt Alfaro im Laufe der Show leider nicht, diejenige strahlende Star-Quality zu zeigen, die die Rolle zwingend benötigt. Schade ist auch, dass seine wichtige und kultige "La Traviata"-Szene im High Heel auf dem Dach des Busses inszenatorisch nicht besonders liebevoll ausgestattet ist.
Wo Felicia in London noch im Schuh mit edlen, endlos-wallenden Schleppen über den ersten Reihen des Publikums schweben durfte, wird hier lediglich mit einem weißen Bettuch hinter ihr gewedelt.
Umso erfreulicher, dass Alfaro zum Ende am Gipfel des Ayers Rock endlich seine Stimme auspackt.
Die Abmischung der wohlbekannten, ohrwurmträchtigen Popsongs erreicht ihren breiigen Höhepunkt mit "Go West", um sich dann aber glücklicherweise stetig zu verbessern.
Wie schade wäre es gewesen, das große Orchester nicht in vollen Zügen genießen zu dürfen.
Absolut geil gesungene, stimmige Chöre erklingen, am eindrucksvollsten im A-Capella-Teil von "We belong".
Vorrangig verantwortlich für die stimmliche Brillanz des Abends sind die 3 Pop/Rock-Diven Amber Schoop, Jessica Kessler und Dorina Garucci.
Der attraktive Karim Ben Mansur sticht im Ensemble energetisch und optisch hervor und legt in der kleinen, aber feinen Rolle des Aborigines Jimmy eine hoch-sympathische Performance hin.
Der Gedanke kommt auf, ob er nicht bald eine perfekte Lola für das deutsche Kinky Boots sein könnte...
Insgesamt ist "Priscilla" also eine hochenergetische, würdige deutsche Erstaufführung, die wohl am Besten in der 1. Reihe im Parkett oder im Rang zu genießen ist.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Broadway-Klassiker

11.01.2018 - Nun habe ich es in Köln auch endlich mal geschafft die Tour von BB Promotion zu besuchen und ich muss sagen, dass ist "Broadway-Musical" in Perfektion. Besonderer Wert wird hierbei auf die Choreographien gelegt, tänzerisch alles top. Auch gesanglich überzeugen die Darsteller, allen voran Kevin Hack als Tony und Natalie Ballenger als Maria. Das Orchester ist für eine Tour erstaunlich groß und gut besetzt, insgesamt ein tolles Gesamtprodukt, welches in bester Broadway-Manier daher kommt. Sehenswerte Produktion.

Besuchte Vorstellung:
09.01.18 - Musical Dome, Köln

Inszenierung: 4,0 von 5
(Aufwertung wg. der Choreographie)
Musik: 4,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Musik naja, Cast und Orchester top

08.01.2018 - Besuchte Vorstellung: 07.01.2018

Lange konnte ich mich nicht überwinden, ein Ticket für dieses Musical zu buchen. Die Musik war einfach nicht nach meinem Geschmack. Da aber St. Gallen fast vor meiner Haustür liegt und mich doch einige Namen der Besetzungsliste zu einem Besuch bewogen, habe ich gestern doch noch spontan besucht.

Die Vorstellung war zu etwa 70% ausgelastet. Was mir auffiel, waren einige Buse mit Besuchern aus dem süddeutschen Raum. Mein Jahrgang war weniger vertreten, eher ziemlich jung und etwas älter.

Mit der Musik werde ich auch nach der Vorstellung nicht warm. Klassischer Broadwaysound eben. Aber kaum ein Ohrwurm, der hängen blieb. Im diesem Musical wird auch nicht bei allen Stücken gesungen, sondern mehrere Male nur getanzt. Was mir sehr gut gefiel, war aber die musikalische Umsetzung durch gut 30 Mann/Frau des St. Galler Sinfonieorchesters. Texte waren in deutsch, Gesang in englisch.

Die Cast machte einen übers Ganze einen sehr guten Job. Die Spielfreude war gross, das Timing bei den Pointen sass. Besonders gefallen haben mir Jörn-Felix Alt als Ozzie, Boris Pfeifer als Chip, Bettina Mönch als Clair de Loone, sowie Dagmar Hellberg in mehreren Rollen. Der Schlussapplaus war trotz der guten Leistung eher bescheiden. Ich denke aber, dass es eher daran lag, dass das Stück im Musicaldschungel ein Stiefmütterchendasein fristet, wenig gespielt wird und nicht massentauglich ist. Dies merkte man auch, dass man grosse Unsicherheit bemerkte, wann man Szenenapplaus geben soll.

Im Grossen und Ganzen trotzdem ein schöner Nachmittag. Nicht ein Musical, dass ich mehrmals sehen muss und wofür ich auch nicht sehr weit fahren würde.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 2.5 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 3.5 von 5

Gesamt: 3.5 von 5

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Das Beste...

08.01.2018 - Ich habe die Shows am 07.01.17 gesehen um 1430 & 1900 Und konnte es nicht fassen, was ich da auf der Bühne sehen durfte.

Um es vorweg zunehmen...
Kinky Boots in Hamburg ist das Beste, was ich seit langem auf großen Bühnen in Deutschland gesehen habe!

Aber fangen wir vorne an.
Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen und nach einer wahren Begebenheit. Deswegen funktioniert die Show meiner Ansicht auch sogut, weil es alltägliche Probleme sind die dort auftauchen und sogut erzählt werden.

Endlich traut sich die Stage auch mal wieder an ein Stück wo man richtige Schauspiel Szenen zuläßt und nicht alles nur Übergänge sind oder Füllszenen.
Was die gesamte Cast gut zu nutzen weiß.

Die Musik von Cindy Lauper ist eingängig und vielseitig.
Der Sound war gut, auch wenn es ab und an ein paar Ausfälle der Mikrofone gab. Besonders genial sind die Surround Effekte. Die ich allerdings im Parkett besser wahrgenommen habe als im Rang.

Die Bühne ist fantastisch!
Ich verstehe die 3 Sterne bei Ausstattung der MUZ nicht. Perfekt wird jedes noch so kleine Element genutzt, gedreht und verwandelt. Auch schön, das die Bühne hier keine Hauptrolle spielt, um von irgendwas ablenken zu müssen. Kinky Boots braucht das nicht und funktioniert herrlich einfach.

Genau wie bei den Kostümen. Herrlich normal, dann wieder mit viel Glitter und Farbe, meistens natürlich bei Lola und ihren Angels.

Die Regie von Jerry Mitchell ist so wundervoll unaufgeregt. Einfach, Ehrlich und natürlich werden die Szenen gespielt und es wird auch nicht in die "Transenklischeefalle" getappt. Sondern die Dragqueens behalten ihren Glamour Faktor in jeder Sekunde. Alles ist wirklich sehr fein durchdacht und mit viel Tempo inszeniert, das man nach dem Stück im Saal sitzt und denkt: Nochmal!

Bei der Besetzung hat das Casting wirklich ein sehr gutes Händchen bewiesen.
Ich konnte fast die komplette 1. Besetzung der Show sehen, und dabei dann auch die Covers von Lola und Charlie.
Die Energie und Spielfreude die die gesamte Cast an den Tag legt ist wirklich sehr gut. Ich habe die Show auch in London gesehen, und war längst nicht so mitgerissen wie in Hamburg.

Lola ist bei Gino Emnes in wundervollen Händen.
Er spielt wirklich jede Facette der Rolle mit 110% und führt durch die Show mit Spaß und viel Gefühl.
Lola Cover Benet Monteiro ist sprachlich etwas schwerer zu verstehen, spielt und singt aber genau so gefühlvoll.

Charlie Price von Dominik Hees, verkörpert ist die eigentliche Hauptrolle des Abends und eine wirklich Herausforderung. Hees, spielt solide und singt gut, auch wenn er meines Erachtens gesanglich gerade in der Höhe an seine Grenzen stößt. Er hat es schwer gegen die Glitzernde Lola anzukommen, schafft aber viele schöne Momente auf der Bühne.
Charlie Cover Marlon Wehmeier schafft alleine durch seine Größe einige komische Momente. Gesanglich ist der Part für Ihn eine Leichtigkeit, im Spiel allerdings wirkt er manchmal etwas unsicher und unerfahren.

Lauren wurde in beiden Vorstellungen von Jeannine Wacker gespielt, die mich überrascht hat. Sehr Tollpatschig gespielt und herrlich komisch in ihrem Solo.

Nicola wurde in beiden Vorstellung von Franziska Schuster gespielt. Eigentlich eine sehr einseitig, zickige Rolle. Jedoch schafft sie es der Rolle auch eine gewisse Verletzlichkeit zu verleihen. Sehr gut!

Noch zu erwähnen wäre Benjamin Eberling als Don
( auch in beiden Vorstellungen ). Eigentlich die Rolle mit der schönsten Entwicklung des Abends, was er perfekt zu nutzen weiß. Schon bei der Saalansage, die hier Live gemacht wird, läßt er das Publikum schmunzeln.
Don entwickelt sich vom muffeligen Fabrikarbeiter zum Tanzbären in roten Stiefeln im Finale, was einfach herrlich ist.

Der Rest der Cast sei es Fabrikarbeiter oder Angels machen einen fantastischen Job und spielen wunderbar energetisch und ehrlich, dass es eine wahre Freude ist.

Mein persönliches Highlight ist der Boxkampf im 2. Akt mit anschließender Szene in der Bar und Lolas wunderbaren Message und Aufgabe für Don:
Akzeptiere jemanden so wie er ist.
Wofür es in einer Show sogar Szenenapplaus gab.

Die Message des Finalen Song: Sei Du, wie Du es willst!
Ist gerade in der heutigen Zeit so wichtig und hat mich tief berührt.

Ich kann es nur weiter empfehlen und wünsche Kinky Boots in Hamburg eine lange und erfolgreiche Spielzeit.

Die CD ist schon vorbestellt und der nächste Besuch in Planung.

BRAVO!

Buch 5*
Komposition 5
Inszenierung 5
Musik 4
Besetzung 5*
Ausstattung 5*
(* bedeutet, .... genau mit Sternchen. )

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


nicht zu ertragen... nicht empfehlenswert!

08.01.2018 - also was sich der regisseur bei dieser revue gedacht hat, bleibt mir ein grosses rätsel. ich sass im ersten akt mit offenem mund da, und dachte mir das kann doch jetzt echt nicht wahr sein. da wummert der bass extremst laut aus den boxen und die stimmen sind so in den hintergrund gemischt, das nichts zu verstehen ist. da läuft das ballett auf der riesen grossen bühne wie verloren herum um die kostüme von gaultier zu präsentieren und mann denkt sich . so what. doch es wird noch besser.. roman lob joggt 3 min auf der bühne und wir dürfen ihn dabei zuschauen.sensationell! und weiter gehts... akrobatik an tüchern und strapaten. das ballett an pole stangen. cyr wheel alleine auf der riesenbühne . und dann zum finale . wieder das ballett an den pole stangen. die bühne bricht in eisschollen. vorhang. licht an.. das publikum sitzt ratlos da und denkt sich . was jetzt ? pause?... es ist eine frechheit für diese show preise bis zu 110 euro auszuloben.. durch andere revuen weiss ich was im palast möglich ist und ich bin einfach nur fassungslos was aktuell dort zu sehen ist... den 2ten akt habe ich mir geschenkt...nicht empfehlenswert! PS. der einlass bringt besucher bis zu 30 min nach beginn der show seelenruhig zu ihren plätzen. also nicht wundern wenn ständig unruhe herrscht und leute durchs theater laufen...

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Tom Waits total ... mit glatter Stimme

07.01.2018 - Herausragend war die Band. Vor allem beim Chef der "Talltones" spürt man die Seelenverwandtschaft mit Tom Waits ..

Auch Menschen die nicht Waits/Borroughs-affin sind werden gut glücklich sein mit dieser witzig und leicht inszenierten Show.

Auch wenn man anfangs Zweifel hat ob hier die Schauspieler der richtigen Rolle zugeteilt wurden, merkt man bald, es passt wunderbar.

Besonders gut gefallen haben mir Waltsgott, Winkler und Thill. Am besten Markus Achatz als "Wilhelm".

pcccp (erste Bewertung)


Eine grandiose Regiearbeit

05.01.2018 - Man könnte jetzt ausführlich über die zahlreichen Qualitäten des Stephen Sondheim Meisterwerks schreiben.

Man könnte sicher noch länger die schauspielerischen und gesanglichen Leistungen des Ensembles und der Hauptdarsteller bejubeln.

Man könnte detailliert die wunderbare optische Umsetzung durch Lichtdesign, Bühnen- und Kostümbild loben.

Was aber bei dieser denkwürdigen Produktion an erster Stelle genannt werden sollte, ist die herausragende und inspirierte Regie von Dominic Cooke, die diese Aufführungsserie sicher zu einer Theater- und Musicallegende werden lassen.

Die vielfältige und individuelle Ausarbeitung der so zahlreichen und so komplexen und unterschiedlichen Charaktere ist vorzüglich gelungen. Selbst in kleinsten Szenen gelingt es dem Regisseur (natürlich zusammen mit den Darstellern) komplexe Strukturen und starke Persönlichkeiten herauszuarbeiten.

Auf wundersame Weise gelingt es Cooke trotz der vielen Handlungsträger und trotz der fragmentarischen Grundstruktur des Musicals niemals den eleganten, ruhigen Handlungsfluß zu unterbrechen. Ohne in unnötigen Aktionismus zu verfallen, fokussiert sich die Inszenierung zunächst unauffällig, dann immer stringenter werdend um die Grundkonflikte der beiden zentralen Paare.
Auf geradezu organische, und deshalb sehr glaubwürdige, Art und Weise werden die Konflikte, ihre Zuspitzung und teilweise Auflösung feinfühlig aber doch mit dem notwendigen Sinn für das Theatralische inszeniert.

Unterhaltsam, fesselnd, begeisternd!
Eine Meisterleistung von Dominic Cooke!

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Schlichtweg großartig! Hingehen!

04.01.2018 - Der Saal und die Bühne sind dunkel.
Man vernimmt die Stimme eines Mannes, der in diesem Dunkel leidenschaftlich seine Liebe zum Genre Musical bekundet: "Es erfüllt, was ein Musical erfüllen soll: Es entführt Dich in eine andere Welt."
Der Mann betritt die Bühne, macht sich augenzwinkernd lustig über Produktionen, bei denen "dem Zuschauer die vierte Wand um die Ohren fliegt" (während er dies ausgiebig und durchgängig tut).
Und dann legt er seine Lieblingsschallplatte auf, nämlich das Musical "The Drowsy Chaperone":
Nach und nach tauchen die stereotypen Figuren dieser Musicalkomödie auf, die er dem Zuschauer liebevoll einzeln vorstellt.
Er bekundet, simpler könne eine Musicalhandlung wohl kaum sein, aber er sei nun mal so verliebt in dieses Metier.
Und das ist der Ton des Abends.
Leidenschaftlich schwelgend und höchst selbstironisch führt der aus dem TV bekannte Moderator Ralph Morgenstern als "Mann im Sessel" durch den Abend. Man hat sofort eine Beziehung zu ihm und zum Stück und verliebt sich mit ihm gemeinsam in die schrulligen Charaktere und die klassischen Musicalnummern.
Morgenstern ist als ständig die vierte Wand durchbrechender Mittler zum Publikum schlichtweg großartig.
Die tiefe Verbundenheit zum Theater nimmt man ihm ohne mit der Wimper zu zucken ab.
Seine Texte sind höchst intelligent und urwitzig verfasst; als Beispiel die Stelle, wo er findet, "ein Vergleich zwischen der Porno- und Musicalindustrie sollte an so einem Abend ja wohl mal erlaubt sein".
Alle Darsteller dieser wunderbaren Produktion sind höchst exquisit und grinsen, steppen, tanzen, lachen und singen sich komödiantisch auf allerhöchstem Niveau durch den Abend. Hervorzuheben ist Till Kleine-Möller als Latin-Lover Aldolpho:
Das ist Physical-Comedy der Weltklasse, da sitzt jeder Blick, jede Geste und jede Pointe. Ich lag im wahrsten Sinne lachend unterm Stuhl.
Schade, dass das vorwiegend sehr alte Publikum die Komik und Ironie dieser Produktion eher selten verstand (Morgenstern: "Das kann natürlich jetzt auch dran liegen, dass sie da nicht mehr so gut hören").
Die Produktion der Oper Chemnitz, die ich auf ihrem Tourstop in Aschaffenburg bewundern durfte, ist liebevoll mit Hingabe zum Detail inszeniert und ausgestattet. So detailliert, dass die ironische Anspielung auf "Miss Saigon" am Ende geradezu bombastisch ausfällt.
Musikalisch werden die exzellenten Darsteller begleitet von einem groovigen, 13-köpfigen Orchester.
Dazu ist alles auch noch ganz wunderbar abgemischt.
Meine erste Show des neuen Jahres lässt mich tatsächlich wunschlos glücklich zurück.
Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Kleinod entdecken durfte.
Wer das Genre Musical liebt und auch gerne über sich selbst lacht, sollte diese hervorragende Produktion keineswegs verpassen!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Leider fehlen die Emotionen

03.01.2018 - Mein Bericht bezieht sich auf die Vorstellung vom 26.12.17.

Auch mich hat die Vorstellung in Berlin nach New York, London und Linz am wenigsten gefesselt. Zugegeben, die erste Vorstellung hat es meist einfacher, weil man voreingenommen rein geht. Aber ich fand das Bühnenbild aus NY und London mit den LED Wänden einfach besser als die kühle Säulenkonstruktion. Zudem passt es meiner Meinung nach einfach besser in ein etwas kleineres Theater.

Die Musik hat in meinen Augen, speziell in der engl. Version, einige Ohrwürmer drin. Am Meisten blieb bei mir Rain/ Hold on hängen, Der leider in der deutschen Version rausgestrichen wurde. Ich bin auch der Meinung, dass die Übersetzung ins Deutsche den Liedern den Fluss und somit den Ohrwurmcharakter nahm.

Ich hatte Mathias Edenborn als Sam. Ich finde, er hat die Rolle schauspielerisch und gesangtechnisch gut gemeistert. Ich glaube nicht, dass sie Alexander Klaws besser rüber gebracht hätte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, wenn so offensiv mit Herrn Klaws geworben wird, sollte er mehr Spieltermine haben. Ok, er war mal krank und hatte Urlaub, aber gefühlt hatte hier kaum jemand eine Vorstellung, wo er auftrat.

An den Gesangskünsten von Willemijn Verkaik gibt es nichts auszusetzen. Aber schauspiellerisch hat sie mich nicht vom Hocker gehauen. Vielleicht vorbelastet von Caissie Levy lebte sie die Rolle zu wenig, sondern spielte sie einfach routiniert ab.

Andereas Bongard als Carl fand ich zu wenig fies.

Frau Aquino als Oda Mea Brown fand ich etwas zu jung und unerfahren in dieser Rolle. Zudem fehlte mir das Temperament. Die Gesangskünste waren aber einwandfrei.

Der Rest des Ensemble machte einen guten Job.

Fazit: Ich bereue es nicht, es angeschaut zu haben. Aber eine Wiederholung wird es kaum geben. Ich hoffe immer noch auf ein Revival in London. Aber nach der missglückten Tour sind die Chancen wohl eher klein.

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Beste Unterhaltung

03.01.2018 - Ich mag solche Shows (meist) überhaupt nicht. Das liegt nicht am Format, sondern daran, dass durch deutschsprachige Lande ähnliche Shows in höchst fragwürdiger Qualität tingeln. Aber was Gaines Hall und seine Mitstreiter - einschließlich der wunderbaren Studenten der Theaterakademie August Everding - hier auf die Beine gestellt haben, ist wirklich sehenswert. Zweieinhalb Stunden Unterhaltung pur. Witzig, nie langweilig oder langatmig. Clever gemacht, weil die Show insbesondere im zweiten Teil von Höhepunkt zu Höhepunkt eilt. Bei den letzten Musicals, die ich in Nürnberg gesehen habe, war ich von der musikalischen Begleitung meist enttäuscht. Die Herren dirigierten immer ziemlich lustlos (das Stück stand halt auf dem Dienstplan - so mein Eindruck). Mit dem großartigen Kai Tietje ist das alles ganz anders. Da spürt man, der liebt diese Musik und der Funke springt über.

JürgenE (37 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gute Stimmen, viele Songs, aber nicht ganz stimmig

03.01.2018 - Die Show hält was der Titel verspricht: Viele Songs von Lord Andrew Lloyd Webber. Die 14-köpfige Band "West End Musical Orchestra" stimmt tolle Melodien an und untermalt die vier großartigen Solisten und acht Ensembledarsteller perfekt. Ständiger Kostümwechsel und Videoprojektionen machen das Bühnenbild zwar schlicht, aber abwechslungsreich. Tolle Tänzer mit sehr schöner Choreographie.

Die Songauswahl ist sehr vielfältig: Viele Ensemble-Nummern und ehr selten auf Galas gespielte Lieder, aber auch die großen Nummern wie "Memory", "Sunset Boulevard" und die textlich neue Version von "Starlight Express".

Der angekündigte Moderator war allerdings ehr störend als hilfreich. Da die Lieder alle auf Englisch dargeboten wurden und die Musicals nach Themen der Songs und nicht nach Musical selbst sortiert waren, wäre es schöner gewesen, der Moderator hätte zu jedem Lied wenigstens mal gesagt, zu welcher Show dieses gehört. Ein paar ausschmückende Infos zu den Shows wären auch toll gewesen. Die "Moderationen" dienten lediglich dazu, künstlich die Stimmung zu heben. Was allerdings dadurch nur schwer gelang ;) Man hatte leider etwas das Gefühl, die Show dreht sich um den Moderator und die anderen sind nur Nebendarsteller...

Für Fans der Musik von Lloyd Webber ist die Tour auf jeden Fall sehr empfehlenswert, auch wenn die Akustik in verschiedenen Aufführungsorten ehr schlecht ist, so wird es doch ein gelungener Abend, der zum Träumen in verschiedene Shows des großen Londoner Komponisten einläd...

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


So verzaubernd

02.01.2018 - Ich war gestern im Musical Dom Köln und es war so ein schöner Abend. Tolles Musical mit super Kostümen. Einen Stern Abzug wegen des Akzents und dass man im Musical Dom essen und trinken darf während der Vorstellung. Das geht einfach nicht.
Ansonsten absolut zu empfehlen, große Klasse.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Besticht durch hervorragende Darsteller und großes Orchester!

02.01.2018 - Ein fast 40-köpfiges, berauschendes Orchester, welches einen meiner Webber-Lieblingsscores darbietet, die stimmige Inszenierung von Gil Mehmert (die ich auch schon auf Tournee in anderer Besetzung bewundern durfte), ein durchdachtes Bühnenbildkonzept und hervorragende Darsteller: so geht Musiktheater.
Oliver Arno spielt Joe Gillis gehörig arrogant-widerlich und singt ihn dabei ganz hervorragend.
Wietzke van Tongeren gibt eine entzückende, wohlklingende Betty Schaefer.
Tom Zahner mag stimmlich nicht an andere Vorbilder heranreichen, aber seine Darstellung des Max von Mayerling lässt einem das Blut in den Adern gefrieren und geht durch Mark und Bein.
Das Ganze wird angeführt von einer, man muss schon fast sagen "wie immer", sensationellen Pia Douwes, die die Rolle selbstredend nicht nur fantastisch singt, sondern auch eine wunderbar verschroben-tragische Norma Desmond gibt.
Zwei Mal in diesem Jahr hat das deutsche Stadttheater mich vollends überzeugt.
Und es kristallisiert sich ein Motiv heraus:
Dortmund und Bonn können Musical.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Sehr schön

02.01.2018 - Ich bin ohne große Erwartung spontan in die Show gegangen.
Ein sehr tolles Programm, hier ist nicht die Rede von Wicked, Les Mis oder Lion King, sondern von den echten Klassikern des Broadway. Eine tolle Mischung aus zum Beispiel 42nd Street, Kiss me Kate, Cabaret, Der Mann von La Mancha oder auch Der Kuss der Spinnenfrau.
Die vier Hauptsolisten werden von einer tollen Band begleitet und von acht tollen Ensemble Darstellern mit Tanz und Gesang begleitet. Das Zusammenspiel ist große Klasse. Die acht Nachwuchsdarsteller bekommen auch ihre eigenen Songs und können einmal mehr ihr Können unter Beweis stellen.

Christian Alexander Müller, Gaines Hall, Frederike Haas und Sophie Berner kennt man am Staatstheater Nürnberg nur zu gut und alle geben noch einmal ihre Erfolge an diesem Haus zum Besten. Aber nicht nur die, sondern auch ihre Internationalen: So endet der zweite Akt mit dem Song Nowadays aus Chicago, gefolgt von der original Bob Fosse Choreographie mit dem Hot Honey Rag! WAHNSINN!

Jeder Song wird kurz anmoderiert von den Darstellern und man erfährt kurz ein bisschen was über einzelne Shows, die mittlerweile leider schon fast in Vergessenheit geraten sind. Ständiger Kostüm- und Perrückenwechsel runden die Show noch mehr ab.

Gaines Hall gibt super Stepptanz Einlagen bei z.B. Singin in the Rain und nicht nur er bringt auch viel Witz mit auf die Bühne.

Das Opernhaus Nürnberg ist ein wunderschönes Theater mit sehr nettem, zuvorkommenden Mitarbeitern, sodass der Theaterabend geradezu perfekt wird!

Reingehen! Genießen! Träumen! :)

Tobigoestothetheatre (10 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Willkommen in den Sixties

31.12.2017 - Aktuell ist das Musical Hairspray auf großer Tournee und ich hatte die Möglichkeit es am 30.12. im Stadttheater Fürth zu sehen.

Katja Wolffs Inszenierung unterscheidet sich in der Ausarbeitung der Rollen kaum mit der Originalinszenierung. Dabei wirken fast alle Rollen überzeichnet, was allerdings so gewollt ist und auch beim Publikum gut ankommt. An manchen Stellen wirkt dies jedoch ein wenig zu übertrieben, vor allem die Rolle der Amber fällt negativ auf.
Wolff schafft es ebenfalls nicht immer die Schwächen des Stücks (vor allem die flache Handlung) zu kaschieren und so hat der erste Akt viele Längen. Der zweite Akt ist dafür umso rasanter wenn auch sinnfreier in der Handlung.

Die 9 köpfige Big Band spielt die fetzige Partitur sehr gut. Insgesamt fällt es jedoch manchmal schwer die Texte der Darsteller zu verstehen.

Mit Beatrice Reece hat man eine Idealbesetzung für die Tracy gefunden. Vom Typ, Gesang und Schauspiel trifft sie die Rolle perfekt.
Als Edna steht Andrea Matthias Pagani auf der Bühne, welcher ein wenig unterfordert wirkt. Selten hat er die Möglichkeit Stimme zu zeigen. Trotzdem spielt er seine Rolle mit viel Charme.
Devi-Ananada Dahm spielt die Penny ebenfalls sehr gut und überzeugt mit ihrer Stimme. Claudius Freyer als Wilbur und Janko Danailow als Corny spielen Rollendeckend, haben aber auch nicht die Möglichkeit zu glänzen.
Krisha Dalke konnte mich leider nicht wirklich als Link überzeugen, da sowohl gesanglich als auch vom Schauspiel noch Luft nach oben wäre. Das selbe gilt für die Rolle der Amber (Maja Sikora) und der Velma (Nicole Rössler). Ein Highlight ist dafür: Monica Lewis-Schmitt als Mothermouth Maybelle, die eine Hammerstimme hat.
Das Ensemble ist ebenfalls stimmlich gut, tänzerisch ist noch Luft nach oben.

Die Ausstattung ist sehr einfach gehalten und es ist eigentlich eine Einheitskulisse, die durch einzelne Requisiten verändert wird. Trotzdem wirkt die Kulisse nicht langweilig. Die Kostüme sind schön und passend.
Das Licht ist ebenfalls knallig, so wie es sich für so ein Stück gehört.

FAZIT: ein nettes, jedoch eher belangloses Musical, welches Spaß macht und in der Inszenierung überzeugen kann.

Inszenierung: 3/5
Musik: 4/5
Besetzung: 3/5
Ausstattung: 3/5

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Gute Unterhaltung

31.12.2017 - Das Stück ist eine bunte Eigenproduktion des eher kleinen Hauses in Bad Säckingen und unterhält über weite Strecken kurzweilig und angenehm. Die Story:1965, die alleinerziehende und verträumte Stewardess Annie sucht einen Mann für sich und einen Vater für ihren Sohn...der soll nett und anständig sein, dürfte aber auch gerne ein wenig Knete haben... Leider plätschert die Geschichte sehr vorhersehbar vor sich hin, auch wenn das Spiel mit den Klischees durchaus beim Publikum ankommt. Musikalisch funktioniert das Stück dann besonders gut, wenn das Ensemble schmissige Shownummern darbieten darf. Die Balladen und zahlreichen Reprisen (insgesamt sehr viel Musik!) sind leider sowohl textlich, als auch musikalisch absolut nicht rund. Bestes Beispiel ist hier sicherlich "...weil ich lieb nur dich". Auch erinnert das Duett zwischen Vater und Sohn Coon im zweiten Akt ganz gewaltig an 'Eine Pyramide mehr' aus 'Aida'..

Die weiblichen Darstellerinnen, besonders Tiziana Turano (wirkt eher unterfordert) überzeugen vor allem gesanglich. Das Ensemble (hervorzuheben Marina Tinz, Neuza Phillip, Magdalena Bönisch und Evelyn Roth-
tanzt wirklich hervorragend) klingt auch in der Mehrstimmigkeit ansprechend. Die Männerrollen bleiben sowohl tänzerisch, als auch darstellerisch und gesanglich blass und hinter den Erwartungen (an eine professionelle Produktion) zurück.
Der Kinderdarsteller in der besuchten Vorstellung sang klangschön und spielte ansprechend.
Die Rolle des Sanjeevs (der 'lustige indische Kofferträger mit dem Herzen aus Gold') wird von Lukas Basler einigermaßen gut gelöst, jedoch bin ich der Meinung, dass das'dunkler schminken' kaukasischer Darsteller einen politisch doch recht bedenklichen Beigeschmack hat und eigentlich nicht praktiziert werden sollte! Hier müsste wirklich ein ethnisch passender Darsteller besetzt werden ...vor allem, da der Akzent und die klischeehafte Einfachheit mit der die Rolle angelegt ist, so doch einige Fragen aufwirft...

Die Band spielt in kleiner Besetzung (auf der Bühne bzw. in das Bühnenbild integriert) und wirklich solide. Die Choreografien von Vanessa Vario sind passend, grundsätzlich sehr gut getanzt, oft einfach, aber wirkungsvoll. Das Bühnenbild ist jedoch nicht durchweg gelungen. Die Mischung aus bedruckten Leinwänden, einzelnen Möbelstücken und etwas billig anmutenden Projektionen funktioniert nicht immer und wirkt streckenweise etwas "schultheatermäßig". Hier hätte ich mir etwas mehr Detail und 3D Arbeit gewünscht (siehe z.B. Flughafen Außenbereich und Flugzeug Innenleben).

Zusammenfassend: Lahme Liebesgeschichte durchzogen von Klischees, die (leider?) gut funktionieren. Sehr gute weibliche Hauptdarsteller, buntes Bühnentreiben und ein ansprechendes Ensemble sorgen trotz allem für kurzweilige Unterhaltung.

Luckylucy (erste Bewertung)


Große Schauwerte und Wiener Schmäh

30.12.2017 - Im Raimund wird heuer geklotzt, nicht gekleckert: Da werden Songs von Rainhard Fendrich von einem 20-köpfigen Orchester dargeboten, da stehen Top-Künstler auf der Bühne und in Punkto Bühnenbild werden auch keine Gefangenen gemacht.
Die Show öffnet vor geschlossenen roten Vorhang mit einem Potpourri der größten Hits von Fendrich. Und auch wenn ich kein begeisterter Anhänger seiner Musik bin, gut gemacht ist das alle Mal; obwohl es gerade musikalisch oft überproduziert wirkt, da wäre vielleicht doch weniger manchmal mehr gewesen.
Und dann öffnet sich der Vorhang und man blickt auf eine dreistöckige bespielbare Torte, die das gesamte Bühnenbild einnimmt.
Das sieht gigantisch aus, da fragt man sich aber gleich, "werden die Darsteller nun den ganzen Abend diese Torte hoch und runter laufen und war es das dann mit dem Bühnenbild..?" Zumindest für die ersten 15 Minuten werden diese Befürchtungen wahr, während, in gewohnter "Ich war noch niemals in New York"-Manier ein Pseudo-Konflikt an den anderen gehängt wird, um diverse Songs anzumoderieren.
Doch dann, eben nach besagter Viertelstunde, gerade im Moment eines höchst-künstlich erzeugten Song-Einstiegs, verwandeln plötzlich großartige Projektionen die Bühne in etwas ganz Neues.
Das spielfreudige Ensemble schwingt sich, das Publikum ansteckend, in Sambakleidung über die Bühne und auch ich schaffte es, mich in den Sog dieses Spaßes ziehen zu lassen.
Und dann folgen die größten Pfunde dieses Abends, nämlich sehr gut gespielte Zweierszenen, bei denen auch die Überleitungen in die Songs meist gut aufgehen. Kleine und große Regieeinfälle, wie die kleinen singenden Torten oder ein Ensemble bestehend aus Barbies und Kens, sind wirklich entzückend und lustig.
Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo bühnenbildtechnisch alle Dämme brechen: Dann werden Dachböden, Berge, Hubschrauber und alles vorstellbare und unvorstellbare auch noch auf die Bühne gefahren.
Das ist schon sehr beeindruckend.
Aber zurück zum ausschlagenden Pluspunkt dieser Produktion, nämlich den hervorragenden Darstellern:
Lukas Perman als Hotelchef Edler Junior begeistert mit Charme und schöner Stimme.
Iréna Flury in der Hauptrolle der Hollywood-Diva Emma Carter weiß wirklich jedes buchbedingte Klischee zu umschiffen und tief und glaubwürdig in die Rolle einzusteigen. Das bewegt.
Ähnliches hätte ich gerne über das Hotelier-Ehepaar Edler gesagt, doch ehrliches Spiel und schöner Gesang ist dort leider nur beim hervorragenden Andreas Stepan anzutreffen.
Martin Pasching gibt einen äußerst glaubwürdigen, schmierigen Agenten, der jedoch nie in die Falle des Chargierens tappt.
Eine Entdeckung ist für mich der junge Matthias Trattner: In der Rolle des gewitzten Hotelboys Felix spielt und singt sich in die Herzen der Zuschauer.
Gar nicht so heimlicher Star des Abends ist die über 70-jährige Dolores Schmiedinger als Concierge Elfie Schratt: Wird sie anfangs noch höchst komisch in bester Muppet-Show-Tradition hinter ihrem Concierge-Pult von der einen Bühnenseite auf die andere hin und her gefahren, taut sie im Laufe des Stückes immer agiler auf und gibt eine hoch energetische Performance als guter Geist des Hotels. Die meisten Lacher des Abends sind ihr und ihrer Darstellung zu verdanken. Da geht einem wirklich das Herz auf.
Summa summarum bietet "I am from Austria" einen sehr unterhaltsamen Abend mit großen Schauwerten voller Wiener Schmäh, an dem natürlich kein Klischee und kein bekanntes Muster ausgelassen wird.
Die Kunst besteht darin, diese Klischees glaubhaft an den Mann zu bringen. Und das schafft dieses wunderbare Ensemble alle Mal.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Weiterhin eine durchschnittliche Show...

29.12.2017 - Nachdem ich die Londoner Originalinszenierung schon recht durchschnittlich und unemotional fand, habe ich auf eine Verbesserung gehofft. Leider ist das Gegenteil der Fall. Es wird noch deutlicher wie schwach die musikalische Seite ist, das Bühnenbild wirkt ziemlich steril und auch emotional kam bei mir nicht viel an. Es gab einige gute Momente, besonders die von Oda Mae Brown (in der besuchten Vorstellung leider nur Drittbesetzung Frau Aquino, die gut war, aber eigentlich viel zu jung für die Rolle ist). Verkaik und Klaws geben gute Interpretationen ab, aber auch sie können der sterilen Inszenierung und dramaturgisch schwachen Vorlage kaum Gefühle entlocken. Ärgerlich sind die simplen und durchschaubaren Tricks, die überwiegend billig wirken. Da durfte man in London doch etwas mehr staunen und für Stage Preise kann man durchaus mehr WOW-Effekte erwarten. Es bleibt eine solide Stadttheaterinszenierung, die nicht die hohen Eintrittspreise der Stage rechtfertigt. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass einige Besucher durchaus emotional ergriffen das Theater verlassen haben.

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Joa...

29.12.2017 - Wir haben uns zu sechst die Premiere angeschaut und trotz unterschiedlicher Erwartungen und Musical-Erfahrungen war unser einhelliges Fazit: "ganz okay".

Durch die - zugegeben sehr umfangreiche - Story wird flink durchgerauscht, es gab sinnvolle Kürzungen von Personen, die der Geschichte nicht zu sehr weh tun. Alles in allem wird der Vorlage im Rahmen der Möglichkeiten Rechnung getragen. Aber es sind dann einfach doch zu viele Einzelepisoden, als dass man die Beziehungen, wie zum Beispiel die Liebesgeschichte zwischen Johanna und Gerold oder die Verbindung von Johanna und Rabanus gut hätte ausbilden können.

Die Darsteller waren gut bis sehr gut. Hier und da mal ein kleinerer Texthänger - na ja.
Aber die Musik ist einfach nicht meins. Wie erwartet gibt es ein, zwei Stücke, die mich begeistern können, aber der Rest ist dann doch einfach nicht mein Fall.
Was die Show dann aber doch wieder empfehlenswert macht, sind das tolle Ensemble (wie oft sieht man noch so viele Personen auf der Bühne?) und der volle Klang der Musik vom Band - die tut nämlich der Sache keinen Abbruch sondern klingt richtig gut.

Hughie (25 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Ein berauschend-luxuriöses Theaterfest für alle Sinne

29.12.2017 - "Tanz der Vampire" ist in seiner Geburtsstadt Wien wirklich etwas ganz, ganz Besonderes. Und bevor ich gleich in einer ziemlich schamlosen Lobhudelei schwelgen werde, möchte ich mit meinen drei einzigen und zentralen Kritikpunkten eröffnen:
Die beiden großen Pluspunkte der abgespeckten Stage-Sparversion in Stuttgart, die sozusagen für mich die Pfunde waren, sind hier die leider beiden, die nicht meinem Gusto entsprachen:
Der Graf und Sara. In beiden Fällen auch aus ähnlichen Gründen, dennoch mit anderen Hintergründen:
Mark Seibert versucht als Krolock sowohl stimmlich als auch darstellerisch etwas zu präsentieren, was ihm einfach nicht entspricht. Dies kostet ihn einen sichtbaren Kraftaufwand, welcher ihn stimmlich leider absolut an seine Obergrenze bringt.
Letzteres gilt leider auch für die sehr junge Sarah-Darstellerin Diana Schnierer:
Auch sie wirkt sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überfordert. Bei ihr jedoch trifft mein letzter Kritikpunkt zu:
Die Regie scheint die beiden sehr jungen Hauptdarsteller der Sarah und des Alfred weitestgehend im Stich gelassen zu haben. Generell scheint sich die Regie zu sehr auf Schablonen und Chargieren zu verlassen. Und dies können eben nur arrivierte Darsteller mit langjähriger Bühnenerfahrung auffangen und übersetzen, die es hier glücklicherweise sonst zu Haufe gab.
Nun die hemmungslose Lobhudelei:
Es ist einfach ein absoluter Traum, dem großen Orchester der Vereinigten Bühnen Wien zuhören zu dürfen, den differenzierten Klängen der einzelne Instrumente zu lauschen, und eine Bastion von acht Streichern zu genießen. Dies gilt von der ersten bis zur letzten Minute und hat unter anderem auch jene Auswirkung, dass ein Song wie "Knoblauch", der zuletzt in Stuttgart ein einziger, verständnisloser Brei war, jetzt vollkommen differenziert zu verstehen ist.
Auch optisch kann diese Produktion mit zahllosen Superlativen aufwarten:
Das beginnt bei sehr stimmigen wunderbaren neuen Projektionen und endet in einem luxuriös eingerichteten Tanzsaal am Ende, der einer Kathedrale gleicht. Wie wunderbar, dass in der Bücherszene des Professors nicht einfach ein einziges, dünnes, lausiges Regal hereingeschoben wird, sondern ein sich drehendes Rondell unzähliger Regale mit tausenden Büchern erscheint, dessen Mitte sogar bespielt werden kann.
Auch das Ende von Akt eins, das Eintreffen vor dem Vampirschloss, welches in der derzeitigen deutschen zur Produktion nur noch mit einem schäbigen Vorhang arbeitet, hat endlich wieder einen bühnenbildnerischen Effekt:
Man sieht gruselige Wasserspeier vor einem haptischen Eingang mit großem Tor. Das alles ist ein Augen- und ein Ohrenschmaus sondergleichen, produktionstechnisches Weltniveau.
Auch gesanglich ist Vieles brilliant:
Noch nie (und das müssten meine achten Vampire gewesen sein, inklusive der Originalbesetzung in Wien 1996) habe ich die "Nightmare"-Soli so geil gesungen und so verrotzt – verrockt gehört! Das war unfassbar fett, dank Vini Gomes und Filippo Strocchi.
Raphael Gross, gerade frisch von der Musicalschule, gibt einen entzückenden Alfred und singt dabei ganz hervorragend. Sein "Für Sara" ist der solistisch – gesangliche Höhepunkt der Show. Der junge Darsteller sprüht nur so vor Energie und wirkt dabei wie ein Welpe, der, wie Welpen es nun mal tun, dabei manchmal über das Ziel hinaus schießt. Auch hier wäre eine gezielte Regie gefragt gewesen, um dem hoch-talentierten Darsteller einen klaren Rahmen vorzugeben. Aber das ist wirklich Kritik auf extrem hohen Niveau, Rafael Gross ist, man kann es nicht anders sagen, einfach entzückend und in seiner ungebremsten Spielfreude absolut entwaffnend.
Schauspielerischer Favorit dieses Abends ist für mich ganz eindeutig Fernand Delosch als Professor Abronsius:
Noch nie sah ich eine Darstellung des Professors, die so wahrhaftig, tief und ehrlich war und es trotzdem schaffte, alle Pointen urkomisch zu bedienen. Delosch gelingt das Kunststück, kein Abziehbild einer Comicfigur zu schaffen, sondern er haucht Abronsius echtes Leben ein.
Dazu ist er auch noch gesanglich großartig.
Eine Masterclass in Sachen Musiktheater.
Nicolas Tenerani gefällt mir als Chagal, wie bereits auch in Stittgart, sehr gut.
Marke Martens beltet Magda in ungeahnte Höhen.
Charles Kreische zeigt sich als Herbert bestens bei Stimme, leidet aber auch darunter, dass seine Szenen regiebedingt immer mehr zu Szenen aus "Priscilla - Queen of the desert" verkommen.
Ich mag diese denunzierende Klischeetunte einfach nicht mehr sehen. Jedenfalls ist sie nicht der Intention der Originalregie von Polanski aus den neunziger Jahren entsprungen.
Und trotz dieser kleinen Kritikpunkte:
Die derzeitige deutsche Sparversion hat der luxuriösen, berauschenden Wiener Fassung nichts entgegen zu setzen, außer ebenso talentierte Darsteller.
Im direkten Vergleich ist Deutschland tatsächlich eine überteuerte Nullnummer, während sich die Wiener Vampire glücklicherweise und erneut auf Weltniveau präsentieren.
Ein ganz hervorragender, unvergesslicher Theaterabend!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Schlechte Aufführung und schlechte Akustik

28.12.2017 - 28.12.2017. - Die Kritik von sgassner kann ich in allen Punkten nur bestätigen. Die in der Beschreibung genannten aktuellen Musicals (zb. von Webber) waren wenig vertreten, eher die alten (z.B. West Side Story) und nur letztere waren auch im engeren Sinne Broadwaymusicals, weil sie dort uraufgeführt wurden und von dort ihren Siegeszug antraten.
Wir sahen die erste Aufführung am 25.12. um 17:00 Uhr und da war außerdem vermutlich vorher keine ausreichende Akustikprobe gemacht worden, die Akustik war jedenfalls ziemlich übersteuert nach Meinung meiner ganzen Familie und der Platznachbarn. In der Pause sprach jemand mit dem Mann am Mischpult, danach war es einen Tick besser, aber immer noch nicht zumutbar.

manpl (erste Bewertung)


Schlechte Aufführung

28.12.2017 - Sowohl die Auswahl der Musikstücke als auch die künstlerische Leistung war absolut schrecklich.
Es wurden von den bekannten Musicals nur 1-2 Stücke vorgetragen und von den älteren, eher unbekannteren zuviel. Wahrscheinlich eine Frage der Lizenzgebühren. Leider waren auch die Tänzer oft unmotiviert und die Sänger schlecht zu verstehen (Stimme fehlte) oder sie konnten den Text nicht aussprechen. Des öfteren war auch das Tempo der Stücke zu schnell (Tanz der Vampire!)Absolut nicht zu empfehlen.

sgassner (erste Bewertung)


Achtung Sichteinschränkungen - kein Genuß möglich

27.12.2017 - Wir waren am 23.12.2017 bei JCSS zur Premiere – leider haben wir nur die Hälfte des Stückes sehen können - denn sobald man etwas mehr als Reihe 09 ganz links sitzt-
sieht man nicht mehr alles
Es wurde nicht darauf hingewiesen – Kartenvorverkauf oder online – das es hier zu Sichteinschränkungen kommen kann – denn bei diesem Stück
- ist auf der linken Seite ( ganz vorn links – wo Judas sich selbst eine Wunde beibringt ) konnte man nur erahnen und leider nur im ansatz
möchte nicht wissen wenn man auf dem Rang ganz links oder der Logen links sitzt – sieht man diese Szene und auch die anderen nicht –
Deshalb sollte schon im VVK – oder online darauf hingewiesen werden – denn dann hätten wir diese Karten nicht genommen – und das für diesen Preis ?
SCHADE

maulwurf1 (3 Bewertungen, ∅ 2 Sterne)


Tolle Show mit Einschränkungen

26.12.2017 - Die Show an sich hat uns gut gefallen. Die Sänger waren gut, Band und Kichtshow allererste Sahne und die Kostüme echt der Brüller. Als extremen Nachteil fanden wir, dass sämtliche Sprechdialoge ausschließlich in schnell gesprochenem Englisch geführt wurden. Darauf wurde bei der Vorankündigung nicht hingewiesen. Die wenigen erklärenden deutschen Sätze durch Sky Dumont wurden leider oft von Zwischenrufen "Laaaaangweilig!" unterbrochen, auf die Herr Dumont immer einging, anstelle einfach weiterzumachen. Dies trug nicht zum Verständnis der Handlung bei und wir hatten somit große Schwierigkeiten, den Dialogen zu folgen.
Wer den Film vorher auf Deutsch gesehen hat oder wer sehr gut Englisch spricht, für den ist es sicher ein Riesenspaß. Wir hatten leider nicht viel davon.

legokaefer (erste Bewertung)


Bunt, motivierend, mitreißend

26.12.2017 - Dem Theater Lüneburg ist ein tolle Umsetzung geglückt. Die jungen Darsteller sind alle sehr motiviert. Das Bühnenbild sparsam, aber gut in Szene gesetzt durch die bunten Kostüme. Ein Orchester was sich sehen lassen kann. Die Hauptrolle Joseph sticht durch einen jungen Mann hervor, von dem man hoffen kann, das man noch viel von ihm sieht. Die Rolle ist anspruchsvoll und er wird der Rolle gerecht. Schade, das es keine Möglichkeit gibt das Musical nochmal zu sehen, da alle Shows sehr schnell ausverkauft waren. Wer ein Ticket ergattert hat kann sich auf einen schönen Abend freuen.

Dirk2000 (erste Bewertung)


Enttäuschend...

23.12.2017 - Kurz zusammengefasst:
ein tolles Bühnenbild, ein geniales Musical, aber leider sehr langatmig inszeniert, teilweise nicht treffend besetzt - und vor allem ohne den nötigen Drive aus dem Orchester - dadurch kam leider nur wenig Stimmung auf, vor allem im Vergleich zu anderen Produktionen dieser Show.

Man kennts aus Dortmund eigentlich besser...

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Habemus Mamam!

23.12.2017 - Ich war gestern mit meiner Freundin in der Päpstin in Neunkirchen und es war ein absoluter Hochgenuss!
Ich muss gestehen, als großer Musicalfan war ich zuerst sehr skeptisch, was das da in Neunkirchen wohl werden wird.
Und ich muss euch sagen:
Ich bin noch immer hin und weg! Ich war gebannt, habe gelacht, habe geweint..
Die Neuinszenierung ist fantastisch!
Ich habe die Päpstin vor einigen Jahren in Fulda gesehen und muss sagen, dass mir diese Version um einiges besser gefällt! Die jetzige Version von Benjamin Sahler ist ECHT!
Und die Hauptdarsteller.. Ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus! Allen voran Anna Hofbauer als Päpstin Johanna! Sie ist für mich die absolute Traumbesetzung! Sie spielt den Bogen von der jugendlichen Johanna, über den Mönch, bis hin zur Päpstin, die ihr Kind verliert so fesselnd, stark, echt und berührend! Und stimmlich haut sie eine Nummer nach der anderen mit so viel Herz und Stimmgewalt raus, dass ich meinen Hut vor dieser jungen Darstellerin ziehe!
Auch Matthias Stockinger als Gerold hat mich tief beeindruckt! Der Darsteller ist stimmlich und schauspielerisch ebenfalls so stark!
Die Version von Benjamin Sahler ist so wahnsinnig gut besetzt, mit Uwe Kröger als Erzähler, guter Geist, Seele und Vertrauter, Kevin Tarte als Rabanus, Sven Fliege als rockiger Anastasius, Stefanie Kock, die so herzlich die heidnische Mutter Johannas spielt.
Und herauszuheben ist ebenfalls das grandiose Tanzensemble und die Luftakrobatinnen die die Krähen "tanzen"!

Endfazit: Neunkirchen ist zwar etwas ab vom Schuss, aber: MUSICALFANS, UNBEDINGT ANSCHAUEN!

susanne_körner (erste Bewertung)


Beitrag vom 23.12.2017 gesperrt

PhantomMusic_01 (erste Bewertung)


Wunderbar - Märchen schreibt die Zeit...

23.12.2017 - Gerade in der Adventszeit bietet sich ein Besuch in Disneys "Die Schöne und das Biest" an und so war der Kölner Musical Dome auch bis unters Dach gefüllt. Man merkte mal wieder, Theater macht mit vollem Saal einfach mehr Spaß.

Ich persönlich fand die Textverständlichkeit überraschend gut und kann da einige sehr negative Bewertungen diesbezüglich nicht nachvollziehen. Natürlich haben viele Darsteller einen entsprechenden Akzent, der eine mehr, der andere weniger, aber es war alles verständlich und wenn es nur nach Belle (Kitti Jenes) und dem Biest (Sándor Barkóczi) gegangen wäre, hätte ich bei den Darstellern 5 von 5 Punkten vergeben. Wow, ich habe ein neues "Lieblings-Biest", das war ganz hervorragend! Das ausgerechnet bei "Wie kann ich sie nur lieben?" die Soundanlage kleine Probleme machte, war da etwas ärgerlich.

Die Inszenierung wusste auch zu gefallen, einige nette Ideen sind vorhanden und die etwas düstere Inszenierung tut dem Stück sehr gut. Das Schloss auf der großen Drehbühne schafft verschiedene Räume und die Verwandlung vom Biest zum Prinzen, einfach toll. Doch, der Besuch lohnt sich....

Besuchte Vorstellung:
21.12.17 - Musical Dome, Köln

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,5 von 5
Besetzung: 3,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Beitrag vom 23.12.2017 gesperrt

HansiHinterseer (erste Bewertung)


Bravo Benet!

21.12.2017 - Du bist eine grandiose Lola und hast mir einen tollen Abend beschert. Applaus ! Applaus..

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Let´s do the Time Warp again

21.12.2017 - Bei der aktuellen 2017/2018-Tourbesetzung gibt es musikalisch wenig auszusetzen. Gary Tushaw gibt einen überzeugenden Frank´n Furter, Stuart Matthew Price ist erneut als Riff Raff zu sehen. Sophie Isaacs als Janet und Christopher Parkinson als Brad besitzen beide eine wunderbare Musicalstimme, die einen schnell gefangen nimmt. Etwas vernachlässigt werden in dieser Inszenierung leider die Rollen von Rocky und Eddie, was aber wohl eher an der Inszenierung liegt. Die Anspielungen auf alte B-Movies sind gelungen und stimmig, so dass es am Ende zwei unterhaltsame Stunden waren im Theater. Auch die Soundabmischung war in Essen nicht so schlecht wie von anderen Orten hier berichtet.

Besuchte Vorstellung:
19.12.17 - Colosseum, Essen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 2,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Naja ging :(

20.12.2017 - Hier ist meine Bewertung zu Ghost: Leider muss ich Ghost 3 Sterne geben 😕 Bühnenbild: Es war eigentlich ein sehr schönes Bühnenbild, aaaber es waren immer diese Pfählen, die auf der Bühne stehen. Aber die Special Effects, dass Sam als Geist nicht alles anfassen kann, wurden so super gemacht! Da fragt man sich wie das geht mit der Tür usw. Darsteller: Mathias Edenborn als Sam war einfach nur super! Man hat richtig mitgelitten, dass er entgültig ein Geist ist. Marcella Adema als Molly war nicht so gut. Ihr Gesang ging so, aber ihre Schauspiel naja. Chasity Crisp als Oda Mae Brown war sooo super 😀 Und ihre Stimme, boaaaah! Andreas Bongard als Carl Brunner war auch nicht schlecht und ne super Stimme! der Krankenhaus Geist gespielt von Klaus Seifert war sooo super 😀 Sowie der U - Bahn Geist. Geschichte: Im ersten Akt war es irgendwie, wie soll ich sagen, langweilig. Bei einigen Szenen war es irgendwie langweilig. Der 2. Akt war definitiv besser! Leider muss ich auch sagen, dass die ganzen Laserstrahlen usw. mega wehgetan haben im Auge 😕 Bitte ändern liebe Stage.Bei den Liedern gibt irgendwie KEINE Ohrwürmer, bzw. mir ist keins hängengeblieben. Man kann sich zwar die Show anschauen, aber nur einmal.

Musicaltrine (3 Bewertungen, ∅ 2.3 Sterne)


Kraftvoll diffus

18.12.2017 - FALCO-A CYBER SHOW, FALCO MEETS AMADEUS, FALCO-DAS MUSICAL, FALCO MEETS MERCURY: Musicalmäßig musste die österreichische Sängerikone schon für so einiges herhalten.
Nun zeigt das Theater Pforzheim also auch noch FALCO-THE SPIRIT NEVER DIES, das Musical-Ballett.

Die Choreografin Amy-Share Kissiov hat den unterhaltsamen Abend choreografiert und inszeniert.

Schlaglichtartig werden Stationen aus Hans Hölzels Leben visualisiert. Gesprochenen Text gibt es dabei so gut wie keinen und auch das Bühnenbild ist auf ein Minimum reduziert. Musik, Gesang und natürlich Tanz sind das inhaltliche, dramaturgische und emotionale Zentrum des Konzepts.

Das Tanzensemble des Theaters leistet Großartiges. Die Choreografien durch sämtliche nur vorstellbaren Stile werden hochgradig dynamisch, präzise und ausdrucksstark umgesetzt.
Als Solist ragt Johannes Blattner als Hans Hölzel nochmals heraus.
Mit enormer Bühnenpräsenz, tänzerischem Einsatz und auch schauspielerischer Kompetenz lässt er die Zerrissenheit und die Widersprüche des Künstlers körperlich spürbar werden.
Alexander Kerbst lässt als Gesangssolist Falco, die Bühnenpersönlichkeit bis in kleine Gesten täuschend echt auferstehen.

Um die komplexe Persönlichkeit zu portraitieren hat Kissiov auch noch die abgespaltenen Individuen Jeanny und Jack integriert.
Vielleicht war das alles etwas zu viel. Oder vielleicht ist einfach auch das Genre Ballett nicht wirklich dazu geeignet, um komplexe zwischenmenschliche Beziehungsgeflechte und tiefenpsychologische Persönlichkeitsanalysen transparent und verständlich darstellen zu können.

Als musikalischer Leiter wurde niemand anders als Frank Nimsgern verpflichtet. Der Meister ist auch persönlich anwesend und greift in die Saiten. Allerdings kann das Konzept nicht so ganz überzeugen. Das Klangbild wurde auf einen knackigen, rockigen Bandsound komprimiert. Das entspricht kaum dem Bombast-Pop, den hauptsächlich die Boland Brüder, für die bekannten Falco Hymnen kreiert haben.

Am Ende bringt einem der Abend keine wirklich neuen Erkenntnisse über den mythenumrangten Star.
Kurzweilig unterhalten kann er aber allemal.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Sehr gelungene Inszenierung mit großartigen Darstellern

17.12.2017 - Nun führte mich der Weg nach Altenburg in Thüringen, wo ich noch nie zuvor gewesen bin oder gar von gehört hatte. Grund: Sunset Boulevard mit Angelika Milster in der Hauptrolle.

Ich muss sagen, ein wirklich toller Abend mit großartigem Orchester, tollen Darstellern und einem historischen Theater. Was hier geboten wurde, war ganz ganz großes Musical in "gemütlicher" Atmosphäre, denn das Theater bot nur Platz für etwa 540 Gäste.

Angelika Milster in der Hauptrolle der Norma Desmond ist ein Geniestreich, aber auch die anderen Darsteller wie Kai Wefer als Joe Gillis, Claudia Müller als Betty Schäfer und Johannes Beck als Max sind sehr gut besetzt und haben ebenfalls sehr schöne und klare Stimmen. Die Kostüme waren sehr schön und abwechslungsreich, die Bühnenbauten trickreich und gut durchdacht. Beeindruckt war ich durch die Licht und Videoeffekte.

Ein Abend mit bester Unterhaltung und das zu einem unglaublich guten Preis! Wer noch die Möglichkeit hat, Sunset Boulevard in Altenburg oder später in Gera zu erleben, sollte dies unbedingt tun!

Ich gebe 5 Sterne!

WickedAwsome (3 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Besser geht es kaum noch!

17.12.2017 - Was das Gärtnerplatztheater auf die Bühne bringt hat Herz. Drei Hauptdarsteller und einen Bus, üwie man sie besser nicht besetzen kann. Auch wenn wann die Inszenierung in London mehrfach gesehen hat und auch die Tour in den USA, wachsen einem vor allem Tick und Bernadette ans Herz. München hat nun eine Perle der Unterhaltung.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gut.

16.12.2017 - Meine Bewertung bezieht sich auf die Vorstellung vom 16.12.17 um 14:30 Uhr,
Also es wird so viel Werbung mit Alexander Klaws und Willemjin Verkaik gemacht und keiner von beiden steht auf der Bühne, sehr enttäuschend. Aber die Show mit den Tricks und das Bühnenbild ist wirklich sehr gut gelungen. Der Orchestergraben ist sehr leer. Sogar der Dirigent muss ein Keyboard und einen PC bedienen. Für die Ticketpriese erwarte ich doch mehr als nur PC und einen sehr leeren Orchestergraben. Marion Campbell möchte ich besonders hervorheben. Sie spielt die Oda Mae Brown echt bombastisch gut. Sie reist die ganze Show. Nikolas Heiber als Sam fand ich stimmlich doch eher durchwachsen. Soundtechnisch war es auch eher durchwachsen. Ich kann und muss leider durch die hohen Ticketpreise nochmal einen Stern abziehen. So komme ich nur auf insgesamt 3 Sterne. Es war gut von den Tricks und dem Gesang. Doch für solch hohe Preise erwarte ich mehr.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Erfolgreiche Deutschsprachige Erstaufführung

15.12.2017 - Das Gärtnerplatztheater hat es als erster deutschsprachiger Standort geschafft, dass Musical Priscilla auf die Bühne zu bringen. Und das Ergebnis ist wirklich grandios geworden!

Da ich das Stück in München gesehen hab, kann ich keinen Vergleich zu den anderen Inszenierungen ziehen.

Inszenierung: Gil Mehmert stellt eine sehr flotte Inszenierung auf die Bühne und ist stets bemüht, dass das ganze nicht zum Klamauk abrutscht. Und das gelingt ihm auch sehr gut. Jede Szene wird sehr ansprechend und kreativ von ihm umgesetzt und auch die Rollen wirken sehr ausgearbeitet.

Musik: Das Orchester des Gärtnerplatztheaters spielt groß auf und bricht trotzdem nicht mit dem Stil der Musik. Allerdings leidet an ein paar Stellen die Textverständlichkeit unter der lauten Musik.

Besetzung: Dem Staatstheater am Gärtnerplatz ist es gelungen ein paar bekannte Gastsolisten zu engagieren.
ARMIN KAHL spielt Tick sehr facettenreich und er spielt diese zwei Seiten Ticks, die bürgerliche und die eher ausgefallen-extravagantere, sehr überzeugend. Stimmlich ist er solide und überzeugt an ruhigeren Stellen.
Der Kracher ist ERWIN WINDEGGER als Bernadette. Wie er die alternder, schlagfertige Diva spielt ist der Hammer. Gesang und Schauspiel par excellence
TERRY ALFARO ist der schwächste der Truppe als Adam. Sprachlich hat er seine Probleme. Trotzdem singt er gut und passt vom Typ. In seiner dramatischeren Szene im zweiten Akt ist er sehr gut und blüht auf.
Die drei Diven AMBER SCHOOP, JESSICA KESSLER und DORINA GARUCI sind der Wahnsinn. Was für Stimmen!
Zu erwähnen ist noch der Darsteller von Benji der vom Schauspiel sehr natürlich und überzeugend war und gesanglich auch gut.
Des Weiteren möchte ich ein Lob aussprechen für das hohe tänzerische und gesangliche Niveau des Ensembles.

Ausstattung: Dies ist das eigentliche Highlight der Produktion. Durch einfache Mittel entstehen immer wieder neue Bilder und Räume. Die Kulisse ist passend und schön- Highlight: natürlich (wie könnte es anders sein) der VW Bus
Eine Vielfalt gibt es auch bei den Kostümen, die echt toll und aufwendig geworden sind

Fazit: Dieses Stück ist für mich mein Musical- Highlight 2017, Karten für 2018 liegen schon bereit

Inszenierung: 5/5
Musik: 4/5
Besetzung: 5/5
Austattung: 5/5

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Flau

13.12.2017 - Ich kann mich der muz-Kritik anschließen. Unpassende Hauptdarsteller ohne das Charisma, das die Rollen erfordern, eine wenig zupackende Regie - dafür aber sehr schöne Song-Arrangements. Dass einige Darsteller so prominent zum Instrument greifen und Teil der Band werden, hat mich optisch gestört, auch das unmotivierte Zugucken des Rest-Ensembles von der Galerie.

In meiner Vorstellung gab es nach den Songs freundlichen Applaus, die geradezu demonstrativen Standing Ovations beim Schlussapplaus fand ich ungerechtfertigt.

Die schwächste Musical-Produktion, die ich jemals im English Theatre gesehen habe.

chmue (erste Bewertung)


Anders, aber brilliant

12.12.2017 - ich mag den intimen Rahmen des Theaters, und da passt Jekyll and Hyde sehr gut rein. Auch wenn bei der Besetzung kleine Abstriche gemacht werden müssen, wird ein rundum gelungener Abend geboten.

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


IwnniNY Nachfolger

11.12.2017 - Und wenn man schon in Wien ist, gehört auch mal etwas Neues dazu. Also auf zu I am from Austria. Obwohl ich kein Österreicher bin, sind mir die meisten Titel von Rainhard Fendrich bekannt. Sein Karrierehöhepunkt lag in meiner Jugendzeit, als ich auch noch Hitparade rauf und runter hörte. Die Vorstellung wie am Tag davor die Vampire ausverkauft.

Ich kenne IwnniNY ja sehr gut und muss mich den anderen Stimmen anschliessen, fast eine 1:1 Kopie. Speziell bei der Choreografie beim Finale habe ich mir gadacht: Da wurde die Zeit knapp bei der Ferigstellung, also copy und past ;-). Etwas weniger Tiefgang als bei IwnniNY, wenn man davon überhaupt sprechen kann. Aber das habe ich auch nicht erwartet, sondern gute Unterhaltung. Und die bekam ich zweifelsohne. Hervorzuheben hierbei sicher auch die Tanzszenen von Choriografin Kim Duddy.

Die Musik von Rainhard Fendrich wurde flott und in gewohnter Wiener Qualität vom Orchester wiedergegeben.

Die Cast durchwegs solide und auf allen Positionen gut besetzt. Lukas Perman gab einen guten Josi. Als Schweizer hätte ich gerne mal wieder Iréna Flury live gesehen. Leider hatte sie frei. Aber Marianna Curn machte ihre Aufgabe auch sehr gut. Heimlicher Star des Abend war aber, was auch beim Schlussapplaus nicht zu überhören war, Dolores Schmidinger als Elfie.

Das Bühnenbild fand ich für ein Feel Good Musical sehr gelungen. Und die LED Wand holte aus der doch kleinen Raimund Bühne noch einiges mehr heraus.

Ich werde es mir nächstes Jahr sicher nochmals anschauen. Ich freue mich auch für die VBW, dass sie nach den nicht so erfogreichen letzten Stücken (speziell Schickaneder hätte ich mehr Erfolg gewünscht), wieder 2 Stücke haben, Die die Theater füllen.

Besuchte Vorstellung: 10.12.2017

Inszenierung: 3.5 / 5
Musik: 4 / 5
Besetzung 4 / 5
Ausstattung 4.5 / 5

Gesamt: 4 / 5

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Endlich mal wieder das Orginal

11.12.2017 - Ich bin eben aus Wien zurück. Nach einer Enttäuschung Ende 2016 in München und zwei Vorstellungen der Neuinszenierung in St. Gallen freute ich mich riesig, mal wieder die Wiener Urversion mit richtig Bums zu sehen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Was aus dem Orchestergraben kam war vom ersten Ton an die gewohnte Qualität, wie man sie in Wien kennt. Auch die Akustik passte. Einzig die Lautstärke hätte, wenn es nach mir ginge, hätte etwas lauter sein dürfen.

Bei der Cast , musste ich obwohl Samstag Abend, auf die First Cast des Grafen verzichten. Als ich die Vita von Filippo Strocchi las, machte es Klick. Er spielte den Tony in Saterday Night Fever in Walenstadt. Und da hat er mich gar wenig überzeugt. Als Graf machte er seine Sache aber ganz gut. Kaum Akzent. Nach meinem Eindruck aber sicher noch nicht in der Liga eines Thomas Borchert oder Jan Ammann. Sebastian Brandmeir als Professor und Christopher Dederichs machten einen Super Job. Endlich mal wieder ein Alfred, der mich stimmlich überzeugte. Hervorheben möchte ich die junge Diana Schnierer als Sarah. Echt toll. Und es zeigt, man findet auch im deutschsprachigen Raum junde Damen, die diese Rolle spielen können. Auch der Rest des Esemble überzeugte sowohl in den Gesans- wie auch in den Tanzszenen.

Das Bühnenbild ist bekannt. Die Ergänzungen mit Projektionen gut gemacht.

Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Besuchte Vorstellung: 09.12.2017

Inszenierung; 4.5 / 5
Musik: 5 / 5 (natürlich auch dem Orchster geschuldet)
Besetzung: 4 / 5
Ausstattung: 4.5 / 5

Gesamt: 4.5 / 5

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gefühl – Spannung – Action – Humor, alles da

11.12.2017 - Ich hatte die Möglichkeit die Premiere zu sehen und habe es dann am nächsten Tag noch einmal angesehen. Durch die Trailer und die ganzen Berichte, hatte ich ein bisschen Sorge, dass das Ganze so eine schwülstige Liebesgeschichte wird, umso mehr war ich überrascht, dass es schon in den ersten Szenen so viel zu lachen gibt. Es gibt viele traurige und spannende Szenen, Action und natürlich diese Special Effects über die man hinterher diskutiert, wie die das wohl gemacht haben, zum Beispiel wie Sam durch die geschlossene Tür geht.

Ghost ist jung, modern, frisch, schnell, dynamisch und sehr lustig.

Willemijn Verkaik und Alexander Klaws spielen das Liebespaar sehr natürlich und sehr überzeugend. Die Rolle des Sam ist besonders facettenreich, zunächst ist Klaws der verliebte junge Mann, (großartig seine - Unchained Melody - Elvis Parodie mit Gitarre), dann der erfolgreiche, vielbeschäftigte Banker, bis er dann bei einem Raubüberfall ermordet wird und jetzt als Geist unterwegs ist. Molly, toll gespielt von Willemijn, hat den ehr traurigen Part in der Geschichte, die ja trauert und ihn vermisst , während Sam, jetzt unsichtbar unterwegs ist, seinen Mörder verfolgt und erkennt warum er ermordet wurde. Dabei findet er Oda Mae und dann geht richtig los.

Ganz klar, Deutschland hat ein neues Musical Traumpaar, Sam und Oda Mae, Alexander Klaws und Marion Campell, die Beiden zusammen, das ist echt der Knaller. Der Wahnsinn wie die Beiden spielen,sie die durchgeknallt, freche, aufgekratzte, schrille Person und das dann im Zusammenspiel, hier läuft Klaws zur Hochform auf, er hat es echt drauf, dabei man muss seine Mimik sehen. Die ganzen Zeit haben die Beiden sich in der Wolle und käbbeln sich, sie frech wie Rotz und er immer hinter her und sagt ihr was sie machen soll.
Dazu kommen für Sam noch die beeindruckenden körperlich sehr anstrengenden Action-Szenen.

Anderas Bongard spielt den Carl seinen „Freund und Kollegen“ der das ganze „Drama“ ja auslöst., toll gespielt, besonders wie er zum Ende in seiner Verzweifelung zum Bösewicht mutiert. Die beiden Geister spielen auch wahnsinnig gut. Eine tolle Cast.
Unchained Melody wird in verschiedenen Interpretationen häufiger gesungen. Sehr schön auch das Duett „Jetzt und hier“.
Reingehen, es lohnt sich.

Carat (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Sehenswert, aber es wäre mehr drin gewesen.

10.12.2017 - Die Produktion ist durchaus sehenswert, besonders die Damen sind herausragend. Jedoch ist die Inszenierung nicht ansatzweise so temporeich, wie sie sein könnte. Regisseur Wienhausen hat das Potential des Stückes eindeutig nicht genutzt und lässt viele Songs zur Rampe singen. Und wenn eine Figur komplett homosexuell erscheint und das aber gar nicht sein soll, dann zeigt sich, dass der Regisseur keine ordentliche Figurenarbeit gemacht hat. Aniello Saggiomo versagt gänzlich als Heteromann und Macho und kann dieses schauspielerische Manko auch nicht stimmlich kaschieren.
Insgesamt also sehenswert, aber doch mit einigen eindeutigen Schwächen.
Auch die Besetzung von Benny mit einem deutlich älteren Darsteller, ist einfach komplett misslungen. Einer Dame im Publikum entfleuchte dann beim Kuss mit der viel jüngeren Freundin nur ein überraschendes "Ühhhhh...".
Das nicht sehr schöne Bühnenbild, das auch Bühnenarbeiter auf der offenen Bühne bei Umbauten erzwingt, ist leider auch kein großer Wurf. Nichtsdestotrotz gibt es tolle Songs und Gänsehautmomente.
An die Qualität der Londoner Inszenierung, die viel begrenztere Mittel hatte, kommt diese Version bei Weitem nicht ran.Manchmal ist weniger auch einfach mehr.

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Ein Meisterwerk in München

09.12.2017 - Rezensierte Vorstellung: 08.12.2017

Mit dem Glöckner bringt das Deutsche Theater München einmal mehr eine Produktion der Stage Entertainment nach München. Und für mich persönlich ist dies die beste Produktion dieses Konzerns jemals, die es nach München geschafft hat.

Die Musik ist eindrucksvoll komponiert und orchestriert. Ich hatte ab dem erste Ton Gänsehaut, was auch dem Chor (Munich Show Chrous) zu verdanken ist. Die 24 Chormitglieder schmettern wahrhaftig die Töne raus, bewegen aber auch mit ruhigeren Tönen.

Der Cast ist insgesamt sehr stark.
DAVID JAKOBS überzeugt auf ganzer Linie als Quasimodo. Er hat mir auf der CD nicht so gut gefallen, aber im Stück selbst wahr er der Wahnsinn. Ich hab ihm zu jeder Zeit die Rolle abgenommen und den Song "Wie aus Stein" sang er sehr stimmstark.
KRISTINA LOVE als Esmeralda konnte mich in ihrer ersten Szene noch überhaupt nicht überzeugen, doch bei "Hilf den Verstossenen" zeigte sie Stimme. Auch wenn ihr der Akzent manchmal im Weg stand (vor allem bei "Rhytmus meines Tambourines") konnte sie dennoch überzeugen.
Als Frollo stand OLIVER MÜLICH auf der Bühne. Kurz und knapp: Perfekt! Wie er singt und spielt ist einfach toll. Diese tiefe Spiele und sein natürliches Schauspiel sind fesselnd.
MAXIMILIAN MANN ist eher blass in seiner Rolle. Trotzdem singt und spielt er rollendeckend.
JENS JANKE überzeugt als Clopin.
Das Ensemble besteht aus starken Stimmen und man merkt die Freude am Spiel richtig an.

Die Akustik war gut aber nicht perfekt, da ich sie bei zwei/ drei Liedern als zu laut empfunden habe. Ich konnte trotzdem jedes Wort verstehen.

Die Inszenierung ist sehr gelungen und man merkt, dass auf Details geachtet wurde. Jede Bewegung ist gewollt und durchdacht. Sehr schön.
Nur die "Fluch nach Ägypten" hätte es nicht gebraucht. Voller Mut zur Ernsthaftigkeit wäre toll gewesen.
Die Ausstattung halte ich für sehr gut und detailverliebt. Es gibt immer wieder neues zu entdecken.

Inszenierung: 4 / 5
Musik: 4 / 5
Besetzung: 4 / 5
Ausstattung: 5 / 5

Gesamt : 4 / 5

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Sie kann auch anders!

05.12.2017 - Bäppi in einer Hosenrolle!
Das ist nicht die Regel im Theatrallalla, aber eine gekonnte und gelungene Ausnahme.

Liebe- und respektvoll hat Thomas Bäppler-Wolf den Komödienklassiker von Curt Goetz bearbeitet. Das Stück wurde ins Hessische übertragen, mit einer Handvoll schlagerseliger Lieder angereichert und den Möglichkeiten des knuffigen Theatrallallas und seines zu allem entschlossenen Ensembles angepasst.

Es überrascht doch etwas, dass Bäppi in der Rolle des Professors Traugott Nägler zu sehen ist.
Die Hosenrolle nimmt natürlich einen Großteil des möglichen Schrill-Faktors aus der Inszenierung. Das ist sicher so gewollt und auch gut gelungen.

Das ganze (kleine) Ensemble ist bestens gelaunt und hochmotiviert bei der Sache und überträgt seine Stimmung ins Parkett.
DAS HAUS IN MONTEVIDEO ist charmante, leicht anachronistische Theaterunterhaltung mit einem hessischen Touch und einer Prise Bäppi Light.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Gesanglich ein Hochgenuss

05.12.2017 - "The Woman in White" war, als es 2004 in London im großen Palace Theatre ( derzeit "Harry Potter and the Cursed Child") prämierte, kein wirklicher Hit für Starkomponist Andrew Lloyd Webber.
Und ich muss gestehen, als ich mir die CD damals kaufte und anzuhören versuchte, kam ich über den ersten Akt nicht hinaus. Es ist definitiv eines der Stücke, welches man gesehen haben muss, um es zu wert zu schätzen (wie zum Beispiel auch Cats).
Musikalisch klingt vor allem der Anfang nach Joseph Buquet meets Steven Sondheim, um im Verlauf immer mehr wie das uneheliche Kind von "Aspects of Love" und "Love Never Dies" zu wirken.
Schade ist hierbei, dass Sir Andrew sich in gewohnter Manier motivisch selbst beklaut; und so ist eines der Hauptmotive aus der Phantom-Fortsetzung immer und immer wieder in "The Woman in White" zu hören. Das irritiert und ärgert.
Was ich dort gestern im intimen Charing Cross Theatre erleben durfte, war atmosphärisch sehr dicht, geheimnisvoll und zeitweise sogar richtig wohlig-creepy. Auf die verschachtelte Story über Geheimnisse, Liebe und Betrug werde ich hier nicht weiter eingehen, entspringt sie doch einem Mystery Thriller.
Auf der Bühne durfte man die absolute Crème de la Crème der londoner und internationalen Musical-Prominenz erleben und das, eben aufgrund des winzigen Venues, hautnah:
Den "Bösewicht" Sir Percival Glide verkörperte glaubhaft Chris Peluso ("Chris" in Miss Saigon). Den verschlagenen, komischen Kontrapunkt durfte Greg Castglioni als Count Fosco amüsant und gekonnt setzen.
Meine persönliche Entdeckung, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch, ist Ashley Stillburn ("Raoul" im Phantom) als Walter Hartright:
Was für eine Gesangstimme, von betörend zärtlich bis einnehmend kraftvoll.
Die eine Hälfte des Geschwisterpaares Fairlile spielte die wunderbare Anna O'Byrne ("Christine" aus der australischen Love Never Dies - DVD), ihre Schwester Marian wurde von Carolyn Maitland ("Ellen" in Miss Saigon) gesungen und eben sie lieferte mit "All for Laura" gesanglich die eindrucksvollste Leistung des Abends ab: Mein persönlicher Hit-Song der Show (obwohl man unweigerlich mit dem kalkulieren Ohrwurm "I believe my heart" nach Hause spaziert).
Sowieso muss man insgesamt konstatieren, dass gesanglich keinerlei Wünsche offen blieben und dass das Niveau so hoch war, dass die Sänger*innen die Londoner Originalaufnahme glatt in die Tasche steckten.
Trotz des Fakts, dass das Theater winzig ist, kann diese Produktion ein Orchester von 11 Personen vorweisen.
Und dieses Orchester klingt nie artifiziell und ist auch noch, trotz erster Preview, auf den Punkt abgemischt (eat this, Stage Entertainment!).
Aufgrund der Nähe zum Geschehen, aufgrund der Intimität der Story und des Schauspiels, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie das Ganze als Großproduktion 2004 ausgesehen haben mag. Ich finde, das das kleine Format diesem Stück absolut gut zu Gesicht steht, rücken doch so die Kompositionen und die Beziehungen der Figuren ohne Ablenkung und Brimborium in den Vordergrund.
Ja, zugegeben, es gibt gerade im zweiten Akt Momente, wo die kleine Bühne dann doch einmal zu eng wird: wenn nämlich Marian nach der Frau in Weiß sucht und das Ensemble ständig Requisiten, Möbelstücke und andere Dinge rein und raus trägt, um die Örtlichkeiten zu verändern. Das hat leider einen kurzen Moment lang etwas unfreiwillig Komisches.
Ansonsten könnte man das Stück so wie es ist wunderbar einfach ins English Theatre nach Frankfurt packen, das wäre doch mal eine Maßnahme..?
Auch im Stadttheater-Repertoire in deutschen Gefilden kann ich mir die Show ganz hervorragend vorstellen.
"The Woman in White" wird sicher nicht zu meinem Lieblings-Webber (den habe ich ja bereits vor Jahren gefunden), aber ich würde es mir auf jeden Fall noch einmal anschauen, auch gerne in einer weiteren neuen Inszenierung.
Sängerisch war das Gesehene (1.Preview am 20.11.) absolute Perfektion, ein Hochgenuss!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Tolle Interpretation eines Klassikers

04.12.2017 - Am 3.12 habe ich Jekyll & Hyde in Frankfurt besucht und waren von dem Besuch sehr angetan. Die Inszenierung mit der offenen Bühne und den vielen verschiedenen Spielstätten rund um eine zentrale runde Zwischenbühne, sowie über 2 Ebenen hat mir sehr gut gefallen. Trotz der statischen Bühne schafft man es durch verschiedene Vorhänge immer neue Räume und Orte entstehen zu lassen. Auch der Einfall, dass einzelne Darsteller zwischendurch Instrumente übernehmen und je nach Szene deutlich im Vordergrund platziert werden fand ich sehr postitiv.
Die Rolle des Dr. Jekyll wurde wieder mit John Addison besetzt, welcher bereits bei GHOST die Hauptfigur im ET verkörpert hatte. Seine Verwandlung und Darstellung der beiden Charaktere fand ich überzeugend, auch wenn er streckenweise als Jekyll etwas zu steif war, sowie als Mr. Hyde das stimmliche Volumen „nach unten“ gefehlt hat.
Die Rolle der Lucy war mir zu brav umgesetzt. „Bring on the man“ hat bei mir leider überhaupt nicht gezündet. Jedoch fand ich die Interpretation von „Dangerous game“ mit dem eingespielten Beat und dem Chor fantastisch und wurde zu meinem persönlichen Highlight an dem Abend.
Emma spielte souverän, hatte eine schöne klare Stimmung und war ein schöner aristokratischer Gegenpol zur Lucy. Das restliche Ensemble war treffsicher und harmonisierte gut miteinander. Sehr schön war auch die Tatsache, dass während den Haupt-Szenen die unbeteiligten Personen am Bühnenrand oder Hintergrund weiter spielten, wodurch die Bühne immer mit Leben gefüllt war.
Das Orchester spielt schmissig und vor allem laut auf. Ich persönlich mag es, wenn die Songs laut gespielt werden, aber selbst gestern, war es mir selbst fast zu viel. Meinen Begleitern war es definitiv zu laut.
Alles in allem war es aber ein sehr schöner Abend in Frankfurt, den ich auf keinen Fall missen wollte und kann die Produktion auf jeden Fall weiter empfehlen.

Caveman (6 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Hamburg ist kinky!

03.12.2017 - Da geht man so ganz ohne Erwartungen in ein Musical und wird dann total geflasht - so ging es mir bei "Kinky Boots" in Hamburg. Eine tolle Geschichte, eine starke Cast, wunderbare Musik und eine wundervolle Botschaft machen dieses Stück absolut sehens- und erlebenswert. Ich kann jedem einen Besuch nur ans Herz legen. So ein tolles Musical. Von den Darstellern haben allen voran Gino Emnes und Dominik Hees vollends überzeugen können. Wahnsinn!

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Opulente Inszenierung einer Rarität

03.12.2017 - Großes Philharmonisches Orchester, ein Chor mit über 60 Kindern, das musicalerfahrene Ensemble des Theater Lübeck und Chris Murray, ergeben ein opulentes, sehenswertes Musicalerlebnis in Lübeck.
Oliver! von Lionel Bart ist ein über 55 Jahre alter Klassiker von Lionel Bart, sehr selten auf deutschen Bühnen zu sehen und allein deswegen einen Besuch wert. Das Problem zig singende und tanzende Kinder auf die Bühne zu bringen, wurde durch Laien-Darsteller des Lübecker Chors gelöst. Man darf deswegen hier keine Leistungen der Kinder wie im West-End oder am Broadway erwarten. Nicht jeder Ton, jede Choreografie und Darstellung bei den Kindern ist perfekt, es waren nur 2 Monate Probezeit.
Trotzdem ist das Gesamtergebnis gelungen und garantiert einen spannenden, klassischen, optisch und akustisch opulenten Drama-Musicalabend mit wunderschönen Melodien.
Gesanglich und darstellerisch Überzeugend waren vor allem Matti Raupers als einer der 3 Oliver!-Darsteller, Chris Murray als Fagin und Femke Soetenga als Nancy.
Das Stück an sich könnte durchaus einige Kürzungen vertragen, es gibt einige Hänger die den heutigen Sehgewohnheiten nicht entsprechen.
Als Familienmusical (es waren viele Kinder im ausverkauften Theater) insbesondere zur Weihnachtszeit sehr zu empfehlen.

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

ReniStar (erste Bewertung)


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Claudi S (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


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Claudi S (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


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Claudi S (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


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Musical.lisa (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


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Musical.lisa (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


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Musical.lisa (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Öhm ...

27.11.2017 - Ein Nachtrag zu "Kevin"...

Ich weiß nicht ob es am 15.11. Krankheitsfälle gab, aber in meiner Vorstellung am 12.11. waren Spider und Nellie vorhanden. SIE stellt sich Henry und John am Eingang der Roten Ratte vor: "... my name is Nellie" und sagt später zu Lucy, dass sie sich vor Spider vorsehen soll, da er schlechte Laune hat. Außerdem kündigt er Lucy seinen Besuch um Mitternacht an. :)

Irina (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Sehenswerte Popversion

27.11.2017 - Ich war Sonntag 26.11.17 in der Vorstellung. Insgesamt finde ich es eine sehr gelungene Jekyll & Hyde Version. Auch wenn ich festellen musste, dass ich das Stück an sich tatsächlich mittlerweile sehr langweilig finde, was jedoch am Stück und nicht an der Inszenierung in Frankfurt liegt.

Musikalisch scheint sich die Produktion an Jekyll & Hyde Resurrection zu orientieren. Dies gefiel mir insgesamt sehr gut. Vor allem übernahmen auch einige Darsteller einzelne Instrumente und die Band ist auch sichtbar über der Bühne.

Was ich noch nie hatte, dass mir ein Jekyll/Hyde Darsteller eine sehr gut und einmal gar nicht gefiel. Als Dr. Jekyll fand ich John Addison mit einem eingemeißelten Gesichtsausdruck unpassend besetzt. In seiner Statur und Gestik wirkte er nicht wie ein Gentleman in der gehobenen Gesellschaft mit einem gewissen Status. Als Hyde jedoch fand ich ihn grandios. Da hat es richtig Spass gemacht ihm zuzusehen.

Ich mochte auch die Lucy sehr, die passend zu den schmalzigen Songs Mädchenhaft angelegt war und eher mit Schüchternheit kokettiert hat. Das sie auch anders Auftreten kann, merkte man in "Murder".

Die weiteren Rollen gehen im Stück meines Erachtens eher unter. Insgesamt war das Ensemble sehr stimmig besetzt. Die Personenführung gefiel mir sehr gut und auch die Ausleuchtung der einzelnen Szenen im Einheitsbühnenbild, welches entsprechend der Szenen durch Vorhänge verändert wurde.

Was der Dramatik nicht zuträglich war, ist die eher als Comedy angelegte "Murder" Nummer und das Lucy am Ende im Dunkeln aufsteht anstelle von der Bühne getragen zu werden.

Für Jekyll Fans läuft in Frankfurt auf jeden Fall eine gelungene Version.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Bravo, Dortmund!

26.11.2017 - Was die Oper Dortmund in den letzten Jahren im Bereich Musical geleitet hat, kann man gar nicht positiv genug einordnen und auch Hairspray verspricht einen Abend BESTE Unterhaltung auf hohem Niveau. Eine flotte Inszenierung mit sehr guter Besetzung. Das macht echt Spaß und es ist auch mal schön zu sehen, wie begeistert ein Publikum in einem großen und vollen Theater applaudieren kann. Auch musikalisch überzeugt Hairspray in Dortmund. Bleibt zu hoffen, dass Heribert Germeshausen als neuer Intendant, diese geleistete Arbeit zukünftig in gleicher Weise fortsetzen wird, immerhin soll auch weiterhin jedes Jahr ein Musical auf dem Spielplan stehen. Soviel zu meinen Wünschen für das nächste Jahr...

Besuchte Vorstellung:
25.11.17 - Opernhaus, Dortmund

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 3,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein Geniestreich, hier stimmt einfach alles!

25.11.2017 - Da war sie, fast aus dem Nichts, meine Show des Jahres.
Was für ein Erlebnis, es fällt mir tatsächlich schwer, Worte dafür zu finden.
Jetzt, wo ich eine Nacht darüber geschlafen habe, werden es viele Worte werden:
Es gibt diese seltenen magischen Theatermomente, in denen einfach alles stimmt:
Die Story, die Besetzung, die Musik und die Inszenierung.
Die Story entstammt dem gleichnamigen Film von Tim Burton von 2003 mit Ewan McGregor. Sie handelt von einer nicht einfachen Vater-Sohn-Beziehung. Sein Lebtag hat Edward Bloom seine Lebensgeschichte in bunt-schillernden Farben erzählt, einem Märchen gleich. Nun, am Ende seines erfüllten Daseins, möchte Sohn Will der Wahrheit der Geschichten seines sterbenden Vaters auf den Grund gehen.
Ungläubig lernt er nach und nach die Hauptfiguren der Vergangenheit kennen, begegnet dabei auch dem jugendlichen Vater Edward und hilft ihm zu guter Letzt am Sterbebett sein Schicksal zu erfüllen.
Das Ganze ist nicht nur abgrundtief traurig, sondern über weite Strecken auch zum Schreien komisch.
Die berührende Story spielt somit auf unterschiedlichsten Zeitebenen, die von Tim Burton in Film in gewohnter Manier elegisch-bunt bebildert wurden.
Hier, im intimen "Other Palace", muss dies für die Bühne umgedacht werden:
Da die Gegenwart im Krankenhaus spielt, entspringen alle Figuren der Vergangenheit (Hexen, Riesen, Werwölfe...) diesem Stil, dem Konsequent gefolgt wird: Sie alle tragen Kostüme inspiriert von (grüner) Krankenhaus, bzw. OP-Kleidung und verwandeln sich so in Sekundenschnelle in Ärzte und Schwestern zurück. Typische Utensilien (OP-Besteck, Defibrillator, Stethoskope, etc.) werden zweckentfremdet und in der Vergangenheitsebene als vollkommen andere Requisiten verwendet. Dies ist eigentlich so einfach, dennoch absolut genial. Welch inspirierte Regie, fabelhaft!
Unterstützt werden die Märchenszenen von wunderbar ausgearbeiteten Projektionen und auf den Punkt gesetzte Sound-Effekte.
Die Besetzung ist durchweg ein wahr gewordener Theater-Traum:
In der Rolle des sterbenden Edward Bloom zwingt einen Film- & TV-Star Kelsey Grammer ("Frazier") bereits nach 10 Minuten in die Knie. Sein Song "Fight the dragons" ist nicht nur melodisch wunderbar, sondern trifft aufgrund das Talents des Schauspielers mitten ins Herz.
Man spürt einfach, wenn Größe vor einem steht. Kelsey Grammer ist so eine Größe, absolut vergleichbar mit meinem Erlebnis mit Glenn Close in "Sunset Boulevard".
Umso schwerer muss es gewesen sein, den jungen Edward zu besetzen, der in allem Rückblenden Auftritt und sogar mehr Anteil am Bühnengeschehen hat, als Grammer:
Jamie Muscato ist hierbei bezaubernd-charmant, für sich einnehmend, singt fantastisch und bildet mit seinem älteren Pendant eine symbiotische Einheit.
Als Sohn Will Bloom hat Matthew Seadon Young ("Urinetwown", "Billy Elliot"), die schwierige Aufgabe, neben diesen Giganten zu bestehen; er tut dies mit Bravour und ist hierbei wie immer stimmlich bestens aufgelegt.
Die Partitur von Andrew Lippa ist das Beste, was ich seit langem gehört habe.
Wenn Will im Song "What's Next" seinem Vater, der seine Erinnerungen zum Ende so gut wie verloren hat, hilft, seine Geschichte zu einem guten Ende zu bringen, brechen im Publikum Sturzbäche auf:
Die letzen 30 Minuten des Stückes bleibt kein Auge im Saal mehr trocken, so authentisch, so tief berührend bilden Musik, Inszenierung und Darsteller eine Einheit.
Ich saß auf meinem Lieblingsplatz in diesem Theater, direkt auf Augenhöhe mit den Darstellern. Und ich bilde mir ein, dass Mr. Grammer meinen Blick am Anfang und Ende der Show gehalten hat.
Ich kann also mit Fug und Recht behaupten:
Ich habe mit Kelsey Grammer gemeinsam Sturzbäche geweint. Und wir haben uns dabei in die wässrigen Augen geschaut.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Uninspirierte Neuauflage mit teils fragwürdiger Besetzung

24.11.2017 - Eines vorweg: Ich durfte 3x die Originalinszenierung von RENT erleben, eine wunderbare Adaption im English Theatre in Frankfurt und schließlich die Version zum 25. Jubiläum in London sehen.
Man darf sich ja freuen, dass diese wichtige Show hierzulande überhaupt mal wieder gezeigt wird, aber in vorliegender Inszenierung drängt sich zwangsläufig die Frage auf: Warum?
Mit welcher Intention gingen Regisseur und Produzent an diesen Stoff? Man WILL doch etwas von einem Stück, von dessen Message und Kernaussage.
Das Ganze fing noch einigermaßen vielversprechend an, um dann spätestens im 2.Akt komplett in sich zusammenzufallen.
Dies ist leider mehreren Faktoren geschuldet: Nur wenige Rollen waren adäquat besetzt, sowohl stimmlich, wie auch schauspielerisch.
Zwei Hauptrollen, die klassisch ethnisch anders besetzt werden müssten, waren vollkommen fehl am Platz und stachen durch eine sehr unangenehme Musicalattitude und hölzernes Spiel hervor - und das ist noch freundlich ausgedrückt.
Die schwule Liebesgeschichte wird uninspiriert und lieblos dargestellt.
Angels Tod wird so belanglos und unklar inszeniert, dass er im Publikum sogar für einige unpassende Lacher sorgt.
So etwas darf nicht passieren.
An keiner Stelle zeigt sich das Totalversagen der Regie so sehr, wie an dieser.
Eine interessante Bewegungschoreografie ist nicht erkennbar, so dass Nummern wie " La vie Boheme" im Nichts verpuffen.
Zusätzlich zerstören die ständig zu stark blinkenden und nichts zum einem stimmigen Bühnenbild beitragenden LED-Röhren jegliche Atmosphäre (unter anderem im Hit der Show "Seasons of Love").
Die neue Übersetzung versagt gerade im 2.Akt, wo aus Mimis eigentlich ergreifenden "Without you" ein unzusammenhängender, sich schlecht ergänzender und schlecht reimender Text wird, wo es doch bei Heinz Rudolf Kunzes Übersetzung noch treffend "Du fehlst mir" hieß.
Auch ein "Goodbye love" wird so plötzlich zu "Das Ende der Liebe".
Gänsehaut vergeblich gesucht.
Und wenn das alles weder textlich berührt, noch darstellerisch gefüllt wird, dann ist jeder jeder Tiefgang und jede Trauer um Verluste im zweiten Akt leider eine gefühllose Nullnummer.
So vieles wird textlich behauptet, so wenig davon gezeigt.
Zu gerne würde ich Regisseur und Produzent fragen, warum sie ausgerechnet dieses Stück spielen wollten.
Diese Inszenierung (man kann sie ja kaum so nennen) und auch ein Großteil der Besetzung blieben die Antwort auf diese Frage schuldig.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Rent in neu isenburg

24.11.2017 - Ich habe das Musical Rent am 23.11 in der Hugenottenhalle in Neu Isenburg gesehen. Vorweg möchte ich sagen, dass das Musical Rent schon sehr lange auf meiner "Must See Liste" stand. Die Cast ist wirklich gut und alle können super singen und schauspielern. Das Problem ist aber die deutsche Übersetzung. Auch möchte ich anmerken, dass man leider sehr oft die Texte nicht verstanden hat, dies lag aber nicht am Cast sondern an der Tonabmischung. Leider gab es keine Programmhefte, was auch ein großer Nachteil ist. Die Band war sehr klein, spielte aber gut. Aus dem Musical Rent könnte man viel mehr machen als eine Tourproduktion. Die Musik ist so gut und die Handlung hat soviel Potential, wäre da nicht nur diese komische Übersetzung, die manchmal gar nicht durchblicken lässt warum weshalb das jetzt so ist. Aber ok. Ich finde das Musical hat großes Potential und es war im großen und ganzen ok. Die Tonabmischung, die Band und die Übersetzung hätten etwas besser sein können, aber es war ok. Dass man im Theatersaal trinken und essen darf fand ich auch nicht gut, dass ist den Darstellern gegenüber nicht fair finde ich.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Toleranz Next Level

23.11.2017 - Da ist es also, Ladys and Gentlemen, das beste neue britische Original-Musical seit "Billy Elliot". Und es bringt alles mit was Gary Barlows Flop "The Girls" so gerne mitgebracht hätte: Eine originelle, innovative Story, richtig tolle, ohrwurmträchtige Songs, ein spritziges Staging und sogar eine wunderbare Botschaft.
"Everybody's talking..." erzählt die Biografie des Jamie Campbell, der schon mit 16 Jahren entschied, dass er von nun an als Drag Queen auftreten möchte. Focus der wahren Story ist somit die Beziehung zu seiner Mutter und die Reaktionen seiner Umwelt auf dieses Outing.
Es geht hier sozusagen um Toleranz Next Level: was, wenn schwul sein gar kein wirkliches Problem mehr darstellt und gesellschaftlich soweit anerkannt ist, sondern das öffentliche, schrill-bunte Zurschaustellen des Andersseins der Umwelt aufstößt...?
Dies alles wird jedoch höchst positiv, absolut lebensbejahend und zu keinem Moment mit erhobenem Zeigefinger dargestellt. Und erstaunlicherweise werden auch Klischees tunlichst vermieden. Das hier ist tatsächlich etwas ganz, ganz Neues.
Die Show steht und fällt mit der Star-Performance von John McCrea in der Titelrolle:
Vom Duktus und komödiantischen Timing ist der junge Darsteller am ehesten Vergleichbar mit Sean Hayes als Jack in "Will&Grace", dabei ist er doch jederzeit aufrichtig und authentisch.
Die Verletzlichkeit, aber auch der Lebenswille und die Kraft, für seine Überzeugungen zu kämpfen, überstrahlen durch McCrays Schauspielkunst den Abend:
Für mich die Performance des Jahres!
Ich bin und bleibe großer Fan von Zweitbesetzungen, aber ich kann mir keinen anderen Darsteller in der Rolle vorstellen. John McCrea IST Jamie.
Im Zusammenspiel mit seiner Mutter, gespielt von Josie Walker, entsteht hier ein intimes Kleinod auf großer Bühne. Auch Walker ist als immer unterstützende Mutter eine Wucht und erhält für Ihr ergreifendes Solo "He's my boy" zurecht tobenden Applaus.
Jamie allerbeste Freundin ist, auch hier wird der Regler zum gegenseitigen gesellschaftlichen Verständnis und zur gegenseitigen Toleranz wieder einen Level höher geschoben, eine Hijab tragende Muslima: Sie unterstützt ihren extrovertierten Freund in all seinen Unternehmungen und schafft es auch, eine flammende Rede für das Tragen ihres Kopftuches zu halten.
Das Ganze wird umrahmt von sensationellen, vom Modern-Dance geprägten Choreografien, besonders in der Szene, als sich Jamies Mutter in ihre Jugend zurückversetzt.
Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist vielleicht, dass die Show relativ abrupt endet, aber es gibt zum Schluss eben keine große Transenparade à la "Kinky Boots", und das entspricht ja auch überhaupt nicht dem Ton und der Message dieser Show.
Ich wünsche dieser Inszenierung hervorragende Kritiken und eine lange, lange Laufzeit im West End.
Die Welt braucht mehr Shows wie diese.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gipfeltreffen der Diven

22.11.2017 - In SPATZ UND ENGEL treffen zwei der größten Diven des 20. Jahrhunderts aufeinander: Edith Piaf und Marlene Dietrich.
Erzählt wird die Geschichte ihrer Bekanntschaft, Freundschaft, Beziehung. Auch wenn sicher nicht jedes Wort historisch verbürgt ist, ist es doch faszinierend und spannend zu sehen, wie nahe sich diese beiden so extrem unterschiedlichen Frauen zeitweise gewesen sein müssen.

Das Buch meint es etwas besser mit Edith Piaf. Es ist überwiegend ihre Geschichte, die im Mittelpunkt steht und erzählt wird.
Ihr Aufstieg zum Weltstar, ihre unglücklichen Lieben, ihr Absturz mit Tabletten und Alkohol sind der rote Faden, der sich durch den Abend zieht. Die Dietrich ist einfach die Dietrich: Preußisch, patent, diszipliniert, unkonventionell und doch zutiefst empathisch gegenüber ihrer Freundin. Erst in der letzten Szene, kurz vor ihrem Tod in ihrem Pariser Asyl, wird angedeutet, dass sie ja auch ein eigenes sehr bewegtes Leben hatte.

Heleen Joor gibt als Piaf eine stimmliche, interpretatorische und schauspielerische Leistung der Extraklasse. Perfekt!

Auch Susanne Rader hat sich intensiv mit der Dietrich befasst. Ihre Showauftritte in den verschwenderischen Roben, ihre Gestik und Mimik und ihr lakonischer Humor sitzen perfekt.
Ihr Timbre kommt allerdings dem Dietrich-Stil nur ansatzweise nahe.

Unter der gekonnten Regie von Daniel Große Boymann werden die weltberühmten Chansons der Künstlerinnen mit der Geschichte sinnvoll verwoben.

Zwei Co-Stars, die mit großer Spielfreude in jede erforderliche Nebenrolle springen, zwei wunderbare Musikerinnen am Akkordeon und Klavier, sowie ein schlichte aber doch schnell wandelbare Bühne: mehr braucht es manchmal nicht, für intelligentes, unterhaltsames, witziges und anrührendes Musiktheater.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Harmloser Spaß in klassischer Broadway-Manier

22.11.2017 - Die dem Mel Brooks-Film nachempfundene Show ist ein alberner, harmloser Spaß, mit mal mehr, mal weniger intelligentem Wortwitz, der glücklicherweise nicht immer politisch korrekt ist.
Die Songs sind im typischen Broadway-Sound verfasst, jedoch hinterlässt die Partitur keinen bleibenden Eindruck.
Als Deutscher ist das Fantasiedeutsch zweier Hauptfiguren amüsant und sorgt für einige Lacher.
Das einzig wirklich echte deutsche Wort ist "scheiße" (welches ebenfalls einen großen Lacher erntet), das beschreibt etwa das Niveau des Nachmittags, ein Kalauer jagt den anderen.
Die Schöpfungsszene geht schließlich voll over the Top, die Pyrotechnik packt alles aus, was sie zu bieten hat.
Die beste Performance, komödiantisch, wie auch gesanglich, liefert Dianne Pilkington als Frankensteins Verlobte Elisabeth ab.
Der beste Moment der Show ist tatsächlich gerade ein Song, der eben nicht aus der Originalpartitur stammt, nämlich, wenn das Monster den Klassiker "Puttin' on the Ritz" performt.
Generell ist der 2.Akt dichter und weist weniger Längen auf.
Auf jeden Fall sorgt "Young Frankenstein" für einen äußerst unterhaltsamen Nachmittag, für den man (wie auch Frankensteins Monster) kein wirklich funktionierendes Gehirn benötigt.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Na das war wohl nichts....

21.11.2017 - Was für eine gigantische Enttäuschung. Das Stück ist so albern wie eine Theme Park Show, die Charaktere sind völlige cartoonhafte Abziehbilder, die Gags überwiegend platt, das Ensemble chargiert sich oft durch die flache Inszenierung und das alles wirkt so altbacken und uninspiriert, dass man wirklich schnell gelangweilt ist. Es fehlt jegliche Spannung, man fühlt mit keiner Figur mit und das ganze Bühnenallerlei drumherum ist dann auch nicht wirklich innovativ. Einzig der fliegende Teppich ist ganz gut gemacht, warum dann aber unten Bühnenarbeiter rumrennen und mit einem "Tuch wedeln", was die ganze Szene total zerstört, bleibt auch ein Rätsel.
Es wirkt als wollte Disney nur mal schnell Kohle machen, dabei hätte man mit viel Bühnenzauber sicherlich ein richtig gutes Stück machen können.
Wäre nur der Dschinni als Comedysidekick etabliert gewesen und all die anderen Charaktere als ernste echte Figuren erarbeitet worden, hätte es durchaus funktionieren können. Das Ensemble insgesamt, alles Erstbesetzung an einem Sonntagabend, macht das Beste draus...Phillip Büttner ist ein überzeugender Aladdin. Leider kann er auch noch so schön an seine verstorbene Mutter "Proud of your Boy" singen, wenn die Dramaturgie nicht darauf hin arbeitet, dass man mit Aladdin mitfühlt, ist die Szene vergebens.
Ein Musical was sicherlich Kinder und Menschen, die selten ein Musical besuchen begeistern kann, mehr aber auch nicht. Das Publikum war dementsprechend auch ziemlich verhalten während des gesamten Stückes.

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Deutsches Stadttheater auf Londoner West End-Niveau!

19.11.2017 - Ich bin kein Fan von absoluten Superlativen, aber ich darf ohne jeden Zweifel sagen, dass diese Produktion das Beste war, was ich jemals an einem Stadttheater sehen durfte.
Das war, ja, ich schreibe es wirklich, deutsches Stadttheater auf Londoner West End Niveau!
Sie versöhnt mich fast mit all den "ständig dieselben Fehler wiederholenden" oder "viel gewollt aber nicht gekonnt"-Musicals an staatlichen Häusern.
Hier wurde alles, aber auch ALLES richtig gemacht.
Angefangen damit, dass die Show fast ausschließlich mit Gästen besetzt ist, die ihr Handwerk verstehen, bis hin zu den Sängern aus dem eigenen Hause, die ihre Rollen mit so viel Herz, Seele und Lust ausstatten, dass es eine wahre Wonne ist.
Hier wird kein behäbiger Opernchor nach oben und dann auch wieder rausgetrieben, hier wird kein Ensemble durch das Hausballett verstärkt und selbst das Tonpult gibt sein Bestes, um einen Sound zu erzeugen, wie man ihn von großen Musicalhäusern gewöhnt ist.
Welche Faktoren tragen zu diesem uneingeschränkten Erfolg bei?
Maßgeblich ist sich zunächst, dass mit Melissa King eine der großen Musicalspezialistinnen des deutschen Raums ins Haus geholt werden konnte.
Ihr ist es sicher zu verdanken, dass die Choreografien so spritzig und sauber getanzt wurden, wie man es selten hierzulande sieht. Sie hat den Ton, den Verve, die Lust für diese Produktion vorgegeben und er scheint auf alle Beteiligten, vor oder hinter der Bühne, übergesprungen zu sein.
Jeder der Darsteller scheint großen Spaß daran zu haben, was er hier gerade performen darf.
Da ist, um nur einige der hervorragenden Akteure beispielhaft zu nennen, Triple-Threat Jörn Felix-Alt als Link Larkin: Er spielt die Rolle durchgängig als attraktiv-sympathische Comicfigur mit Disney-Lächeln, da sitzt jede Geste, jeder Blick. Es ist kein Wunder, dass Tracy ihm sofort verfällt.
Da ist natürlich Marja Hennicke als Tracy Turnblad, und sie erfüllt alle schwierigen Anforderungen, die das Buch an die Rolle stellt mit Bravour. Dabei ist sie recht früh in der Show weniger Mädchen, als junge Frau, die sich für ihre Überzeugungen stark macht.
Das sind die Intrigantinnen Mutter und Tochter Van Tussle, gespielt von Sarah Schütz und Marie-Anjes Lumpp: Stimmlich, schauspielerisch und, im Falle von Amber, auch tänzerisch absolut ideal besetzt.
Da ist selbstredend die aus der Kölner Originalproduktion bekannte Deborah Woodson, die im Akt mit ihrem Solo "Ich weiß, wo ich war" den Saal in die Knie zwingt und zu Begeisterungsstürmen hinreißt.
Und natürlich ist da Kammersänger Hannes Brock, dem wir diese sensationelle Show überhaupt zu verdanken haben, weil er sie sich zum Abschied vom Intendanten gewünscht hat:
Er spielt die Rolle im allerbesten Sinn volkstümlich charmant und rührig, auch er ist dabei stimmlich bestens aufgelegt. Hier ist Edna, trotz aller wunderbar gesetzten Pointen, keine überzogene Charleys-Tante-Transe, sondern eine glaubhaft besorgte Mutter mit dem Herz am rechten Fleck. Bravo für diese Leistung!
Das Bühnenbild ist großartig, das Licht toll und es spielt ein fast 20-köpfiges Orchester groovy auf.
Was für ein Theatererlebnis!
Fazit:
Wenn ausnahmslos alle Beteiligten mit Herzblut bei der Sache sind, dann steckt ein deutsches Stadttheater die Stage Entertainment mit Leichtigkeit in die Tasche und kann sogar ein bisschen West End Flair hervorzaubern. Chapeu!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Schöne Jubiläumsshow mit neuen Gesichtern in der Cast

19.11.2017 - Gestern Abend war ich nun auch zum ersten Mal in der Jubiläumsinzenierung der Vampire im RONACHER WIeN.

Nachdem die Show vom Bühnenbild und den Kostümen eine 1:1 Kopie von 2009 ist ist der einzige Kritikpunkt die Null-Kreativität der VBW zum 20-Jährigen Jubiläum - kein neuer Song alles bleibt beim Alten - die St. Gallener Inszenierung hätte man eigentlich als Lobg-Run im Jubiläumsjahr im RONACHER machen sollen - allerdings hatte der Indendant Struppeck wahrscheinlich zu viel Angst davor, dass dies dann eingefleischte Vampir-Fans zu arg erschrecken könnte und man wollte ja unbedingt ein volles Haus - also musste man die Show aus 2009 wieder fahren um dies zu erreichen - bei Stage werden solche Praktiken immer kritisiert bei den VBW alles über den grünen Klee gelobt obwohl die auch nur mit Wasser kochen - keine schöne große Treppe mehr aus dem Bühnenboden - Schloss projeziert und keine Echte Schloss Kulisse mehr usw...

Aber so was stört mich sowieso nicht da Tanz der Vampire egal ob in der Version in Deutschland, St. Gallen oder Wien einfach unsterblich ist...

Mark Seibert führt nach Berlin 2016 wieder das Ensemble an und er macht das toll wobei er gestern Abend relativ leise war und im Laufe des Abends immer mehr gepresst hat - wahrscheinlich war er etwas müde aber trotzdem toll gespielt und gesungen...

Die neue Sarah Diana Schnierer singt sehr schön schaut goldig aus und ist jung und unverbraucht...

Genauso wie Raphael Gross als Alfred - sehr bubihaft aber mit shöner Gesangsstimme - schauspielerisch ist noch Luft nach oben aber das wird sicherlich noch...

Obwohl er gut gespielt und gesungen hat hat mir Sebastian Brandmeir im direkten Vergleich zu allen seinen Vorgängern nicht so gefallen er sieht verkleidet aus das Gesicht noch viel zu jung trotz Maske und auch sein Laufen und Gehen wirkt nicht wie aus einem Guss sondern sehr gespielt wie wenn er einen Stecken im Rücken gehabt hätte - das hat mir nicht so gefallen aber er hat top gesungen und man hat alles verstanden...

Anja Backus als Magda haut bei "Tot zu sein ist komisch" Spitzentöne raus und Nicolas Tenerani begeistert mich als Chagal wegen seiner intensiv hervorstechenden blauen Augen - sehr gut geschminkt passt super hat mir bereits in Deutschland auch schon sehr sehr gut gefallen...

Charles Kreische ist der bisher schwächste Herbert - bei ihm bleibt nichts Neues einprägsames hängen im Vergleich zu den vielen Vorgängern in dieser Rolle noch dazu ist.bei ihm sein an einen "Schlafanzug" erinnerndes Kostüm bei "Wenn Liebe in dir ist" nicht gerade sehr vorteilhaft - er bleibt einfach blass...

Das Orchester ist wie gewohnt gross allerdings hat man im Vergleich zu 2009 das rockigere in der Partitur wieder herausgenommen nun klingt alles sehr schön in einem Guss mit Streichern und dem Gewissen "Wiener Schmäh" allerdings mir ein bisschen zu zahm grad bei Tanzssaal und "Es laden die Vampire zum Tanz" sowie "Einladung zum Ball" hätte es rockiger sein sollen - diese Songs gefallen mir in der aktuellen Deutschen Version deutlich besser da is mehr "Wums" dahinter..

Aber das is Jammern auf hohem Niveau / die Vampire in Wien sind wie eh und jeh extraklasse nur der Service im RONACHER wird schlechter..

Obwohl die Preise massiv erhöht wurden bekommt man schon seit längerer Zeit sein Programmheft nicht mehr im schönen Tascherl sondern pur in die Hand gedrückt so dass ich mir nun immer beim Souvenier-Stand extra noch ein Tascherl kaufen muss damit keine Fingerabdrücke drauf kommen..

Das Extra ist damit auch schon lang abgeschafft worden damals gab es noch nen Kugelschreiber oder was anderes nettes mit dazu - dies ist negativ anzukreiden bei nunmehr 140€ ist es schon schwach die 0,90€ Tüte nicht mehr dem VIP-Gast zur Verfügung zu stellen...

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


WOW! Gänsehaut.

18.11.2017 - WOW! Was für ein tolles Stück und was für eine hervorragende Cast. Disney der Glöckner von Notre Dame hat mich voll und ganz überzeugt. Wunderbar. Gänsehaut. Endlich mal wieder ein Stück dass mich von Stage voll und ganz überzeugt hat. Super und sehr zu empfehlen.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Eine würdige Tour für mein absolutes Lieblingsstück

17.11.2017 - Mit Tourneen ist das ja immer so eine Sache, aber hier hat man sich echt mal richtig Mühe gegeben: Interessantes Bühnenbild mit viel Licht, toll gecastetes Ensemble mit enormer stimmlicher Power und großem Spaß auf der Bühne, eine perfekte RENT Band – einzig die Regie im Hinblick auf das Schauspielerische und z.B. Liebesszenen Roger/Mimi ließ aus meiner Sicht etwas zu wünschen übrig (die Darsteller wirkten da nicht besonders gut durch Regie geführt), aber da der Rest so gelungen war, geb ich 5 Sterne !

bo-hamburg (erste Bewertung)


En miniature

15.11.2017 - Das English Theatre Frankfurt zeigt dieses Jahr das seit Jahren landauf landab gespielte Musical JEKYLL&HYDE.
Da den finanziellen, technischen und personellen Möglichkeiten des kleinen (aber immerhin größten) englischsprachigen Theaters auf dem Kontinent recht enge Grenzen auferlegt sind, konnte dies nur eine sehr spezielle Version des bekannten Musicals werden.
Zwölf Ensemblemitglieder und vier Musiker werfen sich nun beherzt in die Schlacht zwischen Gut und Böse.

Für den Bühnenaufbau hat man wie immer in Frankfurt eine passende, zweckdienliche und ansprechend stimmungsvolle Lösung gefunden.
Es gibt einen halbrunden Aufbau auf der Bühne. Der obere Teil dient als zweite Spielebene und bietet Platz für die Musiker. Die viktorianisch anmutenden Requisiten und die schönen Kostüme schaffen das passende Ambiente.

Die zwölf Künstler auf der Bühne leisten Schwerstarbeit. Sie spielen sämtliche Haupt- und Nebenrollen (Spider und Nellie wurden allerdings gestrichen.), sind Ensemble und Chor, bewegen Kulissen und greifen auch noch zu den Instrumenten um die Musiker zu unterstützen.

Aufgrund dieser speziellen Ausgangssituation müssen Regie und Staging sich auch einiges einfallen lassen, um das Stück dynamisch am Laufen zu halten. Das gelingt meistens gut. In Einzelfällen wirkt es aber auch leicht surreal oder unfreiwillig komisch. So werden z.B. die weiblichen Prostituierten in der Roten Ratte auch von Männern gespielt. Oder in der Murder-Sequenz springen die Ermordeten sofort wieder auf, um im Ensemble weiter zu singen und weiter zu tanzen.
Auch die Musiker leisten gute Arbeit. In dieser sehr kleinen Orchestrierung fehlt natürlich das Symphonische. Pop- und Rockklänge stehen im Vordergrund. Dennoch kann sich die Wirkung von Frank Wildhorns Komposition entfalten.

Das Ensemble spielt und singt überwiegend großartig.
Leider gibt es aber auch in zwei wichtigen Rollen Ausfälle.
Clodagh Long kann schauspielerisch aus der Rolle der Lucy fast nichts herausholen. Die Prostituierte kommt in ihrer Darstellung so naiv, ahnungslos und unschuldig wie ein Schulmädchen daher. So als hätte sich Schwester Maria aus SOUND OF MUSIC in den Puff verirrt.
John Addison gibt ebenfalls einen sehr blassen Dr.Jekyll. Auch sein Mr.Hyde ist eher ein ungezogener Junge als ein entfesseltes, manisches Monstrum. Obwohl er eine gute Singstimme hat, fehlt ihm zum Überzeugen die Variationsmöglichkeit. So wirkt die Confrontation-Szene wie ein Monolog.

Unterm Strich ist die Produktion professionell, kurzweilig und unterhaltsam.
Vielleicht war das Stück aber doch nicht unbedingt die beste Wahl für das English Theatre.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Time of my Life

15.11.2017 - Die Tourproduktion ist von der Ausstattung wirklich gut gemacht, das aktuelle Ensemble in allen Rollen hervorragend besetzt (Tertia Botha und Dennis LeGree als "Hauptsänger" auch gesanglich top) und wenn man das Stück als Schauspiel mit Musik ansieht dann hält es alles, was es verspricht, inklusive der gut gemachten Hebeübung im See. :)

Besuchte Vorstellung:
14.11.17 - Colosseum, Essen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 2,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 3,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Die Flammen, die lodern

13.11.2017 - So, nun durfte ich gestern meine 1. Musicalpremiere im Deutschen Theater in München miterleben. Um es gleich vorneweg zu sagen: es war ein wunderschöner Musicalabend, mit toller Premierenfeier ;-)
Darsteller:
Wie gewohnt, war bei der Premiere die komplette First Cast dabei. Alle haben einen wunderbaren Eindruck hinterlassen. Besonders herauszuheben sind allerdings Felix Martin und Maximilian Mann. Sowohl gesanglich, als auch in ihrer spielerischen Leistung war das an diesem Abend nicht mehr zu toppen.
Bühnenbild:
Das Bühnenbild war zurückhaltend, was bei diesem Stück aber nicht gestört hat. Es gab keinen großen 'Umbau'. Die Szenenwechseln wurden stimmig in den Gestamablauf integriert.
Ton:
Der Ton war leider wie schon so oft im Dt. Theater nicht perfekt. Oftmals zu laut und zu dumpf.
Orchester:
Was soll man hier sagen? Für die Stage waren mit 16 Musikern schon ein Symphonieorchester im Graben. Diese haben ihre Arbeit jedoch sehr gut gemacht. An manchen Stellen bemerkt man jedoch - auch oftmals beim Chor - dass der Ton vom Band kommt.
Story:
Tiefgründig, ergreifend, mitreisend.

Gesamteindruck:
Für mich zur Zeit das Beste Disyneystück und auch das beste Stück der Stage. Wer die Möglichkeit hat, sollte es sich unbedingt in München anschauen. Ist hier auch deutlich billiger, als dann in Stuttgart :) ich werde es mir auf jeden Fall noch einmal ansehen :)

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Get the fever

13.11.2017 - Ich habe mir das Musical SNF in Troisdorf angesehen.Als riesiger Fan des Originalmusicals durfte ich mir die Show natürlich nicht entgehen lassen.Die Musik zog mich auch dieses Mal wieder total in ihren Bann.Sehr gut gesungen von den Darstellern.Folgende Rollen fand ich sehr überzeugend."Annette","Bobby C","DJ Monty und "Mama Manero"
Auch wenn sich das Musical stellenweise sehr vom Original unterschied,fand ich es dennoch sehr interessant.Einige Aspekte wurden stärker rausgearbeitet..Es war ein gelungener Abend.

Mariella (erste Bewertung)


Auferstehung

12.11.2017 - Das Hybrid-Musical DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME, dass bei seiner Berliner Uraufführung noch nicht wirklich wusste, ob es Fun-Show oder Drama sein will, kann nach einer grundlegenden Überarbeitung eine gelungene Wiederauferstehung feiern.

In München ist nun die Fassung von Scott Schwartz (Regie) und Peter Parnell (Buch) zu sehen, die Disney für den US-amerikanischen
High School Markt entwickeln lies.
Alles wurde abgespeckt und verkleinert: Bühnenbild, Ensemble, Orchester.
Das Musical verträgt dies sehr gut. Alles rückt sehr viel dichter an die literarische Vorlage, ist düsterer, ernsthafter und emotionaler.

Das kleine, aber großartige Ensemble wird im stimmungsvollen, aber leider teilweise etwas schrill ausgeleuchteten, Einheitsbühnenbild von einem stimmstarken Laienchor unterstützt.
Die Hauptpartien sie rollendeckend und souverän besetzt.
Grandios angeführt (ja, und auch eigentlich überstrahlt) werden sie von einem fulminanten David Jakobs. Seine Interpretation des Titelhelden setzt sich Maßstäbe für die Zukunft. Seine Körpersprache, Gestik, Mimik und gesangliche Interpretation sind die Höhepunkte und stärksten Momente.
Wenig ruhmreich ist der zur Verfügung stehende Klangkörper.
Die oftmals dumpfen, undifferenzierten computergenerierten Klänge werden der Alan Menken Partitur nicht wirklich gerecht. (In der Pause konnte ich ca. zehn Notenständer im Orchestergraben zählen.

Trotzdem: Zu den Preisen und Konditionen des Deutschen Theaters München ist diese Produktion absolut empfehlenswert.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Gehört zu Hamburg wie Michel und Reeperbahn!

10.11.2017 - Mit einer Spielzeit von mittlerweile 14 Jahren gehört die "Heiße Ecke" zu DEN Musical-Dauerbrennern in Deutschland, gleich nach dem "König der Löwen". Und auch nach dem 10. Besuch kann man feststellen: es wird weiter und weiter spielen. Das Erfolgsrezept dieses sympathischen Kiez-Musical: die Location auf der Reeperbahn und genau in diesem modernen "Volkstheater", die sympathischen und menschlichen Figuren, ein Herz, viel Humor und melodiöse, schlagerhaftige Musik. Höhepunkte sind ohne Frage die Prostuierten bei der Arbeit im 1. Akt (Komm Baby komm Baby) und die Casting-Szene mit ironischen Anspielungen aufs Musical im 2. Akt. Im Gegensatz zu manchem Hochglanz-Musical wie "Aladdin" sind die Witze dieser Show nicht aus dem Setzkasten, sondern werden gelebt und immer wieder neuen aktuellen Trends angepasst. Die Cast, wie immer gut und vielseitig, leider spielten in meiner Vorstellung bekannte und beliebte Darsteller wie Bernhard Hoffmann aus der Ur-Besetzung nicht mit. Ganz toll mag ich Kathi Damerow als Margot. Weiß auch nicht warum: erinnert mich an die großartige unvergessene Helga Feddersen.
Leider muss ich aber auch feststellen, das der Inszenierung ein wenig die "Power" verloren gegangen ist. Die Musik erscheint oft kraftlos, die Melodien der Songs kommen nicht immer zur Geltung, weil manche Darsteller mehr sprechen als singen. Woran der Eindurck fehlender "Power" genau liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Wird langsamer musiziert als sonst, eine andere Technik oder ist das Orchester kleiner als vor 10 Jahren ? Auch würde ich mir wünschen, das die eine oder andere schwächere Szene mal "modernisiert" oder ausgetauscht wird.
Aber das sind Meckereien eines verwöhnten "Stammkunden". Vielleicht auch ein Resultat der "Routine" bzw. langten Spielzeit. Wer HE noch nicht kennt: unbedingt rein da!

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein sehr unterhaltsamer Abend in Wien

10.11.2017 - Nach einiger Vorbehalte und Unkenntnis ob der Leistungen des Komponisten habe ich mich nun aufgemacht um mir I AM FROM AUSTRIA in Wien anzusehen.

Die Show beginnt mit einem sehenswerten Opening bei der man schon einmal die Möglichkeiten der Bühne aufgezeigt bekommt. Anfangs als Revue inszeniert (Schickeria) nehmen die gut eingeführten Personen bald Gestalt an und man kann sich in sie hineinversetzen. Das muss Unterhaltungstheater schaffen.

DIE MUSIK

Ehrlich gesagt hatte ich mich im Vorfeld kaum mit der Musik von Rainhard Fendrich auseinandergesetzt. Klar kennt man ein paar Songs und dennoch hat er immer kluge Texte und wunderschöne Melodien in seinen Songs.

Das beweisen die dargebotenen Songs in der Show einmal mehr. Die Show- und Revuenummern sind toll arrangiert (M. Reed) und zeigen ihre Wirkung. Da zuckt schnell ein Bein im Publikum mit. Aber insbesondere in den zahlreichen gut platzierten und hervorragend gesungenen Balladen wird deutlich, welch kluge Texte die Songs haben. Das berührt viele im Saal und mancher verdrückt ein Tränchen.

Herauszuheben sind dabei die Interpretationen von "Nur die Liebe zählt, Nimm dir ein Herz, Kein Schöner Land", Löwin und Lamm, I am from Austria und Weusd a Herz hast ...

Fendrich hat zudem mit "Wo gehör ich hin" einen berührenden Musicalsong geschrieben der im 2. Akt als instrumentale Version den Flug zum Großglockner untermalt. Die Marketingabteilung des österreichischen Tourismus hätte das nicht besser machen können.

DIE BÜHNE

Einfach giganitisch die Dimensionen und Möglichkeiten der Bühne. Dominiert wird diese vom Hotel Edler in Form einer mehrstöckigen Sahnetorte. Die Rückseite bietet mit einer meterhohen LED Wand beeindruckende Möglichkeiten um Szenenorte anzudeuten. Dazu kommen wenige Requisiten und der beeindruckende Berg incl. Berghütte der langsam aus dem Boden in den Himmel wächst.

DIE KOSTÜME

Die Kostüme sind zweckdienlich und vor allem zum Opernball am Finale wirklisch schön anzusehen.

DIE CAST

Wie oft in Wien hat man auch bei 2 oder 3 besuchten Shows die Chance die Erstbesetzung zu erleben. So auch diesmal. Irena Flury und Lukas Perman sind wirklich Sympathieträger. Zumal die Rolle des "Hollywoodstars" nicht so abgehoben interpretiert wird als man vermuten könnte.

Als Romy Edler hatte ich die Chance Carin Filipic mal wieder zu erleben. Sie ist eine Grand Dame in der Rolle und strahlt eine unglaubliche Eleganz aus. Ariane Svoboda war eine ganz andere Romy und brillierte mit starkem spiel und rauchiger Stimme. Barbara Czar jedoch stach für mich klar heraus. Eine so warmherzige, nahbare Darstellung und eine so wunderschöne Stimme. Das berührte viele in der besuchten Show.

Hervorzuheben auch die Chefconcierce Elfie Schratt. Was diese über 70j. Dame das leistet ist beeindruckend. Zwar ist sie keine Sängerin, überspielt dies aber mit einer unglaublichen Portion an Frohsinn und Heiterkeit. Ihr Bemerkungen über die ganze Zeit sind witzig und erheitern das Publikum auch bis zum Schluss.

Matthias Trattner als Felix hat als "Trottel" einen Klasse Song im 2 Akt.

Das Ensemble singt und tanz hervorragend.

FAZIT: Ich habe mich wunderbar unterhalten und viel gelacht. Das ging wohl vielen im Saal genauso. Gleichwohl gab es sehr berührende Elemente. Das einige der Songs im Dialekt dargeboten werden stört überhaupt nicht. Ich freue mich schon sehr auf die CD.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Tanzshow mit Botschaft

07.11.2017 - Eigentlich …..ist Hairspray eines von diesen Musicals wie sie in der heutigen Zeit von vielen Kritikern als ehr etwas oberflächliche Show bezeichnet würde, die keine großen schauspielerischen Anforderungen stellt, ist es auch. De sozialkritischen Inhalte werden ehr im Zeitraffer dargestellt und ich als Zuschauer musste einige Male überlegen, wann und wie es jetzt stattgefunden hat, dass Tracy sich zur landesweit bekannten Ikone für Gleichberechtigung und Rassentrennung entwickelt hat. Egal, ….inhaltlich soll vermittelt werden, dass man als jung, schlank, schön und oberflächlich dem Schönheitsideal entspricht und eigentlich alle austauschbar sind, weil ohne eigene Persönlichkeit. ……Das ist heute so wie damals. Die ganze Story ist ein bisschen dünn und das alles mit einem minimalistischen Bühnenbild.

Highlight des Abends ist für mich Hannes Brock, der Edna, die Mutter von Tracy spielt. Zuletzt hatte ich ihn in Jesus Christ Superstar gesehen, wo er als Herodes eine ehr statische Rolle hatte und durch sein strenges Auftreten und seine außergewöhnliche Bassstimme herausragte, diesen Schauspieler jetzt in so einer ganz anderen Rolle als skurrile Type zu erleben, bei der wirklich jeder Spruch auf den Punkt ein Lacher war und die sich entwickelt von der schrulligen naiven Mama zum glitzernden, tanzenden Showgirl. Ganz große Schauspielkunst.

Das Stück ist so angelegt, dass der größte Teil der überwiegend jungen Cast austauschbar erscheint und diese großartige Familie (auch Fritz Steinbacher als Vater super schrullig und witzig) und die „früheren Außenseiter“ wie der Phönix aus der Asche aus der Geschichte hervorgehen. Am Ende wird alles gut, alle lieben sich und Glitzer regnet auf alle nieder. Die Show war gut besucht, wir wurden gut unterhalten, ein gelungener Abend.

Carat (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Griff ins Klo - Vulgäre Quatsch-Story mit Operetten-Walzern

06.11.2017 - Also was ich gestern im Theater Hof als Uraufführung sah wird der historischen Person "RASPUTIN" und auch dem Russischen Zarenhof absolut nicht gerecht...

Das bisher sehr innovative Theater Hof hat nach einem guten "HOUDINI" und einem noch besseren "EINSTEIN" diese "RASPUTIN"-Show mehr als vergeigt...

Einzig die Hauptdarsteller allen voran der kurzfristig eingesprungene Christian Venzke als RASPUTIN und Thilo Andersson, Cornelia Löhr & Judith Jakob versuchen durch ihren Gesang und ihr Schauspiel diese absolut unschlüssige vulgäre Quatsch-Story zu einem einigermaßen erträglichen Ende zu bringen....das wurde aber leider sehr, sehr zäh und langwierig..

Das Theater immer etwas hinzudichtet, erfindet oder übertreibt das ist in der Natur der Sache aber so mit dem "Holzhammer" drauf ist wirklich zu viel des Guten - Vulgäre Sätze und Textbeiträge durchziehen das ganze Stück - die Storyline ist oftmals peinlich und so was von plump und konstruiert - einfach unglaublich...

Die Musik hat mit Musicalmelodien nur bedingt was zu tun - vor allem bedient sich der Komponist an den Operettenmelodien die mit russischen Akzenten und Instrumenten eingefärbt werden - die Zarin und der Zar werden eher "lächerlich" dargestellt - einzig die Wandlung der Zarin nimmt das Publikum dem Autoren ab - wie sie in die Zigarettenfabrik kommt und den "Aufstand" - Streik der einfachen Arbeiter und der Bevölkerung miterlebt und versteht und das dann in "ihre" Prachtwelt mitnimmt...

ansonsten gibt es noch ein "schwules2 Paar, das total aus der Rolle fällt - dies hat was mit dem Schluss zu tun - jeder historisch Interessierte wird am Schluss mehr als "empört" sein wie sie den "RASPUTIN" zu Strecke bringen und vor allem durch wen...alles sehr abstrus und zusammengestückelt...ein nicht sehr durchdachtes, nicht fertiges Stück...

Das Ensemble versteht man oftmals schlecht - das Orchester wurde schon angesprochen in der MUZ-Bewertung ist total leise und ohne "Schwung" und "Esprit" - die Tänze und Chorografien schauen sehr "eingeprobt" und "nicht synchron" aus -

einzig die Kostüme sind toll und die Bühnen-Projektionen...

ansonsten leider eine absolut vertane Chance - ich hätte mir gewünscht, dass man dem RASPUTIN historisch genau ein musikalisches "Denkmal" setzt und nicht mit so einer wirklich vulgär ausgedrückten Quatsch-Story ständig ist von "Vögln", "Blasen" usw. die Rede - dazu die wenig inspirierende Musik - alles schon mal dagewesen - Chance total verschenkt...

ich hoffe sehr, dass sich ein gutes Team zusammenfindet um das Thema: Russisches Zarenhaus/Russische Revolution/ Lenin/Rasputin wirklich mit einer sinnvollen Story und guten Texten und guter Musik zu einem strahlenden, glänzenden neuen Musical macht - das wäre mal Aufgabe der VBW...

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Starke Show, furchtbare Tonabmischung

05.11.2017 - Es hätte so schön werden können.
Es hätte sogar nahezu ein perfekter Theaterabend werden können, denn "Footloose" entpuppt sich als erstaunlich unterhaltsames Musical.
Hätte, hätte, Fahrradkette.
In diesem Fall heißt die Fahrradkette wie so oft "Tonabmischung": Sie ist schlichtweg skandalös miserabel.
Da stehen auf der Bühne mitunter die besten (Pop-)Sänger, die die Branche gerade zu bieten hat, da hat man eine 9-köpfige Band (inklusive Geiger), die im Gegensatz zu Stage-Produktionen auch im Programmheft als "Band" benannt ist und nicht als Orchester verkauft wird und dann vergeigt der Tontechniker (sorry für das plumpe Wortspiel) den gesamten Abend (sogar so sehr, dass der Geiger, der sich in einer Szene auf der Bühne die Seele aus dem Leib geigt, nicht einmal zu hören ist).
Schon der Beginn der Show mit dem titelgebenden Song lässt den geneigten Zuhörer aufgrund des furchtbaren Sounds verwundert zurück und bietet so einen gänzlich verunglückten Einsteig in eine ansonsten gefällige Show, die vor Bühnentalenten nur so strotzt.
Es wird sogar, entgegen aller Klischees, richtig gutes Schauspiel geboten, was aber hinfällig ist, wenn der Tontechniker über Minuten einfach einmal ALLE Mikrofone offen lässt, da im unklar zu sein scheint, wer gerade das Sagen hat.
Hits wie "Holding out for a hero" und "Let's hear it for the boy" werden stimmlich herausragend dargeboten, was jedoch aus benannten Gründen immer in unerträglichem Lärm-Brei endet.
Wie schade, dass man in einem Pop-Musical sehnsüchtig auf die nächste Ballade warten muss, um wieder differenziert Stimmen und einzelne Instrumente hören zu dürfen.
Es bleibt nach diesem Abend ein bitterer Beigeschmack der vertanen Chance zurück. Wann werden die Stadttheater endlich das Potential nutzen, welches ihnen zur Verfügung steht und aus ihren immer gleichen Fehlern lernen?

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gerne wieder

04.11.2017 - Ich war sehr beeindruckt von den Hauptdarstellern. David Arnsperger überzeugte mich voll und ganz.
Generell bin ich ein großer Fan von dem Musical. Ich kann es nur jedem empfehlen es sich anzuschauen.

Hannah1969 (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Lohnenswert zu sehen

04.11.2017 - Joseph ist ein tolles Musical, wenn man sich reingehört hat... Die Energie der Darsteller springt förmlich über.
Die Darsteller geben eine authentische Leistung ab, voller Witz und Charme. Die Freude am Spielen ist zu sehen.
Die Musik ist powervoll und "Wie vom Traum verführt" sowie "Schließt jede Tür" klingen fantastisch und bleiben sicher jedem Besucher noch im Ohr!
Das Bühnenbild ist zwar nicht innovativ, auch wünscht man sich,
etwas mehr Ruhe im Gesamtbild, aber alles in allem ist es sehr stimmungsvoll und passend farbenfroh zum Stück. Wünschenswert wäre eine Pause gewesen. Ich wurde sehr gut unterhalten, habe viel gelacht und war optisch beeindruckt von den Kostümen. Herausragend waren für mich die Haupt-Erzählerin Juliana Kratz sowie der Joseph der von Timm Moritz Marquardt gespielt wurde!

Hannah1969 (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ein tolles Gesamtpaket

03.11.2017 - Schon die Location ist toll, im 20iger Jahre Flair, dann das Essen köstlich, aber vor allem die Show ist großartig. Eine Musical-Komödie von Claudio Maniscalco mit viel Witz und toller Musik. Wirklich sehr zu empfehlen.

Traube (erste Bewertung)


WOW!

01.11.2017 - Ich habe die Show am 31.10.17 im Wiener Ronacher gesehen.
Ich habe nie gedacht, dass man die Vampire aus Deutschland toppen kann...aber man kann es! WOW was für ein tolles Orchester und was für ein tolles Bühnenbild.
Die Kostüme und alles drum und dran perfekt, so geht Musical. Auch das Theater ronacher wurde in die Vampirwelt umgewandelt.
Stage Entertainment kann sich davon mehrere Scheiben abschneiden,
Großartig.
Sehr sehenswert. Auch eine wunderbare Cast. Absolut empfehlenswert.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ein sehr vergnüglicher Abend

31.10.2017 - Grandioses Ensemble, dass uns mit viel Engagement u. Herzblut einen vergnüglichen Abend bereitet hat. Gerne haben wir geschmunzelt und vor allen Dingen herzhaft gelacht. Die herrliche Emotionalität der Italiener ist absolut glaubhaft dargestellt worden.
Danke auch für die zeitkritischen Wortbeiträge.

Bernd & Georg (erste Bewertung)


Congratulations!

30.10.2017 - Wieder eine Produktion von und mit Claudio Maniscalco, dem Tausendsassa der berliner Musical-und Showwelt. Und wieder ein wundervoller Abend, mit allem Drum und Dran!

Ulrikchen Wurscht (erste Bewertung)


Tolle Welturaufführung

30.10.2017 - Meine Frau und ich haben die Gelegenheit wahrgenommen und haben uns Karten für die Welturaufführung des Musicals Rasputin am 28.10.2017 gekauft. Zusammengefasst: Es war ein toller Abend. Das Musical beginnt mit einem kurzen Prolog in dem das Volk Rasputins Tod besingt und dieser im Hintergrund von tot von einer Brücke geworden wird. Danach springt die Geschichte ins Jahr 1913 zurück. Rasputin sitzt in seinem Stammlokal und verdient sich sein Geld durch Handlesen. Er beklagt sich bei seiner Geliebten, dass ihn die Jungfrau Maria verlassen hätte. Durch einen Zufall (ein verlorener Ohrring der Zarin, welchen er zurück bringt) kommt er in den Winterpalast und heilt den Trohnfolger ("In meinem Zung" sehr schön gesungen und tolle Melodie"). Er wird zur vertrauten der Zarin und hat Einfluss. Irina Jusupoff sieht Rasputin als Freind, welcher ihre heile Welt bedroht. Sie gibt mehrmals von sich wie sehr sie sich wünscht, dass doch alles so bleibt wie esist und sich nichts verändern sollte. Im Volk brodelt es - die Revolution steht vor der Tür. Rasputin wird zum Hassobjekt, da man nichts über die Bluterkrankheit des Prinzen weiß und vermutet, dass er schlechten Einfluss auf den Zaren hat. Nach einigen Intrigen wird Rasputin von Irina erschossen. In der letzten Szene bricht die Revolution aus und das Volks besingt den Weg in die Freiheit. In dieser Szene sind alle Darsteller auf der Bühne und die Zarenfamilie wird immer mehr durch das Volk verdrängt und nicht mehr sicht bar - ein guter Effekt.
Zur Bühne kann man sagen, dass diese zweckgemäß ist und ihren Dienst leistet. Es gibt verschiedenste Projektionen, welche die Szenen untermalen. Das Lichtdesign ist gut gelöst und erfüllt seinen Zwecks. Es wird auf zwei Ebenen gespielt wordurch man die Möglichkeit hat zwei unterschiedliche Schauplätze gleichzeitig darzustellen z.B. Gebet der Zarin im Winterpalast und Gebet des Rasputin in St. Petersburg. Die Musik ist sehr gut und stimmig - man erkennt einen deutlichen Zusammenhang der Songs, man spürt richtig die russische Seele. Besonders "Weiße Nächte" bleibt auch nach der Show noch im Ohr und hat wahren Ohrwurmcharakter. Historischist die Produktion sicherlich nicht immer korrekt, man hat dazuerzählt und weggelassen, aber das ist nicht weiter tragisch, denn das Stück erfüllt seinen Zweck: es unterhält! Zusammenfassend kann man sagen, dass dem Theater Hof hier ein sehr gutes Stück Unterhaltung gelungen ist und man darf nur hoffen, dass Rasputin nicht in der Versenkung veschwindet sondern auch weiterhin auf deutschen Bühnen gespielt wird. Eine CD-Aufnahme sollte meiner Meinung nach unbedingt gemacht werden.

MrDuncan (8 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Oh Dio Mio - Komödiantisches Dinner-Musical

30.10.2017 - Danke für den perfekten Abend:
-super Show
-großartige Musik
-tolle Darsteller
-leckeres Dinner
-fantastische Kostüme
-schönes Bühnenbild
-freundliche Bedienung
-beeindruckende Location

Ich komme gerne wieder.
Toi toi toi für die weiteren Shows.

Caramella (erste Bewertung)


Ein unterhaltsamer Abend mit einer unglaublichen Deborah Woodson.

30.10.2017 - Die Dortmunder Inszenierung kann sich sehen lassen, auch wenn die Qualitäten des Kölner Originals selten erreicht werden. Viele Rollen wirken nicht vollständig ausgearbeitet, nicht jeder Gag kommt beim Publikum an. Wenn man beispielsweise Jana Stellys Interpretation von Penny gesehen hat und die jetzige von Annakathrin Naderer, die auch einen guten Job macht, dann weiß man, dass so viel mehr Witz in der Rolle steckt. Da hat Regisseurin Melissa King nicht alles aus den Rollen rausgeholt. Trotzdem macht die Inszenierung Spaß und das Publikum steht am Ende auf den Beinen und ist schlichtweg begeistert. Höhepunkt ist wieder einmal die Interpretation von "Ich weiß wo ich war" von Deborah Woodson, die bereits in Köln das Publikum niedergesungen hat. Hier holt sie noch mehr aus diesem Song heraus, sodass man vor Begeisterung kaum atmen kann. Allein dafür lohnt der Besuch der Show, ein magischer Moment! Wäre die Tonabmischung nicht so bescheiden, wäre der Gesamteindruck noch besser. Was bleibt ist ein toller Musicalabend, der das Kölner Original nicht vergessen lassen kann, aber trotzdem begeistert und Menschen, die das Stück noch nicht kannten, glücklich in den Abend entlässt.

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Ein Vergnügen im Kreis von Freunden

30.10.2017 - Da stehen tolle Schauspieler auf der Bühne, die mit viel Spaß bei der Sache sind. Wer sich bei einem guten Glas Wein sehr klamaukig über die katholische Kirche lustig machen will, ist hier richtig. Wer vorne sitzt, hat mehr davon!

Irinav (erste Bewertung)


Oh dio mio Ein Lustiger unterhaltsamer interessanter Abend

30.10.2017 - Ein tolles Menü Vorspeise Hauptgang Nachtisch

Dazu eine erfrischende sehr spannende unterhaltsame lustige Musical Komödie wunderbar gesungen!

Lachen tut immer gut Und das mit lieben Freunden gemeinsam bei einem guten Essen und Wein

Genuss Freude Spannung Musik Kombiniert mit Lachen Besser geht nicht
Wir haben nochmal gebucht 🙋‍♂️

Bonnstaedter (erste Bewertung)


We call it a Klassiker

24.10.2017 - In einer Übernahme aus Kaiserslautern zeigt die Oper Wuppertal aktuell diesen Klassiker in einer durchaus empfehlenswerten Version. Die Regie von Cusch Jung ist dem Werk angemessen, die Kostüme sehr aufwendig und detailreich und das Bühnenbild von Christoph Weyers zwar schlicht, dafür aber trotzdem bezaubernd. Die Darsteller sowie das Sinfonieorchester Wuppertal zeigten sich bei der Premiere gut aufgelegt, lohnt sich !

Besuchte Vorstellung:
22.10.17 - Opernhaus, Wuppertal

Inszenierung: 3,5 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 3,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Großartiges Schauspiel-Konzert

23.10.2017 - Eher Schauspiel mit Konzert, als ein Musical, überzeugt die Show vor allem durch Katharine Mehrling. Eine One-Woman-Show mit 2 Nebendarstellern, einer Band und der Geschichte über die letzten Wochen des Niedergangs von Judy Garland. Buch, Regie und Inszenierung des Stückes empfand ich allerdings als langweilig und vorhersehbar. Schauspiel-Dialoge im Hotelzimmer wechseln sich ab mit 1 - 2 musikalischen Nummern im "Konzertsaal". Immer der gleiche Ablauf. der Drogenabsturz der Garland erschien mir "weichgespült" dargestellt, zu wenig drastisch. Im 2. Akt kommt sie mit ner kleinen Platzwunde von einer Absturz Tour. Lächerlich! Die Wirklichkeit wird ziemlich schlimmer ausgesehen haben und das hätte man auf der Bühne auch darstellen können. Auch sonst wird der Verfall nur angedeutet, niemals in ganzer Hässlichkeit präsentiert. Und das Ende im Tod wird in wenigen Sätzen abgehandelt. Echte Emotionen kommen so nicht auf. "End of the Rainbow" wurde in London und New York für Preise nominiert - aber nur für Darsteller-Preise. Buch und Regie blieben unbeachtet. Zu Recht. Eher Mittelmaß. Aber wegen Katharine und der übrigen Cast trotzdem empfehlenswert.

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Berechtigter Teil des deutschen Musicaldschungels

23.10.2017 - Ein Besuch bei Tarzan in Oberhausen ist am besten zu vergleichen mit einem Besuch beim Cirque de Soleil, aber eben mit Handlung und Songs von Phil Collins:
Ständig fliegt, springt und singt ein Ensemblemitglied um den Zuschauer herum; sei es im Affenkostüm, im Lendenschurz oder als gar als Schmetterling.
Dieser Umstand sorgt für Gänsehaut und ist äußerst eindrucksvoll. Zeitweise weiß man vor Verzückung wirklich nicht, wo man gerade auch noch hinschauen soll.
Komplettiert wird diese Erfahrung durch ein stimmiges, wandelbares Bühnenbild mit tollem Lichtdesign.
Da die derzeitige Version der Show designtechnisch "verschlankt" wurde, hatte ich vorab die Befürchtung, dass sie im Gegensatz zu meinem letzten Besuch in Hamburg 2010 billig aussehen könnte. Dem war absolut nicht so, im Gegenteil hatte ich das Gefühl, als Zuschauer noch tiefer in den Dschungel entführt worden zu sein, aus oben bereits genannten Gründen.
Die Show scheint insgesamt flüssiger zu laufen, was jedoch weiterhin von den Schwächen des Buches, gerade im ersten Akt, nicht immer ablenken kann.
Minuspunkt ist das leidige Thema "Orchesterreduktion":
Zu oft klang die Musik synthetisch und dünn. Wenn man die Hamburger CD dagegen hört (was wir tatsächlich auf der Rückfahrt im Auto getan haben), wird man richtig wehmütig anhand der Diffenzierheit der Klänge.
Sei's drum, oder wie eine der Damen im Vorderhaus so treffend zu uns sagte: "Man darf ja mittlerweile froh sein, wenn da überhaupt noch Menschen im Orchester sitzen."
In der Titelrolle durften wir das Cover Merlin Fargel erleben:
Optisch und schauspielerisch der ideale Tarzan, hätte er, wenn er stimmlich sicherer wird, durchaus das Zeug zur Erstbesetzung. Leider war er zudem in seinen Soli meist zu leise gegen die undynamische Band abgemischt.
Als kleiner Tarzan beeindruckt Simon Schlutius mit Natürlichkeit, Spielfreude, akrobatischem Können und schöner Stimme: Einmal mehr habe ich das Gefühl, dass das mit den Kindern auf deutschen Bühnen langsam richtig, richtig gut wird!
Zweitbesetzung Isabel Trinkhaus spielt ihre Jane pointiert und mit angenehmer Stimme.
Sophia Wezer als Kala steht für ein authentisches Schauspiel noch etwas zu sehr der Akzent im Weg. Vom Typ her ist auch sie ideal besetzt.
Tarzans Affenfreund Terk muss, egal welcher Darsteller diese Rolle verkörpert, zunächst einmal gegen das Buch ankämpfen: die Asbach-Uralt-Kalauer, die ihm in den Mund gelegt werden, dürften wirklich mal aufgefrischt oder zeitgemäß übertragen werden, dann könnte Terk als Comic-Relief-Figur auch aufgehen. David Hardenberg gibt sein Bestes, entgegen dieser Umstände die Rolle mit Stimme und Leben zu füllen.
Als Kerchak beeindruckt Andreas Lichtenberger mit einer starken, glaubhaften Performance.
Janes Vater Porter und Clayton sind mit den Tarzan-Urgesteinen Japeth Myers und Rudi Reschke wunderbar besetzt: Da stimmt jede Geste, jeder Blick, jede Nuance. Beide agieren dabei höchst authentisch. Es ist eine Freude, ihnen zuzuschauen und gerade die intime Szene zwischen Porter und seiner Tochter ist Garant für einige Tränchen der Rührung.
Sowieso ist der 2.Akt ein regelrechtes "Tränenfest", so sehr können die vielen Eindrücke der Show im Zusammenspiel überwältigen.
Tarzan in Oberhausen ist ein zauberhaftes Gesamterlebnis, welches in der deutschen Musicallandschaft seine absolute Berechtigung hat. Die Verschlankung hat der Show nicht geschadet, bis auf den leidigen musikalischen Aspekt.
Ich persönlich würde mich jederzeit gerne wieder in den Dschungel entführen lassen.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Falsche Info!

21.10.2017 - Ich möchte darauf hinweisen, dass in dieser Kritik Florian Resetarits als blass bezeichnet wird. Diese Kritik ist vom 19.08. ... Florian Resetarits hatte erst ab 24.08. gespielt!

Fan_musical (erste Bewertung)


Sehr witzig und unterhaltsam

19.10.2017 - Zum Stück hat die muz ja eine ausführliche Kritik geschrieben, doch das Musical macht Spaß und ist wirklich unterhaltsam und sehr schön inszeniert. Ja, die Story ist nun sicher nicht besonders vielschichtig, aber auch keineswegs so, das man das Gefühl hat es zieht sich, im Gegenteil, die ca. 80 Minuten bis zur Pause vergingen wie im Fluge. In der besuchten Vorstellung spielte Holger Hauer den Gomez Addams, dies durchaus überzeugend, ich kann mir aber auf Grund der Rollenanlage mit viel Schauspiel vorstellen, dass es eine echte Paraderolle für Herrn Kröger ist. Gezählt habe ich beim Schlussapplaus 12 Musiker zuzüglich musikalischen Leiter, das gibt es heute auch nicht mehr so oft. Ein besuch lohnt sich!


Besuchte Vorstellung:
17.10.17 - Theater am Marientor, Duisburg

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 3,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Mittendrin statt nur dabei!

17.10.2017 - In London etabliert sich immer mehr so genanntes "immersive Theatre"; das bedeutet, dass der Zuschauer extrem nah an den Darstellern und am Geschehen ist und weitgehend mit in die Handlung einbezogen wird.
In diesem Fall war das außergewöhnliche "The Vaults Theatre", ein Tunnel unter Waterloo Station, in einen einzigen großen Hippie Markt verwandelt worden (Bilder unten), in dem man es sich vor der Show in u.a. Tipis gemütlich machen kann.
Betritt man dann schließlich den Zuschauerraum, sitzen die Hippiedarsteller schon im Kreis auf dem Boden und man platziert sich tatsächlich um sie herum. Man ist also von Beginn an sozusagen Teil des Hippie-Tribes: auf engstem Raum entfaltet sich die Handlung, die Darsteller tanzen, singen, spielen für und mit allen im Raum befindlichen Personen. Durch die räumliche und körperliche Nähe ist, besonders im ersten Akt, das Spiel etwas reduzierter, etwas weniger verrückt, vielleicht auch weniger auf Pointe, als in gewohnten, bereits gesehenen Produktionen. Dies macht aber eben aufgrund der bereits mehrfach erwähnten Nähe absolut Sinn.
Die Stimmen sind stark, das Schauspiel eindringlich, die Inszenierung mitreißend.
Die Band sitzt den Darstellern hinter einem Gitter im Rücken und durch die Gegebenheiten des Saals kann man musikalisch fast von einer "Hair-Unplugged"-Version sprechen.
Die Darsteller tragen zwar Mikroports, die jedoch kaum aufgedreht werden müssen, aufgrund der Enge des Raums. Und so hört man eigentlich durchgängig die natürlichen Stimmen der Sänger, so dass auch naturgemäß große Chorsätze Solisten etwas übertönen.
In manchen Songs greifen die Hippies selbst zu Instrumenten wie Gitarre, Saxophon oder Klarinette. So steht also eine Darstellerin beispielsweise in "Good morning starshine" neben dir und spielt auf der Klarinette für dich. Dies ist absolut bezaubernd, das hätte ich mir noch gerne etwas konsequenter umgesetzt gewünscht.
Den langen Horrortrip von Claude, der ja praktisch den gesamten zweiten Akt der Show ausmacht, habe ich tatsächlich noch nie so gut gelöst gesehen, umso mehr, wenn man die Enge und die wenigen Möglichkeiten des Raumes miteinbezieht.
Absolut fantastische Regiearbeit.
Das Finale "Let the sunshine in" ist ebenfalls sehr eindrucksvoll inszeniert und verfügt über einen kleinen Schockmoment, auch wenn Claude nicht, wie in so vielen anderen Inszenierungen, unmittelbar zu Grabe getragen wird.
Wenn die Dionne im Schlusschor direkt vor dir zusammenbricht und Adlib-Stoßgebete zum Himmel singt, dann berührt das schon sehr.
Und ganz am Ende ist man dann endlich wirklich faktisch und körperlich Teil des Tribes, wenn sie dich nämlich für die Reprise von "Let the sunshine in" auf die Bühne ziehen und man mit den Darstellern erlöst singt und tanzt.
Diese "50th anniversary"-Produktion ist vielleicht nicht die ultimative Version von Hair, aber sie ist sicher ein ganz besonderes Kleinod:
Hair Unplugged - ganz nah am Tribe.
Ein Muss für jeden Londonbesuch.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Wirklich ein Highlight

16.10.2017 - Ich konnte mir die Gelegenheit in London nicht entgehen lassen um die Show zusehen.

Man kennt ja die Musik und den Film, aber leider wird das Stück ja nicht oft gespielt.

Die Story um die 3 Mädels die mit ihrer Gesangsgruppe nach Erfolg streben und durch viele Irrungen und Wirrungen gehen müssen ist hier im Savoy Theater, wirklich ein Highlight.

Die Story ist ja bekannt.
Deswegen lass ich das jetzt aus.

Die Inszenierung ist Top! Obwohl die Bühne sehr simple genutzt wird mit ein paar Vorhängen, Podesten, Tischen und Stühle und drehbaren Wänden, sieht der ganze Abend fantastisch aus. Auch durch ein tolles Licht Design. Ein absoluter Hingucker ist ein Vorhang aus Diamanten.

Die Cast führt Amber Riley an als Effie, bekannt aus der Serie Glee, wo sie ja schon ein paar "Dreamgirls" Momente zum besten geben konnte. Die Frage war ob sie so einen ganzen Abend betreiben kann? Und die Antwort ist definitiv JA! Sie spielt und singt, dass es eine wahre Freude ist und bei "I am Changing" mitten im Song Standing Ovation erntete.

Natürlich kann sie auch nur so glänzen, weil sie fantastische Kolleginnen und Kollegen um sich rum hat.
Liisi LaFontaine spielt fantastisch als Deena Jones, und steht Amber Riley in nix nach stimmlich.
Toll ist auch Smretet Ghebremichael als Lorrell,
die im 2. Akt zur Höchstform aufläuft.

Das gesamte Ensemble spielt mit sehr viel Energie und tollen Stimmen. Und obwohl man das Orchester auf 14 Mann zusammen gestrichen hat, klingt die Musik wirklich satt und voll.

Besonders noch zu erwähnen ist Adam J Bernard als Jimmy Early, der förmlich explodiert an Energie mit toller Stimme, und Joe Aaron Reid als Curtis. Er spielt den Verführer, so schmierig und charmant gleichzeitig, bis er später sein wahres Gesicht zeigt.

Der ganze Abend ist eine wirklich tolle Gesamtleistung vom kompletten Team.
Ein wirkliches Highlight in London, was man sich unbedingt anschauen sollte.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Immergrüner Klassiker

16.10.2017 - Wann immer jemand aus dem Bekanntenkreis nach dem aktuellen besten Musical Hamburgs fragt, nenne ich "Tanz der Vampire". Und das obwohl diese Inszenierung eine Tour-Produktion mit reduziertem Bühnenbild und Orchester ist und ohne Musical-Stars (außer der Krolock-Erstbesetzung) auskommt. Die Empfehlung liegt in erster Linie am Musical selbst, dass mit seiner Kombination aus spannendem Buch, Atmosphäre, ein wenig Humor, ein wenig Drama, viel Herz und einzigartiger Musik schon grundsätzlich unkaputtbar gut ist. Das in Hamburg inszenierte Bühnenbild entfaltet mit dem Lichtdesign trotz Reduzierung die notwendige Atmosphäre und opulente Kraft, die man von TdV gewohnt ist. Unterschiede zur Ur Produktion sind marginal. Das reduzierte Orchester wird durch eine sehr gute Soundanlage ausgeglichen, die an vielen Stellen ein sourround-Erlebnis im gesamten Theatersaal produziert und an den wichtigen Stellen immer kraftvoll, rockig ist. Die mangelnden Stars werden ausgeglichen durch eine (für mich relativ unbekannte) frische, junge, talentierte internationale Cast, die durch ihre Spielfreude und sehr guten Gesang überzeugen. Wir hatten keinen Edenborn an einem Mittwochabend, was der Qualität des Stückes keinen Abbruch tat. In unserer Gruppe mit 5 waren 3, die TdV noch nie gesehen haben, 1 der es vor 12 Jahren in Hamburg sah, aber schon wieder vergessen hatte. Und meine Wenigkeit, die jetzt TdV zum 5. mal sah (vorher Stuttgart und Hamburg).
Es hat uns allen sehr gut gefallen, die "Neulinge" waren begeistert.
Volles Theater bei geschlossenem Rang Auslastung über 90%.
TdV Hamburg ist sein Geld auch zum Vollpreis wert!

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


"Der Glöckner" hat mich vollständig überzeugt.

16.10.2017 - Ich hatte - bis auf David Jacobs in den Hauptrollen die Erstbesetzungen. Die Rollen sind durchweg gut besetzt, kleinere Abstriche bei Sarah Bowden als Esmeralda, deren Stimmfarbe nicht ganz mein Fall ist - aber definitiv eine gute darstellerische Leistung auch von ihr.
Besonders erwähnenswert: Milan van Waardenburg als Quasimodo, der so phantastisch gespielt hat, dass ich wirklich berührt wurde. Zudem eine astreine gesangliche Leistung mit viel Ausdruck. Ich hatte viel Mitgefühl für ihn.

Ich liebe dieses tolle Ensemble, das scheinbar mühelos durch die Vielzahl der Rollenwechsel singt und spielt und sichtlich Freude am Zusammenspiel hat.

Gänsehaut bekam ich bereits bei "Olim", und generell bei den starken Chorstellen. Dank der Unterstützung durch den Chor klang das schön satt und doch auch an den richtigen Stellen fein nuanciert und fragil. Sehr, sehr schön!

Das Konzept mit den vielen "Erzählern" gefällt mir. Die Lieder der alten Fassung, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, wurden meiner Meinung nach gut neu übersetzt und umgesetzt.

Abstriche muss man leider beim "Orchester" machen - da wünschte ich mir schon teilweise einen satteren Klang. Aber tatsächlich hat mich das weniger gestört als ich vermutet hätte - dafür war der Rest einfach zu gut.

Hughie (25 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Wie schön

15.10.2017 - Einfach wow. Was für ein Hammer Bühnenbild. Was für eine überragende Pia. Ich liebe Pia In solchen Rollen. Die Songs sind immernoch im Ohr. Was für ein tolles Stück.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Tolle Musik zu abstraktes Bühnenbild

15.10.2017 - Ich habe mich so auf Mozart gefreut... Das Musical ist sehr abstrakt und ich finde es hätten ein paar mehr Bühnenelemte verdient. Die Darsteller waren durchweg super. Ana Milva Gomes war hier besonders hervorzuheben. Ihr "Gold von den Sternen" ein Traum, selten so schön gesungen gehört, Der Hauptdarsteller konnte mich nicht zu 100% überzeugen. Aber es lag nicht an seinem Gesang, eher an dem schauspielerischen. Die Story empfand ich als sehr flach erzählt. Ich kann von den Darstellern niemanden schlecht machen, den sie waren wirklich alle durchweg sehr gut. Jedoch liegt es ein bisschen am Bühnenbild, das sehr abstrakt ist und sehr modern und auch die Mischung zwischen der damaligen Zeit und dem heute muss man erst mal verstehen. Zur damaligen Zeit gab es keine Autos und dennoch kommen Hippies mit einem Auto auf die Bühne. Das war mir doch zu viel. Und auch Mozart mit E-Gitarre fand ich komisch. Aber das ist mein Geschmack. An meine lieblingsmusicals Rebecca, Elisabeth kommt es bei weitem nicht ran wobei es nicht an der Musik liegt, denn die ging gut ins Ohr und hatte mehre Höhepunkte. Es macht aber trotzdem Spaß es sich anzusehen, man sollte jedoch vom Bühnenbild wohl nicht zu viel erwarten.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gigantisch

15.10.2017 - Ich war gestern in der Nachmittag Vorstellung 30.01.2016 um 14:30 im Musical Dome Köln und es war echt super! Wahnsinn was da für ein Aufwand betrieben wurde. Nur zu empfehlen. Traumhaft, fabelhaft. Ich bin begeistert. Unbedingt hingehen und ansehen. Es ist gigantisch.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Bunt schrill

15.10.2017 - Das Musical ist echt schön, bunt, schrill und sehenswert. Aladdin hat bei mir Richard-Salvador Wolf gespielt der Dschinni war Tobias Weis. Die Witze des Dschinnis fand ich sehr flach und nicht wirklich witzig, dass er auch noch selbst über seine Witze lachte fand ich auch nicht sonderlich gut. Die Kostüme waren super, die Choreografien waren spitze, das Tanzen war synchron. Die Bühnenbilder verzauberten mich auch sehr. Jetzt kommt aber das große Aber: das preisleistungsverhältnis stimmt einfach nicht. Die Musik zu laut, die Sänger und Texte zu leise. Für so viel Geld erwarte ich doch mehr. Das Orchester war ok aber nicht überragend. Meine Bewertung bezieht sich auf die Vorstellung am 08.07.2016 um 20uhr. Einmal sehen reicht.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Oh war das schön

15.10.2017 - Das Musical liebe stirbt nie habe ich am 09.07.2016 um 15uhr gesehen. Das Phantom spielte Mathias edenborn, Christine Daae spielte jazmin Gorsline roul wurde gespielt von Robert David marx. Mir gefiel das Musical richtig gut. Es nahm mich direkt in seinen Bann. Die Zeit verlief wie im Flug. Selten fesselte mich ein Musical so sehr wie liebe stirbt nie. Ich bin begeistert. Das Orchester spielte super. Alles war großartig. Ein Stern Abzug, für die nicht gerechtfertigten Eintrittspreise. Aber ansonsten kann ich dieses Musical echt nur empfehlen. Klasse, wenn Hamburg nicht so weit weg wäre und die Preise günstiger wären, würde ich/ wir öfter kommen. Die Preise müssten günstiger werden, dann wären die Theater wieder voller und nicht so leer wie bei dieser Vorstellung.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


War okay

15.10.2017 - Ich finde Mary poppins ist sehr gut. Allerdings, könnte man mehr daraus machen. Die Hauptdarsteller waren gut, jedoch hörte man leider den Akzent bei manchen Darstellern heraus. Ich finde es sehr schade, dass es nicht so gut besucht war. Für die Preise, finde ich muss man mehr leisten, mehr Musiker im Orchestergraben, mehr wow Effekte, Darsteller die die deutsche Sprache mächtig sind ohne Akzent. Das was ich sehr schade fand, war dass es nicht mal einen Bildband gab. Echt schade. Mein Fazit: Es ist sehenswert, die Choreografien sind super, auch die Musik und die magischen Momente sind gut. Aber bei den Preisen, kann man mehr machen, bzw. erwarte ich mehr. Ich habe Mary Poppins am 03.12.16 um 19:30Uhr gesehen.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Positiv überrascht

15.10.2017 - Ich hatte nicht vor extra für schikaneder nach Wien zu reisen. Aber es hat sich sehr gelohnt. Ich sah die Vorstellung am 27.12.16 Ich bin total begeistert was die VBW da wieder mal auf die Bühne gebracht haben. Klar hervorheben möchte ich Katie Hall mit ihrer grandiosen Stimme. Die Story ist einfach aber die Musik himmlisch und entschädigt die seichte Story. In Deutschland, könnte ich mir dieses Stück jedoch nicht vorstellen, dort würde das Stück nicht sehr lange laufen, leider. Echt ein grandioses Meisterwerk. Die Songs gehen so ins Ohr und man summt noch den Abend die Songs vor sich hin. Was für eine tolle Show. Klasse!

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Es ist ok und sehenswert

15.10.2017 - Ich habe die Vorstellung am 17.01.2017 gesehen. Ich fand die Musik sehr gut. Die Cast möchte ich hier besonders hervorheben. Das Orchester spielte auch super. Großes Minus ist für mich aber das Bühnenbild und die komische Story, man hätte viel mehr daraus machen können. Mit dieser tollen Cast, hätte man so viel mehr bewegen können und die Story, hätte man besser und nicht so kompliziert umsetzen können. Mein Fazit: Im großen und ganzen ist es abe sehenswert. Aber einmal sehen reicht mir.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


WOW!

15.10.2017 - WOW, was für ein Spektakel am 11.03.17 um 19:30Uhr im Metronom Theater Oberhausen. Das Bühnenbild ist schöner und bunter wie in Hamburg. Klar hervorheben möchte ich Sabrina Weckerlin als Kala. WOW! Das negative ist nur dass die Karten zu teuer sind, wenn man am Samstagabend fast nur zweit Besetzung bekommt und ein kleineres Orchester. Schade. Ansonsten ist das Musical sehr sehenswert und spektakulär. Einfach WOW!

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Super!

15.10.2017 - Rebecca zählt zu einen meiner absoluten Lieblingsmusicals. Auch in Tecklenburg funktionierte es wieder mich zur Gänsehaut zu bewegen. Leider muss man in teckenlenburg ein paar Abstriche machen zur Stuttgarter Inszenierung: diese wären einerseits die Kostüme, das Bühnenbild und auch das Finale ist nicht vergleichbar mit Stuttgart. Dafür finde ich die Idee mit den Schatten gar nicht schlecht und sehr kreativ. Die Besetzung reist eh alles heraus. Pia als Mrs Denvers einfach nur WOW und ihre Mimik und Gestik ist echt der Hammer. Ihre Stimme ja sowieso. Milica einfach großartig. Und Jan auch absolut toll. Auch das Ensemble macht seine Rolle super. Das Orchester spielt klasse und ist auch richtig voll. Ich hoffe Rebecca kommt bald wieder in ein schönes Theater. So ein Stück wie Rebecca darf nicht einfach von der Bühne verschwinden. Es ist echt schön. Rebecca kann man nur genießen und es zählt für mich zu einen der besten Musicals überhaupt.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das war ein Satz mit X

15.10.2017 - Also vorweg ich liebe Musicals und ich liebe boybands. Was ich gestern am 14.10.2017 in München erlebt habe war das schlimmste was ich je erlebt habe. Die Show hat mich total peinlich berührt. Es war so sexistisch und scheußlich aufgebaut. Einzig die Darsteller konnten super tanzen und singen. Jedoch ein Musical ist das ganze überhaupt nicht. Der zweite Akt war besser als der erste. Im ersten Akt war ich nur peinlich berührt und dachte um Himmels Willen wo bin ich da nur gelandet. Es war so schlimm... Es ist eine Comedyveranstaltung und kein Musical. Daher weil ich es von der Musicalseite betrachte einen Stern. Wenn man es als Show oder comedie betrachtet würde ich 4 Sterne geben. Aber ein Musical hat eine sinnvolle Handlung und diese fehlte von vorne bis hinten. Es war einfach nur peinlich
Wie meine Vorgängerin kann ich nur sagen, dass die Damen alle sehr gefeiert haben. Für mich ist jedoch keine Handlung ersichtlich.

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Man bedenke bitte die Relationen...

15.10.2017 - Ich war ebenfalls in der zur Kurz-Renzension besuchten Premiere. Tut mir leid, keinesfalls war das Orchester aus unserer Sicht zu laut, eher im Gegenteil, in mancher Situation hätte es noch stärker die Szenen unterstreichen dürfen. Ja, Joe Gillis ist in seiner Rolle zu alt, ok, auch das kann man verschmerzen.

Langweilig und die Stimmen werden bemängelt...naja, jeder darf seine Meinung haben und man sollte sich nicht abschrecken lassen. Bei einem Kartenpreis von 35€ für die beste PK und dem Wissen in einem Stadttheater zu sein, welches neben dem Star Norma bzw Isabel gute Leute besetzt hatte, hat man aus meiner Sicht schon oft ganz anderes gesehen. Mich haben neben Isabel Dörfler als Norma speziell Heiko Walter als Max und auch Hardy Brachmann als Joe stimmlich und darstellerisch überzeugt. Wir hatten einen tollen Abend. Das überwiegende Publikum schien das, dem Applaus entsprechend, ebenfalls so zu sehen. Bei den Preisen einer Produktion der Stage, hätte nicht mal einer von uns vieren, die das Stück verfolgen durften, einen Platz in der PK 1 bekommen. Also immer mal ganz ruhig bleiben...

andycibis (25 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Schwelgen in Erinnerungen an die Kindheit

14.10.2017 - Vorab, die Bewertung bezieht sich auf die öffentliche Generalprobe, ggf. gibt es zur finalen Version noch einige Änderungen. Was der von mir sehr geschätzte Thomas Hermanns hier auf die Bühne bringt hat Hand und Fuß, NUR bitte erwartet kein Musical. Vor der Pause ist es ein erweitertes XXL-Comedyprogramm, in dem Moderator Dittmar Bachmann zum Thema Zusammenstellung einer Boyband ausführlich erzählt. Der zweite Akt liefert dann eher Schlag auf Schag die großen Hits. Dem Ende fehlt meiner Meinung nach etwas, die Darstellern werden viermal vorgestellt, geben noch ein paar Zugaben nach dem Best-off-Singslong und Ende.

Ich fand den Humor im Stück sehr gelungen, wie da liebevoll mit Augenzinkern und mit dem notwendigen Respekt eine Hommage an die Geschichte der Boybands erzählt wird. Die Darsteller waren wirklich gut gecastet, aber es ist abzusehen, das es hier (wie bei den Bands) wenig Mitte geben wird. Wer mit den Bands groß geworden ist und die Songs mag soll hingegen, ansonsten hm, vielleicht besser das Geld woanders anlegen. Das anwesende Publikum (vor allem die Damenwelt zwischen Mitte/Ende 20 bis Mitte 30) hatte überwiegend großen Spaß.


Besuchte Vorstellung:
28.09.17 - Theater am Marientor, Duisburg

Inszenierung: 3,5 von 5
Musik: 2,5 von 5
Besetzung: 2,5 von 5
Ausstattung: 1,5 von 5

Gesamtfazit: 2,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolles Orchester, sehenswerte Produktion

14.10.2017 - Nach Dortmund war ich nun auch in Bonn in "Sunset Boulevard" und ich möchte mich hier wirklich kurz halten. Auch in Bonn erlebt man das Musical mit großem Orchester (wo gibt es das heute noch), in der bewährten Inszenierung und einer namhafen Besetzung. Ich hatte mir bewusst, die Vorstellung mit Helen Schneider ausgesucht, ganz großartige Leistung. Eine absolut sehenswerte Produktion, alle die es noch nicht gesehen haben sollten sich einen Besuch überlegen.

Besuchte Vorstellung:
01.10.17 - Opernhaus, Bonn

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,5 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Einfach nur Klasse!

14.10.2017 - Tolle Darsteller, tolle Musik und ein tolle Abend.
Wir haben gelacht und geweint!

NattiBerger (erste Bewertung)


1:1 Kopie von IWNNINY - allerdings mit seichterer Story ohne Tiefgang

09.10.2017 - Die VBW haben mal wieder ein neues Musical herausgebracht - dies ist sehr begrüßenswert - der Unterhaltungsfaktor und der Schauwert sind sehr hoch - Geschichte und Charaktere triefen nur so vor Kitsch und alles in allem ist es ne große Show-Revue geworden die auf "Hochglanz" steril hochgestimmt ist ohne echtes Gefühl - die Darsteller sind aber alle sehr gut und die Musik von Rainhard Fendrich bringt Schwung und gute Laune...

Als in Wien IWNNINY aufgeführt worden ist hat die Presse vor allem kritisiert, dass die VBW nicht auf die Idee gekommen sind und somit die Welturaufführung in Deutschland und nicht in Wien stattgefunden hat.

Dies hat Indendant Struppeck nun beherzigt und eine Kopie versucht - das Resultat ist ne große Show mit einer riesigen Hotel-Torte - das erinnert total an die Szene: "Bleib doch bis zum Frühstück" aus IWNNINY - nur anstatt eines Schiffes ist nun der Handlungsort das Hotel Edler - Rückseitig gibt es eine multifunktional einsetzbare Video-Wall-Wand die die Rezeption und andere Örtlichkeiten darstellt und wo die Showtänze statt finden - im 2. Akt gibt es dann noch ein großes Gebirge mit Steinbock in dem eine Berghütte integriert ist...

die Story ist schnell erzählt -Hollywoodstar Emma Carter kommt für den Opernball nach Wien zurück und checkt im Hotel Edler ein - dies soll eigentlich "geheim" bleiben allerdings hat Page Felix es schon via Facebook gepostet und so ist die Presse und die "Schikeria" bereits da - die Hotelchefin Romy Edler lebt für ihr Hotel und arbeitet auf den 5. Stern hin so ein Skandal ist natürlich nicht toll und es gibt Konflikte mit ihrem Sohn Josi Edler der andere Vorstellungen hat das Hotel zu führen er nimmt es auch auf sich, die Diskretion verletzt zu haben und es hinausposaunt zu haben, dass Emma Carter im Hotel zu Gast ist - der Manager Richard Rattinger is Not amused - Josi Edler entschuldigt sich bei Emma Carter mit einer Edler-Torte - dabei kommen sich die beiden näher und er erfährt wie normal dieser Hollywoodstar doch ist - getrieben wird sie von ihrem Manager hat auf die Art und Weise allerdings keine Lust und möchte ernsthafte Filme drehen und keine erfundenen Skandal-Geschichten für die Presse abliefern - es soll am Opernball verkündet werden, dass sie mit dem argentinischen Fußballstar Pablo Garcia zusammen sei - auf den Ball hat sie allerdings überhaupt keine Lust und fragt Josi ob er sie begleiten würde zum Entsetzen von Richard - Josi führt Emma durchs Hotel die beiden schließen sich versehentlich im Kühlraum ein - Panik macht sich breit wo die beiden denn sind - werden befreit und es kommt der Fußballstar Pablo an den Josi als Werbung zur Eröffnung des erneuerten Fitness-Raumes angeworben hat...Emma und Josi entliehen inkognito in die Wiener Nacht werden von der Polizei gesucht - Emma zeigt Josi per Hubschrauber ihre Heimat dabei landen sie auf der Familienberghütte und verbringen die Nacht zusammen - am Morgen danach steht die Presse vor der Berghütte Emma ist enttäuscht von Josi und denkt er hätte die Presse informiert - in Wahrheit war es ihr Manager Richard - Emma will Josi nicht mehr sehen am Schluss wird aber alles gut - Emma gesteht Josi ihre Liebe auf dem Opernball feuert Richard und Pablo sagt dass er schwul sei - das Hotel bekommt den 5.Stern und die Eltern von Josi die sich auseinandergelebt haben finden wieder zueinander überschreiben Josi das Hotel und gehen in eine Auszeit...

die Szenen sind so arrangiert, dass sämtliche Fendrich Songs hineinpassen - d.h. oftmals passen sie gar nicht aber werden gnadenlos abgespult - kaum war mal ne Ballade oder etwas zum"nachdenken" wurde sofort das Tanzensemble animiert mit aufreizenden erfinderischen fiktiven Glamour-Kostümen einen Fendrich Hit rauszuhauen wie "Blond" - "Es lebe der Sport" "Macho Macho" usw...

die Witze und Sprüche sind einerseits sehr lustig es werden Szenen eingebaut die an "Herzblatt" erinnern mit genau den selben Sprüchen wie damals in der Fernseh-Show - Dolores Schmidinger is die 70-jährige Concierge im Hotel und mischt den Laden auf - allerdings kann man Ihre "übertriebenem" immer gleichen Witze und Anekdoten irgendwann auch nicht mehr hören - einfach zu plump wenn sie sagt: Romy Schneider hätte ihr die Filmkarriere versaut oder sie hätte ja den Friedensnobelpreis erhalten allerdings kam ihr da Mutter Theresa zuvor oder sie hätte mit Johann Strauss getanzt - Vater oder Sohn? - Mit beiden natürlich...irgendwann is dieses Anfangs lustige erfrischende Perfirmance von ihr aufgebraucht und sie nervt nur noch

Carin Filipcic und Andreas Steppan vor allem er haben schöne Songs - wenn die beiden bemüht sind etwas "ernsthaftes" in die Handlung einzubringen oder eine schöne Ballade singen wird diese Szenerie sofort wieder durch das Tanzensemble mit "Macho Macho" usw durchbrochen - echte Gefühle Fehlanzeige man fühlt nicht mit und das ist Schade...

Genauso bei Lukas Perman & Irena Flury die wunderbar singen und spielen - man fühlt nicht wirklich mit da es kein echtes "Drama" oder auch keinen sinnigen Geschichtsverlauf mit Tiefgang gibt...

Die Show ist auf hohem Niveau inszeniert - wer was schönes sehen will (Bühnenbild & Kostüme) und die Songs vom Fendrich mag kommt auf seine Kosten - es ist eine gute Laube Show die allerdings deutlich nicht an Shows wie IWNNINY oder "MAMMA MIA" heranreicht - es ist eine Revue schön und gut aber alles recht platt mit ausgetretenen Klischees und Platitüden - die Präsentation der Songs is das wichtige nicht die Geschichte....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Die legitime, geniale Tochter von Rocky Horror und Little Shop!

09.10.2017 - Wenn es jemals einen wirklich würdigen Nachfolger in der Tradition von "The Rocky Horror Show" und "Little Shop of Horrors" gegeben hat, dann ist es dieses vor Pointen nur so strotzende Horror-Rock-Musical.
Basierend auf einem grausam schlechten B-Movie aus der "Troma"-Familie wird hier absichtlich kein Genre-Klischee ausgelassen, sowohl was eben das Horror-, als auch das Musical-Genre angeht.
Den ersten großen Lacher erntet die Show tatsächlich bereits 10 Sekunden nach Showbeginn und sie lässt einem dann auch im Verlauf kaum Zeit, einmal Luft zu holen.
Bei Songtiteln wie "Thank god she's blind" oder "Evil is hot" weiß der sich königlich amüsierende Zuschauer, wohin die Reise geht.
Und auch vor dem großen Vorbild "Rocky Horror" wird sich im Laufe des Geschehens verbeugt, während andere Klassiker wie "Wicked", "Phantom" und sogar "Hamilton" ihr Fett abkriegen.
Die 5 Darsteller, die, bis auf die beiden Hauptpartien Toxie und Sarah unzählige Ensemblerollen spielen, sind durch die Bank weg hochtalentierte Komödianten und begnadete Rocksänger!
Die einprägsamen Songs aus der Feder von David Bryan (Keyboarder von Bon Jovi und Author des Musicals "Memphis") rocken dermaßen die Bude, dass es eine Freude ist.
Nach dem ersten Akt war meine Brille von Lachtränen so verschmiert, dass ich nicht mehr durchschauen konnte.
Ich weiß nicht, ob ich im Theater jemals so gelacht habe, aber in einem Musical sicher nicht.
Für mich die absolute Entdeckung diese Trips! GROSSARTIG !
Uneingeschränkte Empfehlung: HINGEHEN!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Tolle Musik mit fantastischer Botschaft

08.10.2017 - Ich habe die Show in London gesehen und war gespannt, was den Hype um diese Show ausmacht.

Fazit: Es hat sich gelohnt!

Eine berührende Geschichte um 2 Männern, die erkennen müssen zu sich zu stehen und nicht immer nur in den Vorstellungen Ihres Vaters zu verharren.

Die Geschichte ist nach einer wahren Begebenheit, was mich sehr beeindruckt hat. Inhalt kann man ja oben lesen, deswegen kommen ich gleich zur Bewertung.

Ich hatte an diesem Abend die gesamte 1. Cast auf der Bühne, die mit viel Liebe und Energie sich in das Geschehen geworfen hat. Ich sass im Rang, und hatte das Gefühl das die Musik manchmal lauter sein könnte.

Die beiden Haupt Protagonisten Charlie ( David Hunter ) und Lola ( Simon - Anthony Rhoden ) spielen gut, überzeugen gesanglich leider nicht voll und ganz, da man bei Lola manchmal denkt, dass die Songs zu hoch sind, und bei Charlie etwas Drive und Klarheit fehlt.

Abräumen kann Veritt Rushworth als Lauren mit ihrem Spiel und ihrem Solo, "histroy of wrong guys".
Mit ein Highlight des Abends.

Alles weitern Rollen reihen sich gut ein und machen den Abend zu einem unterhaltenen und liebevollen Abend mit der Botschaft: " Be yourself"

Wirklich sehenswert!

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Musikalisch zu eintönig

07.10.2017 - Ich finde die Handlung eigentlich sehr schön. Das Bühnenbild ist zwar ziemlich monoton, aber damit könnte ich auch noch leben.

Aber was mich wirklich stört, ist die eintönige Musik von Phil Collins. Der ist ja immer schon bekannt dafür gewesen, dass sich seine Musik immer gleich anhört, als würde man an einem Stück denselben Titel hören. Und das ist leider auch bei Tarzan der Fall.

Marten (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Solide Unterhaltung

07.10.2017 - Das Stück bietet solide Unterhaltung, tolle Musik, schillernde Kostüme und erstklassige Stimmen.

Inhaltlich mag es ein paar Längen geben und auch ich kenne Stücke, die mir noch besser gefallen, aber es ist immer noch eines der Top-Musicals und hat für mich 4 von 5 Sternen absolut verdient.

Marten (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gute Laune und mitreißende Musik mit wichtiger Botschaft

07.10.2017 - Einerseits ist Kinky Boots ein Musical, das unglaublich gute Laune macht, sehr witzig ist und mit mitreißender Musik aufwartet.

Aber gleichzeitig hat es eine wichtige Botschaft - andere so zu akzeptieren wie sie sind und nicht nach Äußerlichkeiten zu gehen. Und dann stellt man fest, dass man oft mehr gemeinsam hat, als man auf den ersten Blick dachte.

Don't judge a book by its cover.

Marten (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wundervoll - That's Entertainment

07.10.2017 - 42nd Street ist echt die Sensation.

Ich bin da sogar noch ein zweites mal rein, weil man beim ersten Sehen gar nicht alles erfassen kann.

Mitreißende Musik und Choreographien, erstklassige Darsteller und ein phantastisches Orchester, dazu eine wahre Flut toller Kostüme und Kulissen. Dieses Stück hat echt alles, was gutes Musiktheater ausmacht.

Das ist ein Stück, was jeder Musical-Fan (wenn er die Möglichkeit dazu hat) gesehen haben sollte.

That's Entertainment.

Marten (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Schönes neues Musical - tolle Geschichte - super Darsteller

06.10.2017 - Endlich mal wieder ein intelligentes schönes neues Musical in der Stadt an der Donau - nein die Rede ist nicht von "I Am FROM AUSTRIA" dazu mehr in einem Extra-Beitrag - also kein Bombast-Musical der VBW sondern ein mit im Rahmen einer Crowdfunding Aktion (an der sich neben mir meine 18 Mitfahrerinnen und Mitfahrer beteiligt haben) finanzierten Uraufführung des neuen Stücks von RORY SIX in einer ehemaligen Bäckereihalle der Kette Anker in der Expedithalle Wien!

Die Location ist zweckdienlich man hätte sich auch was urbaneres wünschen können - aber der Ton war nach einem Mikrofonausfall am Anfang der Show akzeptabel - man verstand alles - ansonsten hatte die Halle den Charme einer Mehrzweckhalle in der ein Bühnenpodest aufgebaut war und normale Bürostühle in 3 Blöcken drumherum gepaart waren -

es war auch in der 2. Show sehr gut besucht allerdings leider nicht ausverkauft - auch die Wiener scheinen lieber das 10.000 Mal die Vampire angucken zu wollen als ein neues schönes kreatives Musical mit einer sehr berührenden emotionalen Geschichte und vielen tollen melodischen Songs mit ausdrucksstarken intelligenten Texten...

Die Geschichteentspringt aus einer nordischen Sage - in dieser verliebt sich allerdings eine Frau in den Mond hier ist es ein Mann - allerdings gibt es im Stück eine Überraschung wie toll man dies "verbinden" kann zu einer "Dreiecksbeziehung"

Prinz Álvar Prinz soll eine Zweckhochzeit mit Berit eingehen um seiner Mutter Königin Hilla ein neues mächtiges Stück Land mit Gold, Diamanten und Reichtum zu sichern! Álvar liebt seine Jugendfreundschaft jedoch nicht - als er alleine auf dem See segelt verliebt er sich in einen Mann der sich später als Mond herausstellen wird...seine Mutter bleibt allerdings hart Álvar muss Berit heiraten - und ab der Hochzeit sieht er den Mond nicht mehr - Halt gibt ihm sein jüngerer Bruder Finn der seine Geliebte Nora als tollpatschige Haushaltshilfe an den Hof seiner Mutter "eingeschleppt" hat - diese wird von ihm Schwanger - der erste Schock für Königin Hilla! Als Álvar ihr gesteht einen Mann zu lieben is sie außer sich das traditionelle Weltbild und die Pflicht des Monarchen für das Land stehen bei ihr an erster Stelle - Álvar verlässt den Hof und somit nimmt Finn und Nora die Position der Nachfolger ein - Álvar und Berit sind zusammen mit LUNA...denn Träume werden wahr...

Die Darsteller allen voran Rory Six als Prinz Álvar, Cale Kalay als Mond, Roberta Valentini als Berit, Katja Berg als Königin Hilla, Ulrike Figgener als Nora und Vincent Bueno als Finn sind hochkarätig besetzt und jeder setzt seine Stimmenstärke und schauspielerische Fähigkeit ein um dieses Magische Musical zum Leben zu erwecken!

Die Darsteller und die Tänzer schaffen es mit wenigen Requisiten wie nem Stuhl für die Königin und Sektgläsern vor allem aber den unzähligen selbst gebastelten Laternen von Rory Six alles Unikate von groß bis klein die Zuschauer in die Geschichte voll mitzunehmen und zu berühren!

Schauspielerisch muss man Katja Berg ein absolutes Kompliment machen sie hatte mit "Die Entscheidung ist gefallen" und "Die Galerie" die powervollsten Songs der Show und wie sie mit ihrer Komik und ihrer Gestik artikuliert und arbeitet ist einfach großartig..

Rory Six hat unendlich viele schöne Melodien kreiert die auf der schönen CD alle nachzuhören sind die ebenfalls per Crowdfunding auch mit unserer Unterstützung ermöglicht worden ist - Gott sei Dank - denn das ist ein Musical mit einer besonderen Qualität und Güte, dass hoffentlich noch oft gespielt und aufgeführt werden wird (auch mal in einem echten Theater) - es ist schon ein Armutszeugnis, dass bei der Präsentation 2016 so viele Theaterindendaten und Produzenten da waren und niemand von denen hatte den Mut dieses Stück zu produzieren - das ist leider immer noch die Realität im Jahr 2017 - warum soll man Neues schaffen wenn man mit altem vieles und gutes Geld scheffeln kann? Da brauchen sich die Damen und Herren aber auch nicht zu wundern, dass es immer noch nicht sehr viele neue Komponisten und Autoren gibt...

deswegen größten Respekt an die Leute der Theatercouch was die da tolles auf die Beine gestellt haben ist bewundernswert - leider wird es die Theatercouch in Zukunft auch nicht mehr geben...sehr schade

Ach ja begleitet wurden die 6 Solisten vom über 50 köpfige LUNA-Chor! Ganz toll

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Fast schon eine Frechheit ...

05.10.2017 - ... so viel Geld zu verlangen für eine Produktion, die dermaßen schlecht ist! Bei dem Preis erwartet man eine professionelle Vorstellung eines altbekannten Stückes. Statt dessen erwarten einen laienhaftes Schauspiel mit dünnen Stimmen. Wäre nicht das ansehnliche Bühnenbild, würde man die Leistung eher in einer Schulaula vermuten. Wieso werden die wichtigsten Rollen von Leuten besetzt, die keine Musical-/Schauspielausbildung haben? Gibt es nicht genügend ausgebildete Musicaldarsteller in Deutschland? Das nicht vorhandene Schauspiel mit den hölzernen Dialogen tat fast schon weh beim Zuschauen, die dünnen Stimmen konnten nur mit Hilfe der (sehr guten) Technik im Mehr-Theater einigermaßen ausgebügelt werden. Nein, die Produktion ist ihr Geld nicht wert - wir sind übrigens in der Pause gegangen, meine Meinung entstammt also nur der ersten Hälfte des Stückes.

Tajana (5 Bewertungen, ∅ 1.4 Sterne)


Düstere Musicaloper für Herz und Hirn

03.10.2017 - Ein bewegendes absolut sehenswertes Theaterereignis, dass kein Musicalfan verpassen sollte. der Glöckner ist das Gegenteil von Aladdin: düster, dramatisch und ergreifend statt bunt und fluffig, kreative Theatermagie statt fliegender Teppich und Konfetti, Authentizität und richtiges Mittelalter statt Jazzclub in Arabien, eine mitreißende und anspruchsvolle Geschichte, statt in die Länge gezogener Oberflächlichkeiten. Und selbst die Musik ist gänzlich anders als beim anderen, obwohl vom gleichen Komponisten geschrieben. Alan Menken hat mit dem Glöckner eine epische, opernhafte Partitur gezaubert, nicht einfach, verschachtelt, wenige Ohrwürmer, aber stets melodisch und passend zur Geschichte. Mit dieser Inszenierung erhält die Musik ihre meisterhaft visuelle Umsetzung. Und meisterhaft gesungen und gespielt von einer First-Cast im wahrsten Sinne: David Jacobs lebt den Glöckner und erobert das Herz der Zuschauer im Sturm. Felix Martin - böse aber auch menschlich, Sarah Bowden - so stellt man sich Esmeralda vor, Jens Janke - Bravo Bravo Bravo auch dem Chor und der gesamten Cast!
Was mir nicht gefallen hat und den 5. Punkt verloren hat: kein Humor. Und die neu hinzu geschriebenen Songs erscheinen beliebig. Eine auflockernde Szene wie "Ein Mann wie Du" aus der ersten Berliner Version hätte der Inszenierung nicht geschadet und dem Stück den Anstrengungs-Faktor etwas gemildert. Denn auch im gegsnsatz zu Aladdin: der Glöckner ist nicht leicht.
Es war bis jetzt mein 4. Glöckner: 2 x Berlin am Potsdamer Platz, auch schon düster, aber noch mit Disney Kitsch. Die französische Version von Luc Plamondon, die musikalisch gefälliger ist.
Und nun eben diese Berliner Neu-Inszenierung. Die mir am besten gefallen hat ! Must-See!
Freitagabend: Erstbesetzung. Weit über 90% Auslastung im Parkett, erster Rang offen. Scheint ein Hit in Berlin ?

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Viel richtig gemacht, trotzdem kein Abend, der im Gedächtnis bleibt

03.10.2017 - Die Story von "Girl from the North Country" ist schnell erzählt:
In einem Gästehaus treffen sich in den USA der dreißiger Jahre einige illustre Menschen. Im Laufe des Stückes erfahren wir, die deren Schicksale miteinander verbunden sind.
Das Ganze wird untermalt von einer hervorragenden Live-Band und auch die Darsteller selbst bedienen ab und an gekonnt die (Schlag-)Instrumente.
Bob Dylans Songs eignen sich bestens, um die Charaktere zu zeichnen und die Geschichte zu bebildern. Man muss nicht den ganzen Dylan-Songkatalog im Kopf haben, um die hervorragenden gesanglichen Leistungen genießen zu können. Interessant hierbei ist, dass ich das Stück nicht als Musical, sondern als Schauspiel mit Musik bezeichnen würde; sind doch die Darsteller in erster Linie hervorragende Schauspieler und in zweiter Linie (für Großbritannien gar nicht erstaunlich) auch eben so hervorragende Sänger.
Alles ist sehr gut gemacht, alles sieht edel aus, alle Rollen sind fantastisch besetzt. Hervorheben möchte ich trotzdem Shirley Henderson, die als an Alzheimer erkrankte Mutter eine unter die Haut gehende Performance abliefert.
Geht aber auch die gesamte Show unter die Haut? Nein, leider nicht. Ich kann nicht formulieren, woran es liegt, vielleicht liegt es auch an einfach an gar nichts: der Abend bietet beste Unterhaltung und dennoch bleibt nicht viel zurück.
Im Theater wurde die frisch gepresste CD dieser Uraufführung verkauft. Bevor sich der imaginäre Vorhang des Abends hob, hatte ich mir vorgenommen, sie am Ende zu kaufen. Nach der Vorstellung habe ich diesen Gedanken verworfen.
Trotzdem war es ein rundherum gelungener (wenn eben auch nicht bleibender) Einstieg in meinen "theatralischen" London Trip.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Perfektes Konzert mit Höhepunkten aus der Filmgeschichte

03.10.2017 - Im sehr gut gefüllten aber nicht ausverkauften Friedrichstadt präsentierten die 5 Superstars des Musicals in 5 Blöcken eine sehr gute Mischung und Auswahl an Klassikern der 120 Jährigen Kino-Film-Song-History!

Fast alle hatten bei ihrer Auswahl der Songs ein glückliches Händchen und so war es eine Freude den 27 Songs plus 2 Zugaben zu lauschen - Stimmen, Verständlichkeit und Akkustik perfekt. wenn da nur das Publikum nicht gewesen wäre für dieses Verhalten gibt es einen Stern Abzug - fast bei jedem Song wurde drauf los geklatscht und grad bei den Flotten fühlte man sich wie in einer 3. klassigen Schlager-Show aber nicht wie in einem professionellen Musical-Konzert - die Gesamtstimmung konnte dieses Verhalten allerdings nicht trüben...

Los ging es mit der MGM-Fanfare danach kam die Cast
Mit Don't YOU Forget about me aus The Breakfast Club

Dann folgte der erste Block 60 & 70er Jahre

Alex & Mark: MRS ROBINSON aus Die Reifeprüfung
Andi mit Bright Eyes aus Watership Down
Cast: Grease Medley

Dann der Disney Block - Sabrina ist leidenschaftlicher Disney Fan:

Pia Douwes mit Das Farbenspiel des Winds aus Pocahontas
Andi mit Under The Sea aus Arielle
Sabrina mit ihrem Lieblingscharakter Elsa: LET IT GO aus Die Eiskönigin
Andi & Pia Beauty & The Beast Schöne & Biest

80er Jahre der größte Block

Sabrina: What a Feeling (Flashdance
Alex: Against all ODDS
Andi & Sabrina: Never Endung Story (Die unendliche Geschichte
Mark & Pia - UP Where we Belong (Ein Offizier und Gentleman)
Cast: Saturday Night Fever
Pause

Alex: EYE OF THE TIGER aus Rocky
Pia: THE WIND BENEATH MY WINGS (Freundinnen)
Andi: Would't it be Good aus Gotcha
Sabrina & Pia: INTO THE GROOVE (Susan verzweifelt gesucht)

The 90 & The 2000s

Alex: When YOU say nothing at all (Notting Hill
Sabrina It Must have been Love (Pretty Woman
Mark: Everything I DO aus Robin Hood
Pia: I WILL ALWAYS LOVE YOU (Bodyguard

Andi: Sie sieht mich nicht aus Asterix
Cast: My Heart Will Go on (Titanic

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Witzig, charmant und auf den Punkt

02.10.2017 - Ich hatte das Glück diese wunderbare Inszenierung am Sonntag den 1.10. zu sehen und ich war begeistert. Das Bühnenbild ist schlicht weg passend gestaltet und mit liebe zum Detail. So ist der graue Block nicht nur Fassade sondern auch die Räume innen sind bespielt und von außen einsehbar. Aber das größte Lob hat das Ensemble verdient. Hier ist Arbeit auf den Punkt gebracht. So ist für den Zuschauer zu merken, das eine hohe Spielfreude vorhanden ist und der Charme und Witz der teilweise sehr viel Satire beinhaltet kommt beim Publikum an. Die Körperliche Leistung drei Stunden mit erhobenen Armen den Puppen Leben einzuhauchen ist den Darstellern nicht anzusehen, ganz im Gegenteil hat man das Gefühl es wäre ein Kinderspiel. Ganz besonders hervorzuheben ist das grandiose Zusammenspiel der Darsteller wenn zu zweit eine Puppe bespielt wird und es einem vorkommt als würde ein dreiarmiger Menschen diese Puppe spielen. Der Rollenwechsel zwischen den Puppen ist klar und präzise. Keine Vermischung der Stimmen obwohl Puppen gleichzeitig oder direkt hintereinander gespielt werden. Große Leistung.
Ich hatte viel Spaß und hoffe das es noch viele andere Vorstellungen gibt, die mit ständig Ovationen belohnt werden.

Ich möchte hierbei nochmal allen Instanzen der Inszenierung danke von Regie, über Kostüm und Puppen Bau bis hin zum Orchester unter einer grandiosen musikalischen Leitung.

Ich freue mich schon es in einem Monat wieder sehen zu dürfen.

Liebe Grüße
DerSebi

DerSebi (erste Bewertung)


Kleine Stadt Großes Theater

01.10.2017 - Die Darsteller wurden sehr passend ausgewählt. Der 1. Akt ist witztig. Der 2. Akt wunderschön und traurig zu gleich.

FANUBS (erste Bewertung)


Tragisch und berührend

30.09.2017 - Die tragische Geschichte eines sensiblen, intelligenten, talentierten Mannes, dessen Gesicht entstellt ist und der durch Häme und Ausgrenzung zum Mörder wird und in der Pariser Oper sein Unwesen treibt.

In Kombination mit der Atmosphäre der Ausstattung und der schönen Musik ein Meisterwerk und ein Musical-Klassiker.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Verzaubert mich immer wieder

29.09.2017 - Wicked verzaubert mich immer wieder neu.

Alleine schon die Idee, eine bekannte Geschichte völlig neu zu erzählen und zu fragen, ob wirklich alles so offensichtlich ist, wie es scheint, finde ich genial. Dass das alles mit der Original-Geschichte so zusammengreift und sie in völlig neuem Licht erscheinen lässt, ist wirklich sehr raffiniert gemacht.

Und dann natürlich die wunderschöne Musik, die einen von der ersten bis zur letzten Minute fesselt, berührt und Gänsehaut bereitet.

Auch die Ausstattung ist passend bis ins kleinste Detail. Alleine schon die Detailverliebtheit der Kostüme ist sehenswert.

Es gibt vielleicht andere Stücke, die mir persönlich noch einen Tick besser gefallen und wo ich im Zweifel eher reingehen würde, aber wenn alles richtig gemacht wurde, muss man fairerweise 5 Punkte vergeben.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Ich kann den Kult darum nicht verstehen

29.09.2017 - Das Opening ist wirklich optisch beeindruckend. Ebenso wie das Finale.

Und die Kostüme sind sehr innovativ.

Aber von der Handlung her finde ich es über weite Strecken langweilig. Und bis auf die 3-4 bekannten Titel ist die restliche Musik auch eher schwach und wirkt eher wie untermalende Filmmusik als wie Musical-Songs, die die Handlung transportieren.

Das kann man sich mal angucken, aber dass das schon so lange läuft kann ich nicht nachvollziehen und den Kult-Status kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Farbenprächtig, aber albern

29.09.2017 - Die Ausstattung ist wirklich sehr farbenprächtig, ganz so wie man es von einem Stück aus "1001 Nacht" erwartet.

Und der Flug des Teppichs ist ein wunderschönes Stück Bühnenmagie und wirklich romantisch.

Aber sowohl die Rolle des Dschinni als auch die Rolle des Jago finde ich einfach nur albern. Es gibt einen Unterschied zwischen Humor und Albernheit und diese Art von Humor erreicht wohl nur Kinder (für die das witzig sein mag).

Außerdem gibt es im Stück einige Längen.

Wenn Inhalt und Musik stimmen, kann eine tolle Ausstattung das Tüpfelchen auf dem i sein. Aber wenn der Rest nicht überzeugt, kann die Ausstattung das auch nicht retten.

Deswegen kann ich leider nur einen Stern vergeben.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Groovige Musik, aber mit einigen Längen

29.09.2017 - Die Musik ist ebenso wie die Leistungen der Darsteller volle Energie und Groove.

Es gibt auch einige tolle Kostüme und gegen Ende einen Glitzervorhang, der mehr glitzert und schillert als ich es bisher je gesehen habe.

Aber die Story hat auch einige Längen und unterm Strich fand ich es nur mittelmäßig.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Ich bin gespalten

29.09.2017 - Einerseits mag ich den provokanten Humor und die Besetzung ist auch super.

Aber die Ausstattung ist eher schwach und bei der Musik ist außer "Hello" und "Turn it off" nichts wirklich hängen geblieben. Es gibt auch einige deutliche Längen.

Man kann es sich auf jeden Fall mal ansehen, aber den Kult um dieses Stück kann ich echt nicht nachvollziehen.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Gefällt mir nicht

29.09.2017 - Ich kann nicht nachvollziehen, was manche an diesem Stück so toll finden. Mir gefällt es leider überhaupt nicht und es ist einer der seltenen Fälle, wo ich kurz davor war, in der Pause zu gehen.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Gigantisch

29.09.2017 - Ich bin selten im Leben sprachlos, aber bei 42nd Street war ich wirklich sprachlos.

Und überwältigt. Ich musste erst mal eine Stunde durch die leeren Straßen Londons laufen, um die ganzen Eindrücke verarbeiten zu können.

Was die alleine schon an Menschenmassen auf der Bühne, an Kostümen und Kulissen auffahren, lässt einen nur noch staunend und mit offenem Mund auf die Bühne sehen.

Das letzte mal, dass ich so überrascht und überwältigt war, war bei meinem allerersten Musical-Besuch als Teenager. Ich habe seitdem viele andere Musicals gesehen, aber 42nd Street hat mich so gepackt wie mein allererstes Musical: etwas völlig neuartiges, was ich so noch nie erlebt habe.

Die Kritik einer Zeitung "The Mother of all Broadway-Shows" stimmt tatsächlich.

Ich kann es kaum erwarten, hoffentlich bald wieder nach London zu kommen, alleine schon um dieses tolle Stück wieder zu sehen.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Enttäuschend

29.09.2017 - An American in Paris ist leider eines der schwächsten Musicals, das ich je gesehen habe.

Über weite Strecken viel zu langatmig und die Handlung ist so dünn (und teilweise auch wirr), dass es schnell langweilig wird.

Das ist besonders schade, weil es auf so einen bekannten Titel setzt, wo man mehr erwartet und wo man auch mehr hätte rausholen können.

Auch von mir nur einen Stern für Cast und Orchester. Aber weiterempfehlen kann ich dieses Stück wirklich nicht.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Ein zeitloser Klassiker

26.09.2017 - Dieses Stück hält sich nicht ohne Grund schon seit Jahrzehnten in London. Mittlerweile schon über 30 Jahre.

Es hat auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Qualität eingebüßt und ist doch immer wieder beeindruckend und zieht einen immer wieder in seinen Bann.

Dieses Stück kann man wirklich als magisch bezeichnen. Und mit dem großen Orchester in London ist es auch akustisch ein Hochgenuss. Man merkt eben doch, wenn ein größeres Orchester spielt...

Bei Titeln wie "Music of the Night", "Primadonna", "Masquerade", etc. habe ich immer wieder eine Gänsehaut.

Und die Geschichte ist so unendlich traurig, dass man trotz aller bösen Taten des Phantoms am Ende Mitleid mit ihm hat. Weil man die Geschichte hinter der Maske kennt.

Ist wirklich ein Klassiker des Musiktheaters und das auch nicht grundlos. Deshalb 5 Sterne.

MusicalJonas (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Langweilig

26.09.2017 - Auch ich finde dieses Stück leider sehr langweilig. Und ich habe in beiden Akten mehrmals auf die Uhr geguckt, wie lange es denn noch dauert.

Auch an der Reaktion des Publikums hat man gemerkt, dass die meisten sehr enttäuscht waren.

Hätte dieses Stück nicht den bekannten Namen, der wohl viele Leute anzieht, wäre es wohl schon längst abgesetzt.

Ich würde es niemandem weiterempfehlen und eigentlich hätte das Stück 0 Sterne verdient, aber für das gute Ensemble und das hervorragende Orchester, die ja nichts für die Qualität des Stücks können, gebe ich dann noch einen Trost-Stern.

MusicalJonas (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Wicked ist schon ein moderner Klassiker

26.09.2017 - Mittlerweile muss man Wicked schon als modernen Klassiker bezeichnen.

Wobei dieses Stück auch die Meinungen spaltet. Ich kenne Leute, denen das überhaupt nicht gefällt oder die es gar langweilig finden, aber auch Leute, die es super finden.

Ich zähle zu letzterem. Man muss natürlich bereit sein, sich auf die Geschichte einzulassen. Es ist halt eine Art Musical-Märchen. Aber wenn man damit kein Problem hat, ist es phantastisch.

Die Musik bereitet mir immer wieder Gänsehaut und das Ende finde ich so traurig, dass ich auch nach wiederholtem Ansehen immer wieder feuchte Augen habe.

Das ist eines der Stücke, die ich mir immer wieder ansehen kann und deshalb auch verdiente 5 Sterne.

MusicalJonas (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


School of Rock

26.09.2017 - Trotz des Titels ist es weniger rockig als vermutet, aber die Musik ist durchaus schön und abwechslungsreich.

Die Besetzung ist erste Sahne (gerade auch die Leistung der Kinder ist hervorragend) und alle Rollen sind perfekt besetzt.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ist sicher nicht in meiner Top 10, aber auch nicht schlecht und ich habe den Besuch nicht bereut.

Im Vergleich zu anderen Stücken kann ich aber nur 3 Sterne vergeben. Wobei 3 Sterne ja durchaus gutes Mittelfeld ist.

MusicalJonas (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Annie verzaubert das Publikum

26.09.2017 - Ein Klassiker und eine süße kleine Geschichte. Mehrere schöne Melodien und ein überzeugendes Ensemble.

Hat mir gut gefallen, aber im Vergleich zu anderen Stücken kann ich es dann fairerweise doch nur im Mittelfeld verorten.

MusicalJonas (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Passabel, aber nicht mehr

26.09.2017 - Wer "Black Music" mag (was ich tue), ist hier goldrichtig.

Aber obwohl ich den Besuch nicht bereue, hat es mich auch nicht so richtig begeistert.

Über weite Strecken wirkte es eher wie ein Effie-White-Konzert mit etwas verbindender Handlung.

Würde ich eher so im Mittelfeld anordnen. Wenn man ansieht, wird man gut unterhalten, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich einige andere Shows bevorzugen.

MusicalJonas (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


42nd Street in London ist DIE Sensation

26.09.2017 - Spektakulär...

Sensationell...

Phantastisch...

Wundervoll...

Mir fallen nicht genug Superlative ein, um 42nd Street im Londoner Theatre Royal Drury Lane zu beschreiben.

Ich habe schon viele Musicals in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Großbritannien gesehen. Einige schlechte, viele mittelmäßige, viele tolle. Aber selbst unter den tollen Stücken gibt es nochmal einige wenige, die so herausragen, dass man sie als Perlen des Musik-Theaters bezeichnen muss. Juwelen des Entertainments, die einem selbst nach Dutzenden Musicals noch staunend zurücklassen.

Und 42nd Street in London ist so ein Stück, das ich mein Leben lang nie mehr vergessen werde.

Ich bin eh jemand, der gerne mehrfach in Stücke, die mir gefallen geht. Aber dass ich innerhalb von einer Woche (!) 4-mal dasselbe Stück besuche, ist mir noch nie passiert und hätte ich vorher nicht für möglich gehalten. Aber dieses Stück ist so opulent, dass ich das gar nicht alles nach einem Sehen verarbeiten konnte. Und die Musik, die Choreographien und die Bühnenbilder machen so süchtig, dass man es immer wieder ansehen möchte.

MUSIK:

Die Ohrwürmer 42nd Street, Lullaby of Broadway, We're in the money, Dames, Keep young and beautiful, I only have eyes for you, kennt jeder. Aber auch die anderen Titel, die ich noch nicht kannte sind absolute Ohrwürmer, z.B. das unfassbar witzige "Shuffle Off to Buffalo" oder das kleine, aber nicht minder mitreißende "Go into your dance". Oder das schöne Duett "Quarter to nine". Oder das sehr dynamische "Getting out of town". Und und und... Da ist eigentlich ein Hit nach dem anderen.

ORCHESTER:

Das ganze mit einem Orchester, das aus lauter Solisten zu bestehen scheint und das mir schon bei der Ouvertüre eine Gänsehaut bereitet hat.

DARSTELLER:

Die Hauptrollen sind alle perfekt besetzt. Besser geht es nicht. Die Darstellung ist so genau, die Mimik so perfekt, der Gesang so traumhaft schön, die Ausstrahlung so super.

Aber auch das Ensemble ist so unglaublich toll und in den Massen-Choreographien perfekt synchron und dennoch wirkt es nie dressiert oder zu maschinell.

In jeder von mir besuchten Vorstellung hat mir jeder einzelne Darsteller von den Hauptdarstellern bis zum Ensemble das Gefühl vermittelt, ich säße in einer Premiere. Diese unbändige Spielfreude jedes einzelnen Darstellers war ein Genuss. Perfekt bis ins kleinste Detail und dennoch hat man aufgrund dieser Begeisterung in den Gesichtern das Gefühl, dass jede Vorstellung eine Premiere ist. Das habe ich in dem Ausmaß selbst in London selten erlebt - obwohl die Londoner Darsteller für ihre Qualität bekannt sind.

Und dann natürlich die Masse. Wo hat man schon in jeder Show ca. 50 Darsteller auf der Bühne? Wenn bei Dames das Damenensemble nacheinander durch die Türe kommt, alle in demselben wunderbaren Kleid, aber immer in einer anderen Farbe, hat man das Gefühl, dass es kein Ende mehr nimmt. Man denkt jedesmal: "Was? Kommen noch mehr?"

Und beim Finale auf der großen Treppe ist es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen, als die alle von oben auf die Treppe kamen. Sowas habe ich noch nie in meinem Leben erleben dürfen.

Am Ende hätte ich mich am liebsten bei jedem Darsteller einzelen bedankt, dass sie mir so einen tollen Abend beschert haben. Die sind allesamt qualitativ spitze und auf dem höchsten denkbaren Level ihrer Kunst. Und ja, was die da auf die Bühne zaubern, ist wahrhafte Kunst. Das sind keine Leute, die ihren Job machen, wie man es manchmal bei Darstellern das Gefühlt hat, sondern das sind Menschen, deren Leidenschaft die Bühne ist und die das mit größter Perfektion, aber auch immer wieder größter Freude bei der Sache sind (wie gesagt, man hat in jeder Minute ein Premierengefühl) und das habe ich in dem Ausmaß selten erlebt.

CHOREOGRAPHIEN:

Wenn über 40 Leute auf der Bühne synchron tanzen, ist das ein Bild, wie man es nur selten erlebt. Und die Choreographien sind so ausgefeilt und raffiniert und werden von allen Darstellern so perfekt präsentiert, dass man nur noch eines sagen kann:

JA, das ist Entertainment. Und zwar auf der allerhöchsten Stufe.

INHALT:

Eigentlich ist der Inhalt schnell erzählt und es gibt nicht gerade viele Wendungen oder unvorhergesehene Handlungsstränge. Aber dennoch ist es eine schöne Story mit viel Humor und man fiebert mit der unglaublich sympathischen Peggy Sawyer mit.

Und es ist wie gesagt an vielen Stellen wirklich lustig und eine schöne Story, wie ein Mädchen aus der Provinz seinen Traum von der großen Bühnen-Karriere verwirklicht.

AUSSTATTUNG:

Eigentlich genügt immer ein Punkt zur Ausstattung, aber aufgrund der Opulenz muss ich diesmal eigene Punkte für Kostüme, Kulissen und Licht machen.

KOSTÜME:

Ich habe noch nie in einem einzigen Stück so viele spektakuläre Kostüme gesehen. Da sind Kostüme dabei, wo sicher alleine das Aufnähen der tausenden Pailletten Tage gedauert haben muss. Und das mal 40. Und das nur in einer einzelnen Szene. Davon gibt es noch mehr.

Aber auch in den Szenen, wo es nicht um die fiktive Show geht, sondern um Proben, Ball, Cafe, Reise, etc. sind die Kostüme immer toll, sehr elegant und in der Atmosphäre jener Zeit schwelgend.

Aber wie gesagt: in vielen Szenen klappt einem die Kinnlade runter, wie opulent die Kostüme sind und wieviele es sind.

Durch die Masse der Darsteller und die Vielzahl der Szenen mit immer neuen, immer spektakulären Kostümen, wüsste ich gerne, wie viele Kostüme insgesamt verwendet werden, aber es muss im oberen dreistelligen Bereich sein.

KULISSEN:

Das Highlight mag für viele die Treppe am Ende sein, aber auch bei den Kulissen ist das Stück voller Highlights. Z.B. die Drehbühne, wo das Damenensemble liegend Figuren macht, die man dann auf einem riesigen Spiegel, der runterfährt sehen kann. Diesen Effekt kennt man aus alten Tanzfilmen, das live auf einer Bühne zu sehen, ist aber noch mal was ganz anderes. Oder der Schlafwagen bei "Shuffle off to Buffalo", oder das Haus bei "Sunny Side to Every Situation" wo auf jeder Etage Darsteller singen, der Ball im Regency, oder das Finale des ersten Akts bei "We're in the money" und und und...

LICHT:

Oft vergessen, weil gutes Licht eben nicht auffällt, aber hier muss man es wirklich separat loben. Alleine schon wie beim Shadow Waltz im Hintergrund die Schatten zu sehen sind und vorne am Bühnenrand zwanzig Darstellerinnen liegend singen und mit Bodenspots angestrahlt werden ist ein Genuss an Licht-Design.

Oder auch, wie bei "Sunny Side to Every Situation" zunächst nur eine Häuserfassade sichtbar ist, aber dann die Lichter in den Fenstern die Darsteller einzeln durch die Fassade hindurch sichtbar machen und immer die Gruppen sichtbar sind, die gerade singen.

Und und und...

FAZIT:

Ich erwartete ein schönes, opulentes Stück, aber was ich dann erleben durfte, war trotz dutzender Musicals, die ich kenne, ein Highlight und Hochgenuss, den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde. Dieses Stück ist ganz weit vorne in meiner Top 10.

Wie gesagt: ich schaue gute Stücke gerne öfter, aber dass ich ein Stück viermal hintereinander gucke, habe ich noch nie erlebt und hätte ich nicht für möglich gehalten. Am liebsten würde ich gleich nächste Woche wieder nach London fahren - alleine schon für dieses eine Stück.

Ich bin wirklich platt und muss ganz ehrlich sagen: sowas habe ich noch nie erlebt.

Ich habe gestern nachmittag angefangen diesen Beitrag zu schreiben, aber bis heute gewartet, ihn fertig zu stellen, weil er mir zu euphorisch vorkam. Ich dachte mir "Das glaubt kein Mensch, Du musst wenigstens noch ein wenig Kritik schreiben, damit es glaubwürdig bleibt, sonst denkt jeder, Du würdest bezahlt." Aber ganz ehrlich: selbst bei viel Nachdenken fällt mir kein Haar in der Suppe ein. Das ist einfach eine perfekte Show. Mein einziger Kritikpunkt: diese Show hat mich süchtig gemacht und ich weiß nicht, wie ich es bis zu meinem nächsten London-Besuch (wo das hoffentlich noch läuft) aushalten soll.

JEDER, der das Musiktheater liebt oder sich als Musical-Fan bezeichnet, MUSS diese Show gesehen haben! Und Videos können niemals das Live-Erlebnis vermitteln, aber bei dieser Show noch weniger als bei anderen Shows.

Alleine schon beim Schreiben dieses Beitrags bekomme ich wieder eine Gänsehaut nach der anderen, wie schon im Stück.

Ein Erlebnis, das ich in einer der Shows hatte, fasst es ganz gut zusammen: da saßen hinter mir 5 Leute, die offenbar in London nur ein Stück gesehen haben. Einer der Männer sagte beim Rausgehen mit Freuden-Tränen in den Augen zu einer Frau "Danke, dass Du dieses Stück ausgesucht hast, sonst hätten wir das nicht erleben dürfen."

Trotz vieler Worte, die ich jetzt gemacht habe, fehlen mir eigentlich die Worte, das beschreiben zu können. Nur eines: das MUSS man gesehen haben! Und ich hoffe, dass es noch sehr lange läuft und ich das noch oft sehen werde.

BEWERTUNG:

Ich gebe diesem Stück von 5 möglichen Sternen 100 Sterne. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Wer dieses Stück nicht live guckt, hat eines der größten Musical-Erlebnisse, das man sich vorstellen kann, verpasst.

MusicalJonas (10 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


1001 Disney Nacht

25.09.2017 - Farbenfrohe Kostüme und Beleuchtung, ein Dschinni als Stand-up Comedien, jazziger Broadway-Swing zu einem bekannten Märchen aus 1001 Nacht. präsentiert von einer sehr guten Cast. Am besuchten Sonntagnachmittag mit der Erstbesetzung in allen Hauptrollen. Visuelle Wow-Höhepunke sind die fantastisch ausgestattete und ausgeleuchtete Höhle und der fliegende Teppich im 2. Akt. In diesen Szenen steppt der Dschinni oder das Herz.
Leider ist der Rest dazwischen dann aber doch ziemlich zähflüssig, belanglos, unspannend, in allen Bereichen, vom Bühnenbild bis zum Text. Zudem die Gags abgedroschen, zumeist unlustig und zu starr ins Franchise-Konzept gebunden. Und die Comic-Überzeichnung nervt, wenn Szenen in die Länge gezogen werden (wie bei "Entspannung ????" im 2. Akt. Es fehlt die Spannung und Überraschung im Stück. Das liegt am mittelmäßigen Buch, den doch ziemlich langweiligen neuen Songs und womöglich auch an der Geschichte an sich, die in dieser präsentierten Form 2,5 Stunden nicht trägt. Die Figuren sind zu einfach, Klischee, künstlich.
Trotzdem allemal ein empfehlenswerter Nachmittag/Abend, mit einem charmanten, hübschen Aladdin und einem lustigen Flaschengeist.
Besuchte Vorstellung: 24.9. 14:00
Buch: 2
Komposition: 3
Inszenierung: 2
Musik: 3 (hätte lauter sein können)
Besetzung: 4
Ausstattung: 4
Auslastung: schwach, ca. 60-70% Parkett bei geschlossenem Rang. Hintere Plätze besser belegt als der Premium Bereich.

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Der Zuschauer hat die Wahl...

23.09.2017 - ... auch wenn er dann nicht immer 100 %ig weiss was er bekommt, denn die Show setzt auf den Überraschungsmoment. Im Stiel der großen Samstag-Abend-Show führt Carsten Kirchmeier charmant witzig durch eine musikalische Rundreise von ABBA, über Sting, Elton John, Cyndi Lauper, den Beatles, Udo Lindenberg, Jan Delay, Roberto Blanco, Green Day und vielen, vielen mehr. Stark vertreten ist auch der Eurovision Song Contest (aus alter Zeit), auf den mehrmals Bezug genommen wird.

Der Bereich Musical ist u. a. mit "Try to Remember" aus The Fantasticks vertreten, mit etwas gutem Willen kann man auch noch "Ich war noch niemals in NY" dazu zählen. Aber wenn die Produktion hier schon zu Bewertung steht, warum nicht.

Das Musiktheter im Revier bietet auch ohne "Musical" einen interaktiven Abend der sehr viel Spaß und Freunde macht, wer aus der Gegend kommt, sollte ruhig mal hingehen.

Besuchte Vorstellung:
22.09.17 - MiR Kleines Haus, Gelsenkirchen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 2,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Wahnsinn!

20.09.2017 - Eine grandiose Inszenierung, die ich mir spontan unbedingt noch ein zweites Mal anschauen musste.
Die Gänsehaut kam direkt zu Beginn auf und blieb bis weit nach Ende der Inszenierung erhalten.
Schon zu Beginn wusste Milica Jovanovic die Zuschauer mit ihrer glockenklaren Stimme zu faszinieren. Ich kann mir keine bessere Besetzung der "Ich" vorstellen. Unmittelbar vor der Pause sorgte Pia Douwes als Mrs Danvers für absolute Fassungs- und Sprachlosigkeit. Wahnsinn, was die Frau für eine Stimme hat! Ebenfalls dazu passend war der bitterböse Blick, der allein ausreichte um Angst zu bekommen. Jan Ammann, von dem ich seit ,Tanz der Vampire' sowieso restlos begeistert bin, sorgte als Maxim de Winter mit ,Gott warum' und ,Kein Lächeln' dafür, dass ich ernsthaft mit den Tränen kämpfen musste. Auch schauspielerisch wurde hier eine Meisterleistung abgeliefert - und zwar von jedem einzelnen Darsteller. Ich habe ganz sicher noch nie ein derartig grandios besetztes Musical zu sehen bekommen.
Die wunderschöne Kulisse vor der alten Burgmauer und den Bäumen drum herum, trug ihrerseits zur stimmungsvollen Atmosphäre bei.
Besonders begeistert hat mich auch das große und wunderbare Orchester, da dies ja mittlerweile bei anderen Veranstaltung leider oft dem Rotstift zu Opfer fällt.
Ein einziger kleiner Wermutstropfen waren bei meinem zweiten Besuch einige Zuspätkommer, die sich natürlich auch noch zu ihren vorderen, mittigen Plätzen durchquetschten und diese dann in aller Seelenruhe einrichteten.
Mein Fazit: Die beiden besten Abende des Jahres. Vielen Dank dafür!

Steffie (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Kurzweilige Unterhaltung

20.09.2017 - Mit Avenue Q gelingt es dem Theater Bielefeld erneut, eine empfehlenswerte Musicalproduktion auf die Bühne zu bringen, die für einen Abend bestens unterhält. Die Inszenierung und das Bühnenbild erinnern stark an die Sesamstraße und die Puppen wissen zu gefallen. Zudem aggieren die Darsteller mit den Puppen, als hätten sie nie etwas anderes gelernt, ganz hervorragend.

Leider war das Theater in der besuchten Vorstellung recht leer, da hat das Stück besseres verdient. Die Musik ist angelehnt an einen großen Broadway-Klang, der von der nur 6köpfigen Band recht gut wiedergegeben wird. Das Ensemble singt und spielt sehr gut bis hervorragend, insbesondere Stefanie Köhm fand ich ganz hervorrand im Zusammenspiel von Gesang, Mimik und Puppenspiel.

Mir hat es gefallen und wenn der Weg nicht so weit wäre, würde ich glatt ein zweites Mal reingehen.

Besuchte Vorstellung:
17.09.17 - Theater, Bielefeld

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein Theater Highlight

20.09.2017 - Was für ein besonderer Abend, der dort in der Neuköllner Oper gezeigt wird.

Man betritt den Theatersaal, bei mir nicht zum ersten mal, und ist verwundert wie der Saal aufgebaut ist.
Das Publikum sitzt sich gegenüber auf 2 Tribünen und in der Mitte steht ein riesen Rechteck mit 2 Ebenen, die untere ist verspiegelt, kann aber auch durchsichtig gemacht werden, und oben mit der Möglichkeit Projektionen zu zeigen und als 2 Räume die man bespielen kann.

Den Abend kann man gar nicht in Worte fassen...
Was das Team und die Cast dort zeigen, habe ich noch nie auf einer Deutschen Bühne gesehen.
Man ist am Anfang verwirrt, da die Handlung viele Zeitsprünge besitzt und durch die Bespielung des gesamten Raumes, Projektionen und viel Bewegung erstmal gar nicht weiß wo man da hineingeraten ist.
Man könnte es verwirrend nennen, ist es aber nicht, denn es ist spannend gelöst und zieht einen förmlich in die Geschichte der Jüdin Stella Goldschlag, die für die Nazis gespitzelt hat.

Was den ganzen Abend hin bis zum Prozess von Ihr passiert ist ein Up and Down der Gesichte, Männer - und Familien Geschichten.

Unfassbar gut gespielt von Frederike Haas in der Rolle der Stella, die umgeben von 6 Männern durch den Abend alle Höhen und Tiefen durch lebt. Eine Meisterleistung. Die Herren des Abends schlüpfen in mehrere Rollen u.a. Männer, Vater, Liebhaber, Freunde und viele mehr in sehr guter gesanglicher und spielerischen Qualität.

Die Musik von Wolfgang Böhmer passt auf den Punkt und die Texte von Peter Lund ist locker und scharf zugleich.

Bravo an das gesamte Team und die Neuköllner Oper!
Dieser Abend ist einfach sehenswert!

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Eine Reise, die sich lohnt....

18.09.2017 - Ich gebe zu, ich habe mich mit dem Stück zuvor wenig bis gar nicht beschäftigt. Ich wusste im Vorfeld zwar worum es geht und ich habe auch mal in die Aufnahme vom Broadway reingehört, ein Vergleich zur Produktion in London fehlt mir daher.

Vielleicht war es gerade daher ein überraschend gelungener Abend, ich mag weder Hip-Hop oder Rap noch Latin-Musik, aber das Stück fesselt einen recht schnell. Großen Anteil daran hatte neben der Komposition vor allem die Darsteller und eine absolut überzeugende Regiearbeit. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule ist in dem Fall eine absolute Win/Win-Situation, die jungen Darsteller bekommen Bühnenerfahrung in einer hochwertigen Produktion und ein Theater wäre ohne solch eine Kooperation wahrscheinlich nicht in der Lage, die Rollen entsprechend zu besetzen.

Für mich eine absolut sehenswerte Produktion, zumal es ja ein eher selten aufgeführtes Stück ist (meines Wissens nach sogar die Deutschlandpremiere im professionellen Bereich) und vielleicht in Ansätzen auch schon die "Faszination Hamilton" erahnen lässt.

Besuchte Vorstellung:
16.09.17 - Theater, Hagen

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Starke Frauen und ein Totalausfall

17.09.2017 - Ganze drei Mal durfte ich die wunderbare Produktion im West End erleben und ich finde noch immer, dass sie nach ihrem Absetzen eine große Lücke in die Londoner Theaterlandschaft gerissen hat. Es gibt wohl kaum eine andere Show, die soviel Positivismus, Gemeinschaftsgefühl und Lebensfreude ausstrahlt. Man verlässt das Theater tatsächlich voller Hoffnung und dem Gefühl, dass für die Menschheit am Ende alles gut wird.
Kann die Hagener Produktion den Zuschauer auch mit diesem Gefühl entlassen?
Die Antwort lautet leider: nicht ganz.
Woran liegt das? Sicher nicht an der fabelhaft aufspielenden Band, die mit viel Kraft, Schwung und Lust die Salsarhythmen und ohrwurmträchtigen Melodien von Lin-Manuel Miranda famos interpretiert. Bravo!
Auch nicht an den herausragenden HauptdarstellerinINNEN, die sich tatsächlich (vor allem stimmlich) hinter keiner ihrer West End-Vorgängerinnen verstecken müssen:
Kara Kemeny singt die Schulabbrecherin Nina mit voluminöser Beltstimme und abgefahrenen Pop-Riffs und meistert diese sehr schwierige Partie mühelos. Glaubhaft stellt sie die Zerrissenheit des Mädchens dar und rührt mit ihrem Gedenksong für Abuela Claudia zu Tränen.
Diese junge Darstellerin hat eine große Karriere vor sich!
Auch Celena Pieper ist als Männerschwarm Vanessa stimmlich hervorragend aufgelegt, schauspielerisch dürfte sie ihrer Rolle noch mehr Ecken und Kanten verleihen.
Annina Hempel als Friseurin Daniela weiß ihre Pointen zu setzen, könnte aber noch ein wenig mehr der Coolness der Rolle vertrauen. Auch sie ist stimmlich eine Wucht!
Marilyn Bennet ist fast etwas zu agil für eine Oma.
Dennoch überzeugt sie in der Rolle der Ersatzmutter des ganzen Viertels, auch sie ist gesanglich tadellos.
Carolina Walker ist als Mutter Rosario eigentlich viel zu jung besetzt, doch gerade sie liefert mit dem Song "Enough" die beste Schauspielleistung des Abends ab.
Nun zum Schwachpunkt der Inszenierung: Die Männer.
Es ist mir klar, dass sich am Premierenabend viel Aufregung mit überbordender Energie mischt und viele Dinge sich verlieren werden, wenn sich das Stück eingespielt hat.
Es gibt aber auch Dinge, die laufen so falsch, dass sie Stückzersetzend sind.
So hier leider die Besetzung des Benny:
Es ist mir vollkommen schleierhaft, warum es deutsche Theater bis heute nicht schaffen, junge farbige Männer zu besetzen, die dem Rollenalter entsprechen und auch der deutschen Sprache mächtig sind, denn ES GIBT SIE DA DRAUßEN !
Hier also wird eine männliche Hauptrolle 30 (!) Jahre zu alt besetzt, mit einem Darsteller, der radebrechendes Fantasiedeutsch spricht, alle gerappten Hip-Hop-Einlagen gnadenlos versemmelt und auch körperlich wie ein Fremdkörper im sonst homogenen Ensemble wirkt.
Wenn er also zu seinem Gegenüber auf der Bühne den Satz "ick sprecke ja kein Spanisch" sagt, dann geht einem gezwungenermaßen durch den Kopf:
"Und halt leider auch kein Deutsch."
Da mag er noch so gut singen (und das tut er zweifellos), aber in der Rolle ist er ein Totalausfall.
Der Vorwurf geht hier an die Verantwortlichen des Theaters, nicht an den Darsteller.
Auch die eigentlich bezaubernde Rolle des "Piragua" (Wassereis) Verkäufers wurde (von der Regie?) verschenkt: Gedacht als ein Running Gag und eine Parabel darauf, das der kleine Mann auch einmal Glück haben darf im Leben, wird hier ein schief singendes, outrierendes Chormitglied mit zwei halbnackten Tänzerinnen nach vorne geschoben. Leider ein großer Fremdschäm-Moment.
In der Hauptrolle des Usnavi meistert Felix Freund die sehr schwierigen Rap-Einlagen ganz virtuos. Er ist dabei ein etwas allzu cooler, wenig involvierter Protagonist, der sicher im Laufe der Spielzeit die charmante Seite seiner Rolle noch entdecken wird.
Usnavis Cousin Sonny wird hier leider - man kann es nicht anderes sagen- mehr schwul als cool interpretiert.
Den ganzen Abend fragte ich mich, ob das eine Regieentscheidung sein soll.
Jonathan Agar liefert einen rundherum überzeugenden Vater Rosario ab. Sein Solo "Inutil" bewegt und gibt seinem Charakter tiefe und Glaubwürdigkeit.
Alles in allem ist die Show solide inszeniert.
Wo im Opening der steife Opernchor sowohl optisch als auch akustisch das Gesamtbild noch etwas stört (ein Blick zum Dirigenten könnte ab und an Wunder wirken), wird er in weiteren Szenen gekonnt nach hinten verfrachtet und sowohl vom Tanz-, als auch vom Musicalensemble verdeckt.
Einige Regieideen sind wirklich nett (Tänzer auf Hoverboards in Vanessas Solo), viele sehr nah an der Londoner bzw. Originalproduktion.
Schön auch, dass vor den Orchestergraben noch ein Laufsteg gebaut wurde, so dass die Darsteller noch mehr Nähe zum Publikum herstellen können.
Die Tonabmischung fand ich, trotz einiger schwebender Rückkopplungen, für ein Stadttheater am Premierenabend erstaunlich gelungen!
Die deutsche Übersetzung ist erfreulich stimmig, auch wenn natürlich aufgrund der vielen virtuosen Rap-Lyrics des Originals ein paar Feinheiten verloren gehen.
Ich freue mich, dass dieses Stück endlich Einzug in die deutsche Theaterlandschaft gefunden hat und darum wünsche ich mir, dass es immer ausverkauft ist und viele Nachmacher findet. Der tolle Score von Miranda und die zeitlose Botschaft haben es in jedem Fall verdient!
Und vielleicht wird in der nächsten Inszenierung alles (noch) ein bisschen stimmiger.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


ich will wieder ein orchester haben...

17.09.2017 - Auch ich war in Cats und ich kann dieses Keyboard geklimper nicht mehr ertragen. Es ist einfach nur noch grausam. Erst bei den Vampiren und jetzt hier. Kein Bass und es hört sich an als wenn die Musik aus einem Kofferradio kommt. 60 Minuten plätschert alles vor sich hin und dann.. wumms. volles rohr beim letzten Lied im ersten Akt. volle Breitseite, Schlagzeug Gitarrensolo und es drückt einen in den Sitz.. ich wette da kam Clicktrack zum Einsatz.. Nach der Pause aber wieder Bandsound.

Das Ensemble ist rund. Doch war mit die Grizabella deutlich zu jung. Der einzige Darsteller der für mich Ausstrahlung hatte war der vom Munkustrap.

Inszenierung: 4 von 5
Musik:0,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Ich bezahle sofort 20 Euro mehr pro Ticket wenn im Graben wieder ein Orchester sitzt.

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Angelika Milster überzeugt als Doris Day

16.09.2017 - Die Produktion des Schlossparktheaters auf Tour. Das klappt mit dem gewählten Bühnenbild prima und bringt dem Zuschauer knapp 2 1/2 Stunden nette Unterhaltung mit den großen Songs der Doris Day, bei der Zugabe dürfen dann auch alle (vor allem ältere Zuschauer) kräftigt mitsingen und mitschunkeln bei "Que Sera, Sera (Whatever Will Be, Will Be)".

Trotzdem hat man vor allem vor der Pause das Gefühl, dass man im Eiltempo an wichtigen Stationen in Doris Days Leben vorbei eilt, nach der Pause geht es dann vornehmlich um die Zeit nach Ihrem Durchbruch in Hollywood. Angelika Milster gelingt es allerdings sehr gut, auch immer wieder durchblicken zu lassen, dass ihr Leben wahrlich kein leichtes war/ist.

Alles in allem ein durchaus netter Theaterabend wenn es zufällig in der Gegend spielt oder man in Berlin mal an einem passenden Abend nichts vor hat.

Besuchte Vorstellung:
15.09.17 - Festhalle, Viersen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,0 von 5

Gesamtfazit: 3,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Wow...

15.09.2017 - Ich war in der Vorstellung am 14.09. und bin immer noch ganz begeistert.
Erstaunlich was dieses Theater in dieser kleinen Stadt mit dieser EVITA auf die Bühne gezaubert hat.
Alle Darsteller sind durchweg positiv aufgefallen: Che und Peron werden von Schauspielern gespielt, für die Titelrolle hat man (Gott sei Dank) eine Musicaldarstellerin besetzt. Vor allem in den lyrischen Partien kann sie voll und ganz überzeugen aber auch die Belting-Parts liegen ihrer Stimme. Mein persönliches Highlight war die Zugabe von „Wein nicht um mich Argentinien“ – auf spanisch!
Eine durchweg überzeugende Leistung – unbedingt hingehen!

Glinda1960 (erste Bewertung)


Sehenswerte Tourproduktion

13.09.2017 - An sich kann ich mich hier sehr kurz fassen und mich den drei bisherigen Kritiken soweit anschließen. CATS ist in dieser Tourversion sehr sehenswert und vielleicht sogar das Beste was dem Werk passieren konnte.

Insbesondere die Choreographien und die Ensemble-Nummern sind ganz stark, das Bühnebild für eine Tour sehr detailreich und auch die Musik ist gut abgemischt und klingt rund. Das bei der Übersetzung nur Hinweise zur Handlung gegeben werden, passt ebenfalls gut ins positive Gesamtbild. Dazu ein nahezu volles Theater am Marientor, schön.

Besuchte Vorstellung:
12.09.17 - Theater am Marientor, Duisburg

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Schön, aber in die Jahre gekommen

11.09.2017 - "Ein Geniestreich" war einmal. Beim ersten Besuch vor 16 Jahren hätte ich diesem Stück die Höchstwertung gegeben. Jetzt beim 7. besuch nach einer sehr langen Pause, muss ich feststellen, dass das Stück in die Jahre gekommen ist. Irgendwie wurde abgespeckt im Bühnenbild, in den Songs, ohne dass ich es genau bestimmen kann. Es gibt so viele Hänger, in denen eine Ballade vor dunklem Hintergrund gesungen wird. Die Darsteller - insbesondere leider auch die Kinder - erschienen mir nicht mehr so gut wie bisher.
Immer noch sehenswert, wenn man es nicht kennt. Immer noch einzigartig in der Kreativität. Aber der Hype ist irgendwie raus.
Besuchte Vorstellung: ein Samstagnachmittag im Mai zum Hafenfest.
Gute Auslastung ca. 80-90%

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gut weiter entwickelt

10.09.2017 - Am 2.9 war es endlich soweit und ich konnte mir "Tarzan" in Oberhausen anschauen.

Es war die letzte Vorstellung eines kleinen Tarzan, Timon Strick, der seine Sache richtig gut machte.
Gute gespielt, gut gesungen. Es gibt sie also, die guten Kinder im Theater. Respekt.

Die Version in Oberhausen scheint runder als in Hamburg und Stuttgart. Durch das Arena Gefühl im Metronom Theater ist viel Platz für Flüge und man weiß in den Massen Szenen gar nicht wo man hinschauen soll.
Eine wahre Freude.

Die Cast macht einen guten Job und auch das neue Set, jetzt ohne viele grünen Lianen, sondern mit 3D Dschungel, kann sich sehen lassen.

Leider wieder schwer zu verstehen der Darsteller des Terk, gespielt von Massimiliano Pironti, mit guter Energie und Stimme. Anscheinend gibt es für diese Rolle kaum deutschsprachige Darsteller. Schade.

Patrick Stanke als Kerchak und Sabrina Weckerlin als Kala, singen fantastisch, aber spielerisch bleiben sie leider eher blass.

Eine Entdeckung war Martina Lechner in der Rolle der Jane. Wunderschöne Stimme und unglaublich sympathisch gespielt wie selten gesehen.

Anton Zetterholm hatte mich schon in Hamburg nicht wirklich überzeugt. Zu schmächtiger Körper für meinen Geschmack und die Stimme zu klassisch. Sehr störend, dass er immer lauter war vom Sound als alle anderen während des ganzen Abends, eher störend.

Insgesamt eine gute Vorstellung und zu empfehlen.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Lauwarm langweilig

09.09.2017 - Zuwenig Musik, zuviel Bemühtheit ohne Charme und Authentizität.
Das Musical wirkt bis in wenigen Ausnahmen aufgesetzt und künstlich. Es ist zuviel halbherzig hineingepackt worden, so das nichts wirklich zündet: Udo Lindenberg und die unglaubwürdige künstliche Love-Story, die emotional schlichtweg nicht berührt. Die DDR Geschichte, wahllos und ziellos in Versatzstücken aus den Jahrzehnten zusammengeklaubt, dabei den wichtigen dramatischen Faktor - die Stasi - als Clowns dargestellt. Damit verharmlost und klischee-siert, banalisiert. Mauerfall und Ost-West - sowas von dramatischen Höhepunkten nicht genutzt! Tagesschau-Einspieler statt Live-Action. Dann will das Stzück auch Dokumentarfilm, sowieso Film sein und überfrachtet die Show mit Videos hier und da.
das alles auf Kosten der Kurzweiligkeit und der Musik. Die wird selten ausgespielt, scheint nur Beiwerk. Viele melodiöse Hits von Udo fehlen. Der 1. Akt völlig zäh. Der Schluss des 2. deutet an, was die ganze Show hätte sein können: eine unterhaltsame Show mit Hirn. Ist sie leider nicht, allenfalls Mittelmaß unten. Darsteller top, offenbar komplett die Erstbesetzung ! Bühnenbild überraschend gut.
Zuschauer: vielleicht 600 im Parkett am Freitagabend. Selten so ein leeres Theater in Hamburg gesehen.
Das potential der Musik, der DDR-BRD Geschichte, des Showfaktors - wurde nicht genutzt. Es war mein erster und letzter Besuch der Show.

Clementine (8 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Schrill, schräg, politisch!

07.09.2017 - Frankfurts größte und renommierteste Diseuse, Allround-Künstlerin und Universalgenie Bäppi La Belle hat den leicht angejahrten Bockmayer Klassiker nach Frankfurt geholt, überarbeitet und inszeniert.
Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass die Göttlich in der gewichtigen Rolle der Cleopatra reüssiert, bzw. nachhaltig Theatergeschichte schreibt.

Das Gesamtergebnis ist nach wie vor gewollt trashig. Trotzdem lässt sich ein deutliches Rhein-Main-Gefälle attestieren.
Wo man in Köln hemmungslos und überdreht chargiert, arbeitet man in Frankfurt durchaus auch mit wohldossiertem Understatement.
Insbesondere, wenn die Anbetungswürdige mit nahezu versteinerter Miene auf überbordendes Bühnenchaos und schrille Hysterie reagiert, entstehen Momente erhabener Bühnenkunst und herrlicher Klamotte.

In der Neubearbeitung der der Diva Ultima prallt das Stück in gnadenloser Konsequenz auf das Jahr 2017. Dabei werden die Absonderlichkeiten des deutschen Unterhaltungsfernsehens (Familie Geissen, Marlene Fischer,...) ebenso thematisiert, wie die nationalen und weltweiten politischen Entwicklungen mitsamt ihren teilweise recht bizarren Amtsträgern.
Bestes politisches Kabarett erlebt man, wenn die Unvergleichliche in Hitler-Kostümierung sich zwischen das Publikum begibt und in bester Stand-Up-Manier das rechtsgerichtete Angebot der bevorstehenden Bundestagswahl aufs Korn nimmt. Chapeau, Bäppi!

Insgesamt ist es natürlich fast unmöglich ein solches Stück und eine solche Inszenierung objektiv zu beurteilen.
Man muss es mögen (oder auch nicht).

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Schrill, schräg, politisch!

07.09.2017 - Frankfurts größte und renommierteste Diseuse, Allround-Künstlerin und Universalgenie Bäppi La Belle hat den leicht angejahrten Bockmayer Klassiker nach Frankfurt geholt, überarbeitet und inszeniert.
Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass die Göttliche in der gewichtigen Rolle der Cleopatra reüssiert, bzw. nachhaltig Theatergeschichte schreibt.

Das Gesamtergebnis ist nach wie vor gewollt trashig. Trotzdem lässt sich ein deutliches Rhein-Main-Gefälle attestieren.
Wo man in Köln hemmungslos und überdreht chargiert, arbeitet man in Frankfurt durchaus auch mit wohldossiertem Understatement.
Insbesondere, wenn die Anbetungswürdige mit nahezu versteinerter Miene auf überbordendes Bühnenchaos und schrille Hysterie reagiert, entstehen Momente erhabener Bühnenkunst und herrlicher Klamotte.

In der Neubearbeitung der der Diva Ultima prallt das Stück in gnadenloser Konsequenz auf das Jahr 2017. Dabei werden die Absonderlichkeiten des deutschen Unterhaltungsfernsehens (Familie Geissen, Marlene Fischer,...) ebenso thematisiert, wie die nationalen und weltweiten politischen Entwicklungen mitsamt ihren teilweise recht bizarren Amtsträgern.
Bestes politisches Kabarett erlebt man, wenn die Unvergleichliche in Hitler-Kostümierung sich zwischen das Publikum begibt und in bester Stand-Up-Manier das rechtsgerichtete Angebot der bevorstehenden Bundestagswahl aufs Korn nimmt. Chapeau, Bäppi!

Insgesamt ist es natürlich fast unmöglich ein solches Stück und eine solche Inszenierung objektiv zu beurteilen.
Man muss es mögen (oder auch nicht).


Mein Musical Highlight 2017

04.09.2017 - Rebecca Tecklenburg

Besuchte Vorstellungen: 13. und 23. Aug. 2017

Es waren mein erster Besuch in Tecklenburg. Rebecca habe ich einmal in Stuttgart gesehen Es konnte mich damals aber nicht so fesseln.
Anders in Tecklenburg. Über die Cast wurde genug geschrieben. Ich schliesse mich DEm an, wow. Schon wenn Milica zu Beginn auf die Bühne tritt und mit glockenreiner Stimme Ich habe geträumt von Manderley singt, erstarrt man fast vor Ehrfurcht. Dazu eine Pia, Die die Mrs. Danvers nicht spielt, sondern lebt. Auch die anderen Haupt- und Nebenrollen sind perfekt besetzt. Gut fand ich auch die Schatten. Zusätzlich das grosse Ensemble. Ein Mangel bei vielen Openair Produkionen ist ja, dass sich einzelne Darsteller oft auf der grossen Bühne verlieren. Das wurde hier wirklich gut gelöst.
Dazu ein tolles Orchester im Graben. Die Abmischung fand ich am ersten Abend in Reihe 7 mittig ganz gut. Beim zweiten Abend hatte ich 2 Reihe ganz links, wo leider durch die Nähe des Lautsprecherturms der Sound nicht so gut war.
Die Inszenierung von Andreas Gergen fand ich sehr gelungen.
Der erste Abend hat mich so begeistert, dass ich meine geplante Urlaubstour noch umgestellt habe und extra für den 2. Abend von HH nach Tecklenburg gefahren bin.

Inszenierung: 5 von 5
Musik: 4.5 von 5
Besetzung 5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 5 von 5

Neben Hair in Amstetten mein Highlight dieses Jahr. Und Tecklenburg hat einen Fan mehr. Und, man übersteht es auch ohne Sitzkissen, aber bequem ist anders.

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Das war's dann für mich

04.09.2017 - Ich war noch niemals in New York Hamburg

Besuchte Vorstellung: 24. Aug. 2017

Auch wenn ich hier zu einer Minderheit zähle. Ich habe IwnniNY seit der Uraufführung schon einige Male gesehen und mochte es bis zur Verstümmelung zur Tourversion sehr. Zum Vollpreis hätte ich es in HH auch nicht besucht. Mit einer Aktion war es verkraftbar. Noch günstiger wäre es mit Aktionstickets vom Kehrwieder geworden.
Die Vorstellung war von max. 500 Personen besucht, Rang zu. Die Stimmung daher auch nicht überwältigend. Da hatte es auch die Cast schwer. Ich hatte Detlef Leistenschneider und Alexandra Farkic. Ich mochte beim Wunder eigentlich Beide recht gut. Aber hier kam einfach das Komödiantische nicht rüber. Alles wirkte so gehetzt, das Timing passte manchmal nicht. Kann aber auch sein, dass das Ganze durch Stage nochmals gestrafft wurde. Das Ensemble machte einen guten Job. Die Musik aus dem Graben war trotz Verkleinerung des Orchesters immer noch stimmig und war gut abgemischt.

Inzenierung: 3 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 3.5 von 5
Ausstattung: 2 von 5

Gesamtfazid: 3 von 5

Es ist nun definitiv Zeit, das Stück einige Jahre einzumotten. Und als Tourversion muss ich es nicht mehr haben.

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein MUSS für jeden Berlin-Besuch!

04.09.2017 - Ich könnte viele Superlative verwenden, um diese Inszenierung des mittlerweile 50 Jahre alten Musicalklassikers zu beschreiben.
In einem kurzen Satz: Besser geht's nicht!
Das Ambiente des Tipi am Kanzleramt hält genau die Waage zwischen edel und verrucht, so dass man sich schon beim Betreten leibhaftig als Gast des berüchtigten Kit Kat Clubs fühlt.
Und so spart die Inszenierung auch nicht mit Publikumsbesuchen der leicht bekleideten Kit Kat Girls, die mehrfach auf Schößen der Zuschauer landen (übrigens auch auf meinem).
Oliver Urbanski spielt den Conferencier vielleicht ein bisschen weniger zwielichtig als manches Vorbild, jedoch ist seine sympathische und augenzwinkernde Interpretation eine rund herum runde Sache. Und eine gute Figur macht der agile Urbanski noch dazu.
Sophia Euskirchen besitzt noch in der kleinsten Fingerspitze so viel Star-Quality, dass sie den Vergleich zur überlebensgroßen Liza Minelli nicht eine Sekunde scheuen muss: Hochenergetisch stellt sie glaubhaft den Tanz auf dem Vulkan dar, um dann am Ende aus großer Fallhöhe abzustürzen. Noch nie durfte ich "Maybe this time" so jazzy und intensiv hören. Euskirchens rauchige, leicht angeknackste Stimme ist Erlebnis!
Die wunderbare Regina Lemnitz (die als Synchronstimme von Whoopie Goldberg und Roseanne jedermann im Ohr sein dürfte) berührt als Fräulein Schneider und bleibt vor allem mit "Wie geht's weiter?" lange im Gedächtnis. Gemeinsam mit Peter Kock als Herr Schultz sind die beiden älteren Darsteller ein liebenswürdiges, tragisches Paar.
Jede Rolle ist hier wunderbar besetzt, authentisch gespielt und gesungen.
Die Fokussierung der Inszenierung auf Clifford Bradshaws Homo-, bzw. Bisexualität tut dem Stück sehr gut und bringt die Show näher an das Originalbuch.
Das Tüpfelchen auf dem i ist die fantastische Live-Band unter der Leitung von Damian Omansen:
Die Arrangements wurden der Inszenierung angepasst und unterstreichen jederzeit das szenische Geschehen.
Wunderbar ist die Idee, anstatt einem Pausenzeichen zum Ende der Pause die Band eine "Polonaise" durch den Saal machen zu lassen!
Diese Show hat in dieser Fassung kein bisschen an Faszination, Brisanz und politisch-gesellschaftlicher Aktualität verloren.
Cabaret, sozusagen am Originalschauplätz, ist ein Muss für jeden Berlin-Besuch!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Disney goes griechische Tragödie

03.09.2017 - Es gibt diese Shows, da bekomme ich 2,5 Std. lang das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht, so verzaubert bin ich.
Und es gibt jene, da sind von Minute Eins an meine Augen wässrig und bleiben dies auch bis zum meist bitteren Ende. Eine solche Show ist "Der Glöckner von Note Dame":
Aller Disney-Schmalz fiel radikal dem Rotstift zum Opfer, zugunsten einer fast rohen, im Ursinne der griechischen Tragödie ablaufenden Inszenierung.
Und so ist auch ein griechischer Chor stets als Erzähler auf der Bühne (veredelt durch einen sicher aus 20 Mann/Frau bestehendem "gregorianischen" Extra-Gesangs-Chor).
Diese Regie-Idee geht jederzeit bestens auf.
Die Darsteller verwandeln sich konsequent als Stilmittel genutzt auf offener Bühne - von der Steinfigur zum Volk über den Erzähler zur stichwortgebenden Nebenrolle.
Das eindrucksvolle Grundbühnenbild (mit 7 scheinbar massiven Glocken) wird fast nie verändert; der Zuschauer wird gefordert, seine Fantasie zu bemühen: Wunderbar.
Einige Holzgeländer verwandeln sich mit Hilfe des Ensembles immer neu; in Begrenzungen, Türen, Hindernisse, etc.
In ihren besten Momenten (und davon gibt es unzählige) ist die Show ein Kammerspiel zwischen den Hauptfiguren Quasimodo und Frollo:
David Jacobs spielt, nein, lebt Quasimodo tief anrührend. Man ist sofort empathisch für das Schicksal dieses gebrochenen Menschen ohne Chance. Jacobs fängt durch seine intensive und geradezu athletische Darstellung das Herz des Zuschauers mühelos ein.
Felix Martin findet in Erzdiakon Frollo die Rolle des Lebens: Noch nie zuvor durfte ich den Darsteller so wahrhaftig und eindrücklich erleben.
Das 17 Personen starke Orchester (mit ganzen 4 Streichern, Stage-Rekord! - sogar das Phantom hatte zuletzt nur 3!) klingt leider zunächst etwas "dosig", die Abmischung verbessert sich jedoch im Laufe des 1.Aktes.
Mit dem Glöckner macht die Stage (vielleicht zum ersten Mal..?) richtiges Theater:
Nicht die Bühne, nicht das Drumherum, nicht das "Bling Bling" ist der Star, sondern die Darsteller und ihre Performances.
Wer hier nicht wahrhaftig agiert, fällt sofort auf.
Und das tut zum Glück so gut wie keine(r).
Eine humanistische Botschaft gibt es als Bonus obendrauf:
Wir alle sind Ausgestoßene, wir alle sind Quasimodo.
Für mich persönlich ist der Glöckner (zusammen mit dem völlig anders gearteten Mary Poppins) die beste Show, die die Stage zur Zeit im Portfolio hat.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Starkes Comedy-Musical im Kostümrausch

02.09.2017 - Es ist in Tecklenburg Tradition neben einem großen "dramatischen" Musical auch immer ein leichteres Stück zu bringen..

in diesem Jahr war das "SHREK" - der grüne Oger von Jeanine Tesori die einige sehr schöne Kompositionen verfasst hat.

Nach meinem Besuch in Düsseldorf muss man konstatieren: Die Fassung hier in Tecklenburg hat mit Regisseur Ulrich Wiggers deutlich gewonnen - die Regieeinfälle sind noch besser als damals in Düsseldorf und die Darsteller noch passender besetzt.

Absolutes Highlight in der am 18.8. besuchten Show waren für mich: ROBERT MEYER als Lord Farquaad - jeder Auftritt von ihm einfach köstlich und umwerfend..

dann der spinnerte Esel THOMAS HOHLER den ich so komödiantisch und locker leicht noch nie gesehen habe - absolut tolles "übertriebenes" Schauspiel und tolle Präsentation...

Roberta Valentini als Fiona hatte neben Shrek die schönsten Songs und der "Rattenfänger"-Song am Anfang des 2. Aktes gehört definitiv zu den Highlights dieses Musicals....die Tanzchoreografien von Kati Heidebrecht sind ganz großes Kino...

Tetje Mierendorf als Shrek hat ne ganz tolle Wandlungsfähigkeit - als abweisender, strenger eigenbrötlerischer Oger zum liebenden die Gesellschaft mögenden Freund. Highlight ganz klar sein Song: "WER ICH WIRKLICH BIN" - schön intoniert mit toller Stimmfarbe - Bravo!

Was die Tecklenburger Version aber ausmacht ist der enorme KOSTÜMRAUSCH - es gab bisher kein Stück, dass mit so vielen tollen, kreativen und massenhaften Kostümen und Figuren aufwarten konnte wie es jetzt bei SHREK Karin Alberti ausleben durfte:

Singende Sonnenblumen, Ratten, Rattenfänger, Märchenfiguren von Pinoccio über Miss Piggy bis Frau Holle über Lebkuchenmännchen" - wirklich toll umgesetzt - und sehr, sehr aufwändig...hier wurde aus dem Vollen geschöpft.

Das Ensemble aus knapp 30 Mann tolle Choreografien und die Gesamtleistung wieder phänomenal. Leider sieht man hier deutlich:

Dieses Stück hat Qualität, ist super professionell gemacht steht in nix Rebecca nach - Kostet genauso viel und wird trotzdem leider nicht vom Publikum in Tecklenburg "verwöhnt" - muss man ganz klar sagen - hier zeigt sich wieder mal, dass das Publikum eben doch sehr wählerisch ist und sich nicht auf verschiedene Formen des Musicals einlässt - zumindest nicht in dem Maße wie diese SHREK-Produktion es verdient hätte....

Schauen wir mal ob es bei "SPAMALOT" nächstes Jahr besser läuft....Wünschenswert wäre es der Tecklenburger Bühne allemal...

Wir sind wieder da - versprochen bei unserem ultimativen Sommer-Broadway Deutschlands......

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Was man nicht alles falsch machen kann

30.08.2017 - Vorweg ich liebe das Musical Hairspray, und bin echt happy, daß das Stück gerade öfters hierzulande gespielt wird.

Was jedoch in Braunschweig passiert ist, kann man gar nicht richtig in Worte passen.

Die Regie dachte man kann das Stück aufpeppen, in dem man einfach alles futuristisch macht, und das Stück nicht in den 60iger Jahren lässt wo es spielt.
Mit futuristischen Google Cams, TV Brillen und die Polizei sieht aus wie bei Spaceballs.
Trump ist nicht nur der Besitzer von Ultra Clutch, sondern auch Schuldirektor, was für mich gar keinen Sinn macht, selbst wenn die Stimme sehr gut imitiert ist.
Motormouth Mabel muss das Orchester Dirigieren, Pennys Mutter verteilt wie zeugen Jehovas Zettel, arbeite im Knast und ist Lehrerin, und sieht aus wie aus dem Film Galaxy Quest in allen Rollen.
Tracy singt bettelnd mit Micro auf der Straße "Good Morning Baltimore" und Amber muss sich als Britney Spears Cover sexy schlecht bei "Eklig" einen Gruppen Gangbang gefallen lassen...

Man könnte die Liste so weiter machen...
aber das würde kein Ende finden.

Die Choreo ist alles andere als 60`s, und einfach billig, mit Line Dance und Western Elementen. Wie schon erwähnt die "Eklig" Britney Choreo war der Höhepunkt vom Fremdschämen.

Das Kostüm, war gezwungen futuristisch und war eine Mischung aus "We will Rock you" oder "Xanadu".
Warum die Nice Kids alle gleich aussehen, sodass man Link gar nicht erkennen kann aus der Masse, oder warum im Sportunterricht Tiroler Hüte getragen werden mit Römer Brustpanzern, oder selbst Schwarzwälder Hüte mit Ballon Bommeln zum Einsatz kommen, erklärt sich mir nicht. Glitzer Ku Kluxs Clan Kostüme war einfach nur geschmacklos!

Alle 3 ( Regie, Choreo und Kostüm ) sollten nie wieder ein Musical machen dürfen! Das war eine Vergewaltigung am Stück, was ich bisher so nur aus Oper und Schauspiel kenne.

Noch etwas ärgerliches, selbst heute finden sich gerade für eine Velma van Tussle keine Schauspielerin die der deutschen Sprache mächtig ist? Auch Edna und Motormouth kämpfen mit der deutschen Sprache. Schade.

So. es gibt auch Positives:
Die Kulisse auf dem Burgplatz mit Drehbühne in Plattenformat ist ein Hingucker. Auch die Showtreppe und der Knast sind gute Einfälle.
Das Orchester spielt sehr gut, und auch der Rest des Ensembles macht einen guten Job.
Wirklich gut besetzt sind hier: Tracy, Penny, Amber, Wilbur und Mister Pinkie als Fackelsuchende Freiheitsstatue.

Ein Abend der mir nicht positiv im Gedächtnis bleiben wird, sondern mir gezeigt hat, dass es auch im Musical jetzt Inszenierungen geben wird die einfach am Stück vorbei gehen.

1* für das Ensemble und die Bühne. Mehr ist wirklich nicht drin.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Pure Enttäuschung

27.08.2017 - Die Tour-Produktion von „Die Schöne und das Biest“ kann ich definitiv nicht empfehlen. Wer mit Familie, Eltern, Kindern oder Freunden einen schönen Musicalabend erleben möchte, wird von dieser Inszenierung wahrscheinlich sehr enttäuscht sein.

Das als deutschsprachige beworbene Musical wurde „leider“ von dem Ensemble des Budapester Operetten- und Musicaltheaters aufgeführt, was einen starken Dialekt mit sich brachte, den man – vielleicht mit Ausnahme des Gesangs – nicht wirklich ignorieren konnte. Generell wirkte alles sehr emotionslos, billig und einfach lieblos heruntergespielt.

Am meisten hat mich jedoch die Tatsache geärgert, dass Schauspieler in einer Szene in normaler Straßenkleidung (Pullover und Jeans-Hose) auf der Bühne gestanden sind. Dies mag vielleicht eine Ausnahme gewesen sein aus welchen Gründen auch immer, jedoch erwarte ich mir von einem Musical – sei es eine teure Musicalinszenierung, Tour-Produktion oder eine Schulaufführung – grundsätzlich ein gewisses Maß an Qualitätstandards.

Mir haben lediglich die Kostüme der Schlossbewohner und das Bühnenbild gefallen.

Der hohe Preis von 80 Euro und mehr ist, in Anbetracht dessen, was man geboten bekommt, nicht gerechtfertigt.

Fazit: Ich will diese Tour-Inszenierung nicht wiedersehen, da diese mir die Lust auf dieses zauberhafte Märchen für längere Zeit verdorben hat. Wer allerdings keine großen Ansprüche hat, der kann sich diese Inszenierung gerne anschauen und soll sich vor allem selbst seine eigene Meinung dazu bilden.

theatermädchen (erste Bewertung)


Die Jellicle Cats tanzen wieder

27.08.2017 - Cats ist ein Klassiker, den ich (leider) bisher nie so wirklich zu schätzen wusste. Denn die aktuelle Tournee- Produktion des Musicals kann überzeugen, was vor allem an den Darstellern liegt aber auch an der soliden Inszenierung und der Optik, die einem geboten wird.

Die Inszenierung entpricht größtenteils der, die ich von der DVD kenne. Ein schöner Unterschied ist jedoch, dass die Katzen regelmäßig die Bühne verlassen und durch den Zuschauerraum streifen. So erhält man die Möglichkeit die wahnsinnig schön gestalten Kostüme bzw das Make Up genauer unter die Lupe nehmen zu können. Auch die bunten Lichterketten sorgen für eine schöne Atmosphäre. Die Inszenierung überzeugt und ist vor allem auf die Choreographie fokussiert, was bei diesem Stück auch einleuchtend ist. Ein toller Regieeinfall war das Angebot in der Pause, hier möchte ich jedoch nicht zu viel verraten.

Die Musik ist sehr mitreißend, hier und da aber fast schon ein wenig zu laut, was jedoch nie so schlimm war, da darunter nicht die Textverständlickeit gelitten hat.

Die Darsteller sind alle gut bis sehr gut. John Ellis spielt den Old Deutoronomy sehr gut und bringt die Rolle des liebevollen Clananführers überzeugend rüber, vor allem, wenn er mit Grizabella agiert. Stimmlich ist er sehr beeindruckend
Matt Krzan ist als Rum Tum Tugger gut, dürfte seine Rolle allerdings gern noch etwas extremer spielen.
Joanna Ampil ist für mich eine wahre Entdeckung als Grizabella. Sie singt und spielt mit einer Intensität, dass man bei jedem Auftritt von ihr am liebsten weinen möchte, weil es so berührend ist. Kleiner Kritikpunkt: optisch ist sie für die Rolle gut 10 Jahre zu jung.

Die Ausstattung ist passend und da gibt es auch nichts zu kritisieren.

FAZIT
Inszenierung: 4,5 / 5
Musik: 4,5 / 5
Besetzung: 4 / 5
Ausstattung: 4,5 / 5

Gesamtfazit: 4,5 / 5

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


One Moment in Time

26.08.2017 - Ich hatte Bodyguard seinerzeit bei der ersten Preview gesehen und es ganz gut in Erinnerung, dass es aber so gut ist, war mir bis gestern gar nicht mehr bewusst. Es war ein wirklich schöner Abend, die Band spielte gut, die Inszenierung gefällt mir persönlich sehr gut, insbesondere die Umsetzungen mit dem Stalker, die Bühnen- und Lichteffekte überzeugen und die Darsteller waren allesamt großartig. Nyassa Alberta und Tertia Botha sind stimmlich eine wahre Pracht, Jürgen Fischer gibt einen wohl bessern Bodyguard ab als Kevin Costner und schauspielerisch ganz hervorragend auch Tom Viehöfer als Stalker.

Nun gut, den Tipp sich die Show noch anzuschauen dürfte ich mir auf Grund der Derniere morgen sparen. Bleibt zu hoffen, dass das Stück den Transfer nach Stuttgart unbeschadet übersteht. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, es nochmal geschafft zu haben mir Bodyguard in Köln anzuschauen.

Besuchte Vorstellung:
25.08.17 - Musical Dome, Köln

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Wie ein guter, alter Wein

25.08.2017 - Man mag grundsätzlich von CATS halten, was man will, aber es ist nunmal die Mutter aller "geklonten Großproduktionen" und hat das Genre Musical von Grund auf revolutioniert und international groß gemacht.
Und mit was? Mit Recht.
Nun durfte ich diese glorreiche Tourproduktion bestaunen.
Hier stimmt eigentlich alles: Das Bühnenbild, das ausgezeichnete, aufwendige Lichtdesign, die vor Energie sprühenden Darsteller (was für ein wunderbarer Mr. Mistofelees Robbie McMillan ist!) und die vielen zeitlosen Hits der Show.
Da es sich um die englischsprachige Originalproduktion handelt, werden deutsche Unter-, bzw. Nebentitel gezeigt.
Dies finde ich erstmals sehr gut gelöst und nicht störend, wird für jeden Song doch nur die Quintessenz und das Thema eingeblendet, nicht aber der gesamte Songtext.
Glücklicherweise hat man alle Verschlimmbesserungen wieder verworfen, die Herr Webber zum Londoner Revival 2014 an seinem eigenen Werk verbrochen hat. Allem Voran muss der gute alte Rum Tum Tugger (John Brannoch) jetzt nicht mehr peinlichst sich an die Jugend anbiedernd herumrappen, sondern darf wieder der arrogant-sympathisch-verrückte Elvis-Verschnitt sein, der er seit 1981 ist. Eine neue, richtig sinnvolle Änderung in gibt es in Akt 2: Das schon immer extrem zähe und nicht enden wollende "Growltiger's last stand" wurde ersatzlos gestrichen, dafür hat Gus seinen theatralischen Auftritt im (glücklicherweise auch gekürzten) Pekes vs. Pollicle's-Kampf als Rumpus Cat. Das funktioniert ganz famos und überspringt endlich unnötige Längen im zweiten Akt, der nun wirklich fließend Schlag auf Schlag ein Highlight nach dem anderen präsentiert: Skimbleshanks, Macavity, Mr. Mistofelees und zu guter Letzt Grizabella mit DEM Musicalabräumer schlechthin: Memory. Und abräumen tut Joanna Ampil wirklich: Als wäre es nichts, beltet und schluchzt sie diesen Welthit heraus und bekommt zurecht tosenden Applaus für ihre hervorragende Gesangsleistung. Einziger Wermutstropfen: In der instrumentalen Bridge von "Memory" klingt das "Orchester" (es ist eine kleine Band bestehend aus 8 Musikern) extrem billig. Ansonsten verkraftet die Show die massive Reduktion der Instrumente ganz gut; da kommt ihr entgegen, dass der Gesamtsound sowieso sehr synthielastig in den 80ern verwurzelt ist. Trotzdem fehlen gerade echte Bläser, besonders in Songs wie "Macavity".
Aber das ist wirklich schon der einzige Kritikpunkt an dieser hervorragenden Tour.
CATS altert in Würde (eben gerade nach Rückgängigmachung der grausamen Neuerungen) und ist, für mich jedenfalls, wie ein guter Wein:
Man weiß ihn erst im Alter richtig zu schätzen und der Kater steckt einem noch tagelang in den Knochen 😉.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Durschnittlich

24.08.2017 - Nach den ganzen schlechten Bewertungen hier war ich sehr skeptisch, habe mir bei einem Kurzurlaub in Eisenach aber dann doch spontan eine günstige Karte für ca. 20 Euro gekauft und wurde zu dem Preis wirklich gut unterhalten. Das Stück hat definitiv Licht und Schatten, die Musik plätschert meist nur vor sich hin. Aber dennoch war es zu dem Preis unterhaltsam, es gab schöne Bilder (Bühnenbild, Kostüme, Choreografie) und starke Darstellerleistungen (z. B. von Stefan Poslovski als Teufel). Es ist kein Stück, das ich ein zweites Mal sehen müsste - aber ich habe durchaus schon schlechtere Musicals gesehen. Mehr Meinung dazu gibt es auch unter kulturfeder.de.

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Titanic ist ein Juwel unter den Musicals

24.08.2017 - Selten verschmelzen bei einem Musical die Story, Musik, Inszenierung und darstellerische Leistungen so homogen perfekt ineinander wie bei "Titanic" in der Bad Hersfelder Stiftsruine. Ich habe dort einen großartigen Musicalabend erlebt. Das Stück ist wirklich ein Juwel! Mehr Meinung dazu gibt es auch unter kulturfeder.de.

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Neu - Gut - Mozart!

21.08.2017 - Mozart! - Das Musical im Raimund Theater in Wien.
Darsteller:
Oedo Kuipers war als Mozart sehr gut besetzt. Sensibel, aber trotzdem mit dem 'gewissen Genie'. Er hat eine sehr schöne und harmonische Stimme und eine einnehmende Ausstrahlung.
Daneben waren u.a. Thomas Borchert, Mark Seibert, Franziska Schuster, Anna Milva Gomes und Barbara Obermeier allesamt perfekt besetzt! So eine Cast wünscht man sich bei jedem Stück.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Das Bühnenbild war sehr zurückhaltend, was bei diesem Stück aber nicht gestört hat. Die 'Leere' hat sehr gut in die Seelenwelt des W.A. Mozart gepasst. Allein die Szene mit den Webern hätte so nicht sein müssen. Wieso musste man diese auf modern trimmen? Hätte man klassisch halten sollen.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Auch das Licht war perfekt.
Orchester:
Was soll man hier sagen? Ein großes Live-Orchester wie immer bei den VBW! So muss das sein! ;-)
Story:
Tiefgründig, ergreifend, mitreisend.

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung war es ein wunderschöner Abend! Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen.

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ein kurzweiliger Abstecher unter den Regenschirm

21.08.2017 - Das erste Mal in dem wundervollen Ronacher in Wien durfte ich an Silvester Mary Poppins erleben.
Nach langem Warten und Hoffen durfte ich nun endlich dieses Stück live sehen, nachdem man es schon auswendig konnte.

Darsteller:
Maria-Danae Bansen war als Mary einfach nur perfekt. Sie hat eine wundervolle weiche und harmonische Stimme und eine einnehmende Ausstrahlung.
Als Bert hatte ich Johan Vandamme. Auch hier ist nichts zu kritisieren! Stimmlich und das Schauspiel waren perfekt. Hut ab vor der tänzerischen Leistung!
Noch besonders zu erwähnen sind Milica Jovanovic und Reinwald Kranner. Diese Stimmen....Gänsehaut. Und das Ehepaar hat man ihnen zu 100% abgenommen.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Wie von Disney gewohnt grell und bunt. Das 'einklappbare' Haus war sehr gut gemacht. Aber für mich alles etwas zu bunt.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Auch das Licht war perfekt.
Orchester:
Was soll man hier sagen? Ein großes Live-Orchester wie immer bei den VBW! So muss das sein! ;-)
Story:
Leider ein dickes Minus. Ich fande schon den Film recht Öde. Teilweise zieht die Story sich doch recht in die Länge.

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung und v.a. an der Story war es ein schöner Abend! Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen.

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Lange lebe der König!

21.08.2017 - Nach langem Warten und Hoffen durfte ich nun endlich dieses Stück live sehen, nachdem man es schon auswendig konnte.

Darsteller:
Matthias Stockinger als Ludwig II. war einfach ein Traum. Bisher hatte ich nur Jan Ammann gekannt, dieser wurde aber m.E. nach durch Herrn Stockinger tief im See versenkt. Eine Stimme, die wirklich ein Schloss bauen kann. Kraftvoll und harmonisch. Auch sein Schauspiel war wirklich auf den Punkt passend.
Anna Hofbauer als Nichte Elisabeth hat sehr schön in die Rolle gepasst. Auch hier lässt sich stimmlich und von ihrem Schauspiel nichts negatives sagen. Besonders herauszuheben sind für mich William Cohn und Oedo Kuipers die beide ihre Rollen bis ins Letzte perfekt ausgefüllt haben und stimmlich zu überzeugen wussten.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Teile der "Orgiginalproduktion" wurdeb übernommen, sodass diese bereits von diversen Videos bekannt waren. Andere Aspekte wurden per Projektion animiert. Highlight war sicherlich der große See, welcher immer wieder auf der Bühne zu sehen war.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Bei dem Lichtdesign könnte man noch einmal nachbessern. Ich fand es teilweise übertrieben eingesetzt und auf 'zu modern' getrimmt.
Orchester:
Leider ein dickes Minus. Musik kommt leider leider nur vom Band. Bei weiteren Spielzeiten könnte man hier event. auf ein Live-Orchester setzen!

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung und v.a. dem fehlenden Orchester war es ein wunderschöner Abend! Dieses Stück in dieser Umgebung, das passt einfach. Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen. Ich kann es nur weiterempfehlen!
Lang lebe der König! ;-)

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Bisher Bestes Musical in der Stiftsruine

17.08.2017 - Warum nicht immer so? Seit Jahren bleibt Bad Hersfeld mit der wunderbaren einzigartigen Kulisse der Stiftsruine hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück - ein überörtlich strahlender kultureller Leuchtturm zu sein - dies lag vor allem an Stücken die nicht wirklich in die mystische Kulisse der Alten Abtei hineingepasst haben!

Nun hat Intendant Dieter Wedel sich mit Regisseur Stefan Huber endlich mal richtig Gedanken gemacht welches Stück denn perfekt in die Ruine passen könnte - und siehe da - es kam die beste Entscheidung überhaupt heraus mit TITANIC hat man ein Stück gefunden, dass wie die Faust aufs Auge in die Kulisse passt!

Die besuchte Aufführung am Mittwoch, den 16.8. war wie alle anderen nahezu ausverkauft und man merkte dem Publikum an, dass es total mitfieberte und innerlich darum bat, dass es doch anders ausgehen sollte - aber die Geschichte ist nun einmal anders verlaufen...

Schon mit der grandiosen Ouvertüre ist man mittendrin im Jahr 1912 und kann sich auf knapp 3 Stunden beste Musicalunterhaltung - sehr gehaltvoll - freuen - das große Orchester mit den wunderbaren Melodiebögen von Maury Yeston lässt einem wohlige Schauer über den Rücken jagen und man ist in der ersten Minute voll eingetaucht in diese große dramatische Geschichte...

Dass dies so ist ist auch einem fast 40-köpfigen Traumensemble zu verdanken die vor allem in den voluminösen grandiosen Chorszenen ihr Bestes geben und das Publikum schier von den Sitzen bläst mit dieser Energie und den tollen Stimmen!

Der Stiftsruine kommt dabei zugute, dass sie eine phänomenale Akustik hat und man von der ersten bis zur letzten Reihe jedes gesungene und gesprochene Wort klar versteht...

Es ist zwar bei diesem Stück "unfair" einige Prodagonisten hervorzuheben da das gesamte Ensemble der Star ist und die Ohrwurmsongs sind die Chornummern die sich ins Gedächtnis einprägen aber da einige große Stars der Branche verpflichtet wurden muss man David Arnsberger als Heizer, Kristin Hölck als Neugieriges Klatschweib Alice Beane sowie Michael Flöth als Kapitän und Jörg Neubauer als 1. Officier Murdoch und Frank Winkels als Direktor der White Star Line schon für Ihre gesanglichen und schauspielerischen Leistungen hervorheben!

Die Bühne ist einfach aber total effektvoll gestaltet zusammen mit dem tollen blauen Licht in der Apsis total mystisch und absolut perfekt zu dem Score...

Die Kostüme sind durch die Unterscheidung in 3 Klassen auch perfekt Designed -

Besser geht es nicht - ein eindrucksvoller, spannender, mitfühlender und mitleidender Abend der nach 3 Stunden doch irgendwie sehr schnellvergangen ist!

Man kann nur hoffen, dass TITANIC nächstes Jahr eine Wiederaufnahme erfährt und sich Dieter Wedel mit seinen Regisseuren ein neues tolles Musical aussucht dass ebenfalls so gut in die Stiftsruine passt! Bravo und Standing Ovation waren der Lohn!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Immer wieder sehenswert

17.08.2017 - Als ich Kinky Boots kurz nach der Premiere in London gesehen habe, war ich sofort begeistert von diesem tollen Stück.

Und auch jetzt, nachdem ich es mehrmals gesehen habe, hat sich diese Begeisterung kein bisschen gelegt.

Es ist ein Feelgood-Stück, aus dem jeder Besucher gutgelaunt rauskommt, das aber gleichzeitig auch Tiefgang und eine Message hat.

Das sollte man gesehen haben.

HamYork (10 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Der Score ist der Star

12.08.2017 - Wie sehr ich diesen wunderbaren, elegischen Score und die ergreifenden Chöre liebe, die Komponist Maury Yeston da erschaffen hat.
Ganze 8 Mal durfte ich die aufwendige "Großproduktion" in der Neuen Flora in Hamburg genießen und zuletzt eine berührende, auf's Essentielle verkleinerte Kammerversion in London erleben.
Es gibt tatsächlich Menschen, die der Show ankreiden, sie hätte ja "gar keinen Hit". Denen möchte ich antworten:
Die Gesamtkomposition ist der Hit!
Wer hätte gedacht, dass diese hervorragende Partitur jemals wieder in dieser Qualität hierzulande erklingen würde? Wo findet man noch ein 36-Mann/Frau starkes Orchester und dazu ein 43 Personen umfassendes Gesangsensemble? Eigentlich eben nirgends mehr.
Umso erfreulicher, dass Titanic in dieser hervorragenden Qualität in Bad Hersfeld zu sehen ist.
Insgesamt eine Spitzenleistung aller Beteiligten. Zutiefst berührendes, musikalisch brillantes Theater der Spitzenklasse!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Tarzan 4.8.

12.08.2017 - DER Tarzan ist wieder da

hab das Stück bei Anton Zetterholms erster Show in Oberhausen am 4.8. gesehen, und er ist noch besser geworden als er in Hamburg schon war , Top Schauspiel, Hammer Stimme, Tarzan in Perfektion

Auch die restliche Cast um Sabrina Weckerlin (Kala), Massimiliano Pironti (Terk), Patrick Stanke (Kerchak) und Tessa Sunniva (Jane) sowie das gesamte Ensemble sind einfach top
die Show hat einige andere Flüge und auch andere Szenenabläufe wegen des "neuen " Theaters aber nichts von seiner Action und auch dem Witz in dem Stück ging verloren

das beste Stück das in Deutschland läuft, seit Jahren (für mich persönlich)

Indis (erste Bewertung)


Denkwürdige Aufführung

12.08.2017 - Wow, wo hat dieses Stück in den letzten Jahren im Märchenschlaf gelegen? Was hier aus dem Orchestergraben klingt ist ganz großes Musical und das in einer klanglich in der Art selten erlebten Fülle und Qualität. Traumhaft schön.... Dazu kommt ein durch die Bank erstklassiges und namhaftes Ensemble, allein damit könnte man nun den Rahmen dieser "Kurzkritik" sprengen. Auch hier volle Punktzahl. "Ich muss auf dieses Schiff" ist einer der Theatermomente an die man sich auch in Jahren noch positiv erinnern wird. Und dann ist da noch die Regie von Stefan Huber, ein stimmiges Gesamtkonzept verbunden mit einer tollen Personenregie. Eins ist nach diesem Besuch eben klar, Titanic schwimmt ganz weit oben in meiner persönlichen Jahresliste 2017.

Besuchte Vorstellung:
12.08.17 – Stiftsruine

Inszenierung: 4,5 von 5
Musik: 5,0 von 5
Besetzung: 5,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 5,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Very british - Very good

11.08.2017 - Wunderbare Show! Sehr britisch, sehr komisch, gewitzt, tolle Musik, energetische Tanz-Szenen, umwerfender Hauptdarsteller, aber auch sonst eine tolle Besetzung und ein sympathisches Musical, das auch die Nebenrollen mit Songs und Duetten sehr harmonisch zu Wort kommen lässt. Unbedingt zu empfehlen!

maison_usher (9 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Was soll man sagen: besser gehts nicht

10.08.2017 - Ein Traum, wer es nicht gesehen hat, wird sich lange ärgern... Einziger kleiner Wermutstropfen meinerseits: namhaft besetzter Jack Favell sowie mit Roberta Valentini ebenfalls toll besetzte Schwester Maxims, gehen für mich an diesem Abend hinter den 3 Hauptprotagonisten ein wenig unter... aber das ist Jammern auf exrem hohen Niveau. Ein riesiges Dankeschön an die Verantwortlichen, die es schaffen, solch unvergessliche Abende zu zaubern,bei sehr humanen Eintrittspreisen. Hab mir noch schnell ne Karte zur Derniere gesichert und freu mich total darauf.

andycibis (25 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Schöner Theaterabend

08.08.2017 - Nachdem ich in Wien von der Show nicht ganz überzeugt war, wollte ich ihr in Stuttgart nochmal eine Chance geben. Ich bin weiterhin kein Fan von Disney Musicals, aber nachdem ich wusste was auf mich zukommt, kam ich diesemal mit der Show viel besser klar.
Nach einem etwas holprigen Anfang, weiss die Show einem für sich einzunehmen und ein wohliges Gefühl zu hinterlassen. Nicht zuletzt trägt Elisabeth Hübert und David Boyd dazu bei. Die beiden harmonisieren toll miteinander und gesanglich bleibt gerade bei Frau Hübert nichts zu wünschen übrig.
Die Musik kommt kraftvoll, klar und mit Power durch die Anlage. Die Inszenierung ist die gleiche wie bereits in Wien und bietet ein üppiges detailreiches Bühnenbild mit vielen Effekten, die sich jedoch nie in den Vordergrund drängen.
Lediglich die Inszenierung störte mich ein wenig, da es viel Sprechszenen gibt und gerade die bekannten Songs teilweise aufgrund des Event-Charakters in die Länge gezogen wurden. Die restlichen Songs, welche nicht aus dem Film kommen, wirken dagegen viel zu uninspiriert.
Insgesamt erhält man aber einen schönen vergnüglichen Abend im Apollo Theater.

Caveman (6 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Volle Punktzahl

08.08.2017 - Um es kurz zu machen, im Grunde kann ich mich den Meinungen hier soweit anschießen. Ein schönes Musical in sehr guter Besetzung mit großem Orchester auf einer wunderschönen Freilichtbühne. Dazu ein auch ohne echtes Feuer (hat das wirklich bei dem Baumbestand rund um die Bühne jemand erwartet?) sehenswertes Finale. Was will man mehr? Richtig, eine gelungene Umsetzung und für die Regie von Andreas Gergen möchte ich erstmals 5,5 von 5 Sternen vergeben. Wunderbare Ideen und die hier schon erwähnten Schatten finde ich persönlich meist sehr gut eingesetzt. Natürlich gibt es hin und wieder klitzekleine Verbesserungen diesbezüglich, aber das ist „Meckern auf ganz hohem Niveau“. Nein, die Inszenierung hat mir ausgesprochen gut gefallen, eine weitere Vorstellung habe ich mir heute gebucht…. Das sollte meine Meinung zu diesem Stück in Tecklenburg ganz gut wiederspiegeln…

Besuchte Vorstellung:
04.08.17 – Bühne Tecklenburg

Inszenierung: 5,5 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Nostalgisch-schöner "Guilty Pleasure"-Nachmittag

06.08.2017 - Ja, die Show hat in den letzten Jahren etliche Federn lassen müssen: Neue, verschlimmbesserte Songs des Herrn Webber (ich werden mich NIE an das unterirdische, eurotrashige "Nie genug" gewöhnen, welches das charmante "A lotta Locomotion" ersetzt), eine auf ein Skelett verkleinerte Band und die grausam-peinlichen Hip Hop-Versuche der ehemaligen Rockies.
Die Moral der Show (Frauen sind lediglich Wagons und ohne Lok gänzlich wertlos) ist selbstredend jenseits von Gut und Böse.
Und trotzdem habe ich fast jede Sekunde genossen. Das liegt zum einen an den vielen zum Glück überlebenden Hitsongs, an einer fantastischen Lichtregie und den vielen anderen Schauwerten dieses Spektakels. Und natürlich liegt es an einer bestens aufgelegten Cast: angeführt von einer richtig süßen, toll klingenden Pearl (Zweitbesetzung Abigail Denver), einem extrem geil aufsingenden und des Deutschen erstaunlich mächtigen Papa (Reginald Jennings), einem sehr starken Elektra (Richard Woodford) und einem rollendeckend cool-gelangweilten Greaseball (Dewayne Adams) heizen sie dem gut gelaunten Publikum gehörig ein. Schade, dass Rusty zwar mit einer hervorragenden Stimme gesegnet ist, aber hier der Phonetikunterricht wohl gänzlich versagt hat: wenigstens die Artikel "der/die/das" dürften stimmen, wenn schon bei der Aussprache nichts rauszuholen ist. Das dürfte von einer Erstbesetzung nicht zu viel verlangt sein.
Zusätzlich saß ich wohl auch noch auf dem perfekten Platz für diese Show, ganz nah dran und dennoch voller Überblick! Und das für 25€ im Sparangebot.
Trotz der ganzen Änderungen, die über die Jahre vorgenommen wurden, werde ich hier wieder zum Kind, welches die Show 1990 zum ersten Mal sah.
Ich gebe zu, spätestens, wenn der vielbesungene Starlight Express dem verzweifelten Rusty zur weltberühmten Melodie unter einem zauberhaften Sternenhimmel erscheint, bleibt auch bei mir kein Auge mehr trocken.
Ich hätte kaum gedacht, dass dies mein Fazit sein wird, aber:
Jederzeit gerne wieder.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Chance verpasst - an den Darstellern lag es nicht

06.08.2017 - Wie schade... ein gutes Comic und ein sehr erfolgreicher deutscher Film waren eigentlich eine perfekte Basis um einen Musical Hit zu landen.
Die Inszenierung absolut mutlos und extrem zahm. Alex, Doro, Waltraud und Norbert hätten mehr Profilzeichnung gebraucht um glaubhaft zu sein.
Die Musik ein Einheitsbrei und somit leider belanglos, dazu noch grauenhafte arrangiert.
Die Darsteller geben ihr Bestes, aber auch sie können die Inszenierung nicht retten. Der Stoff hat Potenzial. Diese Show müsste von grundauf noch einmal überarbeitet werden. Schade

Evita2005 (erste Bewertung)


Boulevard 2.0

06.08.2017 - Um es gleich vorweg zu sagen: Den zugrunde liegenden Comic habe ich vor Jahrzehnten mal kurz durchgeblättert und mangels Interesse wieder beiseite gelegt.
Auch die ausgesprochen erfolgreiche Verfilmung hat bei mir eher Langeweile und Desinteresse hervorgerufen.
Ich bin also weder ein profunder Kenner der Vorlage, noch bin ich mit einer positiven Erwartung ins Thalia Theater zur Aufführung der Musical Adaption gegangen.
Und siehe da! Ich habe mich wirklich gut unterhalten und bestens amüsiert.

Der ganz große Unterschied zu dem Basismaterial zeigt sich schon nach wenigen Minuten. Sämtliche Charaktere sind glaubwürdig, menschlich und zutiefst sympathisch. Buch, Regie und Darsteller haben hier ganze Arbeit geleistet, erzählen eine Geschichte, der man gerne und interessiert folgt. Man lacht und leidet (ein bisschen) mit.

Buch, Regie und Bühnenbild ergänzen sich stimmig, wenn auf der(schlichten, aber niemals langweiligen) Bühne hetero- und homosexuelle Lebenswelten konkret nebeneinander gestellt werden.
Der Erkenntnisgewinn kommt augenzwinkernd und unaufdringlich daher: So groß sind die Unterschiede ja gar nicht.
In turbulenten Momenten steigert sich das Stück zu einer klassischen Boulevardkomödie mit hohem Tempo, Verwechslungen, Wortwitz und Frivolitäten.
Trotzdem nimmt Regisseur Harald Weiler aber auch immer wieder das Tempo heraus und kehrt zu den Personen und ihren spezifischen "Problematiken" zurück. Das geschieht absolut bruchlos und gekonnt.

Die Musik von Christian Gundlach bietet Pop, Rock und Musicalballaden. Wenn es vielleicht dabei auch keine Meilensteine der Musicalgeschichte zu entdecken gibt, so ist das Ergebnis doch absolut passend zur Geschichte und gefällt. Einzig der Sound der Band kommt etwas breiig und undifferenziert durch die Anlage.

Die Kostüme gefallen und sind adäquat.
Die Chorografie sorgt für zusätzliches Tempo und hat mit der Frühstücks- oder Albtraumszene witzig-ironische Momente.

Es passt eigentlich alles.
DER BEWEGTE MANN - Das Musical ist für mich eine positive Überraschung und absolut empfehlenswert.
(Wobei man die Empfehlung wohl einschränken muss. Die Freunde von süßlich-klebriger SE Familienunterhaltung und Disney Musicals könnten an ihre Grenzen stoßen.)

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Sehenswerte Produktion

04.08.2017 - Die Cast ist bis in die kleinste Rolle bestens besetzt. Das Orchester bringt einen satten vollen natürlichen Sound und die Inszenierung läuft wunderbar durch die Geschichte. Lediglich bei den Schatten wäre bei manchen Szenen etwas weniger mehr gewesen. Insgesamt eine sehr gelungene und sehenswerte Produktion die meine Erwartungen an ein Freilufttheater weit übertroffen hat.

Caveman (6 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Musikalische Katastrophe

04.08.2017 - Ich habe selten auf deutschen Bühnen ein derartig schlechtes Stück gesehen als ich die Premiere letzte Woche besuchte, das weder vom Buch und der Musik noch von der Inszenierung her auch nur im Ansatz gefallen kann.

Ich bin schon kein Fan vom Comic noch vom Film, aber wie uninspiriert und unkreativ dieses Stück geschrieben und auf die Bühne gebracht worden ist, entsetzt.

Die Musik ist (schlecht) zusammengeklaut, das Buch geändert mit Änderungen, die völlig fehl und unnötig sind, wodurch die meisten Charaktere zu absoluter Eindimensionalität verkommen.
Das ist zu oft einfach nur peinlich und fremdbeschämend, einzig Leuten, die den albernen Humor der Schmidt Theater mögen, wird dieser platte Pseudohumor gefallen, Ironie und Esprit sucht man lange, und die Darsteller einem Leid tun müssen, so etwas zu spielen.

Denn nicht nur das, auch die Regie überlässt die Schauspieler zu oft sich selbst, von der uninspirierten und auch zu oft gesehenen Choreografie ganz zu schweigen.

Von den Darstellern kann einzig Sascha Rotermund begeistern, dem man anmerkt, dass er entsprechende Erfahrung mitbringt und das Beste aus seinen kleinen Rollen macht.
Die beiden männlichen Hauptdarsteller wirken fehlbesetzt und überfordert, leider vor allem Elias Krischke, der in Next To Normal noch gefiel, hier aber mehr als einmal in dem Stück gesanglich und schauspielerisch an seine Grenzen kommt, da kann er körperlich noch so nett anzusehen sein, wenn er die Hüllen fallen lässt.
Was besonders stört ist das statische Staging mit den beiden Betten je eins auf jeder Seite, das wirkt amateurhaft. Da hätte man viel mehr, auch mit wenigen Mitteln, herausholen können.
Insgesamt ein enttäuschender Abend, dessen Erlebnisse ich möglichst schnell vergessen möchte.
Einzig Zuschauern, die auf derartige Albernheiten stehen, wird dieses Stück wohl gefallen, daher eingschränkt für diese Klientel zu empfehlen.

MH2404 (20 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Einer für Alle

03.08.2017 - Wir waren gefesselt von der ersten bis zur letzten Minute. Die Darsteller haben uns wirklich in ihren Bann gezogen. Die Bühne wirkte ab und zu zwar etwas zu gross, aber das tat dem Spass und der Spannung keinen Abbruch!

CarusoF (3 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Zu Gewaltig

03.08.2017 - Bunt ist es.
Laut ist es.
Kitschig ist es.
Witzig ist es nur bedingt. Und auch Gefühle bleiben auf der Strecke.
Unsere Kinder waren noch recht jung als der Film heraus kam. Die ganze Familie hat den Film geliebt. Wahrscheinlich ist es keine Gute Idee Filme mit "aller Gewalt" auf eine Bühne zu übetragen. Nach dem Auftritt des Dschinni passiert nicht mehr viel und das Stück dümpelt eher vor sich hin.

CarusoF (3 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Leichte Unterhaltung

03.08.2017 - Meine Frau und ich sind seit einigen Wochen unterwegs und schauen uns mit viel Freude die versch. Sommerstücke an. Nachdem wir schon ein paar mal nass geworden sind, fanden wir es nicht so schlimm, dieses mal im trockenen zu sitzen.
DER BEWEGTE MANN bietet leichte und einfache Unterhaltung für zwischendurch. Natürlich konnten auch wir den Unterschied zu einigen grossen Produktionen die wir gerade erst gesehen hatten bemerken. Doch hatten wir auch das Gefühl, dass hier auf das eher untypische Musicalpublikum als Zielgruppe gesetzt wird. Weniger pompöses - aber auch weniger überzogenes Drama. Sicherlich gibt es musikalisch bedeutendere Stücke, aber die eine oder andere Melodie blieb uns schon noch im Ohr als wir das Theater verliessen. Die Energie der Darsteller sprang auf das Publikum über - und auch wenn der Theatersaal recht leer war, war die Stimmung toll. Besonderen drive hatte das Stück immer wenn auch mal getanzt wurde. Davon hätten wir gerne mehr gesehen. Wer also auf der Suche nach leichter Unterhaltung statt nach einem nachhaltig beeindruckenden Theaterabend ist, der ist hier richtig.

CarusoF (3 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Überragend!

03.08.2017 -

jobmusic (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Nackte Tatsachen!

03.08.2017 - Wer Klamauk und Witz liebt, wird bei diesem Musical voll auf seine Kosten kommen. Dieses neue Musical wird mit Schwung und viel Ironie auf die Bühne gebracht. Die schnellen Szenenwechsel des Films werden geschickt ineinander verwoben,indem man auf der Bühne zwei Szenarien parallel aufgebaut hat, in denen Szenen gleichzeitig stattfinden.Die Musiknummern sind zwar schwungvoll, allerdings nichts Besonderes,sondern eher durchschnittlich. Es wäre sicher förderlich, wenn die Gesangsstücke in einigen Passagen mehr dem stimmlichen Vermögen der Darsteller angepasst worden wären.
Prüde Besucher sollten sich darauf einstellen, dass sie hin und wieder mit nackten Tatsachen konfrontiert werden. Warum in einigen Szenen die Männer zwar nackt sind, die Frauen aber nicht, entzieht sich eigentlich der Logik.
Insgesamt aber eine durchaus empfehlenswerte Inszenierung.

jobmusic (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Auweia....

02.08.2017 - Ohje Ohje Ohje...

Trotz Warnungen von Freunden, wollte ich mir selbst ein Bild machen vom "Bewegten Mann" im Thalia Theater.
Ich bin ein großer Fan vom Comic und vom Film und war doch sehr irritiert was dort auf der Bühne gezeigt wurde.

Aber fangen wir vorne an...

Die Bühne ist in 2 gleiche Teile geteilt jeweils mit Sofa und einer Schrankwand im 70iger Jahre Stil. Dahinter ein Lila Glitzer Vorhang der bei belieben aufgezogen werden kann. Dann bekommt man den Blick auf die Band mit Cowboy Hüten (??) und hat eine weiter Spielfläche die meist aber ungenutzt bleibt. Wirklich langweilig.

Genau wie die Kostüme und das Licht Design.
Es ist manchmal echt peinlich was vor allem die Mädels auf der Bühne tragen müssen und mit ein paar Lichtspots und Verfolgern macht man einfach keinen ganzen Theaterabend.

Die Choreografie ist uninspiriert und nicht synchron in der besuchten Vorstellung, weil man merkt das einige Ensemble Mitglieder nicht die besten Tänzer sind.
Keine großen Ideen und ein überfordertes Ensemble, dass spricht für keine gute Arbeit des Choreografen!
Dem Fass den Boden ausschlagen tut Axel`s Alptraum mit Homo Schulmädchen, Katzen Girls, dicker Bauchtänzerin, Showgirls und Papageien Frau.
Fremd schämen ist gar kein Ausdruck!

Das Original Buch musste im Musical einige Federn lassen, und so ist nun Axel eigentlich nur ein Dauergeiler Hetero, der so gar nicht die Schwule Welt versteht.
Norbert, der eigentlich im Comic und Film etwas tollpatschich treu Doof daher kommt ist plötzlich nur hysterisch mit laufenden Schrei Attacken.
Doro ist dauerfrustriert und auch das man ihr 2 Freundinnen an die Seite gegeben hat, ist keine wirkliche Verbesserung.
Einzig die Sexsüchtige Elke und der Metzger können punkten und hinterlassen ein paar lustige Momente.
Waltraud ist komplett gestutzt worden auf der Bühne und ist nun der Ruhepol in dem Schwulen Trio, was für mich so gar keinen Sinn macht.

Das fast durchweg junge Ensemble hat zwar Spielfreude, aber eine wirkliche Regie läßt sich nicht erkennen.
Dazu lassen gerade die männlichen Hauptrollen eine stimmliche Präsenz vermissen.

Die Musik...
wie soll man das in Worte fassen....
Es ist alles zusammengeklaut, vorhersehbar und manchmal wünscht man sich eine Strophe weniger, oder am besten gar keinen Song.

Alles in Allem wurden viele Fehler gemacht.

Obwohl man mit dem Original Stück eine fantastische Vorlage gehabt hätte und ein sehr ambitioniertes Ensemble auf der Bühne, kommt die Vorstellung meist wie eine schlechte Schulaufführung daher.

Sehr Schade und NICHT zu empfehlen!

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Und jährlich grüßt der mittlere Rang

02.08.2017 - Ich bin seit vielen Jahren Zuschauer des Meppener Ensembles und komme gern zu den Erwachsenenstücken, denn mir gefällt die Spielfreude und die besondere Atmosphäre des Theaters.
Auch in diesem Jahr ist die Leistung wieder solide, die Hauptdarstellerin meistert die Rolle souverän und auch einige Effekte sind kraftvoll und schön überlegt (allen voran natürlich die Dusche am Ende der Tanzeinlage vor der Pause - siehe Foto).
Dennoch sind mir als jahrelanger Zuschauer einige Dinge unklar und mittlerweile empfinde ich sie auch als störend, denn sie ändern sich nicht und möchte sie hier - als Fragen, als Anregungen - aufzeigen.

Warum spielt das Ensemble stets die Mitte an, so dass man als Zuschauer an den Seiten sich gar nicht angesprochen, ja zum Teil sogar ausgegrenzt fühlt, weil Statisten die Handlung in der Mitte verdecken?
Außerdem ist es möglich, in die Aufgänge zu sehen, was ja eigentlich auch wieder ganz interessant ist, aber wenn man Handlungen mitbekommt, die eigentlich nicht für den Zuschauer gedacht sind, frage ich mich, warum die Plätze an der Seite eigentlich verkauft werden? Ehrlich gesagt möchte ich mit den vielen Herren, die in den Schildern stehen, nicht unbedingt tauschen, denn ich stelle es mir extrem anstrengend vor, stets von einem Platz zum anderen zu wandern (weil eine Kulisse auf die Bühne geschoben wird - warum zeigt man das nicht?), aber der Effekt ist doch weg, wenn ich ihnen dabei ständig dabei zusehen kann, wie sie während der Szene warten, dass sie weiterwandern können, oder? Gleichfalls finde ich es schade, dass diese Idee nun schon wieder verwendet wurde. Das wandernde Schild wurde vor einigen Jahren etabliert, aber der Effekt hat sich doch langsam abgenutzt, oder? (Auch wenn die Skyline ausgetauscht wurde).
Ebenfalls ist mir unklar, warum eine Reihe von älteren Personen immer in der letzten Reihe oder auf der Treppe steht. Kann man als ältere Person auf keinen anderen Platz mehr auf der Bühne hoffen? (Zumindest bei Stücken, in denen jüngere Personen die Hauptrollen spielen?) Sie dürfen - in der jetzigen Inszenierung - über die Bühne wandern, mit dem Staubtuch wedeln oder die Arme von links nach rechts schwenken. Es wirkt, als habe man sie da vergessen.
Schade finde ich auch, dass das Musical den Zeitgeist der 80er widerspiegeln soll, ich davon aber nichts - bis auf die Musik gefunden habe. So fehlte mir persönlich der Mut in der Inszenierung. Der Mut, auch andere Wege zu gehen, frech und unvorhersehbar zu inszenieren, zu überraschen.
Wie gesagt, eine solide und schöne Leistung. Aber auch bekannt.

Künstler9 (erste Bewertung)


‚Moments Of Happiness‘ in München!

02.08.2017 - CATS
30. Juli 2017 um 14.00 Uhr
Deutsches Theater, München


Nachdem das Musical ‚CATS‘ all die Jahre an mir vorbei ging und ich auch nie den Drang hatte, es sehen zu müssen, war es nun doch endlich soweit und wir führen nach München um die englischsprachige International-Tour zu sehen. Und jetzt kann ich auch verstehen, warum es eines der erfolgreichsten Musicals der Welt ist! Dieses Musical muss man gesehen haben, es hat alles was ein gutes Musical braucht! Okay, es gibt nicht wirklich eine Handlung, aber die ganze Show wird so sympathisch auf die Bühne gebracht, dass man dies ganz schnell vergisst! Es ist alles stimmig - das einfache, trotzdem beeindruckende Bühnenbild gibt den Katzen den richtigen Raum für die vielen Tanzszenen, das Lichtdesign ist genial (ich würde sogar behaupten eines der Besten die es jemals gab) und dazu noch die tolle Musik von Sir Andrew Lljod Webber! Ich hatte die Musik gar nicht mehr so flott in Erinnerung, es gibt viele Lieder die man danach noch tagelang im Ohr hat. Sogar das für mich ansonsten sehr langweilige Lied ‚Memory‘ wirkt sehr stark in dieser Inszenierung. Aber genau an diesem Punkt komme ich ins grübeln… Ist dieses Musical wirklich so gut? Ja und Nein! Ich glaube, diese Show braucht ein tolles, perfekt besetztes Ensemble (welches so gut wie immer auf der Bühne ist) um diesen Eindruck zu hinterlassen! Und zum Glück ist dies bei dieser Produktion der Fall! Jede einzelne Rolle wird von den Darstellern so gut ausgefüllt, dass man ihnen von der ersten Sekunde an abnimmt, sie wären Katzen. Das Highlight dieser Produktion ist ganz klar Lee Greenaway, welcher als Skimbleshanks auf der Bühne steht! Man merkt ihm seine Spielfreude sofort an und er ist ein super Tänzer und Sänger mit sehr ungewöhnlicher Stimme! Joanna Ampil als gebrochene Glamour-Cat Grizabella umgibt von Anfang an etwas mystisches und ihr ‚Memory‘ wurde zu recht mit viel Applaus belohnt. John Ellis als Old Deuteronomy spielt sehr rollendeckend ohne sich groß in den Vordergrund zu spielen. Eine sehr sympathische Jennyanydots gibt Joanna Lee Martin genauso wie Robbie McMillan als Mister Mistoffelees.

Für mich eine der schönsten Vorstellungen die ich in diesem Jahr besucht habe und ich hätte wirklich nie geglaubt dass ich dies mal über ‚Cats‘ sagen würde…!
Wer die Gelegenheit hat, diese Produktion zu sehen sollte diese Chance auf jeden Fall nutzen! Wer weiß, wann es das nächste Mal in dieser großen Inszenierung in Deutschland zu sehen sein wird…


Inszenierung: 4,5 von 5
Musik: 4,5 von 5
Besetzung: 5,0 von 5
Ausstattung: 4,5 von 5

Gesamtfazit: 4,5 von 5

p.braeu (erste Bewertung)


Gute Darsteller

01.08.2017 - Ich hatte 2 Shows gebucht. Die Darsteller machten´in beiden einen guten Job und waren mit viel Spielfreude dabei. Besonders hervorzuheben sind die beiden Kinderdarsteller.

Die Ausstattung und die Effekte haben mir gefallen. Die Musik fand ich allerdings nur ausreichend bis mangelhaft. Die möchte ich mir nicht wieder anhören (Mit einem 3. Besuch hatte ich nämlich geliebäugelt, als ich hörte, dass Elisabeth Hübbert Urlaub hat). Mit Publikum, das die beiden bekannten Lieder mitsingt ist leider zu rechnen.

Schade, mit anderer Musik hätte das Musical Potential gehabt. Musikalisch das für mich schwächste Stück der Stage.

Lisa09 (18 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Tarzan auch im Ruhrgebiet ein echter Hit

31.07.2017 - Nach gut 5 Jahren habe ich mich dann doch ein zweites Mal in den Dschungel begeben. Und ich muss sagen, die Show ist in der Tat auch in Oberhausen ein großes Spektakel. Das neue Bühnenbild gefällt mir sehr, sehr gut, eine deutliche Verbesserung der Show. Die Flugbahnen gehen auch hier quer durchs Theater. Auch von der Besetzung (Strickland / van Tol / Otte / Weckerlin / Sia / Myers / Imhof) war ich sehr angetan. Das es durch Zufall die letzte Vorstellung von Josh Strickland war und ein Fanclub grüne Knicklichter verteilt hat, so dass sich zum Finale das ganze Theater in einen "Urwald" verwandelte war ein netter emotionaler Bonus. Leider gibt es eine halbe Note Abzug von der 4,0 weil es die Stage in Oberhausen nicht schafft, das Programm losgelöst vom überteuerten Picturebook zu verkaufen. Schade, aber so habe ich 5 Euro gespart und die Stage verdient eben weniger an meinem Besuch. :)

Besuchte Vorstellung:
30.07.17 (19.00) - Metronom Theater

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 5,0 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Es ist eine Show

31.07.2017 - Starlight Express ist reines Entertainment. Die Show läuft geölt und macht insgesamt einen sehr guten Eindruck und viel Spaß. Nun 21 Jahren nach meinem ersten Besuch habe ich den Eindruck das ich zum Wiederholungstäter werden könnte.
Die Choreografien waren flüssig und schön anzusehen.
Ein Manko war für mich der gefühlt etwas dünne Sound und das Duett zwischen Rusty und Pearl am Ende. Gerade im Hinblick auf die älteren Lieder findet sich diese Komposition im kitschigsten 70ger Schlagersound wieder.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Toll, was sie in Amstetten auf die Beine gestellt haben

30.07.2017 - Ich bin so frei und stelle hier meine Kurzkritik aus dem Forum rein.
Da es hier keine 4.5 gibt, runde ich gerne auf 5 Sterne auf.

Besuchte Vorstellung: Samstag 29.07.17

Eine tolle Inzenierung. Die Cast strahlt eine riesige Spielfreude aus und alle Rollen sind perfekt besetzt. Bühnenbild aus Mauer und den Gerüsten plus eine LED Wand genügen vollauf für das Stück. Dazu eine tolle 7 köpfige Band. Neben Reithale München in meinen Augen bisher die beste Hair-Inzenierung. Die weite Reise hat sich gelohnt.

Inzenierung: 4.5 von 5
Musik 5.0 von 5
Besetzung: 5.0 von 5
Ausstattung 4.0 von 5

Gesamtfazit 4.5 von 5

Ich bin extra für dieses Musical für ein WE nach Wien geflogen und hatte kurz davor Zweifel, ob sich das Ganze wirklich lohnt. Diese Zweifel hat dieses Stück vollens zerschlagen. Hätte ich noch ein Zeitfenster und eine etwas kürzere Anreise würde ich es glatt nochmals anschauen.

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ganz und gar kein Bauerntheater

30.07.2017 - Bettler, Bauern, Händler, Fürsten ... so beginnt die Show und großes Musiktheater bieten die Freilichtspiele Altusried im Allgäu in diesem Sommer.

Spontan und erstmals machte ich mich auf den Weg in die Marktgemeinde mit ihrer traumhaft angelegten Freilichtbühne. Ausreichend kostenfreie Parkplätze, nettes Personal, saubere Toiletten und angemessene Preise bei Speisen und Getränken lassen einen Theaterabend (hier nachmittag) toll beginnen.

Die Sicht von den etwa 2500 überdachten Sitzen (Einzelsitze) ist hervorragend. Ebenso der Ton.

9 Jahre nach der letzten Begegnung mit den 3 Musketieren konnte mich die spannende Geschichte mit den größtenteils wunderschönen Songs begeistern.

Die Hauptcast agierte ganz wunderbar mit dem 60köpfigen Ensemble aus Chor, Statisterie und Tänzern aus der Gemeinde.

Die Kooperation mit dem Staatstheater Mainz hat sich mehr als ausgezahlt.

Ein 22-köpfiges Orchester lässt die Pop-Kompositionen der Bolland-Brüder in einem beeindruckend sauberen Klangbild erleben. Beeindruckende Kostüme, tolle Bilder in den Massenszenen mit Pferden, Kutschen und Lastkarren konnten so auf der riesigen Bühne entstehen.

Die Bühne bestand aus drei gekreuzten Klingen und einem roten Steg mit einer Spielfläche in Form eines Kirchenfensters. Da der Steg bis an den Waldhang gezogen war, konnten eindrucksvolle Wege genutzt werden. Unterstrichen wurde das durch einige sparsame Effekte wie ein Feuerwerk (Goldregen) zum Fest des Königs und einer 10m hohen Wasserfontaine beim Finale.

Natürlich mag bei Dämmerung die Atmospäre noch spannender sein, aber die gut besuchte Nachmittagsvorstellung als "Zusatztermin" war ohne Abstriche ein Erlebnis.

Die Cast war spielfreudig (wenngleich etwas gestenarm) und stimmlich einwandfrei. Es ist kaum möglich jemanden hervorzuheben, wenngleich Tobias Bieri allein in fast jeder Szene zu erleben ist und großes leisten. Hannes Staffler beeindruckt mit einem fantastsichen Engel aus Kristall und auch Mylady und die Königin werden von 2 starken Darstellerinnen verkörpert.

Die Duette und das Trio der 3 Damen im 1. Akt waren Höhepunkte wie die Chor und Massenszenen zum Finale 1. und 2. Akt.

Bleibt zu hoffen das diese Show nach und nach wieder auf die Spielpläne deutscher Theater und Open-Air Bühnen kommt.

In jedem Fall eine tolle Erfahrung.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Sehenswerte West Side Story auf dem Alten Garten

30.07.2017 - Ich habe gestern ( 29.7.) die Vorstellung auf dem Alten Garten besucht. Gesehen habe ich eine tolle, mitreißende Inszenierung der West Side Story. Modern, mit Tempo und vielen tollen szenischen Ideen. Mal eine andere West Side Story. Einziger Wermutstropfen war sicherlich der Bühnenaufbau und dass man selbst in der PK 2 viele Details nicht mehr sah. Außerdem hätte man der Inszenierung wohl bessere Hauptdarsteller gewünscht. Jörn-Felix Alt klang doch arg angestrengt mit seiner Rolle. Mercedesz Csampai gab eine tolle Maria und bekam zu recht den meisten Applaus. Toll spielte ebenfalls die Mecklenburgische Staatskapelle unter der Leitung von Gregor Rot. Chapeau! Allein die Inszenierung lohnt den Besuch!

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Na ja!

28.07.2017 - Die Überschrift lautet "Na ja!" und dennoch gebe ich 4 Sterne. Warum?

Das Musical ist absolut empfehlenswert. Allein für die Darsteller und das Orchester hätte ich eigentlich fünf Sterne geben müssen und hätte das auch gerne getan, aber ich möchte einfach mal ein paar Dinge ansprechen, über die die Freilichtspiele nachdenken sollten.
Nochmal ganz deutlich, um Rebecca Liebhaber nicht zu verärgern: Das Stück ist klasse, die Darsteller und Musiker machen einen hervorragenden Job und ein Besuch lohnt sich.

Nun aber ein paar grundsätzliche Sachen:
Liebe Freilichtspiele, bittet überdenkt doch einmal, ob ihr eure sanitären Anlagen in den nächsten Jahren ausbauen könnt. Die Schlange an der Damentoilette hat gezeigt, dass die Kapazitäten nicht ausreichen und leider mussten einige Zuschauerinnen die ersten Minuten des 2. Akts verpassen.
Die Holzbänke im Zuschauerraum sind auch nicht mehr zeitgemäß und an dieser Stelle müsste dringend in neue Sitzmöglichkeiten investiert werden. Ich könnte einige Amateur-Freilichtbühnen aufzählen, bei denen ich für 10 Euro Eintrittspreis wesentlich besser saß.
Nun eine wirklich ärgerliche Sache - der Sound. Es ist mir auch schon bei Artus aufgefallen - und ich komme gerne mehrfach zur Bühne - saß somit auch auf unterschiedlichen Positionen - aber seitdem das Soundsystem ausgetauscht wurde, ist der Sound insgesamt schlechter geworden. Das ärgert mich einfach, weil diese Investition besser in andere Bereiche hätte fließen können. Vielleicht kann man ja nachjustieren oder die vorherigen Lautsprecher wieder aufhängen. ;-)
Nun noch eine kleine Sache am Rande: Den Musicalbesucher des 21. Jahrhunderts muss man nicht mit leeren Versprechungen anlocken. Das finde ich wirklich peinlich und unfair. In einem Interview mit der Musicalzentrale wurde den Zuschauern für das große Abbrennen Manderleys eine kostspielige Lösung angekündigt. Und ich hätte - gerade weil es eine Freilichtbühne ist - Feuer- oder Pyroeffekte erwartet. Stattdessen projiziert die Bühne per Beamer ein Kaminfeuer auf die Hauskulisse. Im Amateur-Indoor-Bereich hätte ich das gut nachvollziehen können und auch bei den Freilichtspielen hätte ich ein Auge zugedrückt, wenn es nicht durch eben diese so "effektvoll" angekündigt worden wäre. Dann doch bitte lieber den Ball flachhalten und mit den Eigenschaften die Leute anlocken, die ihr wirklich gut könnt.

MucSkate (erste Bewertung)


Warmherziges Entertainment

27.07.2017 - Tolle Show für einen Sonntagnachmittag mit der ganzen Familie. Eine toll aufgelegte Cast mit tollen Kinderdarstellern, allen voran Madeleine Haynes als Annie bringt diese bewegende Geschichte geschickt und ohne Schnörkel auf die Bühne. Spätestens wenn Amber als Sandy auf die Bühne kommt, sind auch die hartgesottenen Musicalhasserherzen dahin. Eine wirklich schöne Show, nach der man gern mit einer heißen Schokolade ins Bett möchte.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Stick it to the Man

27.07.2017 - Tolles Stück für die junge Generation mit einem tollen Soundtrack und kleineres Längen in der Mitte. Das wirkliche Highlight sind die Schüler, die die Instrumente selbst spielen. Ein paar Ohrwürmer hat der rockige Score von Andrew Lloyd Webber auch zu bieten. Kein Must See aber immerhin eine tolle Show mit einem tollen gary Trainors als Mr. Schniebly und Florence andrews als Frau Mullins.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Musical auf hohem Niveau

27.07.2017 - Ein absoluter Geniestreich. In dieser Show stimmt einfach jeder Ton, jede Bewegung, jeder Umbau, jede Note. Showbizz auf hohem Niveau. Da sieht man auch über das etwas dürftige Libretto hinweg. Sowas sieht man selten in solch einer Perfektion.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Witzige Unterhaltung mit fantastischen Kinderdarstellern

26.07.2017 - "Adrian Mole" beruht auf einer in England berühmten Kinderbuchserie, dem Deutschen Zuschauer evtl. als 80er-Jahre Serienverfilmung in der ARD bekannt.
Aber auch ohne jegliches Vorwissen wird man richtig gut unterhalten.
Sehenswert ist das Ganze vor allem durch die vier massiv talentierten Kinderdarsteller in den Hauptrollen (alle um die 13 Jahre alt).
Die Lebensläufe in Programmheft lesen sich wie die von Theaterveteranen (Les Mis, Matilda, Charlie & the Chocolate Factory, etc.), d.h. hier sind mal wieder junge Vollprofis am Werk.
Allen voran ist Ilan Galkoff als Adrian Mole eine wahre Entdeckung: Scheinbar mühelos meistert er die Titelpartie und trägt so, die Bühne als Erzähler und Protagonist nie verlassend, die Show. Dabei spielt er wahrhaftig und äußerst pointiert und singt absolut hervorragend. Meisterhaft!
Generell sind die Kinder die einzigen, die ihre Rollen durchgängig behalten, während die Erwachsenen immer wieder durch kleinste Kleidungsstücke verändert, in unterschiedlichste Rollen schlüpfen.
Das ist gut gemacht, sehr komisch und macht Spaß.
Manchmal klingen für eine Komödie die Texte der Erwachsenen-Duette zu dramatisch ins Kitschige abgleitend.
Der gefällige, aber nicht wirklich hitverdächtige Score (bis auf den Song"Misunderstood") wird von einer kleinen Band mit Verve gespielt.
Hysterischer, hochkomischer Höhepunkt der Vorstellung ist die Aufführung der Weihnachtsgeschichte. Da wird ohne Rücksicht auf Verluste mit allen verfügbaren Mitteln auf Pointe gespielt. Ich habe Tränen gelacht.
Herausragender Satz: "I think I got some placenta in my eye."
Insgesamt ist die Show also nicht der größte Wurf der Musicalgeschichte, aber in jedem Fall sehr gute, witzige Unterhaltung mit hochenergetischen (Kinder-)Darstellern.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Eine insgesamt überzeugende Show.

25.07.2017 - Tempo, Dynamik, starke Darsteller. Endlich eine Evita-Produktion in Deutschland, die überzeugt.

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Ein musikalischer Höhepunkt.

25.07.2017 - Ich war vorab skeptisch, ob mir die neue Inszenierung gefällt und ich muss sagen, dass diese insgesamt wirklich sehenswert ist. Die Figuren sind vielschichtiger, tiefgründiger und irgendwie auch menschlicher als in der Uraufführungsversion. Einige Szenen finde ich zu lang bzw. überflüssig aber insgesamt funktioniert diese Version mit Einheitsbühnenbild ganz wunderbar. Wenn ich es richtig überschaut habe, hatten wir die gesamte First Cast. Eindeutiges Highlight für mich war David Jakobs, der so vielschichtig und nuanciert die Rolle des Quasimodo anlegt, dass ich in manchen Momenten wirklich schlucken musste, um nicht vor Rührung loszuweinen. Einfach wirklich richtig herausragend. Auch stimmlich war er durchweg überzeugend. Für mich das schwächste Glied war Sarah Bowden als Esmeralda. Sie wirkte für mich nicht rassig genug und konnte mich erst zum Ende etwas fesseln. Irgendwie sprang der Funke bei ihr nicht über.
Musikalisch ist das Stück ein Hochgenuss. Tolle Ensemblenummern die dank Chor mit Wucht über die Rampe kommen, haben mir mehrmals wohlige Gänsehaut verschafft. Das habe ich lange nicht mehr so erleben dürfen. Für mich ist es sowieso Menkens beste und tiefgründigste Partitur.
Also insgesamt nicht perfekt, aber einfach unglaublich gut, sehenswert und berührend. Vor allem dank David Jakobs. Unbedingt ansehen, die Show und die Künstler haben es verdient.

Fiyero (37 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


"Diese Vorstellung möchte ich in meinem Leben nicht mehr missen"!

25.07.2017 - Mehr kann man diesem Zitat des Komponisten Sylvester Levay nach der grandiosen Premiere seines Musicals "REBECCA" eigentlich nicht mehr hinzufügen.

Ich dachte eine Steigerung nach dem famosen ARTUS von letztem Jahr ist schlicht kaum mehr möglich!

Allerdings haben die grandiosen inszenatorischen Ideen von Andreas Gergen etwas anderes bewiesen - wie er es schafft, dieses "Ausstattungsmusical" auf diese große Bühne in Tecklenburg ohne Pomp und Prunk zu zaubern ist einfach unglaublich gut..

Die Schatten der Vergangenheit - REBECCAS Schatten ist dem Publikum während des ganzen Stücks leibhaftig zugegen - in Form des Ensembles der Freilichtspiele die komplett in Schwarz auftreten und als "Tischhalter", "Telefonhalter" - "Türhalter", "Bilderrahmenhalter" usw. auftreten und so die riesen Bühne in Tecklenburg mit lauter Leben füllen und sogleich das Stück flüssig vom Stapel lassen - grad bei diesem "durchkomponierten" Stück eine schwierige Sache die grandios gemeistert wurde...

Dazu die Weltklassesolisten angeführt von PIA DOUWES als dämonische Haushälterin Mrs. Danvers - was sie wieder an Mimik, Gestik und Spitzentönen raus haut ist einfach unbeschreiblich - und schon bei ihrem ersten Erscheinen erntet sie frenetischen Applaus - nach ihrem ersten Solo "SIE ERGIBT SICH NICHT" ist sie der absolute Liebling des Publikums..

Allerdings hat sie eine Starke "Gegnerin"/"Partnerin" in Figur von Milica Jovanovic die gerade in den Duetten "Hilf mir durch die Nacht" und "Zeit in einer Flasche" und dann natürlich mit ihrer Verwandlung in "Mrs de Winter bin bin" - Mrs. Danvers die Zähne zeigt...

Jan Ammann ist der perfekte Maxim - stimmlich und schauspielerisch auf höchstem Niveau... - nimmt er die Aufgabe an die sehr schwierige und undankbare "zwischen diesen beiden Frauen zu stehen" - allerdings mit seiner "Enthüllungsnummer" einem der Highlights des Abends "Kein Lächeln war je so kalt" beweist er, dass dieses gesamte Trio der Star dieses Stückes ist...

Alle anderen Rollen verblassen leider gegenüber dieser Weltklasse dieser drei Darsteller - sie agieren Rollendeckend und versuchen das beste herauszuholen - aber es zählt ja das Gesamtergebnis und das ist grandios umgesetzt...

Auch wenn natürlich und naturgegeben das Bühnenbild minimal und das Kostümbild "einfach" gehalten ist - das besondere daran ist wie man es gekonnt und oftmals "Scherenschnittartig" arrangiert hat damit dieses Stück auf dieser riesen Bühne seine volle Entfaltung entwickeln kann...

Dieser Dank gebührt Andreas Gergen...

Frenetische und noch nie dagewesene Applauswellen und "Bravi-Rufe" bescheinigen es - alles richtig gemacht! - Denn wenn der eigene Komponist der ja schon so einige grandiose Aufführung in seinem Leben erlebt hat so "mit Herz und Seele" von dieser Aufführung spricht wie oben zitiert dann muss es einfach wunderbar sein...

Deswegen - nicht verpassen - denn wer weiß wann man REBECCA überhaupt wieder sieht und vor allem mit welcher Besetzung - denn diese ist schwerlich zu toppen! Also nix wie hin nach Tecklenburg!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Langweilig

25.07.2017 - Hab mich sehr gelangweilt. Nette Show mit einem tollen Bühnenbild und toller Musik, mit wenig Gesang und viel Tanz. Wirklich Stimmung kam nicht auf. Nach einem tollen Prolog kommt nicht mehr viel Interessantes. Darsteller toll. Geschichte aber eher nicht meins.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


WOW

25.07.2017 - Ich kann nur sagen es war der Hammer :D ich habe mir es am 22.7 angesehen und ich bin sprachlos zum Hotel gefahren. Alles war super. Besonders gefallen haben mir Jan Ammann, Milica Janovich und Pia Douwes. Chapeo ich komme gerne wieder!

Musicaltrine (3 Bewertungen, ∅ 2.3 Sterne)


Unglaublich gut!

24.07.2017 - Ein großartiges Musical in einer fantastischen Inszenierung mit herausragenden Darstellern!

Mehr muss man dazu nicht sagen.

Coloredo! (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Heut Nacht verzauber ich die Welt

24.07.2017 - Rebecca in Tecklenburg funktioniert ganz wunderbar! Wir haben die Premiere am 21. Juli 2017 besucht.

In erster Linie überzeugt das Spiel der drei Hauptprotagonisten. Pia Douwes gibt wie immer eine überzeugende Mrs Danvers und jeder im Publikum würde ohne ein Wort des Widerspruchs tun, was sie verlangt. Jan Ammann hat sich gegenüber Stuttgart nochmals verbessert und überzeugt nun auch als liebevoller Maxim, seine cholerischen Anfälle waren schon immer glaubwürdig. Milica Jovanovic war für mich die Entdeckung des Abends, da sie ihre kindliche Ich deutlich selbstbewusster und frecher anlegt als viele Darstellerinnen zuvor. Dadurch wird die erwachsene Ich nach ihrer Wandlung zu einer gleichwertigen Gegnerin von Mrs Danvers. Die Duette „Rebecca Reprise“ und „Mrs De Winter bin ich“ waren unvergessliche Musical-Momente! Standing Ovations für diese Szenen sprechen für sich.
Bei den Nebenrollen sticht Roberta Valentini als Beatrice hervor. Ihr Lied „Was ist nur los mit ihm“ war berührend und sehr überzeugend, selbst das von mir ungeliebte „Die lieben Verwandten“ war dieses Mal erträglich.

An der Regie von Andreas Gergen gibt es nichts zu mäkeln, herausragend fand ich die Idee, die Schatten von Manderley zum Leben zu erwecken und sie einzelne Szenen begleiten zu lassen. Vor allem in Maxims Solo „Kein Lächeln war je so kalt“ spielen sie nach, was damals im Bootshaus tatsächlich passiert ist und so bleibt dieses Mal kein Zweifel, dass Maxim seine Frau getötet hat.

Durch die große Anzahl an Statisten in Tecklenburg wirkt die riesige Bühne bei den Massenszenen immer gut gefüllt, besonders gut gefallen hat mir „Strandgut“, die Energie auf der Bühne bei dieser Szene war toll.

Auch das Orchester muss unbedingt noch erwähnt werden, es spielt ganz wunderbar auf! Annähernd 30 Musiker ergeben dann doch einen ganz anderen Klangraum wie ein minimalisiertes STAGE-Orchester.

Abzüge gebe ich für eine Begebenheit nach dem Stück, als wir den Intendanten Radulf Beuleke fragten, ob es noch eine Möglichkeit gibt, die Darsteller oder Herrn Levay am Künstlerausgang zu treffen. Gerne hätten wir die seltene Gelegenheit genutzt, dem Komponisten vieler von uns geliebter Stücke unseren Dank auszusprechen.
Hier wurden wir allerdings brüsk wie nervige Groupies abgekanzelt: „Eine Autogrammstunde ist nicht vorgesehen!“ Bei allem Verständnis für die Anspannung bei einer Premiere stünde Herrn Beuleke etwas weniger Hochmut doch ganz gut an – schließlich sind es nicht zuletzt die Musicalliebhaber, die seine Festspiele zum Erfolg werden lassen.

Den Besuch von „Rebecca“ in Tecklenburg empfehlen wir uneingeschränkt, es ist einfach ein tolles Stück in großartiger Inszenierung!

Coloredo! (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Danke Stefan Huber

24.07.2017 - Yeston´s gefällt mir hervorragend. Sie berührt mich an vielen Stellen. Das Buch kann da leider nicht mithalten Zum Glück hat man für die Regie Stefan Huber gewonnen. Hervorragende Personenregie bis in die kleinste Rolle. Trotz der Schwächen des Buches macht Huber die Show zu einem Erlebnis. Das Orchester unter Christoph Wohlleben ist großartig. Kostüme und Beleuchtung wunderbar. Das Ensemble ein Traum. Wenn soll man da besonders hervorheben? Also ziehe ich meinen Hut vor Stefan Huber, der diesen großartigen Abend erst möglich gemacht hat. 5 Sterne für Huber und ein "kleiner Anzug" wegen des Buches.

JürgenE (37 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das Wien Norddeutschlands

24.07.2017 - Die Rebecca Inszenierung Tecklenburgs ist jedem nur wärmstens ans Herz zu legen. Gespielt wird die bearbeitete Version, die schon in Stuttgart lief. Besucht wurde die Vorstellung am 23.7. Es spielte die Firstcast.

Unglaublich raffiniert inszeniert (Darsteller ganz in schwarz als Schatten verkleidet illustrieren die Erinnerungen an Rebecca und dienen auch zeitweise als Sonnenschirmständer, Tische, Bildelemente etc.), und wunderbar besetzt überzeugt sie auf ganzer Linie.

Besonders Milica als Ich ist erfrischend anders, denn obgleich sie sich im ersten Akt schüchtern und unsicher gibt, verfällt sie nicht in die weinerliche Art, die sich für diese Rolle eingebürgert hat. Auch die Wandlung zur selbstbewussten Frau im 2.Akt ist nachvollziehbar und glaubwürdig. Stimmlich ist sie wunderbar variabel und dynamisch und pflückt selbst die hohen Noten der Oberstimmen, wie auch nicht anders erwartet, mühelos aus der Luft.

Auch Jan Ammann gibt einen überzeugenden, überraschend jähzornigen und doch sehr verletztlichen Maxim de Winter. Hat man ganz zu Anfang noch seine Bedenken, da sein Maxim wieder extrem kurzangebunden und der deutschen Synchronisation des alten Schwarz-weißfilms ähnlich ist, entwickelt er sich doch zu einem Uwe Krögers Interpretation in nichts nachstehenden Charakter. Besonders gefielen Bist du glücklich?/Bist du böse? und Keiner hat sie durchschaut. Chapeau! Sonst wirkte Ammanns Spiel immer etwas steif, doch hier ist es ihm wirklich gelungen seine alte Anlage Maxims noch einmal sehr viel feiner und detaillierter umzusetzen. Auch gesanglich ist er sehr überzeugend, da er sich endlich traut zuvor gespielte Emotionen auch in seinem Gesang mitklingen zu lassen. So klingt dann der Anfang von Hilf mit durch die Nacht tatsächlich tränenerstickt und das ist auch gut so. Wirklich noch einmal eine Steigerung.

Pia Douwes als Mrs. Danvers überzeugt auf voller Linie. Ein herzzerreißendes Finale, ein wirklich gruseliges Nur ein Schritt kombiniert mit kongenialem Schauspiel, das die unendliche Liebe zu Rebecca eindringlich rüberbringt, und genialen Interaktion mit den vielen Schattendarstellern und -tänzern auf der Bühne. Was will man mehr?

Thomas Hohler als Frank Crawley gibt einen unglaublich warmherzigen, feinfühligen Charakter, dem man seine gute Freundschaft mit Maxim absolut abkauft. Auch die gesanglichen Parts sind solide dargeboten und kratzen schon mal bei Ehrlichkeit und Vertrauen an der Tränendrüse.

Robert Meyer zeigt einen absolut durchtriebenen Jack Favell, der jedoch scheinbar Rebecca wirklich liebte, jedoch weiterhin pragmatisch und materialistisch blieb. In Eine Hand wäscht die andre Hand avanciert er dann zum überzeugenden Puppenspieler (wortwörtlich, da er Ich, Frank, Robert und Frith wie Marionetten tanzen lässt). Interessant ist, dass dieser Jack clever, gleichzeitig fast nicht schmierig, und trotzdem auch nicht so langweilig wie die Stuttgarter Version wirkt. Sehr sehr schön, vorallem wenn man bedenkt wie kurzfristig diese Rolle neu besetzt wurde.

Roberta Valentini und Mathias Meffert bieten zwei sehr sympathische, etwas verschrobene Beatrice und Giles. Beide überzeugen gesanglich absolut und auch schauspielerisch kauft man es Valentinis Beatrice ab, dass sie sich echte Sorgen um Ich und Maxim macht. Besonders toll auch ihre Interaktion mit Maxim zu Beginn des Balls; es ist wirklich eine Leistung so Geschwister darzustellen.

Abschließend darf Anne Weltes Edith van Hopper nicht fehlen. Sensationell geschauspielt und witzig gesungen, ist diese Van Hopper auf einer Höhe mit dem Wiener Original. Der (so gut wie ausverkaufte) Zuschauerraum wurde konstant zu unkontrolliertem Loslachen verführt.

Das Ensemble und die Gesangssoli sind, wie stets in Tecklenburg, absolut professionell und textlich perfekt zu verstehen. Selbst bei Ensembleparts mit gegenläufigem Text war immer noch alles gut auszumachen.

Bei dieser Inszenierung bereichern zusätzlich die vielen Tänzer, die, wie bereits anfangs erwähnt, vollkommen verhüllt die Handlung in der Vergangenheit greifbar gemacht haben, oder auch mal Requisiten waren, das Gesamtbild unglaublich. Teilweise erinnerten die Darbietungen z.B. dem concertanten Wiener Phantom der Oper, bei dem ja auch bereits schon die komplexe Handlung durch Tänzer zusätzlich nachgestellt wurde. Auch bei Rebecca ist diese Umsetzung extrem passend. Der Effekt der lebendigen Requisiten lässt sich schlecht besser beschreiben, das muss man live sehen.

Orchester und Bühnenbild waren, wie gewohnt, perfekt und atmosphärisch.


Alles in allem, einer perfektesten Musicalabende, die ich je erlebt habe. Diese Inszenierung muss sich wirklich nicht vor dem Wiener Original verstecken und ist preislich so extrem erschwinglich, sodass man vielleicht doch ein zweites oder drittes Mal hingeht.

Einziges Manko: Der Ton war absolut zu hoch geregelt. Besonders Ammann und Douwes, aber auch alle anderen Sänger, haben bei lauteren Stellen, ausregelungsbedingt, selbst in tiefen Lagen hart, teilweise fast kreischig geklungen und sich konstant an der Übersteuerung (die dann auch zwei Mal wirklich passierte) bewegt. Bei anderen Stellen fielen dann die Mikros wiederum ganz aus. Tonprobleme hatten wir bei unseren vorherigen Besuchen in Tecklenburg noch nie, sodass wir hoffen, dass die scheinbar fehlerhafte Technik hoffentlich zur nächsten Woche hin repariert wird.


Das Herausragende fehlte

23.07.2017 - Ich habe die Vorstellung am Samstag besucht. Diese war fast ausverkauft und die Stimmung war gut. Trotz Gewittern in der Umgebung blieb es bis Vorstellungsende trocken.

Die Musik der Bee Gees zählt jetzt nicht unbedingt zu meinen Favoriten. Da Walenstadt aber nur 1/2 h von mir entfernt ist, gehört ein Besuch alle 2 Jahre fast zur Pflicht. Die Handlung des Musicals ist wie aus dem Film bekannt sehr simpel.

Die Cast machte zum grössten Teil einen guten Job. Da aber selbst die tragenden Hauptrollen nicht mit erfahrenen, hochkäratigen Darstelllern des deutschrachigen Raums besetzt waren, blieb das Ganze für mich ein durchschnittlicher Hörgenuss. Entschuldigend muss man aber anmerken, dass das Musical sehr viel tänzerische Elemente enthält. Und die meisten stimmlich hervorragenden Darsteller damit wohl Mühe hätten. Gesanglich stach für mich einzig Nathalie Parsa als Stephanie raus. Fillipo Strocchi als Tony fand ich gesanglich ok,leider wirkte das Schauspielerische wie auch bei einigen anderen Akteuren etwas statisch und verkrampft. Auch der Akzent war manchmal störend. Da es erst die 3. Vorstellung war, spielt sich das Ganze vielleicht noch etwas ein. Die grosse Zahl an Darstellern mit ital. Wurzeln ist wohl darin zu vermuten, dass das Musical, wie Titanic 2016, 2018 wohl noch in Melide in der ital.Schweiz aufgeführt wird.

Der Gesang wurde leider auch oft vom der Band übertönt. Die 7 Mann im Conainer über der Bühne machten aber einen einwandfreien Job. Bei den Solonummern wirkten die Akteure auf der grossen Bühne oft sehr verloren. Gerade da hätte ich mir für eine so tragende Rolle wie den Tony einen Darsteller mit viel Charisma und Bühnenpräsenz gewünscht.

Für mich war es nett, es einmal zu sehen. Auch wenn es auf so grossen Freilichtbühnen schwieriger ist, die Leute zu fesseln. Ich wurde bei diesem Musical nie in den Bann gezogen. Deshalb auch keine Wiederholung für mich.

Für 2019 ist Hair für die Walenseebühne geplant.

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


War sehr schön in Manderley..

22.07.2017 -

sissi 1982 (erste Bewertung)


Beitrag vom 21.07.2017 gesperrt

ashley (erste Bewertung)


Es ist ein bisschen traurig...

20.07.2017 - Thomas Borchert als Luther bekommt wirklich recht schöne Balladen, aus denen er etwas machen kann, und liefert überhaupt eine gute Leistung. Kerstin Ibald passt mit ihrer mütterlichen Art sehr gut in die Heiligenerscheinung, die auf interessante Art auf die Bühne gebracht wird; auch Ramin Dustdar überzeugt mit seiner Präsenz. Die Soundeffekte sind eine sehr gute, unkonventionelle Idee, und das Bühnenbild mit seinen Projektionen (vgl. zuvor "Der Tunnel") funktioniert für mich ganz hervorragend.

Dass die Story episodenhaft daherkommt, ist in Anbetracht der Rahmenhandlung verzeihlich bzw. gerechtfertigt.

Warum dann nur ein magerer Stern?

Auf mich wirkt dieses Stück unprofessionell. Wenn ich schon erzböse Kardinäle munter auf der Bühne steppen sehe, kann ich ein Stück nicht ernstnehmen. Es wird mir vieles zu sehr überspitzt, ich nenne nur mal Tetzel als dämonischer Lack-und-Leder-Goth. Der Zirkus-Song mag ja als Metapher funktionieren, ich mag es aber nicht, wenn buchstäblich ein Zirkus auf der Bühne zu sehen ist, wenn der Kurfürst über Politik singt. Das heißt: Im Allgemeinen hätte ich natürlich nichts Grundsätzliches dagegen. So ist Theater. Hier aber schon:

"Luther" wirkt auf mich wie "Joseph & the ATD" ohne den Humor (dafür mit einer großzügigen Prise deutschen Theaterernst). Eine Ansammlung bunt durcheinandergewürfelter Musikstile, die hier einfach nur inkohärent wirken und nicht zu den "ernsthaften" Luther-Liedern passen. (Also so in etwa wie "Joseph" mit fünfmal "Close Every Door" drin.) Die Rap-Battle zwischen Luther und Eck fand ich für sich genommen wirklich nicht so schlecht, und auch mit den Projektionen schön in Szene gesetzt.

Diese Diskrepanz, einerseits Luther was "Vernünftiges" zu singen zu geben und andererseits viele andere Rollen derart zu karikieren, lässt das Stück nicht aus einem Guss wirken. Es wirkt, als wüsste es nicht, was es will und was es sein will.

Dass die Uptempo-Songs musikalisch nicht wirklich als solche funktionieren, könnte auch gut an der Miniband (vier, fünf Leute?) liegen, die aus den Kompositionen naturgemäß nicht viel herausholen kann.

Ist insgesamt ein bisschen schade drum.

areynore (6 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Stärken und Schwächen

20.07.2017 - Als jemand, der ohne Addams-Family-Hintergrundwissen die Show besucht hat, aber immerhin grundsätzlich Bescheid wusste, fand ich die Show sehr nett und die Besetzung wunderbar passend.

Die Darsteller sind überhaupt die Stärke dieser Produktion. Ich möchte da gar niemanden hervorheben, nur erwähnen, dass ich Uwe Kröger als Gomez richtig gut fand. Es ist eine Freude, ihm und seinen KollegInnen zuzuschauen.

Die Lieder sind keine Hits, und trotz der charmanten Dinge, die so auf der Bühne passieren, wird andererseits auch etwas viel vor dem Vorhang gesungen.

Ich schwanke hier zwischen drei und vier Sternen. Ich bleibe mal bei drei, obwohl sich das dem Ensemble und dem Charme des Stücks gegenüber unfair anfühlt, aber vier Sterne fühlen sich doch etwas zu inflationär an, v.a. was die Lieder angeht - die bei einem Musical nun mal ein recht zentraler Aspekt sind.

areynore (6 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Vielleicht wenn ich diese Art Musical mehr mögen würde...

20.07.2017 - ...aber mir persönlich ist das zu viel "Old-Broadway-Glamour" und diese Art von Stücken zu antiquiert. Ich bin da grundsätzlich offen und flexibel und würde mich auch von "Sugar" gerne amüsieren lassen. Ob das nun allein deshalb nicht ganz geklappt hat, weil es nicht mein Ding ist, und wie gut es jemandem gefallen würde, dessen Ding es ist, fällt mir in diesem Fall tatsächlich schwer zu sagen.

Das Ensemble - dankenswerterweise aus Musicaldarstellern bestehend - ist engagiert und zauberte mir teilweise ein Lächeln ins Gesicht. Pluspunkt.

Das Stück hatte nach meinem Empfinden Längen. Ein großes Orchester (also ein richtig großes, wie man es vielleicht an einem Staatstheater erwarten würde) fehlt leider. Die Textverständlichkeit fand ich übrigens, im Gegensatz zu meinem Vorredner, insgesamt eher schlecht.

Ich persönlich würde hier nur zwei Sterne vergeben, aber der Fairness halber, da es nicht meine Art von Musical war und dadurch die negativen Punkte subjektiv mehr ins Gewicht fielen, lege ich noch einen drauf.

Es ist meiner Meinung nach keine Inszenierung, für die man extra nach Nürnberg fahren muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass das noch besser geht. Es ginge aber sicherlich auch viel schlechter. ;-)

areynore (6 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Es ist natürlich kein Musical...

20.07.2017 - ...aber das erwartet man hier vermutlich auch nicht.

Fünf Sänger (darunter eine Frau und ein Bub) und ein Tänzer (der nicht selbst singt) singen (bzw. tanzen) abwechselnd den Michael-Jackson-Part, jeder auf seine eigene Art, jeder kommt dabei irgendwie dem echten Michael Jackson nahe - durch den emotionalen Ausdruck in der Stimme, durch die "Zartheit", durch den fantastischen Tanz...

Ein für mich sehr unterhaltsames, weil qualitativ gutes Tribute-Konzert.
(besucht 2017)

areynore (6 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Kann man sich geben

20.07.2017 - ...muss man aber nicht unbedingt. Es kommt halt darauf an, was man erwartet und was einem gefällt - wie bei so vielen Stücken. Ich kannte die Vorlage vor meinem Besuch nicht und denke auch nicht, dass sie meinen Humor trifft, aber das Musical fand ich recht unterhaltsam, die Gags waren nett bzw. wurden von den engagierten Darstellern so gut über die Bühne gebracht, dass sie tatsächlich zündeten.

Der Mix aus Camillo-Peppone-Gerangel, Liebesgeschichte und alte-Gina-Sentimentalität / Kunze-typischen Tiefsinnigkeiten funktionierte für mich besser als erwartet.

Da ich, abgesehen davon, dass es nicht der größte Geniestreich auf deutschsprachigen Musicalbühnen ist, eigentlich nichts zu bemängeln habe, gibt's drei Sterne.

areynore (6 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


mit Nostalgieeffekt

20.07.2017 - Sehr beeindruckend, wenn man sich für "Elisabeth" interessiert und die Cast von Scheveningen 1999 gerne noch einmal oder überhaupt einmal sehen wollte. Pia Douwes macht ihr Ding, Stanley Burleson gibt einen recht dämonischen Tod mit interessanten Facetten, Wim van den Driessche einen herrlich dreckigen Lucheni, Jeroen Phaff einen gefühlvollen Kaiser.

Gespielt wurde in Kostümen, vor der schönen Kulisse des Paleis Het Loo, als Dreingabe gab es echte Kutschen bei der Ungarnkrönung und der Totenklage. Auch "Wenn ich tanzen will / Al ik dansen wil", das erst in der Essener Produktion hinzugefügt wurde, war mit dabei.

areynore (6 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Wichtige Story, herausragende Hauptdarsteller

20.07.2017 - Ich hätte dieses wichtige, mutige Stück über eine verbotene Liebe zwischen zwei US-Soldaten im 2.Weltkrieg wirklich gerne noch etwas mehr gemocht.
Das lag vor allem an dem leider ziemlich austauschbaren, typischen Off-Broadway Score, der ohne wirkliche Highlights so dahinplätscherte. Da war außer dem rührenden "Rememb'ring you" und dem flotten "Your Sqaud is your Squad" nicht viel dabei.
Herausragend aber die Leistung der beiden Hauptdarsteller, die die Show aus dem Mittelmaß hervorhebt:
Andy Coxon, als Soldat Mitch das Objekt der Begierde, ist nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein wunderbarer Sänger. Leider kann er, aufgrund des Scores, sein Talent nicht vollends präsentieren, so wie ich ihn in "The Last 5 Years" in Frankfurt bereits erleben durfte.
Eine große Karriere vor sich hat sicher Scott Hunter als Stu: Von Beginn an sympathisiert man als Zuschauer mit seinem Schicksal, lacht, leidet und weint mit ihm. Wenn Hunter seine Verbeugung am Ende tränenüberströmt absolviert, dann spürt man endgültig, wie sehr sich der junge Schauspieler in seine Rolle hat fallen lassen.
Ein zutiefst bewegendes West End Debüt:
Für mich DIE Performance dieses London-Trips.
Hut ab vor den darstellerischen Leistungen in dieser wie gesagt für die LGBT+ Community sehr wichtigen Show.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Broadway-Magie in Reinform

20.07.2017 - Was hatte ich für ein unfassbares Glück, wohl den besten Platz im Hause ergattert zu haben: Reihe 1, Mitte, direkt hinter dem Dirigenten. Und das auch noch vergünstigt mit Meal Deal.
Die Bühne hat die perfekte Höhe, bzw. Tiefe, um in der ersten Reihe fantastisch zu sehen, selbstverständlich auch die tanzenden Füße. Und kein Kopf vor Dir, außer dem rockenden Dirigenten (und der steht so tief, dass es keinerlei Sichtbehinderung darstellt.)
Man kann dort ganz hervorragend das Orchester unverstärkt erleben, ja sogar körperlich spüren.
Wenn am Anfang der Dirigent mit seinem Pult in die Höhe fährt, um die Ouvertüre zu dirigieren, dann weißt Du, wie sehr diese Show sein Orchester und den wundervollen Score wertschätzt.
Und dann legen sie los, die etwa 20 Musiker im Graben.
Und, wenn der Vorhang sich ein kleines Stück hebt, dann sieht man für eine Minute erst einmal nur 100% synchron steppende Füße des riesigen Ensembles.
Da jagt eine Gänsehaut die andere.
Man kommt sich durchgängig vor, wie in einem wunderbar-kitschigen alten Hollywood-Film.
Broadway-Magie in Reinform.
Was für eine Freude, den extrem hart arbeitenden Darstellern ins lächelnde Gesicht zu schauen, während sie die komplizierten Tanzschritte scheinbar mühelos darbieten.
Ein Hochgenuss für alle Sinne.
Ich gebe zu, ich bin verzaubert von so viel Können, Talent und Darstellensfreude.
Profi-Tipp: Bein nächsten Londonbesuch "Dayseats" für 15£ für diese Show holen, genau auf diesen Plätzen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist enorm.
Old Fashioned im allerbesten Sinne.
Ein Traum von Show.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Stimmlich und optisch eine Sensation - Buch schmerzlich vermisst

19.07.2017 - Was einem stimmlich und optisch in diesem Spektakel geboten wird, ist schlichtweg fantastisch. Ich liebe es ja, wenn auf der Bühne Effekte gezeigt werden, von denen ich sagen kann, "so etwas habe ich noch nie gesehen". Diese Momente hatte ich tatsächlich zwei bis dreimal.
Hier wird nur geklotzt und zu keinem Zeitpunkt gekleckert.
Allerdings, und das gilt eben gerade für den ersten Akt, wirkt das Ganze oft leider wie ein steriles Gesamtkunstwerk.
Es fehlt ein Herzschlag.
Manchmal hat man gar das Gefühl, in einer Kunstinstallation im Museum zu sitzen.
Wäre, ja wäre da nicht der geile Rockscore von Jim Steinman und die noch geileren Performances der Darsteller:
Es ist tatsächlich unmöglich, irgend jemanden besonders hervorzuheben, weil alle Gesangsleistungen dieses Abends sicher zum Besten gehören, was man derzeit am West End sehen kann. Da gibt es keinerlei Ausreißer nach unten. Auch hier: klotzen, nicht kleckern.
Sei es Rob Fowler in seinem wohlverdienten und brachial guten West End Debüt, Christina Bennington, die in der weiblichen Hauptrolle ihre innere Rocksau auspackt oder eben die Entdeckung, Andrew Polec, der die Meatloaf-Hits abgefahrener performt, als Meat es selbst je getan hat.
Also, alles schick?
Ja, schick und perfekt ist das.
Aber es hat, im Gegensatz zu anderen Rock-Compilation-Shows, wie z.B. "We will rock you", eben kein Herz. Alles wirkt wie ein überlanger, perfekt produzierter Videoclip.
Man kann nichtmal von einem schlechten Buch sprechen, denn es gibt gar keines.
Da wird ein Meatloaf-Albumzitat nach dem anderen aneinander gehängt, dazu wird wunderbar hübsch ausgesehen, leicht eckig getanzt und wie bereits erwähnt absolut sensationell gesungen.
Wenn gleich zu Anfang der Show eine Figur Auftritt, von der ich in der Sekunde
eben dieses Auftritts weiß, dass sie den zweiten Akt nicht überleben wird, dann hat sich die Person, die sich hier "Autor" schimpft, keinerlei Mühe gegeben.
Sehr schade, denn wie gesagt hat dieses Kunstwerk unheimliches Potenzial, gerade was die außergewöhnlich fantastischen Darsteller angeht.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gelungene Evita-Produktion in Originalsprache

19.07.2017 - Die Inszenierung besticht vor allem durch ihre Darsteller, insbesondere Gian Marco Schiaretti kann als Che vollkommen überzeugen. Ansonsten erlebt der Zuschauer eine durchaus hochwertige Produktion auf sehr gutem Tour-Niveau. Freunde des englischsprachigen Musicals dürften hier auf ihre Kosten kommen.

Besuchte Vorstellung:
18.07.17 - Oper am Rhein, Düsseldorf

Inszenierung: 3,5 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 5,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Verschlimmbesserung eines eh schon dürftigen Musicals

18.07.2017 - Die letzten halbe Stunde ist jetzt noch zäher als vorher. Einzig die Darsteller reißen noch etwas raus. Die Handlung muss man mögen oder nicht, Alex Melcher und Josephin Busch reißen vieles raus, soweit ihnen das bei diesem Buch noch möglich ist.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Einfach nur toll!

18.07.2017 - Wirklich tolle Vorstellung des West End Musicals in einer tollen Qualität. Unbedingt ansehen. Ein Musical, was auch noch Stunden danach nachwirkt.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wunderbare Inszenierung

17.07.2017 - Ich war gestern Abend in der 2. Vorstellung von Titanic in der Stiftsruine. Wie immer ist die Ruine eine beeindruckende Kulisse und auch für dieses Musical waren nur wenige Kulissenelemente notwendig. Die sieben Buchstaben waren jeweils an bespielbaren Gerüsten angebracht, welche auf drei Ebenen bespielt wurden und beweglich waren. Dazu eine große Brücke, welche höhenverstellbar war und auch im Schieflage versetzt werden konnte. Noch ein paar Tische und Stühle. Mehr war auch gar nicht nötig. Die Kostüme waren prachtvoll bis einfach. Es waren keine farbenfrohe Kostüme, aber die Farben weiß, grau und schwarz verdeutlichten die verschiedenen Klassen.

Das Ensemble war durchweg sehr gut und in diesem Ensemblestück wäre es unfair einzelne Darsteller hervorzuheben.

Mir persönlich gefällt die Partitur des Musicals sehr gut und ich bewerte die Musik auch nicht nach Ohrwürmern. Die Musik untermalt in diesem Stück die Handlung wunderbar und es gibt einige Gänsehautmomente. Die ersten 15 Minuten waren bombastisch und hervorragend inszeniert. Sowohl die Soli als auch die Chöre waren gut verständlich und drückten gelegentlich förmlich im die Sitze.

Das Highlight des Abends war das tolle Orchester. So muss sich Musical anhören. Christoph Wohlleben holte alles erdenklich mögliche aus dem großen Orchester raus. Seit langem mal wieder ein Musical mit einem großen Orchester und es macht einem bewusst, wodurch Musiktheater lebt.

Für mich war dies mit einer der besten Theaterabend in der Stiftsruine und so schnell stand in meinen besuchten Vorstellungen in Bad Hersfeld noch nie das ganze Publikum.

Daniel² (8 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


That's entertainment!

17.07.2017 - Die Briten haben's halt einfach drauf:
"Annie" ist die perfekte Unterhaltung im besten Sinne; eine Show, bei der das Lächeln nie Dein Gesicht verlässt, während das ein oder andere Tränchen kullert.
Hier passt einfach alles: Das (manchmal auffällig bei "Matilda" abgeschaute) Bühnenbild, das "größer-als-es-ist-klingende" Orchester (8 Musiker) und die wunderbaren Darsteller (inklusive einem zu kollektiven "oooohh, wie süüüüß"-Seufzern rührenden Hund).
Und da "Annie" ja praktisch die Mutter aller "Kinder auf der Bühne"-Shows ist, müssen wir vor allem über diese sprechen:
Was da an Talent vor einem steht, ist schlicht unfassbar. Eine Energie, ein Einsatz, eine Genauigkeit, von der sich mach Erwachsener mehrere Scheiben abschneiden könnte! Im Waisenkinder-Ensemble agierte ein 5 (!)-jähriges Mädchen, welches jeden Tanzschritt, jede Geste, jeden Satz und jede Gesangszeile 100% glaubhaft mit Leben füllte. Unvorstellbar hierzulande. Die Darstellerin der Annie selbst machte einen guten Job, dennoch muss man den äußerst nasal-quäkigen Gesangsstil mögen. So ist die Rolle jedoch nunmal seit Jahrzehnten angelegt.
Alle Hauptdarsteller legen sich mächtig ins Zeug und bereiten dem Zuschauer einen wunderbaren Nachmittag.
Der Star, mit dem die Show beworben wird, ist die (hierzulande nahezu unbekannte) britische Komikerin Miranda Hart in der Rolle der Miss Hannigan: Ich bin fürwahr kein Annie-Experte, doch Hart legt die Waisenhauswärterin wie von ihr erwartet hoch komisch an, lässt jedoch Bösartigkeit fast gänzlich vermissen. Das ist sicher ein Ansatz und zugegebenermaßen auch amüsant und unterhaltsam, dennoch vielleicht nicht im Sinne des Autors. Sei's drum: Sie bedient, was das britische Publikum von ihr sehen will und dies tut sie in Perfektion, da sitzt jede Pointe. Und gesanglich und tänzerisch schlägt sich der TV-Star auch nicht schlecht.
Ein perfekter Start in meinen Stagey London-Trip, so darf es weitergehen!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Absolut eine Reise ins Allgäu wert !

16.07.2017 - Der Besuch der Vorstellungen am 7. und 8. Juli war einfach spitze. Ein tolles, super engagiertes Ensemble aus Musical-Profis und regionalen Darstellern, die alle mit viel Herzblut dabei sind, vor und hinter der Bühne. Die ganze Organisation auch rund um die Freilichtbühne super professionell, Technik 1A + dann noch wunderschön gelegen mitten in der Natur. Absolut eine Reise wert!

Martina Utenwiehe (erste Bewertung)


Chris Murray und das gute Orchester retten den Abend

13.07.2017 - Die gestrige Derniere von Shylock in Deutschland vor gut besetzten aber längst nicht ausverkauftem Haus zeigt deutlich, dass die "Liebe" zum Genre Musical bei vielen subventionierten Stadttheatern seine "sprichwörtlichen" Grenzen hat!

Zuerst einmal das positive vornweg - das leidenschaftlich aufspielende Orchester des Theaters Pforzheim und vor allem Chris Murray als grandioser "Shylock" retten das schöne Musical von Stephan Kanyar bei seiner Deutschen Erstaufführung!

Das waren aber leider auch die einzigen Punkte die positiv waren - der größte Fehler des Theaters Pforzheim war sämtliche Rollen außer die tragende Titelpartie mit eigenen Leuten aus dem Hausensemble zu besetzen die Sicht- und hörbar an ihre Grenzen stießen...

Wären es alles Leute des Ensembles gewesen hätte es auch noch gepasst aber zwischen Chris Murray und allen anderen Akteuren lagen Welten - und das is bitter für das Stück!

Einzig Philipp Moschitz als Bassanio konnte recht gut und vor allem Text-Hörbar mitsingen..

Alle anderen nuschelten Opern-Mäßig alles sehr undeutlich und nicht verständlich in ihre Bärte!

Hätte das Theater Liebe zum Musical bewiesen hätte es sämtliche tragende Rollen mit Musical-Darstellern besetzen müssen / die Stadttheater die dies tun haben auch qualitativ hochwertige Produktionen die wenigstens wenn auch nicht vom Bühnen- und Kostümbild so doch wenigstens Darstellerisch Glanzpunkte setzen können...

Aufgrund des guten Stoffes und wegen Chris Murray und des Orchesters eine 2 Plus - mit Chris Murray kann man das Stück auch empfehlen wobei die letzte Vorstellung wie gesagt gestern lief und es im deutschen Sprachraum bisher keine weiteren Produktionen angekündigt sind...

Das Bühnenbild ist zweckmäßig und in Ordnung beim Kostümbild konnte man sich leider zwischen heutig und "der alten" Zeit nicht entscheiden - alle rennen in modernem Outfit und Designer-Anzügen rum aber Portia im Rokoko-Rüschen-Reifenkleid das passt überhaupt nicht, auch wenn sie eine reiche spielt - der "arme Schlucker" Bassino schaut so in seinem grünen Designer Anzug besser aus als die elegante reiche Adelige...

Das nächste Mal bitte mehr Musical-Affine Darsteller besetzen das war leider überhaupt nix...leider....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Internationales Schlußlicht

12.07.2017 - In Stuttgart zeigt die SE eine szenisch deutlich abgespeckte Version der Londoner und New Yorker Originalinszenierung.
Sei es nun das etwas armselige Ausklapphäuschen der Familie Banks oder die Ausstattung von "Jolly Holiday" oder "Anything can happen", da wurde überall deutlich erkennbar gespart. Ob einem das nachhaltig negativ auffällt, hängt davon ab, ob man die Originalbühnenbilder kennt.

In der besuchten Vorstellung waren die Rollen von Mary und Bert mit irgendwem besetzt, aber nicht mit den Erstbesetzungen. Die Darstellerin der Mary verlieh ihrem Charakter etwas roboterhafte Züge und Bert konnte nicht überzeugend singen.

Negativ fiel mir auch die teilweise recht merkwürdige Personenregie auf. Das Personal der Banks, Mrs. Banks selbst und Mrs. Corry sind zu schrillen, wild gestikulierenden und grimassierenden Comic-Strip-Charakteren verkommen, denen man kaum Sympathie entgegenbringen kann.

Das kleine Orchester tut sein bestes um die wunderbare Partitur umzusetzen. Tontechnisch ist das leider nicht immer sehr professionell ausgesteuert. So schallt es einem im sogenannten Premiumbereich dann doch manchmal etwas schmerzhaft laut um die Ohren.

Insgesamt kann MARY POPPINS auch in Stuttgart gut und kurzweilig unterhalten, sogar begeistern.
Das liegt in erster Linie an dem zauberhaften Stoff an sich, an der wunderbaren Musik mit so vielen zeitlosen Evergreens und an einem großartigen Ensemble, dass die anspruchsvolle, mitreißende Choreografie exzellent meistert.

Im Vergleich mit den Wiener, Londoner und New Yorker Aufführungen (bei denen ich für gleichwertige Sitzplätze deutlich weniger bezahlt habe) ist die SE-Produktion in Stuttgart leider nur das internationale Schlusslicht.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


"Großes Kino"

09.07.2017 - Oha, da wedelt aber jemand ganz wild mit dem Fähnchen des Altbekannten!
Wir waren am 15.6. mit mehreren Erwachsenen und Jugendlichen in der Vorstellung - und waren überwältigt.
Endlich kein Abklatsch des Ewig-Gleichen mit austauschbaren Darstellern, sondern eine originelle, mutige Inszenierung, spannend, psychologisch durchdrungen.
Getragen wird sie vorallem von April Hailer.
Wie diese Figur im Laufe der Geschichte von einer lebensfernen Exzentrikerin zu einer jungen, verspielten Frau, bis zu einem zerbrochenen Menschen wird, ist großes Schauspiel. Die Schlussszene in ihrer Wahrhaftigkeit rührt einen zu Tränen.
Eben nicht "übertreibt sie".
Selten sieht man in Musicals eine Sänger-Darstellerin, die so intensiv, farbig, glaubhaft Emotionen ausdrücken kann.
Die sich völlig auszuliefern scheint.
Dass Ihnen zu dem wunderbaren, still würdigen Herrn Pagani nur einfällt, dass er zu jung sein könnte, ist völlig unverständlich.
Und dass die anderen Figuren, bei allem Respekt für Janne Marie Peters, die ihre Sache wirklich gut macht, eben nicht "jung, gerade und natürlich sind", sondern abgründiger, nicht so leicht fassbar, ist dem Stück geschuldet. Zum Glück. -
Wir waren, wie alle anderen, begeistert und ergriffen.

2A&EProduction (erste Bewertung)


Emma Hatton: Die ultimative Evita..?

09.07.2017 - Wenn es eine ultimative Besetzung für Evita gibt, dann muss das wohl Emma Hatton sein: Optisch unglaublich ähnlich der Original-Evita Elaine Paige, singt und spielt sie die Partie in all ihren diffizilen Nuancen meisterhaft aus: Vom jungen, aber schlagfertigen Mädchen bis hin zur gebrochenen, todkranken Frau rockt sie die Rolle, so dass keinerlei Wünsche offen bleiben. Eine "ausgelutschte" Nummer wie "Don't cry for me, Argentina" füllt sie mit soviel Wahrhaftigkeit, dass im Publikum kurzzeitig Taschentuch-Knappheit herrscht (zugegebenermaßen auch bei mir). Stimmlich packt sie die Elphaba-Power aus, die sie in London bereits bewiesen hat: Ich verneige mich vor diesem Talent, ich verneige mich vor so viel Star-Quality.
Da lässt es sich auch verschmerzen, dass das "Orchester" aus 9 Leuten besteht, 3 davon spielen Keyboards. Ein bisschen Perfide ist es, bei Magaldis Nummer einen Pseudo-Geiger auf die Bühne zu stellen, wobei doch im Orchester dieses Instrument gar nicht vorhanden ist. Erstaunlicherweise tauchen aber plötzlich bei "The Art of the possible" hörbar "echte" Streicher auf: Da wurde klar per Klick-Einspieler nachgeholfen.
Insgesamt lautet das musikalische Motto: Ziehharmonika statt Streicher.
Sei's drum:
Die Inszenierung orientiert sich eng an Hal Princes Original und das ist auch gut so.
Ein paar etwas erklärender inszenierte und weniger abstrakte Szenen helfen dem Evita-Anfänger vor allem bei der politischen Einordnung: Gut gemacht!
Das variable, aber doch schön anzuschauende Bühnenbild dieser Tour geht hierbei voll in Ordnung.
Gian Marco Schiaretti ist als Ché 100% typecast. Leider verlässt er sich manchmal vielleicht zu sehr darauf, worunter vor allem der Zynismus in der Rollengestaltung leidet. Aber das ist wirklich Kritik auf sehr hohem Niveau, haut Schiaretti doch einige richtig amtliche Töne raus. Endlich wird Ché auch wieder als Revolutionär Guevara gezeigt und nicht als zufällig beteiligter Kommentator.
Auf jeden Fall erwähnenswert ist auch Sarah O'Connor als Mistress, die "Another suitcase" zum einem musikalischen und emotionalen Highlight der Show macht.
Die Evita UK-Tour ist alleine wegen der Hauptdarstellerin uneingeschränkt weiterzuempfehlen: Wenn die Tour in 4 Wochen in London landet, gehe ich definitiv nochmal hin!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Hochs und Tiefs

08.07.2017 - Rezensierte Vorstellung: 12.6.17

Für mich eine schwer zu bewertende Vorstellung. Zuerst: ich habe mich ganz gut unterhalten gefühlt - aber mit Abstrichen.
Die Rahmenhandlung ist -Verzeihung- einfach Schrott. Und ärgerlich. Sie ist nicht nur schlecht geschrieben, sondern auch schlecht gesungen. Die Mädchen der Rockband "Vivaldi" (hach wie witzig!), die verschollene Noten des roten Priesters suchen, haben ganz passable Stimmen. Sie sind aber keinesfalls geeignet, "Rocksongs" zu interpretieren. Dazu sind sie zu schwach, da fehlt einfach der Wumms dahinter. Man sieht und spürt das Engagement, aber das allein reicht nicht, schon gar nicht, wenn die Rahmenhandlung so doof ist.
Wenn dann das eigentliche Stück losgeht, ist man dann aber relativ schnell versöhnt. Ich fand das Stück ansonsten sehenswert, ohne große Längen. Einige Kritiker bemängelten das Fehlen von Ohrwürmern. Das kann ich so nicht teilen. "Lebenslange Haft" blieb mir sofort im Ohr hängen, auch "Ein Jammer, dass er Priester ist" und mein persönlicher Favorit über "Rom, die Stadt der Kastraten". Herausragend fand ich die Kostüme. Bunt, grell, übertrieben, aber nie geschmacklos und mit stimmigen Farbkonzept. Einfach toll. Der Auftritt von Thomas Lichtenecker als Kastrat Caffarelli ist der Knaller.
Es singen ausnahmslos tolle Sänger, auch der Chor brilliert. Bisweilen war die Tonabmischung nicht immer einwandfrei, aber noch akzeptabel.
Highlight und für Fans auf alle Fälle der wichtigste Grund, sich die Sache anzusehen, ist Drew Sarich. Man nimmt ihm den Vivaldi 100%ig ab. Er gibt den Lebens- und liebenslustigen Rebellenpriester, der sowohl die Slapstick beherrscht (Weihrauchallergie), als auch die Enttäuschung (am Anfang, wenn er darüber singt, dass Anna ihn verlassen hat), als auch laute Verzweiflung (lebenslange Haft). Natürlich hat er den Rocker im Blut und wirkt im Totenkopf-T-Shirt genauso authentisch wie in der Soutane. kolonovits sagt selber, er hätte Drew Sarich die Rolle auf den Leib geschneidert. Das sieht man nicht nur, man hört es. Da passt jeder Ton, da schwingt sich Drews Stimme mit absoluter Sicherheit in höchste Höhen. Phänomenal. Das macht einfach Spaß. Zu Recht ist ihm beim Schlussapplaus frenetischer Beifall sicher.
Mein Fazit: Für Drew-Fans ein 5-Sterne-Muss, für alle anderen ebenfalls – mit Abstrichen – empfehlenswert und auf alle Fälle -auch durch das sehr ausführliche Programmheft- wieder was gelernt!

Schlosine (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Eine runde Sache

08.07.2017 - Rezensierte Vorstellung: 4.7.17

Wir haben einen wunderbaren, unterhaltsamen Abend erlebt, an dem mal so alles gepasst hat - unter anderem das Wetter, was bei Freilichtbühnen halt doch auch maßgeblich ist. Die Augsburger Freilichtbühne ist eine in die alten Abwehranlagen aus dem Mittelalter gebaute Bühne, die eine wunderbare Atmosphäre erlaubt. Das Publikum war dementsprechend guter Laune, die zu erwerbenden Fantüten mit Zeitung, Toastbrot (Bierdeckel mit Toastbrotaufdruck), Klopapier (in diesem Fall Krepp) usw. fanden reißenden Absatz.
Wir erlebten eine durch und durch stimmige Inszenierung mit einem gut gelaunten Ensemble, dass gesanglich und schauspielerisch eine einwandfreie Show ablieferte. Hier und da wurde auf Augsburg, die Augsburger oder deren Eigenheiten Bezug genommen. Sebastian Baumgart als Brad herrlich, Riff Raff Andy Kuntz trotz geprellter Rippe nach Sturz bei der Premiere ohne Fehl und Tadel. Marlene Hoffmans Janet fand ich stimmlich im Vergleich mit dem Restensemble am schwächsten, allerdings war ihre Leistung grundsolide, was schon etwas über das hohe Niveau aussagt. Andreas Köhler als Frank N. Furter hätte ich mir persönlich ein bisschen dominanter im Spiel gewünscht. Er war mir fast ein bisschen zu "normal".
Prinzipiell aber eine sehr empfehlenswert Show in ganz wunderschönem Ambiente!

Schlosine (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Sehenswert

07.07.2017 - Dank April Hailer ein sehenswerter Abend. Gesanglich und darstellerisch überzeugend. Sie hat eine klare Vorstellung von ihrer Rolle und dem Stück, was man von der Regie nicht unbedingt behaupten kann. Die Darsteller werden weitgehend sich selbst überlassen. Die Hailer kann mit so einer Situation umgehen und macht einfach ihr Ding. Der sympathische Robert Marx tut sich da deutlich schwerer. M.E. lässt ihn die Regie weitgehend im Stich. Dagegen macht Janne Marie Peters das Beste aus der "regiefreien" Inszenierung und überzeugt als Betty Schaefer. Das Bühnenbild ist schlicht. Die Kostüme - abgesehen von denen der Norma - ebenfalls.
April Hailer würde ich gerne erneut als Norma Desmond erleben. Dann aber in einer Inszenierung mit einem richtigen Regisseur.

JürgenE (37 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Fast wie im West End

07.07.2017 - Billy Elliot ist unbenommen eine meiner Lieblingsshows auf der Welt.
Dreimal durfte ich sie in ihrem Originaltheater im West End erleben und bei jedem Besuch in London vermisse ich sie sehr.
Es ist also nur fair, das gestern Gesehene aufgrund meiner dortigen Erfahrungen zu bewerten. Im Vorfeld hatte ich viele Stimmen gehört, die sagten, die Tour sei besser als in London. Das empfand ich nicht so, sie jedoch genau so sensationell gut, trotz mehr oder weniger kleiner Änderungen (die meistens eben Tour-Bühnengegebenheiten geschuldet sind). Die wichtigen Dinge sind alle da: Billys Flug, der Schnee, die überdimensionale Maggie Thatcher, etc.
Inszenatorisch auffällig sind nur Änderungen im 2.Akt, am gravierendsten fallen sie beim Streikbruch des Vaters Elliot auf: Es fehlt der Totalzusammenbruch nach der Auseinandersetzung mit Sohn Tony und viel vom Song "He could go far". Dann geht die Szene direkt in die Kollekte für Billy über. Hier vermisste ich schmerzlich die Auflösung des Konfliktes zwischen Vater und Sohn, die ich auch zur Charakterzeichnung beider unerlässlich finde. Bleiben wir bei den Darstellern: Es ist schwer, Bilder von bestimmten Schauspielern loszulassen, die für mich die Rollen geprägt haben. Martin Walsh macht als Dad einen sehr guten Job, vor allem, was die Komik im 2.Akt angeht. Mir fehlte jedoch die Not, die Tiefe, die Verzweiflung. Scott Garnham, den ich bereits in " Grand Hotel" als brillianten Sänger erleben durfte, spielt einen wahrhaftigen, aber wenig aggressiven Bruder Tony. Auch hier: Wo ist die Not? Wo sind die Ängste? Für mich die beste Erwachsenendarstellung des Abends war ganz klar Anna-Jane Casey als Mrs.Wilkinson (die ich auch bereits im West End in dieser Rolle erleben durfte): Da war sie, die Wahrhaftigkeit, die Not unter dem "Shine". Gesanglich wie auch tänzerisch ist Casey einfach hervorragend!
Grandma ist mit Andrea Miller etwas zu jung besetzt, aber auch sie macht einen soliden Job.
Nun zu den Kindern: In der Ausbildung zum "Billy Elliot" werden Kinder aus zwei Tanzsparten gecastet und haben somit entweder einen Ballett-Schwerpunkt ("Ballet-Billys") oder eher einen akrobatischen, Modern-Dance orientierten Tanzstil ("Street-Billys"). Ich werde nie meinen ersten und einzigen Street-Billy vergessen, das war eine unglaubliche Kraft und Wut bis hin zur Selbstvergessenheit, vor allem im "Angry Dance". An ihm muss sich, ohne auch nur ansatzweise die unglaublich Leistung der anderen Kinder schmälern zu wollen, jeder Billy für mich messen. Mein Ballett-Billy des Abends konnte diesem Vergleich leider nicht standhalten. Insgesamt agierte er zu weich, Gesten und Schauspiel wirkten einstudiert, aber leider wenig authentisch. Billys Freund Michael lieferte seine Pointen gekonnt ab und besaß eine wunderschöne Singstimme, war nur insgesamt vielleicht zu schrill.
Die beiden lieferten zusammen das Beste, synchronste "Express yourself" ab, das ich je sehen durfte! Sensationell!
Nochmal, ganz klar: Ich habe IMMENSEN Respekt vor der Leistung der Kinder, ich bewerte lediglich aufgrund meiner persönlichen Präferenzen und Vorerfahrungen.
Diese Tourproduktion ist absolute Spitzenklasse und auf einem Niveau, welches der deutsche Zuschauer von Genre Musical wahrscheinlich gar nicht gewohnt ist. Besetzungen haben immer mit persönlicher Vorliebe zu tun. Die Show als Gesamtkunstwerk ist und bleibt eines der besten Theatererlebnisse, welches man als Zuschauern nur haben kann. Und ich träume weiterhin davon, dass Billy irgendwann ins seine Heimat im West End zurückkehrt.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Bitte mehr davon

05.07.2017 - Das schlechte zuerst:
Der Abend war eine Unikat und es gib vorerst wohl keine Wiederholung.

Sonst war das ein ganz besonderer Abend mit vielen tollen Momenten.

Assassins von Stephen Sondheim wird sehr selten gespielt und noch seltener konzertant.

An diesem Abend spielte ein 11 köpfiges Orchester unter der Leitung von Roun Zieverink fantastisch auf.
( Mehr Musiker als in manch anderer Produktion )

Den Musiken standen 14 Sänger und Sängerinnen gegenüber, die in verschiedenen Rollen den Abend mit gutem Schauspiel und tollen Stimmen gestalteten.

Ein wirklich runder Abend, von dem es gerne mehr geben könnte, um so auch anderen Stücken mal die Chance zu geben gehört zu werden, denen ein großes Publikum verwehrt bleiben wird.

Nicht ohne Grund gab es lang anhaltenden Applaus mit Standing Ovation.

Bitte mehr davon!

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Die Besetzung ist Trumpf !

03.07.2017 - Was hatte ich mich davor gescheut, diese sowohl orchester- als auch bühnenbildmäßig abgespeckte Tourversion anzuschauen.
Ich habe darum für Dezember die Wiener Version gebucht, um dieses rocksymphonische Stück endlich mal wieder in großer Orchesterbesetzung sehen zu dürfen.
Und ein paar Ängste waren berechtigt:
Ja, 10 Musiker im Graben anstatt knapp 30 hört man schon immens. Und obwohl soundtechnisch zugegebenermaßen oft gut getrickst wird, ist der Klang manchmal einfach nur noch laut und breiig.
Aber es klang lang nicht so schlecht, wie erwartet und wie von mir im selben Theater schon erlebt, als ich die Vampire dort 2011 das letzte Mal sah.
Das Bühnenbild geht bis auf das schmerzlich vermisste Schloss am Ende des 1.Aktes und die damit verbundenen außergewöhnlichen Lichteffekte auch in Ordnung.
Der absolute Pluspunkt dieser Produktion ist aber eine wirklich gute bis hervorragende Cast:
Nicolas Tenerani dürfte der beste Chagal sein, den ich je gesehen habe: Er ist verschlagen, pointiert und gewitzt; "Eine schöne Tochter", sonst sicher kein Highlight der Partitur, hat er höchst amüsant verkauft.
Unverständlich, warum Anja Wendzel als einzige deutschsprachige Sarah nur Zweitbesetzung ist: Sie ist eine Wucht! Anfangs sowohl schauspielerisch als auch stimmlich Rollendeckend schüchtern, haut sie spätestens ab den roten Stiefeln ihre fette Bestimme raus.
Großer Pluspunkt ist natürlich, dass sie schauspielerisch aus dem Vollen schöpfen kann, da ihr kein störender Akzent im Weg ist.
Dies ist leider bei Alfred, gespielt von Tom van der Ven, der Fall. Vom Typ her ebenfalls ideal besetzt und stimmlich entzückend, bremst seinen Akzent manchmal leider sein Schauspiel aus.
Als Magda beltet sich auch Merel Zeeman die Seele aus dem Leib und der findet für "Tot zu sein ist komisch" neue, beeindruckende Nuancen.
Als Professor ist Victor Petersen eine Offenbarung! Kaum zu glauben, dass unter der Maske ein sehr junger Mann steckt. Sprache, Bewegungen und auch Singstimme sind bravourös verwandelt.
Der grandiose Thomas Bochert ist bereits seit Hamburg mein Lieblingsgraf und er war einer der ausschlagschlaggeben Punkte, um mich in diese Produktion zu wagen. Was soll ich sagen? Er rockte wie Sau, seine unstillbare Gier war tiefgründig, aufrichtig und rührend. Er ist und bleibt MEIN Graf. Eine Klasse für sich.
Einen kleiner Wermutstropfen war dann Dich noch die manchmal recht unsauber getanzte Choreografie, was gerade in "Carpe Nocten" sehr stark auffiel.
Ich habe mich überzeugen lassen und hätte selbst nicht gedacht, dass ich das mal sagen würde, aber: Die Vampire in Stuttgart sind richtig gut, hauptsächlich der Besetzung wegen. Anschauen!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Völlig ohne Fehler

03.07.2017 - Hatte mich Mary Poppins in Wien schon begeistert, hat Stuttgart hier nochmal ein (sorry für das Wortspiel) Teelöffelchen obendrauf gesetzt:
Eine perfekte, aber nicht seelenlose Produktion, die jung und alt gleichermaßen wunderbar unterhält und verzaubert.
Über Partitur, Ausstattung und Bühne ist eigentlich alles gesagt, kommen wir also zur Cast, die mir einen unvergesslichen Nachmittag geschaffen hat: Ich glaube, insgesamt empfand ich das Schauspiel als
weniger comicartig, da steckte einfach viel Echtheit drin.
Allen voran möchte ich das Niveau der beiden Banks-Kinder erwähnen: Ich dachte nach Wien "das kann in Deutschland nicht gut gehen", doch was habe ich mich getäuscht: Namira Reber und Lasse Vitus Schepperle singen und tanzen, dass es eine Freude ist und ihr Schauspiel ist dabei immer wahrhaftig und glaubhaft. Bravo für diese Kinder!
Ein absoluter Pluspunkt im Vergleich zur Wiener Produktion ist der hervorragende Livio Cecini als George Banks: Tiefgründig portraitiert er einen Mann aus Fleisch und Blut, der sein inneres Kind verloren hat und es am Ende glaubhaft zurückerobert. Auch Jennifer van Brenk wertet die Rolle seiner Frau Winifred durch ihre eher robuste Präsenz auf.
Masha Karell ist eine böse, ja, gruselige Miss Andrew, die bestens bei Stimme ist.
Petra Welteroth hat als Haushälterin die Lacher auf ihrer Seite, wenn sie gekonnt ihre Pointen serviert.
Als Bert sah ich die Zweitbesetzung Johan Vandamme: Sicherlich nicht der Sänger vor dem Herrn, tanzte er doch ganz vorzüglich und entdeckte, spätestens zum 2.Akt, auch den Charme dieser Rolle.
Denise Jastraunig, die als neues Cover erst wenige Shows gespielt haben dürfte, meisterte die anspruchsvolle Hauptrolle mit Bravour: Eine charmante, freundliche und bezaubernde Mary Poppins.
Über den Fakt, dass das Orchester seit London und Wien eine Reduktion um 3 Musiker erfahren hat, sehe ich hier gelinde hinweg. Ich bin ein erklärter Gegner der schwindenden Orchesters, aber hier tut es dem Spaß tatsächlich kaum Abbruch.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Ein Triumph! Märchen at its best!

01.07.2017 - Ich möchte tatsächlich gerne meine Endwertung vorausschicken:
Was für ein Triumph! Das Beste, was ich bei den Märchenfestspielen jemals erleben durfte. Das gilt sowohl für Staging (begleitende Cajóns als Leitmotiv), Regiekonzept (ein sich stets vor den Augen des Publikums verwandelndes Ensemble), die Darsteller (die Creme de la Creme des Genres), als auch für die Musik (endlich eine wunderbare Live-Band!):
In ihren besten Momenten erinnert die Show musikalisch an eine Kreuzung aus "The Last Ship" und "Elisabeth". Ich kann und möchte niemandem aus dem Ensemble hervorheben, denn jeder trägt dazu bei, dass diese Vorstellung ein Glanzstück wird. Das gilt sowohl für den Fischer (Ron Holzschuh), als auch für den Butt (Janko Danailow), als auch für die Meeresgöttin (Sophia Euskirchen mit dem besten Moment der Show: "Wofür würdest Du sterben").
Dennoch überstrahlt die wunderbare Anna Montanaro mit ihren Diva-Charisma als Fischerin das gesamte Geschehen; am Eindrucksvollsten in ihrer rockigen Soliloquy am Ende.
Eines meiner Theater-Highlights in diesem Jahr! Absoluter Hingeh-Tipp!
Jetzt noch kurz zum Drumherum:
Ja, die Show ist lang (Alleine der erste Akt dauert 1 Std 15 Min). Zu lang für Kinder. Und auch zu düster und erwachsen für Menschen unter 12 Jahren.
Ich war in der 10:00 Uhr-Vorstellung mit meinen Vorschulkindern. Das in einer solch speziellen Vorstellung nicht der Lautstärkepegel im Publikum herrscht, den ein regelmäßiger Theatergänger sich wünscht, ist ja von vornherein klar. Dennoch bin ich immer wieder erstaunt darüber, wie wenig andere Erzieher*innen oder Lehrer ihre Aufsichtspflicht wahrnehmen: Da rennen Kinder laut schreiend hin und her, bewerfen sich neben ihren Betreuern sitzend mit Essen oder schlagen sich gar einfach mal gepflegt in die Fresse.
Und das Level der Respektlosigkeit gegenüber dem Bühnengeschehen wird von Jahr zu Jahr schlimmer.
"Meine" Kinder, für die die Show eigentlich viel zu erwachsen war, saßen aber fast durchgängig gebannt von dem Geschehen da und stellten ab und zu gerechtfertigte Zwischenfragen, weil sie einfach verstehen wollten. Warum war das so? Weil mein Anspruch als Pädagoge ist, Kinder zu guten Zuschauern zu erziehen. Das bedeutet, dass ich im Vorfeld mit ihnen den Stoff vorbereite, wir entsprechende Bücher lesen, wir Videoclips anschauen und ich allgemein gültige Theaterregeln erkläre. Und natürlich begleite ich sie während der Show, unterstütze sie beim Verstehen des Geschehens und signalisiere, dass ich für Sie da bin.
Diese pädagogischen Grundsätze scheinen keine Allgemeingültigkeit mehr zu haben. Das finde ich mehr als bedenklich und schade. Und so wundert es mich auch nicht, dass heutzutage die meisten Jugendlichen und Erwachsenen, die ins Theater gehen, während der Show Handys zücken, unkonzentriert rumhampeln und sonstige, ihr Mitpublikum störende Dinge tun.
Auch Zuschauer sein will gelernt sein.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


CHICAGO im First Stage - einfach großartig!

27.06.2017 - Ich habe die Show im Preview am Samstagabend gesehen und war total begeistert! Da haben die Absolventen der Stage School wirklich ein Bravourstück hingelegt - absolut mitreißend! Super Ausstrahlung aller Akteure, allen voran natürlich die beiden Hauptdarstellerinnen! Aber Gratulation dem ganzen Ensemble! Mir hat diese Aufführung sogar besser gefallen als die in Berlin im Theater des Westens, die ich im Oktober 2015 gesehen habe - sowohl die Inszenierung selbst als auch der Ton - man konnte jedes Wort sehr gut verstehen! Perfekt!
Ich bedanke mich für einen tollen Abend!

Birgit E-H (erste Bewertung)


Singt hinauf zum Himmel

25.06.2017 - Ich habe Sister Act mittlerweile zwei Mal im Deutschen Theater München gesehen und kann nach zwei Vorstellungen ein endgültiges Fazit über die Inszenierung ziehen. Ich kann keinen wirklichen Vergleich zu vergangenen Produktionen ziehen, kenne allerdings die beiden deutschsprachigen und die englischssprachige CD. Ich bin ein großer Fan der Wiener Aufnahme und hatte deswegen trotzdem schon ein paar Erwartungen an das Stück vor allem an die Darsteller.

Besetzung:
Bei beiden Vorstellungen (19.05.- Preview und 14.06.) hatte ich größtenteils die selbe Besetzung - die First Cast- nur der TJ wurde am zweiten Abend von der Zweitbesetzung gespielt. Angeführt wird das Ensemble von Aisata Blackman. Gesanglich ist sie perfekt, in den Sprechszenen macht ihr allerdings ihr Dialaket ab und an ein Strich durch die Rechnung. Insgesamt überzeugt sie am Anfang noch nicht so ganz, steigert sich jedoch stetig und ist spätestens bei "Singt hinauf zum Himmel" eine Wucht.
Agnes Hilpert spielt die Mutter Oberin mit einem sehr trockenen Humor. Gesanglich überrascht sie (positiv!) mit manchen Tönen, die ich persönlich ihr nicht zugetraut hätte.
Die anderen Nonnen sind gut bis sehr gut besetzt und haben stimmlich eine Menge drauf.
Mischa Mang als Curtis konnte mich hingegen nicht wirklich überzeugen. Leider singt Herr Mang höchstens fünf Töne. Die restlichen Töne werden geschrien, gegröhlt oder geflüstert.
Umso mehr überzeugt Karim Ben Masur. Er spielt den Eddie sehr sympathisch und singt mit einer schön warmen und angenehmen Stimme. Von den Herren ist ansonsten noch Benjamin Eberling hervorzuheben, der als Joey das Theater zum Beben gebracht hat, weil das Publikum sich nicht mehr eingekriegt hat vor lachen.

Inszenierung:
Obwohl der Humor manchmal flach ist, muss ich feststellen, dass ich noch nie so viele Menschen in einem Münchener Theater hab lachen sehen, wie bei Sister Act. Insgesamt kommt das Stück gut an beim Publikum.
Ich persönlich finde die Inszenierung jedoch nicht perfekt. Es wird versucht, die Schwächen des Buches durch Besonderheiten wie Quick Changes zu verstecken. Dies funktioniert jedoch nur bedingt. Die Rolle des Eddie wird künstlich aufgebläht und wäre nicht unbedingt in derartiger Form notwenidg. Auch die weitere Entwicklung Eddies am Ende des Stücks wäre nicht notwendig gewesen. Hier ist schlichtweg der typische Musicalkitsch vertreten. Auch die Nummer Hey Schwester ist dramaturgisch unnötig, unterhält jedoch zu mindestens das Publikum. Auch die Verfolgungsjagd durch das Kloster ist meiner Meinung nach zu lang geraten.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Akkustik. Es fehlt leider an Schwung, was bei dieser Paritur eigentlich ein NO GO ist. Grad beim Opening saß ich sehr enttäuscht da. Stimmung kam erst später auf und das Funke sprang bei mir erst ab der Chorprobe über. Ein paar Leute mehr im Orchestergraben wären ein Segen für dieses Musical

FAZIT: eine nette, sehr unterhaltsame Show, die zwar nicht perfekt ist dafür aber sehr gut besetzt. Man geht mit Ohrwürmern und beschwingt nach Hause- Halleluja!

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Schönes modernes Musical mit tollen Effekten und nem richtigen Schuss "Romantik"

24.06.2017 - Gestern Abend dem 23. Juni 2017 waren wir wieder in Linz im schönen modernen Musiktheater und sahen uns die erste deutschsprachige Version von "GHOST - Nachricht von Sam" im komplett ausverkauften Theater an!

Das Stück begeistert durch seine Modernität mit guter Pop-Musik und einem tollen "Loft-Artigen Bühnenbild das sich während der Show in verschiedene Schauplätze (Wohnung, Restaurant, Krankenhaus, U-Bahn, Yoda Mae Brown Wohnung) verwandelt und mit vielen tollen Spezialeffekten und nem coolen Video-Design von Nils Lunow (Stage Entertainment) flüssig, Spannend, lustig und romantisch ohne Längen daherkommt!

Die beiden Hauptdarsteller Riccardo Greco & Anais Lueken harmonieren perfekt miteinander mein Lieblingssong ist von Ihnen: "Drei Worte von dir" - total schön und stimmlich toll vorgetragen auch durch eine gute Übersetzung von Ruth Deny und Roman Hinze!

Auch Peter Lewys Preston als "Bösewicht" Carl Brunner macht seine Sache sehr gut gesanglich und schauspielerische perfekte Verwandlung von gut bis "böse" - toller Effekt wie er am Schluss erschossen wird und sofort ins Todesreich ohne Zwischenaufenthalt hinabgerissen wird..

Aussergewöhnliche Rolle von Gernot Romic als cooler U-Bahn-Geist seine Akkrobatk und sein Rap-Auftritt begeistern!

Mein Highlight ist aber Ana Milva Gomes als Oda Mae Brown - Ihre Szenen sind durch ihre Kostüme allein schon die buntesten und total "Crazy" - Hammer Zusammensetzung wenn Sie den Showstopper "Nur weg von hier" auf die Bretter der Bühne hinlegt - hier geht richtig die Post ab - auch richtig cooler, moderner Auftritt des Ensembles mit viel Haut! Und Pinken-Details...

auch das Finale des 1. Aktes - "Die Zweifel sind nun fort" - Ich hab gelebt ist sehr schön gelungen - auch die Wiederholung mit Anfang des 2. Aktes ist mal was total anderes!

Man kann sich auf Dezember 2017 in Berlin freuen - unbedingt rein gehen - tolles Stück das begeistert und einen berührt - wenn es stimmt, dass Ana Milva Gomes @ Alexander Klaws mit dabei sein werden dann ist dies die perfekte Besetzung!

Nun kann man sich auf die CD freuen die am 30. Juni erscheinen wird....

einziger negativer Begleiterfekt: Einige ältere Österreicher haben in der Pause Ihre Brotzeit und ihre Drinks bzw. Sekt im Auditorium verputzt - solche Unsitten nehmen leider ständig zu...ist einfach unmöglich - so ein Verhalten....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


langweilig

24.06.2017 - die x-te Version der Kenwright " Evita" Produktion, die schon mehrmals durch deutsche Landen getourt ist, Emma Hutton und das Ensemble machen die Produktion hörenswert, die Inszenierung geht unter ....teuer angepriesen, aber in England ist Kenwright ungefähr vergleichbar mit deutschem Landgraf-Niveau....

VanHopper84 (3 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Langer fader Abend mit wenigen Lichtblicken

24.06.2017 - Kann man besser.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


I like to be in Magdeburg!

24.06.2017 - Solide Open Air Inszenierung, die mit einem tollen Casting punktet, allen voran Anton Zetterholm als Tony, Irena Flury als Maria und Andrea Sanchez del Solar als Anita. Ein Must-See in diesem Sommer.

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Britischer Schwarzer Humor in Perfektion - Traum-Cast

21.06.2017 - Bei meinen insgesamt 4 Besuchen von SPAMALOT" im Landestheater Salzburg mit PIA DOUWES & FRANZISKA BECKER als Fee aus dem See - muss ich sagen:

die Salzburger Inszenierung von Andreas Gergen steht der großen Deutschsprachigen Erstaufführung in Köln in nix nach.

Die CAST ist sogar noch besser als damals in Köln - mit UWE KRÖGER und alternativ PIA DOUWES & FRANZISKA BECKER sowie MARC SEITZ, ELLIOTT CARLTON HINES sowie JULIAN LOOMAN sind alle Rollen bis ins kleinste perfekt besetzt..

Das Traumpaar des Musicals Pia & Uwe dominieren gar nicht mal so - das Ensemble ist der Star bei dieser humorigen Show, bei der einem mehr als einmal das Lachen sprichwörtlich im Halse stecken bleibt...

stimmlich und schauspielerisch ist PIA DOUWES zwar noch nen Ticker besser in der Rolle als Fee - (da Pia mich zum Musical-Fan werden ließ hat sie bei mir immer sämtliche dicke Bretter im Rücken) aber Franziska Becker passt auch perfekt in die Rolle und üllt sie super aus...

Das tolle an dem Stück sind die tollen Einfälle, ein Pferd mit Kokus-Nüssen darzustellen - besonders einprägsam waren für mich die Szenen: "ICH BIN NOCH NICHT TOT" mit einem Hammer Toten MARCO DOTT - komödiantische Bestleistung...auch stimmlich ne Wucht..

und "WO BIST DU?" ebenfalls mit MARCO DOTT als Prinz Herbert - zusammen mit Julian Looman als Herberts Vater - Lachsalven wurden hier im Salzburger Landestheater produziert wie Sir Lancelot ihn befreit - das ist britischer Humor in Bestform...

Die Zuschauer fandens in der Mehrzahl Klasse - nur einige ältere Salzburger Abonnentinnen die die Geschichte und auch die Pointen nicht verstanden fanden es total schlecht....

aber das ist ne Generationenfrage - und wie man mit dem schwarzen britischen Humor zurecht kommt...

Mir haben die Besuche in Salzburg jedenfalls alle sehr gefallen und danken dem Team so eine hochwertige Musical-Produktion in Salzburg verwirklicht zu haben - es stimmte einfach alles - auch die humorigen Kostüme - "Die Entchen" auf den Köpfen....echt irre aber toll....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Perfekt umperfekt

18.06.2017 - Wir waren gestern Abend in der Vorstellung der "Heißen Ecke" und sind begeistert wieder aus dem Theater gegangen.

Für diese Produktion spricht vor allem, dass der Originalschauplatz direkt vor dem Foyer ist. In der Vorstellung saß sogar eine Junggesellinnen-Abschiedstruppe, welche von einer Darstellerin auch noch einbezogen wurde. Besser geht es also gar nicht.

Die Inszenierung läuft von Beginn an flüssig und ohne große Länge ab. Das Bühnenbild ist zwar statisch, aber es reicht völlig aus. Die Darsteller schlüpfen in so viele verschiedene Rollen, dass einiges an Kostüme zu sehen ist. Abwechslung ist also stets gegeben.

Die Musik ist einfach und die Texte oft auch schlicht. Aber das passt so wunderbar zusammen, dass es uns nie gestört hat. Die Band machte ihre Aufgabe sehr gut.

Die Darsteller sind vielleicht nicht alle die besten Sänger gewesen, aber sie spielen ihre Rollen mit viel Herzblut. Allein zu beobachten, welcher Darsteller in welche Rolle schlüpft macht unheimlich viel Spaß. Da verzeiht man auch mal einen falschen Ton.

Man sieht auf der Bühne eine Show die viel Spaß macht und da wäre Perfektion auf allen Ebenen völlig fehl am Platz. Das ganze auch noch in einem sehr gemütlichen Theater mit Service am Platz. Ein wunderbarer Abend.

Daniel² (8 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wofür Würdest Du Sterben?

18.06.2017 - Seit einigen Jahren sind die Grimm Festspiele fester Bestandteil in meinem Theaterjahr, aber in der Vergangenheit konnte keines der Musicals wirklich begeistern.
Das hat sich mit „Vom Fischer Und Seiner Frau“ geändert, nach dem ich mit einem derartig ergriffenen Gefühl nach Hause ging.

Die Märchengeschichte, die zwar einige Andeutungen zu mehr hat, wie die, dass der Butt ein verwunschener Prinz ist, hat emotionale Tiefe und Schärfe bekommen, die Charaktere haben dreidimensionale Persönlichkeiten und Vergangenheiten erhalten, um ihre Handlungen besser zu verstehen und nachvollziehen zu können, egal, ob man Verständnis dafür hat, was sie tun.

Besonders interessant ist die Vermischung der ursprünglichen Geschichte von Philipp Otto Runge mit der Sage der in der Ostsee versunkenen Stadt Vineta, die einst im Großraum Usedom/Rügen existiert haben soll.
Diese sei aber in einem Sturm untergegangen, woran die Bürger und ihre Hochmut, Verschwendung und moralischen Abgründe Schuld gewesen sein sollen, woraus sich der Kreis zum Fischer Munk und seiner Frau Ilsebill schließt.

Der Butt Stig ist hier wirklich ein verwunschener Prinz, der aus dieser Stadt Vineta stammt.
In dieser wird alles durch seinen Vater, den König diktiert, aber bis auf den Butt scheint keiner der Bewohner ein Problem damit zu haben und leben glücklich und zufrieden.
So wagt der Butt es, die Stadt hinter sich zu lassen und das Meer zu erkunden, wobei er dem Fischer begegnet und das Unheil bzw. die bekannte Geschichte seinen/ihren Lauf nimmt.

Das gesamte Buch von Kevin Schroeder strotzt nur vor intelligenten Dialogen und Liedtexten. So ernst und dunkel das Thema ist, (Grimms Märchen sind ja generell eher dunkel und definitiv in den Originalversionen meist nichts für Kinder) gibt es aber auch immer wieder humorvolle Momente vor allem durch die Freunde des Butts.

Überhaupt hat das kreative Team um Regisseur Holger Hauer herum bildkräftige einfallsreiche Szenen kreiert, die flüssig hintereinander weg erzählt werden. Nur selten habe ich in all den Jahrzehnten, die ich ins Theater gehe, ein derartig Dynamik auf einer Bühne erlebt, jede Szene bringt seine besonderen Momente, dass man gar nicht seinen Blick von der Bühne wenden will, denn man müsste befürchten, etwas zu verpassen.

Seien es die unterhaltsamen Szenen wie die Eröffnungsszene im zweiten Akt, wo die Bourgeoisie etwas auf die Schippe genommen wird, die melancholischen Szenen, wenn der Fischer über sein Leben reflektiert oder die Szenen voller Verzweiflung, wenn sich Ilsebill und Munk den Geschehnissen der Vergangenheit stellen am Ende des Stückes, jede ist mit so viel Genius umgesetzt.
Die stimmige passende Choreografie von Bart De Clercq unterstreicht immer wieder die Bilder eindrucksvoll, nichts wirkt hier, wie oftmals der Fall in Musicals albern und fehl am Platz.

Das hölzerne Bühnenbild, das grundlegend mit Anpassungen ja immer für alle Stücke der Festspiele genutzt wird, passt perfekt in die geografische Landschaft des Stückes, das genau wie die Ostsee einen gewissen spröden Charme verströmt und durch wenige Handgriffe und weiteres Holz wie ein halbes Boot, das für die Meerszenen immer wieder unter einem Steg auftaucht (das auch für eines der anderen Stücke bei den Festspielen genutzt wird), werden die unterschiedlichen Orte darstellt und das Regiekonzept perfekt ausleben lässt. Besonders beeindruckend ist mit wie wenig Materialeinsatz wie blauen Tüchern und den richtigen Bewegungen durch das Ensemble die erste Begegnung des Fischers mit dem Butt beim Fischen auf der offenen See überwältigend umgesetzt worden ist. Manchmal ist weniger eindeutig mehr.

Mehr sind auch die Kostüme des Ensembles von Ulla Röhrs designt. Jeder in einem maritim angehauchten Kostüm, Männer generell Shirt und Chino ähnlichen Hosen, Damen klassischer Rock und Bluse/Shirt, werden diese durch Westen, Mäntel etc. variiert bzw. teilweise verdeckt, wenn diese Unterwassergestalten darstellen mit Überwürfen bestickt mit Texturen, die wie Fische, Algen, Muscheln aussehen, die im Laufe der Geschichte, wenn die Ereignisse fortschreiten, sich auch noch verändern.
Einige, insbesondere das vom Butt im 2. Akt erinnert etwas an Fluch der Karibik, aber das ist generell nichts schlimmes.

Musikalisch, von Marc Schubring komponiert, bietet das Stück eine fantastische Mischung aus gefühlvollen Balladen um die emotionalen Zwiespalte zu umterstreichen und extrem kraftvollen rhythmischen Melodien, die immer mal wieder an keltische (Folk-)Musik erinnern und ins Ohr gehen, wunderbar durch die fünfköpfige Band unter der Leitung von Markus Syperek umgesetzt und vom Ensemble mit Cajons, die gleichzeitig als Requisit genutzt werden, unterstützt.

Anna Montanaro konnte mich im ersten Akt nicht immer begeistern, mir war das gelegentlich einfach zu viel, das macht sie aber im zweiten Akt, insbesondere in der finalen Szene wett, wenn sie voller Seelenschmerz nach immer mehr giert, um endlich emotional befreit zu werden. So groß ist ihr Schmerz, was man ihr mit jeder Silbe abnimmt.

Ron Holzschuhs Munk hat sehr was von einem einsiedlerischen kurz angebundenen Seewolf, der einfach nur seine Ruhe haben will, aber im Laufe des Stückes erkennt man, das es in ihm brodelt bis er dann endlich explodiert. Diese Entwicklung geschieht mit so einer Detailliertheit, die einfach begeistert.

Ebenso begeistert das restliche Ensemble.
Sophia Euskirchen als Meeresgöttin Ran, die nicht nur in ihren zwei Solonummern, wie ihr "Wofür Würdest Du Sterben?" eine Kraft und Spielfreude zeigt, ist, wie der Schlussapplaus zeigt, zumindest habe ich es so empfunden, der heimliche Star der Inszenierung.
Janko Danailow als Butt Stig gelingt es großartig, die Zwiespälte, in denen sich sein Charakter befindet, aufzuzeigen, die sich insbesondere in seiner sublimen Mimik widerspiegelt. Seine zweite Solonummer im zweiten Akt ist eine emotionale Achterbahn und rührt mich zu Tränen.

Oliver Morschel und Jessica Rühle als Butts Freunde sind entzückend mit ihrem Esprit, Anna Thoren als leicht frustrierte Asta, eine Freundin von Ilsebill, und die anderen tragen zu diesem besonderen Theatererlebnis bei, der mir sicherlich lange in Erinnerung bleiben wird.

Eine Antwort auf "Wofür Würdest Du Sterben?" habe ich für mich aber noch nicht gefunden.

MH2404 (20 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Lässige Jedermann Inszenierung

17.06.2017 - Was für ein Abend !
Wir gingen mir großer Vorfreude und auf Empfehlung ins Landestheater und kamen irgendwie als bessere Menschen aus dem Stück . Der Jedermann einmal anders - ja ! Und sogar besser als das Original ! Hier könnte man Herzblut spüren bei allen Akteuren ! Die Musik tut ihres hinzu mit allen Sinnen zu geniesen , zu leiden , zu verstehen !
Ein grandioser hochverdienter Endapplaus für das Ensemble und Standing Ovations für den Tod ( Andy Kuntz ) und Jedermann ( Randy Diamand) inklusive !
Warum werden die besten Stücke nur immer so schnell aus dem Programm genommen ! Wir wollten es uns gerne mit Freunden nochmals anschauen - aber es gibt leider nur noch Rest Stehplätze ! Die überlassen wir dann gerne den Studenten der Stadt - die sich dieses Stück nicht entgehen lassen sollten .

Berg Geisl (erste Bewertung)


Extrem gut...mit Abstrichen...

17.06.2017 - Ich war in der Premiere von Evita am Meininger Theater. Es ist eine große Show, in der alle Register gezogen wurden. Tolle Kostüme, eine durchdachte Bühne und atemberaubendes Lichtdesign. Che ist sehr gut. Wenn vielleicht nicht jede Note passt und der Darsteller mal transponiert oder in Sprechgesang übergeht, durch geschicktes und überzeugendes Spiel wird dies mehr als ausgeglichen. Evita hingegen überzeugte mich leider nicht. Sie schien mir, der Rolle nicht gewachsen zu sein. Sie entglitt eher ins schreien und das wirkte wieder verzweifelt. Schade, denn auch hier hat die Maske beste Arbeit geleistet, aber die Rolle war nicht ausgefüllt, Evita wirkt nicht authentisch. „Wach auf Argentinien“ war leider der Höhepunkt der stimmlichen Überforderung. Dies fiel auch anderen Besuchern um mich herum auf, die sie aus anderen Produktionen positiv kennen. Leider gibt es laut Programm keine Zweitbesetzung für diese Rolle – schade! Hingegen die Rolle der Geliebten ist grandios besetzt. Schöner habe ich „Du nimmst den Koffer wieder in die Hand“ noch nicht gehört. Auch die Begleitung durch das Ensemble war sehr erfrischend. Schöner, als hätte es „nur“ Che gesungen. Absolute Höchstleistung. (Vielleicht wäre sie ja die bessere Evita?!) Auch die Leistung des Ensembles und Ballett ist einsame Spitze. Die Damen und Herren waren (im Vergleich zu vielen anderen Theatern) klar zu verstehen ohne diese meist opernarienhaften Ausschmückungen. Ganz großes Lob. Zwei Rollen noch, die dazu gehören…. Magaldi war zwar stimmlich ganz gut, aber hatte einen sehr massiven „Karel Gott – Sound“, das war nicht sehr passend und leider offenbar zu wenig beim Vocalcoach geübt. Es reißt aus der Show heraus. Und Peron wird von einem Schauspieler dargestellt, das merkt man. Darstellerisch sehr gut – gesanglich sehr ausbaufähig! Alles in Allem aber eine sehr gute Vorstellung die man sich unbedingt ansehen sollte.

LaLa-Liebhaberin (erste Bewertung)


Mission geglückt

16.06.2017 - Mission 2
Nach dem einzigartigen Erlebnis vor 1er Woche bei dem wir als langjährige Theatergänger zum ersten Male Standing Ovations im Innsbrucker Landestheater erleben durften, ist die Vorfreude riesig das Stück ein 2tes Mal zu erleben und sicher viele neue Details entdecken zu dürfen.
Man darf stolz sein, denn der Tiroler "EVERYMAN" gehört zu den besten neuen Theaterstücken, die in den letzen Jahren von Theaterschaffenden auf die Beine gestellt worden sind!

Mission2 (erste Bewertung)


Märchenhaft?

15.06.2017 - Normalerweise meide ich diese sommerlichen (fast) Open Air-Veranstaltungen wie der Teufel das Weihwasser. Schlechtgekleidete Menschen in Flip-Flops, bewaffnet mit Sitzkissen und Kaltgetränken stehen vor Dixi-Klos Schlange. Nein Danke!
Eigentlich! Weshalb ich dieses Jahr eine Ausnahme gemacht habe, hat zwei Gründe:
1. Anna Montanaro
2. Marc Schubring

Um das Fazit vorwegzunehmen: Begeisterung pur!

Die Umsetzung des Märchens VOM FISCHER UND SEINER FRAU ist in allen kreativen und künstlerischen Belangen herausragend gut gelungen.

Diese filigrane doppeldeutige Parabel, die sich so angenehm von den sonstigen Monster-Mörder-Massaker-Stoffen aus dem Grimm-Kosmos abhebt, ist von ihrer intelligenten Grundsubstanz her schon bestens für eine theatralische Adaption geeignet.
Literarisch hat man sich die eine oder andere Freiheit genommen. So hat der Butt z.B. eine sehr komplexe Vor- und Lebensgeschichte, die einen nennenswerten Anteil einnimmt. Das Ganze ist jedoch durchaus stimmig und ohne Längen.

Marc Schubring beweist (nicht zuletzt nach den grandiosen GEFÄHRLICHEN LIEBSCHAFTEN), dass er kompositorisch alles beherrscht.
Komplexe, anspruchsvolle Klanggebilde ebenso, wie eingängige, emotionale Musical-Melodien.

Auch die optische Umsetzung ist perfekt: Aus zunächst spröde und schlicht wirkenden Holzaufbauten auf der Bühne, werden durch eine erstaunlich Vielzahl von unsichtbaren Öffnungen Zugangsmöglichkeiten für Darsteller und Kulissenteile möglich. Dieses Ambiente passt perfekt und lässt reibungslosen, schnellen Szenenwechsel zu.

Die stimmigen Kostüme sind auch eine Meisterleistung. Die "Grundkostüme" werden, teilweise auf der Bühne, mit Applikationen und Accessoires in sekundenschnelle verändert und lassen so einen komplett neuen Charakter glaubhaft entstehen.
Insbesondere die Unterwasserwesen sind großartig gelungen und Lichtjahre von schrillbuntem Disney-Kitsch entfernt.

Die Regie von Holger Hauer müsste man eigentlich stundenlang loben. Da stimmt einfach alles: Treffende Personzeichnung, dramaturgischer Aufbau, Dynamik und Tempo, originelle Ideen ohne Ende. Chapeau!

Die Besetzung? Auch hier müsste man eigentlich sehr weit ausholen und jedem einzelnen der Darsteller für seine Professionalität und ansteckende Spielfreude danken.
Ron Holzschuh, Sophia Euskirchen, Anna Thoren, Janko Danailow, ....Top!
Als Krönung gibt Anna Montanaro (mal wieder, muss man fast sagen) eine schauspielerische Leistung der Sonderklasse. Die Vielschichtigkeit mit der sie die Ilse zeichnet, ist virtuose Schauspielkunst. Hochemotional (manchmal nahezu schmerzhaft) ist es für das Publikum mitzuerleben, wie sich diese unzufriedene Frau aus ihrem bescheidenen Alltagsleben verabschiedet, sich in Größenwahn und Machtgier verliert und letztendlich doch noch eine Katharsis durchlebt.

Ich bin mir überhaupt nicht so sicher, ob VOM FISCHER UND SEINER FRAU besonders gut für Kinder geeignet ist. Insbesondere der zweite Akt ist dunkel und dramatisch und die Doppeldeutigkeit überlagert den Märchencharakter der Vorlage.

Ich bin bestens und intelligent unterhalten worden bei den Hanauer Grimm-Festspielen.
Das Musical ist in dieser Form ein kleines Juwel.
Oder, um im maritimen Umfeld zu bleiben: eine Perle!

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Ein toller Theaterabend

10.06.2017 - Wir haben die Vorstellung am 8.6. besucht und verbrachten einen wunderbaren Abend.
Bis auf Sina Pirouzi spielte die komplette First Cast. Der Fokus der neuen Inszenierung liegt viel stärker auf Frollo und seinem Handeln, Felix Martin meistert die Rolle mit Bravour und zeigt sehr stark die innere Zerrissenheit des Erzdiakons, sein Gesang ist einfach großartig. David Jacobs gibt Quasimodo eine tolle Ausstrahlung und zeigt deutlich , dass hinter dem Monster ein junger manchmal etwas kindlicher Mann steckt, der alles darum geben würde, am normalen Leben teilzunehmen. Hut ab auch vor der sportlichen Leistung. Maximilian Mann spielt den "Helden" wie er im Buche steht und sorgt dafür, dass Phoebus nicht nur ein Klischee bleibt, sondern eine Entwicklung durchmacht. Toll sein Duett mit Esmeralda. Jens Janke wieder als Clopin hat mir auch sehr gut gefallen. Sina Pirouzi muss sich sicher noch ein wenig in ihre Rolle finden, der Tanz der alle Männer in ihren Bann ziehen soll, ist doch etwas eckig, der Gesang könnte ein klein wenig wärmer sein.
Orchester und Chor machen ihre Sache toll, die Idee mit dem Extrachor hat mir sehr gut gefallen, nicht nur wegen des tollen Klangs, sondern auch als Teil des Bühnenbildes.
Die Inszenierung fand ich großartig, deutlich düsterer als bei anderen Disneystücken, dafür aber voll toller Ideen, die die Geschichte unterstützt haben.
Die Akustik war im TdW diesmal sehr gut.
Also sehr empfehlenswert,wir werden das Stück sicher noch einmal besuchen.

Charlotte (46 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolles Musical!

10.06.2017 - Wir waren am 8/9.06.17 im Theater des Westens. Die Cast beim Glöckner war bis in die kleinste Rolle super besetzt!
Ein Sternchen weniger für die Reihe 5 mitte Plätze. Sichtbehinderung in allen Szenen die am Bühnenboden gespielt wurden...

sissi1982 (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Wissenschaft kann auch unterhalten!

06.06.2017 - Das Molekül ist eines der wenigen Highlights in dieser Spielzeit in DE, das mich auf ganzer Linie begeistern kann:
Intelligente, clever erzählte Story mit einem ungewöhnlichen spannenden Thema, Musik zum Dahinschmelzen, wenn man die Klassiker aus den 40ern/50ern mag, wird man die Musik hier lieben, eine gekonnte ideenreiche Inszenierung unterstützt durch ein durchdachtes Bühnenbild und Lichtkonzept und passenden Kostümen mit einer Besetzung, die für eine Stadttheaterinszenierung seinesgleichen dieser Tage sucht.

MH2404 (20 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


05.06.2017 - Die Darsteller sind gut, das Thema interessant, die Inszenierung gut, aber die Musik hat mich nicht erreicht. War nett, gesehen zu haben.

Lisa09 (18 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Triumphales Musical-Meisterwerk - die 5 Sterne Show der Saison

05.06.2017 - Nach meinen 3 Besuchen beim Glöckner in Berlin kann man folgendes zuerst mal festhalten:

Musik, Geschichte, Ensemble, Hauptdarsteller, Orchester, Chor - 5 Sterne - so muss Musical sein eine dramatische emotionale Geschichte mit einigen der bedeutendsten Musical-Kompositionen unserer Zeit - das ist "Der Glöckner von Notre Dame" in unserem schönsten Theater dem legendären Theater des Westens!

Der Stage Entertainment ist damit ein Bravourstück gelungen dass einzigartig ist im deutschsprachigen Raum - diese Qualität vom Orchester, Chor, der Geschichte und den Darstellern ist so bestechend - da kommt erst mal lange gar nix mehr.... Chapeu!Bravi! Bravo! Glorios!

Auch das Publikum im prall gefüllten Haus 3 x war sogar der 2. Rang geöffnet spendete jedes Mal frenetisch Applaus und das gesamte Theater stand - Standing Ovations von der 1. Reihe bis hinten oben im 2. Rang -

Absolut zurecht! Es ist vor allem auch völlig egal wer gerade spielt - die Hauptrollen sind alle so hochgradig qualitativ besetzt - ob der Quasimodo nun von Jonas Hein oderMilan van Waardenburg gespielt wird - jeder spielt großartig und man muss einfach öfter rein um mehr Besetzungen zu sehen!

Oliver Mülich als Erzdiakon Claude Frollo sowohl stimmlich als auch Schauspielerisch ne Wucht - die Kardinalsrollen liegen ihm spielte er ja bereits bei "3 Musketiere" den Kardinal Richelieu..

Sarah Bowden ist eine bezaubernde hinreißend anmutige Esmeralda - ihr "Einmal" und "Hilf den Verstoßenen" Rühren die Tränendrüsen und sind mit die emotionalsten Songs dieser an Melodien so reichen Partitur von Alan Menken und Steven Schwartz die beiden Großmeister des Musicals - hier kann man sehen und vor allem hören was entsteht wenn zwei Genies zusammenarbeiten...

Der absolute Wahnsinn kommt aber zum Ende des 1. Aktes zu: "Das Feuer der Hölle" von Felix Martin - das beste Lied der Partitur so eindringlich und emotional donnernd und schmetternd vor glühendem Hass, Rache und Leidenschaft ins Theaterauditorium hineingeschmettert - absolute Stille im Publikum - für mich ist Frollo die Hauptfigur dieses Stücks in der neuen Version erfährt man von ihm viel mehr und da muss ich zugeben: Felix Martin - das ist eine der ganz großen prägenden Rollen seines Lebens - ich liebe sein Schauspiel - man merkt seine intensive Schauspielerfahrung und seine klare verständliche Aussprache und Betonung und diese Stimme - Gänsehautfeeling in den lauten großen und stillen kleinen Momenten - er steht ja permanent auf der Bühne und Felix Martin hat ne Ausstrahlung und Präsens - ich freue mich ihn bei meinen weiteren Showbesuchen bis zur Derniere in Berlin noch öfters zu sehen...

Nun sind wir beim grandiosen Chor und Orchester des Theater des Westens angekommen - es ist so schön den Chor alleine singen zu hören es klingt wie in einer Kathedrale - dazu das wunderbare große Orchester unter Leitung von Bernhard Volk und Shay Cohen - absolut beeindruckend wie auch das

Bühnenbild - toll umgesetzt mit den großen Glocken und dem Kirchenfenster und den Podesten -
Besser als in der 1999 Disney-Kitsch-Produktion - dies mal steht zwar auch Disney mit drauf hat mit Disney aber nichts mehr zu tun der Kitsch ist weg - Mr. Peter Parnell ist es gelungen den Victor Hugo voll und ganz zum Vorschein zu bringen...

Deswegen diejenigen die immer den alten großen Musicals der 80er und 90er nachtrauern und ernsthafte Geschichten bekommen wollen - wenn ihr diesen Glöckner nicht anschaut, dann ist euch echt nicht mehr geholfen - da sieht man dass die Mischung der Stage wirklich toll und gelungen ist - Weiter so Stage Entertainment - Das Musical der Saison 2016/2017!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Andreas Bieber strahlt und glänzt: Eine Star-Performance!

04.06.2017 - Die engagierten Laiendarsteller des Studio Lev in Kassel wollten in diesem Jahr mit dieser Show ein neues Level an Professionalität erreichen. Nicht zuletzt, weil sie vom Lizenzgeber die Auflage bekommen hatten, die beiden Hauptrollen mit Profidarstellern zu besetzen. Dies erweist sich als eine sehr weise und mehr als richtige Entscheidung:
Andreas Bieber ist, im wahrsten Wortsinne, ein Star. Wie er Hedwig mit Strahlkraft, Leben, Liebe, Leiden(schaft) und Stimme ausfüllt, ist eine Masterclass in puncto Musiktheater.
Er weiß dabei, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch, alle Register zu ziehen: in einem Moment ist Hedwig laut, böse, zynisch und arrogant, um sofort aus einer enormen Fallhöhe auf zerbrechlich, kleinlaut und zart abzustürzen.
Bieber ist die Idealbesetzung für diese Rolle und ich kann mir im deutschsprachigen Musiktheater bei Leibe nur wenige Darsteller vorstellen, die ihm auch nur ansatzweise das Wasser reichen können. Und wenn man bedenkt, dass Andreas Bieber praktisch von der ersten Stunde des "großen" Musicals in Deutschland an bereits dabei ist, möchte ich ihm noch größeren Tribut zollen, ist seine Stimme doch noch immer so virtuos, beweglich und klar wie zu besten Elisabeth-Zeiten.
Ihm zur Seite steht als Gegenpart Alice Macura in der Rolle des ungeliebten Ehemannes Yitzhak.
Stimmlich ebenfalls bestens aufgelegt, entwickelt sie zusammen mit Bieber die perfekte Energie dieser toxischen Beziehung.
Bleibt noch die aus jugendlichen bestehende Rockband zu erwähnen, die die beiden Profis gekonnt begleitet, wenn ich mir auch den Sound manchmal etwas satter gewünscht hätte.
Das heruntergekommene Ambiente der Halle ist ideal für Hedwig. Mit sehr viel Liebe zum Detail wurde der Zuschauerraum ausgestattet und stellt so unterschiedliche Stationen in Hedwigs Leben dar. Von den Programmheften übers Merchandising bis hin zur freundlichen Bedienung am Tisch wirkte die Gesamtorganisation sehr leidenschaftlich und professionell. Hier sind sehr viele Menschen mit sehr viel Herzblut dabei.
Alles richtig gemacht, Studio Lev, volle Punktzahl und weiter so!
Mein Tipp: unbedingt hingehen, allein schon wegen Andreas Bieber, der eine Hedwig zum Niederknien ist.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Solide Leistung mit Tonqualitäts-Desaster

03.06.2017 - Ich persönlich bin von der Aufführung (besuchte Vorstellung: 2.6.17) eher enttäuscht. Denn:
1. Die Sänger waren ausnahmslos sehr gut.
2. Die Damen und Herren am Mischpult sind eine Schande für ihren Berufsstand.
Es mag möglich sein, dass die Reithalle als Ausweichspielstätte schwerer zu beschallen ist als das Gärtnerplatztheater. Aber Tontechniker ist ein Beruf, den man tatsächlich lange genug lernt, um nach angemessener Probenzeit und auch nach mehreren Vorstellungen die Akustik im Griff zu haben. Es hat mich maßlos geärgert, dass so ein wunderbarer Sänger wie David Jakobs derart schlecht ausgesteuert war. Auch das Orchester selber war schlecht abgemischt. Da klingen plötzlich eigentlich klangwarme Hörner wie scheppriges Blech. Nachdem, was ich bis jetzt an Kritiken in den lokalen Medien gelesen habe, ist das ein bekannter Umstand, und das macht mich nur umso ärgerlicher.
Die Inszenierungwar für mich ganz o.k., aber ehrlich gesagt, hat man als JCS-Fan das alles schon mal so ähnlich irgendwo gesehen. Es gab ein paar schöne Einfälle und Szenen. Ich mochte, dass Judas sein Heaven on their minds hauptsächlich zu Jesus gewandt singt. Ich mochte den Stage-Diver von Judas bei Superstar. Auch Judas Selbstmord begann spannend mit den leuchtenden Seilen, allerdings ist diese Idee -wie mehrere andere auch- nicht zu Ende geführt worden. Maria Magdalena zum Beispiel darf beim Abendmahl auf der Bühne sein, am Tisch lässt man sie aber nicht Platz nehmen. Wie schön hätte das gewirkt, wo doch die Jünger per Selfie das "Letze Abendmahl" von da Vinci nachgestellt haben (oder doch quasi vorweggenommen!?). Bis heute gibt es genügend Leute, die glauben, Maria wäre mit auf diesem Bild. Das wäre mal ein Statement geworden.
Die Massenszenen waren mir zu überchoreografiert. Viel zu viele Menschen auf der Bühne, Tanzszenen zu gewollt (besonders bei Simons Lied hatte man das Gefühl, der/ die Choreografen wollten extra nochmal zeigen, was die Jungs und Mädels bei ihrer Ausbildung alles gelernt haben).
Mir fehlten die Entwicklungsbögen. Judas war von Anfang an aggressiv eingestellt, nirgends kam seine Bewunderung und Liebe für Jesus so richtig zum tragen. Dabei wäre das ein Erzählbogen, der einfach gespannt werden muss, um das Tun und dann den Selbstmord zu verstehen. Mir fehlte der Bogen ebenso bei Jesus. Der war mir viel zu oft irritiert, selbst überrascht von allem und hat mich damit eher an jemand erinnert, der selber eher Mitläufer denn Anführer ist. Da fehlt mir bei Herrn Kahl auch ein bisschen das Charisma. So ganz mag man eben nicht glauben, dass ihm alle hinterherlaufen... Stimmlich war er aber herausragend Allerdings bin ich auch bekennender Drewaner, und wenn man diese wahnisnnig hohen Töne im Gethsemane gewohnt ist, hat man das Gefühl, es fehlt etwas. Aber das ist in der Tat Jammern auf höchstem Niveau und ich kann vor Herrn Kahl nur den Hut ziehen. Judas war ebenfalls genial, das konnte man an manchen Stellen heraushören. Wenn ihn doch die Technik einfach gelassen hätte, wie er könnte und wollte... Bettina Mönch singt astrein und wunderbar. Allerdings hat mich ihre Maria vollkommen kalt gelassen. Selten war ich einer Maria gegenüber so gleichgültig eingestellt wie ihrer. Mir hat sie schauspieltechnisch gar nicht gefallen. Überhaupt hatte ich den Eindruck, dass ganz viel Schauspiel zugunsten der Choreografie vernachlässigt wurde.
Zu guter Letzt das Orchester: grundsolide gespielt. Aber für meine Begriffe viel zu wenig Akzentuierung in einer so spannend komponierten Musik. Und dazu die schlechte Abmischung ergaben alles in allem leider viel zu oft eine vor sich hinplätschernde Klangsoße ohne viel Individualität.
Ich weiß, dass sehr viele Menschen an so einer Produktion beteiligt sind, und ich weiß auch, dass sich im Normalfall alle wahnsinnig Mühe und mit Sicherheit ihr Bestes geben. Drum fallen mir solche negativen Kritiken schon schwer. Aber ich habe JCS schon viele Male einfach runder inszeniert und vor allem besser abgemischt erlebt, z.B. In Wien oder in Basel.


Bielefeld mal wieder in der Musical Championsleague

03.06.2017 - Eine tolle, beachtenswerte Neuproduktion des Theaters Bielefeld. Was William Ward Murta erfunden hat ist absolute Weltklasse, ein spannendes, modernes Thema. Die Geschichte ist spannend und lehrreich. Murta hat wieder einmal unter Beweis gestellt, dass er ein genialer Musiker und Komponist ist, wahrscheinlich zu bescheiden, um damit Weltkarriere zu machen. Die Darsteller sind mit Thomas Klotz, Veit Schäfermeier, Alexander Franzen, Carlos Rivas, Carolin Soyka, Roberta Valentini mit den Superstars des deutschen Musicals besetzt. Tolle Bühne, toller Sound, tolle Videos. Wieder mal hat Bielefeld bewiesen, dass es in der Topliga der Musicals mitspielen kann.

Tonwelt (erste Bewertung)


Berlin war Top, Schwerin ein Flop! Görlitz wieder ein Top!

31.05.2017 - Frühling für Hitler und Germany!
Ist ein Muss für das Neue Leben der Vergangenheit!
Wir können über Chaplins Hitler lachen, wir müssen nicht die Lager missachten!
In diesem Stück wird Adolf Hitler und Co, verarscht!
Das ist auch gut so!
Leute schaut Vorwärts!
Es ist 70 Jahre her!
Wir sind Deutsche, also seid Deutsche! Schaut in die Zukunft!
Genießt das schöne des Tages!
Heil Dir Selbst!

chef de cuisine (11 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Liebe auf den zweiten Blick

27.05.2017 - Mit Jesus Christ Superstar bringt das Staatstheater am Gärtnerplatz Andrew Lloyd Webbers Klassiker einmal mehr nach München. Dieses Mal jedoch in die Reithalle und dieses Mal in einer durchinszenierten Version, einer Neuinszenierung. Diese wirkt auf den ersten Blick eher gewöhnungsbedürftig. Vor dem Abendmahl gibt es Pizza, das Ensemble steh teilweise in Hotpants auf der Bühne ...
Zugeben ist es nichts Neues, dass Regisseure sich diese Rockoper vorknöpfen um sie in einer neuen Inszenierung zu präsentieren und heutzutage ist es eher ein Wunder das Stück in einer klassischen Inszenierung zu sehen. Warum das so ist bleibt eine offene Frage.
Auf den ersten Blick kam diese Inszenierung für mich eher als eine potenzielle Enttäuschung daher. Kaum Kulisse, auf den ersten Blick nicht ganz schlüssige Besetzungspolitik. Doch nach der Vorstellung kann ich nur eines sagen: das Konzept geht auf!
Die Inszenierung überzeugt vor allem durch die große Cast bestehend aus Hauptcast, Ensemble und dem Chor. Gesanglich stehen hier sehr talentierte Leute auf der Bühne. Angeführt wird die Personenriege von Armin Kahl, der mich mit seiner Interpretation der Titelrolle positiv überrascht hat. Er spielt sehr facettenreich und singt die schwierige Rolle makellos. David Jakobs überzeugt ebenfalls als Judas und zeigt seine rockige Seite. Auch Bettina Mönch holt aus der eigentlich eher langweiligen Rolle der Maria Magdalena alles raus was geht, was vor allem daran liegt dass man sie, Dank der Verhältnisse der Bühne, die ganze Zeit auf der Bühne sieht und sie dadurch schauspielerisch überzeugt. Gesanglich überzeugt sie (wie eigentlich immer), nur die englische Sprache scheint ihr ein paar Probleme zu bereiten. Besonders erwähnt werden muss noch Erwin Windegger als Pilatus, der in seinem Sololied das Publikum teilweise zu Tränen rührt.
Josef E. Köpplingers Inszenierung wird letztlich doch zum Glücksgriff. Das Stück ist packend und vor allem die Tempelszene wird so bedrückend inszeniert wie selten. Und genau das macht die Inszenierung so einzigartig. Durch ein paar überzeugende Ideen, einer riesigen Cast und dem großen Orchester entsteht eine Jesus Inszenierung die sich von den vielen Inszenierungen im deutschsprachigen Raum absetzt.
Fazit: hingegen Tipp: die Plätze an der Seite sind übrigens auch empfehlenswert

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Zauberhaft, glorios!

25.05.2017 -

IneLig (erste Bewertung)


Unterhaltsamer Abend

24.05.2017 - Ein amüsanter Abend, ich bin ohne Erwartung hineingegangen, da mich die vorab erworbene CD nicht wirklich begeistert hat. Alles in allem aber wirklich sehenswert, Oliver Mülich fand ich große Klasse.... Uwe Kröger, tja was soll ich sagen ? Er ist stimmlich einfach nicht mehr der, der er mal war, oder soll ich lieber schreiben, er war "bestimmt wie immer nur erkältet" und hat deshalb etliche Töne nicht getroffen ? In den leisen Momenten passt das, aber ansonsten ist es wirklich nicht mehr schön anzuhören, so leid es mir als Uwe Kröger Fan tut. Vielleicht muss man sich manchmal eingestehen, wenn die Zeit vorüber ist.

andycibis (25 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


I Love You, You're Perfect, Don't Change

22.05.2017 - Das Stück ist bestens geeignet für den Altersdurchschnitt der Mitglieder des Jungen Staatsmusicals. Zudem ist die fast intime Atmosphäre der Studio-Bühne des Hessischen Staatstheaters perfekt für die Aufführung.

Die launige und (nahezu) zusammenhanglose Aneinanderreihung von kurzen Szenen aus den Bereichen Beziehungsanbahnung, Beziehungsprobleme, Martyrium der Ehe und Kindererziehung, Beziehungsende fordert die Darsteller heraus.
Zu Klavierbegleitung stürzen sich die Künstler in kurzer Abfolge in immer wieder neue, teils schrille, teils schräge mitunter extreme Charaktere. Vom Hipster Blind Date über den Seniorentreff auf der Beerdigung bis zur Kuppel-Show im Hessischen Staatsgefängnis ist der Bogen sehr weit gespannt.
Die quirligen Darsteller in großer Spiellaune werden dieser Herausforderung voll und ganz gerecht und sind das große Plus dieser Inszenierung, der die eine oder andere leichte Kürzung gut tun würde.
Das Ensemble (Sechs Darsteller und zwei \"Puppenspieler), agiert absolut homogen, souverän und überzeugend. (Dass sich Tim Speckhardt mit Charme und großartiger Stimme wieder die eine oder andere Szene stiehlt, ist fast schon selbstverständlich.)

Unter der professionellen Regie von Iris Limbarth bleibt alles (inklusive der vielen Szenenwechsel) in gutem Fluss.
Insbesondere die Personenregie, die die vielen Charaktere zum Leben erweckt, ist großartig gelungen.

Man erlebt einen kurzweiligen, unterhaltsamen Abend, bei dem das Ensemble verdientermaßen der Star ist.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


I Love You, You're Perfect, Don't Change

22.05.2017 - Das Stück ist bestens geeignet für den Altersdurchschnitt der Mitglieder des Jungen Staatsmusicals. Zudem ist die fast intime Atmosphäre der Studio-Bühne des Hessischen Staatstheaters perfekt für die Aufführung.

Die launige und (nahezu) zusammenhanglose Aneinanderreihung von kurzen Szenen aus den Bereichen Beziehungsanbahnung, Beziehungsprobleme, Martyrium der Ehe und Kindererziehung, Beziehungsende fordert die Darsteller heraus.
Zu Klavierbegleitung stürzen sich die Künstler in kurzer Abfolge in immer wieder neue, teils schrille, teils schräge mitunter extreme Charaktere. Vom Hipster Blind Date über den Seniorentreff auf der Beerdigung bis zur Kuppel-Show im Hessischen Staatsgefängnis ist der Bogen sehr weit gespannt.
Die quirligen Darsteller in großer Spiellaune werden dieser Herausforderung voll und ganz gerecht und sind das große Plus dieser Inszenierung, der die eine oder andere leichte Kürzung gut tun würde.
Das Ensemble (Sechs Darsteller und zwei "Puppenspieler), agiert absolut homogen, souverän und überzeugend. (Dass sich Tim Speckhardt mit Charme und großartiger Stimme wieder die eine oder andere Szene stiehlt, ist fast schon selbstverständlich.)

Unter der professionellen Regie von Iris Limbarth bleibt alles (inklusive der vielen Szenenwechsel) in gutem Fluss.
Insbesondere die Personenregie, die die vielen Charaktere zum Leben erweckt, ist großartig gelungen.

Man erlebt einen kurzweiligen, unterhaltsamen Abend, bei dem das Ensemble verdientermaßen der Star ist.


Broadwayfeeling im Pott

20.05.2017 - Gefühle pur - So kann man die Oberhausener Inszenierung beschreiben und das liegt vor allem an den beiden Hauptdarstellern Sabrina Weckerlin und Josh Strickland. Weckerlin besticht mit ihrem gefühlvollen, aber sehr kraftvollen Gesang bereits im Opening und beschert einem sehr früh pure Gänehaut und Tränen in den Augen.
Josh Strickland ist ein wahrer Gewinn. Sein Akzent ist absolut nicht störend und sehr passend zu dieser Rolle. Seine Stimme ist einfach der Wahnsinn. Bereits die ersten Zeilen verursachten bei mir Gänsehaut und gerade sein Solo im zweiten Akt ergreift einen so dermaßen, dass man danach eigentlich gar nicht mehr bereit ist die Show weiter zu gucken, weil man zu geflasht ist. Ein Broadwaystar, der diesen Titel verdient.
Der Rest der Cast spielt herrlich munter und sehr überzeugend.
Insgesamt: Ein großartiges Ereignis und man sollte sich Josh Strickland auf keinen Fall in dieser Rolle entgehen lassen.

Ben97 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Runter vom Berg - das Theater ruft

17.05.2017 - Nach all den Lobpudeleien musste ich mir den englischen Jedermann in Rock Version einfach anschauen. Vor einer Woche war ich also im Landestheater. Das Stück geht unter die Haut und hat mich richtig überzeugt. Eigentlich bin ich mit keinen all zu hohen Erwartungen hingegangen und glaubte man will mal wieder auf Teufel komm raus Kunst machen und ein altes Stück modernisieren . Aber es kam anders . Ich wurde aufgeklärt dass diese Rock Opera der englischen Originalfassung mindestens genau so nahe kommt wie der Hofmannsthal. Und es ist genau so berührend ! Es hat mich sogar so bewegt , dass ich heute mit meiner Frau abermals hineingehen werde . Wunderbare Sänger und Darsteller und ein beeindruckendes Bühnenbild warten auf uns. Also runter vom Berg - das Theater ruft.
Wir freuen uns ganz arg drauf.

Der Innerebner (erste Bewertung)


Ein rundum gelungenes Werk!

10.05.2017 - Der Titel des Soloprogramms "ScherbeLn bringen Glück" hält, was er verspricht! Gut zweieinhalb Stunden unterhält Uli Scherbel seine Zuschauer mit zahlreichen Liedern, die einfach nur gute Stimmung verbreiten und einen den Alltag vergessen lassen. Das Ganze wird umrahmt von kleinen Anekdoten, philosophischen Gedanken und kurzen Geschichten aus seinem Leben. In der Pavel-Sandorf- Big Band hat er die passende, harmonische Begleitung gefunden. Kurzum: das perfekte Programm für alle, die einen absolut stimmigen, rundum gelungenen Abend genießen möchten und die es mögen, in den darauf folgenden Tagen noch weiter von der Musik getragen zu werden.

Waldeule (erste Bewertung)


WOW!

09.05.2017 - Was für ein toller Abend. Sehr, sehr kurzlebig,tolle Kostüme, eine so künstlerische Maske vom Tod, die auch noch bis in den letzten Rang ihre Wirkung behält, beeindruckendes Bühnenbild (eigentlich simpel-trotzdem Bombastisch in der Wirkung)
Es ist wirklich für jeden etwas dabei... Rock/ Metal, sanfte, traurige Balladen bis hin zu Opern-like- Songs...
Großartige, gewaltige Stimmen!
Der Tod ergreift nicht nur mit seinem Spiel, er beeindruckt mit seinem unglaublichen Gesang! Krasse, glasklare Höhen (HAMMER!) Dagegen singt er dann aber auch leise, rauchige, tiefe Töne, die warm und mystisch klingen! Hut ab- ganz großes Kino! Womit klar ist, wer mein Favorit des Abends war ;-)
Der Jedermann hat auch eine wundervolle, echt beeindruckende Stimme. Ihm zuzuhören tut gut. Er spielt großartig und hat moves drauf, die man bei einem "Jedermann" nicht erwartet, die aber zu diesem besonderen "Everyman" perfekt passen. Auch er hat "Dich im Sack".
Die beiden Ladies, spielen jeweils zwei Rollen- großartige Arbeit von Maske und Kostüm! Einmal von Everyman's Mutter im Rollstuhl- soooooo gefühlvoll, leise- einfach wundervoll gesungen, kommt sie später nochmal zurück als Mammon- mit rockiger, rotziger Vollgas-Stimme und tanzend. Beides großartig gesungen- krasser Switch! Auch alle Daumen nach oben!
Die zweite Dame mit Doppelrolle ist am Anfang klassisch schön- so singt sie auch. Ihre 2. Rolle an dem Abend hat echt berührt- das gab einen riesen Klos im Hals. Nicht nur vom Gesang, sondern auch vom Spiel her.
Alle Darsteller waren toll. Jeden aufzuzählen, wäre richtig und gerecht- aber ich habe jetzt einfach mal meine Favs benannt.
Chor klingt bombastisch.
Ich mag die Choreographie sehr, sehr, sehr. Finde auch, die Tänzer haben Spaß an dieser Show und der Musik!
Tolle Inszenierung. Sehr üppig- sehr bombastisch! Aber why not??! Passt für mich perfekt!
Was mir als häufiger Theatergänger, Musicalfreund und Rockliebhaber auch sehr positiv aufgefallen ist, war dieser klare, echt tolle Sound. Hut ab!
Ich bin beeindruckt, berührt, sehr toll unterhalten worden! Ein tolles Stück!

Alex Haas (erste Bewertung)


Eines meiner Lieblingsmusicals

09.05.2017 - Als ich gehört habe, dass Next to Normal für ein Gastspiel nach Dresden kommt, stand für mich fest, dass ich es unbedingt sehen muss. Ich kannte bereits Rezensionen zu Inszenierungen in anderen Städten und hatte auch schon den Soundtrack des Öfteren angehört, also war ich schon relativ vertraut mit dem Musical. Es hat mich wirklich umgehauen es live zu erleben. Vor allem, dass ich so emotional ergriffen war, obwohl ich eben schon wusste, was kommt, spricht für die Darsteller und die Inszenierung. Nicht nur Pia Douwes, sondern auch alle anderen Darsteller hatten wunderschöne, zu ihren Parts passende Stimmen. Würde mir noch mehr Musicals wie dieses wünschen, die auch mal ernstere Themen behandeln.


Beitrag vom 08.05.2017 gesperrt


Sie spielen um ihr Leben

08.05.2017 - Wir konnten uns am 4.5. davon überzeugen, dass dieses rockige Mysterienspiel das Potenzial besitzt nicht nur in Innsbruck ein Renner zu werden,sondern auch darüber hinaus!
Das es bereits ab 2018 schon wieder vom Theater Münster eingekauft wurde scheint nur allzu verständlich.Es wird sicher nicht die letzte Station gewesen sein.
Die Geschichte ist nahezu die selbe wie bei der Salzburger Version, allerdings von den Autoren nach dem altenglischen Original in Originalsprache erzählt. Kuntz / Reitmeier gelingt dies grossartig - wobei schon die Bildsprache der Musik, Werno/Lill einen sehr grossen Anteil am Gelingen hält. Wunderbare Darsteller und Stimmen die herausragend miteinander harmonieren. Diamond (Everyman) / Kuntz( Tod) spielen buchstäblich um ihr Leben . Grosses Lob für Astrid Vosberg, welche in einer Doppelrolle als Everymans Mutter und Mammon zu erleben ist. Diese Produktion lässt keine Wünsche offen und Theaterherzen höher schlagen. Ein opulentes Bühnenbild ,wunschschöne Kostüme und ein toller Sound tragen mit dazu bei.

Emil Risse (erste Bewertung)


Autenthisch und toll

08.05.2017 - Eine tiefgehende Story die einen nicht unbedingt angenehmen Themenkomplex (Diskrimierung, Vietnamkrieg) auf eine doch sehr unterhaltsame Weise darstellt ohne platt zu wirken.

Kleine Ungenauigkeiten in der Choreografie oder Gesang, bringen eher einen authentischen Charakter rüber als störend zu wirken.

Die Figuren waren lebhaft inszeniert und dargstellt und dienen als gute Kontrapunkte zueinander, natuerlich bedienen sie einige Klischees um dann aber immer wieder auch eine Vielschichtigkeit aufblitzen zu lassen.
Stichwort, die Restaurantszene.
Kleine Details runden das Bild ab, Unterschied zwischen Eddi vor und nach dem Einsatz.

Sorgnar (erste Bewertung)


Die Musik ist gut!

08.05.2017 - Ich hatte mich sehr auf diesen Abend gefreut. Leider hat er nicht meine Erwartung erfüllt! Doch jetzt etwas ausführlicher: „Die berührendste Romanze der Musical-Literatur“ - mit diesem Slogan kündigt das Theater für Niedersachsen ihre deutschsprachige Erstaufführung von Dogfight an. Dies ist entweder auf überambitionierte Marketingleute oder auf ahnungslose Dramaturgen zurückzuführen. Die Geschichte ist eigentlich recht alt und abgekupfert, vollgestopft mit Klischees und erschreckend zweidimensional. Dennoch ist die Musik schön und alltagstauglich, vermag stellenweise sogar zu verzaubern. Die Band spielt sehr gut auf und kann viele musikalisch-emotionale Momente erzeugen. Die Abmischung der Instrumente und der Sänger ist aber durchgehend miserabel was den Genuss dieses Abends noch weiter einschränkt. Die Darsteller sind durchgehend solide aber wenig faszinierend. Dies gilt auch für die beiden Hauptpersonen des Stückes Rose und Eddie. Rose vermag noch mit ihrer wirklich sehr schönen und teilweise eindrucksvollen Stimme zu punkten, dass Schauspiel der Beiden ist aber eher von Plattitüden und verkrampften Dialogen (besonders Eddie) geprägt. Manchmal ist das so störend, dass man sich ernsthaft fragen muss, was die Regie und die Dramaturgie für eine Arbeit geleistet haben. Besonders hervorzuheben sind Marcy und Pete die beide positiv auffallen und echtes Spiel abliefern. Die überwiegend sehr junge Truppe scheint den Stoff nicht wirklich transportieren zu können. Erst gegen ende des zweiten Aktes entsteht Dichte die fasziniert und fesselt. Da ist es aber schon zu spät. Bühnenbild und Regie wirken willkürlich und halb durchdacht. Die Choreographie wirkt bemüht doch wenig konsequent oder zündend. Dogfight ist meiner Meinung nach eingeschränkt empfehlenswert. Man wird den Besuch und das Eintrittsgeld nicht bereuen, muss es aber auch wahrlich nicht ein zweites mal sehen. Wäre es ein Kinofilm würde ich warten bis er im Fernsehen ausgestrahlt wird.

HelBer87 (erste Bewertung)


Gute, packende Inszenierung

07.05.2017 - Aktuell läuft der Musical Klassiker West Side Story im Deutschen Theater München. Ich kannte bis dato dieses Stück nur vom Film, den ich noch nie sonderlich mochte. Trotzdem sollte ich dem Stück eine Chance geben und es hat sich sehr gelohnt. Die Inszenierung ist klassisch und versucht keine neuen Aspekte reinzubringen, was meiner Meinung nach auch nicht nötig ist da die Brisanz und Aktualität trotzdem offensichtlich ist. Optische gibt das Stück viel her. Sowohl was Kostüme betrifft als auch die Kulisse.
Das Orchester spielt Bernsteins Partitur mit viel Schwung und Elan.
Auch die Cast ist sehr jung besetzt. Die beiden Hauptdarsteller, die Darsteller von Maria und Tony sind gut razsgerissen hat es für mich jedoch die Darstellerin der Anita, die schauspielerisch aber vor allem gesanglich mich nachhaltig beeindrucken konnte.

Fazit: wer sich ein klassisches Musical in einer klassischen Inszenierung anschauen möchte ist hier goldrichtig. Wer allerdings neue Ideen und neue Interpretationen sehen möchte sollte sich dieses Stück eher an diversen Stadttheatern anschauen

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Traumbesetzung

06.05.2017 - Auch wir waren alle total begeistert von der sehr gelungenen Rock Mystey - Eine Traumbesetzung angefangen bei den Gästen über die tollen Eigengewächse des Tiroler Landestheaters . Besonders zu erwähnen sind der Mammon, Tod und Jedermann. 2:30 Stunden klasse Kompositionen und tolles Treiben auf der Landesbühne. Wie im ORF Bericht am Freitag erwähnt - hatte man hier sogar etwas Angst was da auf den Tiroler zukommt - Vollkommen unbegründet, weil man sich bei den Autoren um eine sehr autentische Umsetzung das alten Stoffs bemüht hat ! Ein großartiges Bühnenbild , tolle Kostüme und die wunderbare Ausleuchtung vollenden das sehr gelungene Werk .

Musicfornations (erste Bewertung)


The One | poetisch und beeindruckend

06.05.2017 - The One ist eine schöne Collage von Showbildern. Ob diese nun einen Handlungsfaden haben oder erahnen lassen ist eigentlich egal.

Ich empfand den 1. Akt etwas stärker als den 2. Akt. Die Bilder die auf der größten Theaterbühne der Welt enstehen sind traumhaft und dennoch vermisse ich wieder einmal die Nutzung des Elementes Wasser sehr schmerzlich.

Bis auf eine optisch interessante Treppe recht und einem Stofffetzen links gibt es kaum Bühnenelemente. Ich saß in Reihe 9 am Rand und hatte eine tolle Sicht.

Tolle Bilder entstehen dennoch durch den Sandvorhang der dann zu einem echten wird. Den Pole-dance Stangen und den Pendeln an denen Wasser herunterläuft.

Das Aufbrechen der Bühne in die Schollen sieht beeindruckend aus, wird aber aus meiner Sicht nur unzureichend genutzt. Warum hier die in den Schollen befindlichen LED nicht genutzt werden? Im 2. Akt lechten die rot, blau und geben beeindruckende Perspektiven frei - leider ohne Wasserbassin.

Bei der witzigen Tanznummer in Neopren (Mamma Mia! lässt grüßen), habe ich immer darauf gerwartet das die Tänzer zum Schluss in den Nebensee springen - aber nix wars.

Die Musik ist unauffällig gefällig und tut nicht weh. Revuemusik ist es aber definitiv keine.

Die Artistik ist beeindruckend und poetisch. Viel findet in der Luft statt. Aber auch die Reifennummer hat man so noch nie gesehen.

Das Ensemble tanzt hervorragend. Die Kostüme sind bunt und extravagant. Ich habe mich 2,5h gut unterhalten gefühlt.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Einmal ...

06.05.2017 - ... hatte ich mir gewünscht das der Glöckner mit der beeindruckenden Musik von Alan Menken mal wieder gezeigt wird und 2017 wurde dieser Wunsch wahr.

Im wunderschönen Ambiente des Theater des Westens hatte ich aus dem Hochparterre beste Sicht auf die Bühne. Das Einheitsbühnenbild ist sehr statisch, düster und wird mit wenigen Requisiten zu neuen Handlungsorten. Das ist clever gelöst aber ist bei 2:40 auch recht eintönig.

Das neue Buch und die teils neue Erzählweise hat mir sehr gut gefallen. Stark hier vor allem der Fokus mehr auf Frollo und einen fantastischen Felix Martin. Er hat mir hier wesentlich besser gefallen als in der kleinen Rolle des Peron in Wien. Star des Abends aus meiner Sicht: Jonas Hein. Eine berührende Darbietung und eine tolle Stimme.

Hervorragend die Chorsätze mit einem 24köpfigen Chor. Das klingt toll. Leider wurde es oft ziemlich aufgedreht. Das fand ich teilweise etwas unangenehm. Das Ensemple als solches top. Schön auch mit Jens Janke den Clopin der Welturaufführung wiederzusehen (wenn auch seine Rolle reduziert wurde). Sarah Bowden ist ein eine optisch und tänzerisch Klasse Esmeralda. Ihr Gesang war gut bis sehr gut nur manchmal klang es etwas gepresst. Ihr Spiel mit Frollo und Quasimodo berürte. Maximilan Mann als Foebus war neben Jonas Hein die Entdeckung für mich. Optisch und stimmlich sehr stark.

Alles in allem eine schöne neue Inszenierung mit bekannten Melodien und neuen Songs die sich wunderbar in das nun "erwachsenere" Sujet einfügen.

Der Mut dieses eher düstere "Disney"-Stück in D zu zeigen kann nur belohnt werden. Reingehen und selbst überzeugen.

Man darf auf die neue CD hoffen die lt. Mitarbeitern Ende Juni/Juli erscheinen soll.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Klein aber fein

03.05.2017 - Tolles Stück, das mich ergriffen hat, wunderbare Musik live gespielt, die Hauptdarsteller und meisten Nebenrollen top....und das alles zu fairen Preisen. Musicalherz was willst du mehr. Manchmal braucht es nicht viel auf der Bühne

andycibis (25 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Neues und Altbekannten in perfekter Mischung mit einem hervorragendem Orchester

02.05.2017 - Exzellent geschriebener Artikel, der die diesjährige Musical-Gala des Kreisjugend-Orchesters Ludwigsburg auf den Punkt bringt.
Dieses Event ist ein Juwel und unbedingt Wert diese Tradition fortbestehen zu lassen.
Obwohl ich nicht aus dem Stuttgarter Umfeld komme, ist die Ludwigsburger Musical-Gala für mich jedes Jahr ein Highlight und hat seinen festen Platz in meinem Terminplan.

Jutta Dümler (erste Bewertung)


Gut gemachtes Musical, aber...

01.05.2017 - Ich habe die Show am 29.4 im wunderschönen Theater des Westens sehen dürfen.

Das Theater ist wirklich ein Prachtbau, und wie ich finde das schönste Theater von Stage Entertainment in Deutschland.

Der Glöckner wieder in Berlin. Aber in einer Neuinszenierung, die mehr oder weniger gelungen ist.

Die Idee wieder zu den Wurzeln des Theater zurückzukehren macht den Abend äusserst interessant und alle Protagonisten spielen herrlich. Auch schön einen Chor mit auf die Bühne zu holen, hier der Berliner Konzert Chor, wodurch die Chöre wirklich sehr schön voll klingen. Ein Highlight ist das Opening vom 2. Akt, wenn der Chor die großen Titel des Abends in einem Medley in Latein singt.

Die Story ist hier etwas düsterer als in der Urfassung. Auch ist das Buch näher am Original, sodass man die Geschichte vom Erzdiakon Frollo besser erklärt bekommt.

Bei der Cast trifft nicht jeder meinen Geschmack.
In dieser Show spielten Jens Janke den Clopin, der mit seinem Operetten Tenor, mich nicht begeistert.
Auch Tim Reichwein als Jehan Frollo spielt zwar gut, klingt aber gesanglich sehr spitz.
Generell fehlt den meisten Akteuren der Show der warme Disney Klang. Alles wird gebeltet und klingt daher sehr scharf, was mir persönlich gar nicht gefällt.
In diese Reihe stellt sich auch Milan van Waardburg als Quasimodo dem die deutsche Sprache auch manchmal im Weg steht. Dabei hat er aber eine tolle Stimme und spielt beeindruckend.
Die absolute Fehlbesetzung in meinen Augen ist Sarah Bowden als Esmeralda. Auch Ihre Stimme fehlt die Wärme, auch wenn sie tänzerisch überzeugt, bleibt sie doch blass und gar nichts besonders.

Oliver Mülich als Erzdiakon Claude Frollo ist perfekt. Er spielt fantastisch, und ist herrlich in und her gerissen.
Eine wahre Entdeckung ist Maximilian Mann als Hauptmann Phoebus. Er bringt das gesamte Paket mit auf die Bühne, und hat als einziger des Abends auch mal warme Töne in der Stimme.

Insgesamt eine interessantes Version, die bestimmt ihr Publikum finden wird.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Vor allem musikalisch und optisch wunderbar!

01.05.2017 - Zum Glück gibt es das Stadtheater.
Und zum Glück gibt es die Oper Bonn, die bereits zum zweiten Mal (fast) alles richtig gemacht hat.
Vor allem die musikalische und optische Seite von Anatevka: Wo kann man denn noch die wunderbaren Melodien Jerry Brocks von einem großen Orchester (in dem übrigens gleich NEUN Streicher sitzen!) interpretiert hören, welches nicht künstlich vom Mischpult laut und leise gezogen wird, sondern selbst höchst dynamisch aufspielt? Wie wundervoll!
Auch das Bühnenbild, das Licht und die "Special Effects" (in der Traumszene) müssen sich vor keiner sogenannten Großproduktion verstecken.
Die Darsteller agieren allesamt solide bis gut. Den Tevje hätte ich mir doch ein wenig gewitzter und und beweglicher gewünscht, Golde vor allem in ihren Gesten weniger operettig.
Als Schauspieler glänzt vor allem Denis Laubenthal in der Rolle des Revoluzzers Perchik.
Der Opernchor wurde ganz hervorragend eingesetzt und mit dem Ballettensemble homogen durchmischt. Dadurch entstanden hervorragend dramatische Chor- und Tanzsequenzen.
Tatsächlich dauerte die gesamte Aufführung 3,5 Std., davon allein der 1.Akt 2 Stunden.
Das ist natürlich eine Ansage, dennoch weiß ich nicht, wo man da hätte kürzen sollen, so sehr nimmt einen die Geschichte in ihren Bann.
Sicher hätte der eine oder andere zügiger gesetzte Anschluss dem Tempo gutgetan
und ein weniger geschwätziges Publikum hätte ich mir auch gewünscht.
Dennoch hatte ich einen tollen Abend in einer zeitlos aktuellen Show, die ich mir jederzeit wieder anschauen würde.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Schönes Musical mit einer tollen Cast!

30.04.2017 - Mann konnte erkennen mit wieviel Herzblut das Stück in Chemnitz aufgeführt wurde. Allen voran Christian Alexander Müller und Maike Switzer die in ihre Rollen glänzten.
Hoffentlich gibt es noch mehr Theater die dieses Musical aufführen werden.

sissi1982 (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Sehr gelungen!

29.04.2017 - wir waren am 27.4. mit einer kleiner Gruppe im Landestheater Tirol. Nach so vielen positiven Pressemeldungen mussten wir einfach dabei sein, um den Innsbrucker Jedermann zu erleben. Er ist erstaunlich nah am Salzburger Jedermann und doch so anders !
Es gibt großartige Songs zu hören die unter die Haut gehen im Kopf bleiben welche die Geschichte bildreich transportieren! Trotz mittelenglischer Sprache ist das Stück sehr verständlich inszeniert . Das war ein höchst gelungener Abend für alle,welcher zu Recht mit stehenden Ovationen honoriert wurde.
Ein Fülhorn an guten Sängern die sich in dem wunderbaren Bilderreigen auch darstellerisch sehr vielschichtig ausdrücken können tragen dazu bei...
Ein dickes Lob an die Macher des Stücks !
Sehr gut !

iIsabelle Delarosa (erste Bewertung)


Innsbruck hat seinen Jedermann

27.04.2017 - Der Innsbrucker Jedermann
Ein unbedingt sehens und hörenswertes Mysterienspiel in Form einer Rock Oper !
man kann in diesem opulenten Werk keinen der unglaublichen Sänger herausheben.
Außer den beängstigend ergreifenden "Death" ( Andy Kuntz) - unsere ganze Reihe hatte Angst er kommt runter in die Zuschauer !
Beieindruckend eine heutige Rock Oper auf dem mittelenglischen Original musikalisch so klug und ergreifend aufzubauen.
Sehenswert für Jedermann !

Amystardust (erste Bewertung)


Klein aber fein

26.04.2017 - Ich habe die Vorstellung am 24.4 gesehen.

Das gut gefüllte Studio im Admiralspalast hat den Charme einer kleine Off Bühne am Broadway und wie der Abend beweist, braucht man manchmal auch gar nicht mehr.

Simple Bühne, mit 4 Stühlen. Der Pianist auf einer kleinen Nebenbühne, der auch öfters mal ins Geschehen sehr komisch eingreift ( Damian Omansen ). Fertig.

Die Geschichte ist simple. 2 hochmotivierte Musical Schreiber wollen für ein Festival ein Musical schreiben, in 3 Wochen, und das klappt, off Broadway, Broadway, aber mit einigen Hindernissen, die gemeistert werden müssen. Unterstützt von 2 Freundinnen die auch ihre Chance wittern den Durchbruch am Broadway zu schaffen.

Herrlich spielen alle Darsteller an diesem Abend und haben alle Ihre kleinen schönen Momente.
Auch wenn man vielleicht nicht jeden "Insider" versteht, von denen es eine Menge gibt, war es sehr lustig zusehen wie die 4 das Abenteuer Musical entstehen lassen.

Großes Lob auch an die Choreografie mit vielen kleinen schönen Einfällen. Und die Regie von Robin Kulisch trifft jeden Moment den richtigen Ton, und hat eine tolle Truppe auf die Bühne gestellt.
Besonders gut ist Ihm aber neben der Regie die Übersetzung gelungen. Selten heute, dass man den Witz einer Show so gut in der deutsche Sprache einfangen kann. Kompliment.

Leider gibt es nicht viele Vorstellungen, aber ich wünsche der Show, noch mehr Vorstellungen, vielleicht an anderen Orten.

Der Mut des Teams gehört belohnt,
denn es ist ein toller Abend.

Sehr empfehlenswert.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Es war einmal...

24.04.2017 - Die Absolventen der „Musical Arts Academy" bringen als Abschlußarbeit das Musical GRIMM von Peter Lund und Thomas Zaufke auf die Bühne des Mainzer Kammertheaters.

Die Doppelbödigkeit von Märchen ist jetzt sicher nicht (mehr) die originellste Idee für eine Adaption.
Dennoch können Buch und Text für sich einnehmen. Die Neuauslegung von "Rotkäppchen und der böse Wolf" überzeugt und unterhält durch ihren flapsigen Humor und ihren unaufdringlichen moralischen Unterbau. Fremdenfeindlichkeit, Klischees und Vorurteile sind die Zeitlosen Themen, die in das klassische Märchen verwoben sind und von dem Autor moralisch einwandfrei und politisch korrekt aufgedröselt werden. Thomas Lund gelingt dabei das kleine Kunststück generationenübergreifend das Publikum anzusprechen. Kids können es verstehen und Erwachsene ihren Spaß haben.

Thomas Zaufke hat eine passend vielseitige und unterhaltsame Musik dazu komponiert. Jazz, Pop, Rock und Balladen wechseln sich ab.
Sehr gerne würde man diese Kompositionen etwas aufwendiger orchestriert hören.

Entscheidend für das Gelingen dieses Abend sind aber die großartigen jungen Künstler auf der Bühne. Eine hohes Maß an Professionalität und Können ist da versammelt. Verbunden mit Charisma, Bühnenpräsenz und energetischer Spielfreude springt der Funke sofort auf das Publikum über.
Es ist nahezu unmöglich jemand aus dem homogenen Ensemble hervorzuheben. Trotzdem muss festgestellt werden: die Schweine sind der Wahnsinn!

GRIMM in Mainz ist eine ansteckend heitere und unterhaltsame Inszenierung und eine ausgezeichnete Visitenkarte für das hohe Ausbildungsniveau der "Musical Arts Academy of the performing Arts“.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Sehr gute Inszenierung und tolles Ensembel

23.04.2017 - Eine sehr solide und optische schöne neue Inszenierung. Mit einem tollen Sebastian Brandmeir als Abronsius. Im Nachhinein hätte ich mir sogar eine stärkere Überarbeitung nach all den Jahren gewünscht.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gute gemachtes kleines Musical

23.04.2017 - Ich habe die Show am 21.4 besucht und war sehr gespannt was die Neuköllner Oper diesmal macht mit den Studenten der UdK und deren Projekt.

Erstmal kann man nur gratulieren! In 20 Jahre sind mit der UdK wundervolle Stücke entstanden wie "Mein Avatar und ich", "Kauf Dir ein Kind", "Schwestern im Geiste", "Grimm", "Stimmen im Kopf", "Letterland" und und und...
Dazu noch die 10. Produktion von Zaufke/Lund in der Oper. Gratulation! Was die beiden für wundervolle Stücke geschaffen haben mit Z.b "Elternabend", "Cinderella passt was nich", "Held Müller" uvm.
Da kann man nur Allen Beteiligten alles Gute für die Zukunft wünschen und bleiben sie bitte weiter so herrlich kreativ!

Nun zum besuchten Abend:
Das Stück ist am Anfang etwas verwirrend bis sich alles klärt. Die Hauptrolle Lennard, sehr schön gespielt mit einem sehr gutem Tenor, hat seine 6 Gefühle im Gepäck, die immer mal wieder kommentieren und diskutieren.
Es wirkt ein bisschen wie der Disney Film "Alles steht kopf". Wie die Gefühle um die Aufgaben streiten und was wohl das Beste für Lennard ist.
Lennard muss sich aber nicht nur mit seinem "Kopfkino" auseinandersetzten sondern auch mit seiner Situation.
Aus der schwäbischen Heimat weggelaufen, findet er sich wieder in einer alternativen Drogen WG in Kreuzberg wieder. Dort leben der exibitionistische Ben mit seiner drogendealenden Freundin Fine.
Doch die Heimat holt Lennard in Person seiner Schwester Mona wieder ein.

Nach vielem Wirrwarr klären sich die Fronten und Lennard wird erwachsen und akzeptiert sein "Kopfkino" in all seinen Facetten.

Das Stück geht durch emotionale Höhen und Tiefen, und alle Darsteller nehmen die Herausforderung mit Freude auf. Gut genutzte Einspielungen, wie das erste Einkaufen im großen Berlin oder Lennards Beerdigung, findet man sich im wahrsten Sinne des Wortes wieder in Lennard Kopfkino, was auf einem riesigen weißen Vorhang der immer mal wieder auf der ganze Bühne gespannt wird.
Der Abend strotzt nur so von wundervollen Regie Einfällen, auf der sonst gleichbleibenden Bühne ( die doch sehr verdreckte WG ).

Choreografisch findet sich wieder viele bekannte Elemente, mit wenig Überraschungen, abgesehen von den sehr artistischen Einlagen im Duett von Jasmin Eberl und Helge Lodder.

Wieder einmal ins Schwarze trifft Thomas Zaufke mit seinem Score. Diesmal das ein oder andere mal etwas rockiger als gewohnt, aber wieder mit tollen Reprisen und Chören und Soli. Gerade bei diesen Projekten schafft er es einfach fantastisch für jeden Darsteller den Perfekten Song zuschreiben. Großes Lob wieder an die Band, die für den passende Musik sorgt.
Einzig der Sound ist manchmal etwas unausgewogen, sodass man des öfteren den ein oder anderen Darsteller nicht verstehen kann, da die Musik zu laut ist.

Das Ensemble spielt mit viel Freude und Talent.
Es wäre nicht fair jemanden herauszustellen, da alle glänzen an diesem Abend.
Man kann wiedermal sehen, das die deutsche Musical Szene sich keine Sorgen machen muss über talentierten Nachwuchs, die nicht nur tollen Stimmen besitzen, beweglich sind, und Spielfreude haben, sondern auch der deutschen Sprache mächtig sind.

Ein kleines, gut gemachtes Musical, was man auf jedenfall sich anschauen sollte.


Ticket - Teuer Aufführung - Billig

23.04.2017 - Die Tickets sind zu teuer für diese billige und schlechte Aufführung.
Bühnenbild - Billig
Köstüme - Billig
Musik - schlecht
Künstler - Untern Niveau

Nie wieder und nicht zu Empfehlen - das schlechteste was ch je sah und hörte.

Billig (erste Bewertung)


Perfekt inszeniert und besetzt

22.04.2017 - Ich habe diese Produktion zur Premiere im Deutschen Theater München gesehen. Die ganze Vorstellung hat mich sehr begeistert. Emma Hatton ist eine wahre Entdeckung für mich. Ihr Talent scheint grenzenlos. Sowohl vom Spiel als auch vom Gesang (vor allem bei Rainbow High Haut ihre Stimme schier um). Auch Gian Marco Schiaretti kann überzeugen wie eigentlich alle Darsteller der Produktion mit Ausnahme des Peron was jedoch rollenbedingt so ist.
Die Kulisse ist einfach aber sehr schön. Mit einzelnen Elementen entstehen immer wieder neue Bilder.
Die Inszenierung hat kaum Längen und Evita wird nicht zur Heiligen erklärt aber bleibt doch sympathisch. Und genau das macht diese Inszenierung so gut.

Fazit: kurz und knapp- hingehen es lohnt sich selten ist die Evita so gut besetzt und die Inszenierung so klar und überzeugend

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Beitrag vom 21.04.2017 gesperrt

bazie (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Unerträglich !

21.04.2017 - Curtain of yesterday: DADDY COOL.

Furchtbar. Grausam. Dilettantisch.
Mir fallen gar nicht genug negative Attribute ein, um dieses Machwerk adäquat beschreiben zu können. Fakt ist: dieses unsägliche Ding landet ganz klar auf der Top-3-Flop-Liste meines Zuschauerlebens. Wie diese Show in auch nur ansatzweise ähnlicher Form 2006 im Londoner Shaftesbury-Theatre gespielt worden sein soll, ist mir ein absolutes Rätsel.
Ich ging ausgehungert nach Theater spontan in die Vorstellung und zahlte zum Glück nicht die horrenden Preise, die dafür angesetzt waren. Sonst hätte ich vermutlich meinen inneren Anwalt einschalten müssen. In der Hoffnung, dass das Ding mit den Hits von Boney M. wenigstens rockt wie Sau, wollte ich mich einfach berieseln lassen, nachdem mein Februar sich leider so theaterarm gestaltet hatte. Doch an Berieseln war nicht zu denken: schon beim betreten des Saals fielen die die billigen Produktionswerte dieser Show auf: eine kleine Lichttrasse, eine Video-Projektionswand; mehr stand da nicht. Wenn die Projektionen wenigstens anständig gemacht worden wären, hätte man über diesen Fakt hinwegsehen können, doch das war billigste Atari- Animation. Als dann auch noch die ohne jeglichen Aufwand produzierten MP3 MIDI File-Playbacks einsetzten, war für mich der Abend eigentlich schon gelaufen. Keine Live-Band (!), sondern wirklich ultra- billigst am Urzeitrechner zusammengeklöppelte Playbacks, die in der dunkelsten Karaokebar in Pjöngjang vielleicht angebracht gewesen wären; zur Beschallung eines Konzertsaals hier doch nicht. Kein echtes Instrument zu hören (also nicht mal auf dem Playback !); keine Trompete, keine Streicher, nur (ich wiederhole mich) billigster MIDI File Sound auf Probenplayback-Niveau. Zu den darstellerischen Leistungen möchte ich mich eigentlich nicht äußern, aber ich zitiere gerne die Dame neben mir, die sagte: "Da hätte ich mir auch ein gutes Laientheater anschauen können."
Ich blieb nach der Pause nur, weil ich in Begleitung war und für das reduzierte Ticket nicht undankbar erscheinen wollte. Was ist nun mein Lernfaktor aus diesem Machwerk?
Nur weil ich Hunger nach Theater habe, muss ich nicht in der Mülltonne wühlen.
In diesem Sinne: Hoffen wir, dass dies die größte Scheiße war die ich in diesem Jahr sehen musste. Die Chancen dafür stehen exorbitant hoch.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Wickedly brilliant!

21.04.2017 - Curtain of yesterday: WICKED

Ich hatte im Vorfeld doch leichte Befürchtungen, ob ich die Show in einem sehr kurzen Abstand hinter einander (letzter Besuch war Oktober) noch einmal sehen wollte. Ausschlaggebend war ganz klar Willemijn Verkaik, da ich sie ja bereits zweimal (Stuttgart, London 2013) in ihrer Paraderolle verpassen musste. Ich kann es relativ kurz machen: die Show und Willemijn waren fantastisch! Zum Großteil sah ich die gleiche Cast wie im Oktober. Hervorzuheben ist für mich weiterhin Oliver Saville, der in meinen Augen den perfekten Fiyero abgibt: ein Bild von einem Mann, ein hervorragender Tänzer mit wunderbarer Stimme. Suzie Mathers als Glinda spielt die Rolle weiterhin nicht ganz so auf Pointe, gibt der oft cartoonmäßig angelegten Figur jedoch enorm viel Tiefe. Madame Morrible war, im Gegensatz zum Oktober, auf den Punkt besetzt und ließ mir in ihrem faschistoiden Wahnsinn mehrere Schauer über den Rücken laufen.
Willemijn spielt eine eher naive, pointierte Elphaba, die differenziert und nuanciert singt. Ihre Singstimme ist dabei meisterhaft und gänsehauttreibend wie eh und je.
Im direkten Vergleich zu Rachel Tucker ist sie etwas weniger böse und etwas weniger dreckig, doch hierbei geht es um Nuancen und persönliche Präferenzen.
Willemijn ist eine Meisterin ihres Fachs!
Respekt gilt dem gesamten Ensemble, welches, aufgrund der Osterfeiertage, diesen Mittwoch und gestern jeweils zwei Shows gespielt hat; also vier hinter einander. Dennoch war die Energie ganz, ganz oben! Fazit: geile Show, geiler Abend, geile Gesamtensembleleistung, geiles Gesamtkunstwerk!

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Unterhaltsamer Abend mit Abstrichen

21.04.2017 - Seit 50 Jahren gab es keine Inszenierung dieses Broadwayklassikers mehr in London. Und so waren die Erwartungen an dieses Revival auch vielleicht etwas zu hoch; zumindest die nicht besonders wohlwollenden Kritiken lassen dies erahnen.
Ich muss zugeben, dass ich von den Rezensionen etwas entmutigt in die Vorstellung ging. Aber einmal mehr zeigt sich, dass man sich doch immer seine Meinung selbst bilden sollte.
Nicht, dass ich die Hauptkritikpunkte nicht gesehen hätte, aber die vielen schönen Momente der Show und vor allem die Leistungen der Darsteller und der Band wiegen die holprigen Stellen auf.
Ja, absoluter Schwachpunkt sind die Ensembleszenen: da steht einfach zu wenig Personal auf der Bühne, um eine große globale Firma glaubhaft verkaufen zu können. Ja, die Choreografien sind einfallslos, nicht gut ausgeführt, und praktisch gar nicht vorhanden.
Ja, manchmal ist alles viel zu camp und over the top und man hätte dem alten, klassischen Ausgangsmaterial der Show einfach mehr Vertrauen müssen.
Und ja, all diese Punkte zusammengenommen hätten den Regisseur dazu veranlassen müssen, den Rotstift anzusetzen und mindestens zwei obsolete, in dieser Form dargebotene gar peinliche Ensembleszenen im sehr langen ersten Akt (1,5 Std.!) einfach zu streichen.
Ich bin immer ganz dafür, große Bombastproduktionen auf ihren Kern runter zu brechen und mal etwas kleiner und intimer zu spielen, wie es in vielen Fällen (Titanic, Side Show, etc.) bereits funktioniert hat. Aber, dies richtig zu machen, ist eben auch eine Kunst.
Dennoch: die Hauptdarsteller sind allesamt bezaubernd, spielen und singen großartig und es sind gerade die Intimen Szenen mit 2-3 Personen auf der Bühne, welche wunderbar funktionieren und glaubhaft und pointiert gespielt sind.
Besonders hervorragend hierbei in der Hauptrolle Marc Pickering ("Sleepy Hollow", "Boardwalk Empire"): Den Schalk im Nacken und von Beginn an ein sympathischer, dennoch verschlagener Protagonist, schummelt er sich mit einer wunderbar warmen Gesangsstimme in die Herzen der Zuschauer.
Ihm zur Seite steht die zurückhaltend spielende, aber wie immer stimmlich wunderbar aufgelegte Hannah Grover ("Ghost" Frankfurt, "The last 5 years" Frankfurt).
Die neunköpfige Band kreiert einen satten Bigband Sound, der Freude macht und beschwingt.
Die außergewöhnlich schöne Wilton's Music Hall ist vielleicht nicht das perfekte Venue für diese Produktion, aber ihr Flair ist einfach atemberaubend, befindet man sich doch in der ältesten Musikhalle der Welt.
Allein schon dieser Veranstaltungsort, die Hauptdarsteller und diese bezaubernde old-fashioned Show an sich waren den Besuch wert. Und viel gelacht habe ich im Laufe des Abends auch.
Was also wünscht man sich von einem entspannten Theater Abend, bei dem man auch mal das Hirn ausschalten darf, mehr?
Ich freue mich darauf, irgendwann einmal eine größer produzierte Version dieses charmanten Stücks sehen zu dürfen.

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Wunderbare, berührende Show: Hingehen !

21.04.2017 - Was für ein glorreicher Abend: Mitreißende, bis in den kleinen Finger synchrone Original-Choreografien, ein lustvoll aufspielendes Ensemble, stimmungsvolles Licht in einem flexiblen Bühnenbild und die fantastischen, zeitlosen Melodien Bernsteins machten diesen Theaterabend zu einem der besten dieses Jahres.
Das 17-köpfige Orchester klang hierbei größer, als es eigentlich war.
Zugegeben, diese weltberühmte Partitur mit lediglich 4 Streichern zu spielen grenzt fast schon an Sünde, aber man darf ja heutzutage schon froh sein, wenn überhaupt Streicher im Orchestergraben sitzen. Und immerhin war man hier ehrlich genug, sie nicht mit künstlichen Sythesizerklängen und Samples aufzufüllen.
Star des Abends war für mich Kevin Hack in der Rolle des Tony:
Nicht nur optisch ein absoluter Hingucker, sondern auch ausgestattet mit einer Singstimme aus Samt, rührte er mich bereits bei "Maria" zu Tränen.
Wenn ich hier anmerke, dass Maria ruhig ein wenig unschuldiger und naiver hätte agieren dürfen und dass Anita mit mehr Würde und tieferer, existenziellerer Angst hätte auftreten sollen, dann ist dies Kritik auf ganz hohem Niveau.
Für diese wunderbare Tourneeproduktion gilt der ganz klare, eindeutige Tipp:
HINGEHEN !

AdamPascal (48 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Ein magischer Abend

21.04.2017 - Ich habe am 12.04. die Show besucht und verzaubert worden.

Eine Show die so magisch durch ihre Bilder, die Musik und die Darsteller einen wunderbaren Abend bilden.

Einzig das Orchester ist in Stuttgart sehr abgespeckt worden, was manchmal etwas blechern und hohl klingt, wenn man daneben die Cast Aufnahme aus Wien stellt.
Das ist aber auch schon der einzige Kritikpunkt.

Die Cast, angeführt von Elisabeth Hübert spielt mit Spaß und viel Energie. In den großen Ensemble Szene weiß man gar nicht wo man hinschauen soll, bei dem ganzen Gewusel.
Hübert ist für mich eine tolle Besetzung der Mary. Vielleicht stimmlich ein bisschen spitz, im Gegensatz zum Original von Julie Andrews, aber herrlich im Spiel, Mimik und Tanz.
Ihr zur Seite stand Christopher Bolam als Bert. Eine fantastische Besetzung. Wirklich herrlich wie er spielt, Singt und tanzt mit den ganzen Facetten die die Rolle hergibt. Natürlich das Highlight ist das Steppen an den Wänden um 360 Grad.
Sowieso sind die Regie Einfälle dieser Aufführung einfach herrlich, z.B die Drachen, die Küche, das Haus, Mary`s Tasche und und und, das ist einfach magisch.

Besonders hervorheben muss ich auch die Kinder, an diesem Abend Leyla Röhm ( Jane ) und Jannis Wetzel ( Michael ) gespielt. Tolle Energie, ehrliches Spiel und schöne Stimmen. Kompliment.

Die Show ist für jeden was, finde ich.
Man sollte es sich auf jedenfall anschauen.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gelungene Neuinszenierung

20.04.2017 - Die Neuauflage der Vampire bietet in St. Gallen nun einen völlig neuen Blickwinkel auf das Stück. Die Verlegung des Spielortes in ein Sanatorium der heutigen Zeit mag im ersten Augenblick verwunderlich sein, funktioniert auf der Bühne jedoch tadellos. Da der erste Akt auch im Original wenig Überraschungen bietet und hauptsächlich im Wirtshaus spielt, ist auch hier der Handlungsort begrenzt, wird jedoch gut umgesetzt. Im zweiten Akt zeigen sich erst die richtigen Unterschiede. Schlafzimmer, Badezimmer, Bibliothek, Keller, Ballsaal – alles da und doch ganz anders, aber niemals unpassend. Immer wieder weiß Herr Wiggerts einen Kniff zu finden um die Szenen passend umzusetzen.

Die Choreografie wurde fast gänzlich erneuert und nur wenige Schritte aus dem Original übernommen. Die Tanzszenen sind allgemein gewagter und lassen einem ab und zu den Atem anhalten.

Die Kostüme sind durchgehend passend. Graf von Krolock ist mehr ein Verführer, Einstein ist verschwunden und wich einem moderneren Wissenschaftler im Akademiker-Stil. Alfred der Spießer mit Polo und Hemd darüber, Sarah im knappen Rock und Jeansjacke oder gerade Rebecca sind treffend umgesetzt. Ungewöhnlich auf Bildern, niemals störend im Theater.

Die Cast ist allgemein hervorragend besetzt, was sicherlich auch an der Erfahrung der meisten mit dem Stück liegt. Der Sound klingt voll und wuchtig wie es bei dem Stück sein muss.

Alles in allem ist es wirklich eine gelungene Neuinszenierung die einem einen ganz neuen Blickwinkel auf das Stück ermöglicht. Auch wenn es eine Gratwanderung sein mag, ist diese ohne einen Fehlschritt aus meiner Sicht geschafft worden.

Caveman (6 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Musical in Bestform

19.04.2017 - Es gibt wenige Abende wo man im Theater sitzt und merkt, dass man gerade etwas ganz besonderem beiwohnt. In Fürth war dies der Fall!
Geboten wurde eine emotionale Achterbahnfahrt wie man sie selten erlebt. Möglich machte dies ein hervorragendes Ensemble, das so harmonisch und glaubhaft zusammen agierte, eine kraftvolle Band und eine Inszenierung, welche dem Stück in jeglicher Hinsicht durch seine Schlichtheit den nötigen Raum gibt.
Für alle die sich für Musicals interessieren ein Must-see und ich hoffe, dass diese Inszenierung ein weiteres mal eine Rückkehr nach Fürth finden wird.

Caveman (6 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Beitrag vom 18.04.2017 gesperrt

hartmut h forche (erste Bewertung)


Auch in Kassel ein Knaller

16.04.2017 - Ich habe die Show in Braunschweig bereits gesehen und war gespannt, ob es große Veränderungen gibt zu der Deutschland Premiere.

Und ich kann sagen, es gibt keine großen Veränderungen.

Die Abend ist perfekt und vom Thema her könnte es nicht aktueller sein mit Immigration und Akzeptanz in der Gesellschaft.

Eine tolle Besetzung, mit großem Orchester und Opernchor runden diesen gelungen Abend ab.

Jemanden aus der großen Schar der Solisten heraus zu nehmen wäre nicht fair, denn bis in die kleinste Rolle finde ich die Besetzung perfekt.

Warum die MZ nur 3 Sterne für Musik Partitur gibt verstehe ich nicht. Soviel verschiedene Stile die dieser Abend bietet findet man nicht oft auf der Musical Bühne.

Nach der Spielzeit soll das Stück wohl noch weiterziehen. Die besuchte Vorstellung war ausverkauft, was ich allen anderen Vorstellungen auch wünsche.

Absolut sehenswert!

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sehr bewegend und packend inszeniert

16.04.2017 - Mit dieser Produktion ist dem Stadttheater Fürth wirklich etwas außergewöhnliches gelungen. Man konnte nicht nur die Stars der Szene engagieren sondern ein Stück auch perfekt umsetzen. Selten sieht man Stücke in Perfektion, hier jedoch schon. Die Band spielt den Score fetzig und frisch. Pia Douwes spielt Diana perfekt und rührt das Publikum zu Tränen, ebenso Sabrina Weckerlin als ihre Tochter. Die Männer haben es da ein bisschen schwieriger doch vor allem Dominik Hees spielt seine Rolle auch perfekt und sehr sympathisch. Auch Ramin Dustdar holt alles aus seinen beiden Rollen raus. Der Darsteller des Gabe singt sehr schön. Aus der Rolle etwas zu machen ist grundsätzlich schwer und so geht es nicht ganz auf. Für mich war es ein bisschen zu bösartig. Auch Felix Martin als Dan konnte mich nicht komplett überzeugen. Vor allem die seichten Töne haben mir nicht so gut gefallen. Trotzdem spielt er den Dan sehr gut und sympathisch und man leidet mit ihm mit.

Fazit: Das Stück und die Inszenierung sind einfach nur grandios und sehenswert. Ich hab das Stück schon in München gesehen aber diese Inszenierung ist noch ein bisschen besser.

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


So bitte nicht.

16.04.2017 - 1 Stern = nur eingeschränkt empfehlenswert

Leider fand ich die Inszenierung sehr fad und opernhaft.
Für mich konnte nur Max Hopp überzeugen, auch wenn die inszenierten Pausen und à parts auch ihm reichlich an Fluss genommen haben.
Katharine Mehrling hat mir nicht gefallen. Das rotzige Blumenmädchen funktionierte noch ganz gut, aber die Dame konnte ich ihr nicht abnehmen. Und auch gesanglich hatte ich das Gefühl war sie an diesem Abend an ihren Grenzen. "Ich hätt' getanzt heut' Nacht" hat sie eine Oktave tiefer gesungen, was dem Ganzen den Zauber und die Strahlkraft nahm. Während ich bei ihr bemängel, dass die klassische Stimmführung nicht ausreichend war, hat sie mich bei Freddy (Adrian Strooper) über alle Maßen gestört. Sowieso wurde dieser, wie ein dummes kleines Kind abgebildet.
Das Bühnenbild... naja... es waren Grammophone in verschiedenen Größen. Schade.
Alles in allem viel Opernchor, wenig modernes (oder klassisches inszeniertes) Musical. Schade drum! Dafür ist es einfach wirklich zu teuer!

SePieBa (erste Bewertung)


Wirklich ein Geniestreich!

14.04.2017 - Ein Genuss für die Augen und natürlich vor allem für die Ohren. Was da geliefert wird, kann man mit Worten nicht so beschreiben, dass es dem Geschehen gerecht wird.
Marjan Shaki überzeugt stimmlich und mit ihrem Spiel, das ganz fein und nuanciert ohne große Gesten auskommt und trotzdem intensiv die Gefühle der Maria Magdalena widergibt. David Rodriguez-Yanez war für mich ein Highlight. Der Rhythmus und die Energie seines Simons hat mich total begeistert. Absoluter Hammer auch Andreas Lichtenberger, der als Herodes in voller Montur sogar im Wasser planscht. Sascha di Capri hätte ich mir vom Schauspiel her ein bisschen präsenter gewünscht, aber stimmlich war er grandios. Und Drew Sarich.. was kann man über ihn und seine Darstellung des Jesus noch sagen, was nicht schon unzählige Male gesagt worden ist? Er singt und spielt in einer eigenen Liga. Mich persönlich berührt seine Darstellung auf einer Ebene, die ich bewusst gar nicht fassen kann. Da laufen mir Schauer über den Rücken und erst, wenn ich länger über die Szene nachdenke, komme ich dahinter, was genau er da eigentlich angestellt hat, damit das so eine Wirkung hat. Ganz großes Kino.
Jeder, der Jesus Christ Superstar liebt, MUSS Drew Sarich in dieser Rolle mal erlebt haben.
Ich bedanke mich bei allen Beteiligten und Verantwortlichen für ein Erlebnis der ganz besonderen Art!
Rezensierte Vorstellungen 11.4./12.4.2017


Elegant und nonchalant

14.04.2017 - BEAUTIFUL ist einer von vielen Belegen dafür, dass dem Genre der Compilation Shows oftmals zu Unrecht ein schlechter Ruf voraus eilt. Das Stück ist eine rundum gelungene Verbeugung vor einer großen Künstlerin.

Die vielen großartigen, zeitlosen Kompositionen von Carole King sprechen für sich.

Bemerkenswert ist das Buch von Douglas McGrath. Ganz ohne falsches Pathos und vordergründig aufgeblasene Dramatik wird ein Lebensabschnitt der Ausnahmekünstlerin erzählt.
Carole King beginnt und durchläuft ihre enorm erfolgreiche Karriere ohne nennenswerte Brüche oder Krisen. Sie wird konsequent als bodenständige Person, Frau und Mutter gezeichnet. Einzig das Scheitern ihrer Ehe und Arbeitsbeziehung mit Gerry Coffin ist eine dramatische Wende im Lebenslauf. Und auch diese wird dezent, nahezu mit Understatement von Marc Bruni inszeniert.

Trotzdem schafft das Stück es spielend, einen zu unterhalten und emotional zu berühren.
Großes Lob dafür gebührt auch einer kongenial und authentisch agierenden Hauptdarstellerin.

Die optische Umsetzung (Bühnenbild, Kostüme, Licht) lassen sich mit dem Wort "elegant" treffend beschreiben. Obwohl man das vielleicht überhaupt nicht erwartet hätte, wenn man den burschikosen Stil von Carole King (der im Stück auch konsequent durchgehalten wird) vor Augen hatte.
Die "Showblöcke" im Look der 60er und 70er Jahre glitzern und funkeln und schaffen genau das richtige nostalgische Ambiente.

BEAUTIFUL ist wunderbar gelungene Musicalunterhaltung und ein Beleg dafür, dass es eine Berechtigung und sogar Notwendigkeit für gut gemachte Compilation Shows gibt.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Endlich ein großartiges Musical für und in Berlin!

14.04.2017 - Als Berliner sind wir seit Jahren gewohnt, dass wir die Musicals eigentlich immer dann in die Stadt geschickt bekommen, wenn diese schon überall in Deutschland zu sehen waren. Nun haben wir eine europäische Erstaufführung dieser Neu-Inszenierung... und dürfen uns mehr als glücklich schätzen, ein solch innovatives, fesselndes und berührendes Stück Musicaltheater im wirklich perfekt zur Show passenden Theater des Westens sehen zu können. Von der berührenden Aktualtität zum Thema Asyl und Flüchtlinge ganz zu schweigen! Wir waren gestern in dem Stück und fanden es schlichtweg fulminant, was da an Kreativität und Emotionen von allen Beteiligten auf die Bühne gebracht wurde! In Berlin habe ich in fast 30 Jahren noch nie ein Musical gesehen, bei dem die Zuschauer sofort nach dem Schluss-Blackout geschlossen bereits standen, noch bevor das Ensemble überhaupt erst mit den Verbeugungen begann! Was in der Glöckner-Inszenierung an Handlung im Jahre 1999 von der modernen und mondänen Technik damals fast "erdrückt" wurde, ist nun feinfühlig, sehr dicht und unglaublich berührend heraus gearbeitet worden. Immer wieder gibt es Gänsehaut-Momente während des ganzes Stückes. Man kann im Publikum die Emotionen, die vom Glöckner und den Ensemblemitgliedern auf die Bühne gebracht werden, geradezu greifen. Selten habe ich ein solch rundes und perfektes Stück gesehen, dieses Musical hat Westend und Broadway-Format. Man weiss oft gar nicht, wo man zuerst hinschauen soll. Ich kann nur sagen: Danke an die Verantwortlichen bei der Stage-Entertainment, die den Mut bewiesen haben, endlich mal wieder großes Musical auf die Bühne zu bringen, statt das x-te Compilation- und Feel-Good-Musical! Nein, der Glöckner ist keine leichte Kost für Kegelgruppen und Betriebsfeiern, aber in jedem Fall etwas für Menschen, die Herz UND Hirn berührt haben möchten! Ich möchte hier keinen der Darsteller einzeln loben, da ich finde, dass sie alle zusammen dieses Theatererlebnis erst perfekt machen. Ich kann nur sagen: HINGEHEN, UNBEDINGT! Neben uns saßen zwei Herren aus Wien, die in der Pause bereits zu uns sagten: "Dafür allein hat sich die Reise aus Wien nach Berlin schon gelohnt!"

Stellart (erste Bewertung)


Ein toller Quasimodo

14.04.2017 - Wir waren in der Preview am Tag vor der Premiere und uns hat das Stück sehr gut gefallen.
Im Verglich zur Produktion aus dem 1999 empfinde ich das Stück durch das Fehlen der Wasserspeier als dichter und ernster. Ich bin der Meinung die Überholung hat dem Stück sehr gut getan, auch die Reduzierung des Bühnenbildes auf die gewaltige Holzkonstruktion die auf der Bühne zu sehen ist. Die gewaltigen Choräle erzeugen Gänsehaut und David als Quasimodo ist das Highlight der Show. Er verkörpert den Buckligen derart intensiv, dass man wirklich mit ihm mitleidet. Auch die Idee das Quasimodo auf der Bühne zum Buckligen wird und am Ende wieder zu einem aufrechtgehenden Mann fand ich clever und beeindruckend. Und auch das zum Ende des Stücks das Ensemble sich mit schwarzer Farbe "zu den Hässlichen" macht fand ich eine tolle Idee der Regie. Wir haben den Abend sehr genossen, Musik, Darsteller und Bühnenbild - eine rundum stimmige Show im Theater des Westens und auf jeden Fall einen Besuch wert.

stagefan (erste Bewertung)


Leider sehr enttäuschend

12.04.2017 - Ich hatte mich so auf die Show gefreut, habe schon alle Trailer auf Facebook gesehen und war begeistert von den Bildern und vom Bühnenbild! Dabei blieb es leider aber auch! Ich war leider total enttäuscht von den Darstellern, außer David, der ist echt der Hammer als Quasimodo. Sarah hat eher mit ihrem Deutsch zu kämpfen als dass sie einen wirklich berührt und auch sonst wirkt vieles sehr starr und emotionslos. Schade!

HH4ever (erste Bewertung)


Ich bin enttäuscht

10.04.2017 - Ganz ehrlich, der Glöckner hat um die 2000er meine Leidenschaft für Musicals geweckt. Ich habe das Stück geliebt und mit Frollo steht und fällt für mich das Stück. Ich habe es damals bestimmt 7-8 angesehen...und mich so gefreut, dass es wieder Einzug in die Hauptstadt hält.

Insgesamt war der Abend aber eine Enttäuschung. Wer die Inszenierung von damals nicht kennt, hat damit sicher keine Probleme, aber die neuen Texte, die Besetzung des Frollo's (ich habe nichts gegen Felix Martin,ganz im Gegenteil) und eine Esmeralda, die da ist, mich aber überhaupt nicht berührt hat, führen zu einem bei mir enttäuschenden Fazit. Ansonsten fehlen mir die Farben, alles dieses Mal sehr wenig bunt. Und manche Szene auch nicht so ganz nachvollziehbar (warum ziehen die Wasserspeier am Ende ihre Mäntel aus und gehen als normale Menschen von der Bühne - hab ich nicht verstanden...hätten sie darunter ein Steinkostüm oder sowas an, wäre es mir klarer gewesen...)

Zwei Dinge fand ich gut: Quasimodo (David Jakobs) hat mich berührt, ihn möchte man am liebsten in den Arm nehmen, die Idee den Chor auf der Bühne immer präsent zu haben finde ich klasse ....

Leider finde ich, dass Felix Martin die stimmliche Tiefe und das Volumen fehlt, meine von Norbert Lamla in dieser Rolle geprägten und verwöhnten Ohren zu begeistern. Sicher, er macht das gut und auch die spielerische Gestaltung der Rolle ist ok, aber ich nehme ihm die Sache nicht ab, er hat mich nicht berührt...schade, ich hatte mich auf ihn in der Rolle gefreut.

Zum Glück ist das ja alles subjektiv, aber ich glaube, es wird wohl nicht dazu führen, dieselbe Cast nochmal anschauen zu wollen. Ich warte mal auf einen Abend, an dem ein Oliver Mülich spielt...mal gucken ob mich das Stück dann wieder fesseln kann.

andycibis (25 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Endlich wieder da

10.04.2017 - Tolle Cast für ein tolles Musical. Gänsehautgarantie pur bei den Balladen und den Ensembleszenen. Durchweg spannende, einzigartige (wahrscheinlich nicht für den Mainstream geeignete) Inszenierung. Leider die geringe Schmalspurorchesterbesetzung mindert etwas den Gesamteindruck. Ansonsten unbedingt besuchen!

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Fad und peinlich

10.04.2017 - Nichtssagende Musik, stereotype Lyrics und Dialoge - eines der schwächsten Musicals, das ich je gesehen habe. Eine peinliche, spannungslose, optisch völlig fade Inszenierung, die es als Clou verkauft, den Fokus auf das Theaterspiel der Darsteller zu legen, für die Bad acting kein Ausdruck ist. Unfassbar traurig, dass der hiesige Musical Markt so etwas Überflüssiges produziert und Gottvertrauen.

maison_usher (9 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Wundervoller Abend!

05.04.2017 - Ich war bei der Premiere und fand alles richtig toll! Die Inszenierung war kurzweilig und sehr lustig, und die Darsteller waren perfekt besetzt, vor allem die Darstellerin die Morticia gespielt hat. Sie war richtig fesselnd! Und die Liebesbeziehung zwischen ihr und ihrem Mann, Gomez, war komplett glaubwürdig, was nicht so oft der Fall ist. Die Bühne sah absolut toll aus, und die Kostüme waren extrem kreativ und stimmig. Ich fand die Choreos auch toll, und ganz passend zu der Geschichte und dem wunderbaren Ensemble. Der Regisseur hat ein Theatererlebnis voller magischen Momente gestaltet in dem einfach alles stimmt, und ich kann es nicht genug empfehlen! Gratuliere!

bazie (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Krimi oder Parodie?

04.04.2017 - Ein unterhaltsames Musical mit eingängiger Musik, toller Ausstattung und überzeugenden Darstellern. Leider konnten sich die Buchautoren nicht entscheiden, ob das Stück nun Krimi oder Musical-Parodie sein soll. Einerseits verspricht "Curtains" einen netten Krimi-Mitrate-Abend, andererseits wird das Musicalgenre ganz schön aufs Korn genommen. Beides ist völlig legitim - wenn es nicht so unausgegoren daherkommen würde. Dennoch insgesamt empfehlenswert und kurzweilig. Mehr Meinung dazu auch auf kulturfeder.de.

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Sehr schwaches Buch, langatmige Story

04.04.2017 - Die Cast in Osnabrück ist durchweg super, ebenso die Band. Aber das Stück insgesamt ist sehr langatmig und krankt an einem extrem schwachen Buch. Kein Song treibt die Handlung wirklich voran. Ohnehin ist die Handlung ziemlich lahm, eigentlich passiert drei Stunden lang nichts. Definitiv ein schwächeres Musical von Andrew Lippa. Mehr Meinung dazu auch auf kulturfeder.de.

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Einfach super

29.03.2017 - Ich habe mir die Nacht der Musicals in Dortmund angesehen und war direkt begeistert.
Sofort fühlte ich mich in den Bann gezogen und in eine andere Welt entführt.
Nicht nur der Gesang war sehr gut, sondern auch das Entertainment. Es gab viel zu lachen, aber auch romantische und traurige Momente.
Und auch am Ende als das Publikum aufgefordert wurde mitzutanzen, war die Stimmung und die Atmosphäre super. Viel zu schnell war die Vorstellung zu Ende und ich hätte noch viel länger zusehen und zuhören können.

Fazit: einfach nur empfehlenswert

Franzilein (erste Bewertung)


Ein Tina-Turner-Klon

28.03.2017 - Gestern habe ich die Tina-Turner-Show in Köln gesehen; abgesehen von den sehr dürftigen Einlagen der drei Tänzerinnen hat mich die Darstellung der "Tina-Turner" absolut überzeugt; nicht nur ihre stimmliche Kraft, sowie das Timbre, ebenso ihre Bewegungen und Gesten, -- besonders die Tina-typische "Beinarbeit" -- war absolut hervor-ragend und begeisternd, hervorragend auch das Duett mit "Eros Ramazotti".
Die weiteren Sänger und Sängerinnen flachten neben ihr ab.
Besser wäre es, auf die Tänzerinnen zu verzichten würde, um ausschließlich den Focus auf "Tina-Turner" zu setzen.

zauber-fee (erste Bewertung)


Asche zu Asche

27.03.2017 - In Berlin fast schon zum Kult geworden, ist SARG NIEMALS NIE jetzt auch im K2 in Karlsruhe zu sehen.
Diese herrlich schwarze Musical-Komödie hat ihren ganz eigenen, sehr gelungenen Stil. Sie ist weniger familienfreundlich als z.B. THE ADDAMS FAMILY, aber trotzdem weit weniger vulgär und geschmacklos als THE BOOK OF MORMON. Lasst eure Kinder also zu Hause, aber Schwiegereltern können problemlos mitgebracht werden.

Die Kreativen hinter dem Musical haben ganze Arbeit geleistet.
Idee, Buch, Text und Regie stammen von Dominik Wagner und Jörn-Felix Alt.
Die Geschichte über die Betreiber eines Bestattungsunternehmens, die aus der "Zweit-Einäscherung" ihrer Klienten einen lukrativen Drogenhandel machen, kommt angenehm unprätentiös, ohne doppelten Boden und literarische Wichtigtuerei daher. Die Geschichte entwickelt sich flott und geradlinig, die Charaktere sind markant und dreidimensional, die Texte frech, originell und treffsicher.
Die Regie veredelt dieses wunderbare Rohmaterial perfekt.
Hohes Tempo, perfektes Timing und viele originelle Details und Ideen machen den Abend zu einem außerordentlich kurzweiligen Vergnügen.
Die großartigen Hauptdarsteller (es handelt sich auch um ein Drei-Personen-Stück) Denise Vilöhr, Manuel Steinsdörfer und Dennis Kornau sind ein fulminantes Trio Infernal, dass gesanglich, tänzerisch, komödiantisch allerbestens disponiert ist, und das Kunststück fertigbringt, dass man bei aller Verschrobenheit der Charaktere doch größte Sympathie für sie empfindet.

Die Musik von Christoph Reuter besteht aus einem unterhaltsamen und adäquaten Pop-Rock-Musical-Sound.

Multitalent Jörn-Felix Alt sorgt mit seinen Choreografien (auf der kleinen, aber witzig und wandelbar ausgestatteten Bühne) für ganz erstaunlich viel Dynamik und Tempo.

SARG NIEMALS NIE: Kleines Musical, viel Kreativität, großes Können, lautstarke Begeisterung.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Asche zu Asche

27.03.2017 - In Berlin fast schon zum Kult geworden, ist SARG NIEMALS NIE jetzt auch im K2 in Karlsruhe zu sehen.
Diese herrlich schwarze Musical-Komödie hat ihren ganz eigenen, sehr gelungenen Stil. Sie ist weniger familienfreundlich als z.B. THE ADDAMS FAMILY, aber trotzdem weit weniger vulgär und geschmacklos als THE BOOK OF MORMON. Lasst eure Kinder also zu Hause, aber Schwiegereltern können problemlos mitgebracht werden.

Die Kreativen hinter dem Musical haben ganze Arbeit geleistet.
Idee, Buch, Text und Regie stammen von Dominik Wagner und Jörn-Felix Alt.
Die Geschichte über die Betreiber eines Bestattungsunternehmens, die aus der "Zweit-Einäscherung" ihrer Klienten einen lukrativen Drogenhandel machen, kommt angenehm unprätentiös, ohne doppelten Boden und literarische Wichtigtuerei daher. Die Geschichte entwickelt sich flott und geradlinig, die Charaktere sind markant und dreidimensional, die Texte frech, originell und treffsicher.
Die Regie veredelt dieses wunderbare Rohmaterial perfekt.
Hohes Tempo, perfektes Timing und viele originelle Details und Ideen machen den Abend zu einem außerordentlich kurzweiligen Vergnügen.
Die großartigen Hauptdarsteller (es handelt sich auch um ein Drei-Personen-Stück) Denise Vilöhr, Manuel Steinsdörfer und Dennis Kornau sind ein fulminantes Trio Infernal, dass gesanglich, tänzerisch, komödiantisch allerbestens disponiert ist, und das Kunststück fertigbringt, dass man bei aller Verschrobenheit der Charaktere doch größte Sympathie für sie empfindet.

Die Musik von Christoph Reuter besteht aus einem unterhaltsamen und adäquaten Pop-Rock-Musical-Sound.

Multitalent Jörn-Felix Alt sorgt mit seinen Choreografien (auf der kleinen, aber witzig und wandelbar ausgestatteten Bühne) für ganz erstaunlich viel Dynamik und Tempo.

SARG NIEMALS NIE: Kleines Musical, viel Kreativität, großes Können, lautstarke Begeisterung.


Wunderschöne "Felicita"-Abende im Wiener Ronacher

25.03.2017 - Ich muss schon sagen - so eine tolle Musical-Mischung haben die VBW schon seit Jahren nicht mehr hinbekommen - feierte mit SCHIKANEDER im September 2016 ein sehr eher ernstes, sehr gehaltvolles Musical Premiere (siehe meine ausführliche Kritik dort) folgte nun im Ronacher die österreichische Erstaufführung des Musicals "DON CAMILLO & PEPPONE" von Kunze & Farina!

Es ist so zu beschreiben: lustig, mit ernsthaftem Hintergrund - top gespielt und gesungen und einfach "italienisch-Heiter" diejenigen die den Weg ins Ronacher finden feiern das Stück ab...

Am ersten Abend erkannte ich die größte Schwäche noch in der Musik, aber bereits am 2. Abend verließ ich mit einer gehörigen Portion Ohrwürmer das Theater und mit jedem Besuch mehr schwoll diese Begeisterung an!

Das Ensemble wird abgeführt von zwei absolut genau besetzten Darstellern - Frank Winkels & Andreas Lichtenberger sind einfach Don Camillo & Peppone - der Hammer wie toll die beiden sich anwatschen können und man doch ihre gegenseitige Zuneigung spürt bei allen Situationen die die beiden meistern!

Komödiantisch werden diese beiden nur noch getoppt von NONNO - gespielt von ERNST DIETER SUTTHEIMER - er ist der Zuschauerliebling des Abends erwacht er doch zwei mal auf spektakuläre Weise dem sicher geglaubten Tod mit 86 Jahren - zusammen mit seiner kongenialen Partnerin der kommunistischen Lehrerin LAURA gespielt von FEMKE SOETENGA fliegen die Glücks- und Liebeshormone nur so daher!

Maya Hakvoort als Alte Gina und quasi Erzählerin ihres eigenen Lebens kommt die große Klammer in dieser Geschichte zu mit berührenden, nachdenklichen Songs verkörpert sie das Ende - ist es ja auch ihr Todestag

Die jungen Liebenden Mariolino & Gina gespielt von Kurosch Abbasi & Jaqueline Bergros Reinhold spielen und singen rollendeckend haben Sie doch die 3 schönsten Liebesballaden des Abends mit "Du und ich auf einer Insel" "Gold Gold auf schwarzem Wasser" und Ginas verzweifeltes Liebes-Solo "Wie kann verkehrt sein" -

Mein absoluter Liebling ist aber Don Camillo alias Andreas Lichtenberger - er ist ein großartiger Schauspieler und seine Gestiken sind einfach nur genial wie er mit Jesus Zwiesprachen hält und sich verbal und körperlich mit Peppone rauft - er hat auch die schönsten Songs - schöne Flotte teilweise Stakkatos wie "Wenn ich könnte wie ich wollte" oder tolle Balladen wie "36 Häuser"

Peppones großes Solo "Heimat" kommt auch sehr toll über die Rampe aber Frank Winkels hat von Dario Farina vor allem die flotten Gassenhauer "Genossen, Freunde, Bürger,, Drauf, Drauf, Drauf, "Bene, Bene" und "Hurrah Hurrah" zusammen mit dem grandiosen Ensemble auf den Leib komponiert bekommen...

Der größte Ohrwurm des Ensembles ist zweifelsohne die Posse: DON CAMILLO & PEPONNE" ein herrliches Mitklatsch-Lied

Italienisch heiter wird man aus dem Theater entlassen und man bekommt die Melodie schwer wieder aus dem Kopf - sehr pointierte Texte von Michael Kunze - ein leichtes Stück ist bekanntlich schwieriger zu schreiben als ein Drama aber das gelingt ihm sehr gut - die Pointen sitzen alle Perfekt!

unbedingt anschauen - Prädikat besonders wertvoll gerade in unserer heutigen Zeit hält es viele Parabeln bereit und am Ende ist die Mitmenschlichkeit doch das wichtigste und das zeigt grandios dieses neue schöne, aufheiternde Musical - BRAVO Andreas Gergen! Danke VBW! Weiter solche Stücke bringen!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ein Ostalgisches Schlagermärchen

23.03.2017 - Nachdem ich beim Deutschen Musical Preis, Gabi Mut gesehen habe, wollte ich die Show gerne sehen.

Am 15.3 war es dann soweit.

Im Schmidtchen taucht man ein in die Geschichte der Gabi Mut, die in ihrem Leben in das ein oder andere Fettnäpfchen treten muss, um am Ende wie der Phönix aus der Asche zusteigen.

Dazu gibt es mal ernstgemeinten Schlager oder mit einem Augenzwinkern. Die Musik geht ins Ohr, und orientiert sich an den Schlagern des jeweiligen Jahrzehnt. Dazu bekommt man noch die ein oder andere Geschichte oder Erklärung von Ost und West Deutschland.

Alles in allem ist es ein sehr unterhaltsamer Abend der ganz alleine von Kathi Damerow gestemmt wird. Respekt! Herrlich Komisch, spontan und auch anrührend sie kann wirklich alles bedienen.
Schön auch die Interaktionen mit dem Publikum ( wer sowas nicht will, sollte sich besser nicht in die ersten Reihen setzen, wie man gleich bei der Begrüßung durch den Hausherrn Henning erklärt bekommt. )

Absolut sehenswert!

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Auch in der kleinen Version ein Spaß

23.03.2017 - Ich Habe am 16.3 die Vorstellung besucht und war doch positiv überrascht von der Qualität der Show.

Ich habe viel gehört und wollte mir dann selbst ein Bild machen, denn ich mag die Show, und habe sie auch schon in der großen Version in Hamburg, Stuttgart und Oberhausen gesehen.

Die Handlung ist zwar etwas flach, aber schön umgesetzt von der gesamten Cast.

Natürlich funktioniert die Musik von Udo Jürgens fantastisch, auch wenn das Orchester nun doch stark beschnitten wurde zu früheren Aufführungen. Da geht ein bisschen der Drive und Gefühl flöten. Deshalb auch der 1 Stern Abzug!

Die Bühne, ist passend gestaltet und es funktioniert zumeist auch ohne große Bühnentechnik.
Einzig das Rettungsboot und das Heck des Schiffs sind eine Lachnummer.

Die Cast wurde sehr gut angeführt von Alexandra Farkic ( Lisa ) und Detlef Leistenschneider ( Axel ), der in machen Passagen wie der echte Udo Jürgens klingt.

Das gesamte Ensemble hat sehr viel Spaß und Energie und bringt das auch den ganzen Abend, trotz sehr leerem Theatersaal, über die Bühnenrampe.

Ich wünsche der Produktion mehr Publikum.

Ich hatte einen schönen Abend.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein 'Kann' - aber wirklich kein 'Muss'

22.03.2017 - Nun durfte auch ich am 16.3. das Stück noch einmal ansehen, nachdem ich es vor Jahren das 1. auch schon in Stuttgart gesehen hatte.

Darsteller:
Mathias Edenborn hat eine gute Darstellung hingelegt. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Seine Betonungen haben mir für diese Rolle nicht wirklich gefallen. Teilweise recht schwache Stimme.
Amelie Dobler konnte mich an diesem Abend überzeugen. Guter Gesang, auch wenn es zwischendurch etwas schwach klang. V.a. hat sie aber im Schauspiel überzeugt.
Thijs Kobes als Alfred hat mich sehr - positiv - überrascht. Gesanglich wirklich top. Am Anfang für mich etwas 'overacted' aber v.a. im 2. Akt hatte sich das dann eingependelt.
Victor Petersen als Professor was für mich der stärkste Darsteller an diesem Abend. Gesanglich und schauspielerisch einfach nur sehr gut.
Das restliche Ensemble war auch allesamt gut, aber auch nicht mehr.
Bühnenbild:
Zum Glück wurden Teile der Orgiginaproduktion übernommen (Gruft, Grabwand). Andere Aspekte (Schloss) wurden per Projektion animiert. Doch gerade im Finale des 1. Akts hatte mich das gestört. Kennt man die alten Produktionen, wirkt das einfach etwas 'billig'. Auch die Treppe war für mich im Gegensatz zu früher doch etwas enttäuschend.
Ton:
Einfach Katastrophal! Zu LAUT und zu dumpf. Mehr kann man dazu nicht sagen. Amateurhaft!
Gesamteindruck:
Ein netter Abend, nicht mehr, sondern eher weniger. Wenn man reduzierte Karten bekommt, ist es ok. Für den regulären Preis ist es nicht wert diese Show in Stuttgart anzusehen!

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schönes Geburtstagsgeschenk

20.03.2017 - Eine gelungene und tolle Vorstellung. Alle Darsteller waren absolut spitze. Die Karten habe ich zum Geburtstag bekommen, waren zum zweiten Mal bei Musical and wine, aber bestimmt nicht zum letzten Mal, hoffen auf eine Fortsetzung im nächsten Jahr. Großes Kompliment auch an die Band und an die Organisatoren.

Tdvkeller (erste Bewertung)


Starke Stimmen - Neuinszenierung gute Idee - leider nicht konsequent umgesetzt

19.03.2017 - Als Tanz der Vampire Zuschauer der ersten Stunde - 1997 im Oktober das erste Mal in Wien und dann bei allen weiteren Produktionen war ich zusammen mit "Neulingen" und weiteren totalen "Vampir-Freaks" nun in zwei Vorstellungen am Freitag, den 17.03. und Samstag, den 18.03.2017 um zu schauen wie Ulrich Wiggers und das Team nach fast 20 Jahren das nun neu umgesetzt haben....

Eines vorneweg: Es ist keine totale Katastrophe geworden aber auch kein absoluter Hit - es liegt so mittelmäßig dazwischen - allerdings ist es für Fans interessant zu sehen wie die altbekannten Szenen nun im neuen Kostüm- und Bühnenbild wirken - ich sag mal so "Kopfkino" - da man ja nach all den Jahren genau weiß - so nun passiert dies und das...

Die Idee, Tanz der Vampire in einem Sanatorium spielen zu lassen ist eigentlich nicht schlecht - das Bühnenbild von Hans Kudlich ist zweckdienlich, man kann auch sagen - viel ist eigentlich nicht vorhanden - was nicht schlecht ist - nachdem hier aber auch viele Negativäußerungen auftreten, dass in der aktuellen Stuttgart Produktion "ein Bilderrahmen" zu wenig hängen würde oder ein Prospekt nicht die gleiche Farbe hätte wie anno dazumal kann man dazu nur sagen: Leute - St. Gallen lieber nicht besuchen - hier ist nix mit "Ausstattung" - hier ist es karg und nicht pompös...

Wenn Ulrich Wiggers das nur komplett durchgehalten hätte dann wärs wirklich was tolles, ergreifendes geworden - leider hat er nun doch "ein schlechtes Gewissen" bekommen und nicht radikal das Thema "SANATORIUM" Konsequent umgesetzt...

Sowohl beim Licht als auch in vielen Kostümen und auch in der Choreographie erinnert man sich doch in vielen Szenen stark an die "Schloss-Wirtshaus"-Version und das macht das Stück nicht zu etwas besonderem...

Das Ensemble und alle Akteure sind gesanglich und schauspielerisch einwandfrei besetzt - da gibt es nix zu meckern - Thomas Borchert als Graf von Krolock macht das wirklich exzellent - nur leider hat Franz Blumauer Kostüme entworfen (roter Mantel, brauner Mantel) die Thomas Borchert wieder in einen Ur-Grafen verwandeln der auch genauso gut in Stuttgart auftreten könnte - bei anderen Akteuren sind tolle heutige Kostüme zu bewundern aber es ist kein einheitlicher Kostümstil erkennbar - entweder man macht auf "traditionell" oder "modern" passend zum Kulissenbild "Sanatorium" das sehr stimmig ist...

Jonathan Huor hat wenige eigenständige Choreographien für das Sanatorium entwickelt - leider erinnern viel zu viele Choreos an die Stilbildenden von Dennis Callahan - so bei "Rote Stiefel", fast 1:1, "Ewigkeit", "Tanzsaal" und dem Finalen "TANZ DER VAMPIRE" das hätte man wirklich konsequent anders umsetzen müssen..

Ansonsten hat es mir persönlich sehr gut gefallen es gab tolle neue Aspekte in dieser Show und ich fand auch viele Ideen von Ulrich Wiggers echt gelungen - z.B. bei Totale Finsternis spielt Thomas Krolock auf dem Klavier - das wirkt total und finde ich Klasse...

die 11-Mann-Orchester-Band spielt fantastisch und beweist, dass auch ein TANZ DER VAMPIRE mit 11 Mann sehr gut klingen kann - da regen sich einige wegen 15 Musiker in Stuttgart auf - aber es passt die Musik kommt rockig und druckvoll herüber - der Ton ist auch sehr gut ausgesteuert man versteht jedes Wort...

Die Gruppe hat sich Meinungstechnisch total geteilt: Die Kult-Fans fanden es zum einen "katastrophal", ich und ein anderen Teil fanden es interessant und mutig wenn es konsequenter umgesetzt worden wäre und richtig Leid tat es mir um die Neulinge, die Tanz der Vampire noch nie gesehen haben - die vermissten alles was für sie "VAMPIRE" ausmachen - ein Schloss, ein Wirtshaus, die tollen Kostüme und Masken....aber die dürfen wieder mit nach Stuttgart im April und dann sind sie wieder "entschädigt" und freuen sich am Ende doch wahrscheinlich darüber zwei Versionen dieses Klassikers gesehen zu haben....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Blutleere Inszenierung

17.03.2017 - Nachdem ich den Tanz der Vampire seit 20 Jahren begleite habe ich mir gestern die neue Tourneeversion in Stuttgart angesehen. Was ich dort jedoch gesehen habe, war leider weit entfernt von der Qualität mit der die Vampire einst in Stuttgart ihr Unwesen getrieben haben.

Das positive vorneweg: Mathias Edenborn Leistung war hervorragend. Auch wenn man meint sämtliche Facetten des Grafen schon gesehen zu haben, vermag er eine neue rockige Interpretation mit einer unverwechselbaren Stimmgewalt zu zeigen.

Der Rest des Abends lief dann leider nicht ganz so gut. Ich hatte das Gefühl in einer schlecht funktionierenden Preview zu sitzen, wo man an allen Ecken und Kanten noch schleifen müsste. Die Stimmen teilweise zu schwach, schlecht ausgesteuert, zu leise oder es wurde genuschelt. Irgendwie kam mir die Show aber auch mehr „abgespielt“ als gelebt vor, was vielleicht auch daran liegen mag, dass kaum Erstbesetzungen auf der Bühne standen und den Zweitbesetzungen möglicherweise die eingespielte Routine untereinander fehlte? Wenn eine Zweitbesetzung auf der Bühne steht, kann diese vom restlichen Ensemble aufgefangen und mitgetragen werden. Wenn nun aber fast nur Zweitbesetzungen auf der Bühne stehen, welche bei weitem nicht die Proben- und Spielerfahrung miteinander haben können, machte sich dies schon bemerkbar.

Bühnenbild: Klar, tourneetauglich gemacht, etwas abgewandelt, aber immer noch gut. TdV lebt aber nicht nur von schönen Bildern, sondern von tollen Stimmen und der grandiosen Musik, der vielleicht größte Schwachpunkt dieser Inszenierung.

Das Orchester wurde verkleinert, die Technik versucht dies auszugleichen, aber in Stuttgart war gestern das Paradebeispiel, wie es eben nicht gemacht werden sollte! Streckenweise dünner Sound, dann wurden die Regler wieder an den Anschlag geschoben – die Lautstärke sollte wohl über das fehlende Orchester hinwegtäuschen.

Tanz der Vampire war für mich immer ein besonderes Musical, das mich bei jedem Besuch wegen der Musik, der Inszenierung und den Stimmen immer wieder neu gefangen nahm. Diese Momente blieben gestern Abend nahezu komplett aus. Eigentlich hätte das Stück 5 Sterne verdient, aber die momentane Inszenierung ist dies in meinen Augen nicht wert. Schade, da so die Vampire durch die momentane Tournee wirklich zu Grabe getragen werden.

Caveman (6 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Katastrophe

14.03.2017 - Ich hab noch nie, mit Ausnahme von Barbarella, so ein schlechtes Stück gesehen!
Die Musik ist grottig, die Handlung( nennen wir es so) extrem dünn!
Was sollte das für Choreographie sein?
Habe wirklich überlegt in der Pause zugehen, aber eine Freundin meinte der 2. Akt wäre besser,dem war leider nicht so!
Michael Kunze hat noch nie so banale Liedtexte geschrieben! Ich bin wirklich enttäuscht!
Schade um das Geld!

mischi100 (5 Bewertungen, ∅ 2.2 Sterne)


Schlimme Akustik

11.03.2017 - Ich fand die Schauspieler durchwegs solide, besonders Katja Berg als Svetlana wusste zu überzeugen. Annemieke van Dam hatte Probleme in den höheren Partien, für mich klang sie da nur schrill. Das Hauptproblem der Produktion war aber, dass man aufgrund der Akustk rein gar nichts vom Text verstand, weder in den Solopartien noch in den Ensemblenummern. Wenigstens das Gesprochene war einigermaßen zu verstehen, doch fand ich es doch sehr schade, da man, wenn man die Handlung nicht kannte, nur sehr schwer folgen konnte.

*maria0815* (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Toller Musicalabend in Braunschweig mit zwei großartigen Hauptdarstellern

11.03.2017 -

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


irgendwie witzig

09.03.2017 - Hatte einen schönen Abend im Theater. Stück war witzig und ich fühlte mich gut unterhalten.

steff79 (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Es wird leider immer weniger

08.03.2017 - Ich war in der Premiere am 5.3. im Rhein Main Theater.

Erstmal zum Theater... Das Haus ist etwas in die Jahre gekommen, und wurde nicht oft bespielt. Das merkt man leider. Es war so heiß im Theaterraum und stickig, das nicht nur ich immer mal wieder husten musste.

Die Show begann wegen technischer Schwierigkeiten knapp 20 Minuten später, was dem Spaß aber keinem Abbruch tat. Die Show, ich habe sie mehrfach nun gesehen, ist einfach herrlich. Soviel Herz und Witz findet man nicht oft auf deutschen Bühnen.

Die Story ist ja bekannt und auch das es nicht die Filmmusik ist sondern neue Kompositionen von Alan Menken. Großartig wie er mit der Show eine Hommage an die 70iger Jahre hinbekommen hat.

Die Besetzung in Niedernhausen war bis auf eine Rolle die komplette 1. Besetzung.

Der Nonnenchor ist herrlich. Wie die Truppe erst etwas ungelenkig und schief singend daher kommt und sich bis zum Finale in glitzernde Höhen schwingt. Super!
Bei den Rollen führt Aisata Blackmann als Dolores die Riege an. Wirklich wundervoll herzlich und mit fantastischer Stimme sitzt da einfach alles. Sie ist für mich einer der besten Besetzungen die ich bisher sehen durfte und eine Entdeckung.
Ihr als Gegenpol spielt Agnes Hilpert die Mutter Oberin mit sehr viel Würde, Strenge, aber auch Herz. Selten habe ich so eine gut singende Oberin gehabt.
Eddie Fritzinger wird hier endlich wieder von Gino Emnes Rollendeckend und mit fantastischer Stimme gegeben.

Zu den kleineren Rollen des Abends sind Abla Alaoui als Mary Robert und Regina Venus als Mary Lazarus wundervoll. Besonders Steffi Irmen als Mary Patrick ( die einzige 2. Besetzung des Abends ) weiß mit ihrem Lachen das Publikum für sich zugewinnen und anzustecken. So herrlich ehrlich hab ich Mary Patrick selten gesehen. Top!

Curtis Jackson wird von Mischa Mang gegeben, der hier nichts Besonders darbieten kann. Seine Boshaftigkeit wird immer nur mit Brüllen verwechselt und auch gesanglich merkt man, dass er an seine Grenzen stößt.
Ganz anders seine Handlanger Joey, Pablo und TJ.
An diesem Abend von Benjamin Eberling, Alessandro Pierotti und Arcangelo Vigneri gespielt.
Ihnen gehört der Showstopper des Abends.
Besonders Eberling weiß seinen Körper und Stimme einzusetzen, dass ich Tränen gelacht habe.
Bleibt noch Franz Jürgen Zigelski als Monsinore. Er ist herrlich würdevoll, aber auch gerade im Zusammenspielt mit Mutter Oberin ungemein komisch.

Der Sound hat leider nochmal an Strahlkraft verloren zu anderen Vorstellungen, die ich gesehen habe. Mir fehlte da eindeutig der Bass. Aber was will man erwarten bei soviel Frauen auf der Bühne und lediglich 6 Mann im Orchestergraben.

Für eine Tour ganz gut, aber die Preise sind unanständig hoch.
Deswegen gibt es für den Gesamteindruck des Abends leider nur noch 3 Sterne.

Ich hätte diesem Stück eine bessere Tour gewünscht mit mehr Spieldaten, aber wie ich hörte, wird wohl nach Niedernhausen und München endgültig Schluß sein für das Kloster.

Deswegen Leute schaut es Euch an, solange es noch geht. Ich habe die Show nun 9 Mal gesehen, und bin sehr begeistert.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


DADDY COOL - nette Compilation in dürftiger Tourversion

06.03.2017 - Das man bei einer als Tour konzipierten Show Abstiche machen muss, ist fast klar. Aber auch für 40-70€ darf man erwarten gut zu sehen und zu hören. Hier musste man bei DADDY COOL in der besuchten Vorstellung in der Stuttgarter Liederhalle einige Abstriche machen. Es sei zu wünschen das anderswo zumindest Sound und Technik einen Hörgenuß ermöglichen.

Eines vorweg. Die Stimmen der einzelnen Darsteller sind (sicher) gut. Mangels entsprechender Tontechnik kamen diese in der besuchten Vorstellung (Liederhalle Stuttgart) nur bedingt beim Publikum an.

DIE BÜHNE

Die Bühne besteht aus einer (halben LED-Wand) sowie aus ein paar Lichtsäulen und einer 3-stufigen Treppe mit LED Beleuchtung. Links und rechts daneben standen noch ein paar Lautsprecher und überall hingen Kabel herum. Alles sah aus als ob DJ Frank zur Dorfdisco geladen hat.

Die wenigen Lautsprecher sind sicher in der Lage eine kleine intime Stadthalle zu beschallen. Für einen so großen Saal war aber die Ausstattung und das technische Equipment völlig ungeeignet.

DIE KOSTÜME

Unauffällige Alltagskleidung. Im Finale dann alle in silberfarbende Anzüge gehüllt. Nett anzusehen aber nicht spektakulär

DIE CHOREOGRAPHIE

Das Ensemble tanz sehr gut und synchron.

DIE STORY

Die Show hat eine dünne, nette und unauffällige Story ohne große Konflikte. Alles ist vorhersehbar und konsturiert (wie oft bei Compilation-Shows).

Manche Textzeilen in den Dialogen des Protagonisten Sunny im Zwiegespräch mit seiner Mutter kamen einem sehr bekannt vor. Man hätte meinen können, sie stammen direkt aus dem Textbuch von Mamma Mia (Dialog von Sophie mit Sam, bzw. Sophie und Donna).

Viele Charaktere sind stark überzeichnet und wirken daher noch blasser als sie schon sind. Die Darsteller sind redlich bemüht.

DIE MUSIK

Das Publikum wartet eh nur auf die zahlreichen Hits aus dem Songkatalog von Frank Farian. Die Arrangements (Vollplayback) sind sicher gut. Davon kann man sich ja auf der Londoner CD überzeugen.

Leider kam auch die Musik in der großen Liederhalle nur sehr leise, ohne Bass und eher dumpf beim Publikum an. Das war sehr schade. Obligatorisches Mitklatschen bei einigen der Gassenhauer war dennoch drin. Partystimmung kam aber leider nie wirklich auf.

FAZIT

Die Cast überzeugt nämlich mit tollen Talenten und schönen Stimmen. Man hätte der Show eine etwas professionellere Umsetzung gewünscht. Trotzdem kann man 2 Stunden und 20 Minuten Spass haben.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Eine Klamotte

05.03.2017 - Nun, wer das Original kennt und einen netten Abend erwartet, sollte sich das auf keinen Fall antun...die Geschichte verkommt zu einer Klamotte....mir war es stellenweise wirklich peinlich, wie Charaktere verunglimpft wurden...die Musik ist durchgehend flach und ereignislos...und und auch "Christine"wurde unglaubwürdig durch eine viel zu alte Darstellerin ( mit billiger Blondie Perücke) dargestellt...die reife Stimme hatte nichts mit der Christine aus dem Original zu tun....und nachdem man sich durch die Vorstellung geschleppt hatte wurde man noch unverlangt mit zwei Zugaben bedacht....sowie mit einer Carmen Einlage .....keiner hatte Zugabe oder ähnliches gerufen...Schade...absolut Geld zum Fenster rausgeworfen... die Schauspieler trifft keine Schuld...sie habens wirklich gut gemacht...aber die Verhunzung dieser tollen Geschichte ist schon ....

entäüscht (erste Bewertung)


Am 01.03.2017 in Osnabrück einfach genial!

02.03.2017 - Wir haben einen fantastischen Abend erlebt!Es wurden die besten Lieder aus den bekannten Musicals gebracht. Natürlich kann man bei einer Tour nicht dasselbe Bühnenbild erwarten wie bei einem richtigen Musical. Die Darsteller haben uns aber einfach nur mitgerissen und, besonders Christian Schöne, den Laden richtig gerockt. Am ende haben alle geklatscht und mitgesungen und das Ensemble gefeiert! Wir sind beim nächsten Mal garantiert wieder dabei! Sehr empfehlenswert!

Sabrina (erste Bewertung)


Berührend

01.03.2017 - O ihr Weitgereisten, Hochgebildeten, Hochmusikalischen!
Ihr mit eurem exquisiten, an renommierten Bühnen von Welt
geschulten, verwöhnten Musikgeschmack! Ihr hochmütigen Kenner, ihr weisen Kritiker vor dem Herrn!
Ihr seid zu bedauern!
Ihr seid nicht mehr in der Lage, eine
außergewöhnliche Amneris mit einer umwerfenden Stimme, eine bezaubernd natürliche , mit wundervoller Leichtigkeit singende und spielende Aida zu erkennen und ein einmaliges, in seiner Spielfreude, in seinem Engagement mitreißendes wundervolles Ensemble wahrzunehmen!
Mich hat die Inszenierung sehr berührt! Nachhaltig!
Ein großes Lob an alle, alle, alle! Nicht zuletzt an den wunderschönen, brillanten Radames !
Habe das eine oder andere Lied aus dem Stück von" berühmten" Musicaldarstellern gesehen und gehört!
Sie waren nicht besser als das, was ich in Schwäbisch Gmünd gesehen habe!

Gawrielle (erste Bewertung)


Wonderful Dresden

01.03.2017 - Wenn ich vor einer Aufführung die CD höre, bin ich oft von dem musikalischen Ergebnis enttäuscht. Deshalb verzichte ich meist darauf. Nachdem ich aber "Wonderful Town" eine kleine Ewigkeit nicht mehr gesehen und gehört hatte, habe ich mir dann doch mal ein paar Aufnahmen reingezogen. Und das hat mir dann bewusst gemacht, was für einen tollen Job Sarah Schütz, Olivia Delauré und das gesamte Team da machen. Großartig das Orchester der Staatsoperette. Mit Peter Christian Feigel haben sie genau den richtigen Mann, der Bernsteins Musik zum Glühen bringt.
Was Ruth und ihre Schwester Eileen im Greenwich Village in den 30-iger Jahren erleben, ist vielleicht für heutige Verhältnisse ein wenig harmlos. Matthias Davids hat das mit Melissa King (Choreografie) flott in Szene gesetzt. Und Arne Becker hat eine wunderbare Neuübersetzung beigesteuert.
Und bei Bernsteins Musik kann man nur ins Schwärmen kommen. Glück pur.

JürgenE (37 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Aufführung am 28.2.17 in Stuttgart Liederhalle

01.03.2017 - Hätte ich von der Irreführung den der Titel hervorgerufen hat eher gewusst, wäre ich nicht hingegangen. .....ich wollte Les miserables sehen.....ein sehr enttäuschender Abend. ....gesanglich ok.... Lietexte eher einfach gehalten aber der Rest ..... Focus lag auf der Liebesgeschichte und nicht im Zwiespalt der beiden Männer , wir im Original. ....eine Frechheit, das mit em Namen des Originals tu bewerben ......für mich sehr, sehr enttäuschend. Werde sicherlich nicht mehr solche Veranstaltungen besuchen

Jasmina (erste Bewertung)


Fehlbesetzung

27.02.2017 - Wir sind eine Musical Reisegruppe und sind seit langer Zeit immer zu den Kolping Musicals gefahren. Natürlich gab es Stücke, die uns mal mehr, mal weniger gefallen haben. Wir haben uns aber dieses Mal entschlossen hier eine Bewertung abzugeben. In Schwäbisch Gmünd speilt z.b. Seit Jahren immer der Regisseur eine der Hauptrollen. Uns ist wohl bewusst dass er ein Laie ist und im Vergleich zu den Profis jedes Jahr keine Chance hat, aber wir wollen dies nicht jedes Jahr sehen. Dieses Jahr hat es dann leider absolut nicht gepasst. Warum lässt dieser Mann an eine solche Rolle (Zoser) nicht Profis ran, oder zumindest Leute die der Rolle zumindest etwas das Wasser reichen können.
Das war eine der Enttäuschungen des Abends. Die weiteren Rollen Amneris, Aida und Radames haben überhaupt nicht zusammen gepasst. Amneris war viel zu alt, sie hätte locker die Mutter von Aida und Rademes sein können, gesanglich und spielerisch leider auch enttäuschend. Aida hat uns gesanglich nicht umgehauen, war aber akzeptabel, genauso wie Radames. Die weiteren Rollen wurden von Laien übernommen und spielten im Rahmen ihrer Möglichkeiten ganz nett. Die Musik war solide.
Aufgrund der Tatsache, dass hier wohl jedes Jahr der Regisseur sich eine Rolle unter dan Nagel reißt und diese zum Teil unterirdisch spielt, werden wir nicht mehr kommen. Tut uns sehr leid, aber die Verantwortlichen sollten sich mal fragen, ob dies eine so prickelnde Idee ist.

Totomusic (erste Bewertung)


Betrug

26.02.2017 - Eine Belohnung für mich selbst sollte es werden. Der Abend mit dem "Phantom".
Gesehen hatte ich 1998 die grandiose Inszenierung in Hamburg. Hier wurde mir eine Operette vorgesetzt, die jedes einzelne Chormitglied des Rostocker Volkstheaters besser gesungen hätte.
Die "Multimediashow" hat jedes Dorftheater drauf. Projektion auf einen Vorhang.
Geld hätte ich lieber meinen Patenkindern in aller Welt spenden sollen.

Polsterfee (erste Bewertung)


Nicht empfehlenswert

23.02.2017 - Seit Jahren habe ich Kolping Musicals geschaut und komme selbst aus Schwäbisch Gmünd. Aber nun wage ich mal was zu sagen...
Warum spielt denn immer die Regie eine große Rolle. Michael Schaumann ist eine Laie und spielt leider oft die falschen Rollen. Zoser war total fehlbesetzt, keine Musical-Stimme, der Rolle absolut nicht gewachsen! Radames fand ich zumindest noch am passendsten. Amneris viel zu alt und leider mit Dialekt...sagen wir mal so: Das Stück spielt in Ägypten, wir sitzen in einem schwäbischem Amateur-Theater und die Amneris spricht mit mit englischem Dialekt. Gibt es denn keine Alternativen?? Mereb ist ein Schwäbisch Gmünder und macht dafür seine Rolle ganz schön, während mir bei Aida der Glanz fehlte! Das Ensemble ist wie immer "stets bemüht" und macht trotz allem auch Spaß beim Zusehen. Die Band war ok, aber auch nicht mehr. Leider etwas einschläfernd...
Zusammenfassend: Aufgrund der Besetzung und vor allem des Zosers war und ist dies nicht empfehlenswert...

IngeS. (erste Bewertung)


GÄNSEHAUT!

22.02.2017 - Einfach ne tolle Produkion, genial neu interpretiert, hat das zeug zu nem neuen Original!
Unbedingt ansehen!

The_WiZ (9 Bewertungen, ∅ 4.6 Sterne)


Die Vampire im Sanatorium

22.02.2017 - Herr Wiggers hat Tanz der Vampire neu erfunden. Und mit "neu" meine ich: "richtig neu". Das Gute vorab: Texte und Musik sind unverändert. Danach das Bessere: Mehr Orchester und eine Traum-Cast. Und das Beste am Schluss: Handlung und Charaktere spielen in der heutigen Zeit. Erfrischend neu und mit kreativen Ideen, die für zwei Inszenierungen gereicht hätten.
Sogar die Darsteller interpretieren Ihre Figuren moderner. Borchert scheint wie verwandelt und kokettiert mit dem neuen Bühnenbild und den neuen Requisiten.
Den Time Warp ins 21.Jahrhundert hat Wiggers konsequent und kompromisslos angelegt, aber doch so behutsam, dass Texte und Figuren nach wie vor passen und sich harmonisch in die Inszenierung einfügen.
Die völlig neue Interpretation des Polanski-Stoffes ist sehr gut gelungen.
Die Frage: "Ist die neue Version besser?" ist für mich die falsche Frage. Ich jedenfalls nehme die Versionen, wie sie kommen und freue mich über jede neue Aufführung - egal ob classic oder innovated.

just-marc (erste Bewertung)


Tosender Beifall für eine erstklassige Aufführung !

21.02.2017 - Ich war bei der Premiere dort und es war als Gesamtpaket einfach eine
tolle gelungene Aufführung.
Das Ensemble wurde für diese
Leistung von den rund 1000 Zuschauern im Saal völlig zu Recht mit minutenlangem begeisterndem Beifall und stehenden Ovationen belohnt.
Danke an ALLE für einen wundervollen
mitreissenden und kurzweiligen
Abend :-)) !

Tanja42 (erste Bewertung)


Ein schöner Abend

20.02.2017 - Es ist jedes Jahr wieder erstaunlich und bewundernswert, wie ein Haufen Amateure und nur eine Handvoll Profis solch eine Aufführung auf die Beine gestellt bekommen. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sowohl das Bühnenbild als auch die Kostüme in liebevoller Handarbeit mit viel Engagement von eben diesen Amateuren in ihrer Freizeit hergestellt wurden. So viel dazu. Doch nun zur Aufführung: Es hat einfach Spaß gemacht, den Akteuren zuzuschauen und zuzuhören. Alter hin, Größe her, die Hauptprotagonisten konnten uns durch ihre Stimmen überzeugen. Das Ensemble war wandlungsfähig und begeisternd. So was erlebt man nicht jeden Abend. Ein Vergleich mit professionellen Millionen-Produktionen ist völlig unangebracht. Wir hatten unseren Spaß und sind sicher auch nächstes Jahr wieder dabei. Daumen hoch für das Kolping Musik Theater.
Andrea und Bernd aus Aspach

Berhan62 (erste Bewertung)


Mitreissend

20.02.2017 - Das war ein rundum gelungener Musicalbesuch ! Klasse Stimmen,
mitreissende Inszenierung, berührende Handlung und auch eine super Stimmung im Publikum (Samstag 18.2.15 Uhr). Auch klasse gelungen: Am Ende schließt sich der Kreis ! Radames und Aida waren top besetzt, auch die restliche "Crew" war hervorragend besetzt. Amneris stach dabei auch besonders hervor. Jedes Jahr kommen wir mit einer Gruppe von ca. 10 Personen und sind immer wieder aufs neue begeistert! Euer Alexander

AlexAlex (erste Bewertung)


Zuviel Geld für wenig Klasse

20.02.2017 - Wir haben die Show im Leipziger Gewandhaus gesehen und waren sehr enttäuscht vom ganzen Niveau. Die Musik aus der Konserve, die Bühnenbilder einfallslos, die Männerstimmen eine Katastrophe-alles in allem viel zu wenig Klasse für stolze 50€! Definitiv nicht zu empfehlen, dann besser in Berlin oder Hamburg ein wirklich gutes Musical besuchen!

Amelie (erste Bewertung)


Toll gespieltes und gesungenes Therapiestück auf dem Theaterschiff Bremen

20.02.2017 - Habe mir dieses Stück nur angesehen, weil ich es empfohlen bekommen hatte. Wahrscheinlich wäre mir sonst dieser tolle Abend entgangen. Normalerweise finden auf dem Theaterschiff eher so Revuen wie "Hossa" oder "Ich will Spass" statt. Hier jetzt mal ein Stück mit Humor und Tiefgang. Super.
Die Darsteller sind durch die Bank weg genial.Gut, der Therapeut könnte schon ein wenig mehr Energie haben, aber die anderen Vier machen das schon wieder wett.
Was da gesungen wird, ist auch schon allein den Eintritt wert. Nicht das übliche Einerlei, sondern Songs, die mich echt überraschten. Von Chansons wie "Paroles, Paroles" und Barbara Schönebergers "Männer muss man loben" zu den Dresden Dolls und Bonnie Tyler. Geile Mischung. Und super in die Therapie.Handlung eingebaut.
Musste sehr viel lachen, aber habe auch mich und meine unterschiedlichen Beziehungen im Laufe der Jahrzehnte gut wieder erkannt. Perfekt von der Regie herausgearbeitet.
Ganz toll fand ich Marc Trojan und Jochen Simon. Die beiden singen grandios. Aber auch die Frauen Annette Mayer und Andrea Gerhardt waren fantastisch. Der Showstopper war "Out of the dark" von Falco. So klassel von Annette Mayer auf einer Massageliege sich verbiegend gesungen. Saukomisch.
Also, wer sich oder seinen Partner in Verhaltensmustern wieder erkennen möchte, sollte dringend aufs Theaterschiff Bremen gehen.
Danke für den geilen Nachmittag.

Musicalfuzzi (erste Bewertung)


Herzerwärmend und bestens gelungen!

20.02.2017 - Unsere Familie war am Freitag auf der Premiere bei "Aida" und wir erlebten einen sehr gelungenen Abend.Die Art und Weise wie ein Amateurchor kombiniert mit Profis solch eine Inszenierung auf die Bühne bringt, finden wir herausragend!Die Mischung aus fast familiärer Stimmung und hervorragenem Sologesang plus rundum stimmigen Kostümen und Kulissen mit beeindruckenden Grupppenszenen hat uns allen sehr gut gefallen. Dass Amneris etwas älter wirkte als Radames störte mich nicht - welche Verbindung ist schon perfekt - das macht die Sache der inszenierten Ehe nur noch realistischer und wirkt den ewigen Klischees entgegen. Ja, sie hat einen Einsatz verpasst, aber auch das ist menschlich und wurde von ihr und vom Ensemble gut aufgefangen. Ihre Rolle spielte sie wirklich gut und ihre Verwandlung kam sehr gut zur Geltung.
Aida hat uns alle verzaubert, Radames war großartig und Zoser war super als kleiner,ekelhafter Ehrgeizling. Was spricht dagegen, als Regisseur gleichzeitig auch Schauspieler zu sein, wenn man das Zeug dazu hat??? Und Michael Schaumann als Allroundtalent kann es einfach! Nur kein Neid! ;-)
Das Rundumpaket "Aida" aus den Kehlen der "Kolping - Familie" war für uns rundum stimmig und wir bewundern das enorme Engagement von Leuten wie "Du und ich", die solch großartige Abende auf die Bühne zaubern. Weiter so! Wir sind nächstes Jahr wieder dabei!
Eure Palengas aus Freiburg


Leider Möchtegern

19.02.2017 - Naja, habe mich auf das tolle Stück Aida gefreut und wurde maßlos enttäuscht...übrigens meine Mitbesucher ebenso...
Ich kenne das Stück sehr gut und habe es auch schon das ein oder andere mal gesehen (damals aber alles Profis). Was ich hier vorgesetzt bekommen habe war zum Teil wirklich sehr schlecht. Fangen wir mal an...die Besetzung: ich weiß nicht genau wer für diese verantwortlich war, aber das war wirklich ne Frechheit. Amneris (gespielt von Fawn Arnold) hätte locker die Mutter von Radames und Aida sein können, hat die Einsätze vermasselt und auch das Deutsch lässt zu wünschen übrig. Aida und Amneris sollten etwa das gleiche Alter besitzen und am besten noch begehrenswert sein...Aida war ok, aber ohne Charisma und leider ohne die Big Notes (die hohen Töne weggelassen). Ich hatte die Aidas als große, schöne Frauen in Erinnerung, so sollte es auch sein...naja...
Radames war wirklich gut... da gibt es nichts zu sagen, ebenso Mereb. Dieser hat sich ganz gut geschlagen. Ich möchte gar nicht auf alle eingehen...ABER der absolute Abschuss war Zoser! Dieser wurde von Michael Schaumann gespielt und war die Fehlbesetzung des Jahrhunderts! Viel zu klein! Er hat sich immer gestreckt und größer gemacht, wollte auf Teuel komm raus böse sein (fast peinlich), knödelte wie ein schlechter Operntenor und was ich dann erfahren habe....er ist der Regisseur! Lieber Michael Schaumann...ich kenne Sie nicht, aber bitte lassen Sie (Kolping ist ja ein Amateur Theater) für solche Rollen die Profis ran. Zoser muss ein Bariton sein, am besten noch ein großer Mann und guter Schauspieler. Das war unterirdisch! Und im übrigen...warum spielt der Regisseur denn eine der Hauptrollen? Die Musik hatte immer dassslbe Tempo, und das viiiieeeel zu langsam. Aida ist ein Elton John Stück...warum waren da keine Rock-Elemente? Der Dirigent war zwar auch ein Amateur, aber ein wenig Tempo und Abwechslung kann man schon erwarten!
Wenn ich an die Zeiten vom Colloseum in Essen zurück denke war das hier leider ein total verschenkter Abend...
Mit diesem Niveau seht ihr mich nicht wieder...schade Schwäbisch Gmünd!
Euer Thomas

Thomas2708 (erste Bewertung)


Miserabel

19.02.2017 - Aha und das soll TDV sein? Die Orginialversion ist viel besser! Warum macht man so ein Klamauk ? Warum diese komische Kostüme!

Premieren Publikum war laut, weil es allen angeblich gefallen hat!

Musicaltrine (3 Bewertungen, ∅ 2.3 Sterne)


Einfach genial

19.02.2017 - Das war das erste mal für uns in der Händel halle .Und dann gleich sowas .War so super auf so einen engen Raum so ein Stück aufzuführen .Die Darsteller der einzelnen personen waren einfach klasse.Möchte mich für diesen schönen Abend bedanken.SUPPER

Die zwei (erste Bewertung)


Hammer Cast - prunkvolles Bühnenbild plus "Waschmaschinenmusik" zurück in die 50er

18.02.2017 - Nach meinen 3 besuchten Vorstellungen in Stuttgart ist es so, dass ich das Stück wie damals in Wien mit "Abstrichen" empfehlen kann.

Dadurch, dass das Bühnenbild, die Storyline sowie die Technik wie in Wien sind empfehle ich meine damalige Wiener Bewertung zu lesen - hier gehe ich auf die Neuerungen ein - und diese betrifft die phantastische Cast, die das Stück trotz der leider schwachen, teilweise unerträglichen Musik super trägt und doch noch zu einem "Schau-Spektakel" mit Qualität macht wie auch nicht anderes von der STAGE erwartet...

Bei der Musik kann die STAGE leider auch nichts ändern - selbst die Autorin Pamela L. Travers fand die Musik der Sherman-Brothers für ihre MARY Poppins unpassend und unerträglich - hierbei muss man leider konstatieren - ihre sehr späte Einwilligung ein Musical daraus machen zu dürfen war musikalisch gesehen wirklich die falsche Entscheidung und diesbezüglich hätte man sich besseres gewünscht -

aber dafür hat man ein schönes, spektakuläres Schau-Stück gebastelt, dass unterhält und man sich in die magische Welt der MARY POPPINS hineinverzaubern darf - zumindest bis der Zauber dann wieder jäh unterbrochen wird durch so "Zehennägel-Aufrollende Lieder wie "Mit 'nem Teelöffel Zucker"

Elisabeth Hübert als perfekte MARY POPPINS Darstellerin spielt die Rolle nicht - sie lebt sie einfach - nein - sie ist die perfekte MARY POPPINS - zart, unschuldig und einfach lieb anzuschauen - ihrem Spiel schaut man gerne zu - und zusammen mit DAVID BOYD hat man hier die perfekten Hauptdarsteller gecastet...

In einer weiteren Vorstellung konnte ich auch Melanie Ortner als MARY POPPINS erleben - sie war "resoluter" und nicht so "zauberhaft" zart - ganz anders im Spiel aber auch sie konnte mich begeistern...

Ebenso wie die Darstellerin der Winifried Banks - Jennifer van Brenk und vor allem ihr Ehemann - George Banks alias Livio Cecini - er ist viel lockerer als Herr Kranner damals in Wien und seine "Reise zurück in die eigene Kindheit" gelingt ihm am Schluss des Stückes bravourös...

Miss Andrew spielt wie auch in Wien Maaike Schuurmans die kleine aber schöne Rolle der Vogelfrau wird von Betty Vermeulen übernommen die diese auch sehr bewegend spielt...

Ein absoluter Pluspunkt auch das gesamte restliche Ensemble die mit ihren Tanzperformances das Publikum trotz der relativ belanglosen Musik immer wieder "aufwecken" und für Begeisterungsstürme sorgen - Chapeu!

Für alle diejenigen, die sich eine Auszeit aus dem Alltag gönnen möchten vor allem mit Kindern zusammen ist diese Show wirklich zu empfehlen - wer ein Liebhaber des alten Disney-Films ist auch - hier gilt die Devise - Zurück in die Vergangenheit - wer sich ein neues vom Film abhebendes Stück (vor allem in der Musik wünscht) ist allerdings fehl am Platz - im Gegensatz zu "ALADDIN" ist man fest verwurzelt in den 50er Jahren und nicht im Hier und Jetzt - wer dies akzeptiert ist im Apollo Theater goldrichtig

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Mein erstes Mal Luisenburg!

16.02.2017 - Obwohl ich nicht all zu Weit von der Luisenburg entfernt wohne, muss ich mir eingestehen, dass ich noch nie bei den Festspielen zu Gast war.
Im Sommer 2015 haben wir das spontan geändert. Der Inhalt des Stückes dürfte jeden soweit bekannt sein. Die Atmosphäre im Freilichttheater war schon beeindruckend. Das Bühnenbild wird umrahmt bzw. dominiert von den mächtigen Felsen am Bühnenende. Zwischen den Felsen wurde auch gespielt, es gab kleine Gänge und wie aus dem Nichts erschienen hier die Darsteller in manchen Szenen. Zwischen den Felsen kleine Cabaret-Lämpchen, die nach Einbruch der Dunkelheit eine ganz besondere Atmosphäre schafften. Die Band war in einem eigens am Bühnenrand stehenden Zugwagon der 30er Jahre untergebracht. Die Kostüme waren zeitgemäß im Stil der frühen 30er Jahre. Allen voran glänzte Anna Montanaro in der Hauptrolle als Sally Bowles. Stimmlich perfekt und mit einer gehörigen Portion Erotik und Frische. Man merkt ihr nicht an, dass seit der Uraufführung in Düsseldorf schon mehr als 15 Jahre vergangen sind. Insgesamt eine gelungende Inszenierung.

MrDuncan (8 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Tolle Produktion - dieser Mut wird belohnt!

15.02.2017 - Meine Familie und ich haben die Vorstellung am 12.02.2017 besucht. Das Theater war sehr gut wenn nicht sogar ausverkauft und wir hatten alle Erstbesetzungen. Ich kannte das Stück bis jetzt nur vom hören der Wiener Cast CD aus dem Jahre 2009 und bin ein echter Fan davon, deshalb hatte ich auch große Erwartungen und war überzeugt, dass mich die Produktion nicht überzeugen kann. Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mich geirrt habe. Es war ein herrlicher, amüsanter und kurzweiliger Abend. Die Stimmung im Saal war sehr gut, was vor allem an den guten Hauptdarstellern lag. Sie wussten es zu überzeugen, mit Komik umzugehen und das Publikum zum lachen zu bringen. Einzig allein die gesanglichen Qualitäten hätten noch besser sein können, aber es waren ja auch Schauspieler die hier gesungen haben und keine ausgebildeten Musical-Darsteller und für das haben sie es wirklich großartik gemacht. Einzig allein die Verständlichkeit in den Ensemble-Nummern war schlecht, die Musik war oft lauter als der Gesang und übertönte alles - deshalb auch einen Stern Abzug. Wo wir auch gleich bei einem großen Plus-Punkt sind: die Musik und das Orchester. Das Orchester spielte klar, vollbesetzt und mit viel Kraft die ohrwurmtauglichen Hits des Musicals. Es war ein echter Genuss für die Ohren diesem Orchester zu folgen. Hier ein ganz großes Lob an alle Musiker! Das Bühnenbild war in Ordnung und erfüllte seinen Zweck. Die Kostüme waren der Zeit (Ende der 50er Jahre) angepasst. Die Choreographie war teilweise sehr gut, teilweise wirkte es aber leider auch wie gewollt und nicht gekonnt (zumindest in manchen Ensemble-Nummern) - es waren einfach zum Teil zu viele Leute auf der Bühne. Die Komik, die dieses Stück mit sich bringt kam voll und ganz beim Publikum an! Es wurde gelacht, geklatscht - der Funke sprang einfach über, was bei diesem Musical nicht selbstverständlich ist. Insgesamt kann man das Stück vollends empfehlen und das Theater loben für den Mut sich für dieses Stück entschieden zu haben. Für die Zukunft wünsche ich mir weiterhin eine so gute Stückauswahl für Regensburg, wenn auch vielleicht mit 1 oder 2 ausgebildeten externen Musical-Darstellern für die Hauptrollen. Das würde das Ganze noch mehr abrunden. Ich denke das Theater Regensburg hat mit dieser Produktion einen Schritt in die richtige Richtung gewagt, weg von den Klassikern, die an jedem zweiten Stadttheater fast todtgespielt werden und hin zum modernen Musiktheater!

MrDuncan (8 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Das Phantom der Oper (Gerber/Wilhelm)

12.02.2017 - Wir sind Musicalfans und lieben das Phantom der Oper. Die Karten haben pro Person 78 Euro gekostet. Der Veranstalter war die Central Musical Company. Da erwartet man schon Qualität und dass die Veranstalterwissen, was sie tun.

Auch wenn uns bewusst war, dass es nicht das Original-Musical war, war die Enttäuschung riesig groß. Man kam sich vor, wie im letzten Provinztheater. Die Gesangs- und Schauspielleistungen waren von richtig schlecht bis naja geht so. Das Bühnenbild war lausig. Wenn es nicht so traurig wäre, das jemand solch ein Weltmusical so verschandelt, hätte man die ganz Zeit lachen können, da man sich vorkam, wie bei einer schlechten Satire auf das Phantom.

Zudem war die Akustik im Tempodrom enttäuschend. Die ganze Zeit wirkte es so, als wenn die Sänger unter einer Decke singen. So gedämpft war die Musik.

In der Pause fragten die Einlasskräfte alle, die sich draußen die Beine etwas vertreten wollten, ob sie wieder kommen. Warum wohl?

Ich kann nur jedem abraten, in diese Vorführung zu gehen.

lebedies (erste Bewertung)


wirklich grauenhaft

12.02.2017 - leider kann ich allen negativen Bewertungen hier nur zustimmen. Es war ein Geschenk-und ich habe mich im nachhinein nur noch geschämt,für so etwas niveauloses derartig viel Geld (78 Euro pro Karte) ausgegeben zu haben.Jede Schmierenkomödie ist besser und mit Musical hatte dies definitiv wirklich nichts zutun.Bühnenbild war auch nicht vorhanden, wenn man mal von der Leinwand im Hintergrund absieht.Wir saßen sehr weit vorn und hatten einen guten Blick auf das kleine Orchester, auch sie wirkten-verständlicherweise- genervt. Allerdings möchte ich mich auch über das Tempodrom als Veranstaltungsort äußern:es war kalt und obwohl nicht ausverkauft waren die Zuschauer auf ihren ungepolsterten Plastikstühlen auf engstem Raum zusammengepfercht.Schon beim Betreten wurden wir von der Dame am Einlass bei der Taschenkontrolle behandelt, als wären wir Sklaven, welche auf eine Galere getrieben werden und nicht Gäste, die viel Geld bezahlt haben. Wenn man hier von Betrug spricht, dann zu Recht. Jedenfalls weiß ich jetzt, warum wir unsere Schnitten, welche wir für unsere stundenlange Heimfahrt vorbereitet hatten, vorher wegwerfen mussten- die Befürchtung, dass diese auf der Bühne landen waren nach DIESER Aufführung durchaus berechtigt

ole bienkopp (erste Bewertung)


Zum 20-jährigen in Bestform! Mathias grandios

09.02.2017 - Das Kultmusical ist zurück in Stuttgart! Die Fans freuts und füllen das Palladium Theater wie eh und je! Auch im 20. Jahr schafft es diese Produktion "frisch, grandios und einfach "unsterblich" zu bleiben"

Zu verdanken vor allem der phantastischen neuen Cast seit 2016 - mit einer frischen jungen Sarah - "VERONICA APPEDDU - einem jungen charmanten Alfred - "TOM VAN DER VEN" - einem "hyperaktiven" alten Professor - "VICTOR PETERSEN", einem gewitzten Chagal - NICOLAS TENERANI - eines frechen, lustigen Herbert - MILAN VAN WAARDENBURG, eine herrlich rockigen Magda - Merel Zeeman und seiner neuen (alten) Herrlichkeit von Krolock - MATHIAS EDENBORN -

Habe Mathias Edenborn bereits in Stuttgart 2001 und Berlin 2007 als Graf von Krolock erleben dürfen - jetzt als Erstbesetzung ist er noch gereifter, rockiger und eleganter in der Rolle gereift - stimmlich wie schauspielerisch ohne Makel und einfach Wow!

Das Bühnen- und Kostümbild funktioniert wie eh und eh - alles läuft routiniert ab - im Gegensatz zu anderen "Schreiberlingen" ist die Akustik im Parkett perfekt - ich verstand jedes Wort und die Gesangsparts vorzüglich - auch in der Pause und am Schluss nur lobende Worte über die Show - die Stimmung ist grandios und alle Beteiligten haben Freude an der Show - und das ist das schönste...glückliche Gesichter am Ende - nicht enden wollender Schlussapplaus!

Ja die Stuttgarter lieben ihre Vampire und das wird immer so bleiben....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Peinlich

09.02.2017 - Wir wollten uns am 8.02.2017 das Musical Phantom der Oper (ASA)in Dortmund anschauen haben nur 20 min ausgehalten(nicht nur wir)weil alles aber auch alles grotten schlecht war.Wir sind Musical Fans haben fast alle gesehen manche sogar 2-3 mal.Phantom der Oper ist eigentlich eins der Besten aber diese Aufführung war Peinlich und Schlecht

KRISTIN (erste Bewertung)


Schande für das echte Musical

08.02.2017 - Ich habe das Musical Elisabeth bereits 5 x in verschiedenen Orten gesehen und war jedesmal von Neuem begeistert. Die gestrige Veranstaltung in Graz ist einfach ausgedrückt ENTTÄUSCHEND ! das hat absolut nichts mit dem Musical Elisabeth zu tun - massiv überteuerte Karten, der Veranstaltungsort - Kammersaal Graz - eine Katastrophe und absolut unpassend - die gesamte Aufführung alles - nur nichts was mit dem Musical Elisabeth zu tun hat. Das einzige was ich mitgenommen habe ist die Erfahrung, Kritiken VORHER zu lesen ! Denn alles was hier zuvor geschrieben wurde stimmt !

brigitte8533 (erste Bewertung)


Imposant, bedrückend, beeindruckend

07.02.2017 - Jedes Jahr sehe ich sehr viele Musicals und "Imagine This" war definitiv mein Highlight 2016. Großartige Leistung von allen - die Darsteller und Musiker haben mich sehr berührt, ich habe geweint und teilweise starr vor Schock auf meinem Stuhl gesessen. Der einzige Kritikpunkt ist das etwas zu langatmige Buch. Aber da der Abend insgesamt so imposant, bedrückend, beeindruckend war, ist das zu vernachlässigen. Ich bin schwer begeistert. Es ist definitiv kein Stück, das ich ein zweites Mal sehen muss, weil es zu traurig ist. Aber ich danke dem FME von Herzen für den Mut, dieses Stück auf die Bühne zu bringen. In keinem anderen Stück habe ich das FME als so perfekte homogene Einheit erlebt. Ob Darsteller oder Musiker, alle lebten dieses Stück. Mehr Meinung dazu auch auf kulturfeder.de

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Disney goes dark

06.02.2017 - Oder zumindest: a little bit darker.

Das ungarische Operetten- und Musicaltheater ist nun schon seit einigen Jahren mit Disney's DIE SCHÖNE UND DAS BIEST im deutschsprachigen Raum auf Tournee.
Anders als bei der STAGE-Version (die versuchte mit weniger Einsatz und Produktionskosten die Originalproduktion mehr schlecht als recht zu kopieren), hat man hier nun einen gelungenen neuen Ansatz für die Inszenierung und Ausstattung gewählt.
Etwas dunkler, etwas düsterer ist der Gesamteindruck. Insbesondere die Schlossszenerie erinnert in ihrer fatal-romantischen Stimmung mehr an Jean Cocteaus La belle et la bête-Interpretation als an Disney-Schmalz. Das bekommt dem Stück sehr gut.
Erstaunlich aufwändig für eine Tourneeproduktion kommen Ausstattung, Lichtdesign und Kostümbild daher. Die Herausforderung, dass verzauberte Personal darzustellen, ist ausgezeichnet gelungen. Fehler haben sich allerdings bei den Dorfbewohnern eingeschlichen, die sehr städtisch daherkommen. Auch dass die "Three silly girls", wie hässliche Vogelscheuchen ausgestattet sind, ist nicht durchdacht. Es macht im Bezug auf die Bedeutung dieser Charaktere keinen Sinn und ist insbesondere in der Interaktion mit Gaston kontraproduktiv.

Die Besetzung ist gesanglich bestens disponiert. Es gibt ausnahmslos typgerecht passende, wunderbare Stimmen zu hören.
Der ungarische Akzent ist kaum wahrnehmbar.
Allerdings merkt man doch deutlich, dass der Text rein phonetisch erlernt wurde.
Das Schauspiel leidet darunter. Viele Dialoge wirken doch etwas recht steif aufgesagt und Pointen gehen unter.

Dennoch ist diese Version von DIE SCHÖNE UND DAS BIEST eine gut gelungene und sehenswerte Interpretation des modernen Musical-Klassikers.
Der aber leider auch die ernüchternde Einsicht mit sich bringt, dass ich inzwischen 30 bis 40 Jahre zu alt für Disney bin.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Schlimmer gehts nimmer!

03.02.2017 - Vorstellung Dolce Theater Bad Nauheim 02.02.2017

Wer einen miesen Abend haben möchte sollte sich das antun.

Das Beste am Abend war das Essen vor der Show.

Gesang: Katzenjammer von der dunkelhaarigen Dame

Ein männlicher Sänger traf die Töne auch nicht wirklich

Ich spielte mit dem Gedanken nach der Pause nach Hause zu gehen. Ich habs gelassen, da der Eintritt mit 45 Euro
nicht gerade günstig war. Viel zu teuer für so einen Mist. Wae alles seher bemüht, null professionell.
Die Zugabe, wenn es eine gab, hab ich mir gespart.

Nicht empfehlenswert, sorry :(

Silvi (erste Bewertung)


Ein wahrer Geniestreich

31.01.2017 - Dieses Musical ist ein wahrer Geniestreich, denn hier stimmt alles: darstellerische und musikalische Leistung, Inszenierung, Choreografie und Ausstattung. Die Handlung ist berührend, die Umsetzung einfach aber fantasievoll. Wundervolle Musik mit unterschiedlichen Musikstilen. Kurz und knapp: eines der wahrscheinlich schönsten Musicals auf der Welt. Mehr Meinung auf kulturfeder.de

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


WAS SOLL DAS?!?!

30.01.2017 - Wir waren vor einer Woche in dieser fragwürdigen Produktion... Nachdem ich einige Tage zuvor (bis dorthin dachten wir aufgrund der Werbung für die "Originalproduktion" es sei das von Webber) erfahren hatte, dass es sich nicht um das Original handelt, ging ich mit gemischten Gefühlen hin... Die Darsteller waren Mittelmäßig, die Inszenierung eine Katastrophe und die Musik naja sehr einfach gestrickt. Das Bühnenbild war Ok, aber die Umbbauarbeiten dauerten viel zu lange... Spannung gab es nicht, wir waren eigentlich nur gelangweilt. Die Personen waren zum Teil fragwürdig dargestellt. Zwischendurch dachte ich, es handle sich um ein Theater Stück, welches in der Grundschule aufgeführt wird, wobei sogar das besser wäre. Generell wurde mehr gesprochen. 17 Lieder + die Opernauszüge wenn ich micg nicht verzählt habe. Wir waren einfach so enttäuscht, so etwas habe ich nich nie gesehen! 80€/Karte! Ich vergleiche das mal nicht mit den Vbw, dort ist Preis/Leistung ja top! Eigentlich war das ganze eine Täuschung uns Betrug! Wenn man nicht genau recherchiert, kann man nicht herausfinden, dass es nicht DAS Phantom der Oper ist! Wir fühlen uns echt hintergangen! NIE WIEDER!

Kiwiii (erste Bewertung)


Das beste Musical das ixh

29.01.2017 - Ich habe diese Aufführung gesehen
und bin einfach nur begeistert. Habe
in Hamburg schon viele Musicals gesehen,
aber Les Miserables ist mir immer noch
ganz deutlich in Erinnerung.
Ich bedaure es sehr daß keine DVD-Aufzeichnung gibt, so daß man das Musical boch einmal sehen könnte.

dietersachs (erste Bewertung)


Traumhaft

29.01.2017 - Dieses Musical ist eine sehr sehenswerte Produktion, die eine konfliktgeladene Story mit toller Musik spannend bis zum Schluss erzählt.
Dass dies keine aalglatte STAGE-Produktion ist, macht das Musical noch weitaus charmanter als so manche Hochglanzvorführung. Soviel Herzblut von so hingebungsvollen Profis sieht man nicht alle Tage.

MUSS MAN GESEHEN HABEN!

Der Nörgler (erste Bewertung)


“Sei der Held deiner Geschichte“ ...

27.01.2017 - Begeisternd was das Ensemble zusammen mit einem tollen Team auf die Bühne bringt. Im ausverkauften Theater in Heilbronn war die Show nun in 5 Vorstellungen als Gastspiel zu erleben. Was für ein Erfolg.

Von Beginn an ging das Publikum mit und lies sich mitnehmen auf die abenteuerliche Reise. Andreas Gergen inszeniert flüssig und findet einen guten Weg zwischen Spass und Ernst. Das tolle Kostümbild sowie die ideenreiche Bühnenausstattung tun ihren Teil.

Die junge Castbegeistert mit tollen Stimmen, Spielfreude und sehr synchronen Tanz.

Die Musik ist sehr schön. Viele Stilrichtungen untermalen die Szenen gekonnt. Eine große Band bringt die Musik gut zu Gehör. Einzig die Tontechnik in Heilbronn sollte mal überholt werden.

Belohnt wurden die Darsteller mit großem Beifall und Standing Ovations.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Absolutes Disaster

27.01.2017 - Wer die ursprüngliche Version vom Phantom gesehen und genossen hat ist hier total fehl am Platz. Nach der Aufführung in Hamburg die wir 2 Mal besuchten kam uns die Aufführung in Bremen eher als eine Komödie vor.
Die Stimmen der Sänger waren gut, aber mit der Orginalversion nicht zu vergleichen. Kaum bekannte Melodien aus L. Webbers Musical erkennbar. Wenn überhaupt, nur angedeutet.
Alles in Allem ein enttäuschender Abend ohne Höhen und Tiefen.

Porschebiene (erste Bewertung)


LA GRANDE DIVA - PIA DOUWES

25.01.2017 - Nach gut 2:45 Stunden im Opernhaus Dortmund war kein Halten mehr auf den Stühlen - das Publikum feierte eine wunderbare, grandiose Aufführung von "SUNSET BOULEVARD" -
Es war schon alleine deswegen eine besondere Vorstellung, da Wietske van Tongeren, die Betty Schaefer Darstellerin erkrankt war und für sie Sarah Wilken ihr Rollendebüt bravouros mit schöner Gesangsstimme ablieferte -

Das intensive Spiel der vier Hauptprotagonisten Norma, Joe, Betty und Max zeigte auf, dass dieses Stück keinen Bühnenbombast benötigt - es lebt durch die Atmosphäre, die Stimmung und die Musik sowie die hervorragende schauspielerische Leistung der Protagonisten...

Die Tontechnik war sauber abgemischt - ein Garant für einen tollen Abend - die Dortmunder Philharmoniker spielten unter dem Dirigat von Ingo Martin Stadtmüller in der "Symphonic Version" opulent auf - aber sie übertönten die Darsteller nicht...

Oliver Arno ist ein guter Joe Gillis - er passt perfekt in diese Rolle und singt und spielt seine Parts mit Leidenschaft und guter Stimme...

Ein besonderer Abend war es natürlich wegen IHR - 1992 sah ich Pia Douwes zum allerersten Mal in Wien als ELISABETH und seitdem begleite ich diese charmante Künstlerin überall hin -

war sie 2009 in der Holländischen Version von SUNSET BOULEVARD schon sehr sehr gut, toppt sie diese Leistung 8 Jahre später noch einmal - Ihr Gesang und ihr Schauspiel machen Sie einfach zum "Star" und die unvermeidbare Gänsehaupt bei "NUR EIN BLICK" - einfach nur Wow - allein schon wegen ihr hat es sich gelohnt den Weg nach Dortmund anzutreten....

Nachdem der Intendant ja bald nach Nürnberg wechseln hoffe ich mal persönlich, dass diese SUNSET BOULEVARD Produktion dann hoffentlich mit Pia Douwes noch einmal in Nürnberg gezeigt werden wird - das wäre für Nürnberg echt mal schön - und ein großer Wunsch von mir...

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wildhorn At His Best

25.01.2017 - Letztes Wochenende habe ich die Show bei dem Tourneeauftakt in Edinburgh 3 x besucht und bin begeistert.

Eine ganz neue Geschichte, alle Charaktere sind nun ganz anders angelegt. Die Orchestrierungen sind komplett anders. Die Cheshire Cat ist nun eine verückte Katze mit einem neuen Song "Cat Shoe Shuffle". Alice und der Mad Hatter haben noch ein Duett (Mix: Ballade, Uptempo, Rocknummer) "This Is Who I Am". Die Lyrics wurden auch angepasst um der neuen Geschichte gerecht zu werden.

Die Darsteller waren wie erwartet alle grandios. Dominic Owen als Cheshire Cat hat mir am Besten gefallen.

WestEndMouse (erste Bewertung)


Geniales Musiktheater

24.01.2017 -

RobMartin (erste Bewertung)


Schlechte Umsetzung irreführende Werbung

23.01.2017 - Am 20.11.2016 habe ich diese Fassung in Augsburg mit Freunden gesehen.
Da in der Werbung vom der "großen Originalproduktion" gesprochen wird, hatte ich natürlich die Andrew Lloyd Webber Version erwartet - wie viele andere Besucher auch.

Das diese Version unterirdisch ist, haben bereits viele andere vor mir beschrieben, deswegen will ich das jetzt nicht nochmal breittreten.

Dies ist mit Sicherheit nicht nur meine subjektive Meinung. Einige sind während der Vorstellung gegangen. Zu keinem Zeitpunkt ist der Funke zum Publikum übergesprungen. Man hatte den Eindruck jeder wartet gespannt auf den Moment, an dem er eine der bekannten Melodien hört - doch das Publikum wartete vergebens. Am Ende gabs höflichen Applaus. NIEMAND wollte eine Zugabe, niemand ist aufgestanden - es sei denn er wollte gehen. Enttäuschung lag in der Luft und die Frage: bin ich hier eigentlich richtig?
Leider habe ich die Tatsache, dass es eine zweite Musical Version gibt die unter dem Originalnamen angeboten wird erst hinterher festgestellt. Auch die Tatsache, dass diese von Anfang an vernichtend beurteilt worden ist.
Meiner Ansicht nach lebt diese SPARVERSION davon, dass viele so dumm sind (wie ich) und es mit dem Original verwechseln.
Ich hoffe ein paar von Euch lesen diese Bewertungen vorher und verbringen einen schönen Abend bei einem ORDENTLICHEN Musical ANDERSWO!

PhantomOpfer (erste Bewertung)


Das spektakulärste und kreativste Musical unserer Zeit

22.01.2017 - Man muss es ganz klar sagen: das was die Kreativen und die Darsteller da in Oberhausen vollbracht haben ist einzigartig und holt alles aus dieser Show heraus!

Tarzan sah ich vor 10 Jahren - 2007 das erste Mal im Circustheater Scheveningen und war dort schon restlos begeistert was Ron Link & Jantal Janzen und die anderen dort geboten haben - 2008 in Hamburg wurde alles noch weiter verfeinert, die Show über Jahre und auch in Stuttgart gelebt und nun Oberhausen!

Dank des neuen Daches des Metronom Theaters konnten die Kreativen nun das gesamte Auditorium zum Dschungel umfunktionieren - einfach nur grandios dieser Anblick beim Betreten des Theaters - die Fliege sind so spektakulär wie nie zuvor das Stück wurde noch schneller und wilder..

Und das mit einer Traumcast: auch mehr als 2 Monate nach der Premiere hatten wir gestern außer Tarzan die komplette First Cast - Stuart Sumner hatte die Rolle aber schon damals in Hamburg sehr gut gespielt und braucht sich daher hinter Alexander Klaws nicht zu verstecken!

Am meisten berührt hat mich Sabrina Weckerlin in der Rolle der Kala - so ein intensives Schauspiel und so bewegend gespielt das hatte ich so bisher noch nicht gesehen - nicht einmal bei Madame Gomez und die war schon überragend!

Ein bisschen enttäuscht war ich lediglich von Patrick Stanke als Kerchak: Er ist ein bisschen so wie Balu der Bär - emotional und die Härte nimmt man ihm nicht ab - da waren auch die Vorgänger wie Andreas Lichtenberger, Ethan Freeman einfach zu stark in der Rolleninterpretation

Tessa Sunniva van Tol gibt eine wunderbare naive liebe Jane die ihre Parts Akzentfrei und klar singt

Japheth Myers kehrte wieder in seine Rolle des vertrottelten Professors Porter zurück und Patrick Imhof als Clayton konnte endlich mal eine ganz andere facette seines Könnens zeigen..

Die Cast harmoniert perfekt - das wurde vor ausverkauftem Hause lautstark bejubelt - auf Nachfrage im übrigen täglich seit Premiere - und das bei erhöhten Preisen und 1.660 Plätzen - alles in allem ist diese Show allerdings jeden Cent wert und wird die nächsten Jahre im Metronom Theater weiterhin gut aufgehoben sein! Ich komme bestimmt wieder!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Zu schön, um wahr zu sein?

21.01.2017 - Der vielgespielte Klassiker EVITA ist in der aktuellen Saison ein großer Publikumserfolg im Staatstheater Darmstadt.

Erik Petersen inszeniert das Musical schnörkellos und ohne Experimente. Das tut der zeitlosen Geschichte gut. Das Beziehungsgeflecht der Personen, die historische Bedeutung und der polarisierende Charakter der Protagonistin werden verständlich herausgearbeitet.

Herausragend ist die Opulenz der bühnentechnischen Umsetzung.
Theoretisch kann man EVITA vor einer schwarzen Wand aufführen.
Damit gibt sich Bühnenbildner Dirk Hofacker aber nicht zufrieden.
Sei es die Beerdigung im strömenden Regen, eine bühnenfüllende Zuganimation, das detailreiche nächtliche Buenos Aires oder die großen, aus der Unterbühne herauffahrenden Nebenschauplätze, alles ist beeindruckend anzusehen.
Die aufwändigen Kostüme und der große, engagiert auftretende Opernchor tun das ihrige, um diesen Eindruck zu verstärken.

In den Hauptrollen sind Eve Rades als Eva Peron und Dominik Hees als Che zu sehen und zu hören. Beide bieten absolut professionelle und souveräne Leistungen in allen Bereichen. Trotzdem muss man aber auch feststellen, dass man die beiden Rollen auch schon intensiver und charismatischer porträtiert gesehen hat.

Unterm Strich ist diese EVITA eine visuell bezwingende, ebenso unterhaltsame wie ambitionierte Inszenierung, die dem Andrew Lloyd Webber-Klassiker voll und ganz gerecht wird.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Ein Spektakel für alle Sinne!

20.01.2017 - - 17.12.2016 - Admiralspalast Berlin

Dieses Musical ist der beste Beweis dafür, wie Disney es schafft eine fantasievolle Welt zu kreieren und dennoch den Trieb nach Tiefe nicht verliert. So wird man hier in eine Liebesgeschichte entführt, die uns doch immer wieder spüren lässt, wie mächtig Liebe und Warmherzigkeit sind. Gepaart mit einem vor Selbstliebe strotzenden und dadurch gehassten Widersacher, einer Brise Komik und magischen Momenten, erwacht die Geschichte des alten Volksmärchen zu neuem Leben. Alan Menkens Melodien tragen ihren Teil zur Verzauberung des Publikums bei, entdecken sich stets neu und erweisen sich als wahre Ohrwürmer.

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Die Inszenierung des Budapester Operetten- und Musicaltheaters ist gradlinig und braucht nicht viel, um die fantastische Welt von Belle und dem Biest auf die Bühne zu transformieren. Dabei verzichtet man weitestgehend auf Kitsch und verleiht dem Stück einen Charme zwischen Märchen und Drama, was sich als sehr stimmungsvoll erweist und durch flotte Choreographien ergänzt wird, wobei auch die Charakterbeziehungen nicht zu kurz kommen. An dieser Stelle erwähnenswert ist die Gestaltung des Prologes, bei dem die Vorgeschichte des Biestes von einer Mutter als Geschichte für ihren Sohn erzählt wird und sich langsam die Bühne ins Frankreich der Neuzeit verwandelt. Das pompös besetzte Orchester spielt engagiert und spielerisch durch die Partitur und umschmeichelt damit die Szene in angenehmer Lautstärke, was u.a. auch an einer bemerkenswert klaren Tontechnik liegt. Das Bühnenbild ist für eine Tourneeproduktion extrem wandlungsfähig und beeindruckend. Durch ein prächtiges Farb- und Lichtspiel wird ein stimmiges Gesamtbild auf der Bühne geschaffen. Die detailverliebten, kreativen und opulenten Kostüme zeigen die ganze Märchenpracht hinter der Geschichte und sorgen für große Augen.
Mit Ausnahme des Biestes ist keinem der Darsteller ihr ungarischer Ursprung anzuhören; alle brillieren durch eine ausgezeichnete Artikulation. Das genannte Biest gibt seiner Figur sowohl stimmlich als auch im Spiel gewisse charismatische Züge, zeugt von tiefer Auseinandersetzung mit dieser und lässt uns doch vor ihn etwas erschaudern. Liebevoll und mit glasklarem Sopran erstrahlt Belle und lebt ihre Rolle aus. Überzeugen tuen auch die Bediensteten, vor allem ihr Gesang schmeichelt sehr. Und auch Gaston spielt den großprotzigen Muskelmann mit Bravur und gesanglichen Höhepunkt. In Kombination mit dem Ensemble ergibt sich ein spielfreudiges Künstlerteam.

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Diese Tourneeproduktion braucht sich allemal nicht hinter Großproduzenten und Stadttheater verstecken. Sie zeigt genau das, was Musical sein soll: Magie, Liebe zum Detail und eine bewegende Geschichte. Und gerade deshalb, dass sie die Geschichte nicht neu erfindet, erlebt man hier ein einzigartiges Meisterwerk für Groß und Klein - für Disney-Fans ein Must-See!

Hook98 (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Inzwischen ein Klassiker

20.01.2017 - Die Show gehört für mich inzwischen zu den neueren Klassikern unter den Musicals. Bei der Premiere wirkte das Ensemble recht konzentriert und bemüht. Eher vereinzelt fielen Darstller auf, die einen wunderbaren Esprit hatten und die Choreographien nicht nur brav, sondern mit Witz und Pfeffer getanzt haben. Sie wirkten teilweise etwas wie Söldner, die hübsch aussehen sollten und deren Aufgabe es in erster Linie ist, die Bühne zu füllen.
In den Hauptrollen fiel mir Uli Scherbel besonders positiv auf, und in dessen Schlepptau, seinen charmanten, griechischen Freund darstellend, auch Gianni Meurer. In deren Nummern wie "Ehrenwertes Haus" und "Griechischer Wein" gewann die Show immer an Fahrt und Energie. Da stimmte alles. Nur Gianni Meurer habe ich wohl aufgrund des griechischen Akzentes, leider des öftern nicht verstanden.
Das "alte" Paar, gespielt von Peter Kock und Dagmar Biener harmonierte in meinen Augen nicht besonders gut. Was die gesangliche Leistung angeht, so war ich leider immer froh, wenn deren Lieder zu Ende gingen. Man hatte auch nicht das Gefühl, dass die beiden wirklich ineinander verliebt waren und Ebensowenig leider wie bei den Hauptdarstellern Karim Kawathmi und Sarah Schütz. Beide vor allem gesanglich allerdings versiert und gut.
Da fragt man sich, was die Regisseurin da erzählen möchte. Es fehlt leider an Charme und vor allem an Emotionen. In dem Stück dreht es sich an allen Ecken und Enden um Liebe.
Leider habe ich aber eine wirkliche Verliebtheit und Partnerschaft interessanterweise nur bei Uli Scherbel und Gianni Meurer gespürt.

Glücklicherweise funktioniert das Stück aber so wie es geschrieben ist sehr gut. Das Publikum war begeistert.


Toller Beitrag zum "500. Jahrestag der Reformation 2017"

20.01.2017 - Das Stadttheater Fürth hat als privates Theater bereits früh im Jahr 2017 mit einem Paukenschlag das besondere Musicaljahr eröffnet - feiern wir am 31. Oktober doch den 500. Jahrestag der Reformation!

Wieder einmal wird der Mut eines Privattheaters belohnt - nach dem Mega-Erfolg von "Next top normal" folgt nun LUTHER - Rebell Gottes eine Musical-Uraufführung...

Endlich wird das ereignisreiche Schaffen und Leben Martin Luthers als Musical auf die Bühne gebracht - schon allein deswegen zu begrüßen, damit die Jugend endlich mal wieder Geschichts-Grundwissen vermittelt bekommt - da der Schulbetrieb im Fach Geschichte außer der NS-Zeit wenig mehr beizutragen hat...

Schön aus diesem Grunde muss ich den Besuch dieses Werkes empfehlen - dass es in meiner fränkischen Heimat läuft kommt noch hinzu die Sahne ist aber das prominente Kreativteam und die hervorragenden Musicaldarsteller, die das Stück zu einem tollen Gesamterlebnis machen - ein toller spannender Krimi-Theater-Abend - allerdings nach einer wahren Begebenheit...

Christian Auer hat eine eingängige rockige Partitur verfasst, die gleich ein paar Ohrwürmer bereit hält - eine gute Mischung aus Musical-Pop, mit herzzerreißenden Arien über Rap bis hin zu einem Bauern-Freiheitschor im großen Finale, der stark an "Les Miserables" erinnert...

Auch das Buch, die Texte und die Regie sind sehr gut gelungen - Luther in Gestalt von Thomas Borchert, der diese Rolle glanzvoll ausfüllt sowohl im Schauspiel als auch im Gesang wird nicht als Held der Reformation glorifiziert, sondern widersprüchlich und komplex dargestellt eher als gebrochener Held wider Willen der nach Wegen sucht, Glauben, Kirche und Klerus zu erneuern und von tiefen Selbstzweifeln geplagt wird - Paraderolle wieder eine mehr für Thomas Borchert!

Aber auch die anderen 11 Darsteller brauchen sich nicht zu verstecken - allen voran Ramin Dustdar als Luthers Gegenspieler Johannes Eck der mit seinem "Rap-Battle" einen der großen Ohrwürmer des Abends abliefert und mit Lack und Leder auch kostümtechnisch heraussticht!

Michael Kargus brilliert als dämagogischer Ablassverkäufer Tetzel und auch die Frauen kommen nicht zu kurz:

Halt und Unterstützung erfährt Luther bei seiner Ehefrau Katharina von Bora alias Navina Heyne - die ein resolutes und intelligentes Eheweib gibt sowie einer starken Kerstin Ibald als Herzogin Barbara!

das Stück hat zwar keine großen Requisiten es ist sparsam aber durch die schönen Projektionen und das Licht macht es die Produktion wieder wett und gewinnt damit!

Ein schöner, unterhaltsamer Musicalabend der hoffentlich im nächsten Jahr erneut nach Fürth kommt - Glückwunsch an das Stadttheater Fürth das wieder mal mit Mut und Geschick ne tolle Musicalproduktion aus dem Hut gezaubert hat....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Pure Abzocke!

17.01.2017 - "Les Miserables" am 16.01.17 in Frankfurt.

Ich kann mich der Besprechung von Maik Frömmlich nur voll und ganz anschließen!
Was gestern in FFM geboten wurde war schlicht unterirdisch und hatte mit dem Original nichts zu tun. Die rechtlich sehr zweifelhafte Bewerbung als Les Miserables hat hoffentlich noch ein Nachspiel!
Nur: Hätte man es beim Titel Barricade belassen, wäre - zu Recht - niemand gekommen.

Wie sagte eine ältere Dame, die die Veranstaltung (mit vielen anderen) bereits zur Pause verließ: Es hätte so eine schöne Musik sein können..."
Besser lässt sich das, was gestern in der Jahrhunderthalle musikalisch, textlich, choreographisch und akustisch dargeboten wurde, nicht beschreiben.

DirkMeyer (erste Bewertung)


Überzeugende Darsteller, tolle Show!

16.01.2017 - Vor meinem Besuch der Show in Braunschweig kannte ich nur den Film mit Johnny Depp, der mir aufgrund von Längen und der eher tristen Aufmachung nicht so gut gefiel. Von der Musical-Umsetzung in Braunschweig bin ich allerdings wirklich begeistert! Markus Schneider als Sweeney Todd hat mir sehr gut gefallen. Wirklich geflasht hat mich aber Maricel als Mrs. Lovett! Sie spielt die Rolle wirklich überzeugend, einfach der Hammer! Sie hat mich und das gesamte Publikum mehrfach zum Lachen gebracht :-)
Sehr sehenswert!


Entäuschend

11.01.2017 - Mein Mann hatte es gut gemeint und 2Tickets für Phantom der Oper in Aachen im Eurogress gekauft ! Ich habe mich sehr gefreut und hatte gedacht das wäre das gleiche was in Oberhausen lief ! Meine Tochter war so begeistert von Oberhausen ! Aber dann der Schock ! Ich hätte weinen können und wollte in der Pause nach Hause ich fand es Schrecklich und ohne Gefühlsausdruck ! Entäuschend ! Gott sei Dank waren es die günstigen Plätze ! Man sollte vorher lesen und wenn es nicht von Webber ist das Original ! Finger weg ! Ich habe noch nie so eine schlechte Bewertung schreiben müssen ! Die Bühnendekoration war auch nicht das was man erwartet hätte !Einige Leute sind in der Pause schon gegangen aber wir hatten gedacht vieleicht wird es besser ! Aber leider nicht !

DÖRLEMÖRLE (erste Bewertung)


Flach - nicht überzeugend,...

07.01.2017 - Waren soeben in Saarbrücken - Phantom der Oper -
diese aktuelle Fassung von Deborah Sasson und Jochen Sauter konnte uns nicht überzeugen. Die musikalischen Ideen sind einfach flach. Es gibt in den Stücken kaum einen kompositorischen Zusammenhang - wenig Melodiebögen mit Erkennungswert. Die Stücke stehen meist für sich alleine da und somit verbinden sich Musik, Handlung und Szenen nicht richtig emotional ineinander.
Die Bühnentechnik war in der Kongresshall SB gut gemacht worden. Viele Ebenen zum Schauen - Wechsel von Video Einspielungen und echten Bühnenteilen. Lichteffekte waren auch passabel. Gegen Ende des Stückes gab es "bei der Suche des Phantoms" in der Unterwelt allerdings zu häufige Szenenwechsel in zu schneller Abfolge. Mal befand sich der Zuschauer im Opernhaus, dann kurze Zeit wieder in den Katakomben - dann wieder in der Unterwelt der Stadt oder Im Keller des Opernhauses. Diese Wechsel wurden videografisch erzeugt und auf einem Tuch visualisiert. Es kam der Effekt wie beim Fahrstuhl fahren. 1 Stock - 2 Stock - Untergeschoß,... man fuhr regelrecht hoch und runter. Irgendwann war das einfach zu viel. Die Handlung uns Spannung sollten damit fociert werden. Aber doch sehr störend. Die Leistung der Sänger konnte nicht immer überzeugen. Das Phantom selbst konnte nur bei tragenden Passagen glänzen, bei schnelleren Übergängen im Singen und Sprechen war die stimme ohne Druck und weniger erinnernd an Opern Stilistik. Eher einfach an einen klassischen Musical Stil. Wer mich fragt: der Gesamteindruck ist eben fade - wenig stimulierend und überzeugend. Da kann dann auch die Zugabe vom Weltstar Deborah als "Carmen" der gleichnamigen Oper nicht mehr helfen. Es fühlte sich an, wie ein Entschädigungstrunk für die Aufführung.
Dann lieber auch etwas mehr Geld ausgeben und das Original ansehen - sowie die " Musik Andrew Loyd Webbers" anhören, oder viel weniger Geld ausgeben und die Theateraufführungen aus und im Saarbrücken oder im Pfalztheater anschauen. Diese sind nach meiner Meinung sogar in Sachen Spielfreude und Musik oft deutlich schöner arrangiert. Schade,....

Saarländer (erste Bewertung)


Sehr lustig!

05.01.2017 - Kein Wunder, dass sich die Inszenierung in Ulm zum Kult entwickelt, das ist wirklich eine der besten Spamalot-Inszenierungen, die ich gesehen habe. Die kitzeln aus fast jeder Szene den Witz heraus - ok, stimmlich gibt es ein paar kleinere Einschränkungen, aber dafür herrliche lustige Details. Tolle Band!

Vollpfosten (7 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


gänsehaut feeling

04.01.2017 - Wer Musicals auf großen Bühnen erlebt hat, mag vielleicht enttäuscht werden. Aber was da gestern auf der Kleinstadtbühne in Euskirchen von dieser jungen Truppe mit offensichtlich hohem Improvisationstalent dargeboten wurde, war einfach toll. Wenn auch die Musik aus den Lautsprechern gelegentlich etwas zu laut war, die gesangliche und tänzerische Leistung war durchgehend beeindruckend, mit mehrfachen Gänsehautattacken, nicht nur wegen der ausgewählten Musicaltitel, sondern eben von der Art der Darbietung, untermalt durch eine überwiegend gelungene digtale Bühnenillumination. Standing ovation und Zugaben am Schluss waren ein sehr angemessener Ausdruck für einen sehr gelungenen Abend. Mit ein bisschen Feilen am Auftreten und an der PR eine Truppe mit großer Zukunft.

dieteraust (erste Bewertung)


Endlich wieder eine Revue im FSP

02.01.2017 - Nach den Shows der letzten Jahre, hab ich dem Friedrichstadtpalast noch eine Chance gegeben, und es hat sich gelohnt.

Nach dem doch eher blutleeren Wyld, Showme und Yma, hatte ich die Hoffnung das es wieder besser wird.
Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht.

Zuerst eimal die wirklich fantasiereichen Kostüme von Jean Paul Gautlier, wirklich ein Hingucker, und man weiß garnicht wo ma hinschauen soll, bei den großen Ensemble Szenen.

Die Bühne ist etwas schlichter als normal, aber gut eingesetzt, wobei ich das Wasserbecken oder andere Highlights wieder vermisst habe.

Das es sich um eine Revue handelt wird ja extra in Deutsch und Englisch vor der Show angesagt, deswegen kann man von der Geschichte nicht viel erwarten.

Trotzdem, die komischen Figuren in dieser Unterwelt einer vergessenen Theater Tradition geben viel Spielraum für diese Show.

Toll war wirklich das Duo am Trapez und und wenn die Bühne in Schollen bricht sehr beeindruckend.
Schöne Einfälle in der Choreografie von Modenschau bis Seiltänzen.

Die Sänger Brigitte Oelke, Roman Lob, Kediesha Mc Person, Maike Katrin Merkel füllen Ihre Lieder mit viel Gefühl und bringen die nötige Ausstrahlung mit um die riesige Bühne zufüllen.

Für das Auge und Ohr wird hier viel geboten, auch wenn die Show an vergangen Highlights wie Qi nicht heran reicht.

KristinP (63 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


überbewertet

02.01.2017 - Am 31.12.2016 haben wir die Inszenierung in Essen im Colosseum besucht. Positiv zu bewerten ist die tänzerische Leistung aller Darsteller. Das war wirklich auf den Punkt und es waren tolle Choreographien. Auch die schauspielerische Leistung war passabel. Gesanglich allerdings blieben einige Wünsche offen. Bis auf Maria, die einen sehr schönen Sopran zu Gehör brachte und mit dem auch umzugehen wusste, ging es entweder nur laut oder nur leise. Meistens laut. Tony ließ überhaupt keine Dynamik erkennen.In den leiseren Passagen war die Stimmführung zwar in Ordnung, aber Zwischentöne konnte er nicht und hat seine Partnerin gerade bei den kraftvoller angelegten Stellen regelrecht überschrien, so dass sie streckenweise gar nicht mehr zu hören war. Auch stimmten leider nicht alle Töne. Die anderen Solisten hatten allesamt Probleme mir ihrer Gesangstechnik. Leise Passagen waren stimmlich teilweise sogar schlecht geführt, was mit Lautstärke an anderer Stelle auszugleichen versucht wurde. Überhaupt war die Lautstärke, mit der der Tontechniker die Sänger abgemischt hatte, nicht nur belastend, sondern das Orchester wurde streckenweise regelrecht übertönt. Überhaupt war die Klanregelung sehr merkwürdig. Der Sound kam nämlich fast ausschließlich von der linken Seite, obwohl das Orchester im Graben ordnungsgemäß platziert war. Einzig das Orchester selbst unter Leitung von Donald Chan war ganz hervorragend und von ausgezeichneter Dynamik. Dass der Knall schon zu hören und Tony auch passend umgefallen war, obwohl Chino noch gar nicht auf der Bühne erschienen war, um Tony zu erschießen, mag eine verzeihliche Panne sein. Aber die Karte hat 100,- € pro Person gekostet. Für diesen Preis hatten wir mehr erwartet. Die Inszenierungen von My Fair Lady und Cabaret am Grillo-Theater in Essen waren beide besser und wesentlich preiswerter.

Ulrike (erste Bewertung)


Totaler Reinfall

30.12.2016 - Ich war mit meiner Tochter heute abend in Wittlich die Show gucken. Leider haben wir davon nicht viel mitbekommen. 19Uhr Einlass, von wegen,erst mal durften wir 20 Min. bei Minusgraden draußen in der Kälte stehen. Dann, der Weltstar Deborah Sasson ist nicht aufgetreten. Dann haben wir mit Jacken, Handschuhe, Schals und Mützen dort gesessen. Bescherden beim Veranstalter, der dick angezogen in der Gegend rum stand das es hier mehr wie Kalt ist. Kann er nichts machen. Die 100€ hätte ich besser ans Tierheim gespendet und mich auf mein Sofa gelegt, dann wäre meine Tochter zumindest jetzt nicht erkältet.

engelemma (erste Bewertung)


Super Cast in einer Peter Fox Compi

29.12.2016 - Das Buch der Herren v.Düffel und Gerhardt fängt den Geist der Songs von Peter Fox prima ein. Der Cast spielt sich die Seele aus dem Leib und meistert die nicht einfache Aufgabe, gegen die markante Stimme von Peter Fox anzusingen mit Bravour. Eine tolle Vorweihnachtsparty. Sollte es eine Wiederaufnahme geben, dann. Kann ich einen Besuch der NEUKÖLLNER Oper uneingeschränkt empfehlen.

Charlotte (46 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gutes Buch

29.12.2016 - Hanussen ist für mich eher ein Schauspiel mit Musik, als ein Musical. Die Komposition fand ich ein wenig eintönig jedoch hat sie die Story gut unterstützt. Absolut sehenswert der Hauptdarsteller der das Stück trägt. Das Konzept des Stückes, der Wechsel zwischen Showelementen aus Hanussens Repertoire und Abschnitten seines Lebens hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt ein schönes Abend mit einem interessanten Theaterstück.

Charlotte (46 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Seichte bis langeweilige Produktion

29.12.2016 - Recht nah am Originalroman gehalten, verliert sich die Handlung dieser Produktion in einem komplizierten Geflecht aus Personen. Die Figuren erhalten vom Autor kaum prägnante Charakterzüge und ihre Beziehungen bleiben durchgängig oberflächlich. So ist es u.a. der stummen Figur des Kardinals geschuldet, dass das eigentlich handlungsantreibende Intrigenspiel in einer unübersichtlichen Aneinanderreihung von Szenen untergeht. Generell baut sich während des ganzen Stückes kein Spannungsverlauf auf; Langatmigkeit bestimmt das von inhaltlich seichten Texten übersäte Libretto. Die Musik kann dem nicht entgegenwirken. Die musikalischen Highlights bilden die Solis der Milady de Winter ("Gentlemen" und "Nachts in Paris"); wünscht man sich von diesen doch mehr. Viele Reprisen, einfache und teilweise unpassend erklingende Melodien sorgen nicht für die nötige Dynamik und haben keine Ohrwurmqualität.

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Dem Regisseur gelingt es trotz sichtlicher Bemühungen nicht, die anfangs angeführten Probleme des Buches aufzulösen. Fast schon unstrukturiert lässt er das Geschehen auf der Bühne seinen Lauf nehmen, ohne mit dramatischen Einschnitten oder neuen Deutungsansichten zu überraschen. Die Choreographien wirken ungewollt lächerlich, da sie weder zu den ausführenden Rollen passen, noch eine weitere Ausdrucksebene darstellen. Die Fechtchoreographien können hier schon mehr überzeugen, wenn auch diese auf Dauer keine Abwechslung bieten können.
Die Staatskapelle kämpft sich engagiert und sehr hörenswert durch die Partitur. Vielmehr müssen sie aber den Kampf mit der ausbaufähigen Tontechnik aufnehmen, unter deren vor allem die Verständlichkeit des Gesanges leidet.
Das Bühnenbild besteht aus 5 turmartigen Wandelementen mit variabel hinzufügbaren Treppenpodesten auf einer Drehbühne. Eine strategisch gute Idee könnte man meinen, würden ihr die zu langsam ablaufenden Szenenwechsel auf offener Bühne nicht widersprechen. Das Ergebnis bleibt einfältig und trist, gerade auch durch das eintönige Farb- und Lichtspiel kommt auch die Fantasie der Zuschauer an ihre Grenzen, die verschiedenen Schauplätze und ihre Bedeutung zu erkennen. Dem Gegenüber steht ein prächtiges Kostümbild: Die Kostüme sind detailverliebt und zeugen trotz historischer Korrektheit von Kreativität und Hingabe.
Unter den Darstellern ernten in erster Linie die Frauen den Ruhm: Anna Thoren gibt eine bissige, scharfsinnige und doch gefühlvolle Milady de Winter, verspricht durch ihre geniale Stimmfarbe Gänsehaut und überzeugt mit Ausnahme ihrer konstruiert wirkenden Selbstmordszene restlos. Olivia Saragosa berührt mit einer herzwärmenden Rollendarstellung und kräftigem Gesang. Ines Lex, manchmal zu sehr in Opernmanier, gelingt es Constance einen lieblichen, doch starken Charakter einzuhauchen und glänzt durch jugendliche Ausstrahlung. Björn Christian Kuhn singt zwar mit schönem Timbre und großer Leidenschaft den d'Artagnan, wenn es ihm auch leider nur in Ansätzen gelingt, die Entwicklung seiner Figur überzeugend darzubieten. Die drei Musketiere bleiben stimmlich eher zurückhaltend, da sie doch oft in Opernmanier driften und auch schauspielerisch recht kühl bleiben. Der Chor und Extrachor, mit Ausnahme der als Gastwirtin handelnden Konstanze Winkler, die durch Originalität immerhin einige humorvolle Momente sichert, agiert auf der Bühne sehr steif und unmotiviert, was sich wiederum auf die ganze Produktion auswirkt.

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Auch ich habe die die Wiederaufnahme am 03. Dezember besucht und kann bezeugen, dass das Parkett nur zur Hälfte gefüllt war und der 2. Rang geschlossen war. Der Funke sprang einfach nicht herüber. Was als Mantel- und Degenspektakel angepriesen wird, entpuppt sich als eine langweilige und schwermütige Musketieradaption und bislang die schlechteste Produktion der Oper Halle, die es bekanntlich besser kann. Nicht mangelhaft, dennoch sollte man seine Erwartungen an die Geschichte deutlich zurückschrauben. Im dem Sinne Preis-Leistung passabel.

Hook98 (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


26.12.2016 Aschaffenburg

27.12.2016 - Nicht empfehlenswert. Preis Leistung nicht gerechtfertigt. Gesang oft schräg und manchmal nicht synchron. Bühnenbild schäbig. Nie wieder leider. Tänzer waren sehr gut .

Volker (erste Bewertung)


Tolle Vorstellung

26.12.2016 - Den Zauber der Geschichte brilliant mit modernster Technik und Musik umgesetzt . Soll 2018 an Broadway stand geschrieben. Einzigartig einfühlsame Musik und das nich aus der Konserve. HandwerkerPromotion Danke!

DORTMUND wir kommen wieder

Doc Music (2 Bewertungen, ∅ 2.5 Sterne)


"Kiss me Kate" im 18. Jh. mit grandioser Musik

26.12.2016 - Ursprünglich hatte ich nicht vor die Show in Wien zu besuchen und extra dafür anzureisen. Nun also doch. Und ich bin froh diese Reise gemacht zu haben.

Natürlich mag die Story einfach gehalten sein, dennoch ergibt sich meiner Ansicht nach ein schöner Einblick in die Theaterwelt von damals.

Dazu kommen menschliche Dramen die heute noch genauso aktuell sind wie damals. Vorteil: Man kann der Geschichte gut folgen und hat schnell einen Charakter mit dem man mitfühlt oder mitleidet.

Die Szenen in denen das Ehepaar sich gegenseitig an die Gurgel geht sind grandios gespielt und erinnern stark an Kiss me Cate nur eben ein paar hundert Jahre früher.

Das Besondere an der Show ist das sie Grenzen durchbricht. Schon allein das üppig aufspielende Orchester macht dies deutlich.

Ist es ein Musical, eine Operette oder eine Opernüarodie? - Es ist schlichtweg egal. Denn es macht Spass.

Die Melodien von Stephen Schwarzt sind grandios und gehen schnell ins Ohr. Zudem werden Sie von tollen Darstellern gesungen. Allen voran Milica Jovanovic, Hartwig Rudolz, Florian Peters und Mark Seibert. Auch Katie Hall macht aus Ihrer Rolle viel und hat die Lacher auf Ihrer Seite.

Besonders gelungen ist die Bühne die auf grandiose Art und Weise die Bühnentechnik von damals ins 21. JH transportiert. Es sieht beeindruckend aus und die Beleuchtung trägt ihr übriges dazu bei. Auch die Kostüme sind aus der Zeit und verstärken den Eindruck.

Man darf gespannt sein, wie die Show weiterentwicklet werden kann um auch außerhalb Wiens für volle Häuser zu sorgen. Potential ist mehr als genug vorhanden.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Auf den 2. Blick eine grandiose Inszenierung

26.12.2016 - Ich hatte das Glück die Show kurz vor dem Schluss zu erleben und bin nach einem 2. Besuch sehr angetan.

War mir bei meinem 1. Besuch am Mittwoch der 1. Akt noch etwas zu holprig gefiel er mir Tags darauf viel besser. Die Show geht mit Pause 2 Stunden und 25 min.

Es spielte die komplette First Cast und hier gab es wenig auszusetzen. Die besondere Stimmfarbe von Frau Mehrling macht es interessant. Wenngleich Sie in den ruhigeren Numern und Balladen ihre Stärken hat.

Die Textverständlichkeit war beim 2. Besuch (1. Rang) erheblich besser als um Parkett. Besonders Drew Sarich war so besser zu verstehen.

Besonders gefallen hat mir Taryn Nelson als "Geliebte". Ihre Stimme und Aussprache war grandios. Eine Empfehlung für künftige Rollen (z.B. Sarah...)

Die Bühne ist interessant gemacht, toll ausgeleuchtet und manche Regieeinfälle sind richtig gut.

Alles in allem eine schöne, neue EVITA Instenierung mit einem fantastsichen Orchester (manchmal zu laut).

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Fantastisch

25.12.2016 - Ich bin kein Fan von Aladdin-Filmen - muss ich sagen. Aber das Musical hat mich überzeugt. Die ganze Show über lag ein Lächeln auf meinem Gesicht. Einziges Manko - wir hatten einen ausländischen Aladdin und den hat man so gut wie gar nicht verstanden. Da musste man schon sehr genau hinhören. Aber trotzdem super!

Hannah1969 (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Must See!

22.12.2016 - Ein Überraschungshit vom Broadway als Kammermusical in den Kammerspielen. Minimalistisches Bühnenbild, Diskrete Darbietung ohne Effekthascherei. Trotzdem (oder gerade deshalb) ein einzigartiges, besonderes, sehenswertes, fast perfektes Musical. Die Musik pop-Softrock, immer eingänglich, manche Melodie bleibt hängen. Die Geschichte: aus dem wahren Leben, Reality, mit überraschenden Wendungen, großen Emotionen und logischer Entwicklung. Und obwohl am Ende niemand stirbt (soviel darf verraten werden), werden am Ende Taschentücher unbedingt benötigt. Aber man verlässt das Theater trotzdem gut gelaunt und mit vielen Anregungen zum Nachdenken. Vordergründig geht es um eine spezielle Erkrankung. Aber im generellen geht es um Familie und Erkrankungen (kann auch Krebs oder Querschnittslähmung sein) und wie eine Familie mit solchen Belastungen umgeht. Im Speziellen sind auch die Texte (bzw. Übersetzung) gelungen: "Ich vermiss die Berge" kann sowohl als Sehnsucht nach dem Landleben verstanden werden, als auch als Metapher auf das Vermissen des Hochgefühls, der wunderbaren Euphorie, wenn die Tabletten genommen werden.
Alle Darsteller Top! Kleine aber feine Band. Leider kommen nicht alle Melodien in ihrer Melodik rüber, was womöglich auch an der Technik liegt. Carolin Fortenbacher beweist abermals, dass sie ein wahrer Star ist! Bravo!

Nicht verpassen in Hamburg!

Priscilla (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


LA(ng) CAGE AUX FOLLES 2.0

19.12.2016 - Kurz vor dem Ende der Spielzeit konnte ich mir die Show ansehen. Zwei starke Schauspieler mit mäßigen Gesangsstimmen machen das Beste aus der sehr langatmigen Show.

Alles ist irgendwie zu modern. Die Arrangements sind zum Teil sehr gewöhnungsbedürftig. Manche besser gelungen manche total daneben. Mit Anne im Arm erkennt man fast nicht wieder.

Die Ausstattung ist gut, viel Glanz und Glitzer und tolle Kostüme. Der Rest der Gast ist sehr bemüht.

Ich habe die Show schon schmissiger und witziger erlebt. Nach einem tollen “Catch me ...“ im selben Theater hatte ich wohl zu hohe Erwartungen. Viele Regieideen gehen irgendwie unter.

Es war nett zu sehen, jedoch für mich drei lange Stunden in einem ausverkauften Haus.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Kernfamilie mit Pinguin

19.12.2016 - Einstmals als wohlmeinende Erziehungshilfe von Heinrich Hoffmann erdacht, wirkt "Der Struwwelpeter" (nicht erst seit heute) eher monströs, makaber und traumatisch auf sein Zielpublikum.
Julian Crouch und Phelim McDermott
mussten den Stoff in ihrer Bearbeitung also kaum übertreiben und verändern, um daraus die groteske Junkopera SHOCKHEADED PETER werden zu lassen.
So reihen sich dann die pädagogisch "wertvollen" Helden der Buchvorlage in den Tagesablauf einer fünfköpfigen Familie (mit Pinguin) ein. Die einzelnen Episoden werden mit schwarzem britischen Humor bis zum tödlichen Ende durchexerziert. Dabei wird heimeliches Familienidyll ebenso zertrümmert, wie mit der "schwarzpädagogischen" Vorlage abgerechnet.

Die Tiger Lillies haben dazu eine passgenaue Musik komponiert. Die zitatenreiche Klangcollage lässt sich unmöglich stilistisch festlegen, wenn Kurt Weill grüßen lässt und sich Punk, Rock und Pop die Klinke in die Hand geben.

Die optische Seite der Inszenierung von Tilo Nest spart auch nicht mit Zitaten. Die ROCKY HORROR SHOW, THE ADDAMS FAMILY und ganz viel Tim Burton sorgen für ein angemessenes Deja vu - Erlebnis und unterstützen Musik und Text optimal.

Regisseur Nest jagt das grandios spielenden kleine Ensemble durch eine Inszenierung, die immer genau weiß, wo sie ihre Grenzen setzen muss. Monstrosität, Splatter und Provokation finden in einer Lightversion statt. Das Lachen bleibt einem mitunter im Hals stecken, aber der Spass vergeht nie.

Anlässlich der Premiere wurde von "Welttheater" in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gesprochen.
Dem ist nichts hinzuzufügen.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Kernfamilie mit Pinguin

19.12.2016 - Einstmals als wohlmeinende Erziehungshilfe von Heinrich Hoffmann erdacht, wirkt "Der Struwwelpeter" (nicht erst seit heute) eher monströs, makaber und traumatisch auf sein Zielpublikum.
Julian Crouch und Phelim McDermott
mussten den Stoff in ihrer Bearbeitung also kaum übertreiben und verändern, um daraus die groteske Junkopera SHOCKHEADED PETER werden zu lassen.
So reihen sich dann die pädagogisch "wertvollen" Helden der Buchvorlage in den Tagesablauf einer fünfköpfigen Familie (mit Pinguin) ein. Die einzelnen Episoden werden mit schwarzem britischen Humor bis zum tödlichen Ende durchexerziert. Dabei wird heimeliches Familienidyll ebenso zertrümmert, wie mit der "schwarzpädagogischen" Vorlage abgerechnet.

Die Tiger Lillies haben dazu eine passgenaue Musik komponiert. Die zitatenreiche Klangcollage lässt sich unmöglich stilistisch festlegen, wenn Kurt Weill grüßen lässt und sich Punk, Rock und Pop die Klinke in die Hand geben.

Die optische Seite der Inszenierung von Tilo Nest spart auch nicht mit Zitaten. Die ROCKY HORROR SHOW, THE ADDAMS FAMILY und ganz viel Tim Burton sorgen für ein angemessenes Deja vu - Erlebnis und unterstützen Musik und Text optimal.

Regisseur Nest jagt das grandios spielenden kleine Ensemble durch eine Inszenierung, die immer genau weiß, wo sie ihre Grenzen setzen muss. Monstrosität, Splatter und Provokation finden in einer Lightversion statt. Das Lachen bleibt einem mitunter im Hals stecken, aber der Spass vergeht nie.

Anlässlich der Premiere wurde von "Welttheater" in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden gesprochen.
Dem ist nichts hinzuzufügen.


Beitrag vom 19.12.2016 gesperrt

DeMille (erste Bewertung)


Tolle Geschenkidee

13.12.2016 - Das Stück hat mir wirklich Spaß gemacht. Ein lustiges Spiegelbild eines Teils von Berlin den wohl jeder zu kennen glaubt. Die Darsteller klasse, die Texte witzig. Mir hat die Musik gut gefallen. Das Stück ist für mich ein sehr gelungener Beitrag zur Entwicklung des deutschen Musiktheaters.

Charlotte (46 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein wunderbarer Adventsabend

13.12.2016 - Beauty and Beast in der ungarischen Inszenierung finde ich absolut empfehlenswert. Ein großes Orchester welches durch den gut ausgesteuerten Sound im Admiralspalast hervorragend zur Geltung kam, ein sehr guter Cast und natürlich die schönen Kostüme, haben den Abend zu einem schönen vorweihnachtlichen Erlebnis gemacht. Die Darsteller haben erstaunlich wenig Akzent, der eher in den Sprechszenen hörbar wird, dafür aber ganz tolle Stimmen. Der Gesang ist sehr gut verständlich, ein Lob auch an den Phonetiktrainer. Das Bühnenbild ist für eine Tourneeversion sehr gelungen.

Charlotte (46 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Preis überzogen

12.12.2016 - Die Plätze waren deutlich überteuert. Es handelte sich um Stühle und Aufstellung wie im Laientheater. Die Dirigentin stand im Bild. Die Akustik war schlecht. Es war eiskalt. Ein Preis von 55 Euro unangemessen. Der Veranstalter Handwerker-promotion nimmt sich nichts davon an. Unglaublich! Ohne worte....

Gast12345 (erste Bewertung)


Bereitet Freude

12.12.2016 - Wenn am Ende ein fröhliches Publikum aus dem Saal läuft, hat man das Gefühl, man hat im English Theatre in Frankfurt bei Spamalot alles richtig gemacht.
Gut gelaunte und klasse Darsteller, nettes Bühnenbild und das Stück zündete.
Freue mich immer wieder über die Qualität, die diese kleine Bühne liefert.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Phantastisches Konzert

07.12.2016 - Bei der letzten Show in diesem Jahr am 04.12.2016 war ich nun in der Nürnberger Arena und muss sagen - ich war vollauf begeistert von dieser Show!

Das Hollywood-Sound Orchestra (ca. 50 Mann) spielte herausragende Musikstücke auch grad die instrumentalen "OPENER", "EPILOG", "MILLENNIUM-Block" & "FLUCH DER KARIBIK" - sehr gute Akkustik in der sehr gut besuchten Arena..

Die Film-Ausschnitte versetzte einen echt wieder in seine Kindheit - tolles Konzept...

und als Sahnehäubchen obenauf: ALEXANDER KLAWS, WILLEIJMIN VERKAIK, MILICA JOVANOVIC & Lars Riedel - super Interpreten - absoluter Jubel...

Eine sehr gute Auswahl der Disney-Blocks wie ich fand: "DSCHUNGELBUCH", "ARIELLE", POCAHONTAS, "MULAN", "SCHÖNE & DAS BIEST", "MARY POPPINS", "RAPUNZEL", "HERKULES", "ALADDIN", "KÖNIG DER LÖWEN" & "Die Eiskönigin...

nur Tarzan hat gefehlt - wobei - nachdem der ja gerade in Oberhausen läuft war dies nicht schlimm..

Nächstes Jahr ab Ende November 2017 gibt es ein neues "DISNEY-KONZERT-Programm" - kann nur jedem empfehlen reinzugehen...

ein sehr schöner stimmiger Konzert-Abend...

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Janovic und Peters 5 Sterne

06.12.2016 - Milicia Jovanovic und Florian Peters lohnen den Besuch allemal. Die Musik gefällt mir. Mit den Texten hadere ich ein wenig. Und das Buch ist schon etwas langatmig. Aber da ist ja die Jovanovic. Die könnte wahrscheinlich das Wiener Telefonbuch rauf und runter singen und ich wäre von Ihrer Austrahlung und Stimme immer noch begeistert.

JürgenE (37 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


grandios!

02.12.2016 - Habe vorgestern die Vorstellung in Friedrichshafen gesehen und bin total begeistert!
Schon lange nicht mehr so emotional berührt gewesen, wie bei diesem Musical.
Andrea Matthias Pagani als Jean-Valjean ist ein echter Traum, es nimmt einen so mit, wenn er am Schluß stirbt - da muss man nicht nur eine Träne wegdrücken.
Auch das gesamte restliche Ensemble war großartig, eine sehr hohe Energie auf der Bühne, als ginge es wirklich um Leben und Tod. Jedem einzelnen habe ich seine Rolle abgenommen. Von den vielen Darstellern will ich hier noch Lara Grünfeld als Eponine und Alexander Sasanowitsch als Marius erwähnen.
Und grandios war auch das Orchester, die die wahnsinnig emotionale Musik so wundervoll spielte, dass man hier schon mit der Ouvertüre mitten im Geschehen war. Egal ob Schlachtszenen oder Sterben, das Orchester war ein genialer Partner zur Bühne.
Ein rundum gelungener und absolut lohnenswerter Musicalabend.

Musicalmaier (erste Bewertung)


EXCALIBUR - The Celtic Rock Opera of Alan Simon

02.12.2016 - 02.12.2016 - Wir (zu dritt) sind gestern, spontan mal 120 km gefahren um eine sensationelle Rock Oper zu erleben. Es war die reine Verschwendung an Zeit und Geld. Das Orchester hat gut gespielt, jedoch fehlte es an Celtic Rock oder überhaupt an mitreißender Musik, überwiegend Balladen. Außerdem passt nicht jede Stimme zum jeweils gesungenen Lied. Die drei Damen und drei Herren des Riverdance machten ihre Sache ganz gut, leider konnte man das Geklacker der Schuhe nicht hören, die Musik war zu laut. Die Ballerina, die irgendwie so gar nicht dazu passte, war ganz nett anzusehen. Der Airdance, muss ich zugeben, war sehr sehenswert.
Die ganze Handlung hätte Potenzial haben können, doch wie in der oberen Bewertung bereits erwähnt, kam man sich vor wie in einer Schulaufführung, die oftmals besser sind. Traurig, dass sich gute Schauspieler (Michael Mendl - leider erkrankt - Ersatz Ralf Bauer) für so eine Darstellung auf die Bühne stellen.


Beitrag vom 02.12.2016 gesperrt


Beitrag vom 02.12.2016 gesperrt

Sandrine (20 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


Beitrag vom 02.12.2016 gesperrt

Sandrine (20 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


Excalibur

02.12.2016 - Musik war super, wenn auch hier und da Dramatik gefehlt hat.
Inszinierung schlecht, laienhaft. Bin mir vorgekommen wie auf einer Schulaufführung. Die Karten waren das vielen Geld nicht wert.

Charlies (erste Bewertung)


Gruselig

02.12.2016 - Bodenlos alberne Inszenierung von Christian Brey (der es eigentlich besser kann), kein Tempo, lahme Songs. Völlig misslungene Produktion, nur die Schauspieler sind gut. Aber auch die können den Abend nicht retten. Selbst die tolle Band hat kaum zu tun. Lieber das Schauspiel von Tabori anschauen!

Vollpfosten (7 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolles Stück, toll gemacht

02.12.2016 - Rundum gelungen: ein schönes, nachdenkliches und fantasievolles Stück, aufwendig und detailreich inszeniert, toll besetzt, wunderbares Bühnenbild. Absolute Hochachtung vor der Everding-Akademie - Ihr bereichtert die deutsche Musicalszene!

Vollpfosten (7 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bisher Andrew Lippas bestes Musical - großartig umgesetzt von Andreas Gergen

02.12.2016 - Nachdem ich bisher alle Musicalarbeiten von Andrew Lippa (Wild Party, A Little Princess, John & Jen & The ADDAMS Family) sehr geliebt habe vor allem musikalisch war ich sehr gespannt auf die Umsetzung seines bisher besten Werkes BIG FISH!

Im leider nicht ganz voll besetzten Forum in Ludwigsburg hatte ich nun gestern die Gelegenheit zum ersten Mal die Show auf einer Bühne zu sehen - und was muss ich sagen - ich bin total geflasht - seit "Next to Normal" hat mich kein Musical emotional so berührt wie dieses!

Die Geschichte und die Musik sind von Andrew Lippa einfach so toll geschrieben -"Vater-Sohn-Konflikt, Krankheit, Sterben - einfach richtig zeitlos - es geht darum seinen Weg im Leben zu finden - Man kann sich passiv verhalten oder sein Geschick selbst in die Hand nehmen und somit der "Held seiner Geschichte" sein! Dazu die tolle melodische Partitur - ein perfekter Musicalabend!

Ins Deutsche übertragen von Nico Rabenald, der das sehr gut gemeistert hat und Andreas Gergen hat dazu eine perfekte Regie abgeliefert und somit mal wieder ein "Wow-Werk" abgeliefert!

Die Stars sind die Studierenden der August Everding Theater Akademie und sie alle sind einfach nur sehr gut - vor allem auch schauspielerisch!

Man nimmt Benjamin Oeser als Edward sowohl den Jungen "Abenteurer" und "Draufgänger" ab, als auch den von Krebs Todkranken Mann!

Der Hammer auch Matias Lavall, der seinen Sohn Will verkörpert und zusammen mit Edward die schönsten Songs der Show hat!

Theresa Weber als Ehefrau Sandra spielt und singt ebenfalls grandios - hervorzuheben ist da noch Julia-Elena Heinrich als Hexe/Jenny Hill!

Die Ensembleszenen sind ebenfalls toll und sehr bunt dank der vielen schönen Kostüme von Uli Kremer!

Ein Abend den man so schnell nicht mehr vergisst und hoffentlich von dem ein oder anderen Theater noch mal gezeigt werden wird

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Beitrag vom 01.12.2016 gesperrt

ballrock2 (20 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Beitrag vom 01.12.2016 gesperrt


Nein, nicht diese! Oder doch?

01.12.2016 - Das Badische Staatstheater Karlsruhe hat mit DIE GOLDBERG-VARIATIONEN eine ambitionierte Musical-Uraufführung auf dem Spielplan.
Die doppelbödige Parabel basiert nicht nur einfach auf dem Schauspiel George Taboris, sondern ist seine kongeniale Musical-Variante. Verdeutlicht wird das nicht zuletzt auch durch die Kompositionen Stanley Waldens, der langjähriger künstlerischer Weggefährte von George Tabori war.
Nicht zuletzt seine vielfältigen musikalischen Ideen (und treffenden Texte) lassen dieses Musical zu einer notwendigen und berechtigten "Variation" des Schauspiels werden.
Kaum zu glauben, dass der 84-jährige eine so vielfältige, facettenreich und auch immer wieder zeitgemäße Partitur beigesteuert hat. Spielerisch und unprätentiös wandelt er durch Jahrzehnte stilprägender Musikrichtungen bis zu aktuell wirkenden Rock- und Rap-Einlagen.
Das ist natürlich in seiner Gesamtheit fragmentarisch, aber im Konzept gewollt, sinnvoll und auch unterhaltsam. Einzig fragwürdig ist die Entscheidung, die Liedtexte in Englisch zu belassen.

Die optische Umsetzung der Inszenierung ist auch bestens gelungen. Die alttestamentarischen
Highlights werden in knalligen, poppigen, bunten Bildern auf die Bühne gebracht.

Regisseur Christian Brey hält alles gut in Schwung. Alleine der eine oder andere "Gag" wird etwas zu langatmig ausgewalzt.
Insbesondere der sehr breit gefächerte (vorlagenbedingte) Humor des Musicals könnte (oder soll?) polarisieren. Klamauk, Ironie, Satire, Geschmacklosigkeit, Tabubruch: die ganze Bandbreite ist gegeben und fordert persönliche Stellungnahme und Diskussion heraus.
Die Besetzung ist durch die Bank großartig. Stellvertretend seien hier Sascha Tuxhorn (Wow!) und Jens Koch als (scheinbares) Antipoden-Paar Mr.Jay und Goldberg genannt.

DIE GOLDBERG-VARIATIONEN in Karlsruhe: eine spannende und gelungene Fusion von Broadway und deutschem "Regietheater".

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Toller Abend mit großen Talenten

27.11.2016 - Gestern war ich bei der letzten Vorstellung von Big Fish in München. Und was soll ich sagen? Es war einfach klasse. Es hat alles gestimmt und wieder einmal konnte die August Everding Akademie eine tolle Produktion auf die Beine stellen. Mit einem tollen Orchester, spielfreudigen Ensemble, guter Regie von Andreas Gergen, schöner Musik (abgesehen von der Zirkus Szene. Die fand ich zu langatmig) und Kostümen sowie passenden Projektionen und vor allem perfekten Hauptdarstellern, die wandelbar und sehr talentiert sind.
Zwei Gastspiele wird es geben. Jeder der die Möglichkeit hat sollte unbedingt hingehen es lohnt sich auf jeden Fall.

LiveinTheater (98 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Stimmungsvolle Inszenierung mit 2 tollen Hauptdarstellern

26.11.2016 - Stimmungsvolle Inszenierung mit einem grandiosem Adrian Becker als Conférencier und einer tollen Anna Preckeler als Sally Bowles. Hier "Cabaret" ist gruselig unter die Haut gehend. Toll aufspielendes Ensemble bis in die kleinsten Rollen. Sehenswert!

jongleur (49 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


ein sehr schönes, unterhaltsames Musical

26.11.2016 - Nachdem ich das Musical zwei Mal gesehen und gehört habe- in unterschiedlichen Besetzungen, kann ich absolut nicht verstehen, dass es so negative Kritiken gibt. Es ist sehr unterhaltsam und empfehlenswert.
Die Geschichte ist absolut flüssig und gut verständlich. Da ja auch schon im Vorfeld bekannt war, dass die Geschichte NACH dem Roman "Les Miserables" geschrieben wurde, habe ich keinen "Abklatsch" des bisher bestehenden Musicals „Les Miserables“ erwartet.
Die Musik spiegelt für mich absolut die Stimmung der einzelnen Szenen wieder. Die Lieder sind eingängig und haben zum Teil "Ohrwurm-Charakter". Bei einigen Stücken hatte nicht nur ich Gänsehaut.
Das Bühnenbild ist auch sehr gelungen. Wenn man daran denkt, dass diese Produktion in das Tour- Programm der Kammeroper aufgenommen ist, und das Bühnenbild immer wieder auf anderen Bühnen zu sehen ist, hat Jörg Brombacher seine Aufgabe sehr gut gemacht. Die Kostüme haben mir auch sehr gut gefallen.
Die Künstler sind alle sehr motiviert und haben ihre Rollen sehr gut gesungen und gespielt. Manche Stimmen haben mir besser gefallen, aber das ist ja auch Geschmacksache. Herausfordernde Aufgaben wie zeitgleiches Singen und Klettern sind sehr gut bewältigt worden. Bei der Besetzung der Rollen sind sich viele Gedanken gemacht worden.
"Barricade" ist ein tolles Musical, das sich nicht hinter anderen Musicals verstecken muss.

Birgit U (erste Bewertung)


netter abend mit tollen darstellern

25.11.2016 - am 24.11 in der abendvorstellung mit wirklich sehr spielfreudigen hauptdarstellern. Seyfried/Licht/Kraft/Sonneson/Scherbel/Vigna. netter abend.. mehr aber auch nicht..
es ist schon bitter mit nur ca 300 leuten im colloseum zu sitzen..

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


interessanter Abend

24.11.2016 - Auch ich habe den RING in Hof gesehen am Abend der Premiere. Mit persönlich hat die Musik sehr gut gefallen (ich bin ein Wagner-Fan, daher gefällt mir dieses Stück von Nimsgern besser als die anderen, die ich von ihm kenne, weil ich finde, dass er hier in hervorragender Weise Wagner-Morive in seine eigene Musik eingewoben hat und trotzdem seinen sehr eigenen Rockstil erkennen lässt).
Zur Produktion: Mir hat sich nicht genau erschlossen, warum das ganze in einem Luxusschiff spielen soll - ich verstehe natürlich die Symbolik, ich finde nur nicht, dass es zum Stück etwas beiträgt, außer natürlich einem schönen Bühnenbild. Das ist ja auch nicht zu verachten. Die Kostüme waren sehr stylisch und den Rollen angemessen.
Stückbedingt ragen eigentlich nicht das das junge Paar hervor (Zodwa Selele als wunderschön singende Brunhild mit hervorragender Textverständlichkeit und Christopher Brose als sehr gut aussehender Soegfried, der allerdings in den Höhen etwas zu kämpfen hatte an diesem Abend), sonder die beiden Väterrollen: Christian Venke als so majestätischer wie egotistischer Göttervater, der auch stimmlich Würde ausstrahlte, auch wenn es ihm manchmal auch etwas zu hoch war, und Chris Murray als Alberich, der mit "Macht" und "Steig hinab, kleiner Mann" die gefühlten Highlights des Stückes zu singen hatte und das in wie gewohnt hervorragender Manier tat, und der außerdem in seiner Rolle für den Humor zuständig war - die meisten Lacher des Abends gingen auf sein Konto. Herrlich komisch auch die schön singenden Rheintöchter - ihr Watschelgang die Treppe hoch war irre komisch, Kompliment an die Personenführung.
Die Band unter Komponist Frank Nimsgern entwickelte erstaunlich viel Druck für vier Personen.
Einen Stern Abzug gibt es bei mir für die Dramaturgie des Stückes: Die beiden Vätermorde sind mir zu wenig zwingend motiviert, und das "Sei einfach du" Finale finde ich nach so einem hochdramatischen Abend etwas zu flach. Aber ich kann das Stück und mehr noch die Aufführung unbedingt weiterempfehlen!

Mariana (3 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Nett

24.11.2016 - Nach gefühlt 15 Jahren habe ich mir nochmal als Freundschaftsdienst den Lion King angesehen. Nun ist es schwer ein Stück zu kritisieren, das über all die Jahre in einem voll ausgelasteten Theater ohne große Ermäßigungen in London läuft. Aber ich werde nicht warm mit dem Stück.

Der Einzug der Tiere ist erst mal klasse. Dann plätschert das Stück mit 1-2 weiteren Highlights vor sich hin.
Da ich in der ersten Reihe saß, freute ich mich eher, das ich anderes Details wahrnahm und man merkte, das man sich wirklich Gedanken um die einzelnen Szenen machte. Und darin vermute ich auch das Problem. Es werden einzelne Szenen aufgeführt die in die Rahmenhandlung gehören. Es wird von einem Bild ins nächste gesprungen. Es gibt faktisch keine Entwicklung der Figuren, sondern Stereotypen.

Der Klang im Theater war gut. Unsäglich jedoch das Gegesse, das damals mit dem Lion King in London seinem extremeren Anfang nahm und heute wirkt, als gehe mal zum Essen und Trinken ins Theater.

TazMA (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wunderbarer Abend im Theater Hof

22.11.2016 - Premierenabend im Theater Hof, für Berliner im doch eher beschaulichem Hof. Doch vom Charme einer Kleinstadt darf man sich, auf der Suche nach kultureller Befriedigung keinesfalls blenden lassen. Auf der Bühne eines modernen Theaterhauses wird mit "DER RING" großes geboten. Die Klänge des Frank Nimsgern sind einzigartig und grandios zugleich. Nachahmungstäter mit begrenztem Talent können einfach nicht derartige tonale Erlebnislandschaften kreieren.
Schön der Beginn bringt dem Zuschauer die erforderliche Nähe zum Stück und zum Komponisten, denn wer das nicht kennt ist überrascht, wenn selbiger plötzlich mitten auf der Bühne steht. Seine Akkustik-Gittarre beherrschend, wird das Publikum schon jetzt in den Bann der Nibelungensage gezogen.
Die Musik ist eingängig, rhythmisch und vor allem mit Ohrwurmgefahr. Hier bleibt kurzum nur eines zu schreiben... Wer das nicht einmal selbst hört, ist selber schuld. Ich war der modernen Interpretation der Sage wegen überaus überrascht und angetan. Genau diese Stilistik ist es, die auch junges Publikum an oftmals altertümlich wirkende Heldensagen heranführt und so Jahrhunderte alte Geschichten näherbringt. Im Übrigen die perfekte Möglichkeit für Lehrkräfte den Schülern auf andere Art und Weise etwas beizubringen.
Die Gesangssolisten verzaubern mit starker Bühnenpräsenz und beherrschten zum großen Teil die melodiösen Herausforderungen welche, vom Komponisten gesteckt, zu bewältigen sind. Denn Kenner wissen, Nimsgern ist wahrlich nicht einfach im vorbeigehen zu singen. In Anbetracht der Premierenvorstellung sind es insgesamt hervorragende Darbietungen gewesen.
Besonders begeistert haben mich persönlich Zodwa Selele und Chris Murray. Vor allem letzterer hat eine durchgehend beeindruckende schauspielerische Leistung, im großartigen Einklang seiner Gesangsdarbietungen gezeigt. Mit dem Titel "Steig hinab kleiner Mann" hat er mir den Ohrwurm schlecht hin verpasst und noch Tage danach ging mir dieser nicht aus dem Kopf.
Meine besten Glückwünsche an das Theater Hof und die komplette Cast von "DER RING" für diesen überaus verdienten Erfolg! Obendrein auch für den Mut des Hauses zur Aufführung, finde ich klasse! Ich drücke die Daumen für noch weitere Zusatzshows!

Da ich das Kommentarfeld nicht mit einer Fachzeitschrift verwechseln möchte, beende ich hier nun meine Worte. Ich kann jedem interessierten nur an's Herz legen sich dieses Stück anzuschauen. Die Fahrt hat sich allemal gelohnt.
Dem Vorredner vom 19.11. möchte ich nicht unnötig mehr Aufmerksamkeit geben, doch halte ich es für respektlos den "realen" Personen gegenüber, die täglich ihr Bestes geben, mit einer erfundenen Identität im Internet derartig vor den Bug zu fahren. Wenigstens den Schneid sollte man haben und mit seiner wahren Identität aufzutreten, da Sie ja scheinbar "Ahnung" haben. Übrigens hätten Sie das den Künstlern auch ins Gesicht sagen können, meine Erfahrung war, dass diese total nahbar und ohne irgendwelche Allüren waren. Wunderbar konnte man daher auch Feedback geben, ohne dieses semi-öffentlich zu erledigen.

think_twice (erste Bewertung)


Beitrag vom 22.11.2016 gesperrt

Simone Weichel (erste Bewertung)


Musikalisch und szenisch auf allerhöchstem Niveau

22.11.2016 - Ich war jetzt schon das dritte Mal in "Der Ring"!Mir ist weder ein falscher Ton zu Ohren gekommen,noch habe ich Micky Maus oder den gestiefelten Kater gesehen!Wie man es in einem anderen Kommentar ließt!Was ich erleben durfte ,ist eine brilliante Umsetzung von Wagner"Der Ring",für Einsteiger und begeisterte Musical Fans.Dieses Stück strotzt vor Raffinesse und impulsanter Musik.Es ist toll zu sehen wie dieses Musical auch neue Generationen, die doch recht schweren Werke von Wagner, schmackhaft macht!Vielen Danke an Herrn Nimsgern und seiner Cast für diese Wahnsinns Produktion mit internationalem Format und tollem Sound.Auch im 56 km entfernten Bayreuth ist man begeistert über diesen Drahtseilakt zwischen Ernsthaftigkeit und moderner Inszenierung.Mehr brauche ich nicht dazu schreiben denn ausverkaufte Häuser,Zusatzvorstellungen und Standing ovation sprechen eindeutig für sich!


Musik und Storry die unter die Haut geht

22.11.2016 - Wie sagte schon Mozart ,,man hört mich und weiß es ist Mozart"

Selbst wenn man das geschehen hinter der Bühne zu kennen glaubt ist es doch immer etwas anderes im Zuschauerraum zu sitzen.

Wir fuhren zur Premiere von Berlin nach Hof, Frank Nimsgern war mir natürlich ein Begriff, ein Begriff für gute Musik, und Erfolgreiche Produktionen, und das nicht nur am FriedrichStadt Palast, sondern auch International.

Die Story für einen 32 Jährigen Musical Darsteller bekannt sollte sich im laufe des Abends eines besseren belehren.

Frisch und modern, anders kann man es nicht beschreiben, ein alter Stoff neu aufgepeppt und mit viel Liebe und Gefühl auf die Bühne gebracht, mit einer Sensationellen Besetzung.

Die Ouvertüre allein brennt sich wie Noten aus Feuer in den Kopf ein, so sehr das man sie bis zum Ende und auch nach der Show nicht vergessen kann, erfrischende, Lebendige Musik die Mitreißt und einen entführt, gespielt von einer Grandiosen Show Band.

Der Ring, der Ring der Macht!? Es ist ein Ring nicht nur das Musical sondern der ganze Abend schließt sich nach dem letzen Ton zu einem Ring und der Erkenntnis das selbst nicht Musical Gänger fasziniert sind.

Wieder einmal ist dem Team um Frank Nimsgern eine Produktion gelungen die man so nie woanders sehen und hören kann, geniale Stimmen vereint mit moderner Licht, Ton und Bühnentechnik und der Sahnehaube, der Musik von Frank Nimsgern.

Man kann dem Theater Hof nur gratulieren zu diesem riesen Erfolg und andere Theater dazu auffordern sich Nimsgern zu sichern, wo anderen Ortes Theater geschlossen werden, schafft es Nimsgern die Säle zu füllen, und die Theaterkassen zum Qualmen zu bringen.

2x ist es ihm gelungen die größte Bühne der Welt in Berlin vor der Schließung zu Retten, ein Garant für Qualitativ hochwertige Shows und Musik.

Weiter so, es ist ein Rundumgenuss für alle Sinne!

Herzlichen Glückwunsch an das Theater Hof an Frank Nimsgern und sein Team und der gesamten Besetzung zu diesem grandiosen Erfolg!

Euer Gerome J.

bln25 (erste Bewertung)


Beitrag vom 22.11.2016 gesperrt


Beitrag vom 22.11.2016 gesperrt

s.richter (erste Bewertung)


Beitrag vom 22.11.2016 gesperrt

Hardl (10 Bewertungen, ∅ 2.1 Sterne)


Awesome!

21.11.2016 - Congratulation Frank Nimsgern!
Mit 'Der Ring' hat der geniale Künstler wiedereinmal sein Können unter Beweis gestellt: Eine ausverkaufte Premiere und Standing Ovations zeugen von einer gelungen Show die berührt und die das Thema außergewöhnlich gut und toll Inszeniert in die Gegenwart überträgt.
Eine Wahnsinns Produktion.
Groovie Music & eine geniale Besetzung.
Danke
Chris Murray, Zodwa Selele; Christian Venzke, Christopher Brose, Jessica Kessler, Cornelia Löhr, Georgia M. Reh uvm.
für diesen tollen Abend!

simonev (erste Bewertung)


Beitrag vom 21.11.2016 gesperrt

Roman_75_2 (erste Bewertung)


Kommt leider nicht im entferntesten an das Original ran

20.11.2016 - Buch: leider nicht vorhanden und komplett am Thema vorbei
Songtexte: Platitüden und uninspiriert
Musik: naja, keine Katastrophe, aber bis auf ganz wenige Ausnahmen eher Einheitsbrei, weit entfernt von Schönberg, Webber - die sie immer wieder zu imitieren versucht.
Bühnenbild: funktional
Licht: okay
Darsteller; leider mit einigen gesanglichen und schauspielerischen Schwächen, Marius und Cosette haben ihre Sache ganz ordentlich gemacht
Kostüme: ganz okay
Regie: wie schon in der Kritik der Musicalzentrale gesagt, wirkt es wie eine unfreiwillige Les Miserables Parodie

Marla (erste Bewertung)


absolut zu empfehlen

19.11.2016 - Ich kann mich meinem Vorredner gar nicht anschließen. Was hier auf die Bühne gezaubert wird, ist wirklich zu empfehlen!
Die Musik ist weder altbacken noch langweilig, sondern hat wirklich Hit-Potential! "Ich will Dich wiedersehen" gehört ebenso dazu die wunderschöne Arie der Eponine und vor allem die Szenen auf den Barricaden. Mich hat die Musik vollkommen mitgerissen. Das ging übrigens nicht nur mir so, sondern auch meinen zwei Begleitern.
Das Buch hat Schwächen, aber ich habe auch schon andere Musicals gesehen, wo das Buch extrem schwach war (z.B. Chess).
Die Stimmen haben mir zum großen Teil sehr gut gefallen, es gab ein paar schwächere im Ensemble, aber auch wirklich sehr gute. Die Ensembleleistung insgesamt war aber herausragend.
Ich kann dieses Musical jedem nur sehr empfehlen, sowohl von der musikalischen Seite, wie auch von der Inszenierung!

Roman_75 (erste Bewertung)


Subobtimal und alles andere als super

18.11.2016 - Ja, man weiß, es ist nicht Les Miserables, das Original! Ja, man weiß, es ist nicht das Londoner West End! Ja, man weiß, es ist eine kleine Produktion.
Das war mir alles bewusst, bevor ich mir dieses Stück angesehen habe und ich war sehr wohlwollend, da ich ein großes Herz für kleine Theater habe und immer gespannt auf Neues bin.
Aber am Ende der Vorstellung, war leider nur noch ein Bodensatz von meinem Wohlwollen übrig.
Ich habe seit Ewigkeiten nicht mehr ein so dramaturgisch undurchdachtes, miserables Stück gesehen.
Ja, man hätte einen komplett neuen Ansatz finden können, das Stück modernisieren oder was auch immer, wenn man sich schon an das Les Miserablses Thema heranwagen muss. Aber nur den Megaerfolg zu nehmen, Szenen rausstreichen, gesungene Szenen des Originals als Sprechszenen umschreiben und Songs im Stil des Originals einfügen, die leider nicht im Entferntesten an das Original reichen - das wirkt leider sehr dilettantisch.
Wenn man das Original nicht kennt, dann ist man komplett verloren, denn, das, was da auf der Bühne passiert, das ist einfach ein wirres Durcheinander an Szenen, gespickt von Songs, die mit Plattitüden ohne Ende aufwarten, dass es einem übel vor billiger Romantik wird.
Die Musik, auch wenn sie mit " Ich will dich wiedersehen" einen ganz netten Song präsentiert, ist altbacken, langweilig und uninspiriert. Aber vielleicht ja etwas, das bei dem 80+ Publikum, das in der zu einem Drittel verkauften Vorstellung am stärksten vertreten ist und das auch nicht mehr so gut hört, noch ankommt.
Der Sound des Orchesters, der extrem laut und schrill ist, trägt auch nicht wirklich zur Verbesserung der Songs bei.
Bühnenbild und Kostüme sind für den kleinen Rahmen okay, aber auch nicht wirklich inspirierend.
Wirklich leid tun kann einem nur das Ensemble, das jung und engagiert ist und mit dem man einfach Mitleid hat, warum sie sich mit so einer gequirlten Grütze abmühen müssen. Die Darsteller geben wirklich ihr Bestes und versuchen über die unendlichen Schwachstellen des Stücks hinwegzuspielen, aber leider klappt das nur ganz bedingt. Man wünscht ihnen, dass sie schleunigst zur nächsten Audition laufen und eine Rolle in einem neuen Stück finden.
Ja, es ist wirklich sehr schade, dass man leider fast alles falsch gemacht hat, was man falsch machen kann und man hätte es sich wirklich so gewünscht, dass da in einem kleinen Theater der Mut für eine Eigenproduktion belohnt wird, aber leider ist hier ein dilettantisches, langweiliges Etwas entstanden, das so schnell wie es gekommen ist auch wieder weg sein wird.


Nonnen mit Hasch und Witze mit Bart

18.11.2016 - Über dreißig Jahre hat der Nonnen-Klamauk von Dan Goggin jetzt schon auf dem Buckel.
Schon damals hatte das humoristische Rohmaterial nicht viel mehr als Schenkelklopfer-Format. Heute wirkt vieles davon abgestanden, altbacken und bemüht.

Leider ist der ansonsten immer sehr kreativen Choreografin und Regisseurin Iris Limbarth auch nicht viel eingefallen, um bei der szenischen Umsetzung das Tempo zu steigern und den Spass-Faktor anzuheben. So hat dann dieser Abend seine Längen und seine Tücken.
Auf der Habenseite sind dann die fünf Schwestern, die sich alle Mühe geben und an dem trockenen, spröden Rohmaterial abarbeiten.
Stimmlich sind alle bestens disponiert. Das kann die belanglos, gefälligen Kompositionen von Dan Goggin aber auch nur bedingt aufwerten.
Schauspielerisch sind die Talente nicht ganz so gleichmäßig verteilt.
Um aus diesem verstaubten Klamauk noch einen Lacher heraus zu kitzeln, bedarf es versierter Komödianten mit großer Bühnenpräsenz und perfektem Comedy Timing. Am besten können noch (die wie immer wunderbare) Felicitas Geipel als überdrehte Mutter Oberin und Anna Heldmaier als kieksige Schwester Amnesia mit herrlich verkrampfter Mimik und Körpersprache dieser schwierigen Aufgabe gerecht werden.

Am Ende gab es dann lautstarken Applaus für die engagierten und sympathischen Schwestern, wohl weniger für das angegraute Stück.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Seichte Story, gute Unterhaltung

13.11.2016 - Ich habe das Musical zuvor bereits in Stuttgart und Oberhausen gesehen. Dort hat es mir gut gefallen, allerdings ist die Story sehr dünn und um die Stücke offensichtlich herum geschrieben. Auch sind einige Witze sehr, sehr billig. Auf der anderen Seite zeigt sich die bekannte Musik mit vielen Ohrwürmern. In Essen sieht man nun die Tourversion, welche leider nicht das scheinbar riesige Schiff bietet, welches sich immer weiter und weiter über die Bühne schiebt. Ein echter Hingucker. Hier in der Tourversion ist das Bühnenbild einfacher, aber immer noch schön und abwechslungsreich. Die Musik ist sicher bekannt und verbreitet wirklich gute Laune. Auch am Orchester gibt es nichts zu meckern, ausreichend für dieses Stück. Und die Cast? Hervorragend mit tollen Stimmen und sehr viel Spielfreude. Ich war positiv überrascht und kann diese Produktion auch in Essen nur empfehlen.

sus70 (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Das hatte ich schon besser erlebt

13.11.2016 - Ich war gestern dort und wurde in mancher Hinsicht enttäuscht. Ich habe es in Wien, Stuttgart und Berlin (2012 und aktuelle Tour) gesehen. Vom Bühnenbild her war es völlig ok, da waren die Abstriche zu Stuttgart zu verkraften. Ich hatte das Gefühl, dass wieder das grosse ursprüngliche Haus aus Stuttgart zu sehen war. Berlin 2016 hatte ich kleiner in Erinnerung, aber vielleicht irre ich auch.

Ein grosser Minuspunkt war das Orchester mit 11 Mann/Frau. Das reicht einfach nicht für dieses Musical. Das sind sich wohl auch die Produzenten bewusst, darum wird einfach die Lautstäke nach oben gedreht. In München kam noch dazu, dass ich 3 Reihe rechts einen schepperden und brummenden Lautsprecher hatte. Der Orchestersound übertönte an den meisten Stellen den Gesang. Wie schon oft dikutiert ist die Texverstänlichkeit auch noch durch starke Akzente eingeschränkt.

Thomas Borchert als Graf war solide, stimmlich wie von ihm gewohnt top. Aber irgendwie haben mich andere Grafen mehr gefesselt. Veronica Appeddu fiel für mich am Meisten ab. Der Akzent ging noch, aber man merkte, dass sie sich so konzentrieren musst, dass ihr die Lockerheit fehlte. Obwohl für diese Rolle sicher nicht die kräftigste Stimme erforderlich ist, wurde ich mit ihren zum Teil geschrienen Tönen nicht warm. Ich bin mir sicher, da hätte man, wenn man wollte, auf dem deutschen Markt eine passende Jungdarstellerin gefunden. Ebenso erging es mir mit Tom van der Ven als Alfred. Der Rest war solide, herausgestochen ist da noch Victor Petersen als Professor. Das Ensemble war sehr spielfreudig.

Das Haus war fast voll gefüllt. Im Foyer hörte man während der Pause und danach auch einige negative Stimmen. Trotzdem war der Schlussapplaus durch die Anwesenheit des gefühlt halben Thomas Borchert Fanclub frenetisch.

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein Phänomen

11.11.2016 - Ich habe mir vor 2 Tagen die Show erneut angesehen, nachdem ich das Musical alle 2 bis 3 Jahre besuche. Was macht dieses Musical und den Erfolg aus? Die Story ist schwach, man sollte also hier nicht viel erwarten. Die Musik ist gut und hat so manche Ohrwürmer zu bieten. Trotzdem kann es auch nicht die Musik sein, die einen solchen Erfolg verursacht. Das Theater ist natürlich ein Highlight durch die vielen Rollschuhbahnen und Ebenen, die mitten durchs Publikum führen. Ich bin auch immer wieder fasziniert von der riesigen Brücke, welche trotz der enormen Größe wie eine Feder in alle Richtungen schwebt. Doch in meinen Augen hat es einen Grund, welcher besonders zu dieser langen Laufzeit beiträgt: Die Veränderungen. Es werden immer wieder neue Lieder eingeführt, Arrangements geändert und sogar neue Figuren hinzugefügt. Das hält die Show jung und macht das Musical auch für Mehrfach-Besucher interessant. Alleine das Liebesduett (ursprünglich "Du allein") wurde bei meinen Besuchen schon drei mal ausgetauscht gegen neue Songs. Und noch eines fällt mir auf: Ab dem Schlusslied "Ein Licht am Ende des Tunnels" (bei welchem man auch noch aufgefordert wird, hier fotografieren und filmen zu dürfen) herrscht eine Stimmung, welche ich selten erlebt habe. Hier macht das Publikum mit und wird durch die vielen Darsteller, die immer wieder durch die Reihen flitzen, ordentlich angefeuert.
Fazit: Schwache Story, gute Musik, tolle Show und durch das einzigartige Theater ein MUSS bei jedem Besuch im Ruhrgebiet. Dazu durch die Veränderungen auch als Wiederholungs-Besucher nach einigen Jahren absolut empfehlenswert.

sus70 (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Super Umsetzung! 1A Darsteller!

11.11.2016 - Wer Sweeney Todd und vorallem die Musik mag, der wird diese Umsetzung von "Sweeney Todd" lieben.

Eine geniale Show, in der alle Darsteller geglänzt haben.

Hervorheben muss ich Maricel, die als Mrs.Lovett absolut überzeugend ist. Mit viel Witz, Charm und super Gesang hat sie mich in das Stück geholt.

Unbedingt gucken ;-)

monsterlein (erste Bewertung)


Ein ganz dicker Fisch

11.11.2016 - Womit soll man anfangen? Am besten mit dem Mut des Presidenten der Theaterakademie Juergen Drescher und der Studiengangsleiterin Musical Marianne Larsen dieses Stück an Land zu ziehen und als deutsche (und europäische) Erstaufführung zu zeigen. Die Theaterakademie hat mit dieser Produktion wieder Maßstäbe gesetzt, und das nicht nur für München.
Big Fish war am Broadway ein Flop. Sieht man die Münchner Produktion, kann man kaum verstehen, das es dieses Stück am Broadway nur auf gerade einmal etwas über 130 Aufführen gebracht hat.
Der größte Unterschied zum Broadway ist wahrscheinlich, dass der Regisseur Andreas Gergen die Personen des Stückes absolut ernst nimmt. Und so entstehen völlig glaubwürdige Personen, die den Vater-Sohn-Konflikt nachvollziehbar machen und zum Nachdenken über die eigene Kindheit und das Verhältnis zu den Eltern anregen.
Auf der Bühne stehen junge Professionals, die prachtvoll singen und tanzen. Am meisten haben mich jedoch die schauspielerischen Qualitäten der Darsteller beeindruckt. Und das gilt ausnahmslos für alle, aber natürlich besonders für die 5 Hauptdarsteller. Wunderbare und berührende Rollenporträts. Andreas Gergen sei Dank. Und er sorgt auch dafür, dass hier ein Theaterabend aus einem Guss entsteht. Es gibt keinen Leerlauf.
Das Einheitsbühnenbild ist - wahrscheinlich aus Kostengründen - deutlich einfacher gehalten als im Original, aber nicht minder wirkungsvoll. Phantasie pur! Wunderbare Kostüme. Tolles Licht. Großartige Maske. Danny Costello hat wieder fantasievolle Tanzszenen geschaffen.
Und dann die Darsteller. Ihre Begeisterung überträgt sich auf den Zuschauerraum. Die haben eine Ausstrahlung, die bis in die letzte Reihe reicht. Toll besetzt bis zur kleinsten Rolle. Leider kann man hier nicht alle nennen. Benjamin Oeser als Edward ist ein Ereignis. Der Mann explodiert förmlich auf der Bühne. Seine Rolle erfordert eine ungeheure Wandlungsfähigkeit. Und die meistert er beeindruckend. Genauso wie Mathias Lavall als Sohn Will, Theresa Weber als Sandra, Wiebke Isabella Neulist als Josephine und Julia-Elena Heinrich als Jenny Hill/Hexe. Was für prachtvolle unverwechselbare Sänger-/Schauspieler-Perönlichkeiten hat die Theaterakademie da wieder herangezogen. Das sind keine austauschbaren Abziehbilder, wie man sie sonst so häufig sieht.
Auch eine Klasse für sich ist der musikalische Leiter Tom Bitterlich. Theaterakademie aufgepasst, dass euch den niemand wegschnappt.
Für mich war einer dieser seltenen Theaterabende, die nicht nur schön und unterhaltend waren, sondern die einem noch lange Zeit in Gedächtnis bleiben.


GRANDIOSE INSZENIERUNG & ein göttliche Norma Desmond

10.11.2016 - „Sunset Boulevard“ ist mittlerweile ein Musical-Klassiker. 1993 uraufgeführt (Musik: Webber, Originalbuch und Liedtexte: Black, Hampton, deutsche Fassung: Kunze), bot es international (Glenn Close) und national bereits so mancher Schauspielerin oder Sängerin die Chance, Divareskes zu spielen oder aus dem eigenen Leben zu importieren für die Rolle. Allein in diesem Jahr sind drei Neuinszenierungen auf deutschen Bühnen und eine bemerkenswerte erneut mit Glenn Close in London (ab 2017 am Broadway in New York) zu verzeichnen. Dem tragisch endenden (Tod für die männliche, Irrenhaus für die weibliche Hauptperson) Stoff unterlegte Webber eine opulent orchestrierte, pathetische Musik, meistenteils in Moll, mitunter sogar dem Wortstamm folgend extrem mollig, nämlich fett arrangiert. Manche klassische Inszenierung des Stücks hat für die Zuschauer sogenannte Qualmomente, solche, bei denen es wirklich traurig wird in der Handlung, aber auch jene, bei denen man sich durchquälen muss.

Nicht so in der Lübecker Inszenierung von Michael Wallner. Er entkrampft die Szenerie, er strafft, nimmt sogar auf die Schippe, wo möglich und nicht fabelhinderlich. Einen Gutteil von Ideen sind dabei eng verknüpft mit der Hauptdarstellerin: Gitte Haenning, die Norma Desmond spielt, singt und irgendwie durchlebt. Denn die spielt den weltfremden Stummfilmstar kaum entfernt von der Realität. Die divaresken Teile halten sich sehr in Grenzen, so dass eher eine Geschichte daraus wird, die man „Generationskonflikt beladene Liebesgeschichte“ nennen könnte.

Das ausgezeichnete Orchester unter der Leitung von Ludwig Pflanz, das wunderbar professionelle Ensemble (allen voran Rasmus Borkowski als Joe Gillis und Katrin Hauptmann als Betty Schaefer) und das Bühnenbild von Till Kuhnert unterstützen diese Wirkung. Letzteres ist eine Drehbühnen-Treppe von vorn, von hinten und von der Seite. Sie dient aber auch als Projektionsfläche für schwarz-weiß gefilmte Einspieler, und zwar aus Filmen mit Gitte. Das hat als Metapher gar nichts mit der prominenten Hauptdarstellerin zu tun, sondern es könnten die Aufnahmen eines jeden Menschen sein, die aufkommen wie Erinnerungen, wenn durch einen jugendlichen Partner verschüttet geglaubte Gefühle wachgeküsst werden. So erkennt jeder, der mindestens die Hälfte seiner potenziellen Lebenszeit hinter sich hat, irgend etwas von sich in dieser Lübecker Norma Desmond, die auf solche Weise viel mehr zum Sympathieträger wird als in allen bisherigen Fassungen des Stücks.

Natürlich transportiert die frische und gekonnte Spielweise von Gitte eben diesen Effekt. Man nimmt ihr aber auch die Strenge und Konsequenz ab. Auch durch das energievolle Vortragen ihrer beiden großen Solopassagen „Nur ein Blick“ und „Wir haben nie Goodbye gesagt“. Und weil eben so viel Sympathie mit dieser Norma (oder ist es vor allem Gitte) besteht, ist der Zuschauerraum plötzlich nicht nur wegen der Ostseenähe Lübecks nahe am Wasser gebaut. Ganz unsentimental, nicht zu melancholisch, vielleicht einfach, weil eigene Erinnerungen wieder aufgebrochen sind. Grandios!

Die Choreographie hatte Lillian Stillwell und sie lässt von den beiden Hauptdarstellern Tango und Walzer tanzen, und zwar sehr erotisch und ästhetisch, schlichtweg gekonnt! Auch das ist so viel mehr sexy als die konservativen Inszenierungen der Vergangenheit und Gegenwart.

Schließlich hatte ja ein junger, mittelloser Drehbuchautor beim unvorsichtigen Straßenverkehr einen Unfall. Und der wiederholt sich dann mit der wesentlich älteren Norma Desmond, allerdings mit dem zuträglichen Ergebnis einer luxuriösen Umgebung. Zwischen Norma und dem Drehbuchautor Joe knistert es ständig, mal so und mal so, eine echte, von viel Nähe (auch körperlicher) charakterisierte Beziehung. Ein Traum sind die Kostüme von Norma, die von Aleksandra Kica entworfen und von Gitte mitentwickelt wurden - nicht zu pompös, keine altbackene Diva-Fuchs-Stola, sondern schlicht und enorm elegant.

Was Joe da der viel jüngeren Betty, auch schreibende Zunft, entgegenbringt, ist eher gehemmte Lust auf Frisches, kaum tiefes Gefühl, zumindest empfindet man das so bei der Lübecker Inszenierung.

Die Handlungslinie wird durch das Bühnenbild nicht nur unterstützt, sondern wie ein guter Cut beim Film vorgegeben. Und selbst die Hierarchien sieht man effektvoll, etwa durch die als „Sitzgruppe“ in jeglicher Hinsicht schräg eingefügte Riesen-Oscar-Statue, auf der eben nur eine Person beim Sitzen Halt findet. Hält sie nicht die zweite, rutscht diese glattweg ab. Norma muss also permanent Händchen halten, möchte sie Jugendliebhaber-gesellschaft – ein starkes Bild! Auch das Heben der Drehbühne zu einer weiteren Empore suggeriert den Zuschauern: Man ist hoch hinaus gekommen, wenn man dort ist im Hollywood-Filmstudio. Und man blickt auf zu den Stars, auch im Lübecker Theater. Schließlich dreht sich die Bühne vor der Abschlussszene viele Male, so dass sich die Seile und Taue wie ein Spinnennetz zusammendrehen, in dem sich Norma schließlich verfängt. Besser kann man nicht den Beginn ihres Wahnsinns und die Gründe dafür unterstreichen. Denn sie kommt nicht weg von diesen Fängen, in die sie eben durch Hollywood geraten war.

Gitte singt alle Passagen in ihrer typischen starken, jazzig angehauchten Weise. Da werden ganz bewusst Begriffe, die von den anderen Norma-Darstellerinnen pathetisch ausgesungen worden waren, verschluckt (zum Beispiel flüstert sie ihr „Goodbye“ nur, das erzeugt eine solche Spannung und wirkt eben nicht pathetisch-altbacken) oder gesprochen. Dennoch versteht man jedes Wort, übrigens bei allen Hauptdarstellern – eine ausgezeichnet abgestimmte Tontechnik! Und Gitte verzichtet wiederum bewusst auf Wiederholungen und nicht unbedingt erforderliche Passagen (es endet mit der „Großaufnahme“, nicht, wie üblich, mit einer Reprise). Die schauspielerische Leistung von Gitte ist enorm. Überhöhungen passen zur Stummfilmdiva. Gitte ist dabei wunderbar textsicher und kann sich auf die Nuancen von Spiel und Ausdruck konzentrieren. Das unterstützt die durch geschickte Szenensparsamkeit rasante, moderne und rundherum erfrischende Inszenierung.

Wäre es angesichts so vieler positiver Merkmale vermessen, zwei kleine Kritikpunkte zu nennen? Sicher nicht. Wenn das stimmlich ausgezeichnet singende und zudem wunderbar tanzende Ensemble ein wenig mehr wortverstehbar würde, wäre nahezu der letzte Wermutstropfen aus dieser Inszenierung entfernt. Die zweite Kritik betrifft das Theaterumfeld: Dringend ist angeraten, neue Betreiber, Köche, Sommeliers etc. für das Theaterrestaurant „Dülfer“ zu suchen, denn nach einer solchen Qualität auf der Bühne ist der Niveaufall, was das Kulinarische und den „kulturvollen Umgang“ dabei betrifft, zur Zeit nicht zu verschmerzen.

Joachim (erste Bewertung)


wirklich ein sehr lustiger abend !

10.11.2016 - die show in bochum kann mann sehr empfehlen. für das stück, braucht mann keine grossen sänger, sondern gute schauspieler. und die sind in bochum wirklich grossartig. da sitzt jeder gesichtsausdruck und jede pointe.. was haben wir gelacht...unbedingt karten besorgen und hingehen!

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


kein heile Welt Musical - endlich mal was anderes

09.11.2016 - Super Musical, super Darsteller. Mal ganz was anderes. Eigentlich gleichen sich alle Musicals ein wenig. Am Schluss ist alles gut und alle sind glücklich. Hier nicht, endlich mal ein Musical, was völlig anders endet. Es ist auf jeden Fall ein oder mehrere Besuche wert. Am besten fand ich die Rolle der Mrs. Lovett. Schon im Film fand ich sie toll und Maricel bringt genau das rüber, was man schon aus dem Film kennt. Sie war super. Alle Anderen natürlich auch.

Pferdenarr (erste Bewertung)


So muss Staatstheater-Musical sein

07.11.2016 - Kurz nach der Premiere konnte ich nun im Rahmen meines Abos auch das neue Musical im Staatstheater Nürnberg erleben - und ich muss sagen!

Wow! - es ist das bisher beste umgesetzte klassische Musical im Staatstheater Nürnberg - es "übertrumpft" sogar noch die "KISS ME KATE"-Version von letzter Spielzeit die schon sehr gut war.

Das liegt zum einen an den tollen Darstellern und der guten Regie - es ist alles schmissig und die Dialoge lustig und passend von Thomas Enzinger inszeniert.

Die Kostüme und das Bühnenbild von TOTO entführen auch zielführend in die Zeit und die Epoche der "großen Broadway-Musicals" ein - die Hängungen der einzelnen Bühnenbilder grad die Zugabteile und die "Jacht" sowie der "Strand" sind tolle Hingucker.

Die Choreografie von Ramesh Nair kann man auch nur als perfekt bezeichnen - grad das "Strandballett" der "Alten Herren" - grandios! - auch die Steppeinlagen der "Gangster" - super toll..

Sophie Berner verkörpert eine lustige, native SUGAR - ähnlich wie bei "KISS ME KATE" passt sie perfekt in die Rolle - ihr Gesang und ihr komödiantisches Talent sind wirklich bravourös.

Die absoluten Abräumer der Show sind aber Andreas Köhler (als Joe - Josephine) und Oliver Severin als Jerry - Daphne - einfach herrlich komisch was diese beiden als "coole" Frauen auf die Bretter schmettern - bekamen am Schluss den wohlverdienten größten Applaus!

Die super Textverständlichkeit von allen Akteuren muss man hier vor allem hervorheben - denn meistens hapert es hier

Fazit: Wenn alle Musicals in den Stadt- und Staatstheatern auf diesem Niveau produziert werden würden dann wäre es ein Eldorado für die Musicalfans...

Hier kann man für die restlichen 23 Shows nur eine klare Empfehlung abgeben nach Nürnberg zu fahren und sich dies nicht entgehen zu lassen

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Auch als Tour-Produktion genial umgesetzt

04.11.2016 - Nun kommen die Nonnen auch nach Berlin ins traditionelle Theater des Westens - seit der letzten Sister Act Spielzeit ist einige Zeit vergangen und so freute ich mich besonders die Show endlich mal wieder zu sehen mit alten Bekannten und neuen Gesichtern...

Eines vorneweg...auch als Tourneeversion braucht sich die Show absolut nicht zu verstecken - die Klasse des Ensembles, keine Abstriche an Bühnenbild, Kostümbild und Sound - ein klasse lustiger und schön beschwingter Abend in Berlin ist der Lohn.

Die geniale Daniela Ziegler als Mutter Oberin führt das Ensemble an - ihr Schauspiel ist in dieser Rolle einfach unerreicht und ihre "steife" Haltung, kalte abweisende Mimik und Gestik sind eine Klasse für sich und nach 6 Jahren darf man ihr nun auch endlich ihrem großen - dem schönsten von Menkens Partitur lauschen - "Mir bleibt wohl keine Wahl" - schon alleine dafür ist der Besuch in Berlin Pflicht! Göttlich!

Mischa Mang und Gino Emnes als Curtis Jackson & Eddie Fritzinger sind alte Bekannte in ihren Rollen und spielen diese mit Bravour - perfekt besetzt...

Zum 2. Mal nach Oberhausen darf die junge Abla Alaoui in die Rolle der Schwester Mary Robert schlüpfen - ihre Wandlung vom stillen, braven Stiefmütterchen zur blühenden, lebensbejahenden Rose in ihren "Nuttentretern" und dem Song "Die Welt die ich nie sah" - toll - wunderbare Stimmfarbe, kräftig schön...

Die neue Erstbesetzung der Schwester Mary Patrick mit Maren Somberg ist auch ein absoluter Glücksfall - wie ihre Vorgängerinnen u.a. Yvonne Köstler ist sie total lustig und kann den Großteil der Gangs und Lacher auf sich verbuchen..

Wie eh und je rappt sich Regina Venus durchs Stück als Schwetzter Mary Lazarus das es nur so kracht und fetzt in den alten ehrwürdigen Klostermauern..

Einzig mit der neuen Deloris Aisata Blackman bin ich nicht so glücklich sie ist gut und meistert die Partitur aber grad im schauspielerischen setzten hier Zodwa Selele und auch Patricia Meeden Massstäbe an die sie leider (noch) nicht heranreicht...

Ansonsten haben sich bis auf einige Gags und neue Schwesternamen - Schwster Lafer & Schwester Lichter wenig verändert die Bühnen und Kostümpracht ist wie bei den Vorgängerproduktionen unverändert - das Orchester unter Shay Cohen spielt frisch und schwungvoll auf

Und die Eroberungsversuche im Song "Hey Schwester" mit Joey, TJ und Erkan bleiben unvergessen und sind das Salz in der Suppe an diesem schönen Abend in Berlin..

Im übrigen startete gestern wie in den letzten 15 Jahren der Spendenmarathon für Aidskranke - die Darsteller stehen für Fotos und Autogramme also auch im Foyer des Theaters bereit

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Tolle Inszenierung zum Schnäppchenpreis

02.11.2016 - Da ich gerade in Rotterdam war, habe ich mir in Dordrecht Hair angeschaut. Ich weiss zwar nicht, ob die Stadttheater in NL subventioniert sind, aber € 53 für einen Platz der besten Kategorie für eine Stage Produktion sind schon ein Schnäppchen. Das Bühnenbild bestand aus einem Gerüst und vielen gestappelten Paletten, dazu grosse LED-Wände. Das 20 köpfige (bin mir über die Zahl nicht ganz sicher) sehr spielfreudige Ensemble wird unterstützt durch eine 5 köpfige Band. Geige und Gitarre zum Teil vom Ensemble gespielt.Das Theater war etwa zu 2/3 gefüllt. Die Texte und Lieder waren in holländisch.

Besonders gut gefallen haben mir Lisanne Schut als Jeanie und Juneoer Mers als Hud. Auch der Rest überzeugte. Einzig Anouk Maas als Sheila konnte mich persönlich stimmlich nicht überzeugen.

Es sind auch immer wieder Castmitglieder im Zuschauerraum unterwegs. Kleiner Tip: Wer kein holländisch kann, 1. Reihe meiden. Ich habe in weiser Voraussicht 2. Reihe gebucht. In der ersten Reihe sasen auch nur 4 Unwissende ;-). Umfangreiches Programheft gab es für 9€, oder waren es 8€.

Mir hat München noch eine Spur besser gefallen, aber ich fühlte mich gut unterhalten. Tourt noch bis Ende März durch ganz Holland und ist durchaus sehenswert, da ja auch nicht weit aus NRW oder RP.

nummelin3 (12 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sehr empfehlenswert!

02.11.2016 - Wir haben die Premiere am 19.08.2016 von Avenue Q im TfN gesehen. Hier ist die Spielfreude der Akteure auch auf das Publikum übergesprungen. Die Puppen machen richtig Spaß und ihnen kann man die teilweise "dreckigen Witze" nicht übel nehmen. Gesanglich waren alle Darsteller sehr stark, besonders Sandra Pangl als Kate Monster und Teresa Scherhag als Lucy fielen positiv auf.Die Führung der Puppen von 2 Personen hervorragend Jürgen Brehm und Teresa Scherhag) wurde bestaunt und auch deren Synchronität.
Noch kann man dieses Stück bewundern.
Daumen hoch und los in die Avenue Q!

Rehlein01 (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Großes Musical-Theater!

02.11.2016 - Wir haben die Premiere besucht und waren begeistert. Das kann sich mit einer großen Musical-Produktion ohne Weiteres messen. Tolle Stimmen, eine super Inzenierung und auch das Bühnenbild waren allesamt zu bestaunen. Besonders die Hauptrollen Alexander Prosek (Dracula), Elisabeth Köstner (Mina) und Sandra Pangl (Lucy) waren stark besetzt. Da waren einige Gänsehautmomente garantiert.Die weite Anreise hat sich gelohnt!
Sehr empfehlenswert.

Rehlein01 (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Tolle Leistung vom Ensemble

02.11.2016 - Wir haben die Vorstellung am 01.04.2016 besucht und waren begeistert. Das Ensemble leistet viel, auch den Bühnenumbau in Eigenregie. Die Handlung ist manchmal tatsächlich etwas zäh, jedoch sind die Szenen immer wieder mit tollen Kostümen und Einlagen gespickt, so dass keine Langeweile aufkommt.
Weiter so. Wir kommen wieder!

Rehlein01 (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Perfekte Unterhaltung für jung und alt

31.10.2016 - Nach Besuchen der Show in London und Wien stand nun ein Besuch in Stuttgart auf dem Plan.

Eins vorweg: Die Aufführung in Stuttgart ist unglaublich mitreißend und begeistert mit fantastischen Darstellern sowie einem sehr guten und kraftvollem Orchester unter Bernd Steixner.

DIE DARSTELLER

Eine unglaubliche Leistung zeigen die Kinderdarsteller, die fast in jeder Szene auf der Bühne agieren, spielen, singen und tanzen.

Die Hauptrollen sind stark besetzt. Elisabeth Hübert ist eine ganz reizende Mary Poppins. Man genießt jede Szene mit ihr und wartet gespannt was ihr nun einfällt.

Auch David Boyd kann wie schon in Wien in der Rolle des Bert zeigen warum er hier Erste Wahl ist.

Bemerkenswerte Leistungen zeigen auch die Vogelfrau, Mrs. Brill sowie Mr. und Mrs. Banks. Alle begeistern mit starkem Schauspiel und guter Stimme. Viel berührender als zuletzt in Wien gelingt dem Vater hier glaubhaft zu zeigen, was er gelernt hat.

Die Textverständlichkeit war am besuchten Abend einwandfrei.

Die unfassbare Spielfreude und Energie des gesamten Ensembles, der tiefgründige Witz (ohne zu albern zu wirken wie bei ALADDIN), berührende Szenen mit starkem Schauspiel, Ohrwürmer, eingängige neue Nummern und beeindruckende Tanznummern lassen drei Stunden die Hektik des Alltags vergessen.

DIE AUSSTATTUNG

Zudem begeistert Mary Poppins mit einer wandelbaren aber nie aufdringlichen Bühne. Das Haus ist detailverliebt und opulent. Besonders in den vielen Ensembleszenen zeigt sich jedoch die Qualität der Show. Licht, Bild und Kostüm bilden eine Einheit gespickt mit kleinen aber feinen Überraschungen die immer wieder zu begeisternden Applaus führen.

FAZIT

Mit Mary Poppins wird seit langem in Stuttgart wieder ein Musical für die ganze Familie gezeigt. Es wird eine Geschichte erzählt: berührend, bunt und herzerwärmend.

Egal ob mit oder ohne Kindern kann man die wunderbare Zeit genießen und nimmt dennoch eine wichtige Botschaft mit nach Hause.

Mary Poppins ist eine wichtige Bereicherung der deutschen Musicallandschaft und eine sehr gute Wahl für Stuttgart.

mrmusical (60 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ungewöhnlich nicht gleich gut.

31.10.2016 - Die Lübecker Inszenierung von Sunset Boulevard ist für mich eine Enttäuschung.
Das fängt mit den Änderungen des Stückes an, geht weiter mit dem Bühnenbild, der nervigen Choreografie und endet bei einer sehr merkwürdigen Interpretation der Norma Desmond durch Gitte Haenning.

Gitte Haenning ist weder eine Schauspielerin noch eine ausdrucksstarke Musicalsängerin und was sie daher aus der Rolle macht, ist sicherlich ungewöhnlich, aber nach wenigen Minuten einfach nur nervig.
Besonders ihre Art die gewaltigen Nummern zu singen, ist, wenn man große Damen in der Rolle bereits gesehen hat, einfach eine Zumutung.
Auch ihr Spiel hat nichts an einer Stummfilmdiva, die ihr Gesicht sprechen lässt und in der Regel die Façon wahrt selbst in den schwersten Momenten, sondern erinnert eher an einen manisch-depressiven überdrehten Duracell-Hasen, um es einmal bildlich zu beschreiben.

Und auch wenn das Bühnenbild reduziert daher kommt, was es in den von mir gesehenen Inszenierungen aber eigentlich immer war, wirkt diese offensichtliche "Strippenziehen" Idee nur noch albern nach einer Weile, vor allem wenn Darsteller sich während des Spiels fast daran aufhängen oder ein Rasmus Borkowski irgendwelche Klettereinlagen hinlegen muss, nur damit das Bühnenbild schick aussieht.

Die Choreografie sorgt schon in der ersten Szene für Augenrollen, wenn eine gesamte Nummer tänzerisch durchchoreografiert ist. Überhaupt sind die Bewegungen teilweise so albern, dass ich mich frage, ob ich bei Verstehen Sie Spaß bin.

Einzig Rasmus Borkowski als Joe Gillis, der mit voller Leidenschaft spielt und ein "Sunset Boulevard im 2. Akt hinlegt, das einfach begeistert, ist den Besuch wirklich wert.
Der Rest läuft leider auch unter schon besser gesehen und steckt viel mehr Potential drin.
Daher meine Empfehlung lieber nach Dortmund oder zu einer anderen Inszenierung fahren.

Thesaurier (erste Bewertung)


Ein Festival des Schlagers

31.10.2016 - Herrliche Schlager-Parodie mit liebenswerten Figuren, Witz und charmanten Einfällen. Die Story erzählt die Aschenputtel-Geschichte, versetzt ins heutige Hamburg mit dem gewohnten Schmidts-Tivoli-Flair. Übergreifendes Thema ist aber der deutsche Schlager, der sich vor allem in der Komposition wiederspiegelt. Zugegeben: nichts wirklich neues und viele Lieder erinnern an bereits bekannte Songs. Sicher gibt es bessere Kompositionen des bekannten Teams, allerdings erfüllt die Musik in diesem Stück voll dem Zweck: Eine Schlager-Show ohne Compilation d.h. Verwendung bekannter Musik. Mit Cindy und Edelbert jr treffen sich zwei Schlagerfans und verlieben sich über die Musik. Dabei wird das gesamte neuzeitliche Schlager-Genre - von Andrea Berg über Helene Fischer bis zum Wendler - herrlich komisch parodiert - von den bekannten Gesten der Schlagerstars, über Kostüme, Klischees bis zu ironischen Seitenhieben auf die heile Schlagerwelt. Wenn die böse Stiefmutter im Leder-Outfit, mit Nebelmaschinen und zwei "Boy"-Tänzern flankiert ihren Song vorträgt - dann ist das unzweifelhaft Andrea(s) Berg :-). Auch wenn man nie im Leben auf einem Andrea Berg Konzert war - die ironisierte übertrieben Anspielung ist für jedermann ein herrlicher Spaß. Im Unterschied zu den meisten anderen Schmidts-Produktionen, kommt diese etwas weniger frivol, dafür etwas familientauglicher daher. Man muss Schlager nicht mögen, um in dieser Show Spaß zu haben. Allerdings gefasst sein, das es musikalisch recht einseitig ist. Aber dadurch wird der Abend und die Show auch "rund".
Wir waren eine Gruppe von 5 im Alter 25 - 80. und alle hatten ihren Spaß - auch ohne berauschende Getränke ;-)

Priscilla (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Teils überzeugend, teils enttäuschend

28.10.2016 - Ich habe die nachmittags Show am 23.10. gesehenn.

Grundsätzlich mag ich das Musical Mozart! sehr gern.
Natürlich wusste ich, dass in der neuen Inszenierung einiges anders sein würde, dass aber quasi ein neues Stück entstanden ist, in dem nur die "Hits" noch übrig geblieben sind, überraschte mich.
Einige Änderungen fand ich sehr passend, andere völlig daneben.

Das so viel gelobte Bühnenbild hat mich ebenfalls enttäuscht.
90% sind Projektionen an die Wand.
Eine Projektion ist für mich kein Buhnenbild. Da hätte einiges mehr kommen können.

Überragend war Thomas Holhler als Mozart. Stimmlich und auch schauspielerisch in jeder Szene absolut top!

Marc Clear als Leopold war solide, Carl van Wegberg gefiel mir stimmlich in einigen Stücken nicht so ganz. Schauspielerisch aber top!

Die Damen waren allesamt gut.
Gold von den Sternen war wie immer ein Highlight.

Sehr positiv hervorzuheben war das sehr gute Orchester.

Ansonsten fehlte mir irgendwie der Charme in der Produktion die ja in Wien so sehr in den Himmel gelobt wurde.
Vielleicht war meine Erwartung zu hoch.

Travelgirl (erste Bewertung)


Wunderbar

26.10.2016 - Wunderbar gespielt und ein wahnsinnig amüsanter Abend. Auch nach dreißig Jahren immer noch sehenswert!

MarcCohen84 (7 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Begeisternd und echt genial!

25.10.2016 - Ich habe die Nachmittagsvorstellung am 22.10. in Duisburg gesehen und war völlig hingerissen und begeistert.
Fast alle Rollen wurden von den 1. Besetzungen überzeugend gesungen und gespielt. Leopold Mozart (Marc Clear) und Colloredo (Maximilian Mann) mit ihren stimmgewaltigen Darbietungen sind einfach ein Genuss. Ann Christin Elverum in der Rolle der warmherzigen Baronin von Waldstätten mit „Gold von den Sternen“ ist wunderbar wohltuend. Die gegensätzliche laute, miese Cäcilia Weber (Susanna Panzer) spielt ihre Rolle so richtig klasse.
Die Rolle des Mozart hat die 2.Besetzung, Thomas Hohler, gespielt. Was dieser junge Darsteller gesanglich und schauspielerisch geleistet hat, ist einfach nur genial. Er hat nicht Mozart gespielt, er war Mozart, mit seiner jugendlichen Unbekümmertheit, mit seinem Freiheitsdrang und mit seiner Zerissenheit. Ihm gebe ich ein "sehr gut mit Sternchen" für seine ausdrucksstarke Leistung.
Unbedingt möchte ich das Ensemble hervorheben, sie bieten hervorragenden Tanz und Gesang. Sie komplettieren das Ganze zu einer gelungenen, mitreißenden Darbietung. Nicht zu vergessen, der kleine Mozart, der sich ununterbrochen an die Fersen von Wolfgang hängt. Er ist lautlos, zeigt aber eindrucksvoll das Spannungsverhältnis zwischen Mozarts Erziehung, seinem kompositorischen Genie und seinem Freiheitsdrang. Ein dickes Lob an die Kinderdarsteller!
Das Orchester spielt - wie oben in der Rezension erwähnt – bombastisch. Doch ein kleiner Minuspunkt war in dieser Vorstellung die von der Technik zu laut eingestellte Musik. Es war schon an einigen Stellen anstrengend, die Texte der Solisten zu verstehen, weil die Musik die Stimmen immer wieder übertönte.
Das Bühnenbild war durch die Projektionen unwahrscheinlich ansprechend, und mit wenigen Requisiten konnten eindrucksvolle Möglichkeiten mit einem Flügel, mit Stühlen , einem VW-Bus , einem Bischofsstab und einer Schatulle geschaffen werden.
Meine Empfehlung , wenn die Produktion in Deutschland weiterhin gespielt werden sollte, lassen Sie es sich nicht entgehen, es ist einfach genial.

Waldfee (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Es hätte gut werden können!

24.10.2016 - Ich war letzte Woche in dem von allen Seiten hochgelobten Schikaneder Musical und war schockiert mit was für einer flachen Geschichte man das Publikum zum Toben bringt.
Nicht nur das das Stück dramaturgische unter aller Sau ist... es macht an vielen Stellen auch überhaupt keinen Sinn.
So hat Frau Schikaneders große Befreiungsballade am Ende des Stückes (die großartig gesungen wird) nur um zwei Minuten später doch zu ihrem Mann zurückzukehren! Was ist das für eine Aussage! Die komplette Figur verliert am Glaubwürdigkeit. Die Ballade gehört an eine andere Stelle vielleicht in den ersten Akt damit die Rolle eines Art Odyssee erleben kann.
Und eine komplette Fehlbesetzung ist für mich Mark Seibert der überhaupt nicht in die Zeit passt weder gesanglich noch äußerlich. Da hat man einen Publikumsliebling geholt ohne darüber nachzudenken wie die Menschen damals aussahen. Sicher nicht so muskulös und sonnengebräunt wie Mark Seibert.
Auch gesanglich kann er dem Stil der Musik überhaupt nicht bedienen. Seine sonst so angenehme Popstimme klingt hier fehl am Platz und ich musste das ein oder andere mal über seine Pop riffs schmunzeln an stellen die nicht dazu gedacht waren.
Auch frage ich mich wie ein englischer Regisseur Rollenarbeit betreiben will?
Ich glaube keine gesehen zu haben.
Die Texte sind durchgängig flach und erinnern an gzsz.
Die Musik war auch nicht mein Geschmack da es eher eine Operette war. Was natürlich in die Zeit passt.

MUSICALFAN95 (erste Bewertung)


Großer Spaß für alle Altersklassen

24.10.2016 - Ich war mit meiner Frau am vergangenen Samstag in der Vorstellung des Musical Ensemble Erft und wir waren regelrecht begeistert. Wir haben die Musicalgruppe das erste Mal beim Musical "Kolpings Traum" wahrgenommen und dann nicht gezögert, als bekannt wurde, dass "The Addams Family" aufgeführt wird - schließlich ist diese Familie Kult :-)

Beim Betreten der Schule denkt man sich schon kurz, ob hier tatsächlich ein Musical aufgeführt wird, aber der erste Eindruck täuscht! Das Stück, insbesondere die Darsteller waren überragend und weit von "Amateur-Level" entfernt. Sowas findet man sehr selten auf "Amateur"-Bühnen! So eine junge Gruppe mit sehr vielen Talenten - ganz vorne dabei natürlich die Familienoberhäupter Morticia und Gomez. Nicht nur das gesangliche und schauspielerische hat da gepasst - auch das tänzerische! Und wie! Wir sind einfach baff von so viel Spielfreude und Talent! Diese Gruppe muss man im Auge behalten!

EldarPrice (erste Bewertung)


Stück überzeugt nur bedingt

24.10.2016 - Ein Stück, welches leider sehr lange zu oberflächlich bleibt. Und beim Showstopper "Tanz des Harzer Käses" hatte ich das Gefühl, dem Publikum muss unbedingt eine Mitklatsch-Nummer geboten werden, ob es passt oder nicht. Leider war es komplett unpassend und zeigte erneut die oberflächliche Herangehensweise an den Stoff.
Maximilian Nowka ist der Lichtblick des Abends, er ist ein überzeugender Darsteller des Hauptmanns und zeigt viele Facetten. Die anderen Darsteller blieben eher blass, teilweise kann man sogar sagen "bemüht".
Die Musik ist gut und hat auch einige schöne Melodien drin. Lobend sei zu erwähnen, dass es ein kleines aber feines Live-Orchester gab und auch die Tonaussteuerung war hervorragend.
Es ist ein unterhaltsamer Abend, wenn man keine hohen qualitativen Ansprüche an die Dramaturgie und den Tiefgang eines Stückes hat.

Musette (5 Bewertungen, ∅ 4.6 Sterne)


Unglaublich gut

23.10.2016 - Als ich hörte, dass "Oliver" im Theater Lüneburg eine Kooperation mit der Musikschule ist, habe ich eigentlich eine Show auf Schulaufführungs-Level erwartet und wurde eines Besseren belehrt. Die Kinder- und jugendlichen Darsteller der Musikschule spielten, tanzten und sangen alle auf allerhöchstem Niveau und standen ihren erwachsenen Profi-Kollegen in nichts nach. Man merkte keine Spur von Unsicherheit, aber unendliche Spielfreude. Sie meisterten selbst schwierige Solo-Parts (vor allem Paul Roeßler als Oliver und Anton von Mansberg als Artful Dodger) perfekt. Auch die Inszenierung gefiel sehr gut: Trotz Szenen, die tragisch, traurig und gruselig waren, gab es genug zum Schmunzeln und Lachen, so dass auch die vielen Kinder im Publikum auf ihre Kosten kamen.

Irina (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Pity the singers

22.10.2016 - Es kostet mich einiges an Überwindung, trotzdem kann ich dieser "Produktion" nur einen Stern geben.. Wobei, die Produktion an sich ist ja sehr stimmig. Bühnenbild, Kostüme und Regie wirkt an sich sehr gut. Auch das Schauspiel der meisten war durchaus ansprechend.

Das Orchester spielte den wunderschönen Score in gewohnt schöner Problem.

Das eigentliche Problem war allerdings der Ton im allgemeinen, bzw die gesangliche "Leistung" - wenn man diese so nennen kann.

Allen voran muss man zur Verteidigung der Sänger sagen, dass man fast kein Wort versteht, weder vom Chor noch von den Solisten - das macht die Sache nicht leichter. Auch ist mir durchaus bewusst, dass es vom gesanglichen her recht anspruchsvoll ist und einiges abverlangt (man denke an "pity the child"), aber um einen Kommentar meiner Sitznachbarin wiederzugeben: "Wenn man sich schon Gäste holt, warum nicht auch welche, die singen können". - ganz so tragisch hab ich es nicht gesehen, aber ich habe sie durchaus verstanden. Auf jeden Fall waren Brucker als Anatoly, Sven Fliege als Schiedsrichter, Zelinka als Molokov und der Pop-Chor gut. Katja Berg hat aus der sehr undankbaren Rolle der Svetlana auch einiges herausgeholt.

Weniger gut waren 2 "Amerikaner" - ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt, in der Pause zu gehen. Sowohl van Dam als auch Herr Lamberty haben es nur mit Müh' und Not durch den ersten Akt geschafft. Das war schrill, unverständlich, leise und teilweise einfach nur falsch, was ich eher als ein technisches Problem der Sänger als ein grundsätzlich musikalisches betrachten würde.

Frau van Dam hat einem regelrecht leid getan beim zuschauen. Um nochmals meine Sitznachbarin zu zitieren "da sieht man ja alle "Kabeln" am Hals". Nicht ganz so schlimm wars beim Herrn Lamberty, trotzdem der erste Akt zum Zuhören eine Qual. Zur Verteidigung muss man auch sagen, dass die beiden im 2. Akt wesentlich besser waren, vor allem "pity the child" hat mich dann sehr überrascht. Zwar nicht schön, aber zumindest waren die Töne großteils da.


Nach eigentlich durchgehend guten Musical-Produktionen in den letzen Jahren war ich allerdings schwer enttäuscht(gut, die Evita der vorigen Version war auch nicht vom Hocker reißend, allerdings war da zumindest der Lamberty als Che gut), da hätte man im eigenen Ensemble sicher ebenso gute, wenn nicht wesentlich bessere Leute für die anspruchsvolleren Parts gehabt..

Mr. de Winter (2 Bewertungen, ∅ 1.5 Sterne)


Talent is a Gift

21.10.2016 - Ich gehe ins Theater und meine erste Frage war, ob Rachel Tucker spielt und genau dies traf zu. Generell spielte eigentlich die gesamte First Cast der 10th Anniversary.
Vor allem die drei Hauptdarsteller Rachel Tucker, Suzie Mathera und Oliver Savile stachen heraus. Sie gehen in ihren Rollen auf und fesseln das Publikum komplett.
Oliver Savile spielt einen sehr sympathischen Fiyero, dem man sehr gerne zuschaut uns zuhört. Er spielt perfektionistisch aber doch sehr glaubhaft. Man kauft ihm all seine Emotionen ab.
Suzie Mathers legt eine wunderbare Wandlung von Glinda hin. Versteht man doch ihren Gedankengang sehr klar. Wunderbar ist es auch zu sehen wenn sie bei "Populär" vollkommen aufdreht, fast eine Spagat beim über die Bühne Hüpfen hinlegt und dazu noch fast einen Lachflash bekommt.
Zu Rachel Tucker will ich eigentlich gar nicht viel schreiben. Ich habe einiges über sie gehört und wurde doch vollkommen überrascht. Sie spielt eine doch etwas andere Elphaba, was vor allem im Gesang deutlich wird. Sie steigert sich immer mehr und mehr, umso weiter die Show fortgeschritten ist. Gerade "Defying Gravity", der wohl bekannteste Song der Show bildet mit ihr ein wahnsinniges Highlight, weil sie es zu ihrem eigenen Ding macht. Ich saß staunend auf meinem Platz als sie abgehoben ist und eine Gänsehaut breitete sich aus, als sie mit ihren Riffs eine mir vollkommen neue Variante dieses Liedes präsentierte.
Der Rest der Cast ist sehr stimmig, sticht nicht unbedingt heraus.
Gesamtfazit: Rachel Tucker muss man als Elphaba gesehen haben. Die beste Interpretation von Wicked, die ich je gesehen habe.

Ben97 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Willkommen in der Avenue Q

20.10.2016 - Das Theater für Niedersachsen Hildesheim (nachfolgend „TfN“) präsentiert mit der hiesigen MusicalCompany das (nicht ganz jugendfreie) Musical „Avenue Q“ unter der Regie von Intendant Jörg Gade. Ob der Renner aus New York auch ein selbigen Erfolg in Hildesheim feiert ist fraglich. Seitens des TfN wird das Stück als „Puppenmusical“ bezeichnet: Den Zuschauer erwartet jedoch eher ein Ausflug auf die Avenue Q, bei welchem das Schauspiel der Puppenspieler primär im Vordergrund steht und die Puppen (s.g. Puppets) stark in den Hintergrund geraten. Völlig banal und fast nicht sichtbar ist die Choreografie der ehemaligen Leitung der MusicalCompany Katja Buhl. Der Humor der Show ist (bis auf wenige Passagen) schlicht und ergreifend nicht lustig, da die Witze entweder von Natur aus nicht (mehr) lustig sind (Homo-, Ausländer-, Klischee-Witze), es diese Witze schon einmal an anderer Stelle im Musical-Bereich gab und/oder absolut vorhersehbar waren. Die Puppen sollen eigentlich „das“ sagen dürfen, was in der Gesellschaft „tabu“ ist. Leider springt hierbei nicht der Funke über, dass die Puppen dies für die Spieler übernehmen. Zudem kommt noch die schwache Handlung, welche im ersten Akt zu einschläfernder Stimmung führt und im zweiten Teil erst richtig warm wird. Ein Trost ist das klasse Bühnenbild, welches alle Erwartungen gänzlich erfüllt. Tim Müller (als „Princeton“ / „Rod“) kommt (wie die Handlung der Show) erst im zweiten Teil aus sich heraus und verkörpert seine Rolle(n) von nun an sehr schön und authentisch. Er gilt somit als Spätzünder der Show und kann dadurch doch noch punkten. Ein Juwel der Produktion ist hingegen Sandra Pangl (als „Kate Monster“). Wie schon in früheren Produktionen ist sie eine der „Stars“ der Show: Sowohl schauspielerisch als auch gesanglich zeigt sie alles was sie zu bieten hat und verkörpert ihre Rolle damit absolut treffend. Dabei sollte nicht unerwähnt bleiben, dass sie im Gegensatz zu ihren Kollegen nahezu perfekt im Spiel der Puppe ist. Eher kritisch gegenüber zu stehen ist Alexander Prosek (als „Brian“), welcher in seiner Rolle auf Grund von mangelndem Witz und Authentizität sehr blass bleibt. Seine Bühnenpartnerin Elisabeth Köstner (als „Christmas Eve“) hingegen brilliert in ihrer Rolle mit sehr viel Charme und hinterlässt damit einen sehr stimmigen Eindruck. Ein weiteren Schwachpunkt, stellt Björn Schäffer (als „Daniel Kübelböck“) dar. Seine stark übertriebene Rolle lässt dem Zuschauer keinerlei Möglichkeit überhaupt den Versuch zu wagen, seine Witze zu belächeln. Teresa Scherhag (als „Lucy – die Schlampe“ / „Umzugskarton“) hingen, spielt ihre Rolle(n) sehr elegant und fällt gesanglich sehr positiv auf. Ein weiteres Juwel der Produktion ist Jürgen Brehm (als „Nicky“ / „Bullshit Bär“ / „Neuankömmling“ / „Möwe“). Wie seine Kollegin Sandra Pangl stellt er alle seine Fähigkeiten unter Beweis und spielt/singt seine Rolle(n) überaus begeisternd und mit starker Überzeugung(-skraf). Chapeau! Auch Judith Bloch („Bullshit Bärin“ / „Frau Semmelmöse“ / „Umzugskarton“) kann in ihren Rolle(n), besonders jedoch als „Frau Semmelmöse“, für den -ein oder anderen- Lacher sorgen. Jens Krause (als „Trekkie Monster“ / „Ricky“ / „Umzugskarton“) stellt seine Rolle(n) überaus überzeugend dar und hinterlässt damit einen sehr positiven Eindruck. Trotz des überwiegend guten Ensembles (angeführt von Sandra Pangl und Jürgen Brehm) ist „Avenue Q“ in der Inszenierung des TfN nur eingeschränkt Empfehlenswert, was vorwiegend dem Stück als solches und der unzureichenden Regie anzulasten ist.

cometoyoursenses (erste Bewertung)


Tolle Inszenierung,Tolle Darsteller, ein super Abend!

17.10.2016 - Meine Freundin und Ich sind grosse Musical Fans und wollten nun endlich einmal Spamalot sehen von dem wir schon viel gehört hatten.
Wir waren am 16.10 in der Vorstellung in Bremen im Fritz Theater und waren absolut begeistert.
Das Ensemble ist in jeder Rolle fantastisch besetzt und ist immer mit voller Energie und Spass bei der Sache.
Der Humor ist zum schreien komisch, vorallem die Szene in Herberts Zimmer.Es wird auf aktuelle Geschehnisse eingegangen und es wird einem in keiner Sekunde langweilig,es geht immer Schlag auf Schlag.
Die riesigen LED Wände sind ein absolutes Highlight und zaubern ein tolles Bühnenbild.
Es gibt tolle Choreografien und die Songs werden super gesungen. Leider gibt es keine Live Band:-( Aber das ist schon das einzige was eher negativ ist.
Danke an alle Darsteller für einen tollen Abend!

makesch1 (erste Bewertung)


Angelika Milster spielt Doris Day

16.10.2016 - Wie soll man ein weit über neunzigjähriges Leben, eine jahrzehntelange Karriere, vier gescheiterte Ehen, eine nicht unproblematische Kindheit, private Schicksalsschläge, etc., etc. in einem abendfüllenden Musical verständlich und nachvollziehbar abhandeln?
Da stößt wohl jeder Autor an die Grenzen des Möglichen.

Rainer Lewandowski und Holger Hauer haben sicher sehr bewusst in Buch und Inszenierung eine fragmentarische manchmal fast abstrakte Form gewählt, um Einblicke in das Leben des Filmstars zu gewähren.

Wenn sich Angelika Milster in der Rolle der Doris Day direkt ans Publikum wendet und Segmente und Splitter ihres Lebens revue passieren lässt, dann kann man letztendlich der Entertainment Ikone auch nicht wirklich näher kommen.
Trotzdem schaffen es Buch, Inszenierung und Darstellung, dass der Zuschauer einen Blick hinter das überdimensionale, festzementiert und wohl auch gewollte Image der Day werfen kann.
Am Ende des Abends kennt man den Star vielleicht nicht besser, erahnt aber die komplexe Persönlichkeit und würdigt ihre Lebensleistung um so mehr.

Einen Star von einem Star spielen zu lassen, ist sicher riskant.
In diesem Fall hat man aber alles richtig gemacht.
In der Inszenierung von Holger Hauer versucht La Milster überhaupt nicht als optische oder gesangliche Kopie der Day zu überzeugen. Angelika Milster agiert und singt mit den ihr ganz eigenen Mitteln. Damit überzeugt sie restlos. Ihr Schauspiel ist unaufgeregt, authentisch und auch ergreifend. Ihr stimmlichen Möglichkeiten sind beeindruckend.
Cooler Jazz-, Swing- und Big Band-Gesang perlt nur so aus ihr heraus. Großartig!

DAY BY DAY ist ein kleines und feines Kammer-Musical, dass die Unmöglichkeit seiner Vorlage (fast) vergessen lässt und mit einer charismatischen und begnadeten Hauptdarstellerin überzeugen kann.

kevin (136 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Gelungene Premiere

14.10.2016 - Mir hat die Aufführung sehr gut gefallen. Sehr kurzweiliges Musical mit tollen Darstellern. Ganz besonders gefallen hat mir Miss Cornley - gespielt von Olga Prokat. Eine super Leistung hat auch der Oliver (Laurenz Voss) gebracht. Fehlerfrei in den hohen Tönen gesungen und traurig gespielt war das sehr sehenswert. Artful Dodger (Timm Moritz Marquardt) konnte voll und ganz überzeugen mit einer sehr ausdrucksstarken Leistung als Sänger und Schauspieler. Der Nachwuchs muss sich nicht vor den großen Bühnen verstecken und man darf gespannt sein, ob die jungen Darsteller in anderen Stücken zu sehen sein werden.
Einziger Minuspunkt war die Besetzung von der Nancy, die zwar schauspielerisch gut war, aber gesanglich mich nicht überzeugen konnte. Alles in allem - eine tolles Muscial mit einer sehr schönen Umsetzung. Empfehlenswert!

Hannah1969 (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Nicht mehr up to date

13.10.2016 - Nach 18 Jahren war ich am Sonntag, 9.10.2016, in der Nachmittagsvorstellung vom Starlight Express. Der Zuschauersaal zeigt einige großen Lücken auf, sodass schätzungsweise etwa 1000 Besucher die Vorstellung ansahen. 95 Euro für PK2 waren nicht gerade Preiswert. Wir saßen auf der Mitteltribüne in Reihe 5 (mittig), direkt unter der zweiten Bahn. Die Sicht war tadellos. Etwas billiger als bei der Konkurrenz, dafür aber auch einen Sitzplatz näher an der Bühne.

Die Besetzung war mit einigen 2 Ausnahmen fast ausschließlich die Erstbesetzung. Die Darsteller zeigten alle, dass sie über gute Stimmen verfügten. Schauspielerisch konnte man (aber auch Stückbedingt) nur Over-acting sehen. Die Geschichte ist ja bekannterweise nicht gerade preisverdächtig.Die Musik ist nach wie vor einfacher Schlager. Die Texte sind ebenfalls platt und konnten mich immer noch nicht begeistern.

Die Show hatte sich ja im Vergleich zu 1998 doch erheblich verändert. Die neuen Songs haben allerdings zu keiner Verbesserung geführt, aber auch nicht zu einer Verschlechterung. Irgendwie hatte ich die Show rasanter in Erinnerung. Die neuen Streckenposten zeigten ein paar interessante Stunts. Für die Kinder im Saal war die Show natürlich sehr spannend und man sah ihnen die Faszination an. Beim Schlussapplaus lockten die Platzanweiser sie auch an die Bahnen, sodass sie direkten Kontakt zu den Darstellen aufnehmen konnten. Deshalb denke ich, dass die Show besonders für Familien ihre Berechtigung hat.

Weniger gut war die extreme Lautstärke, wodurch die Darsteller oft nicht zu verstehen waren. Jedoch waren deren Aussprachefähigkeiten wir in der Vergangenheit nicht gerade berauschend.

Einen weiteren Besuch wird es in Zukunft nicht geben.

Daniel² (8 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gleich noch Mal Karten gekauft

10.10.2016 - Vom Ensemble Mitglied bis zu den Hauptdarstellern sehr ausdrucksstark! Auch die Bühnenbilder die Kostüme lassen sich sehen- ein echter Hingucker.

Die Rezension, dass der Song "Sunset Boulevard" zu Beginn des zweiten Aktes blass wirkte, kann ich absolut nicht bestätigen. Ich finde das Zitat "[...] bedeutungslos vor sich hin plätschern" sehr ungünstig ausgedrückt und greift fast schon die Spielweise des professionellen Darstellers an. Ansonsten kann ich den Rezensionen durchaus zustimmen.

Jey92 (erste Bewertung)


Musical direkt aus dem 18. Jahrhundert

10.10.2016 - Ich habe die Preview vom 23.09.2016 gesehen und bin vollkommen begeistert. Stephen Schwartz hat eine Partitur komponiert, die danach klingt als wäre sie im 18. Jahrhundert entstanden. Hätte man damals ein Musical komponiert würde es so klingen. Das Bühnenbild ist grandios. Die Bühne wird umrandet von einem Steinkomplex mit unzähligen Kerzen. Zwei Kronleuchter befinden sich links und rechts der Bühne. Im Zentrum der Bühne steht ein exakter Nachbau der Bühne des Theater auf den Wieden. Die Kostüme haben mir nicht wirklich gut gefallen, da es sich hier nicht um Kleider der Adeligen handelt, sondern denen von gewöhnlichen Bürgern. Das Buch verbindet Comedy mit Drama. Es ist sehr humorvoll. Viele Sprüche mit sexuellen Anspielungen. Hat mir sehr gut gefallen. Mark Seibert ist ein grandioser Schikaneder. Milica Jovanovic gibt die starke emanzipierte Frau Schikander. Beide haben eine unglaubliche Bühnenchemie. Katie Hall's Rolle der Anna Maria ist naiv und humorvoll zugleich. Die restlichen Rollen sind leider zu kleine geraten. Schade um die talentierten Darsteller. Trotzdem dass es ein individueller Score ist, erkennt man hier und da einig typisch-Schwartz mässiges: Das Solo im zweiten Akt der Eleonore ,,Mein Lied" ist der dramatische Showstopper wie ,,No Good Deed" Mark Seibert hat seinen grossen Moment mit der Ballade ,,Der Letzte Vorhang". Hier kann er zeigen was er kann und zieht alle Register. Das wäre der Song ,,I'm Not That Girl" Gefallen haben mir auch die sehr guten Ensemble-Gossip Songs wie ,,Irgendwas passiert", sowie ,,Aus Vorbei!" Die Show ist absolut zu empfehlen und ich wünschte den VBW dass dies ein Erfolg wird und bewundere deren Mut. Emanuel Schikander würde sagen: ,,Manchmal muss man Geld zum Fenster raus schmeissen, damit es zur Haustüre wieder hineingeflogen kommt!"

KnightLancelot (erste Bewertung)


Gut, aber nicht herausragend

09.10.2016 - Wenn man ein solches Musical mit ausgesprochen wenig Bühnenaufwand, sehr wenigen optischen Reizen und Abwechslungen im Bühnenbild inszeniert, muss man wohl zweierlei zur Verfügung haben: zum einen ein hervorragendes Musical, das einfach für sich selbst stehen kann und es nicht nötig hat, sich hinter Bühnenbombast quasi zu verstecken.
Zum anderen in den tragenden Rollen - oder, wie hier: in DER tragenden Rolle - eine echte Bank, eine herausragende Persönlichkeit, die das Stück zu jeder Zeit und in allen Facetten quasi im Alleingang trägt.
Von Grundlage Nr. 1 darf man, wie ich finde, bei Sunset Boulevard, ohne Zweifel ausgehen Seit vielen Jahren eines meiner absoluten Lieblingsstücke mit seiner wundervollen und treffenenden Musik und seiner fesselnden, vielschichten Story mit einer Achterbahnfahrt der Gefühle.
Ich hatte dieses Stück bis gestern in sechs unterschiedlichen Inszenierungen und noch sehr viel mehr unterschiedlichen Besetzungen erlebt, und gefesselt hat es mich immer - selbst dann, wenn es mal weniger gut inszeniert war (Niederlande-Tour) oder nicht so überragend stark besetzt.

Zur Grundlage Nr. 2, der Besetzung vor allem der Norma Desmond:
Es war ein echter Coup, Musical-Diva Pia Douwes, die schon in so vielen Rollen restlos überzeugt hat, für diese Rolle in Dortmund gewinnen zu können.
Allein, ich fand sie jetzt persönlich "nur" gut, mehr nicht. Wir waren uns schon zur Pause ohne jede vorhergehende Diskussion einig: kein Vergleich zu einer Helen Schneider, die mich in dieser Rolle schon so oft regelrecht umgehauen hat mit ihrer Präsenz, ihrer Ausstrahlung, ihrer unglaublich mitreißenden und zutiefst bewegenden Interpretation.
Pia Douwes ist enorm gut bei Stimme, was vor allem bei "Nur ein Blick" (stark umjubelt) ganz klar deutlich wird. Da fehlt es also an nichts.
Aber mir fehlte die wirklich hervorragende vielschichtige schauspielerische Anlage dieser Figur. Man muss sie hassen und mit ihr leiden können, man sollte spüren können, wie unglaublich verletztlich und zerbrechlich diese Frau unter der selbst geschaffenen Fassade, die sie sowohl für andere als auch sogar für sich selbst aufgebaut hat, wirklich ist.
Die Szene, in der sie in die Filmstudios zurückkehrt, bietet dafür auch einen großen Höhepunkt, der mir normalerweise Schauer über den Rücken jagt.
Leider hat mich Frau Douwes in all diesen Punkt nicht oder nicht hinreichend erreicht bzw überzeugt. Die unterschiedlichen Facetten der Norma, die Achterbahnfahrt der Gefühle (von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt, wie man so sagt) - das fehlte mir.
Sie war definitiv Welten entfernt von einem "Ausfall", und wer keinen Vergleich hat, dem wird rein gar nichts fehlen, aber im Vergleich mit Helen Schneider und auch anderen ist für mich Frau Douwes dann leider doch weit abgeschlagen (wie übrigens "Kaiserin-Kollegin" Maya Hakvoort in Tecklenburg leider auch).
Oliver Arno hatte ich in der Rolle bereits erlebt. Er spielt und singt rollendeckend, auch wenn man bei ihm ebenfalls noch ein paar Schippen drauf legen könnte. Auch ich fand, dass sein Titelsong zu Beginn des zweiten Akts ganz merkwürdig blass blieb: kaum gesungen, schon vergessen. Woran das genau lag, weiß ich bis jetzt nicht. Wesentlich stärker ist mir da bis heute z. B der Lüneburger Joe Kristian Lucas in Erinnerung geblieben.
Warum in Dortmund der Butler Max aussehen muss wie ein in die Jahre gekommener und ergrauter Pumuckl, wollte sich mir nicht erschließen. Ansonsten war er aber gut, auch wenn ich hier ebenfalls deutlich stärkere Darsteller im Gedächtnis habe.

Das Orchester..... tja, ich hatte mir etwas mehr erwartet. Es war schön, es war gut, aber umgehauen hat es mich jetzt auch nicht. Trauriger aber: wenn man schon so ein großes Orchester zur Verfügung hat, so hätte ich mir gewünscht, dass tatsächlich die ganze Partitur gespielt wird, ungekürzt. Doch, und das hatte ich ja durchaus geahnt und leider erwartet (wenn auch bis zuletzt anders gehofft): es gab die üblichen Kürzungen. Das heißt, keine Ouvertüre für den zweiten Akt (warum?!), Auto-Verfolgungsjagd im ersten Akt gekürzt, Instrumental-Teil vor dem Finale im zweiten Akt (wenn Betty nach Normas Anruf zum Sunset eilt) gekürzt. Ja, ich verstehe, warum diese beiden letztgenannten Kürzungen vorgenommen werden: anders als in der üppigen Original-Inszenierung hat man in dieser extrem abgespeckten Version einfach keine Idee, was man denn auf der Bühne während der beiden Instrumentalteile jeweils zeigen soll (im Original gab es da u a. Film-Projektionen).
Seltsame kleine Details gab es immer wieder einmal, etwa am Ende des Stücks, wenn Normas Frage "Max, wo bin ich?" entfällt und Max eben einfach so die nicht gestellte Frage "beantwortet": "Dies ist die Treppe des Palastes..." Oder hatte die Douwes den Satz schlicht vergessen im Premierenfieber? Jedenfalls gab es immer wieder einmal solche Details, die mich stutzig machten.

Schön an der Inszenierung finde ich (wie schon in Bad Hersfeld), dass man mit ganz einfachen Theatermitteln arbeitet. So wundervoll das opulente Original war, ich habe eben immer wieder auch eine Schwäche für die ganz einfache "Handarbeit" im Theater, etwa bei der so einfach dargestellten Auto-Verfolgungsjagd oder wenn Normas toller Wagen vor den Augen des Publikums ganz einfach aus ein paar Einzelteilen, die von Darstellern gehalten werden, zusammengesetzt wird.

Ja, die Inszenierung an sich funktioniert insgesamt hervorragend - ich hätte mir nur eine noch stärkere Besetzung gewünscht (und nein, es hängt nicht allein an Helen Schneider, es gab auch schon andere, die mich richtig "geflasht" haben.)

Awakennings.neu (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Ein Musical für "Liebhaber" - aber nicht für die Masse

09.10.2016 - Nach meiner Rückkunft aus Wien und 3 Besuchen bei "SCHIKANEDER" im Raimund-Theater bin ich sehr angetan von der neuen Produktion der VBW - meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt. Nachdem ich die SChikaneder-Biografie gelesen hatte, war ich total gespannt wie das Thema nun in Wien umgesetzt werden würde - und ich wurde absolut nicht enttäuscht..

Alle wichtigen historischen Charaktere kamen vor und man hat auch die "blasseren" und geschichtlich nicht sehr gut dokumentierten Charaktere u.a. Leonore super gut vergrößert und erweitert - so dass man nun auch sagen kann: Ohne die Frau Leonore wäre Schikaneder nie das gelungen was ihm gelungen ist - das Theater zu revolutionieren...

Die Namen der Akteuere versprechen viel - allein wegen Stephen Schwartz und Trevor Nunn kann man ein handwerklich gutes Musical erwarten und man wird da auch nicht enttäuscht (diejenigen, die musikalisch allerdings ein zweites "WICKED" erwarten - für die kann ich nur sagen - "Schikaneder" ist da leider für euch nix")..

Die Musik ist ungewohnt für ein Musical sehr, sehr anspruchsvoll und wirklich toll komponiert - man fühlt sich von der ersten Minute an ins 18. Jahrhundert hineinkatapultiert und das macht es auch aus - für Geschichtsfreunde wie für mich Traumabende - die Musik wirkt mit jedem Musik immer mehr und nach dem 3. Mal hat man so einige Songs im Ohr die man so schnell nicht mehr vergisst - natürlich das schon sehr bekannte "Träum groß" - das immer wieder im Stück "wiederholt" wird - aber auch "So viel Fische im Meer", "Mein Lied", "So jemand wie Du", "Glücklich", "Irgendwas fehlt" prägen sich ein und sind einfach tolle Songs..

Für mich waren die Abende auch nicht zu lange - sie waren wunderschön und ich fand die gesanglichen und schauspielerischen Qualitäten grandios und wie man die Geschichte vorantreibt - das hat auch was mit dem tollen historischen Bühnenbild zu tun (Das alte Theater an der Wien - Theater im Theater und die vielen, vielen Kerzen die im Bühnenbild verwandt wurden) - auch die absolut historisch verarbeitenden Kostüme sind ein Abbild des 18. Jahrhunderts und super passend - es stimmt einfach alles und das mach dieses Werk zu einem schönen "Kleinod" unter den anderen Musicals...

Grandiose Darbietungen der Cast - allen voran Mark Seibert und vor allem auch Milica Jovanovic, die fast ständig auf der Bühne steht und ihren "Mann" steht - toll wie man diese Frau dargestellt hat Gänsehautfeeling bei ihrem Schlusssong aber auch im Duett mit Johann Friedel (Florian Peters) harmonieren die Stimmen sehr, sehr gut...

Die restliche Cast einfach glänzend aufgelegt - alle spielen toll und machen die Abende zu einem rundherum positiven Erlebnis..

Auch die Tontechnik funktioniert diesmal - was wohl daran liegen könnte, dass es ein "klassisches Orchester" ohne die sonst typischen Musical-Instrumente ist und daher die sonst oftmals blechernden Töne von Schlagzeug und Co nicht auftreten...

Auch das Sprach- und Gesangsverständnis ist sehr gross..

Jedem Musical-Liebhaber kann ich den Besuch bei "SCHIKANEDER" empfehlen - wer allerdings ein "Pop-Musical" erwartet, wird hier sehr enttäuscht sein, dass ist es nicht -

auch deswegen ist das Stück eher für den Wiener-Kreis und den exquisiten Musical-Kenner gemacht und wird wahrscheinlich nach der Wiener Spielzeit, die bis 30.06.2017 geht im deutschsprachigen Raum nicht mehr zu sehen sein - also kein Musical für die "MASSE" sondern für die "KLASSE"!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ein großer Theaterabend!

09.10.2016 -

sissi1982 (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Tolle Aufführung

09.10.2016 - Danke an die Oper Dortmund für diese schöne Aufführung von Sunset Boulevard und die Verpflichtung von Pia Douwes und Oliver Arno. Wunderbar, wir haben die Premiere sehr genossen und werden gerne erneut anreisen.

Lisa09 (18 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Genial !

07.10.2016 - Dracula, Stadttheater Bremerhaven, 30.09.2016


Nach all den Berichten habe ich dieses Stück mit großer Spannung erwartet.

Die ersten Bilder waren für mich ein Schock, hatte ich doch ein klassisches Stück erwartet.

14 Tage vergingen mit gemischten Gefühlen, bis ich mich entschlossen habe, völlig unvorbereitet in die Vorstellung zu gehen.

Der Tipp, es als ein Schauspiel mit Musik zu betrachten ,war dann doch sehr hilfreich.

Die Grazer Version von Dracula hab ich mir nicht weiter angesehen, eine CD hab ich mal angespielt, aber auch nicht ausführlich gehört.

Rückblickend betrachtet war es das Beste was ich machen konnte.

So bin ich am 30.9.16 zwar mit gemischten Gefühlen, aber ohne große Vorurteile und Erwartungen, in die Vorstellung gegangen.


Ein grandioses Orchester zog mich mit den ersten Tönen in den Bann des Stückes.

Von da an hat mich eine starke Spannung durch die Vorstellung getragen, wie ich sie schon lang im Theater so nicht mehr erlebt habe.

Der erste Akt ging dann für mich auch nicht zu schnell vorbei, viel länger hätte ich die Anspannung auch nicht ertragen.

Manches fand ich im ersten Akt dann auch etwas verwirrend.

Was waren das für viele Menschen auf der Bühne ? Die Untoten ?

Wieso plötzlich Hochzeit ? Und wer mit wem ? Die plötzliche Einspielung von Heavy Metal ?

Aber nie habe ich den Faden der Handlung verloren, später haben wir viel darüber geredet und darüber nachgedacht.

Mittlerweile kann ich mich an manche Dinge im Ablauf nicht mehr so gut erinnern. Zu viel hab ich gelesen über das Stück.

Der zweite Akt war dann deutlich strukturierter, nicht mehr so viele Menschen, eine Szene nach der anderen.


Christian Alexander Müller war für mich ein grandioser Dracula.

Mal böse, sinnlich, erotisch, zweifelnd und stimmlich überwältigend.

Die Rolle ist mit anderen die er gespielt hat absolut nicht vergleichbar, aber für mich war es eine seiner besten Darstellungen.

Maximilian Mann, für viele einer der Besten in dem Stück, konnte mich nicht überzeugen.

Er blieb die meiste Zeit eher farblos. Mit dem Solo „ Frost an einem Sommertag „ hat er mich aber überzeugen können. Auch das Herumwerfen der Gegenstände machte in diesem Zusammenhang Sinn, all seine Wut und Verzweiflung konnte er so zum Ausdruck bringen.

Carolin Löffler bot für mich eine sinnliche Lucy. Drei Heiratsanträge, konnte sich kaum entscheiden, warum da nicht noch ein Abenteuer suchen ? Sie gab sich Dracula bereitwillig hin. Schauspielerisch und stimmlich hat sie mir gut gefallen.

Anna Preckeler, eine kühle selbstverliebte, zweifelnde Mina. Eigentlich ist klar, wie ihr Leben verläuft, Heirat mit Jonathan. Aber plötzlich ist alles anders . Sie verliebt sich in den Falschen, ist zerrissen und verzweifelt. So setzt sie ihrem Leben lieber ein Ende, als eine Entscheidung zu treffen

Sie spielt die Zerrissenheit glaubhaft, ist stimmlich eine Wonne. Toll !

Thomas Burger als Renfield, da gebe ich meinem Mann Recht, etwas weniger irre wäre auch gut gewesen. Aber irgendwie hat er mir so auch gut gefallen, passte gut ins Stück.

Tobias Haaks, Van Helsing, hat mir schauspielerisch nicht so zugesagt, aber seine Stimme ist herausragend. Das Duett mit Dracula war einer der Höhepunkte an diesem Abend.

Das weitere Ensemble war gut besetzt, wobei für mich niemand besonders herausragte.

Das Ende , ja, wie soll man das interpretieren ? Dracula erschießt van Helsing nicht, warum haben wir uns gefragt. Einerseits ist er unsterblich, da macht so ein Schuß ja keinen Sinn. Andererseits würden beide , van Helsing und auch Dracula, ihre Lebensaufgaben verlieren.

Kein Schuß aus der Waffe von Jonathan ? Ist Dracula nun tot ? Warum schießt er nicht ? Da hat die Phantasie keine Grenzen. Für mich lebt Dracula ohnehin weiter, ist er doch unsterblich. Und das Böse existiert immer weiter.


Das Orchester war überragend, leider nicht nur die Qualität sondern auch in der Lautstärke. Viele Liedtexte gingen unter . Aber bei der Qualität und der schönen Musik war es zu verzeihen.


Die Drehbühne und das Bühnenbild waren perfekt.


Voller Begeisterung habe ich die Vorstellung verlassen.
So muss Theater sein ! Gesprächsstoff, polarisieren, aufregend, begeisternd, zum Nachdenken anregend


So etwas schafft keine Stage Produktion.


Jetzt schon kann ich es kaum erwarten, Dracula am 26.11.16 noch einmal anzusehen.

Mit dem im Kopf was ich bereits gesehen habe bin ich bereit für weitere Eindrücke.


Wenn ihr euch das Stück anseht......

vergesst Dracula, es lebe Bremerhaven !

kärntenfan (erste Bewertung)


Respekt vor dieser Meisterleistung

07.10.2016 - Einen besseren Einstand hätte der neue Generalintendant des Anhaltischen Theaters, Johannes Weigand, nicht geben können. Auch wenn er sich bei einigen Elementen an die berühmte Filmvorlage von 1959 orientiert, schlägt er doch im Wesentlichen eine ganz andere Richtung ein: Weigand lässt nicht einfach nur eine etwas angestaubte erotisch angehauchte Komödie abspielen, sondern gibt der Handlung eine gewisse Tiefe, schärft Charaktereigenschaften und bringt Dynamik ins Stück. Diese Kreativität kommt beispielsweise zum Ausdruck, indem Gangsterboss Spats Palazzo seine Parts steppt. Das zeugt nicht nur von tänzerischen Talent, sondern nähert sich auch der Handlungszeit, den goldigen Zwanzigern, an, welche kontinuierlich durch das ganze Stück sichtbar wird. Nicht zuletzt in den farbenprächtigen Kostümen von Judith Fischer: Sie fallen stets passend zum Geschehen aus und lassen auch die beiden Protagonisten zu bildschönen, aber nicht tuntigen, Frauen verwandeln. Die Kostüme können nur noch durch das bildgewaltige und überraschend vielfältige Bühnenbild von Moritz Nitsche getoppt werden: Von einem detaillierten, mehrstöckigen Zugwagon bis zu einem bühnengroßen Dampfer wird den Zuschauern große, aber nicht überdrüssig wirkende Bilder geboten und das ohne längere Szenenwechsel. Die ganze Augenweide wird von der Anhaltischen Philharmonie unter Leitung von Wolfgang Kluge musikalisch harmonisch untermalt. Auch wenn die Blechbläser an manchen Stellen etwas rhythmusfern agieren, spürt und vor allem hört man stets die Spielfreude und das macht das Musical auch zu einen musikalischen Genuss. Und auch die Darsteller stehen dem in keiner Weise hinterher: Annika Boos als Sugar Kane schafft es ihrer Figur neben der erotisch-attraktiven Erscheinung eine gewisse Empfindsamkeit zu geben. Als Zuschauer kann man ihr ihre Wünsche und ihre Situation glaubhaft abgewinnen. Musikalisch sind ihre Solos, nicht zuletzt durch ihre kräftig-liebliche Stimmfarbe, die musikalischen Highlights der Vorstellung. Patrick Rupar als Josephine und Partrik Cieslik als Daphne gelingt eine schauspielerisch und gesanglich überzeugende Transformation und beide gestalten ihre Figur voller Selbstironie und Hingabe aus. Aufgrund ihrer herausragenden schauspielerischen Leistungen unbedingt noch nennenswert sind Illi Oehlmann als Sweet Sue und Gerald Fiedler als Sir Osgood, welche beide das Publikum mit viel Witz begeistern. Der stimmgewaltige Chor und die Statisterie ergänzen das ganze Ensemble mit viel Engagement. Und genau ist das, was diese Inszenierung so sehenswert macht. Was man hier bei den kleinen Preisen und der doch technisch eingeschränkten Bühne geboten bekommt, ist absolute Weltklasse. Unbedingt ansehen.

Shiva (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Einzigartig!

07.10.2016 - Sämtliche wesentliche Aspekte der neuen Revue THE ONE sind in Perfektion gelungen.

Die Choreografie ist innovativ und unterhaltsam.
Wohl noch nie gab es die klassische Girl-Reihe mit derart anspruchsvollen und komplexen Schrittfolgen.

Die Musikkompositionen haben mehrfach Ohrwurmqualität und unterstreichen die Stimmungen der einzelnen Szenerien treffend.

Die Solo-Sänger Brigitte Oelke und Roman Lob liefern souveräne Perfomance und integrieren sich nahtlos in das Artisten- und Tanzensemble.

Das Lichtdesign kleidet die größte Revue- und Theaterbühne der Welt in eine poetisch-mystische Stimmung, die auch das Publikum gefangen nimmt.

Die unglaublichen technischen Möglichkeiten der Bühne werden bestens genutzt. Highlights sind u.a. ein bühnenfüllender Wasserfall aus Sand, das Aufbrechen und Aus