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Leserbeitr├Ąge:

Die hier wiedergegebenen Beitr├Ąge sind Meinungen einzelner musicalzentrale-Leser und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


24611 Zuschauer haben dazu etwas geschrieben:


Schwelgerisch

15.10.2022 - Wenn man f├╝r sich akzeptiert, dass die Macher von LUDWIG2 dem historisch verb├╝rgten Kontext der Geschichte und der Personen keine gr├Â├čere Aufmerksamkeit geschenkt haben, kann man mit den wunderbaren Bildern, Melodien und Stimmen der aktuellen Auff├╝hrungsserie einen schwelgerischen Abend verbringen.

Regisseur Benjamin Sahler, der die enorm leistungsf├Ąhige Technik der riesigen B├╝hne virtuos ausnutzt, hat durchaus versucht, der S├╝├člichkeit von Conall Morisons Originalregie etwas mehr Tiefgang abzutrotzen. Das gelingt in kleinen Dosierungen, kann aber die Oberfl├Ąchlichkeit von Buch und Text nicht ungeschehen machen.

Die namenhafte Besetzung spricht f├╝r sich: Jan Ammann, Alexander Kerbst, Nicole Ciroth, Marc Trojan,...

Wenn man, wie gesagt, sich darauf einlassen kann, dass mehr Klischee als Historie bedient wird, erlebt man einen schwelgerisch emotionalen Abend, der packt, anr├╝hrt und begeistert.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


beste Unterhaltung

02.10.2022 - Kannte die Lieder vorher und habe die CD schon ├Âfters geh├Ârt. Bei dem St├╝ck handelt es sich um ein jukebox Musical, jedoch passen die St├╝cke perfekt zur Handlung als ob sie extra f├╝r das St├╝ck geschrieben wurden.
Das St├╝ck macht einfach gute Laune da es tolle Musik und einen super Cast hat, gut unterh├Ąlt und witzig ist.
Kann das St├╝ck jedem empfehlen.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Viel Talent, viel Kreativit├Ąt

26.09.2022 - FOOTLOOSE ist sicher kein Meilenstein des Musiktheaters. Dennoch ist die Inszenierung im First Stage Theater Hamburg ausgesprochen empfehlenswert und pendelt gut austariert zwischen mitrei├čendem Tanzspektakel und emotionalem Jugend- und Familiendrama.

Ein gro├čes Kompliment an J├Ârg L├Âwy, der mit unz├Ąhligen originellen Regieeinf├Ąllen bestens unterh├Ąlt.

Lichtdesign und B├╝hnenbild sind auf hohem Niveau und brauchen sich hinter keinem Stadt- oder Staatstheater verstecken.

Die Choreografie von Phil Kempster gibt Vollgas. Beim energiegeladenen Opener des zweiten Aktes brennt die B├╝hne.

Florian Soyka und Janneke Thomassen geben mit souver├Ąner Pr├Ąsenz das zentrale Elternpaar.

FOOTLOOSE bietet gute M├Âglichkeiten um die jungen K├╝nstler der Hamburger Stage School zu besetzen. Dennoch konnte leider nicht jede Rolle auch wirklich typgerecht besetzt werden. Nichtsdestotrotz ist au├čerordentlich viel Talent und ├╝berbordende Spielfreude auf der B├╝hne zu entdecken.
Als herausragendes Beispiel sei hier nur Lena-Sophie Pudenz genannt, die sich jede Szene einfach "stiehlt" und zu der ihrigen macht. Hut ab!

FOOTLOOSE ist eine gro├čartige Visitenkarte f├╝r das Haus.
Ich freue mich auf kommende Produktionen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Fantastische Produktion eines guten St├╝cks

13.09.2022 - So anders kann man das sehen. Was mich in Linz bei ANASTASIA (neben der wunderbaren Ausstattung und den umwerfenden Choreos) besonders beeindruckt hat, war der Mut, kurz vor Ende des St├╝cks den Hauptkonflikt in einer Schauspielszene zwischen der Zarenmutter und Anja/Anastasia abzuhandeln. Hier zeigt sich die doch die wahre Gr├Â├če eines Autors wie Terrence McNally: einer Figur wie der Zarenmutter Tiefe zu verleihen, wo eine Musicalnummer vermutlich nur Pose gezeigt h├Ątte. Klar, ANASTASIA hat nicht das Format von RAGTIME, aber die relativ simple Geschichte wird wunderbar erz├Ąhlt, das M├Ąrchen verzaubert das Publikum, ohne den Intellekt zu beleidigen. Ich finde: ein gro├čer Abend auf allen Ebenen!

Nr. 690 (7 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sehenswert

11.09.2022 - Auch wenn ich den Einstieg mit der Videoinstallation und zwei drei dramaturgische Abwandlungen nicht zuordnen oder gar ├╝berfl├╝ssig bl├Âd finde, ├╝berlagerten sie zu keiner Zeit das St├╝ck.

Zudem mochte ich die teilweise total ├╝bertriebenen Kost├╝me. Hatte man doch immer was das ins Auge fiel. Gerade w├Ąhrend des etwas sich gedehnt anf├╝hlenden ersten Aktes.
Sascha Luder hat mir als Tony sehr gut gefallen. Auch die weiteren Rollen waren auch meist passend besetzt und gut gezeichnet.

Gerade zum Ende hin gewann die Inszenierung an St├Ąrke mit einer dann genial eingesetzten Drehb├╝hne wo Tonys fr├╝heres Leben an ihm vorbei zieht.

Der Ton war f├╝r Darmst├Ądter Verh├Ąltnisse recht passabel. Hatte ich in dem Haus ja bereits einige teils sehr negative Erfahrungen.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Robin Hood im Techno Forest

05.09.2022 - Bei einem ROBIN HOOD Musical w├╝rde man vielleicht eine angels├Ąchsische Folkloreshow erwarten. Spotlight Musicals erf├╝llt diese Erwartungshaltung nicht und pr├Ąsentiert eine sehr moderne und eigenst├Ąndige Interpretation des popul├Ąren Mythos.
Es beginnt bei dem technisch wirkenden B├╝hnenbild, geht ├╝ber die historisierenden (aber nicht historischen Kost├╝me), die kampfsportartige Choreografie bis zu den mutig und neu interpretierten Hauptcharakteren der Geschichte.
Robin selbst ist eine gebrochene Gestalt, hat eine nahezu epische Vorgeschichte und taumelt einem tragischen Ende entgegen. Seine Bande besteht zur H├Ąlfte aus kampfbereiten, durchtrainierten Amazonen, die den M├Ąnnern in nichts nachstehen. Lady Marian und die ├äbtissin sind starke selbstbewusste Frauen, die die Handlung nachhaltig beeinflussen. K├Ânig John (gro├čartig von Christian Sch├Âne gespielt und gesungen) ist ein egomanisch sadistischer Narziss, der sich auch schon einmal einen Kerl ins Bett holt. Alleine die Rolle des Guy of Gisbourne ist deutlich unterentwickelt und bleibt schattenhaft.

Auch wenn die Vorgeschichte Robins (die fasst den ganzen ersten Akt beansprucht) etwas zu umfangreich geraten ist, legt Regisseur Matthias Davids ein hohes Tempo vor und wird von einem enorm spielfreudigen Ensemble perfekt unterst├╝tzt.

Die Komposition von Dennis Martin und Chris de Burgh erf├╝llt ihren Zweck, tr├Ągt die Handlung und kann einzelne Highlights setzen.
Die Musik ist eine Einspielung. Klang und Lautst├Ąrke sind perfekt abgemischt. Die Solisten und das Ensemble sind ausgezeichnet zu verstehen.

Wenn man sich an die moderne Herangehensweise an diesen Stoff gew├Âhnt hat, kann man einen hochgradig professionellen und gelungenen Musicalabend genie├čen.
Zwei Jahre auf ROBIN HOOD zu warten, hat sich gelohnt.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Musical-Oper

09.08.2022 - ... nennen die Kreativen in Pforzheim die Urauff├╝hrung MARTYR.
In der Tat hat der au├čerordentlich vielseitige Frank Nimsgern eine Crossover-Partitur komponiert, die die beiden Gattungen harmonisch vereint, dem St├╝ck und der Geschichte dient, zug├Ąnglich ist und sich dabei doch niemals in seichter Melodik verliert.

Das Historienst├╝ck, das die Lebensdaten und -stationen des Malers J├Ârg Ratgeb verwendet, ist ein eindrucksvoller Beleg daf├╝r, mit welcher Leidenschaft und Expertise an deutschen Stadt- und Staatstheatern Musical gemacht wird.

Das intelligente Buch von Thomas M├╝nstermann folgt nicht einfach nur der Biografie Ratgebs, sondern stellt die Frage inwieweit sich ein K├╝nstler politisch engagieren darf oder muss und verfolgt die Konsequenzen bis zum grausamen aber nicht hoffnungslosen Ende.
Die stringente aber niemals gehetzte Inszenierung (ebenfalls Thomas M├╝nstermann) ist beispielhaft f├╝r gute und intelligente Theaterunterhaltung.
Kongenial wird er dabei von der besten optischen Ausstattung unterst├╝tzt, die ich bisher auf der B├╝hne des Theaters Pforzheim zu sehen bekommen habe. Niemand vermisst Bombast, wenn ein derartiges Ma├č an Kreativit├Ąt gegeben ist. Das B├╝hnenbild und die Videoprojektionen, die das Werk Ratgebs flie├čend und statisch zum dreidimensionalen Gem├Ąlde werden lassen, sind schlichtweg genial und vision├Ąr. Die Wirkung wird verst├Ąrkt durch ein stimmiges Lichtdesign und authentische Kost├╝me.
Stimmlich bestens disponiert absolviert Mischa Mang die Titelrolle. Philipp Werner brilliert als Gegenspieler Neidhart mit gewaltiger klassischer Stimme.

Inspiriert und emotional ber├╝hrt, verl├Ąsst man das Theater.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Auf nach "Britannien" auf den Fildern!

23.07.2022 - Artus war nach AIDA und Big Fish nun mein dritter Besuch im Theater unter den Kuppeln. Schon die Atmosph├Ąre vorher im Garten hat was. Dazu das sch├Âne Theater unter der Kuppel mit bequemen und gepolsterten Sitzen.

Auch ich bin von der Qualit├Ąt der Auff├╝hrung, dem Ton, dem Orchester und vor allem der Leistung der Darstellerinnen und Darsteller mehr als begeistert. Was da f├╝r Talente singen, tanzen.

Die CD zum St├╝ck habe ich schon seit St. Gallen, konnte das St├╝ck aber bisher noch nie sehen. Ich fand es trotz vieler Balladen im 2. Akt ein sehr gutes Wildhorn Musical.

Wiederkehrende Zitate in den Kampfszenen und Anleihen an Rock, Bolero und keltischen Kl├Ąngen machen den Abend sehr abwechslungsreich. Zudem bietet das St├╝ck viele Ensembleszenen die den Chor einbinden. Da waren rasch 40-50 Menschen auf der B├╝hne. Dazu noch ein druckvolles 15-k├Âpfiges Orchester im Graben welches den teils zarten und teil treibenden Songs die n├Âtige Strahlkraft gaben.

Dazu eine spannende Geschichte die auf der riesigen B├╝hne bis hoch auf die Zinnen/Berge von Camelot bespielt wird.

Gerade die Auftritte des Chores mit Kerzen in der Hand durch die G├Ąnge beeindrucken sehr. Die riesige Drehb├╝hne wird ab Ende des 1. Aktes rege genutzt und l├Ąsst neue Orte entstehen.

Man darf gespannt sein, welches St├╝ck 2023 auf den Fildern begeistern darf.

Frenetischer Jubel f├╝r alle beteiligten und Standing Ovations des ausverkauften Saals waren v├Âllig angebracht.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Solide

12.07.2022 - Gil Mehmert hat mit Bettina M├Ânch und David Jakobs in den Hauptrollen EVITA am Saarl├Ąndischen Staatstheater Saarbr├╝cken inszeniert.
Bei diesen drei Namen erwartet man dann eigentlich schon etwas Gro├čes und Au├čergew├Âhnliches. Realistisch betrachtet, ist das aber nur schwer m├Âglich. EVITA wird seit Jahrzehnten landauf und landab aufgef├╝hrt. Das macht es schwer, dem St├╝ck neue Aspekte und spannende Impulse zu geben. In Saarbr├╝cken bekommt man nun eben eine solide EVITA. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Kleinere Kritikpunkte w├Ąren f├╝r mich der eine oder andere eigenwillige Regieeinfall. So wird das ikonische "Wein nicht um mich Argentinien" zur H├Ąlfte mit dem R├╝cken zum Publikum gesungen. Auch wenn Perons Geliebte mit einem Sackkarren von Che auf der B├╝hne herumgefahren wird oder Peron sich Evas Abendkleid anzieht, ist das sicher doppelb├Âdig zu verstehen, wirkt unpassenderweise aber eher belustigend.

Leider verzichtet man auch auf gro├če Orchesterbesetzung. Das wird bei EVITA zwar oft gemacht, aber bei dem einen oder anderen Lied vermisse ich die Streicher schon sehr.

Von dem zu Recht viel gelobten David Jakobs h├Ątte ich auch etwas mehr erwartet. Sein Leistung ist in allen Belangen souver├Ąn. Dennoch habe ich schon deutlich pr├Ąsentere und energischere Ches gesehen.

Ein praktikables Einheitsb├╝hnenbild gen├╝gt den Anspr├╝chen.
Das Kost├╝mbild hat die einfach Bev├Âlkerung Argentiniens zu gut gekleidet. Die gesellschaftlichen Unterschiede und die gro├če Armut der Bev├Âlkerung kommt darin nicht zum Ausdruck.

Trotz gro├čer Namen ein Theaterabend, der nicht ├╝ber das Pr├Ądikat "solide" hinauskommt.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Remix-Version des Musicals mit Aussetzern

09.07.2022 - Nach langem Warten, hatten wir das Gl├╝ck das letzte Konzert der diesj├Ąhrigen Serie sehen zu k├Ânnen. Trotz einer arg gek├╝rzten Fassung, die zum gr├Â├čten Teil ohne Lucchenis Moderation, zweite Strophen und ganze Lieder auskommen musste, um die 2h einzuhalten, und teilweise extremen Tonproblemen, ist diese Inszenierung etwas, das man sich nicht entgehen lassen sollte.

Es ist klar, die konzertante Version raubt dem ganzen St├╝ck sehr viel seiner Intimit├Ąt, vor allem in den Duetten und Trios und auch einiges an Drive. Der Livestream auf den LED-Bildschirmen war dazu teilweise sehr ungl├╝cklich gew├Ąhlt, sodass wir froh ├╝ber unsere Operngl├Ąser waren. Elisabeth lebt, vor allem in Seiberts Interpretation der Rolle, vom Blickkontakt der Darsteller zueinander. Leider konnten die Kameras das so ├╝berhaupt nicht einfangen.

Musikalisch machte der gro├če Hof dem Orchester leider einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Viele Eins├Ątze funktionierten nicht, ganze Sektionen von Musiker schienen einander ├╝berhaupt nicht zu h├Âren, und trotz Earmonitor schien es den S├Ąngern ├Ąhnlich zu ergehen. Vor allem im ersten Akt wirkte alles etwas unsicher. Dem half nicht, dass Seibert und Ziegler stimmlich im ersten Akt sehr angeschlagen wirkten. Zum Gl├╝ck ├Ąnderte sich das im zweiten Akt. Es war beinahe so, als ob eine vollkommene Cast/Orchester spielten. Leider scheint man aber die S├Ąnger:innen gegen die Musik anschreien haben zu lassen. Es gab niemanden, dem w├Ąhrend der letzten Lieder des zweiten Aktes nicht die Stimme wegblieb. Leider.

Durchweg ├╝berzeugte Andr├ę Bauer als Franz-Joseph. Im ersten Akt gelang es ihm, trotz des enormen Altersunterschied zu Abla Aloui, die Beziehung des jungen Franz und der jungen Sisi glaubhaft zu machen. Gesanglich war er von Anfang bis Ende ein Genuss. Auch wenn selbst er bei Boote in der Nacht stimmlich deutliche Probleme hatte. Auch Maya Hakvoort, die ab dem zweiten Teil von Ich geh├Âr nur mir (unter dem Dirigat von Levay himself) ├╝bernahm, brillierte ohne Abstriche. Sie und David Jacobs brachten die Energie, die Lukas Perman und Seibert leider an diesem Abend komplett fehlten. Zu Jacobs bleibt nur zu sagen, dass er auf einer Stufe mit Vorg├Ąngern wir Kaya und Freeman steht. Absolut ├╝berzeugend und charismatisch.
Einer der Gr├╝nde, warum wir uns auf die Reise aus Norddeutschland nach Wien f├╝r einen Tag gemacht hatten, war eigentlich gewesen, endlich Lukas Perman live als Rudolf zu erleben. Nachdem sein Mikrofon im Prolog aussetzte, ├╝berzeugte er in Wenn ich dein Spiegel w├Ąr absolut. Die Schatten waren dahingegen eine der schw├Ąchsten Performances, von beiden Darstellern, die wir je von diesem Lied sahen.

Was auch zur Inszenierung f├╝hrt. Wie bereits erw├Ąhnt, wurde das gesamte St├╝ck so stark zusammengek├╝rzt, dass manche Lieder (z.B. Nur kein Genieren) ihren gesamten Sinn verloren. Besonders im zweiten Akt fiel es extrem auf. Es wirkte beinahe so, als ob man Rudolf f├╝r seine zweieinhalb Lieder + Mayerling schnell auf die B├╝hne zerren und dann loswerden wollte. Es wirkte fast wie ein reines Absingen der Lieder, was wirklich seltsam und unfair dem Darsteller gegen├╝ber war. Unglaublich was 20 Minuten ausmachen k├Ânnen. H├Ątte man das ganze als reines -Konzert in Kost├╝men wie 2002 advertised, w├Ąre es vermutlich anders gewesen; so blieb bei uns leichtes Unverst├Ąndnis und ein "meh"-Gef├╝hl zur├╝ck, weil man sich stets fragte, warum Wenn ich tanzen will und Die Schatten werden l├Ąnger mehr oder weniger komplett ohne Interaktion der Darsteller:innen auskommen mussten, w├Ąhrend Milch etc Choreos bekamen. Sehr schade.

Alles in allem, ist dieses Event aber jedem Fan ans Herz zu legen. Obgleich aller Pannen und Unstimmigkeiten, machten die Atmosph├Ąre und das Setting alles wett, was die minutenlangen Standing Ovations widerspiegelten. Solange man sich bewusst macht, dass es ein Event und nicht das klassische Musical ist, wird man mit Begeisterung daran zur├╝ckdenken.


Begeisternde Open-Air Produktion: Manderley an der Elbe

08.07.2022 - Es bleibt nicht viel zu sagen zu diesem hervorragenden und runden Abend in Magdeburg. P├╝nktlich zum Einlass riss der Himmel auf und die Sonne tauchte den Dom in herrliches Licht. Die sich st├Ąndig ├Ąndernden Lichtstimmungen aufgrund der Zeit im 1. Akt werden genial genutzt und im 2. Akt wird dann alles noch dichter und effektvoller.

Rebecca ist schon seit Wien/Stuttgart ein sehr rundes und gut erz├Ąhltes St├╝ck, sodass man sofort in der Geschichte gefangen ist. Daran hat sich in den fast 16 Jahren seit der Urauff├╝hrung nichts ge├Ąndert. Das 40-k├Âpfige Orchester spielt sensationell gut, man h├Ârt echte Instrumente, aber deren Gr├Â├če erkennt man nicht immer. Der Klang an sich war am besuchten Abend hervorragend. Die Darsteller und der Chor waren richtig gut zu verstehen.

Viele gute Einf├Ąlle der Regie/B├╝hnenbild waren zu entdecken und machten es spannend die Show nach fast 10 Jahren wiederzusehen. Genial auch das "Wasser" so gekonnt einzubauen. Mal ist der Ort am Wasser (Monte Carlo, Manderley), mal der Darsteller nah am Wasser gebaut oder es steht das Wasser bis zum Hals... das l├Ąsst viele Interpretationen offen.

Besonders die gro├čen Szenen (Monte Carlo, Die neue Mrs. de Winter, Ball, Strandgut... gelingen zu einer ├╝berbordenden Augenweide dank einer guten Choreo und beeindruckender Kost├╝me. Dazu erste Effekte von Leuchtfeuer und Fackeln lassen erahnen was am Ende passieren wird. Genial gel├Âst.

Die Cast l├Ąsst keine W├╝nsche offen ein immer st├Ąrker werdender Patrick Stanke, eine ph├Ąnomenale Kerstin Ibald als Mrs. Danvers und eine Entdeckung f├╝r mich als ICH: Sybille Lambrich. Auch in den kleineren Rollen starke Stimmen und tolle Soli. Jeanett Neumeister als Beatrice sei hier ebenfalls erw├Ąhnt.

Leider wird man so eine riesige und h├Âchst professionelle Show so lange nicht wieder sehen. Eine Cast von ca. 80 Menschen auf der B├╝hne, dazu ein riesiges Orchester einfach nur genial. Daher bin ich dankbar und froh da gewesen zu sein.

Und einmal mehr wird klar: Wien - ich komme!

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


XXL-Breitwandspektakel mit Luft nach oben

01.07.2022 - Nachdem ich die Doppel-CD schon einige Monate zu Hause habe und von einer Vielzahl der Songs von Ralph Siegel ├╝berrascht war, konnte ich mir nun einen Eindruck der Show in F├╝ssen machen. Das Beste daran: Viele der auf der CD verewigten K├╝nstler waren tats├Ąchlich live zu erleben.

Die Show ist im Grunde ein riesiges Spektakel mit einer ├╝berbordenden F├╝lle an Bildern, Effekten und Liedern. Das Buch springt im Grunde bis zur H├Ąlfte des 2. Aktes immer zwischen dem Leben von Zeppelin auf der einen Seite und dem verh├Ąngnisvollen Flug der Hindenburg auf der anderen Seite. Grunds├Ątzlich eine spannende Idee wenngleich eigentlich insb. an Bord wenig passiert.

Auch ├╝ber Zeppelin erf├Ąhrt man eher wenig. Einzelne Lebensphasen werden aber sch├Ân illustriert und mit teils sch├Ânen Melodien untermalt. Die Einblendungen ├╝ber dem Portal helfen zudem Ort und Zeit einzuordnen.

DIE MUSIK

Ralph Siegel hat f├╝r Zeppelin (nach meinem H├Âren) bis auf eine ganz kleine Anleihe bei (Zeit von Bianca Shomburg) teils ber├╝hrende, aber auch treibende Songs geschrieben die im Stil zwischen Schlagerballade, Revuenummer, Chor├Ąlen und Popsongs abwechseln. Besonders zauberhaft das Kinderlied gleich im 1. Akt, die Ankunft der Hindenburg und die Revuenummer im Kabaret.

DIE DARSTELLER

Tim Wilhelm (M├╝nchner Freiheit) gab den Zeppelin und er hat eine starke Stimme und ein sch├Ânes Spiel. Beim 1. H├Âren meint man den jungen Uwe Kr├Âger zu h├Âren. Seinen Vater gab in der besuchten Vorstellung Martin Berger, den ich sehr sch├Ątze. Seine warme Stimme und seine Pr├Ąsenz waren genau richtig. Auch im 2. Akt in seiner Rolle als Reporter wusste er zu ├╝berzeugen. Neben der First-Cast in vielen Rollen war an dem Dienstagnachmittag Chris Murray als Cagney zu h├Âren und Sandy M├Âlling (No Angels) als Lilly. Nach ihrer starken P├äPSTIN (in Stuttgart) sch├Ân sie mal wieder zu sehen. Auch die Kinderdarsteller wussten mit starker Stimme zu ├╝berzeugen.

DIE B├ťHNE / KOST├ťM

Gigantisch was man da zu sehen bekommt. Man f├Ąhrt neben einer stimmigen Lichtregie und Laser/Feuereffekten alles ein was geht. Diese riesige Drehb├╝hne, das Wasserbassin, Flugeffekte und mehr. Bei teilweise bis zu 50 Menschen auf der B├╝hne ist man an die franz. ÔÇ×SpectacleÔÇť aus Frankreich erinnert. Man wei├č nicht, wo man zuerst hinsehen soll. Auch die Kost├╝me sehen aufw├Ąndig und teuer aus und passen gut in die Zeit.

FAZIT

Das St├╝ck geht 3:40min incl. 30min Pause und insb. im 2. Akt passiert leider nach dem Tod Zeppelins nicht mehr viel. Auch ├╝ber Zeppelin und seine Beweggr├╝nde erf├Ąhrt man leider zu wenig. Irgendwann binnen eines Liedes verliebt er sich und kurz nach der Pause zieht er sein Lebensfazit und stirbt. Das Buch sieht nun vor, die im 1. Akt kurz eingef├╝hrten Personen etwas n├Ąher zu bringen, der Effekt verpufft aber ÔÇô anders als z.B. bei Titanic. Der Zuschauer konnte keine Bindung aufbauen. Das gelingt am ehesten noch bei Paul Stiller dem Pianisten. Aber auch dessen Rolle ist eher Beiwerk. Er k├Ąmpft nicht f├╝r seine ÔÇ×EmmyÔÇť ÔÇŽ

Es ist einem irgendwie fast egal was denn der einen oder anderen an Bord widerfahren ist oder noch wird. V├Âllig unn├Âtig dann auch der Song um ÔÇ×WernerÔÇť. Er ber├╝hrt null, klingt einfach auch nicht sch├Ân und zieht den 2. Akt in die L├Ąnge. Hier w├Ąre eine behutsame Straffung n├Âtig. Die Finale 1. Akt und 2. Akt sind dann wieder spannend inszeniert.

Ich bin trotz allem sehr dankbar diese XXL-Produktion in F├╝ssen gesehen zu haben. Man muss den Mut und den Enthusiasmus aller Beteiligten hoch w├╝rdigen. Der gut besuchte Saal stand binnen weniger Sekunden nach dem Finale. Und wer wei├č was noch aus der Show werden kann im Laufe der Jahre.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


H├Âllenritt!

28.06.2022 - Erneut haben die kreativen K├Âpfe von Vanden Plas gro├čartiges Musiktheater erschaffen. LAST PARADISE LOST wird von den Sch├Âpfern selbst als "Rockoper" bezeichnet. Das sollte man so auch zur Kenntnis nehmen. Die literarische und inszenatorische Struktur entspricht nicht der, die man vielleicht von einem Musical erwarten w├╝rde. Insofern ist die Listung und Bewertung in dieser Rubrik auch etwas fragw├╝rdig.
Der epische Handlungsverlauf wird (notgedrungen) in sehr fragmentarischer Form erz├Ąhlt. Das St├╝ck wird komplett in englischer Sprache (Sprechtexte gibt es keine.) gesungen. Die einzelnen "Charaktere" bleiben plakativ.
Nichtsdestotrotz entwickelt die Inszenierung von Johannes Reitmeier in Verbindung mit dem vision├Ąren B├╝hnenbild und dem gelungenen Lichtdesign eine gro├če Sogwirkung und Emotionalit├Ąt. Das ist zum gro├čen Teil auf die komplexe, vielseitige und auch eing├Ąngige Komposition von Vanden Plas zur├╝ckzuf├╝hren. Zum Anderen toben sich Andy Kuntz, Randy Diamond, Astrid Vosberg und Adrienn Cunka erwartungsgem├Ą├č auf der B├╝hne aus und sorgen f├╝r Atemlosigkeit.

LAST PARADISE LOST ist sicher kein Musical f├╝r jedermann, aber kultiges Musiktheater f├╝r Fans und Interessierte.
Standing Ovations!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


ÔÇťWas dein Herz dir sagt ....

26.06.2022 - ...kann so falsch nicht sein.ÔÇť

Dieses Zitat aus der grandiosen und wunderbar fl├╝ssigen ├ťbersetzung von W.Adenberg ist f├╝r mich mit das stimmigste was ich seit langem geh├Ârt habe. Die Texte flie├čen einfach in der melodischen Partitur und es gelingt so genial die Soli,Duette Trios und Ensembleszenen textlich zu bebildern.

Schon im Original wird in dem durchkomponierten Musical viel Story ├╝ber die Songs transportiert. Auch viele der Reime funktionieren wunderbar. Und was f├╝r kleine, feinen Melodien. Zurecht eine von ALW besseren Werken.

Ich durfte 2004 und 2018 beide Londoner Inszenierungen erleben. Daher nun auch der Weg nach F├╝rth. Eine gute Entscheidung. Wie zitiert: ÔÇťWas das Herz dir sagt ... ÔÇť

In einem wundersch├Ânen Theater konnte ich die Show aus Gmunden nun sehen. Einfach genial. Die gesamte Cast, allen voran Carin Filipcic und Yngve Gasoy Romdal setzen Aktente. Das 10k├Âpfige Orchester l├Ąsst die herrlichen Melodien strahlen. Insbesondere bei der Akustik in F├╝rth. Wenn dann nach Marians Solo ÔÇťNur f├╝r LauraÔÇť selbst das Orchester applaudiert, da passiert Theatermagie. Chapeau.

Man kann nur hoffen, dass auch dieses tolle St├╝ck eine CD erh├Ąlt und damit seinen Weg in die deutschsprachigen Theater findet. Die Partitur die ja teil kammerartige Harmonien enth├Ąlt spielt sich geschickt ins Ohr. Manchmal h├Ârt man Melodien die gut auch aus Phantom, Love Never Dies, Cinderella oder Beautiful Game stammen k├Ânnten. Toll auch der Tango und die ├╝beraus witzige Szene mit Graf Fosco.

Mit den LED Stelen h├Ątte man sicher noch das ein oder andere besser r├Ąumlich skizzieren k├Ânnen - war aber sehr passend zusammen mit den sch├Ânen Kost├╝men und dem dezenten Licht.

Gro├čartige Show mit spannender Story in stimmmiger Inszenierung und einem tollen Cast. Danke.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Supertolle Amateurproduktion

25.06.2022 - Ein grandioses Orchester, ein voller und satter Chor, eine perfekte Soundanlage, die viel besser klingt als bei manchen Profi-Open-Airs. Unbedingt empfehlenswert, auch die Solisten haben astreine Stimmen, vor allem Matthias Tr├Ąnkle als Artus. Ich war wirklich platt ├╝ber die Qualit├Ąt!

Vollpfosten (9 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


wunderbarer open-air Theater-Abend

20.06.2022 - Vorweg muss ich sagen, dass es ganz besonders war nach so langer Zeit endlich wieder eine open air B├╝hnenproduktion zu sehen! Rebecca hat nat├╝rlich tolle Musik (leider gabe es einige Tonprobleme) und eine spannende Geschichte, die von den Darstellern spielfreudig auf die gro├če B├╝hne gebracht wurde. Besonders gut gefiel mir Kerstin Ibald als Mrs. Danvers: gro├čartige, passende Stimme und darstellerisch ganz stark. Trotz ihres zerst├Ârerischen, wahnhaften Verhaltens hatte ich in einigen Augenblicken sogar Mitleid mit ihr. Patrick Stanke ist ein toller und glaubw├╝rdiger Maxim de Winter! Sybille Lambrich gefiel mir pers├Ânlich leider nicht als (dunkelhaarige) "Ich". Stimmlich super, aber beim ersten Zusammentreffen mit Maxim spielte sie "keck", auf Manderley wieder sch├╝chtern und nach Maxims Zusammenbruch war sie in ihrer Rolle arrogant und direkt unsympatisch. Ist nat├╝rlich Geschmackssache und "Kritik" auf hohem Niveau.

Die gro├če B├╝hne wurde "gut gef├╝llt": die Massenszenen beim Maskenball, der Havarie und beim Feuerausbruch waren sehr beeindruckend! Als st├Ârend fand ich aber, wenn z.B. im Hotelfoyer Tanzpaare "sinnfrei" an den B├╝hnenr├Ąndern tanzten. Genauso konnte ich nicht nachvollziehen, dass die Darsteller oft ebenso "sinnfrei" durchs Wasser liefen.

Begleitet wurde die Vorstellung von Popcorn essenden Zuschauern, das Popcorn wurde vor der Vorstellung extra daf├╝r verkauft... schlimm...

Insgesamt hat mir Rebecca sehr gut gefallen und ist absolut eine Reise wert!

dolcetto (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schneewittchen und das Sexualleben der sieben Zwerge

16.06.2022 - Die M├Ąrchenmusicals der Br├╝der Grimmfestspiele Hanau sind keine betuliche M├Ąrchenstunde f├╝r die Kleinen.
Man setzt hier Jahr f├╝r Jahr den doppelb├Âdigen, zeitlosen oder sogar aktuellen Kern der Geschichten in den Mittelpunkt der Inszenierung.
Die DROSSELBART Bearbeitung von Peter Lund ist dieses Jahr so spitzfindig, respektlos und humoristisch scharfsinnig ausgefallen, dass sie h├Âchstwahrscheinlich Kinder ├╝berfordern wird. Umso gr├Â├čer und ungebremster ist aber der Spa├č f├╝r ein erwachsenes Publikum.

Die DROSSELBART Geschichte spielt sich nicht direkt auf der B├╝hne ab, sondern wird von fahrendem Zirkusvolk zur Auff├╝hrung gebracht. ├ähnlich wie bei CHICAGO oder PIPPIN gibt das immer wieder die M├Âglichkeit die vierte Wand s├╝ffisant zu durchbrechen.
Au├čerdem nimmt sich Lund die Freiheit heraus verschiedene andere M├Ąrchen mit in seine Neuinterpretation einzuarbeiten. (Bei dieser Gelegenheit erf├Ąhrt man dann auch, was Schneewittchen und eine Reihe kleinw├╝chsiger M├Ąnner den ganzen Tag so getrieben haben.) Das ist frech, ironisch, parodistisch und auch immer wieder zeitgem├Ą├č kritisch.
Wolfgang B├Âhmer hat dazu eine passend beschwingte, eing├Ąngige Musik komponiert, die die Leichtigkeit (nicht Seichtheit!) von Inszenierung und Handlung ausgezeichnet transportiert.

Ein souver├Ąnes und spielfreudiges Ensemble komplettiert den gro├čartigen Gesamteindruck. Die wunderbare Charlotte Heinke als trockenhumorige alleinerziehende Mutter (Hauptberuf K├Ânigin) und Pedro Reichert als nicht ganz so sch├Ân geratener Hofkoch Jakob mit perfektem Comedy Timing setzen kom├Âdiantische Glanzlichter.

Es war einmal in Hanau!
Immer wieder gerne!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Produktionstechnisch auf h├Âchstem Niveau

08.06.2022 - Im Grunde m├╝sste man es nicht immer wieder erw├Ąhnen, aber dennoch ist meine Begeisterung ├╝ber das produktionstechnische Niveau der VBW wieder gro├č. In Wien wird (fast) alles herausgeholt, was das Musical, die Musik und die Inszenierung von Laurence Connor hergeben.
Die neue ├ťbersetzung durch Michael Kunze bringt f├╝r mich keinen erkennbaren Mehrwert. Ein literarisches Versagen ist es nach wie vor, dass man sich mit dem Vietnam Krieg, seiner Bedeutung und seinen bitteren Folgen mehr oder weniger nicht auseinandersetzt. Er dient als dramatische Staffage und aus! F├╝r Ellen hat man zwar ein neues Lied eingef├╝gt. Es stellt sich aber nur als ein weiteres Lamento heraus, das sich auf den Gef├╝hlszustand der Protagonistin bezieht. Das St├╝ck h├Ątte etwas anderes ben├Âtigt.
Die Besetzung kann in Wien auch nahezu komplett ├╝berzeugen und begeistern.
Oedo Kuipers ├╝berraschte mich positiv und kann im zweiten Akt mit einer kraftvoll dramatischen Darstellung begeistern.
Christian Rey Marbella scheint f├╝r die Rolle des Engineer geboren zu sein. Seine leidenschaftliche Spielfreude und gro├če B├╝hnenpr├Ąsenz ├╝berzeugen.
F├╝r mich ist James Park als Thuy die ├ťberraschung und der Star des Abends. Gesanglich eindrucksvoll, schauspielerisch enorm intensiv und von charismatischer B├╝hnenpr├Ąsenz gl├Ąnzt er als Mittelpunkt jeder seiner Szenen.
Als Kim durfte ich die Erstbesetzung Vanessa Heinz erleben. Vorab mein Respekt daf├╝r, dass die sehr junge K├╝nstlerin ein derart herausfordernde Hauptrolle ├╝berwiegend souver├Ąn singt und gestaltet. Aber der Teufel liegt im Detail und in Kleinigkeiten. Weshalb mich ihre schauspielerische Leistung nicht vollends ├╝berzeugen konnte. Einiges wirkt hier doch ziemlich ├╝bertrieben, fast grob. Die anf├Ąnglich Naivit├Ąt, die sich in Augen aufrei├čen und Grinsen ersch├Âpft; sp├Ąter die ├╝berdramatischen, nahezu an Wahnsinn grenzenden Gesichtsentgleisungen; die Interaktion mit Tam, bei der man bef├╝rchten muss, dass sie das Kind nicht besch├╝tzt sondern stranguliert. Es wird einem dadurch schon etwas erschwert, Kim als emotionales Zentrum und als Sympathietr├Ąger wahrzunehmen.

Dennoch ist die Wiener MISS SAIGON Auff├╝hrung Musical Entertainment auf h├Âchstem Niveau, spektakul├Ąr und mit hohem Unterhaltungswert.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Doppelter Boden und fulminantes Ensemble

27.05.2022 - Stephen Sondheims Meisterwerk INTO THE WOODS ist in einer rundum gelungenen Inszenierung in der Wiener Volksoper zu sehen. Die Regie von Olivier Tambosi kann durch ihre unaufgeregt Art von Anfang bis Ende ├╝berzeugen. Die subtile Doppelb├Âdigkeit des Musicals wird nie dazu benutzt, um sie mit augenscheinlichen Inszenierungssperenzchen dem Publikum nahe zu bringen. Das Werk kann f├╝r sich sprechen und das gesteht ihm das Kreativ-Team auch zu.
Das aufw├Ąndige B├╝hnenbild unterst├╝tzt diesen Gedankengang und gef├Ąllt und beeindruckt in jeder Szene.
Alleine beim Kost├╝mbild h├Ątte man vielleicht eine etwas klarere Linie finden k├Ânnen. Klassische M├Ąrchenoptik wechselt sich mit Streetwear und Vintage Look ab.
Ein Hoch auf das namenhaft Ensemble!
Es w├Ąre unfair jemanden hervor zu heben. Alle sind gro├čartig und kreieren schr├Ąge, schrille, leise, laute und immer zutiefst menschliche Charaktere.
In dieser Inszenierung ist INTO THE WOODS ebenso am├╝sant-kurzweilige wie doppelb├Âdig-nachdenkliche Unterhaltung.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Solide Neuinszenierung

22.05.2022 - Nachdem wir Dank Corona zwei Absagen hatten, konnten wir nun auch endlich das St├╝ck sehen. Bis aus Ms. Akaber, Elphaba und Fiyero gr├Â├čtenteils in Zweit- und Drittbesetzung, aber das war absolut kein Manko. Man k├Ânnte sogar sagen, dass uns Linda Riethoff als Galinda deutlich mehr ├╝berzeugt hat, als Valjen und Naidjim.

Das B├╝hnenbild ist deutlich reduziert, wie auch die Kost├╝me. Es wirkt aber alles stimmig und z.B. die Idee mit den Regenm├Ąnteln war durchaus gelungen. Ebenso Glindas neugestaltetes rosa Kleid. Bei manchen Kost├╝men, wirkte es leider so, als ob gespart werden musste. Nicht so der Eindruck, den man bei einem Stage Musical, die ja nun um ein Vielfaches teurer sind als die Konkurrenz, haben m├Âchte...

Auch die reduzierte Cast fiel leider bei einigen Ensembleszenen schon sehr auf. Vor allem, wenn zus├Ątzliche Nebenrollen dabei waren. Der Gesang war dadurch teilweise etwas sehr M├Ąnnerstimmen lastig, was nicht schlimm ist, aber etwas schade. Leider waren die Tanznummern, f├╝r das Musical schon irgendwie bekannt ist, deshalb leer und aufgrund der teilweise recht starken Asynchronit├Ąt der T├Ąnzer nicht so mitrei├čend. Es hat bis zum zweiten Akt gebraucht bis man richtig im St├╝ck ankam.

Dummerweise hat die Technik ebenso lange gebraucht. Scheinbar alles noch auf nahezu ausverkauften Samstagabend eingestellt. Bei uns waren mit M├╝h und Not vielleicht 400-500 Leute im Saal. Im ersten Akt war es dadurch so br├╝llend laut an manchen Stellen, dass man absolut kein Wort vom Text verstehen konnte und auch ganze Passagen verschwanden. Generell scheint es Technikprobleme gegeben zu haben; anfangs fehlten ganze Mikrofone. Die schlechte Ausregelung hatte leider dann auch zur Folge, dass nun gerade Solang ich dich hab zum unfreiwilligen Solo Elphaba wurde. Seltsamerweise wurde danach alles heruntergeregelt und pl├Âtzlich verstand man jedes Wort.

Die Show ist absolut empfehlenswert, schon alleine weil das St├╝ck endlich wieder in Deutschland gespielt wird. Allerdings ist zu hoffen, dass die Stage bei zuk├╝nftigen St├╝cken und diesen Preisen zu ihren fr├╝heren, bombastischen Inszenierungen zur├╝ckkehrt. Diese Inszenierung h├Ątte so auch gut aus Linz oder St. Gallen stammen k├Ânnen. Was nicht negativ gemeint ist, sondern rein objektiv nicht das, was ich erwarte, wenn ich mir dann mal die teuren Stage-Karten g├Ânne.

Cordeliade (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gipfeltreffen im Rockolymp

12.05.2022 - In der deutschsprachigen Erstauff├╝hrung der Compilation Show MILLION DOLLAR QUARTET stehen keine Geringeren als Elvis Presley, Johnny Cash, Carl Perkins und Jerry Lee Lewis im Zentrum. Das vorhandene musikalische Material, die Legenden und Geschichten, die sich um die Ikonen ranken, h├Ątte also locker f├╝r vier derartige Shows gereicht.
Charmanter und bescheidener Weise beschr├Ąnkt man sich hier aber auf ein kurzes (aber tats├Ąchliches) Aufeinandertreffen der vier noch sehr jungen K├╝nstler in den 50er Jahren im Aufnahmestudio ihres ehemaligen oder jetzigen Agenten. Ob man jetzt nun jedes Wort auf seinen historischen Wahrheitsgehalt hin ├╝berpr├╝fen muss, sei mal dahingestellt. Nichtsdestotrotz: So oder so ├Ąhnlich k├Ânnte es stattgefunden haben. Die Herren geben eine Reihe von Anekdoten, Reibereien und kom├Âdiantischen Einlagen zum Besten. Aber vor allen Dingen wird gerockt. Und das richtig gut, handgemacht und ansteckend.
Musik, Drama und Kom├Âdie sind gut austariert und ohne L├Ąngen inszeniert.
Andy Lee Lang, Reinwald Kranner, Werner Auer und Toni Matosic sind Vollblutk├╝nstler, die die B├╝hne und ihr Metier beherrschen. Wenn man sich erst einmal daran gew├Âhnt hat, dass sie alterstechnisch doch sehr weit neben dem Rollenprofil liegen, kann man im Wiener Metropol einen ausgesprochen unterhaltsamen und gelungenen Abend verbringen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tonys Vater

01.05.2022 - Mit SATURDAY NIGHT FEVER hat das Staatstheater Darmstadt einen Riesenhit gelandet. Trotz zus├Ątzlicher Vorstellungen ist die Auff├╝hrungsserie mehr oder weniger ausverkauft.

Und das mit Recht. Die Inszenierung von Till Kleine-M├Âller findet eine gute Balance zwischen engagiertem Sozialdrama und und kultig coolem Disco-Spa├č.

In der Hauptrolle agiert Alexander Klaws in allen Belangen souver├Ąn. Allerdings muss man attestieren, dass er mit knapp vierzig Jahren Tonys Vater sein k├Ânnte und dass man das auch sehen kann.
Aus dem Rest des hochmotivierten Ensembles sticht Beatrice Reece mit Powerstimme und charismatischer B├╝hnenpr├Ąsenz hervor.

Kleine-M├Âller versteht es virtuos die ausgesprochen hohe Leistungsf├Ąhigkeit von B├╝hnentechnik und Beleuchtung permanent am Laufen zu halten.

Das Kost├╝mbild kann sich in den 70er Jahren nat├╝rlich voll austoben. Leider werden mitunter die Grenzen der Authentizit├Ąt ├╝berschritten und man n├Ąhert sich einer Parodie. Da w├Ąre weniger etwas mehr gewesen.

Die Choreografie ist schmissig, dynamisch und wird pr├Ązise umgesetzt.

Gleiches kann man von der Musik sagen, die in passenden Arrangements druckvoll aus dem Orchestergraben kommt.
├ťbrigens war auch die Tonabmischung in der von mir besuchten Vorstellung einwandfrei.

SATURDAY NIGHT FEVER ist in der Darmst├Ądter Version dramaturgisch gut durchdacht, rasant und aufw├Ąndig umgesetzt und ausgesprochen unterhaltsam.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Eine Inszenierung mit durchaus unterhaltsamen Momenten aber auch mit vielen verschenkten ChancenÔÇŽ!

25.04.2022 - Eine Inszenierung wurde zum Kult: Als sich am 23. Januar 1993 der Vorhang zum ersten Mal f├╝r ÔÇ×Der kleine HorrorladenÔÇť im Stadttheater Bremerhaven hob, konnte wohl niemand ahnen, dass dieses Musical ein Publikumsmagnet ├╝ber zwei Spielzeiten sein und dem Theater st├Ąndig ausverkaufte Vorstellungen bescheren w├╝rde. In der Regie von Manfred Repp tobten damals Dirk B├Âhling als Seymour, Harriet Kracht als Audrey sowie die Musical-Ladies Angela Lachnit (auch Choreografie), Bettina Meske und Lynne Williams als Gossen-Supremes ├╝ber die B├╝hne. Puppenspieler Friedo Stuck erweckte Audrey II zum Leben, der Jazz-S├Ąnger Emo Phillips seine soulige Stimme lieh. Kay Krause (nach wie vor im Ensemble des Hauses) demonstrierte seine Wandelbarkeit in div. Nebenrollen, und der noch junge und unbekannte Christoph Maria Herbst zeigte als Orin, das schon damals eine Menge Comedy in ihm steckte. Insgesamt 6 Mal pilgerte ich nach Bremerhaven, und es war immer wieder ein FestÔÇŽ!

Mushniks Blumenladen in der heruntergekommenen Skid-Row l├Ąuft schlecht ÔÇô kaum Kundschaft und dazu noch unf├Ąhiges Personal. Handlanger Semour sorgt mit seiner Tapsigkeit f├╝r eine Schneise der Verw├╝stung, und Verk├Ąuferin Audrey versucht erfolglos ihre Blessuren zu verdecken, die ihr ihr sadistischer Zahnarzt-Freund Orin Scivello zuf├╝gt. Als dann die drei Stra├čen-G├Âren Crystal, Chiffon und Ronette penetrant vor dem Laden herumlungern und auch noch die letzten Kunden verscheuchen, sieht Mr. Mushnik sich gezwungen, den Laden zu schlie├čen. Auf Dr├Ąngen von Audrey zeigt Seymour ihm eine seltsame Pflanze, die er vor einiger Zeit auf dem Blumengro├čmarkt einem alten Chinesen abgekauft hat. Dieses Gew├Ąchs wirkt so bizarr abartig, dass Mushnik nicht glaubt, dass sie irgendjemanden in den Laden locken k├Ânnte. Doch kaum steht die Pflanze, die Seymor aus Verehrung zu seiner Kollegin ÔÇ×Audrey IIÔÇť genannt hat, im Schaufenster, klingelt die Ladenglocke unaufh├Ârlich, und Auftr├Ąge ├╝ber Auftr├Ąge trudeln ein. Dummerweise ben├Âtigt Audrey II zum Wachsen und Gedeihen einen ganz besonderen D├╝nger: Blut! Seymour f├╝hlt sich darum nicht nur seit Tagen etwas schwindelig sondern auch reichlich blutleer. Doch je mehr die Pflanze w├Ąchst, umso gr├Â├čer wird sein Hunger, bis ihr die paar kl├Ąglichen Tropfen aus den Fingern ihres Pflegers nicht mehr gen├╝gen. Sie will mehr, viel mehr! Seymour, dem einerseits der Erfolg zu Kopf gestiegen ist und andererseits das Leiden seiner angebeteten Audrey durch den brutalen Orin nicht l├Ąnger ertragen kann, l├Ąsst sich durch die Schmeicheleien der Pflanze zu einer Gr├Ąueltat animieren. Nachdem Orin aufgrund eines Defekts seiner Lachgasmaske j├Ąmmerlich erstickt ist, zerteilt Seymour ihn in mundgerechte H├Ąppchen f├╝r sein uners├Ąttliches Gew├Ąchs. Doch der Appetit von Audrey II wird dadurch nur kurzfristig gestillt: Sie will nicht nur mehr! Sie will allesÔÇŽ!

ÔÇ×Der kleine HorrorladenÔÇť war diesmal in der Schauspiel-Sparte verortet, und so waren alle Rollen mit Schauspielerinnen und Schauspielern besetzt, die durch 4 T├Ąnzer*innen unterst├╝tzt wurden. So gab es rein vom Darstellerischen her auch wenig zu bem├Ąngeln: Richard Feist gab einen quirligen Seymour mit enormen Bewegungstalent. Marsha Zimmermann legte ihre Audrey deutlich weniger als dummes Blondchen an und verzichtete wohltuend auf das Lispeln. Frank Auersbachs Mr. Mushnik strotze vor rustikalem Charme. Marlene Jubelius, Sabine Barthelme├č und Juschka Spitzer boten als die drei Gossen-G├Âren eine solide Leistung. Abr├Ąumer des Abends waren allerdings Dominik Lindhorst-Apfelthaler, der sowohl als Orin als auch in div. Nebenrollen kom├Âdiantische Kabinett-St├╝ckchen kredenzte, sowie Henning B├Ącker, der als personifizierte ÔÇ×Audrey IIÔÇť, mit diabolischem Blick und im blutroten Anzug gewandet, die Befriedigung seiner perversen Gel├╝ste gen├╝sslich ausspielte.

Dumm nur, dass in einem Musical zwangsl├Ąufig gesungen wird ÔÇô gesungen werden muss, da es sonst die Bezeichnung ÔÇ×MusicalÔÇť nicht verdiente. Und hier liegt eine der gro├čen Schwachstellen dieser Produktion: Schauspieler*innen sind nicht zwangsl├Ąufig gute S├Ąnger*innen, und eine Sprechpassage wird anders aufgebaut als ein Song. So klangen die Gesangseinlagen nicht nur disharmonisch, weil sie wenig aufeinander abgestimmt waren bzw. ich den Eindruck hatte, dass wenig aufeinander geh├Ârt wurde, sondern taten mir manchmal sogar in den Ohren weh. Einzig Henning B├Ącker konnte hier auch gesanglich ├╝berzeugen. Erschwerend kam hinzu, dass die Songtexte im englischen Original vorgetragen wurden ÔÇô f├╝r mich unverst├Ąndlich, da es eine wunderbare ├ťbersetzung von Michael Kunze gibt.

Zudem wirkte die Regie von J├Ârg Steinberg auf mich merkw├╝rdig hektisch: Die Schauspieler*innen agierten wie aufgezogen, mussten manchmal in einem ordentlichen Tempo die Szenen spielen, dass dabei zwangsl├Ąufig die Emotionen auf der Strecke blieben, und es mir als Zuschauer schwer fiel, mich mit den Figuren zu identifizieren und mit ihnen mitzuf├╝hlen. Leider erschloss sich mir auch nicht, warum der Regisseur gemeinsam mit Dramaturg Peter Hilton Fliegel die vorhandene Textfassung ├╝berarbeitete und dieses kurzweilige Trash-Musical mit Passagen aus Shakespears ÔÇ×MacbethÔÇť bzw. Goethes ÔÇ×FaustÔÇť ÔÇ×anreicherteÔÇť. Steinberg hebt die Figuren so auf eine elit├Ąre Ebene. Beinah wirkt es, als wollte er es vermieden, dass die Rollen sich entwickeln k├Ânnen. Vieles erscheint oberfl├Ąchlich, plakativ und beinah zu clean f├╝r mich: die adretten (optisch durchaus ansprechenden) 60er Jahre-Kost├╝me incl. Frisuren, der ordentlich verteilte M├╝ll auf der Vorderb├╝hne, die gl├Ąnzenden M├╝lltonnen ohne Patina. Einige Szenen wirken verwirrend uninsziniert, so als h├Ątte der Regisseur seinen Darsteller*innen zugerufen ÔÇ×Improvisiert malÔÇŽ!ÔÇť, so z.Bsp. beim Song ÔÇ×Mushnik and SonÔÇť, bei dem die beiden Darsteller hinter den T├Ąnzern und somit aus dem Fokus des Publikums verschwinden.

Apropos Tanz: Andrea Danae Kingston hat an diesem Hause schon einige exzellente Choreografien erstellt, (u.a. in der letzten Spielzeit f├╝r das Musical Chicago). Hier wirkten ihre Tanzszenen oft recht uninspiriert (ÔÇŽoder durfte sie nicht mehr zeigen?), die die grandiosen T├Ąnzer eher unterforderten. Auch hier hatte ich h├Ąufig den Eindruck von ÔÇ×Improvisiert malÔÇŽ!ÔÇť. Dabei gab es durchaus zwei, drei ganz und gar wunderbare Beispiel, wo eine Nummer durchchoreografiert war und Musical-Zauber verbreitete, u.a. bei ÔÇ×Somewhere ThatÔÇÖs GreenÔÇť, wenn Audrey vom kleinen Gl├╝ck im Gr├╝nen tr├Ąumt und parallel zwei Paare (Alicia Navas Otero, Ting-Yu Tsai, Renan Carvalho und Tanaka Lionel Roki) dies im Tanz umsetzen. Und warum der Regisseur eine Rausschmei├čer-Nummer wie ÔÇ×Mean Green Mother From Outer SpaceÔÇť nicht zum fulminanten Dance-Act k├╝rt, sondern das gesamte Ensemble nur ├╝ber die B├╝hne spazieren l├Ąsst, um ├╝berall kleine Audrey II-Ableger zu verteilen, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Apropos Audrey II: Hm! Ach, ich mag auch nicht mehr meckern! Nur so viel: In der alten Fassung war Audrey II deutlich eindrucksvoller.

Last but not least: Die Band unter der Leitung von Jan-Hendrik Ehlers war der absolute Hammer und spielte ebenso perfekt die rockigen Songs mit entsprechendem Druck wie die zarten T├Âne der Balladen. Toll!

Das Publikum f├╝hlte sich durch die Show h├Âr- und sichtbar gut unterhalten und geizte zum Schluss nicht mit reichlichem Applaus. Auch f├╝r mich bot diese Inszenierung durchaus unterhaltsame Momente. Doch Kultstatus, an dem ich mich auch noch in 30 Jahren erinnere, wird sie leider f├╝r mich nicht erreichen.

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Die tollk├╝hne Hexe in ihrem fliegenden Bett

26.03.2022 - Der Musical-Klassiker CHICAGO f├╝hlt sich mittlerweile auch in freien Inszenierung der Stadt- und Staatstheater des Landes sehr wohl.
In Bonn hat man das St├╝ck in der Inszenierung von Gil Mehmert richtig gro├č und bunt aufgeblasen. Obwohl ich die reduzierte schwarz-wei├č Optik des Broadway Revivals f├╝r genial halte, muss ich aber feststellen: Bravo! Auch so funktioniert und begeistert das Musical.

Die namenhafte Besetzung leistet souver├Ąne bis brillante Arbeit.

Die Choreografie von Jonathan Huor bietet ausreichende Fosse-Elemente und zeigt dennoch eine originelle eigene Handschrift.

Ausstattung und Regie ├╝berbieten sich an Kreativit├Ąt. Dabei entstehen denkw├╝rdige Szenen. Sei es, dass Velma im Opener im s├╝ndig schwarzen Bett einfliegt, Klatschreporterin Mary Sunshine zum Mond abhebt oder die unschuldige Hunyak auf einem ├╝bergro├čen Paragraphenzeichen gekreuzigt und von Uncle Sam erdolcht wird. Da wurde nicht nur richtig gro├č, sondern auch durchdacht ausgestattet und inszeniert.

Alleine bei der Ausgestaltung der Charaktere h├Ątte man noch gerne mit mehr ├ťbertreibung die Satire herauskitzeln k├Ânnen. So d├╝rfte Anton Zetterholm als Billy Flynn noch schmieriger und gieriger sein, Enrico de Pieri als Amos Hart blasser und hilfloser wirken, Dionne Wudu als Mama Morton sich deutlicher von den Cell Block Girls unterscheiden.
Das kann aber die beste Unterhaltung und das gro├če Vergn├╝gen an dieser gelungenen Produktion kaum schm├Ąlern.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Auch in Deutsch sehr sehenswert

26.03.2022 - Ich habe von Miss Saigon bisher die Auff├╝hrungen in London und die engl. Tourversion in K├Âln, Cardiff und Z├╝rich gesehen. Also allesamt Neuinszenierungen. Die alte VErsion kenne ich nicht. Nun durfte ich letztes Wochenende die Show zweimal in Wien ansehen. Erstmals in Deutsch.

Bei mir war doch eine gewisse Skepsis im Bezug auf die ├ťbersetzung da. Darin wurde ich, auch wenn nicht so sehr wie bef├╝rchtet, best├Ątigt. Bei einigen Titeln, z.B. Bui Doi, t├Ânte es in meinen Ohren halt schon etwas holprig.

Das wars dann aber auch schon mit den Kritikpunkten. B├╝hnenbild ja identisch zur Tour. Das ausgezeichnete Orchester der VBW ├╝bertrumpfte die Tourversion noch. Zusammen mit der tollen neuen Soundanlage ein Genuss. Ich sage da nur Hubschrauber. Meinte akustisch wirklich, der fliegt durch den Saal.

Der Cast durchs Band sehr gut und so typgerecht wie es halt der mitteleurop├Ąischen Darstellermarkt hergibt, besetzt. Klar, da muss man etwas Akzent in Kauf nehmen. War aber Alles noch im ertr├Ąglichen Rahmen. Am Samstag hatte ich Vanessa Heinz. Ich kann nur sagen, f├╝r eine Newcomerin absolut top. Am Sonntag Anyrand Ferrer. Sicher, stimmlich wars ganz gut, mir fehlten halt etwas die Emotionen und vom Alter her nehme ich es ihr halt nicht ab. Christian Ray Marbella gab auch in Deutsch, trotz manchmal etwas schwerer Verst├Ąndlichkeit, den fiesen, schleimigen Engineer, Den ich so liebe. Leon de Graaf am Sontag war etwas besser verst├Ąndlich, daf├╝r war er im Rollenspiel doch etwas hinter Christian zur├╝ck. Da merkt man einfach die Routine. Bei Oede Kuipers war ich aufgrund der Berichte im Forum etwas Skeptisch. H├Ârte ihn ja auch zum ersten Mal. Ich fand in aber ganz gut. Klar, f├╝r einen echten GI fehlen halt doch etwas Muskeln. An den restlichen Hauptrollen mit Abla Alaoui, Ginno Emnes und Annemarie Lauretta gibt es nichts auszusetzen. Besonders gefallen hat mir James Park als Thuy.

Alles in Allem wieder ein toller Theaterabend, bezw. -nachmittag nach 2 Jahren Schonkost in diesem Bereich. Am Ende der Vorstellungen wurde auch noch durch einige Ensembledarsteller an den Ausg├Ąngen f├╝r die Ukrainehilfe der Caritas und Nachbar in Not gesammelt.

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Nicht so toll erwartet

26.03.2022 - Ich kannte Cats eigentlich nur aus einer englischen Tourproduktion 2019 in Z├╝rich. Und Cats geh├Ârt sicher nicht zu meinen Top Ten Musical, was die Musik angeht. Daher fand ich es in Z├╝rich nett, mehr aber nicht.
Nun war ich f├╝r Miss Saigon eh in Wien und nahm Cats, sozusagen als Beifang, in mein Programm. Und ich bereue es nicht.
Toll das B├╝hnenbild, das sich bis in den Saal hineinzog. Toll ausgeleuchtet. Das gewohnt umfangreiche, perfekt aufspielende VBW-Orchester. Besonders angetan war ich auch von den Choreographien in den Ensemblenummern.
Die Besetzung l├Ąsst keine W├╝nsche offen. Aufgrund fehlender Vergleichsm├Âglichkeit m├Âchte ich auch nicht nicht zu sehr ins Detail gehen. Als Grizabella hatte ich Carin Filipcic (man sehe mir die fehlenden Buchstabenerg├Ąnzungen nach). Wunderbares Spiel und tolle Stimme. Florian Fetterle gab einen tollen Gus. Auch erw├Ąhneswert Mungojerrie&Rumpelteazer von Jan-Eike Majert und Anna Carina Buchegger mit tollem Tanz und Akrobatik.
Der fehlende Stern ist eigentlich nur meiner subjektiven Einsch├Ątzung, dass ich Cats musikalisch nicht so mag, geschuldet.

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Solide Inszenierung, die oberfl├Ąchlich bleibt.

26.03.2022 - Solide Inszenierung des Klassikers, die allerdings an vielen Stellen mehr Tempo und Dynamik vertragen h├Ątte k├Ânnen. Der erste Akt mit ca. 1.40 ist dann doch arg lang und h├Ątte mit schnelleren "Umbauten/Szenenwechseln" sowie geschickten Schnitten leicht 10 Minuten weniger erm├Âglicht.
Leider gelingt es dem Regisseur auch nicht, mehr in die Tiefe zu gehen. So richtig ber├╝hrt diese Inszenierung nur in den lustigen Momenten.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bedr├╝ckende Aktualit├Ąt trifft auf Bombast der 90er

25.03.2022 - Niemand h├Ątte ahnen k├Ânnen das man im Jahr 2022 nach diversen pandemiebedingten Verschiebungen einmal mit Masken im Theater sitzt und eine Show am Rande eines Krieges sieht und sich fast 1:1 vorstellen kann wie es gerade Millionen unweit von Wien geht.

Diese bedr├╝ckende Aktualit├Ąt von Hass, Krieg, Bomben und Schicksalen von Menschen macht dem├╝tig.

Nach Showbesuchen der ersten deutschen Auff├╝hrungsserie (in der alten Inszenierung) in Stuttgart, Besuchen in London, K├Âln (engl. Version) konnte ich mir nun endlich auch ein Bild der VBW Produktion machen.

Im Grunde ist es eine detailgetreue Kopie der letzten Tourversion mit einem beeindruckenden Set, gewaltigen Massenszenen (die ├╝brigens im neuen Raimundtheater aus dem Rang viel besser wirkten) und der wunderbaren Musik von Boublil/Sch├Ânberg.

Ich hatte bei meinen Showbesuchen das Gl├╝ck einmal Fist-Cast zu erleben und einmal die Cover von Kim/Chris. Und was soll ich sagen. Vanessa Heinz ist eine tolle Kim und bestimmt die Entdeckung der Produktion. Auch Oedo Kuipers singt fantastisch ber├╝hrte mich aber wie zuvor in "Mozart" nur bedingt.

Ganz im Gegensatz zum Cover Thijs Snoek. Da steht ein Mann, ein Kerl, der singt um sein Leben/seine Liebe und harmonierte mit einer fantastisch singenden Aynrand Ferrer das es einen in den Sitz dr├╝ckt. Gro├čartig.

Christan Rey Marbella ist der "Engineer" und kennt die Rolle aus dem FF. Seine Phonetik war am 2. Abend noch besser und sein Spiel ist so pointiert und stark. Auch die Nebenrollen sind stark besetzt und singen sehr gut.

Ich kann es bis heute nicht nachvollziehen, was das Kreativteam geritten hat den wunderbaren Song von Ellen im 2. Akt gegen dieses an Egoismus und v├Âllig harmlose "M├Âglich" auszutauschen. Nach der 3. Wiederholung in immer weiteren H├Âhen ging mir der Song noch mehr auf die Nerven als im englischen Original. Ich vermisse das "Ich kam und sah sie...". Es zeigte eine andere Ellen meiner Ansicht nach. Aber so ist es halt.

Alles in allem hat es sich gelohnt die Reise nach Wien nun endlich nachzuholen und die Show auf deutsch zu erleben. Dazu der Bombast der Ausstattung und das geniale Orchester der VBW.

Die neuen Texte sind wirklich beim 1. H├Âren sehr anders und ich hatte auch in den ersten Minuten gro├če M├╝he mich vom Text der deutschen CD aus Stuttgart zu l├Âsen. Mit der Zeit legte sich das und beim 2. Showbesuch fand ich den Text im Grunde richtig gut. Anders aber gut.

Mir pers├Ânlich hat die Sicht aus dem 1. Akt insb. in den grandiosen Massenszenen viel besser gefallen als aus dem Parkett. Aber das nur am Rande. Man sitzt ja im Raimund auch im 1. Rang so nah zur B├╝hne.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Begeisternder Besuch auf der wohl ber├╝hmtesten "M├╝llhalde" der Theatergeschichte

24.03.2022 - Fast 20 Jahre war mein letzter Cats Besuch her und nach pandemiebedingten mehrmaligen Absagen und Verschiebungen hat nun endlich der Besuch im Ronacher geklappt.

Was soll ich sagen: Grandios

Was die Cast aus Newcomern und bekannten Darstellern leistet ist unglaublich. Die Show wurde behutsam etwas aufgefrischt, was aber kaum ins Gewicht f├Ąllt. Die Spielfreude des Ensembles und der im Ronacher diesmal ausgezeichnete Ton sorgen f├╝r Jubel und Beifall.

Man will fast niemanden besonders hervorheben aber Lucius Wolter als Munkustrap war stark. Diese Stimme und die Pr├Ąsenz waren ebenso ein Genuss wie Ana Milva Gomes als Grizzabella und Dominic Hees als Tugger. Florian Fetterle als Gus ber├╝hrte mit seinem pointierten Spiel als alter Kater.

Alles in allem eine tolle Show, eine sch├Âne Erinnerung an alte Zeiten und einfach unterhaltsam.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


├ťberragende Cast

22.03.2022 - Alles in allem hatten wir einen sehr sch├Ânen Abend als Familie mit viel Disney Magie und einer ├╝berragenden Cast.
Die Eisk├Ânigin ist eine Show f├╝r Familien leider tr├╝ben die extrem hohen Kosten der Karten den Abend etwas. Auch der Sound in den Ensemble Szenen k├Ânnte etwas besser abgemischt sein.
Das B├╝hnenbild finde ich ist sehr gelungen auch die Effekte z├╝nden sehr gut. Bei Lass jetzt los wusste man gar nicht wo man zuerst hinschauen soll.
Wir hatten das Gl├╝ck eine hervorragende Cast sehen zu d├╝rfen.
Drei Personen m├Âchte ich gerne herausheben:
Sabrina Weckerlin als Elsa war ├╝berragend, vor allem gesanglich eine Wucht.
Willemijn Maandag als Anna hat gesanglich und schauspielerisch alles aus der Rolle raus geholt.
Elindo Avastia war grandios als Olaf mehr geht in dieser Rolle nicht.
Die Eisk├Ânigin ist eine Show f├╝r Gro├č und Klein, wir hatten einen tollen Familienabend!

Musicalfan86 (38 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Gelungene Tour-Version mit starker Cast

08.03.2022 - Nach Showbesuchen in London und Berlin hatte ich nun die Chance mir die Tour-Version von Ghost anzusehen. Und was soll ich sagen - die Inszenierung funktioniert auch mit kleinem Ensemble ganz wunderbar und ber├╝hrt in den entscheidenden Momenten.

B├ťHNENBILD

Das B├╝hnenbild besteht aus matt-schwarzen Kacheln die durch verschiebbare Panele immer neue R├Ąume entstehen lassen.

Geschickt eingesetzte LED-Kanten in den einzelnen Ebenen schaffen tolle Effekte und Stimmungen. So wird Sam's Kampf mit den T├╝ren visuell und akustisch dargestellt und auch der fallende Regen eindrucksvoll angedeutet. Wenige aber gut eingesetzte Requisiten erg├Ąnzen das Set.

INSZENIERUNG

Die Inszenierung ist fl├╝ssig und ger├Ąt nur zum Ende des ersten Aktes vor dem Finale etwas ins stocken, was auch mit dem begrenzten musikalischen Material zu tun hat. Die Liebesgeschichte wird gut aber weniger kitschig dargestellt als in vergangenen Inszenierungen. Dennoch nimmt man Sam und Molly ihre Liebe ab und leidet mit ihr mit. Carl hat es nun nicht mehr auf ein Notizbuch abgesehen sondern auf das Smartphone von Sam. Das mag zeitgem├Ą├č sein, macht aber nur Sinn wenn der Akku h├Ąlt. Aber gut. In der technischen Welt der Hochfinanz eine behutsame Aktualisierung. Die Hauptcharaktere harmonieren ganz wunderbar auf der B├╝hne und spielen stark. Insb. auch die Konflikte sind gut herausgearbeitet ohne allzu hektisch zu wirken. Der 2. Akt ist dichter erz├Ąhlt und es geht ohne L├Ąngen zum spannenden wie ber├╝hrenden Finale.

CAST

Charles Kreische ist f├╝r mich die ├ťberraschung des Abends. Eine starke Stimme, eine Pr├Ąsenz in fast allen Szenen und ein geniales Zusammenspiel mit Carl, Molly und Oda Mae. Gerade der kom├Âdiantische Teil in der Bank l├Ąsst die Tragik der Szenerie etwas vergessen. Katrin Merkl als Molly singt wunderbar und zeigt ihre Gef├╝hle nach Sam's Tod eindrucksvoll. Carl wird von Kim David Hammann gegeben und mimt den hinterlistigen "Freund" mit einem einnehmenden Wesen und ebenso starker Stimme in den Solo-Szenen der Songs.
Amani Robinson konnte im Laufe des Abends hin an Profil gewinnen. Auch hier ist der 2. Song im 2. Akt der bessere und l├Ąsst die H├╝tte beben.

SONSTIGES

Hervorzuheben ist die ausgezeichnete Aussteuerung der Show. Ich habe selten eine Tour-Show besucht in der ein professionelles Playback (MG-Studios Wien) so genial auf die Stimmen der cast abgestimmt war. Die Textverst├Ąndlichkeit war ausgezeichnet. Keine ├ťbersteuerung, keine summenden Ohren und dennoch die richtige Balance. Gro├čes Lob an die Einrichtung dieses Sounddesigns.

FAZIT

Nach vielen Jahren hat sich der Besuch der Show mehr als gelohnt. Die eher intime Version besticht durch ein durchdachtes Design (einfach aber effektvoll) und mit einer starken Cast, tollen Stimmen und einer ber├╝hrenden Story.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gipfeltreffen der Diven

01.03.2022 - Das St├╝ck von Daniel Gro├če Boymann und Thomas Kahry ist inzwischen zu einem gerne gespielten Musical auf den deutschsprachigen B├╝hnen geworden.

Die geheimnisumwitterte Freundschaft/Bekanntschaft zwischen Marlene Dietrich und Edith Piaf d├╝rfte sich zwar ├╝berwiegend im fiktionalen Bereich bewegen, hat aber nichtsdestotrotz ein gro├čes dramaturgisches Spannungspotenzial, von der hohen Qualit├Ąt des genutzten Liedgutes ganz zu schweigen.

Jede Inszenierung dieses (fast) Zwei-Personen-St├╝ckes steht und f├Ąllt nat├╝rlich mit der sicher nicht einfachen Besetzung der Hauptrollen.
Antje Rietz und Tina Podstsawa haben stimmlich nur bedingte Ähnlichkeit mit den Originalen. Was aber sehr schnell belanglos wird. Beide interpretieren die weltberühmten Lieder auf ihre eigene Art mit einer gelungenen Reminiszenz an die zeitlosen Vorbilder.
Schauspielerisch laufen beide zu H├Âchstform auf. Sehr differenziert und fein, bis aufbrausend und drastisch werden die grundverschiedenen Frauen dargestellt.
Sp├Ątestens wenn Antje Rietz (als Dietrich) mit unbeugsamer Haltung und W├╝rde, aber mit tiefer Desillusion und Tr├Ąnen in den Augen "Sag mir wo die Blumen sind" singt, erreicht das St├╝ck seinen zupackenden emotionalen H├Âhepunkt.
Das sinnvolle B├╝hnenbild und die passenden (und im Fall von Marlene Dietrich pr├Ąchtigen) Kost├╝me sorgen f├╝r ein perfektes Kolorit von Zeit und Ort.

SPATZ UND ENGEL in der Inszenierung von Frank-Lorenz Engel an der Kom├Âdie im Marquard Stuttgart ist emotionales, subtiles, intelligentes Theater auf h├Âchstem schauspielerischen Niveau.
Sehenswert und absolut gro├čartig!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Inszenatorisch gescheitert

02.02.2022 - Man k├Ânnte eine ganze Dissertation ├╝ber diese in weiten Teilen gescheiterte Inszenierung schreiben.
Aber machen wir es kurz.
Das Grund├╝bel ist eine Besetzungspolitik, die auf Teufel komm raus gegen den Strich besetzt hat.
Die Hauptcharaktere, die insbesondere durch die grandiose Filmvorlage und ihre genialen Darsteller gepr├Ągt wurden, sind kaum wiederzuerkennen, wenig sympathisch und noch weniger glaubw├╝rdig.
Zodwa Selele (singt wie alle gro├čartig) kann nicht als strenge, britische Sopranistin Victoria ├╝berzeugen. Noch viel weniger glaubt man ihr den androgynen polnischen Travestie-Darsteller Victor. Ein vollkommen uninspiriertes Kost├╝mbild macht die Sache nur noch schlimmer.
Michael Dahmen ist viel zu jung, um ihren v├Ąterlichen Mentor Toddy glaubhaft zu machen.
Auch Henner Momann wirkt als Gangsterboss King Marchan viel zu jungenhaft und unsicher.
Beatrice Reece als Norma ist nicht mehr das intelligent gestaltete Klischeebild einer oberfl├Ąchlichen Blondine, sondern eine walk├╝renhafte Dampfwalze, die alles platt macht.
Diese fehlerhafte Ausgestaltung der Protagonisten potenziert sich dann nat├╝rlich noch in den unterschiedlichen Paarkonstellationen und mach diese vollkommen unglaubw├╝rdig.
Wie gesagt singen alle Darsteller gro├čartig und spielen engagiert. Das Problem scheint mir in der Besetzungspolitik und der inszenatorischen Herangehensweise zu liegen.
Auch der Versuch mit platten, teilweise vulg├Ąren Gags den Humorfaktor des St├╝ckes anzuheben verpufft in teilweise peinlichen Momenten.

Das Kost├╝mbild will scheinbar ├╝berhaupt nicht das charmante und pittoreske Ambiente des Paris der 1930er Jahre wiedergeben, sondern vergaloppiert sich wirr in s├Ąmtlichen Jahrzehnten.

Die Choreografie ist dezent und unauff├Ąllig. Was f├╝r das Thema nicht von Vorteil ist.

Auf der Habenseite stehen die Gesangsnummern der K├╝nstler, die zu den losgel├Âsten H├Âhepunkten des Abends werden, das Philharmonische Staatsorchester Mainz, das die Partitur opulent, swingend und jazzig zum Besten gibt und ein stimmungsvolles, pr├Ąchtiges Lichtdesign.

Unter dem Strich w├Ąre aber insgesamt sehr viel mehr m├Âglich gewesen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wer h├Ârens- und sehenswertes Musiktheater erleben m├Âchte, der MUSS nach Bremerhaven...!

29.01.2022 - Bei der Schachweltmeisterschaft in Merano k├Ąmpft der amtierende Weltmeister der Amerikaner Frederick Trumper gegen den Russen Anatoly Sergievsky um die Schachkrone. Begleitet wird Trumper von seiner Managerin und Partnerin Florence Vassy, die im Budapester Aufstand von 1956 ihren Vater verloren und so ein ambivalentes Verh├Ąltnis zum russischen Regime hat. Trotzdem kommen sie und Sergievsky sich n├Ąher, als sie versucht ÔÇô nachdem Trumper das Turnier w├╝tend verlassen und somit einen Skandal ausgel├Âst hat ÔÇô die Wogen zu gl├Ątten. Am n├Ąchsten Tag wird das Turnier unter dem strengen Blick des Schiedsrichters fortgesetzt, aus dem Anatoly Sergievsky als Sieger hervorgeht. Trotz strengster ├ťberwachung durch Alexander Molokow, dem Chef der russischen Delegation, kann er die Gunst der Stunde nutzen und in den Westen ├╝berlaufen, um dort mit Vassy zu leben. Ein Jahr sp├Ąter muss Sergievsky sich in Bangkok einem neuen sowjetischen Herausforderer stellen. Dabei trifft er zwangsl├Ąufig auf bekannte Gesichter. Trumper arbeitet mittlerweile als TV-Kommentator, der ihn w├Ąhrend eines Interviews mit provakanten Fragen aus der Reserve lockt. Auch Molokov ist vor Ort und scheut keine Mittel, um Anatoly Sergievsky zu einer Niederlage zu bewegen. Dabei manipuliert er hemmungslos die Mitmenschen, als w├╝rde er Schachfiguren ├╝ber ein Spielfeld schieben. So lockt er Vassy mit dem Versprechen, ihren verschollenen Vater wiederzusehen, und l├Ąsst Sergievskys Ehefrau Svetlana nach Bangkok einfliegen, um sie und die gemeinsamen Kinder als Druckmittel einzusetzen. Anatoly Sergievsky trifft seine Entscheidungen: Er gewinnt abermals das Turnier, verl├Ąsst aber Vassy, um mit seiner Frau nach Russland zur├╝ckzukehren.

NobodyÔÇÖs Side, Pity The Child, Heaven Help My Heard, Anthem, Someone ElseÔÇÖs Story, I Know H├şm So Well und nat├╝rlich das vielleicht bekannteste St├╝ck One Night in Bangkok, dazu grandiose Chorpartien wie Merano und Hymn To Chess: An der exzellenten Musik lag es nie, warum dieses Musical eher selten gespielt wurde. Vielmehr lag das ÔÇ×ProblemÔÇť eher im etwas sperrigen Buch begr├╝ndet, in dem manche Handlungsstr├Ąnge unmotiviert und die Beweggr├╝nde der Personen wenig nachvollziehbar schienen. Doch Benny Andersson und Bj├Ârn Ulvaeus waren sich nie zu schade, auf ihre Werke einen kritischen Blick zu werfen, um sie dann nochmals zu ├╝berarbeiten. So machte auch CHESS einige Ver├Ąnderungen durch: Songs wurden umgestellt, flogen komplett aus der Show, oder wurden neu hinzugef├╝gt. Die Handlung wurde gestrafft, und statt den Schwerpunkt auf die Politik-Parabel mit Ost-West-Konflikt zu belassen, lenkten sie den Fokus mehr auf die (zwischen)menschlichen Komponenten. Alle diese Ma├čnahmen haben dem Werk durchaus gutgetan, trotzdem bedarf es ein schl├╝ssiges Regie-Konzept, um CHESS aus dem anf├Ąnglichen Korsett eines Konzept-Albums zu l├Âsen.

Unter der neuen Intendanz von Lars Tietje g├Ânnt sich das Stadttheater Bremerhaven genau diesen ÔÇ×LuxusÔÇť und geht eine Kooperation mit dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin ein, wo diese Inszenierung in der letzten Spielzeit Premiere hatte und leider nach nur wenigen Vorstellungen dem Lockdown zum Opfer fiel. ÔÇ×Never change a winning team!ÔÇť wird sich Tietje vielleicht gedacht haben und lockte gemeinsam mit dem Produktions-Team auch zwei der Hauptdarsteller in die Seestadt an der Weser. Musical-Magier Andreas Gergen schafft mit seinem Team ein so stimmiges Konzept, bei dem die einzelnen Teile aus Regie, Choreografie, B├╝hne, Kost├╝me und Video-Projektionen zusammen mit den heimischen Kr├Ąften nahtlos ineinander ├╝bergehen und so ein perfektes Ganzes bilden. Dabei liefert Gergen dem Publikum durchaus die gro├če Show, setzt aber ebenso wichtige Akzente im Schauspiel: Durch kleine Gesten oder nur einem Blick bis zum gro├čen dramatischen Ausbruch wird so das Handeln der Protagonist*innen f├╝r die Zuschauer nachvollziehbar gemacht. Dies gelingt nat├╝rlich nur, da ihm talentierte Darsteller*innen zur Verf├╝gung stehen.

Femke Soetenga (Florence Vassy) und Marc Clear (Anatoly Sergievsky) wiederholen ihre Parts aus Schwerin und sind ein eingespieltes Team ohne routiniert zu wirken. Soetenga gestaltet ihren Part zwischen Selbstbewusstsein und Selbstzweifel sehr geschmackvoll. Gl├╝cklicherweise hat sie viel zu singen, so kamen wir oft in den Genuss, ihrer wundersch├Ânen Stimme lauschen zu d├╝rfen. Marc Clears Sergievsky ist alles andere als der unterk├╝hlte Stratege. Vielmehr portr├Ątiert er Sergievsky als mitf├╝hlenden Charakter mit einer empfindsamen russischen Seele, was er auch gesanglich famos auszudr├╝cken versteht. Tobias Bieri gibt den Frederick Trumper mit ├╝berheblicher Arroganz ÔÇô ein Jungspund, der unter der scheinbar makellosen Oberfl├Ąche seine Narben verbirgt: Bei Pity The Child sorgt er mit seiner fulminanten Pop-Stimme f├╝r G├Ąnsehaut.

Sowohl optisch wie auch stimmlich scheint Ulrich Burdack der Vorzeige-Molokow zu sein. Er strahlt ÔÇô trotz scheinbar ├Ąu├čerer Ruhe ÔÇô eine enorme Gef├Ąhrlichkeit aus. Zudem verf├╝gt er ├╝ber einen vollen, flexiblen Bass, den er mal volumin├Âs, mal verf├╝hrerisch-lockend zum Klingen bringt. Patrizia H├Ąusermann (Svetlana) gelingt das Kunstst├╝ck, eine Nebenrolle durch Spiel und Gesang aufzuwerten. Sie harmoniert ganz wunderbar mit Soetenga bei I Know H├şm So Well. Mit Someone ElseÔÇÖs Story zeigt sie ihr K├Ânnen als klassisch-geschulte Lieds├Ąngerin und kann mit ihrer sensiblen Interpretation ber├╝hren. Svetlana ist f├╝r mich in diesem Musical die einzig wahre tragische Figur, da ihr eine Wahlm├Âglichkeit verwehrt bleibt: Alle anderen Protagonist*innen k├Ânnen f├╝r sich selbst entscheiden. Sie ist ÔÇô vom Ehemann im Stich gelassen ÔÇô einem Regime ausgeliefert, das droht, ihr die Kinder zu nehmen. H├Ąusermann l├Ąsst mit nuanciertem Spiel ihre Rolle mit W├╝rde trauern, ohne eine innere St├Ąrke vermissen zu lassen.

Da wir nun schon zum zweiten Mal diesem musikalischen Schachturnier beiwohnten, hatten wir das Gl├╝ck, zwei unterschiedliche S├Ąnger in der Rolle des Schiedsrichters sehen zu d├╝rfen. W├Ąhrend MacKenzie Gallinger (19.11.) eher der ruhende Pol im Spiel war, der best├Ąndig die F├Ąden in der Hand behielt, gestaltete Benjamin-Edouard Savoie (23.01.) den Part deutlich exaltierter und am├╝sierte mit beinah ÔÇ×monkÔÇťschen All├╝ren.

CHESS braucht einen volumin├Âsen Chor! CHESS bekommt ihn: Unter der versierten Leitung von Chordirektor Mario Orlando El Fakih Hernandez bringen die Damen und Herren die Hymnen ├╝berw├Ąltigend zu Geh├Âr und gefallen ebenso in mancher kleinen Nebenrolle. Unterst├╝tzung erhalten die Solisten zus├Ątzlich durch ein variables Pop-Trio, das sie in ihren Solis stimmstark begleitet. Das Philharmonische Orchester unter der Leitung von Davide Perniceni bzw. Tonio Shiga musiziert absolut auf dem Punkt und meistert gekonnt den Spagat zwischen Pop, Rock und Symphonie. Apropos Spagat: Das ich ein Fan der Ballettcompagnie des Stadttheaters Bremerhavens bin, habe ich schon mehrfach betont, und auch in diesem Fall wurde ich nicht entt├Ąuscht: Ob als kecke Trachtengruppe, als lebensgro├če Schachfiguren oder als Bangkoks Liebesdiener*innen ÔÇô die T├Ąnzer*innen beherrschen ihre Kunst zwischen Sinnlichkeit, ├ästhetik und Athletik perfekt.

Wer gro├čartiges Musik-Theater abseits der gro├čen Metropolen sehen m├Âchte, der MUSS sich auf den Weg nach Bremerhaven machen!

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Kurzweilig, witzig, unterhaltsam.

20.01.2022 - Ein spielfreudiger Cast, nette Musik, ein clever genutztes B├╝hnenbild und eine schwungvolle Inszenierung sorgen f├╝r einen kurzweiligen und witzigen Abend.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


So geht Musical

20.01.2022 - Eine ber├╝hrende Inszenierung mit einer starken Besetzung. Das Landestheater Linz landet mit "Wie im Himmel" einen erneuten Volltreffer.
Chapeau vor dieser Produktion und den ber├╝hrenden Leistungen der Darsteller.

RobMartin (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Muss man gesehen haben

20.01.2022 - Entweder liebt man es, oder man kann nichts damit anfangen. Dem Regisseur Paul Stebbings gelingt der delikate Tanz auf dem Seil, zwischen britischem Slapstick Humor und ber├╝hrendem Drama.
Wo im ersten Akt noch eine Pointe die n├Ąchste jagt, ├╝berrascht der zweite pl├Âtzlich mit Ehrlichkeit und den wichtigen Fragen des Lebens.
Die rockig/poppige Musik von Christian Auer liefer einen frischen Score und einige Ohrw├╝rmer. Wenngleich es zuweilen seltsam ist, dass Tile des St├╝ckes auf Deutsch und andere auf Englisch sind. Aber dies ist vielleicht der Symbiose der American Drama Group Europe mit dem Deutschen Theater zu verdanken.

Es gibt dramaturgische Schw├Ąchen, doch die brilliante Cast t├Ąuscht dar├╝ber mit unglaublicher Spielfreude und k├Ârperlicher Hingabe hinweg. Die Namensliste der Mitwirkenden ist mit nur 5 Schauspielern sehr ├╝bersichtlich, und daher steht und f├Ąllt das St├╝ck mit diesen Leuten.
In diesem Fall war es ein absoluter Volltreffer. Navina Heyne gibt eine tolle Elizabeth und kann stimmlich all ihre Facetten zeigen. Gareth Davies wei├č mit seinem grandiosen Comedy Timing und Gesp├╝r f├╝r das Komische zu ├╝berzeugen. Thomas Borchert zeigt was f├╝r ein Schauspieler in ihm steckt, und gibt eine eindrucksvolle Interpretation des Monsters. Nach all seinen dramatischen Rollen ist es eine erfrischende Abwechslung ihn in einem ganz neuen Rollenfach zu sehen.
Und zuletzt Peter Lewys Preston als titelgebenden Helden der Geschichte. Dieser Mann spielt in seiner eigenen Liga. Man glaubt ihm jedes Wort in jedem Augenblick. Sei es in perfekt getimten Comedy Momenten, oder aber den dramatischen Szenen, die einen die Verzweiflung mitf├╝hlen lassen. Er l├Ąsst einen regelrecht mitf├╝hlen. Ein grandioser Schauspieler und ebenso begnadeter S├Ąnger.

Dieses St├╝ck und vor allem seine Cast sind etwas Besonderes.
Ein Must See.

RobMartin (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


├ťberragende Cast

16.01.2022 - Wir hatten das Gl├╝ck das St├╝ck am 15.01. trotz hoher Inzidenzen mit ausverkauftem Haus zu sehen. Pandemiebedingt fielen gleich drei Nebenrollendarsteller aus, die allerdings brilliant aufgeteilt bzw. vom Haustenor aus dem Off eingesungen wurden, w├Ąhrend der Regieassistent selber spielte. H├Ątte man uns das nicht vorher gesagt, w├Ąre es keinem aufgefallen, so gut eingespielt war die gesamte Cast.

Bieri, Soetenga und Clear brillierten als Protagnisten mit absolut genialer Chemie. Burdarck und Gallinger waren erstaunlich gut in ihren Szenen; das hatten wir absolut nicht erwartet. Ebenso ├╝berzeugte Hutek mit wundersch├Âner, warmer Stimme. Sogar sein Akzent wurde mit beil├Ąufigem Kommentar, dass sein Charakter ├ťberl├Ąufer sei, schlau erkl├Ąrt. Auch die weiblichen Mitglieder des Popchors waren unerwartet gut und harmonierten wunderbar mit den Stimmen der Protagonisten. Einzig H├Ąusermann passte nicht recht hinein in den Klang.

Abgesehen von den Soli, ├╝berraschte uns auch der Opernchor. Nachdem wir schon einige Bremerhavener Musicals gesehen haben, hatten wir uns schon darauf eingestellt, dass die Chorpassagen wieder unverst├Ąndlich und statisch werden w├╝rden. Das Gegenteil war der Fall. Selbst im schnellen Sprechgesang war nahezu der gesamte Text deutlich. Auch die Stimmen der S├Ąnger:innen waren wunderbar mobil und nicht, wie etwa bei Dracula, die ganze Zeit etwas zu langsam und unpassend. Wirklich erstaunlich.

Das minimalistische B├╝hnenbild sorgte daf├╝r, dass man sich sehr viel mehr auf die Beziehungen zwischen den Protagonisten konzentrierte als das Drumherum. Auch die T├Ąnzer wirkten eher wie eine Extension des B├╝hnenbilds als eigene Elemente. Wirklich toll gel├Âst! Das Orchester rundete mit seinem homogene Klang den Abend ab.

Es ist wirklich zu hoffen, dass die anderen Termine auch noch stattfinden k├Ânnen. Dass man Chess live, vor allem im Nordwesten, und in dieser Qualit├Ąt mit gro├čen Namen wie Clear oder Soetenga sehen kann, ist ja doch eher sehr selten. Es lohnt sich tats├Ąchlich und das Theater beweist, dass man auch zu humanen Preisen tolle Produktionen ableisten kann.

Cordeliade (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ber├╝hrende Neuauflage mit guten neuen Ans├Ątzen

08.01.2022 - 15 Jahre nach WICKED in Stuttgart ergab es sich eher spontan WICKED in Hamburg zu sehen und ich habe es nicht bereut.

Dank mittiger Pl├Ątze im hinteren Parkett ein genialer Blick auf das neue und beeindruckende B├╝hnenbild. Was da entsteht ├╝berzeugt voll und ganz. Wirklich vermisst habe ich nichts.

Auch die zun├Ąchst bel├Ąchelten Kost├╝me waren f├╝r mich v├Âllig in Ordnung passen Sie doch in diese Welt die ein wenig an Metropolis und Co. erinnert.

Zur Cast kann man nur sage: WOW. Die 3 Hauptdarsteller (Lois van de Ven als Elphaba) und ansonsten die Hauptcast waren einfach stark. Was f├╝r Stimmen. Welch gute Phonetik und Textverst├Ąndlichkeit. Klasse.

Auch die neuen Arrangements und Orchestrierung ist toll und w├╝rde die gern noch mal h├Âren.

Die Geschichte ist in Teilen etwas ruhiger und dadurch verst├Ąndlicher erz├Ąhlt und riss das Publikum in der zu 2/3 gef├╝llten Flora zu Begeisterungsst├╝rmen hin. Weiter so!

RAIMUND (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Es geht also doch!

08.01.2022 - Meine Begeisterung f├╝r die Musical Produktionen des ETF hat in den letzten Jahren deutlich gelitten. Es war weniger die Qualit├Ąt der Inszenierung, sondern vielmehr die Auswahl der St├╝cke, die das grunds├Ątzliche Problem darstellte. Die technischen und finanziellen M├Âglichkeiten in diesem kleinen (aber feinen) Haus haben ihre Grenzen. Kammerspielartige Miniaturversionen von SATURDAY NIGHT FEVER, SWEENEY TODD oder JEKKYL & HYDE haben mich entt├Ąuscht.
Insofern waren meine Erwartungen an YOUNG FRANKENSTEIN gering.

Trotzdem wurde ich von dem Ergebnis nun ausgesprochen positiv ├╝berrascht.
Die Ausstattung hat sich selbst ├╝bertroffen. Das B├╝hnenbild ist wandelbar, detailliert, stimmungsvoll und l├Ąsst sogar noch ausreichend Platz f├╝r eine temperamentvolle Choreografie.
Eine gro├če Anzahl passender Kost├╝me und ein atmosph├Ąrisches Lichtdesign vervollst├Ąndigen den stimmigen optischen Eindruck.
Die Regie nimmt leichte Ver├Ąnderungen vor (so ist z.B. die urspr├╝ngliche Er├Âffnungsnummer gestrichen), schl├Ągt ein hohes Tempo an und h├Ąlt das St├╝ck permanent und ohne L├Ąngen am Laufen.

Die Besetzung ist eine Offenbarung und rundum in allen Belangen gro├čartig. Gro├če Spielfreude, wunderbare Stimmen und treffsicheres Comedy Timing sorgen f├╝r beste Unterhaltung. (Vorausgesetzt nat├╝rlich, dass man f├╝r den mitunter etwas brachialen Mel Brooks Humor zug├Ąnglich ist.)
Einziger Wermutstropfen ist die musikalische Umsetzung. Brooks schmissiger, jazziger Broadway- und Bigbandsound der Komposition l├Ąsst sich von f├╝nf Musikern nur mit Abstrichen widergeben.
Der kurzweilige Spass und die Freude am albernen Entertainment ├╝berwiegen.
Ein Hoch auf den gro├čartigen Cast!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Passend zur Jahreszeit

28.12.2021 - DIE WEIHNACHSTSFEIER ist eine handfeste Kom├Âdie mit jeder Menge Compilation-Musik. Durch den kaum vorhandenen Handlungsfaden w├╝rde ich es weniger als Musical bezeichnen.

Zwei befeindete Mitarbeiterinnen einer Spedition zicken und zoffen bei der gemeinsamen Vorbereitung der betrieblichen Weihnachtsfeier. Das war es auch schon.
Buch, Text und Inszenierung von Ingmar Otto geraten dabei schon einmal ins Stottern.
Die Rettung naht dann in Form der beiden gro├čartigen Darstellerinnen Maike Katrin Merkel und Maja Sikora.
Mit jeder Menge Stimmpower und Spielfreude rocken sie das einaktige Zweipersonen-St├╝ck. Der Spa├č und das Tempo sind immer am gr├Â├čten, wenn gesungen wird. Dabei hat das Repertoire einen irrwitzigen Spannbogen und reicht von klassischen Weihnachtsliedern ├╝ber Rammstein bis Rolf Zuckowski.

Unterm Strich ist DIE WEIHNACHSTSFEIER ein recht kurzweiliger Spa├č, den man gesehen haben kann, aber nicht mu├č.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolle Unterhaltung

17.12.2021 - Die Vorstellung hat wirklich Spa├č gemacht. H├Ątte nicht gedacht, dass mir diese stereotyp Parade so gut gef├Ąllt. Das klingt erst mal negativ, die Show rattert immerhin ohne Pause ├╝ber die nicht ausgearbeiteten Charaktere dr├╝ber. Das ist in dem Fall auch gut so und unterh├Ąlt bestens.

F├╝r mich das visuelle Highlight, die funkelnde H├Âhle. Ansonsten finde ich das B├╝hnenbild eher entt├Ąuschend und das Lichdesign verdeckt die grunds├Ątzliche Einfachheit.
Die Flugteppich Szene fand ich in der Disneyland Anaheim Version visuell deutlich eindrucksvoller, auch wenn diese in Stuttgart sch├Ân anzusehen ist.

Maximilian Mann ist als Genie gro├čartig besetzt. Der Genie rettet vor allen Dingen die Show, da durch in klar ist, das St├╝ck ist einfach da zur Unterhaltung. Nichts anderes. Und die Unterhaltung wird in Stuttgart durchweg sehr gut und sehenswert geliefert.


Tolle Unterhaltung

17.12.2021 - Die Vorstellung hat wirklich Spa├č gemacht. H├Ątte nicht gedacht, dass mir diese stereotyp Parade so gut gef├Ąllt. Das klingt erst mal negativ, die Show rattert immerhin ohne Pause ├╝ber die nicht ausgearbeiteten Charaktere dr├╝ber. Das ist in dem Fall auch gut so und unterh├Ąlt bestens.

F├╝r mich das visuelle Highlight, die funkelnde H├Âhle. Ansonsten finde ich das B├╝hnenbild eher entt├Ąuschend und das Lichdesign verdeckt die grunds├Ątzliche Einfachheit.
Die Flugteppich Szene fand ich in der Disneyland Anaheim Version visuell deutlich eindrucksvoller, auch wenn diese in Stuttgart sch├Ân anzusehen ist.

Maximilian Mann ist als Genie gro├čartig besetzt. Der Genie rettet vor allen Dingen die Show, da durch in klar ist, das St├╝ck ist einfach da zur Unterhaltung. Nichts anderes. Und die Unterhaltung wird in Stuttgart durchweg sehr gut und sehenswert geliefert.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


KuÔÇÖdamm 56-

07.12.2021 - Ich habe am letzten Sonntag die Vorstellung von KuÔÇÖdamm 56 gesehen.Ich war mehr als entsetzt,man ist von Stage-Entertainment eine andere Qualit├Ąt gewohnt.Es h├Ątte dem St├╝ck gut getan,sich eine Geschichte heraus zusuchen.Das B├╝hnenbild kam mir eher so als w├Ąre es die Deko einer Probeb├╝hne,die Regie hat sich verzettelt und man merkt das die Show nicht sauber gearbeitet ist,und eher mit der heissen Nadel.W├Ąhrend die Eisk├Ânigin eine Kulissenschlacht ist,und nur 2,5 h Spieldauer hat,zieht sich KuÔÇÖdamm 56 wie Kaugummmi.Die Darsteller singen gut,aber das Gesamte kommt ├╝ber eine 4- bei mir nicht hinaus,allein schon das man ehnlich hohe Preise f├╝r KuÔÇÖdamm 56 bezahlt wie bei allen anderen Stage-Produktionen.

Theaterg├Ąnger007 (6 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


Absolut solide und tolle Cast

04.12.2021 - Es ist Tanz der Vampire ist solide auf der B├╝hne. Das Timing gerade im kom├Âdiantischen Bereich ist auf den Punkt.
Die Cast ist grundlegend sehr gut besetzt. Allen voran Alfred, Sarah, Abronsius und Magda. Sie trugen den Abend. Alfred war am besuchten Abend Michiel Janssens.
Einzig der Graf stach nicht heraus. Kom├Âdiantische Pr├Ąsenz, stimmlich ging er in der Cast unter. F├╝r das St├╝ck empfinde ich es als Problem, da es sich um die doch Zentrale Figur handelt. Beim ÔÇ×GebetÔÇť h├Ârte man ihn nicht raus. ÔÇ×Totale FinsternisÔÇť war belanglos.
Der Sound war gut. Bei zwei St├╝cken klang es ein wenig ÔÇ×vom BandÔÇť, ansonsten war genug Klang im Saal. Wenn man ├Ąltere Produktionen kennt, ist man dennoch wehm├╝tig wenn man h├Ârt, was da heute wenig aus den Graben kommt. Von klanglicher Opulenz keine Spur, was die Musik so sehr br├Ąuchte.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Vertane Chance

29.11.2021 - Wenn es eine Auszeichnung daf├╝r g├Ąbe, m├Âglichst viele verschiedene St├╝cke gleichzeitig auf die B├╝hne zu bringen ÔÇô ÔÇ×KuÔÇÖdamm 56ÔÇť h├Ątte sie definitiv verdient. Leider ist dies die einzige Auszeichnung, die diese Versatzst├╝ck-Sammlung von zig zeitlich stattfindenden, unterschiedlichen Ideen, von denen kein Element so recht zueinander passen mag, verdient hat.

Ein konfuses, ├╝berfrachtetes Buch, eine banale Sammlung von nichtssagenden Liedern (als koh├Ąrenten ÔÇ×ScoreÔÇť kann man diese Komposition leider nicht bezeichnen), die mehrfach an der Grenze zur Peinlichkeit entlangschrammenden, schlecht gereimten Liedtexte, blasse Choreografien ohne durchgehende Handschrift, ein merkw├╝rdig-abstrakt-modernes B├╝hnenbild gepaart mit farblosen 50er-Jahre-Kost├╝men ÔÇô dazu eine unfokussierte Regie, die den ganzen Abend ├╝ber nicht wei├č, was sie mit den vielen vielen einzelnen Elementen (und den durch die Bank guten Darsteller*innen) anfangen soll, geschweige denn es auch nur ansatzweise schafft, alles zu einem stringenten gro├čen Ganzen zusammenzuf├╝genÔÇŽ Was dort auf der B├╝hne des altehrw├╝rdigen Theaters des Westens stattfindet, w├╝rde im englischen wohl am ehesten als ÔÇ×hot messÔÇť bezeichnet werden.

Doch der Reihe nach: Anette Hess, hochdekorierte Film- und Fernsehen-Autorin (und nach eigener Aussage bis dato kein Fan des Genres Musical) hat ihr eigenes Buch der Serien-Vorlage f├╝r die Musicalfassung adaptiert. Leider gelingt es ihr dabei nicht, die vielen Handlungsstr├Ąnge zu sortieren und an den richtigen Stellen zu b├╝ndeln. Des Resultat ist ein ├╝berfrachtetes Buch, das zu viele Themen in zu wenig Zeit unterzubringen versucht ÔÇô und dadurch leider keiner der diversen Parallel-Geschichten den n├Âtigen Raum l├Ąsst, ihre Wirkung richtig zu entfalten.

Darunter leidet nicht nur der Gesamteindruck des St├╝ckes, sondern vor allem die beiden Hauptfiguren. Den anderen Frauenfiguren wird soviel Raum zugesprochen, dass ├╝ber weite Teile des Abends Monikas Geschichte (die ja eigentlich die zentrale Story der Show ist) fast in den Hintergrund tritt, was nicht zuletzt daran liegt, dass fast alle anderen Frauenfiguren auf der B├╝hne spannender sind als die weibliche Hauptrolle, die sich ÔÇô von der Regie weitgehend allein gelassen ÔÇô von Szene zu Szene tolpatscht und dabei haupts├Ąchlich damit besch├Ąftigt ist, die obligatorische dicke Brille (wie oft wird dieses Klischee-Requisit eigentlich noch bem├╝ht, um die Aussenseiterin zu kennzeichnen?!) geradezur├╝cken oder im wahrsten Sinne des Wortes ├╝ber die B├╝hne zu stolpern.

Leider ist dies nicht die einzige Figur, bei der sich die ÔÇ×PersonenregieÔÇť darauf beschr├Ąnkt, ├╝ber ein oder zwei ├äusserlichkeiten den kompletten Charakter zu definieren. Am auff├Ąlligsten ist das bei Mutter Caterina Sch├Âllack, die 90% ihrer Zeit auf der B├╝hne mit versteinerter Miene in immer gleicher matronenhafter Pose und in die H├╝fte gestemmter Hand verbringen muss, egal ob sie singt, spielt, steht, l├Ąuft etc. Einzig in der (ziemlich unangenehmen) Szene, in der Darstellerin Katja Uhlig einen kompletten Song lang masturbierend auf der B├╝hne sitzen muss, w├Ąhrend ├╝ber ihr ihre T├Âchter ein Lied singen, wird diese ansonsten in Stein gemeisselte Gestik aufgel├Âst ÔÇô und zum Ende des St├╝ckes hin, wenn sie ihren Sinneswandel dadurch illustrieren muss, dass sie (├ťberraschung!) ihren ansonsten strengen Dutt ├Âffnet und ihr Haar sch├╝ttelt.

Am auff├Ąlligsten ist die schwache bzw. nicht vorhandene Figurenzeichnung im St├╝ck jedoch bei der Rolle des Freddy, den David Jakobs mit Charme und gewohnt toller Stimme und Ausstrahlung zum Leben zu erwecken versucht. Problem bei dieser Figur ist leider, dass die Rolle erst sehr sp├Ąt im Laufe des St├╝ckes von der Autorin als solche etabliert wird. Bis dahin ist David Jakobs allerdings schon mehrere Male auf der B├╝hne aufgetaucht und hat diverse Songs gesungen ÔÇô ohne dass man als Zuschauer w├╝sste, wer er ist. Diverse Kommentare in der Pause zu David Jakobs Rolle als ÔÇ×Conf├ęrencier der ShowÔÇť sprechen da B├ĄndeÔÇŽ wenn weite Teile des Publikums nach der H├Ąlfte des St├╝ckes immer noch nicht wissen, wer die m├Ąnnliche Hauptfigur ist, gibt es definitiv ein Problem mit der Figurenzeichnung im Buch.

Dabei helfen auch nicht die diversen Logik-Fehler in der Handlung. So singt Freddy zwar das Opening ÔÇ×MonikaÔÇť, einen sehr ausf├╝hrlichen Song in dem die weibliche Hauptfigur beschrieben wird ÔÇô kennenlernen tut er diese im St├╝ck aber erst diverse Szenen sp├Ąter.

├ťberhaupt machen viele der Songs im Kontext der Handlung wenig Sinn. Als Beispiel sei hier die ÔÇô offensichtlich als Radio-kompatibler Hitsong komponierte ÔÇô Nummer ÔÇ×Berlin, BerlinÔÇť genannt, die zwar als eing├Ąngiger Popsong und Hymne auf die Stadt durchaus funktioniert, im Rahmen der Handlung allerdings keine wirklich Funktion hat, ausser dass David Jakobs zum wiederholten Mal zwischen zwei Szenen auf die B├╝hne kommt, einen Song singt und danach wieder verschwindet.

Ansonsten besteht die Musik aus einer zusammengew├╝rfelten Ansammlung an Songs, die weder eine eigenst├Ąndige Handschrift noch eine durchg├Ąngige musikalische Sprache f├╝r das St├╝ck erkennen lassen. Versuchen sich die Komponisten im ersten Akt zumindest ab und zu noch halbherzig daran, einige Nummern im 50er-Jahre-Pastiche-Stil zu schreiben, werfen sie dies sp├Ątestens nach der Pause mehr oder weniger komplett ├╝ber Bord und bewegen sich auf vertrautem 90er-Pop/Rock-Terrain. Dabei sind zwar durchaus einige interessante Songs entstanden, die auch von der sehr guten Band unter der musikalischen Leitung von Caspar Hachfeld ├╝berzeugend umgesetzt werden ÔÇô die meisten davon verfehlen jedoch im Kontext der Show ihre Wirkung als Teil eines koh├Ąrenten Musical-Scores, der die Handlung voranbringen oder die Figuren charakterisieren w├╝rde.

So unausgegoren wie die Musiksprache ist auch die visuelle Seite der Show. Triste 50er-Jahre Kost├╝me ohne charakterspezifische Details treffen auf ein abstrakt-modernes B├╝hnenbild, das zwar durchaus optisch einiges zu bieten hat (vor allem im Zusammenspiel mit dem ansprechenden Lichtdesign), mit seinen Bauger├╝st-artigen B├╝hnenaufbauten und den br├Âckelnden Backsteinw├Ąnden im Hintergrund allerdings ÔÇô neben den offensichtlichen Anleihen bei ÔÇ×HamiltonÔÇť ÔÇô eher aussieht, als w├╝rde das Ensemble gleich ÔÇ×Seasons Of LoveÔÇť anstimmen und doch lieber ÔÇ×RentÔÇť auff├╝hren (was wahrscheinlich eine gute Idee w├Ąre).

Es spricht ja nichts dagegen, einen Stoff modern und abstrahiert f├╝r die B├╝hne zu adaptieren. Ob allerdings gerade DIESER Stoff daf├╝r geeignet ist, bleibt zu bezweifeln. Die Serie lebte ja sehr von der detaillierten Zeichnung des Berlins der 50er-Jahre in all seiner Nachkriegs-Spie├čigkeit. Wenn man diese jedoch optisch komplett eliminiert und die muffige Enge und Pl├╝schigkeit der diversen Spielorte durch abstrakte Bauger├╝ste ersetzt, die diese Atmosph├Ąre in keiner Sekunde des Abends auch nur ansatzweise erschaffen (oder klar erkennbare Spielorte definieren), bleibt auch optisch nicht viel ├╝brig, gegen das Monika rebellieren kann.

Der konfuse Gesamteindruck ist umso ├Ąrgerlicher, als dass es immer wieder kurze Momente gibt, in denen f├╝r Sekunden aufblitzt, was dieser Abend eigentlich h├Ątte sein k├Ânnen ÔÇô n├Ąmlich ein durchaus spannendes Musical.

Leider ist weder den Autor*innen noch der Regie gelungen, diesen Eindruck f├╝r mehr als einige wenige Momente zu erreichen. Der gr├Â├čte Teil des Abends ist leider eine ziemlich ├╝berfl├╝ssige Musical-Adaption, deren ├╝berfrachtetes Buch, banale Songs und das Fehlen einer durchg├Ąngigen Handschrift, die den Abend zusammenhalten w├╝rde, eher langweilen und ver├Ąrgern als gut unterhalten.

Dies ist umso ├Ąrgerlicher, weil auf der B├╝hne ein durch die Bank gutes und talentiertes Ensemble steht und man eigentlich alle M├Âglichkeiten gehabt h├Ątte, einen guten Theaterabend zu erschaffen.

So verl├Ąsst man das altehrw├╝rdige Theater des Westens leider (mal wieder) mit einem schalen Nachgeschmack und in der Hoffnung, dass dort bald endlich wieder ein gutes St├╝ck aufgef├╝hrt wird, das diesem wunderbaren Haus gerecht wird.

ÔÇ×KuÔÇÖdamm 56ÔÇť ist es nicht.

[titeldershow] (erste Bewertung)


Wirklich tolle Produktion

28.11.2021 - Nachdem wir das St├╝ck nun auch am Samstag gesehen haben kann man nur festhalten, dass sich die Fahrt nach Solingen mehr als gelohnt hat. Das war wirklich ganz hervoragende klassische Musicalunterhaltung mit einem St├╝ck, dass hierzulande viel zu selten gespielt wird. Und das obwohl es sich f├╝r die Stadttheater ja geradezu aufdr├Ąngt bei der Besetzung der Rollen. Sei es drum, hier haben alle wirklich was verpasst, die nicht nach Solingen gefahren sind. ;)

Musik, Darsteller, Regie, Choreografie, B├╝hnenbild, das wirkte alles rund und stimming und auch hohem Niveau. Vielen Dank an alle Beteiligten.

MyMusical (26 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Charmante Produktion, die gute Laune macht.

25.11.2021 - Gil Mehmert hat das doch eher altmodische Musical schwungvoll inszeniert und sorgt f├╝r einen unterhaltsamen Abend mit einer durchweg ├╝berzeugenden Besetzung. Die hohe Qualit├Ąt der Folkwang-Studenten wird wieder einmal mehr als deutlich. Wer "She Loves Me" noch nicht kennt, sollte sich dieses doch eher selten gespielte St├╝ck unbedingt anschauen. Man geht gut gelaunt nach Hause.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bunt jedoch streckenweise sehr langatmig

20.11.2021 - Die Lobeshymnen der Presse und im Netz zur neuen Grand Show kann ich nur bedingt nachvollziehen.

Sicher hat man nach Corona "geklotzt" und die Spielfreude des Ensembles war grandios. Die Vorzeichen standen gut.

Das aber reicht nicht um 1800 Menschen zu begeistern. Erstmals gab es an dem Freitagabend des Besuchs keine Standing Ovations am Ende. Das habe ich bisher im Palast noch nie erlebt. Der Funke mag nicht wirklich ├╝bergesprungen sein.

Die B├╝hne h├Ąlt viele ├ťberraschungen bereit ist aber recht leer. Erst zum 2. Teil wird f├╝r 15min Wasser als Element genutzt und das ist sehr schade. Es spritzen ein paar bunte Font├Ąnen und das Ensemble macht sich die Kn├Âchel kurz nass, aber da hatte ich pers├Ânlich mehr erwartet.

Effektvoll stattdessen der Wasserfall links und rechts aus den Treppen der fast mehr begeisterte. Genial bei dieser Show das Licht. Der Lichtring wird gekonnt gekippt, und versenkt und schafft es unglaubliche Szenenbilder zu erschaffen. Das war eines der Highlights f├╝r mich.

F├╝r eine 2,5h Show (mit 25min Pause) sind leider 2 artistische Darbietungen wenig. Diese sind zwar Top aber einfach nicht genug.

Wie in der offiziellen Bewertung bereits erw├Ąhnt wurde tr├Ągt die Company die Hauptlast der Show. Diese tragen ihre Nummern in gewohnter Qualit├Ąt vor aber alles schon x-mal gesehen. Da werden Kost├╝me und Roben zur Schau gestellt wie auf einer Modenschau in Paris. Genial ist das Ballett des Hauses dann wenn einzelne Solisten z.B. die Nummer auf der gekippten Scheibe darbieten.
Auch das Hand-Schattenspiel (eine Aufnahme) die abgespielt und mit 4 weiteren H├Ąnden erg├Ąnzt wird wei├č zu ber├╝hren.

Die Musik ist wieder einmal das schw├Ąchste an der Show. Nicht eine Nummer ist wirklich eing├Ąngig oder einer Revue geb├╝hrend. Zudem wird immer mehr englisch und mit starkem Akzent gesungen oder gesprochen. Sehr bedauerlich.

Ganz ├╝bel der nicht enden wollende Opener des 2. Teils. Eine f├╝r sich sicher k├╝nstlerisch einwandfreie Darbietung eines Ensembles vor Spiegeln auf Klappst├╝hlen die in gef├╝hlt 10min immer und immer wieder die selben Moves zelebrieren und sich entbl├Ąttern. Dazu br├╝llen Sie 30 mal oder mehr irgend etwas hebr├Ąisches in den Saal und einer f├Ąllt vom Stuhl. - Eine Qual und kein Opener einer Grand Show nach der Pause.

Ebenso hat eine Grand Show ja keinen roten Faden in der Storyline sondern der Palast spricht von einem roten Band. Selbst dieses "verbindende Band" ist nur schwer zu verstehen und man erahnt nur was das ganze soll.

Erschreckend am Buch das Cameron der Fotograf was weniger auf der B├╝hne ist als die Zeit. Und die ist bei manchen Nummern einfach z├Ąh. Die dem Protagonisten verloren gegangene Muse stellt sich in einer echt unterirdischen Nummer als "Puffmutter" in einem Boudoir voller Lust und S├╝nde dar. Wenn das die Muse sein soll - herzlichen Gl├╝ckwunsch. Das war weder erotisch noch passend. Kein Applaus bei dieser Nummer.

Alles in allem eine bedingt unterhaltsame und langatmige Show mit wenigen artistischen Highlight.

Da wo VIVID noch etwas Humor und Spass bot, ist dieser nun ganz abhanden gekommen. Schade eigentlich.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Auferstehung?!

17.11.2021 - Der Friedrichstadt Palast mit seinen herausragenden Revuen muss sicher nicht auferstehen. Dennoch ist die neue Show ARISE nach der Z├Ąsur des Lockdowns und den problematischen Bedingungen, die sich einer Gro├činszenierung zu Zeiten einer globalen Pandemie in den Weg stellen, von besonderer Bedeutung.

Das Besondere an ARISE ist, dass alles wie immer ist.
Auch diese neue Show ist riesiges Revue-, Show-, Ausstattungsspektakel auf Entertainment-Weltniveau.
Das Kernst├╝ck des Palastes, das gro├če Corps de Ballet und seine Solisten sind in Topform. Die Artistik hat internationales Spitzenniveau. Der Ausstattung sieht man ihren Millionen-Etat an. Kost├╝me (Stefano Canulli) und Choreografie sind im Vergleich mit VIVID (zu meiner pers├Ânlichen Freude) wieder deutlich erwachsener geworden und orientieren sich an franz├Âsischen Revue Produktionen. Gesangssolisten wie Frank Winkels, Tertia Botha und Kediesha Mc Pherson sind souver├Ąn.
ARISE hat eine stimmige Dramaturgie, die sich bis zum Finale steigert.
Der nur angedeutete Handlungsfaden und die schablonenhaften Charaktere sind durch das Genre bedingt und nicht als Manko zu beurteilen.

ARISE ist Revue at its best und eines der theatralischen Highlights von Berlin.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Afrika in Hamburg

01.11.2021 - Nach 4 Jahren nach meinen 1.Besuch in K├Ânig der L├Âwen / The Lion King in London hatte ich am Sonntag den 24.10. im Rahmen meines 1.Hamburg Tripps auch mit Disney's K├Ânig der L├Âwen im Stage Theater im Hafen zum 2. Mal , dieses mal in Deutsch , sozusagen als Vergleich mir anzuschauen. 1. Muss ich zu der hier h├Âchstm├Âglichen Bewertung von 5 Sternen ein inoffiziellen Stern dazugeben f├╝r die Location und die Shuttle - F├Ąhre da beginnt die Magie schon vor dem eigentlichen Theater Besuch. Auch das Musical selber hat f├╝r mich an sich absolut nichts an Fazination vom 1. Mal verloren. Die Cast war grandios und vom schon hier und auch auch auf anderen Bewertungsseiten monierte schlechte Deutsch des intanationalen Cast, kann ich absolut nicht zustimmen, f├╝r mich war die Cast sehr gut zu verstehen und zumindestens an dem Abend konnte ich die Kritiken zur Phonetik nicht nachvollziehen.

Nun mal zu ein paar Darstellern meine pers├Ânliche Meinung.

1.Rafiki : Bongiwe Malunga: Absolut grandiose Darstellerin von Rafiki die der Rolle schauspielerisch wie auch mit ihrer grandiosen Stimme echt ausgef├╝llt und gelebt hatte. Ihr : Ewiger Kreis, Rafiki's Totenklage und Er lebt in dir , waren einfach Weltklasse. Und noch dazu hat sie einen Humor da hat es mich sehr oft vom Sitz gehauen vor lachen.

2. Zazu: Joachim Benoit: Er ist wohl das " L├Âwenurgestein" und der ber├╝hmteste deutschsprachige Zazu ├╝berhaupt und beim spielen von Zazu hat man es echt gemerkt , es war nicht nur gespielt Joachim ist einfach Zazu und f├╝r mich auch der Darsteller auf den ich mich am meisten gefreud hatte , spielen zu sehen. Einfach nur grandios.

Mufasa: OJ Lynch: Ein echt toller S├Ąnger und Schauspieler mit einer sehr warmen und angenehmen tiefen Stimme. Er hat die w├Ąrme und F├╝rsorge des Mufasas einfach auf den Punkt gebracht.

Simba ( Klein und Gro├č): William : F├╝r seine jungen Jahre sehr guter Schauspieler , seine Trauer um Mufasa war sehr ├╝berzeugend und "Ich will jetzt gleich K├Ânig sein und den Kinder - Part von Hakuna Matata"sehr gut und mit viel Energie gesungen.

Hope Maine ( Simba im jungen Erwachsenen Alter): Hat seine Rolle on Point gebracht ob es der ruhelose " L├Âwe" war oder als seine Erinnerung an den Tod seines Vaters wie gel├Ąhmt hatte wurde sehr glaubhaft gespielt und man hat richtig mitgef├╝hlt.Und der Song Endlose Nacht war echt mit Gef├╝hl gesungen wurden.

Super waren auch: Noemi und Andrea Sanchez als Nala ( Klein & Gro├č), Isata Kamara als K├Ânigin Sarabi, Victor Barreto als Scar ( Cover).

Und nat├╝rlich zusammen mit Rafiki und Zazu die Show Highlits des Abends:
Die Hy├Ąnen Shenzi, Banzai und Ed, gespielt von : Sophia Wezer, Simon Gwala und Alex Brito.Einfach immer wieder mega lustig die Hy├Ąnen.

Und last but not least die 2 Publikumslieblinge Timon und Pumba: Sean Gerard ( Cover Timon) & S'Thembiso Keith Mashiane.

Zu meinen Highlight Songs geh├Âren:
Der Ewige Kreis
Sie leben hier / Er lebt in dir
Seid bereit
Ich will jetzt gleich K├Ânig sein
Putz weg
Schattenland
Hakuna Matata
Endlose Nacht und
Kann es wirklich Liebe sein

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Wunderbare Inszenierung

24.10.2021 - Gerade zur├╝ck aus Solingen und den 5 Sternen w├╝rde ich mich hier anschlie├čen wollen. Das war ganz wunderbare Musicalunterhaltung in einer sehr gelungenen Inszenierung.

MyMusical (26 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Sensationell gut...

24.10.2021 - Ein perfides St├╝ck Musiktheater, clever geschrieben, mit einfachen Mitteln gro├čartig inszeniert und mit Michael Heller und Kevin K├Âhler ├╝berzeugend besetzt.
Ein Must See!

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Eine absolut bewegende Lebensgeschichte einer Musiklegende

24.10.2021 - Am gestrigen Samstag 23.10. hatte ich endlich die Gelegenheit mir Tina Das Tina Turner Musical auf meinen zugebenerma├čen 1. Hamburg Tripp anzuschauen. Absolut gro├čartiges Musical mit der bewegenden Geschichte einer der Ausnahmek├╝nstlerinnen ├╝berhaupt. Ich pers├Ânlich fande die Mischung aus deutscher ├ťbersetzung und im original gelassenen oder die Kombi aus beiden der Tina Songs sehr gut. Die Cast war echt spitzen klasse vor allem wenn man bedenkt dasss es gerade mal die 2. Woche f├╝r sie war. Besonders hervorheben m├Âchte ich Aisata Blackman als Anna Mae / Tina Turner, die die Rolle in allen ihren Facetten grandios gespielt hat um nicht zusagen sie hat die Rolle gelebt.

Zu meinen Highlight Songs geh├Âren: Schau nur nach vorn ( Don't turn around): Bei den Song wusste ich bisher nicht mal dass es ├╝berhaupt ein Song von Tina war, ich kannte nur ( offensichtlich ) die ( Cover- ) Version von Ace of Base muss ich ehrlich zugeben
Proud Mary ( auch wenn die Szene echt krass war am Ende)
Ich werd weiter tanzen ( Privat Dancer)
What's Love got to do with it
Wir wollen keine neuen Helden
Und nat├╝rlich der Tina Turner Song ├╝berhaupt:( Simply ) The Best

Von mir gibt es eine klare Weiterempfehlung. Und ich bin mir sicher es wird nicht das letzte Mal gewesen sein, dass ich mir Tina anschauen werde, ich komme definitiv wieder.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Eine Meisterleistung von Regie und Darstellern

21.10.2021 - DIE DREIGROSCHENOPER ist sicher eines der wichtigsten St├╝cke deutscher Weltliteratur, die man auf den Theaterb├╝hnen der Welt sehen kann.
Dementsprechend h├Ąufig wird das Schauspiel mit Musik inszeniert und interpretiert.
Eine rundum gelungene Auff├╝hrung dieses Meilensteins des Musiktheaters ist in den Kammerspielen des Theaters in der Josefstadt zu sehen.

Regisseur Torsten Fischer l├Ąsst das St├╝ck in einem zeitlosen, eleganten, antiseptisch anmutendem Ambiente beginnen. Mit voranschreitender Handlung zerf├Ąllt dieser Eindruck mehr und mehr. Zunehmend treten H├Ąsslichkeit, Verfall und Unmoral unter der nur hauchd├╝nnen Oberfl├Ąche zu Tage.
Dem Kreativteam gelingen dabei immer wieder vision├Ąre (Theater-) Bilder, die sich nachhaltig in das Bewusstsein einbrennen. Grandios ist das stolze Schaulaufen zu Beginn auf den schiefen Ebenen. Unter die Haut geht das M├Ąrtyrium von Macheath. Intensiv wirkt der zeitlupenartige Vorsto├č des gesamten Ensembles in den Zuschauerraum. Man k├Ânnte noch eine ganze Reihe von brillanten Inszenierungseinf├Ąllen nennen.

Die K├╝nstler auf der B├╝hne sind durch die Bank Brecht/Weill-Interpreten von Rang und w├╝rden es auf jeden Fall verdienen einzeln gew├╝rdigt zu werden.
Stellvertretend sei Claudius von Stolzmann genannt. Sein Macheath ist ebenso schauspielerisch fein austarierte Glanzleistung wie brachialer, schonungsloser Vollk├Ârpereinsatz. Eine ehrfurchtgebietende Leistung!

Mein Kompliment und mein Dank an alle Beteiligten dieser Auff├╝hrung f├╝r einen herausragenden Theaterabend.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein Klassiker

08.10.2021 - Auch wenn schon vor Jahren angek├╝ndigt wurde, dass die Vampire jetzt angeblich "f├╝r immer" aus Deutschland verschwinden, kommen sie doch hartn├Ąckig immer wieder und bei├čen sich durch. Und das ist auch gut so, denn auch ohne gro├če Neuerungen z├╝ndet die Show auch im Jahr 2021 immer noch. Ein Klassiker eben. Nicht mehr ganz frisch, aber immer wieder gut.

Sandrine (21 Bewertungen, ∅ 4.1 Sterne)


Beitrag vom 07.10.2021 gesperrt

Samira (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Tolle Auff├╝hrung des Klassikers

03.10.2021 - Cats hatte ich zum letzen Mal in London gesehen. Noch im New London Theater, jetzt Gillian Lynne Theater.
Mit dem zeitlichen Abstand und vielleicht einer gewissen Reife, ist mir nun bewusst, wieso Cats ein gro├čer Erfolg war bzw. immer noch ist.

Gerade die tolle Choreografie macht das St├╝ck am Ende aus und ich bin froh es wieder gesehen zu haben.

In Wien hat mich besonders beeindruckt, wie Grizabella in den Heavyside Layer aufstieg und mit dem Firmament verschmolz. Das war neben den gro├čen Tanzszenen mein pers├Ânliches Highlight.

Es ist auch toll, dass so ein gro├čes Orchester aufspielt. Gerade in den gro├čen Tanzszenen kann die Produktion damit punkten. Nur wieder hatte ich mein pers├Ânliches Problem mit der Abmischung des Tons. Ich werde in Wien damit offensichtlich nicht gl├╝cklich.

Einige Rollen waren zudem nicht mit verst├Ąndlichen Darstellern besetzt und gerade die ÔÇ×KatzeÔÇť, die einen Teil von Memory mit sang, fand ich stimmlich gew├Âhnungsbed├╝rftig. Das war Schade, da f├╝r mich eigentlich der G├Ąnsehautmoment im St├╝ck.

Grizabella wurde an dem Abend von Wietske van Tongeren gespielt. Sie gefiel mir sehr gut in der Rolle.

F├╝r mich eine absolute Empfehlung, den Klassiker in Wien zu anzusehen. Dem St├╝ck t├Ąte es jedoch besser gleich in Englisch gesungen zu werden. Der Deutsche Text war f├╝r mein Empfinden teilweise recht sperrig.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gro├čartiges Orchestermusical mit Tiefgang auch in Pforzheim

03.10.2021 - Knapp 19 Jahre nach der Erstauff├╝hrung in Hamburg wurde nun Titanic in Pforzheim endlich zu Wasser gelassen. Was f├╝r ein grandioser Abend nach der langen Corona-Pause. Aber im Einzelnen.

REGIE

Das Regieteam um Janne Geest und Chris Murray (der auch gleichzeitig Thomas Andrews spielt) hat sich einen interessanten Regiekniff einfallen lassen. Die Show beginnt in einem Museum mit in denen neben dem geborgenen L├╝ster der Titanic auch diverse Gegenst├Ąnde und Schmuck ausgestellt werden, der bei der Bergung in den 1980er Jahren gefunden wurde. Die Besucher verlassen das Museum. Pl├Âtzlich spielt das Piano wie von Geisterhand ÔÇ×HerbstwindÔÇť und in bester Phantom-Manier steht da pl├Âtzlich Thomas Andrews als ÔÇ×GeistÔÇť in der Ausstellung und k├Ąmpft mit der Vergangenheit. Er z├╝ckt sein Notizbuch und die Szenerie erwacht zum Leben. Nach und nach stell er (nicht Alice Beane) die einzelnen Protagonisten vor. Auch wenn der Ansatz nicht unbekannt ist (siehe Disneys AIDA ÔÇŽ) war er dennoch effektvoll. Andrews ist ab da fast st├Ąndig auf der B├╝hne auf der Br├╝cke oder begleitet die Szenerie mit Mimik und Kommentaren. Bei Titanic geht es ja auch immer ein wenig um die Frage wer hat eigentlich schuld. Die Inszenierung gibt hier eine eindeutige Antwort, welche aber an der Stelle nicht verraten wird. Da einige Nummern doch deutlich langsamer interpretiert werden als bsp. auf den Aufnahmen 1997/2002 hat die Show eine L├Ąnge von 3h incl. Pause. Daf├╝r kommen aber die wunderbaren Texte von Wolfgang Adenberg noch besser zur Geltung, die hier ohne ├änderungen zum Vortrag kommen. Toll.

B├ťHNE / KOST├ťM

Karel Spanhak hat ein spannendes Set und teils ausladende ja zeitgem├Ą├če Kost├╝me geschaffen die sich je nach Passagierklasse nat├╝rlich abgestuft pr├Ąsentieren. Dazu nutzt er alle technischen M├Âglichkeiten die die B├╝hne des Stadttheaters bietet. Eingerahmt in riesige Stahlw├Ąnde kommt die klassische Gangway der White Star Line genauso zum Einsatz wie die opulente Treppe zum gro├čen Saal. Daneben werden die Hubpodien genutzt. Neben dem Kesselraum wird darin auch die verzweifelte Flucht der 3. Klasse Passagiere illustriert. Zum Ende des ersten Aktes dann auf 3 Ebenen bei ÔÇ×Kein MondÔÇť. Die Untergangsszene wird mittels Strobo-Licht und einer teils stark geneigten B├╝hne illustriert und stellt sicher f├╝r die Darsteller eine Herausforderung dar. Dazu kommt ein gutes Licht insb. auch was die Lichtstimmungen betrifft. Es gen├╝gen wenig Requisiten um den Eindruck zu vermitteln.

MUSIK

Die Musik zu Titanic z├Ąhlt seit 1997 zu den eindrucksvollsten Orchesterpartituren f├╝r mich pers├Ânlich. Titanic ist ja fast durchkomponiert bzw. hat in den wenigen Sprechszenen ein Underscoring, welches Stimmungen vermittelt. Die Badische Philharmonie spielt grandios auf, wenngleich einige Nummern viel langsamer vorgetragen werden als man das kennt. Das tr├Ągt nat├╝rlich in den gro├čen Chorszenen auch sehr zur Textverst├Ąndlichkeit bei. Diese war diesmal in Pforzheim zudem wirklich ohne Beanstandungen. Ansonsten bietet die Partitur viel Schmelz und spielt mit den Musikstilen der Zeit. Fetzig wie immer der Ragtime im 1. Akt und die gro├čen Ensembleszenen in denen Orchester und Chor eine unglaubliche Wucht entfalten.

CAST

Neben Chris Murray als starken Thomas Andrews begeistern unter anderem Philipp Werner als Heizer und Benjamin Savoie als Funker und ber├╝hren mit Ihren Soli. Insgesamt wurde ja gr├Â├čtenteils auf das Hausensemble, Chor und Extrachor des Hauses zur├╝ckgegriffen und das st├Ârt bei dieser eher operettenhaften Partitur nicht. Die Ch├Âre haben eine unglaubliche Wucht, wenngleich hier noch etwas an der Synchronit├Ąt gearbeitet werden muss. Aber auch das Frauenensemble um die 3 Kates ber├╝hrt ebenso wie Mrs. Beane (deren Rolle weniger pr├Ąsent ist als noch in der DSE) und Ida und Isidor Strauss.

FAZIT

Titanic in Pforzheim ist ein gro├čes Musical mit der wundersch├Ânen Musik von Maury Yeston, einer starken Cast und Chor (teilweise um die 50 Menschen auf der B├╝hne) und einem Bilderbogen der staunen l├Ąsst. Pforzheim war nicht immer f├╝r ein homogenes Klangbild bekannt. Hier aber kann Entwarnung gegeben werden. Auch wenn man die Geschichte insb. das Ende ja von Angang an kennt, ist es spannend zu erleben wie die Tr├Ąume und Hoffnungen der vielen tausend Menschen in wenigen Stunden zerplatzen. Die Spielfreude war deutlich zu erkennen und der frenetische und lange Premierenapplaus kam nicht von ungef├Ąhr.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Humor ist, wenn man trotzdem lacht

02.10.2021 - Das St├╝ck, das dereinst im Hamburger Schmidt Theater aus der Taufe gehoben wurde, hat seinen Weg nach Karlsruhe ins Kammertheater gefunden.
Seine Wurzeln kann, will und soll es wahrscheinlich auch in dieser Neuinszenierung von Nik Breidenbach nicht verleugnen. Will sagen: der Humor ist deftig, zotig, handfest. So wie man es eben aus den Schmidt-H├Ąusern kennt.
Das kann man m├Âgen, aber f├╝r mich ist sowas doch eher schwer zug├Ąnglich.

In dem Zwei-Personen-St├╝ck geben Charlotte Heinke und Benjamin Sommerfeld Vollgas, singen, spielen, tanzen, toben, bl├Âdeln nonstop und sind dabei souver├Ąn und grundsympathisch.

Der zu h├Ârende Musikmix besteht zu wesentlichen Teilen aus Artefakten der deutschen Schlagerh├Âlle. Auch das kann man wiederum m├Âgen....

OH ALPENGL├ťHN hat eine Handlung. Zumindest am Anfang. Sp├Ąter verliert sie sich immer mehr und ist am Ende ├╝berhaupt nicht mehr vorhanden.

Die Regie ist gnadenlos, macht Tempo und l├Ąsst den beiden K├╝nstlern kaum eine Atempause.

Ausstattung und Lichtdesign sind sch├Ân, detailliert und passend.

Das Publikum hat seinen Spa├č und reagiert lautstark mit Gel├Ąchter, Applaus und Gejohle.

Wie gesagt: Man kann es m├Âgen!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Spannend, aber nur ok

24.09.2021 - spannend, die Show so anders zu erleben. gr├Â├čtenteils finde ich es auch gelungen, obwohl mir stets die ├ťberzeugungskraft des Originals fehlt. Jund und frisch, aber irgendwie doch recht belanglos

das gr├Â├čte Manko f├╝r mich: die Besetzung, die, vor allem in den Hauptrollen, nicht den Anforderungen der Songs standhalten kann.

Die Reduzierung auf Bandgr├Â├če tut dem St├╝ck nat├╝rlich auch nicht allzu gut...

Wicked-Freak (30 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


PERFEKT!

24.09.2021 - ich habe nichts zu meckern. Diese Inszenierung ist einfach umwerfend.
Die Darsteller brillieren.

Mir gefiel es deutlich besser, als in Stuttgart und sogar am Broadway!

Wicked-Freak (30 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Wirklich ein Geniestreich

20.09.2021 - Ich bin noch immer sprachlos! Inszenierung top, Orchester top, Kost├╝me/B├╝hne top und Darsteller*innen durch die Bank erste Sahne. Selten habe ich mein Lieblingsmusical so gro├čartig erlebt wie in Bonn. Gil Mehmert ist nicht Regisseur, er ist ein Zauberer.

Samira (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


├ťberraschend gute Neuinszenierung

20.09.2021 - Die Neuinszenierung hat mich positiv ├╝berrascht. Tolle Idee, sch├Âne Personenf├╝hrung, gro├čartiger Look. Einen Stern Abzug in meiner Wertung gibt es f├╝r die Fehlbesetzung des Fiyero. Ansonsten haben mir die Darsteller*innen ausnahmslos gut gefallen. Vajen van den Bosch d├╝rfte als Elphaba aber gern noch etwas mehr Stimme zeigen. Ich w├╝rd's noch mal ansehen.

Samira (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Was war das?

20.09.2021 - Ich habe selten so eine schlechte und billige Inszenierung gesehen. Kaum einer der Darsteller*innen wirklich ├╝berzeugend, die ganze Show viel zu dunkel, billig wirkende Kost├╝me und Per├╝cken. Texth├Ąnger, Versprecher. Weder gesanglich noch schauspielerisch wirkliche Glanzleistungen dabei. Aber das gr├Â├čte Problem ist die Inszenierung insgesamt. Vielleicht h├Ątte man eine Person f├╝r die Regie engagieren sollen, die sich auskennt. Ich werde k├╝nftig einen Bogen um ein St├╝ck machen, das von Lilo Wanders inszeniert wurde.

Samira (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


gut, wenn man das Musical noch nicht kennt

17.09.2021 - Das Musical ist einfach der gro├če Wurf! Witzig, unterhaltsam, geniale Musik, die mitrei├čt und ein durchaus einf├╝hlsamer Plot.

F├╝r mich ging das Konzept in Hildesheim nicht ganz auf. Die Sprechszenen wirkten etwas h├Âlzern, einige Darsteller nicht vollends glaubw├╝rdig. Auch gesanglich kam man hier oftmals an die Grenze der eigenen Stimme.

Die Regie war mir nicht konsequent genug und einige Szenen wirkten etwas langatmig. Die geschriebenen Gags klappen, aber mehr kommt dann leider auch nicht.

Soundabmischung auf dem Rang (1. Reihe - PK 1) leider nicht optimal - oft die Band deutlich zu laut im Mix. Schade, denn die Band spielt gut und schmissig.

Meine Kurzbewertung, da ich die "offizielle" unpassend finde:

Inszenierung 2/5
Musik 4/5
Besetzung 2/5
Ausstattung 2/5

Wicked-Freak (30 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Die Inszenierung hat Schw├Ąchen

13.09.2021 - MY FAIR LADY ist quasi ein Selbstl├Ąufer auf jedem Spielplan, f├╝llt das Theater und unterh├Ąlt gut. In der r├╝hrigen Volksoper Wien ist das nicht anders.

Dennoch steckt auch hier ein kleiner Teufel im Detail, oder vorzugsweise in Regie und Darstellung.

Johanna Arrouas ist eine temperamentvolle Darstellerin mit ├╝berzeugenden gesanglichen F├Ąhigkeiten.
Leider wird ihre klassische gebildete Singstimme nicht sinnvoll eingesetzt, wenn sie schon bei "Wouldn't it be loverly" mit einem glockenklaren Operetten-Timbre auftrumpft.
Die gesanglichen F├Ąhigkeiten von Eliza sollten sich im Idealfall analog zu ihrer sprachlichen Entwicklung ver├Ąndern.
Der Wandel von der Gossenpflanze zur Lady ist leider nicht vollends ├╝berzeugend gelungen. Insbesondere mangelt es am kom├Âdiantischen Timing. Das Setzen der Pointen funktioniert mehr als nur einmal recht schlecht.
Es will schon einiges hei├čen, wenn Regie und Darstellung die unkaputtbare Pointe der Ascot-Szene komplett an die Wand fahren.

Auch Axel Herrigs Ausgestaltung des Dr. Higgins hinterl├Ąsst Fragezeichen.
Ein Gro├čteil des Humors entsteht normalerweise aus dem spr├Âden, k├╝hlen, von britischem Understatement gepr├Ągten Charakter. Herrig (bzw. die Regie) lassen den Wiener Higgins aber von Anfang an ziemlich aufgekratzt, agil bis zappelig ├╝ber die B├╝hne wuseln.
Das passt nicht immer zu Text und Dialog und verspielt so leider auch einiges an Am├╝sement.

Aufgrund dessen wirkt das Gesamtergebnis trotz wunderbarer Ausstattung und gro├čartiger musikalischer Umsetzung leider nur mittelm├Ą├čig.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


endlich wieder Musical - Wicked

12.09.2021 - Wicked erz├Ąhlt eine tolle Geschichte mit sehr sch├Âner Musik. Noch mehr Spass macht es wenn man den Zauber von OZ kennt, dies ist aber kein muss. Kann es jedem empfehlen reinzugehen,

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


rundum gelungen

11.09.2021 - Ich mag das first Stage sehr und hatte einen rundum gelungen Abend dort.
Unterhaltsames Musical mit tollem spielfreudigen Cast, toller Kulisse und vielen Ideen. W├╝rde sofort wieder reingehen.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Wicked-2.0?

06.09.2021 - Ich habe gestern die Premiere gesehen,der Zuschauerraum erinnerte zu n├Ąchst an die vielen bekannte Wicked-Produktion.Aber schon mit dem ersten Ton des "Orchesters" fehlte mir die durchschlagende Kraft,den die Wicked Musik nun mal hat.Wicked soll in eine Zauberwelt entf├╝hren,entf├╝hrt aber eher in eine Neonligt-Hightech-Welt mit Handys und Fachbildschirmen.Ich selbst nahm Elphaba nicht als gr├╝ne Hexe war,sondern Sie war eher t├╝rkisfarbig geschminkt.Mancher Darsteller war undeutich zu verstehen und von den Choreografien von Stage bin ich eine h├Âhrere Perfektion und Genauigkeit gew├Âhnt.Es ist insgesamt mutig und verdient Resprekt zu versuchen,die Show Wicked,die in der Welt in der bekannten Form erfolgreich l├Ąuft,f├╝r Deutschland moderner zu machen.Mich hat das St├╝ck in der Form nicht gefesslt,es hatte ein paar sch├Âne Effekte.Aber man merkte immer wieder das doch sehr kleine Orchster.Ich muss ehrlich sein,drei Stunden mit FFP 2 Maske in einem Saal zu sitzen,schr├Ąnkt auch die Zusehensfreude ein.Aber nach 18 Monaten Coronaunterbrechnung ist jede Premiere ein kleines St├╝ck zur R├╝ckkehr zur Normalit├Ąt.

Theaterg├Ąnger007 (6 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


Keine Emotionen

16.08.2021 - Da es eher ein Schnelldurchlauf ist, blieb die Story und gerade der Bezug zu den Figuren vollends auf der Strecke. Einzig Lucy war mehr heraus gearbeitet. Der emotionale H├Âhepunkt war so, das man die M├Ądchen der Nacht an ihren Tod angekn├╝pft hat.
ÔÇ×Komm schafft die M├Ąnner ranÔÇť war so auch ein Highlight. Stark gest├Ârt durch eine laut kichernde Mittvierzigerin, die anscheinend noch nicht aus der Pubert├Ąt heraus war. Sobald man Lucys Br├╝ste zu Beginn sah, ging das Gekicher los.

Wenn man beim Positiven bleibt, war das Orchester und Ensemble toll. Dadurch, dass die Lautsprecher nur jeweils rechts und links nach vorn ausgerichtet sind, sollte man mittig sitzen. Ansonsten h├Ârt man das Ganze nur auf einem Ohr. Auf dem Anderen hatte ich noch in der Nacht phantom Grillenzirpen.

Jekyllhyde (bewusst so geschrieben) war leider das Problem. Man wusste nie wer gerade singt. Falls Nuancen da waren, lagen diese im minimalen Bereich.
Das gilt auch f├╝r Lisa und Lucy, wenn sie ├╝ber Jekyllhyde sangen. Man wusste nie um wen es geht.
Die Welt, die v├Âllig irr ist, wurde auch eher beim Sonntagsspaziergang besungen. Gut Singen reicht f├╝r die Rolle nicht.

Merzig lohnt sich, wenn man die Songs mag, das Ensemble und Orchester ist wirklich gut, aber das St├╝ck an sich ist in Fragmenten auf der B├╝hne.
Von Dramatik kaum eine Spur. F├╝r mich zeichnete sich dies am meisten bei ÔÇ×M├Ârder, M├ÂrderÔÇť ab. Hier wurden die Opfer nicht namentlich adressiert sondern nur umgebracht. Das diabolische ging verloren und wirkte, als w├╝rde Jekyllhyde willk├╝rlich morden.

Jetzt wurde mein Text l├Ąnger als gewollt. Komme zum Schluss, man h├Ątte das St├╝ck Lucy nennen m├╝ssen und hat sich zu sehr auf den schl├╝pfrige Effekte konzentriert.

Irgendwie bin ich es auch noch nicht gewohnt direkt ins Gesicht gesungen zu bekommen. Das Ensemble bzw. auch Jekyllhyde stand direkt singend vor meiner Nase.


Keine Emotionen

16.08.2021 - Da es eher ein Schnelldurchlauf ist, blieb die Story und gerade der Bezug zu den Figuren vollends auf der Strecke. Einzig Lucy war mehr heraus gearbeitet. Der emotionale H├Âhepunkt war so, das man die M├Ądchen der Nacht an ihren Tod angekn├╝pft hat.
ÔÇ×Komm schafft die M├Ąnner ranÔÇť war so auch ein Highlight. Stark gest├Ârt durch eine laut kichernde Mittvierzigerin, die anscheinend noch nicht aus der Pubert├Ąt heraus war. Sobald man Lucys Br├╝ste zu Beginn sah, ging das Gekicher los.

Wenn man beim Positiven bleibt, war das Orchester und Ensemble toll. Dadurch, dass die Lautsprecher nur jeweils rechts und links nach vorn ausgerichtet sind, sollte man mittig sitzen. Ansonsten h├Ârt man das Ganze nur auf einem Ohr. Auf dem Anderen hatte ich noch in der Nacht phantom Grillenzirpen.

Jekyllhyde (bewusst so geschrieben) war leider das Problem. Man wusste nie wer gerade singt. Falls Nuancen da waren, lagen diese im minimalen Bereich.
Das gilt auch f├╝r Lisa und Lucy, wenn sie ├╝ber Jekyllhyde sangen. Man wusste nie um wen es geht.
Die Welt, die v├Âllig irr ist, wurde auch eher beim Sonntagsspaziergang besungen. Gut Singen reicht f├╝r die Rolle nicht.

Merzig lohnt sich, wenn man die Songs mag, das Ensemble und Orchester ist wirklich gut, aber das St├╝ck an sich ist in Fragmenten auf der B├╝hne.
Von Dramatik kaum eine Spur. F├╝r mich zeichnete sich dies am meisten bei ÔÇ×M├Ârder, M├ÂrderÔÇť ab. Hier wurden die Opfer nicht namentlich adressiert sondern nur umgebracht. Das diabolische ging verloren und wirkte, als w├╝rde Jekyllhyde willk├╝rlich morden.

Jetzt wurde mein Text l├Ąnger als gewollt. Komme zum Schluss, man h├Ątte das St├╝ck Lucy nennen m├╝ssen und hat sich zu sehr auf den schl├╝pfrige Effekte konzentriert.

Irgendwie bin ich es auch noch nicht gewohnt direkt ins Gesicht gesungen zu bekommen. Das Ensemble bzw. auch Jekyllhyde stand direkt singend vor meiner Nase.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Was war das?

11.08.2021 - In Coronazeiten f├╝hlt es sich ja fast befremdlich an,
wenn man ein Theater oder in diesem Fall eine Freiluftarena besucht. Was MusikTheaterSaar hier augenscheinlich in die Infrastruktur gelegt haben ist sehr gelungen und beachtlich. Aber Theater ist eben nur dann auch gut, wenn es packt, wenn es zum Lachen oder zum Weinen bringt. Da helfen auch nicht die sch├Ânsten Carteringanlagen. Leider. Es ist schon eine Frechheit, dass ein Zwei-Stunden-Epos wie Jekyll und Hyde in nur zwei Wochen einstudiert wurde (damit sogar beworben wird so nach dem Motto: Guckt mal wie schnell wir waren. Toll oder?) Nein leider gar nicht toll. Wer zum Schluss die Schuld an dieser Farce hat, bleibt ungewiss. Der Produzent ist sichtlich erleichtert und gibt seinen Gef├╝hlen freien Lauf und kann nicht oft genug betonen wie schnell alles hier hochgezogen wurde unter der Regie von Andreas Gergen. Es ist peinlich wie bedeutungsschwanger er seine Darstellerinnen und Darsteller von einer Peinlichkeit zur n├Ąchsten inszeniert. Ich will ├╝berhaupt kein Darstellerbashing betreiben, denn alle sind froh ├╝berhaupt einen Job zu haben aber dennoch will ich zwei Personen nicht unerw├Ąhnt l├Ąssen:
Fabio Diso, Schwiegermuttertyp, glatt, viel zu d├╝nne Stimme und so gar kein S├Ąnger, den man sich in Charakterrollen wie es Jekyll nun mal ist vorstellen kann. Leider ist das die Tatsache. Er ├╝berzeugt in keiner Szene und f├Ąllt von einer schauspielerischen Peinlichkeit in die N├Ąchste. Er ist der Figur in keinster Form gewachsen. Und schlimmer noch: So wie es aussieht kann er machen was er will, wahrscheinlich der fehlenden Probenzeit geschuldet, da der Regisseur nur darauf bedacht sein musste in 14 Tagen alles fertig zu haben. Ebenfalls Mili Jovanovic. Sie kann mit sch├Âner Stimme ├╝berzeugen. Sie rettet sich von Szene zu Szene und ich sp├╝rte f├Ârmlich, wie sie versucht hat irgend etwas der Figur zu geben. Etwas Tiefgang. Tats├Ąchlich: In Ans├Ątzen gelungen. Daf├╝r der eine Stern. Nochmals: DarstellerInnen k├Ânnen wenig ausrichten. Job ist Job. Und das Leben muss bezahlt werden. Man fragt sich: Andreas Gergen, auf deutschen B├╝hnen ein oft angefragter Regisseur, hat ein Engagement angenommen, in dem er in so kurzer atemberaubender Zeit nicht mal in kleinsten Ans├Ątzen erz├Ąhlen kann, was Jekyll & Hyde ausmacht: Es ist eine Vater-Sohn-Geschichte und keine Love-Story. Es geht um Macht, erwachsen werden und ÔÇ×sich-beweisen-m├╝ssen.ÔÇť Er schafft es leider nie mit seinem Choreographen Till Nau k├╝nslerisch zu ├╝berzeugen. Da kann auch leider nicht das recht interessante B├╝hnenbild dar├╝ber hinwegt├Ąuschen. F├╝r mich ein klares ÔÇ×NO-GOÔÇť wie ein Rezensent ├╝ber mir schon schrieb. Wenn ich mir den beachtlichen Karrierelebenslauf von Gergen anschaue als Verantwortlicher im Theater, w├╝rde ich mittlerweile sagen: Quantit├Ąt vor Qualit├Ąt. Er kann absolut keine Figuren kreieren. Ich habe so viele Produktionen gesehen von ihm. Jetzt gebe ich es auf. Es ist und bleibt flach. Leider habe ich das auch schon in anderen Produktionen von ihm genauso wahrgenommen (Sunset Boulevard oder Rebecca Tecklenburg). Schnell-schnell, statt durchdacht und mit Verstand. Meistens rettet dann eine tolle Choreographie die Regie. Leider hat hier Till Nau nichts von seinem Potenzial zeigen k├Ânnen (wie z. B. in Schwerin bei Titanic). Es geht scheinbar nur noch ums Geldverdienen. Herr Gergen fehlt die Demut vor dem Beruf. Sorry f├╝r meine Ehrlichkeit. MuZ kann ja Teile entfernen wenn zu ÔÇ×ehrlichÔÇť. Er h├Ątte wissen m├╝ssen, dass es in so kurzer Zeit nicht m├Âglich ist. Er macht alles und nimmt alles an. Und dazu noch in der Symbiose mit dem Intendanten Arnold des Merziger Theaterzeltes, der das scheinbar so verlangt hat, auf Grund von Kostensenkungen.
Ein klares NEIN h├Ątte gen├╝gt, denn so etwas in so kurzer Zeit zu inszenieren ist NIEMALS m├Âglich. Outing: Mein Vater war bis zu seinem Tod Opernregisseur, daher habe ich ein wenig Einblick in den Backstagebereich.
Was dieser wirklich ÔÇ×einfachenÔÇť und flachen Inszenierung die Kirsche auf die Torte setzt, ist die Orchestrierung und Dirigat von Marc Seitz. Auch da wieder: Sparen am falschen Platz. Wo sind die Fachleute? Wenn man etwas tun soll, dann bitte mit einer gewissen Qualit├Ąt. Das ÔÇ×OrchesterÔÇť klingt wie drei Keyboards. Keine Dynamik im Dirigat. Es klingt wie eine schlechte Karaokeversion. Ich m├Âchte allen Machern hier nicht zu Nahe treten und ich bin ├╝berzeugt, dass unter den richtigen Umst├Ąnden auch etwas gutes dabei herauskommt aber so ist dieses Frank Wildhorn-Musical nicht mehr als eine Amateurproduktion im Deckmantel eines bekannten saarl├Ąndischen Sommerfestivals mit h├╝bschen Profis├Ąngern. Das reicht leider nicht. Fazit: Produktionsteam und Ensemble ├╝berzeugen leider - und mit gutem Willen - nur in kleinsten Ans├Ątzen. Schade! Vertane Chance!

vonkrolockfan (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Ein Sommernachtstraum

08.08.2021 - Die Schossfestspiele Ettlingen zeigen in diesem Jahr die Deutschland Premiere der Rodgers und Hammerstein Compilation Show A GRAND NIGHT FOR SINGING.

Die zauberhafte Geschichte ist ganz dicht an William Shakespeares "A Midsummer Nights Dream" angelehnt.
Im mystischen Umfeld eines Wasserschlosses treffen in einer magischen Nacht eine Reihe von flamboyanten, extravaganten Pers├Ânlichkeiten aufeinander. Das Beziehungskarussell beginnt sich im Takt der zeitlosen Kompositionen des Autoren-Komponisten Duos zu drehen.

Dabei stimmt nahezu alles. Begonnen bei der wunderbaren, vielseitigen, in allen Belangen gro├čartigen Besetzung, ├╝ber die Ausstattung mit malerischen Kost├╝men und einer faszinierenden, stimmungsvollen videotechnisch unterst├╝tzten Ausleuchtung des Schlossinnenhofes, bis zum perfekten Tondesign, das den glasklaren Klang von Stimmen und Instrumenten zum Genu├č macht.
Man arbeitet in Ettlingen, wie eigentlich immer, mit einem relativ kleinen Klangk├Ârper. Trotzdem -oder gerade deswegen- sind die intelligenten, stimmungsvollen Arrangements der Klassiker ein ├╝berraschender Gl├╝cksfall.

Einziger kleiner Wermutstropfen -wenn man so will- ist der literarische Spannungsbogen, der zum Ende hin durchaus etwas stringenter und dramatischer h├Ątte ausfallen k├Ânnen.

Trotzdem ist A GRAND NIGHT FOR SINGING ein federleichtes, am├╝santes und intelligentes Vergn├╝gen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Interessante Variante

07.08.2021 - Ich mag Jekyll & Hyde sehr und habe auch diverse Produktionen gesehen. Von den gro├čen Ensuite-Produktionen bis hin zu Auff├╝hrungen von kleineren Theatern. So habe ich mich auch gefreut, dass das St├╝ck letztes Jahr nach Merzig kommen sollte. Aufgrund der Pandemie kam es gestern endlich zur Premiere.

Merzig f├Ąllt durch zwei Punkte auf. Man setzt teilweise auf St├╝cke, die man so im deutschsprachigen Raum nicht kennt. So wurden die Addams Family und 9to5 als deutschsprachige Erstauff├╝hrungen auf die B├╝hne gebracht. Au├čerdem sind die Besetzungen oft herausragend. Beide Punkte wurden zwar in j├╝ngster Zeit etwas vernachl├Ąssigt, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch.

In diesem Jahr kam man durch die Pandemie auf eine (wie ich finde) clevere Idee. Man hat die Zuschauertrib├╝ne aus dem Zelt gebracht und so eine neue Open-Air-B├╝hne geschaffen. Gerade die B├╝hne wirkt zun├Ąchst sehr provisorisch, aber als Gesamtbild w├Ąhrend der Vorstellung passt das ganz wunderbar. Bei schlechtem Wetter verschiebt man die B├╝hne ├╝brigens ins Zelt und spielt das St├╝ck (halbszenisch) dort weiter.

Zum St├╝ck! Schon beim Prolog war ich sehr erstaunt. Man spielt hier nicht die St├╝cke ab, wie man sie aus den hierzulande bekannten Produktionen kennt. Ich glaube, die Produktion orientiert sich an der urspr├╝nglichen Version (?). Zu Beginn steigt beim instumentalen Teil eine Damenstimme ein. Das wirkt ganz hervorragend und war bei mir ein G├Ąnsehautmoment. Sehr stimmungsvoll! Leider wurde dann der Text "In jedem von uns..." nicht von Jekyll, sondern von der ganzen Cast vorgetragen. Hatte etwas von gemeinsamen Lesen in der Grundschule und ich fand es einfach l├Ącherlich bzw. fast schon zum fremdsch├Ąmen. Damit war der G├Ąnsehautmoment schnell wieder dahin.

Und weiter ging es auch f├╝r Kenner des St├╝ckes mit viel Abwechslung. Songs wurden gestrichen, andere kamen hinzu und die Reihenfolge weicht teilweise auch erheblich vom Bekannten ab. Die ├ťbersetzung ist auch nicht die bekannte Arbeit von Susanne Dengler. Die Arrangements sind auch teilweise stark ver├Ąndert. Leider in meinen Augen aber nicht immer im positiven Sinne. Hier h├Ątte man behutsamer vorgehen m├╝ssen, wenn z.B. als "Gef├Ąhrliches Spiel" ein Tango wird oder das Duett von Lucy und Lisa mir zum ersten Mal gar nicht mehr gefiel. Schade.

Das B├╝hnenbild ist sehr spartanisch und besteht aus einer gro├čen LED-Wand und zwei Balkonen davor. Wirkt auf den Bildern gar nicht einladend, aber auf der B├╝hne w├Ąhrend der Show hat es mir doch sehr gut gefallen. Auch die Projektionen waren oftmals gut bis sehr gut gew├Ąhlt, mit Ausrutschern. Wieso man gleich bei zwei Liedern das Meer zeigt und Henry und Lisa pl├Âtzlich die See unter sich haben, erschlie├čt sich mir nicht. V├Âllig unpassend.

Das Highlight des St├╝ckes war f├╝r mich (v├Âllig ├╝berraschend in mehrfacher Hinsicht) "schafft die M├Ąnner ran". Lucy entbl├Ąttert sich zu Beginn des St├╝ckes und steht urpl├Âtzlich in durchsichtigem Body da. Bitte was?! Das war erst der Beginn, denn der Rest der Truppe kleidete sich mehr als originell und was dann auf der B├╝hne abging, war schon... sehr deutlich. Nennen wir es so. Das sorgte beim Publikum sichtlich f├╝r Verwunderung und nach und nach zu vielen kleinen Lachern. Ich fand gerade diese Szene sehr ├╝berraschend, aber sehr passend und vor allem durch Miriam Neumaier das Highlight der Show.

Mit Miriam Neumaier stand eine Lucy auf der B├╝hne, die eigentlich nur Cover sein sollte. Vasiliki Roussi, die immer noch als Lucy hier gef├╝hrt wird, hat sich offenbar verletzt und kann auch in den n├Ąchsten Wochen nicht auftreten. Was mich im Vorfeld traurig stimmte (sie ist wirklich hervorragend), stellt aber in Merzig selten einen Kritikpunkt dar, da man eben die Darsteller oft sehr gut w├Ąhlt. Kommen wir doch damit zur Cast:

Fabio Diso als Jekyll/Hyde. Hier haben wir leider schon den "Schwachpunkt" der Show in Form der Hauptrolle. Den Jekyll spielt er noch ganz gut, wenn auch oftmals zu leise und etwas schwach auf der Brust. Wenn er sich jedoch in Hyde verwandelt, so merkt man leider keinen Unterschied. Kein anderes Aussehen (der ganz simple "Haartrick" der bekannten Produktionen fehlt), keine andere Stimmlage (Hyde singt doch meist deutlich tiefer und aggressiver), allenfalls die Gestik ist etwas ver├Ąndert. Ich habe das Gef├╝hl, dass Fabian Diso die Stimmlage nicht tiefer legen kann. ┬┤Dazu singt er auch als Hyde weiterhin eher leise und schwach. Somit fand ich ihn leider sehr, sehr entt├Ąuschend und als Hyde offen gesagt schon ein No-Go.

Milica Jovanovic ist ja der vielleicht bekannteste Name und sie war auch schon in Dortmund in dieser Rolle zu sehen. Sie spielt die Rolle routiniert und es gibt kaum etwas an ihr auszusetzen.

Miriam Neumaier als Ersatz f├╝r Vasiliki Roussi war eine positive ├ťberraschung. Ihre Stimme ist sehr gut, wunderbar facettenreich je nach Situation. Das Schauspiel fast noch besser. Wenn das nur die Coverbesetzung ist, Hut ab.

Der Rest der Truppe passte auch sehr gut, wie immer. Hier gibt es wirklich nichts zu beanstanden.

Wer das St├╝ck wie ich mag und einmal eine andere Variante als die bisher bekannte sehen m├Âchte (nicht nur in der Inszenierung), dem kann ich einen Besuch nur empfehlen. Wir hatten auch dieses Jahr wieder einen wundervollen Abend. Vor allem das Gesamtpaket mit der tollen Umgebung um die Zelte passt dort einfach.

Bei Fragen und Austausch stehe ich auch gerne per PM zur Verf├╝gung, da ich das neue Forum aktuell nicht nutze. :)

sus70 (16 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Sieben auf einen Streich

15.07.2021 - Letztes Jahr noch pandemiebedingt verschoben, erlebt DAS TAPFERE SCHNEIDERLEIN nun seine Erstauff├╝hrung.
Respekt f├╝r die Organisatoren und k├╝nstlerischen Leiter der Br├╝der Grimm Festspiele Hanau, die es Jahr f├╝r Jahr schaffen -sollte nicht gerade eine weltweite Seuche dazwischen kommen- eine Musical-Urauff├╝hrung auf beachtlichem Niveau zu stemmen.
M├Ąrchenmusical klingt sicher f├╝r viele etwas altbacken und kindgerecht. Dennoch versteht man es in Hanau, die Stoffe aus dem gro├čen Grimm-Kosmos behutsam zu entstauben, mit aktuellen Sichtweisen oder Themen zu erg├Ąnzen und trotzdem ihnen ihren m├Ąrchenhaften Charme zu lassen.
DAS TAPFERE SCHNEIDERLEIN hat einen frechen Comedy-Ansatz, ├╝berh├Âht und ├╝berzeichnet seine Protagonisten immer wieder gerne und erlaubt sich auch satirische Einblicke in die Befindlichkeiten dieses Landes. Da gibt es dann auch schon einmal lautstarkes Gel├Ąchter und Szeneapplaus, wenn die Absurdit├Ąt des grassierenden Genderwahnsinns knackig auf den Punkt gebracht wird.
Die Inszenierung versteht es bestens, die gro├če B├╝hne mit zwei Spielebenen und drei Drehelementen zu nutzen.
Die Optik ist bonbonbunt. Das passt zum respektlosen aber auch m├Ąrchenhaften Konzept.
Die Choreografie von Bart DeClercq wirkt leider etwas statisch und erinnert oftmals eher an gut koordinierte Platzwechsel statt an Tanz.
Die Komposition von Marian Lux nimmt sich ausreichend Zeit um Charaktere und Emotionen zu beschreiben, hat in den Ensemble-Nummern aber auch gelungenes Musical-Entertainment zu bieten.

Der sch├Âne und kurzweilige Abend im Schlosspark Hanau wird vom Publikum mit Standing Ovations honoriert.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Grandios

12.07.2021 - Wir waren gestern Abend in der Vorstellung. Wir haben das St├╝ck mit dieser Vorstellung zum 3. Mal und in der 3 Inszenierung gesehen. Super umgesetzt, Darsteller alle super. HR. Borchert ist Dracula in berfektion. Grandios. Und endlich wieder live. Danke daf├╝r. Bis auf die Texte hier m├╝sste ich mich umgewohnen, die neuen sind etwas eing├Ąngiger. Wir haben den Abend sehr genossen und die Lichtstimmung hat ihr ├╝brigens dazu beigetragen. Kost├╝me waren auch sehr toll. Keine W├╝nsche offen geblieben.

cstub (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Oh Gott! - Was f├╝r ein Spass

10.07.2021 - Nach fast 1,5 Jahren wieder eine Live Musicalauff├╝hrung zu erleben war ein unbeschreiblich sch├Âner Augenblick. Nach Tagen des Regens und Wetterkapriolen wurde es zum Premierenabend in Schw├Ąbisch Hall noch sonnig und es blieb trocken.

Ich mag Sister Act seit der ersten Auff├╝hrung in London und kenne die Shows aus Paris, Stuttgart, Oberhausen, Wien und M├╝nchen in der Originalinszenierung. Ich war gespannt wie das Open Air und mit wenig B├╝hnenbild funktioniert.

Die steilen Stufen vor St. Michael sind ja seit jeher die B├╝hne der Festspiele und das ist schon eine Herausforderung. Vor allem bei einem Ensemblest├╝ck wie Sister Act mit seinen schnellen Szenenwechseln, fetzigen Tanzszenen und Verfolgungsjagden.

Philipp Moschitz hat mit seinem Team die Show gro├čartig auf die B├╝hne gebracht. Viele witzige Regieeinf├Ąlle, neue Ans├Ątze, eine 12 k├Âpfige Band und eine starke Cast tun ihr ├╝briges.

SOUND

In Schw├Ąbisch Hall genie├čt man perfektes Sounddesign was einen vergessen lie├č drau├čen zu sein. Der Klang war so klar, die Textverst├Ąndlichkeit so hoch und die Band perfekt abgemischt. Ein gro├čes Lob.

DARSTELLER

Sister Act sehe ich als Ensemblest├╝ck mit einer starken Leading Lady und das ist Kristina Love von der ersten Minute an. Ihre Spielfreude, ihre Soulstimme und die Komik sind 1a. Ich durfte Sie schon in TINA erleben und fand ihre Phonetik hier in Schw├Ąbisch Hall noch um ein vielfaches besser.

Kerstin Marie M├Ąkelburg ist eine grandiose Mutter Oberin. Mit ihrer ernsthaften Strenge und gleichzeitig liebenswerten Art begeistert sie auch mit starker Stimme und harmoniert sehr gut mit den jeweiligen Spielpartnern. Auch
Michaela Hanser als greise Mary Lazarus und Franziska Schuster als Mary Robert stechen aus dem hervorragenden Frauenensemble heraus. Witzig dabei: Die Nonnen haben nun teilweise neue Namen, was f├╝r allerlei Erheiterung beim "Abendmahl" sorgt. Ebenso kommt in der Inszenierung der Lokalkolorit nicht zu kurz in einer Szene in der die Ganoven TJ und Joey die Sehensw├╝rdigkeiten der Stadt aufrufen. Dar├╝berhinaus begeistert die weitere Cast mit toller Stimme, Spielfreude und unglaublicher Komik.

Entdeckung des Abends f├╝r mich war
Vic Anthony als Polizist Eddie. Seine tolle Stimme, seine Komik und das nicht ganz so trottelige Spiel (im Vergleich zur Originalversion) hat mir ausnehmend gut gefallen.

ANPASSUNGEN

Sister Act in Schw├Ąbisch Hall wird ohne Pause gespielt was ich genial fand. Die Show beginnt um 20:30 Uhr und war kurz vor 23 Uhr zu Ende. Daher wurde Eddies Song um eine Strophe gek├╝rzt, es gibt keinen Pablo (Ganoven) und der Song "Sch├╝tz die Show" und "Lass die Liebe rein" sind nicht mehr Bestandteil. Das tut dem Spass aber keinen Abbruch, wenngleich ich nach wie vor die Bar-Szene f├╝r entbehrlicher gehalten h├Ątte (zu Gunsten von "Sch├╝tz die Show").

B├ťHNE

Die Stufen vor St. Michael sind seitlich von LED S├Ąulen ges├Ąumt die schon bei D├Ąmmerung eine Wirkung erzielen. Nach und nach werden dann die Leuchtletter OH GOTT! im Oberen Teil installiert und farbig illuminiert. Dazu kommt mit zunehmender Dunkelheit noch Glitzerf├Ącher und eine farbig angestrahlte Fassade der Kirche. Sehr stimmig.

FAZIT:

Mit Sister Act hat man in Schw├Ąbisch Hall einen richtig witzigen und fetzigen Sommerspass auf der B├╝hne. Eine pfiffige Inszenierung eines jungen Regisseurs mit genialen Einf├Ąllen, einer tollen Cast und einer hervorragend spielenden Band unter Heiko Lippmann.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Macht Spa├č

27.06.2021 - Von Gaines Hall wunderbar auf der ├╝bergro├čen Freilichtb├╝hne in Szene gesetzt.und das ist nicht ganz einfach. Er verzichtet darauf Fosse zu kopieren und verl├Ą├čt sich auf seine eigene Tanzsprache.. Das gelingt in den Ensemblenummern ganz pr├Ąchtig. Seine Hauptdarstellerinnen kommen sehr sympathisch r├╝ber. Gro├če T├Ąnzerinnen sind sie leider beide nicht, was besonders in der Schlussnummer auff├Ąllt. Aber Gaines Hall gelingt es, dies weitgehend zu kaschieren. Ein h├Âchst vergn├╝glicher Abend. Auch Dank dem herrlich zynischen Bradley, dem aalglatten Franzen und der k├ÂstlichenLsrsen (wer hat eigentlich diesen schrecklichen grauen Kittel verbrochen?).

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Was f├╝r eine Frau?!

03.01.2021 - Mein grundlegendes Problem mit diesem St├╝ck ist seine Protagonistin. Ihr ausgesprochen anstrengender und enervierender Charakter ist eine Zumutung und Geduldsprobe. Diese Frau steht mit einem Bein im Kindergarten und mit dem anderen in der geschlossenen Psychiatrie.
Bis heute ist mir schleierhaft, dass ein K├Ânner seines Faches, wie Neil Simon, der f├╝r das Buch verantwortlich zeichnet, die Geschichte nicht etwas spritziger, eleganter und kurzweiliger verfasst hat. M├Âglicherweise hat man sich ja der Vorlage von Federico Fellini zu stark verpflichtet gef├╝hlt.

Die cool jazzige Komposition von Cy Coleman ist auf jeden Fall ein gro├čer Pluspunkt und beinhaltet ein Reihe von Evergreens.

Auch die Volksoper Wien hat eigentlich alles richtig gemacht und an nichts gespart. Das St├╝ck ist gut ausgestattet, knackig im Fossey Style choreografiert, aufw├Ąndig orchestriert und namenhaft besetzt. Caroline Frank, Axel Herrig, Peter Lesiak und Drew Sarich bieten makellose Leistungen.
Lisa Habermann in der Titelrolle ist enorm gefordert. Insbesondere im ersten Akt ist sie permanent pr├Ąsent und muss rollenbedingt unter Strom stehen und leider oft genug einfach nur dumm Herumhampeln. Das macht sie mit bewundernswert viel Energie und Hingabe.
Trotzdem wirkt vieles auf mich -nat├╝rlich rollenbedingt- einfach nur sehr anstrengend.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wunderbar

29.11.2020 - Es war wunderbar, nur hie├č das Ganze: Singing Vampires, nicht Swinging Vampires :) Vorbei das auch toll w├Ąre!

SatineEve (erste Bewertung)


Klassiker in aufw├Ąndiger Inszenierung

20.11.2020 - Gro├čes Ensemble, gro├čes Orchester, aufw├Ąndige B├╝hnentechnik, teure Kost├╝me!
Die Volksoper hat an nichts gespart um den vielgespielten Klassiker CABARET unter der Regie von Gil Mehmert auf die B├╝hne zu bringen.
Nicht zuletzt wegen diesem enormen Aufwand, muss man eingestehen, dass man sich vorz├╝glich unterh├Ąlt.
Dazu tr├Ągt auch die nahezu schn├Ârkellos klassische Inszenierung von Routinier Mehmert bei. Er h├Ąlt sich mit ungew├Âhnlichen Ans├Ątzen und eigenst├Ąndigen Interpretationen weitgehend zur├╝ck. Auff├Ąllig ist allenfalls die vollkommen geschlechtslose Nosferatu ├Ąhnliche Optik des Conferenciers. In der gesanglich und t├Ąnzerisch makellosen Interpretation durch Ruth Brauer-Kvam bleibt dieses Ding (Mensch oder Charakter kann man es eigentlich nicht mehr nennen) ziemlich unscharf und nebul├Âs.
Bettina M├Ânch zieht alle Register ihres enormen K├Ânnens. Ihre Sally ist ebenso das billige Flittchen wie die tragische Heroin. Sie hat die st├Ąrksten emotionalen Momente des Abends.
Ganz dicht gefolgt von der -wie eigentlich immer- herausragend guten Dagmar Hellberg. Sie lotet die Rolle des Fr├Ąulein Schneider bis ins Detail aus -Respekt f├╝r ihre Berliner Schnauze) und adelt sie mit ihrer gro├čen Stimme.

Wobei es nat├╝rlich viel zu kurz gegriffen w├Ąre, wenn man ein Werk wie CABARET auf seinen Unterhaltungswert reduzieren w├╝rde.
Leider fehlen der Regie mitunter die passenden Bilder, um den Irrsinn und die Brutalit├Ąt des aufziehenden und schon sehr pr├Ąsenten Nationalsozialismus zu zeigen.
Insbesondere ist die Schlu├čszene, die aus viel Hin- und Herrennen und in die L├Ąnge gezogenen Monologen besteht, nicht besonders eindrucksvoll.

Unterm Strich ├╝berwiegt aber das Positive.
Absolut empfehlenswert!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Typisch Schmidt!

07.11.2020 - Gro├čes Kompliment an die Kreativen der Schmidt Theater.
Noch w├Ąhrend die gro├čen Musicalh├Ąuser und auch die meisten Stadt- und Staatstheater bewegungslos im Corona-Schock verharrten, ging man auf der Hamburger Reeperbahn schon mit pandemiekompatiblen Formaten an den Start. SCHMIDTS RITZ ist eines davon.

Als Musical kann man das St├╝ck eigentlich nicht bezeichnen.
Es stellt eine etwas gewollt trashige und schr├Ąge Sensationsschau der 1920er Jahre dar. Comedy- und Gesangseinlagen werden mit Zauberei und Jonglage verbunden.
Zusammen mit den Vollblutt-Zirkusg├Ąulen Carolin Spie├č, G├Âtz Fuhrmann und Elena Zvirbulis ergibt das vergn├╝gliche und kurzweilige 90 Minuten.
Allein Veit Sch├Ąfermeier muss sich mit einem Charakter abm├╝hen, dessen (scheinbar) einzige Komik darin besteht schwul zu sein. Das z├╝ndet leider nicht wirklich und kommt im Jahr 2020 auch etwas altbacken daher.
Die wenigen Lieder von Lingnau/Wohlgemuth sind h├╝bsch, verfl├╝chtigen sich aber sofort nach dem H├Âren wieder.

Gro├čartig gelungen ist die Aus- und Umgestaltung des Schmidt Theaters. Selbst die Servicemitarbeiter sind passend in die pl├╝schig glamour├Âse Variete-Atmosph├Ąre integriert.
Das Hygiene-Konzept (auf und vor der B├╝hne) ist gut durchdacht.

SCHMIDTS RITZ ist ein gelungener und unterhaltsamer Theaterabend. Der Humor ist (eben typisch Schmidt) mitunter etwas derb. Mit gro├čer Spielfreude agieren die Darsteller gesanglich und schauspielerisch stark.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wunderbares Konzerterlebnis in Corona-Zeiten

27.10.2020 - Endlich wieder eine B├╝hne! Endlich wieder Musicalmusik! Balsam f├╝r die Seele war der sehr gelungene "The Piano Man"- Abend von und mit Thomas Borchert. Mit viel Herzblut hat er wundersch├Âne Musicalmelodien und Popsongs gesungen, nicht zu vergessen seine sch├Ânen Eigenkompositionen. Thomas Borchert und der Fl├╝gel sind eine Einheit, es ist ein Genuss. Die Location war sehr passend, ein intimes, pers├Ânliches Ambiente - man hat sich sehr wohlgef├╝hlt und in diesen Corona-Zeiten auch sehr sicher. Das Publikum hat sich super an die Hygienevorschriften gehalten. Meine pers├Ânlichen Highlights des Abends waren die Er├Âffnung mit der unstillbaren Gier, der Piano Man, Dies ist die Stunde, 36 H├Ąuser und sein wundersch├Âner Song The Best Of Goodbyes. Ich hoffe sehr, dass solch ein herrlicher Musical-Abend bald wiederholt werden kann!

sandy-girl (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Kalauer, tolle Stimmen und viel Schm├Ąh

27.10.2020 - Wesentlich mehr gibt es ├╝ber ROCK MY SOUL auch nicht zu sagen.

Der Handlungsfaden der Geschichte ist hauchd├╝nn: Multikulti-Gesangsgruppe wird gecastet, hat Erfolg, trennt sich, feiert Revival, Ende.

Das gro├če Plus der Show sind die stimmstarken Darsteller. Andy Lee Lang, Vincent Bueno, Conny Mooswalder, Tertia Botha und Reinwald Kranner geben Vollgas und rocken in schrill schr├Ąger Kost├╝mierung das Metropol.

Alle erweisen sich auch als ausgezeichnete Schauspieler und Kom├Âdianten. Die Kalauerdichte ist sehr hoch. Trotzdem wird es niemals peinlich oder unangenehm.

ROCK MY SOUL wird als "70er-Jahre-Musical" beworben. Das St├╝ck spielt aber in den sehr fr├╝hen 70er Jahren, daher erscheint die Optik und Musikauswahl (Compilation plus ein paar unauff├Ąllige Neukompositionen) eher die sp├Ąten 60er zu reflektieren.

ROCK MY SOUL ist eine weitgehend unterhaltsame Musical Comedy, die von den gro├čartigen Darstellern veredelt wird.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gelungene coronakonforme Inszenierung!

09.10.2020 - In diesen Zeiten ist jede Musicalinszenierung Gold wert. Umso sch├Âner, wenn die Inszenierung dann noch so wunderbar umgesetzt ist, dass man trotz Abstand auf der B├╝hne und pausenloser, gek├╝rzter Fassung einen wunderbaren Abend verbringen kann. 1,50 Stunde beste Sondheim-Unterhaltung mit einer kleinen L├Ąnge und zwischenzeitlich etwas unpr├Ązisen Timing in den Comedy-Momenten. Trotzdem sehenswert und eine Wohltat nach so einer langen Theaterpause.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


...packendes und kreatives Musiktheater auch unter Corona-Bedingungen!

29.09.2020 - Roxie Hart ist ihre Ehe mit dem soliden aber unscheinbaren Amos ├╝berdr├╝ssig und st├╝rzt sich in Aff├Ąren. Als ihr Liebhaber Fred Casely sie abservieren will, greift sie zum Colt und schie├čt ihn ├╝ber den Haufen. Denn: Eine Roxie Hart verl├Ąsst man(n) nicht so einfach. Eine Roxie Hart ist ein M├Ądchen mit Ambitionen. Sie will die gro├če Show auf einer noch gr├Â├čeren B├╝hne, so wie ihr Idol Velma Kelly, die sie prompt im Frauenknast kennenlernt. Velma wartet auf ihren Prozess: Sie hat ihren Ehemann im Bett mit ihrer Schwester erwischt und in einem Anfall von geistiger Unzurechnungsf├Ąhigkeit (ihre Verteidigungsstrategie vor Gericht) beide kurzerhand get├Âtet. Nun wartet sie im Gef├Ąngnis unter der eisernen F├╝hrung von Mama Morton auf ihre Verhandlung. Die Presse ist begeistert von den m├Ârderischen M├Ądels: Besonders Klatschkolumnistin Mary Sunshine bringt immer neue haarstr├Ąubende Enth├╝llungen, die ihr von Staranwalt Billy Flynn charmant-skrupellos in die Feder diktiert werden. Geschickt manipuliert er die Presse und pr├Ągt so die ├Âffentliche Meinung. Das Ergebnis: Velma und Roxie werden freigesprochen und starten gemeinsam eine fulminante Karriere auf der Vaudeville-B├╝hne.

Musical in Zeiten von Corona: Geht das ├╝berhaupt? Blechernd klingt das Orchester aus den Boxen. Roxie liegt in ihrem Bett, wartet auf ihren Liebhaber und tr├Ąumt von ihren Idol Velma Kelly, die pl├Âtzlich aus dem Schrank h├╝pft und gemeinsam mit drei T├Ąnzern zu ÔÇ×All That JazzÔÇť Roxie und ihren Lover umtanzt. Statt gro├čer Shownummer sah dies f├╝r mich eher nach Kammerspiel aus. Statt mit einem grandiosen ÔÇ×B├äHM!ÔÇť begann die Show mit einem verhaltenen ÔÇ×Pling!ÔÇť. Ich stellte mir ├Ąngstlich die Frage ÔÇ×Geht das nun so weiter?ÔÇť.

Nein! Es ging nicht so weiter! Erst der Mord an Fred Casely erm├Âglicht es Roxie, der Enge ihrer kleinen, unbedeutenden Welt zu entfliehen. Und so ├Âffnet sich die B├╝hne wie die B├╝chse der Pandora und pr├Ąsentiert das Spiel um Mord, Korruption und Manipulation: Sp├Ątestens beim ÔÇ×Cell Block TangoÔÇť hatte ich sie, meine gro├če Show!

Musical in Zeiten von Corona: Geht das ├╝berhaupt? Ja, es geht, und dazu auch noch ganz gro├čartig! Selten griffen die K├╝nste von Regie, Choreografie, B├╝hne und Kost├╝m so ineinander wie in dieser Inszenierung. Regisseur Felix Seiler machte aus der Not eine Tugend und zauberte aus den vorgegebenen 90 Minuten Spielzeit ohne Pause eine straffe Inszenierung, in der ein Highlight vom n├Ąchsten Highlight abgel├Âst wird. Fein differenziert zeigte sich seine Personenf├╝hrung und ├╝berraschte mit ungew├Âhnlichen und witzigen Ideen. Gro├čes Lob: Trotz K├╝rzung bzw. Straffung der Handlung hatte ich nicht das Gef├╝hl, dass mir wesentliche Inhalte gefehlt h├Ątten. Andrea Danae Kingston bot eine kreative und anspruchsvolle Choreografie und sorgt so ÔÇô trotz Abstandsregelung ÔÇô f├╝r abwechslungsreiche Bewegungsabl├Ąufe. Seiler und Kingston scheinen ein eingespieltes Team zu sein: H├Ąufig war nicht nachvollziehbar, wo die Regie aufh├Ârte und die Choreografie begann. Das B├╝hnenbild von Hartmut Sch├Ârghofer schafft stimmige Spielebenen und unterst├╝tzt die vorgegebene Distanz zwischen den Darstellern ohne an Atmosph├Ąre einzub├╝├čen. Die ansprechenden Kost├╝me von Julia Schnittger gl├Ąnzen im 20er-Jahre-Look mit einem Touch Modernit├Ąt.

Vier von den sechs Hauptrollen sind mit Musical-Profis besetzt: Valentina Inzko Fink gibt das naive Blondchen Roxie Hart mit einer geh├Ârigen Prise Durchtriebenheit. Die Velma Kelly von Jasmin Eberl trieft vor ordin├Ąrem Selbstbewusstsein, l├Ąsst durchaus hinter der taffen Fassade Verletzlichkeit durchschimmern. Beide Ladies punkten mit grandiosen Stimmen, t├Ąnzerischem K├Ânnen und einer Menge Sex-Appeal. Frank Winkels als Billy Flynn ist ein absoluter WoMenizer (

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Endlich!

25.09.2020 - Endlich wieder Theater und endlich wieder K.Mehrling.
Es war so toll nach der langen Durststrecke endlich wieder eine Liveshow zu erleben. Katharine Mehrling wie immer gro├čartig mit ihrer Hommage an Judy Garland, deren Lieder sie toll interpretiert ohne sie zu kopieren.
Die Band war ein Genu├č und sehr gefallen hat mir die Interaktion zwischen Musikern und S├Ąngerin ├╝ber alle Plexiglasgrenzen hinweg.
Es gab ungewohnt viel Platz im Tipi und ein sehr gutes Hygienekonzept.
Einziger Wermuthstropfen, der Applaus klingt etwas d├╝nn wegen der geringen Anzahl von Zuschauern (auch wenn der Abend sehr gut besucht war). Das wurde dann mit Standing Ovations wett gemacht.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Hervorragend gel├Âst

24.09.2020 - F├╝r diese schwere Zeit eine Meisterleistung....Corona verbannt das Orchester ins off, die Akteure auf Abstand und das ganze St├╝ck auf 90 Minuten. Was hinter der Maske dann herauskam war eine Meisterleistung, Chapeau f├╝r alle Beteiligten hinter, neben und auf der B├╝hne.

Katibossi123 (erste Bewertung)


Konsequent mit Br├╝chen

18.09.2020 - Das Ein-Personen-Musical TELL ME ON A SUNDAY scheint das perfekte Musical f├╝r die momentan eingeschr├Ąnkten M├Âglichkeiten eines Theaters zu sein.
Das St├╝ck steht allerdings schon mehrere Spielzeiten auf dem Spielplan des Pfalztheaters Kaiserslautern.

Das vierzig Jahre alte Musical wurde konsequent in die Gegenwart versetzt.
Smartphones und selbst Alltagsmasken wurden integriert.

Leider lassen Buch, Text und Inszenierung die Protagonistin nicht wirklich glaubhaft oder sympathisch werden.
Das rotzige Girlie (die Kost├╝me sind einfach unterirdisch und kontraproduktiv) h├╝pft von einer Beziehung zur n├Ąchsten, scheitert letztendlich und findet erwartungsgem├Ą├č zu sich selbst.
Die vielseitige Adrienn Cunka lotet die Facetten und Ver├Ąnderungen gekonnt aus, kommt aber selten gegen das wenig stimmige Gesamtkonzept an. Mitunter sind die Gef├╝hlsaufwallungen viel zu gro├č und zu dramatisch, mitunter ist die Figur einfach zu flippig, rotzig, burschikos. Wenig sinnvoll ist es, dass immer wieder in eine klassische Stimmf├╝hrung gewechselt wird. Ein richtiger Zugang zum Charakter fehlt.

Eine f├╝nfk├Âpfige Band bearbeitet mit Hingabe und M├╝he den Popscore.

Vielleicht nicht der perfekte Theaterabend, aber nach der langen Pause ein sch├Âner Einstand.
Dank an das Pfalztheater, alle K├╝nstler und freundlichen Mitarbeiter!
Sch├Ân, dass ihr wieder spielt!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein toller Abend mit viel Schlager und einer tollen Story voll Witz und Charm

04.08.2020 - Am 25.07. War ich zur vorletzten Vorstellung von " Tausendmal ber├╝hrt" auf der K├╝chwaldb├╝hne. Die Location war wirklich sehr sch├Ân und man hatte einen ausgezeichneten Blick auf die B├╝hne trotz letzter Reihe war die Sicht sehr gut.

Das Musical selbst war sehr gut und passend f├╝r einen lauschigen Sommerabend mit viel Witz und Charm , mit tollen bekannten Schlagertitel in einen modernen Arrangement.

Zu den Highlights geh├Ârten:

Fiesta Mexicana
I will Survive
Du hast den Farbfilm vergessen mein Michael
Ein Stern

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Eine Gala mit den gr├Â├čten Hits der Musical Legende

19.06.2020 - Am 17.02.2019 schaute ich mir die Tour 2018/2019 von " Der gro├čen Andrew Lloyd Webber Gala" in der Stadthalle Chemnitz an. Nat├╝rlich war mir klar dass es kein Musical in dem Sinne sein w├╝rde sondern " Eine "Best of Show" und nichts anderes war die Show auch. Mir hAtte es Mega m├Ąssig gefallen, es war f├╝r jeden Geschmack etwas dabei, tolle Songs und auch super Tanzeinlagen. Auch wenn die S├Ąnger und S├Ąngerinnen jetzt keine Weltstars der Musical - Szene oder von einzelnen Musicals bekannt wahren wahren die Gesangsleistungen auf einen Top Niveau. Auf jeden Fall hat der Abend bei mir den Wunsch erweckt, neben Starlight Express ( was echt super war) noch weitere Andrew Lloyd Webber Musicals in Zukunft anzuschauen ( mal sehen wann es klappt)

Zu meinen Highlights geh├Âren:

" I don't know how to love him " , "Gethsemane " und Jesus Christ Superstar" aus Jesus Christ Superstar

Memory aus Cats

"Think of me", "Music of the Night " und " The Phantom of the Opera " aus Phantom of the Opera

Don't cry for me Argentina aus Evita

Und nat├╝rlich : " Pumping Iron, Light at the End of the Tunnel und Starlight Express" aus Starlight Express

Und ich hatte auch in der Show einen Moment wo ich mir dachte , ich sollte mich mal mehr und besser mit einem Musical - Komponisten besch├Ąftigen, da ich zum Beispiel nicht wusste dass der 90 - ziger Jahre Welthit No matter what von Boyzone eigentlich auch von Webber geschrieben wurde also hatte ich da etwas neues dazu gelernt 😊.

Auf jeden Fall war es ein sehr sch├Âner und lehrreicher Abend der mir absolut sehr gefallen hatte.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Es gr├╝n't so gr├╝n , wenn Spaniens Bl├╝ten bl├╝h'n

17.06.2020 - Am 1. November 2019 hatte ich mir zum 2. Mal My Fair Lady im Opernhaus Chemnitz angeschaut und ich war mehr als begeistert.

Super B├╝hnenbild und sehr talentierte Darsteller die allesamt bis auf Sylvia Schramm - Heilfort ,eine Legende bei den Theatern Chemnitz,als Mrs. Pearce, neu waren. Sylvia Schramm - Heilfort hatte wieder einmal bewiesen dass sie zurecht ein Arrangement im Opernhaus hat, sie spielte , wie ihre anderen Rollen vorher auch ( z.B. Ms. Sherman in Fame Das Musical , oder eben Eliza ) mit sehr starken Ausdruck und viel Liebe zum Detail und Gef├╝hl einfach eine grandiose Darstellerin die Alles spielen kann.

Aber auch die neuen Darsteller/-innen waren einfach grandios in ihren Rollen.

Allen voran nat├╝rlich die zu den Zeitpunkt neue Eliza -Franziska Kr├Âtenheerdt: hat den Charakter Glaubw├╝rdigkeit und sehr viel Gef├╝hl , Witz und Humor verleiht einfach alles was man von einer Eliza erwartet und ihre Stimme war echt Ausdrucksstark und sehr gut und zur Rolle passend. Sie schaffte es Songs wie " Wart's nur ab Henry Higgins, wart's nur ab, Es gr├╝n't so gr├╝n , wenn Spaniens Bl├╝ten bl├╝h'n , W├Ąhre das nicht wunderscheen oder Ich h├Ątt getanzt heut Nacht " genau die richtige Stimmung und Gef├╝hle gegeben. Auch einfach grandios.

Zu den Highlights geh├Âren f├╝r mich , nat├╝rlich: Ach w├Ąhre das nicht Wunderscheen,Ich h├Ątt getanzt heut Nacht, Wart's nur ab Henry Higgins, wart's nur ab , Es gr├╝n't so gr├╝n wenn Spaniens Bl├╝ten bl├╝h'n, aber auch Mit nen kleen St├╝ckchen Gl├╝ck und Bring mich p├╝nktlich zum Altar.

My Fair Lady geh├Ârt zurecht zu den Musical Klassikern die gute Laune verbreiten, Spa├č machen beim zuschauen und die Charaktere sind absolut liebenswert und mit viel Herzblut konzipiert. Somit verl├Ąsst man die Vorstellung mit guter Laune und sehr vielen Ohrw├╝rmer in den Geh├Ârg├Ąnge die auch lange danach anhalten. Ich kann das Musical nur empfehlen.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Kein Disney aber trotzdem sch├Ân mal etwas anderes.

17.06.2020 - Daf├╝r das es kein Disney Musical ist war das Musical Die Sch├Âne und das Biest" sehr sch├Ân und man hat auch bestimmte Charaktere sofort wieder erkannt vom Film ( Gustav war eindeutig Gaston vom feinsten😁😄). Belle ,oder da es ja eine komplett deutschsprachige Inszenierung war, Bella war einfach nur Zauberhaft und genauso geduldig wie ihr Disney Pendant. Und das Biest war sehr sch├Ân w├╝tend frustriert und voll Schmerz. Mein Highlight wahren aber Bella's Schwestern Ilse und Grete einfach grandios ├╝berzeichnet und sehr sch├Ân zickig 😂😅. Kurz um mir hatte der Musical - Abend sehr gut gefallen.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Eine Show die dem Original mit viel Liebe zum Detail w├╝rdigt

17.06.2020 - Anfang 2019 hatte ich die Gelegenheit genutzt und mir die Thriller Live - Tour in der Stadthalle Chemnitz anzuschauen und es war eine sehr ausgefeilte und in allen Punkten perfekte Show. Nat├╝rlich ist es kein Musical sondern eine "Tribute - Show" aber eine die das " Pr├Ądikat : Geniestreich" mehr als verdient. Das Publikum wird dank der S├Ąnger und T├Ąnzer in die Karriere von Michael Jackson wirklich perfekt eingef├╝hrt und es wurde sich auch die Zeit genommen die Geschichte dieses einzigartigen Ausnahme- K├╝nstlers zu erz├Ąhlen. Eine Weltklasse Show mit Weltklasse S├Ąngern und einer S├Ąngerin und T├Ąnzern. Da hatte man das Gef├╝hl man w├Ąhre in einen der legend├Ąren Konzerte des einzig wahren " King of Pop"

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Die Flashdance Tour in Chemnitz

16.06.2020 - Ende Januar diesen Jahres gastierte die Flashdance - Tour in meiner Heimat Chemnitz f├╝r 2 Tage in der Stadthalle , da ich leider die Spielzeit in unserem Opernhaus verpasst hatte , war ich umso gespannter auf die Inszenierung und wurde nicht entt├Ąuscht. Die Story fande ich schon im Film sehr gut, eben der klassische "American - Dream, die Cast war sensationell sowohl stimmlich als auch t├Ąnzerisch absolut beeindruckend und daf├╝r dass der Gro├čteil des B├╝hnenBilds haupts├Ąchlich Projektionen war sah es total echt aus. Es war ein wundersch├Âner und absoluter gelungener Musicalabend und hoffentlich kommt mal wieder eine Produktion von Flashdance nach Chemnitz, da werde ich mir das Musical sehr gerne noch ein 2. Mal anschauen.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Das Kultmusical ├╝berhaupt

15.06.2020 - Auch ich hatte die Chance genutzt um mir Starlight Express anzusehen und war absolut begeistert bei meinem Besuch in November 2017, absolut grandiose Leistung was die sehr gute und talentierte Cast auf den B├╝hnen Abend f├╝r Abend und an den Wochenenden auch in den Matinee - Shows leisten. Es mag vielleicht sein dass die Story im Vergleich zu anderen Musical's etwas mini mal ist aber durch die Effekte und der Musik von Sir Andrew Lloyd Webber mit "Ohrwurmgarantie ist es ein gro├čer Spa├č f├╝r Jung und Alt . Ich freue mich schon auf meinen 2. Besuch im Starlight Express , da ich die Version zum 30.j├Ąhrigen Jubil├Ąum noch nicht gesehen habe , was ich nach den super ErlebnisJahr 2017 gerne nochmal nachholen m├Âchte und sage bis bald wieder in Bochum beim Kultmusical im wundersch├Ânen Starlight Theater.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ein Hauch von Afrika

15.06.2020 - Bei meinen 1. London- Besuch 2017 schaute ich mir neben Wicked auch noch The Lion King im Lyceum Theater an da der Film K├Ânig der L├Âwen zu meinen Lieblingsfilmen als Kind galt.

So hatte der Besuch in The Lion King Musical einen sehr hohen Nostalgie - Wert und ich wurde nicht entt├Ąuscht schon alleine die gro├če Eingangsszene mit The Circle of Life , mit den Einzug der Tiere war absolut atemberaubend. Die komplette Cast war einfach sensationell und hatten ihre Rollen regelrecht gelebt nat├╝rlich darf auch nicht die gro├čartige Musik von Sir Elton John , Tim Rice in Zusammenarbeit mit Lebo M vergessen werden. Zu meinen pers├Ânlichen Highlights z├Ąhlen aus den Film nat├╝rlich : The Circle of Life, Be Prepared , I just can't wait to be King und nat├╝rlich Hakuna Matatta, aber auch f├╝r die B├╝hnen Version geschriebene Songs wie Shadowland und Endless Night. The Lion King ist ein Erlebnis was man sich eigentlich nicht entgehen lassen sollte, meiner Meinung nach.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Einfach magisches Erlebnis

15.06.2020 - Ich hatte das Gl├╝ck Wicked schon 2 Mal zu sehen ( 2017 und 2019) und ich war jedesmal wieder geflasht von der Leistung der Cast , dem B├╝hnenbild, der Effekte und generell den ganzen Ambiente im Apollo Victoria. Desweiteren bietet Wicked auch tolle und gro├čartigen Musik von Stephen Schwartz,

mit Highlights wie: The Wizard and I, Dancing Through Life, Popular, No good Deed und nat├╝rlich das Mega m├Ą├čige und immer wieder hammerm├Ą├čige Defying Gravity.

Wicked ist absolut w├Ąrmstens zu empfehlen f├╝r jeden Musical Fan der / die sich f├╝r einen London - und West End Trip entscheidet.

Musicalangel87 (13 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Grandios und bewegend

15.06.2020 - Sterbehilfe, ein aktuelles Thema.
Durch ÔÇ× Wenn Rosenbl├Ątter fallenÔÇť wird das schwierige Problem der aktiven und passiven Sterbehilfe in unser Bewusstsein gebracht.
Diese St├╝ck eignet sich auch hervorragend als Diskussionsgrundlage f├╝r die Oberstufen.
Die beeindruckende schauspielerischen und gesangliche Leistungen der drei Akteure fesseln, begeistern und werten das Musical zu einem ÔÇ× muss ich gesehen haben St├╝ckÔÇť auf.

Sternenk├Ąmpfer (erste Bewertung)


...einer meiner sch├Ânsten Musical-Momente, den ich bisher erleben durfte!

24.05.2020 - Es gabÔÇŽ

ÔÇŽkein schwebendes Kinderm├Ądchen, keinen herabst├╝rzenden Kronleuchter, keinen fliegenden Teppich,ÔÇŽ

ÔÇŽkeine Modernisierung, kein Regie-Schnickschnack, keine spektakul├Ąre B├╝hnentechnik,ÔÇŽ

ÔÇŽund trotzdem sa├č ich rundum gl├╝cklich im Zuschauerraum, habe gelacht und geweint und f├╝hlte meine Seele gestreichelt.

Das Ohnsorg Theater brachte in der Regie von Frank Thannh├Ąuser diesen Musical-Klassiker zum Gl├ĄnzenÔÇŽ

ÔÇŽin einem wandlungsf├Ąhigen und liebevoll-detailreichen B├╝hnenbild incl. traumhafter Kost├╝me,ÔÇŽ

ÔÇŽmit der plattdeutschen Sprache, die sich harmonisch in die Dialoge und um die Songtexte schmiegte,

ÔÇŽund dank eines wunderbaren und perfekt aufeinander eingespielten Ensembles (angef├╝hrt von der einzigartigen Sandra Keck in der Titel-Rolle, komplettiert mit den Talenten von Till Huster, Christian Richard Bauer, Christin Deuker, Markus Gillich, Tanja Bahmani, Beate Kiupel u.v.m. ), das uns DAS zeigte, was in mancher gro├čen Produktion leider allzu oft hinter der Perfektion verschwindet ÔÇô ganz viel HERZ! 💖

Wir haben das Theater mit einem wohligen Gef├╝hl im Bauch und mit einem Lied auf den Lippen verlassen ÔÇô begl├╝ckt, beseelt und ├╝berreichlich beschenkt!

Vielen, herzlichen Dank!

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


...nach wie vor ein Highlight!

24.05.2020 - Orkantief ÔÇ×SabineÔÇť fegte ├╝ber Deutschland, somit auch ├╝ber das Zelt-Theater im Hamburger Hafen und brachte die Lampenkonstruktion an der Decke des Foyers zum Schwingen. Wir sa├čen dort voller Vorfreude und erwarteten den Beginn der Vorstellung. 10 Jahre waren seit unserem letzten Besuch vergangen: 10 Jahre, in denen so viel passiert istÔÇŽ! Das Leben hat sich ver├Ąndert, vielmehr mein/ unser Leben hat sich ver├Ąndert. Hier im Hamburger Theater im Hafen war auf einer beruhigenden Art alles beim Alten, und doch wieder aufregend neuÔÇŽ!

Die Schamanin Rafiki l├Ąsst ihren Ruf ert├Ânen, die Sonne geht ├╝ber der Steppe auf und die ersten Tiere erscheinen auf der Weite der B├╝hne. Mein Mann und ich sitzen gebannt nebeneinander, halten uns an den H├Ąnden, und Tr├Ąnen rinnen ├╝ber unsere Wangen. F├╝r uns war und ist dies die emotionalste Er├Âffnungsszene, die wir je live auf einer B├╝hne erleben durften. Regisseurin Julie Taymor hat mit dieser B├╝hnenfassung des Disney-Filmklassikers eine Gro├čtat vollbracht. Bei bisher keinem anderen Musical habe ich so deutlich die Handschrift einer einzelnen K├╝nstlerin gesp├╝rt. Mutig hat sie den Film aus seinem Korsett befreit und der Geschichte f├╝r die B├╝hne eine neue Identit├Ąt verpasst. Mit klassischen B├╝hnentricks und -effekten, mit dem Spiel von Perspektiven, dem Einsatz von Masken und der Kunst des Puppenspiels erschuf sie die Welt der Savanne zu neuem Leben,ÔÇŽ

ÔÇŽund das weltweite Publikum staunt und str├Âmt nun schon seit Jahrzehnten in die Vorstellungen: Seit ├╝ber 18 Jahren begeistert der K├Ânig der L├Âwen in Hamburg seine Zuschauer, und so stehen dort seit ├╝ber 18 Jahren Abend f├╝r Abend talentierte K├╝nstler*innen auf der B├╝hne und buhlen um die Gunst der Menschen im Auditorium.

Rafiki war bei Thulisile Thusi in besten H├Ąnden: Stimmgewaltig er├Âffnete sie die Show und stattete die Rolle mit W├Ąrme, Weisheit und einem Hauch Verr├╝cktheit aus. Mhlekazi Mosiea war zwar ein eher schm├Ąchtiger Mufasa, zeigte im Zusammenspiel mit seinem B├╝hnensohn aber sehr viel Herzlichkeit und ber├╝hrte mit einem gef├╝hlvoll gesungenem ÔÇ×Sie leben hierÔÇť. Die Puppe des Haushofmeisters Zazu wurde durch Joachim Benoit kunstvoll zu Leben erweckt, der diesen hyperaktiven Vogel geschickt mit sehr viel Situationskomik bedachte. Der Scar von Stefan Voigt war durchaus gemein und b├Âse, wurde von ihm eher beil├Ąufig gespielt. Gemeinsam mit seinen drei dusseligen Untergebenen, den Hy├Ąnen Shenzi, Banzai und Ed ÔÇô dargestellt von Germaine Wilson, Simon Phezani Gwala und Sean Gerard, kam aber auch der Humor nicht zu kurz. Um die Sympathien der Zuschauer mussten sich Tobias Korinth als Timon und SÔÇÖThembiso Keith Mashiane als Pumba keine Sorgen machen: Beide Rollen sind per se dankbare Publikumslieblinge, das von den Darstellern auch gekonnt genutzt wurde. Gugu Zulu war eine aparte Nala und interpretierte mit warmer Stimme ÔÇ×SchattenlandÔÇť. Simba wurde von Hope Main als ein vitaler, kraftstrotzender Jungspund portr├Ątiert, der mit einem r├╝hrenden ÔÇ×Endlose NachtÔÇť auch Tiefe zeigte und gemeinsam mit Gugu Zulu ein entz├╝ckendes Leading-Paar bot. F├╝r die meisten Darsteller*innen in diesem internationalen Cast ist Deutsch nicht die Muttersprache, und trotzdem ├╝berzeugten sie mit einer sehr deutlichen Aussprache. Viele K├╝nstler der sprechenden Zunft sollten sich daran ein Beispiel nehmen, da vernuschelte S├Ątze gerade sehr hipp zu sein scheinen. Meinen gr├Â├čten Respekt haben bei solchen Produktionen immer die Kinder-Darsteller: Johnny als junger Simba und Loa als junge Nala waren absolut bezaubernd und meisterten ihre jeweiligen Parts mit einer immensen Spielfreude.

Zusammen mit gro├čartigen T├Ąnzern und S├Ąngern, deren scheinbar unersch├Âpfliche Dynamik auf uns ├╝bersprang, boten die K├╝nstler eine perfekte Show, die trotz aller Perfektion nicht routiniert wirkte sondern eine energetische Frische ausstrahlte ÔÇô eine Leistung, die nach ├╝ber 18 Jahren Open End an einem Standort nicht unbedingt selbstverst├Ąndlich ist und somit meine Hochachtung verdient.

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


...packende Inszenierung!

24.05.2020 - Bombastisch wie eine Welle rollt die Musik vom Philharmonischen Orchester unter dem dynamischen Dirigat von Davide Perniceni aus dem Graben Richtung Publikum. Der Chor er├Âffnet mit einem dramatischen Sopran-Solo, und schon sind wir mitten im Intrigenspiel rund um den jungen Seemann Edmond Dant├Ęs, das im Original vom Romancier Alexandre Dumas erdacht wurde.

Eine sch├Ąndlichen Intrige von Fernand Mondego, G├ęrard von Villefort und dem Baron Danglars, die alle selbsts├╝chtig aus pers├Ânlichen Beweggr├╝nden (Begierde, politisches Kalk├╝l, Geldgier) agieren, trennt Edmond Dant├Ę von seiner Angebeteten Merc├ęd├Ęs. Er wird unschuldig zu lebenslanger Haft im Kerker Ch├óteau dÔÇÖIf verurteilt. Mit der Hilfe seines Mitgefangenen, dem alten Abb├ę Faria gelingt ihm nach 14 Jahren die Flucht. Der sterbende Abb├ę verr├Ąt ihm das Versteck eines sagenhaften Schatzes auf der Insel Monte Christo. Ein Piratenschiff unter der F├╝hrung der Kapit├Ąnin Luisa Vampa bringt ihn dorthin. Mit einer neuen Identit├Ąt als wohlhabender Graf von Monte Christo kehrt Dant├Ę in seine Heimat zur├╝ck, um zu erkennen, dass seine gro├če Liebe Merc├ęd├Ęs mit seinem Widersacher Fernand Mondego ungl├╝cklich verheiratet ist. Deren gemeinsamer Sohn Albert steht kurz vor der Verlobung mit der reizenden Valentine. Die Freundschaft mit ihm nutzt der Graf von Monte Christo um sich seinen Widersachern zu n├Ąhern. Sein Spiel aus Rache und Richten beginntÔÇŽ!

Komponist Frank Wildhorn hat sich im Laufe der Jahrzehnte einen Namen mit der Vertonung klassischer Stoffe (Jekyll & Hyde, The Scarlet Pimpernel, Cyrano de Bergerac, Carmen, Bonnie & Clyde) gemacht. Sein kompositorischer Stil passt auch hervorragend zu diesen Sujets und bietet eine Mischung aus symphonischen Klang und ├╝ppigen Chors├Ątzen, filmischen Underscore und emotionalen Balladen. Dabei liefert er immer wieder eine effektvolle Musik, die der Handlung durchaus dient, aber leider auch innerhalb seiner Werke austauschbar erscheint. Trotz aller Gef├Ąlligkeit gibt es kaum Melodien, die l├Ąnger im Ohr bleiben. Auch in Bremerhaven ist er kein Unbekannter: In der Saison 2016/17 zeigte das Stadttheater eine moderne Inszenierung von ÔÇ×DraculaÔÇť mit Anna Preckeler als Mina, Maximilian Mann als Jonathan Harker und Christian Alexander M├╝ller in der Titelrolle.

Regisseur Felix Seiler bietet mit B├╝hnenbildner Hartmut Sch├Ârghofer dem Publikum eine sensationelle Inszenierung. Seiler lotet mit seinem Ensemble die Beziehungen der Protagonisten zueinander aus und kreierte so eine dichte Inszenierung mit einer ├╝berzeugenden Personenf├╝hrung. Er erlaubte sich den Spa├č und versteckte kleine ÔÇ×Easter EggsÔÇť aus Film (Titanic) und Musical (The Phantom oft he Opera) in die Handlung (Zumindest war ich der Meinung, diese dort entdeckt zu haben!).

Vikrant Subramanian ├╝berzeugte in der Titelrolle mit klassischem Bariton, den er musical-like zur├╝cknahm, um so mit flexibler Stimme zu gl├Ąnzen. Auch darstellerisch hat er sich in den letzten Jahren zu einem ÔÇ×Leading ManÔÇť des Hauses gemausert. Sein Widersacher Fernand Mondego wurde von Marco Vassalli beinah unangenehm schmierig verk├Ârpert: In seinem dunkel-gef├Ąrbten Bariton schwang immer ein geh├Âriges Ma├č an Gef├Ąhrlichkeit mit. Anna Preckeler gl├Ąnzte als Gast (nach Dracula) wieder in einem Wildhorn-Musical, sei es als junge leidenschaftliche Frau oder als ├Ąltere verzweifelte Mutter, und bot auch gesanglich gro├če Momente. Die gr├Â├čte ├ťberraschung pr├Ąsentierte allerdings Victoria Kunze in der Doppelrolle Luisa Vampa/ Valentine: W├Ąhrend sie die Piratenkapit├Ąnin rollendeckend robust-vulg├Ąr mit einem Hang zur Komik anlegte, gestaltete sie die Rolle der Valentine sehr zart mit lyrischem Sopran und emotionalem Spiel.

Seiler versteht es nicht nur seine Protagonisten sondern auch den Opernchor geschickt zu f├╝hren. Selten habe ich den Chor so spielfreudig und variabel erlebt. Mein besonderes Lob gilt hierbei den Damen, die nicht nur als Piratinnen und Ladies der feinen Gesellschaft gefielen: Auch als ÔÇ×M├Ądchen der NachtÔÇť waren sie ungewohnt kokett-frivol! Das Ballett des Hauses zeigte in der Choreografie von Andrea Danae Kingston sein K├Ânnen und war weit mehr als ÔÇ×nurÔÇť schm├╝ckendes Beiwerk, w├Ąhrend Jean-Loup Fourure f├╝r die Einstudierung der rasanten Fechtchoreografie verantwortlich war.

Ein weiterer ÔÇ×HauptdarstellerÔÇť war das B├╝hnenbild von Hartmut Sch├Ârghofer: Er schafft auf der variablen Drehb├╝hne immer wieder neue Spielebenen, arbeitet mit dem Wechsel der Perspektiven, bei denen auch Licht und Schatten eine besondere Bedeutung spielten, und nutzt alle M├Âglichkeiten der B├╝hnentechnik. Auf der rechten B├╝hnenseite wurden mit Hilfe von Vorh├Ąngen, Versatzst├╝cken und dem geschickten Einsatz von Projektionen die unterschiedlichen Handlungsorte dargestellt. Die linke B├╝hnenseite sowie die spiralf├Ârmig ansteigende Drehb├╝hne erschienen dagegen wie aus Stein: Auf der Drehb├╝hne f├╝hrten lange Kreidestriche in verschiedene Richtungen und wirkten wie Verbindungen innerhalb eines Beziehungsgef├╝ges bzw. einer Figurenkonstellation. Die linke Wand war daf├╝r ├╝bers├Ąt mit vielen kleinen Strichen, die die Tage/ Monate/ Jahre symbolisieren sollten, die Edmond Dant├Ę in Ch├óteau dÔÇÖIf verbrachte.

Es war erstaunlich und eine Freude zu erleben, wie sich aus allen Einzelteilen dieser Inszenierung ein gro├čes, fulminantes Ganzes formte. Das Stadttheater Bremerhaven hat (wieder) nachdr├╝cklich bewiesen, dass durchaus auch ein kleines Haus in der Lage ist, seinem Publikum exzellente Musical-Unterhaltung zu bieten.

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gro├čes Kino! Gro├čartiges Theater!

22.03.2020 - Das Pfalztheater Kaiserslautern ist ein mittelgro├čes Stadttheater am Rande des Pf├Ąlzerwaldes. Das sollte man schon miteinbeziehen, wenn man eine Produktion dieses Hauses beurteilt.
Aktuell zeigt man auch Andrew Lloyd Webbers SUNSET BOULEVARD.
Auch wenn sich die Inszenierung die eine oder andere "Freiheit" herausnimmt, konnte sie mich in ihrer Gesamtkonzeption ├╝berzeugen und begeistern.

SUNSET BOULEVARD steht und f├Ąllt nat├╝rlich immer auch mit seiner Norma Desmond. In Kaiserslautern musste das nat├╝rlich Astrid Vosberg sein. Zum Gl├╝ck! Ihre starke B├╝hnenpr├Ąsenz, ihr ausdrucksstarker Gesang und ihr intensives Schauspiel suchen ihresgleichen. Dennis Wei├čert, Adrienn Cunka und Daniel B├Âhm als Joe, Betty und Max sind ebenfalls trefflich gut und ├╝berzeugend besetzt.

Die Ausstattung in Kombination mit einem wunderbar atmosph├Ąrischen Lichtdesign ist ebenfalls rundum gut gelungen.
Authentisch perfekt und glamour├Âs verschwenderisch ist das Kost├╝mbild f├╝r Ensemble, Chor und Statisterie. Verbunden mit einer ausgesprochen energetischen Choreografie bieten diese Menschenmassen auf der B├╝hne au├čerordentlich eindrucksvolle Bilder und Szenen.
Das gro├č besetzte Orchester ist schlichtweg ein Traum f├╝r diese dramatische Partitur. Andrew Lloyd Webbers Komposition erstrahlt mitrei├čend in all ihren vielseitigen Klangfarben.

Tilmann Gerschs Regie verfremdet das St├╝ck niemals. Der klar strukturierte Handlungsablauf entfernt sich niemals von der Originalinszenierung oder der Filmvorlage. Allerdings kann man auch eine Individualit├Ąt und Handschrift des Regisseurs erkennen. So wird z.B. in einigen Sequenzen -mehr ist es wirklich nicht- ein an Pantomime erinnernder Bewegungsablauf choreografiert. So sehen Joes Er├Âffnungsauftritt oder die Autoverfolgungsjagd etwas anders aus, als man sie kennt oder erwartet. Dar├╝ber kann man jetzt trefflich diskutieren, was es zu bedeuten hat oder ob es das St├╝ck verbessert. Jedoch kann K├╝rze dieser Sequenzen keinen negativen Gesamteindruck der Produktion rechtfertigen.
Wesentlich auff├Ąlliger ist die erkennbare Ver├Ąnderung des Max von Mayerling Charakters. Zwar gro├čartig von Daniel B├Âhm gesungen, wird er von der Inszenierung doch eher in die Rolle des komischen, leicht trotteligen Faktotums ger├╝ckt. Die ganz eigene und d├╝stere Dramatik dieser Rolle leidet leider darunter. Wobei man allerdings auch anmerken muss, dass SUNSET BOULEVARD von seiner Grundkonzeption schon durchaus auch kom├Âdiantische Elemente hat. "The Lady┬┤s Paying" oder "Eternal Youth is Worth a Little Suffering" sollen am├╝sieren. Gersch hat das nun in seiner Regie noch weiter ausgebaut. Das finde ich pers├Ânlich ungl├╝cklich und nicht n├Âtig. Aber da Max nicht das St├╝ck tr├Ągt, kann auch hier nicht der gute Gesamteindruck zerst├Ârt werden, der im ausverkauften Haus vom begeisterten Publikum lange und lautstark beklatscht wird.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolle Songs und Humor

10.03.2020 - F├╝r mich war absolut neu, dass man so tolle gro├če Songs auch mal mit Humor kombinieren kann. Angelika Milster wie immer mit Wahnsinnsstimme (auch als Schauspielerin super!)und Navina Heyne als echte ├ťberraschung. Sie ist total perfekt in dieser Rolle, vor allem als Stimmduo mit Manfred Stecher. Auch alle anderen - z.B. Patrik Fichte und der singende Butler (!) sind mega. Ich werde im April nochmal zu meinem Geburtstag mit Freunden gehen, so gut hats mir gefallen. Jemand vom Theater sagte, dass das Musical auch demn├Ąchst in England gespielt wird. W├Ąre logisch.

Delphine72 (erste Bewertung)


Echt nicht gut!

05.03.2020 -

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Billige Neuproduktion, Vorsicht!

04.03.2020 - Dieses Musical von Weber (nicht Webber!) ist auf dem Niveau einer Mallorca Hotelshow, oder ich schlie├če mich an, einer Schulauff├╝hrung. Die Kost├╝me sind lieblos, die Darsteller schlecht oder gar nicht geschminkt, die Frisuren furchtbar, Gesang z.T. ganz gut, z.T. aber laienhaft, die Kulisse, soweit vorhanden, aus einfachsten Mitteln (im Wesentlichen 2 Stellw├Ąnde, ein Schminktisch und 2 Leuchter bis zur ersten Pause. Es hat nichts mit dem bekannten Phantom der Oper von A.L.Webber zu tun, dessen Melodien jeder kennt. Es ist komplett neu komponiert, mit Liedtexten "wie das Phantom-tom-Tom", und "Halali Halali". Das "gro├če Orchester" sitzt mit auf der B├╝hne, man sieht nur den Dirigenten und einige Streicher, irgendwo muss auch die Heim-Orgel stehen, so klingt es jedenfalls.Viele sind bei der Auff├╝hrung in Hamburg im Februar wie wir in der Pause gegangen, v├Âllig entsetzt, so viel Geld f├╝r eine Billigproduktion ausgegeben zu haben. Muss man das ahnen, dass es Nachmacher gibt, die mit offenbar wenig Geld eine Produktion auf die Beine stellen und durch die Lande ziehen, immer an einem neuen Ort, wo keiner die Kritiken gelesen hat? Was f├╝r eine Entt├Ąuschung!

Scrollan (erste Bewertung)


Beitrag vom 02.03.2020 gesperrt

Sunsetfreak (erste Bewertung)


Kasperltheater

02.03.2020 - Was hatte ich mich auf diesen Abend gefreut. Ich liebe das St├╝ck und freue mich immer, wenn ich es in einer neuen Inszenierung erleben darf. Mir war auch bewusst, dass es sich mit Kaiserslautern um kein sehr gro├čes Stadttheater handelt und ich keineswegs eine Auff├╝hrung wie in Niedernhausen erleben darf. Was dann passierte, damit h├Ątte ich niemals gerechnet.

Kasperltheater d├╝rfte die Auff├╝hrung ganz gut beschreiben. Es setzt die Ouvert├╝re ein, welche ich liebe. Kraftvoll, ein G├Ąnsehautmoment, welcher mich immer f├╝r einen kurzen Moment an die gro├čartige Originalinszenierung denken l├Ąsst. Doch schon nach wenigen Sekunden schaut Kasperl um die Ecke und grinst. Was war das denn bitte? Dann h├╝pft er auf die B├╝hne, tanzt und springt umher, zieht Grimassen und albert herum.

WHAT THE F...????? Wie kann man auch nur ansatzweise auf die Idee kommen, diese gro├čartige Partitur mit solch einer v├Âllig albernen und v├Âllig unpassenden Hampelei zu ruinieren? Doch das sollte erst der Anfang sein. St├Ąndig kamen ├╝berschw├Ąngliche Gesten, v├Âllig fehl am Platz und zum fremdsch├Ąmen. Sei es der gehbehinderte Butler, welcher beim Cocktail-Mixen ├╝berschw├Ąngliche Bewegungen machte (und das Publikum lachte noch dazu) oder immer wieder die riiiesigen Gesten von Joe und Betty. Bei der Verfolgungsjagd standen Joe mit einem Lenkrad und die beiden Herren mit einem Lenkrad nebeneinander, in Tippenschritten schwankten sie nach rechts und links, w├Ąhrend einer der Verfolger ab und zu seinen Schlagstock nach vorn stupste. Ich h├Ątte heulen k├Ânnen, auch dieses Instrumentalst├╝ck war somit eine weitere Lachnummer.

Einziger Lichtblick dieser Lachnummer: Die drei Hauptdarsteller waren gesanglich alle gut bis sehr gut. Und sie konnten ja nichts daf├╝r, was sie da auf der B├╝hne an Peinlichkeiten vorf├╝hren mussten. Allen voran war Dennis Wei├čert ganz hervorragend, tolle Stimme, wunderbarer Einsatz. Adrienn Cunka hat mir auch sehr gut gefallen. Tolle Stimme, sie erinnerte mich sehr an eine "bekannte" Darstellerin, ich komme leider nicht auf den Namen. Uns unsere Norma, Astrid Vosberg, hat mich auch ganz gut gefallen. Sie hat die Rolle recht ruppig angelegt, passte zu ihr.

Liebes Pfalztheater: Gab es bei dieser Inszenierung tats├Ąchlich einen Regisseur? Wenn ja, war er auch anwesend? Wenn ja, wieso hat man ihn nicht sofort entlassen als man sah, was er da anrichtete? Setzen, 6!

sus70 (16 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Es h├Ątte was daraus werden k├Ânnen

01.03.2020 - Wahrscheinlich w├╝rde es unter den Punkt Regietheater fallen, was man da auf der B├╝hne sah. Es machte nur den Eindruck, als w├Ąre gr├Â├čtenteils kein Regisseur anwesend gewesen.

Somit gehe ich hier wenig bis gar nicht auf die Darsteller ein. Das sie es k├Ânnen, blitzte immer in kleinen Momenten auf, wie in den allerletzten Minuten des ersten Aktes.

Sunset Boulevard hat nun mal ein recht ruhiges, stimmungsvolles Intro. Joe Gillis lugt hinter dem Theatermull hervor. H├╝pft grotesk ├╝ber die B├╝hne. Zappelt ein wenig umher. Und w├Ąhrend man ├╝berlegt was das soll, d├Ąmmert einem, es soll wahrscheinlich an ├╝bertriebene Gestik aus der Stummfilmzeit erinnern. Passt das ganze zusammen. Nein, wird auch nie stringent durchgezogen (dem Himmel sei gedankt). Das gezappelt taucht jedoch ab und an wieder auf. Gerade wenn Joe alleine auf der B├╝hne erz├Ąhlt oder im ersten Abgang (hier auch mega unpassendes gehampelt) mit Betty Schaefer.
Max, der in langsamen Tippelschritten lief, mixte zweimal wie ein Hampelmann Cocktails. Wieso nur? Zudem es weder in die Stimmung der Erz├Ąhlung, noch zur Figur des Max passte.

Beste Szene im Kontext Regie. Joe singt gerade wie leer es im Haus ist und das nie jemand vorbei schaut. In diesem Moment, nein, genau in dieser Sekunde laufen zwei B├╝hnenarbeiter auf die B├╝hne und schieben das Gold ├╝berzogene Ikea Kramfors Sofa samt Joe ein St├╝ck in die Mitte.

Beim Song Sunset Boulevard hat man so viel Ballet auf die B├╝hne gepackt, ich hatte ganz vergessen, das da noch jemand singt. Fiel mir dann wieder auf, als man Joe trug, ├╝ber die Schultern abrollen lies und er logischerweise da nicht mehr richtig singen konnte. Tolle Idee f├╝r ein Musical wo es ein wenig auf das Singen ankommt.

Ist es ein Spoiler der jetzt kommt? Bei der Silvester Szene lies man Norma und Max die Klimax Szene auf dem Hubpodium durchspielen. Also alles was sich Norma antut sah man. W├Ąhrend unten das das Ensemble wirklich gro├čartig inklusive Ballett agierte, schaute man dann doch nur nach oben. Dennoch, als dann Joe auf Norma traf, war es emotional. Da merkte man, dass man gute Darsteller auf der B├╝hne hat.

Beim Orchester hatte ich das Gef├╝hl das die Bl├Ąser einfach vor sich hin tuteten. Als h├Ątte eine Blaskapelle das St├╝ck f├╝r sich entdeckt und f├╝hrt es auf dem Dorffest auf. Gerade bei Lets have Lunch waren sehr viele laute schiefe T├Âne drin. Insgesamt war der Ton nicht rund und teilweise kam der Gesang der Darsteller mangels guter Abmischung nicht im Saal an.

Mit den Darstellern, der L├Âsung des B├╝hnenbildes und den Kost├╝men hat man in Kaiserslautern das Material, eine gute Sunset Boulevard Inszenierung auf die B├╝hne zu stellen. Ich pers├Ânlich war durch die Dinge, die da gerade am Anfang auf der B├╝hne passierten so abgelenkt, das ich nie in das St├╝ck irgendwie eintauchen konnte oder mitgenommen wurde. Gerade den nicht zum Ensemble geh├Ârenden Dennis Wei├čert mag ich hier auch hervor heben. Ein sehr guter Joe Gillis. W├Ąre da nicht das Gezappel.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Durchwachsen

27.02.2020 - Das St├╝ck ist keine leicht Kost, wenn man die Stimmen in der Pause so h├Ârt, und damit haben sie auch recht.

Sch├Ân inszeniert, mit tollen Einf├Ąllen und dem Kniff das ganze in Dresden spielen zulassen. Sch├Âne Bilder mit Vorh├Ąngen, Filmen und teils wenig Kulissen.

Die neue ├ťbersetzung gef├Ąllt auch.

Allerdings hat man bei der Besetzung ein bisschen zu sehr den Jugendwahn der heutigen Zeit nachgehechelt.
Die Damen sind fast durch die Bank viel zu jung besetzt.
Als Phillis spielt und singt Franziska Becker gewohnt bissig, aber l├Ąsst leider das Gef├╝hl an vielen Stellen vermissen.
Sally dargestellt von der gro├čartigen Frederike Haas, bleibt total hinter ihrem K├Ânnen, und sieht mit der Per├╝cke aus wie ein Abklatsch von Bernadette Peters von der Broadway Inszenierung. Ihr "Ich verlier den Verstand" wirkt leider sehr k├╝hl.

Gef├╝hl ist das gro├če Manko dieser Auff├╝hrung. Manchmal zu sehr gewollt, dann wieder gar nicht.
Viele verpasste Chancen.

Die M├Ąnner bleiben daneben sehr blass.

Das Highlight der Show ist Spieglein Spieglein ( Mirror Mirror ) im ersten Teil mit viel Schwung und einer Stefanie Dietrich in Hochform mit abschlie├čendem Spagat. Wirklich toll und ein absoluter Showstopper.

Der Loveland Block zum Schluss ist auch hier leider wieder ein Fremdk├Ârper, der einfach nur genutzt wird um ein bisschen zu zeigen, was die B├╝hne und das Ballett kann. Aber es fehlt der Anschluss an das St├╝ck.

Bravo f├╝r den Mut solch ein St├╝ck zu zeigen!
Sondheim Liebhaber werden es m├Âgen, Andere bedingt, wie viele ├Ąltere Herrschaften am Abend, die etwas verwirrt nach der Show an der Garderobe nicht wu├čten, was das jetzt eigentlich war.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Es werden Wunder wahr ...

26.02.2020 - Fast 23 Jahre nach dem Trickfilm hat es die Story nun als Musical auf die riesige B├╝hne des Londoner Dominiontheater geschafft. Zurecht!

Ich war in der gl├╝cklichen Lage die 1. und 3. Preview des St├╝ckes im ausverkauften Theater mit Scott Schwartz zu erleben und bin noch heute ├╝ber die Ma├čen beeindruckt.

DIE B├ťHNE

Die B├╝hne ist stufenartig auf 4 Ebenen leicht ansteigend und hat als zentrales Element eine Mittelb├╝hne die sich heben und senken kann. Darin integriert ein Hubpodium bzw. ├ľffnung (Brunnen...). Diese zentrale Mittelfl├Ąche ├Ąhnelt dem Ausriss einer Landkarte und dort findet das haupts├Ąchliche Geschehen statt.

Die R├╝ckwand der riesigen B├╝hne wird von einer LED Wand bestimmt, die aber anders als z.B. bei Anastasia nicht im Fokus steht. Oft nur angedeutet sind Illustrationen zu sehen die Orte andeuten.

Das Ensemble schleppt w├Ąhrend der knapp 3h Auff├╝hrung mehrmals Steinquader hin und her, um S├Ąulenhallen zu bauen bzw. die Arbeit der hebr├Ąischen Sklaven zu illustrieren.

Scott Schwartz setzt in seinem Regiekonzept ├Ąhnlich wie bei seiner "Gl├Âckner-Inszenierung" auf Menschen als Kulisse und nutzt so das Ensemble von Anfang an als B├╝hne und B├╝hnenelement.

So etwa die Reise des Weidenk├Ârbchens mit dem kleinen Moses ├╝ber den Nil, die Illustration von den ├Ąrmlichen Unterk├╝nften der Hebr├Ąer oder die S├Ąulenhalle im Palast. Selbst der brennende Dornbusch wird durch Menschen dargestellt. Sehr eindrucksvoll.

DIE REGIE

Dazu kommen eine reihe ganz bewegender Regieeinf├Ąlle die das Bild unterst├╝tzen. So etwa bei den 10 Plagen als die Erstgeborenen sterben. Eben noch tragen die ├ägypterinnen ihre Babys auf dem Arm sind diese in einem Atemzug ein einfaches wei├čes Tuch das ├╝ber die von den Hebr├Ąern behauenen Ziegelsteine gelegt wird. Am Ende ein nicht enden wollendes Meer an wei├čen Gr├Ąbern.

Die optische Umsetzung der Show wird umrahmt von einem stimmigen Lichtkonzept und Mappingelementen.

Das gesamte B├╝hnenportal ist bis weit in den Rang mit Fadengardinen versehen, die wellenartig zugeschnitten sind und in mehreren Schichten ├╝bereinander h├Ąngen. Schon beim Betreten des Saales unglaublich beeindruckend.

Im Verlauf des St├╝cks wird auf diese Vorh├Ąnge einiges projiziert. Besonders eindrucksvoll gelingt dies bei der Befreiung des Volkes Gottes vom Roten Meer. ├ťberall ziehen sich diese Vorh├Ąnge zu und werden mit Wasserprojektionen illuminiert. Dann ├Âffnet sich eine Flucht und das Ensemble kann ├╝ber die B├╝hnenkante in den Saal in die Freiheit ziehen.

Die nachfolgenden ├ägypter stehen zwischen den Wasserw├Ąnden und m├╝ssen erleben, wie das Rote Meer sich schlie├čt. Am Ende kippt die zentrale Spielfl├Ąche nach oben und die Soldaten rutschen in den Orchestergraben.

KOST├ťME & LICHT

Neben der Ausstattung und vielen Effekten (die aber nie im Vordergrund stehen) sind die Kost├╝me von Ann Hould-Ward (Disneys Die Sch├Âne und das Biest) eine Augenweide.

Dazu ein stimmiges Licht und ein genialer Sound.

MUSIK

Dieser Sound bringt zudem eine der besten Kompositionen zu Geh├Âr die ich seit l├Ąngerem geh├Ârt habe. Klar enth├Ąlt das Musical die wichtigsten Songs aus dem Film. Dazu geh├Ârt die Er├Âffnungsnummer "Erl├Âse uns" wie das fr├Âhliche "Du kannst es nur vom Himmel sehen" und das oscarpr├Ąmierte "Es werden Wunder wahr"... "When you belive".

Daneben hat Stephen Schwartz aber zahlreiche neue Songs geschrieben die sich sehr gut einf├╝gen und durch verbindende Elemente einen Bogen zur Partitur des Films spannen. Hervorzuheben hier ein Solo von Moses "Fu├čspuren im Sand" oder zwei sch├Âne Duette zwischen Moses und Ramses bzw. Moses und seiner Frau.

Eine Art instrumentales Underscoring ist sogar schon im Foyer zu h├Âren, sodass man richtig eingestimmt wird.

CHOREOGRAPHIE

Fesselnde Tanzszenen mit akrobatisch anmutenden Tanzschritten runden den Abend ab. Dazu eine geniale Cast die man nur bewundern kann. Selbst in den ersten Previews wurde hier eine Qualit├Ąt geboten, da wirkte nichts aufgesagt oder steif. Das war bemerkenswert.

FAZIT

Am Ende schon nach Show 1 und 3 ein Fazit: unbedingt hingehen und erleben. Die Show ist ein Hit!

Die urspr├╝nglich auf 32 Wochen geplante Spielzeit wurde nun schon um weitere 7 Wochen verl├Ąngert.

Zudem bleibt zu w├╝nschen, dass man diese Show bald auch in dieser Inszenierung in Deutschland erleben kann.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Sehr sch├Ân!

25.02.2020 - Es war ein gelungener Abend mit Judith Caspari in der Hauptrolle. Sie machte es wunderbar. Meine Familie und ich waren begeistert.

engel83 (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Freuen uns auf M├╝nchen

25.02.2020 - Gerade Misha Kovar in Schw├Ąbisch Gm├╝nd gesehen, wurden die Tickets schon f├╝r M├╝nchen bestellt. Ich und meine Familie freuen uns schon sehr auf diesen Abend.

engel83 (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Und sie tat es wieder

25.02.2020 - Eingesprungen anstatt der erkrankten Tina Haas bei der Premiere ***** Ich vergebe 5 Stars

Wahnsinn was Misha Kovar hier geleistet hat. Ich kenne die Inszenierungen von F├╝ssen und Fulda, da ich das Musical dort jeweils gesehen habe. F├╝ssen war schon der Ober-Hammer von Misha Kovar.
Wenn es noch auf deutschen B├╝hnen so eine Qualit├Ąt gibt, dann ist es Frau Kovar. Sie brilliert als Johanna mit einer packenden Echtheit und einer klasse Stimme & Belt. Emotionen, G├Ąnsehaut pur. Gerold, Dennis Henschel verk├Ârperte den Gerold perfekt. Stimmlich grandios. Die Liebesszene mit dem Titel Wehrlos kauft man den beiden zu 100% ab. Marioza wurde von Michaela Schober super umgesetzt. Eine tolle Verk├Ârperung mit super Stimme. Als Aeskolapius stand Kevin Karte auf der B├╝hne. Er hat es super gemacht, jedoch gef├Ąllt er mir besser als Rabanus :)

Es war ein gelungenes Wochenende in Schw├Ąbisch Gm├╝nd. Hut ab, was hier auf die B├╝hne gezaubert worden ist. Danke f├╝r diesen Abend

engel83 (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Gro├če Show und unerwartete, hinrei├čende Protagonisten

25.02.2020 - Ich dachte wirklich, mit der Inszenierung im Tipi am Kanzleramt in Berlin h├Ątte ich das ultimative "Cabaret" gesehen.
Doch die Version im Hamburger Hansa Theater ist sozusagen "die Alternative zum Ultimativen":
Liegt der Reiz in Berlin auch darin, die Show sozusagen am "Originalschauplatz" erleben zu d├╝rfen, verdichtet das alt-ehrw├╝rdige Variet├ę-Theater in Hamburg die Atmosph├Ąre dadurch, dass man sich faktisch in einem Saal befindet, der mit seinen Tischl├Ąmpchen und Kellner-Ruf-Buttons wirklich der besagte Kit-Kat-Club im Berlin der Zwanziger Jahre sein k├Ânnte.
Die Szenen, die im Auditorium des Clubs spielen, werden somit auch wirklich dort ausgetragen, so unter anderem das Kennenlernem zwischen Cliff Bradshaw und Sally Bowles.
Man ist praktisch immer mitten im Geschehen, noch mehr sogar als im Tipi.
Es gibt einen leicht anderen Fokus als in Berlin, eine teilweise andere Anordnung der Songplazierung und dadurch folglich auch andere H├Âhepunkte.
Er├Âffnet wird das Ganze nach der Ouvert├╝re mit einer schlauen Stummfilmeinspielung, die Cliffs Zugreise in die Hauptstadt und das damit verbundene erste Zusammentreffen mit Ernst Ludwig zeigt.
Und dann betritt ER die Szene:
Chansonier Tim Fischer, der praktisch geboren wurde, um diese Rolle zu spielen.
Immer mystisch-undurchschaubarer Herr der Lage f├╝hrt er als Mephisto und Zeremonienmeister durch das Geschehen.
Wie erwartet Weltklasse und ganz in der Tradition von Joel Grey.
Ihm zur Seite stehen 6 hervorragende T├Ąnzer*innen, die jedem einzelnen Kit-Kat-Girl/Boy ein charakteristisches Eigenleben einhauchen.
Mitrei├čend choreografiert strahlen dann auch die Szenen im Club als wunderbare Showstopper, jede f├╝r sich einzigartig.
Die eigentlichen Stars der Show sind aber nicht ausschlie├člich Fischer und die T├Ąnzer*innen, sondern, wie in der Urversion weitab vom Minelli-Glamour, das alte Liebespaar:
Die legend├Ąre Ilona Schulz ("Linie 1") spielt Fr├Ąulein Schneider r├╝hrend leise-zur├╝ckhaltend und sieht dabei aus wie die Oma von Tweetie-Bird aus den Cartoons.
Ihr zur Seite steht Peter Franke als j├╝discher Obsth├Ąndler Herr Schulz, der tats├Ąchlich (ob es am Namen liegen mag...?) spielt, wie ein niedlicher Peter Frankenfeld.
Beide k├Ânnen sogar richtig gut singen, was f├╝r diese Rollen au├čergew├Âhnlich ist.
Und so werden ihre Szenen und Duette zu wahren Kleinoden, die st├Ąndige, aufrichtige R├╝hrung hervorrufen.
Aus dem Publikum ist nicht nur einmal ein verz├╝cktes "Ooooch..." zu h├Âren.
Man lacht und leidet mit den beiden.
So sehr, dass dabei das meist als zentrale Figuren inszenierte Paar eher in den Hintergrund ger├Ąt:
Cliff Bradshaw sieht verdammt gut aus und ist auch sympathisch, damit endet aber praktisch schon die Tiefe der Rolle in dieser Inszenierung.
Sally Bowles ist mit Schauspielerin Anneke Schwabe sehr gut besetzt, sie charakterisiert die verlorene Frau, die st├Ąndig am Rande des Vulkans tanzt, h├Âchst eindr├╝cklich. Gesanglich l├Ąsst sie, obwohl h├Ârbar keine ausgebildete S├Ąngerin, keine W├╝nsche offen und bedient alle gro├čen Hits der Show ad├Ąquat, auch wieder im Ursinne des Charakters:
Als mittelm├Ą├čige, abgehalfterte Nachtclubs├Ąngerin.
Gro├čartig ist auch Holger Dexne als Ernst Ludwig, der zun├Ąchst jovial-witzig-kumpelhaft etabliert wird, um sich dann in enormer Fallh├Âhe am Ende des ersten Aktes als fanatischer Nazi zu outen.
Begleitet wird das packende Geschehen von einer 6-k├Âpfigen Live-Band unter der Leitung von Matthias St├Âtzel, die den ganzen Abend ├╝ber ordentlich Druck macht und so die Showszenen befeuert, aber auch ganz elegant alle leisen T├Âne beherrscht.
Ulrich Waller ist unter dem deutlich sichtbaren Einfluss von Kim Duddy eine fesselnde "Cabaret"-Version gelungen, die sowohl den Fokus auf schillernde Show und im krassen Gegensatz auf Identifikation mit den wirklich relevanten Protagonisten legt.
F├╝r mich bisher Deutschlands MUST-SEE-Theater des Jahres!
Auf nach Hamburg in den Kit-Kat-Club!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Umwerfendes Drama mit Suchtfaktor

17.02.2020 - Dieses St├╝ck hat alles was ein Musical f├╝r mich ben├Âtigt. tolle und sinnige Story, Drama, Verwicklungen und ne Liebesstory. Hier wird auch noch Humor dazugemischt. Die Lieder modern, popig und einf├╝hlsam. Dazu die tollen Stimmen (Robert V., Hannes St., Thomas H.) m├Âchte ich hier hervorheben. Sie spielen sehr ├╝berzeugend und singen fantatisch gut, da kann man sich nur zur├╝cklehnen und genie├čen.
Ich ziehe vor allen den Hut (inkl. Cast - alle Mitwirkinden im Hintergrund)
Bitte mehr von solch tollen St├╝cken :)

cstub (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Entt├Ąuschung auf ganzer Linie

15.02.2020 - Kaum ├ähnlichkeit zum Original. Andere Lieder, stark ver├Ąnderte, deutlich langweiligere Story, S├Ąnger trafen teilweise die T├Âne nicht, Rollen waren fehlbesetzt (Phantom fehlt jegliche mystische Ausstrahlung). Das B├╝hnenbild war ebenso eine Entt├Ąuschung. Die gesamte Veranstaltung hatte f├╝r mich eher den Charakter einer etwas besseren Schulauff├╝hrung und war damit ma├člos ├╝berteuert. Mehrere Zuschauer verlie├čen die Halle w├Ąhrend der Auff├╝hrung.

Jellyfish (erste Bewertung)


Emotionsarm

12.02.2020 - Das MARGUERITE am Saarl├Ąndischen Staatstheater in Saarbr├╝cken nicht wirklich ├╝berzeugen kann, liegt sicher nicht an der Musik des gro├čen Michel Legrand. Seine Komposition ist reich an Melodien, Stilistiken und Emotion.

Was dieses Musical zum Stolpern bringt, ist seine dramaturgische Aufbereitung.
Die tragisch dramatische Geschichte findet in Buch und Text keine entsprechende Aufbereitung. Die Beweggr├╝nde und Charakter der Protagonisten, insbesondere nat├╝rlich der Titelheldin, bleiben weitgehend im Dunkeln, werden bestenfalls angedeutet.

Die Regie und die Ausstattung verst├Ąrken diesen oftmals tristen Eindruck. Das muss man sich auch erst einmal trauen, ein derart monochromes Einerlei auf die B├╝hne zu stellen: vor einer schwarzen Wand kommen wahlweise ein schwarzer Vorhang, schwarze St├╝hle oder ein schwarzer Fl├╝gel zum Einsatz. Weder die weitgehend unauff├Ąlligen Kost├╝me noch das fragw├╝rdige Lichtdesign, das die Darsteller mehrfach regelrecht im Dunkel stehen l├Ąsst, k├Ânnen dies verbessern und hinterlassen den Eindruck einer allenfalls halbszenischen Inszenierung.

An den Darstellern liegt es sicherlich nicht, dass diese deutsche Erstauff├╝hrung nur wenig begeistern kann. Katja Reichert und Julian Culemann agieren absolut souver├Ąn und ragen rollenbedingt hervor.

Das dramatische und historisch relevante Potenzial der Geschichte wird von der Musik aufgegriffen, von Buch und Inszenierung aber weitgehend verschenkt.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Toller Gesang

10.02.2020 - Hier steht ganz klar die Musik im Vordergrund. Ich dachte WWRY ist eines der Highlights eines schlechten Buches, aber es geht noch schlechter.Das Buch und die Sprech-Texte sind auf Groschenromanniveau.
Daf├╝r macht der Cast mit seinem gro├čartigen Gesang dieses Manko wieder wett. Die Ensembleleistung ist toll, alle singen auf gleich hohem Niveau. Bei den Damen haben wir Frau Haas gesehen.
Die Band spielt gro├čartig und geniesst ihre Soli.
Wer Queen mag, sollte ich das St├╝ck nicht entgehen lassen. Wir hatten einen sehr sch├Ânen Abend.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ber├╝hrende Theatermomente

08.02.2020 - Das sagt alles zu dieser fantastischen Neuinszenierung mit einem super stimmigen B├╝hnenbild.

Im Neu renovierten Sondheim Theater konnte ich die neue Show mit kompletter First Cast erleben und bin noch immer ganz ergriffen. Trotz Platz in der letzten Reihe (Mitte) im 2. Rang eine fantastische Sicht. Zur Zeit der Buchung noch 27 Pfund, inzwischen wohl aufgrund der guten Sicht auf 48 Pfund unter der Woche und bis zu ?? am Wochenende erh├Âht. !

Nichts desto trotz, die Show bietet eine vielzahl an G├Ąnsehautmomenten, tollen Songs einem super abgestimmten Ton und einer ganz wunderbaren Cast.

Besonders einzelne Bilder fand ich sehr bewegend. So zum Bsp. die weinennden M├╝tter die ihre Grablichter abstellen bevor Marius sein "Dunkles Schweigen ... " singt. Dann kommen seinen toten Freunde und heben diese Grablichter auf und heben das Glas...

Sehr ber├╝hrend auch Carrie Hope Fletcher als Fantine. Die Originalinszenierung war mir zu statisch. Oft die B├╝hne zu dunkel und leer. Viele freie Inszenierungen hatten da schon tolle L├Âsungen gefunden und hier nun in dieser Version (die auch tourt) schlie├čt sich der Kreis. Ganz gro├čes Theater.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Nettes Familienmusical mit guter Musik

08.02.2020 - W├Ąhrend meiner aktuellen Musicalreise an die Themse stand diesmal (kurz vor der Derniere am 1.3.) auch School of Rock auf dem Plan.

Ich hatte die CD nur einmal geh├Ârt und den Film glaube ich 2003 (am Nachmittag vor ELISABETH in Essen) gesehen.

Die Story ist ja ganz nett aber auch nichts besonderes. Was die Show besonders macht sind die 12 Kids die ganz Klasse interagieren und vor allem richtige Rocker sind. Die beherrschen die Instrumende - Toll.

Die Musik von Andrew Lloyd Webber reicht von klassischen Musicalballaden hin zu Anleihen an Evita bis hin zu un├╝berh├Ârbaren Melodien aus Whistle down the Wind.

Ich hatte einen unterhaltsamen Nachmittag und dank der NewYearsSale f├╝r 20 Pfund in den Stalls einen sehr guten Platz.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Anything can happen ...

04.02.2020 - 15 Jahre nach dem Erstbesuch in London, und vielen Showbesuchen in Wien und Stuttgart stand nun die neue Inszenierung im Prince Edward auf dem Plan.

Montagabend, first Cast und eine beeindruckende 88j. Petula Clark als Vogelfrau. Zizi Strallen und Charlie Stemp sind ganz wundervoll. Die Kinder beeindruckend im Spiel.

Im Vergleich zu Wien/Stuttgart ist die Effektdichte in der K├╝chenszene nochmal h├Âher. Zudem in der Parkszene mehr Statuen und insg. oft ein riesiges Ensemble in den Szenen.

Zudem wurde die Spielzeugszene ver├Ąndert. Es kommen keine W├╝rfel mit den Spielsachen mehr zum Vorschein. Stattdessen ein riesiger Kasperle mit gro├čen H├Ąnden, der das Kinderzimmer anhebt. Im Vergleich zur ersten Londoner Version (mit Temper, Temper) wieder etwas gruseliger als zuletzt.

Die Show ist bunt, unterhaltsam und hat ne tolle Botschaft. Entertainment at its best.

Frenetischer Applaus in einem ausverkauften Haus war der verdiente Lohn.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Hammer

04.02.2020 - Wir sind im Dezember extra von K├Âln nach F├╝ssen gereist um Misha Kovar zu erleben als Johanna.

Was diese Frau auf die B├╝hne gebracht hat, war der absolute Hammer. Nach Wer bin ich Gott erstarrten wir. Diese Emotion der Wahnsinn. Wir kennen Michaela schon von We Will Rock You 2004 aus K├Âln, denn wir waren in Ihrem Fanclub :)
Wenn eine Darstellerin glaubw├╝rdig r├╝berkommt, dann Misha als Johanna. Stimmgewaltig mit Emotionen.

Jetzt die freudige Nachricht, wir fahren nach M├╝nchen im Juli.

Sunny_berg7 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Ohhh je

04.02.2020 - Ich hatte keine Erwartungen. Ich pers├Ânlich fand das Musical nicht entsprechend. Geschmack ist unterschiedlich....

Sunny_berg7 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Wunderbare Derniere

01.02.2020 - Wir hatten hier letztes Jahr die Bewertungen f├╝r die Musical-Evergreens gelesen und uns daraufhin Karten f├╝r das Abschlusskonzert in Beckum vor wenigen Tagen besorgt. Es war gro├čartig, es wurde uns nicht zuviel versprochen. Die Stimmung in diesem herrlichen kleinen Theater h├Ątte besser nicht sein k├Ânnen, die Zuschauer haben viel Stimmung gemacht und lie├čen die K├╝nstler erst nach vier Zugaben ziehen. Doch die verschwanden nicht einfach von der B├╝hne, sondern stellten sich noch zum Fototermin zur Verf├╝gung. Wie schon im Konzert zuvor zeigten sie auch hier ihre gro├če Klasse. Allen voran Yngve und Ethan, aber auch alle anderen hatten gro├čen Spa├č, das merkte man ihnen an. Gro├če Klasse waren gerade auch die Damen, die man nicht von den gro├čen B├╝hne kennt. Sophia Revilla, welch eine tolle, klassische Stimme sie hat. Und Franziska Li├čmeier, so vielseitig, in so viel verschiedenen Rollen zu h├Âren. Sehr kraftvoll auch Sarah Artley und Nele Heuser, beide sind noch jung, aber sie singen so klar und voller Energie, ein absolutes Wow daf├╝r. Und dann Lutz Standop, den wir bislang kaum kannten au├čer aus Fulda. Aber da hat er ja nicht so viele Solos, er zeigte sich hier so vielseitig und war f├╝r uns der absolute Star des Abends. Herrlich seine Mimik bei "Diese Nacht" aus Evita.
Das Programm war wunderbar vielschichtig, es waren auch Ohrw├╝rmer aus Musicals, die wir noch nicht kannten dabei, aber so sch├Ân. Ich wei├č nicht mehr den Titel des Ensemble-Songs aus Love Story, aber er war extrem bewegend und wenn wir beide uns nicht geirrt haben, hatte Lutz dabei sogar Tr├Ąnen in den Augen.
Danke f├╝r einen wunderbaren Abend, wir werden 2021 ganz sicher wieder in beckum dabei sein.

Constance63 (erste Bewertung)


Stimmungsvoll

27.01.2020 - Spannend, dass gerade in dem Theater, welches nach dem Willen der NS-Machthaber an der Grenze des Deutschen Reiches ein kulturelles ÔÇ×Bollwerk deutscher Kultur in der westlichen Grenzmark des ReichesÔÇť (gegen Frankreich) sein sollte, wie Joseph Goebbels in der Festschrift zur Einweihung des Theaters schrieb, nun Marguerite seine deutschsprachige Erstauff├╝hrung erlebt...
Stimmungsvoll wird die Fassade heute jedenfalls in den franz├Âsischen Nationalfarben beleuchtet.

Stimmungsvoll ist auch der Abend. Die Geschichte von Marguerite, die ich mir bisher nur aus dem H├Âren der Londoner Aufnahme erschlossen hatte, wird mit gro├čem Ensemble und sattem Orchesterklang lebendig.
Die Hauptrollen sind gut bis sehr gut besetzt.

Herausragend in ihrer Darstellung war f├╝r mich Sybille Lambrich als Armands Schwester Annette. Auch Julian Culemann ist ein hervorragend spielend und singender Armand, dessen Gesang lediglich bei "What┬┤s left of love" etwas kraftvoller h├Ątte sein d├╝rfen.
Katja Reichert ├╝berzeugt als Marguerite. Sie ist meiner Meinung nach st├Ąrker in den klassischen Gesangspassagen und besticht durch glasklare H├Âhen.
Auch wenn es f├╝r mich auf den ersten Blick schwer vorstellbar schien, haben die beiden Darsteller es m├╝helos geschafft, mich in ihre verzweifelte Liebesbeziehung hineinzuziehen und mich mitleiden zu lassen.
Stefan R├Âttig spielt einen spannenden Otto von Stadt, der jedoch gesanglich nicht an die Vorgenannten heranreicht. Erst auf der B├╝hne wird deutlich, was f├╝r eine zerst├Ârerische Person er nicht nur f├╝r Marguerite, sondern auf f├╝r sich selbst ist.

Das B├╝hnenbild ist sehr schlicht gehalten, auch wirkt vieles sehr d├╝ster. Dies wird kontrastiert durch die wunderbaren Kost├╝me. Insgesamt f├╝r mich sehr stimmig - wenn auch w├Ąhrend manchen Umbauten oder der Nutzung der Drehb├╝hne kurzzeitig seltsame Bilder entstehen, bzw. der Blick auf das Geschehen verstellt wird.
Passend dazu stehen h├Ąufiger Personen komplett im Dunkeln oder werden so ung├╝nstig angestrahlt, dass Schatten auf die Gesichter fallen. Das ist aber eigentlich auch der einzige Kritikpunkt an der Inszenierung.

Ich h├Ątte nicht gedacht, dass ich das St├╝ck nochmal auf einer B├╝hne erleben w├╝rde, umso mehr habe ich mich ├╝ber den gelungenen Abend gefreut. Die ├ťbersetzung ist ebenfalls gelungen und klingt sehr nat├╝rlich. "Schlagertexte" finden sich nat├╝rlich hier ebenso, wie im Original :) Dennoch von mir eine absolute Empfehlung, das St├╝ck in Saarbr├╝cken zu sehen. Und hoffentlich findet man Marguerite in Zukunft noch ├Âfter auf dem Spielplan anderer Theater.

Hughie (30 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wunderbare Stimmung

21.01.2020 - Auch wir waren in der Mensa in Bruchhausen-Vilsen, waren extra zwei Stunden angereist und haben es nicht bereut. Trotz der hohen Decke mit Aluminiumdach hatten wir einen sehr guten Sound, aber noch besser war das Licht, das extrem abwechslunsgreich war und bei den Songs starke Emotionen ausgel├Âst hat.
Die Liedauswahl m├╝ssen wir loben, wir hatten bef├╝rchtet, nur die "├╝blichen" Musical-Kamellen zu h├Âren, aber denkste. Es war eine sehr gute Mischung, immer wieder mal bekannte Melodien im Sinne klassischer Evergreens, aber dann auch Nummern, die wir nicht kannten, deren Melodie oder Refrain sich aber sofort im Ohr festsetzte. Besonders gefangen waren wir vom dem Lied aus Love Story, allerdings waren wir nicht sicher, ob man nach solch einem ja sehr traurigen Lied ├╝berhaupt klatschen sollte, das war eine sehr and├Ąchtige Stimmung.
Die K├╝nstler waren klasse. Wir waren haupts├Ąchlich wegen Ethan Freeman gekommen, aber das legte sich im Laufe des Konzerts. Ethan war wieder wunderbar, aber was dieser Lutz Standop drauf hatte, da kann man nur Chapeau sagen. Eine scheinbare Leichtigkeit, dabei immer so klar im Ton, blitzsauber im Gesang und mit einer wunderbaren Mimik. Und dann dieser Gute Laune Mensch David Moore, der bei Bring him home nach seinen vorherigen Stimmungssongs pl├Âtzlich emotional in eine v├Âllig andere Stimmungslage switchte, bravo.
Die jungen Darsteller waren wunderbar. Allen voran die kleine Hannah mit ihren 14 Jahren, was f├╝r eine Powerstmme. Aber auch Sophia Revilla, Franziska Li├čmeier und Sarah Artley haben uns sehr beeindruckt, mit ihrer Kraft und Vielseitigkeit, alle besitzen eine herrliche B├╝hnenausstrahlung, solch ein Gesangsensemble findet man nicht ├╝berall. Und der junge Mann, der seinen ersten B├╝hnenauftritt mit In the Ghetto hatte, lag zwar manchmal im Ton daneben, aber das hat ihm wohl keiner im Saal ├╝bel genommen, einmal ist immer das erste mal.
Zusammenfassend war es ein wunderbarer Abend bein einem gut organisierten Konzert, bei dem auch der Service im Haus stimmte. F├╝r solch ein Mehrzweckgeb├Ąude war das schon sehr hohes Niveau, wir kommen 2021 gerne wieder.
Einziger kleiner Kritikpunkt des Abends: Es waren doch mehrere Besucher im Saal, die sich st├Ąndig unterhalten haben oder in ihren Programmen w├╝hlten. Leute, genie├čt doch einfach und unterhaltet euch in der Pause oder hinterher. Da kann man dann auch schauen, aus welchem Musical die jeweilige Nummer war. Das muss man nun wirklich nicht w├Ąhrend der Songs tun.

Heiner K. (erste Bewertung)


Ein gef├╝hlvoller Abend mit tollen Stimmen

18.01.2020 - Gestern habe ich die Musical Evergreens in Bruchhausen-Vilsen gesehen. Der Veranstaltungsort war in der Mensa, eigentlich in der Turnhalle mit einer tollen B├╝hne.Ich glaube, dass die Show ausverkauft war,die Stimmung auf und vor der B├╝hne war sehr ergreifend.Die Licht-
technik bezauberte mich, es wirkte manchmal wie ein Wasserfall, der herauf und herunterging.Die Auswahl der Lieder war gut gemischt, es gab ernste und lustige.Begonnen hatte David E. Moore im L├Âwenkost├╝m und barfuss und sang Circle of Life, dann konnte man Ethan Freeman mit dem Lied aus Bonifatius Gib mir Kraft genie├čen, dann Songs aus Mamma Mia, La Cage aux Folles, Starlight-Express (D. Moore w├╝nschte sich, dass das Publikum mitsingt),Mozart!,Les Miserables,
3 Musketiere, Die P├Ąpstin,Der kleine Horrorladen mit Suddenley
Semour (das sah s├╝├č aus mit Moore's
bunter Verkleidung und der fleischfressenden Pflanze und dazu Sarah Artley's Mimik!),Cats, Anatevka mit E. Freeman (das ist immer wie ein richtiger Showstopper,so lebendig),Aida,Hello Dolly,Rudolf,Phantom der Oper mit
Sophia Revilla und E. Freeman, deren Stimmen wie daf├╝r geschaffen sind, Love Story, Elisabeth, Tabaluga, Tanz der Vampire, We will
rock you, Udo J├╝rgens' Griechischer Wein und ein Nachwuchsk├╝nstler namens Louis mit wallender M├Ąhne der Elvis Presley toll performte.Der Chor und Pianist M. Ashton, die ├╝brigen Darsteller und der Veranstalter J. Beese waren auch klasse. Vielen Dank an Alle f├╝r den tollen Abend!

Ribana (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Einfach klasse!

14.01.2020 - Auch ich war gestern in K├Âln und hatte riesigen Spa├č. Die Ansage des Moderators, uns Zuschauer mit auf eine Zeitreise zu nehmen, ging schon mit den ersten Songs auf. Beeindruckend, wenn auch - logischerweise - nicht perfekt, waren die Leistungen der jungen Nachwuchss├Ąnger. Faszinierend waren die Duette, in dene die erfahrenen Stars wie Lutz Standop oder Yngve mit jungen M├Ądels gemeinsam sangen und so extrem harmonisch wirkten, das war klasse. Aber dnan dieser Chor! Erst das Lied des Volkes und direkt am Anschluss Morgen schon, mit welch einer Power. Dazu die Topsolisten, Lutz Standop als gro├čartiger valjean, Ethan Freeman als Javert, G├Ąnsehaut purt. Und dann kam Yngve als Thenardier und hatte den Schalk im Nacken, wir haben Tr├Ąnen gelacht. mehrere Standing Ovations w├Ąhrend des Konzerts und immer wieder lang anhaltender Zwischenapplauf, wir haben unsere Karten f├╝r 2021 bereits gesichert. Und der kr├Ânende Abschluss war bei den Zugaben die Mikrofonpasse bei Yngve, wie diese drei Superstars dies bei "Dies ist die Stunde" gel├Âst haben, hat den Saal zum Toben gebracht. Ein unvergessliches Erlebnis, weil es vielleicht nicht immer perfekt war, aber allen, die sich an diesem Abend im Theater befanden, einfach Spa├č gemacht hat. Gestern sprang ein dicker Funke von der B├╝hne in den Saal und zur├╝ck. Und dass sich die Stars anschlie├čend erst noch Zeit auf der Hauptb├╝hne f├╝r Erinnerungsfotos nehmen und anschlie├čedn im Foyer s├Ąmtliche Autogramme erf├╝llen, ist auch nicht selbstverst├Ąndlich. Danke f├╝r diesen tollen Abend in K├Âln!

SarahK (erste Bewertung)


Super Programm

14.01.2020 - ... auch die erst 14 J├Ąhrige Elisa R├╝bo hat mich stark beeindruckt.

HGMusical (erste Bewertung)


Teilweise gew├Âhnungsbed├╝rftig

13.01.2020 - Das St├╝ck ist f├╝r Bowie-Fans sicherlich interessant. F├╝r mich war es jedoch zu langatmig und teilweise zu schr├Ąg. Die Band dagegen war klasse und sch├Ân in das B├╝hnen- und Gesamtbild integriert.

kreativkommuniziert (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Man liebt sprechende Tiere oder man hasst sie...

13.01.2020 - ...ich finde Buch (man gew├Âhnt sich doch recht schnell an die sprechenden Menschen-Tiere) und Cast spitze und habe die Lieder dank CD heute noch im Kopf. Den UDK-Studierenden wurde ihre Rolle merklich auf den Leib geschrieben. Ich w├╝rde das St├╝ck gerne h├Ąufiger sehen.

kreativkommuniziert (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


wieder einmal ein tolles UDK-/Peter Lund- St├╝ck

13.01.2020 -

kreativkommuniziert (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Mit Sophia Euskirchen in der Hauptrolle ein traumhaftes St├╝ck in toller Location

13.01.2020 -

kreativkommuniziert (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Die sch├Âne und das schwache Biest

13.01.2020 - Ein mageres Musical, lieblos inszeniert und reine Geldmacherei!


Die gr├Â├čte Entt├Ąuschung des Abends (Vorstellung Festhalle Frankfurt) war jedoch Alexander di Capri (in der Rolle des Biestes) der
sich sehr unmusikalisch durch seine Lieder br├╝llt.
Lieblos und mit schwacher Intonation presst er seine Stimme in die H├Âhen und liefert sich mit Oliver Koch (in der Rolle des Vaters) einen Wettkampf um die lautesten, jedoch nicht sch├Ânsten T├Âne.
Dies w├Ąre vielleicht noch zu verzeihen, wenn er das mit seinen darstellerischen F├Ąhigkeiten ausgleichen k├Ânnte, doch leider bleibt auch dies auf der Strecke. Fazit zum eher schwachen Biest: mehr Schein als Sein!

Das Ensemble gibt sich gro├če M├╝he die Ensemble Nummern energiegeladen r├╝ber zu bringen, kann allerdings bei solch einer flachen Inszenierung auch keine Wunder vollbringen.

Eine gro├če Entt├Ąuschung und Schade ums Geld!

Silke1966 (erste Bewertung)


Gro├čartige Darsteller, solide Inszenierung

09.01.2020 - Der Kit-Kat Club hat im Pfalztheater Kaiserslautern seine Pforten ge├Âffnet.

Regisseur Frank Matthus erfindet den viel gespielten Klassiker nicht neu, sondern verl├Ąsst sich auf das erprobte Material.
Die Inszenierung hat starke Momente, wenn z.B. die Kit-Kat Band samt Klubauditorium eindrucksvoll aus dem Orchestergraben nach oben gefahren kommt, oder wenn die schlu├čendliche Abreise von Clifford in die Deportation von Juden ├╝bergeht.
Auch die Ausarbeitung der Hauptrollen ist bestens gelungen. Selten hat man einen st├Ąrkeren, k├Ąmpferischeren Clifford gesehen. Julian Culemann berf├Ârdert die mitunter etwas undankbare Rolle ins Zentrum der Handlung. Adrienn Cunka ist schauspielerisch, s├Ąngerisch und auch t├Ąnzerisch (Hut ab vor der Fosse inspirierten Choreografie!) gro├čartig.
Astrid Vosberg ist (wie immer!) unglaublich pr├Ąsent und souver├Ąn.
Ob es allerdings wirklich sinnvoll ist der Conferencier weiblich zu besetzen sei mal dahingestellt. Ich pers├Ânlich finde, dass die eine oder andere Szene dann eher weniger gut funktioniert, z.B. "Two Ladies".

Da man etwas unentschlossen die Lieder in Englisch oder Deutsch singt, fehlte mir in einigen Szenen (Cabaret, Maybe this time) die Spannung und Intensivit├Ąt, die eine einheitlich durchgehende Sprache mit sich bringen w├╝rde.

Trotzdem gibt es berechtigten lautstarken Schlu├čapplaus und Standing Ovations f├╝r die starken Darsteller und eine solide Inszenierung.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Entt├Ąuschend

08.01.2020 - Ich habe mich so auf Singin┬┤ in the Rain gefreut, wurde aber sehr entt├Ąuscht. Wie kann man ein Steptanz Musical mit Darstellern besetzen die mangelhaft bis gar nicht steppen k├Ânnen?! Vor allem bei den m├Ąnnlichen Hauptrollen Don Lockwood/Cosmo Brown. Gerd Achilles/ Kristian Lucas. Nett gesungen und gespielt haben die beiden, aber t├Ąnzerisch erinnerte mich ihre Darbietung an Laientheater. Es wurde von den Herren nur gehopst als getanzt, da n├╝tze auch der Regen nix. und das von mir geliebte und erwartete Steppen einfach nur peinlich und schlecht vorgef├╝hrt. Das erwarte ich aber bei Singin┬┤ in the Rain. Eine konzertante Auff├╝hrung w├Ąre besser, oder das St├╝ck gar nicht auf die B├╝hne bringen, wenn man nicht die geeigenten Darsteller hat. Einzig Merle Hoch konnte mich begeistern, deshalb gebe ich zwei Punkte.

Frozen (erste Bewertung)


Musical in Bestform

06.01.2020 - Das Theater Dortmund zeigt einmal mehr, was f├╝r wunderbare Musicalproduktionen ein Stadttheater auf die B├╝hne zaubern kann. Toll was m├Âglich ist, wenn man das Genre ernst nimmt. Ich kann mich hier den (meisten) Vorrednern anschlie├čen, dass hier einfach alles zusammen passt. Ich hoffe weiter auf einige Zusatztermine, denn diese Produktion m├Âchte man unbedingt mehr als einmal sehen und erleben. Ein gro├čes Lob an alle beteiligten K├╝nstler und Verantwortliche dieser sehenswerten Inszenierung.

MyMusical (26 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Neuinszenierung entt├Ąuscht

05.01.2020 - Wie schade... der neue Inszenierung ist leider meilenweit vom Original entfernt. Die Macher setzen mehr auf Tempo und dadurch wirkt LES MIZ jetzt hektig und stressig. F├╝r mich war LES MIZ immer das Musical Epos der ganz gro├čen Gef├╝hle. Leider schafft das die neue Interpretation nicht mehr... somit sieht man jetzt ein solides St├╝ck mit nach wie vor grandioser Musik, aber die Bilder bleiben einfach nicht im Ged├Ąchnis. Am Cast liegt es aber definitiv nicht.

Evita2005 (2 Bewertungen, ∅ 1 Sterne)


bieder - stadttheater halt...

02.01.2020 - ich war jetzt auch in dortmund und kann leider die ganzen guten eindr├╝cke nicht teilen . es war sogar so , das ich nach dem ersten akt gegangen bin ..dieser hyde ist so harmlos und bieder. das ist stadtheater at his best. bloss niemanden verschrecken. das musical ist in der ersten halben stunde so balladen lastig , da m├╝ssen das b├╝hnenbild und die kost├╝me knallen . was gibts hier.?┬á schwarze kost├╝me auf schwarzem b├╝hnenbild. und weisses licht . dortmund hat eine mega lichtanlage , was wird hier genutzt? weiss und na klar . achtung jetzt wirds b├Âse in dem st├╝ck - rot... damit jeder das auch ja versteht...und nur weil sich st├Ąndig was dreht , heisst es nicht das es sinn macht.. david jakobs ist soooo ein guter s├Ąnger, aber muss er wirklich in jedem seiner lieder immer riffs ohne ende einbauen ? das ging mir bei elisabeth schon auf die nerven . hier in dortmund das gleiche . bedroht gef├╝hlt habe ich mich nicht , und als hyde hat er nicht nicht pl├Âtzlich mit links geschrieben. das fand ich schade...alle anderen waren passend besetzt, nur das kirchen oberhaupt hat kaum einen ton getroffen...dies ist alles meine pers├Ânliche meinung, verstehe aber nat├╝rlich das andere das gesehene beindruckend fanden .. von den ganzen jekyls und besonders hydes die ich gesehen habe, war es f├╝r mich der langweiligste und biederste..┬á

Kirmesboxer (14 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Ein Geniestreich

01.01.2020 - Ganze 26 Jahre musste ich auf den gestrigen Nachmittag warten.
Genau 1994 erschien n├Ąmlich das legend├Ąre "The Complete Works"-Concept-Album von "Jekyll&Hyde", welches ma├čgeblich meine Erwartungshaltung an diese epische Show gepr├Ągt hat.
Bisher konnte sich keine Produktion mit eben dieser Vorgabe messen, beziehungsweise klang keine Inszenierung so oder sah gar so aus, wie ich mir die Show immer vorgestellt hatte.
Da gab es 1998 den ersten mehr oder weniger gelungenen Versuch, das Musical in Bremen zu etablieren.
Mehr oder weniger gelungen deshalb, weil die Regie offensichtlich zu viele eigene Ideen hatte, die nicht dem entsprachen, was der Autor vielleicht vorgesehen hat. Das war alles zu viel, zu ├╝berfrachtet, zu verkopft.
Es gab 1997 eine Broadway-Produktion, die zu viel am Original-Score ver├Ąndert hatte, um meinen Vorstellungen entsprechen zu k├Ânnen.
Dann durfte ich eine extreme reduzierte Version im English Theatre erleben, der gerade essenzielle musikalische Basics gefehlt haben.
In Schwerin sah ich noch eine ganz gelungene Variante, die aber auch nicht meine sehr hohen Erwartungen an die Vorlage erf├╝llen konnte.
Mein vorgepr├Ągtes Bild war einfach zu klar.
Und dann kam eben, nach Jahren des Wartens, der gestrige Nachmittag:
Gil Mehmert hat ein in allen Belangen bet├Ârendes Kunstwerk geschaffen.
So unwahrscheinlich detailverliebt, so berauschend-bombastisch ausgestattet, so schlau und wertig inszeniert.
Jeder Ab- und Aufgang der Darsteller ist gesetzt und motiviert, manchmal wird das gigantische B├╝hnenbild nur gedreht, um einen fantastischen Abgang in eine Nebelwand zu zaubern.
Wie gesagt, so viele wunderbare klar durchdachte Details, dass man zeitweise gar nicht mehr wei├č, wo man ├╝berhaupt hinschauen soll.
Und doch ist das ganze stringent, jede Sekunde packend und trotz der Balladendichte der Partitur niemals auch nur ansatzweise zu lang.
Mehmert wei├č eben, was man einem Werk schuldig ist und wie man eine Vorlage schl├╝ssig bedient, ohne sie mit eigenen "Hirngespinsten" zu ├╝berfrachten.
Das rund 30-k├Âpfigen Orchester spielt den Score, dass ist eine Wonne ist:
Endlich sind auch hier Details zu h├Âren, die all die Jahre an anderen B├╝hnen schmerzlich vermisst worden.
Wildhorns beste Partitur lebt, atmet und ber├╝hrt tief.
Dabei ist das ganze auch noch hervorragend abgemischt.
Die Hauptdarsteller sind alle samt exquisit, sei es Milica Jovanovic, die eine lebhafte, emanzipierte Lisa weitab von Rollenklischees gibt, oder auch die immer herausragende Bettina M├Ânch, die mit gro├čer Stimme und mindestens genauso gro├čer B├╝hnenpr├Ąsenz die Hure Lucy spielt.
Mit David Jacobs steht in der Titelrolle der in meinen Augen vielleicht authentischste, glaubhafteste Schauspieler auf der B├╝hne, den die deutsche Musicalszene derzeit zu bieten hat:
Sein Gesang entsteht immer aus dem Spiel und dem Moment. Darum sind alle seine Phrasierungen und T├Âne jederzeit aufrichtig-glaubhaft und zum Niederknien gut.
Hier wird sich weder stimmlich, noch k├Ârperlich geschont und der Lohn ist die wohl beste Darstellung, die diese Rolle jemals gesehen hat:
Jakobs' Dr. Jekyll ist ein Getriebener, der mit voller ├ťberzeugung seinem Ideal nachjagt.
Der Showstopper "This is the Moment" wird zur Masterclass, nicht nur von Jakobs' Seite aus, sondern auch was B├╝hnen(bild)-Bewegung und Dirigat angeht.
Ein fesselnder Hochgenuss!
Jakobs' Mister Hyde ist bedrohlich, grausam und sowohl k├Ârperlich als auch stimmlich enorm furchteinfl├Â├čend.
Wenn am Ende in der "Confrontation" endg├╝ltig das Gute gegen das B├Âse k├Ąmpft, wird man f├Ârmlich von Jakobs' Kraft und Energie atemlos in den Sitz gedr├╝ckt.
"Jekyll&Hyde" in Dortmund ist ein Triumph f├╝r das deutsche Stadttheater.
Es ist ein Triumph f├╝r den Komponisten, den Regisseur und den Hauptdarsteller.
Es ist "Jekyll & Hyde", wie es schon immer aussehen und klingen sollte.
Die wenigen Shows, die bis Februar noch gezeigt werden, sind alle bereits ausverkauft.
Ich kann nur inst├Ąndig hoffen, dass diese Inszenierung in dieser Besetzung noch ein Leben nach dieser Spielzeit hat.
Ich m├Âchte nicht noch einmal 26 Jahre darauf warten m├╝ssen.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Wie gewollt

01.01.2020 - nur leider nicht gekonnt. Hier singen 2. und 3. klassiche S├Ąnger teilweise Welthits der Musicalszene, die eigentlich wenn richtig pr├Ąsentiert G├Ąnsehaut verursachen was ich in den Originalen auch schon mehrfach erlebt habe.
Leider k├Ânnen die S├Ąnger offensichtlich kein Gef├╝hl transportieren und damit fehlt den Songs leider alles.

FrankD. (erste Bewertung)


Nostalgisch wohlig-warme Reise in die 80er

29.12.2019 - "Cats" lebt vom Glauben.
Eben allein von dem Glauben daran, dass die Darsteller Katzen sind.
Es braucht dazu keine erweitere Storyline (es braucht nicht mal Logik), es braucht keine gro├čen Effekte und es braucht um Gottes Willen auch keinen anbiedernd-peinlich rappenden Rum Tum Tugger.
Tr├Ągt dich dieser Glaube durch den gesamten Abend, liegt es daran, dass die Katzen perfekt besetzt sind und die urspr├╝ngliche Regie und vor allem Gillian Lynnes ikonische Originalchoreografie die Show ausmachen.
All das durfte ich heute Abend erleben.
"Cats" ist, ganz genau so wie "Starlight Express", ein Kind der achtziger Jahre.
Es ist stehen geblieben in seiner Zeit und das ist auch gut so.
Jeder Versuch, irgendetwas zu "verbessern", muss kl├Ąglich scheitern.
Allerbestes Beispiel hierf├╝r ist benannter "Starlight Express", den Webber ins Jahr 2000 verlegen wollte und den Zug so f├╝r immer an die Wand gefahren hat.
Und auch an den Katzen hat Webber, der ist sich wohl zur Aufgabe gemacht hat, sein Erbe eigenh├Ąndig zu zerst├Âren, leider in den letzten Jahren arg herumgedoktert.
Gottseidank ignorieren dies die Vereinigten B├╝hnen Wien mit Bravour und zeigen praktisch eine restaurierte Version der Show, so wie sie 1981 (fast) ausgesehen hat.
Rumgedoktort wurde, und das wird es tats├Ąchlich schon seit der Premiere 1981, erneut an der Gus-Growltiger-Szene.
Gab es urspr├╝nglich noch ein Duett ("The ballad of Billy McGraw"), welches Webber sp├Ąter rausnahm, nur um es uninspiriert in den Starlight Express zu setzen ("Next time you fall in love" - ist aber auch schon lange nicht mehr drin) erlebt man in Wien jetzt eine kurze Sequenz im "Hey, Big Spender!"-Stil mit anschlie├čender italienischer Aria.
Da fand ich die L├Âsung der letzten britischen Tournee, in die R├╝ckblende des Theaterkaters Gus die Szene zwischen den k├Ąmpfenden Hunden einzuf├╝gen, viel eleganter.
Aber, das geht in Ordnung.
Cats war nie perfekt und wollte dies auch nie sein.
Es wollte nie eine hochkomplizierte, dramatische Geschichte erz├Ąhlen und ist eben magisch-charmant in seiner in Imperfektion.
Es ist ein Abend mit singenden und tanzenden Katzen, verdammte Hacke.
Was jedoch nie perfekter war als derzeit in Wien, ist die musikalische Begleitung:
Mit 27 Musikern ist das Orchester f├╝r diese Show so gro├č wie niemals zuvor.
Man kommt in den Genuss einer veredelten Partitur, in der man beispielsweise feine Streicherl├Ąufe entdecken darf, die da bisher nicht zu h├Âren waren.
Wenn man bedenkt, dass die Show in letzten Jahren mit maximal 7 Musikern (4 davon Keyboards und KEIN echtes Blasinstrument) gespielt wird, war das ja schon fast symphonisch.
Ein wahrer Hochgenuss.
Die Katzen sind allesamt exquisit, sei es Alexander Auler als charismatischer Erz├Ąhler Munkustrup, Dominik Hees als endlich wieder rockender Rum Tum Tugger, der stimmgewaltige Felix Martin als Gus/Growltiger/Bustopher Jones oder die wunderbare Carin Filipčić als Grizabella, die beim ultimativen Tr├Ąnendr├╝cker "Memory" endlich mal ein echtes Streicherensemble hinter sich hat, wie es sonst nur auf Studioaufnahmen zu h├Âren ist.
Erleben durfte ich diesen nostalgisch-wohligen Abend auf einem VIP-Sitz in Reihe 2, Mitte.
Inkludiert war also nicht nur einer der besten Pl├Ątze im Haus, sondern auch mein Programmheft und ein Freigetr├Ąnk meiner Wahl.
Ja, der Platz war teuer, aber nicht ansatzweise so teuer wie ein Premiumticket bei der Stage Entertainment.
Und Letzteres gibt es ganz ohne Goodies oder Benefits (und ohne Orchester, aber ich schweife ab...)
Curtain of yesterday:
Auch am zweiten Abend, diesmal ohne VIP-Platz, aber trotzdem mit gro├čartigen Gesamt├╝berblick in Reihe 5, Parkett, Mitte, ein Genuss.
Ich komme gar nicht dar├╝ber hinweg, wie die Show in Wien klingt.
Wenn die Katzen sich gegen Ende des ersten Akts ganz in den atemberaubend choreografierten Jellicle Ball hineinsteigern, verschmilzt alles zusammen mit dem herausragenden Orchester zur perfekten Einheit, die Dich atemlos in den Sitz dr├╝ckt.
Man will gar nicht, dass diese rund 10-min├╝tige Sequenz jemals endet.
DAS ist Theater at its best.
Die Besetzung war fast komplett identisch zum Vortag, dennoch durfte ich Zeuge einer echten Premiere werden:
Wietske van Tongeren hatte ihre erste Vorstellung als Grizabella.
Voller Tiefe und Leidenschaft sang sie im Hit "Memory" um ihr Leben (so, wie es der Song in seinem Ursinn vorgibt) und wurde am Ende tr├Ąnen├╝berstr├Âmt in den "sph├Ąrischen Raum" gef├╝hrt.
Ein Triumph.

DAS hier ist Cats.
Und so ist Cats verdammt gut.
Now and Forever.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Schl├Ągt Dirty Dancing um l├Ąngen

28.12.2019 - Ich habe mit meiner Schwester Anfang des Jahres unsere Musicalsaison mit Dirty Dancing begonnen. Zum Gl├╝ck hatte ich schon im Vorfeld deutlich gemacht, dass ich nur mit ihr rein gehe, um zu schauen ob die Aussagen ├╝ber DD stimmen. Kurz gesagt: wir haben es lachend als "eine Erfahrung" abgehakt.
Auf der Suche nach einem Weihnachtsgeschenk bin ich ├╝ber Flashdance gestolpert. Sie mag den Film sehr (steht direkt neben Dirty Dancing und Save the last Dance) - also check! Im Colloseum in Essen -quasi um die Ecke- nochmal check! Spielzeit um Weihnachten rum - wieder check! Auch noch genau 2 Karten am Mittelgang mit viel Beinfreiheit und Sicht - die waren zu verlockend!
Erst als die Tickets gekauft waren, schaute ich mir hier die Bewertungen an und ich wurde nerv├Âs. Sollte die Saison so enden wie sie begann? Mit einem pers├Ânlichen Flop? Quasi Dirty Dancing die zweite?
Zum Gl├╝ck habe ich die Bewertungen erst hinterher gelesen! Nicht Dirty Dancing die 2. sondern Dirty Dancing 2.0!
Wo wir bei Dirty Dancing Energie, Feuer, Leidenschaft und vorallem Tanz(!)(in einem Tanzmusical/Show sollte auch Tanz drin sein...) vermisst haben, haben wir dies bei Flashdance alles gekriegt.
Ja die Musik ist nicht preisverd├Ąchtig, aber wir fanden sie zum Rest passend! Ja die Abmischung, war in den Ensemblenummern nicht immer optimal, worunder die Verst├Ąndlichkeit litt, aber dass h├Âre ich leider sehr h├Ąufig auch in anderen St├╝cken. Nein das B├╝hnenbild ist nicht analog und eine Ausstattungsorgie und w├╝rde man den Stecker ziehen, w├Ąre die B├╝hne dunkel und kahl. Aber wenn die Projektionen so detailliert und gut gemacht und passend sind ist mir das tausendmal lieber als eine karge B├╝hne die mehr schlecht als recht mit lieblosen Kulissenteilen bef├╝llt wird und noch nicht mal versucht wird die B├╝hnenarbeiter zu kaschieren.
Die Darsteller waren alle mit K├Ânnen, Energie und Leidenschaft dabei. Choreographien und Gesang der nicht nur aber vorallem bei den bekannten Hits mit riss. Aber auch nicht erst ganz am Ende! So waren wir schon zur Pause positiv ├╝berrascht und guter Laune!
F├╝r uns eine gute, passende und vorallem runde Umsetzung des Films! Man muss halt immer ├╝berlegen was man erwartet. Und f├╝r ein gute Laune Musical waren wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

Pangolin (erste Bewertung)


lange nicht mehr so gut wie in K├Âln

28.12.2019 - Danke an Jens Alsbach, ich dachte ich w├Ąre alleine mit meiner Meinung. Finde die Kritik passend formuliert

Wicked-Freak (30 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Ein Abend voll Energie

28.12.2019 - Nach hundert Jahren leben die ÔÇ×Goldenen ZwanzigerÔÇť am Ort des Geschehens wieder auf. Der Admiralspalast is wie geschaffen f├╝r eine Show ├╝ber diese Zeit. Gezeigt wird eine Reminiszenz von bekannten Personen, aber auch eher vergessenen, wie Anita Berber. So stehen neben Marlene Dietrich in ihren Anfangsjahren auch Josephine Baker und die Comedian Harmonists auf der B├╝hne. Das verbindende Element der einzelnen Protagonisten ist der Admiral ein fiktiver Klubbesitzer mit Hang zum Absinth. Dieser wird von Martin Bermoser wunderbar glaubhaft verk├Ârpert. Er singt toll, spielt aber auch gut. Besonders gut hat mir das Zusammenspiel mit Anita Berber gefallen. Sophia Euskirchen spielt ebenfalls sehr gut, erh├Ąlt auch f├╝r ihren Gesang frenetischen Beifall. Sebastian Prange ├╝bt mit dem kompletten Saal Lachfoxtrott und schafft es, dass 1000 Leute gemeinsam singen. Auch die Darstellerinnen der Marlene Dietrich und Josephine Baker machen ihre Sache sehr gut, ebenso wie die Herren der Comedian Harmonists, die auch in anderen Soloparts ihr Talent unter Beweis stellen. Gesungen wird Deutsch und Englisch, viele bekannte Lieder aus dieser Zeit, Parts aus ÔÇ×CabaretÔÇť und der ÔÇ×DreigroschenoperÔÇť, auf den Teil aus dem ÔÇ×Wei├čen R├ÂsslÔÇť h├Ątte ich verzichten k├Ânnen, aber den Leuten hat es gefallen. Die T├Ąnzer haben uns auch sehr gut gefallen, die mit gro├čem Schwung tanzen und so zum gelungenen Abend beitragen, ebenso wie die Band, die einen tollen Job machen und uns am Ende mit ihrer Solonummer beschwingt entlassen haben. Der Abend endet mit einem Verweis auf das unr├╝hmliche Ende der 20-Iger Jahre und dem Einzug der Nazis, die der Weltoffenheit von Berlin ein grausames Ende gemacht haben. Um den Abend nicht negativ zu beschlie├čen gibt Kutte dem Admiral einen Ausblick auf die kommenden 60 Jahre der Stadt und der Abend endet mit dem von Allen gesungenen Song aus Babylon Berlin ÔÇ×Zu Asche Zu StaubÔÇť, der ein wirklicher G├Ąnsehautmoment war.
Ein toller Abend, hingehen lohnt sich!

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


An der Cast lag es nicht

28.12.2019 - Ich war gestern Abend drin. Eigentlich blieben bei mir etwa die selben Eindr├╝cke h├Ąngen wie bei Paramour. Eine hervoragende Cast, aber weder die Musik, noch die Story schreien nach einer Wiederholung.Ich hatte Patricia Meedden und fand sie sehr gut besetzt f├╝r die Rolle. Ich mag ihre Stimme sehr, auch wenn sie vielleicht nicht ganz ins Rollenprofil passt. Als Edward hatte Carl van Wegberg,da gibt es nichts auszusetzen. Abgerundet wurde der der hervoragended Cast durch Marciel und ein spielfreudiges Ensemble.Positiv aufgefallen ist mir vorallen, dass der ganze Cast fast akzentfrei deutsch sprach. Vielleicht auch, weil ich am Vorabend in Tina war. Die Band, versteckt unter dem B├╝hnenboden, machte einen tollen Job.

Hierzu eine kleine Bemerkung. Ich sitze gerne erste Reihe. Dumm ist hier nur, dass es keinen Orchstergraben gab und der B├╝hnenrand, mal f├╝r deutsche Verh├Ąltnisse, recht hoch war.Und es wird viel im vorderen Bereich gespielt. Also, besser etwas weiter hinten sitzen.

Die Ausstattung war f├╝r das St├╝ck ok und zweckm├Ąssig, brachte aber keine ├ťberraschungen und Abwechslung.

Der Saal war passabel gef├╝llt, der Rang aber zu. Die Stimmung war leider doch sehr verhalten, bis zum Schluss. Da hier das Ende, im Gegensatz zu Tina, auch keinen H├Âhepunkt bringt, fiel auch der Schlussapplaus bescheiden aus.

Fazit. Es war nett, es mal anzusehen, kommt bei mir aber nicht in die Top 10.

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Wunderbare Mischung aus Drama und Kom├Âdie

22.12.2019 - Ghost ist eine wunderbare Mischung aus Drama und Kom├Âdie! Sehr atmosph├Ąrisch ist die Mischung aus physikalischem B├╝hnenbild und Projektionen, in Verbindung mit der Lichttechnik. Die Besetzung war herausragend, besonders in Erinnerung bleiben mir Marle Martens als Molly, Thomas Hohler als Sam und Kim Sanders als Oda Mae. Der sprichw├Ârtliche Punkt auf dem i im Vergleich zur Berliner Produktion: Der Sound im Palladium Theater ist einfach der Hammer, Kompliment an die Tontechnik!

musica01 (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Ein entz├╝ckend-altmodischer Abend

16.12.2019 - Diese Landgraf-Tournee bietet wirklich zauberhafte Abendunterhaltung:
Hochwertige Kost├╝me, eine funktional-edel wirkende Ausstattung, welche LED-Wand und kleine Kulissenteile schlau kombiniert, beschwingte Choreografien von Christopher T├Âlle, ein 14-k├Âpfiges, unter der qualit├Ątssichernden Leitung von Heiko Lippmann viel gr├Â├čer klingendes Orchester und vor allem hervorragende Hauptdarsteller.
Und erstaunlicherweise bietet dieses St├╝ck, gerade im zweiten Akt, mehr Tiefe als erwartet.
Das liegt nicht zuletzt an den meist sehr guten schauspielerischen Leistungen, die der Oberfl├Ąche mehrere untere Schichten schenken.
Allen voran ├╝berzeugt das Herrn-Trio, bestehend aus Robert D. Marx, Nico Schweers und Tobias Joch.
Joch gibt einen hervorragenden, grundsympatischen Protagonisten Jerry Mulligan ab, der einen als "Triple Threat" in den drei geforderten Disziplinen wunschlos gl├╝cklich zur├╝ckl├Ąsst.
Bei den Damen ist es vor allem die wie immer gro├čartige Kira Primke, welche durch ihr wahrhaftiges Spiel und angenehme Stimmf├Ąrbung auf sich aufmerksam macht.
Leider steht gerade der weiblichen Protagonistin die deutsche Sprache so sehr im Weg, dass der Zuschauer, dem von der B├╝hne herab st├Ąndig von ihrem bet├Ârenden Charme erz├Ąhlt wird, diesen aufgrund der sprachlichen H├╝rden vergeblich sucht.
Aber das bleibt auch der einzige Ausfall im ├╝berzeugenden Ensemble an diesem Abend.
Beschwingt verlasse ich mit den wunderbaren Gershwin-Melodien im Ohr den Saal.
In der Stadthalle Aschaffenburg gab es das Ganze in Reihe 4 f├╝r 25 ÔéČ.
Was will das Herz eines Theaterliebhabers mehr?

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein emotionales Theater- und Musical-Erlebnis

15.12.2019 - Was f├╝r ein emotional ber├╝hrendes Musical! Was f├╝r eine beeindruckende Frau!
F├╝r mich ist Tina - Das Musical ein durchweg gelungenes St├╝ck mit allem, was dazu geh├Ârt!
Eine Story, die eben eine wahre Lebensgeschichte darstellt und einen nachhaltig beeindruckt und zu Tr├Ąnen r├╝hrt.
Musik, die der Story dient, die einen teils in Erinnerungen schwelgen l├Ąsst, die man f├╝r sich neu entdeckt oder auch neu kennen- und gleichzeitig lieben lernt.
Eine Inszenierung, die der Geschichte dankenswerterweise Raum und Zeit l├Ąsst, um eben Gef├╝hle und Emotionen zu entfalten und einen in die Story eintauchen zu lassen. Gerade auch die reinen Schauspiel-Szenen sind so intensiv, bedr├╝ckend und bekommen die Zeit zur Entfaltung und Vertiefung. In der Krankenhaus-Szene h├Ątte man die ber├╝hmte Stecknadel fallen h├Âren k├Ânnen.
Auch das B├╝hnenbild ist angenehm reduziert und lenkt nicht vom Wesentlichen ab, sondern unterst├╝tzt das Geschehen. Das Finale hingegen bekommt alles, was es braucht.
Last but not least ein fantastisches Ensemble (Nyassa Alberta und Gino Emnes beeindrucken in allen Bereichen....was f├╝r eine Stimme!), die diese besondere Lebensgeschichte authentisch auf die B├╝hne bringen.
Wir haben das Theater emotional ber├╝hrt und bewegt verlassen und danken dem gesamten Team f├╝r diese besondere Inszenierung und ein nachhaltig beeindruckendes Theater-Erlebnis at it┬┤s best!
SIMPLY THE BEST!

Mellah (erste Bewertung)


Misha Kovar die neue P├Ąpstin

15.12.2019 - Ich bin noch sprachlos von gestern, 14.12.2019.

Ich war mit meiner Frau im Festspielhaus F├╝ssen im Musical die P├Ąpstin.

Ich habe es bereits in Fulda und in Stuttgart gesehen. Aber was hier in F├╝ssen f├╝r eine P├Ąpstin auf der B├╝hne steht ist kaum Zeit in Worte zu fassen. Wir sind jetzt noch in Starre. Es war ein Feuerwerk an Emotionen. Die Stimme und das Schauspiel von Frau Kovar hat nicht nur mich geflashed.

Ihr Gesangspartner Gerold als Matthias Stockinger war unglaublich stark. Sie harmonieren auf der B├╝hne als absolutes P├Ąpstin Zraum

Harald2019 (erste Bewertung)


Der Kaktus sticht

14.12.2019 - Die Comedian Harmonists sind ein dankbares Thema f├╝r einen musikalischen Theaterabend. Nicht eben neu, aber aufgrund der historischen Umst├Ąnde und der Dramatik der Lebensgeschichten der S├Ąnger und nicht zuletzt wegen des unkaputtbaren Liedgutes ist der Stoff eigentlich eine sichere Bank.
So auch in der Version von Franz Wittenbrink (Arrangements) und Gottfried Greiffenhagen (Buch).

Die A-Capella-Gesangsgruppe wird von den Darstellern gesanglich und schauspielerisch souver├Ąn pr├Ąsentiert.
Bravour├Âs schmei├čt sich Alexander Darkow als Ein-Mann-Ensemble in jede denkbare Nebenrolle und sorgt f├╝r Highlights der Inszenierung.
Das B├╝hnenbild ist ebenso reduziert, wie intelligent und durchdacht.
Die Kost├╝me sind zeitgem├Ą├č und authentisch. Gleiches kann man von der Choreografie sagen.
Die Regie von Andreas Wiedermann ist fl├╝ssig und geschickt. Im ersten Akt ist die Stimmung (analog zu den flapsig-launigen Liedtexten) entspannt und humorvoll. Im zweiten Akt werden durch den ├Ąu├čeren Druck des Nationalsozialismus und den inneren Spannungen der Gruppe die tragisch dramatischen Momente in den Vordergrund ger├╝ckt.

Trotz des Verweises darauf, dass man sich bei der Bearbeitung des Stoffes k├╝nstlerische Freiheiten herausgenommen hat und nicht jede Darstellung historisch korrekt ist, ist DIE COMEDIAN HARMONISTS ein lohnender Blick zur├╝ck auf ein dunkles deutsches Kapitel der Geschichte und seine Auswirkung auf Kunst und Kultur.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


G├Ąhn

11.12.2019 - Das Beste n diesem Abend ist das wunderbare Orchester. Dazu ein sch├Ânes B├╝hnenbild und und gute S├Ąnger. Ansonsten war es ein qualvoll langer Abend, was am Regisseur lag, der mit den Personen einfach nichts anfangen konnte. Aber vielleicht war ich ja auch mit falschen Erwartungen und Erinnerungen ins Theater gekommen. In F├╝ssen wurde das St├╝ck mit einem Augenzwinkern gezeigt.. Humor fehlt hier v├Âllig. Der Regisseur nimmt das Libretto v├Âllig ernst, wodurch er die Schw├Ąchen des St├╝ckes brutal offenlegt. Der Beifall hielt sich in Grenzen. Ein rauschender Erfolg war es nicht. Ob die ├╝berarbeitete Fassung an andere H├Ąuser geht? Ich habe da so meine Zweifel.

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


ein netter Abend zum g├╝nstigen Preis

10.12.2019 - Amerikaner in Paris Tournee Ruhrfestspielhaus Recklinghausen 6.12.

Dies war meine erste Begegnung mit dem Musical und was soll ich sagen , es war nett...Es war mir schon klar, das eine Tournee nicht die Ausstattung eines Long Runs bietet. Videoleinwand , 3 Boxen und ein paar Bistrotische, das wars. Aus den Kisten wurde mal die Bar, mal ein Bett usw usw..achja, ein Stufenbarren gabs ja auch noch .. Ich f├╝hlte mich an die Sportstunden in meiner Jugend erinnert.. Die Kost├╝me h├Ątten auch Alltags Klamotten sein k├Ânnen, Das Musical hat einen hohen Sprachanteil und wurde dadurch zwischendurch echt laaaang...Es wurde komplett deutsch gesungen, mir pers├Ânlich h├Ątte es besser gefallen sie im Original zu h├Âren .. Dramaturgisch hat es seine Schw├Ąchen, dazu kommt ein fetter Regie Fehler im zweiten Akt, wo alle denken es ist vorbei. Die Darsteller haben einer Applaus Ordnung wie ├╝blich gemacht , dabei war es im St├╝ck nur das Ende einer Szene...Orchester war ok, Sound auch und es war sch├Ân mal wieder ein echtes Ensemble singen zu h├Âren...
Die Darsteller waren gut. Schade, das ein Ex Krolock kaum was zu singen hatte. , aber ber├╝hrt haben sie mich pers├Ânlich jetzt nicht .┬á
Fazit: es war nett, ...Mann darf halt nicht vergessen für welchen Euro Kurs mann hier Musical sieht und somit passt das schon .. 

Kirmesboxer (14 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Practically Perfect

08.12.2019 - Die Show buchte ich um auch mal Charlie Stemp zu sehen. Genauso wie ich damals Company wegen Patti Lupon buchte und sie nicht da war, nimmt dieses London Jahr auch mit einem abwesenden Charlie Stemp sein Ende. So ist das im Showgesch├Ąft ;-)

Ich war der Meinung das Mary Poppins kein St├╝ck ist, das mich mitreist. In Wien fand ich es nett.
In London verspr├╝hte es f├╝r mich Magie und war seit Jahren mal wieder ein Disney St├╝ck wo ich mit gl├Ąnzenden Augen drin sa├č. Woran es lag? Ich kann es nicht sagen. Es gab keinen relevanten Unterschied, such wenn das Londoner B├╝hnenbild hier und da mal ein wenig gro├čz├╝giger wirkte. Da es einfach so gar nix zu m├Ąkeln gibt, gibt es auch f├╝nf Sterne.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Bravo

05.12.2019 - Da zeigt das Opernhaus Magdeburg,
was man aus einem Musical machen kann.

Die B├╝hne ist gro├č und wird durch fahrende B├╝hnenw├Ągen mal zum Kloster, dann Paris, oder Gastst├Ątte und und und. Dazu werden gro├če sch├Âne Aquarell Projektionen auf gro├čer Leinwand erg├Ąnzt.

Die Kost├╝me sind sch├Ân anzusehen, bis in die kleinste Rolle. Wundersch├Ân sind die Kleider des K├Ânigspaares.
├ťber die ein oder andere Per├╝cke auf der B├╝hne kann man streiten.

Ein Genuss ist das gro├če Orchester, was die doch etwas poplastige Partitur gl├Ąnzen l├Ą├čt.
Dazu ein gro├čer Opernchor, der hier auch gut klingt und verst├Ąndlich ist.
Sowieso ist der Abend wirklich fast 100 prozentig sehr gut zu verstehen. Abgesehen von ein paar kl Akzenten...

Die Rollen Besetzungen ist ein spannender Mix und zeigt wiedermal wo sich die guten deutschen Musical Darsteller so "verstecken", im Stadttheater.
Katja Berg als Milady de Winter ist eine perfekte Mischung aus Verletzlichkeit und Power.
Patrick Stanke als b├Âser Kardinal gl├Ąnzt vor allem mit seinen Solos und hat mit "Nicht aus Stein" eines der Highlight des Abends.
Die Musketiere sind perfekt und erg├Ąnzen sich wunderbar, der sch├Âne Frauenheld Aralies ist perfekt mit Daniel Rakasz besetzt, und Lucius Wolters ein sehr nachdenklicher Athos und dazu ist Benjamin Eberling der perfekte Porthos mit viel Witz, auch wenn er einem leid tun kann, was er alles essen muss auf der B├╝hne.

Das schon erw├Ąhnte K├Ânigspaar mit Darstellern aus dem Haus Ensemble ist sehr gut besetzt.
Vor allem Jeanett Neumeister als Anna, wei├č sehr gut den Moment zu nutzen mit Ihrem Spiel und ihrer wundervollen Stimme.

Das Hauptpaar k├Ânnte nicht besser gew├Ąhlt sein mit Florian Peters, mit toller Stimme und ehrlichem Spiel, wird erg├Ąnzt durch Katia Bischoff, die sich wundervoll erg├Ąnzen egal ob stimmlich oder spielerisch.

Das St├╝ck ist zwar sehr lang mit ├╝ber 3 Stunden, aber durch die cleveren Ideen der Regie von Ullrich Wiggers und der sehr abwechslungsreicher Choreografie von Kati Heidebrecht, sowie der eindrucksvollen Fechtszenen von Klaus Figge, kommt keine Langeweile auf.

Es ist absolut sehenswert mit all den Faktoren die ich beschrieben habe. Aber leider wird es viel zu selten gespielt und eine Wiederaufnahme ist wohl auch nicht geplant.

Also anschauen, bevor es zu sp├Ąt ist!

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Die Show ist super - wenn auch ein paar Abstriche!

02.12.2019 - Guten morgen,
ich war gestern mittag (Sonntag, 01.12., 14:00 Uhr) bei Kinky Boots in Maastricht und wollte kurz meine Eindr├╝cke schildern:
Ich habe die Show in Hamburg gesehen und vergleiche sie damit auch entsprechend...
Als erstes: Ich hatte gedacht, dass KB auch ein "Lizenzmusical" ist. Also "alles gleich" (Kost├╝me, B├╝hnenbild, Choreografien, etc.) egal wo es spielt... falsch gedacht ;-) Die Kost├╝me waren ganz andere. Aber auch leider eher zum Nachteil... gerade die Kost├╝me der Angels wirken etwas billig leider. Lolas Kost├╝me sind ebenfalls nicht so "premium". Das fand ich echt schade, vermisste ich dadurch echt das "Anmutige".
Das St├╝ck ist nat├╝rlich komplett in niederl├Ąndisch ;-) Die Darsteller konnten mich alle ├╝berzeugen und haben den Rollen einen interessanten Twist gegeben. Gerade Vajen spielt Lauren ganz anders... Jonathan gefiel mir als Charlie, fehlte ihm aber bei "Step One" ein wenig... Energie/Aufbruchstimmung... das liegt aber garnicht an ihm, sondern eher an der Regie...
Mit Naidjim als Lola bin ich nicht sofort warm geworden. Das brauchte wirklich bis "Sex is in the heel"... Aber danach fand ich ihn sehr sehr gut. "Not my father's son" war wirklich traumhaft. Das gesamte Ensemble hatte viel Spielfreude und viel Energie.

Das B├╝hnenbild ist etwas abgespeckter... es gibt nicht dieses mittlere Element, was hin und hergeschoben wird. Eher kommen Charlie's B├╝ro, etc. von den Seiten reingefahren. Da die B├╝hne kleiner ist, kommen auch viele "WOW" Effekte nicht ganz zur Geltung... z.B. der Catwalk am Ende ist nicht so prachtvoll wie in Hamburg. Auch st├Ârte mich, das Lola beim Finale nicht das rote Kleid anhatte, sondern ein blaues...

Alles in Allem trotzdem ein echt sch├Âner Tag, mit tollen Darstellern, die ganz mit ganz viel Liebe und Herzblut spielen :-)

Jekyll&Hyde (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Schl├╝pfriger Klamauk, in der unteren Liga

01.12.2019 - Die Musik war geklaut von Bach ├╝ber H├Ąndel bis Gounod und Musicals, aber egal. Eine fiktive Theater Gruppe probt ein Musical ├╝ber die Gr├Ąfin Cosel.
├ťbrig bleibt ein an den Haren gezogenes etwas, was das einheimische Publikum sehr liebte. Hier und da war es auch mal Lustig, aber es fehlte mir an der Geschichte zu viel. Die beiden Hauptdarsteller waren Top!
Ich wei├č es ist ein Boulevard St├╝ck!
ich habe mehr erwartet!

chef de cuisine (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


ziemlich perfekt!

01.12.2019 - Insgesamt einer der besten Jekyll Inszenierungen, die ich bisher gesehen habe. "Sch├Ân klassische" Umsetzung, tolles B├╝hnenbild, gro├čes Orchester, ziemlich perfekte Cast/Besetzung. Allerdings wird unverst├Ąnderlicherweise der altgediente Butler Poole jung besetzt? Leider, leider sind auch einige Lieder gestrichen worden...
Viele sch├Âne Regieeinf├Ąlle, z.B. mutiert Jekyll beim Frauenduett "Nur sein Blick" zu Hyde. David Jakobs gefiel mir sehr gut, besonders die unterschiedliche K├Ârpersprache, z.B. ein gef├Ąhrlich "geschmeidig t├Ąnzelnder" Hyde (weiss es nicht anders auszudr├╝cken). Also am besten selbst einen Eindruck verschaffen!
Ich war jetzt in 2 Vorstellungen und es gab sofort Standing Ovations und ein absolut begeistertes Publikum. Unbedingt anschauen!

dolcetto (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Look out Broadway! Here I come!

26.11.2019 - Ich k├Ânnte nun viel schw├Ąrmen.
Zum Beispiel ├╝ber das in jeder Szene stimmige B├╝hnenbild, ├╝ber die Vielzahl verschwenderischer, witziger, detailgetreuer Kost├╝me, Kati Farkas originelle und flotte Choreografie, das temperamentvoll aufspielende gro├če Orchester des Staatstheaters, Christian Breys rasante Regie und das ausgezeichnete Comedy Timing.

Was diese Produktion aber endg├╝ltig in den Musical-Himmel erhebt, ist ihre fantastische, begnadete, mitreisende, hochmotivierte, zu 100% typgerechte Besetzung.
Michael Kamp als Max Bialystock zieht sich die gro├čen Schuhe des begnadeten Kom├Âdianten Nathan Lane an und springt m├╝helos davon.
Vincent Doddema bringt mit einem urkomischen Bewegungstalent, einer g├Âttlichen Mimik und einer Stimme, die Matthew Broderick locker in den Schatten stellt einen unfassbar guten Leo Bloom auf die B├╝hne.
Dirk Weiler ist als Roger DeBris/Hitler eine einzige B├╝hnen-Urgewalt. Jeder Widerstand ist zwecklos.
Gleiches gilt f├╝r Henner Momann als Franz Liebkind. Er singt und spielt mit ├╝berbordender ansteckender Energie, hat ein perfektes Kom├Âdiengesp├╝r und setzt die Pointen auf den Punkt. Fast ist es schon bedenklich, wenn der grenzdebile Nazi in dieser gloriosen Darstellung zum umjubelten Liebling des Publikums wird.
Maike Elena Schmidt zeigt die gro├če Kunst, wie man ernsthaft eine naive Klischee-Blondine liebenswert und sympathisch darstellt.
Und, und, und... Gerechterweise m├╝sste man eigentlich alle gro├čartigen und wunderbaren Darsteller dieser Inszenierung namentlich erw├Ąhnen.
Unbedingt erw├Ąhnenswert sind auch noch der Chor und das Ensemble. Sie alle werfen sich mit soviel Energie, Dynamik und Spielfreude ins kom├Âdiantische Gefecht, dass es eine wahre Freude ist.

THE PRODUCERS am Staatstheater Mainz bietet fulminant inszeniertes und grandios gut besetztes Musiktheater.
Musical Heaven!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Absolut sehenswert

22.11.2019 - Ich habe die Show am 27. August gesehen und war einfach nur geflaggt.
Ich mag die Geschichte der P├Ąpstin sehr, und hab mit nach Fulda noch diese Version angesehen. Ich finde das B├╝hnenbild durchaus beeindruckend. Als Tourproduktion muss man ja wirklich schauen wie man das umsetzt und was der Regisseur mit den paar W├Ąnden und Kisten und mit Licht kreiert hat ist durchaus sehenswert, und f├╝hrt einen durch die Geschichte. Der Cast absolut grandios, aber war ja auch bei den Namen zu erwarten. Absolut geflasht hat mich die Darstellerin der P├Ąpstin. An dem Abend spielte Kristin Backes, 21 Jahre alt. Man lebt und leidet mit dir durch das ganze St├╝ck. Sie spielt so authentisch - wow - und ihre Stimmgewalt. Mit wieviel Gef├╝hl sie gesungen hat. Ich hatte G├Ąnsehaut ab dem ersten Ton. Bisher hat mich keine P├Ąpstin so ber├╝hrt. Hannes Staffler als Gerold, Christofer Brose als Anastasius, Kevin Tarte als Rabanus, Chris Mureay als Vater usw Ich werde mir die Show in F├╝ssen nochmal ansehen mit genau der Besetzung- wenn mich nicht alles t├Ąuscht.
Ich kann die Show nur jedem ans Herz legen. Die Geschichte, die Musik, die Inszenierung einfach unfassbar gut.

Musicalfan 2519 (erste Bewertung)


Knie das Cirkus Musical im Theater Basel

19.11.2019 - Das Musical zeigt die 200-j├Ąhrige Geschichte der Schweizer Zirkus Dynastie Knie. Neben der Familiengeschichte sieht man das Zirkusleben und die ganze B├╝hne ist immer voller Leben und viele Artisten zeigen ihre K├╝nste, alles ist bunt und in Bewegung und man wei├č gar nicht wo man hinschauen soll.

Alexander Klaws als Gr├╝ndungsvater Friedrich Knie gibt den Zirkusdirektor der sich zu Beginn von seinem Vater, gespielt von Florian Schneider, l├Âsen muss, weil der seine Tr├Ąume nat├╝rlich nicht versteht, Gerade in den ersten Szenen strahlt Klaws so eine Begeisterung aus und seine Augen funkeln vor Lebensfreude. Einmalig ist die Szene wenn er sich mit dem Klavier ├╝berschl├Ągt. Keine Ahnung wie die das machen,ÔÇŽÔÇŽ man kann es nicht erkennen. Es soll so sein, dass er das Klavier mit seiner K├Ârperspannung in Schwingung versetzt, bis zum ├ťberschlag, der aber richtig schnell und mit Schwung stattfindet. Er ├╝berschl├Ągt sich zweimal und sitzt dabei ganz entspannt da, spielt und singt weiter ohne erkennbare Kraftanstrengung, faszinierend!

Im Verlauf der Geschichte wird der Zirkus immer erfolgreicher und soll vor dem Kaiser auftreten, hier trifft Friedrich seinen Vater wieder und sie n├Ąhern sich an, aber Friedrich stirbt in diesem Moment sehr eindrucksvoll. Seine Frau (Judith Jandl) f├╝hrt den Zirkus weiter und neue Generationen folgen, Tiere kommen dazu. Mischa Kiek spielt Eugen Knie, eine traurige Figur, der durch eine Verletzung nicht mehr am Trapez arbeiten kann. Richtig toll auch Peter Brownbill, der als Kleinw├╝chsiger im Zirkus Anerkennung findet und in allen Epochen zu sehen ist.

Die Geschichte erz├Ąhlt ja die Entwicklung des Zirkus in zweihundert Jahren mit allen geschichtlichen Ereignissen, sehr beeindruckend die mutige Darstellung der Nazizeit mit Uniformen, Kriegswirren und Florian Schneider als Nazi, toll gespielt. Klaws.... jetzt als Fredy Knie ....zeigt seine Ablehnung und hie├čt dann die Nazifahne mit einem Knoten drin.

Schweizer Geschichte in der Schweiz gespielt, also gab es gelegentlich ein paar Running Gags in diese Richtung ÔÇŽ."so sind die Schweizer", ÔÇŽ..was rechts und links immer zu Heiterkeit gef├╝hrt hat.
Es ist wirklich eine ganz au├čergew├Âhnliche Auff├╝hrung. Schauspielerisch f├╝r Klaws und Schneider anspruchsvoll und vielseitig, musikalisch gibt es aber leider keinen richtigen Hit oder Ohrwurm. Tolle Show, gut besucht, begeisterte Standing Ovations, die Cast hat gestrahlt, meiner Schweizer Begleitung hat es sehr gut gefallen.

Carat (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Affentheater im Studio

15.11.2019 - Um es vorweg zu nehmen: Mir ist wirklich nicht klar, was sich Paul Graham Brown (Musik) und James Edward Lyons (Buch) bei dieser B├╝hnenadaption des King Kong Stoffes gedacht haben oder worauf das Ganze hinaus soll.
Die beiden haben eine minimalistische Version des in mehrfacher Hinsicht epischen Themas ersonnen. Drei Protagonisten und ein Klavierspieler reichen ihnen aus, um die altbekannte Geschichte nachzuerz├Ąhlen.
Nur was soll hier eigentlich erz├Ąhlt und dem Zuschauer vermittelt werden?
Die viel Platz einnehmende Liebesgeschichte zwischen Ann Darrow und Jack Driscoll oder eine schr├Ąge Parodie auf die Monsterfilme des fr├╝hen Hollywood oder wird die Ausbeutung der Kreatur durch den Menschen angeklagt oder ist es eine liebevolle Homage an den Filmklassiker oder...?

Auf der kleinen Studiob├╝hne des Hessischen Staatstheaters hat man mit viel Kreativit├Ąt so einiges untergebracht. Der Szenenwechsel ist reibungslos und flott inszeniert.
Die Kost├╝me sind zeitgem├Ą├č und aufw├Ąndig gearbeitet.
Mit viel Liebe f├╝rs Detail und immer wieder originellen Ideen h├Ąlt Iris Limbarth die Inszenierung in Gang.

Gesanglich und schauspielerisch souver├Ąn (wie eigentlich immer) zeichnet Tim Speckhardt die Rolle des Regisseurs Carl Denham und seines Abstiegs in den Fanatismus.
Klar und sch├Ân singt Lisa Kr├Ąmer die Ann Darrow. Sie sieht atemberaubend gut in den 30er Jahre Kost├╝men aus und versucht sp├╝rbar das Beste aus ihrer Rolle zu machen. Sie pendelt dabei (h├Âchstwahrscheinlich vorlagenbedingt) etwas unentschlossen zwischen Albernheit und Tragik.
Benjamin Geipel als Kapit├Ąn Driscoll f├Ąllt dagegen gesanglich etwas ab, kann seinem Charakter in der Entwicklung vom rauen Seeb├Ąren zum liebenden Mann aber deutliche Konturen geben.
Unbedingt erw├Ąhnenswert sind Coco Brell und Nick Malkewitz, die als allgegenw├Ąrtiges Ensemble und Platzanweiser auf quirlige und sehr charmante Art f├╝r Leben auf der B├╝hne und im Zuschauerraum sorgen.

Insgesamt also wieder eine gelungene Auff├╝hrung des Jungen Staatsmusicals.
Allein das St├╝ck hinterl├Ąsst doch so manches Fragezeichen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Affentheater im Studio

15.11.2019 - Um es vorweg zu nehmen: Mir ist wirklich nicht klar, was sich Paul Graham Brown (Musik) und James Edward Lyons (Buch) bei dieser B├╝hnenadaption des King Kong Stoffes gedacht haben oder worauf das Ganze hinaus soll.
Die beiden haben eine minimalistische Version des in mehrfacher Hinsicht epischen Themas ersonnen. Drei Protagonisten und ein Klavierspieler reichen ihnen aus, um die altbekannte Geschichte nachzuerz├Ąhlen.
Nur was soll hier eigentlich erz├Ąhlt und dem Zuschauer vermittelt werden?
Die viel Platz einnehmende Liebesgeschichte zwischen Ann Darrow und Jack Driscoll oder eine schr├Ąge Parodie auf die Monsterfilme des fr├╝hen Hollywood oder wird die Ausbeutung der Kreatur durch den Menschen angeklagt oder ist es eine liebevolle Homage an den Filmklassiker oder...?

Auf der kleinen Studiob├╝hne des Hessischen Staatstheaters hat man mit viel Kreativit├Ąt so einiges untergebracht. Der Szenenwechsel ist reibungslos und flott inszeniert.
Die Kost├╝me sind zeitgem├Ą├č und aufw├Ąndig gearbeitet.
Mit viel Liebe f├╝rs Detail und immer wieder originellen Ideen h├Ąlt Iris Limbarth die Inszenierung in Gang.

Gesanglich und schauspielerisch souver├Ąn (wie eigentlich immer) zeichnet Tim Speckhardt die Rolle des Regisseurs Carl Denham und seines Abstiegs in den Fanatismus.
Klar und sch├Ân singt Lisa Kr├Ąmer die Ann Darrow. Sie sieht atemberaubend gut in den 30er Jahre Kost├╝men aus und versucht sp├╝rbar das Beste aus ihrer Rolle zu machen. Sie pendelt dabei (h├Âchstwahrscheinlich vorlagenbedingt) etwas unentschlossen zwischen Albernheit und Tragik.
Benjamin Geipel als Kapit├Ąn Driscoll f├Ąllt dagegen gesanglich etwas ab, kann seinem Charakter in der Entwicklung vom rauen Seeb├Ąren zum liebenden Mann aber deutliche Konturen geben.
Unbedingt erw├Ąhnenswert sind Coco Brell und Nick Malkewitz, die als allgegenw├Ąrtiges Ensemble und Platzanweiser auf quirlige und sehr charmante Art f├╝r Leben auf der B├╝hne und im Zuschauerraum sorgen.

Insgesamt also wieder eine gelungene Auff├╝hrung des Jungen Staatsmusicals.
Allein das St├╝ck hinterl├Ąsst doch so manches Fragezeichen.


Tolles St├╝ck

11.11.2019 - Vielen Dank dem Staatstheater Mainz, das den Mut hat, dieses St├╝ck auf den Spielplan zu setzen!
Die Darsteller gehen voll in ihren Rollen auf und dank dem professionellen Orchester, kommt die Musik authentisch und originalgetreu r├╝ber.
Ein sehr kurzweiliges Vergn├╝gen!

E_Mosch (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ganz gro├če Klasse!

11.11.2019 - Dass "The Book of Mormon" eines der besten Musicals ├╝berhaupt ist, hat sich ja inzwischen herumgesprochen. Umso sch├Âner, dass auch in dieser Tourproduktion die Rollen bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt sind. Wirklich oberste Liga!
Da kann sich der holl├Ąndische Marktf├╝hrer aber in jeder Hinsicht mal eine GANZ dicke Scheibe abschneiden. So geht Musical!

E_Mosch (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Beste West End / Broadway-Qualit├Ąt!

10.11.2019 - Was f├╝r ein triumphaler Nachmittag!
Warum auch immer ich 2013 bei meinem ersten Besuch in Londons West End keinen Zugang zu den Mormonen gefunden habe (und ich glaube, es war eine fatale Mischung aus Tagesform, Publikumsverhalten und schlechtem Sitzplatz); heute hat mich die Show von Anfang bis Ende gekriegt und endg├╝ltig ausges├Âhnt.
Ein k├Âstlich-b├Âser Schabernack, im K├Âlner Musical Dome wie immer perfekt abgemischt, der mich teilweise hysterische Lachtr├Ąnen weinend am├╝siert unter den Sitz rutschen lie├č.
Und dabei muss man, trotzdem es eben die UK-Tour-Version ist, NICHTS von der Londoner oder Broadway-Qualit├Ąt einb├╝├čen:
Man bekommt das exakt selbe B├╝hnenbild, die identische Bandgr├Â├če (!) und es stehen genau gleich viele Menschen auf der B├╝hne.
Diese Menschen sind alle samt absolute K├Ânner ihres Faches, ein hochenergetisches, bis auf die kleinste Nebenrolle perfekt besetztes Ensemble.
Allen voran Kevin Clay als Elder Price, der die Hauptrolle sowohl bereits am Broadway als auch auf der amerikanischen Tour gespielt hat und schauspielerisch wie auch stimmlich frappant an die Broadway-Originalbesetzung Andrew Rannels erinnert.
Der Alternate Elder Cunningham Jacob Yarlett ist zum niederknien putzig, so als w├Ąre der personifizierte Olaf aus dem Disney-Hit "Frozen" auf die B├╝hne gesprungen. Kaum zu glauben, dass dies sein erster Job direkt nach der Ausbildung ist. Bravo!
Musikalisch bleiben keine W├╝nsche offen, die Hitdichte ist gro├č, und neben den unz├Ąhligen "Lion King"-Parodien h├Ârt man hier und da ein bisschen Stephen Schwarz ("Mostly me"), ein wenig Alan Menken ("Salt Lake City") und noch etliche andere Verbeugungen an die gro├čen Komponisten des amerikanischen Musicaltheaters.
Das bestens aufgelegte Publikum dankt es der Cast mit schallenden Lachsalven und Standing Ovations bereits beim letzten Ton.
Man muss wirklich dankbar sein, dass man abseits von den totgespielten (und totgesparten) Vampiren und k├╝nstlich-billig generierten Filmtitel-Musicals so eine Qualit├Ąt in Deutschland zu sehen bekommt.
Die Show gastiert noch bis zum n├Ąchsten Wochenende in K├Âln.
Es gibt Resttickets auf besten Pl├Ątzen f├╝r 20ÔéČ.
Du hast keine Ausrede:
HINGEHEN!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Klasse Tour

09.11.2019 - Ich habe das St├╝ck schon paar mal in London gesehen, es ist eines meines Lieblingsmusicale, und freute mich es nun endlich in Deutschland anzuschauen. Die Tour ist super, sie haben einen klasse Cast zusammengestellt mit sehr viel Spielfreude. Obwohl schon, paat mal gesehen kann ich das St├╝ck immer noch mit einem Dauergrinsen anschauen. Kann es jedem empfehlen der gerne Lacht. Das Publikum am Do + Fr war auch sehr begeistert mit viel Zwischenapplaus und Standing Ovation.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Absolut sehenswerte Geschichte des Charlie Chaplin

09.11.2019 - In der besuchten Vorstellung in Buchholz haben wir ein spielfreudiges Ensemble gesehen. Die Geschichte des Charlie Chaplin wurde ber├╝hrend und glaubhaft auf die B├╝hne gebracht. Die Musik kam zwar vom Band und eine Liveband w├Ąre sicherlich sch├Âner gewesen, aber die Akustik war sehr gut, so dass man die Songs und Dialoge gut verstehen konnte. Sehr sch├Âne emotionale Balladen und auch schwungvolle Ensemblenummern. Ich bin mit sehr geringen Erwartungen in dieses Musical gegangen und wurde sehr positiv ├╝berrascht.

sandy-girl (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Fetzig

09.11.2019 - Beklemmende Show ├╝ber den unaufhaltsamen Niedergang der USA (und des Westens insgesamt). Grandiose Leistung der Studenten der Theaterakademie. Tolle Choreografie. Eindrucksvolle Bilder. Und auf die Entwicklung von Niklas Schurz darf man gespannt sein. Gro├čes Talent mit viel Ausstrahlung und wunderbarer Stimme (soweit sich das bei Punkrock beurteilen l├Ą├čt).

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Grandiose Produktion der Stage School

08.11.2019 - Durch eine Serie (Riverdale) habe ich das Musical "Carrie" kennengelernt und war direkt verliebt in die Story und die Songs. Habe dann erst einmal die CD der Originalproduktion geh├Ârt.

Wenig sp├Ąter wurde dann die Show in Hamburg angek├╝ndigt und ich habe mich in K├Âln in den Flixtrain gesetzt und bin Stunden sp├Ąter in Hamburg angekommen.

Nun zur Show selbst:

Carrie war das erste Musical was ich besucht habe. Carrie war dabei mein 2. richtiges Musical nach "Nemo: The Musical" in der Walt Disney World.

Als ich den Theatersaal betreten habe, war ich erst einmal von diesem tollen B├╝hnenbild ├╝berrascht. Es war sehr immersiv so wie man es bei vielen gro├čen Produktionen immer sieht.
W├Ąhrend der Show gab es viele unerwartete Effekte, von Pyrotechnik bis hin zu sich selbst bewegenden M├Âbeln war alles dabei.
Die ├ťbersetzungen der Songs waren alles in allem sehr gut, auf jeden Fall 100x besser als die deutschen Versionen aus Riverdale. Vom Gesang an sich war ich auch positiv ├╝berrascht, da es ja "nur" eine Schulproduktion ist. Maya Hakvoort als Special-Guest hat dem ganzen nochmal die Krone aufgesetzt. Die Stimmung des St├╝cks wurde durch die Beleuchtung und Soundeffekte passend vermittelt, sodass man sich an manchen Stellen sogar erschrocken hat.

Alles in allem fand ich die Show toll! Die Show muss sich zudem nicht vor den "normalen" Stage Produktionen verstecken und h├Ątte in dieser Version auch locker in einem der gr├Â├čeren Stage H├Ąuser laufen k├Ânnen.
Ich kann die Show nur jedem empfehlen, falls sie wieder aufgenommen wird! Ich bin jedenfalls dabei wenn es so kommen sollte.

Habbix (erste Bewertung)


Eine Show ohne gro├če Emotionen und Schwung

08.11.2019 - Chaplin das Musical ist sicherlich schon als St├╝ck nicht das st├Ąrkste Musical, weder musikalisch, noch vom Buch. Wenn dann ein Ensemble zusammenkommt, das recht energielos und auch nicht besonders stark schauspielerisch und gesanglich agiert, dann pl├Ątschert der Abend ohne gro├čen Schwung vor sich hin. Generell hat man das Gef├╝hl, dass es sich beinahe um eine Abschlussproduktion handelt, da zu 95% sehr junge Darsteller auf der B├╝hne stehen. Dies nimmt nat├╝rlich dem ganzen St├╝ck auch viel Glaubw├╝rdigkeit, da viele Charaktere nicht Anfang 20 sind.
Das gr├Â├čte Problem ist allerdings Hauptdarsteller Bas Timmers, der schauspielerisch eigentlich ein Totalausfall ist. Man stelle sich eine Drag Queen vor, die Charlie Chaplin spielt. Er kann in keinem Moment seine feminine Seite verbergen, w├Ąre eine perfekte Besetzung f├╝r Zaza in La Cage, aber hier ist er v├Âllig fehl am Platz. Auch gesanglich bietet er nur eine durchschnittliche Leistung. Ich habe tats├Ąchlich kurz ├╝berlegt, ob Chaplin vllt. schwul war, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass das so eigentlich nicht sein sollte.
B├╝hnenbild und Licht waren f├╝r eine Tour okay, der Ton (Musik vom Band) h├Ątte durchaus kr├Ąftiger sein k├Ânnen. Das Publikum war den ganzen Abend sehr verhalten.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein Hoch auf die Compilation Show!

05.11.2019 - Das Deutsche Theater ist ungewohnt schlecht ausgelastet. Unverst├Ąndlich eigentlich! THE BAND h├Ątte auf jeden Fall besseres verdient.

Sicher sind Compilation Shows nicht der Gipfel der Kreativit├Ąt. Aber das hei├čt ja nicht das sie schlecht sein m├╝ssen.
Diese hier ist richtig gut gelungen.

THE BAND spielt virtuos auf der Klaviatur der Emotionen. Es gibt kein Gef├╝hlszustand der nicht abgedeckt wird.
Euphorische Begeisterung bei den Konzertszenen, melancholische R├╝ckbesinnung der erwachsenen Frauen, unbeschwerte, alberne Fr├Âhlichkeit der jungen M├Ądchen, Betroffenheit ├╝ber schwere menschliche Verluste. Auch wenn das Buch f├╝r THE BAND sicher nicht Pulitzer Preis verd├Ąchtig ist, so bohrt sich doch in jeder Szene ein Pfeil in das Herz der Zuschauer. Widerstand zwecklos!

Die Darsteller sind allesamt gro├čartige.
Die Girls-Gruppe permanent aufgedreht und unter Strom, ohne dabei aber jemals nervig zu werden. Ihre Alter Egos haben nat├╝rlich die dankbareren Rollen, da sie eine gr├Â├čere Fallh├Âhe auszuloten haben. Die Damen machen dies mit Bravour.
Sensationell auch die Band, die nur die "Jungs" im St├╝ck genannt wird.
Die f├╝nf jungen Darsteller geben Vollgas, rasen von einem Kost├╝m in das n├Ąchste, absolvieren schwei├čtreibende Chorografien, singen gro├čartig, sorgen in vielen kleinen Rollen f├╝r wuseliges Leben auf der B├╝hnen, sind immer in ihrer Rolle und im Charakter pr├Ąsent.
Beeindruckend!

B├╝hnenbild, Lichtdesign und die Animationen sind ein Riesenspass.
Mit enormer Kreativit├Ąt und Dynamik ver├Ąndert sich die B├╝hne in jeder Szene. Was mehrfach mit begeistertem Applaus honoriert wird.

Einen einzigen Minuspunkt muss ich leider feststellen. Dass die SE keine St├╝cke mit anspruchsvoller Partitur angemessen umsetzen kann, ist leider nicht neu. Hier scheitert sie nun aber
auch an einem Pop-Musical. Das, was die vier (sicher ├╝ber jeden Zweifel erhabenen) Musiker plus Dirigent an Klang erzeugen, wirkt schon in der Er├Âffnungsszene (Pray) entt├Ąuschend und hat nur noch wenig mit dem vertrauten Take That Sound gemein.
Es spricht f├╝r die Qualit├Ąten von THE BAND und seiner Inszenierung, dass man dieses Manko im Laufe des Abend immer mehr ignorieren kann.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bergers Follies

04.11.2019 - Wie alle Inszenierungen von Martin G. Berger zeichnet sich auch diese durch eine exakte und durchdachte Personenregie aus. Berger liebt es zudem, St├╝cke zu hinterfragen, sie neu zu deuten und zu aktualisieren, ohne die St├╝cke dabei zu vergewaltigen. Hier ist es nur ein kleiner Kniff und schon hat man den Eindruck, dass St├╝ck w├╝rde in Dresden spielen. Und das alles funktioniert ganz pr├Ąchtig. Berger hat auch eine dringend ben├Âtigte neue ├ťbersetzung beigesteuert. Daf├╝r ist man dankbar (auch wenn ich die Songs noch viel lieber im Original geh├Ârt h├Ątte). Die Zwischentexte sind schon im Original etwas langatmig; in der deutschen Fassung scheinen sie manchmal nicht zu enden. Aber dieses Gef├╝hl habe ich bei fast allen deutschen ├ťbersetzungen. Das Orchester der Staatsoperette unter Leitung von Peter Christian Feigel spielt das alles ganz wunderbar (auf eine CD - bitte diesmal mit gek├╝rzten Dialogen - w├╝rde man sich freuen). Und die Darsteller/innen ├╝berzeugen. Hier jetzt jemanden herauszuheben, w├╝rden den Rahmen sprengen und w├Ąre vielleicht auch ein wenig ungerecht.

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Mel Brook's Gruselparodie mit schmissiger Musik

03.11.2019 - Nach London nutzte ich nun spontan die Gelegenheit die Show erstmals in einer deutschen Inszenierung zu sehen. Wie immer in Pforzheim mit der Badischen Philharmonie die die herrlisch schwelgerischen Melodien von Mel Brooks schmissig und temporeich zu Geh├Âr bringen. Klasse!

Die B├╝hne ist einfach aber zweckdienlich eingerichtet. Im Vergleich zu London wird auf pyrotechnische Effekte ganzlich verzichtet. Vermisst habe ich das nur an wenigen Stellen. Wenigstens der Apparat von Dr. Fronkensteen ?! h├Ątte etwas blinken k├Ânnen.

Die vielen Ensembleszenen gelingen gekonnt und auch mit durchaus guter Textverst├Ąndlichkeit. In den Solos, Duetten und den Sprechszenen gibt es gar nichts zu bem├Ąngeln. Hier hat man im Vergleich zu vergangenen Inszenierungen nachgebessert.

Etwas blass bleibt der Showstopper im 2. Akt. "Puttin' on the Ritz". Die B├╝hne ist auser einer kleinen Treppe und Hintergrundbeleuchtung eher leer. Das fand ich etwas verschenkt. Die revueartig angelegte Szene h├Ątte etwas mehr Ausstattung vertragen.

Die Cast ist ausgezeichnet, stimmlich stark und inzwischen wohl auch eingespielt. Viele Gags punkten, wenngleich der doppeldeutige Humor von Mel Brooks immer etwas braucht.

Samuel Sch├╝rmann spielt und singt stark und ist eine Erscheinung als Dr.

Philipp Werner als Monster begeistert mit toller Komik und starker Stimme.

Igor wird von Manuel Dengler dargestellt oder gelebt. Er buckelt und dient und im Zusammenspiel mit der schrulligen Haush├Ąlterin Frau Bl├╝cher alis Lilian Huynen gelingt eine tolle Situationskomik.
Helena Steiner als Inga erinnert stark an ULLA in THE PRODUCERS. Sie singt und spielt erfrischt auf.

Elizabeth wird von Anna G├╝tter gegeben. Als Diva noch eher "unnahbar" ├Ąndert sich das im Laufe des Abends rollenbedingt. Auch Sie bietet mit toller Stimme ihre Songs dar, wenngleich die Rolle eher klein ist.

Fazit: Frankenstein Junior ist weniger ulkig und sarkastisch als erwartet und dennoch h├Âchst unterhaltsam. Die musikalische Bandbreite der schwelgerischen, swingenden Partitur hat viele Parallelen zu THE PRODUCERS. Dennoch sind viele Songs eigenst├Ąndige Ohrw├╝rmer. Wieder einmal ist Pforzheim eine gelungene Inszenierung eines neuen Musicals gelungen.

Mit der starken Cast, dem Chor und Ballett sowie dem wunderbaren Orchester kann man sich schon sehr auf TITANIC ab M├Ąrz 2020 in Pforzheim freuen.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Grandiose Produktion

03.11.2019 - Toll besetzt, nicht nur in den vier Hauptrollen. Sehr intelligent nach Dresden verlegt, die Spiegelung der ehemaligen Revuegirls in ihren j├╝ngeren Alter Egos ist hervorragend gel├Âst. Weit besser als die Berliner Produktion im Theater des Westens damals. Auch musikalisch auf bestem Niveau. Was f├╝r ein brillantes Werk!

Vollpfosten (9 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Beitrag vom 01.11.2019 gesperrt

dahil (erste Bewertung)


Beitrag vom 29.10.2019 gesperrt

Philip Schreiber (erste Bewertung)


Beitrag vom 29.10.2019 gesperrt

S.H├Ąring (erste Bewertung)


Beitrag vom 29.10.2019 gesperrt

Fr├Ąulein Ria (erste Bewertung)


Beitrag vom 28.10.2019 gesperrt

luzi007 (erste Bewertung)


Wundervolle Produktion

28.10.2019 - "Jekyll & Hyde" war mein erster Besuch im Theater Dortmund. Ich kenne das Musical aus Bremen und K├Âln und habe diese Inszenierung geliebt. Daher war ich in Dortmund etwas skeptisch, denn ein Stadttheater kann alleine schon bei der Ausstattung sicher kaum mit einer Ensuite-Produktion mithalten.

Falsch gedacht! Was geboten wurde, war ganz gro├čes Kino. Eine Drehb├╝hne mit vier einzelnen Szenen. Nicht beliebig angeordnet, sondern hier hat man sich ganz offensichtlich viele Gedanken gemacht. So spielen mehrere Lieder in mehreren Szenen. Durch das sich bewegende und dynamische B├╝hnenbild passt dies ganz hervorragend und besser, als man es mit einem einzelnen B├╝hnenbild pro Szene darstellen k├Ânnte. Dazu noch das Labor, welches aus der B├╝hne hochf├Ąhrt. Von der Austattung und Inszenierung ein ganz gro├čes Lob an die Beteiligten. Hier hat man sogar die Inszenierung aus Bremen/K├Âln geschlagen!

Die 3 Hauptdarsteller sind sicher vielen Musicalbesuchern ein Begriff. David Jakobs spielt sehr gut. Doch leider nehme ich ihm den Hyde nur bedingt ab, es fehlt ihm an Boshaftigkeit. Milica Jovanovic ist eine ganz wunderbare Lisa mit toller Stimme. Mein Highlight war aber ganz klar Bettina M├Ânch. Vor Beginn der Vorstellung wurde das Publikum "vorgewarnt", dass sie stark erk├Ąltet sei. Trotzdem wolle sie spielen. Wie bitte? Diese Frau ist eine Sensation. Was f├╝r eine gro├čartige Stimme. Von der Erk├Ąltung lie├č sie sich nichts anmerken. Hut ab! Das restliche Ensemble war auch gut, Tom Zahner stach wieder einmal positiv hervor. Morgan Moody gefiel mir nicht sehr gut, sein Schauspiel ist doch recht steif und sein Gesang glitt teilweise ins opernhafte ab.

Vermisst habe ich leider M├Ądchen der Nacht und die Welt ist v├Âllig irr. Ich mag diese Lieder sehr. Schade, dass sie hier entfallen sind.

Ich kann nur jedem raten, sich diese herausragende Produktion anzusehen!

sus70 (16 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


"Wie ruiniert man ein Musical nach ├╝ber 30 Jahren?"

28.10.2019 - Seit ├╝ber 30 Jahren f├Ąhrt der Starlight Express nun in Bochum. Damit dies gelingt, wurde die Show schon oftmals ├╝berarbeitet und das Theater umgebaut. Nicht jeder war ├╝ber jede der ├änderungen am St├╝ck gl├╝cklich, allem voran beim Austausch von Songs. Trotzdem konnte ich dies immer nachvollziehen und vielleicht sind gerade diese ├änderungen mit entscheidend daf├╝r, dass das Musical seit 1988 durchgehend in Bochum gezeigt werden kann. So wurde es f├╝r uns zu einem Ritual, das Musical jedes Jahr zu besuchen. Doch unser diesj├Ąhriger Besuch vor wenigen Tagen - und das h├Ątte ich mir zuvor niemals vorstellen k├Ânnen - wird auch unser letzter sein.

Die diesj├Ąhrigen ├änderungen sind weit umfangreicher als bisher und leider sind viele der ├änderungen f├╝r uns absolut negativ und oftmals auch nicht verst├Ąndlich. Dies f├Ąngt schon beim Betreten des Theaters an. Hat man hier zuvor liebevoll die Atmosph├Ąre eines Bahnhofes vorgefunden, so hat man dies nach 30 Jahren radikal ge├Ąndert. Alles ist nun modern, schlicht und austauschbar. Sicherlich ist z.B. der rote Teppichboden h├╝bsch und das Theater durch die hellen Farben nun freundlicher - aber so f├╝hlt man sich wie in einem beliebigen Musicaltheater. Das besondere Flair, das auf das Musical einstimmte, kam v├Âllig abhanden.

Zum St├╝ck selbst: Schon beim Opening fiel uns beiden regelrecht die Kinnlade runter. Bislang gab es eine stimmungsvolle Einleitung durch Kind und Mutter, den sch├Ânen Gesang und die Ouvert├╝re, welche in der ersten Einfahrt der Z├╝ge gipfelte und f├╝r uns immer DER G├Ąnsehautmoment des St├╝ckes war. Die wundervolle Instrumentalmusik, dazu die Z├╝ge mit den gro├čen Fahnen, welche durchs Publikum fahren. WOW. Und heute? Ein neues Kind spricht v├Âllig albern ("Hoffentlich kriegt meine Oma nichts mit") und die Ouvert├╝re wird ohne einfahrende Z├╝ge durch das - Verzeihung - G├Âr abgebrochen mit den Worten, man solle mit dieser langweiligen Musik aufh├Âren. Wir sa├čen dann wirklich fassungslos auf unseren Pl├Ątzen. Es gab im ganzen St├╝ck sehr viele ├änderungen. Papa wurde zu Mama (gespielt von einer ganz wundervollen Reva Rice), der franz├Âsische Zug ist nun auch weiblich, es gab neue Figuren, neue Songs und sehr, sehr viele ├änderungen in Ablauf. F├╝r uns wirkte vieles davon leider sehr albern, Wir hatten das Gef├╝hl, dass dieses Musical f├╝r alle Altergruppen nun auf Kinder zugeschnitten wurde. Anders kann ich mir das nicht erkl├Ąren. Stellenweise kam sogar ein Gef├╝hl des Fremdsch├Ąmens auf und wir haben uns gefragt, wer sich so manche ├änderung ausgedacht hat und wer um Himmels willen diese durchgewunken hat. Es ist ja sch├Ân und wichtig, ├änderungen nach solch langer Zeit durchzuf├╝hren. Aber doch bitte behutsam und vor allem mit gutem Grund und nicht einfach mal auf Teufel komm raus "je mehr, desto besser". Einzige positive ├änderung 2019: Durch den Einsatz von Drohnen wurde eine ganz wundervolle optische Aufwertung des Titelsongs geschaffen. Hut ab f├╝r diese Idee und den G├Ąnsehautmoment.

Durch unseren j├Ąhrlichen Besuch haben wir das Musical sehr zu lieben gelernt. Wir haben auch viele Freunde und Bekannte dazu gebracht, dieses St├╝ck selbst einmal zu besuchen und zuvor haben wir auch hier 5 Sterne vergeben. Doch in dieser Form kann ich keinem mit einem Alter ├╝ber 10 mehr empfehlen, dieses St├╝ck zu besuchen.

sus70 (16 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Zu langatmig

27.10.2019 - Das Leben von Tina Turner bietet wahrlich genug Material, um daraus ein Musical zu machen. Und da ich auch ihre Musik sehr mag, habe ich mich trotz meiner Skepsis gegen├╝ber Jukebox-Shows sehr auf den Besuch gefreut.

Aber leider wurde ich entt├Ąuscht.

Das St├╝ck ist viel zu langatmig. Es mag Stoffe geben, die auch diese Zeit ausf├╝llen, aber das gelingt hier leider nicht. Man k├Ânnte beide Teile locker 15 Minuten k├╝rzen und das w├╝rde dem Gesamtergebnis gut tun.

Es ist sehr selten, dass ich das sage, weil ich normalerweise zu den Leuten geh├Âre, denen die St├╝cke nie lang genug sein k├Ânnen und die am Ende meistens sagen "Schade, w├Ąre es doch noch eine Viertelstunde l├Ąnger gegangen."

Aber vermutlich ist genau das das Geheimnis:
man muss den Zeitpunkt finden, wo die Leute sagen "Schade, h├Ątte noch l├Ąnger gehen k├Ânnen."

Tina zieht sich leider wie Kaugummi.

Das ganze etwas k├╝rzer und vielleicht h├Ątte ich es dann besser bewerten k├Ânnen. Aber wenn man 80% der Show denkt "Leute, kommt endlich vorw├Ąrts." dann kann es nur einen Trost-Stern f├╝r die Cast und die tolle Musik von Tina Turner geben.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Pseudo-Musical

27.10.2019 - Beworben wird es als Mischung aus Artistik und Musical. Aber nur weil dort auch gesungen und getanzt wird, ist das noch lange kein Musical.

Die Story ist wahnsinnig d├╝nn und eigentlich gibt es nur 3 Hauptdarsteller.

Insgesamt hatte ich nicht den Eindruck, dass da irgendwas kombiniert wird, sondern eher, dass das eine Artistik-Show ist, wo man krampfhaft eine Story ├╝berst├╝lpen will. Das ganze wirkt eher wie eine Nummern-Revue, wo man krampfhaft versucht, einen roten Faden reinzubringen.

Insgesamt zieht es sich wie Gummi.

Die einzelnen Artistik-Acts sind nat├╝rlich ├╝ber jeden Zweifel erhaben und als Variete-Show w├Ąre meine Beurteilung anders. Aber da es als "Erstes Musical des Cirque du soleil" angepriesen wird, muss ich sagen, dass es als Musical ein Flop ist.

Ich gebe den einen Stern f├╝r die wirklich tollen Artisten. Aber als Gesamtshow kann man es nicht empfehlen.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Irritierend und schwer zug├Ąnglich

25.10.2019 - THE SOUND OF MUSIC ist definitiv ein Klassiker des Musiktheaters.

Ich habe das St├╝ck nun erstmals auf der B├╝hne der Volksoper Wien live erleben d├╝rfen. Was da in etwa auf mich zukommen w├╝rde, war mir bekannt, da ich die Verfilmung kenne.
Dennoch muss ich feststellen, dass das
Musical f├╝r mich recht schwer zug├Ąnglich war und das mich die Reaktionen des Publikums eher irritiert haben.

Nat├╝rlich muss man ber├╝cksichtigen, dass THE SOUND OF MUSIC bereits in den 50er Jahren geschrieben wurde und einen Blick von au├čen (also aus amerikanischer Sicht) auf deutsch-├Âsterreichische Historie und volkst├╝mliches Brauchtum wirft.
Es gibt lustige Nonnen, Jodel-, Polka- und Walzermusik, den Einmarsch der Nazis in ├ľsterreich und eine sehr biedere Liebesgeschichte.
Ich kann nicht sagen, dass die Bestandteile literarisch zu einem schl├╝ssigen Ganzen verdichtet wurden.
Das Meiste wirkt doch recht antiquiert, gezwungen, verkitscht und unwirklich.

Befremdlich fand ich die Publikumsreaktionen in der ausverkauften Volksoper. Beim Auftreten von uniformierten Nationalsozialisten mit Hitlergru├č gab es wiederholt hysterisches Gel├Ąchter, bei d├╝steren Milit├Ąrm├Ąrschen wurde wild-w├╝tig mitgeklatscht und beim volkst├╝mlichen Sing-Along am Ende flog vor Euphorie bald das Dach weg.

Wie gesagt, bin ich mir dar├╝ber im Klaren, dass Rogers und Hammerstein mit THE SOUND OF MUSIC einen Meilenstein des Musicaltheaters geschrieben haben.
Trotzdem bleibt mir (pers├Ânlich) das St├╝ck weitgehend unzug├Ąnglich.
Deshalb flie├čt in meine Bewertung nur die konkrete Umsetzung der Inszenierung ein.
Regisseur und Choreograf Renaud Douced bringt das St├╝ck souver├Ąn und fl├╝ssig auf die B├╝hne. Die Ausstattung ist durchdacht und sinnvoll. S├Ąmtliche Darsteller leisten gute bis ausgezeichnete Arbeit. Das Orchester der Volksoper spielt in gro├čer Besetzung eindrucksvoll auf.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wahrscheinlich ein gutes Musical

21.10.2019 - Im Foyer laufen mittels Beamer alte TV-Interviews der Jungs von "Take That" im Embrionenstadium, welche vorbeiziehenden Damen mittleren Alters laute Seufzer der Verz├╝ckung entlocken.
"Mei, der Robbie!", erklingt es unter anderem, w├Ąhrend man mit diversen Hits der 90er-Jahre beschallt wird - wohlgemerkt nicht von Take That, man will ja nichts vorwegnehmen.
Im Saal dann Showstopp nach 2 Minuten, noch bevor irgendein Song erklungen ist.
Beim ersten Auftritt der Boyband ist lediglich Schlagzeug und kein anderes Instrument zu h├Âren.
Das ist nun mal der Nachteil und Fluch, wenn Shows g├Ąnzlich von Einspielern und Clicktracks abh├Ąngig sind.
Also, alles auf null und nach einer 15-min├╝tigen Wartezeit kann die Show dann endlich anfangen.
Doch, obwohl es beginnt, z├╝ndet es nicht.
Das liegt vorrangig an der abgrundtief miesen Abmischung, bei der man (heute zumindest) st├Ąndig das Gef├╝hl hat, dass grundlegende Zuspieler einfach fehlen.
Dazu noch wird mehr als oberfl├Ąchlich gespielt (Kinder, Schauspiel ist kein Nebenfach!), bestenfalls mittelm├Ą├čig gesungen (vielleicht haben sich die Darsteller nicht geh├Ârt...?) und asynchron getanzt.
Weder Boyband noch deren junge weibliche Fans k├Ânnen ├╝berzeugen und mich auf eine Reise mitnehmen.
Das ├Ąndert sich schlagartig, wenn die ├Ąlteren Versionen des Damen-Quartetts auftreten, dann nimmt die Show an Fahrt auf und wei├č zu begeistern und zu ber├╝hren.
Ganz pl├Âtzlich befinden wir uns auf Mamma Mia-Niveau und das macht richtig Spa├č.
Der zweite Akt bietet dann vor allem Dank der Damen exzellente, mitrei├čende Unterhaltung (herausragend: Laura Leyh als exaltierte Heather).
Auch die Abmischung ist im Griff, die Zuspieler scheinen wieder da zu sein, es sind deutlich (nicht physisch vorhandene) Streicher- und Bl├Ąserensembles zu h├Âren.
Die Boyband indes bleibt eine Entt├Ąuschung und ein m├╝der Abklatsch des omnipotenten Vorbildes.
Das vorrangig weibliche Publikum im Alter der Protagonistinnen tobt trotzdem.
Fazit: "The Band" ist ein scheint ein richtig, richtig gutes Musical zu sein, wenn es mit wahrhaftigen Schauspielern, charismatischen S├Ąngern und einer f├Ąhigen Toncrew ausgestattet ist.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Zauberhafter Nachmittag mit Herz und Hirn

20.10.2019 - Manchmal bin ich nicht in der Lage, Kritiken nachzuvollziehen. Der Grundton zu dieser deutschen Erstauff├╝hrung war eher zur├╝ckhaltend:
"Am├ęlie z├╝ndet in M├╝nchen nicht", so titelten einige Zeitungen.
Viele selbsternannte "Musicalfans" schreiben in eing├Ąngigen Foren, dass es sich nicht lohne, diese Show mehr als einmal zu besuchen.
Ich bin vollkommen anderer Meinung:
"Am├ęlie" hat Herz und Hirn und ist ganz und gar zauberhaft. Die Show strahlt wohlige W├Ąrme aus, sie ber├╝hrt und ist dabei sehr schlau gemacht.
Alles ist live, alles handgemacht, es gibt keine Zuspieler, keine Samples, keine Clicktacks - wann hat man das bei einer SE-Produktion zuletzt erleben d├╝rfen?
Die f├╝nfk├Âpfige Band (mehr Musiker hat z.B. "Paramour" auch nicht, der Rest kommt vom Band), die von den Schauspielern am Akkordeon unterst├╝tzt wird, spielt den eing├Ąngigen und erinnerungsw├╝rdigen Score (CD ist gekauft!) mit sichtlicher Hingabe.
Letzteres gilt auch f├╝r das hervorragende Ensemble, in dem es kein einziges schwaches Glied gibt.
Alle Beteiligten spielen und singen sich die Seele aus dem Leib, allen voran die fantastische Sandra Leitner in der Titelrolle. Wenn sie die Top-Notes scheinbar m├╝helos beltet, ist aus dem Zuschauerraum manchmal h├Ârbar ein "Wow" zu vernehmen.
Ganz gro├čartig auch Rob Pelzer in den Doppelrollen Dufaywl/Collignon; das r├╝hrt und geht tief zu Herzen.
Das Publikum war jederzeit gefesselt und begeistert, zu vernehmen in den Pausengespr├Ąche und auch nach Ende der Show.
Sie waren begeistert von der N├Ąhe zu den Darstellern, von der den ganzen Saal einnehmenden Inszenierung (ich habe mich durchg├Ąngig in den "The Other Palace" in London versetzt gef├╝hlt) und eben tats├Ąchlich von der Magie und Regie von Christoph Drewitz, bei dir Dinge eben auch oft einfach nur behauptet und der Fantasie des Zuschauers ├╝berlassen wurden.
Die Leute wollen ihre Imagination bem├╝hen und ganz eintauchen in diese Vorstellungswelt, das hat der gestrige Nachmittag klar bewiesen.
Man darf und MUSS dem deutschen Publikum etwas zutrauen und kann eben nicht immer nur wieder den tausendsten Aufguss der Vampire mit immer weniger Musikern, B├╝hnenbild und Ensemble pr├Ąsentieren. Dies ist eine Einbahnstra├če, deren Ende bald kommt.
Wie kriegt man also die Menschen dazu, sich auch einmal "gewagte" St├╝cke anzuschauen?
Die L├Âsung ist so einfach:
Realistische Preisgestaltung!
Ich habe die Show gestern nur aus einem einzigen Grund besucht (da ich den Film eben gar nicht kenne und grunds├Ątzlich kein Fan von franz├Âsischen Filmen bin):
Weil der Preis angemessen war.
Doch statt dieser l├Ąngst f├Ąlligen Einsicht verf├Ąhrt die SE mit dem Werk 7, ihrem einzigen und einzigartigen "Off-Westend", bzw Nicht-Gro├čproduktionstheater wie folgt:
Es wird nach Amelie geschlossen.
Eine unfassbare Schande.
An den St├╝cken lag es definitiv nicht.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Toller Hauptdarsteller, tolle Darstellerinnen und ein Tonproblem

20.10.2019 - Da f├Ąllt es mir gerade echt schwer rein die Inszenierung zu beurteilen. Steht und f├Ąllt ein Musical unter Anderem auch damit, wie der Ton im Zuschaueraum ankommt. Da hilft es auch wenig, wenn man sich vorher beim Publikum entschuldigt, dass man Alles versucht habe, um den technischen Fehler zu beseitigen. Man sitzt dann halt genau an diesem Abend im Staatstheater.
Die Musik klang, wie eine restlos zerkratzte Schallplatte. Offensichtlich war irgendwo der Wurm beim Ton vom Orchester drin, denn in den reinen Sprachpassagen waren die Darsteller glasklar zu h├Âren. Es war f├╝r mich gerade im ersten Akt einfach nur nervig.

Auch da der erste Akt einfach nur langweilig und nett r├╝ber kam, wollten wir schon beinahe gehen. Waren aber dann doch froh geblieben zu sein. Der zweite Akt war richtig unterhaltsam. Da rissen es einfach die Frauen, mit tollen Stimmen raus.

Sowohl das Solo der Mutter als auch die anderen Nummern waren im zweiten Akt dann einfach toll.
Leider und f├╝r das St├╝ck ein Problem, war f├╝r mich der Counterpart des Carl einfach zu langweilig und irgendwie nicht glaubhaft auf die B├╝hne gebracht. Auch war der Vater gef├╝hlt zu jung. Ich mag hier gar nicht die Darsteller ins Spiel bringen, da es hier auch regieabh├Ąngig sein kann, wie eine Rolle angelegt ist.

Positiv, Riccardo Greco ist einfach grundsympathisch als Frank und es macht Spa├č ihm zuzuschauen. Man nimmt ihm das Schlitzohr voll ab.

Da es nun wieder eine Inszenierung in Darmstadt war, wo der Ton verk**** wurde, bin ich nat├╝rlich unzufrieden und kein Darsteller oder Musiker kann etwas dazu. Vielleicht erwische ich nur immer die schlechten Tag.
Insgesamt ist das St├╝ck gerade im zweiten Akt unterhaltsam.
Ich langweile mich leider schnell, wenn Songs die Geschichte stoppen und nicht unterhaltsam genug sind oder die Story weiter erz├Ąhlen. Daf├╝r sind die Lieder bei Catch Me if You Can oft zu banal.

Mit guten Klang h├Ątte ich wahrscheinlich vier Sterne vergeben.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ganz nett

15.10.2019 - Ich hatte mich eigentlich gefreut, dass hier nicht die Geschichte von Take That erz├Ąhlt wird, sondern eine nette Story ├╝ber Freundschaft. Leider hat sich schnell herausgestellt, dass das Buch das gr├Â├čte Problem an dem St├╝ck ist. Es h├Ątte ein sch├Ânes Dramedy werden k├Ânnen. Drama fehlt vollkommen, was Comedy angeht gibt es ein paar wenige nette Schmunzler. Die Dialoge sind leider belanglos und endlos lang. Vermittlung von Emotionen: Fehlanzeige. Hier h├Ątte man ein paar der Songs zum vorantreiben der Handlung verwenden k├Ânnen, fast alles wird nur von der Band im Englischen Originaltext gesungen.
Vor allem ab der zweiten H├Ąlfte des zweiten Aktes dachte ich, wir erleben das Ende nicht mehr. Das St├╝ck an sich hat schon seine Daseinsberechtigung, aber es ist leider alles andere als ausgereift. Es m├╝sste nochmal deutlich ├╝berarbeitet werden.
Die Darsteller waren allesamt sehr gut, das B├╝hnenbild f├╝r eine Tour super, auch die Technik hat einwandfrei funktioniert. Alle meine Kritikpunkte k├Ânnen auf das Buch reduziert werden, aber das ist schon gravierend, da einfach der Schwung fehlt.

musica01 (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Now and forever

14.10.2019 - Der vielleicht gr├Â├čte und wichtigste Musical-Klassiker der j├╝ngeren Vergangenheit wird in Wien in einer behutsam bearbeiteten Version gezeigt.
CATS ist wieder da!
Um es kurz zu machen: Da stimmt einfach alles!
Die VBW Produktion im Ronacher sieht wesentlich eindrucksvoller und pr├Ąchtiger aus, als ich das St├╝ck in Erinnerung hatte. Bei der VBW wird nicht wie andernorts "downgesized". Im Gegenteil! Bei B├╝hnenbild, Lichtdesign, Kost├╝men, Orchester (sowieso!) und wahrscheinlich auch Ensemblegr├Â├če haben die Wiener Profis noch einmal ordentlich eins daraufgelegt.
So opulent habe ich CATS noch nie erlebt. Schon gar nicht in Deutschland.
Kaum noch erw├Ąhnen muss man bei den VBW, dass hochkar├Ątig und ├╝berzeugend besetzt wurde.

CATS war sicher nie mein pers├Ânliches Lieblingsmusical. Dennoch habe ich es mit dieser fulminanten und herausragend guten Produktion neu kennen- und sch├Ątzen gelernt.
Die VBW haben erneut qualitative Standards gesetzt.
Im Ronacher gibt es ein F├╝nf-Sterne-Musical-Ereignis zu bestaunen, das jeden Euro wert ist.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Dortmunds beste Musicalproduktion

14.10.2019 - Habe mir gestern die Premiere von Jekyll & Hyde in Dortmund angesehen, hier Stichpunktartig einige Eindr├╝cke:

- Klasse Drehb├╝hne, st├Ąndig in Bewegung, Theater wie ein Film
- insgesamt das bisher beste B├╝hnenbild zu J + H
stark beendruckt solch ein B├╝hnenbild f├╝r so wenige Vorstellungen, Hut ab
- sch├Âne Kost├╝me: bis auf Lucy
- es fehlen: M├Ądchen der Nacht, die Welt ist v├Âllig irr (evtl. Reprisen von Fassade ???)
- kann ja verstehen, wenn man M├Ądchen der Nacht an einer anderen Stelle bringt, aber nicht dass man dieses Lied streicht
- das Lied "Das Gef├╝hl von Edward Hyde" nimmt nicht die Fahrt auf, die ich gewohnt bin, verpufft irgendwie
das Lied "Gef├Ąhrliches Spiel" hat nicht die Erotik wie in Bremen o K├Âln od. wie in Schwerin die Gewalt die in Vergewaltigung m├╝ndet
- bei der Konfrontation soll die Sache im Film im Spiegel nicht geklappt haben (bin auf die n├Ąchste Show gespannt)
- es fehlte die starke Unterscheidung Hyde/Jekyll bei der Konfrontation (Lichtsteuerung in anderer Farbe)
- M├Ânch gef├Ąllt mir nicht so gut (Gesang/Ausstrahlung), ein Kopf gr├Â├čer als Jakobs, schreit oft zu sehr, da h├Ątte ich mir jemand anderen f├╝r den Dortmunder Jekyll gew├╝nscht
- lustig: Jekylls Nebenbuhler liegt sp├Ąter bei der Verlobungsparty betrunken an der Treppe
- Jekyll h├Ąngt an der Infusion, aber die rote Fl├╝ssigkeit flie├čt nicht
- das Ende gef├Ąllt mir nicht so gut wie sonst: Jekyll liegt auf dem Bauch und bleibt nicht in Lisas Armen
- warum die wei├čen Gesichter, die w├╝rden erst nach dem Tod Sinn machen (sollen sie vom Tod gezeichnet sein???)
- David Jakobs ein guter Jekyll, aber kein erotischer kraftvoller Hyde (das Tier), vielleicht entwickelt sich das noch ÔÇŽ (gesehen in dieser Rolle habe ich bisher Freeman, Gasoy-Romdal, Clear, Wager)
- Hyde┬┤s Morde finde ich nicht so gut in Szene gesetzt (Bahnhof), erstmalig wird Lucy nicht mit dem Messer get├Âtet

So dass waren ein paar Sachen, die mir durch den Kopf gehen. F├╝r mich ist das die beste Musicalproduktion aus Dortmund. Die Drehb├╝hne ist klasse. Das Labor wird aus der Keller hochgefahren. Ein paar Sachen w├╝rde ich ├Ąndern oder finde ich in anderen Produktionen besser, aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Unbedingt ansehen!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Unterhaltsamer Abend mit Schw├Ąchen.

12.10.2019 - Ein schwungvoll aufspielendes Orchester, ein engagierter Cast und eine unterhaltsame Inszenierung, doch trotzdem hat man am Ende das Gef├╝hl, dass noch mehr drin gewesen w├Ąre. Das liegt vor allem daran, dass viele Gags einfach ├╝berspielt werden und nicht auf Punkt sitzen. Mel Brooks' ├╝bertriebener Humor kommt nicht immer beim Publikum an, weil das Timing der Darsteller nicht immer stimmt. Au├čerdem w├╝rde man sich manche Rolle in dieser Horrorfarce noch ├╝bertriebener gespielt w├╝nschen. Lilian Huynen zeigt, wie viel mehr in den Rollen steckt, denn sie bringt die Leute schon allein durch ├╝bertriebene Blicke zum Lachen. Insgesamt macht das St├╝ck trotzdem Spa├č und ist eine Entdeckung wert.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein Klavier und die Grande Dame des Musical ...

12.10.2019 - Mehr braucht es eigentlich nicht um das Solo-Programm der K├╝nstlerin am vergangenen Freitag in der Liederhalle in Stuttgart zu beschreiben.

Begleitet von einem Pianisten steht Frau Milster im schwarzen, bodenlagen Abendkleid auf der einfach ausgeleuchteten B├╝hne und liefert in den folgenden 2 Stunden und 15 Minuten einen Streifzug durch die Welt des Musicals.

Auf Basis der letzten CD (mit teils sehr technisch klingenden Orchestertracks) betritt Sie mit "Mylady ist zur├╝ck" aus 3 Musketiere die B├╝hne. Ein starker Einstieg.

Es folgt ein etwas 20min Block mit Musicalsongs der amerikanischen Komponisten Porter/Berstein/Gershwin & Co.

Mit kurzen ├ťberleitungen gelingt es im Verlaufe des Abends der K├╝nstlerin zu den etwas 250-300 G├Ąsten eine Verbindung zu bekommen. Mit teils ironischen und selbstkritischen Reflektionen ist sie weniger Diva sondern menschlich, elegant und stimmlich in weiten Teilen des Programms 1a.

Es folgt ein Exkurs zu Songs aus Kuss der Spinnenfrau, Sunset Blv. die Sch├Âne und das Biest und La Cage aux Folles.

Nach der Pause, im nun wei├čen Abendkleid, folgt ein grandioses "Nesum Dorma" gefolgt von "Erinnerung" aus Cats - ein Highlight. Humorvoll wird ein stimmlicher Fauxpax zu Beginn kommentiert. Das ist Live und so menschlisch. Damit war der Bogen zu Wien und dem Beginn ihrer Musicalkarriere geschlagen.

Danach sind dann mehr die Songs der CD im Fokus. Hier kommen die bisweilen d├╝nnen und computerlastigen Arrangements der CD zum Einsatz. Bei einigen Songs f├Ąllt das weniger auf, bei anderen leider sehr. Stimmlich eindrucksvoll gelingt ihr aber der Spagat zwischen ber├╝hrenden Songs wie "Der Sieger hat die Wahl" oder "Hinterm Horizon" ├╝ber die Partysongs "Tanz im Feuer" einem Queen-Block und zum Liedgut der Disneymusicals. Ein mehr als beachtliches "Lass jetzt los" aus der Eisk├Ânigin reiht sich nahtlos an Phil Collins' "Dir geh├Ârt mein Herz" und als Zugabe ein sentimentales "Can you feel the Love tonight".

Es ist nach wie vor beeindruckend mit welcher Eleganz und W├╝rde Frau Milster auftritt. Stimmlich ist sie eine Klasse f├╝r sich. Es w├Ąre ihr zudem zu w├╝nschen die Orchesterarrangements bei k├╝nftigen Projekten von einem "echten" Orchester einspielen zu lassen. Die Songs und die S├Ąngerin h├Ątten es mehr als verdient.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Auch in den Niederlanden grandios!

11.10.2019 - Ein spontanter Herbsturlaub an die Nordsee lie├č sich ganz wunderbar mit einem Besuch der erst k├╝rzlich gestarteten ANASTASIA-Produktion im wirklich sch├Ânen AFAS Circustheater verbinden.

Das Foyer ist umwerfend gestaltet. ├ťberall das A in goldenen Vorh├Ąngen, die Kirschb├Ąume als Deko im Foyer usw. Ein sehr umfangreiches Merchandising zu zivilen Preisen (Magnet 2ÔéČ).

Das Circustheater ist ja ├Ąhnlich dem Metronomtheater in Oberhausen wie eine Suppensch├╝ssel. Die seitlichen Pl├Ątze sind zwar nahe zur B├╝hne aber schneiden doch ein Teil des B├╝hnenbildes ab. Daher empfiehlt es sich hier eher mittig zu sitzen. Die Pl├Ątze im Ring zum Mittelblock hin waren ganz fantastsich. Auch steigt das Parkett leicht an.

├ťber die Show muss man an sich nicht mehr viel sagen. Diese ist fast eine 1:1 Kopie wie in Stuttgart/Madrid. Gleichwohl fand ich einen ├ťbergang kurz vor Ende der Show neu (kann mich aber auch irren). Hier wird in Scheveningen nun "At the Beginning" als Intro genutzt.

Die B├╝hne mit ihrer Kombi aus statischen Kulissen und LED Wand beeindrucken einmal mehr in Kombination mit den wirklich sch├Ânen Kost├╝men. Interessantes Detail: In Scheveningen wird im Original Braodway-Set gespielt.

Die First-Cast ist mehr als beeindrucken. Milan als Dimi hat die Rolle intus und in seiner Heimatsprache packt er f├╝r meinen Eindruck noch ne Schippe auf seine geniale Leistung in Stuttgart drauf. Seine Spielfreude ist einfach ansteckend. Tessa (kannte Sie aus Arielle und Tarzan) ist eine tolle Anja. Ihre Stimme passt ganz hervorragend zu den Balladen und sie kann unglaublich die T├Âne halten und harmoniert mit Dima wirklich gut.

Ebenso Rene van Kooten als Gleb und Ad Knippels als Vlad singen stark und k├Ânnen insbesondere in den Spielszenen ├╝berzeugen. Besonders sch├Ân zu sehen war Ellen Elvers (nach 3M). Ihre kom├Âdiantische Ader kam in den Szenen mit Vlad richtig gut raus. Zudem eine starke Stimme.

Gerrie van der Klei als Gro├čmutter war eine sehr warme und herzliche Frau. Ihre Verbitterung konnte die Darstellerin sowohl in Schauspiel aus auch Gesang sehr gut ausdr├╝cken.

Das Ensemble war ebenso grandios. Ber├╝hrend nach wie vor die Szene am Bahnhof wenn der Acapella Gesang einsetzt. Das hat schon was von "Ragtime".

Bei zivileren Preisen als in D lohnt ein Besuch der Show in Scheveningen auf jeden Fall. Man kann trotz der Sprache dem Geschehen gut folgen, da viele Formulierungen gleich sind.

Derzeit wird die Show bis Anfang Januar 2020 angek├╝ndigt. Bleibt zu hoffen, dass man dieses wunderbare St├╝ck noch etwas l├Ąnger zeigen kann.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Naja

09.10.2019 - Ich bin aus Berlin nach Brandenburg gefahren, um ein neues Musical kennenzulernen und wurde leider entt├Ąuscht. Ich verstehe, warum das St├╝ck kaum noch aufgef├╝hrt wird. Es ist bieder, uninteressant und musikalisch zwischen altbacken und Fahrstuhlmusik. Dann lieber das sehr gute Schauspiel von Oscar Wilde ohne die krampfhafte musikalische Umsetzung. Zu dieser Produktion kann man nur sagen: lieblos, nicht immer professionell. Von den Solisten kann allein Robin Poell ├╝berzeugen. Alexander Kerbst wirkt viel zu alt und beh├Ąbig f├╝r die Rolle. Die j├╝ngeren Frauen gehen so. Dagmar Frederic ist offenbar sehr beliebt, aber alles andere als eine Schauspielerin oder gar Musicaldarstellerin. Alles in allem: leider keine Reise in die Provinz wert.

MarkusMagMusicals (erste Bewertung)


Beitrag vom 04.10.2019 gesperrt

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Beste Inszenierung in diesem Jahr!

29.09.2019 - Erik Peterson ist hier wirklich eine gro├čartige Inszenierung gelungen! Den schwierigen Sprung in die Moderne m├╝helos geschafft mit der Verlagerung in eine U-Bahn Station. Szenen fanden in der Bahn statt, was f├╝r zus├Ątzliche Spannung sorgte. Die Choreographie war klasse, die Stimmung der jungen Jets mit sexueller Agression aufgeladen, pure G├Ąnsehaut! Es ist schwierig, jemanden extra hervorzuheben, da die komplette Cast ganze Arbeit geleistet hat. Sybille Lambrich war eine ├╝berraschend freche und frische Maria, gro├čartige Schauspielerin mit Wahnsinns-Stimme. Jan Rekeszus spielt sympatisch und ├╝berzeugt auch mit weichem Tenor in Tony-Manier. Lucas Baier gibt einen sexy und touphen Riff und auch die Darstellung der Anita durch Dorina Garuci l├Ąsst keine W├╝nsche offen. Wer das verpasst, ist selbst schuld!

Martina_Krumm (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Tolle Musik, fragw├╝rdige Story

29.09.2019 - Ich habe die Show am 21.09 gesehen und habe einen sehr gemischten Eindruck. Die Musik war beeindruckend d├╝ster,wenn auch wom├Âglich zu balladenlastig.Schade ist, das man nicht immer den Text versteht. Auch die Geschichte wirkt nicht ganz stimmig- die Aufl├Âsung des Plots wird innerhalb weniger Minuten zu Ende gespielt und klar m├Âchte man als Zuschauer ein happy End, aber hier haben es sich die Autoren etwas einfach gemacht. Die Besetzung ist hingegen- gerade bei den Hauptrollen- gut gew├Ąhlt.Claus Wilcke ├╝berzeugt als Watson mit treffsicheren Pointen,Agneta Hanappi gab seinen sympatischen Spr├Âssling mit wohlklingender Gesangsstimme und Anna Maria Kaufmann war sehr pr├Ąsent als die Diva Mata Hari als auch in vielen anderen kleinen Rollen. Alles in allem ein angenehmer Abend, richtig rund wirkt die Sache jedoch nicht.

Martina_Krumm (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


So muss Musical sein

28.09.2019 - Ich war endlich mal wieder in Wicked, diesmal in London und ich muss sagen, diese Show verliert einfach nichts.

Die Musik, Die Story, die Umsetzung, die Cast.
Alles auf den Punkt.
Richtig gut, so muss Musical sein.

Ich hatte bei den Leading Ladies zwar "nur" die Standby`s Lisa Anne Wood als Glinda und Laura Pick als Elphaba, es war aber fantastisch.

Immer wieder gerne. Top!

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ebenso nett wie mittelm├Ą├čig

22.09.2019 - Mir ist seit vielen Jahren unklar, weshalb Terrence McNally so vielbesch├Ąftigt und preisgekr├Ânt ist. Auch sein Buch zu ANASTASIA (bzw. die Adaption der Filmvorlage) kann nicht ├╝berzeugen und ist der gr├Â├čte Minuspunkt des Musicals.
Er ├╝bernimmt den m├Ąrchenhaften und historisch ├╝berholten Ansatzpunkt des Filmes nahezu 1:1. Ein packender Zugriff und Fokus auf die Grundkonflikte der Protagonisten fehlt. Unwichtige Nebenrollen (Lily, Wlad) werden ├╝berbetont. Der neu eingef├╝gte Antagonist Gleb ist eine vollkommene dramaturgische Fehlkonstruktion. Mal tapsig, mal bedrohlich, mal traumatisiert hat er gelegentliche unmotivierte Auftritte bis hin zu einem unglaubw├╝rdigen Finale. Die SE Allzweckwaffe Mathias Edenborn singt ihn eindrucksvoll, kann der Rolle aber auch keine schauspielerische Tiefe oder charismatische Pr├Ąsenz verleihen.

Dieses Schicksal teilt er mit den meisten anderen K├╝nstlern auf der B├╝hne.
Mit am Besten kann sich Judith Caspari behaupten, die ihre Chance eindrucksvoll ergreift und eine w├╝rdige Leading Lady ist.

Die Musik von Stephen Flaherty kombiniert Highlights aus dem Filmsoundtrack mit Neukompositionen. Das Ganze klingt zweckdienlich und sch├Ân, h├Ątte aber noch den einen oder anderen H├Âhepunkt gut vertragen k├Ânnen.

Das B├╝hnenbild besteht ├╝berwiegend aus einer b├╝hnenf├╝llenden Bogenkonstruktion und einer dahinter liegenden LED-Wand. Dadurch lassen sich schnelle Szenenwechsel und stimmungsvolle Bilder kreieren. Dennoch nutzt sich dieser Effekt im Laufe des Abends auch ab.
Das Lichtdesign ist deutlich over the top. Soviel bonbonbunte Ausleuchtung d├╝rfte selbst hartgesottene Disney Fans einem Zuckerschock entgegentreiben.

Aus dem Orchestergraben dringt Musik, die den gewohnten SE Standards entspricht: etwas d├╝nn, etwas blechern, etwas laut.
Auch das Ensemble ist in seiner Gr├Â├če recht ├╝berschaubar, was sich bei b├╝hnenf├╝llenden Arrangements und Choreografien bemerkbar macht.
Trotzdem ist der Cast ausgesprochen gut und jeder tut sp├╝rbar sein Bestes.

Trotz der Kritikpunkte hat ANASTASIA durchaus einen gewissen Charme und Unterhaltungswert.
Spannender und zeitgem├Ą├čer w├Ąre aber das Musical ANNA ANDERSON gewesen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Die musikalisch vielleicht beste West Side Story derzeit!?

18.09.2019 - Erik Petersen verlegt die Geschichte geschickt aus den 60er-Jahren in die Gegenwart. Die Geschichte bleibt nat├╝rlich gleich, aber vieles wirkt deutlich h├Ąrter, viele Gangmitglieder sind entsprechend nicht wirklich "Sympatietr├Ąger", allen voran ein sehr guter Lucas Baier als Riff. Ort der Handlung ist eine New-Yorker-U-Bahnstation, die alleine einen Besuch wert ist, samt ein- und ausfahrender Z├╝ge. Die Inszenierung ist wirklich aufwendig mit vielen netten Details, da verzeiht man auch kleinere nicht so gelungene Dinge, wie die Darstellung des Lieutenant Schrank. Ist er nun cooler Undercover-Bulle oder doch eher Sozialarbeiter oder wohnt er auf der Stra├če, egal.

"Somewhere" durch Anita singen zu lassen klappt auch gut, vor allem wenn man hier jemanden wie Dorina Garuci zur Verf├╝gung hat. Was hierbei allerdings die Showgirls sollen? Ich glaube, dass w├Ąre ein ganz (!) ber├╝hrender Moment geworden, wenn man darauf vertraut h├Ątte, dass sie alleine die B├╝hne f├╝llen kann bei dem Song nachdem sie vom Tod Bernados erfahren hat. Aber das sind schon ein paar wenige Kritikpunkte auf ganz hohem Niveau. Die Cast ist auch richtig gut, Andreas Wolfram hat mich als Bernado voll ├╝berzeugt, Jan Rekeszus gibt einen guten Tony und Beatrice Reece hat leider viel zu wenig zu singen. Marie Heeschen als Maria, stimmlich stark. Highlight ist aber das Beethoven-Orchester, mit einer solchen Wucht und Intensit├Ąt habe ich die WSS noch nie erlebt, wow.

Musical wie es sein sollte, tolle Ausstattung, gute Darsteller, sch├Âne Inszenierung und ein grandioses Orchester, was will man da mehr.

Besuchte Vorstellung:
15.09.19 - Theater, Bonn

Inszenierung: 4,5 von 5
Musik: 5,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 5,0 von 5

Gesamtfazit: 4,5 von 5

MyMusical (26 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ein Triumph in jeglicher Hinsicht!

15.09.2019 - Bielefeld kann West End!
Das war gerade das Stimmigste, was ich je an einem Deutschen Stadttheater gesehen habe.
Orchester, G├Ąste, Chor, Abmischung:
Alles rund, keine W├╝nsche offen.
Doch erkunden wir dieses Wunder St├╝ck f├╝r St├╝ck:
Fast holt das reale Leben die Showhandlung von der beinahe geplatzten Opernvorstellung ein;
die Abendspielleitung tritt vor den Vorhang und verk├╝ndet, dass dieser Otello tats├Ąchlich beinahe "geplatzt" w├Ąre, w├Ąre nicht ein Kollege kurzfristig eingesprungen, der die tragende Rolle des Henry Saunders vor mehr als einem Jahr in einer v├Âllig anderen Inszenierung in Krefeld gespielt hat.
Exakt einen Probentag hatte Markus Heinrich zur Verf├╝gung.
Was soll ich sagen? Ein Triumph!
Dieser "Ersatz" wirft sich vollkommen in die Rolle, setzt alle Pointen, singt und spielt vortrefflich und tanzt auch fehlerfrei alle Bewegungschoreografien mit. Bravo!
Insgesamt ist die Darstellerriege namhaft und exquisit:
Sei es Jeannine Mich├Ęle Wacker ("We will rock you") als Tenorfetischistin Maggie oder der immer wunderbare Jonas Hein ("Der Gl├Âckner von Notre Dame") als Souffleur Max mit versteckten Star-Qualit├Ąten.
Ein gro├čartiges Kabinettst├╝ck liefert Navina Heine ("Rock of Ages") als Sopranistin Diana Divane im 2.Akt ab, wenn sie im Speed-Audition-Stil in einem schier unmenschlichen Kraftakt die gr├Â├čten Hits der Opern- und Operettenwelt zum Besten gibt.
Apropos Oper:
Wenn Joshua Farrier als Tenor Tito Merelli mit seiner Frau Maria in einen Streit ger├Ąt und dieser zum stilisiert-dramatischen Opernduett auf italienisch samt deutschen ├ťbertiteln (!) mutiert, dann ist das ganz, ganz gro├če Musicalkunst.
Da gibt es auch im Publikum vor Lachsalven der Begeisterung kein Halten mehr.
Maria wird gespielt von niemand geringerem als Roberta Valentini, die hier den Beweis erbringt, dass es keine kleinen Rollen gibt.
Ihre Darstellung der eifers├╝chtigen Ehefrau, stilecht mit pointiertem italienischen Akzent, ist nichts anderes als eine Masterclass in Sachen kom├Âdiantisches Timing und "Acting through song". Eine Klasse f├╝r sich.
Und das St├╝ck selbst?
Ein wunderbare "T├╝r auf - T├╝r zu" Screwball-Kom├Âdie gespickt mit einem mitrei├čenden jazzig-swingenden Score.
Sogar einen Ohrwurm-Hit a la Lloyd Webber gibt es mit dem eing├Ąngigen "Sei Du selbst".
Die Show ist was f├╝r's Herz und f├╝r's Hirn und es steckt sichtbar viel Liebe im Detail, beispielsweise inklusive hysterischer Steppeinlage.
Das traumhaft aufspielende Orchester hat Phantom-London-Gr├Â├če und gerade mit dem roten Vorhang f├╝hle ich mich beim Entracte kurzzeitig verz├╝ckt uns "Her Majesty's Theatre" versetzt.
Wenn Stadttheater eine Show mit so viel Liebe, in solcher Opulenz, in dieser Perfektion und zu diesem Preis zeigen kann, dann ist die Stage Entertainment tats├Ąchlich obsolet.
Die Stadttheater-Musicalproduktion des Jahres!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein wirklicher Geniestreich

07.09.2019 - Ich habe dieses ÔÇ×MusicalÔÇť in den letzten 5 Jahren 3 Mal in wechselnden Besetzungen gesehen (Ausnahme: immer dieselbe Wilhelmina - eine grandiose Henriette Tol ,die f├╝r den ÔÇ×unterhaltendenÔÇť sprich kom├Âdiantischen Teil zust├Ąndig ist, aber den ernsten Hintergrund nie vergessen l├Ąsst.
Der Rest der Besetzung entspricht immer den Anforderungen der Rollen. Ich empfinde es sehr positiv, die Rollen immer mit gut singenden Schauspielern zu besetzen, anstatt sich auf S├Ąnger zu verlassen, die auch schauspielern. Die schauspielerische Qualit├Ąt steht im Vordergrund. Die spannende Geschichte tr├Ągt ├╝ber die ganzen 3 1/2 Stunden (incl Pause).Wenn man des der Niederl├Ąndischen Sprache nicht m├Ąchtig ist, sollte sich den Verhoeven - Film auf Deutsch ansehen.
Das B├╝hnenbild ist sicher das der Highlights der Produktion - verkommt aber nicht zum Selbstzweck - gerade gegen Ende, wenn man den ganzen Raum erleben kann.
Eine Regie, die eher Wert auf eine knappe und personenbezogene Spielweise legt und sich einer gestenreichen Musicaltypischen Bewegungsfolge verweigert. Choreographisch ist eher wenig zu sehen. Musikalisch gesehen gibt eher wenig H├Âhepunkte. Finale 1und 2 haben schon Ohrwurmqualit├Ąten. Der Rest dudelt sich auf mittlerem Niveau dem St├╝ck entsprechend ohne gro├če H├Âhepunkte durch, was aber der Spannung keinerlei Abbruch tut.
Ein ÔÇ×MusicalÔÇť oder ein ÔÇ×St├╝ck mit MusikÔÇť wie immer man es auch bezeichnen mag- ich habe keinen Abend zuvor erlebt, der spannender und bewegender (im wahrsten Sinne des Wortes) war.
Auf der Website gibt es in der englischen Version ein sch├Ânes 4 1/2 Min making of.
Ein unbedingtes Must see

HMUSICALN (erste Bewertung)


Nette kleine Geschichte - mehr nicht

03.09.2019 - Die Story ist schnell erz├Ąhlt, die Regieeinf├Ąlle sind witzig und die Show-Nummern werden peppig auf die B├╝hne gebracht.

Die optische Umsetzung fand ich durchaus gelungen aber nat├╝rlich sehr einfach gehalten. Daher finde ich es schon richtig mutig so eine kleine Geschichte zu einem "Vollpreis-Musical" aufzublasen. Dank diverser Angebote um 50% war es ein unterhaltsamer Abend. Das unauff├Ąlligste war die Musik. Kaum eines der Lieder wird im Grunde richtig ausgespielt und an sich ist es auch eher ein Schauspiel mit Musiknummern. Die Songs erz├Ąhlen selten etwas und gehen auch nur eingefleischten 90er-Jahre Kennern in Ohr und Herz.

Ber├╝hrende Szenen gab es dennoch und so manche Tr├Ąne wurde vergossen. Dazu trug das unglaublich witzige Ensemble der 4 ├Ąlteren Damen bei. Ansonsten ein nettes kleines Ensemblest├╝ck welches aber wohl auch nur Leuten die in den 90ern lebten ein gewisses Nostalgiegef├╝hl gibt.

Wieder einmal zeigt sich, das nicht jede Band ein eigenes Musical ben├Âtigt - schon gar nicht wenn der Inhalt derart einfach gehalten ist.

Gary Barlows "FINDING NEVERLAND" h├Ątte da sicher musikalisch wie auch thematisch deutlich mehr zu bieten.

Es war in allem ein netter Abend der jedoch auch nach 2:10 Stunden (incl. Pause) schon zu Ende war.


Beeindruckende Darbietung einer grandiosen Cast

22.08.2019 - Mein erster Besuch im Theaterhaus war gleichzeitig der erste Besuch des Musicals "Die P├Ąpstin" in der Inszenierung von B. Sahler.

Die Geschichte ist hinreichend beschrieben und wird durchaus spannend und nachvollziehbar in 3:10 dargeboten. Gleichwohl hat der 1. Akt einige L├Ąngen. Zudem fehlt der Song "Jahrmarkt von St. Denis" den ich von Seiten der CD sehr gerne mochte.

Nichts desto trotz bietet die Show eine sehr spannende Geschichte untermalt mit eing├Ąngiger Musik und einigen Highlights. Dazu eine beeindruckende Cast mit tollen S├Ąngerinnen und S├Ąngern.

Das riesige Ensemble und die geschickte B├╝hnengestaltung lassen zusammen mit einem genialen Lichtdesign wunderbare Bilder enstehen die fast an die franz. Spektacle Musicale heranreichen.

Sandy M├Âlling liefert eine beeindruckende Entwicklung ab und singt mit sch├Âner Stimme. Ebenso hervorzuheben ein sympatischer M. Stockinger sowie ein fieser D. Jakobs. Felix Martin begeistert mit gro├čer Stimme und ber├╝hrendem Spiel als Klosterbruder.

Die Abmischung im T1 war hervorragend auch im Rang sehr gut zu verstehen und einfach genial. Auch wenn ich Live-Orchester liebe finde ich ein gut gemachtes Playback immer noch besser als ein Mini-Orchester ohne Leben.

Nach dem 1. Besuch eines "Fuldaer" Musicals hoffe ich nun darauf bald mal den Medicus oder eines der anderen St├╝cke live zu sehen.

Auf jeden Fall bietet die P├Ąpstin in Stuttgart eine wunderbare Erg├Ąnzung zur Musicallandschaft und zu angemessenen Preisen eine geniale Cast, eine tolle Location sowie eine spannende Story. Ziel mehr als erf├╝llt.

p.s. man mag sich kaum vorstellen wie genian NOTRE DAME DE PARIS oder ROMEO et JULIETTE ins Theaterhaus passen w├╝rde.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ein unterhaltsamer Abend

21.08.2019 - Bei angenehmen Wetter l├Ąsst sich im sch├Ânen Schlosspark von Eutin ein Abend bei am├╝santer, wenn auch seichter Unterhaltung verbringen.
Gleich vorab muss gesagt sein, dass in Eutin auch kleinere Menschen durch den stark ansteigenden Zuschuerbereich voll auf ihre Kosten kommen. Die Randpl├Ątze sind leider leicht sichteingeschr├Ąnkt, daf├╝r aber entsprechend g├╝nstiger.
Ein tolles Orchester begleitet das St├╝ck "Kiss me, Kate". Das St├╝ck selbst kann sicher nicht mit viel Tiefgang punkten, wirkte teilweise jedoch inbesondere in den emotionaleren Szenen auch etwas vorsichtig umgesetzt. Gro├če Gef├╝hle durfte man als Zuschauer hier nicht erwarten.
Nichtsdestotrotz war es ein sch├Âner, unterhaltsamer Abend in sch├Ânem Ambiente.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Literarisch leider nur ungen├╝gend

20.08.2019 - DER NAME DER ROSE ist der n├Ąchste Historienbestseller der auf die Musicalb├╝hne gezerrt wird.
Leider scheitert Autor Oystein Wiik daran, das zwar nicht epische aber doch wortgewaltige Werk packend, passend, der Vorlage angemessen und unterhaltsam als Musical zu adaptieren.
Vordergr├╝ndig ein Kriminalroman ist DER NAME DER ROSE aber ebenso als Sittenbild, Historiendrama und Kirchenkritik zu verstehen. Wiik schafft es bei weitem nicht, diese unterschiedlichen Ans├Ątze zusammen zu f├╝hren. Im Gegenteil! Er ├╝berfrachtet den Stoff zus├Ątzlich noch mit Versatzst├╝cken des konventionellen Musicalentertainments. Alberne Buffo-Rollen und revue- und slapstickartige Szenen sorgen eher f├╝r Irritation statt f├╝r geistreiche Unterhaltung.

Gisle Kverndokks Kompositionen passen sich diesen unn├Âtigen Albernheiten mehrfach an.
Dass er auch anders kann, zeigen die epischen filmartigen Sequenzen, die eindrucksvollen Chor├Ąle und emotionale Musical-Balladen.

Der Star des Abends ist das geniale, ├╝berdimensionale B├╝hnenbild. Zusammen mit einem sensationellen Lichtdesign vor der gigantischen Domkulisse entsteht so eine ├╝berw├Ąltigende optische Vision.

Regisseur Axel K├Âhler nutzt die riesige Spielfl├Ąche der Domstufen gekonnt aus und h├Ąlt alles souver├Ąn in Bewegung.

Die gro├če Erfurter Philharmonie erzeugt in ihrer Besetzung einen wunderbaren, vollen Klang, der ohne Verluste das Publikum erreicht.

Das ganze Ensemble und alle Darsteller leisten makellose Arbeit. Yngve Gasoy-Romdal ist ein souver├Ąner William von Baskerville, der sich hinter keinem Vorbild verstecken muss.

DER NAME DER ROSE - Das Musical ist leidlich unterhaltsam, musikalisch gef├Ąllig und optisch bombastisch.
Dennoch bleibt die Einsicht, dass nicht jeder Bestseller eine Musicaladaption ben├Âtigt bzw. erm├Âglicht.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Kein Live Orchester, und abgehackte Szenen

19.08.2019 -

bmgfan2010 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Gutes St├╝ck im Berlin anfang der 30er Jahre

19.08.2019 -

bmgfan2010 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Netter Sommerabend

09.08.2019 - The Band hat mir wirklich gut gefallen, das hatte ich so nicht erwartet. Der Cast legt eine ungebremste Spielfreude an den Tag, was vor halbleerem Haus sicher nicht einfach ist.
Die Herren singen ausnahmslos sehr gut, werden aber leider von der Tontechnik ausgebremst, die es schafft, dass alles irgenwie etwas verwaschen klingt. Die Damen sind dagegen klar und gut zu verstehen. Die jungen Darstellerinnen singen und tanzen mit viel Spass, die ├Ąlteren Darstellerinnen haben ja eher schauspielerische Aufgaben, singen aber auch gut. Die Herren tanzen toll, besonders die 4 Profi`s, aber das wird gut kaschiert.
F├╝r uns war es ein sehr netter Abend und wir sind froh, uns das St├╝ck doch noch angesehen zu haben.
Die Zuschauer waren in der Mehrheit offenbar Fans, die haben wirklich Stimmung gemacht. Die Band spielte sehr souver├Ąn.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Prachtvolles, emotionales Historien-Musical mit G├Ąnsehautmomenten

08.08.2019 - Das Festspielhaus zeigt wie es richtig geht den historischen Stoff in ein emotionales, ergreifendes und auch ersch├╝tterndes Musical umzusetzen!
Zum einen liegt das an der ergreifenden Geschichte des Schicksals von Prinz Ludwig zu K├Ânig Ludwig und zum anderen an der Zerrissenheit des Doktor Gudden. Die Kost├╝me und einfache aber wirksame B├╝hnenausstattung begeistert!

Die Cast war interessant besetzt und da muss ich sagen ÔÇô tut es keinen Abbruch, dass auch Laien mit auf der B├╝hne sind - die Darsteller passten zwar nicht alle in ihre Rollen, waren aber durchaus bem├╝ht ihr Bestes zu geben.

Die Besetzung von K├Ânig Ludwig war neu, aber der Darsteller Jan Rekeszus spielt und singt von Beginn bis zum Schluss absolut super - perfekte Stimmf├╝hrung und emotionales Schauspiel. Ein noch junger Darsteller der keine Angst vor gro├čen Rollen hat!

Aber auch Timm Moritz Marquardt als Prinz Otto und Bruder des K├Ânig Ludwig brillierte in der Psychiatrie von Doktor Gudden. Er hat eine sch├Âne Ausstrahlung und tolle Stimme und man nimmt ihn das psychisch gest├Ârte Leiden sofort ab.

Gemeinsam - Jan Rekeszus und Timm Moritz Marquardt ÔÇô zeigten beide eine sehr beeindruckende und emotionale und auch gesangliche Leistung. Wunderbar ber├╝hrend und hoffnungsvoll zwei gro├čartige junge Musicaldarsteller im Duett zu sehen.

Erw├Ąhnenswert ist zu dem die sehr gro├če B├╝hne mit dem integrierten See. Die Umgebung mit dem Forgensee ist fantastisch.

Leider gibt es einen gro├čen Minuspunkt bei der Sauberkeit des Theaters. Schade, denn das Theater an sich ist beeindruckend.

Trotzdem: Gro├čer Applaus f├╝r die mehr als gelungene Auff├╝hrung von Ludwig2 im Festspielhaus F├╝ssen.

Maxim_ (erste Bewertung)


Artistik ohne nenneswerte Musik

03.08.2019 - Ich war vor 2 Wochen drin. Den Akrobatikteil fand ich ganz gut. Mit dem Musicalteil konnte ich aber gar nichts anfangen. Die Story sehr d├╝nn. Von den Titeln blieb bei mir gar nichts h├Ąngen. Gesungen wurde gut, bei den Textpassagen halt wieder mal die ├╝blichen (im Bezuge auf Stageproduktionen) Akzente.

Parkett etwa halb voll, Rang zu.

Von mir aus h├Ątte man kein Musical machen m├╝ssen, maximal eine Revue. Oder es einfach als Cirque du soleil laufen lassen k├Ânnen. War nett, es mal zu sehen, Wiederholung brauche ich aber nicht.

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Positiv ├╝berrascht

03.08.2019 - Nachdem ich Tina in London gesehen habe und dort ganz gut fand, str├Ąubte ich mich vor meinem Nordseeurlaub lange, eine Karte zu besorgen. Ich dachte mir, in Deutschland findet man nie eine Cast, Die meine Anspr├╝che befriedigt. Auch die teilweise ├ťbersetzung der Lieder schreckte mich auch etwas ab.

Letzten Donnerstag ├╝berwand ich mich aber trotzdem und ging dann am Nachmittag mal zum Kehrwieder, um nach einem Ticket f├╝r den Abend zu schauen. Leider waren Draussen keine erm├Ąssigten Tickets angeschlagen. Gem├Ąss Onlinebuchung war die Vorstellung auch gut gebucht. Aber als kleiner Tip: Trotzdem mal reingehen und nett fragen und auch auf Aktion verweisen. So konnte ich einen Einzelplatz Premium mit 25% sichern.

So ging ich mit etwas ged├Ąmpften Erwartungen rein und war positiv ├╝berrascht. Erstens, dass es m├Âglich ist, in Deutschland eine vorwiegend dunkelh├Ąutige Cast zusammenzustellen, Die bis auf einige Ausnahmen gut, mit akzeptablem Akzent, deutsch sprach. Hervorheben m├Âchte ich da Nyassa Alberta. Wow. Habe sie vor x Jahren als Dolores gesehen. Sie hat aber enorme Fortschritte gemacht und ich fand, sie war der Londoner Tina ebenb├╝rdig. Auch positiv aufgefallen, Mandela Wee Wee als Ike.

Die deutsche ├ťbersetzung und den Mix mit dem Englischen fand ich ganz gelungen. Die Band auf hohem Niveau und absolut ausreichend. Die Ausstattung identisch zu London und f├╝r dieses St├╝ck v├Âllig ausreichend.

Das Parkett war fast voll, der Rang war aber zu. Die Stimmung anf├Ąnglich etwas verhalten, aber bei Simply the best am Ende riss es fast Alle mit.

Auch weil ich im Englischen nicht alle Dialoge mitbekommen habe, war es doch gut, es auch noch auf Deutsch anzuschauen. F├╝r mich ein sehr empfehlenswertes St├╝ck und ich werde im Dezember sicher nochmals reingehen, wenn ich f├╝r Pretty Women zwei Tage in HH bin.

Apropos Aktion. Ich dachte mir, da es die Aktion 2 f├╝r 1 gibt, wenn man 2 Tage vor oder nach einer gebuchten Vorstellung Tickets kauft, k├Ânnte ich doch gleich profitieren. Pustekuchen. Leider ist es so, dass auch die Vorstellung innerhalb dieses Zeitraums sein muss, was leider auf der HP nicht klar kommuniziert ist.

Bei der Zugabe ist mir aufgefallen, dass Nyassa wirklich fast zu 100% so sang wie die echte Tina. Ich hoffe, da wird doch nicht etwa mit Einspielern getrickst
:)

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Als Party ok, als Show leider nur Durchschnitt

03.08.2019 - Der Anfang ist wirklich vielversprechend:
Magenta und Riff Raff, beide als Platzanweiser verkleidet, singen vor einem ├╝berdimensionalen Vorhang, der alle wichtigen Motive aus dem Song beinhaltet, "Science Fiction Double Feature".
Das Ganze ist zwar nicht besonders stimmig abgemischt, aber die S├Ąnger*innen klingen gut.
Sonderbar dabei ist, dass sich auf der rechten Seite der B├╝hne ein im Bill Kaulitz-Style gekleideter junger Mann befindet, der die beiden am E-Piano unterst├╝tzt. Seine Funktion wird gleich noch klarer.
Dann erfolgt auch gleich der erste gro├če Regie-Faux Pas:
Der Motivvorhang mit King Kong, Claude Rains, Frankensteins Monster, etc. f├Ąllt nicht.
Alle weiteren Szenen, also die Verlobung von Brad & Janet, ihre Autofahrt zum Schloss bis eben ins Eintreten in Letzteres, m├╝ssen davor stattfinden. Das ist nicht konsequent durchgedacht ( wie so Einiges an diesem Abend).
Und es zeigt sich auch so gleich, dass der blonde Herr Kaulitz als Erz├Ąhler-Ersatz dienen soll. Das h├Ątte recht charmant werden k├Ânnen, denn der junge Mann ist talentiert, aber wenn man dem Publikum vorab Pamphlete mit Aktionen und Handlungsanweisungen verteilt, dann kann man keinen bunt-schillernden, eben doch interessanten Conferencier auf die B├╝hne schicken, um ihn letztlich wie den alten, konservativen Erz├Ąhler mit abwertenden "BOOOOORING!"- Rufen zu bombardieren. Erneut: Nicht zu Ende gedacht.
Letztlich hangelt sich die Show im ersten Akt von Szene zu Szene, das Publikum darf seine Rollen schmei├čen, seine Rufe rufen, sein Wasser spritzen und werfen, was man bei Rocky Horror eben alles so um sich wirft.
Auf der B├╝hne selbst verl├Ąuft benannter erster Teil fast ohne gro├če H├Âhepunkte. Der Funke springt im zweiten Akt schon sehr viel mehr ├╝ber (obwohl er eigentlich die schw├Ącheren Songs beinhaltet).
Hier helfen sicherlich auch die nun machbaren Lichtstimmungen und, man h├Âre und staune, dass einige Szenen endlich etwas konsequenter durchdacht wurden.
Die die Tonabmischung mit ihrem Dosencharakter bessert sich im Laufe des Abends leider nicht, ├╝ber die ultrabilligen Kost├╝me vom Woolworth-Ramschtisch breiten wir lieber den sprichw├Ârtlichen Mantel des Schweigens aus.
Auf der Habenseite stehen ganz klar (fast) alle Darsteller:
Helena Lenn als Magenta und Lukas Witzel als Riff Raff sind ein gro├čartiges Gespann. Da bleiben stimmlich und auch darstellerisch keinerlei W├╝nsche offen, Rocky Horror at its best!
Ebenso sind Pamina Lenn als Janet und David Wehle als Brad absolut ├╝berzeugend.
Hervorragend auch Nicola Freese als Columbia.
Da hat das Besetzungsb├╝ro wirklich alles richtig gemacht.
Doch nun der leider viel zu gro├če Wermutstropfen:
Ausgerechnet Frank n Furter, also das Zentrum des derb-lasziv-erotischen Geschehens, ist an diesem Abend vollkommen fehlbesetzt.
Hier fehlt es leider an allem:
An Ausstrahlung, an B├╝hnenpr├Ąsenz, eben an allen basalen F├Ąhigkeiten, um diese Rolle darstellen zu k├Ânnen. Und das nicht nur ausgehend vom omnipotenten Schatten das einmaligen Tim Curry.
Ein Frank n Furter sollte wenigstens in der Lage sein, sich auf High Heels sicher ├╝ber eine B├╝hne zu bewegen und beim Singen nicht ausschauen, als h├Ątte man gerade sein Haustier get├Âtet.
Und ├╝ber das wiederholte Vergessen von Songtexten und ignorieren von musikalischen Eins├Ątzen m├Âchte hier nicht auch noch ins Detail gehen.
Das war eine ganz und gar abt├Ârnende Darstellung zum Wegschauen.
Fazit: Rocky Horror auf der Klingenburg ist als Party ganz ok, als Show aber leider nur Durchschnitt.
Eine durchdachte, konsequente Regie und eine bessere Besetzung der Hauptrolle h├Ątten diese Show weit ├╝ber den zitierten Durchschnitt gehoben.
Schade, vielleicht ja beim n├Ąchsten Mal.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Toll!

02.08.2019 - Eine tolle Vorstellung mit einem ├╝berragenden Ensemble. Nachdem ich mich vor einigen Jahren mal sehr kritisch zum Licht in Tecklenburg ge├Ąu├čert habe, ziehe ich die Kritik in diesem Jahr zur├╝ck. Das Licht unterst├╝tzt die Handlung optimal.

Besonders gut in diesem Jahr auch die Choreographien. Das Aufnehmen von Wellen und Donner in die Choreographie war spitze.

Ebenso das Pl├Ądoyer f├╝r Europa in der finalen Szene.

Danke Tecklenburg und weiter so! :)

ballrock2 (21 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Preis-Leistungs-Verh├Ąltnis stimmt nicht

01.08.2019 - Wir hatten in der besuchten Vorstellung vom 30.07. 2019 den Eindruck der Auff├╝hrung einer Laientruppe beizuwohnen. Die schauspielerischen F├Ąhigkeiten waren rar ges├Ąt, Gesang der Schauspieler auch stark ausbauf├Ąhig. Leider wurde fast jeder Gag versemmelt. Da fast alle Lieder vom S├Ąnger der Band gesungen wurden, kann man eigentlich auch nicht von einem Musical sprechen.
Vielleicht h├Ątte die Auff├╝hrung in einer Bierkneipe Spa├č gemacht, gedoch nicht im Deutschen Theater f├╝r EUR 70 das Ticket.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Immer noch sehens- und empfehlenswert

30.07.2019 - Da jetzt schon zum 2. Mal die Frage aufkommt, warum teilweise in deutsch und teilweise in englisch gesungen wird: Das Konzept der Inszenierung ist, dass die Shownummern der Fanny Brice in englisch und die Lieder im Leben der Fanny Brice in deutsch gesungen werden. Ich finde die Inszenierung immer noch gro├čartig, nicht zu lang oder altbacken.


Anmerkung der Redaktion:
Unser Rezensent schlie├čt sich dieser Erkl├Ąrung des Konzepts nicht an. Beispielsweise werden "Don't Rain on My Parade" zweisprachig und "People" in Englisch gesungen, beides Songs in der "Realit├Ąt", nicht auf der B├╝hne. Wenn Du Dich noch mal dazu austauschen m├Âchtest, sende uns gerne noch mal eine Mail an redaktion@musicalzentrale.de :-)


jacobina (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Naja ...

29.07.2019 - Ich habÔÇÖs in einer Abendvorstellung gesehen. Als es noch hell war, dachte ich auch, dass die Treppe da ganz sch├Ân verloren steht, aber je dunkler es wurde und das B├╝hnenlicht zum Einsatz kam, umso weniger hat es mich gest├Ârt. Aber man sollte halt darauf achten, dass das B├╝hnenbild auch im Hellen funktioniert, wenn man Nachmittagsvorstellungen anbietet.
Mehr hat mich gest├Ârt, dass sich die Vorstellung anf├╝hlte, als w├╝rde nur routiniert runter gespielt.
Wom├Âglich ist das der Tatsache geschuldet, dass diese Inszenierung mit teilweise gleichem Ensemble durch die Theater tingelt.
Ich hatte nur Gutes ├╝ber Auff├╝hrungen in Dortmund und N├╝rnberg geh├Ârt und nat├╝rlich hat die regionale Presse die Hersfelder Auff├╝hrung bejubelt, aber ich fand es eine teilweise sehr z├Ąhe und viel zu lange Angelegenheit.
Richtig seltsam und v├Âllig ├╝berfl├╝ssig fand ich die nicht enden wollende kriegsverherrlichende Nummer ÔÇ×Rat tat tat tatÔÇť ÔÇô sicherheitshalber auf Englisch gesungen, damitÔÇÖs kaum einer so wirklich versteht. Jaaaa, ich wei├č, ÔÇ×zeitlicher Kontext Erster Weltkrieg, Mobilmachung der eigenen Leute gabÔÇÖs in jedem LandÔÇť etc, aber das hat die Handlung, die nach der Pause nun eh nicht mehr die temporeichste ist, nochmal zus├Ątzlich ausgebremst.
Aber bitte, liebe Leute von der Festspiel-Leitung, setzt trotzdem weiterhin selten gespielte, nicht so abgenudelte St├╝cke auf den Spielplan!

chmue (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Intensiv und emotional!

29.07.2019 - Dass Titanic kein spektakul├Ąres B├╝hnenbild ben├Âtigt, sondern auch mit einem cleveren Staging und etwas Phantasie wunderbar funktioniert, beweist diese Inszenierung. Die Leistung des gesamten Casts ist herausragend, ├Ąu├čerst intensives Spiel und die richtige Portion Leichtigkeit zwischendurch. Gesanglich gibt es nichts zu bem├Ąngeln und hier sieht man ganz wunderbar, dass es doch noch einen enormen Qualit├Ątsunterschied zwischen deutschen und englischen Darstellern gibt, gerade was das Schauspiel angeht.
Unbedingt anschauen, sehr ber├╝hrend.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Sehr empfehlenswert!

28.07.2019 -

Musical_Expert (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Eine tolle Wiederentdeckung, eines selten gespielten St├╝ckes

28.07.2019 -

Musical_Expert (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


wenig Gesang, viel Text

28.07.2019 -

Musical_Expert (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Beitrag vom 28.07.2019 gesperrt

Musical-Martina (erste Bewertung)


Stimmig und stimmungsvoll

25.07.2019 - Die renommierten Schlossfestspiele Ettlingen haben in diesem Sommer das Musical DER MANN VON LA MANCHA auf dem Spielplan.
Soviel vorweg: Trotz Intendantenwechsel wird die Qualit├Ąt konstant hochgehalten.

Der im deutschen Sprachraum nicht unbedingt ├╝berstrapazierte Klassiker ist ein dankbares St├╝ck f├╝r eine Open Air Auff├╝hrung.
Die einfache, aber gekonnte Ausstattung sorgt im Schlossinnenhof -insbesondere durch die gut eingesetzte Beleuchtungstechnik- f├╝r stimmungsvolle Momente.
Die Kost├╝me, die aus unterschiedlichen Epochen stammen, tun der Verst├Ąndlichkeit und der Sinnhaftigkeit der Inszenierung keinen Abbruch. Sie sind mit "Understatement" gefertigt und vermitteln ausschlie├člich den gesellschaftlichen und beruflichen Stand eines Charakters. Dieses Konzept geht hier gut auf.

Die Komplexit├Ąt des St├╝ckes im St├╝ck ist gr├Â├čer und diffiziler, als man vielleicht denken mag.
Die teils recht launige, berechtigterweise mit skurrilem Humor durchzogene Geschichte des Antihelden Don Quixote, wird mit den essentiellen Themen und der harten Dramatik des historischen Hintergrundes der Spanischen Inquisition zusammengef├╝hrt.
Regisseur Felix Seiler gelingt dies stimmig und souver├Ąn.

Die Besetzung ist ausnahmslos gro├čartig.
Frank Winkels legt De Cervantes bzw. Don Quixote bescheiden und menschlich an und l├Ąsst dadurch die Protagonisten noch anr├╝hrender wirken.
S├Âren Ergang l├Ąsst als Sancho Panza den fein dossierten Humor der Figurenkonstellationen nie die volle Kontrolle ├╝ber Szene und St├╝ck ├╝bernehmen und kleidet damit seine Rolle wunderbar aus.
Dalma Viczina als Aldonza kann mit ihrer klaren, hellen Stimme ber├╝hren und schafft schauspielerisch eindrucksvoll den Bogen zwischen s├╝dl├Ąndischer Furie und tragischer Frau.
Im Ensemble und in den vielen kleineren Rollen leisten u.a. Marc Trojan, Katja Brauneis, Raphael D├Ârr und Max Meister Gro├čartiges.

Der Ton war in der besuchten Vorstellung -man bedenke auch, dass man in einer Open Air Auff├╝hrung ist- einwandfrei.

Die acht Musiker -recht gerne h├Ątte man noch den einen oder anderen mehr gehabt- geben die Partitur in gelungenen und gef├╝hlvollen Arrangements wieder.

Auch dieses Jahr kann Ettlingen wieder mit seiner hochprofessionellen, sehens- und h├Ârenswerten Musical-Produktion ├╝berzeugen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Super Gesang vor sch├Âner Kulisse

19.07.2019 - Ich hatte JCS noch nie auf Deutsch geh├Ârt, fand es von der ├ťbersetzung her sehr stimmig. Getragen wird die Auff├╝hrung des Theaters Vorpommerns vom gro├čartigen Gesang der Hauptdarsteller allen voran Sasha Di Capri, Feline Zimmermann und Martin Mulders ( in einer Doppelrolle als Annas und Simon). Auch sehr positiv Andrej Valiguras als Kaiphas. Das Philharmonische Orchester Vorpommern spielt mit h├Ârbarer Freude im Zelt nebenan, ein bisschen mehr Druck h├Ątte manchen Nummern gut getan, der Klang war auch jeden Fall toll.
Die B├╝hne profitiert sehr von der sch├Ânen Kulisse der Kirchen Greifswalds, da h├Ątte es aus meiner Sicht die irritierenden und ein absurdes Eigenleben f├╝hrenden Videoinstallationen nicht gebraucht. Die Inszenierung fand ich gut, aber nicht herausragend. Jesus als alternden Hippie darzustellen, hat der Rolle nicht gedient. Daneben wirkte Judas sowohl stimmlich als auch k├Ârperlich pr├Ąsenter.
Es war alles in allem ein sehr gelungener Abend, ich kann die Auff├╝hrung nur empfehlen, in der n├Ąchsten Woche soll sch├Ânes Wetter in Greifswald sein.
PS: Kauft neue Per├╝cken die die ihr jetzt nutzt sind scheu├člich.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Zauberhaft magisch

15.07.2019 - Definitiv ein 5☆-Musical. Die Show ist durchweg extrem temporeich, die Musik geht ganz schnell ins Ohr, die Cast ist schauspielerisch und stimmlich absolut super. Der Held der Show ist eindeutig Maximilian Mann, der den Flaschengeist Dschinni verk├Ârpert. Seine Spr├╝che sind durchweg alle zum Schieflachen, er ist einfach ein grandioser Entertainer, und wie er schon selbst sagt, eine "Rampensau". Die Show ist definitiv ein w├╝rdiger Gl├Âcknernachfolger, ich komme definitiv noch ein paar Mal zu Euch nach Agrabah. Ich war am 13.7. abends da. Vielen Dank f├╝r einen magischen Abend aus 1001 Nacht, der keine W├╝nsche offen lie├č.

Dschinni1482 (erste Bewertung)


Unterhaltung auf h├Âchstem Niveau

14.07.2019 - Obwohl ich eigentlich die ernsteren St├╝cke vorziehe, war doch eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden. Schlie├člich wei├č man ja: der Besuch in Tecklenburg lohnt sich immer!
Das Auftauchen und Verschwinden der alten Gina, von Jesus im alten Fiat 500 auf und von der B├╝hne kutschiert, gibt der Handlung einen Rahmen. Beide begleiten auch gekonnt durch das gesamte St├╝ck.
Die Besetzung des St├╝ckes lie├č, wie so oft in Tecklenburg, mal wieder keine W├╝nsche offen. Insbesondere Thomas Borchert begeisterte als schlitzohriger Pfarrer mit gro├čer Stimmgewalt und gewitztem Schauspiel. Auch Patrick Stanke als sein Gegenspieler gab einen wunderbaren einfach gestrickten, teils poltrigen, teils unsicheren B├╝rgermeister ab. Auch im Zusammenspiel harmonierten die Beiden wunderbar und ohne, dass es zu ├╝bertrieben oder albern wirkt.
In den kleineren Rollen waren die Leistungen gesanglich, wie schauspielerisch durchg├Ąngig gro├čartig. Kein Wunder,denn auch diesen Rollen waren mit Milica Jovanovich, Kevin Tarte, ... unfassbar gut besetzt.
Das B├╝hnenbild war von Jens Jahnke mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Der alte Brunnen, der in den Vorjahren stets von der Drehb├╝hne verdeckt wurde, passt wunderbar ins Gesamtbild des kleinen italienischen Dorfes.
Die Kost├╝me, Beleuchtung und die Choreografie runden das Ganze ab.
Ebenso gro├čartig wie die Besetzung agiert das Orchester, bravo, bravissimo! Obgleich das Musical sicher nicht die gr├Â├čten Ohrw├╝rmer bereith├Ąlt, bleibt doch vieles nachhaltig im Kopf.
Kurzum: Ich lange nicht mehr so gelacht und dabei so gro├čartige Leistungen bestaunt. Anschauen lohnt sich!

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Sehr schwach, aufgrund fehlenden Personals

08.07.2019 - Gleich zu Anfang die Antwort auf die entscheidende Frage:
Kann die Hamburger Produktion dem Vergleich mit dem Londoner West End standhalten?
Nein, leider bei weitem nicht.
Und das obwohl die Produktion sowohl inszenatorisch, ausstattungstechnisch, als auch musikalisch (die Stage schenkt der Show ganze 11 Musiker!) identisch ist.
Was also ist passiert?
Wie prophezeit besitzen wir hierzulande eben leider nicht das Personal, um dieses Musical ad├Ąquat besetzen zu k├Ânnen.
Wenn sonst ein "Triple Threat" aus den Disziplinen Schauspiel, Gesang und Tanz bestehet, werden hier die F├Ąhigkeit zum Singen, zum Spielen, dem beherrschen der Landessprache und eben auch die passende Hautfarbe verlangt.
Viele der Darsteller in der soeben besuchten Vorstellung erf├╝llten maximal zwei, einige leider eben nur eine dieser Anforderungen.
So ist zum Beispiel zu erkl├Ąren, dass fast der gesamte erste Akt komplett versandet, wenn die Erstbestzung (!) des Antagonisten Ike Turner lediglich die richtige Hautfarbe besitzt.
In London wurde der fabelhafte Originaldarsteller zurecht mit Preisen ├╝berh├Ąuft, w├Ąhrend Hamburg ein schlecht verst├Ąndliches und schlecht singendes Abziehbild bietet.
Uncharismatisches, undifferenziertes Rumgepoltere anstatt Faszination des B├Âsen.
├ähnliches g├Ąbe es ├╝ber viele Darstellungen dieses Nachmittags zu sagen.
Wo wir schon bei Sprache sind:
Die ├ťbersetzung der Songtitel ins Deutsche ist ein Grauen und so ist man Refrains wie "Regen f├Ąllt wie Blei" oder "Ich tanze weiter" (bitte mal selbst raten, wie die Titel im Original hei├čen) ausgesetzt.
Immer wieder h├Ârt man Zuschauer um sich herum das Wort "Englisch" raunen, wenn ein neuer Titel erklingt.
Viele entt├Ąuschte Gesichter im gut gef├╝llten Saal.
Zum Gl├╝ck:
Das dritte Cover der Tina Turner, Denise Lucia Aquino, ist eine Wucht!
Nein, sie ist keine Naturgewalt wie ihr britisch-amerikanisches Vorbild Adrienne Warren, aber sie ist verdammt gut!
Und: Sie kann singen, spielen und ist der deutschen Sprache m├Ąchtig!
Das scheint in dieser Kombi hierzulande bei dieser Show ja praktisch schon wie ein Sechser im Lotto zu sein.
Mein Tipp:
"Tina" in Hamburg links liegen lassen und einen Flug nach London buchen.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gro├čartige Darsteller, gutes St├╝ck

07.07.2019 - In diesem Jahr ist es Peter Lund gelungen, sich in seinem St├╝ck wirklich auf die Handlung zu konzentrieren und nicht tausend Nebenschaupl├Ątze aufzumachen. Das hat dem Erz├Ąhlfluss und Tempo des St├╝ckes sehr gut getan. Die Musik von Wolfgang B├Âhmer auch sehr viel besser als der langweilige Einheitsbrei des letzten Jahres.
Die Darsteller allesamt gro├čartig, allein Jenny ein wenig blass. T├Ąnzerisch geh├Ârten die Herren und Br├╝ning zum Besten, was ich seit langer Zeit von den Absolventen gesehen habe. Eine tolle Leistung bei gef├╝hlt 40 Grad im Saal, super. Wer Zeit hat, sollte unbedingt hingehen.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Perfekte Darsteller, gewitzte und warmherzige Show

03.07.2019 - Eine unterhaltsame, wunderbar erz├Ąhlte Geschichte ├╝ber f├╝nf Freundinnen, die ihre Liebe zur Band Take That verbindet. Mir hat besonders die Dynamik der Darsteller gefallen, die mit viel Spielfreude, Gef├╝hl f├╝r Timing und einfach mitrei├čend sympathisch gespielt, getanzt und gesungen haben. Sowohl die jungen Frauen, als auch die ├Ąlteren Frauen sowie die beiden m├Ąnnlichen Nebendarsteller haben rundum ├╝berzeugt. Selbstverst├Ąndlich waren auch die S├Ąnger der Band, die hingebungsvoll akkurat und mit vollem K├Ârpereinsatz tanzten und dabei verf├╝hrerisch ihre "Fans" anl├Ąchelten, die perfekten Teenie-Schw├Ąrme. Der Clou des St├╝cks ist in meinen Augen, dass die Band selbst in den Hintergrund tritt und das Leben ihrer f├╝nf weiblichen Fans nach vorn stellt - einf├╝hlsam verkn├╝pft mit den Hits von Take That.

Deren Lieder passen ├╝berraschend gut zur Handlung oder umgekehrt - jedenfalls merkt man, dass britische Show-Profis am Werke waren, die die Zuschauer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen - nicht ohne den ein oder anderen gut sitzenden Witz und nicht ohne einen gewissen Druck auf die Tr├Ąnendr├╝se. Aber das ist eben die Kunst leichter Unterhaltung, die so schwer zu schaffen ist: Den Zuschauer mitnehmen auf eine kleine Geschichte und ihm ├╝ber alle Alters- und Bildungsgrenzen hinweg drei Stunden lang Freude zu bereiten. Goethe und Schiller k├Ânnen wir morgen immer noch lesen!

Emotionaler H├Âhepunkt war f├╝r mich die Vereinigung der j├╝ngeren und der ├Ąlteren Charaktere zum Hit "Back for good", in dem sich die Frauen an ihre Jugendtr├Ąume erinnern und mit ihren Lebenswegen auss├Âhnen: Wunderbar z├Ąrtlich und anr├╝hrend gespielt. Dieses stimmige Bild werde ich niemals vergessen... (ich habe schon wieder einen Klo├č im Hals, weil mir das so ger├╝hrt hat)

Faszinierend war auch das kreative B├╝hnenbild, das unter Einbeziehung von Projektionen und selbstfahrenden Elementen sowie mit Windmaschinen, Konfetti und Feuerkanonen mit allem aufwartete, was die B├╝hnentechnik zu bieten hat. Am Ende der Show stand das Publikum und klatschte und wippte begeistert mit - das proffessionelle Darsteller- und Musikerteam hat es trotz eines nur halbvollen Saals geschafft, eine positive Stimmung zu erzeugen und das Publikum mitzurei├čen.

Kurti (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ber├╝hrende Story mit abwechslunsreicher Musik

29.06.2019 - Spontan habe ich mir (nach Heilbronn) nun die Auff├╝hrung des Theater unter den Kuppeln angesehen.

Es ist nach AIDA mein zweiter Besuch dort gewesen. Wieder beeindruckte die hohe Qualit├Ąt der Ausstatttung, der vielen Kost├╝me und der hervorragenden Aussteuerung zwischen dem 12-k├Âpfigen Orchester und dem etwa 30-k├Âpfigen Ensemble.

Da es sich gr├Â├čtenteils um Laien handelt muss man sicher den ein oder anderen Abstrich machen, aber das machen die Darsteller mit Spielfreude wieder wett.

Ber├╝hrend vor allem die Szenen zwischen Edward und seinem Sohn Will klein/gro├č und das Zusammenspiel mit seiner Frau.

M. Tr├Ąnkle als Edward leistet hier enormes und kann in den Solonummern und Duetten ber├╝hren und mit toller Stimme und Pr├Ąsenz begeistern.

Big Fish ist unterh├Ąlt gut, mit facettenreicher Musik aus den unterschiedlichen Richtungen. Gleichwohl ist die Show mit etwas ├╝ber 3h Spieldauer etwas lang geraten. Bedingt durch die vielen Szenenwechsel rotiert die "von Menschen" betriebene Drehb├╝hne sehr oft und es entstehen kleinere Pausen. Dazu kommen nette Aufbauten in Form von H├Ąu├čern, Brunnen, Zimmern.

Hervorzuheben das wirklich kraftvoll aufspielende Orchester.

Bei Preisen von 18-25 Euro kann man nichts falsch machen und dem Ensemble nur das Beste f├╝r die Saison w├╝nschen.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Der Teppich hebt nur manchmal ab

28.06.2019 - So ganz rund ist die ├ťbertragung des Disney Films ALADDIN auf die Musicalb├╝hne nicht gelungen.

Dem B├╝hnenst├╝ck fehlt es an so einigem. Zum Beispiel wird ein mitrei├čender Opener und ein spektakul├Ąres Finale schmerzlich vermisst. Es fehlt die quirlige Dynamik und der subversive Witz der Filmvorlage. Statt dessen bremsen schwerf├Ąllige und bem├╝hte Nummern, wie "Proud of your Boy", den Handlungsflu├č und das Vergn├╝gen aus.

Auf der Habenseite steht daf├╝r die ausgesprochen routinierte Regie und schmissige Choreografie von Casey Nicholaw.
Auch die Optik stimmt. B├╝hnenbild, Kost├╝me und Licht bilden ein verschwenderisches Show-Ereignis.

Unterm Strich ist ALADDIN ein weitgehend unterhaltsamer Musical-Spa├č. Es w├Ąre allerdings sicher noch etwas mehr drin gewesen.
Um im Bild zu bleiben:
Der Teppich bleibt zu oft auf dem Boden statt abzuheben.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Nette Unterhaltung - nicht mehr, nicht weniger

28.06.2019 - "Anastasia" bietet nette, belanglose Abendunterhaltung; man kann die Show halt "einfach mal so mitnehmen."
Kaum etwas daran begeistert richtig, nichts regt einen wirklich auf und es ist eben auch nichts tats├Ąchlich schlecht.
Das Hauptproblem liegt in einer extrem d├╝nnen Story:
Die Pr├Ąmisse "ist sie es oder nicht?" f├╝llt nunmal keine 2,5 Stunden. So existieren also keine wirklichen Fallh├Âhen und die Figuren bleiben meist unmotiviert und unterentwickelt blass.
Bis auf die gro├čartige Judith Caspari in der Titelrolle:
Mit gro├čem Elan und Charisma dominiert sie ihre B├╝hne: A star is born!
Wenn sie den einzigen Hit der Show "Reise durch die Zeit" fast statisch in der B├╝hnenmitte mit viel Seele aber ohne jegliche Hilfe von B├╝hneneffekten mit ihrer gro├čartigen Stimme f├╝llt, zeigt sie ihr K├Ânnen.
Leider wird sie dabei vom allzu ausged├╝nnten "Orchester" (10 Musiker in Stuttgart gegen 21 am Broadway) alleine gelassen, so dass trotz phantastischem Gesang der G├Ąnsehautmoment leider ausbleibt.
Susanna Panzner gibt als Understudy eine glaubhafte Zarenmutter, die jedoch das "Alte" aufgrund ihres wirklichen Alters zu gewollt herstellen muss.
Eine gut aufgelegte Jaquline Braun als exaltierte Lilly und eine wunderbare Kinderdarstellerin als junge Anasatsia runden das ├╝beraus positive Bild der weiblichen Hautrollen ab.
Den m├Ąnnlichen Protagonisten steht in verschiedenen Abstufungen (wie leider so oft) die deutsche Sprache im Weg.
In einem Falle leider so sehr, dass der eigentliche Antagonist des Abends gar nicht stattfindet. Aber das liegt sicher auch mit am Buch, das wohl nur einen zahnlosen, halbgaren Gegenspieler vorsieht. Es soll ja blo├č nicht zu dramatisch werden, Gott bewahre.
Zu vielgepriesenen Video-Leinwand kann man nur eines sagen:
Schlichtweg sensationell! Ganz plastisch, fast in 3D werden ganze Welten erschaffen. Insbesondere die Szene mit der Zugfahrt erweist sich als gro├čes Kino.
Das war ein durchaus netter Theaterabend ohne jegliche H├Âhen und Tiefen.
Aber wer die kleine Schwester von "nett" ist, ist uns allen ja hinl├Ąnglich bekannt.
Gl├╝ck gehabt.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Sehr sch├Ânes Musical

24.06.2019 - Ich bin mit nicht sehr gro├čen Erwartungen in das Musical gegangen, da ich mir unter dem ganzen nicht viel vorstellen konnte, (den Zeichentrickfilm kenne ich kaum).
Ich habe im Vorfeld geh├Ârt das es kaum B├╝hnenbild und fast nur LED-W├Ąnde gibt (f├╝r mich war das im Vorfeld ein gro├čer Minuspunkt, ich mag aufw├Ąndige B├╝hnenbilder) jedoch hat mich das B├╝hnenbild mehr als ├╝berrascht, ich fand das mit der LED-Wand gro├čartig.
Es gibt ein paar kleine L├Ąngen im St├╝ck, aber alles in allem hat mir das Musical sehr gut gefallen. Vor allem die Cast ├╝berzeugt auf ganzer Linie.
Judith Caspari spielt nicht nur Anastasia nein sie lebt diese Rolle, wahnsinnig gut gesungen und gespielt.
Milan van Waardenburg als Dimitri und Thorsten Tinney als Wlad fand ich beide auch grandios besetzt.
Au├čerdem hervorheben m├Âchte ich noch Masha Karell als Zarenmutter, kleine Rolle aber super gemacht.
Mein pers├Ânliches Fazit ist, sehr sehenswert, ich w├╝rde es mir sofort nochmal ansehen

Musicalfan86 (38 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Ein netter Abend, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

17.06.2019 - Ich habe die Show am 13.06 gesehen im sch├Ânen Theater des Westens.

Der Titel l├Ąsst etwas anderes vermuten, als dann wirklich auf der B├╝hne geboten wird. Ja, es geht um die Band, aber diese ist meist nur Begleitmusik, sieht nett aus und hilft bei den Umbauten.

Eigentlich geht es um die Freundschaft von 5 M├Ądels, einen Todesfall, Trennung und sich wiederfinden, und sich dem Leben stellen. Viele sch├Âne kleine Dinge, die leider nicht ganz transportiert werden und das Buch auch meist nur oberfl├Ąchlich behandelt.
Dazu gibt es manche sch├Âne Regie Einf├Ąlle, gute Musik ( wenn man 90iger Jahre Boygroup Mucke gut findet ) und ein herrlich, frisch spielendes Ensemble.

Leider war die besuchte Vorstellung fast leer, aber um einen netten Theaterabend mit Freunden zuhaben ist es gut, auch wenn die regul├Ąren Preise f├╝r meinen Geschmack viel zu hoch sind. Ich hatte eine gutes Angebot von berlin Ticket.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolle Artistik mit sch├Âne Bildern

17.06.2019 - Ich war am 05.06 in der Show und muss sagen, dass ich positiv ├╝berrascht war von der Show.

Die Artist ist wirklich gelungen, sei es mit dem Einrad, Sprungbrettern, Fl├╝gen, Trapez oder mit dem Trampolin, es entstehen wirklich sch├Âne Szenen und gerade die gro├čen Nummern sind fantastisch.
Auch die T├Ąnzer machen einen richtig guten Job.

Das gro├če Minus des Abends ist das Buch.
Wenn man Musical drauf schreibt, sollt es auch ein Musical sein, also mit einer Story und nicht wie eine Revue daherkommen, die ab und zu mit ein paar Groschen Roman Szenen unterbrochen wird.

Das k├Ânnen auch nicht die Darsteller retten, die manchmal schon genug damit zutun haben, ├╝berhaupt die Sprache zu beherrschen. Vajen van den Bosch als Indigo redet wir Alfred J. Quack mit holl├Ąndischem Sing Sang, Alessio Impedovo als Joey singt sehr gut, aber verhaspelt sich dauernd mit der Sprache und Endungen, genau wie Laura Panzeri die zwar sexy aussieht, aber mit ihrem starken italienischen Akzent manche Szene schmei├čt.

Einzig Pasquale Aleardi schwebt ├╝ber allen Dingen und gibt in perfektem Deutsch den AJ und Macher der Show. Perfekt besetzt!

Ein weiteres Highlight ist Buster, ein Entertainer und Clown mit viel Situations Komik gespielt von Aaron Sebastian Dewitz. Wirklich super.

Insgesamt ist die Show sehenswert, aber ein Long Run sieht anders aus.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolle Stimmen

17.06.2019 - Habe mich gut unterhalten gef├╝hlt und habe die deutschen Songs sehr genossen. Ich hoffe, dass es hier endlich mal wieder eine CD geben wird. Ich verstehe allerdings nicht, warum eine Show mit dieser Ausstattung an einem Samstagmittag 158 ÔéČ kosten mu├č, deshalb ziehe ich einen Punkt ab. Sorry, f├╝r den Preis erwarte ich auch ein sch├Ânes B├╝hnenbild, Projektionen o. e.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Das beste deutsche Musical seit Jahren

14.06.2019 - Es ist eine enorme Leistung des Autoren Tilmann von Blomberg, wie er den epischen Historienroman von Victor Hugo in eine verst├Ąndliche, unterhaltsame, funktionierende und intelligente Musical-Adaption umgewandelt hat.
Trotz ma├č- und sinnvoller Ver├Ąnderungen und K├╝rzungen kann das Ergebnis auf ganzer Linie ├╝berzeugen.

Komponist Frank Nimsgern wei├č die Vorlage zu nutzen. Seine abwechslungsreiche Komposition spannt den Bogen von barocken Zitaten, ├╝ber gef├╝hlvolle Musical Balladen bis zu zeitgen├Âssischen Rockelementen. Sie folgt einem rezitativen Charakter, wo es n├Âtig ist und entfaltet enorme emotionale Kraft, wo es passt.
Dies ist Nimsgerns beste Komposition seit POE. Bravo!

Virtuos nutzt Regisseur Andreas Gergen die enormen technischen und personellen M├Âglichkeiten der Staatsoperette. Das Ergebnis ist nicht nur visuelle ├╝berzeugend und beeindruckend. Mit gro├čer Kreativit├Ąt zeichnet er die Geschichte kraftvoll nach und verbindet grunds├Ątzliche Aussagen mit der Gegenwart.
Kongenial spiegelt sich das -wie schon erw├Ąhnt- in der Musik, aber auch in der Ausstattung und Choreografie.

Die Besetzung vervollst├Ąndigt den positiven Gesamteindruck der Produktion.

DER MANN MIT DEM LACHEN ist mitrei├čendes, geistreiches, unterhaltsames Musical Entertainment auf h├Âchstem professionellen Niveau.
F├╝r mich ist es das beste deutsche Musical seit Jahren.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolles Musical

13.06.2019 - Das Musical ist leider schon so lang her. Darf aber wieder kommen.
Bei Mozart stimmten die Darsteller, das B├╝hnenbild und das Orchester auch wenn es woanders sa├č.

sonya80 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ein neuer K├Ânig

13.06.2019 - Drei tolle Shows gesehen. Das Musical ist wundersch├Ân. Mit Jan Ammann in der Hauptrolle. Das ist ein sehr guter K├Ânig. Prinz Otto sollte der Nachfolger werden. Der wurde gespielt von Timm Marquardt. Sehr gut, sehr talentiert. Gratuliere dem Festspielhaus zu der Entdeckung. Jan und Timm waren ein Traum.
Das Festspielhaus ist sehr sch├Ân. Alle sehr freundlich. Ludwig passt so gut da rein. Schade, das es kein Orchester gibt.

sonya80 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Lohnt sich

11.06.2019 - Halbszenische Auff├╝hrung. Man kann sich also voll auf die Musik konzentrieren, gro├čartig gespielt vom Br├╝ckner Orchester unter Leitung von Tom Bitterlich. Schon allein das lohnt den Besuch. Und dann ist da noch der an diesem Abend alles ├╝berragende Christian Fr├Âhlich. Wunderbar wie der seine Songs interpretiert. H├Ârt man selten so gut. Und auch darstellerisch ├╝berzeugt er voll und ganz. Von dem Mann m├Âchte man mehr sehen und vor allen Dingen h├Âren. Auch die anderen Rollen sind durchweg gut besetzt.

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Sch├Âne Produktion eines Klassikers

10.06.2019 - Eine durchweg gelungene Produktion. Alle Mitwirkenden sind hervorragend, besonders sticht Philipp H├Ągeli als Che hervor. Das B├╝hnenbild erinnert bei Tag zwar an eine Baustelle, bei Nacht mit stimmiger Beleuchtung wird dies jedoch egal, da das verwendete Bauger├╝st dann nicht mehr so zu erkennen ist. Die Tonqualit├Ąt ist sehr gut. Sowohl aus k├╝nstlerischer, als auch aus technischer Sicht kann nichts bem├Ąngelt werden. Einziger R├╝ckschritt im Vergleich zu fr├╝heren Produktionen auf der Burg ist der Busshuttle. Bisher immer mit einer beeindruckend gro├čen Busflotte organisiert, sind diesmal nur wenige Fahrzeuge im Einsatz, wodurch es zu Wartezeiten nach der Vorstellung kommt.

musica01 (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Perfekt

10.06.2019 - Einfach nur Wahnsinn. Das Musical hat 30 Jahre nach der Urauff├╝hrung nichts von Anziehungskraft verloren. Und dar├╝ber braucht man nicht viel zu sagen.

Einfach Perfektion pur! Die Produktion darf jederzeit gerne wieder gezeigt werden oder besser gesagt muss wieder nach Deutschland kommen.

MichaelD (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gute musikalische Unterhaltung

10.06.2019 - Ich habe viel gelesen dar├╝ber und bevor das Musical von der Bildfl├Ąche verschwindet wollte ich mich selber ├╝berzeugen.

Gleich vorab: Wer eine Story erwartet, erwartet zu viel.

Wenn man sich einfach berieseln l├Ąsst und sich auf das Musical einl├Ą├čt ist hier aber gut unterhalten.

Falco hatte an dem Abend Carl van Wegberg gespielt, den ich bereits in anderen St├╝cken gesehen hatte und der sehr passend war in der Rolle.

Tom van der Ven hingegen macht sich dort leider etwas l├Ącherlich als Tink. Erstaunlich das so ein Darsteller solche Rolle spielt.

Effekte und das B├╝hnenbild sind wirklich super und lohnenswert. Man sollte das Musical gesehen haben. Eine klare Empfehlung, aber aufgrund der fehlenden Story nur 3 Sterne.

MichaelD (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Tolle Umgebung - lohnt sich

10.06.2019 - Gleich vorab f├╝r das Festspielhaus und seine Lage gibt es vorab 5 Sterne. Das Haus pr├Ąsentierte sich bei sch├Ânsten Wetter und mit vollem See. Einfach traumhaft.

Die Besetzung von K├Ânig Ludwig durch Jan Ammann zog mich zu Ludwig2. Ich hatte vieles geh├Ârt und wollte mich nun selber ├╝berzeugen. Ich wurde nicht entt├Ąuscht und w├╝rde mir jederzeit wieder Ludwig2 ansehen.

Eine absolute ├ťberraschung des Abends war ein sehr junger Darsteller, der an dem Abend den Prinz Otto (Bruder des K├Ânigs) spielte. Timm Moritz Marquardt, der 17j├Ąhrige Jungdarsteller zeigte das er sich nicht hinter Jan Ammann verstecken muss sondern ganz im Gegenteil. Schauspielerisch dramatisch und gesanglich sehr ├╝berzeugend harmonierte er perfekt mit Jan Ammann.

Die Kaiserin Elisabeth hingegen war f├╝r mich fehlbesetzt f├╝r die Rolle - allein vom optischen Alter -Sigrid Plundrich. Aber das hat dem ganzen Musical kein Abbruch getan und ich gebe eine klare Empfehlung sich das Musical anzusehen.

Weiteres Highlight ist die Ausstattung der B├╝hne mit dem See und der verschiedenen Drehb├╝hnen!

MichaelD (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Klasse Inszenierung

09.06.2019 - Ich muss gestehen, dass ich nur wegen einem Darsteller hingefahren bin. Ich wollte unbedingt Christan Funk als Riff sehen. Und war von der ganzen Umsetzung des Musicals fasziniert.
Ein sehr sch├Ânes Theater in einer tollen Stadt!

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Einmal gesehen reicht

09.06.2019 - Paramour ein Mix aus Musical und Artistik. Senioren werden ihren Spa├č an der seichten Unterhaltung haben.
Es ist auf jeden Fall mal was ganz anderes. Reine Musicalg├Ąnger werden daran keine Freude haben. Ich war gut unterhalten durch die Show und die Leistung der Artisten und Darsteller ist super! Story ziemlich flach bis gar nicht existent. Wenn man an g├╝nstige Tickets durch Aktionen kommt kann man sich das einmal anschauen.

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Positiv ├╝berrascht

09.06.2019 - Ohne Erwartungen hingegangen und wirklich positiv ├╝berrascht worden. Von Anfang eine tolle Stimmung und man wird gleich mit einbezogen in das St├╝ck. Anhand der Werbung w├Ąre ich nicht in das Musical gegangen, aber durch die Publikumsmeinungen habe ich dem Musical eine Chance gegeben. Gerne mehr von solchen tollen und unbekannten St├╝cken.
Die Cast hat mich ├╝berzeugt!

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Sch├Ânes Musical

09.06.2019 - Wer die Chance hat sollte es nicht verpassen Anastasia zu gucken. Etwas kitschige Geschichte aber sehr sch├Ân inszeniert. Darsteller konnten alle ├╝berzeugen. Allerdings einmal gesehen reicht aus. Trotzdem anschauen lohnt sich!

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Klasse Inszenierung

09.06.2019 - Wir sind heute ohne Erwartungen ihn die Vorstellung gegangen.
Was soll ich sagen? Wir waren positiv ├╝berrascht. Sehr emotional und eine wunderbare Inszenierung!
Tolle Choreographie, klasse Ensemble.
Herausstellen muss man den Hauptdarsteller Seymour. Gesanglich und schauspielerisch leitet er auf dem h├Âhsten Niveau durch das Musical. Kleiner Abstrich muss gemacht werden daf├╝r das der Seymour (Timm Moritz Marquardt) sich haupts├Ąchlich nur auf der rechten Seite aufh├Ąlt. Hier ist meine Empfehlung sich auch gleich auf die rechte Seite zu setzen. Noch nennenswert ist der Zahnarzt (Aaron Kunze) zu erw├Ąhnen - sehr gute Umsetzung. Klare Empfehlung sich das Musical anzugucken! Das B├╝hnenbild ist sehr spartanisch gehalten, aber die Audreys II gleichen das aus.

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Sehenswerte Inszenierung

05.06.2019 - Eine sozialpolitisches St├╝ck, dass heute - mehr denn je - seine Notwendigkeit zeigt. Tolle Inszenierung und grandiose Darsteller! Begleitet von einem eindrucksvollen Orchester. So etwas h├Ârt man heutzutage leider selten.

Wieder einmal gro├čes Lob an das Landestheater!

Brittigram (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Grandiose Darsteller

05.06.2019 - Seit einigen Jahre schon besuche ich die Festspiele in Hanau, aber ich muss sagen damit haben sie sich wirklich selbst ├╝bertroffen.

"Weltenwandler" ist mit Jonas Hein, Peter Lewys Preston, Carolin Fortenbacher und Maria Danae Bansen wahrlich starbesetzt.

Als Jonas sein gro├čes Solo im ersten Akt singt, sa├čen meine Freundinnen und ich mit offenen M├╝ndern da. Eine Stimme aus Gold.
Carolin herrlich schrullig als nuschelnde b├Âse Hexe und Maria als liebensw├╝rdige Prinzessin Thalia, die es durch ihre erfischende Art schafft den verbitterten Jacob Grimm zu erweichen.
Auch sehr lobenswert zu erw├Ąhnen sind Laura Pfister als Dortchen, Janne Peters als Marie und Claudio Gottschalk-Schmitt als Dummling.

Mein absolutes Highlight war jedoch Peter Lewys Preston, der mit seinem unglaublich ehrlichen Schauspiel direkt ins Herz trifft. Vor allem wenn er im Finale die Seele von Wilhelm Grimm offenbart - in einer Peter-Pan-m├Ą├čigen "Ich glaube ja an Feen" Szene - bleibt kein Auge trocken.

Eine tolle Inszenierung mit wundervollen Choreografien(die M├Ąrchen haben ihre eigene Zeichensprache) und einem klugen B├╝hnenbild.

Einziger Kritikpunkt ist leider der Ton. Das Zelt macht den Sound sehr schwamming. Vielleicht gibt es ja irgendwann die Chance das St├╝ck in einem richtigen Theater zu sehen.

Brittigram (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


sch├Âne Ausstattung

03.06.2019 - Die englische CD hat mich schon nicht gepackt und ist nach einmaligem H├Âren ins Regal gewandert.

Das 2malige Live-Erlebnis in Stuttgart hat daran nichts ge├Ąndert. Die Backstagef├╝hrung hatte noch Lust auf mehr gemacht: die Ausstattung und sch├Ânen Bilder auf der LED-Wand k├Ânnen aber nicht dar├╝ber hinweghelfen, dass es musicalisch f├╝r mich kein Renner ist.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolle Kombi Musical + Variete + Filmbranche

03.06.2019 - Paramour hat mich wunderbar unterhalten. Man f├╝hlt sich in eine andere Zeit versetzt. Mit klasse Darstellern & Artisten. Man entdeckt jedes Mal etwas Neues. Ich komme gerne wieder.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


ganz schlimm...

02.06.2019 - Ich habe letzte Woche diese St├╝ck in Werk 7 gesehen und es war schlecht besucht und echt fade, man sitzt zwar mittendrin aber doch nur "davor"- es hatte L├Ąngen und mir hat das Herz gefehlt. Und die blauen unbequemen St├╝hle sind von Fack yu G├Âhte noch ├╝ber geblieben,offenbar war das das Geld zu Ende.Aich WC Container hatten nir den Graffitti-Anstrich... Das Musical des Jahres 2019 wird das St├╝ck sicher nicht und ich muss nicht 2x sehen...schade um soviel Eintrittsgeld

Theaterg├Ąnger007 (6 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


M├Ąrchen schreibt die Zeit

29.05.2019 - Die Festspiele Hanau zeigen dieses Jahr keine Adaption eines Grimm M├Ąrchens, sondern eine m├Ąrchenhafte Ann├Ąherung an die Biografie der Br├╝der Grimm.

Die Idee ist gelungen. Es werden zeithistorische Begebenheiten aus dem Lebenslauf der Br├╝der mit einer fantasievollen Parallelhandlung in einem imagin├Ąren M├Ąrchenreich verbunden.
Gro├č und Klein werden damit gut unterhalten.

Unterm Strich bleiben kleine Defizite in der dramaturgischen und literarischen Aufbereitung.
Etwas stringenter k├Ânnte der Handlungsfluss sein. Etwas pointierter k├Ânnten Charaktere und Differenzen dargestellt sein.

Auch Marc Schubrings Musik kommt kaum ├╝ber "h├╝bsch" und "nett" hinaus.

Gro├čartig ist die Besetzung.
Das I-T├╝pfelchen ist die sensationelle Carolin Fortenbacher, die charismatisch, stimmlich und mit einer aufsehenerregenden K├Ârpersprache die B├╝hne dominiert.

Hanau ist auch dieses Jahr wieder eine Reise wert.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Beeindruckend!

26.05.2019 - Ich war vorab skeptisch wie es gelingen w├╝rde,Artistik und Musical in einer Show zu vereinen, aber was soll ich sagen, es ist fantastisch gelungen: von der ersten Minute an war man voll drin in der Show und wusste nicht wohin man sehen sollte um nichts zu verpassen, da empfehle ich einen 2.Besuch, um auch wirklich alles gesehen zu haben.

Die Artistik ist atemberaubend, Weltklasse: seien es die Zwillinge die ├╝bers Publikum fliegen, da stockte mir der Atem. Die Trampolinnummer fand ich sehr spassig, und auch der Einradfahrer mit seiner Kollegin - wow! Meine Lieblingsszene ist das Love Triangle: 3x die Hauptrollen singend am Rand und mittendrin die Artisten welche die 3 S├Ąnger darstellen und am Trapez eine Dreiecksnummer hinlegen, wow! Ich war absolut geflasht! Auch sehr genial die Filmstripnummer!

Da ich die Broadway CD schon etwas angeh├Ârt hatte wusste ich bei einigen Nummern schon was mich erwartete. Manchemal typische Cirque Hintergrundmusik aber auch Nummern mit Ohrwurmpotential - seit ich aus der Show raus bin kriege ich "Alles" und den Song des Love Triangles nicht mehr aus dem Kopf.

Ein absolut fantastischer Abend, absolute Empfehlung die Show zu sehen. Ich werde es bestimmt noch ├Âfter tun!

und auch wenn ich Pantomime so gar nicht mag - Buster war sehr spassig :)

Indis (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Udo lebt...

21.05.2019 - Schade das man diesess coole St├╝ck micht mal wieder spielt, einfach knorke.....wa .....

Theaterg├Ąnger007 (6 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


einfach nur mega

21.05.2019 - ....man braucht nicht viel sagen, einfach mega,besser kann es nicht machen......unbedingt ansehen

Theaterg├Ąnger007 (6 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


Kein gro├čer Wurf-leider

21.05.2019 - Nach das Theater L├╝neburg einen tollen"kleinen Horrorladen"im Programm hatte ,ist diese Neuinszenierung von Oliver Hennes kein gro├čer Wurf...

Das Buhnenbild:-Simone Anton B├╝hnting-
Es ist sehr sp├Ąrlich und die wenigen Teile sehen eher aus als waren diese beim Musical "Schuh des Manitu" schon mal im Einsatz.Das SkidRow-Strassenschild k├Ânnte auch das Strassenschild der LINDENSTRASSE sein.
Eher lieblos und sicher nicht tempodienlich...

Die Inszenierung:Oliver Hennes
Es fehltdeutlich das Thempo und die wenigen eigenen Regief├Ąlle wirken eher st├Ârend,streckenweise ist etwas langathmig,gerade weil es die Girls mehrmals gibt,was zus├Ątzlich verwirrt.Im zweiten Teil ist das Tempo etwas besser,aber es fehlt das gro├če Fianle-Auch fehlt ein Song,der der Inszenierzng gut getan h├Ątte.

Kost├╝me:Oliver Hennes
Was das B├╝hnenbild zu lahm ist ,fangen meist die gelungenen Kost├╝me wieder auf,Sie tragen die "Nicht-Profis"die meisten Strecken der Show.
Audey Zwo-Puppen:
Man versteht nicht,warum nicht die Pflanzenfiguren des letzten L├╝neburger Horrorladen verwendet hat,die Puppen verraten leider,egal an welcher Stelle sie zu sehen sind,wie sie funktionieren,und werden daher schnell zur Kapserle-Puppe,auch eine schlicherte Bemalung ,statt unggl├╝ckliche Mandalamuster,h├Ątten echt geholfen.Die Hauptfigur des Abends bleibt daher zu unbeweglich und zu schlicht.
Darsteller:
Sie tun alle,als Nicht-Profis ihr Bestes,aber hier hat offenbar ein gutes Rollenprofiltraining gefehlt.Einzig Aron Kunze als Orin macht seine Rolle perfekt und glaubhaft.
Musik:
Die vierk├Âpfige Band spielt das St├╝cke der Show gut und frech runter,und versieht sie dabei mit einem neuen,coolen Groove...

Fazit:
Ein Abend,der Spass und gute Laune machen k├Ânnte,wenn die Regie mehr und feiner gearbeitet h├Ątte,die andere Vorh├Ąngerinszenierung in L├╝neburg hat mir besser gefallen,schade eine verpasste Chance f├╝r ein sollches St├╝ck.

Theaterg├Ąnger007 (6 Bewertungen, ∅ 2.7 Sterne)


Betrug

02.05.2019 - Das Musical wurde f├╝r 40 bis 130 Euro pro Karte verkauft. Es gleicht einer Schulauff├╝hrung und das ist noch beleidigend, Sch├╝ler k├Ânnen es besser. Und noch was, die letzte Auff├╝hrung war in Chemnitz am 06.04.2019. Alle anderen sind ausgefallen und die Kunden warten auf ihr Geld. Die Firma hat Insolvenz anmelden und ob die jemals Geld sehen, ist zu bezweifeln. Nie mehr eine Show von Peter Jesche aus Frankfurt Oder.

Hikari Shinji (erste Bewertung)


Musical, Zirkus, Revue, Show hier gibt es alles zu sehen

29.04.2019 - Ich kann euch nur ans Herz legen, schaut euch dieses gro├čartige Musical an. Man merkt, dass es mit Liebe gemacht wurde, denn es ist wirklich alles wunderbar bis ins kleinste Detail. Die Kost├╝me, die Gestaltung von Zelt und wundersch├Âne Melodien mit tollen Texten und auch die Sprache von damals immer wieder angepasst an die Zeitepochen. Die Artisten sind einfach nur atemberaubend. Die "Zauberei" einfach toll. Wir haben nicht rausgefunden wie sie funktionieren 😛. Die Darsteller und Artisten waren mit soviel Spielfreude dabei, habe ich selten so erlebt. Nadja Scheiwiller hat gestrahlt unglaublich ihre Ausstrahlung und Pr├Ąsenz. Alexander Klaws ist ein gro├čartiger Friedrich und Fredy. Ein Entertainer, er nimmt dich wirklich mit. Alle anderen Darsteller und Artisten, Zauberer machen dies genauso gro├čartig. Mischa Kiek als Eugen, Brigitte Oelke als Mutter usw. einfach klasse.
Ich habe es so sehr genossen im Publikum zu sitzen. Humor kommt nat├╝rlich auch nicht zu kurz. Es gibt sehr viele witzige Momente. Es hat einfach viel Spa├č gemacht. Es fand auch einiges im Publikum statt, Tiere und Darsteller rannten an uns vorbei. Es war wirklich insgesamt faszinierend. Also auf nach Bern oder Basel, es lohnt sich wirklich sehr.
S'isch supr gsi 😁

Schmidtchen48 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Unterhaltsamer Abend

29.04.2019 - Das Beste ist an diesem Abend ist Bernsteins gro├čartige Musik und die Songtexte von Comden und Green, die hier zum Gl├╝ck im Original gegeben werden. Das Orchester des G├Ąrtnerplatztheaters unter Michael Brandst├Ątter spielt pr├Ąchtig auf. Stimmige Kost├╝me, die leider nicht jede der mitwirkenden Damen vorteilhaft kleiden. Das Ganze ist sch├Ân inszeniert, leidet allerdings ein wenig darunter, dass nahezu alle Rollen nicht altersgerecht besetzt sind. Bettina M├Ânch ist stimmlich und darstellerisch ein Traum. Toll fand ich die Choreografie von Adam Cooper. Nicht jeder der drei Matrosen ist ein geborener T├Ąnzer. Aber Cooper gelingt es, jeden in den Tanzszenen gro├čartig aussehen zu lassen.

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


entt├Ąuscht und gelangweilt

27.04.2019 - Habe gestern Musical gesehen.Entt├Ąuscht ├╝ber Inhalt des Musicals, da f├╝r meinen Geschmack das Thema Sex,Frauen,Abtreibung-Frauen "klarmachen" einfach zu oft thematisiert wurde. Das sorgt kaum f├╝r eine ausgelassene Stimmung. Das Thema tanzen und Freude r├╝ckt dabei in den Hintergrund.Tanz und Gesang nicht mitreissend.
Der Preis daf├╝r v├Âllig ├╝berzogen.

musikal (erste Bewertung)


GROSSARTIG-BOMBASTISCH- mit SUCHTGEFAHR

26.04.2019 - Als eingefleischter Musical"fan" war ich zun├Ąchst nicht ganz frei von Vorurteilen.... W├╝rde mir eine Metal- Rock- Oper gefallen? Hoffentlich wird es mir nicht zu laut! Hoffentlich schreien die nicht nur! Da aber Chris M. die Titelrolle spielt, m├╝sste es ja eine gewissen Qualit├Ąt haben :-)
Nach den ersten T├Ânen hatte ich bereits ein gutes Gef├╝hl. Hier war ich richtig!
Wo fange ich an?
Das B├╝hnenbild- Selten durfte ich ein so extrem tolles B├╝hnenbild auf mich wirken lassen. Einfach wundersch├Ân und ganz grossartig die Stimmung des St├╝ckes wiedergebend. Ganz gro├čes Kino, wie ich finde. Genau wie die Kost├╝me und Per├╝cken, die zum Teil auch etwas schrill waren, aber unglaublich ausdrucksstark. Hut ab.
Die T├Ąnzer waren alle echt toll und setzten die Choreografien , die super ausgedacht und total passten mit einer gewissen Leichtigkeit super um. Auch Top!
Dann gab es noch einen wundervollen, hoch motivierten Opernchor, was mich wirklich sehr freute. Sie waren mit Leib und Seele dabei und das h├Ârte und sah man ihnen an.
Ein toller Kinderchor bereicherte das St├╝ck zus├Ątzlich. Ein kleines M├Ądchen, als Gott spricht die englischen Texte mit einer Souver├Ąnit├Ąt. Das war nicht s├╝├č, sondern wirklich sehr beeindruckend.
Auch die Idee, Gott mit einem Kind zu besetzen, finde ich ganz, ganz toll.
Alle Solisten waren stimmlich und schauspielerisch richtig gut. Wahnsinn! F├╝r mich gab es da keine Schwachstelle.
Nat├╝rlich war ich auf die beiden Hauptdarsteller gespannt. Chris Murray und Andy Kuntz waren beide stimmlich so grossartig, ├╝berzeugend und gewaltig. Chris Murray in der Titelrolle ├╝berzeugte mich einmal mehr. Er hat es einfach drauf.
Andy Kuntz allerdings raubte mir den Atem! Er brillierte gesanglich. Wie pr├Ązise, perfekt und trotzdem voller Gef├╝hl er diese extrem hohen Lagen, aber auch die leisen, rauchigeren T├Âne sang, faszinierte mich. Und sein Spiel als Death war ├╝berw├Ąltigend.
Highlight war auch das Duett von Chris m. und Andy K. .
Orchester und die Metalband Fanden Plas im Zusammenspiel- das passte hier einfach so gut. Wie die Faust aufs Auge. Hut ab! Fantastisch!
Naja, und die Musik und die Songs an sich.... Ich liebe sie einfach! Balladen, die soooo wundersch├Ân sind. Rock, der bombastisch war und sogar opernhafte Elemente gibt es in diesem St├╝ck. Das war ganz ganz gross.
Inszenierung fand ich sehr interessant. Mal nicht spie├čig an dieses Thema "Jedermann" heranzugehen war unglaublich "erfrischend" . Wirklich eine ganz tolle, Arbeit mit sehr viel Herzblut.

Das es dem Publikum, das sehr gemischt war (jung und alt) ausgesprochen gut gef├Ąllt, merkte ich schon an dem jeweiligen grossen Szenenapplaus.
Aber als der letzte Ton verstrichen war, hielt es die Zuschauer in dem restlos ausverkauften (es gab sogar zus├Ątzlich noch Stehpl├Ątze) Theater nicht mehr auf den St├╝hlen. Tobender Applaus, 20- 25 Minuten stehende Ovationen waren der wohl verdiente Lohn f├╝r eine beeindruckende, fantastische Leistung aller Beteiligten.
Ein grossartiges, unvergessliches Erlebnis.
Anschlie├čend habe ich mir tats├Ąchlich im Foyer eine CD der Band Vanden Plas und ihrem S├Ąnger Andy K. gekauft. Und diese gef├Ąllt mir wirklich sehr gut.
Alle Vorurteile ├╝ber Bord geworfen und sogar gleich nochmal Tickets f├╝r "Everyman" gebucht. Es war zu toll. Absolut Sehens- und h├Ârenswert.

Caroline Schubert (erste Bewertung)


Kann man sich mal angucken ...

24.04.2019 - Das Positive vorneweg:
Die Besetzung war stimmlich top und die Musik, wie auch das Orchester wirklich toll.
Es gab auch einige bewegende Szenen und sch├Âne Duette, insbesondere zwischen Sloane und Falco (z. B. Wo tut der Schmerz am meisten weh).
Und hier beginnen auch schon die vielen "Was-soll-das Momente", denn eigentlich sollte doch die Geschichte zwischen Raven und Strat den Mittelpunkt der Handlung bilden. Die Story war leider insgesamt nur sehr m├Ą├čig.
Aber nunmal eins nach dem Anderen:
Der erste Moment, der f├╝r Sprachlosigkeit sorgte (leider nicht, weil es mir so gut gefiel) war unmittelbar der Anfang. Abgesehen davon, dass Raven in dieser Szene einfach nur vollkommen durchgeknallt wirkte, taten Sprechweise und Wortwahl schon in den Ohren weh. Auch wenn das St├╝ck in der Zukunft spielt, hoffe ich nicht, dass diese Art von Gossensprache mal ein normaler Umgangston werden wird.
Ebenfalls relativ zu Beginn des St├╝ckes "kullerten" sowohl Raven, als auch Sloane pl├Âtzlich durchs Wohnzimmer. Warum auch immer ...
Die Kamerafrau wirkte teilweise eher nervig und die Leinwand erzeugt Kinoatmosph├Ąre, obwohl die Ansichten sich hier sicher sehr unterscheiden.
Auch hinsichtlich der "Sex-Szene" spalten sich die Gem├╝ter. Nichtsdestotrotz fragt man sich, was diese halb nackten "Pinguine" hinter dem Auto f├╝r einen Zweck erf├╝llen sollen.
Der zweite Akt startete direkt mit meiner pers├Ânlichen no-go Szene: die unverhohlene Darstellung menschenverachtenster Gewalt.
Insgesamt wurde die Story im zweiten Akt jedoch etwas schl├╝ssig oder man hat sich m├Âglicherweise einfach nur besser an die wirren Handlungsverl├Ąufe gew├Âhnt.
Die Charaktere waren im Prinzip alle sehr eindimensional, sodass die Besetzung leider nicht sonderlich viel schauspielerische F├Ąhigkeiten unter Beweis stellen musste. Mit ein bisschen gutem Willen kann man m├Âglicherweise Falco und Sloane eine Pers├Ânlichkeitsentwicklung im Laufe des St├╝ckes zusprechen. Wobei Falco mehrfach wieder in alte Verhaltensmuster verf├Ąllt.
Die deutsche ├ťbersetzung der Liedtexte ist nicht immer ganz gelungen und wirkt an einigen Stellen etwas disharmonisch. W├╝nschenwert w├Ąren mehr und l├Ąngere englische Sequenzen gewesen.
Fazit: Jim Steinman schreibt zweifellos grandiose Musik und die Darsteller konnten stimmlich absolut ├╝berzeugen, sodass es doch zumindest ein unterhaltsamer Abend war. Und das trotz der wirren bzw. kaum vorhandenen Handlung ohne jede Tiefe.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Im Kuchenkarussell zur Selbstbefreiung

22.04.2019 - Das frauenbewegte Musical WAITRESS ist nun auch in London angekommen.

Die wenig originelle und etwas aus dem zeitlichen Kontext (auch wenn es in der tiefsten amerikanischen Provinz spielt) gefallene Geschichte ist unspektakul├Ąr und schnell erz├Ąhlt. Einfaches aber grundgutes Working Girl aus der Gastronomie l├Ąsst b├Âse Ehem├Ąnner und unbrauchbare Kerle hinter sich und findet ihr Lebensgl├╝ck darin Kinder zu bekommen und Kuchen zu backen. Das klingt nicht nur so, es ist auch so geschrieben und inszeniert, wie eine x-liebige Jahrzehnte alte, Klischee ├╝berfrachtete Womens-Lib-Geschichte.
Braucht man so etwas im Jahre 2019?
Ich pers├Ânlich w├╝rde sagen: Nein!
Au├čer gepflegter Langweile hat dieses Musical bei mir nichts ausgel├Âst. Daran kann auch das schlichte B├╝hnen- und Kost├╝mbild (einziges Highlight ist das Kuchenkarussell-Portal), das etwas schwerf├Ąllig wirkende Staging oder die unauff├Ąllige Musik von Popstar Sara Bareilles nichts ├Ąndern. (Man beginnt nach vielfachen H├Âren diesen f├╝rchterlichen Jingle bei der sinnlosen Aufz├Ąhlung der Backzutaten zu hassen.)
Immerhin bietet WAITRESS aber einer begabten Darstellerin, wie Katharin McPhee, die M├Âglichkeit trotz aller vorlagenbedingten Widrigkeiten schauspielerisch zu re├╝ssieren.
Das ist aber noch nicht Grund genug, um sich das St├╝ck anzusehen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Hollywood in G├Ârlitz, toll

22.04.2019 - Ein Besuch der ├Âstlichsten Stadt Deutschlands und der Region ums Zittauer Gebirge wurde von mir mit einem Besuch der Auff├╝hrung am Theater in G├Ârlitz verbunden.

Das wundersch├Âne Theater (kleine Semperoper) hat ca. 500 Pl├Ątze und insbesondere im Parkett im mittleren Bereich eine fantastische Sicht.

Das von gro├čen Soli und beschwingten Ensemblenummern gepr├Ągte St├╝ck von Lloydd Webber wird in einer ganz beeindruckenden Ausstattung und mit gro├čem Orchester, Chor dargeboten. Die Villa mit obligatorischer Treppe und Orgel, das Studiogel├Ąnde und Schwab's ... Alles wurde passend auf einer Drehb├╝hne arrangiert um flie├čende ├ťberg├Ąnge zu erreichen.

Die Regie konzentriert sich auf das Erz├Ąhlen der Handlung und stellt die 4 Hauptpersonen in den Mittelpunkt.

Yvonne Reich brilliert als Norma Desmond mit nuanciertem Spiel und starker Stimme. Ihr NUR EIN BLICK bewegt sehr. Ebenso einzelne Szenen im Spiel mit Joe, Demills und das grandiose Finale.

Daniel Eckert (a.G) war ein Highlight. Optisch und auch stimmlich ein Volltreffer. Seine Sch├╝chternheit Norma gehen├╝ber weicht langsam der Gier nach dem Gro├čen. Joe steht dazu fast die ganzen 2:45 (mit Pause) auf der B├╝hne. Dazu kommt seine facettenreiche Gestik die manche Szene und seine Kommentare illustrierten. Man darf sich freuen, mehr von diesem talentierten jungen Mann zu sehen.

Auch Anna G├Âssi als Betty singtvund spieltbganz wunderbar. Stefan Bley als Max eine idealbesetzung.

Beeindruckend auch die Ensembleszenen mit zum Teil 30 Personen auf der B├╝hne. DIE RECHNUNG ZAHLT DIE DAME wurde zudem witzig und etwas ├╝berdreht inszeniert - ein wohltuender Kontrast.

Die Textverst├Ąndlichkeit auch in den Ensembleszenen war meist sehr gut bis gut. Ausstattung, Licht und Kost├╝m eine Leistung f├╝r das kleine Haus.

Fazit: Der Besuch der Stadt, in der schon viele Filme gedreht wurden und der Besuch der Show lohnt sich sehr.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gro├čartige Show

18.04.2019 - Vielen Dank! Das ist wirklich eine gro├čartige Show. Unbedingt empfehlenswert. Tolle B├╝hne und Kost├╝me und talentierte Cast, wir haben den Abend sehr genossen.

lucasfarina (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Qualitativ eher unbefriedigend

17.04.2019 - Regie und ÔÇ×AusstattungÔÇť eher unbefriedigend, sehr einfach gehalten. Licht sehr gut. Das Orchester klingt semiprofessionell und man fragt sich, warum die in so einem gro├čen Theater spielen. Ich sah eine Produktion im Pulheimer Walzwerk, f├╝r die freie Szene in Ordnung aber f├╝r das TaM war das klanglich kein Hochgenuss. Hoffe sehr, dass die n├Ąchste Produktion hochwertiger ist.

lucasfarina (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Tolle erste Eigenproduktion des TaM

17.04.2019 - Patrick Stanke in Bestform, Pagani ist ein sehr starker Judas und eine wunderbare Maria-Magdalena. Ein Dreamteam, das man sich anschauen sollte. Ich w├╝nsche mir weiter solche Eigenproduktionen vom TaM. Herzlichen Gl├╝ckwunsch!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gut gemacht, reisst aber nicht vom Hocker

17.04.2019 - Um eine der hier viel diskutierten Fragen gleich zu kl├Ąren: Es sind insgesamt 45 Leute beim Schlussapplaus. Musiker sind nicht dabei, nur der Dirigent.

Die Show ist okay, mehr aber auch nicht. Die Handlung ist so d├╝nn wie schon seit langem in keiner gro├čen Produktion mehr. Wirklich herausragende Artistiknummern gibt es kaum. Lediglich die fliegenden Zwillinge und die Trampolin Nummer sind sehr gut. Den Rest sieht man selbst in den "GOP Varietes" in deutlich besserer Form.

Die Aristen sind nicht gut in die Handlung der Show integriert - zu oft passt dass was, sie machen gar nicht zu dem, worum es in der "Handlung" gerade geht.

F├╝r mich kann "Paramour" den Vergleich mit "VIVID" nicht standhalten. In Berlin sind die Melodien eing├Ąniger, Kost├╝me und B├╝hnenbild deutlich aufw├Ąndiger, die Artisten wissen zu beeindrucken und die Show ist trotz 100 Mitwirkender und 16 k├Âpfigem Orchester auch noch beim Eintritt g├╝nstiger.

"Paramour" kann man sich einmal ansehen, aber das reicht auch. Der Schlu├č-Appllaus bei der besuchten Vorstellung war gut, im Parkett gab es standing ovatons, auf dem Rang nicht.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Absolut sehenswert!

16.04.2019 - Tolles Musical! Kristina Love als Tina ├╝berzeugt auf voller Linie und wird zum wahren Gl├╝cksgriff f├╝r die Produktion in Hamburg. Das Publikum im nahezu ausverkauften Operettenhaus wollte sie selbst nach 2 Zugaben noch lange nicht von der B├╝hne lassen. Tolle Stimmung, wunderbare Cast und traumhafte Musik, die sogar auf Deutsch gut funktioniert. Da scheint die Stage doch diesmal alles richtig gemacht zu haben. Weiter so!

Wickedfanob (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Everyman Premiere 06.04.2019

15.04.2019 - Mal eine etwas andere Schilderung... Viel Spa├č damit:

Everyman - Premiere
Stadttheater Pforzheim 06.04.2019

1 Stunde 53 Minuten endgeiler wuchtiger Rock,
B├Ą├Ą├Ąm, das machte heut Abend so richtig Bock!
Geile Rifts, Hammer-Vocals, mega-emotional,
Coole Lightshow, Fetter Live-Sound, ph├Ąnomenal!
Man sehe mir den Stil der einleitenden Worte nach
Aber bei sÔÇś Rockers ist das wohl die g├Ąngige SprachÔÇś!?

Die bisher d├╝stere Rockoper Everyman
Mu├č man ab heute mit anderen Augen sehÔÇÖn:
Knallig bunt, mitrei├čend, mit ├╝berspitzen Symbolen
Gelang es den Machern, uns v├Âllig abzuholen!

Genau 1:53 Stunden die Vorstellung jedes Mal w├Ąhrt
Hat uns Philipp Moschitz, der Regisseur erkl├Ąrt:
Erstmals gibt es ein Metronom auf den H├Ârer im Ohr,
so sind alle synchron und Versp├Ątungen kommen nicht vor.


Kein gew├Âhnliches Werk, Nervosit├Ąt im Raume stehtÔÇŽ
Ob so etwas ├╝berhaupt und auch in Pforzheim geht?
Wochenlang geprobt, die Nerven liegen blank,
F├Ąllt es durch oder gibt es vom Publikum den Dank?

Der Lohn der M├╝he und der Angst, ich nehme es voraus:
13 Minuten stehendes, johlendes und tobendes Haus!
Es wurde nicht nur h├Âflich Applaus dahergeleiert,
Da wurde mal so richtig gejubelt und abgefeiert!

Wie hoch m├Âgen da wohl schlagen der Macher Herzen!?
Ich freue mich so sehr f├╝r Euch! Ganz ohne scherzen!
Und ein weiterer Grund, weshalb es mich so freut:
W├ĄrÔÇśs nix gewesen, h├Ątte ich nix zum dichten heut!

Ein extra-Bravo m├Âchte ich dem Herrn Intendanten senden:
Sehr launig verstand er es, h├Âchstes Lob f├╝r Alle zu spenden!
So viel Anerkennung m├Âchte ich vom Chef gerne auch mal erben!
Herr M├╝nstermann, wo kann ich mich bewerben?


Auch wer denkt: Kenn ich, mu├č ich nicht mehr sehen,
Sollte es sich ├╝berlegen, vielleicht doch zu gehen!
Philipp MoschitzÔÇś v├Âllig neue Inszenierung wird es reichlich lohnen,
Diesem unglaublichen Spektakel noch einmal beizuwohnen!

Die Musik mal furios, mitrei├čend, bombastisch, Wagner-gleich,
Mal geheimnisvolle lyrische Kl├Ąnge, welch genialer Streich!
Die Charakterpalette vom bedrohlichen Tod, der niemals weicht,
├ťber alle Facetten bis hin zu Louis de Fun├Ęs fast reicht.

Allein schon das B├╝hnenbild lohnt in dieser Nacht:
Riesenblumen, meterhoch, ein Urwald, welche Pracht!
Ein gro├čer leuchtender Regenbogen kr├Ânt das Bild:
Unter 400 Lampen Everyman auf dem Rasen chillt!

Jawohl, vollkommen richtig, was wir gerade lasen:
Tats├Ąchlich, die ganze B├╝hne ist ein gr├╝ner Rasen!
Vielen Dank daf├╝r an Herrn Matthias Engelmann
Und die Theater-Werkstatt, die zeigte, was sie kann.

Den Rasen g├Ąbe es nur, so k├Ânnten l├Ąsterliche Zungen t├Ânen,
Damit Herr Murray seiner Barfu├č-Leidenschaft kann fr├Ânen!
Er nutzt dies auch und spielt mit nacktem Fu├č,
Auf dem Kunstrasen, den keiner gie├čen mu├č!


Von Andy Kuntz und Vanden Plas wurde das St├╝ck kreiert.
Ich war skeptisch aber am Ende mehr als fasziniert!
Skeptisch war ich vorher, da f├╝r mich als ÔÇ×Nicht-MetallerÔÇť
Schieres Gitarrendr├Âhnen w├ĄrÔÇś nicht unbedingt der Knaller.

Jedoch die Skepsis wich, es haute mich schier vom Hocker,
WelchÔÇś Klangerlebnis erschaffen das Orchester und die Rocker!
Zu den Sinfonikern f├╝gt sich Schlagzeug und Elektro-Klampfe
Zu neuer Harmonie ohne der Sparten sonst ├╝blichem Kampfe.

Fabelhaft: Vanden Plas und Badische Philharmonie,
Solch ein Zusammenspiel gab es wohl noch nie!
Als habe man nie etwas anderes getan, perfekt arrangiert,
Hier auch Chapeau an Philipp Haag, er hat es dirigiert.

Klassik, Rock, Musical, Jazz, hymnisch, manchmal zart
Sogar 12-Ton-Musik ist dabei, wahrlich Progressive-Art!
Ein furioser Bogen aus Klang, keine Einheits-Marmelade,
Unser Herz ber├╝hrt dazwischen so manchÔÇś Ballade.
Wie kann man aus dem Nichts, ich begreifÔÇś das nie,
Solch ein Werk erschaffen, f├╝r mich ein Genie!


Viel Symbolik hat das Team der Inszenierung implementiert,
Denkt nach, wenn Ihr die versteckte Botschaft registriert:
Die k├╝nftige Generation symbolisiert als Gott ein Kind
Mit schlechter Prognose, falls wir nicht m├Ą├čiger sind!
Der Teufel tr├Ągt zur Aus├╝bung seines Berufs
Dekadent einen St├Âckelschuh statt eines Hufs!

Riesige Pflanzen des reichen Herrn Everymans Garten zieren,
Hironymus Boschs Garten der L├╝ste durfte hierzu inspirieren.
Durch die ├╝berh├Âhte Welt will uns Herr Moschitz zeigen,
Was passieren kann, wenn wir im Leben es vergeigen:
Wie wird ÔÇ×der Gr├Â├čteÔÇť doch auf einmal klein,
Schaut der Tod bei ihm zum Fenster rein!

Lilian Huynen ist als Buhlschaft ein wahrer Bringer,
wickelt Everyman schnell um den kleinen Finger!
Mit offenem Mund wir h├Âren und schauen,
In solch ein Kleid w├╝rden sich nur wenige trauen!

Jessica Rabbit kommt spontan mir in den Sinn
Und genau so eine Nummer legt sie hin:
Mal zuckers├╝├č, mal bestimmt und sehr lasziv,
Beeindruckt sie nicht nur Everyman ganz tief!
Vor├╝bergehend sie ihn von seiner D├╝sternis befreit,
Ihn zu begleiten, ist sie aber wirklich nicht bereit!

Sp├Ąter in schwarz, ebenso wunderbar
Macht sie Everyman recht r├╝de klar:
Niemand nimmt Mammon mit auf die letzte Reise
Und das tut sie wahrlich nicht leise:
Eine Opernstimme, die beeindruckt und bewegt,
Die uns regelrecht aus den Sitzen fegt!


Unglaublich, welcher Aufwand wurde hier getrieben,
die Protagonisten sind wahrhaftig nicht allein geblieben:
Mit bis zu 60 Leuten wird der Rasen stark bespielt,
Erstaunlich, da├č er bis zum Ende hielt!

Hervorgehoben sei das fabelhafte Ballett vom Haus
Die fegten die B├╝hne mal so richtig aus!
Wie eine wabernde Masse sie den Teufel umgeben
Und sehr viele andere Szenen mit ihrer Kunst beleben!
Auch des Hauses Opernchor reichte dem Team alleine nicht
So wurde ein Extra-Chor noch dazu verpflichtÔÇś.

Lisa Wedekind brillierte als mahnende Mutter im Designerkleid,
Und als vernachl├Ąssigte ÔÇ×Good DeedsÔÇť tat sie einem richtig leid.
Sie brachte Sanftheit in das wilde Spiel und ber├╝hrte,
bevor sie Everyman zur Reue und zum guten Ende f├╝hrte.

So viele spielten mit, diese will ich unbedingt noch nennen:
Philipp Werner als sympathischen Teufel lernten wir kennen,
Amelie Kunzmann spielte Gott ganz selbstbewu├čt - und meiner Treu:
Perfekt gesprochen die fremde Sprache ganz ohne Scheu!


Den Tod, unerbittlich und von Gott entsandt
Gibt Andy Kuntz im strahlend wei├čen GÔÇÖwand.
Auch sonst ist er auf der B├╝hne zuhaus,
Jedoch nicht gerade eine Theatermaus.
Sonst gefeierter Frontmann der Gruppe Vanden Plas,
Ist er als Progessive-Metal-Rocker ein ÔÇ×alter HasÔÇś!ÔÇť

Er singt anders, laudatiert sp├Ąter Herr M├╝nstermann,
als ein Musical- oder Operns├Ąnger dies jemals kann!
Und genau dies ist besonders und macht seinen eigenen Stil,
Mit starker Stimme und gro├čen Gesten bestimmt er das Spiel!
Bedrohlich omnipr├Ąsent erscheint der grausige Geselle
Sogar auf dem Rang und lauert auch sonst an jeder Stelle!
Im wallenden wei├čen Wams wirft er sich zum Ruf in Pose
Und Everyman schlottert jedes Mal vor Angst die Hose!

Andy Kuntz, Dank f├╝r dies Werk und f├╝r des WagnisÔÇś Mut!
Hat sich gelohnt, ist so richtig ÔÇ×weltgeilÔÇť gut!
Ein opulentes Fest f├╝r jeden Sinn,
Wir gehen gleich noch einmal hin!


Chris Murray IST der Everyman!
Who else, wie solltÔÇś das gehÔÇÖn?
Die Rolle pa├čt zu ihm wie ÔÇ×AÔÇŽ. auf EimerÔÇť,
So gut verk├Ârpert Everyman sonst wohl keiner!

Da├č Chris so richtig (Zitat) ÔÇ×geile T├Âne singtÔÇť
Das wei├č wohl mittlerweile jedes Kind!
Wuchtige, peppige und leise Arien hat er in diesem St├╝ck,
Toll das Duett mit dem Tod und sein Solo auf der Br├╝ckÔÇś

Mit seiner Stimme in allen Genres zu Haus
F├╝llt seine Opernstimme locker alles aus!
(Eigentlich br├Ąuchte er gar kein Mikrofon,
Das h├Ârte man bei der Probe schon!)
Mit den Gitarren er fetzig rockige Dialoge f├╝hrt,
Und sanft mit einer Ballade unsere Herzen r├╝hrt.

Was mich jedesmal wieder aufÔÇÖs Neue fasziniert:
Wie er die Rolle lebt, sie ganz eigen interpretiert!
Auch seine typische Komik l├Ą├čt er uns vermissen nicht:
Wie jedermann macht auch Jedermann mal ein komisches Gesicht!

Sein Spiel vom Gro├čkotz zur Einsamkeit hin├╝berschweift,
Aufkeimende Hoffnung, VerzweiflungÔÇŽ man begreift
Er vermittelt, es geht jeden von uns etwas an,
Er ist wie Du und ich: jedermann ist Jedermann!


Die Herren Hofmannsthal, Kuntz, Moschitz und Vanden Plas,
Herr Murray, Herr M├╝nstermann: Wie geil war denn das!?
Ein dreifach Bravo an Alle, die hierzu beigetragen!
Wir kommen wieder und werden es auch weitersagen!


Abgesehen von Musik, Schauspiel, Gesang und Tanz
Sollte man eines vergessen nicht ganz:
Gerade in der heutigen egoistisch monet├Ąr gepr├Ągten Zeit
Gewinnt dies Moralit├Ątenspiel wieder an Bedeutsamkeit

Der mittelm├Ą├čige Spa├čdichter
Harald Meier

Dermittelm├ĄssigeSpassdichter (erste Bewertung)


Ein w├╝rdiger Nachfolger

12.04.2019 - WIR im Schmidtchen ist das 2. St├╝ck von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek, die mit Jana und Janis einen absoluten genialen ├ťberraschungshit gelandet hatten in der Vergangenheit.

"Wir" widmet sich nun dem ganz normalen Leben 2er Paare, eins davon schwul und das andere lesbisch.
Es geht ums Kinderkriegen, Lebensplanung, W├╝nsche, Familien Konflikte und allt├Ągliche Probleme, die wir alle kennen. DOCH hier sehr charmant und mit Witz erz├Ąhlt und mit der ein oder anderen Gesellschaftskritik verbunden, die einfach Spa├č macht!

Die Darsteller legen sich richtig ins Zeug und tragen den Abend komplett mit all seinen lauten und ruhigen Momenten. Eine absolute Entdeckung ist Steffi Irmen, die als burschikose Lesbe Sabine, die Sympathien gleich f├╝r sich gewinnt. Gesanglich top, dazu sehr gute Hip Hop Moves und ein Lachen was total ansteckt. Punktlandung!
Als sichere Bank im Schmidt Universum hat Kathi Damerow die ein oder andere Highlight Szene zu bieten, so switcht sie zwischen der besten Freundin, zur veganen Kellnerin und anderen.
Die M├Ąnner stehen dem ganzem aber in nichts nach!
Herrlich Spie├čig und etwas verklemmt kommt Veit Sch├Ąfermeier daher und Janko Danailow gibt den bunten Paradiesvogel in Leggins ( wer das St├╝ck sieht, wei├č das ich hier falsch zitiere ) :-)

Musikalisch wieder sehr modern mit Einschl├Ągen zu Pop, Hip Hip und Bubble Gum Pop, sowie auch sch├Âne ruhige Balladen, die vielleicht manchmal etwas zu steril wirken, da, wie im Schmidtchen meistens, die Musik vom Band kommt. Ein kleines Manko.
Aber mit Bye Bye Bitterfeld gibt es einen absoluten Ohrwurm.

Insgesamt ist es eine kleine wirklich tolle Show, die man sich anschauen sollte!
Sie best├Ątigt wiedermal, das Schmidtchen ist eine kleine "off" Theater Schmiede mit riesigem Potenzial!

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sehens und H├Âhrenswert !

10.04.2019 - Was f├╝r ein Event !
Wir waren mit der ganzen Familie drin. Es wurde ja auch ganz sch├Ân die Werbetrommel ger├╝hrt und so waren wir alle sehr gespannt auf den Abend.
Die Auff├╝hrung hat uns alle total geflasht.Niemals h├Ątten wir uns vorstellen k├Ânnen, dass so was mal nach Pforzheim kommt.Ganz grosses Kompliment.Von der kleinsten Rolle an klasse besetzt.Wundersch├Ân melancholisch machendes B├╝hnenbild.Guter Ton und sehr besondere Regie.
Everyman und der Tod sind vom Schauspiel und Gesang her ne mega Wucht.Sollte man sehen und h├Âren!

Eliza Doolittle 1 (erste Bewertung)


Tr├Ęs fran├žais!

09.04.2019 - Um es voraus zu schicken: Ich kenne weder den zugrunde liegenden Film, noch habe ich die Broadway-Inszenierung von AMELIE gesehen.

Das Werk7-Theater in M├╝nchen wurde innen wie au├čen mit viel Liebe zum Detail dem franz├Âsischen Stil angepasst.

Auch das B├╝hnenbild ist atmosph├Ąrisch bestens gelungen und wird ebenso gut ausgeleuchtet. Dadurch fallen die fehlenden technischen M├Âglichkeiten eines konventionellen Theaters kaum ins Gewicht. Alleine Inszenierung und Staging h├Ątten die Sichtverh├Ąltnisse im amphitheaterartigen Auditorium etwas besser ber├╝cksichtigen sollen. (Die nach wie vor katastrophal unbequeme Bestuhlung ist ein anderes Thema.)

Die Geschichte der etwas verschroben egozentrischen Amelie ist vergleichsweise unspektakul├Ąr und ohne stringenten Spannungsbogen. Ebenso entspannt geht Regisseur Christoph Drewitz die Inszenierung an. Tempo wird haupts├Ąchlich durch die gro├če Quirligkeit des kleinen Ensembles erzeugt. Ohne Atempause wuseln die Darsteller ├╝ber die Spielfl├Ąche und zwischen den Zuschauern. Interaktive geht es zu. Zuschauer werden angesprochen und teilweise auch mit kleinen Aufgaben eingebunden. Einfache Mittel und gro├če Kreativit├Ąt zeichnen Drewitz aus und lassen immer wieder schmunzeln.

Das Musical tr├Ągt Amelies Namen. Das scheint Programm und Verpflichtung f├╝r den Autoren gewesen zu sein. Amelie ist eigentlich die einzige, die eine konkrete Vergangenheit und einen definierten Charakter hat.
Alle anderen Personen sind bunt exzentrische V├Âgel, deren Charakterzeichnung gelegentlich doch zu sehr ins cartoonhafte geht. Die Mutter oder der Lauchverk├Ąufer k├Ânnen da schon etwas anstrengend werden. In der Masse, der auftretenden Figuren gleicht es sich aber wieder ganz gut aus.

Die Musik ist Thema, Ort und Zeit absolut angemessen. Zeitgem├Ą├čer Chanson-Pop sorgt f├╝r authentisches Flair.

Die Besetzung ist durchgehend gro├čartig und typgerecht. Selbst die Erstbesetzung der Amelie, die durch Abwesenheit gl├Ąnzte, wurde souver├Ąn durch eine Zweitbesetzung
ersetzt.

DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE ist ein entspanntes kleines Kammermusical, dass einem eine vergn├╝gliche Zeit bereitet und gut gestimmt das Theater verlassen l├Ąsst.
Sch├Ân, dass sich die SE traut neue Wege auszuprobieren.

Allerdings scheint sich dieser Wagemut, wie schon bei FUCK YOU GOETHE, nicht (finanziell) auszuzahlen. Das Theater war wohl nur zu einem Drittel ausgelastet und die Reaktionen des Publikums eher zur├╝ckhaltend.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Erfolgreiche Premiere

07.04.2019 - Sensationelle Premiere von Everyman im ausverkauften Theater in Pforzheim. Alle Beteiligten rockten die B├╝hne. Egal ob gesanglich, t├Ąnzerisch, gestalterisch oder organisatorisch, Pforzheim hat ein Meisterst├╝ck in sein wundersch├Ânes Theater gebracht. In einem phantastischen B├╝hnenbild gl├Ąnzten T├Ąnzer und S├Ąnger, in einer in vielen Teilen ver├Ąnderten Inszenierung gegen├╝ber den Auftritten in M├╝nster. Das Pforzheimer Orchester sowie die Band Vanden Plas pr├Ąsentierten die Musik von G├╝nter Werno, Stephan Lill und Andy Kuntz in ausgezeichneter Form. Alle Solisten und der Chor zeigten eine Leistung der Spitzenklasse. Als Fan von Chris Murray und Andy Kuntz gefiel mir besonders das Ballett und die Kindergruppe, die Gott und ÔÇ×seineÔÇť Engel darstellte. Das Publikum, im Alter von 9 bis 90, lies mit minutenlangen stehenden Ovationen keinen Zweifel an seiner Begeisterung aufkommen. Der lange Weg von Duisburg nach Pforzheim hat sich in jeder Hinsicht mehr als gelohnt.

Ravenmusic (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Heiter-melancholische Weill-Biographie mit wundersch├Âner Musik

01.04.2019 - Insgesamt sehr gut gelungene Inszenierung eines fabelhaften St├╝cks. Wunderbare Musik um Schwelgen in Broadway-Klassikern, flott, witzig, aber auch angemessen traurig. Gro├čartige Gesangsleistungen und ├╝berraschende Tanzeinlagen. Der zweite Teil erschien mir etwa auszufasern und zu lang zu sein, aber vielleicht waren das auch nur die harten St├╝hle. Schade, dass f├╝r die G├Ąste, die kein Englisch sprechen, keine deutschen ├ťbertitel angeboten wurden. Um der Handlung folgen zu k├Ânnen, w├Ąren dies hilfreich gewesen. Vielleicht auch deshalb blieben viele Sitze leer. DAs hat das St├╝ck und diese Schauspieler und S├Ąnger nicht verdient! Ich w├╝nsche mir, dass noch mehr Menschen - auch in Berlin - die Chance nutzen und nach Leipzig kommen, um sich dieses St├╝ck Musicalgeschichte anzusehen.

Kurti (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Sehenswert - mit einigen Abstrichen, vor allem im 2. Akt

30.03.2019 - Wow.
Wenn sich der Vorhang des Abends ├Âffnet, dann ist man erst mal erschlagen von der klanglichen und produktionstechnischen Qualit├Ąt dieser Show. Das geht im Londoner West End auch nicht besser:
Da gibt es eine riesige, viereckige, sich drehende Guckkastenb├╝hne, die den Unterschied zwischen Backstage-Szenen und Szenen auf der B├╝hne ganz wunderbar veredeln kann.
Das alles wird erg├Ąnzt durch hochmodernes Mapping und gro├čartiges Videodesign.
Da spielt ein ├╝ber 30-k├Âpfiges Orchester die zeitlosen, ohrwurmtr├Ąchtigen Melodien Cole Porters mit Verve und Leidenschaft auf.
Und dann gibt es noch das hinrei├čende Protagonisten-Traumpaar Tobias Licht und Barbara Obermeier, welches als Fred Graham/Petruchio und Lilly Vanessa/Kate keine W├╝nsche offen l├Ąsst. Was f├╝r ein Witz, welch ├╝berbordende Chemie!
So zeigt sich diese Produktion gerade im ersten Akt voller Highlights und gro├čartiger Kabinettst├╝ckchen, welche einem ein durchg├Ąngiges Grinsen ins Gesicht zaubern und zu mehreren lauten Lachsalven f├╝hren.
Die Choreografien sind hei├č und werden exzellent und ├Ąu├čerst exakt getanzt.
Beatrice Reece als Lois Lane/Bianca darf man sicher als sehr ungew├Âhnliche Besetzung f├╝r die Rolle bezeichnen, die zumindest f├╝r mich nicht ganz aufgeht. Stimmlich jedoch zeigt auch sie sich erstklassig.
Einige massive Striche h├Ątten dem 2.Akt elementar gut getan.
Irgendwie geht der Regie das Grundger├╝st der Show im zweiten Akt verloren, w├Ąhrend sich das B├╝hnenger├╝st inflation├Ąr und schwindelerregend dreht und dreht. Da w├Ąre weniger mehr gewesen.
Der st├Ąndige Wechsel zwischen englischen Originaltexten und deutscher ├ťbersetzung der Songs erschlie├čt sich leider zu keinem Zeitpunkt.
Unklar bleibt auch, warum der hochtalentierte Oedo Kuipers ("Mozart!"), der eigentlich Gremio spielen sollte, wie ein Theatergeist alle Szenen im Hintergrund begleitet, um danach verpoppte Reprisen der bekannten Hits der Show zu singen. Dieser Darsteller h├Ątte eine klarere und eindeutigere Rollenzeichnung verdient.
Leider wird das ikonische "Schlag nach bei Shakespeare" in der besuchten Vorstellung durch die Notbesetzung des ersten Ganoven zum Totalausfall und so fehlt einer der wichtigsten Showstopper.
Die hauseigene Souffleuse hatte an diesem Abend jedenfalls h├Ârbar viel zu tun und hat sich ihre Gage redlich verdient.
Einen Besuch ist diese Inszenierung alle Mal wert, allein wegen des gro├čartigen Produktionsdesigns, der musikalischen Brillanz und der hervorragenden Hauptdarsteller.
Ich f├╝r meinen Teil war zumindest im 1.Akt absolut verzaubert.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein toller Abend

22.03.2019 - Wir hab├ęn die Show gestern gesehen, ein toller Abend und ein gro├čer Spa├č. Alle Darsteller waren klasse und haben eine super Leistung abgeliefert. Die Band war erstens nicht ohrenbet├Ąubend laut und hat ihren Anteil zum stimmigen Gesamteindruck. Das St├╝ck ist wirklich nett und passt super in die Bar jeder Vernunft. Off Broadway in Berlin, davon bitte mehr.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sehr sehenswert - Ein Landestheater tischt auf!

20.03.2019 -

musicals&more (erste Bewertung)


Schrecklich

19.03.2019 - Schreckliche Cast!

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Omg

19.03.2019 - Schrecklich. Ich finde sowas ist kein Musical mehr.

Sorry aber die Darsteller m├╝ssen schon die B├╝hne abr├Ąumen.

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Freude auf Fulda

19.03.2019 - Achhhhh ich freue mich auf Sabrina!


Das wird eine mitrei├čende packende Musical Show.

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Neunkirchen 2018 :(

19.03.2019 - Ich habe das Musical in Fulda gesehen und bin so ├╝berw├Ąltigt von Sabrina Weckerlin. Mein absoluter Liebling. Daher wollte ich es unbedingt in F├╝ssen sehen, weil hier ja sehr mit Namen geworben wurde.

Was war das???? Die Darstellerin der P├Ąpstin trifft ja keinen Ton. What????? Ein Titelrolle klingt wie eine Absolventin mit sehr viel schr├Ągen T├Ânen.

Eigentlich habe ich mich auch auf Uwe Kr├Âger gefreut aber seine Zeiten sind halt gesanglich auch vorbei. Schade ..Schauspielerisch ist er eine Bereicherung.

Kevin Tarte fand ich Klasse.

Im gro├čen und ganzen eine tolle Story aber kein Vergleich zu Fulda. Die Nebendarsteller haben die Show gerettet.

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Schlimm...

18.03.2019 - Das Positive vorweg: die Musik ist nat├╝rlich toll ! Das B├╝hnenbild auch sehr ansprechend und einfallsreich.
Leider hat mir alles andere nicht gefallen:
o.k., die Story ist wirr und nicht nachvollziehbar. Das finde ich grunds├Ątzlich nicht so schlimm, wenn man dabei noch gut unterhalten wird. Aber die Dialoge sind teilweise so l├Ącherlich, die Texte furchtbar. Besonders ge├Ąrgert habe ich mich ├╝ber die einfallslosen Choreografien: unvermittelt beginnt das Ensemble zu tanzen,es hatte mit der Szene nix zu tun.
Die CD h├Âre ich ganz gerne, in konzertanter Form h├Ątte mir "Bat out of hell" wahrscheinlich gefallen.

dolcetto (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Da k├Ânnte man was draus machen

18.03.2019 - Die Darsteller sind eigentlich gut, die Kost├╝me passabel, die B├╝hnendekoration okay und trotzdem reisst einen die Show nicht vom Hocker. Das liegt wohl schlicht daran dass es zwischen den verschiedenen Musicals gar keine ├ťberg├Ąnge gibt. Immer ein ewig langes "black" killt jede Stimmung. Schade.

Der Preis ist auf jeden Fall viel zu hoch f├╝r das, was geboten wird.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Tolle Musik, hervorragende Inszenierung

18.03.2019 - Sehr moderne und flotte Inszenierung des klassischen Stoffes mit ├╝berraschendem Ende. Viele der Songs bleiben und gehen ins Ohr.

Spass macht es auch den Darstellern auf der B├╝hne zuzuschauen, da die selbst unglaublich viel Spa├č an ihrer Arbeit haben. Dass rei├čt den Saal mit.

Unglaublich viele junge Besucher im Saal. Das spannende: die waren voll mit dabei. Kompliment, dass muss man heutzutage erst einmal schaffen.

Tolle Kost├╝me, effektvolles B├╝hnenbild und ein sehr schmuckes Theater runden den Besuch ab.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Hingehen!

17.03.2019 - Die Premiere gestern in Regensburg war - STARK!

Die packende Inszenierung, das klare B├╝hnenbild und die Kost├╝me f├╝gen sich zu einem gro├čen Ganzen.
Das Tanzensemble und die Choreographien unterstreichen dies.

Die Solisten sind durchweg gut besetzt - ber├╝hrend Ruud van Overdijjk in seiner Version von "Pity the Child". Thomas Christ und Christiana Wimber harmonieren wunderbar zusammen. Seymur Karimov und Christian Schossig agieren fabelhaft als russische und amerikanische Delegierten.

Am meisten im Ged├Ąchtnis bleiben jedoch Brent L. Damkier als Schiedsrichter und der leider viel zu kurze, daf├╝r aber beeindruckende Auftritt von Esther Baar als Svetlana. Baar und Damkier bestachen durch exzellente und starke Stimmen und herausragende B├╝hnenpr├Ąsenz.

Ein kleines Manko gab es jedoch - die Textverst├Ąndlichkeit des Opernchores lie├č leider zu w├╝nschen ├╝brig.
Ansonsten - HINGEHEN! Es lohnt sich!

SinginFan (erste Bewertung)


Zwei Weltmeister ihres Fachs

17.03.2019 - Im Velodrom des Theater Regensburg konnte ich gestern die Premiere von CHESS bewundern. Ein wahrlich bildgewaltiger Abend, der beeindruckt. Der vor allem durch seine leading men beeindruckt. Ruud van Overdijk beeindruckt mit seiner gut gef├╝hrten Rockstimme in schwindelerregender H├Âhe. Selten habe ich ein besseres PITY THE CHILD geh├Ârt. Bravo! Sein Schachgegner Thomas Christ ber├╝hrt mit seinem lyrischen Bariton und macht so ANTHEM zu einem H├Âhepunkt des Abends. Leider k├Ânnen da die Frauen nicht mithalten. Esther Baar klingt unsicher und Christiana Wimber ist stimmlich, aber auch spielerisch fehlbesetzt. Ein weiteres Highlight dieser Produktion ist das Ballett! Das Orchester sorgt f├╝r satte Unterst├╝tzung und mit mehr als 30 Musikern f├╝r einen symphonischen Sound, wie man ihn selten beim Musical findet. Die Regisseurin hat es geschafft, das komplizierte St├╝ck so zu erz├Ąhlen, dass man es versteht und so wird CHESS in Regensburg absolut sehenswert.

sweatcharity (erste Bewertung)


Die perfekte Show! ÔÇô ÔÇŽvielleicht ein wenig zu perfekt?

09.03.2019 - Zugegeben: Ich hatte ein wenig Bammel ÔÇô Bammel, dass es mir nicht gefallen k├Ânnte! Ich liebe den Film mit Julie Andrews, Dick Van Dyke, David Tomlinson und Glynis Johns seit meiner Kindheit: Die Melodien kann ich heute noch mitsingen! So sa├č ich hier im Stage Theater an der Elbe in Hamburg mit einen wundervollen Blick auf den Hafen incl. Elb-Philharmonie und wartete (an-)gespannt auf den Beginn der Vorstellung!

Vorweg: Es war die perfekte Show! ÔÇô ÔÇŽvielleicht ein wenig zu perfekt?

Obwohl die Handlung vom bekannten Film abwich und einige neue Szenen eingef├╝gt wurden, so erkannte ich doch deutlich ÔÇ×meineÔÇť Mary Poppins wieder. Das B├╝hnenbild war phantasievoll und farbenfroh: So faltete sich das Heim der Familie Banks auf wie ein Puppenhaus, der graue Park verwandelte sich in Sekunden zu einem bunten Bl├╝tenmeer, und zum Tanz der Schornsteinfeger ├╝ber den D├Ąchern von London qualmten die Schornsteine ihren Dunst in den Sternenhimmel.

Das Ensemble ├╝berzeugte in vielen kleinen Rollen, und die ├ťberg├Ąnge liefen pr├Ązise wie ein Uhrwerk: Roimata Tempelton als Miss Andrews (herrlich schrill und boshaft), Alex Avenell als Mrs Brill (ruppig mit Herz), Noah Wili als Robertson Ay (liebenswert trottelig) und Maik Lohse als Admiral Boom (ssstolperte ├╝bern ssspitzen Ssstein). Hervorheben m├Âchte ich gerne Kaatje Dierks, die mich als Vogelfrau in ihrem gleichnamigen Song sehr bewegte.

Maria Dana├ę Bansen als Mary Poppins war eine aparte Erscheinung mit sehr sch├Âner Stimme, lie├č allerdings ein wenig Pers├Ânlichkeit oder auch ÔÇ×Star-QualityÔÇť vermissen (Achtung: Leiden auf hohem Niveau!). Andrea Luca Cotti gab einen witzigen, jungenhaften Bert mit gro├čem Bewegungstalent. Meine Hochachtung galt den Kinderdarstellern Ava und Liam als Jane und Michael Banks, die vom Anfang bis zum Ende in beinah jeder Szene pr├Ąsent waren und diese Aufgabe mit Bravour meisterten.

Doch die heimlichen Hauptrollen waren f├╝r mich George und Winifred Banks, da diese die gr├Â├čte Entwicklung im St├╝ck machten. Livio Cecini und Julia Li├čel waren so wunderbar aufeinander eingespielt: Die Geste des einen hatte eine Reaktion der anderen zur FolgeÔÇŽ! Dieses ber├╝hrende Zusammenspiel zweier Schauspieler sorgte bei mir f├╝r feuchte Augen.

Dank dieser Beiden wurde eine perfekte Show wahrlich ÔÇ×perfektÔÇť!

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gelungene Inszenierung: "Life is a Cabaret"

09.03.2019 - Clifford Bradschaw tritt auf. Er ist Schriftsteller aus Amerika und auf dem Weg ins Berlin der Weimarer Republik, um dort im pulsierenden Leben der Gro├čstadt endlich die Inspiration f├╝r seinen gro├čen Roman zu finden. Auf der gro├čen Leinwand flackern die ersten Bilder und formen sich zu Konturen: Clifford sitzt im Zugabteil und lernt den Devisenschmuggler Ernst Ludwig kennen, der ihm nicht nur eine Bleibe vermittelt sondern auch die Freundschaft anbietet. Clifford nimmt ÔÇô trotz der Warnung des windigen Conf├ęrenciers ÔÇô beides an,ÔÇŽ

ÔÇŽund taucht am Silvesterabend des Jahres 1929 in die dekadente Welt dieser Metropole ein, lernt Nachtclub-S├Ąngerin Sally Bowles kennen und lieben, sieht wie die zarte, sp├Ąte Liebe seiner Wirtin Fr├Ąulein Schneider zum j├╝dischen Obsth├Ąndler Herr Schulz aufgrund der politischen Entwicklungen zerbricht und erkennt die Nationalsozialisten, die immer mehr Einfluss gewinnen, als Bedrohung der Freiheit des Einzelnen und als Zerst├Ârung der Grundfeste der demokratischen Gesellschaft.

Harter Tobak f├╝r ein MusicalÔÇŽ! ÔÇ×CabaretÔÇť wird im Spielplan des Stadttheaters Bremerhaven darum auch unter ÔÇ×SchauspielÔÇť gef├╝hrt. Und so sind die Hauptrollen (mit einer Ausnahme) aus dem Schauspielensemble besetzt. Zudem wurde auf das gro├če Orchester verzichtet: Die Musik klingt in der Besetzung der 6-Mann-starken Band unter der Leitung von Jan-Hendrik Ehlers darum auch mehr nach Weill/ Brecht als nach Broadway-Sound.

W├Ąhrend in anderen Inszenierungen das Hauptaugenmerk gerne eher auf Sally Bowles und dem Conf├ęrenciers liegt, steht hier der Schriftsteller Clifford Bradshaw im Mittelpunkt und r├╝ckt so das Musical n├Ąher an seine Vorlage, der Erz├Ąhlung ÔÇ×Goodbye to BerlinÔÇť von Christopher Isherwood. Henning B├Ącker f├╝llt diese Aufgabe bravour├Âs aus. Er tr├Ągt diese anspruchsvolle Rolle, ist nicht nur Erz├Ąhler ÔÇô Nein! ÔÇô er ist der Chronist seiner Zeit: Nah genug, um betroffen zu sein/ fern genug, um ein krankes System zu erkennen! B├Ąckers Clifford Bradshaw bleibt, trotz aller Ambivalenz und sich den Verlockungen kurzfristig hingebend, das Gewissen des St├╝cks: F├╝r ihn steht die Menschlichkeit ├╝ber allem!

Die Sally Bowles von Dorothea Maria M├╝ller (Gast und einziger Musicalprofi im Ensemble) erscheint anfangs als oberfl├Ąchliches Flittchen, der Spa├č (auch am Sex) und die eigene, kl├Ągliche Karriere wichtiger zu sein scheinen, als eine ernste Beziehung oder die angespannte politische Atmosph├Ąre. Erst im 2. Akt ├Ąndert sich diese Haltung, als Sally schmerzhaft erkennen muss, dass sie selbst f├╝r ihr Tun (oder auch Nicht-Tun) verantwortlich ist. Hier hat Dorothea Maria M├╝ller die Gelegenheit nicht nur gesanglich sondern auch schauspielerisch zu gl├Ąnzen: Ihre Konfrontation mit Cliff ist voller Dramatik und geht unter die Haut. Zudem verf├╝gt M├╝ller ├╝ber eine tolle Stimme und bringt die Song-Klassiker dank ihrer individuellen Phrasierung zum Bl├╝hen.

Sascha Maria Icks wurde unl├Ąngst in einem Artikel eines Boulevard-Magazins als ÔÇ×Grande DameÔÇť des Stadttheater Bremerhaven bezeichnet. Soweit w├╝rde ich nicht gehen: Klingt dies doch zu sehr nach nahender Rente, und davon ist sie weit entfernt. Im Gegenteil: Auch in der Rolle des Conf├ęrenciers zeigt sie wieder ihre Kunst. Ihr Conf├ęrencier ist ein anpassungsf├Ąhiges Wesen (sexuell/ politisch) voller Ironie und der diabolische, scheinbar unber├╝hrbare Strippenzieher, dem menschliche Schicksale oder politische Entwicklungen ÔÇ×am AÔÇŽÔÇť vorbei geht. Selten wird diese Rolle von einer Frau verk├Ârpert: Dabei ist sie mit ihrer Ambivalenz, Androgynit├Ąt und sexueller Flexibilit├Ąt auf kein Geschlecht festgelegt. Icks ist in guter Gesellschaft: Bei der deutschsprachigen Ur-Auff├╝hrung 1970 am Theater an der Wien wurde diese Rolle von der gro├čartigen Blanche Aubry verk├Ârpert.

Isabel Zeumer und Kay Krause als Fr├Ąulein Schneider und Herr Schulz gl├Ąnzen nicht: Sie schimmern nur zart inmitten dieses ganzen grellen Tands und Flitters und ber├╝hren darum im Spiel umso mehr. Gerade die Zerst├Ârung dieses kleinen Gl├╝cks der ├Ąlteren Menschen ber├╝hrt beinah mehr als die gro├če Dramatik zwischen Sally und Cliff.

Jakob T├Âgel ist schon rein optisch der Vorzeige-Deutsche: gro├č und blond. Er legt die Rolle des Ernst Ludwig anfangs beinah zu sympathisch an. Er ist der attraktive Verf├╝hrer, der scheinbar ungef├Ąhrlich, daf├╝r sexuell sehr aufgeschlossen, das Vertrauen seiner Mitmenschen gewinnt, um dann sp├Ąter die Fratze des Nationalsozialisten zu zeigen.

Mark Zurm├╝hle ist eine aufw├╝hlende Inszenierung gelungen: Der erste Akt pl├Ątschert scheinbar belanglos vor sich hin. Das Am├╝sement steht im Vordergrund. Alles scheint banal! Umso m├Ąchtiger treffen das Publikum die Entwicklungen des 2. Aktes und machen betroffen ÔÇô ├Ąhnlich wie die politischen Entwicklungen unserer Gegenwart: erst in Sicherheit wiegen, dann zuschlagen! Einzige (kleine) Wermutstropfen dieser Inszenierung waren f├╝r mich die farblos wirkende Choreografie von Andrea Danae Kingston und die wenig individuelle Zeichnung der Kit-Kat-Girls und -Boys (Vielleicht auch so gewollt?).

Eine absolut sehenswerte ÔÇ×CabaretÔÇť-Inszenierung, bei der Schauspiel vor Show steht!

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Den dritten Stern nur wegen der Musik

05.03.2019 - Bat out of Hell an einem Samstag Abend. In den ersten 4 Hauptrollen 3 Zweitbesetzungen. Vollens ├╝berzeugt haben mich einzig Franziska Schuster und Aisata Blachman, auch weil Zweitere fast ohne Akzent sprach und sang. Alex Melcher fand ich schauspielerisch gut, gesanglich ├╝berzeugte er mich aber nicht. Beim grossen Rest der Hauptdarsteller waren deutliche Akzente zu h├Âren, was vor allem in den Sprechszenen echt m├╝hsam war. Ich frage mich echt, wieso man es nicht schafft, ein so kleines Ensemble mit Leuten zu besetzen, die der deutschen Sprache m├Ąchtig sind. Anderseits macht man einen Riesenaufwand, die Lieder ins Deutsche zu ├╝bersetzen, was in meinen Augen v├Âllig unn├Âtig ist.

Die Handlung in meinen Augen nebens├Ąchlich, um nicht zu sagen unn├Âtig. Man h├Ątte von mir aus das Ganze auch konzertant r├╝ber bringen k├Ânnen. Aber dann w├Ąrs ja kein Musical.

Der Saal war sehr sp├Ąrlich besetzt, denke so an die 300-400 Zuschauer. Die Stimmung war aber ok.

Das B├╝hnenbild hingegen fand ich sehr aufw├Ąndig und gelungen.

Das grosse Plus f├╝r mich die Musik von Meat Loaf, welche die Band auch gelungen r├╝ber brachte.

Musik: 4.5 von 5
Besetzung: 2.5 von 5
Inszenierung: 2 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamt: 3 von 5

Fazit: War nett, mal die tolle Musik zu erleben. Aber Wiederholungst├Ąter werde ich hier nicht.

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolle St├╝ck in Kempten

04.03.2019 - Leider war die B├╝hne sehr gro├č und wenig Kulisse!

Vor allem m├Âchte ich Matthias Stockinger als Ludwig und Michaela Kovarikova als Sissi hervorheben. Hat mich sehr mitgenommen dieses St├╝ck.

Norbert Lamla Top!

Manuel19 (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Richtig schlecht

04.03.2019 - Schlechte S├Ąnger und S├Ąngerinnen! Bis auf einige Ausnahmen aber im Gro├čen und Ganzem. Schade um das Geld!

Manuel19 (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


SO geht Theater!

01.03.2019 - Zu dieser Show ist hier und im Forum schon alles N├Âtige geschrieben worden, daher jetzt nur ein aus tiefstem Herzen kommendes DANKESCH├ľN an alle auf, hinter und neben der B├╝hne und sonst wie an dieser Produktion Beteiligten f├╝r wundersch├Âne Theaterstunden! Deutschland vertr├Ągt mehr von dieser Sorte!

EinEssener (erste Bewertung)


Im Gro├čen und Ganzen gut

25.02.2019 - Moin!
Also hier mal meine Review zu BOOH.

Ich war am Freitag (22.02.) das erste Mal in dem Musical... meine Meinung grob zusammengefasst: Ich fand es im Gro├čen und Ganzen gut.

Fangen wir mit der Saal├Âffnung an: Ich pers├Ânlich liebe es ja, wenn man in einen Saal reinkommt und es passiert schon was - das fand ich echt mega. Die B├╝hne, die Sounds, das Licht... das war richtig imposant und stimmt schonmal richtig ein ;)

Und hier kommen wir schon zum Hauptgewinner des Abends: Die B├╝hne und die B├╝hnentechnik!

Ich glaube ich habe noch nie so eine ausgereifte B├╝hnentechnik und so ein grandioses B├╝hnenbild gesehen (neben "Jekyll & Hyde" in K├Âln). Einfach gro├čartig, was sich dort alles bewegt hat und wie. Tolle Effekte, sowohl Licht als auch Pyro, Qualm, etc. - das war wirklich ganz gro├čes Kino.

Die Projektionen war ebenso hervorragend!

Extrem interessant das ganze mit den Kameras und dem Bildschirm. Auch, dass manches gleichzeitig von zwei gespielt wird, wovon aber nur eine Person "richtig" ist und das andere ein Double - das erinnerte mich an TdV und fand ich wirklich gut.

Die Musik war der Wahnsinn! Sch├Ân laut und es hat richtig geknallt - so muss das in einer Rockshow! Ich erinnere mich noch an WWRY in K├Âln, wo sie tats├Ąchlich den Hinweis geben mussten, dass es laut ist... oh man.

Der Sound war zu 80% gut. Am Anfang verstand alle Hauptdarsteller nicht so, wegen der Lautst├Ąrke des Ensembles... das hatte man aber nach 2 Liedern deutlich h├Ârbar ge├Ąndert - wie soetwas passieren kann... keine ahnung.

Bevor ich hier vllt. auf die einzelnen Darsteller zu sprechen komme, komme ich zu dem gr├Â├čten Kritikpunkt des St├╝cks: Das Buch.

Mir ist bewusst, dass bei solchen St├╝cken die Handlung ├╝berhaupt nicht im Vordergrund steht - ich bin auch mit Null Erwartung da rein gegangen... aber bitte. Das war einfach eine Aneinanderreihung von Songs, ohne erkennbare Motivation der Figuren. Das ist dieses typische "achja - ich muss jetzt meine Gef├╝hle besingen". Es wirkte einfach ├╝berhaupt nicht organisch. Auch sprang man mit den "Gef├╝hlen" hin und her. Feiert man in der einen Szene noch Falco und Sloane - so wundert man sich ├╝ber den krassen Abbruch und das darauffolgende Lied von Zahara und Jigsaw.

Ganz schlimm finde ich ├╝brigens das Ende, wo Raven und Strat gef├╝hlte drei Lieder singen, um klar zu machen: Wir lieben uns und wir geh├Âren zusammen. Dann entscheided sich Raven "es geht doch alles nicht" nur um dann NOCH ein Lied zu pr├Ąsentieren - das war schon sehr anstrengend f├╝r mich.

Vieles war auch gut - ich spreche hier wirklich nicht von der k├╝nstlerischen Leistung der Darsteller - aber von eins ins n├Ąchste ohne erkennbare Motivation zu springen ist einfach... naja... nicht so gut ;-)
Es wurde mir zuviel auf die Klischee-Glocke gehauen (gerade die Entstehung der Liebesgeschichte) - mit ordentlich Schmalz - da kann ich Leute verstehen, dass sie "Musical" nicht so m├Âgen, weil es so gek├╝nzelt ist.

Zwischendurch kam ich mir wie in einem experimentellen Schauspielst├╝ck vor - gerade wegen der K├Ârpersprache und Bewegung von "Raven". Das war schon ziemlich seltsam.

Und das mit der Kamera war auch so eine Sache: Musicaldarsteller m├╝ssen gro├č spielen - aber NICHT, wenn die Kamera auf die gerichtet ist und man sie in Gro├čaufnahme sieht. Das klappt bei den Einen besser und bei den Anderen nicht so gut und wirkt dann wie ganz schlechte Daily-Soap.

Alle Darsteller fand ich super (bis auf eine Ausnahme). Die Energie des Ensembles war gro├čartig!

Alex und Willemijn waren schon immer ein tolles Team und sind hier die Leistungstr├Ąger der Show. Super Stimmen - tolles Spiel. Da passt einfach alles. Robin war ebenfalls super. Grandiose Stimme, tolle Ausstrahlung - ich hatte keine Probleme ihn zu verstehen ;) - im Gegensatz zu Sander und Michael :-P Benet hat mich einfach weggehauen mit seiner Stimme, genauso wie Aisata.

Und leider muss ich sagen, hat mir Sarah Kornfeld in dieser Rolle nicht so gefallen. F├╝r mich fehlte einfach die Rock-Power in der Stimme. Sie geh├Ârte f├╝r mich zu den "Daily-Soap" Darstellern... es wirkte einfach alles so unnat├╝rlich. Aber wie gesagt: Vielleicht ist die Rolle auch so geschrieben, aber es traf einfach nicht meinen Geschmack.

Ich kann sehr gut verstehen, warum das St├╝ck die Gem├╝ter spaltet... im Publikum merkte ich das auch ganz deutlich (es war ├╝brigens ziemlich wenig los und die Leute im hinteren Teil wurden nicht nach vorne geholt, was ich ein Unding fand).

Ich bin sehr froh, dieses St├╝ck gesehen zu haben - es wundert mich aber nicht, dass es nicht ganz angenommen wird...

Jekyll&Hyde (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Besser kann Miss Saigon nicht sein

25.02.2019 - Es wurde bereits alles gesagt - deshalb nur kurz: gro├čartige Inszenierung, spektakul├Ąres B├╝hnenbild, perfekter Sound, herausragende S├Ąnger/Schauspieler. Keinerlei Kritikpunkte.

Coloredo! (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Endlich mal wieder ein hochwertiges Musical in K├Âln

25.02.2019 - Wow. Grandios. Fantastisch. Endlich mal wieder ein richtig tolles und gutes Musical in K├Âln.
Miss Saigon ist einfach ein Geniestreich. Absolut empfehlenswert.
Schade dass es nur so kurz in Deutschland spielt.
Nochmal Wow.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Naja es ging so

24.02.2019 - Ich hatte schon nach dem h├Âren der ersten Songs bedenken dieses St├╝ck zu sehen, jedoch gebe ich allen St├╝cken eine Chance.
Die ├ťbersetzung ist und bleibt ein gro├čes Manko. Die Story, habe ich leider nicht verstanden. Ich verstehe so einiges nicht aber es war ok. Einmal sehen hat mir gereicht. Diese Show und ich werden keine gro├čen Freunde. Schade.
Alex Melcher war der Star der Show. Willemjin ist zu jung um diese Frau zu spielen.
Die Tanz Einlagen wirken einfach billig und unpassend.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Ein sch├Âner Abend

24.02.2019 - Wir haben am Freitag den 22.02.19 ÔÇťThe Addams FamilyÔÇŁ in Heerlen besucht. Tolle Cast , sehr witzig und sch├Ânes B├╝hnenbild. Die Musik hat mir leider, bis auf zwei Songs, nicht so gut gefallen. Aber es war ein sch├Âner Abend zu 65ÔéČ in der dritten Reihe Mitte

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Nie mehr ASA Event das steht fest!

24.02.2019 - Das Phantom der Oper
von ASA Event GmbH
im Gasteig M├╝nchen
Carl-Orff-Saal gestern Abend

Eine Schande!

Auf die gro├čen Hits von Andrew Lloyd Webber konnten die zahlreichen Zuschauer gestern Abend beim Musicalabend ÔÇ×Das Phantom der OperÔÇť im Gasteig lange warten.
Zu sehen und h├Âren war etwas komplett anderes. Die Produktion der Central Musical Company ist nur ein Grotten schlechter Abklatsch der Romanvorlage von Gaston Leroux.
Das St├╝ck von einem Musical weit entfernt, gef├╝hlt eher ein Bauerntheater mit Laiendarsteller.
Die Musik von Arndt Gerber
klang mehr als seltsam und verwunderte auch das Publikum.
Kein Klatscher und eine Totenstille nach der Pausenank├╝ndigung tat sein ├╝briges.
Die Erwartungen waren zu hoch - keine 3% des Originals von Andrew Lloyd Webber wurden erreicht.
Keine Spannung, schlechtes Deutsch,
eine stolpernde, lasche Aussprache des Phantoms, nichts brachte die Zuschauer in Stimmung.
Die einzig verl├Ąssliche auf der B├╝hne war die Pistole die mit f├╝nf Fehlz├╝ndungen das St├╝ck aufheiterte!
Das Orchester vor der B├╝hne
├╝bert├Ânte meist die schlecht zu verstehenden Schauspieler.
Vier hopsende Ballettt├Ąnzerinnen hatten hin und wieder grazil ihren Einsatz auf der B├╝hne.
Das computeranimierte B├╝hnenbild, mit Leinwandprojektionen aufgeh├╝bscht, gefiel uns noch am Besten, konnte die Auff├╝hrung trotzdem leider nicht retten.

Wir lieb├Ąugelten damit, die Auff├╝hrung w├Ąhrend der Pause zu verlassen, hielten jedoch durch, in der Hoffnung das ber├╝hmte Lied
ÔÇ× Das Phantom der OperÔÇ× doch noch zu h├Âren.
Mit Entsetzen stellten wir am Schluss fest, dessen betrogen worden zu sein!

Was die groteske Schaufensterpuppe im verblassten verstaubten Kleid am vorderen B├╝hnenrand zu bedeuten hatte ÔÇô blieb uns ein R├Ątsel.

F├╝r uns steht fest - nie mehr zu ASA Event GmbH!

Nie mehr ASA Event (erste Bewertung)


Cats und ich werden keine Freunde

19.02.2019 - Cats (Tour englisch) Z├╝rich 17.02,2019 13:30

Lange habe ich mich gestr├Ąubt, diesen Klassiker anzuschauen. Irgendwie reizte mich die Partitur nie. Da es nun mal in der N├Ąhe spielte, entschloss ich mich kurzfristig, Cats ein Chance zu geben, sich in mein Herz zu spielen. Dies ist leider nicht gelungen.

Musik: 2 von 5
Besetzung: 4 von 5 (4.Punkt f├╝r t├Ąnzerische Leistung)
Inszenierung: 3 von 5
Ausstattung: 3 von 5
Gesamt: 3.5 von 5

Mit der Musik von Cats werde ich auch nach diesem Besuch nicht warm. Mir blieb einzig Memory in den Ohren. Der erste Akt pl├Ątscherte in meinen Augen etwas dahin. Der zweite Akt hatte etwas mehr Power. Die 8 k├Âpfige Band spielte im Hintergrund. Solide, aber f├╝r ein solches Str├╝ck br├Ąuchte es schon etwas mehr Musiker und vor allem Streicher.

Eine tagesaktuelle Castliste war weder aufgeh├Ąngt, noch dem Programmheft beigelegt. Die Cast war solide, aber in meinen Augen stach kaum jemand heraus. Im Grossen und Ganzen alles durchschnittliche Stimmen. Eine Ausnahme war Grizabella, Welche ein einwandfreies Memory lieferte, was auch kurz G├Ąnsehaut erzeugte. Top hingegen, wie die Cast die anspruchsvolle Choreografie leistete.

Zur Inszenierung kann ich nichts sagen, da ich fr├╝here Versionen nicht kenne.

Die Ausstattung war f├╝r eine Tour ok. Die M├╝llhalde bot aber kaum ├ťberraschungen.

Das Theater 11 war ├╝brigens fast ausverkauft. Viele Familien mit Kindern.

Fazit: War nett, es einmal zu sehen. Aber Freunde werden Cats und ich nicht. Und weit reisen w├╝rde ich daf├╝r auch nicht.

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gut, aber...

17.02.2019 - Zum ersten Mal seit vielen Jahren kann mich eine Show im Friedrichstadtpalast nicht restlos begeistern und ├╝berzeugen.
Das liegt nicht etwa daran, dass VIVID schlecht w├Ąre. VIVID ist einfach nur nicht so gut wie seine Vorg├Ąnger der letzten Jahre.

B├╝hnen- und Kost├╝mbild sind wie immer eindrucksvoll. Hier wurde an nichts gespart, weshalb der Produktionsetat auch eine neue Rekordh├Âhe f├╝r den Friedrichstadt Palast darstellt.
Weltklasseniveau haben auch die einzelnen artistischen Acts, die organisch in die Show integriert wurden.

Die Musik spaltet da schon eher meinen Eindruck. Die sph├Ąrischen Kl├Ąnge f├╝r die Artistik sind stimmungsvoll und passend.
Die Lieder f├╝r die Gesangssolisten sind ├╝berwiegend reizloses und langweiliges Techno- und Up-Tempo-Gewummer mit peinlich naiven Texten.

Die Chorografien holen leider nicht das aus dem Corps de Ballet heraus, was dieses Weltklasse-Ensemble leisten k├Ânnte. Da fehlen einfach die Glanzlichter, die das Markenzeichen dieses Hauses sind.

Der Regie von Krista Monson sind deutlich Fehler anzulasten.
Da wird die durchaus interessante Nummer mit der integrierten Ebru Malerei viele zu lange und zu langsam inszeniert. Das potenzielle Show-Highlight "Jungle Extravaganza" wird zu einem vollkommen un├╝bersichtlichen Wimmelbild ohne jeden Fokus.
Der "Funhouse"-Opener des zweiten Aktes ger├Ąt zu einer verklemmt peinlichen Erotik-Persiflage, die in keinem verst├Ąndlichen Kontext zu den vorherigen oder nachfolgenden Szenen steht.
Unangenehm albern und provinziell wird es, wenn Klamottenkomiker sich eine Ananas auf den Kopf setzen oder ihren nackten Hintern ins Publikum halten.
Das Finale entt├Ąuscht besonders, da optisch, choreografisch und musikalisch nur Versatzst├╝ck anderer Szenen aufgew├Ąrmt und mit etwas Konfettiregen garniert werden.

Insgesamt gibt es also einiges zu bewundern und zu bestaunen. Die Probleme liegen in den Details und sorgen daf├╝r, dass sich meine Begeisterung in Grenzen h├Ąlt.
VIVID ist nicht mehr und nicht weniger als guter Durchschnitt.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Party ist anders

10.02.2019 - 09.02.2019, Mehr! Theater Hamburg. Wer ein Musical ala Mamamia und Party erwartet sollte das Geld sparen.. oder erst zur Zugabe kommen. Ich war in Mitsing-Rumhoppel-Party-Erwartung angereist und bedanke mich bei meinem Sitznachbarn, der mich gegen Ende geweckt hat (Sarkasmus) Die Hits werden nur angespielt, Feierstimmung kam nicht wirklich auf. Vor der Pause r├╝hrte sich gar nichts, nach der Pause ein paar Versuche die Leute mitzurei├čen. Die waren auch Willens und standen auf um mitzusingen und zu feiern... setzten sich aber relativ schnell wieder hin.
Die Darsteller haben professionell ihren Job gemacht, die magere Inzenierungkonnten sie aber nicht retten.

Beolike (erste Bewertung)


Weltklasse Musical in K├Âln!

10.02.2019 - Weltklasse Musical Drama in K├Âln!

Alles an diesem Gastspiel in K├Âln passt einfach.. Die Location , der Sound , die Besetzung ect ect . und mann bekommt einen Musical besuch, der einem sehr lange in Erinnerung bleiben wird.
Miss Saigon ist f├╝r mich ein Musical, das mann besser nicht nach einem anstrengendem oder stressigen Arbeitstag besuchen sollte. Denn dieses St├╝ck ist Drama und ben├Âtigt schon ziemlich viel Aufmerksamkeit, wohl auch weil es in Englisch aufgef├╝hrt wird. Das K├Âlner Publikum ist gebannt, folgt der Auff├╝hrung und explodiert am Ende zur einer grossen Standing Ovation, welche alle Darsteller gleich einbindet...

Bei der Besetzung gibt es f├╝r mich pers├Ânlich nur von Superlativen zu berichten . Da lese ich was von einer 19 j├Ąhrigen Joreen Bautista, die gerade ihr Studium beendet hat und dies ihre erste Hauptrolle ist. Sie spielt so nat├╝rlich und singt so kraftvoll, das es einfach nur grossartig ist. Bei jedem ihrer Soli h├Ąngen wir an ihren Lippen und wie dramatisch es endet ist ja bekannt.. An zweiter Stelle kommt f├╝r mich die Besetzung des Johns. Der blendend gut aussehende Ryan o Gorman, setzt sich mit vollem Einsatz f├╝r die Kinder ein , merkt verzweilfelt wie verblendet Kim ist um ihr nicht die Wahrheit zu sagen und ist Chris ein wichtiger Freund. Bui Doi war sowas von ergreifend, das da in unserer Reihe die ersten gestandenden Mannsbilder stark schluchzen mussten ,)...Bei den anderen Hauptdarstellern gab es keine Ausf├Ąlle und mann ist einfach nur begeistert, was einem in K├Âln hier aktuell geboten wird...Was auf jeden Fall noch erw├Ąhnt muss ist die gr├Âsse des Ensembles.. Irre wieviele bei zb. this is the hour auf der b├╝hne stehen..

Fazit: Jeder der sich f├╝r Musical interessiert oder sich Musicalfan nennt. MUSS ! es irgendwie schaffen , bis zum 3 M├Ąrz eine der Vorstellungen in K├Âln zu besuchen. Glaubt mir und auch den anderen ,
sowas werdet ihr so schnell wieder nicht zu sehen bekommen! Wegen solchen Auff├╝hrungen hat man MUSICALITIS und ist auch noch tage sp├Ąter voll des Lobes und plant schon den n├Ąchsten Besuch!

Hingehen ! Ansehen! Staunen!

Kirmesboxer (14 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Bravo !

09.02.2019 - Eine perfekte und authentische Cast, ein tolles Orchester, ein perfekter Sound, mehr geht nicht !
Ich kann mich den "Lobpreisungen" meiner Vorg├Ąnger uneingeschr├Ąnkt anschliessen und jedem diesen Musicalbesuch empfehlen !

dolcetto (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ist definitiv kein MUSICAL!

08.02.2019 - Passende Kost├╝me zu den entsprechenden Songs/Musicals w├Ąre sch├Ân gewesen.
Ein richtiges Orchester ohne die Keyboards ist das Mindeste was ich erwartet habe.
Die Akustik w├Ąrend der kompletten Auff├╝hrung war auch nicht gut.
Zudem fand ich die Stimmen der Darsteller (Bis auf 2) nicht besonders... da ohne jegliche Klangfarbe.


Lieder werden einfach der Reihe nach gesungen und ist definitiv kein Musical wie beworben!

-Veranstaltung vom 13.01.2019 in Leipzig.

caropascke (erste Bewertung)


Jukebox hoch 2

05.02.2019 - Da sind die Produzenten wirklich auf Nummer Sicher gegangen. Zum einen ist BODYGUARD die Musicalverwertung des 90er Jahre Filmhits, zum anderen ist es ein Jukebox-Musical das sich aus dem musikalischen Lebenswerk von Whitney Houston gro├čz├╝gig bedient.
Es ist also wenig ├╝berraschend, dass die Show in Wien soviel Anklang findet, wie anderswo auch.

In Wien sieht man nahezu die 1:1 Version der K├Âlner Deutschlandpremiere.
Praktischerweise hat man auch gleich die Hauptdarstellerin Patricia Meeden mitgenommen.
Das war eine ausgezeichnete Entscheidung. Mit der Interpretation der Rachel Marron steht und f├Ąllt das St├╝ck. Meeden ist vom Typ perfekt besetzt, liefert t├Ąnzerisch sehr gut ab und hat gesanglich und schauspielerisch noch mal eins daraufgelegt. Ihre Stimmf├╝hrung und Interpretation klingt in Wien nochmal ein St├╝ck individueller. Auch ihre Charakterisierung der Rachel wirkt vielf├Ąltiger und l├Ąsst im ersten Akt die extravagante und eitle Diva sehr viel st├Ąrker durchblicken. Insgesamt eine gro├čartige und kraftvolle Leistung.

Der Wiener Publikumsliebling Anna Milva Gomes ergreift jede M├Âglichkeit um auch mit der kleineren Rolle der Nicky Marron schauspielerisch und gesanglich souver├Ąne Ausrufezeichen zu setzen.

Weshalb Jo Weil die Wiener Erstbesetzung des Frank Farmer ist, bleibt unklar. Weil ist nicht schlecht. Dennoch h├Ątte man die Rolle mit deutlich mehr Charisma, Ecken und Kanten ausstatten k├Ânnen.

Hervorzuheben ist das gro├čartige Ensemble. Es ist mit markanten Typen besetzt und agiert energiegeladen und perfekt synchron in den schwei├čtreibenden Tanzszenen.

Technisch war alles rundum gut. Selbst der Ton (Im Ronacher soll es da ja manchmal Probleme geben.) war auf meinem Platz perfekt, Sprechpassagen und Gesang sehr gut verst├Ąndlich.
Das ph├Ąnomenale Orchester der VBW tut ein ├ťbriges um den positiven Gesamteindruck abzurunden.

Entertainment at its best!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ethan Freeman in einem sch├Ânen neuen St├╝ck

30.01.2019 - Ein sch├Ânes neues St├╝ck in Hamburg mit Ethan Freeman in der Hauptrolle. Sch├Âne Videoprojektionen, eine Cast die mit Freude spielt und gute Musik. Ich w├╝nsche dem St├╝ck & den Machern viel Erfolg und hoffe, es gibt bald eine CD von dieser klasse Cast.

(gesehen 26.01. Nachmittagsshow)

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Eine Produktion die Ma├čst├Ąbe setzt

29.01.2019 - Selbst 30 Jahre nach der Urauff├╝hrung hat die Show nichts von Anziehungskraft verloren. Eigentlich sehr schade das man seit fast 20 Jahren in Deutschland diese spannende Geschichte mit einer hervorragenden Musik nicht mehr live erleben konnte.

Nach 2014 in London und der Blu-Ray nun also ein Besuch (im Grunde 2 - 14/19 Uhr) in K├Âln.

Die englischsprachige Tourproduktion setzt hier in vielerlei Hinsicht Ma├čst├Ąbe. Ein gro├čes und kraftvolles Orchester, ein B├╝hnenbild und Lichtdesign wie man es selten en-Suite und schon gar nicht als Tour gesehen hat und eine grandiose Cast.

Bedingt durch 2 Showbesuche hatte ich die Chance beide Chris und Kim zu erleben und das aus unterschiedlichen Perspektiven. Sowohl aus dem Balkon als auch aus Reihe 12 kann man die Show eindrucksvoll genie├čen. Die neue Bestuhlung ist bequem und bietet ausreichend Beinfreiheit. Trotzdem hat man im Musical Dome da Gef├╝hl n├Ąher an der B├╝hne zu sein als in anderen Musicaltheatern.

Der Sound war genial. Die Cast und das Orchester bildeten eine Einheit und die englischen Texte waren sehr gut zu verstehen. Die links und rechts der B├╝hne angebrachte Textanzeige orientiert sich an den Untertiteln der Blu-Ray und einer fast 1:1 ├ťbersetzung.

Die Show in K├Âln fesselt von der ersten Minute. Vom Ensemble bis zu den Hauptrollen ein Genuss. Zudem ist die Sicht im Musical Dome hervorragend. Ebenso der kraftvolle aber auch differenzierte Sound in den thematisch bedingten Nummern mit asiatischen Kl├Ąngen.

Das Beste was man machen kann: Hingehen und hoffen, dass die Show (auch in einer deutschen Produktion) auf diesem Niveau bald wieder zu sehen sein wird.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Spannende Geschichte mit abwechslungsreicher Musik

28.01.2019 - Es war toll, sich ins London des Jahres 1910 eintauchen zu lassen.Die Darsteller passten perfekt zu ihren Rollen,die Kost├╝me ebenso. Interessant war das B├╝hnenbild. In einer Art Pavillon sassen die Musiker mittig auf der B├╝hne. Der Stoff herum war weiss und wurde vom Beamer mit Mustern und Landschaften angestrahlt.
Der Pavillon konnte auch per Leiter bestiegen werden und von oben besungen werden. Ethan Freeman sang dort Dein Bild sehr beeindruckend.
Es gab u.a. zwei besonders sch├Âne Tanzszenen und genau danach passierte etwas Dramatisches.Die Baucht├Ąnzerinnen fand ich auch toll und das Opium-Lied.John Vooigs spielte den jungen Sherlock Holmes.
War echt liebensw├╝rdig!Darrin Lamont Byrd als Aleister Crowley hatte eine tolle Ausstrahlung und eine Powerstimme!Gerhard Karzel brachte zwischendurch ├Âsterreichischen Dialekt, das gefiel mir auch.Und sein Spiel war auch gut.Die Musik war abwechlungsreich und sehr gut.
Ich am 26.1. in der Nachmittagsvorstellung.

Ribana (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


So viel mehr als nur ein Hubschrauber!

28.01.2019 - ÔÇ×Das St├╝ck mit dem HubschrauberÔÇť

Das Musical ÔÇ×Miss SaigonÔÇť und sein Nimbus r├╝hren aus einer Zeit der Mega-Musicals, in denen die gro├čen Shows im West End und am Broadway stets auch mindestens einen gro├čen, charakteristischen B├╝hneneffekt haben ÔÇ×musstenÔÇť, sei es nun ein in hohem Tempo auf die B├╝hne herabsausender schwerer Kronleuchter, tonnenschwere Barrikaden - oder eben ein auf der B├╝hne landender Hubschrauber. Und so ist ÔÇ×Miss SaigonÔÇť bis heute ÔÇ×das St├╝ck mit dem HubschrauberÔÇť geblieben, was mir auch jetzt im Vorfeld meines Besuchs der K├Âlner Tour-Station wieder begegnete. Denn wann immer ich erz├Ąhlte, ich wolle in K├╝rze ÔÇ×Miss SaigonÔÇť sehen, erhielt ich die Antwort: ÔÇ×Ach, das St├╝ck mit dem Hubschrauber.ÔÇť So ein Beiname kann Fluch und Segen sein, reduziert er doch ein ganzes St├╝ck, eine Geschichte, eine ganze Partitur, eine gesamte Inszenierung auf nur einen einzigen Effekt. Was, wenn nun dieser Effekt im Vorfeld bereits so hoch aufgeh├Ąngt wird, dass er am Ende die hochgesteckten Erwartungen kaum noch erf├╝llen kann? Fast zwangsl├Ąufig muss dahinter dann alles andere, das dieses St├╝ck ausmacht, verblassen.
Allerdings hatte die damalige Originalinszenierung von ÔÇ×Miss SaigonÔÇť auch neben dem Hubschrauber in Sachen Ausstattung nicht gerade gekleckert sondern geklotzt. So sehr, dass nach meinem Geschmack die Gigantomanie das eigentliche Geschehen, das Herz der Geschichte geradezu versch├╝ttet hat. Dies war wohl ein Grund, warum dieses Musical mein Herz, meine Seele damals nie wirklich erreicht hat, weder in Stuttgart (wo eigens ein neues Theater nebst angrenzendem Freizeitzentrum errichtet worden war) noch am New Yorker Broadway.
Nun gibt es eine Neu-Inszenierung aus London, die dankenswerterweise zwischenzeitlich auch bereits als fabelhaft gefilmte DVD-Aufnahme erh├Ąltlich ist. Bereits diese DVD hatte mein Empfinden in Sachen ÔÇ×Miss SaigonÔÇť vollst├Ąndig revidiert: endlich erreichte mich die Geschichte, endlich war ich von all den Emotionen gefasst, endlich hatte ich den Wunsch, die Musik wieder und wieder zu h├Âren. Die wunderbare Inszenierung, die durchweg herausragenden darstellerischen Leistungen, die gro├čartigen aber nicht zu ├╝berdimensionierten B├╝hnenbilder: all das lie├č mein Herz h├Âher schlagen. Die Nachricht, dass diese Show im englischen Original auch f├╝r kurze Zeit in K├Âln zu sehen sein sollte, lie├č mich nicht ruhen, bis ich endlich ein Ticket erworben hatte.
Hernach folgten allerdings Zweifel: schlie├člich handelte es sich nur um ein Tour. Das hie├če, nach gewohnten deutschen Ma├čst├Ąben: stark reduziertes B├╝hnenbild, minimalste ÔÇ×OrchesterÔÇť-Gr├Â├če von sicher nicht mehr als acht Musikern, stark reduziertes/ausged├╝nntes Ensemble, bestenfalls zweitklassige Darsteller (die wenigen erstklassigen k├Ânnen ja nur Long Run). Hatten wir all dies nicht in den vergangenen Jahren gelernt? ÔÇ×WusstenÔÇť wir nicht, dass Tourneen so sein ÔÇ×m├╝ssenÔÇť, weil alles andere weder finanziell noch organisatorisch und technisch machbar sei? Selbstverst├Ąndlich, so dachte ich mir, wird in K├Âln auch der ber├╝hmte Hubschrauber nicht landen sondern sich allenfalls in einer Projektion zeigen, denn ein Hubschrauber auf Tour? Bitte, das geht ├╝berhaupt nicht. Mein Besuch in K├Âln sollte zeigen, dass ich offenbar das Opfer erfolgreicher ÔÇ×Gehirnw├ĄscheÔÇť deutscher Veranstalter geworden war...
Am Donnerstag, 24. Januar, war es so weit - ich war zu Gast in der letzten Preview vor der offiziellen K├Âlner Premiere im Musical Dome, der sich im Foyer ├╝brigens in strahlenderem Glanz pr├Ąsentierte als ich ihn in Erinnerung hatte. Ein erster obligatorischer Blick auf die Besetzungstafel verriet mir, dass ich in den Rollen der Kim und des Engineer jeweils die alternative Besetzung erwischt hatte. Kurz zuckte es in mir, war ich doch von deutschen und durchaus auch ├Âsterreichischen Produktionen gewohnt, dass Zweit- oder Alternativbesetzungen allzu h├Ąufig ganz und gar nicht meine Erwartungen erf├╝llten. Doch dann meldete sich in mir bereits die Stimme zahlreicher Londoner Erfahrungen, die mir schon so viele unglaublich gute Alternativbesetzungen gezeigt hatten. Also freute ich mich nun auf die Auff├╝hrung - wie sich erweisen sollte, sehr zu Recht.
Vom ersten Moment an zeigte sich, dass es bei dieser Tour-Version keinerlei Abstriche gegen├╝ber der Londoner Inszenierung gab, wie ich sie von der DVD her kannte (in London hatte ich es selbst nicht gesehen). Ein voller Orchesterklang, das gleiche B├╝hnenbild, die gleiche Ensemble-Gr├Â├če.
Wo sollte man anfangen und wo enden mit seinem Lob, um dieser Produktion gerecht zu werden? Beginnen wir mit dem, was eigentlich immer am wichtigsten ist, n├Ąmlich den Menschen, den Darstellern. Als ich Kim (Joreen Bautista) erblickte, war mein erster Gedanke: dies ist die erste Kim, die ich sehe, die optisch exakt dem entspricht, was ich von der Rolle erwarten w├╝rde: blutjung, unschuldig, bildh├╝bsch. So sollte die junge Kim, die nach harten Schl├Ągen in ihrem noch so jungen Leben nun in Saigon landet, sein. Wie w├╝rde sie ihre Rolle spielen? Der Verlauf des Abends zeigte: sie macht es fabelhaft. Gesanglich und schauspielerisch eine Glanzleistung, die gefangen nimmt. Ihr gelingt es in jeder Phase der Geschichte, glaubhaft und authentisch den dramatischen Lebensweg der Kim darzustellen bis hin zur Selbstaufopferung f├╝r ihren geliebten Sohn. Hoch bewegend ihre Konfrontation mit Ellen, der Frau des Mannes, den sie all die Jahre geliebt hat. Dieser wird gespielt von Ashley Gilmour. Er macht seine Sache ebenfalls sehr gut, auch wenn ich hier der DVD-Besetzung den Vorzug geben w├╝rde. Sein ÔÇ×Why GodÔÇť blieb f├╝r mich ein wenig zu emotionslos, wobei das ein Jammern auf hohem Niveau ist. Im Verlauf des Abends konnte sich Gilmour dann nach meinem Empfinden steigern, insbesondere im zweiten Akt, wenn es bei Chris zu den Konflikten im Beziehungsdreieck mit Kim und Ellen kommt.
Der Engineer war damals immer eine Rolle, die mich eher genervt hat. Ich war dankbar um jede Szene, in der er nicht auftrat, was bei einer Hauptrolle auf die Dauer etwas anstrengend ist. Schon die DVD zur Londoner Neu-Inszenierung zeigte mir aber, dass es auch anders geht. Der dortige Darsteller hat f├╝r mich v├Âllig neue Ma├čst├Ąbe gesetzt und die Rolle in den Olymp erhoben. In K├Âln sah ich nun Alternate Christian Rey Marbella. Anfangs fiel es mir etwas schwer, ihn zu verstehen, was sich aber bereits nach kurzer Zeit legte. Dann konnte ich, wie bei Kim, kaum glauben, dass er nur die alternierende Besetzung in dieser Rolle ist, so traumwandlerisch sicher schwirrte er mal schleimend, mal gebieterisch, mal schmeichelnd, mal korrumpierend, immer auf seinen Vorteil bedacht ├╝ber die B├╝hne. Im Vergleich w├╝rde ich zwar der DVD-Besetzung noch den Vorrang einr├Ąumen, aber hier sprechen wir wirklich nicht einmal ├╝ber Luxus-Probleme sondern einfach nur ├╝ber Luxus. Da der Engineer ja doch eine sehr tragende Rolle ist und zuweilen etwas von einem Conf├ęrencier hat, darf man wohl sagen: der Abend ist bei ihm in den besten H├Ąnden.
Gespannt war ich auf den Darsteller des John. Bislang kannte ich nur farbige Darsteller in dieser Rolle (auch auf der DVD ist dies ja der Fall), so dass sich ein ungewohntes Bild bot. Ryan OÔÇÖGorman hat f├╝r mich die Rolle wieder gerettet, die ich als einzige auf der DVD geradezu ÔÇ×verhunztÔÇť fand, denn der dortige Darsteller hat ÔÇ×Bui DoiÔÇť nach meinem Empfinden grauenhaft ├╝berinterpretiert und mit seinem Overacting, seinem gr├Ąsslichen Egotrip (sorry f├╝r die deutlichen Worte) die Szene komplett zerst├Ârt. Ryan OÔÇÖGorman zeigt in K├Âln, dass es auch anders geht: er singt ÔÇ×Bui DoiÔÇť sehr gef├╝hlvoll, mitrei├čend, engagiert - aber eben nicht meilenweit over the top. Bravo und danke!
Dagegen f├Ąllt, wie auch andere inzwischen bem├Ąngeln, Gerald Padua Santos in der Rolle des Thuy leider gegen├╝ber dem Londoner Original ab. Dieser hatte seine Rolle so nuanciert, facettenreich und ├╝berzeugend dargeboten wie noch keiner, den ich zuvor erlebt hatte. F├╝r mich sind alle Szenen mit Thuy auf der DVD ein purer Genuss, denn er zeigt uns so vieles, was in diesem Mann vor sich geht. Anders als fr├╝her, als ich diesen Charakter stets als eindimensionales Abziehbild eines b├Âsen Charakters empfunden hatte, kann ich beim Betrachten der DVD erstmals auch mit Thuy f├╝hlen und erkennen, dass er Gefangener von tradierten Rollenbildern ist und auch Opfer seiner eigenen politischen Karriere bzw. herrschender politischer Verh├Ąltnisse. Ja, er tut die falschen Dinge bzw. versucht sie zu tun (Kim kann ihn gerade noch in letzter Sekunde davon abhalten, ihren Sohn umzubringen), aber er tut es nicht, weil er einfach nur aus unklaren Motiven schlicht und einfach ÔÇ×b├ÂseÔÇť ist. Wir sehen seinen Schmerz bei der Zur├╝ckweisung durch Kim ebenso wie sein ungl├Ąubiges Erstaunen dar├╝ber, dass sich diese Frau einfach den Konventionen widersetzt. All das bietet der K├Âlner Thuy uns leider nicht. Er singt ordentlich, er spielt rollendeckend, aber die ganze Klaviatur dessen, was - London hatÔÇÖs gezeigt - in dieser Rolle eigentlich noch m├Âglich ist, die bleibt er uns schuldig.
Unbedingt erw├Ąhnen sollte man noch Elana Martin, die f├╝r mich die erste Ellen war, die ich nicht als irgendwie zickig und unsympathisch empfunden habe, was auch die Ellen aus der DVD einschlie├čt. Leider ist die Rolle von ChrisÔÇÖ amerikanischer Ehefrau ja, wie oft bem├Ąngelt wird, tats├Ąchlich von den Autoren etwas unterentwickelt, aber Elana Martin haucht ihr trotzdem Leben ein, und wir verstehen umso mehr, wie schwer der Zwiespalt ist, in dem Chris sich wiederfindet.
Nicht unerw├Ąhnt bleiben soll schlie├člich Gigi, dargestellt von Aicelle Santos. Eine eher kleine Rolle, die aber mindestens mit ÔÇ×Movie in my MindÔÇť auftrumpfen kann (oder eben auch nicht). Hier tut sie es nachdr├╝cklich und steht der Londoner Gigi in nichts nach. Wie man ├╝berhaupt sagen muss: das gesamte Ensemble singt und spielt fabelhaft!
Und damit auch gleich zur Inszenierung ein paar Worte: Hier f├╝gt sich alles ganz wunderbar zusammen. Endlich gewinnt die Geschichte die Oberhand, bleibt Raum f├╝r all die Emotionen, die Tr├Ąume, ├ängste, Fl├╝che, Hoffnungen, Sehns├╝chte und Entt├Ąuschungen. Nichts von alledem wird versch├╝ttet von ├╝bergro├čen Kulissen oder marktschreierischer Effekthascherei. Wie wunderbar sind all die Szenen, in denen das Leben auf der Stra├če oder anderes ganz nebenbei im Hintergrund dargestellt wird! Es wurde viel Augenmerk darauf verwendet, dass das Ensemble nicht einfach nur herumsteht, sondern w├Ąhrend im Vordergrund die Hauptfiguren ihre Geschichte darstellen, geschieht st├Ąndig rund herum noch so vieles, was die Szenerie so authentisch wirken l├Ąsst. Man m├╝sste schon x-mal dieses St├╝ck besuchen, um wirklich alles gesehen, alles erfasst zu haben.
Ebenso die Kulissen - es ist eine Augenweide, zu sehen, wie detailverliebt hier gearbeitet wurde. Wann immer man ÔÇ×Zeit hatÔÇť, sollte man seinen Blick wirklich ├╝ber das B├╝hnenbild schweifen lassen, denn hier stimmt alles, hier wurde viel Wert auf jedes Detail gelegt. Da ist nichts minimalistisch, nichts billig zusammengeschustert, hier ist alles auch im Kleinen noch so gro├č(artig). Nachdr├╝cklich zeigt uns Cameron Mackintosh, dass eine Tour ganz bestimmt nicht zwingend ein Billig-B├╝hnenbild haben muss, das von jeder Laiengruppe in nur einem Abend zusammengkl├Âppelt werden k├Ânnte.
Und so erleben wir dann eben auch ÔÇ×den HubschrauberÔÇť, auf den ÔÇ×Miss SaigonÔÇť so oft wie so falsch reduziert wurde. In K├Âln ist und bleibt er ein ÔÇ×Wow!ÔÇť-Effekt, der mit lautem Get├Âse, dramatisch schwirrenden Rotorbl├Ąttern und entsprechender musikalischer Untermalung einen bleibenden Eindruck hinterl├Ąsst und unterst├╝tzt, was an diesem Punkt der Geschichte f├╝r Kim und Chris - aber eben auch f├╝r all die anderen, die namenlosen Menschen, die an der Botschaft zur├╝ckbleiben - ihr Leben f├╝r immer ver├Ąndert.
Ja, es gibt ihn also auch in K├Âln, den ber├╝hmten Hubschrauber - aber er ist, und das allein zeigt schon das Niveau der Veranstaltung, eben ÔÇ×nurÔÇť ein toller Effekt an einem ber├╝hrenden, das Theaterherz so viel h├Âher schlagen lassenden Abend, der sich ins Ged├Ąchtnis einbrennen wird.

Jedem, der die M├Âglichkeit hat, sei dringend ans Herz gelegt, dieses Gastspiel aus England nicht zu vers├Ąumen. Hingehen!

Awakennings.neu (4 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das Londoner West End in K├Âln - pur und ohne Abstriche!

28.01.2019 - Das Londoner West End ist zu Gast in K├Âln!
Und dies ganz ohne jegliche Abstriche:
Ensemblegr├Â├če (rund 40 Menschen auf der B├╝hne), Orchesterbesetzung (15 Musiker), Staging, Lichttechnik und B├╝hnenbild (alles da! Inklusive Cadillac und dem vielzitierten Hubschrauber!) entspricht zu 100% dem fantastischen Revival, welches ich 2015 und 2016 zutiefst beeindruckt in London bewundern durfte und welches seitdem durch eine Kinoausstrahlung und eine DVD verewigt wurde.
Und dieser tiefe Eindruck, diese ├ťberraschung ob der Qualit├Ąt ├╝bersetzt sich auch auf das deutsche Publikum, welches gestern mit gebannten und tr├Ąnen├╝berstr├Âmten Gesichtern im ausverkauften Musical Dome dem Spektakel beiwohnte und am Ende frenetische Standig Ovations bescherte.
Dieses Erstaunen ├╝ber den neuen Ma├čstab dessen, was eine "Tour" sein kann, setzt sich auch in Onlineforen fort, wo u.a. ein User schrieb:
"Das soll eine Tour sein? In Deutschland w├Ąre man ja froh, so etwas mal als Long Run zu bekommen."
Dem kann ich mich uneingeschr├Ąnkt anschlie├čen. Das Gesehene ist von einer Qualit├Ąt, wie man wie man sie Hierzulande in seiner Gesamtheit leider viel zu selten zu sehen bekommt.
Und trotz dieser Perfektion ist das Ganze leidenschaftlich, authentisch und gef├╝hlsecht.
Die Energie des gro├čen Ensembles ├╝berstrahlt den gesamten Abend.
Die Hauptdarstellerriege ist hervorragend:
Sooha Kim in der Titelrolle (sie war bereits im West End die Alternate Kim) und Christian Rey Marbella als Engineer (auch er war die Zweitbesetzung in London) sind schlichtweg gro├čartig und Meister*innen ihres Fachs.
Elena Martin gibt die ├╝berzeugendste Ellen (eine eigentlich vom Buch str├Ąflich vernachl├Ąssigte Rolle), die ich bisher erleben durfte.
Allein Gerald Padua Santos als Thuy f├Ąllt energetisch leider im Vergleich zu seinen Mitspieler*innen etwas ab. Aber das ist eben Jammern auf West End-Niveau 😉.
Ich bin absolut ├╝berzeugt, dass, egal welche Besetzung man am jeweiligen Abend sieht, diese Produktion immer ein Meilenstein bleiben wird.
Vor allem als Gast hier in deutschen Landen.
Ich kann meine Empfehlung nicht deutlicher aussprechen:
Hingehen! Hingehen! Hingehen!
Miss Saigon in dieser Qualit├Ąt ist sicher das beste Musical, vielleicht auch das beste Theater, welches ihr in diesem Jahr in unserem Lande sehen werdet.
Lasst euch diese Chance nicht entgehen, noch bis zum 3. M├Ąrz habt Ihr Zeit.
Ich werde diese einmalige Show in zwei Wochen gl├╝cklicherweise noch einmal besuchen d├╝rfen und kann es jetzt schon kaum abwarten.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Green Day auf deutsch? l├Ąuft!

24.01.2019 - Nachdem ich die Broadway CD schon einige Jahre im Schrank hatte, besuchte ich vor einigen Jahren die kleine aber feine Inszenierung der Show im Londoner ARTS Theatre.

Das "Kellertheater" war klein, ein wenig abgefrackt und ├╝ber Treppen im hinteren Teil eines Pubs zu erreichen. Dort passte die Show wie die Faust aufs Auge.

Als dann eine deutsche Inszenierung in Frankfurt angek├╝ndigt war habe ich mich sehr gefreut. Zur Spielserie in Frankfurt reichte es mir nicht, und so besuchte ich die Tour in Filderstadt.

Erste Entt├Ąuschung (nach Kartenbuchung) aus der Origialcast war fast keiner mehr dabei w├Ąre. Das war ein wenig ├Ąrgerlich aber nun gut.

Das teils neue Ensemble machte seine Sache gut bis sehr gut. Sch├Ân mal Lukas Sandmann in einer neuen Rolle zu sehen (wenngleich Danger Attit├╝den erkennbar waren). Besonders die Balladen kamen richtig gut r├╝ber. Auch die deutsche ├ťbersetzung war (sofern man sie verstehen konnte) gelungen.

Mein Problem: Das St├╝ck passte nicht wirklich in das breite Auditorium der FILharmonie. Die f├╝r die Tour angepasste Beleuchtung erweckte oft den Eindruck einer Tribute-Show als eines Musical. Da mal ein LED Streifen, dort wieder ein Showlicht an und aus...

Gr├Â├čtes Manko am besuchten Abend war die Tontechnik. Alles war dumpf, ein Brei aus rockiger Band (gro├čartig) und sicher tollen Stimmen. Aber insbesondere in den Ensemblenummern teilweise sehr sehr schwer zu verstehen. Schade.

Fazit: Auch wenn die Thematik schwer und die Art der Inszenierung sicher fragmentarisch ist, konnte man der Story folgen. H├Ątte man die Texte und die sch├Âne Musik von Green Day aber besser ausgesteuert und dadurch die Textverst├Ąndlichkeit erh├Âht, w├Ąre mein Fazit noch besser ausgefallen. Daher NUR 3 Sterne.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


...eine gro├če Leistung f├╝r ein kleines Haus!

22.01.2019 - Billy Wilders schonungslose Abrechnung mit der Glitzerwelt Hollywoods hat ihm nicht nur Freunde beschert. Ganz im Gegenteil: Nach der Premiere des Films im Jahre 1950 st├╝rzte Louis B. Mayer auf ihn zu: ÔÇ×Sie Bastard, sie haben die Industrie, die sie gemacht und ern├Ąhrt hat, in den Dreck gezogen. Man sollte sie teeren und federn und aus der Stadt jagen!ÔÇť Billy Wilders Antwort fiel sehr kurz aus: ÔÇ×Fuck you!ÔÇť

Heute gilt der Film, laut dem American Film Institute, zu den zw├Âlf besten amerikanischen Filmen aller Zeiten.

Bei der Umsetzung des Films zum Musical waren die Macher gezwungen, sich eng am Original zu halten. Dies ist im Musical deutlich zu sp├╝ren: Ganze Textpassagen wurden 1 zu 1 ├╝bernommen oder fanden in den Songtexten ihre Entsprechung. Das Buch ist atmosph├Ąrisch dicht und psychologisch klug durchdacht. Lloyd Webber schuf eine symphonische, sehr theatralische Musik mit gro├čen dramatischen Arien, gef├╝hlvollen Songs und lebhaften Chornummern.

Die musikalische Seite war bei dem 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor des Hauses Ektoras Tartanis in den allerbesten H├Ąnden. Mit straffen Dirigat f├╝hrte er das Philharmonische Orchester Bremerhaven durch diese vielseitige Partitur und sorgte f├╝r einen ├Ąu├čerst w├╝rdigen musikalischen Rahmen dieses anspruchsvollen Musicals.

Ansgar Weigner konnte am Stadttheater auf ein talentiertes Haus-Ensemble zur├╝ckgreifen, schuf eine sehr stringente Inszenierung mit fl├╝ssigen ÔÇô beinah filmischen ÔÇô ├ťberg├Ąngen, in der Raum f├╝r gro├če Ensembleszenen war, aber auch die intimen Momente sehr detailliert erarbeitet wurden. Weigner hat es sogar geschafft, den von mir so h├Ąufig gescholtenen Opern-Chor zu einem homogenen Ensemble zu formen, der auch in solistischen Partien ├╝berzeugen konnte.

Die 4 Hauptakteure boten sehr gute bis grandiose Leistungen:

Patrizia H├Ąusermann gelang es der eher blassen Rolle der Betty Schaefer ein deutliches Profil zu verleihen, indem sie sie als selbstbewusste, moderne Frau portr├Ątierte, und ├╝berzeugte mit Spiel und Stimme. Bravo!

Vikrant Subramanian war als Joe Gillis eher der Sunny Boy als der Zyniker, sang hervorragend, hatte leider Probleme mit der Textverst├Ąndlichkeit, konnte sich zum Schluss im Spiel aber deutlich steigern.

Andrea Matthias Pagani ├╝berzeugte als stets kontrollierter und rational handelnder Max von Mayerling, gleichzeitig lie├č er durch diese Fassade den f├╝rsorglichen Vertrauten von Norma durchschimmern und konnte mit seinem flexiblen Bariton beindrucken und begeistern.

Der Star des Abends war aber Sascha Maria Icks. Sie lebte die Norma Desmond zwischen Gr├Â├čenwahn und Naivit├Ąt, zwischen Egoismus und Mitleid, zwischen schnoddriger G├Âre und glamour├Âser Diva. Jeder ihrer Auftritte war pure ÔÇ×StarqualityÔÇť mit gro├čen Gesten ÔÇ×bigger than lifeÔÇť. Schon bei ihrem ersten Song ÔÇ×Nur ein BlickÔÇť bekam ich G├Ąnsehaut. Nach ihrer dramatischen Schluss-Szene, in der sie dem Wahnsinn verfallen die Treppe herunterschreitet und mit br├╝chiger Stimme nochmals ÔÇ×Nur ein BlickÔÇť anstimmt, hielt es uns zum Schluss-Applaus nicht mehr auf unseren Sitzen.

Diese gro├čartige Leistung f├╝r ein kleines Haus musste belohnt werden: Standing Ovation!

Henry Higgins (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Ikonisch

21.01.2019 - Torsten Fischer und Herbert Sch├Ąfer haben ein musikalisches Theaterst├╝ck erarbeitet, dass der Theater-Ikone Lotte Lenya ein w├╝rdiges Denkmal setzt.
Die Inszenierung der Kammerspiele der Josefstadt Wien ist nun auch im Berliner Renaissance Theater zu sehen.

Fragmentarisch, kr├Ąftig und teilweise drastisch werden die Stationen des bewegten Lebens der Lenya auf die B├╝hne gebracht.
Es gelingt das Kunstst├╝ck, dass der eigenwillige Charakter der Protagonistin, als auch die politischen und historischen Umst├Ąnde ihrer Zeit, sowie die Bedeutung ihrer Partner und Zeitzeugen stringent und ├╝berzeugend dargestellt werden.
Dabei verf├Ąllt der Grundton des St├╝ckes nie in eine eitle Nabelschau oder einen pathetischen Blick zur├╝ck. Burschikos, rotzfrech bis grotesk komisch wird die Absurdit├Ąt der oftmals tragischen Momente aus der perspektive einer R├╝ckschau betrachtet.

Das Liedgut (Die Dreigroschenoper, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Cabaret, u.a.) ist anspruchsvolle Kost und wird von der kleinen Band ebenso virtuos wie intim zelebriert.

Auf der gef├Ąhrlich ausgestatteten Schr├Ągb├╝hne liefern sich die Ausnahmek├╝nstler Sona MacDonald und Tonio Arango ein wahres Scharm├╝tzel der darstellerischen Superlative. MacDonald holt aus der Tiefe der Lenya s├Ąmtliche Facetten menschlichen Seins und garniert sie nahezu mit spielerischer Leichtigkeit mit denkw├╝rdigen Interpretationen der Lieder, die Lenya zu einer der bedeutendsten K├╝nstlerinnen ihrer Zeit hat werden lassen.
Tonio Arango ist ihr kongenialer Mitstreiter, der s├Ąmtliche M├Ąnnerrollen ├╝bernimmt. In Erinnerung bleibt nat├╝rlich besonders sein Kurt Weill. Er schmettert ihn auf die B├╝hne, als w├Ąre es ein ebenso tragischer wie auch frivol flamboyanter Charakter, aus dem k├╝nstlerischen Lebenswerk Weills.

LENYA STORY ist sicher kein typisches Musical und keine leicht konsumierbare Kost.
Dennoch setzt das St├╝ck der Ikone Lotte Lenya ein faszinierendes Denkmal und ist absolut sehenswert.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolles Update der erfolgreichen Show...

17.01.2019 - Ich pers├Ânlich mag den neuen Starlight. Vieles wird jetzt besser erkl├Ąrt, es gibt sogar etwas von Schauspiel bei den Darstellern und das Tempo wird deutlich angezogen. Eine ├änderung finde ich am besten, und zwar das die anderen Z├╝ge bei den Rennen jetzt im Publikum stehen. Das macht ordentlich Stimmung und wir haben kr├Ąftig mit angefeuert. Es gibt viele kleine ├änderungen, die der Show gut tun . So das , die zwei M├Ądels zu sehen sind , die Pearl bei Hilf mir verstehen begleiten .. Mama bei der Sequenz nat├╝rlich auch und der Anfang ob Rusty etwa gerade gepfiffen hat ist zucker s├╝ss...

Die Show hat ein neues Sound System und die Lightshow wurde ja auch aufger├╝stet.. Das hei├čt leider nicht , das alles besser zu verstehen ist . Manche Darsteller haben wie ├╝blich einen ziemlich starken Akzent.. Der Rest passt, so war mir gar nicht klar das Mama und die Components auf einen Schrottplatz ihren Rollen spielen.. Rusty f├Ąhrt vorher eine Runde durchs Auditorium . und landet dann dort traurig
bei den Anderen .. Durch die neuen Bilder wurde das ziemlich cool dargestellt...Mir gef├Ąllt die neue Starlight Sequenz. Sicherlich der H├Âhepunkt der Show..

Bei den Darstellern gab es keine Ausf├Ąlle. Hier ist eindeutig das Ensemble der Star. Doch zwei muss ich auf jeden Fall extra erw├Ąhnen... Da ist einmal Sjoerd van der Meer als stimm starke Elektra und Veronika Hammer als Pearl... Da geht Mann seit 30 Jahren in ├╝ber 35 Shows und erlebt heute zum ersten Mal eine deutsche Muttersprachlerin mit einer Powerbelt Stimme durch alle Register..Klasse..


Weiter so und auf weitere viele Jahre in Bochum....

Kirmesboxer (14 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Altar Boyz

16.01.2019 - Es war ein gelungener Abend!
Menschen um mich herum die Spa├č haben wollten und den bekamen Sie auch!
Kurz gesagt schaut es Euch an, denn es l├Ąuft nicht sehr lange in Berlin!

chef de cuisine (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Das Theater tobte

14.01.2019 - Ich war gestern im alten Millowitsch Theater in K├Âln und war wie der gro├če Rest des Publikums im komplett ausverkauften Saal begeistert. Die Mischung aus nachwuchstalenten, erfahrenen, aber recht unbekannten K├╝nstlern und den Topstars hat bestens funktioniert. Ich wei├č nicht, ob man jemand hervorheben sollte, aber was Yngve Gasoy-Romdal zusammen mit David Moore da bei "Mack, the knife" auf die B├╝hne gezaubert hat, das war schon spektakul├Ąr und hatte h├Âchsten Unterhaltungswert. Auch dem Licht und Sound muss ich ein Kompliment machen, au├čer einer kleinen Sichtbehinderugn durch den zu weit vorn platzierten Fl├╝gel gab es nichts zu beanstanden. Das Programm war klasse, viele Melodien weckten Erinnerungen. Toll auch die beiden K├Âlner Nachwuchstalente, vor allem Sarah hat mit ihrer Stimme begeistert. Ein gro├čes Kompliment aber auch, dass es so viele Duette und Ensemblenummern gab, man hat den K├╝nstlern angemerkt, dass es ihnen Spa├č gemacht hat, die Chemie auf der B├╝hne stimmte genauso wie zwischen K├╝nstlern und Publikum. Ein toller Abend, wir haben uns bereits die Karten f├╝r 2020 gesichert, dann wollen sie mit der Show erneut in die Volksb├╝hne am Rudolfplatz kommen.

K├Âlschi (erste Bewertung)


Ein rein nationales Ereignis

10.01.2019 - I AM FROM AUSTRIA hat ein notd├╝rftig, lieb- und sinnloses Buch, dass teilweise mit brachialer Gewalt versucht, die Lieder Rainhard Fendrichs irgendwie unterzubringen.
├ťber die Handlung braucht man kein Wort verlieren. Die Charaktere sind ausschlie├člich Luft und Klischee. Der Humor blieb f├╝r mich vollkommen unzug├Ąnglich.

Das gleiche muss ich auch ├╝ber die Musik sagen, die aus f├╝r mich ├╝berwiegend unbekannten Lieder des ├Âsterreichischen K├╝nstlers besteht.
Selbst unter der Orchestration von Michael Reed bleiben sie weitgehend reizlos und uninteressant.

Die Kost├╝me sind teilweise recht schrill und schr├Ąg geraten.
Das B├╝hnenbild ist sicher teuer gewesen. Trotzdem wirkt die rotierende Torte und die LED-Wand auf Dauer wenig abwechslungsreich.
Die Choreografie ist Showballett mit einem Stromschlag und wirkt ├╝bertrieben hektisch.

I AM FROM AUSTRIA ist ein gro├čer Erfolg in Wien.
Trotzdem ist es kaum vorstellbar, dass dieses St├╝ck exportf├Ąhig sein k├Ânnte.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Endlich mal was frisches und gewagtes

10.01.2019 - Als ich vor ca. 2 Jahren das erste Mal von diesem Musical geh├Ârt habe, h├Ątte ich nie gedacht, dass es von Stage Entertainment nach Deutschland geholt wird und schon gar nicht so schnell. Ich gehe nur sehr selten in die gro├čen Produktionen, weil mich der immergleiche Webber-, Disney- oder Filmabklatschkram der hier in Deutschland geboten wird nicht wirklich interessiert. F├╝r Bat out of Hell habe ich mir jedoch gleich Karten geordert und habe mir nun in dieser Woche die Auff├╝hrung angesehen.
Es ist ein wahnsinns St├╝ck und alle die auf anspruchsvollen, bombastischen Rock stehen, sollten es sich anschauen.
Ich m├Âchte noch auf einige Punkte genauer eingehen, auch was vorherige Bewertungen dazu sagen.

Story:
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wieso irgendjemand wegen der Geschichte in ein MUSICal geht. Der Ausgang ist doch eh immer bekannt. Wer da Wert drauf legt, sollte doch eher ins Theater gehen oder einen guten Spielfilm schauen...
In Bat out of Hell geht es einfach nur um eine scheinbar aussichtslose Liebe zwischen zwei Personen aus unterschiedlichen St├Ąnden. Klar, das die Geschichte in einer apokalyptischen Zukunft mit mutierten 18J├Ąhrigen spielt, h├Ątte man auch anders l├Âsen k├Ânnen. Z.B. in Manhatten der 50er Jahre mit 2 verfeindeten Gangs, im antiken ├ägypten mit einem erfolgreichen Feldherren und einer Sklavin oder auch einfach ein verwunschenes Monster und ein h├╝bsches M├Ądchen. Ach ja, das gibt es ja alles schon...Also, die Story ist eh fast immer die selbe.

Sprache:
Ich bin wirklich kein Freund der Deutschen Versionen von Musicals und h├Âre zuhause fast immer in den Originalsprachen.
Als ich h├Ârte, dass Bat out of Hell in Deutsch aufgef├╝hrt wird, war mein erster Gedanke auch nur, WARUM DENN DAS???
Nachdem ich die Show gesehen habe, finde ich es aber gut! Da es kein durchkomponiertes Musical ist, w├Ąren die Alternativen gewesen, es entweder komplett in Englisch aufzuf├╝hren, oder die Dialoge in Deutsch und die Songs auf Englisch (w├Ąre auch irgendwie komisch...). Da auch in den Dialogen oft schon Zeilen aus dem kommenden Lied zitiert werden, ist es komplett auf Deutsch wahrscheinlich am besten.
Nat├╝rlich klingt es dadurch gew├Âhnungsbed├╝rftig und teilweise etwas sperrig. Aber auch nicht mehr oder weniger als in allen anderen eingedeutschten Musicals auch.

Musik:
Das Orchester spielt hervorragend und die Songs sind alle toll und nah am Original orchestriert.
Die Darsteller spielen und singen mit vollem Einsatz. Zwar kommt die ein oder andere Stimme manchmal an ihre Grenzen, aber lieber so, als perfekt und leidenschaftslos.
Im ersten Akt gibt ziehen sich einige Dialoge etwas und das Lied "Who needs the young" aus Meat Loafs neustem Album h├Ątte man besser gestrichen, aber vor allem im zweiten Akt jagt ein Superhit den n├Ąchsten.

Fazit:
Man sollte mit den richtigen Erwartungen in die Show gehen! Es ist KEIN Meat Loaf Musical sondern es geht um die Musik von Jim Steinmann. Diese wird hier auch perfekt und abwechslungsreich in Szene gesetzt.
Es ist auch KEIN Familien-Musical a la Disney oder A.L. Webber. Es ist laut, rockig, anz├╝glich und ausgeflippt.
LEIDER scheinen die typischen deutschen Musical-"Fans" daf├╝r nicht die richtige Zielgruppe zu sein. Ich kann aber nur jedem empfehlen sich das St├╝ck anzusehen, so lange es noch l├Ąuft!

E_Mosch (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Es wird Zeit....

09.01.2019 - Es wird Zeit, das die Vampire endlich mal zur Ruhe kommen... oder einen Refresh bekommen.

In den letzten Jahren wurde soviel weggespart, sei es beim B├╝hnenbild, bei der Cast oder dem Orchester, was das Theater Erlebnis f├╝r Wiederholungst├Ąter zur Entt├Ąuschung macht.

Der Sound war grauenvoll und man hat viel gar nicht verstanden, da das Synthie Orchester viel zu laut war.

Das Spiel und die Energie lie├čen am Abend auch zu w├╝nschen ├╝brig. Einzige Ausnahme war Raphael Gro├č in der Rolle des Alfreds, der sehr frisch und nat├╝rlich wirkte.
Energetisch muss man noch das Solo Tanzpaar von Krolok und Sarah erw├Ąhnen. Sehr gut.

F├╝r Vampir Anf├Ąnger okay, f├╝r Wiederholungst├Ąter nicht zu empfehlen.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gutes Abschluss Projekt der UdK

09.01.2019 - Das St├╝ck hat als Aufh├Ąnger den G20 Gipfel in Hamburg.
Da treffen viele Welten aufeinander. Polizist, Bloggerin, Stricher, Journalistin, Politiker, und viele mehr.

Jeder hat hier seinen Moment und auch wenn die Geschichte sich manchmal in Kleinigkeiten verrennt ist der Abend sehr unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.

Herrlich die Musik diesmal mit vielen Streichern aber leider keinem richtigen Ohrwurm.
Die Texte sind wie immer bissig und spielen mit Klischees und ind am Puls der Zeit.

Sehr gut, und man kann sehen, dass das Musical sich keinen Sorgen machen muss um guten Nachwuchs, denn nicht nur gesanglich kann hier fast jeder punkten, sondern auch durch gutes Tanzen und gutes Spiel wird der Abend zu einer energiereichen Vorstellung.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Zu viiiiieeele L├Ą├Ą├Ąngen / 1A Top Cast

31.12.2018 - Das St├╝ck hat einfach ein Problem mit langweiligen und sehr langweiligen Songs wo Rollen belanglose Dinge singen.

'I love Rock'n Roll' wirkte im ersten Akt zudem so deplatziert wie eine Katze in der Hundeschule. Was sucht eine Mitklatschnummer mitten im ersten Akt wo man das Publikum eh schon bet├Ąubt hat.

Daf├╝r waren die 'Gloria' und 'Maniac' einfach der Hammer und da wo es gemenschelt hat war das St├╝ck auch gut. Nur waren das ganz wenige Stellen. Man h├Ątte es locker um 30-40 Minuten k├╝rzen k├Ânnen.

Zur Cast, hammer Stimmen! 1A, ohne Soundprobleme an meinen Platz. Ann-Sophie D├╝rmeyer w├╝rde ich gerne ├Âfter sehen. Auch Hannah Leser ist einfach eine perfekte Besetzung. Sascha Di Capri war mir jedoch einfach zu sehr Sch├Ânling und wirkte damit deplatziert. War zu viel 'huhu, schaut her, da bin ich'.

Bitte schickt bessere St├╝cke mit so einer tollen Cast durch Deutschland.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Konzert f├╝r Taube u. Schwerh├Ârige

30.12.2018 - Vorstellung am 25.12.2018, 15.00
Uhr
Meine Bewertung bis zu meiner "Flucht":
B├╝hnenbild: sehr gut.
Tanzensemble: gut.
Musikalische Umsetzung: katastrophal.

Jeder einzelne Ton, sofern er ├╝berhaupt als solcher wahrgenommen werden konnte, war hoffnungslos ├╝bersteuert.
Von einer differenzierten "Musik" und einer ausgewogenen Balance zwischen Orchester und S├Ąngern war man Lichtjahre entfernt.
Es war wirklich eine Zumutung f├╝r die Ohren.
Ich musste die Veranstaltung aus rein akustischen Gr├╝nden schon in der Pause verlassen.
Schade f├╝r den hohen Eintrittspreis.


Grandios

28.12.2018 - Selten hat mich ein St├╝ck so mitgenommen und beeindruckt! Schauspieler, Technik und Kulisse fantastisch! Einfach perfekt!

Mein Highlight: Federic fragte MICH nach einem Foto mit ihm🤷🏼‍♀️

Rosalie275 (erste Bewertung)


Leider ein Reinfall!

28.12.2018 - Zeitweise hatte ich das Gef├╝hl in einer Schulveranstaltung zu sitzen.Grauenhafte Akustik, unmotivierte K├╝nstler.Das alles bei einem astronomischen Eintrittspreis.
Schade um die Zeit .

Bridget (erste Bewertung)


Forever Broadway, grauenhafte Akustik

27.12.2018 - Wir waren am 26.12.18 in der Philharmonie und konnten nicht glauben, wie schlecht die Akustik war. Jede alte Schelllackplatte klingt besser.Die S├Ąnger waren ├╝berhaupt nicht zu verstehen, die Microphone (oder die Verst├Ąrker) kratzen, dass es weh tut (Klirrfaktor!)und das Orchester ├╝bert├Ânt sehr oft den klirrenden Gesang. Kauft Euch lieber eine CD einer ordentlichen Musical-Hitauswahl, das Vergn├╝gen ist sehr m├Ą├čig und der Preis ist hoch.

pmusikus (erste Bewertung)


Unappetitlich

26.12.2018 - Auf diese Idee muss man dann erst auch einmal kommen! Prenzlberg Hipster und Kiez-Kuriosit├Ąten lassen die Latte Macchiato mit aufgesch├Ąumter Muttermilch zum angesagten Top-Produkt werden.
Letztendlich finden die kreativen Jungunternehmer auch noch eine passende Marktl├╝cke f├╝r frisches Sperma.

Was vielleicht bei pointierten, spitzen und treffenden Texten zu einer bitterb├Âsen, rabenschwarzen und respektlosen Satire h├Ątte werden k├Ânnen, bleibt hier leider zu h├Ąufig in einem peinlich unangenehmen Mittelma├č stecken.

Den drei spielfreudigen und vielseitigen Darstellern auf der B├╝hne kann man keinen Vorwurf machen. Gesanglich und schauspielerisch top springen sie von einem Kost├╝me ins n├Ąchste und lassen die Kiez-Vielfalt des gentrifizierten Stadtteils am├╝sant lebendig werden.
Die Regie greift dieses wunderbare Talent leider nicht auf und l├Ąsst im Ablauf auch immer wieder unn├Âtige L├Ąngen entstehen.

Tom van Hasselt hat eine ├╝beraus gelungene Musik komponiert, die vor allen Dingen, wenn sie im lateinamerikanischen Tango-, Rumba-, Salsa Rhythmen schwelgt, das Tempo etwas anhebt.

Insgesamt wird aber durch Buch und Text nicht wirklich klar, wo hier der roten Faden verl├Ąuft und wer oder was satirisch auf das Korn genommen werden soll.
Und der Humor ist, wie bereits erw├Ąhnt, Geschmackssache und sicher nicht f├╝r jedermann geeignet.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


F├╝r Kenner 0 Sterne

25.12.2018 - Also waren heute 25.12.2018 in der ersten Vorstellung. Die Kulisse ist sch├Ân, aber das war es auch schon. Die Akustik war grauenhaft, die Darsteller konnten teilweise die Texte nicht, das Orchester hat auch bis auf ein paar wenige lieder die S├Ąnger ├╝ber t├Ânt. Viele bekannte Lieder wurden verhunzt. Also alle kenner bleibt zuhause. Das war wirklich eine sehr gro├če Entt├Ąuschung.

Nicolesko (erste Bewertung)


Tamara Danz auf der B├╝hne klappt !

22.12.2018 - TAMARA
Dieses Musical finde ich Genial.
Ich pers├Ânlich finde historische und wahre Musicals echt toll.TAMARA ist historie und wahr, die Geschichte um Tamara Danz den K├╝nstler und der Teufel ist viel besser als nur die Biografie von Tamara Danz zu erz├Ąhlen. Mephisto 23 gespielt von Michael Kuczynski gl├Ąnzt mal wieder in seiner Rolle als Teufel.Tamara Danz gespielt von Saskia Dreyer spielt ihre Rolle verdammt gut.G├Âtz(Uwe Schmiedl), Toni(Fabian Ranglack) und Wiebke(Katarzyna Kunicka)spielen laut Mephisto 23 "die 3 K├╝nstlerseelen" f├╝r mich perfekt. Uwe Schmiedl spielt seine Rolle als Regisseur sehr gut, Fabian Ranglack spielt seine Rolle als Musiker sehr witzig und zu guter letzt Publikumsliebling Katarzyna Kunicka spielt ihre Rolle als B├╝hnenbildnerin wie immer perfekt mit ihrer charismatischen Person kann man sie nur m├Âgen. Uwe Hassbecker(Patrick Stauf)spielt seine Rolle gut genau so wie Ben Zimmermann als R├╝diger ÔÇ×RitchieÔÇť Barton. Draculina(Sabrina Pankrath)spielt ihre Rolle mega gut genau so wie Zerberus(Kamil Frątczak. Das Ensemble war echt mega, dass Ensemble besteht aus den Teufeln: Karolina Arczewska, Kinga Stańko, Arkadiusz Borzdyński, Daniel Kulczyński. Insgesamt sehr tolle Inszenierung.

FANUBS (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Musiktheater, das begeistert

21.12.2018 - Zur Story es handelt sich um eine Liebesgeschichte in der Zukunft + eine unerf├╝llte Liebe + eine Liebe die mit den Jahren auf der Strecke blieb. So w├╝rde ich die 3 Handlungsstr├Ąnge beschreiben. Die Cast begeistert allen voran: Robin Reitsma (ein echter Gl├╝cksgriff als Strat), Alex Melcher, Willemijn Verkaik, Tom van der Veen. Die Musik hat so eine Kraft und zieht einen mit, die Bilder zu den einzelnen Liedern sind stark, tolle Videoprojektionen. 6 x habe ich das Musical in Oberhausen bisher gesehen und das Publikum war immer begeistert, auch wenn die eine oder andere Show besser besucht sein k├Ânnte. Die deutsche ├ťbersetzung ist gut und die Verbeugung an das Original, wenn mal ein St├╝ckchen/Strophe auf englisch gesungen wird ist gut und gelungen. Ich w├╝rde mich ├╝ber eine Oberhausener CD sehr freuen!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bleibt hinter den M├Âglichkeiten zur├╝ck

18.12.2018 - Schon recht kurze Zeit nach der (wenig erfolgreichen) Broadwaypremiere wird DOKTOR SCHIWAGO auf deutschen B├╝hnen heimisch. Das Stadttheater Pforzheim hat das Musical nun auch auf dem Spielplan.

Auch wenn die Musicalversion schon zahlreiche Personen und Nebenschaupl├Ątze wegl├Ąsst, kann oder muss eine solch epische Geschichte auf eine recht fragmentarische Form herabgebrochen werden, um sie auf einer Theaterb├╝hne zeigen zu k├Ânnen. Das liegt in der Natur der Sache und ist in diesem Fall mehr oder weniger akzeptabel gelungen.

Die Liedtexte kommen leider recht schlicht und allenfalls zweckdienlich daher. Weder verleihen sie den Charakteren nennenswerte Tiefensch├Ąrfe, noch werden die komplexen historischen Ereignisse angemessen verarbeitet.

Den produktionstechnischen M├Âglichkeiten des kleinen Pforzheimer Stadttheaters sind deutliche Grenzen gesetzt.
Das B├╝hnenbild wird haupts├Ąchlich von einem unf├Ârmigen kleinen Ger├╝st dominiert. Es wird durch die Gegend geschoben, teilt sich mal, wird von allen Seiten und auf allen Ebenen bespielt, sieht aber immer nur aus wie eine unzureichende Notl├Âsung.
Das schlichte Lichtdesign kann diesen Mangel an Atmosph├Ąre auch nicht ausgleichen. Oftmals wirkt es sogar recht laienhaft, wenn Darsteller im Dunkeln stehen und Verfolgungsscheinwerfer am falschen Platz die Schauspieler nicht finden.
Das Kost├╝mbild ist dagegen gut gelungen und kleidet das gro├če Ensemble stilvoll und historisch passend ein.

Lucy Simons Komposition kann durchaus f├╝r sich einnehmen.
Ohne auf zu ausgetretenen Musicalpfaden zu wandeln, kleidet sie die Geschichte mal unaufdringlichen untermalend, mal dramatisch kraftvoll, mal voller russischem Lokalkolorit aus.
Die aufw├Ąndigen Arrangements f├╝r die Badische Philharmonie klingen gut.

In der Titelrolle ist Kurosch Abbasi zu sehen. Er liefert eine zuverl├Ąssige und souver├Ąne Leistung. Trotzdem ger├Ąt sein Schiwago nicht gerade zu einer denkw├╝rdigen und charismatischen Pers├Ânlichkeit. Gesanglich wirkt er manchmal etwas d├╝nn, was ich aber der suboptimalen Tonabmischung zuschreiben w├╝rde.

Femke Soetenga hinterl├Ąsst mit ihrem Rollenportrait der Lara leider ein gro├čes Fragezeichen.
Der wunderbar tiefgr├╝ndige, melancholische und leidenschaftliche Charakter Laras wird hier immer wieder durch clownesques Grimassieren und ungebremste und sinnlose Heiterkeit verfremdet. Das ist vollkommen unpassend. Unabh├Ąngig, ob dies nun von Buch oder Regie so vorgegeben wurde, wirkt es vollkommen deplatziert und unpassend.

Stamatia Gerothanasi als Tonia wirkt mit ihrer wundersch├Ânen, aber rein klassisch gef├╝hrten Stimme wie ein Fremdk├Ârper zwischen Jurij und Lara.

Regisseur Tobias Materna h├Ąlt alles recht flott am Laufen und im Fluss. Nennenswerte Ideen oder Inspirationen fehlen aber weitgehend.

Insgesamt l├Ąsst diese Inszenierung erahnen, dass DOKTOR SCHIWAGO Potenzial hat, holt selbiges aber nicht aus der Vorlage heraus.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Winterblock mit unserer Sisi - Kovarikova

17.12.2018 - Wir als Fans der ersten Stunden von Michaela, Vampire in Wien, WWRY K├Âln und Ludwig in Kempten freuen uns, unsere Sisi wieder zuhaben.


Wir sind sehr Happy Misha & Matthias Stockinger bald wieder als 1. Cast zusehen. Wie damals!

5 Sterne liebes Ludwig Team!

musicalfan18 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Kovarikova ist zur├╝ck als Sisi

17.12.2018 - Ich freue mich schon sehr auf die Vorstellungen in F├╝ssen. Bis 31.12.18 spielt Michaela.

Ich kenne Sie schon seit den Vampiren in WIEN.

Top!

musicalfan18 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Fantastisch

16.12.2018 - War in der Premiere am 24.11., es war fantastisch - ein stimmgewaltiger Tony, der auch schauspielerisch in allen Belangen ├╝berzeugte, eine tolle Irena Flury in der weiblichen Hauptrolle , der man alle Facetten der an der Trag├Âdie "reifenden" Maria abnahm und eine wundervolle Cast, und als Pluspunkt noch ein fantastisches Orchester obendrauf, Musicalherz was willst du mehr. Ich mag die Kulisse, die ja schon ├Ąhnlich in Magdeburg zu sehen war und der Rundlauf ums Orchester rum war auch eine tolle Idee .

Indis (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Fr├Âhliche Weihnachten!

15.12.2018 - Eine sensationell charmante, energiegeladene und gelungene Mischung aus der New Yorker Show "Christmas Spectacular", Revue, Girlie-Reihen, Tanz, Musicaleinlagen, etwas Comedy, eine Prise Schmidt-Theater-Charme. Alles um das Thema Weihnachten, aber nicht nur mit Weihnachtsliedern. Mal besinnlich f├╝rs Herz, mal mit Swing und Glamour, mal zum Lachen, mal zum Nachdenken. Pr├Ąsentiert von einem jungen, talentierten, tollem Ensemble in einem sehr sch├Ânen kleinem, stimmungsvoll dekoriertem Theater. Wer zu Weihnachten in Hamburg ist, sollte sich diese Show der Nachwuchsstars nicht entgehen lassen. Dieser Nachmittag, wie die meisten Vorstellungen, war ausverkauft. Es war mein erster Besuch bei First Stage - ich komme wieder !

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Empfehlenswert !

12.12.2018 - Ghost in HH hat mir unterm Strich gut gefallen. Riccardo Greco und Piek van der Kaden waren perfekt in ihren Rollen und man hat ihnen das "gl├╝cklich tragische" Liebespaar abgenommen. Gar nicht gefallen hat mir die Rolle der Oda Mae (nicht die Darstellerin !), sie wurde als l├Ącherliche Witzfigur dargestellt, schade.
Im direkten Vergleich zum English Theater Frankfurt wurde es dort stimmiger umgesetzt.
Auf jeden Fall ein sch├Ânes (trauriges) Musical, dass man sich gut ansehen kann.

dolcetto (23 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Musical Heaven

11.12.2018 - Womit soll man beginnen? Am besten mit der Sensation des Abends, dem Bruckner Orchester und dem Dirigenten Tom Bitterlich. Da erwischt man sich gelegentlich, dass man nicht auf die B├╝hne, sondern fasziniert in den Orchestergraben schaut. Ein richtiges Orchester f├╝r ein Musical! Keine Minibesetzung mit Keyboard. Da kommt Freude auf. Absolute Weltklasse.
Auch sonst kann sich die Auff├╝hrung sehen und h├Âren lassen. Tolle Insenierung und Choreografie - das l├Ąuft wie ein Film ab. Kost├╝me, B├╝hnenbild und Licht ein Traum. Alle Darsteller ├╝berzeugen.
Gegen├╝ber der Broadway-Fassung hat der Regisseur das St├╝ck leicht gek├╝rzt und Vater Hochberg gleich ganz gestrichen. Tut dem St├╝ck gut. Und am Schluss es gibt auch wieder das Traumballett.
Das hat ├╝ber weite Strecken die Qualit├Ąt einer Auff├╝hrung am Broadway oder im West End. Who can ask for anything more? Beim Tanz merkt man dann schon noch einen kleinen Unterschied. Da fehlt es an einigen Slellen noch ein wenig an Leichtigkeit und Eleganz und der Tanz setzt hier die Geschichte nicht unbedingt fort. Aber trotzdem ist ist die Produktion ein Staircae to Paradise (super Christian Fr├Âhlich).

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Der pure Rock'n'Roll!

09.12.2018 - Schei├če, hat das gerockt! 🤘🤘🤘
Was die UK-Tour von "Rock of ages" da ablieferte, das sucht stimmlich und vor allem atmosph├Ąrisch hierzulande seinesgleichen; da kann die Deutsche Erstauff├╝hrung in Ulm leider einpacken.
Noch nie habe ich ein (deutsches) Publikum erlebt, dass derma├čen mitgegangen ist und bereits im Finale der Show geschlossen stand und entfesselt mitgefeiert hat, mich inkludiert.
Die Darsteller (allesamt die Creme de la Creme der britischen Musicalszene) hatten sichtlich Spa├č am Geschehen und griffen die Dynamik des Publikums immer wieder lustvoll auf.
Allen voran der grandiose Lucas Rush ("American Idiot", "We will rock you"), der als Narrator Lonny die Masse schelmisch dirigierte, welche ihm ergeben aus der Hand fra├č.
Wie gesagt, vor allem, was die stimmlichen Leistungen angeht, kann man sich keine bessere Cast w├╝nschen.
Das Ganze h├Ątte man so gleich auf CD pressen k├Ânnen.
Da ist einem dann auch das schwache, klischeebeladene Buch ganz wurst, wenn man solch puren Spa├č haben darf.
Was f├╝r ein unvergesslich geiler Abend!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Totale ├ťberraschung

08.12.2018 - Ich war mit einer Freundin in der Auff├╝hrung in Elmshorn. Ich war echt begeistert, weil es mal ganz anders war als das ├╝bliche. Total ├╝berraschende Story, Mischung aus emotional, witzig und einfach so sch├Ân. Musik echt super, ganz gro├če Melodien, die man so gar nicht erwartet.

katrinkaefer77 (erste Bewertung)


Kraftvoll, aber leider nicht ganz zu Ende gedacht

08.12.2018 - Was muss ein St├╝ck tun, um heutzutage ein m├Âglichst junges Publikum ins Theater zu ziehen und dann auch noch zu begeistern?
M├Âglichst so sein wie "Welcome to hell"!
Die Show nutzt die Irrungen und Wirrungen des G20-Gipfels in Hamburg als Vehikel, um Konflikte um ihre Hauptfiguren zu spinnen, diese zu verweben und die Einzelschicksale dazustellen:
Da gibt es den Polizisten, der zum Einsatz muss, seine Freundin mit Migrationshintergrund, die Reporterin, die vom Gipfel berichtet, ein Antifa-P├Ąrchen, und so weiter.
Die 12 Absolvent*innen der HDK agieren mit einer Kraft, einem Verve, einer Wucht, dass es eine wahre Freude ist!
Das macht den Abend frisch, jung und vielleicht auch ein klein wenig revolution├Ąr.
Die Texte sind sowohl schlau, als auch trotzdem in Jugendsprache verfasst.
Der Kenner erkennt sowohl dramaturgisch als auch musikalisch "Rent", "In the Heights" und am Ende auch ein bisschen "Urinetown"; n├Ąmlich, wenn der leicht erhobene Zeigefinger zum Thema ├ťberbev├Âlkerung und Konsum kommt.
Wie sehr man versucht, sich an gro├če Vorbilder anzulehnen, sieht man auch an der Orchesterbesetzung, welche fast 1:1 der des omnipotenten "Hamilton" entspricht.
Das ist alles sehr schlau und gekonnt gemacht (und gut abgekupfert), begeistert sogar ├╝ber lange Strecken, auch, wenn leider im 2.Akt die Resolution mancher Konflikte zu klein ausf├Ąllt oder gar ganz vergessen wird.
Irgendwie geht der kraftvollen Show gegen Ende die Puste aus.
Die Songs sind eing├Ąngig, wenn auch manchmal irgendwie nicht zu Ende gedacht.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gute Unterhaltung mit TOP Besetzung

07.12.2018 - Wir haben uns "Wechselspiel der Liebe" angeschaut und waren ├╝berrascht wie unterhaltsam das St├╝ck ist. Klar es ist nach einem Roman von Rosamunde Pilcher. F├╝r sein Geld bekommt der Zuschauer 2 1/2 Stunden gute Unterhaltung kombiniert mit sehr guten Darstellern wie Viktoria Brams, Patrick Fichte und der wunderbaren Angelika Milster. Anschauen lohnt sich.

Peter1975 (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Mommie Dearest

07.12.2018 - Der im deutschsprachigen Raum selten gespielte amerikanische Klassiker GYPSY stand auf dem Spielplan der Volksoper Wien.

Die Amerikaner lieben es einen Blick hinter die Showbiz-Kulissen zu werfen.
Und genau das tut GYPSY und erz├Ąhlt die Geschichte zweier Schwestern, die von ihrer ambitionierten Mutter zu Vaudeville Stars aufgebaut werden sollen.

Bei der Grundlage ist es dann erstaunlich, dass relativ wenig glamour├Âser B├╝hnenzauber zu erleben ist. Die n├╝chterne Zweitklassigkeit der Vaudeville B├╝hnen spiegelt sich im B├╝hnen- und Kost├╝mbild gut wieder.
Der Fokus des St├╝ckes und der Inszenierung liegt eindeutig auf der ausgefeilten Charakterzeichnung der Protagonisten. Wunderbar differenziert werden die beiden Schwestern June und Louise von Marianne Curn und Lisa Habermann gespielt.
GYPSY ist aber eigentlich das perfekte Starvehikel f├╝r die K├╝nstlerin, die die Rolle der Mama Rose ├╝bernimmt. Bette Midler oder Bernadette Peters haben da schon einmal gro├č vorgelegt.
In Wien wird dieses furiose Mutter-Monster nun von Maria Happel auf die B├╝hne geschmettert.
Die Happel ist eine begnadete Schauspielerin, die s├Ąmtliche Facetten dieses durchaus auch anstrengenden, tragisch-komischen und widerspr├╝chlichen Charakters souver├Ąn darzustellen wei├č. Mit Energie und Einsatz vereinnahmt sie die B├╝hne f├╝r sich und wird zum selbstverst├Ąndlichen Mittelpunkt. Da gibt es nichts zu beanstanden. Allein gesanglich schafft sie es aber bei weitem nicht an ihre prominenten Vorbilder heranzureichen.

Unbedingt erw├Ąhnenswert ist das gro├če Orchester der Volksoper, dass die opulenten Arrangements von Jules Stynes Komposition eindrucksvoll umsetzt.
Dennoch muss ich sagen, dass ich mit der Geschichte und der Musik nicht so wirklich warm geworden bin. Sehr viel Patina h├Ąngt dem Ganzen an.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Eine Inszenierung, die unter die Haut geht

07.12.2018 - Der erste Besuch in der Musikalischen Kom├Âdie in Leipzig sorgte f├╝r gro├če Begeisterung.
Vorab sollte dem Besucher jedoch klar sein, dass es sich hier nicht um ein "Gute-Laune-Musical" handelt, bei dem die Show im Vordergrund steht. Viel mehr erwartet die Zuschauer ein tiefgr├╝ndiges, ├╝berwiegend ersch├╝tterndes und sehr emotional ergreifendes St├╝ck.
In dem sehr sch├Ânen, kleinen Theater wurde von Cusch Jung eine wirklich beeindruckende Inszenierung mit wunderbarer Musik auf die ebenfalls kleine B├╝hne gezaubert. Trotz bescheidenerer Ausstattung l├Ąsst das B├╝hnenbild nichts vermissen.
das gro├če Orchester und die Besetzung des St├╝ckes sind zweifellos das Sahneh├Ąubchen. Obgleich alle Rollen ├Ąu├čerst gut besetzt sind, m├╝ssen Lisa Habermann als Lara und allen voran Jan Ammann besonders hervorgehoben werden.
Lisa Habermann verk├Ârpert ihre Rolle g├Ąnzlich ├╝berzeugend und ist stimmlich brilliant. Jan Ammann l├Ąsst den Zuschauer in ein ├╝berw├Ąltigendes Bad der Gef├╝hle eintauchen, die stimmlich, als auch schauspielerisch meisterhaft lebendig werden l├Ąsst.

Das Fazit nach etwa dreieinhalb Stunden: ein St├╝ck, aus dem man nicht begeistert, sondern eher emotional ergriffen und nachdenklich hinausgeht. Das sich mit toll und fantastisch beschreiben l├Ąsst, sondern viel mehr mit intensiv und ├╝berw├Ąltigend.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


G├Ąnsehaut

07.12.2018 - Ich kann der obigen Bewertung nur zustimmen. gerade die Nachwuchss├Ąngerinnen haben uns begeistert, gerade die kleine Hannah mit ihren 13 Jahren hatte eine fantastische Stimme. Und das Duett der jungen Insa mit Yngve Gasoy-Romdal war ein riesig sympathisches Highlight. Wir haben selten so viele Ohrw├╝rmer in dieser hohen Qualit├Ąt an einem Konzertabend geh├Ârt.In der Pause und nach dem Konzert haben wir viele Besucher Lieder aus dem Konzert summen h├Âren, uns eingeschlossen. Das die B├╝hne so klein war hat zwar etwas gest├Ârt, weil es manchmal etwas voll wurde, aber das wurde gut gel├Âst. Es war gut und famili├Ąr mit hohem Unterhaltungswert. Wir kommen n├Ąchstes Jahr wieder, falls es eine zweite Auflage geben sollte.

Jacky (erste Bewertung)


Viva la musica

27.11.2018 - VIVALDI - DIE F├ťNFTE JAHRESZEIT ist wieder einmal ein Historienmusical und eine K├╝nstlerbiografie auf einer Wiener Theaterb├╝hne.
Das Werk ist ├╝beraus gelungen, sehenswert und unterhaltsam geworden.
Das St├╝ck kommt ausgesprochen fragmentarisch daher. Aber das ist wohl dem Wesen der biografischen St├╝cke, die einen ganzen Lebenslauf umspannen, geschuldet.
Schlaglichtartig werden einige mehr oder weniger relevante Lebensstationen von Antonio Vivaldi ins Zentrum der Betrachtung ger├╝ckt. Da auch nicht all zu viel ├╝ber Vivaldi historisch gesichert ist, nimmt sich der Autor auch die Freiheit der Fiktion. Es macht auf jeden Fall Sinn, sich vorher kurz mit einer Inhaltsangabe zu besch├Ąftigen.
Buch und Text sind durchaus zweckdienlich, erreichen aber nicht die St├Ąrke und Nachhaltigkeit der gro├čen Klassiker dieses Genres, wie z.B. ELISABETH oder EVITA.
Letztendlich wird Vivaldi auch nicht als getriebene, gequ├Ąlte K├╝nstlerseele mit inneren Konflikten gezeichnet. Er durchlebt vergleichsweise gelassen seine Zeit und reagiert auf ├Ąu├čere Einfl├╝sse und Zeitgenossen.
Dementsprechend unaufgeregt und unpathetisch ist die Darstellung Drew Sarichs in der Titelrolle.
Sehr viel mehr Feuer und Temperament packt Boris Pfeifer in seine Rolle des Vivaldi Biografen Carlo Goldoni und f├╝llt damit die B├╝hne mit prallem Leben und Energie.

Was bleibt von einem Ausnahmek├╝nstler und seinem Werk stellt sich in der Rahmenhandlung des Musicals die Rockband "Vivaldi" die Frage.
Es bleibt die Musik und die Inspiration f├╝r kommende Generationen.
Und so ist wohl auch dieses Musical zu verstehen.
Die musikalische Seite ist der H├Âhepunkt von VIVALDI.
Hochverdient hat Komponist Christian Kolonovits f├╝r die Musik und die Arrangements den Deutschen Musical Theater Preis 2017 erhalten.
Mit gro├čer K├Ânnerschaft variiert und zitiert er die Barock-Thematik und das Werk Vivaldis. Er f├╝hrt das Ganze flie├čend und bruchlos zu zeitgen├Âssischen Pop-, Rock- und Musicalkl├Ąngen und auch wieder zur├╝ck. Die Komposition ist wie kaum ein anderes Musical der j├╝ngeren Vergangenheit abwechslungsreich, kraftvoll und eigentlich genial zu nennen und entspricht damit der zitierten F├╝nften Jahreszeit Vivaldis.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gro├če Show

26.11.2018 - Die Premiere der DSE gestern war ein einziges Fest. Was die Linzer auf die B├╝hne bringen, sucht im deutschsprachigen Raum seinesgleichen. Allein, dass die beiden Hauptrollen mit ihren unglaublichen Anforderungen an Tanz, Gesang und Schauspiel aus dem hauseigenen Ensemble besetzt werden k├Ânnen, ist ein Wunder. Gernot Romic und Myrthes Monteiro (die bis vor kurzem in Hamburg die Jasmin in ALADDIN gespielt hat) sind ein wunderbares Leading Couple, die Produktion hat Stil und Klasse, einfach nur gro├če Show!

Nr. 690 (7 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Grandiose Premiere

25.11.2018 - Vielen Dank f├╝r den tollen Abend gestern in Syke. Das hatten wir nicht erwartet, rund 35 Songs, kostenloses Programmheft, diverse Zuschauer├╝berraschungen und ein grandioses Ensemble. Da konnte man getrost ├╝ber die kleinen M├Ąngel der Location mit den nicht so zahlreichen, aber sauberen Sanit├Ąranlagen und dem engen Gastrobereich hinwegsehen.
Wir sa├čen relativ weit hinten (Reihe 14 von 18)und konnten jeden Song perfekt verstehen, daher gro├čes Lob an die Technik. Und ein ebenso gro├čes Kompliment an die Programmauswahl, da war von der West Side Story ├╝ber Chicago, der P├Ąpstin, Jekyll u.v.a.m. bis hin zum Phantom alles dabei, aber eben nicht nur die Songs, die man immer h├Ârt, da waren titelanalog Evergreen-Perlen dabei.
Und dann diese K├╝nstlermischung. Zehn Solisten bei solch einem Abend, das war heftig. Und die Mischung aus den drei Topstars, engagierten aber vielleicht noch nicht ganz so bekannten Musicalk├╝nstlerinnen und den Nachwuchsstimmen war perfekt, unglaublich was gerade auch die jungen Kids geleistet haben. Darum haben auch alle eine namentliche Erw├Ąhnung verdient:
Allen voran nat├╝rlich die drei "Dinos". Yngve war grandios, seine Stimme nach wie vor ein genuss und sein Spiel so wudnerbar sympathisch. Und er harmonierte fantatstisch mit Lutz, ihr Duett "Lily┬┤s Eyes" am Ende riss die Zuschauer von den Sitzen, ├╝brigens nicht das erste mal an diesem Abend. Friedrich Rau hatten wir im Sommer noch in Fulda gesehen, sein "Traum ohne Anfang und Ende" war die kr├Ânung auf seine vielen Auftritte, wobei er sich auch sehr oft als perfekter Duettpartner erwies. Und dann Lutz! Warum sieht man ihn so selten auf Konzertb├╝hnen. was hat der Mann f├╝r eine Stimme, Wahnsinn. Toll, dass er seine P├Ąpstin-Hymne "Hinter hohen Klostermauern singen durfte", aber er hatte so viele Showstopper. Sein "Diese Nacht ist so sternenklar" war ein Genuss mit breitem L├Ącheln im Gesicht, seine Duette mit Sophia Revilla waren wunderbar.
Apropos Sophia revilla. Wir hatten sie 2009 in tecklenburg auf der Da capo Gala das erste mal geh├Ârt, damals war sie wohl 16. Neun Jahre sp├Ąter hat sie sich wunderbar entwickelt, singt mit ihrer klassischen Stimme herlich gef├╝hlvoll und entf├╝hrt an diesem Abend in die Klassiker des Genres, sei es als Lisa (Jekyll), als Eva Peron oder als Christine Da├ę.
Bislang noch nicht so auf den Fokus hatten wir Franziska Li├čmeier, warum eigentlich. Sie war eine tolle Duettpartnerin f├╝r die anderen Solisten, sang aber mit Nur f├╝r mich auch ein wunderbares Solo aus Les Mis.
Lena Hespe kannten wir von der Musical-Masquerade, sie studiert inszwischen Gesang und das merkte man ihr auch an, sie hat sich zweifellos weiter entwickelt, sang technisch sehr pr├Ązise und kraftvoll und reihte sich nahtlos in die Phalanx der anderen ein.
Und dann waren da noch die vier Nachwuchss├Ąnger/-innen. Timm Moritz Marquardt hatte eine sch├Âne Stimme, wirkte aber etwas steif auf der B├╝hne. Als wir h├Ârten, dass er erst 16 ist, waren wir sehr ├╝berrascht, dann darf man einem jungen Mann das auch nachsehen. Mit 13 jahren war hannah Willker die j├╝ngste auf der B├╝hne, aber was f├╝r eine Power hat dieses M├Ądchen? Ihr Duett "Du Allein" aus Starlight Express war krass, da sang sie ihren Duettpartner Timm fast an die Wand.
Und dann waren da noch die Siegerinnen des Musical Song Contest 2018, Insa Ommen und Maite Pesci. Maite hatte ihren gro├čen Auftritt mit "All that Jazz" und lieferte dabei f├╝r eine 17-j├Ąhrige eine bemerkeswerte Performance ab. Auch ihr Duett aus Wicked mit Insa machte einfach Spa├č. Sie tritt dem vernehmen nach bei der n├Ąchsten Masquerade in Ibbenb├╝ren auf, da freuen wir uns bereits drauf.
Und dann war da noch Insa. Nach dem Konzert sagte ein Bekannter, sie wirkt wie eine kleine Sabrina. Dem kann ich nur zustimmen, wobei sie vielleicht nicht Sabrina weckerlins Power hat, aber in Erscheinung und Klarheit einfach fasziniert.Ihre Stimme fesselt und ihre K├Ârpersprache ist angenehm zur├╝ckhaltend, aber dennoch fesselnd, das war G├Ąnsehaut pur.
jetzt freuen wir uns auf das Konzert in K├Âln am 13. januar. leider ist Lutz dann nicht dabei, aber daf├╝r kommt dann "The Voice" David Moore zum Ensembkle hinzu. nach dieser Premiere sind wir schon sehr gespannt, was uns im alten Millowitsch-Theater erwartet. Danke f├╝r den sch├Ânen Abend.

Musicalstern (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


genial

24.11.2018 - War die letzten vier Jahr in London und habe jedes Jahr auch BoM gesehen. Finde es immer noch witzig und kann es mit einem dauergrinsen anschauen. Habe bisher noch kein anderes St├╝ck gesehen bei dem im Saal mehr gelacht wurde.

Wer auf komplette politische korrektheit steht sollte einen Bogen um das Musical machen. Alle anderen empfehle ich reingehen, Spass haben und lachen.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


nicht mein St├╝ck

24.11.2018 - Vorweg, im Saal kam es gut an, es wurde viel gelacht und zum Schluss mit Standing Ovation geklatscht.

Mein Problem war, ich war M├╝de, sa├č direkt unter einem L├╝fter und fror die ganze Zeit und sa├č zudem noch weit hinten und musste mich konzentrieren die Darsteller zu verstehen da diese ohne Mikrofon sprachen und gesprochen wurde sehr viel, gef├╝hlt mehr gesprochen als gesungen. Und wenn gesungen wurde h├Ârte sich fast jedes Lied gleich an.

Richtig Klasse fand ich das B├╝hnenbild, in einer komplett schwarzen B├╝hne kamen immer einzelne beleuchtete R├Ąume zum vorschein in denen die Handlung spielte. Es wurden dann auch mehrere Zimmer aneinander gereiht oder verschoben oder als Balkon oder durch drehen als H├Ąuserwand genutzt.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Klasse

24.11.2018 - War mein bisher teuerster Musical Besuch aber hat sich gelohnt. Wobei ich den ersten Akt sehr genial finde aber dieses Niveau Hamilton nach der Pause m.M. nicht mehr halten kann. Dies spiegelt sich auch in der Musik wieder da alle Lieder die ich gern h├Âre aus dem ersten Akt stammen.

Das Publikum war ├╝berraschendd alt, was nicht schlimm ist, jedoch las ich oft das Hamilton die Musik der Jugend verwendet und daher jugendliche wieder ans Genre f├╝hrt. Aber vermutlich auch den teuren Ticketpreise geschuldet.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Langweilig

24.11.2018 - Gestern waren wir spontan in "Bat out of Hell" weil es ein super Black Friday Angebot Im Centro Ticket Shop gab. Im Theater selbst soll man dieses Angebot wohl nicht bekommen haben. Da es f├╝r PK Premium (60ÔéČ) nur noch Einzelpl├Ątze gab haben wir uns f├╝r PK 1 (50ÔéČ) Hochparkett Reihe 1 linke Seite entschieden. Wir h├Ątten uns aber auch einen Termin bis Juni aussuchen k├Ânnen. Die Pl├Ątze waren gut aber das wusste Ich auch vorher schon. Im Hochparkett waren die hinteren Reihen abgeh├Ąngt und wir sa├čen dann mit ca 100??? Leuten im Hochparkett. Parkett war bis auf wenige Pl├Ątze voll. Zur Show selbst... wir hatten die komplette first cast und wirklich jeder hat super gesungen. Das B├╝hnenbild sah cool aus aber hat nach einer halben Stunde schon gelangweilt, weil wirklich viel ├Ąndern tut sich da ja nichts. Zur Handlung muss man gar nichts sagen weil es eigentlich ├╝berhaupt keine erkennbare Handlung gibt. Die Musik war grausig. Ca 5 Songs kannte ich und die haben sich in diesem Musical einfach nur schrecklich angeh├Ârt. (Der zweite Song im ersten Akt, gesungen von Alex und Willemijn, furchtbar ich habe noch nie so ein schreckliches Lied geh├Ârt).
Es gab wirklich leider kein einziges kleines Highlight. Das Publikum in den vorderen Reihen hatte aber glaube ich seinen Spa├č. Sind aber auch einige Leute nach der Pause gegangen. Ich denke nicht das dieses Musical lange spielen wird.

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Musik und optisch top

23.11.2018 - Hat die Vorstellung in London sehr gut gefallen. Die Musik ist top, entweder kannte ich die Lieder schon oder gingen schnell ins Ohr. Negativ war nur die Lautst├Ąrke, teilweise war ich kurz davor mir die Ohren zu zu halten anstelle einfach die Musik geniesen zu k├Ânnen.

Die optische Umsetzung ist der zweite gro├če Pluspunkt. Sowohl B├╝hnenbild als auch das Spiel mit der Kamera fand ich extrem geil. Teilweise kommt dies verst├Ârend r├╝ber, bzw, wird dies ├╝ber die Kamerabilder noch unterst├╝tzt was ich so Klasse fand. ├ťberhaupt hat mir hier der d├╝stere Grundton gut gefallen und die Darstellung der Raven dazu sowie ihrer Mutter.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Unbedingt Hingehen!

23.11.2018 - Das Musical des jungen Staatsmusicals garantiert einen sch├Ânen Abend mit Unterhaltung und ein paar Lachern.
Die Energie des Ensembles ist gut.
Choreographien sind einfach gehalten, wirken aber trotzdem auf der B├╝hne des kleinen Hauses.

Es macht Spa├č das St├╝ck anzusehen!
Unbedingt hingehen!

G.


Leider nicht v├Âllig ohne Fehler

22.11.2018 - Am Sonntag Abend den 11.11.2018 habe ich Mary Poppins in Hamburg gesehen und ich wei├č nicht warum, evtl. waren meine Erwartungen zu hoch, aber so ganz ist bei mir der Funke nicht ├╝bergesprungen.
Ein aufw├Ąndiges B├╝hnenbild, sch├Âne Kost├╝me, tolle Choreographien und sehr sch├Âne Musik, das alles hat Mary Poppins zu bieten, aber leider hat mir die Cast an diesem Abend stellenweise nicht ganz zugesagt.
Das gr├Â├čte Lob geh├Ârt den beiden Kinderdarstellern, ich glaube ich hatte noch nie so gute Kinder auf der B├╝hne gesehen.
Maria Dana├ę Bansen als Mrs. Banks war f├╝r mich die Entdeckung des Abends, kleine Rolle aber das Beste daraus gemacht, mehr geht nicht.
David Boyd den ich auch schon als Tarzan gesehen habe, passt perfekt in die Rolle des Bert.
Als bekannt wurde das Mary Poppins nach Deutschland kommt, stand f├╝r mich fest das Elisabeth H├╝bert diese Rolle bekommen sollte und optisch, schauspielerisch, von der Mimik und Gestik passt es auch total. Aber leider hat sie mir gesanglich an diesem Abend nicht immer gefallen, da habe ich stimmlich schon besseres von ihr erlebt.
Die Darsteller des Mr. Banks, der Vogelfrau, der Hausangestellten und von Miss Andrew haben mir pers├Ânlich leider alle nicht so ganz gefallen, irgendwie fand ich alle in ihren Rollen nicht ganz passend, teilweise quietschender Gesang und ├╝bertriebenes Schauspiel, sind zwei Punkte dir mir nicht zugesagt haben.
Der Rest des Ensembles war gro├če Klasse.
Alles in allem hat mir Mary Poppins gut gefallen, aber zum ersten Mal seit langem, kam ich aus dem Theater und dachte mir gut das ich es mir angesehen habe, aber ein zweites Mal erst mal nicht.
Man kann das Musical wirklich weiter empfehlen und es unterh├Ąlt sehr gut, evtl lag es an diesem Abend auch etwas am Publikum, da der Saal nur knapp zur H├Ąlfte gef├╝llt war und auch das Publikum sehr verhalten war, aber das Gewisse etwas hat an diesem Abend gefehlt.

Musicalfan86 (38 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Faszinierend

22.11.2018 - Kannte vor dem Kauf der Karten nicht viel ├╝ber das St├╝ck, beim reinh├Âren vorab bin ich gleich bei "hey, little songbird" h├Ąngen geblieben und habe mir danach eine karte bestellt.

Das St├╝ck wirkt wie eine Erz├Ąhlung der Geschichte, teils ├╝ber einen Erz├Ąhler als auch der Charaktere, die von Anfang an fesselt und begeister. Ohne gro├če Effekte oder aha Erlebnis schafft das St├╝ck die Geschichte fesselnd von Anfang an zu erz├Ąhlen. Ich dachte mehrmals das St├╝ck ├╝ber, ist das sch├Ân, ohne das es hierf├╝r einen speziellen Grund gab, sondern einfach weil die Geschichte mit einer tollen Musik fesselnd erz├Ąhlt wird.

Aus einem hervorragenden Cast sticht besonders Patrick Page mit seiner tiefen Stimmme hervor.

Im National Theater wird das St├╝ck mit einer offenen B├╝hne die kreisrund in die Zuschauer reingeht gespielt, dies passt sehr gut zu dem St├╝ck.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


the Hype is real

21.11.2018 - steht am Theater in London. Schnell wird einem an dem Abend auch klar das hier manches anders ist.

Im Saal angekommen h├Ârt man Musik, nicht das Orchester welches sich einspielt sondern es kommt gute laune Musik aus der Zeit in der der Film spielt sowohl vor der Vorstellung als auch in der Pause.

Als der Saal bis auf den letzten Platz gef├╝llt war hatte ich mich umgeschaut ob ich mit 39 Jahren hier der ├Ąlteste bin, ich war noch in keinem Theater Saal mit so jungem Publikum. Lautes gekreische als das Licht dann aus ging sowie sp├Ąter auch nach jedem Lied.

An der Stage Door war eine Schlange von ├╝ber 50 Meter, es lie├čen sich bei den 3 Abende die ich dort war ( 2 mal im St├╝ck, einmal weil ich grad zuf├Ąllig dort war) jeweils immer nur 3-5 Darsteller blicken, die aber dann auch die komplette
Schlange entlang sind.

Zum St├╝ck selber, mir hat es super gefallen. Musik geht sofort ins Ohr und auch viele St├╝cke dabei die ich gerne in meine play List aufnehme. Die ganze Inszenierung kommt erfrischend anders daher und man verl├Ąsst gut gelaunt den Saal.

Die Laufzeit war von Beginn an begrenzt und die Derniere ist nah, ich hoffe das St├╝ck kommt wieder.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Sch├Ân

21.11.2018 - Ich mochte die Show. Sehr bunt und schell.
Aber besonders beeindruckt war ich vom fliegenden Teppich im zweiten Teil. Da w├╝rde ich gern mal einen Blick hinter die Kulissen werfen um zu sehen, wie das funktioniert.

Mario (7 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Wunderbar

21.11.2018 - Ich bin ein gro├čer Fan dieser Vorstellung. Habe es jetzt schon mehrmals gesehen und bin immer wieder fasziniert.
Diese Puppenideen sind einfach genial.

Mario (7 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Ein fabelhafter Uli Scherbel

20.11.2018 - Das gr├Â├čte Erlebnis bei der Vorstellung "Singin in the rain" war Uli Scherbel als Don Lockwood.
Er hat ein brillante Ausstrahlung und Stimme, kann ausgezeichnet tanzen und steppen und ist einfach ein Charming boy. Ich glaube es gibt sehr wenige Musicaldarsteller, die das alles so vereinen wie er.
Das ist absolut erstklassig.
Die gesamte Auff├╝hrung ist musikalisch und choreographisch ein Hochgenuss.
Ich habe mir f├╝r eine Zusatzvorstellung noch einmal eine Karte gekauft um diesen Genuss noch mal zu erleben.
Hier schreibe ich das erste Mal, war bis jetzt nur Leser, aber die Vorkritik hat mich nun doch bewogen, mich hier anzumelden und ihr zu widersprechen.

Mario (7 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gute Unterhaltung, mehr nicht.

18.11.2018 - Wenn man die Chichester Inszenierung vor einigen Jahren gesehen hat, wei├č man, wie gut das St├╝ck inszeniert und besetzt werden kann.

W├Ąhrend die Inszenierung hier sicherlich gelungen f├╝r ein Stadttheater ist, kann sie bei weitem, weder von der Inszenierung noch von der Besetzung mithalten.

Der Inszenierung fehlt gelegentlich Schnelligkeit und Elan, wenn auch die Choreografien nett anzusehen sind, warum aber, wenn Steptanz "angesagt" ist, das Ballet mit merkw├╝rdigsten fehlplatzierten Choreografien daherkommt, bleibt mir ein R├Ątsel.

Die Besetzung rund um Uli Scherbel kann, vor allem der wunderbare Christopher Hutchinson (wenn jeder Operns├Ąnger an den Stadttheatern doch so gut schauspielern und tanzen k├Ânnte...) als Cosmo, gefallen.
Uli Scherbel selbst ist f├╝r mich nicht grandios, wie anderen. Im Gegensatz zu einem Adam Cooper fehlt es ihm an nat├╝rlichem Charme, um als gro├čer Hollywood Star zu ├╝berzeugen, es wirkt mir zu oft einfach gek├╝nstelt, auch kommt er t├Ąnzerisch nicht an das Ausnahmetalent Cooper heran. Die Technik ist sicherlich da, aber zum ├╝berzeugenden Tanzen, gerade beim Steptanzen, geh├Ârt f├╝r mich auch ganz viel Ausdruck, und der kam bei mir nicht an.

Das Orchester ist ├╝berzeugend, der Sound war, zumindest gestern Abend im Rang, gut ausbalanciert.
Das B├╝hnenbild ist eher einfach, auch fehlte mir doch etwas mehr Regen am Ende des ersten Aktes (wenn ich da an das Finale der Chichester Inszenierung denke mit den Massen an richtigem Wasser) und warum Jasmin Bilek beim Finale NICHT einen gelben Regenmantel tr├Ągt, wie so bekannt aus dem Film, muss ich auch nicht verstehen.

Die Inszenierung ist sicherlich, wenn man das St├╝ck nicht kennt, sehenswert, aber nicht der gro├če Wurf, wie es bei meinen Vorschreibern anklingt.

MH2404 (21 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Was war das denn???

18.11.2018 - Eins vorweg...
Ich bin kein Jim Steinmann Fan, und auch futuristische Stories sind nicht gerade meins. Aber ich wollte Bat out of Hell eine Chance geben und war sehr neugierig...

Aber dieser Theater Abend war so verwirrend.
Die B├╝hne ist total ├╝berladen, und auch durch Projektionen wird die Story einem nicht klar.

Die Story spielt in der Zukunft, Kinder sind atomar verseucht und altern nicht mehr. Die Welt wird gef├╝hrt von Falco und seinem Imperium. Warum? Das wird nicht gekl├Ąrt. Nat├╝rlich verliebt sich die Tochter des "Imperators" in den Anf├╝hrer der revolution├Ąren "Kindern". Warum sich alle irgendwie lieben, und dann wieder nicht ist sowieso eine komische Frage an diesem Abend. Genau wie das Ende, wo Falco gel├Ąutert ist und alle eine gro├če Party feiern.

Die Songs sind alle ins Deutsche ├╝bersetzt, was meist aber von fremden Dialekten (Holl├Ąndisch, italienisch, englisch, uvm) unverst├Ąndlich vorgetragen wird. Was der Story auch nicht zutr├Ąglich ist.

Tolle Darsteller, mit viel Energie stehen auf der B├╝hne, k├Ânnen aber leider den Abend auch nicht retten.
Wunderbar Benet Monteiro als Jagwire, Alex melcher als Falco, und Tom van der Von als Tick singen und spielen gro├čartig. Die Frauen hingegen spielen manchmal so hysterisch und steif, das man denkt welche Krankheit hat diese Rolle? Gerade Maureen Mac Gillavry als Raven, spielt so alsob sie immer von den Eltern unter Drogen gesetzt wird. Zuviel f├╝r einen Geschmack.

Wie schon oft zitiert, ist die Choreografie komplett fehl am Platz, und auch wenn sie noch so energiereich dargeboten wird, verwirrt sie mehr, als das sie unterst├╝tzt.

Der Abend wirft viele Fragen auf. Und auch wenn man ein paar Tolle Momente bei den Song Klassikern hat, t├Ąuscht das nicht dar├╝ber hinweg, das es absolut keine Show f├╝r einen Gro├čproduktion ist, nicht Massen tauglich ist, was an dem Abend nicht meine alleinige Meinung war, bei dem halb leeren Saal.

Da fragt man sich wirklich, warum Stage so eine Show nach Deutschland holt, und fantastische Shows wie FUG in M├╝nchen und Kinky in HH schlie├čen m├╝ssen?

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Nur schwer zu verstehen

18.11.2018 - Wir waren am 17.11. in der Vorstellung und hatten uns sehr auf die Show gefreut.

Leider traten in beiden Hauptrollen nicht die Erstbesetzungen auf. Strat wurde von Antonio Calanna gespielt, der als Walk-In-Cover gef├╝hrt wird,als Raven sahen wir Maureen Mac Gillary, die unter Ensemble gef├╝hrt wird.
Und das war auch das Hauptproblem. Beide haben einen so starken Akzent, dass sich dies auf ihre Leistung auswirkt. Beim Sprechen sind beide so sehr bem├╝ht die deutschen Worte richtig auszusprechen, dass sie im Grunde keine Emotionen transportieren k├Ânnen.

Da die Texte ins deutsche ├╝bersetzt wurden, sollte man auch hier erwarten k├Ânnen, dass die Zeilen zum Verst├Ąndnis der Handlung beitragen. Doch das gestaltet sich hier schwierig. Ruhige Balladen werden verst├Ąndlich vorgetragen, aber sobald die Musik schneller und lauter wird kann man wirklich nur noch einzelne Textfragmente verstehen. Da zus├Ątzlich auch noch mehrere H├Âll├Ąnder in den anderem Rollen auf der B├╝hne stehen, werden auch die Ensemble-Ges├Ąnge oft zu einem konzentrierten Worteraten...

Im krassen Gegensatz dazu standen Alex Melcher und Willemijn Verkaik, die ihre Rollen als Ravens auseinandergelebte Eltern eindrucksvoll und stimmgewaltig auf die B├╝hne bringen. Besonders Alex Melcher als Diktator Falko begeistert durchgehend durch seine Stimme und Ausstrahlung und wird zum gro├čen Gewinner der Show.

Tom van der Ven verk├Ârpert die Rolle des jungen Tink beeindruckend, mit einer geh├Ârigen Portion Naivit├Ąt, jugendlicher Unschuld und dem sehnlichen Wunsch "dazuzugeh├Âren". Sein Akzent st├Ârt dabei ├╝berhaupt nicht, da er die Rolle sehr ├╝berzeugend r├╝berbringt.

Die Handlung ist schon mehr als flach, man k├Ânnte sie auch als d├╝mmlich bezeichnen. Die Personen bleiben im Grunde durch die Bank eindimensional und werden von der Regie auch ziemlich im Stich gelassen. Die Jungs werden kurz als "The Lost" beschrieben, junge Rebellen, die durch einen Chemieangriff f├╝r immer achtzehn bleiben.Erst im zweiten Akt d├╝rfen sie bei dem Song "Objects in the rear view Mirror" Gef├╝hle zeigen und erhalten etwas Tiefe.

Raven ist eine sich ├╝ber den Boden w├Ąlzende achtzehnj├Ąhrige (was man ihr in keiner Sekunde abnimmt), bei der man sich fragt, welche manisch depressive Krankheit sie befallen hat...

Das Orchester klingt im Grunde trotz des obligatorischen Schrumpfens auf zehn Mann voll und energiegeladen, das B├╝hnenbild ist funktional und im Gro├čen und Ganzen stimmig. Ravens Zimmer ist in der zweiten Etage des Falko-Towers angelegt.Zus├Ątzlich wird das Geschehen dort auf einer Leinwand gezeigt, das von einer Kamerafrau, die st├Ąndig durch den Raum l├Ąuft, gefilmt wird. In unseren Augen eine v├Âllig unpassende und unn├Âtige Regieleistung.

Die Choreografie l├Ąsst einen auch nur staunend zur├╝ck, uninspieriertes rumh├╝pfen und Arme schwingen, da hat sich keiner gro├če Gedanken gemacht...

Am Ende haben sich dann alle lieb... warum erschlie├čt sich logisch nicht so wirklich. Au├čer dass der b├Âse Alex Melcher in den Freak Brunnen springen muss und dann als gel├Ąuterter Mensch wieder herauskommt. Da kann man ihm dann schon mal verzeihen, dass er die Jugendlichen gequ├Ąlt und einen von ihnen get├Âtet hat...

Wenn man keine tiefgr├╝ndige Handlung erwartet hat Bat out of Hell das Potential sein Publikum gut zu unterhalten. Es sind einige gro├čartige Songs von Jim Steinman vertreten und man k├Ânnte die Halle damit durchaus zum Kochen bringen.
Doch durch die Probleme mehrerer Darsteller mit der deutschen Sprache, wird der Genu├č der Musik leider immer wieder zerst├Ârt.

Man fragt sich unweigerlich, ob die Stage-School, an der die Stage Entertainment ja sein Jahren ausbildet, so schlecht ist, dass man da keinerlei deutsche Absolventen hervorbringt, die man auf die B├╝hne lassen kann.

Das Preis-Leistungs-Verh├Ąltnis stimmt bei der Stage schon lange nicht mehr. Ticketpreise von bis zu 160ÔéČ stehen in keinem Verh├Ąltnis zu dem gebotenen Erlebnis.
Das spiegelte sich in unserer Vorstellung wohl auch durch eine nur gut sechzigprozentige Auslastung wieder.

TorstenH (erste Bewertung)


Anastasia - weniger kitschig als erwartet

16.11.2018 - Zun├Ąchst vorweg: Ich fand den Trickfilm schon immer sehr gut und hatte mir seit ├╝ber 20 Jahren eine Show dazu auf der B├╝hne gew├╝nscht. Nun war es endlich soweit. Das warten hat sich gelohnt!

DIE INSZENIERUNG

Der gesamten Inszenierung l├Ąsst sich gut folgen, da die Szenen nahtlos ineinander ├╝bergehen und auch zeitlich eingeordnet werden. Insbesondere in der Personenregie, dem miteinander agieren setzt diese Inzenierung Ma├čst├Ąbe.

Die Inszenierung findet zudem eine wunderbare Balance zwischen netter Unterhaltung und einigen spannenden, teils bedr├╝ckenden Momenten ohne zu pathetisch zu werden.

Ein gro├čer Vorteil: Die Show ist insgesamt weniger kitschig als man annehmen k├Ânnte. Das erweiterte Buch tut der Geschichte gut. Zudem eine der wenigen aktuellen Shows die ohne Mystik und okkultem Zauber auskommt. Gratulation!

Dazu tr├Ągt auch die wunderbare Musik von Stephen Flaherty bei. In Teilen wurden Songs aus dem Film um neue Titel erg├Ąnzt, die alle die Story wirkungsvoll vorantreiben. Dabei sind herrliche Melodien in Walzer, Charleston, Folklore und klassischem Ballet entstanden.

Ohrwürmer sind neben den bekannten Filmtiteln auch einige der neu enstandenen Nummern für Anya, Dimitri und Gleb. Berührend auch das Lied in dem die Flüchtenden sich von ihrem Heimatland verabschieden. Das hatte schon starke Ähnlichkeiten zu "Ragtime" (gleiche Komponisten/Texterin).

Wie immer war am Anfang die Aufregung gro├č das inbs. die Filmsongs neue Texte haben. Dies st├Ârt aber nach der Er├Âffnungsnummer wirklich nicht. Die ├ťbersetzung finde ich sehr gut gelungen, fl├╝ssig und vor allem werden die erz├Ąhlerischen Elemente gut ├╝bertragen.

Das ca. 10 k├Âpfige Orchester klang bei der Deutschlandpremiere gut und auch balanciert ausgesteuert. Nie ├╝berdeckte der Klangteppich die Darsteller und das ist ein zus├Ątzlicher Pluspunkt.

DIE B├ťHNE

Das B├╝hnenbild aus realer Kulisse mit hohen Fenstern und T├╝ren in einer Schlossoptik wird dank riesiger LED Fl├Ąchen und Drehelementen wunderbar genutzt. Klar domineren in den eher leichten und romantischen Szenen die Pastellfarben aber das sieht schon gigantisch aus, ohne zu sehr abzulenken.

Dazu kommen die d├╝steren Szenen in Russland die sehr gut mit Farben rot und grau arbeitet.

Highlights sind hier sicherlich die Zugfahrt bei der Flucht, das Finale des 1. Aktes und der Opener im 2. Akt mit dem spektatukl├Ąrem Finale auf dem Eiffelturm.

Die Kost├╝me und das Licht sind wirklich atemberaubend und passend.

DIE DARSTELLER

Alle Darsteller sind klasse S├Ąnger und werden teilweise mit gro├čem Applaus belohnt. Auch wirken die Szenen in denen "nur" gespielt wird sehr gut eingerichtet. Da wirkte nichts aufgesagt oder gestellt. Man war sofort mittendrin und konnte sich in die Handlung einf├╝hlen.

Ber├╝hrend insb. im 2. Akt Daniela Ziegler als Gro├čmutter. Ihre W├╝rde und der bissige Humor gepaart mit einer unglaublichen B├╝hnenpr├Ąsenz begeistern. Auch Judith Caspari und Milan van Waardenburg harmonieren stimmlich und schauspielerisch sehr gut. Ein nettes Paar dem man gerne zusieht.

Matthias Edenborn kann in den Gesangszenen punkten, k├Ąmpft aber in den Sprechszenen noch immer mit einem h├Ârbaren, aber nicht wirklich st├Ârendem Akzent. Thorsten Thinney und Jacqueline Braun als Vlad und Lily sind ganz wunderbar und in den gemeinsamen Szenen urkomisch.

Das Ensemble singt einwandfrei und klar verst├Ąndlich in den Chor-passagen und tanzt ganz wunderbar.

FAZIT

Mit Anastasia ist der Stage neben dem Gl├Âckner eines der anspruchs-volleren St├╝cken gelungen. Man darf der Show uns allen Beteiligten viel Erfolg w├╝nschen. Ich komme gerne wieder.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Englische Liedtexte w├Ąren besser

15.11.2018 - Ich war heute (15.11.2018) spontan in Bat out of Hell. Von den deutschen Texten war ich, wie erwartet, nicht allzu sehr angetan. Allerdings frage ich mich, warum man die Lieder ├╝berhaupt ins Deutsche ├╝bersetzt, wenn man sie dann von nicht-muttersprachlich-deutschen Darstellern singen l├Ąsst, bei denen man kaum ein Wort versteht. Wenn man wie ich die Lieder seit 40 Jahren kennt und liebt, w├╝rde man sie sowieso viel lieber mit dem Originaltext h├Âren. Die besten Stellen im Musical waren f├╝r mich die Zeilen, die auf englisch gesungen wurden. Zu den Darstellern: Robin Reitsma hat f├╝r mich ├╝berhaupt kein Charisma. ├ťberhaupt kein Vergleich zu Andrew Polec, den ich in London sehen durfte. Maureen Mac Gillavry, die in der besuchten Vorstellung die Raven spielte, sah f├╝r meinen Geschmack etwas zu reif aus f├╝r eine 18-j├Ąhrige. Allerdings hat sie eine tolle Stimme. Ihre beiden Soli ("Heaven can wait" und das zweite wei├č ich nicht mehr, kann auch ein Duett gewesen sein) waren wirklich sehr beeindruckend gesungen. Willemijn und Alex waren die einzigen, die bei mir Emotionen hervorgerufen haben, nat├╝rlich bei dem wunderbaren "What part of my body hurts the most" (nicht wunderbar von der ├ťbersetzung her, aber von der Intensit├Ąt her, mit der es gesungen wurde) und auch bei "It's all coming back to me". Was ich sehr schade finde, ist, dass Sloane in diesem spie├čigen 80er-Jahre-Look herumlaufen muss (Frisur, Kleidung). Hallo, das St├╝ck spielt doch in der Zukunft!?!? - Die Handlung des St├╝cks ist sehr flach, und wo ich mir in London noch gew├╝nscht habe, mehr von den Sprechtexten zu verstehen, habe ich mir heute gew├╝nscht, weniger davon zu verstehen, da sie - m├Âglicherweise auch aufgrund der starken Akzente der meisten Darsteller - einfach keinen Charme haben. Das Theater war kaum halb voll. Der Applaus zwischen den Liedern war im ersten Akt sehr schwach, im zweiten Akt gab es auch ein paar Juchzer. Fazit: Man kann es sich einmal anschauen, aber ich habe kein Bed├╝rfnis, es nochmal zu sehen, es sei denn, sie w├╝rden alle Lieder auf englisch singen. Denn die Lieder sind so ziemlich das einzige, was an dem St├╝ck gut ist, aber nicht, wenn sie auf deutsch gesungen werden. - Ach ja, noch zwei Anmerkungen: ich war etwas erstaunt, dass der Anfang - "Love and death and an american guitar" nicht wie in London von Strat, sondern von Raven gesprochen wurde. Aber das hat Maureen klasse gemacht. Und dann noch etwas zu den ├ťbersetzungen: man kann gerne bei W├Ârtern wie "seh'n" oder "h├Âr'n" einen Vokal weglassen, um eine Silbe zu sparen, das ist ja auch Umgangssprache. Aber mei'm statt meinem oder wein' statt weinen (als Beispiel) geht f├╝r mich gar nicht. Das h├Ârt sich einfach nur bl├Âd an. Und solche Stellen kommen leider ├Âfter vor.

GraefinKrolock (erste Bewertung)


Miserable Cast

14.11.2018 - Einen Klassiker unter den Musicals mit bekannten Ohrw├╝rmern so zu verhunzen ist fast auch schon eine Kunst. Eigentlich sollte man beschwingt das Theater verlassen - bei dieser Inszenierung bedauert man nur, Geld f├╝r die Eintrittskarten ausgegeben zu haben. Keiner der Hauptdarsteller kann singen (einzige Ausnahme ist Bj├Ârn Breckheimer),weder die Songtexte noch die szenischen Texte sind gut zu verstehen. Prof. Higgins (Uwe Eric Laufenberg) wirkt einfach nur unsympathisch,Eliza Doolittle (Mira Benser) fehlt es an Ausstrahlung. Der Gesang des Opernchores bildet einen viel zu krassen Kontrast zu den Gesangsversuchen der Darsteller.
Lediglich das recht gelungene B├╝hnenbild und das Orchester lassen den Abend nicht zu einem v├Âlligen Desaster verkommen. Die immer wieder auf der B├╝hne pr├Ąsenten Gaukler (deren Daseinsberechtigung trotzdem ein R├Ątsel bleibt) verm├Âgen mehr die Blicke auf sich zu ziehen als der Rest des Ensembles.

Vampirette (erste Bewertung)


Uli Scherbel zieht die Zuschauer in den Bann

14.11.2018 - Ich bin restlos begeistert von Uli Scherbel als Don Lockwood. Er zieht die Zuschauer in seinen Bann. Es macht einen Riesenspa├č ihm zuzusehen und zuzuh├Âren. Ein wunderbarer K├╝nstler, der K├Ânnen und Charme vereint.
Und vielen Dank f├╝r die lustige und interessante Foto Story ├╝ber ihn.
Die Inszenierung hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist so sch├Ân, dieses Musical mal wieder mit gro├čem Orchester live zu erleben.

anbuchle (erste Bewertung)


Absolut indiskutabel

13.11.2018 - Absolut indiskutabel. Und dass Professor Higgins der Intendant (!) des Theaters ist und sich selbst so fehlbesetzt, spricht ja auch B├Ąnde!

maison_usher (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Eine ganz hervorragende Produktion

12.11.2018 - Ich kenne die Original Disney-Inszenierung 1995 Wien und dann Stuttgart aus dem "FF". Auch die Stage-Version war nett litt aber unter einem Spar-Orchester.

Mit einigem Abstand habe ich mir nun gestern in Wien in der riesigen Stadthalle die Show angesehen.

Ich habe selten eine so homogene Cast gesehen. Auch wenn die Darsteller aus Ungarn kommen war das phonetisch ganz ausgezeichnet. Hier wurde eine unglaublich gute Arbeit geleistet.

Die Cast hat so eine Spielfreude und das B├╝hnenbild ist trotz Tour sehr aufw├Ąndig und ├╝berraschend. Da waren richtig gute Schauspieler auf der B├╝hne. Die Gesten und Witze kamen selbst in der 36 Reihe an und alle hatten viel Spass.

Klar in gewissen Szenen muss man sich von Original l├Âsen, aber selbst "Sei hier Gast" war auch ohne Feuerwerk ein Highlight. Sch├Ân war auch das fast 1:1 der deutsche Text von Lutz Riedel ├╝bernommen wurde sodass man entspannt genie├čen konnte.

Warum allergings bei "Mensch wieder sein" kein Walzer getanzt wurde obwohl man davon singt blieb mir ein wenig ein R├Ątsel.

Hervorzuheben auch das riesige Orchester und die tolle Cast. Belle, Biest, Gaston und Madame Pottine hatten richtig gute Stimmen. Der Saal tobte.

Also ich fand die 3h wirklich ├╝berraschend gut, sehr unterhaltsam und vor allem ber├╝hrend gespielt. Die Vielzahl an herrlichen Meldodien incl. dem Song Wandel sind wirklich toll.

Also in der aktuellen 2018er Version eine unbedingte Empfehlung.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Teilweise schon recht schwer verdaulich

12.11.2018 - Das Chaos auf der B├╝hne des Metronom Theaters in Oberhausen ist gro├č.
Ebenso viele unterschiedliche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man versucht sich mit BAT OUT OF HELL und seiner Inszenierung auseinanderzusetzen.
Eigentlich k├Ânnte man eine ganze Doktorarbeit dar├╝ber schreiben, so viele Fragen wirft das alles auf.
Deshalb nur stichpunktartig ein paar Anmerkungen meinerseits:

Buch und Text erz├Ąhlen etwas platt und oftmals langatmig die Geschichte einer dysfunktionalen Ehe und einer problematischen Teenagerbeziehung in postapokalyptischer Zeit. Alle Charaktere -von den Protagonisten bis zu den Ensemblerollen- sind eindimensional, schablonenhaft, unsympathisch, ohne Motivation und Vorgeschichte. Trotzdem ergeht man sich immer wieder in endlos langen Gaga-Monologen oder Dialogen, die wenig erkl├Ąren, wenig voranbringen aber viel bremsen.

Die Musik h├Ątte eine bessere, vollere Orchestrierung verdient.
Man denkt bei jedem der Steinman Hits etwas wehm├╝tig an die Originalversionen.
Alles leidet zus├Ątzlich unter der sprachlichen Verwirrung, wenn Gesangs- und Sprechtexte halb Deutsch, halb Englisch daherkommen und mit hartem holl├Ąndischen Akzent vorgetragen werden. Das wirkt sperrig und wenig organisch.

Das B├╝hnenbild ist gro├čartig gelungen. Stimmungs- und effektvolle Bilder zeigen auf oftmals geniale Weise traumatische, vision├Ąre oder dekadente R├Ąumlichkeiten.

Die Choreografie ist einfach nur unpassend und aufgrund ihrer vielen Wiederholungen langweilig.
Wegen des sehr begrenzten Platzes im B├╝hnenvordergrund steht das Ensemble meist brav aufgereiht nebeneinander, stampft mit den Beinen und schwenkt die Arme.
Das passt nicht zur Musik, noch zu der Handlung oder den Charakteren.

Die Regie ist sehr darum bem├╝ht hip, cool und anders zu sein.
Das Konzept geht aber leider in seiner schwerf├Ąlligen, sich immer wiederholenden Art nicht wirklich auf.

Die Besetzung hat mit dem Rohmaterial zu k├Ąmpfen. Verkaik und Melcher schaffen es noch am ehesten aufgrund ihrer Souver├Ąnit├Ąt und charismatischen B├╝hnenpr├Ąsenz positiv aufzufallen.
Der Rest muss... nun ja, eben k├Ąmpfen.

BAT OUT OF HELL ist sicher nicht das optimale Vehikel, um die gro├čartigen Songs von Jim Steinman einer weiteren Verwertung zuzuf├╝hren. Es k├Ânnte und sollte eigentlich mehr sein, als das, was hier zu sehen und zu h├Âren ist.
Unterm Strich ist die Produktion dennoch leidlich unterhaltsam.

Die Begeisterung des Publikums im schlecht ausgelasteten Metronom Theater h├Ąlt sich dann auch in ├╝berschaubaren Grenzen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Solide Inszenierung die wenig polarisiert

12.11.2018 - Die Cabaret Vorstellung am gestrigen Abend lie├č mich gespalten aus dem Theater gehen.

Die Band spielt toll und das B├╝hnenbild ist gelungen, inklusive dem gro├čartigen Schluss den man gefunden hat.

Sowohl Matt Blake als Ernst als auch Lindsay Goodhand als Fr├Ąulein Kost sind sehr gut in ihren Rollen. Zudem sie teilweise und auch passend die Band noch unterst├╝tzen.

Darstellerisch ist Ryan Saunders als Cliff schon eine Idealbesetzung. Und Richard Derrington als Herr Schultz ein liebenswerter Mensch.

Durch die viele nackte Haut wollte man anscheinend ein verruchtes Berlin zeigen. Das ├╝berzeugte aufgrund des braven Spiels nicht. Der Emcee hat eine starke Stimme und Sally Bowles ein gutes Schauspiel. Wenn auch der Emcee gut ist, f├Ąllt leider Helen Reuben als Sally stimmlich oft aus.

Cabaret sollte durch den Wechsel zwischen dem Club und dem erstarken der Nazis krassere Br├╝che bringen. Die fehlten beinahe g├Ąnzlich. Gerade Sally h├Ątte viel st├Ąrkere gesanglich Auftritte gebraucht. Es ist nicht wirklich nachvollziehbar wieso man wegen ihr in den Club geht.
Drama brachte man rein in den der Titelsong nahezu analog zu Imelda Stauntos "Rose's Turn" inszeniert wurde. Vielleicht hat die Regie sich vorher mal die DVD angeschaut.

Ber├╝hrend die Szene, wenn Fr├Ąulein Schneider realisierend und Herr Schultz beschwipst und nicht erkennend im Chor von "Tomorrow belongs to me" stehen. Das war ergreifend.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Macht einen Bogen drum!

12.11.2018 - Die Kritik trifft es. Wenn die Hauptakteure krasse Fehlbesetzungen sind, k├Ânnen ein ausgesprochen gutes Orchester, ein tolles B├╝hnenbild und gute Nebendarsteller das Ruder nicht rum rei├čen.

chmue (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Endzeitstimmung

12.11.2018 - Ein ungew├Âhnlicher Look - die Sharks and Jets durch blaue, bzw rote Kost├╝me und Haare voneinander unterscheidbar, bunte Farbtupfer in einem ansonsten kalten und grauen B├╝hnenbild. Daniel Jenz fand ich als Tony darstellerisch etwas h├Âlzern, daf├╝r erreicht er als Operns├Ąnger m├╝helos die hohen Piano-T├Âne in "Maria". Das restliche Ensemble ist stark, sowohl im Gesang als auch im Tanz. Tolles Orchester.

chmue (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Leider verdirbt der Ton im Theater die komplette Show

08.11.2018 - Tolles St├╝ck, tolle Darsteller, super Inzsenierung. Dennoch nicht wirklich empfehlenswert. Ich habe dem Schleswig Holsteinischen Landestheater nach Crazy for you in Itzehoe mit Singin in the rain in Rendsburg eine zweite Chance gegeben. In Itzehoe war der Ton im Allgemeinen viel zu leise, ich und auch meine Begleitung hatten das Gef├╝hl, vor einem Fernseher zu sitzen, der aus R├╝cksicht auf die Nachbarn auf Fl├╝sterton gedrosselt war. In Rendsburg war alles ok, bis das Orchester eingesetzt hat. Dann war weder der Gesang noch der Steptanz zu h├Âren. Auf Nachfrage, ob das in Flensburg auch so ist, habe ich nur die Antwort bekommen, dass der Ton nicht auf allen Pl├Ątzen gleich ist.

Sehr schade, aber f├╝r weitere Experimente ist Flensburg und Umgebung leider zu weit vom Ruhrgebiet entfernt.

Mephista71 (erste Bewertung)


Gegendarstellung

05.11.2018 - Es hilft alles nichts!
Ich muss mich einfach korrigieren.

Ich habe mich mehrfach relativ kritisch zum K├ľNIG DER L├ľWEN ge├Ąu├čert. Ich habe das Musical erstmals vor fast zwanzig Jahren gesehen. Das St├╝ck war damals brandneu, extrem erfolgreich und wurde von unfassbar guten Kritiken in den Himmel gelobt.
Die au├čerordentlich hohen Erwartungen, die ich damals hatte, konnten bei weitem nicht erf├╝llt werden. F├╝r mich war es damals zu unspektakul├Ąr, zu kindlich, zu albern und weitgehend unzug├Ąnglich f├╝r Erwachsene.

Nun habe ich es also nach knapp zwei Jahrzehnten ein zweites Mal gesehen, bin mit eher negativer Erwartungshaltung ins Theater.... und habe es begeistert verlassen.

Viele Elemente (Musik, Kost├╝me, Choreografie) sind ausgezeichnet gelungen und verdienen f├╝r ihre Kreativit├Ąt Respekt.
Was K├ľNIG DER L├ľWEN aber zu einem so au├čergew├Âhnlichen und einmaligen Erlebnis werden l├Ąsst, ist die virtuose Inszenierungskunst von Julie Taymor.
Spielerisch leicht pendelt sie zwischen starkem Opern-Pathos, gro├čer Emotionalit├Ąt und luftig leichtem Disney Frohsinn.
Die ├╝berzogene Albernheit einzelner Figuren wird durch die gro├čartige Puppenspielkunst ihrer Darsteller relativiert.
DER K├ľNIG DER L├ľWEN setzt immer wieder wunderbar packende gef├╝hlsm├Ą├čige und musikalische H├Âhepunkte und ist vielleicht doch das beste Disney Musical.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Kr├Ąftig an der Patina gekratzt

05.11.2018 - Eigentlich ist das St├╝ck ja ziemlich altbacken, auch wenn Disney versucht hat, es ein wenig zeitgem├Ą├čer zu machen. Insofern bin ich ohne gro├če Erwartungen in die Vorstellung gegangen. Aber pl├Âtzlich befinde ich mich in einer Disco mit richtigen Mensch und dann st├╝rzen mir auch noch gef├╝hlt 150 Bierk├Ąsten entgegen). Spektakul├Ąrer Beginn einer gro├čartigen und vor allen Dingen zeitgem├Ą├čen und durchdachten Inszenierung von Andreas Gergen. Obwohl er das St├╝ck an einigen Stellen ordentlich gegen den Strich b├╝rstet, verletzt er den Inhhalt nie. Unterst├╝tzt wird er dabei von dem wunderbaren Danny Costello (Choreographie), Stephan Prattes (B├╝hne) und Ulli Kremer (Kost├╝me - WOW - wunderbar schrill und phantasievoll). Eine rundum gelungene Inszenierung. Da kommt keinen Augenblick Langeweile auf. Ein weiteres Wunder ereignet sich im Orchestergraben. Da spielt das M├╝nchner Rundfunkorchester unter Leitung von Joseph R. Olefirowicz. So wie die sich der Musik annehmen, k├Ânnte man glauben, dies w├Ąre die beste Musik, die Richard Rodgers je geschrieben hat. Ein absoluter Traum. Und dann die Studenten der Theaterakadmie. Aber sind das wirklich Studenten? Nein, dass sind Vollpofis. Darf man da jemanden besonders herausheben? Tamara Pascual als Ella? Tobias Stemmer als Prinzen? Beide wunderbar. Da stimmt alles (Schauspiel, Gesang und Tanz). Den Vogel schie├čen allerdings rollenbedingt die Darstellerinnen von Madame (Miriam Neumaier), Gabrielle (Katahrina Wollmann) und Charlotte (Patrizia Unger) ab. Das ist Comedy in Vollendung. Fazit: wie so oft ist es der Theaterakademie gelungen, einen hinrei├čenden Musicalabend auf die Bretter zu stemmen. So etwas w├╝rde man in dieser Qualit├Ąt gerne mal im hiesigen Operettenhaus sehen.

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


VIVID - Poetisch, farbenreich und atemberaubend

27.10.2018 - VIVID ist die nun vierte Grand Show, welche ich sehen konnte. Und eine der besten.

Klar vermisse ich sehr die Nutzung aller technischen M├Âglichkeiten des Hauses (Wasser, Eis ...). Und dennoch ist VIVID ein Highlight.

Erstmals seit langem erlebt man eine Show mit d├╝nnem Handlungsstrang der sich durch die gut 2,5 h zieht.

Die Musik ist dabei bis auf wenige Ausnahmen das schw├Ąchste. Von Ballade, Funk und Rap ist alles dabei. Die instrumtalen Passagen sind sph├Ąrische Kl├Ąnge und Techno-Pop.

Die B├╝hne ist noch gr├Â├čer und um seitliche Spielf├Ąchen erweitert. Viele Szenen im Saal lassen die Grenzen verschwimmen. Mit einer genialen Lichtshow und Projektionen entstehen tolle Bilder. Vieles in klaren Grenzen, anderes ├╝berbordend farbenfroh.

Die Kost├╝me und H├╝te insbesondere in der Dschungelszene sind ein Genuss.

Im Vordergrund aber diesmal die Poesie. Grazile Akrobatik, Ebru Malerei und viel Flugakrobatik in unterschiedlichen Dimensionen lassen teils den Atem stocken. Insbesondere Double Wheel of Steel beeindrucken mit ihrer Darbietung.

Aufgelockert durch eine witzige ÔÇťShes like the WindÔÇť Persiflage wurde diesmal auch der Spass nicht ├╝bersehen und das Publikum eingebunden.

Die Solisten sind gut aber zumeist unauff├Ąllig, aufgrund der eher banalen Kompositionen unterfordert.

Fazit: Trotz einger Schw├Ąchen ist VIVID eine gute Show die zum Staunen einl├Ądt.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Allein unter Durlacher Hausfrauen

25.10.2018 - Men Strip ist ein seit den 1970er Jahren durchgehecheltes und abgenudeltes Thema.
Dass so etwas im Jahre 2018 noch Kreischalarm und hysterische Partystimmung ausl├Âsen kann, h├Ątte ich mir nicht tr├Ąumen lassen.
Dazu muss man allerdings anmerken, dass das Kammertheater Karlsruhe weitgehend mit mittelalterlichen, Prosecco-pr├Ąparierten Damen angef├╝llt war.

Geschrieben und inszeniert wurde das Compilation-, Gute-Laune-Musical vom Intendanten des Hauses Ingmar Otto.

Die Handlung schl├Ągt irrwitzige Kapriolen, wenn der Medizinstudent Johannes sich sein Einkommen mit Men Strip auf der Reeperbahn aufbessert, die Beziehung seiner Freundin dadurch in Schieflage ger├Ąt, Freundins Mutti in Verdacht ger├Ąt ein Verh├Ąltnis mit dem potenziellen Schwiegersohn zu haben, der Strip Club an den Rand des finanziellen Ruins ger├Ąt, weil ein Travestieclub Konkurrenz macht, Mutti von einem Transvestiten geschw├Ąngert wird, zur Schwangerschaftsgymnastik eine irrwitzige K├ľNIG DER L├ľWEN Verarsche abgezogen wird und letztendlich alle vers├Âhnlich feststellen, dass "ficken f├╝r den Frieden" die L├Âsung ist.

Die Handlung ist also ein aberwitziges, mit frechen und schlagfertigen Dialogen gespicktes Vehikel, dass sich von einer Pseudo-Strip-Nummer und einem Schlager-, Disco Hit zum n├Ąchsten hangelt.

Die Inszenierung ist top professionell umgesetzt.
Das stimmige B├╝hnenbild, das passende Lichtdesign, die vielen originellen und witzigen Kost├╝me, die punktgenaue und authentische Choreografie und die rasante Regie machen einfach Spa├č.

Die Besetzung ist zus├Ątzlich ein Highlight und ausnahmslos gro├čartig. Mit unb├Ąndiger Spielfreude springen die Darsteller in Sekundenschnelle immer wieder in neue witzige und herrlich skurril ausgearbeitete Nebenrollen. Gro├čartige B├╝hnenpr├Ąsenz, voller Einsatz und tolle Stimmen tun ihr ├ťbriges, um das Publikum mitzurei├čen.

Trotz anf├Ąnglicher Bedenken also ein kurzweiliger und am├╝santer Theaterabend.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Lange nicht mehr so gelacht

22.10.2018 - Ich kannte BoM schon ziemlich gut und konnte die Songs mitsingen, aber dennoch war es ein Erlebnis, es endlich live zu sehen! Zwei Stunden durchgehend lachen...

Nat├╝rlich ist die Musik jetzt nicht gerade anspruchsvoll und die Gags sind oft sehr simpel, nahe am Rassismus und unter der G├╝rtellinie, aber wenn an ein Musical der South Park-Macher schaut, kann und will man nichts anderes erwarten...

Und das Highlight blieb, wie Elder Cunningham f├╝r Nabulungi jedes Mal einen anderen Namen hatte, von Nekrophilia, ├╝ber Narkolepsia bis hinzu Nigel Farage 😊

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


├ťberraschend gut

22.10.2018 - Ich muss sagen, ich komme aus Hamburg und war noch nicht in Aladdin, und ich w├Ąre wohl auch nicht in London reingegangen, wenn mich meine Begleitung nicht ├╝berzeugt h├Ątte. Und ich muss sagen, es war eine gute Entscheidung.

Disney haut beim B├╝hnenbild und Effekten ein bisschen auf den Putz Hand das Ensemble waren echt gut. Der ein oder andere falsche Ton in den Duetten von Aladdin und Jasmine waren zwar unsch├Ân, aber dar├╝ber kann man gut hinwegsehen, da die S├Ąnger sonst alle top sind.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist wieviele Familien mit keinen Kindern da waren. Und die hatten alle Spa├č und waren hin und weg (auch wenn die H├Âhle ganz sch├Ân spooky war f├╝r die 5-J├Ąhrige vor mir). Das nenne ich ein Familienmusical!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


DAS kann Musical auch sein

22.10.2018 - Man wei├č eigentlich nicht genau sagen, was an BooH das Beste ist: die Musik als solche, die Darsteller (die durch die Bank durch zu dem Bestem geh├Âren, was ich je geh├Ârt habe), das B├╝hnenbild, die Showeffekte (in der Show sind mir mehrmals die Worte ÔÇ×was f├╝r ein kranker Sch...ÔÇť rausgerutscht) oder die Stimmung im Saal... gut die Story ist oberfl├Ąchlich (vorsichtig ausgedr├╝ckt), aber das st├Ârt ├╝berhaupt nicht, man ist vom Rest so geflasht...

Jetzt bin ich auf Oberhausem gespannt, wobei ich mit mir noch nicht im Reinen bin, ob ich mir meine Eindr├╝cke aus London damit ├╝berdecken will...

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Ich werde das Highlight Kinky Boots vermissen

19.10.2018 - Allgemein zum St├╝ck:

Kinky Boots ist und bleibt f├╝r mich eines der warmherzigsten, ber├╝hrendsten, aber gleichzeitig fr├Âhlichsten Musicals was ich kenne. Und vor allem: eines mit Botschaft, aus dem man trotzdem gut gelaunt heraus kommt.

Hier hat alles gestimmt: Story, Musik, Inszenierung, Choreographien, Kost├╝me, Kulissen, Darsteller, ├ťbersetzung.

Kinky Boots hatte sowohl in den Medien, als auch bei Zuschauerbewertungen in Foren, sozialen Netzwerken, etc. immer top Bewertungen und 99% der Zuschauer die drin waren, haben dieses St├╝ck gefeiert.

Dass die Stage Entertainment dieses St├╝ck dennoch vor die Wand gefahren hat, finde ich als Musical-Liebhaber nicht nur skandal├Âs, sondern es macht mich vor allem auch sehr traurig. Und ja, das werde ich der Stage Entertainment auch nicht vergessen k├Ânnen.

Ich stimme diversen vorigen Kommentaren zu, dass es vor allem zwei Gr├╝nde gibt.

1. Zu wenig Geduld:
Man hat gesehen, dass Kinky Boots in den letzten 6 Monaten von Monat zu Monat voller wurde. Dass ein St├╝ck, das niemand kennt, das kein Jukebox-Retorten-St├╝ck ist und wo auch nicht Disney drauf steht, nicht vom ersten Monat an top ausgelastet ist, h├Ątte vorher klar sein k├Ânnen. Dass gerade bei so einem St├╝ck Mundpropaganda, soziale Netzwerke, etc. sehr wichtig sind, dass dies aber Zeit braucht, m├╝sste auch klar gewesen sein. Dennoch schon so kurz nach der Er├Âffnung das Ende zu verk├╝nden, war ein schwerer Fehler.

2. Schlechtes Marketing:
Die Drag-Queens sind ein wichtiger Bestandteil des St├╝cks, aber bei weitem nicht der einzige. Es geht auch um die Rettung einer Fabrik und deren Arbeitspl├Ątzen, um Vater-Sohn-Konflikte, um die Probleme zwischen Charlie und Nikola und die aufkeimende Beziehung zwischen Charlie und Lauren, um den Super-Macho Don, der aber dazulernt. Etc. Aber statt wie in den USA, Gro├čbritannien und Australien alle Aspekte im Marketing zu zeigen, hat man sich (in den Werbeclips, etc.) nur auf die Drag-Aspekte konzentriert und alles andere ausgeblendet. Und einen Werbetrailer zu zeigen, der nicht mal zur H├Ąlfte was vom St├╝ck zeigt (und dann auch noch nur die Drag-Aspekte), ist bei einem komplett unbekannten St├╝ck auch ein Fehler, der eigentlich nicht passieren darf. Deshalb gab es viele Leute, die dachten, das sei eine Travestie-Show oder sowas. Denen war gar nicht klar, dass das ein super Musical mit toller Handlung ist und dass das durchaus familientauglich ist.

Naja, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und die Stage Entertainment hat es leider vermasselt. Schande ├╝ber die Stage Entertainment. Ich kann nur hoffen, das St├╝ck irgendwann nochmal in Deutschland als Tour zu sehen. Am besten in der Original-Inszenierung mit den (von Anfang an tourtauglich ausgelegten) Original-Kulissen. Am liebsten nat├╝rlich auf deutsch, weil man damit die meisten Leute erreicht, aber notfalls auch als Tour-Station der britischen Tour. Z.B. w├Ąre K├Âln ein idealer Tour-Stopp f├╝r Kinky Boots.

Aber so oder so wird in meiner pers├Ânlichen Musical-Geschichte Kinky Boots immer einen ganz besonderen Ehrenplatz haben als eines der Top-Musicals, mit dem ich ganz besondere Erinnerungen verbinde. Und ich werde Kinky Boots immer in guter Erinnerung behalten und hoffe, dass die Erinnerungen nicht zu sehr verblassen...

Auf Kinky Boots - dieses warmherzige, bergeisternde, fr├Âhliche, manchmal auch traurige und anr├╝hrende, erstklassige, mitrei├čende Musical, das f├╝r mich zu den Top 5 aller Zeiten geh├Ârt.

5 von 5 Sternen !

Marten (5 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ein richtiger Hit!

13.10.2018 - Ich habe die Show am 10.10 gesehen und bin schwer begeistert!

Das Schmidtchen in Hamburg ist immer wieder f├╝r eine ├ťberraschung gut.

Jana und Janis ist eigentlich eine Standart Musical Geschichte. M├Ądchen trifft Jungen, sie verlieben sich, verlieren sich, finden sich wieder, etc...
Aber hier ist der Plot sogut geschrieben und richtig gut mit der Musik verbunden, dass es nicht zu einem langweiligen Moment am Abend kommt.
Sollte man in die Klischee falle treten, dann entweder wird das richtig derbe gemacht, oder gekonnt umschifft.
Das Ende entscheidet ├╝brigens das Publikum.

Die Musik und Choreografie sind sehr modern, aber gehen gut ins Ohr. Auch das B├╝hnenbild sehr gut. Simple, aber wirksam mit Kisten die immer wieder umgebaut werden und immer wieder neue Gegenst├Ąnde zum Vorschein bringen.

Die beiden Hauptdarsteller sind fantastisch. Sie beherrschen das Spiel, dass sie in allen Gef├╝hlslagen ausleben d├╝rfen, sind beide sehr gut bei Stimme und k├Ânnen sich sehr gut bewegen.

Ein rundum gelungener Abend und ein wirklicher Hit!

Inszenierung 5*
Besetzung 5*
Musk 5*
B├╝hne 5*

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Frisch, modern, witzig, emotional.

12.10.2018 - Ein gelungenes Musical mit einer tollen Botschaft, modern und frisch inszeniert. Sehenswert!

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


VIVID, ein muss f├╝r den einmal Berlin Besucher!

12.10.2018 - ÔÇŽ wer VIVID gesehen hat der kommt eh nicht wieder, denn das ist eine Show, f├╝r das einfache Publikum, auch wenn die Premiereng├Ąste etwas anderes sagen.

ÔÇŽ wo ist das Geld, nur geblieben?
Ein Brei von Musik, bis auf das Ende! Da war der Lichtblick und der erlosch im Finale!
Wummernde Musik und wir sa├čen Reihe 21,
Berlin ist laut und stinkig, an einigen Ecken!
ÔÇŽ willkommen im 21 Jahrhundert und der Friedrich Stadt Palast, hinkt wie immer hinterher. Mon Dieu!
Vor 15 Jahren, bei Casanova ward Ihr der Welt einen Sprung voraus!

chef de cuisine (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Viel L├Ąrm um nichts

08.10.2018 - Ich habe am 7.10 die letzte Vorstellung von Flashdance in Hamburg gesehen.

Das St├╝ck orientiert sich am Film aus den 80igern. Und wurde neben den Hit Songs "Maniac", "Flashdance" und "I love rock n roll" um ein paar Songs erweitert, die manchmal zum ESC oder DSDS Hit dienen w├╝rden.

Die Story von Alex Owns ist schnell erz├Ąhlt. M├Ądchen arbeitet in ner Stahlfabrik und liebt es zu tanzen, was sie nach der Arbeit in einem Nachtclub macht. Sie verliebt sich in den reichen Chef, und will an einer renommierten Tanzschule angenommen werden. Durch ein paar Missverst├Ąndnisse und Kl├Ąrungen f├╝gt sich alles zum Guten.

Das Buch ist sehr d├╝nn und die Handlung manchmal etwas zu z├Ąh, aber die Choreografien sind gut.

Das Ensemble macht einen guten Job mit viel Energie.
Allen voran ist Ann-Sophie D├╝rmeyer als Alex eine sehr gute Besetzung mit toller Stimme und sehr guten Moves.

Auch sch├Ân zusehen war Regina Venus als Hannah, die die Rolle sehr lustig und emotional gestaltet hat.

Blass hingegen bleibt Sasha DiCapri als Nick. Zwar mit toller Stimme und gutem K├Ârper, bleibt er schauspielerisch sehr langweilig.

Die B├╝hne ist komplett ├╝berladen mit LED W├Ąnden und ein paar Treppen. Erg├Ąnzt durch ein paar W├Ąnde die von der Seite und von oben kommen und auf die Orte projiziert werden. Nimmt man die LED W├Ąnde weg bleibt nicht viel und ist daher recht unspektakul├Ąr.

Alles in allem ist es ein netter Theater Besuch, aber auch wirklich nicht mehr.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Klein aber fein

06.10.2018 - Ich habe die Vorstellung am 5.Oktober spontan besucht und bin von der Inszenierung und Besetzung sehr angetan.

Roberta Valentini als Eva Per├│n setzt viele Glanzpunkte, punktet mit ihrer klaren, kraftvollen Stimme und ausdrucksstarkem Spiel.

Sascha Krebs setzt als Ch├ę starke Akzente und gef├Ąllt auf ganzer Linie.

Sascha Bauer hatte mit technischen Defekten seines Mikros zu k├Ąmpfen, singt aber im Notfall seinen Per├│n aber auch unverst├Ąrkt mit kr├Ąftiger Stimme. Nur seine darstellerische Interpretation war mir pers├Ânlich zum Teil etwas zu exaltiert.

F├╝r mich neu war die Rolle des Tod - verk├Ârpert durch Sandra Maria Germann, die das Geschehen begleitet, kommentiert und am Ende Ch├ę mit den Worten "es gibt viel zu tun" von der B├╝hne f├╝hrt. Germann hat eine umwerfende Kraft in der Stimme und f├╝gt sich harmonisch in die Szenen ein.

Beeindruckend ist, dass das Ensemble nur aus 6 Personen besteht: Markus Beisel (verk├Ârpert einen ├╝berzeugenden Magaldi),
Rosa Sutter, Annette Potempa, Sabrina Stein, Matthias Eschli und Manuel Weinmann. Dennoch vermisst man - auch in den "Massenszenen" nichts.

Heimlicher Star des Abends ist aber definitv die auf der rechten B├╝hnenseite platzierte Band unter der Leitung von Sebastian Henzl, die virtuos aufspielt, die Instrumente fliegend wechselt und entsprechend am Ende auch extra Applaus erh├Ąlt. Das St├╝ck ist auf die sechs Musiker wunderbar angepasst und vor allem das Spiel von Thilo Zirr an Akustik- und E-Gitarre gefiel mir ausnhemend gut.

Das B├╝hnenbild ist sehr schlicht gehalten. Eine drehbare Treppe bildet unterschiedliche R├Ąume und Schaupl├Ątze, einige St├╝hle und Tische dazu sind ausreichend um alle ben├Âtigten Orte darzustellen.

Die Kost├╝me sind sch├Ân gew├Ąhlt, mit Ausnahme der seltsamen Wahl der "Kleider" der "Upper Class Ladies". Diese fand ich im Gesamtgef├╝ge, das eher auf Realismus angelegt ist, sehr unpassend.

Insgesamt eine sch├Âne Inszenierung, die Spa├č macht und absolut empfehlenswert ist.

Noch ein Wort zum Capitol:
Sitzpl├Ątze im Rang, die seitlich liegen, sind nicht zu empfehlen. Es gibt dort fast ├╝berall Sichteinschr├Ąnkungen. Also, wer die Wahl hat, der setze sich in die vorderen Reihen mittig, oder ins Parkett :)

Hughie (30 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Klassiker keineswegs angestaubt

04.10.2018 - Als Don Lockwood tr├Ągt Uli Scherbel f├╝r mich den Abend. Er hat mich ├╝berzeugt - t├Ąnzerisch, gesanglich und schauspielerisch. Die Rolle scheint wie f├╝r ihn gemacht!

Aber auch die anderen Rollen waren insgesamt sehr gut besetzt.

Die Inszenierung von Markus Hertel ist aufwendig, klassisch, schn├Ârkellos und handwerklich sehr gut. Die Choreographien von Frau Zeiset sind abwechslungsreich - besonders die Stepptanzchoreographien scheinen sehr anspruchsvoll.

Auch die Filmeinspielungen fand ich sehr gelungen.

Ein wunderbarer, am├╝santer und gef├╝hlvoller Abend!

malzi (erste Bewertung)


Gef├╝hl, Humor und ein Hauch Magie

04.10.2018 - Ich habe dieses Musical bereits 8-mal gesehen und bin restlos begeistert - im wahrsten Sinne. Die gesamte Cast bringt eine wahnsinnig intensive Show auf die B├╝hne. Allen voran Alexander Klaws in der Hauptrolle als Sam Wheat zeigt, was er kann - tolle Stimme und das Schauspiel f├Ąhrt die Gef├╝hlsachterbahn rauf und runter.
Er spielt Sam nicht - er lebt die Rolle. Mit Willemijn Verkaik hat er eine ganz starke Partnerin an seiner Seite . Sie verk├Ârpert die Molly ebenso perfekt. In der Rolle der Oda Mae habe ich verschiedene Darstellerinnen erlebt die ihre Sache alle toll gemacht haben und f├╝r DIE Lacher gesorgt haben.
Nicht zu vergessen Andreas Bongard als Carl - was f├╝r ein sympathischer B├Âsewicht ! Toll gespielt - man liebt und hasst ihn.
Und weils so sch├Ân war ... zweimal zuschauen geht noch.

Morgan11 (erste Bewertung)


Absolut brilliant 😊

04.10.2018 - Ghost, Nachricht von Sam war fr├╝her mein absoluter Lieblingsfilm.Deswegen war ich um so gespannter, als Ghost nun als Musical nach Deutschland kommen sollte.
Meine Erwartungen waren hoch allein schon der Besetzung wegen.
So viele Worte braucht man gar nicht um dieses tolle St├╝ck zu beschreiben einfach absolut brilliant 😊
Ich kann nichts sagen, was mich st├Ârt oder was die Besetzung angeht absolut gro├čartig. Alexander Klaws ist Sam, er spielt nicht er lebt die Rolle .. sensationell einfach umwerfend. Andreas Bongard, Willemijn Verkaik sowie alle anderen Rollen und das Ensemble sind wirklich mega besetzt. Ich kann das Musical nur empfehlen, da wird man zum Wiederholungst├Ąter und ich durfte es einige Male sehen. Deswegen gehe auch nochmal und zwar zur Derniere.

Schmidtchen48 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Uli Scherbel einfach grandios

01.10.2018 - Am 29.9.18 war ich in der Premiere von "Singin in the rain" am Theater Flensburg. Und ich muss sagen, Uli Scherbel als Don Lockwood war grandios! Da stimmte einfach alles. Das verdammt gute Aussehen, die Eleganz, die Haltung und das K├Ânnen beim Tanz. Der geniale Step mit unglaublicher Bandbreite. Ein wunderbares Spiel vom arroganten zum charmanten Hollywoodstar. Seine Gesangsstimme, die so gut zu diesen Songs passt. Ich war einfach hin und weg von ihm und werde bestimmt noch einmal nach Flensburg fahren. Es lohnt sich sehr! Aber auch die Inszenierung von Markus Hertel, die wundersch├Ânen Choreographien von Marie-Christin Zeisset und das Orchester mit seinem Dirigenten Ingo Martin Stadtm├╝ller lohnen sich um die etwas ├Ąngere Fahrt auf sich zu nehmen. Insgesamt waren alle Rollen gut besetzt, Jasmin Bilek als Kathryn, Christopher Hutchinson als Cosmo und Amelie M├╝ller als Lisa Lamont.

Therese (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ein beeindruckendes ÔÇ×Schattenbild im SchneeÔÇť

29.09.2018 - Erst als zweites Theater in Deutschland zeigt das Theater in Pforzheim Doktor Schiwago. Eine gute Entscheidung. Nach der Erstauff├╝hrung in Leipzig wurde ich erstmals dank diverser Trailer auf die Show aufmerksam und habe mir die Broadway-CD bestellt. Ich kannte zudem weder das Buch noch den 4-st├╝ndigen Film mit Omar Sharif.

Ohne umfassend auf die sehr umfassende Handlung ├╝ber mehrere Jahrzehnte einzugehen, bietet das St├╝ck eine bedr├╝ckende, ber├╝hrende und zugleich spannende Geschichte ├╝ber den Arzt und Dichter Jurij Schiwago (vom Kind bis zum Tod).

Inzwischen gilt die Show bei Kennern als neues LES MISERABLES und diesem Vergleich kann man durchaus ziehen. Auch dieses St├╝ck spielt in unruhigen Zeiten am Rande des 1. Weltkrieges und den sp├Ąteren russischen B├╝rgerkrieg. Der Unterschied zu LES MIS: Man kann sich viel schneller mit den Personen identifizieren, ist gefangen und gefesselt von der wechselhaften Geschichte und ber├╝hrt von der abwechslungsreichen Musik. Dabei bleibt die Pforzheimer Inszenierung aber sehr ausbalanciert. Ja, es sterben Menschen im Laufe des Abends. Dies steht aber nicht im Vordergrund der knapp 3 st├╝ndigen Auff├╝hrung (incl. Pause). Wie zu erfahren war, wurde die Show f├╝r Pforzheim etwas verdichtet und gestrafft, sodass wirklich kaum L├Ąngen in dem spannenden Plot entstehen.

Die ganze Auff├╝hrung stellt f├╝r das Haus sicher einen unglaublichen Kraftakt dar. Ein riesiges Ensemble mit G├Ąsten, der Chor, Extrachor und Statisterie sowie 3 Kinder sind in vielen Rollen und Orten st├Ąndig auf der B├╝hne.
Gratulation!

B├ťHNE

Die B├╝hne besteht aus einer rotbraunen Ger├╝stkonstruktion in Form eines Turmes. Auf mehreren Ebenen und Seiten l├Ąsst sich dieses zentrale Element bespielen. Mal ist es Ballsaal, mal Sch├╝tzengraben, Hospital, Stra├čenfront, Bibliothek oder Gef├Ąngnis. Anfangs war es kaum vorstellbar wie dieses Element eine so epische Geschichte bebildern soll. Aber im Laufe des Abends ergibt das einen Sinn. Durch die vielen Massenszenen und ein eindrucksvolles Lichtkonzept ist die B├╝hne nie leer. Zudem werden geschickt die Seitenbalkone und der B├╝hnenrand eingebunden. Dazu kommen die wirklich wundersch├Ânen Kost├╝me aus der Zeit. Im Laufe des St├╝ckes werden diese grauer und trister und dennoch sehr beeindruckend. In den letzten 15 Minuten schneit es auf der B├╝hne und zusammen mit der sich zuspitzenden Handlung entstehen auch hier geniale Bilder. Die Ausstattung und das mal dezente mal gl├Ąnzend helle Licht erm├Âglicht es zudem, die ganz intimen Szenen (in denen die Briefe gelesen werden) hervorragend zu unterst├╝tzen.

DIE MUSIK

Die Musik von Lucy Simon ist das Beste was ich seit langem in einem Theater geh├Ârt habe. Eine unglaublich abwechslungsreiche Partitur. Als Musicalkenner hat man sicher vieles schon geh├Ârt. Und auch hier entdeckt man Anleihen an Webber/Wildhorn & Co. Hier ein Walzer, da ein Marsch, klassische Musicalballaden und immer eine Prise russischer Folklore. Ganz hervorragend von einer fantastischen Badischen Philharmonie dargeboten. Wie schon am Broadway wird LaraÔÇÖs Thema aus dem Film eingebunden und hier in russisch/deutsch im Lazarett dargeboten. Einer der vielen H├Âhepunkte der Show.

Aber insbesondere der Originalscore der fast durchkomponierten Show wei├č zu begeistern. Bis auf einen Dialog kurz vor Schluss, sind fast alle Szenen mit einem wundersch├Ânen Underscoring unterlegt. Das wirkt nie st├Ârend sondern untermalt geschickt die Szenen in einer Musiksprache wie im Film. Die Duette zwischen Jurij und Lara, das Quartett und auch das ber├╝hrende Duett der beiden Frauen in der Bibliothek ber├╝hren ungemein. Auch wurde an der Tontechnik in Pforzheim einiges verbessert, sodass die Verst├Ąndlichkeit positiv ├╝berrascht hat. Hervorzuheben ist zudem die wirklich gelungene deutsche ├ťbersetzung der Dialoge und Songs.

DIE CAST

Kurosch Abasi als Jurij und Femke Soetenga sind als G├Ąste die Stars der Auff├╝hrung. Ihre Entwicklung, ihr Spiel und ihr Gesang sind wirklich beeindruckend. Ob im Solo, Duett oder in den vielen Ensembleszenen. Nichts wirkt aufgesagt und gestellt. Als Zuschauer ist man in der Beobachterrolle und doch mehrfach so gefesselt das man mitf├╝hlt und mitleidet. Die hervorragende Personenregie und die buchbedingte gute Ausarbeitung der Charaktere kommen hier allen sehr zu gute. Auch die Nebenrollen wissen zu begeistern. Allen voran JurijÔÇÖs Frau Tonia, seine Steifmutter und die Gegenspieler Komarovski und Strelnikov.

Dem gesamten gro├čen Ensemble geb├╝hrt Dank und Anerkennung f├╝r diese Leistung. Das Premierenpublikum wusste das schon bei der Vorstellung der Statisterie zu sch├Ątzen. Stehende Ovationen der verdiente Lohn f├╝r diesen wirklich ber├╝hrenden, spannenden Musicalabend.

FAZIT

Pforzheim hat mit Doktor Schiwago eine beeindruckende Inszenierung eines gro├čen neuen Musicals auf die B├╝hne gebracht. Das St├╝ck wird sich dadurch noch mehr als repertoiretauglich empfehlen. Eine gute Sicht von allen Pl├Ątzen, ein gro├čes und echtes Orchester und ein riesiges Ensemble haben mich mehr als begeistert.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Entt├Ąuschend

27.09.2018 - Die Premiere war entt├Ąuschend. In fast allen bereichen gab es M├Ąngel oder nicht erkl├Ąrbare Widerspr├╝che. Das B├╝hnenbild hatte mal klasse (Studios), mal Second Hand Niveau (Wohnzimmer). Die Musik war sch├Ân und auch melodi├Âs, aber auch sehr laut, so dass man die S├Ąnger kaum verstehen konnte. Die Choreografien waren in Ordnung, die Regie sehr schwankend, mal auf den Punkt gebracht (Normas R├╝ckkehr zu Paramount), dann aber immer wieder ohne Esprit und manchmal auch ohne Sinn. Die Videosequenzen waren eine Frechheit, einfach einen Stra├čen-Mittelstreifen auf Dauerschleife zu zeigen.
Die Darsteller konnten mich kaum ├╝berzeugen. Die Norma Desmond hatte eine sch├Âne Stimme und auch gutes Schauspiel, aber sie wirkte sehr jung f├╝r diese Rolle, das irritierte. Der Joe Gillis f├╝hlte sich wohl wie der Star des Abends, das war gerade beim Titelsong Sunset Boulevard mimisch-schauspielerisch eine Katastrophe,gesanglich aber ok. Und seine Outfits waren....naja....
Einzig der Butler Max gefiel mir hervorragend, Andrea Matthias Paganis Stimme war ein Genuss und seine k├╝nstlerische Leistung top. Auch Betty Sch├Ąfer hat sch├Ân gesungen, aber leider wurde sie von der Regie v├Âllig unbeachtet gelassen, ihre Beziehung zu Joe kam so gut wie gar nicht zum tragen. Insgesamt waren im Ensemble sehr viele Akzente zu h├Âren, was in Kombination mit der lauten Musik die Ensemblenummern sehr unverst├Ąndlich machte.
Nachdem ich das letzte mal bei Dracula in Bremerhaven war und dort eine richtig gute Inszenierung vorfand, war ich diesmal entt├Ąuscht. Gerade bei den Hauptdarstellern und der Regie sollte man doch etwas mehr Kreativit├Ąt und Qualit├Ąt erwarten d├╝rfen. Das war jetzt von den f├╝nf Sunset Boulevard Inszenierungen, die ich in Deutschland bislang gesehen habe, die mit Abstand schw├Ąchste.

Musicalstern (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Best of Webber Musicals?!?!

21.09.2018 - Wird als gro├če Webber Musical Gala beworben... Am Ende ein Gesangsabend in welchen die Lieder von Webber gesungen werden. Was das mit einem Musical zu tun haben soll, verstehe ich bis heute nicht. Anfragen beim Veranstalter werden leider nicht beantwortet und v├Âllig ignoriert. Schade ums Geld, da wir uns eigentlich einen sch├Ânen MusicalAbend machen wollten

MichiMull (erste Bewertung)


Es war mir eine Ehre

18.09.2018 - Was soll man sagen, allein die Kulisse bei der Anreise, einfach traumhaft...dann ein grandioser Jan Ammann, Pia Douwes ... das komplette Ensemble wunderbar.Tolle Melodien, ich fand es insgesamt sehenswert

700 km Anreise nicht bereut. Allein die Musik vom Band ist f├╝r mich immer ein kleiner Wermuthstropfen...

andycibis (26 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Weitgehend unzug├Ąnglich

09.09.2018 - FUCK YOU GOETHE ist der n├Ąchste erfolgreiche Film der auf die Musicalb├╝hne geschickt wird, zur weiteren kommerziellen Verwertung.
Auch in diesem Fall ist das Konzept aber nicht aufgegangen.
Der Ticketverkauf -f├╝r die ohnehin sehr kurze Spielzeit in M├╝nchen- d├╝rfte wohl bei der SE einen allzeit Negativrekord aufgestellt haben.

Das Projekt ist in seiner Gesamtkonzeption schon etwas fragw├╝rdig geraten. In einer verratzten Off-Location bietet die SE nun also kommerzielles Spass-Musical zu Premium-Preisen an.
Das schreit nicht wirklich nach Erfolg.

Vergleiche zwischen Film und B├╝hnenversion kann ich nicht anstellen.

Prinzipiell ist mir die sehr versierte und temporeiche Regie bzw. das B├╝hnenstaging aufgefallen.
Ohne nennenswerte B├╝hnentechnik ist doch alles in Bewegung und im Flu├č. Die originelle Chorografie leistet dazu ihren Beitrag.
Alle Darsteller spr├╝hen vor Energie, agieren souver├Ąn und professionell.
Problematisch sind Buch und Text.
Was wohl auch daran liegt, dass ich sicher nicht die Zielgruppe f├╝r so etwas bin.
├ťberforderte Lehrer versuchen im St├╝ck ein paar klischeetriefenden Dumm-D├Âdel-Kids irgendetwas ├╝ber das Leben beizubringen. Es scheint eine Art Wettbewerb zu sein: Wer ist d├╝mmer? Die Lehrer oder die Sch├╝ler?
Der Plot ist weder relevant noch originell.
Der Humor des St├╝cks besteht haupts├Ąchlich aus einem Bombardement der ├╝belsten F├Ąkalsprache.
S├Ąmtliche Charaktere sind schrill ├╝berzeichnet und unsympathisch.

Die Musik ist laut, teilweise extrem laut. Sie spiegelt in ihrer Stilistik wohl das wieder, was die 12 bis 18j├Ąhrigen heute so h├Âren.

Im Grunde ist eine Bewertung kaum m├Âglich, da ich -wie gesagt- ├╝berhaupt nicht die Ziel- und Altersgruppe f├╝r FUCK YOU GOETHE bin.
Trotzdem sei es gesagt: Das St├╝ck konnte mich weder gut unterhalten noch am├╝sieren.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Satan, dein Name ist Weib

04.09.2018 - CARMEN LA CUBANA ist eine weitere der vielen Adaptionen des Carmen Mythos.
Die Geschichte wird nach Kuba transferiert und spielt in den Revolutionswirren. F├╝r den Handlungsablauf ist das weitgehend bedeutungslos. Die Revolution rund um Castro wird im Opener des zweiten Aktes nur kurz (und sogar kritisch) thematisiert, hat aber nat├╝rlich keinen Einfluss auf das klassische Liebesdreieck um die Protagonisten.
Vielmehr gibt die Ortswahl die sinnvolle M├Âglichkeit, die musikalischen Highlights aus der Bizet Partitur in mitrei├čenden latein-amerikanischen Orchestrierungen zu spielen. Dass die eine oder andere Arie dabei recht nahe am klassischen Original bleibt, steigert den Reiz und die Abwechslung noch mehr.

In einem stimmungsvollen Ambiente (B├╝hnenbild, Kost├╝me und Lichtdesign sind top!) entfaltet sich die tragisch dramatische Geschichte temperamentvoll und leidenschaftlich. Die etwas beh├Ąbige literarische Opern-Statik wird komplett aufgehoben. Gro├čen Anteil daran haben die gelungenen und dynamischen Choreografien.

Die rein kubanische Besetzung ist stimmstark und charismatisch pr├Ąsent. Vielleicht k├Ânnte es zwischen Carmen und Jose noch etwas mehr knistern. Aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt, der mir einf├Ąllt.

Rassig! Temperamentvoll! Leidenschaftlich!
Viva La Carmen!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Unbeschreibliche Erfahrung!

03.09.2018 - ... WOW! Ich bin einfach sprachlos! Ich habe schon sehr viele Musicals gesehen... aber dieses Goldst├╝ck Kinky Boots - Das Musical war grandios! Soviel Energie, soviel Herz und Liebe! Man feiert regelrecht das Leben!

Eine grandiose Cast, gepaart mit gro├čartiger Musik - Wundervoll!

Dominik HeesÔÇÖ Darstellung war ganz grandios und ber├╝hrend!

Gino Emnes... WOW... Das Wort ÔÇ×DarstellerÔÇť hat f├╝r mich heute eine neue Bedeutung bekommen😉😳

Jana Stelley umwerfend, stark und wundervoll witzig!

Danke f├╝r diesen tollen Nachmittag!

Jekyll&Hyde (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


5 Sterne und noch einen sechsten dazu!

02.09.2018 - Wir fuhren am Samstag extra von Berlin nach M├╝nchen, um die Nachmittagsvorstellung von FACK JU G├ľHTE zu sehen ÔÇô und jeder Kilometer von der deutschen Hauptstadt in die Landeshauptstadt von Bayern hat sich gelohnt. Inzwischen hat die Stage das Problem mit dem Finden des Theaters voll im Griff, sofern man von der S-Bahn kommt. Schon auf dem Fu├čboden des Ostbahnhofs sind gro├če Wegweiser in Richtung des Veranstaltungsortes zu finden ÔÇô und dies dann auch durchg├Ąngig mit gro├čen Plakaten bis hin zum ÔÇ×Theater im WerksviertelÔÇť. Ein wirklich tolles, innovatives und junges Theater von der Optik her (mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern im Foyer), das perfekt f├╝r das Schul-Musical in eine Art Turnhalle verwandelt wurde. Das Szenenbild und das Theater an sich wurden von meinen Vorg├Ąngern hier schon reichlich beschrieben, zur Vorstellung jedoch muss man sagen: Schlichtweg ein Kn├╝ller und mit Abstand das modernste St├╝ck, das die Stage zu bieten hat! Die Regieeinf├Ąlle sind unglaublich kreativ, spritzig und so reichhaltig, dass man als Zuschauer kaum weiss, wohin man zuerst blicken soll. Die Musik ist modern, sie fetzt groovt und ber├╝hrt auch. Die Texte sind witzig und originell, das Ensemble ohne jeden Ausfall durch die Bank einfach nur extrem motiviert, engagiert, begeisternd und sehenswert. Das Kreativ-Team des Musicals beschr├Ąnkte sich hier nicht nur darauf, den Film auf die B├╝hne zu bringen, sondern hat auch viele Kleinigkeiten runder und noch intensiver als im Film gestaltet. Am Ende hat man dann tats├Ąchlich auch mindestens feuchte Augen (und h├Ârbar einige noch mehr!), weil es das St├╝ck samt des gro├čartigen Ensembles schafft, nicht nur mit einem hohen Tempo und viel Verve zu unterhalten, sondern auch das Herz der Zuschauer angesprochen wird. Das Publikum bestand zwar haupts├Ąchlich aus j├╝ngeren Leuten, doch beim Schlussapplaus erhoben sich die ├Ąlteren Zuschauer (alles ├╝ber 40!) geschlossen zuerst zu einer mehr als verdienten Standing Ovation. Zusammen mit ÔÇ×Disneys Gl├Âckner von Notre DameÔÇť ist ÔÇ×Fack Ju G├ÂtheÔÇť sicherlich eines der besten Ensemblest├╝cke, die von der Stage Entertainment je gezeigt wurden. Es ist ein Jammer, dass die M├╝nchener offensichtlich dieses St├╝ck nicht annehmen bzw. offensichtlich den Besuch scheuen. Wir, die wir im St├╝ck waren, w├╝rden dem Musical an einem anderen Ort in einer anderen Stadt (sicherlich w├Ąre da Berlin, wo ja auch seit Jahrzehnten LINIE 1 im Grips-Theater ein unverw├╝stlicher Erfolg ist) nicht die schlechteste Wahl ÔÇô insbesondere auch f├╝r die vielen Schulklassen, die ihre Klassenfahrt nach Berlin machen.

Stellart (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Immer noch toll, aber ...

01.09.2018 - Eines meiner absoluten Lieblingsst├╝cke, zumindest war es das vor ca. 9 Jahren in Oberhausen noch.
2018 hat mir das St├╝ck immer noch wirklich gut gefallen, es scheiterte leider etwas an der Umsetzung.
Kirill Zolygin hat mir als Graf gesanglich gut gefallen. Vielleicht etwas ungewohnt, konnte er aber an vielen Stellen seine St├Ąrken ausspielen und mich oft emotional mitnehmen. Leider war er als Graf einfach etwas zu klein und stach kaum unter den anderen Darstellern hervor.
Etwas weniger Gefallen finden konnte ich an Tom van der Ven als Alfred, dessen Stimme doch etwas d├╝nn wirkte.
Die Projektionen auf der Leinwand riefen bei mir doch eher eine Art Kinoatmosph├Ąre hervor, die hier ganz sicher nicht hingeh├Ârt.
Die gr├Â├čten Abstriche musste man leider bei der Musik und der Lautst├Ąrkeregelung machen. Fehlende Musiker lassen sich eben leider nicht durch ohrenbet├Ąubende Lautst├Ąrke kompensieren. Teilweise war die Lautst├Ąrke so extrem, dass man versucht war, sich die Ohren zuzuhalten. Auch die Mikros waren sehr unterschiedlich aufgedreht. 20db leiser w├Ąre Magdas "Tot zu sein ist komisch" sicher toll gewesen ...
Sehr schade, dass aus so einer tollen Musik so etwas gemacht wird.
Letztendlich muss ich aber sagen, dass es einfach ein wahnsinnig tolles Musical ist, das auch von einer solchen Umsetzung (noch) nicht tot zu kriegen ist. Jedoch konnte es mich dieses Mal nicht durchg├Ąngig emotional mitrei├čen.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Wohl nicht zu toppen

01.09.2018 - Wieder eine Inszenierung in Tecklenburg, die mich von Anfang bis Ende ber├╝hrt hat.
Neben der phantastischen Leistung des Orchesters, eindrucksvollen B├╝hnenbildern und einer tollen Choreografie, hat die Besetzung mich, wie auch im letzten Jahr schon, voll ├╝berzeugt.
Patrick Stanke und Kevin Tarte haben, obgleich gesanglich und rollenbedingt so unterschiedlich, ein Duell auf Augenh├Âhe geliefert. Meine gr├Â├čten Highlights der beiden, die schauspielerisch ebenso brillierten, wie gesanglich, waren Stern und Bring ihn heim.
Auch die weitere Besetzung hatte Weltklasse. Hier sind besonders Florian Soyka, der einen wunderbaren Bischof dargestellt hat und Ulrich Wiggers (9.8.), der mit viel Ausstrahlung und Spielfreude gl├Ąnzte zu nennen.
Sehr gelungen wirkte auch der Wechsel zwischen einer von zig Darstellern voll besetzten B├╝hne und einer einzelnen Person, die mit ihrer Pr├Ąsenz die B├╝hne ebenfalls gut f├╝llen konnte.
Besonders imposante "Massenszenen" gab es jeweils am Ende des ersten und des zweiten Akts. Obwohl das Ausrollen der Fahne am 9.8. windbedingt nicht so recht funktionierte (am 22.8. klappte es) konnten die Szenen enorm beeindrucken.
Fazit: Von Anfang bis Ende sensationell. Ich freue mich schon sehr aufs n├Ąchste Jahr!

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Tolles St├╝ck mit kleinen Abstrichen

28.08.2018 - Les Mis ist und bleibt ein Highlight und war viel zu lang nicht in Deutschland zu sehen!

Auch in Tecklenburg wird es super umgesetzt und l├Ąsst einen schw├Ąrmen. Allen voran Eponine, Fantine (auch wenn ich die Rolle f├╝r zu wichtig genommen halte), Enjolras und die Th├ęnadiers aber auch das gesamte Ensemble ├╝berzeugen auf ganzer Linie.

Patrick Stanke als Valjean war etwas, auf das ich mich sehr gefreut habe, auch wenn ich etwas skeptisch war, ob die Rolle zu seinem Gesang passt. Insgesamt war mir seine Stimmfarbe etwas zu weich bzw. zu jung f├╝r Valjean, grade im zweiten Akt. Sein Gebet war aber der Hammer schlechthin, das hat alles rausgerissen, was mich vielleicht sonst gest├Ârt h├Ątte.

Kevin Tarte ist ein genialer S├Ąnger und Javert genau seine Rolle. Am Freitag hatte er aber einige Probleme mit dem Timing. So war er ziemlich h├Ąufig neben dem Takt und hat bei Morgen schon auch sch├Ân in die Pause reingesungen. Am Auff├Ąlligsten war es aber bei seinem Tod, als Schuss, Bewegung und dann das Umfallen ├╝berhaupt nicht zueinander gepasst hat. Das war etwas schade, weil es doch auff├Ąllig war, ansonsten w├Ąre es echt super gewesen.

Daneben muss ich ehrlich sagen, dass mir die Choreografien, insbesondere beim Lied des Volkes und bei Morgen schon ├╝berhaupt nicht gefallen haben. Das hatte teilweise schon etwas von ÔÇ×Tanz deinem NamenÔÇť und hat weder inhaltlich noch stimmungsm├Ą├čig positiv beigetragen.

Im Ergebnis w├╝rde ich daher in Summe dreieinhalb Sterne geben, da es nicht geht, runde ich gerne auf vier Sterne auf, weil das St├╝ck an sich und die Umsetzung in Tecklenburg halt doch echt gut sind!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Zweieinhalb Stunden lachen

28.08.2018 - Ich muss gestehen, dass ich keine allzu hohen Erwartungen hatte, aber dieser Samstag Abend war jede Anreise und das frieren bei 9 Grad wert.

Ein super Ensemble hat mich und meine Begleiter mehr als zwei Stunden am St├╝ck zum Lachen gebracht. Nat├╝rlich ist das St├╝ck Klamauk, aber das wei├č man ja vorher wenn man zu den Rittern der Kokosnuss geht! Das war genau mein Humor, insbesondere die andauernden Anspielungen auf aktuelle Themen und auf andere Musicals (ich wei├č, wen ich unbedingt mal als Herbert sehen will), haben mich zu Tr├Ąnen vor Lachen gebracht.

Das absolute Highlight war aber in jedem Fall die Fee aus dem See, einfach grandios gespielt und auch gesungen, das darf bei dem St├╝ck, so viel Quatsch es auch sein mag, nicht untergehen!

Das einzige Problem, das ich mit der Produktion habe: die Latte f├╝r das Musical ist nun verdammt hoch gelegt, ich bef├╝rchte, wenn ich es woanders sehe, werd ich entt├Ąuscht sein...


Zweieinhalb Stunden lachen

28.08.2018 - Ich muss gestehen, dass ich keine allzu hohen Erwartungen hatte, aber dieser Samstag Abend war jede Anreise und das frieren bei 9 Grad wert.

Ein super Ensemble hat mich und meine Begleiter mehr als zwei Stunden am St├╝ck zum Lachen gebracht. Nat├╝rlich ist das St├╝ck Klamauk, aber das wei├č man ja vorher wenn man zu den Rittern der Kokosnuss geht! Das war genau mein Humor, insbesondere die andauernden Anspielungen auf aktuelle Themen und auf andere Musicals (ich wei├č, wen ich unbedingt mal als Herbert sehen will), haben mich zu Tr├Ąnen vor Lachen gebracht.

Das absolute Highlight war aber in jedem Fall die Fee aus dem See, einfach grandios gespielt und auch gesungen, das darf bei dem St├╝ck, so viel Quatsch es auch sein mag, nicht untergehen!

Das einzige Problem, das ich mit der Produktion habe: die Latte f├╝r das Musical ist nun verdammt hoch gelegt, ich bef├╝rchte, wenn ich es woanders sehe, werd ich entt├Ąuscht sein...

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Bestenfalls bem├╝htes Laientheater

23.08.2018 - Was war das f├╝r eine Erl├Âsung, als gerade der Vorhang zum ersten Akt viel.
Was BB Promotion da mit dem Budapester Operettentheater zu einem unverh├Ąltnism├Ą├čig hohen Eintrittspreis auf Tournee schickt, kann im wohlwollendsten Falle als mittelm├Ą├čiges, bem├╝htes Laientheater bezeichnet werden. Eigentlich eine Unversch├Ąmtheit.
Mir war klar, dass ich hier nicht die wundervolle, episch-luxuri├Âse Originalproduktion sehen w├╝rde, die ich 1996 mit dem unvergessenen Steve Barton als Biest in Wien erleben durfte.
Aber so ein Gemurkse hatte ich wirklich nicht erwartet, ist BB doch grunds├Ątzlich f├╝r ein ganz anderes Niveau bekannt.
Zum allerersten Mal, seit ich leidenschaftlich ins Theater gehe, war nach der Er├Âffnungsszene wirklich versucht, einfach aufzustehen und zu gehen.
Wie gesagt, habe ich mich dann tapfer durch den ersten Akt gek├Ąmpft.
Ich mag hier gar nicht auf Details eingehen, um nicht ungewollt ausfallend zu werden, aber das Schlimmste war eigentlich ein durchg├Ąngig privat agierendes Ensemble. Der Text der Chorpassagen scheint unbekannt zu sein, denn meist wird nur der Mund auf und zu gemacht, dabei werden aber keine Worte artikuliert.
Der Gro├čteil der Hauptrollen chargiert und sagt seine Texte einfach nur radebrechend -unverst├Ąndlich auf.
Unbedingt positiv hervorzuheben sind als ├üd├ím B├ílint Lumi├Ęre und Mara K├ękkovacs als Babette, die es tats├Ąchlich schaffen, perfektes Deutsch mit charmanten franz├Âsischen Akzent zu sprechen und so fast als Einzige dem St├╝ck Leben einhauchen.
Aber leider reichte auch dieser Umstand nicht aus, mich dazu zu bewegen, auch noch den 2.Akt dieses Debakels zu ertragen.
Wie Disney so etwas offiziell lizensieren kann, ist unbegreiflich.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Schmidtreisen lassen! - unbedingt

22.08.2018 - Nach einem eher durchschnittlichen Musicalabend am Vorabend gleich nebenan im Operettenhaus stand heute eine Revue zum Thema Urlaub auf dem Plan.

Was f├╝r ein Spass. Christian Petru, Veit Sch├Ąfermeier, Carolin Spie├č und Robin Brosch feuern ein Gag nach dem anderen ab. Mal zotig, mal albern aber alles ist so bodenst├Ąndig und hat Herz. Irgendwie findet man dich hier wieder...

Die Regieeinf├Ąlle sind genial. Die Musikauswahl und die teilweisen neuen Texte gut umgesetzt. Tolles Ensemble und witziges B├╝hnenbild.

Fazit:

Wer mal herzhaft lachen will, und zudem gute und fetzige Musik h├Âren will deren Texte man versteht, geht besser ins Schmidt. Preis-Leistung top. Ambiente und Service ebenso.

Schmidtmachen, Schmidtlachen und reingehen.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wiederholungst├Ąter

20.08.2018 - Nach einem Besuch in Berlin im vergangenen Oktober, war ich gestern nochmal in "Paris". Seit langer Zeit bringt die Stage mal wieder ein St├╝ck auf die B├╝hne, das mich mehrfach ins Theater zieht. Dank einer sch├Ânen 2:1 Aktion hab ich mir nochmal Karten f├╝r Stuttgart geleistet.

Nach der (in meinen Augen) fast perfekten Besetzung beim letzten Besuch war ich dieses Mal (vor allem im ersten Moment) ein klein wenig entt├Ąuscht. Esmeralda Kristina Love und Phoebus Nico Schweers hatten beide stimmlich einige Startschwierigkeiten, bis sie volle Leistung brachten. Ich glaube, zum Teil lag es an der bem├╝ht klingenden ├╝berdeutlichen Aussprache von Frau Love, dass bei ÔÇ×Rhythmus meines TamburinsÔÇť noch der ÔÇ×WummsÔÇť fehlte. Insgesamt ist im Schauspiel bei ihr auch noch Luft nach oben. Mir fiel mehrfach auf, dass die Gestik sehr eingeschr├Ąnkt einseitig wirkte.
Nico Schweers hatte zu Beginn noch Probleme mit den H├Âhen. Aber nach der ersten H├Ąlfte von Akt 1 gefiel mir die Leistung der beiden dann schon. Dass Herr Schweers in meinen Augen nicht unbedingt der "stattliche Hauptmann" ist, den ich mir w├╝nschen w├╝rde, sondern eher schlaksig wirkt - geschenkt.

An Gavin Turnbull als Clopin musste ich mich erst mal gew├Âhnen. Schon seit den alten Berliner Zeiten ist diese Rolle f├╝r mich einfach zu sehr mit Jens Janke verkn├╝pft, den ich auch in Berlin gesehen hatte. Es fiel mir etwas schwer, mich von seiner Stimme zu l├Âsen, die mir insbesondere durch die Aufnahmen vertraut ist. An Herrn Turnbulls Leistung gibt es aber nichts auszusetzen.

Jonas Hein als Quasimodo ├╝berzeugte auf ganzer Linie, kam f├╝r mich dennoch nicht ganz an Milan van Waardenburg heran, der mich im Herbst noch einen Ticken mehr ber├╝hren konnte.

Emanuel Jessels Frollo war hervorragend und f├╝r mich die Top-Leistung der Show. Stimmgewaltig und d├╝ster brachte er ├╝berzeugend die Hybris des Erzdiakons auf die B├╝hne und erhielt entsprechend mit den st├Ąrksten Szenenapplaus f├╝r sein "Feuer der H├Âlle".

Ansonsten bleibt es dabei: Ich liebe das tolle Ensemble, das sich scheinbar m├╝helos durch all die Rollenwechsel singt und spielt. Und der Chor sorgte wieder f├╝r einige G├Ąnsehaut. Wie sch├Ân, dass dieses Konzept gefunden wurde, um das Ensemble zu verst├Ąrken. Ein gro├čes Lob an ORSO aus Freiburg, die gestern Nachmittag zu h├Âren waren.
Ensemble und Chor f├╝gen sich toll in das B├╝hnenbild ein, werden Wasserspeier Heiligenfiguren. Der flexible Einsatz von B├Ąnken, Gel├Ąndern und Treppen passt perfekt zum flie├čenden Wechselspiel der Rollen. Besonders beeindruckt zeigte sich das Publikum gestern vom Ausgie├čen des Bleis, bei dem ein Raunen durch den Saal ging.

Wehmutstropfen bleibt weiterhin das Spar-Orchester. Da ist wohl leider bei der Stage weiterhin nur Tr├Ąumen angesagt...

Hughie (30 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gro├čartig und voll Kreativit├Ąt

19.08.2018 - Mir hat das St├╝ck ( gesehen am 17.8.) sehr gefallen. Die Musik modern und immer dem St├╝ck dienlich. Die Texte nah an der Vorlage ohne eine Kopie zu sein, sehr gut gemacht und witzig. Das B├╝hnenbild trotz der wenigen einfachen Elemente toll. Der Cast durch die Bank sehr gut, mit hat J.Spantzel am Besten gefallen, ihr Sinn f├╝r Komik ist einfach toll. Die Figuren waren super gezeichnet, ohne die Sache zu ├╝bertreiben. Sehr gelungen auch die Romeo und Julia Szene, das Schwimmbad und der Ausflug nach Bollywood. Ein modernes St├╝ck von dem man sich w├╝nscht,dass es nicht gleich wieder in der Versenkung verschwindet. Zu guter Letzt, die Choreografie passend zur Musik und trotz des beengten Raumes sehr sehenswert.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Einfach nur SUPER

15.08.2018 - Ich war jetzt auch endlich in Hamburg in Kinky Boots.

Super Show! Toll inszeniert! Mitrei├čende Musik und Choreos. Sch├Âne Story mit lustigen und traurigen Momenten. Erstklassige Darsteller mit viel Spielfreude.

Fazit:

Absolut empfehlenswert. Eine Schande, dass Stage das St├╝ck so schnell aufgibt, nicht besseres Marketing betreibt, etc. Hier hat die Stage bei der Inszenierung wirklich alles richtig gemacht, es dann aber durch katastrophales Marketing (ohne dieses Forum w├╝rde ich gar nicht wissen, dass das in Hamburg l├Ąuft, obwohl ich musical-affin bin) und Ungeduld kaputt gemacht.

Das ist f├╝r mich der Inbegriff eines Feelgood-Musicals, wo man gl├╝cklich und happy aus dem Theater kommt und noch Tage sp├Ąter dran denken muss und dabei wieder ein L├Ącheln aufs Gesicht gezaubert bekommt.

Buch: 5/5
Musik: 5/5
Inszenierung: 5/5
Besetzung: 5/5
Ausstattung: 5/5 (kein technisches Brimborium, aber atmosph├Ąrisch dicht und absolut passend.)

Gesamtnote: 5/5

iTechniker (erste Bewertung)


Sehr gute Show mit tollen Darstellern!

12.08.2018 - Hair z├Ąhlt zweifelsohne nicht zu meinen Lieblingsst├╝cken. Trotzdem ist diese Auff├╝hrung bei den Bad Hersfelder Festspielen sehr gelungen und unterhaltsam. Die Darsteller liefern eine 100% gute Show ab. Die Kost├╝me haben mir sehr gut gefallen. Alles war stimmig und die Band grandios.
Einen Stern ziehe ich jedoch f├╝r das B├╝hnenbild und die Umbauten an sich ab. Das war mir zu plump gel├Âst und zu sehr Schultheaterm├Ą├čig. Das habe ich schon besser gesehen. Es gef├Ąllt mir auch nicht, wenn Darsteller sich in einer Ecke (trotzdem sichtbar) umziehen.
Alles in allem, war es aber ein toller Nachmittag und die Darsteller, allen voran Bettina M├Ânch, haben mir sehr gefallen.

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


├ťberragende Vicky Vox in stimmiger Inszenierung

12.08.2018 - Was man derzeit im Londoner Regent's Park bewundern darf, ist "Little Shop" vom Feinsten; grunds├Ątzlich klassisch und ohne Regie-Hirnf├╝rze, aber doch genauso, wie die Show 2018 aussehen muss.
Genial dabei ist, wie die Regie das Thema "Blumenladen" f├╝r ein Open Air-Theater denkt: So sind zum Beispiel alle Pflanzen in ihren Blument├Âpfen nur stilisiert und in Wirklichkeit verwandelte Haushaltsgegenst├Ąnde; da sind Rosen eingef├Ąrbte Klob├╝rsten, deren Stil eben gr├╝n und deren Kopf rot ist.
In anderen Blumenk├╝beln und T├Âpfen stecken gr├╝ne Pfannenwender, Schneebesen, etc.
So haben alle Pflanzen von Anfang an etwas leicht Au├čerirdisches und so ist die Entdeckung der Audrey II (die in ihrer kleinsten Form tats├Ąchlich einem Dildo ├Ąhnelt) nur konsequent.
Und hier sind wir beim genialsten Schachzug dieser Inszenierung, die Besetzung von Audrey II mit der amerikanischen Drag Queen-Ikone Vicky Vox:
Alles, aber auch alles an diesem Aspekt ist konsequent durchdacht und fantastisch umgesetzt. Wenn Seymour sich in "Git it" sich zum ersten Mal seiner Pflanze zum zuwendet und feststellt, dass sie unm├Âglich sprechen k├Ânne, da sie ein unbelebtes Objekt sei, rei├čt die Drag Queen die Pflanze praktisch von innen in der Mitte auf, nimmt den sprechenden Kopf und schmei├čt ihn weg, tritt auf die B├╝hne und sagt einen alten Satz mit v├Âllig neuer Bedeutung:
"Does THIS look inanimate to you???"
Dieser Satz von einer fetten Transe mit ordentlich "Attitude" und "Sass" f├╝hrt zu minutenlangem Applaus eines hingerissenen Publikums. Was f├╝r ein Auftritt!
Vicky Vox ist jedoch nicht nur ├Ąu├čerlich h├Âchst imposant, sondern hat auch eine brachial gute, soulige Rockstimme und wird Audrey II in allen Belangen zu 100 % gerecht. Dabei ist sie zynisch, zweideutig, dreckig und gef├Ąhrlich.
Eine Star-Performance par Excellance!
Zum zweiten Akt ist die eigentliche Pflanze dann sowas wie ein riesiger Anus mit Z├Ąhnen, dem Vicky Vox immer mal wieder entsteigt und sich dann ihre Opfer holt. Nochmals: Das ist wirklich grandios durchdacht.
Fr├╝her als gewohnt verwandelt sich die B├╝hne immer mehr in ein au├čerirdisches Pflanzenreich (die Penner der Skid Row haben zum Beispiel pl├Âtzlich Tentakel anstatt H├Ąnde) und wenn alle Opfer zum Finale "Don't feed the plants" singen, erinnert das doch stark an eine au├čerirdische, gr├╝n-bunte Pride-Parade.
Das Publikum ist l├Ąngst entfesselt, aber wenn Vicky Vox als Zugabe dann auch noch "Mean green mother" r├Âhrt, gibt es kein Halten mehr. Ein Triumph!
Hervorragend ist auch noch Marc Antolin als Seymour, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch.
Die Soulgirls Crystal, Ronnette & Chiffon rocken ihre Motown-Songs und bauen dabei neue, abgefahrene, bisher noch nicht geh├Ârte Riffs ein.
Zwei Rollen gehen f├╝r mich jedoch in dieser Inszenierung leider nicht ganz auf:
Blumenladenangestellte Audrey tritt hier von Anfang an viel selbstbewusster auf als ihre Vorbilder. Sie ist nicht das kleine, verschreckte M├Ąuschen, sondern erinnert mit ihrem New Yorker Akzent eher an die Nanny aus der gleichnamigen Serie.
Dieser Umstand ist umso verwirrender, als sie doch der Ur-Audrey (und Mutter aller Audreys) Ellen Greene sowohl optisch wie auch stimmlich frappant ├Ąhnelt.
Auch mit der Darstellung des Zahnartzes Orin Scrivello konnte ich hier nicht wirklich warm werden, wobei ich nicht genau benennen kann, woran dies lag.
Die 8-k├Âpfige Band rockt die Schifferschei├če aus der Partitur, dass es eine Wonne ist.
Alles in allem ein grandioser Open Air-Abend mit der Erkenntnis:
Divine is alive and kickin' !

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Die Zukunft scheint gesichert

11.08.2018 - Eine Inszenierung, die sich durchaus mit anderen aktuellen Produktionen messen kann. Und dabei durchgehend mit aktuellen Sch├╝lern der Stage-School besetzt und auch von diesen entwickelt.

Zwar hat es an manchen Ecken gesanglich etwas gehakt, aber mich hat insbesondere die Gesamtleistung des Ensembles geflasht. Immer wenn der Chor gesungen hat, war ich mir sicher, dass wir auch in Zukunft gute Musicaldarsteller sehen werden! Positiv hervorheben m├Âchte ich die Vampire Ladies, die ihren Job mit einer Sexyness erledigt haben, die genau richtig zu ihren Rollen gepasst hat. Und auch die Tanzszenen hat man bei diesem St├╝ck selten so gut eingesetzt und umgesetzt gesehen!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Ein Highlight

11.08.2018 - Die hochgelobte Produktion aus London hat ihre Lorbeeren meiner Meinung nach vollkommen zurecht erhalten.

Eine sehr intime Produktion mit einem sehr reduzierten B├╝hnenbild, was aber ├╝berhaupt nicht st├Ârt, sondern den Schwerpunkt auf die S├Ąnger, ihre Figuren und Tr├Ąume lenkt.

Die Cast ist durchweg super! Nicht nur gesanglich, sondern auch im Schauspiel. Da kann man keinen gesondert hervorheben. Gerade im zweiten Akt kamen dann doch teils Tr├Ąnen in die Augen, wenn Barrett keinen Platz im Boot bekommt und sich gedanklich von Darleen verabschiedet, oder Bride, der das Finale mit einer Reprise von Be thee well einleitet...

Nur zwei Punkte f├╝hren dazu, dass ich keine f├╝nf Sterne vergebe:

Zum einen wirkt die B├╝hne in der Staatsoper sehr leer, da der abgedeckte Orchestergraben nicht genutzt wird und daher viel leerer Raum bis zur bespielten Fl├Ąche ist.

Zum anderen ist gerade zu Beginn der Ton viel zu laut gewesen, meine Sitznachbaren haben sich beim ersten Godspeed Titanic die Ohren zugehalten. Ob damit die manchmal etwas d├╝nne Musik ausgeglichen werden sollte? Danach war das Verh├Ąltnis deutlich besser, sodass ich das mal auf Anfangsschwierigkeiten des Tontechnikers zur├╝ckf├╝hren w├╝rde, die aber auch bei einer Tourproduktion nicht vorkommen sollten, daf├╝r gibt es Proben.

Aber ansonsten, hat mich die Produktion umgehauen und ich h├Âre seitdem alle Aufnahmen des Musicals, die ich in die H├Ąnde bekomme. Zur Derniere gehts nochmal rein!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Die Tour zu Gast in Hamburg

10.08.2018 - Eins vorweg: Ich liebe dieses St├╝ck. Die Ch├Âre und Emotionen, haben mich schon immer gleich gefangen genommen.

Nun also die Tour in der Staatsoper in Hamburg.
Schon Monate vorher ist die Stadt voll mit Plakaten und man ist gespannt wie diese Inszenierung aussehen wird.

Man ist schon etwas irritiert, wenn man den Saal betritt und man zwischen der Spielfl├Ąche und dem Publikum gef├╝hlte 20 meter schwarzen Boden sieht ( der Orchestergraben wurde nicht genutzt ) Ist halt nur eine kleine Band. Das ist auch schon der einzige kleine negative Eindruck des Abends. Das Orchester ist etwas klein und klingt nicht voll.

Was sonst auf der B├╝hne geboten ist fantastisch!
Ein simples B├╝hnenbild, was schnell mit ein paar Griffen und Requisiten umgewandelt werden kann, dazu ein Ensemble was sehr gut und energievoll spielt und singt.

Das St├╝ck ist sehr gestrafft worden, und auch das f├╝r Hamburg neu komponierte 3 Tage erklingt hier nicht. Das tut dem ganzen Abend aber auch keinen Abbruch.

Insgesamt ist es wirklich sehenswert, und eine sch├Âne Art dieses St├╝ck fast wie ein Kammer Musical zu erleben.

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Vom Original inspiriert

05.08.2018 - Das Vorbild f├╝r die Ettlinger Inszenierung ist un├╝bersehbar die CHICAGO Revival Produktion von Walter Bobbie.
Das perfekte und stillvolle Understatement dieser weltweit erfolgreichen Show wird aufgegriffen und stellenweise leicht ausgebaut.
Die dreiteilige Aufteilung des B├╝hnenbildes ist dabei noch der auff├Ąlligste Teil. Dass das eine oder andere Requisit Verwendung findet ist sicher keine qualitative Aufwertung des Musicals.
Das Kost├╝mbild ist stark am Original orientiert, nicht ganz so sexy und wird hier und da durch ein paar farbig Details erg├Ąnzt.
(Negativ fallen die wirklich scheu├člichen Per├╝cken auf, die teilweise aussehen, als k├Ąmen sie aus der Woolworth Karnevalsabteilung.)
Die Choreografien sind mitunter vom Fosse Stil inspiriert oder gehen auch ganz eigene Wege.
Grandios ist der "Cell Block Tango" gelungen, in dem auch das m├Ąnnlich Ensemble stark eingebunden ist und bewegliche Zellengitter ├╝ber die B├╝hne flitzen.
Weniger gelungen ist "I can't do it alone", in dem Velma fast ausschlie├člich exaltiert mit den Armen wedelt.

Die Regie von Udo Sch├╝rmer bringt durchaus auch neue Ideen ein. Ein wuderbar tiefsinniger Gag ist die Freiheitsstatue im Justitia Outfit, die gegen ihre M├╝digkeit ank├Ąmpft.

Unterm Strich bleibt CHICAGO aber auch in dieser Form ein fragmentarisches, reduziertes St├╝ck, das entscheidend durch die Leistungen der Darsteller getragen wird.
Diesbez├╝glich hat man in Ettlingen eigentlich alles richtig gemacht.
Das Ensemble ist in pr├Ąchtiger Spiellaune. (Rein optisch h├Ątte der eine oder andere "kantige" Typ mehr, gutgetan.
Mama Morton, Amos und Mary Sunshine werden zu pr├Ąchtigen und treffsicher portraitierten Originalen.
Marc Trojan sprang kurzfristig f├╝r den erkrankten Marc Lamberty ein. Er begeistert mit starker, sicherer Stimme und souver├Ąner B├╝hnenpr├Ąsenz. Sein Billy Flynn k├Ânnte aber gerne noch etwas schmieriger und sexistischer ausfallen.
Dorothee Kahler und Marie-Danae Bansen (Triple Thread!) liefern sehr ausgekl├╝gelte und differenzierte Charakterstudien, wissen genau, wann dick aufgetragen werden muss und wann Feinheiten im Vordergrund stehen m├╝ssen. Gro├čartig!

Man hat in Ettlingen kein komplett neues CHICAGO erschaffen. (Warum auch?) Der Geist der genialen US-Inszenierung ist erhalten geblieben und wird sinnvoll erg├Ąnzt.
Abheben und begeistern kann das St├╝ck durch die Qualit├Ąt seiner Vorlage und die nahezu perfekte Besetzung.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Nett ausgedr├╝ckt: Desaster

31.07.2018 - Ihr Lieben,

Wenn ihr die Geschichte von zwei Gangs, wie sie unterschiedlicher nicht sein k├Ânnten erleben und geniessen wollt, ist die ÔÇťWEST SIDE STORYÔÇŁ in Clingenburg nicht das St├╝ck wonach ihr sucht.

Ich und meine Frau hatten eine super Anfahrt zum Theater und hatten uns sehr auf die Inzinierung gefreut. Wir beide sind gro├če WSS Fans, seit vielen Jahren.

Wir sitzen hier beide und wissen garnicht wo wir anfangen sollen:

Inzinierung undurchsichtig und k├╝hl.
Kost├╝me eine Katastrophe. Die Choreografien kamen garnicht zur Geltung in den viel zu gro├čen ÔÇťVerkleidungenÔÇŁ m├Âchte man fast sagen.

Die Cast war zu 90% T├Ąnzerisch, gesanglich und schauspielerisch ├╝berhaupt nicht da wo sie sein h├Ątte m├╝ssen. Wenn wir es nicht besser gewusst h├Ątten, w├╝rden wir glauben es waren Leihen.

Die Jets leider sehr unmusikalisch und den Songs und in den Choreografien miserabel! Unsyncron, unmusikalisch und ohne Technik!

Auch die Sharks schnitten leider nicht sehr gut ab.
Gleiche Bem├Ąngelung wie bei den Jets.

Maria und Tony wirkten nicht auf einander angepasst und ÔÇťin letzter minuteÔÇŁ gecastet. Stimmlich jedoch gibt es von beiden unserer Seite ein gro├čes Lob.

Leider war Tony wirklich viel zu alt im Kontrast zur sehr jungen Maria.

Licht und Ton wurden von Partys Rund ums Gel├Ąnde gest├Ârt, man hatte nicht die M├Âglichkeit in die Geschichte zu tauchen.

Fazit: Wenn man kein Geld hat um Qualifizierte Darsteller, Tontechniker und B├╝hnenbilder zu kaufen, sollte man vielleicht die Finger von einer Produktion wie die West Side Story lassen.


Liebe Gr├╝├če aus Mannheim!

DENISHENZ (erste Bewertung)


Wunderbares Ensemblest├╝ck

31.07.2018 - Allein schon zu sehen, wie das Orchester einl├Ąuft, und was f├╝r einen Klang die Anzahl der Musiker verspricht steigert die Vorfreude. Und ja, es war der zu erwartende Ohrenschmaus!

Wenn nach und nach die Besatzung und Passagiere an Bord gehen, der Klang immer voller wird, sich schlie├člich die TITANIC in all ihrer Pracht (in Optik und Klang) pr├Ąsentiert, dann ist das einfach beeindruckend. Und letztlich sind auch die vielen Ensemble-St├╝cke einfach die gro├če St├Ąrke dieses St├╝cks, die es gegen andere Musicals abhebt.

Die Besetzung der Rollen ist meiner Meinung nach absolut gelungen. Jeder der Darsteller haucht den Eigenarten seiner Rolle Leben ein und ├╝berzeugte mich sowohl gesanglich als auch schauspielerisch.

Mir gefielen B├╝hnenbild und Kost├╝me ausgesprochen gut. Auch wenn mich die Drehger├╝ste einen kurzen Moment an ├╝berdimensionierte Stockbetten erinnerten, haben sie sich als sehr vielseitig einsetzbar erwiesen. Vor allem bleibt nat├╝rlich die Anfangsszene beim Auslaufen in Erinnerung, wenn in riesigen Lettern TITANIC erstrahlt, und dann die Kollision mit dem Eisberg.
Wirklich bewegend war f├╝r mich der Untergang, wenn aus der in blaues Licht getauchten Hinterb├╝hne die wei├čen M├Âbel ÔÇ×emporschwebenÔÇť. Eine wunderbare Unterwasser-Illusion.

Insgesamt ein wunderbarer Abend, der in Erinnerung bleiben wird.

Hughie (30 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wenn man nichts erwartet ist es nett

29.07.2018 - Wenn man nichts erwartet ist es nett, mehr aber auch nicht. Einfallsloses B├╝hnenbild, die Farbe grau dominiert vielleicht soll sie den grauen B├╝roalltag symbolisieren...? Kost├╝me nicht durchgehend der Zeit angepasst. Es reicht auch nicht Darstellern aus dem Ensemble eine Per├╝cke auf den Kopf zu setzen und schon sind sie jemand anders, wenn sie sich im St├╝ck durchg├Ąngig gleich verhalten und bewegen. Das Damentrio des Abends durchwachsen. Einzig allein Doralee konnte als blonde Barbie gut intonieren. Bei Judy wusste man nicht ob sie nun soulig klingen will oder um ihr Leben schreit vor allem im zweiten Akt bei ihrem Solo. Violet (warum ein Hosenanzug mit gr├╝ner Bluse???) spielte glaubhaft doch die Gesangspartie ├╝berforderte die Darstellerin h├Ârbar. Ihre Stimme brach immer wenn es in Richtung Bruststimme ging. Mr. Hart mit schw├Ąbischen Akzent... okay es ist Amateurtheater. Die Alkoholikerin sagte ihren Text h├Âlzern wie ein Roboter auf. Einziger Lichtblick des Abends war Roz. Die Dame die Programmhefte verkaufte sagte sie hei├čt Julia. ├ťberzeugend gesungen und gespielt. Positiv aufgefallen ist das gut aufspielende Orchester. Im Gesamten zog es sich wie Kaugummi in die L├Ąnge. Bis zur Pause dauerte es gut 1 Stunde und 40 Minuten... Es fehlte im ganzen Ensemble die Energie. Manche auf der B├╝hne waren mehr mit sich besch├Ąftigt wie mit dem St├╝ck. Wenn man nichts erwartet ist es nett, mehr aber auch nicht.

Elphi09 (erste Bewertung)


Super

23.07.2018 - Komme aus meinem ersten Bad Hersfeld Wochenende und habe 2 xc Titanic gesehen. Wir gingen zur Backstagef├╝hrung am Samstagabend und bekamen die letzten Songs der Nachmittagsshow mit. Nur zu h├Âren war schon ein Genu├č, dann die Backstagef├╝hrung und die Abendshow. Es war Wahnsinn. Unvorstellbar gut und oft mu├čte ich mir Tr├Ąnen vor R├╝hrung/Freude wegwischen. Welch eine Kulisse, tolles Orchester, tolle Darsteller. Es hat mich so mitgenommen. Schade, dass dieser Spielort nicht um die Ecke liegt. Wer die Gelegenheit hat: unbedingt hingehen

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gro├če Show auf kleiner B├╝hne

21.07.2018 - habe die Show am 12.11.17 im Katielli gesehen. Die komplette Besetzung (Daniel Andone, Bernd Julius Arends, Rosaly Oberste-Beulmann, Vera Bolten, Fabian B├Âhle, Markus Kloster, Miriam Lotz, Christine Sch├╝rmann) hat darstellerisch und gesanglich wirklich alles gegeben. Die Geschichte reisst einen wirklich mit und wurde auf der kleinen B├╝hne super umgesetzt. Falls die Show in Zukunft noch einmal gezeigt werden sollte, werde ich sie auf jeden Fall wieder besuchen.

tiny tigress (erste Bewertung)


Immer wieder eine Freude!

20.07.2018 - Nach insgesamt 3 Besuchen und einem nicht einrei├čen wollenden Spa├č an diesem St├╝ck m├Âchte ich diesem St├╝ck die volle Punktzahl geben.

Eine unterhaltsame Geschichte, tolle Musik, klasse Darsteller und eine inspirierende Botschaft zeichnen f├╝r mich die Produktion KINKY BOOTS aus.
Es ist ein Jammer, dass es zu sp├Ąt angenommen wurde und daher schon wieder vor dem Aus steht...

Shakyface (erste Bewertung)


Halbgerockt

18.07.2018 - ROCK OF AGES hat es nun endlich auch nach Deutschland geschafft.
Das Theater Ulm zeigt die deutschsprachige Erstauff├╝hrung.

Optisch und musikalisch hat man das Musical makellos umgesetzt.
B├╝hnenbild, Kost├╝me, Lichtdesign und die Band ├╝berzeugen auf ganzer Linie.

Einen sp├╝rbaren Unterschied zu den englischsprachigen Versionen macht die deutsche Cast.
Henrik Wager als Lonny (absolut cool und komisch) und Sascha Lien als Drew (rockig) k├Ânnen begeistern.

Navina Heyne wirkt als Sherrie zu reif und madamig.
Thomas Borchert spielt weitgehend enthemmt den durchgeknallten, drogenumnebelten Altrocker Stacee Jaxx. Seine kontrollierte und kultivierte Stimme lassen dann aber doch die n├Âtige Authentizit├Ąt vermissen.
Intendant Andreas von Studnitz gibt den Dennis Dupree. Wie soll man seinen Auftritt beschreiben?
Ich w├╝rde sagen, der Mann traut sich was!

Die deutsche ├ťbersetzung von Holger Hauer ist in ihrem subversiven Humor weitgehend gelungen, auch wenn nicht jeder Gag ins Schwarze trifft.
Der Witz der beiden Klinemans verpufft leider weitgehend wirkungslos. Im Englischen ist Vater Klineman durch seinen starken deutschen Akzent und sein absurdes Herrenmenschen-Gehabe ein respektloses Vergn├╝gen. In der deutschen ├ťbersetzung hat man da leider keine Entsprechung gefunden.
Sohn Klineman ist im Original ein verschrobener, sexuell undefinierbarer Sonderling. In Ulm wird er konsequent als 8j├Ąhriger Schuljunge portr├Ątiert. Der Effekt nutzt sich leider schnell ab.

Insgesamt wirkt die Inszenierung in ihren Dialogszenen manchmal etwas zu langatmig.

Unterm Strich ist ROCK OF AGES in Ulm gut gemeint und nett gemacht.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


ansprechende Show von Gerber/Wilhelm

17.07.2018 - Einfach erfrischend das neue Phantom. Tolle Musik und Klasse Darsteller.

Was mir aufgefallen ist, dass hier negative Bewertungen von einem ganz anderen Phantom der Oper sind mit Deborah SassonÔÇŽ


Schade, dass dann diese Produktion unter den schlechten Bewertungen leiden muss - sehr tolles Orchester dabei!

MichaelKreuzer (erste Bewertung)


Kracher in Schweizerdeutsch

16.07.2018 - Ich war am Samstag 14.07.2018 in Thun und meine Erfahrung deckt sich mit der muz-Kurzbewertung.

Die Wettervorhersage war eigentlich ganz gut. Trotzdem hat es vor und nach der Vorstellung etwas geregnet, w├Ąhrend der Vorstellung ein paar nicht erw├Ąhnenswerte Tropfen. Viel intensiver war, vor allem in der ersten Stunde, der Wind. Hat man auch etwas in der Soundanlage, Welche sonst einwandfreie Akustik lieferte, etwas geh├Ârt. Auch f├╝r die Cast war der Umgang mit einigen Requisiten nicht ganz einfach. Da l├Ąsst man auch mal auch mal den ein oder anderen kleinen Fehler durchgehen und versteht Ali, wenn sie beim ersten Zusammentreffen gleich mal ein "Sch... Wind rausl├Ąsst. Grosses Kompliment an Alle, Die diesen Abend durchgezogen haben.

Die 11 k├Âpfige Band spielte flott auf und dr├╝ckte recht aus Tempo. Einige Nummern schienen mir auch etwas gek├╝rzt. In Thun ist ja auch der Anwohnerschutz immer wieder ein Thema und ich vermute mal, dass sie in 2 1/4h ohne Pause durch sein m├╝ssen.

Besonders erw├Ąhnenswert die B├╝hne. Die Hauptb├╝hne mit der drehbaren mehrst├Âckigen Taverne. Dazu 2 bespielte Nebenb├╝hnen. Rechts mit der Bar, links Container mit Band und den Umkleider├Ąumen. Durch fehlen der Umkleider├Ąume, Die in Thun sonst unter der B├╝hne sind, war die B├╝hne recht tief. Dies erm├Âglichte auch einige Badeszenen. Sicht von meinem Platz 1. Reihe war super. Die B├╝hne im Gegensatz zur abgespeckten Tourversion, sowie auch zu den Long Runs mit der neuen eckigen Kulisse, eine echte Augenweide.

Die Inszenierung hielt sich trotz vorwiegend berndeutschem Dialekt am bekannten Skript. Grosses Kompliment an Dominik Flaschka und Roman Riklin. Sehr einfallsreich die V├Ąter mit B├╝ndner, St. Galler und Z├╝rcher Dialekt. Die Rollen wurden auch mit passenden Schweizer Nachnamen versehen.Einzig die Zugabe Waterloo war in englisch. Etwas irretierend fand ich die Alptraumszene mit Gummikost├╝men, welche fast in die Sado Maso Szene passen w├╝rden und grussligen Masken. Die Bewegungen erinnerten an Zombies. Dazu noch der Reigen aus Drag-Queens bei Dancing Queen, Welcher sehr gut ankam. Mir schien, dass der Rechtegeber Thun doch einige Freiheiten liess.

Wegen der Dialektversion wurde doch ein Grossteil der ├╝berschaubaren Schweizer Musicalriege aufgefahren. Ich fand es toll besetzt. Hervorragend Monica Quinter, Gigi Moto und Patricia Hodell als Diamonds. Daneben hat mir Eric H├Ąttenschwiler als Bill besonders gut gefallen. Neben dem mit Profis besetztem Ensemble auch noch die eigenen Musical Singers, Welche gut integriert wurden. Kleiner Wehrmutstropfen f├╝r mich, bei meinem Lieblingstitel "Der Gewinner isch der Star" reichte es nicht ganz f├╝r den anspruchsvollen Schlusston. Dieser wurde dann kurzerhand gestrichen. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

F├╝r mich eine absolute Empfehlung f├╝r Leute, die Schweizer Dialekt verstehen. Auch f├╝r alle Anderen sicher sehenswert. Wenn das Wetter mitspielt, d├╝rfte es f├╝r Thun volle Kassen geben.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 4.5 von 5
Ausstattung 5 von 5
Besetzung 4.5 von 5

Gesamt: 4.5 von 5

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Betrug am Kunden?

16.07.2018 - Gro├če Werbung und Inszenierung... Vor Ort ein Desaster-einfach unerkl├Ąrlich.

Dida5187 (2 Bewertungen, ∅ 0 Sterne)


Sehr schlecht und einfach Plump

16.07.2018 - Eine sehr schlechte und nicht zu empfehlende Show, hat auch bis auf die Lieder nichts mit den Musicals von Webber zu tun. Einfach nur S├Ąnger auf der B├╝hne die diese Lieder singen, ohne Flair eines Musicals... Daf├╝r einfach zu teuer und nicht zu empfehlen. Lieber ein Musical direkt ansehen

Dida5187 (2 Bewertungen, ∅ 0 Sterne)


Der erste Besuch und gleich ein Volltreffer

15.07.2018 - Les Miserabl├ęs habe ich damals in Duisburg gesehen und seither nicht mehr. Dies war auch mein erster Besuch bei den Freilichtspielen in Tecklenburg.
Ich hatte keinerlei Ahnung und keine Erwartungen.
Die Inszenierung hat mir sehr gefallen und das B├╝hnenbild war toll. Die Darsteller haben eine gro├čartige Leistung abgelegt, wenn mir auch die ein oder andere Rolle nicht ganz perfekt besetzt erschien. Die Hauptrollen jedoch konnten auf jeden Fall ├╝berzeugen.
Kevin Tarte als Javert hat mir sehr gefallen und auch Lesarah Sattler als Eponine hat bei mir G├Ąnsehaut ausgel├Âst. Das Ensemble hat ingesamt sehr ├╝berzeugt und ich habe das unbequeme Sitzen auf den Holzb├Ąnken (trotz Kissen und Decke) sowie den stauben Waldboden schnell vergessen. Wer die Chance hat, Les Miserabl├ęs zu sehen, soll sich gl├╝cklich sch├Ątzen. Es macht einfach Spass, den ambitionierten Darstellern und deren Spielfreunde beizuwohnen. Top!

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Live und ganz in Farbe

15.07.2018 - Turbulente Gaunerkom├Âdie mit coolem Jazz- Swing- und Sixties Sound nach einer wahren Begebenheit. Das gelungene Musical ├╝bernimmt den Handlungsaufbau und gr├Â├čtenteils auch die Dialoge aus dem bekannten Films von Stephen Spielberg. W├Ąhrend ich die Verfilmung der Lebensgeschichte von Frank Abganale jr unspektakul├Ąr ja sogar langweilig fand, hat mich das Musical ├╝berzeugt. Eine bunte, runde und kurzweilige Inszenierung mit gelungener Mischung aus stillen Momenten und gro├čer Show. Ein hoher Qualit├Ątsstandard, eine ├╝beraus spielfreudige und talentierte Cast, ein charismatischer und begnadet singender Hauptdarsteller sowie mit Ilja Richter und Wolfgang Plate zwei Elder "Stars" im Ensemble, sorgen f├╝r 4 Punkte und eine unbedingte Off-Theater Empfehlung in Hamburg f├╝r einen kurzweiligen Musicalabend jenseits der Stage-Produktionen.

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Ein Highlight in Oberhausen

13.07.2018 - Rezensierte Vorstellung: Dienstag, 10.07.2018

Nachdem ich im Jahr 2014 das Musical Tarzan bereits in Stuttgart sah gab es f├╝r mich eine lange Pause vom St├╝ck f├╝r mich. Doch kurz vorm Ende der Spielzeit in Deutschland wollte ich es nun doch noch ein letztes Mal sehen.

Inszenierung
Ich muss sagen, dass ich positiv ├╝berrascht war von der gesehenen Vorstellug. Das Theater wird perfekt genutzt und f├╝r mich pers├Ânlich funktioniert Tarzan in diesem Haus auch besser als im Apollo Theater in Stuttgart.
Die Inszenierung ist spektakul├Ąr und aufwendig. Allerdings wirken manche Rollen einfach nicht perfekt ausgearbeitet. Vor allem die Rolle der Jane ist hier f├╝r mich sehr ausbauf├Ąhig. Ansonsten ist es einfach ein Disney St├╝ck. Man bekommt was drauf steht. Das ist zwar nichts mit wahnsinnigen Tiefgang, aber es gef├Ąllt.

Musik
Mit dem Sound war ich relativ gl├╝cklich. Im Kontrast zu anderen Produktionen von Stage war er sogar perfekt. Das war in Stuttgart damals leider nicht so. Hier konnte ich die Stimmen und die Musik mehr genie├čen.

Besetzung
Als Tarzan stand in der besuchten Vorstellung MERLIN FARGEL auf der B├╝hne und das was er da leistet ist grandios. Gerade wenn er seine stimmlichen Tiefen auspackte, hatte ich G├Ąnsehautmomente. Er ist sehr wandelbar im Gesang und auch als Schauspieler kann er ├╝berzeugen.
LINDA VERSTRATEN spielte die Jane. Sie war gesanglich sehr gut und man merkte eine Dynamik mit Merlin Fargel vor allem beim Duett "Auf einmal". Sie spielt die Jane sehr sympathisch, leider hatte sie mit den schwierigen schnell gesprochenen Passagen ihre Probleme.
SOPHIA WEZER spielt die Kala mit viel Herz und einer traumhaften Stimme. Es war wirklich toll ihr zu zuschauen vor allem im Zusammenspiel mit ANDREAS LICHTENBERGER, welcher Kerchak spielt. Dieser ist f├╝r mich einfach die perfekte Besetzung. Man merkt ihm an, dass er diese Rolle seit 10 Jahren inne hat. Da sitzt jeder Ton, jede Geste.
JEFFREY SOCIA war ein stimmstarker Terk mit dem in dieser Rolle ├╝blichen Akzent. Nicht super, aber kein Abbruch.
Auch der Darsteller des jungen Tarzan MAX war wirklich sehr gut.

Ausstattung
F├╝r die Oberhausener Produktion wurde die Ausstattung ├╝berarbeitet und das tut der Optik des St├╝ckes verdammt gut. Das Ganze wirkt realistischer, abwechslungsreicher.
Auf der andren Seite wurde die Technik der B├╝hne etwas zur├╝ck geschraubt, da es in Oberhausen nicht m├Âglich gewesen w├Ąre. So kommt nun nichts mehr aus dem Boden gefahren. Ich fand das nicht weiter tragisch.

Fazit: Das Buch hat immer noch seine Schw├Ąchen, aber das St├╝ck macht trotzdem Spa├č, vor allem mit diesen Darstellern. Mir wird es auf jeden Fall fehlen.

Inszenierung: 3,5/5
Musik: 4/5
Darsteller: 4/5
Ausstattung: 4,5/5
Insgesamt: 4/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Albern

08.07.2018 - Zun├Ąchst das positive: die Cast ist toll und die Ausstattung ist genauso bunt und ├╝ppig, wie man es bei diesem Thema erwartet.

Aber:
die Show ist genauso langatmig und stellenweise langweilig wie viele Disney-Musicals.

Mein gr├Â├čter Kritikpunkt ist aber, dass die Show sehr albern ist. Da wird Humor mit Albernheit verwechselt.

F├╝r kleine Kinder, die den Film m├Âgen, mag der Besuch nett sein, weswegen ich einen Trost-Stern vergebe, aber ansonsten ist diese Show eher entt├Ąuschend.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Zauberhaft

08.07.2018 - Ich bin eigentlich kein gro├čer Fan von Disney-Musicals. Die meisten Disney-Musicals sind nach Schema F gestrickt und wirken immer wie von der Stange.

Oft sind sie auch sehr langatmig, weil sie auf deutlich k├╝rzeren Disney-Filmen basieren und dann krampfhaft versuchen, die eigentlich zu kurze Storyline auf die bei Musicals ├╝bliche L├Ąnge von 2 mal mindestens 60 Minuten zu strecken.

Aber Mary Poppins ist wirklich toll. Auch bei Mary Poppins gibt es zwar (wie bei fast allen Disney-Musicals) einige L├Ąngen und einige langweiligere Szenen. Aber es gibt genauso auch echte Highlights und sehr emotionale Momente. Wenn am Ende Mary Poppins die Familie Banks verl├Ąsst und ├╝ber das Publikum hinweg schwebt, hat man wirklich Tr├Ąnen in den Augen. Ich finde es nur etwas schade, dass man die Dr├Ąhte in dieser und den anderen Schwebeszenen deutlich sieht. Wenn ich daran denke, dass der Zauberk├╝nstler David Copperfield mal in einer Show ├Ąhnliche Flugeffekte gezeigt hat, ohne dass da irgendwas zu sehen war, frage ich mich, ob man das nicht genauso h├Ątte l├Âsen k├Ânnen. Aber das ist letztlich nur eine Randnotiz und schm├Ąlert nicht die Emotionalit├Ąt.

Insgesamt kann ich zwar keine volle Punktzahl geben, weil das St├╝ck daf├╝r zu viele L├Ąngen hat, wof├╝r ich einen Punkt abziehen muss. Aber es ist wirklich ein absolut sehenswertes St├╝ck, das 4 von 5 Sternen absolut verdient hat. Wirklich zauberhaft.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Nette Idee, aber zu langweilig

08.07.2018 - Die Kernaussage ist ja wirklich sch├Ân und es gibt auch ein paar sch├Âne Melodien. Und die Kost├╝me sind mit viel Liebe zum Detail gemacht (daf├╝r gibt es dann kaum B├╝hnenbild).

Aber insgesamt zieht sich die Show schon sehr... An vielen Stellen denkt man "Jetzt k├Ânnte es aber auch mal langsam vorbei sein."

Die meisten Disney-Musicals gefallen mir nicht besonders und so ist das leider auch mit diesem St├╝ck und dass es so lange l├Ąuft, wundert mich immer wieder neu.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Hamburger Produktion steht der Londoner Produktion in nichts nach

08.07.2018 - Die Hamburger Produktion von Kinky Boots steht der Londoner Produktion in nichts nach. Die Show in Hamburg ist bez├╝glich Inszenierung, Choreographien, Ausstattung, etc. genauso (toll) wie die Londoner Show. Nur halt auf Deutsch. Und die ├ťbersetzung ist auch sehr gelungen.

Das Highlight ist das gesamte Ensemble: egal ob die Hauptdarsteller und ihre Zweit- und Drittbesetzungen oder das gesamte Ensemble bis zur kleinsten Nebenrolle: alle Rollen sind perfekt besetzt. Alle Darsteller sind Meister ihres Fachs und man sieht ihnen in jeder Show die gro├če Spielfreude an, die niemals wie Routine wirkt.

Insgesamt steht auch die deutsche Produktion dem Original in nichts nach und auch in Hamburg ist Kinky Boots eines der besten, coolsten, fr├Âhlichsten, mitrei├čendsten und begeisterndsten Musicals die ich kenne.

Wer Musicals mag, muss diese Show gesehen haben!

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Ein wunderbarer Abend

06.07.2018 - JCS in Magdeburg wurde von Sabastian Ritschel in ein modernes Gewand verpackt, welches die Aktualit├Ąt des Stoffes gut verdeutlicht.
Eine gro├če Herausforderung war sicher die riesige B├╝hne zu bespielen. Da w├Ąre sicher ein nicht so einheitliches B├╝hnenbild hilfreich gewesen. Einziges Highlight bleibt hier ÔÇ× das Wandeln ├╝bersÔÇť Wasser. Ansonsten sehr minimalistisch. Die gab aber auch die Chance den Fokus ausschlie├člich auf die Protagonisten zu richten.
Der Ton ist beim Open Air ja auch immer eine Herausforderung, ein klein wenig lauter h├Ątte es f├╝r mich sein d├╝rfen, allerdings war es sehr wohltuend dass die S├Ąnger wirklich exzellent zu h├Âren waren.
Die S├Ąnger, Tobias Bieri und Julian Gamez Martin machten einen tollen Job. Gerade f├╝r Tobias Bieri war es sicher nicht leicht, eine eigene Interpretation zu entwickeln, bei den vielen Vorbildern. Seine Interpretation war eher ruhig und eher Mensch als Gottes Sohn, mir hat es gut gefallen. Timothy Roller dagegen war leider schlechter zu verstehen, weil er nicht ganz so deutlich sang und spielte seine Rolle dicht ganz so differenziert. Pontius Pilatus war gut, vielleicht ein wenig zu opernhaft. Kaiphas und Annas waren ein klasse Paar, haben mir sehr gut gefallen. Herodes war wieder einmal der Liebling des Tages, sehr schrill und sehr gut.
Opernchor und T├Ąnzer machten ebenfalls einen tollen Job und trugen ma├čgeblich zum Gesamterfolg teil.
Das Orchester einfach Klasse, immer ein gro├čes Plus in Magdeburg.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gute-Laune-Show mit Herz und Humor

01.07.2018 - Ich kenne Kinky Boots schon aus London und auch in Hamburg ist es eine echte Gute-Laune-Show mit Herz und Humor. Es gibt unglaublich viel zu lachen, aber auch ein paar sehr traurige, anr├╝hrende Szenen.

Aber auf jeden Fall kommt jeder gl├╝cklich und mit einem L├Ącheln aus der Show. Und noch Tage sp├Ąter denkt man an diese geniale Show, die der Londoner West-End-Produktion in nichts nachsteht.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Herausragend! Besser als derzeit im West End.

01.07.2018 - Ich muss nicht viele Worte machen:
Was die Freilichtspiele Tecklenburg hier aufbieten, ist schlichtweg sensationell.
Die Show ist in vielerlei Hinsicht besser als die im West End gezeigte, mittlerweile arg reduzierte und skelettierte Version:
In Tecklenburg klingt "Les Mis" besser (6 Musiker mehr als in London), es vibriert, es lebt, es atmet und es sieht auch oft besser aus.
Herausragend sind Patrick Stanke als Jean Valjean, David Jakobs als Enjorlas und Lasarah Sattler als Eponine.
Ein epischer Triumph! BRAVO !
Das Show-MUSS des Sommers!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein toller Abend mit viel schwarzem Humor

24.06.2018 - Eines m├Âchte ich vorweg gleich sagen: Die Darsteller waren alle toll. Hier durfte mal gezeigt werden, wer schauspielerisch etwas auf dem Kasten hat. Man merkte, dass die Darsteller selbst Spass an Ihren Rollen haben und es war ein tolles Ensemble. Lucas Baier als Gomes war wirklich grandios und eine richtige, kom├Âdiantische ├ťberraschung f├╝r mich. Aber ich fand sie alle toll und gut besetzt. Die Kost├╝me haben gepasst und ein bisschen Kulisse gab es auch f├╝rs Auge. Mein Fazit: Toller Abend, mit tollen Schauspielern in einem lustigen St├╝ck mit flacher Handlung, aber trotzdem rundum gelungen.

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Rotzig, Laut, Schockierend und einfach geil!

24.06.2018 - Ich bin gleich nach der ersten halben Stunde sowas von begeistert gewesen. Die Darsteller waren wirklich alle toll und der Gesang hat gesessen. Es war kurzweilig, lustig, dramatisch und provozierend. Ein unterhaltsamer Abend im Deutschen Theater G├Âttingen. Mehr davon!

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


CHICAGO in neuer Inszenierung ein Erlebnis

23.06.2018 - Nach London und Stuttgart in der eher dunklen und minimalistischen Inszenierung war es ein Genuss einmal CHICAGO in Farbe und vielen guten Choreo- und Regieans├Ątzen zu erleben.

In Ettlingen bei Karlsruhe hat man in diesem Sommer die einmalige Gelegenheit dazu.

Hervorzuheben dabei das gro├če Live-Orchester ein cleveres B├╝hnenbild, und ein spiel- und tanzfreudiges Ensemble.

Zu erleben ist zudem die deutsche ├ťbersetzung von Gesell/Baumann die man aus Wien und Berlin in den 90ern kannte. Pers├Ânlich finde ich diese viel griffiger. Die Textverst├Ąndlichkeit war bei allen Darstellern hervorragend und kein Vergleich zur Auff├╝hrung 2015 in Stuttgart.

DIE B├ťHNE

Links steht eine Vaudeville B├╝hne auf schr├Ąger Ebene f├╝r diverse Showszenen. Rechts ein in Stahlger├╝sten eingebauter Knast. Die Verschiebbaren Gitter erm├Âglichen insbesondere beim Zellen-Block-Tango durch die neue Choreografie tolle Bilder. Mittig ein ├╝berdimensionierter Clownskopf.

Die ├ťbertragung alles ein "Circus" und die immer wiederkehrende rote Clownsnase ist ein schl├╝ssiger Ansatz.

DIE CAST

Maria Dana├ę Bansen als Roxie ist ein Ohren und Augenschmaus. Nach Mary Poppins in Wien durfte ich die talentierte Darstellerin nun in einer ganz anderen Rolle erleben. Sie ist frech, witzig und gibt der Roxie viel mehr Profil als in der Originalinszenierung.

Gudrun Schade als Mama Morton tritt als Art Domina/Killer-Queen in Lederoutfit auf die B├╝hne und hat eine unglaubliche Pr├Ąsenz. Ihre dunke und sicher Stimme gibt ihren Songs und Dialogen viel Tiefe.

Dorothee Kahler als Velma war sehr gut aber weit weniger pr├Ąsent als Roxie. Stimmlich und spielerisch sehr sicher.

Marc Lamberty als Anwalt Billy Flinn war die Entdeckung des Abends f├╝r mich. Sein Billy ist witzig, keck und er bewegt sich fantastisch. Stimmlich waren seine Auftritte wahre Showstopper und wurden mit reichlich Beifall bedacht.

Ebenso komme Adrian Kroneberger in der Rolle des Amos begeistern. Sein Mister Zellophan war so ber├╝hrend und auch in den Spielszenen begeisterte er mit trockenem Humor und der entsprechenden K├Ârpersprache.

Auch das Ensemble war ganz hervorragend, stimmlich wie t├Ąnzerisch.

DIE INSZENIERUNG

Durch die neue Choreografie von Bart de Clercq ergaben sich viele neue M├Âglichkeiten. Schon die Er├Âffnungsnummer l├Âst sich von den f├╝r Bob Fosse typischen Bewegungsmustern zu den Akkorden der Jazznummer. Das ist neu, anders und begeistert.

Auch in den anderen Tanzszenen finden sich sch├Âne Bilder und Sequenzen, wenngleich der Tanz in Ettlingen weniger im Vordergrund steht als in der Originalinszenierung.


Udo Schirmer hat in seier letzten Spielzeit als Intendant in seiner Inszenierung eher die Menschen in den Mittelpunkt ger├╝ckt. Ich hatte den Eindruck, dass die Spielszenen viel besser zur Geltung kamen als in London und Stuttgart.

FAZIT:

Ettlingen hat zum 40. Jubil├Ąum der Schlossfestspiele mit CHICAGO wieder einmal ein echtes Highlight.

Eine lauer Sommerabend in der wundersch├Ânen Altstadt und ein Besuch der Show lohen. Wer CHICAGO live noch nie gesehen hat, wird begeistert sein. Wer die Originalinszenierung kennt, wird erfreut sein diese Show einmal ein einer anderen, farbenfrohen, menschlichen und witzigen Inszenierung zu erleben.

Gute Sicht von allen Pl├Ątzen, ein ├╝berdachter Zuschauerraum, hervorragender Ton und Textverst├Ąndlichkeit und moderate Preise machen eine Reise zu CHICAGO in Ettlingen zu einem Erlebnis.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Auch in HH gut

21.06.2018 - Ich war das Wochenende wieder einmal in Hamburg um mir zum wiederholten Male Kinky Boots anzuschauen
( Wieder echt Top ! ) :-))
Es gibt jetzt eine Art Touristen Rabatt in HH bei Stage.
Wenn man 2 Tage vorher oder nachher ins Musical geht bekommt man 50% Rabatt. So sind wir dann zu Mary Poppins gegangen, was ich schon in Stuttgart gesehen habe.

Auch hier in Hamburg ist die Show sehr gut.
Einfach ein sch├Ânes buntes Disney Erlebnis, was einfach magisch ist, und nicht so platt wie manch andere Disney Musicals.

Anscheinend gab es viele Umbesetzungen, sodass ich viele 2. Besetzungen auf der B├╝hne standen, was dem Spa├č keinen Abbruch tat.

Mary Poppins: Shari Lynn Stewen
Bert: Oliver Floris
George Banks: Leon van Leeuwenberg
Winifred Banks: Julia Li├čl
Kinder: Emi & Ben
Miss Andrew & Vogelfrau: Roimata Templeton
Mrs Brill: Maryanne Kelly
u.a.

Es war trotzdem eine tolle Vorstellung mit viel Spa├č und Energie. Ich bin immer noch etwas entt├Ąuscht, dass man die "dunklen Szenen" f├╝r Deutschland entsch├Ąrft hat.
Besonders Miss Andrew war ein Highlight!

Shari Lynn Stehen ist ├Ąu├čerlich eine perfekte Mary, aber leider fehlt ihr im Spiel die n├Âtige W├Ąrme und Witz, sodass sie recht k├╝hl wirkt.
Die Kinder waren auch sehr gut.

Alles in Allem ein sch├Âner Theater Abend und mit Kinky Boots im Doppelpack ein toller Hamburg Aufenthalt!

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sabrina Weckerlin in dieser Rolle muss man gesehen haben

21.06.2018 - Ich hatte das Vergn├╝gen die Abendshows am 15. + 16.06.2018 zu sehen und bin begeistert. Besonders von Sabrina Weckerlin, die ich in 2014 schon grandios fand, hat sich nochmals gesteigert. Auch die junge Darstellerin der Johanna war sehr gut gespielt. Klasse auch Lutz standop mit "Hinter hohen Klostermauern". Die neuen Projektionen haben gut gefallen, besonders der Blick auf das alte Fulda. Davon gerne mehr.
Zu der obigen Kritik:
Brussman als Erz├Ąhler durchg├Ąngig h├Ątte auch mir besser gefallen.
Den alten Papst fand ich nicht gut dargestellt. Die sprechende S├Ąule braucht man nicht wirklich, hat aber f├╝r manchen Lacher gesorgt.
Wunsch f├╝r die Zukunft:
Bitte von der P├Ąpstin einen Livemitschnitt als CD oder besser noch DVD.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Modern Girl

19.06.2018 - In diesem Jahr bringen die traditionsreichen Grimm Festspiele Hanau u.a. die Musicaladaption des M├Ąrchens "Dornr├Âschen" auf die B├╝hne des Amphitheaters Schloss Philippsruhe.

Auf der namenhaften Besetzungsliste findet man Kerstin Ibald, Joana Fee W├╝rz, Sascha Oliver Bauer, Dennis Hupka, Kurosch Abbasi und andere Namen die f├╝r professionelles Musicalentertainment stehen.
Sie und das komplette Ensemble ├╝berzeugen, singen und spielen wunderbar.

Die Musik stammt von Marian Lux. Sie hat ihre starken, sch├Ânen und eing├Ąngigen Moment. Im zweiten Akt leidet die Komposition (Buch und Text geschuldet) etwas an ihren in die L├Ąnge gezogenen rezitativen Momenten.

Wolfgang Adenberg (Buch/Text) hat das M├Ąrchen recht modern aufgedr├Âselt und zeigt Dornr├Âschen als aufm├╝pfigen Teenager in einer leicht dysfunktionalen (K├Ânigs-)Familie.
Das funktioniert auch ├╝berwiegend gut und nimmt dem Stoff einiges von seiner Patina und seinem Pathos. Im Zweiten Akt scheint Adenberg allerdings der dramaturgische Zugriff zu entgleiten. All zu komplex und un├╝bersichtlich werden famili├Ąren Verstrickungen und Verwandtschaften zwischen Menschen und Feen dargestellt, transzendentale Erfahrungen und Wanderungen haben hohen Erkl├Ąrungsbedarf und nehmen das Tempo aus der Inszenierung von Alex Balga.

M├Ąrchenhaft anzusehen ist das St├╝ck schon durch seine aufw├Ąndigen, sch├Ânen Kost├╝me.
Auch das B├╝hnenbild mit Schloss Skyline, Drehb├╝hne und vielen Auftritts- und Abgangsm├Âglichkeiten gef├Ąllt.
Die vierk├Âpfige Liveband gibt ihr Bestes. Meiner Meinung nach h├Ątte die Komposition eine gr├Â├čere Besetzung bzw. eine gut Bandeinspielung verdient.

DORNR├ľSCHEN ist ein sch├Âner, stimmungsvoller Musicalabend, der leider gegen Ende etwas an Dynamik und Dramatik verliert.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein absoluter Volltreffer!

12.06.2018 - Man erlebt sie letztlich dann doch zu selten, diese magischen Theaterabende, diese absoluten Volltreffer.
Ich sch├Ątze mich extrem gl├╝cklich, gestern Abend einen solchen Volltreffer in der Stadthalle Aschaffenburg erlebt zu haben:
Das Gastspiel des Theaters Hof war in jeglicher Hinsicht hinrei├čend.
Wenn schon zu Beginn ein 33-k├Âpfiges Orchester (wo bekommt man das heute noch???) die mitrei├čende Ouvert├╝re aufspielt, dann kann man sich den wunderbaren Melodien und dem brachial-brillanten Druck des fantastischen Orchesters nicht entziehen.
Und dann tritt sie auf, der Star des Abends:
Julia Leineweber in der Rolle der Charity Hope Valentine ist eine Offenbarung.
Sie spielt zum Niederknien charmant, tanzt federleicht und singt vollends ├╝berzeugend.
Ihre Charity ist eine Wucht.
So sehr, dass man sich niemand anderen mehr in dieser Rolle vorstellen m├Âchte.
Ein Kabinettst├╝ckchen in Sachen Musiktheater.
Die Choreografien sind spritzig und werden wunderbar exakt ausgef├╝hrt.
Noch nie habe ich eine so perfekte Durchmischung und Integration von Opernchor und Ballett gesehen.
Ist die B├╝hne richtig voll, hat auch das gewaltigen (Aus-)Druck.
Nicht nur hier merkt man, dass Regisseur und Choreograph Kurt Schrepfer sein Handwerk vorz├╝glich versteht; seine Personenf├╝hrung und seine Gesamtregie sind hinrei├čend.
Ich kann tats├Ąchlich nicht genug vom gestrigen Abend schw├Ąrmen.
Die Produktion ist morgen Abend nochmals in Aschaffenburg zu Gast.
Ich habe f├╝r diese Brillanz in der Reihe 3, Mitte, unfassbarere 24 ÔéČ bezahlt.
Wer es also schafft: Unbedingt hingehen!
Und wer es nicht schafft, der sollte versuchen, im Stammhaus in Hof noch ein Ticket zu ergattern.
Diese Charity ist in jeglicher Hinsicht sweet.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Nichts wie hin

08.06.2018 - Tolle Songs, eine sensationell gute Band. Eine bestens aufgelegte Navina Heyne - hatte ihr Rock gar nicht zugetraut (aber diese wunderbare Frau kann wohl doch so ziemlich alles) und ein selbstironischer Thomas Borchert. Perfektes Sounddesign. Handlung absolute Nebensache - zum Schluss etwas z├Ąh. Das Pubikum toste vor Vergn├╝gen.

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


F├╝r nicht Petry-Fans kein Muss

04.06.2018 - Wahnsinn
M├╝nchen 02.06.2018 Abends

Ich kann mich jetzt nicht als grossen Wolfgang Petry Fan bezeichnen. Kannte davor etwa 3-4 Lieder aus dem Musical. Da ich f├╝r Fack ju G├Âhte in M├╝nchen war, habe ich mich aber entschlossen, es anzuschauen.

Das Deutsche Theater m├Ąssig gef├╝llt, 2 Rang zu, im Parkett mehrere leere Reihen. Obs daran lag, dass es die Zusatzvorstellungen waren. Die Stimmung jetzt nicht ├╝berschw├Ąnglich, einige Fans, Die schon bei der Overt├╝re mitklatschten.

Das B├╝nenbild f├╝r eine Tourversion gelungen und ausreichend.

Ich hatte bis auf die Rolle von Tobi die First Cast. Ich fand sie solide, aber so richtig hervorheben kann ich Niemanden. Ich fand mehrere Titel etwas holprig gesungen. Dazu kam, einmal mehr im Deutschen Theater, der schlechte Sound. Gerade bei den Sprechpassagen war in 1. Reihe fast st├Ąndig ein Hallen zu h├Âren, dass nervt. Ich weiss jetzt nicht, ob da der Veranstallter oder das Theater zust├Ąndig ist. Aber bei einem so teuer umgebauten Theater erwarte ich einfach mehr.

Die Story anfangs etwas z├Ąh. Was m.E. daran liegt, das 4 Geschichten reingedr├╝ckt wurden. Im 2 Akt dann etwas mehr Party und da erwischte ich mich doch glatt dabei, wie meine Beine mitwippten.

Fazit: War ein netter Abend f├╝r mich. Aber nochmals hingehen oder extra weit fahren w├╝rde ich daf├╝r nicht.

Inszenierung: 3 von 5
Musik: 3 von 5 (1 Punkt Abzug wegen der schlechten Akustik)
Besetzung: 3.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamt: 3.5 von 5

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Absolut sehenswert, nicht nur f├╝r die Filmzielgruppe

04.06.2018 - Fack ju G├Âhte Das Musical
M├╝nchen 02.06.2018 Nachmittag

Selten ging mit so wenig Erwartungen und einer Vorstellung, was mich erwartet, in ein Musical. H├Ątten mir hier nicht diverse Leute durch ihre Berichte Lust gemacht, w├Ąre ich wohl nie rein gegangen. Teil 1 von FjG habe ich weder im Kino, noch TV gesehen, daher kannte ich Handlung nicht.Nach dem Motto, ist ein Teenagerfilm, daf├╝r bin ich zu alt.

Leider war auch am Samstag Nachmittag der Zuschauerraum nur sp├Ąrlich gef├╝llt. Die Location fand ich aber f├╝r so ein Musical echt cool. Hatte erste Reihe und da sp├╝rt man fast den Hauch der Darsteller. Die Ausstattung und das B├╝hnenbild im Rahmen der M├Âglichkeiten ist sehr gut gelungen.

Die Musik eine gelungene Mischung, Die mir sehr gut gefiel, obwohl ich mit Rap im Allgemeinen nichts anfangen kann. Einzig die Textverst├Ąndlichkeit war durch etwas viel Bass und nicht immer optimale Abmischung manchmal etwas beeintr├Ąchtigt.

Das absolute Highlight war die Cast. Soviel Spielfreude, obwohl die R├Ąnge so leer waren, Respekt. Am Schluss waren waren fast Alle aller Altersgruppen begeistert. Oder wie Johanna Spanzel im Interview sagte "am Schluss kriegen wir sie Alle". Recht hat sie. Leider war dem Programmheft, ├╝brigens f├╝r Stage Verh├Ąltnisse g├╝nstige ÔéČ 9.50, keine Cast-Liste begelegt. Und vor Ort habe ich kein Foto davon gemacht. Sah aber ziemlich nach First Cast aus.

Mein Fazit: Absolut sehenswert. Ich habe mir nun noch ein Ticket f├╝r die Derniere besorgt. Ich hoffe mal das die Matinee am 9. Sep. Dies ist, da Abendvorstellung als abgesagt gef├╝hrt wird.

Inszenierung: 4.5 von 5
Musik: 4.5 von 5
Besetzung 5 von 5
Ausstattung 4 von 5

Gesamtfazit: 4.5 von 5

Hier aufgerundet auf 5 wegen der fantastischen Cast

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Richtig gutes modernes Musical

03.06.2018 - M├╝nchen hat einen neuen Musical Hit!

Ich hab es selbst nicht geglaubt, aber was ich da im Theater Werk 7 gesehen habe, hat mich total begeistert!

Die Story ist dem Film Fack ju G├Âhte Teil 1 nachempfunden und richtig gut umgesetzt.

Auch im Theater kommt sofort das Schulfeeling auf.
Man sitzt wie in einer Aula und schaut in eine Sporthalle die immer zu den verschiedenen Orten umgebaut werden k├Ânnen durch 2 T├╝ren wo mal das ein oder andere B├╝hnen set reingefahren wird. Sehr genial.

Die Musik ist sehr modern und teilweise deutschen pop und Rap empfunden, was wirklich sehr gut umgesetzt wird.

Auch das Ensemble spielt so energiereich und mit soviel Spa├č das es einfach nur eine Freude ist dem Geschehen zu folgen.

Ein toller Erfolg und eigentlich ein Grund zur Freude. Leider waren in meiner Vorstellung nur wenige Pl├Ątze gef├╝llt. Man sieht auch in der Stadt selbst kaum Werbung f├╝r diese fantastische Show und Stage macht hier denselben Fehler wie bei Kinky Boots. Ein Neues Nicht Disney St├╝ck braucht Werbung, und Bewusstsein in den Medien, was Stage bei den den Nicht Disney St├╝cke einfach nicht schafft.

Sehr Schade, bei so einem Juwel wie Fack ju G├Âhte.

Man sollte diese Show wirklich gesehen haben!

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Eine Show, die man sich sparen kann

03.06.2018 - Es ist immer sch├Ân ins TdW zugehen.
Aber was sie mit Ghost dort nun zeigen ist leider absolut langweilig.

Aber fangen wir vorne an...

Das St├╝ck ist nach dem Film aus den 90igern Jahren und daher etwas altbacken.
Die Umsetzung kommt aus dem Stadttheater Linz, und ist halt eine normale Stadttheater Produktion, was man an vielen Dingen sehen kann ( B├╝hnenbild, teilweise peinlichen Choreografien, Kost├╝me, und Projektionen )

Bei der Cast k├Ânnte man meinen das man ├╝ber die ein oder andere Schw├Ąche hinwegsehen kann...

Aber auch hier, werden die Erwartungen nicht erf├╝llt.

Einzig Marion Campbell wird dem Vorbild von Whoopi Goldberg gerecht und sorgt f├╝r gute, lustige und bewegende Momente auf der B├╝hne.

Willemijn Verkaikals Molly singt die Molly spielend leicht, k├Ąmpft aber mit den Emotionen und ist meiner Ansicht damit meist ├╝berfordert.

Andreas Bonnard als Carl bleibt so grau und langweilig wie das meiste B├╝hnenlicht.

Und Alexander Klaws als Sam ist f├╝r mich eine komplette Fehlbesetzung. Gesanglich ist der Part ihm an vielen stellen zu hoch und spielerisch ist er einfach nur laut. Das tragische an der Rolle kommt hier gar nicht zum Zuge.

Das Ensemble spielt gut, aber hat nicht viel Platz neben den 4 gro├čen Rollen.

Der Sound war am Abend sehr schlecht und gerade in den U Bahn Szenen konnte man textlich fast nix verstehen.

Peinlichster Moment war im 2 Teil die Pinken Pailletten Strippern und goldene Einkaufswagen...

Auch die sooft gelobten Zaubereffekte, sind billig und leicht durchschaubar.

Das Stage dieser Show soviel Werbung und Beachtung gibt ist nicht nachvollziehbar.
Die Preispolitik ist eine Frechheit, da es eigentlich eine Stadttheater Produktion ist, und genau so aussieht und mehr an der Kasse nicht kosten d├╝rfte.

Eine Show die man sich getrost sparen kann!

KristinP (78 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolle Inszenierung

03.06.2018 - Einzig der Anfangsszene fehle etwas Schwung, ansonsten ist die Inszenierung sehr gut gelungen.

Grandiose Stimmen, tolles Orchester und einfaches, aber sehr durchdachtes und ├╝berraschendes B├╝hnenbild!

Die Songs bleiben im Ohr!

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Grandiose Inszenierung

03.06.2018 - Ohne gro├če Erwartungen besuchte ich zum ersten Mal das Theater in Hof.

Das Theater liegt sehr zentral und hat ausreichend Parkpl├Ątze. Der Saal verf├╝gt ├╝ber eine super Akkustik und man sieht dank der tollen Abstufung von allen Pl├Ątzen sehr gut.

Die Show war gro├če Klasse, sehr unterhaltsam, witzig, mit tollen Stimmen, gro├čem Ensemble und phantastischem Orchester!

Ein abwechslungsreiches B├╝hnenbild rundete die Show perfekt ab.
Die Lieder wurden sehr gut ins deutsche ├ťbersetzt und die Choreographie ist einzigartig!

Sehr zu empfehlen!

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Clear und Soetenga machen diese Show sehenswert

31.05.2018 - Noch ein paar Anmerkungen:
- Die Rattenverkleidungen h├Ątte man sich sparen k├Ânnen ebenso die Hyde-doubles.
- Den Freund als Erz├Ąhler zu nehmen gefiel mir gut, er hatte eine sch├Âne Stimme und gefiel mir.
- Lisa gefiel mir nicht in den H├Âhen und auch das kindische Boxspiel, Nasereiben und H├╝jaRufen mit ihrem Vater als R├╝ckblick an Kinderzeiten bitte streichen!
- Klasse war, wie nah Hyde dem Publikum kam.
- Vermisst habe ich einen Hyde Song.
- Bitte ├╝bt mit dem Opernchor verst├Ąndliches Singen, die habe ich in 3 Vorstellungen nur teilweise verstanden, sehr schade, besonders die Frauen des Ensembles. Auch die goldenen Masken h├Ątte ich gestrichen und daf├╝r mehr Energie und Schauspiel beim Gesang.
- warum wurde nicht die Bremer ├ťbersetzung genommen?
Ich werde mir Clear u Soetenga im n├Ąchsten Jahr bestimmt noch mal ansehen, die beiden sind eine Reise wert!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


A fun night out

30.05.2018 - School of Rock ist f├╝r mich mit Sicherheit nicht das genialste Musical aller Zeiten. Die Geschichte ist schnell erz├Ąhlt, die Optik okay und die Musik bietet ein paar St├╝cke, die ich auf der Cast-Aufnahme eher ├╝berspringen w├╝rde.

Aber was das St├╝ck absolut empfehlenswert macht, sind die Leistung der Darsteller (vor allem nat├╝rlich der Kinder!) und die mitrei├čende Spielfreude aller Beteiligten.

Die gesangliche Leistung der Kinder ist astrein (vor allem beim ruhigen "If only you would listen" bemerkenswert), das Instrumentenspiel professionell und die Choreos energiegeladen.
Bei all der Begeisterung fallen die Erwachsenen bei mir ein bisschen hinten runter. Diese waren gut f├╝r ihre Rollen gecastet und haben auch eine tolle Leistung geboten. Allerdings h├Ątte mich das St├╝ck sicher nicht so begeistert, w├Ąren die Kinder nicht so abgegangen.

Besonders sch├Ân fand ich, zu sehen wie die Musiker (die am Ende das Spiel den Kids auf der B├╝hne ├╝berlassen) seitlich von ihrem Balkon herunter die Kinder gefeiert haben.

Bei der von mir besuchten Vorstellung hat das Publikum absolut mitgerockt und hatte sichtlich Spa├č. Es ist einfach ein gute Laune St├╝ck, das einen mit einem L├Ącheln auf den Lippen summend nach Hause schickt.

Hughie (30 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Tolle Show!

29.05.2018 - Ich war am 25.05. zum ersten Mal bei Tarzen und was soll ich sagen? Mir hat es sehr gut gefallen! Die Show, die Kost├╝me, Musik - alles hat mir sehr gut gefallen!

Man ist buchst├Ąblich mitten drin im Geschehen. Schon beim Betreten des Metronom Theaters wird man mit Dschungelger├Ąuschen empfangen, welche sich im Theatersaal auch wiederholen - so wird man direkt in den Dschungel "reingezogen".

Josh als Tarzan war grandios - zugegeben, man konnte ihn schlecht verstehen, aber seine ausdrucksstarke Stimme, gepaart mit seinem Schauspiel (da war wirklich mein "Mensch" mehr zu sehen) waren einfach gradnios!

Jekyll&Hyde (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Hut ab vor dieser Inszenierung

28.05.2018 - Jekyll und Hyde Schwerin 25.05.2018

Da ich eh in Hamburg war, wollte ich auf einen Abstecher nach Schwerin nicht verzichten. F├╝r mich mal wieder eine Premiere. Daher fehlen mir auch Vergleiche zu anderen Inszenierungen. Ich kann der MUZ Bewertung aber gr├Âssenteils beipflichten.

Die Musik von Frank Wildhorn empfand ich als durchschnittlich. H├Ąngen blieb bei mir kein Titel. Daf├╝r brachte aber das tolle Orchester des Staatstheaters die Musik perfekt r├╝ber.

Die Cast auf allen Positionen gut besetzt. Das Highlight des Abends sicher ein Marc Clear, der die Rolle f├Ârmlich lebte. Ich war schwer beeindruckt. Ebenso von Femke Soetenga als Luzy. Einmal mehr ├╝berzeugte sie mich stimmlich und im Schauspiel. Der Kritik am Chor kann ich mich nicht anschliessen, ich fand ihn ganz gut.

Auch ohne Vergleichsm├Âglichkeit fand ich das B├╝hnenbild durchaus gelungen. Da auch in Zuschauern├Ąhe gespielt wird, war 1. Reihe nat├╝rlich top.

F├╝r mich das Stadttheaterhighlight der letzten Zeit. Ich ├╝berlege mir, bei der WA im Feb./M├Ąrz 2019 nochmals reinzuschauen.

Inszenierung: 4.5 von 5
Musik: 3 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolle Show

28.05.2018 - Mary Poppins Hamburg 24.05.2018

Mein 2. Mal nach 2017 in Stuttgart. Mit der Musik werde ich zwar immer noch nicht warm. Disney halt. Aber es war ein unterhaltsamer Abend bei einer tollen Show.
Theater war recht gut gef├╝llt.
Ich freute mich, Elisabeth H├╝bert als Mary zu haben. Sie hat mir viel besser Gefallen als Maria-Dana├ę Bansen in Stuttgart. Gesanglich sicher kein Ausnahmetalent, aber ihre Mimik (hatte 1. Reihe), die Pr├Ązision bei den Pointen, absolute Klasse. Auch der Rest des Ensemble war echt gut drauf, speziell hervorheben m├Âchte ich die 2 Kinder und Julia Li├čel als Winifred.
Orchester war vollkommen ausreichend.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 3 von 5
Besetzung 4.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein unterhaltsamer Abend

28.05.2018 - Kinky Boots Hamburg 23.05.2018

Ich habe Kinky Boots einmal in London gesehen. Ist jetzt nicht mein Nummer 1 Musical, trotzdem freute ich mich auf den Abend in Hamburg. Auch, weil ich zwar in London die grunds├Ątzliche Story verstand, aber die Details, speziell den Konflikt zwischen Lola und Charlie nicht 100% mitbekam.
Die Stimmung im Operettenhaus sehr gut, Rang zwar zu, aber Parkett doch gut gef├╝llt.
Was die Besetzung angeht, hatte ich Stage Ostern und Weihnachten zusammen. Ich glaube nicht mehr daran, Dies mal zu erleben. Auf allen 6 Hauptrollen First Cast. Ich fand die Cast, auch im Vergleich zu London, sehr gut. Da mir Vergleiche zu anderen Darstellern in Hamburg fehlen, verzichte ich auf Details.

Inszenierung: 4.5 von 5
Musik: 3.5 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gro├čes Entertainment

26.05.2018 - Ein stimmlich gro├čartiges Ensemble. Hervorheben mag ich hier Rob Fowler. Generell waren die Eltern super.
B├╝hnenbil - habe noch nie so ein hohes B├╝hnenbild gesehen. Sa├č in der ersten Reihe.
Hoffe es l├Ąuft noch einige Zeit, ich mag hier nochmal rein.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Rent im Admiralspalast

22.05.2018 - Diese Show hatte W├╝rde ÔÇô Rent 2017 hat meine Erwartungen als Renthead voll erf├╝llt! Ganz anders als vor 17 Jahren in D├╝sseldorf, aber ebenso stimmig. Benjamin Beckmann als Mark treibt die Geschichte voran und spielt mit seiner ausnahmslos sch├Ânen Stimme, dass es eine Wonne ist. Was er von Beginn an zeigt, l├Âst auch der Rest des Ensembles w├Ąhrend des gesamten Abends ein: Der Cast ist insgesamt sehr stimmgewaltig, 11 Personen, die Rent zu einem Erlebnis machen. Und spielen k├Ânnen die! Alle! Selten habe ich so eine Truppe erlebt, bis ins Ensemble hinein herausragend. Das B├╝hnenbild ist tourtauglich, aber stimmig und alle M├Âglichkeiten, die es bietet, werden von den Darstellern genutzt. Wenn ich die Lieblinge meines Abends nennen soll, f├Ąllt mir die Entscheidung schwer. Manuel Dengler als Angel? Herausragend! Vasilios Manis als Collins? Ber├╝hrend! Anna Hofbauer, der ich vorab als Bachelorette nicht allzu viel zugetraut h├Ątte als Maureen? Nie hat mich die Performance von Maureen mehr bewegt. Anna Hofbauer bringt die Kuh zum Fliegen ÔÇô aber so was von. Das gilt auch f├╝r den Rest des Ensembles: diese Show fliegt. Man muss sich auf die neue Konzeption einlassen und schon ist all das da, was Rent auszeichnet. Und ich war mittendrin. Wie Denise Obedekah als Joanne lasse ich mich auch gerne ├╝berfordern und vereinnahmen (allerdings weit weniger anmutig), wie Mimi (energetisch aufgeladen) zieht es mich manchmal raus aus meinem Trott, wie Roger (perfektes Deutsch, obwohl er aus den Niederlanden kommt: Ruud van Overdijk), suche ich nach dem Song meines Lebens und bin hin und wieder mit meinen eigenen Gef├╝hlen ├╝berfordert und wie Michaela Khom, Gerrit Hericks und Denis Edelmann im Ensemble und in diversen Rollen warte ich darauf, dass die Weihnachtsglocken einmal auch f├╝r mich l├Ąuten. Einer fehlt noch: Benny. Martin Markert gibt das Arschloch mit Entwicklungspotential als Mensch, der mit sich selbst nicht immer klarkommt. Hier wird wohl die St├Ąrke dieser Auff├╝hrung besonders deutlich: Benjamin Coffin der III wird als Rolle oft untersch├Ątzt, hier wird sie ernstgenommen. Wenn Liebe das Ma├č ist, l├Ąuft es hier ├╝ber. Auch die Band spielte sich mir gleich ins Herz. Eure Akkorde klingen nach. Ja, ich liebe Rent. Und ich liebe diese Cast. Einmal mehr war ich in der Show meines Lebens. Es z├Ąhlt nur das Jetzt.

Marvin77 (erste Bewertung)


Unterwegs im Auftrag des Herren....

22.05.2018 - ..leider mit angezogener Handbremse.

Voranschicken muss man, dass das Saarl├Ąndische Staatstheater mit der Musical-Adaption des 80er Jahre Kultfilm ein richtigen Zuschauer-Hit auf dem Spielplan hat. Die Vorstellungen sind ausverkauft, die Fans kommen kost├╝miert und in Partystimmung, das St├╝ck wird in der kommenden Spielzeit erneut gezeigt.

Die Besetzung ist ausgezeichnet und treffend. Torsten K├Âhler und Gregor Trakis sind ebenso cool und trocken wie ihre Filmvorbilder.
Stefanie K├Âhm (u.a. als Pinguin) hat ein umwerfendes Comedy Timing.
Die drei Soul Girls geben alles.
Das riesige Ensemble ist vor allem in den gro├čartig choreografierten Showszenen dicht an der Filmvorlage und l├Ąsst das Auditorium toben.
Alleine die Sprechpassagen (insbesondere im ersten Akt) sind Regisseur Matthias Straub viel zu langatmig und schwerf├Ąllig geraten.
Da zieht sich einiges dann doch recht langsam und humorlos dahin.

Schade, aber fast egal. Denn bei jeder Show-Nummer bebt das Haus und wackelt das Dach.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wahnsinn - das Musical - 18.05.2018, Deutsches Theater M├╝nchen

18.05.2018 - Musik: 3 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 3 von 5 Punkten

Akustik: 3 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Unterhaltsame Show

13.05.2018 - "Wahnsinn!" wird als Party-Schlager-Musical beworben, bietet aber letztendlich noch mehr. Ja, das Publikum steht zum Finale und auch w├Ąhrend der Vorstellung singen die Zuschauer die Refrains bei den Liedern mit. Aber im Kern bleiben eine charmante Story und liebensw├╝rdige Charaktere, die in Kombination mit dem gelungenen Setdesign und der Musik einen mehr als unterhaltsamen Musicalbesuch versprechen. Vor allem aber muss man Schlager oder Wolfgang Petrys Musik nicht m├Âgen, um "Wahnsinn!" zu m├Âgen. Eine unterhaltsame Show!

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Falco - das Musical - 10.05.2018, Deutsches Theater M├╝nchen

11.05.2018 - Musik: 4 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten

Akustik: 3 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gern wieder!

10.05.2018 - Derniere am 10.05- Green Day haben ein super Musical geschrieben. Es ist laut,es rockt und es ist am Puls der Zeit. Das ganze ins Deutsche zu ├╝bersetzen ist gr├Âsstenteils gelungen. Besonders erw├Ąhnenswert ist die Cast, die die Songs voller Energie und Spielfreude interpretiert hat. Die Choreografie war stimmig und mit dem B├╝hnenbild und der Beleuchtung wurden einige "Aha" Momente geschaffen, die ich ziemlich gelungen fand. Am Anfang war der Ton etwas verzerrt, was sich im Laufe der Vorstellung besserte. Kurzum - es war ein klasse Abend und ich werde es mir sicher ein zweites Mal ansehen.

Whatshername (erste Bewertung)


Dem St├╝ck fehlt eine sch├Âne Musik

09.05.2018 - Habe das St├╝ck im Saalbau Witten gesehen.

Es hat Spa├č gemacht, dem Paar zuzuschauen. Beide Darsteller haben gut gefallen.

Das St├╝ck war gut umgesetzt. Aber leider gab es nur 1 Song, der in Erinnerung bleibt und der leider von dem Publikum verhustet wurde.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


War nicht mein Ding

09.05.2018 - Habe das St├╝ck gestern am 08.05. in Krefeld gesehen und kann gesamt gesehen nur sagen: War nicht mein Ding. Ein 2. Besuch kommt nicht in Frage.

Der Chor war ├╝berhaupt nicht zu verstehen, die Musik teilweise zu laut gegen├╝ber der einzelnen Stimme. Die 3 Annas gingen mir nur geh├Ârig auf den Wecker. Manchmal wurden die Mikros der Darsteller zu sp├Ąt eingeschaltet.

Positiv waren f├╝r mich die Stimmen der Herren Lukas Witzel und Andrea Matthias Pagani. Besonders das o. g. Duett. Die ├╝brige Musik war f├╝r mich verzichtbar.

Die Wandlung von Witzel in seiner Rolle vom "Stimmchen" zur "guten Stimme" hat mir gut gefallen und auch ├╝berrascht. Allein wegen dieser beiden Darsteller 2 Sterne.

Warum diese alten Karamellen!?

Aber ich will┬┤s nicht verschweigen: dem ├Ąlteren Publikum hat das St├╝ck sichtlich gefallen (nur mir leider nicht)

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Richtig gute Show - aber leider kein Musical!

07.05.2018 - Eines ist "Stricly Ballroom", bei dem ich einen wunderbar vergn├╝glichen Theaternachmittag verbringen durfte, leider nicht:
Ein Musical.
Es ist eine atemberaubende Tanzshow mit sehr gutem Schauspiel und fast durchg├Ąngiger Musik, gespielt von einer tollen, 12-k├Âpfigen Band.
Doch, bevor jetzt der auch nur ansatzweise Assoziationen zum "Dirty Dancing"-Debakel aufkommen k├Ânnten, m├Âchte ich klar betonen: V├Âllig unbegr├╝ndet.
Hier wird eben nicht versucht, einen Film 1:1 zu kopieren, sondern es wurde gekonnt die Vorlage b├╝hnengerecht adaptiert.
Das gr├Â├čte Pfund dieser Produktion sind die sensationellen Choreografien von Drew McOnie. Einfach atemberaubend.
Die Darsteller sind allesamt klasse und lassen in quietschbunten Ballroom-Kost├╝men den ├╝bertriebenen, "campen" Geist der Vorlage aufleben.
Warum ist es also kein Musical?
Weil die gesamte Zeit ├╝ber nur EINE Person singt:
Der Conferencier, der Stunt-Casting-m├Ą├čig mit dem britischen Pops├Ąnger Will Young besetzt ist (Gewinner des britischen "Pop Idol" 2002).
Und hier liegt das einzige Problem, das die ansonsten hoch unterhaltsame Show hat: F├╝r mich ganz pers├Ânlich hat Mr. Young weder die Stimme, noch das Charisma, um einen solchen Abend/Nachmittag stimmlich ganz alleine tragen zu k├Ânnen.
Die Figuren auf der B├╝hne d├╝rfen also ihre Gedanken und inneren Monologe nicht singen, dass macht Mr. Young f├╝r sie.
Und damit ist f├╝r mich die Grunddefinition des Genres "Musical" verfehlt.
Um so S├╝ndiger wird das Ganze, wenn in der weiblichen Hauptrolle die begnadete Zizi Strallen (u.a. die britische Mary Poppins) auf der B├╝hne steht, welche ganz wunderbar spielt, fantastisch tanzt, aber eben (bis auf einen winzigen Satz im 2.Akt) keinen Ton singen darf.
Ein Sakrileg.
Ich hatte, und das m├Âchte ich nochmal erw├Ąhnen, einen sch├Ânen Nachmittag in einer sehr gut gemachten Show.
Am Ende habe ich sogar ein paar Tr├Ąnchen vergossen.
Aber ich war in keinem Musical, auch, wenn dies so auf dem Label stehen mag.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gut - aber Tonprobleme

07.05.2018 - Ich war am 06.05. um 14 Uhr in der Vorstellung und muss sagen, dass sie mir gut gefallen hat. Die Darsteller, Choreographien, Energie, Pr├Ąsenz, Gesang und die Band war au├čerordentlich gut. Leider muss ich sagen, dass durch die nicht so gute Tonaussteuerung die Musik mich nicht mitgezogen hat (ich sa├č aber auch ganz hinten), trotzdem: Die Musik hat mich nicht vollst├Ąndig abgeholt (leider). Das "kein B├╝hnenbild" vorhanden ist, wusste ich vorher schon - aber mir fiel es auch sehr schwer, der Handlung und vor allem der Handlungsorte zu folgen. Die R├Ąume waren mehrmals unklar, man wusste nicht wo man genau ist.
Die Textverst├Ąndlichkeit litt auch sehr unter den Tonproblemen. Wenn man ein St├╝ck hat, was zu 98% nur aus Musik besteht und die Handlung durch den Text voran getrieben wird, ist es halt doof, wenn man den Text nicht versteht (was aber nicht an der Aussprache, sondern an der Tonaussteuerung lag).
Alles in allem: Eine gelungene Auff├╝hrung, die noch sehr viel mehr Potenzial hat :-)

Jekyll&Hyde (14 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Ein meist inhaltsloser akustischer und optischer Hochgenuss!

06.05.2018 - Gestern Abend durfte ich gro├če Oper erleben: ein rund 70-k├Âpfiges, brillant aufspielendes Orchester, ein 20-k├Âpfiger Chor, rund 30 hochtalentierte Musicaldarsteller & Akrobaten, fantastische Projektionen, die fast das Genre neu definieren k├Ânnten (Stichwort: Landung des D├╝senjets) und ein fabelhaftes Lichtdesign, machten diese ├╝berbordende Multi-Media-Show zu einem visuellen und akustischen Hochgenuss.
Alle Produktionsaspekte dieser Show waren atemberaubend.
Doch eben genau dieser elegische Luxus legt schmerzhaft offen, wie schwach das Buch ist, welches "Chess" zu Grunde liegt. Es gibt nicht wirklich interessante Handlungsstr├Ąnge, spannende Figuren zur Identifikation oder gar ber├╝hrende Verwicklungen oder Fallh├Âhen.
Daf├╝r k├Ânnen die erstklassigen Darsteller nichts, die allesamt restlos ├╝berzeugen k├Ânnen.
Sei es, allen voran, der legend├Ąre Michael Ball in der Hauptrolle des Russen Anatoli, der sp├Ątestens im zeitlosen Hit "Anthem" beweist, dass er immer noch die Stimme besitzt, die ihn vor 25 Jahren ber├╝hmt gemacht hat.
Ball gibt alles, schont sich nicht, und k├Ânnte mit seiner gro├čen Stimme dieses riesige Opernhaus scheinbar auch unverst├Ąrkt f├╝llen.
Neben ihm besteht m├╝helos Cassidy Janson in der weiblichen Hauptrolle:
Stimmlich die perfekte Mischung zwischen Elaine Paige und Idina Menzel, schafft sie es, der eindimensional geschriebenen Figur Florence zeitweise auch dramatisches Leben einzuhauchen.
Dies gelingt Pops├Ąngerin Alexandra Burke in der Rolle der Russin Svetlana leider nicht, obwohl ihre Stimme selbstverst├Ąndlich ganz wunderbar gef├╝hrt ist und gesanglich keine W├╝nsche offen bleiben.
Den schwersten Part hat vielleicht Tim Howar als Amerikaner Freddie, muss er doch das bekannte "Pity the child" meistern und dies tut er auch genau so: meisterlich. Das ist echter Rock 'n' Roll und seine Stimme erinnert ganz klar an Murray Head auf dem Original Konzeptalbum.
Hervorzuheben sei noch Cedric Neal als Arbiter, der stimmlich der Partie ganz neue Dimension verleiht.
Zu diesen Weltklasse-Performances ist alles noch gro├čartig choreografiert, wunderbar lebhaft in Szene gesetzt und inspiriert stimmungsvoll ├╝ber die Rampe gebracht ("One Night in Bangkok" ist absolut spektakul├Ąr!).
Was bleibt, ist der Eindruck einer perfekt produzierten Show, die trotz des Bombasts leider seltsam steril bleibt und gerade wegen der sensationellen Schau- und H├Ârwerte das extrem schwache Buch offen legt.
Wenn "Chess", dann nur so.
Ich glaube tats├Ąchlich, dieses St├╝ck muss ich in meinem Leben nicht noch einmal sehen.
Besser geht nicht.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gute Show mit kleinen Schw├Ąchen und herausragenden Hauptdarstellern

04.05.2018 - "Tina" ist eine Show, in die ich mich tats├Ąchlich verlieben k├Ânnte.
Den Machern ist es n├Ąmlich au├čerordentlich gut gelungen, die Lebensgeschichte von Anna Mae Bullock, der sp├Ąteren Tina Turner, packend zu erz├Ąhlen und nicht in die Falle zu tappen, einfach Hit an Hit zu schreiben.
Ob sie damit die Erwartungen des partybereiten und leicht angetrunkenen Publikums befriedigen, sei dahingestellt. Ich jedenfalls habe mir immer heimlich ins F├Ąustchen gelacht, wenn erneut ein sehr gut motivierter Song durch Dialoge oder szenische Handlungsstr├Ąnge unterbrochen wurde.
Im ersten Akt kam es mir gar so vor, als w├╝rde recht wenig gesungen, nur, um der (tragischen) Story vollends gerecht werden zu k├Ânnen.
Mitsingversuche werden so gl├╝cklicherweise im Keim erstickt, denn wer kann schon mitsingen, wenn eine blutende, geschlagene Tina Turner verzweifelt weinend vor einem steht.
Das Buch schafft es sogar, einen Song wie wie "We don't need another hero - Thunderdome" aus "Mad Max" anst├Ąndig in einen funktionierenden Rahmen einzubauen und gut zu motivieren. Muss man erst einmal hinkriegen. Bravo!
Am Ende des zweiten Aktes bekommt das Publikum dann schlie├člich doch sein lang erwartetes, hei├čes Tina Turner-Live -Konzert.
Sofort wird enthusiastisch aufgestanden, in den G├Ąngen getanzt, laut mitgesungen und Party gemacht.
Das ist zwar nicht ganz meine Baustelle, aber Spa├č gemacht hat es trotzdem.
Adrienne Warren in der Hauptrolle ist, man kann es nicht anders sagen, eine Naturgewalt.
Obwohl sie gar nicht erst versucht, die einmalige, echte Tina Turner aufs kleinste Haar zu imitieren, gelingt es ihr meisterlich, vom jungen M├Ądchen bis hin zur ├Ąlteren Frau im Laufe der Entwicklung des St├╝ckes, immer mehr den Duktus der Kunstfigur Tina Turner aufzunehmen.
Was Warren stimmlich leistet ist, wie sagt man so sch├Ân, "out of this world": Obwohl ihre Sprechstimme niemals heiser oder belegt klingt, schraubt sie ihre Gesangsstimme schreiend in die h├Âchsten, rauen, dreckigen Hemisph├Ąren, dass man glaubt, man w├╝rde einer Studioaufnahme beiwohnen.
Stimmlich geh├Ârt ihre Darbietung mit zu dem Besten, was ich jemals auf einer Live-B├╝hne gesehen habe.
Niemand anderes als Tina Turner ist Tina Turner, aber Adrianne Warren ist ein Star.
Und ihre Show-Tina hat absolute, hundertprozentige Berechtigung.
Nicht minder grandios spielt und singt Kobna Holdbrook-Smith als Ike Turner:
Er stellt Tinas gewaltt├Ątigen, verschlagenen Ehemann so authentisch dar, dass es einem eiskalt den R├╝cken herunter l├Ąuft. Und trotzdem schafft er es, unfassbarer Weise, diesem Arschloch noch eine kleine sympathische Seite abzugewinnen. Gro├čes Kino!
Erw├Ąhnt sei auch noch Madeline Appiah als Tinas Mutter, die in ihrer Sterbeszene stark an Oprah Winfrey in "The Colour Purple" erinnert.
Es gibt auch leider Dinge, die nicht ganz so gut funktionieren. Wenn Tina zwischen T├╝r und Angel von einer T├Ąnzerin ein kleiner Buddha geschenkt wird und sie fortan vor jeder Lebensentscheidung ihr Mantra betet, dann ist das schon sehr plakativ. Peinlich wird es dann, wenn zu jedem runterbeten dieses Mantras auch noch ihre verstorbene Gro├čmutter im "Lion King-Raffiki-Ged├Ąchtnis-Outfit" erscheint, und auch noch afrikanisch klingende Laute dazu schreit. Dieser kleine rote Faden wirkte deplatziert ├╝berfl├╝ssig und war so sehr mit der Faust ins Auge, dass es weh tat.
Ein anderer St├Ârfaktor (f├╝r mich jedenfalls) war, dass die Show mit Projektionen arbeitet, die allesamt unscharf erschienen.
Als ich in der Pause jemanden im Vorderhaus fragte, ob der Projektor kaputt sei, wurde mir geantwortet, dies sei eine k├╝nstlerische Entscheidung.
Aha. Habe ich nicht verstanden.
War einfach unscharf und sah bl├Âd aus.
Ansonsten ist Tina, wie gesagt viel, viel mehr als eine reine Compilation-Show. Und das ist auch gut so.
Meine ganz klare Einsch├Ątzung ist aber, f├╝r Deutschland ist dieses St├╝ck absolut unbesetzbar.
Wir sprechen hier ├╝ber 20-farbige S├Ąnger und Schauspieler aller Altersklassen, eine Band bestehend aus meist farbigen Musikern und dazu noch 9 farbige Kinder. Unvorstellbar, dass dieses St├╝ck, welches stark im Schauspiel verankert ist, mit phonetisch erlerntem Gebrabbel umgesetzt wird. Das w├╝rde diese Show tats├Ąchlich nicht ├ťberleben, denn viel mehr Pfunde als richtig gutes, authentisches Schauspiel und ├╝berirdisch guten Gesang hat sie nun mal nicht.
Man kann nur hoffen, dass die Stage Entertainment von ihren Pl├Ąnen absieht, "Tina" in Deutschland zeigen zu wollen. Damit w├Ąre der n├Ąchste Flop vorprogrammiert.
Ich m├Âchte die Show sehr gerne noch einmal wiedersehen. In London, und zwar zu meinen Bedingungen: also nicht inmitten einer partybereiten Meute, sondern vielleicht sch├Ân gem├╝tlich in einer kleinen zwei Personen-Loge.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Livemusik vom Feinsten

04.05.2018 - Ich habe mir bisher im Gloria Musical-Theater jedes Musical von Jochen Frank Schmidt angesehen. Bikini Skandal war immer mein pers├Ânlicher Favorit, der jetzt aber von Happy Landing abgel├Âst wurde.

In dieser hauseigenen Produktion spielen ausschlie├člich Profis mit und das erlebt man in jeder Sekunde. Tiziana Turano und Fabian Klatt sorgen f├╝r Ganzk├Ârper-G├Ąnsehaut-Momente, begleitet vom Panam-Orchester das durchweg live spielt, ist Happy Landing musikalisch auf h├Âchstem Niveau. Die St├╝cke sind anspruchsvoll, teilweise auch arhytmisch und ├╝berraschen durch Ihre Arrangements. Ganz besonders hervorheben m├Âchte ich die Chorarrangements, "eine f├╝r alle" das St├╝ck vor der Pause zieht einem einfach die Schuhe aus.

Die Story ist rund und spannend und versetzt einen zur├╝ck in eine Zeit, in der Stewardess noch ein Traumberuf war. Heute kaum vorstellbar, bei den damals vorherrschenden m├Ąnnerdominierten Vorgaben.

Die Schwierigkeiten mit denen die alleinerziehende Annie k├Ąmpft, sind topaktuell. Ihr L├Âsungsansatz nur vor historischem Hintergrund nachvollziehbar; was diesem Musical auch einen nachdenklichen Aspekt gibt.

Im Vordergrund steht neben der Liebesgeschichte aber der Humor. Nicht nur Sanjeev der indische Koffertr├Ąger der immer wieder Bauchmuskeltkater-ausl├Âsend Redewendungen verdreht; das gesamte St├╝ck ist durchzogen von offensichtlichem Witz und kleinen Anekdoten, versteckten Gesten und Anspielungen. Auch deshalb lohnt es sich ein zweites Mal hinzugehen.

Ich bin begeistert von diesem St├╝ck.

EllyCash (erste Bewertung)


Mal nachdenklich, mal stimmungsvoll - fantastischer Abend

29.04.2018 - Das Jubil├Ąumskonzert von Felix Martin hat mir sehr gut gefallen. Es war ein wunderbarere Querschnitt aus 30 Jahren B├╝hnenerfahrung. Eine gute Mischung aus pers├Ânlichen Momenten, mal ber├╝hrend und auch nachdenklich aber auch wieder heiter und stimmungsvoll, dass das Publikum immer wieder mitgenommen wurde auf die Reise durch viele Jahre. Mit dabei ganz hervorragende G├Ąste, die in ihrem Fach ebenso brillieren konnten (Katharine Mehring, Sophia Euskirchen u. Michael Heller). Alle haben mich sehr beeindruckt und immer wieder f├╝r Stimmung und riesen Beifall gesorgt - absolut verdient. Einfach ein fantastischer Abend....

Sanna (erste Bewertung)


Musicalhighlight im Werksviertel

29.04.2018 - Mit Fack Ju G├Âhte er├Âffnet Stage Entertainment nun erstmals ein Theater in M├╝nchen. Und dieser Einstand gelingt fantastisch.
Ich hatte die M├Âglichkeit das St├╝ck zwei Mal zu sehen. Diese Kritik bezieht sich auf die Vorstellungen vom 22.04.18 und 28.04.2018

Buch
Einen Film f├╝r die B├╝hne zu adaptieren ist immer eine gewisse Herausforderung. Hier ist es sehr sch├Ân zu sehen, dass Rollen und Szenen weiterentwickelt wurden. Der Film wird nicht einfach 1:1 adaptiert. Die neuen Szenen passen gut in die Handlung und treiben das St├╝ck voran. Sehr unterhaltsam ist hierbei die kleine Bollywood-Szene.

Selten habe ich so viel in einem Musical gelacht.

Komposition
Musikalisch ist das St├╝ck eher im Bereich Rap und Pop einzuordnen. Obwohl ich eigentlich kein Fan der Musikrichtung Rap bin, hat es mich hier nicht gest├Ârt. Man verl├Ąsst das St├╝ck mit vielen Ohrw├╝rmern und Lieder wie Zeitkapsel, Wegen dir oder die Szene Romeo und Julia bleiben noch lange h├Ąngen.

Inszenierung
Christoph Drewitz ist es wirklich perfekt gelungen das St├╝ck auf die B├╝hne zu bringen. Er nutzt die Gegebenheiten des Theaters und sorgt f├╝r sehr viel Publikumsn├Ąhe. Sch├Ân ist es auch zu sehen, dass er allen Darstellern die M├Âglichkeit zu geben ihre eigene Interpretation der Rolle zu entwickeln.

Musik
Akkustisch ist es leider an manchen Stellen etwas zu laut, so dass die Textverst├Ąndlichkeit etwas leidet. Die Band spielt allerdings gut auf und die Stimmung der Lieder wird gut r├╝bergebracht.

Besetzung
Die Darsteller sind alle sehr gut besetzt. Ich hatte in der ersten Vorstellung die komplette Erstbesetzung, in der zweiten einzig das Cover von Frau Gerster. Jeder passt sowohl stimmlich, sowie optisch und schauspielerisch zu 100% in die Rolle. Selten hat man so eine perfekte Besetzung in einer Stage Produktion.

Ausstattung
Das ist der heimliche Star der Produktion. Die Optik des Saals (bzw. das Werksviertel an sich) unterstreicht das St├╝ck auf eine ganz besondere Art. Es ist den Machern gelungen verschiedenste Szenenwechsel durh Seile anzudeuten und auch durch das ausgefeilte Lichtdesign. Obwohl es nicht die aufwendigste Kulisse ist, gibt es daran nichts zu kritisieren, weil es genau in das Konzept passt.

FAZIT: Wer einen lustigen Abend mit einer perfekten Cast erleben will, sollte sich dieses Musicalhighlight nicht entgehen lassen. Reingehen- man wei├č leider nicht wie lange das St├╝ck noch l├Ąuft. Verdient h├Ątte es deutlich besser ausgelastete Vorstellungen.

Buch 5/5
Komposition 5/5
Inszenierung 5/5
Musik 4/5
Besetzung 5/5
Ausstattung 5/5

Gesamt 5/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Kultmusical zur├╝ck auf Tour

28.04.2018 - Auch in der Spielzeit 2017/18 schickt BB Promotion wieder das Kultmusical auf gro├če Tour durch den deutschsprachigen Raum. Dabei setzt man auf die bew├Ąhrte Inszenierun, jedoch auf gr├Â├čtenteis neue Darsteller.

Inszenierung
Schon beim Betreten des Saals kommt Stimmung auf, da alte B-Movies gezeigt werden. Dies ist auch der Rahmen der Inszenierung. Die Atmosph├Ąre soll an ein altes Kino erinnern. Insgesamt ist die Inszenierung gut und macht Spa├č, auch wenn sie nicht wirklich innovativ ist, dies scheint bei diesem St├╝ck aber auch nicht unbedingt n├Âtig zu sein.

Musik
Die Band spielt auf und es ist wirklich toll, die Musik zu h├Âren. Die Tonqualit├Ąt hab ich als gut empfunden.

Besetzung
GARY TUSHAW spielt erstmals die Rolle des Frank'n'Furter und dies macht er sehr gut. Er versucht nicht zu kopieren, sondern hat seinen eigenen Stil und das ist auch gut so.
Stimmlich grandios ist SOPHIE ISAACS als Janet- Toucha Toucha Touch Me war der Wahnsinn. CHRISTOPHER PARKINSON spielt den Brad rollendeckend, im zweiten Akt kann er stimmlich ├╝berzeugen.
STUART MATTHEW PRICE spielt abermals Riff Raff und lebt diese Rolle einfach. Seine Solopassage bei There's a Light ist gesanglich auf jeden Fall mein Highlight des Abends gewesen. Nicht so gefallen haben mir KATIE MONKS als Magenta und JENNY PERRY, da ich die beiden Rollen einfach mit andere Stimmfarben verbinde.
Wirklich unterhaltsam war SKY DU MONT als Erz├Ąhler. Er versteht wirklich die Kunst des trockenen Humors und seine Interaktion mit dem Publikum ist hervorragend.
Alle anderen Darsteller konnten ebenfalls ├╝berzeugen, ohne herauszustechen.
Ausstattung
Die Kulisse ist relativ einfach aber durchaus passend, dies gilt auch f├╝r die Kost├╝me.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 4 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


BRAVO!

26.04.2018 - Gestern war ich in The last five years mit Drew und Ann.
Es war wirklich wirklich toll. Ich habe Drew schon in Evita gesehen und auch in den Vampiren. Das fand ich schon geil. Aber hier haben die beiden echt toll gespielt und gesungen und das man in dem kleinen Theater den Schauspielern so nahe ist finde ich noch geiler. Jede Emotion war hautnah zu sp├╝ren. Und am Ende wenn er geht dann wird es wirklich traurig. Sie ist dann am Anfang der Geschichte und ist ganz gl├╝cklich.
Das ganze wurde begleitet mit einer 6-Mann-Band. Die haben alle super gespielt. Dem Regisseur Carsten Lepper ist echt ein Wurf gelungen. Eine spannende Inszenierung mit tollen Projektionen (in Bilderrahmen! Super Idee!) die das Zimmer in dem sie spielen immer wieder ver├Ąndern lassen z. B. Einmal waren sie am Wasser. Da wurde ein See in den Rahmen abgebildet. Und ├╝berall blitzt das Wasser. Oder Drew f├Ąhrt Fahrrad. Das wird auch in den Rahmen gezeigt. Ein anderes Mal erz├Ąhlt Drew der Ann eine Geschichte und wir befinden uns in einem russischen Dorf mit Schneefall. Das hat mir echt gut gefallen. Es war wirklich r├╝hrend.
Grosser Aufwand f├╝r ein kleines Theater. Das ist was Wien echt gefehlt hat. Die Theatercouch ist ein kleines Theater welches ich jetzt ├Âfter besuchen werde. Empfehlenswert.

vonkrolockfan (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Disco Fieber

24.04.2018 - Zun├Ąchst hat meine Vorfreude auf die Wiesbadener SATURDAY NIGHT FEVER Produktion im Staatstheater einen deutlichen D├Ąmpfer erhalten, als ich gelesen habe, dass die Ryan McBryde-Version des English Theatres Frankfurt gespielt wird.
McBryde legte den Focus doch ziemlich deutlich auf das bleischwere Sozialdrama und weniger auf das Disco Feeling der ausgehenden 70er Jahre.

Iris Limbarth ├╝bernimmt in ihrer gekonnten Inszenierung nur ansatzweise diese (sicherlich auch berechtigte) Perspektive.
Sie bel├Ąsst es aber weitgehend bei einer Fernsehansprache des damaligen US Pr├Ąsidenten Jimmy Carter, um auf die sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Problematiken der USA einzugehen.
Danach r├╝ckt das Augenmerk deutlich auf den Mikrokosmos der Protagonisten und eine stimmungsvolle Beschreibung ihres Lebensgef├╝hls, ihrer Tr├Ąume und Hoffnungen.
Dabei wirkt das eine oder andere dann vielleicht etwas (bewusst?) ├╝berzogen, wenn z.B. die Italo-amerikanische Familie der Maneros ziemlich dicht an g├Ąngigen Klischees vorbei balanciert. Dennoch: das Feeling stimmt!

Dazu tr├Ągt nat├╝rlich die absolut stimmig Ausstattung durch Kost├╝m- und B├╝hnenbild bei.
Essenziell ist nat├╝rlich die Choreografie. Myriam Lifka hat hier 5-Sterne-Arbeit geleistet.
Hier stimmen die Moves, die Schritte, die Posen. Genial und geschickt hat sie die Tanzszenen f├╝r die sicherlich sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der Mitglieder des Jungen Staatsmusicals entwickelt und einstudiert. Die Ensembleszenen wirken absolut homogen, sind temperamentvoll und ansteckend energetisch.

Das ganz Ensemble singt, tanzt und spielt einfach gro├čartig und mit Leidenschaft.
Tim Speckhardt in der Rolle des Tony Manero muss nat├╝rlich nochmals hervorgehoben werden. Das er ein gro├čartiger S├Ąnger ist, ist bekannt. Wie er aber hier seine Gesangseins├Ątze nahezu m├╝helos (wirkend) mit den eleganten, kraftvollen, schwei├čtreibenden Tanzeinlagen verbindet, ist eine Klasse f├╝r sich.
Rundum beeindrucken ist auch die schauspielerische Leistung von Anna Heldmaier als Stephanie Mangano. Perfekt und glaubw├╝rdig tariert sie diesen vielschichtigen Charakter zwischen Working Girl, Zicke und tragischer Heldin aus.

Den musikalischen G├Ąnsehautmoment des Abends liefert. Viktoria Reece mit "If I can't have you". Eine starke Interpretation!

Ebenso positiv f├Ąllt (wieder einmal) David Rothe auf. Er verleiht seinem Bobby C ein ebenso tragisches wie charismatisches Profil.

Die gro├čz├╝gig besetzte Band hat einen tollen Sound.
Iris Limbarth h├Ąlt die ganze Produktion (mit insbesondere toll gel├Âsten Szenen├╝berg├Ąngen) in Fahrt und h├Ąlt Emotionalit├Ąt und Disco-Flitter in richtiger Balance.

Zum Finale steigert sich das Disco Fieber zum Disco Inferno.
Was f├╝r ein gelungener Flashback! I love it!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wie grandios was sie da auf die B├╝hne bringen.

23.04.2018 - Meine Bewertung zu Thrill me:Ich habe Thrill me das Musical am 22.04.18 in Berlin gesehen und muss sagen, was f├╝r ein spannendes und tolles Musical. Viel B├╝hnenbild war nicht vorhanden, jedoch ist dies auch gar nicht n├Âtig. Es war spannend, dramatisch und gute Musik. Kevin K├Âhler und Gerrit Hericks sind hervorragende K├╝nstler.
Die Show ist noch in Hamburg zu sehen und es gibt noch Karten...Leute schaut euch das St├╝ck an, ihr werdet nicht entt├Ąuscht sein. Die Regie f├╝hrte Michael Heller. Er kann nicht nur Musical spielen, nein er kann es auch inszenieren! Seht es euch an.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


die magie ist weg....

22.04.2018 - nun , also nach stuttgart noch einmal die vampire, diesmal in k├Âln. mein vorerst letztes mal.

die musik zu laut, die stimmen zu leise, ballett├Ąnzer die ihre sahrah mit ach und krach ├╝ber die schultern bekommen.. es ist ein einziges trauerspiel.. und dann ein krolock, der in operngesten erstarrt. wie ein kartoffelsack ├╝ber die b├╝hne stolziert und nichts von erotischer austrahlung auf den kasten hat, wie seine vorg├Ąnger... ich wollte ihm nach seinem phantom noch ein chance geben. aber das war nichts...stimme ist halt nicht alles...sollen sie die cash kuh melken bis zum bitteren finale, ich bin erst mal fertig..

Kirmesboxer (14 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Besonderes St├╝ck mit kleinen M├Ąngeln

20.04.2018 - Wie man es von diesem Produzenten gewohnt ist,ist "The Color Purple" mal wieder ein ganz besonderes, intimes St├╝ck Musiktheater.
Beginnend mit der besonderen Locations, einer Schiffsbauhalle in einer ehemaligen Werft, bis zum rudiment├Ąren B├╝hnenbild aus Kartoffelkisten ist die Atmosph├Ąre sehr rau, genau wie die Geschichte. Einige Regieeinf├Ąlle sind besondern beeindruckend (Stichwort Whiteface, mehr sei hier nicht verraten)
Die Darsteller sind gut bis exzellent, Naomi van der Linden in der Hauptrolle ├╝berzeugt vor allem im Spiel, gesanglich kann sie nicht immer ├╝berzeugen. Vor allem "Ik ben hier", (I'm here) geht ziemlich unter. Ana Milva Gomes hingegen, ja, was soll man sagen, sie passt perfekt in die Rolle der Shug, Stimme und B├╝hnenpr├Ąsenz sind sehr stark. Ebenfalls erw├Ąhnenswert ist das eindringliche Spiel von Edwin Jonkers als Mister, er legt die Rolle sehr facettenreich an.

Soweit w├Ąren das fast f├╝nf Sterne gewesen, aber leider gibt es neben der nicht immer starken Hauptdarstellerin gr├Â├čere Minuspunkte. Die Band ist mit 6 Leuten sehr klein, was nat├╝rlich am Budget liegt, an manchen Stellen h├Ârt man das deutlich. Die ├ťbersetzung ist nicht immer besonders stark, manche Textzeilen und Reime klingen doch sehr simpel. Jetzt aber das gr├Â├čte Problem: das Buch. Ich habe den Roman gelesen, welcher sich nat├╝rlich viel mehr Zeit f├╝r die Figurenentwicklung nimmt. Im Musical werden manche Aspekte nur ganz kurz angeschnitten und nicht vertieft, wie zum Beispiel Celies Hadern mit ihrer sexuellen Orientierung oder der Missbrauch durch ihren Vater.Stattdessen wird der Fokus fast zu viel auf den Humor gelegt, mit den Church Ladies und Sofia gibt es einen humoristischen Faktor zu viel.

Nichtsdestotrotz wieder eine eindringliche Inszenierung eines etwas schw├Ącheren Musicals.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Sch├Ânes Musical mit toller Cast

19.04.2018 - Auch wenn man kein Schlager- oder Wolfgang Petry-Fan ist ist man bei "Wahnsinn" bestens aufgehoben. Eine tolle Cast und ein kurzweiliger Abend. Das Musical wurde sehr liebevoll auf die B├╝hne gebracht und man verl├Ą├čt das Theater gl├╝cklich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Danke, dass Duisburg der Premierenort war, da ich zum Wiederholungst├Ąter wurde und es als Duisburger nicht weit hatte! Auch die CD ist prima! 2019 in Essen ist schon gebucht!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


G├Ąnsehaut! Genial!

18.04.2018 - Ich war schon ein paar Mal in der Theatercouch.
Ein niedliches kleines Off-Theater in Wien.
Ich habe bereits gesehen das ÔÇ×Weihnachtsengel-ÔÇ×Musical und ÔÇ×Gay guys singingÔÇť. Zwei lustige Abende mit hervorragenden Stimmen. Aber die LAST FIVE YEARS waren jetzt echt super klasse.
Drew und Ann in den Hauptrollen sind zum verlieben. 😍
Die Inszenierung ist modern und echt geil. Beide S├Ąnger sind fast durchgehend auf der B├╝hne. Es spielt alles in einem Raum, der mit wenigen Handgriffen ver├Ąndert wird z. B. von einem Wohnzimmer zu einem Theater. Dann hats noch eine 5-Mann-Band die mega genial spielen. Und bei den Projektionen habe ich mich gefragt wie das geht. Es werden Bilder in Rahmen gezeigt die die ganze Show in eine romantische und manchmal d├╝stere Stimmung zaubert. Ich konnte der gegenl├Ąufigen Handlung auch gut folgen. Ann (Cathy) beginnt am Ende der Partnerschaft und Drew (Jamy) am Anfang. In einer anderen Inszenierung vor einem Jahr hatte ich bissl Schwierigkeiten. Die Regie (Carsten Lepper hab ich zuletzt in Rebecca gesehen 😍) hat eine spannende und phantasievolle Inszenierung hingelegt, obwohl ich schon am Anfang wusste wie es ausgehen wird.
Alle Vorstellungen sind leider voll. Ich w├╝rde gerne nochmals gehen. G├Ąnsehaut!

musicalvienna (erste Bewertung)


Klassiker zur├╝ck in M├╝nchen

14.04.2018 - Einmal mehr steht auf dem Spielplan des G├Ąrtnerplatztheaters der Klassiker "My fair Lady". Dies mag nicht sonderlich innovativ sein, jedoch ist es sch├Ân zu sehen, dass die Klassiker gut an diesem Haus gepflegt werden.

Inszenierung:
F├╝r die Produktion wurde eine neue Textfassung entwickelt, die eigentlich bayerisch sein soll, manchmal aber eher ins ├ľsterreichische abdriftet, was dem Ganzen jedoch auch nicht schadet.
Die Inszenierung ist sehr gelungen und rasant. Dank der Drehb├╝hne entstehen schnelle Szenenwechsel, die das St├╝ck noch kurzweiliger erscheinen l├Ąsst.
In der gezeigten Version hat das St├╝ck an und f├╝r sich nichts innovatives. Neue Facetten sind nicht wirklich zu entdecken. Dies ist allerdings zu verkraften, zumal da das Gezeigte ├╝berzeugen kann.

Musik:
Gespielt wird mit einem gro├čen Orchester, welches die Partitur schwungvoll und sauber spielt. Ein bisschen schade ist allerdings die Tonqualit├Ąt, die ein wenig besser sein k├Ânnte. Nicht alles ist akustisch zu verstehen.

Besetzung:
Bei den Darstellern ist dem Staatstheater wirklich etwas gelungen. Selten steht so eine runde Besetzung auf der B├╝hne, die so ├╝berzeugend ist. Es singt ein Chor zus├Ątzlich zum Ensemble.
DAGMAR HELLBERG ist sehr vielseitig in der Rolle der Mrs. Pearce. Sie f├╝hlt einerseits mit Eliza mit und baut sie auf, zeigt jedoch auch bei Professor Higgins ihre resolute Seite. GISELA EHRENSPERGER ├╝berzeugt als Grande Dame Mrs. Higgins, ebenso wie MAXIMILIAN MAYER als Freddy.
FRIEDRICH VON THUN als Oberst Pickering ist sehr ├╝berzeugend und charmant. Die Sensation der Produktion ist allerdings ROBERT MEYER als Alfred Doolittle. Er spielt die Rolle perfekt und erh├Ąlt zurecht viel Applaus.
├ťberraschend gut war ebenfalls MICHAEL DANGL als Henry Higgins. Gesanglich kann er durchaus ├╝berzeugen.
Die Rolle der Eliza wird von NADINE ZEINTL gespielt. Sie kriegt den Wandel sehr gut hin, den Eliza durchlebt. Stimmlich ├╝berzeugt sie vor allem in den H├Âhen.

Ausstattung:
Die Kulisse ist sehr gelungen. Die Drehb├╝hne erm├Âglicht es, dass viele neue Orte entstehen. Selten sieht man dieses St├╝ck so aufwendig. Dies gilt auch f├╝r die Kost├╝me. Einzig die Per├╝cke von Eiza k├Ânnte etwas h├╝bscher sein.

FAZIT
Inszenierung: 4/5
Musik: 4/5
Besetzung: 5/5
Ausstattung: 5/5
insgesamt 4,5/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Das beste deutsche Originalmusical?

14.04.2018 - Ich habe tats├Ąchlich die ber├╝hmte Filmvorlage nie gesehen.
Und ich betrachte dies als gro├čen Vorteil, bin ich doch somit ohne jegliche Vorbilder und Erwartungen ganz und gar unbeleckt in diese Show gegangen.
Spoiler Alert: Ich bin ohne jegliche Einschr├Ąnkung restlos begeistert :
"Fack ju G├Âthe" ist das beste deutsche Originalmusical, das ich je gesehen habe (Wohl gemerkt nicht deutschsprachige, denn "Elisabeth" wird wohl niemand jemals toppen k├Ânnen).
Aber von vorne: Der Veranstaltungsort erinnert in vielen belangen ans Londoner Off-Westend: Perfekt gelegen in einem K├╝nstler-, Vergn├╝gungsviertel voller Graffitis, tr├Ągt schon der Weg dorthin zum eintauchen in die Show bei.
Beim Eintreten in die Werkshalle wird man gleich von launigen Ansagen der Schuldirektorin begr├╝├čt.
Der Zuschauerraum selbst ist hergerichtet wie eine Schulturnhalle, man betritt den Saal ├╝ber die B├╝hne.
Und das ist auch gut so, denn so vergisst man sehr schnell, dass man seinen Hintern knappe 3 Stunden auf blauen Schalensitzen parken muss.
Die Regie bleibt innerhalb der Inszenierung dem Gesamtkonzept jederzeit treu; alle ben├Âtigten Requisiten werden aus Turnger├Ątschaften gebaut, also aus Seilen, Mattenwagen, Turnk├Ąsten, etc. Es wird szenisch viel behauptet und der Zuschauer wird gefordert, sich viel vorzustellen. Ganz gro├čes Kino.
Jederzeit bespielen die Akteure den gesamten Saal, der eben Teil des Ganzen ist. "Immersive Theatre" scheint in Deutschland angekommen zu sein.
W├╝rde man vergleiche ziehen wollen (und die hinken bekanntlich ja immer), erinnert "Fack ju G├Âhte" in seiner Machart, in seiner Optik und in seinem Stil am ehesten Lin Manuel Mirandas Erstlingswerk "In the Heights".
Und unglaublicherweise hat es auch dessen Qualit├Ąt.
Die Balladen ber├╝hren, der Hip-Hop-Score ist schlau gereimt und mit gro├čen k├Ânnen ausgef├╝hrt. Insgesamt hat die Musik puren Drive und macht m├Ąchtig Druck.
Jede(r) Beteiligte gibt hier ihr/sein absolut Bestes. Da steht so viel unfassbares Talent auf der B├╝hne.
Hervorheben m├Âchte ich aber trotzdem Johanna Elisabeth Spanzel als Lehrerin Lisi Schnabelstedt, die f├╝r mich bisher die beste Performance dieses Jahres liefert: kom├Âdiantisches Timing vom Feinsten, ohne die Figur jemals comicartig werden zu lassen oder sie f├╝r eine der unz├Ąhligen Pointen dem Publikum auszuliefern. Mit dieser Frau leidet und lacht man. Eine gro├čartige schauspielerische Leistung.
Wie unfassbar schade, dass diese frische, moderne, schlaue und zeitgem├Ą├če Art des Musicals hierzulande kaum Zuschauer zu finden scheint. Aber die Stage hat sich einfach zu lange auf Disney und Co. ausgeruht und es verpasst, das Musicalpublikum zu neuen Wagnissen zu erziehen. Dieses Wagnis ist zu 100 % aufgegangen, doch leider mussten die fantastischen Darsteller an meinem besuchten Abend vor knapp 100 Leuten spielen. Das haben sie und dieses herausragende St├╝ck Theater nicht verdient. Ich kann nur sagen:
HINGEHEN! Ein absolutes MUSS !

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Aufwendige B├╝hne, tolle Stimmen!

12.04.2018 - Die Show macht einfach nur Spass! Ein typisches Juke-Box Musical mit Hits von Cindy Lauper, Kylie Minogue und co.
Das Orchester ist klasse, ebenso die vielen Darsteller auf der B├╝hne! F├╝r eine Show, die mit gerade einmal 19 Auff├╝hrungen geplant ist, ist die B├╝hne sehr aufwendig gebaut. Reger Kulissenwechsel, sch├Âne Bilder, durchdachte Technik und reibungslose, schnelle Szenenwechsel mit immer neuen ├ťberraschungen machen die Show richtig perfekt.
Der Saal ist nicht sehr gro├č, sodass man von so ziemlich allen Pl├Ątzen ordentliche Sicht auf die B├╝hne hat. Die Mitarbeiter in dem tollen Haus sind super freundlich! Der Abend war klasse! Ich komme sicher wieder :)

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Fu├člahm!

11.04.2018 - Einer der zahlreichen popul├Ąren Tanzfilme der 80er Jahre ist FOOTLOOSE.
Die Musicaladaption davon ist im Staatstheater Darmstadt zu sehen.
Leider gibt dieses St├╝ck nicht viel her. Obwohl vage auf einer tats├Ąchlichen Begebenheit basierend, wirkt die Geschichte konstruiert und die Charaktere unterentwickelt und klischeehaft.
Musikalisch kann das St├╝ck auch nur die drei, vier Hits der Vorlage aufbieten und wird ansonsten von recht belanglosem F├╝llmaterial von Tom Snow erg├Ąnzt.

Was dieser Inszenierung aber vollends das Genick bricht, ist die unsagbar langsame und langatmige Inszenierung von Erik Petersen und die vollkommen uninspirierte, temperamentlose, fast nicht vorhandene Choreografie von Sabine Arthold. Das muss man auch erstmal leisten: Eine schmissige Uptempo-Nummer wie "Holding out for a Hero", die eigentlich der Showstopper des Abends sein m├╝sste, verkommt zu einem gelangweilten, improvisiert wirkenden Hin- und Hergelaufe einer Handvoll M├Ądels.
Viel besser wird es nicht mehr, bis zum allenfalls mittelm├Ą├čigen Finale.
Dieses erh├Ąlt allerdings wieder seinen K.O.-Schlag durch die peinlich schlechten Kost├╝me. Die sehen so aus, als h├Ątte man f├╝r das weibliche Ensemble altbackene, h├Ąssliche Vorh├Ąnge zu notd├╝rftigen Kleidern zusammengetackert.

Die Darsteller k├Ânnen auch nur noch bedingt etwas retten. Einige liefern solide ab, anderen fehlt es deutlich an Pr├Ąsenz und Strahlkraft.

Im Darmst├Ądter Staatstheater hat das Genre Musical seit Jahren einen festen Platz und wird gepflegt.
Die Inszenierung von FOOTLOOSE hinterl├Ąsst aber einen freudlosen und schwerf├Ąlligen Eindruck. So als h├Ątten die verantwortlichen Kreativen keine Ahnung oder keine Lust gehabt.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


gute Unterhaltung

04.04.2018 - Tolle Inzenierung, hat mich gut unterhalten. Wird sicher nicht zu meinen Lieblingsmusicals geh├Âren aber f├╝r einen sch├Ânen Abend eine tolle Inzenierung in einem Stadttheater mit stark aufspielendem Cast.

steff79 (12 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Toller Cast

02.04.2018 - Dem diesjaehrigen Abschlussjahrgang der UdK gelingt es mit Bravour, dem etwas langatmigen Stueck Leben einzuhauchen.
Die fehlenden Sterne in meiner Bewertung sind ausschliesslich der langweiligen Komposition und einem Buch geschuldet, dass einfach zu viel will.
Herr von der Nahmer verschenkt eine wunderbare Chance, den einzelnen Figuren mit der Musik differenziert Leben einzuhauchen und hat einen unglaublichen Einheitsbrei fabriziert. Lediglich Jesus bekommt seine eigene Klangfarbe (Flamenco wie "originell").
Im Buch von Peter Lund haben nicht nur die 12 Protagonisten jeder ihren/seinen Platz, sondern auch viele verschiedene Handlungsstraenge, einer pro Person haette mir vollkommen gereicht, dann gern mit etwas mehr Tiefe.
Die Absolventen holen aus dem Stueck das Moegliche heraus, fast alle sind tolle Taenzer, heraus sticht hier besonders Pablo Martinez (die Conchita Wurst Gedaechtnisperuecke haette es nicht gebraucht). Bis auf die zwei "Nichttaenzer" haben auch alle eine tolle Ausstrahlung. Hier faellt wieder einmal auf, dass guter Gesang allein nicht ausreichend ist. Toll fand ich, dass Katia Bischoff trotz Infekt gespielt hat, Hut ab.
Insgesamt eine tolle Leistung, alles gute fuer die Zukunft.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Fast perfekt - Grandiose Cast

02.04.2018 - Am 01.04 habe ich Footloose im Staatstheater in Darmstadt gesehen und bin noch heute sehr begeistert davon.
Zu den Tonproblemen kann ich sagen das es diese noch stellenweise gibt aber man hat das ganze scheinbar gut in den Griff bekommen.
Das B├╝hnenbild fand ich sehr raffiniert gemacht und hat mir sehr gut gefallen, einzig das die Kirche auch die Sporthalle ist fand ich nicht gut gel├Âst, das auch der Tanzabend dort stattfand, fand ich in Ordnung.
Jetzt zum ganz gro├čen Pluspunkt der Show, die ├╝berragende Cast.
Ich habe schon einige Musicals gesehen, aber ich hatte glaube ich noch nie eine so durch die Bank bis in die kleinste Rolle perfekt besetzte Cast.
Auf vier Darsteller m├Âchte ich kurz mehr eingehen da diese vier mir besonders gut gefallen haben.
F├╝r mich pers├Ânlich war das Highlight des Abends der Hauptdarsteller des Ren - Lucas Baier. Selten hat mich ein Darsteller so umgehauen, Stimme Tanz und Schauspiel waren grossartig ich hoffe da├č man von ihm noch einiges h├Ârt.
Sybille Lambrich als Ariel Moore war ebenso perfekt besetzte.
Benjamin Sommerfeld als Willard und Beatrice Reece als Rusty standen den beiden Hauptdarstellern in nichts nach und sorgten f├╝r die Lacher des Abends. Vor allem Beatrice Reece hat dazu noch eine grandiose Stimme und Ausstrahlung.
Ich hoffe da├č das Staatstheater Darmstadt sich dazu entschlie├čt Footloose in der n├Ąchsten Spielzeit nochmals aufzunehmen da ich es gerne noch ein weiteres Mal sehen w├╝rde.
F├╝r mich war dieser Abend mehr als Perfekt! Das Staatstheater Darmstadt hat ein grandioses Musical auf die Beine gestellt man bekommt f├╝r einen guten Preis einen f├╝r mich perfekten Musicalabend geboten.

Musicalfan86 (38 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Es hat mich mitgerissen

30.03.2018 - Das B├╝hnenbild ist einfach gehalten. Erf├╝llt es aber seinen Zweck, da die Inszenierung vollkommen auf die Darsteller abgestellt ist. Insofern vermisst man auch nichts. Leider wirkt es in dem gro├čen Apollo Theater ein wenig verloren. Schaut ein wenig aus, als w├╝rde ein Stadttheater am B├╝hnenbild sparen m├╝ssen.

Kevin Thiel spielte den Quasimodo mehr als gelungen. Sehr sympathisch und mit Glasklarer Stimme.
Von Mercedesz Csampai bin ich sowieso immer hingerissen. Sie hat eine sehr nat├╝rliche, angenehme Ausstrahlung.

Das Orchester klang nicht wirklich voll. Hier h├Ątte man ein wenig mehr wucht erwarten k├Ânnen. Obwohl ich nat├╝rlich schon weniger besetzte Orchestergr├Ąben gesehen habe.

Ich werde zwar kein Gl├Âckner Wiederholungst├Ąter, aber der Besuch hat sich gelohnt. Die Geschichte, mal wieder in einer anderen Variante zum Original, rei├čt mit.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Immer noch sehr sch├Âne Show mit kleinen Schw├Ąchen

25.03.2018 - Wir haben am 25.03.2018 die Nachmittagsvorstellung besucht (zusammen mit unserer fast 6-j├Ąhrigen Tochter).
Wir haben die Show schon in Hamburg gesehen und konnten so einige Vergleiche anstellen. Die Geschichte ist ja bekannt, so dass ich hier nicht n├Ąher drauf eingehen m├Âchte. Allerdings hat der 2. Akt einige L├Ąngen (insbesondere bei den nicht-musikalischen Szenen).
Sehr gelungen sind die ├änderungen/Anpassungen des B├╝hnenbildes, welches gg├╝. dem Hamburger B├╝hnenbild abwechslungsreicher wirkt und den Zuschauerraum noch besser einbezieht. Das Metronom-Theater ist jedoch im Vergleich zu anderen Musicaltheatern in zwei Aspekten wirklich problematisch. Dadurch, dass die Sitzreihen nicht sehr stark ansteigen, ist insbesondere f├╝r kleinere Personen die Sicht durchaus schwierig. Ebenfalls h├Âchst problematisch scheint die Akustik zu sein. Applaus wird fast vollst├Ąndig geschluckt, so dass keine Stimmung aufkommt und die Tontechnik k├Ąmpft eher mit einem Klangbrei (jedenfalls im 1. Akt).
Wir hatten das Gl├╝ck, dass wir fast vollst├Ąndig die Erstbesetzung hatten. Insbesondere Josh Strickland ist wirklich ausdrucksstark und f├╝llt die Rolle toll aus. Allerdings ist seine Aussprache nicht gut und die Texte h├Ąufig nicht verst├Ąndlich. Auch Andreas Lichtenberger (Kerchak) und Sophia Wezer (Kala) leben ihre Rollen toll aus. Jeffrey Socia als Terk bringt viel Witz und Spass in die Auff├╝hrung. Isabel Trinkauser wirkte im 1. Akt sehr verhalten, ihre Stimme drang kaum durch. Im zweiten Akt war sie jedoch sehr pr├Ąsent.
Im Laufe der Auff├╝hrung nutzen sich einige Choreografien und die Seilakrobatik zunehmend ab, sind aber immer noch sehenswert.
Gro├čes Manko ist die bei Stage ├╝bliche Orchesterreduktion: bei einem solchen St├╝ck keine echten Blechbl├Ąser zu haben, ist wirklich ein NO-Go. Zwar sind die genutzten Samples sicher hochwertig, dennoch bleib es bei h├Ąufig bei einem Synthesizer-Einheitsbrei und es wird tw. mit viel Percussion versucht die L├Âcher zu stopfen. Hierdurch kommt es zu einer Inbalance, so dass die eigentlich tolle Orchestrierung mit viel Drums und Percussion in eine Unbalance kommt. Man kann nachvollziehen, dass eine Show wie Tarzan rentabel sein muss, aber nur (musikalische) Qualit├Ąt sichert langfristig das Interesse am Musical. Vielleicht passt hierzu auch, dass das Theater nur zu maximal 60 % ausgelastet war (am ersten Ferienwochenende in NRW!). Stage sollte einmal die Preisgestaltung ├╝berdenken. Bei einer Familienshow praktisch keine Kindererm├Ą├čigung anzubieten f├╝hrt halt dazu, dass sich Familien mit Kindern einen Besuch h├Ąufig nicht leisten k├Ânnen.
Fazit: tolles St├╝ck mit Schw├Ąchen bei der musikalischen Umsetzung. Der Veranstalter sollte sein Preiskonzept ├╝berdenken!

olalaoli (erste Bewertung)


Anders, modern, super, lustig.

25.03.2018 - Ich muss sagen, dass ich eigentlich mit ganz schlimmen Erwartungen in das Musical gegangen bin und ich wurde sehr positiv ├╝berrascht. Es ist wirklich gut. Es macht Spa├č es sich anzusehen. Es ist anders und modern. Es ist gro├čartig. Was mir nicht so gut gef├Ąllt sind die harten Plastikschalensitze. Aber auch das Theater ist f├╝r dieses Musical genau richtig gew├Ąhlt und super umgesetzt. Es ist frisch und modern. Kann man wirklich nur empfehlen es sich anzusehen. Ich hatte vorher auch bedenken und bin nun von dem St├╝ck doch ├╝berzeugt. F├╝r 5 Sterne reicht es nicht ganz, aber es ist wirklich hohes Niveau. Super!
Kann man nur weiter empfehlen.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Eine willkommene Abwechslung

25.03.2018 - Eine absolut gute Wahl der Stage mal etwas zu "wagen" - wie wir ja jetzt wissen ohne Erfolg, aber diese Erweiterung des Repertoires, weg von Disneykitsch ist tats├Ąchlich sehr gut gelungen. Eine gef├Ąllig Show mit flotter Musik, sehr nat├╝rlichen Darstellern und einem verh├Ąltnism├Ą├čig einfach gehaltenen und sehr wandelbaren B├╝hnenbild. Passt super auf die Reeperbahn.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Toller Abend mit Spass und Gef├╝hl

25.03.2018 - Nun gilt Arnstadt nicht gerade als die Wiege des Musicals. Aber durch Zufall bin ich im Internet auf die Show gesto├čen und wurde positiv ├╝berrascht.

Sehr gute und spielfreudige Darsteller, flotte Inszenierung, sch├Ânes B├╝hnenbild und coole Arrangements.

Es wurde im Theater viel gelacht und am Ende sogar getanzt und frenetisch Applaudiert. Alles in allem ein toller Abend.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Party mit emotionalem Tiefgang

20.03.2018 - Im Staatstheater am G├Ąrtnerplatz gibt es eine bestens gelungene Deutschlandpremiere von PRISCILLA - K├Ânigin der W├╝ste zu bestaunen.

Gil Mehmert hat das Musical f├╝r M├╝nchen neu inszeniert. Er ist dabei weitgehend bei der Originalversion geblieben und hat sie f├╝r die M├Âglichkeiten des G├Ąrtnerplatztheaters eingerichtet.

B├╝hnen- und Kost├╝mbild mussten nat├╝rlich etwas zur├╝ckgenommen werden, sind aber trotzdem auf hohem Niveau, ├╝berzeugen und machen Spa├č.

Die Choreografie von Melissa King ist zackig und knackig und wird mit Pr├Ązision und Temperament getanzt.

Die musikalische Umsetzung ist gewohnt opulent. Ich habe allein acht Streichinstrumente gez├Ąhlt.
Gespielt wird die australisch/britische Version: Minogue statt Madonna.

Besetzung und Ensemble sind gro├čartig. Das St├╝ck steht und f├Ąllt nat├╝rlich mit den drei Protagonisten Tick, Bernadette und Adam.
Armin Kahl, Erwin Windegger und Terry Alfaro leisten Gro├čartiges.
Alle drei schaffen wunderbar und glaubhaft den Spagat zwischen den aufgedrehten Drags und den wahrhaften, zutiefst menschlichen Personen dahinter.
Als Resultat dieser gelungenen Darstellung und Inszenierung durchbrechen starke, emotionale und nachdenkliche Momente immer wieder den sehr kurzweiligen und rasanten Handlungsfluss.
Durch die nachvollziehbare und engagierte Darstellung unterschiedlicher schwuler Lebensentw├╝rfe ist diese PRISCILLA sehr viel mehr als nur ein Party- und Jukebox Musical. Es ist ein Pl├Ądoyer und ein Statement f├╝r eine schwule Kultur und einen ebensolchen Lebensstil.

Einziger Minuspunkt war f├╝r mich die Tonqualit├Ąt im Theater. Insbesondere im ersten Akt waren einige Sprechpassagen akustisch vollkommen unverst├Ąndlich.

Trotzdem: Riesige Begeisterung beim Schlussapplaus!
H├Ątte man nicht irgendwann denn Vorhang herunter gelassen, dann w├╝rden sie jetzt noch toben und klatschen.
PRISCILLA ist zu Recht ein gewaltiger Publikumserfolg in M├╝nchen.

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Midern, au├čergew├Âhnlich und toll gemacht

18.03.2018 - Wir waren gestern zu dritt in Fack ju G├Âhte und es hat uns sehr gut gefallen. Die Location ist wirklich cool und das St├╝ck au├čergew├Âhnlich, neu und erfrischend. Die Musik ist super und man m├Âchte am liebsten aufspringen und mittanzen. Die Plastiksitzschalen sind wirlich bequem und ich h├Ątte das nicht gedacht aber ich fand sie auf Dauer angenehmer zum Sitzen als die herk├Âmmlichen Theatersessel. Schade vor allem f├╝r die Darsteller war die sehr schlechte Auslastung vor allem f├╝r einen Samstag. Aber man braucht sich nicht zu wundern. In ganz M├╝nchen kein Plakat, keine Werbung usw. Man kennt das St├╝ck und auch das Theater schlicht und einfach nicht. Wir haben auf den Weg zum Theater drei mal nach dem weg gefragt und keiner kannte das Theater oder das Musical und das waren M├╝nchener. Die Antwort war: was sowas haben wir hier? Den finanziellen Misserfolg, falls das St├╝ck nicht mehr in Gang kommt hat hier die Stage komplett allein zu verantworten. Ich hoffe jetzt auf jeden Fall auf eine CD und empfehle das St├╝ck weiter.

MrDuncan (8 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Setzen Klassenarbeit !

15.03.2018 - Wir waren gestern mit der Schule im Theater M├╝nster ; um ehrlich zu sein war keiner wirklich ├╝berzeugt da hin zu gehen um sich Everyman anzusehen ; aber ich kann f├╝r alle sprechen und sagen wir waren danach alle total begeistert von der sehr gelungenen Rock Mystey ; Eine Traumbesetzung angefangen bei Andy Kuntz der den Tod spielte , Paul Kribbe als Jedermann oder Hermann Bedke als Teufel um nur einige Beispiele zu nennen! Die drei Stunden gingen schneller rum als in der Schule ;)) und Informativ war dieser Geschichtsunterricht auch noch ! Ganz ganz tolle Musik der Band Vanden Plas und krasses Treiben auf der Theaterb├╝hne. Unsere Lehrer waren auch alle begeistert weil man sich bei den Autoren wohl um eine sehr autentische Umsetzung des alten Stoffs bem├╝ht hat ! Ein gro├čartiges B├╝hnenbild , tolle Kost├╝me, prima Ton und die Lichtstimmungen runden ein besonderes Erlebnis ab.

Anna Rheinheimer (erste Bewertung)


Viel f├╝rs Auge, weniger f├╝rs Ohr

12.03.2018 - Sicherlich ein optisches Spektakel und eine bewegende und bedr├╝ckende Story.Die Frage ist, warum dieses St├╝ck unbedingt ein Musical sein muss. sowohl an den Kompositionen als auch an den Darstellern merkt man doch, dass mehr Wert auf Schauspiel als auf Musik gelegt wurde. Nichtsdestotrotz ein Must see.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Eine Musicalsensation!

12.03.2018 - Gro├čartiges Konzept, tolle Story, nette Lieder - keine Angst vor der Sprachbarriere. Das St├╝ck ist in allen Belangen beeindruckend...

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Immer noch eine anruehrende Liebesgeschichte

12.03.2018 - Ich habe die Show am Sonnabend abends gesehen. Einziger echter Wermuthstropfen ist der Preis, stolze EUR 130 fuer die PK1, das Picturebook fuer EUR 19, das ist schon teuer.
Trotzdem kann ich die Show nur empfehlen.
Das Buehnenbild wirkt vom Hochparkett aus toll, duester und industriell und nur dann heiterer, wenn es im Loft von Molly und Sam spielt.
Frau Verkaik und Herr Edenborn sind ein tolles Paar, sie passen sowohl vom Gesang als auch vom Schauspiel sehr gut zusammen und wirken dadurch sehr glaubhaft. Gegen zwei so stimmgewaltige Darsteller kann Herr Bongard nicht ankommen und wirkt recht blass. Die Rolle ist sicher schwierig, aber ein bisschen mehr Schauspiel wuerde ihr sicher gut tun. Klaus Seiffert hat das Maximale aus seiner kleinen Rolle herausgeholt, hat mir gut gefallen. Als Oda Mae Brown spielte Frau Aquino, die fuer die Rolle sicher noch ein bisschen jung ist, aber die Oda so ein bisschen in Richtung Rotzgoere zu spielen ist in diesem Fall sicher eine gute Idee.
Ansonsten hat mir der Cast gut gefallen.
Die Peruecke einer der beiden Helferinnen von Oda Mae ist der einzige Minuspunkt beim Kostuembild, ansonsten Klasse.
Die Band spielte toll, die Musik ist halt ein wenig langweilig, aber dafuer kann die Band ja nichts.
Die deutsche Uebersetzung hat mir sehr gut gefallen, fluessig und zeitgemaess.
Die SE waere sicher gut beraten, auch wenigstens ein Bild im Picturebook oder im Theater mit W. Verkaik und M.Edenborn zu haben, ansonsten sind wirklich einige Zuschauer verwirrt, wo Herr Klaws steckt. Am Ende scheint es aber allen gefallen zu haben, denn es gab Standing Ovations.

Charlotte (56 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Traurig und dramatischer Abgang

08.03.2018 - Wer kennt nicht die bekanntesten Songs des Musicals Cabaret, das 1966 uraufgef├╝hrt wurde und die Berliner Leichtigkeit des Seins vor dem Hintergrund des dominanter werdenden Nationalsozialismus inszeniert. Mit Ironie auf der einen Seite und politisch-ernsthaften Facetten auf der anderen. Der begeisterte Beifall ging dem Publikum leicht von der Hand. K├Âstlich das Spiel von Herrn Schulz (Peter Wollersen) und Fr├Ąulein Schneider (Ute von Harten), deren vorsichtige Ann├Ąherung ÔÇô "Ich habe Ihnen eine Ananas mitgebracht". Mucksm├Ąuschenstill wurde es, als die lauernden Gefahren des Nationalsozialismus offenkundig und verdr├Ąngt werden. Doch als Ernst Ludwig (Frederik von Harten) pl├Âtzlich mit Hakenkreuz-Uniform auf der B├╝hne steht, wird die Situation sp├╝rbar beklemmend.
Und dem Cliff Bradshaw (Timm Moritz Marquardt), dem jungen amerikanischen Schriftsteller bleibt am Ende nichts anders ├╝brig als Berlin zu verlassen ÔÇô ohne Sally. Ein trauriger und dramatischer Abgang. Timm Moritz Marquardt zeigte eine hervorragende schauspielerische Leistung mit dem Abgang von Cliff Bradshaw endete das Musical ohne Applaus und hinterlie├č ein betretendes Schweigen. Ein Sternchen Abzug f├╝r den Vorstellungsraum.

T. Franke (erste Bewertung)


Faszination, Brisanz und politisch-gesellschaftlicher Aktualit├Ąt

06.03.2018 - Ich habe zum ersten Mal das Musical gesehen. Eine Laien-Auff├╝hrung auf hohen Niveau. Mit einer Besetzung die sehr motiviert gespielt hat. Aus meiner Sicht h├Ątte die Sally eher erotischer spielen k├Ânnen. Sie war eher als plumpes Weib dargestellt. Umso souver├Ąner und m├Ąnnlicher war der Clifford Bradshaw - gespielt von einem Nachwuchsdarsteller Timm Marquardt. Der Conf├ęrencier hat gut gespielt, aber im fehlte etwas die B├╝hnenpr├Ąsenz. Der Saal ist leider nicht so geeignet f├╝r solche Vorstellungen. Trotzdem eine tolle, wenn auch bedr├╝ckende Umsetzung und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

AnnaHamburg (erste Bewertung)


Etwas ├╝berfrachtet, trotzdem sehr empfehlenswert

05.03.2018 - Matterhorn St. Gallen

Ohne vorher viel ├╝ber diese neue Produktion des Theater St. Gallen zu wissen, habe ich schon relativ fr├╝h ein Ticket gebucht. Das Musical ist eine Koproduktion mit den Thunerseespielen. Dort h├Ątte es im Sommer 2018 aufgef├╝hrt werden sollen, wurde aber zur├╝ckgestellt, da sie eine Lizenz f├╝r Mamma Mia in schweizerdeutsch bekamen.

Das Theater, war gut gef├╝llt. Die Stimmung gut und am Ende gab es eine verdiente Standing Ovation.

Besonders gut gelungen finde ich das B├╝hnenbild. Die B├╝hne leicht nach vorne geneigt, im Hintergrund eine Drehb├╝hne mit Bergelementen und das Matterhorn in verschiedenen Lichtstimmungen projeziert. F├╝r die Absturzszene wird auch der Orchestergraben benutzt.

Die Musik war fast durchgehend stimmig. Noch nie habe ich in einem Musical so viele verschiedene Stilrichtungen geh├Ârt. Angefangen von Rap-Elementen, ├╝ber Folklore, Popmusik, hin zu barocker klassischer Musik. Der Mix gefiel mir aber sehr gut. Leider fehlte etwas die Steigerung zum Finale hin. Die 8 Mann Band spielte mackellos. Zwischendurch gab es mal 2-3 Mikrofonprobleme.

Die Rollen sind fast durchwegs perfekt besetzt. Besonders hervorheben m├Âchte ich Sabrina Weckerlin als Berggeist Orka und Luigi Schifano als Luc. Bei Rune Hock Moller als Edward und Veronica Appeddu als Olivia waren leichte Akzente zu h├Âren. Da sie in ihren Rollen britische Staatsb├╝rger spielen, nicht weiter schlimm. Mit der Stimme von Frau Appeddu kann ich mich auch dieses Mal nicht anfreunden, aber das ist reine Geschmackssache. Bei einem eventuellen 2. Besuch werde ich schauen, mal Oedo Kuipers und Lisa Antoni zu erwischen.

Wo ich den meisten Kritikern dieses St├╝ckes zustimmen muss ist, dass man zuviel reinpacken wollte. Es gibt zu viele Schaupl├Ątze und Nebenschaupl├Ątze. Es gelingt kaum, den Charakteren Tiefe zu geben und den Haupthandlungsstrang um den Absturz und die Liebesgeschichte zwischen Edward und Olivia detailierter zu beleuchten.

Besuchte Vorstellung: 03.03.2018

Inszenierung ; 3.5 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4.5 von 5

Gesamtfazit 4 von 5

nummelin3 (25 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sch├Âne Stimme, sch├Âne Texte

04.03.2018 - Wirkt allerdings ehr wie eine Verkaufsveranstaltung f├╝r die neue CD. Ein, zwei seiner Musical-Hits h├Ątten den Abend evtl etwas runder gemacht. Auch seine Verlobte war leider nur zweimal kurz dabei, mit dieser tollen Stimme h├Ątte ich gerne noch das eine oder andere Duett geh├Ârt...
F├╝r gro├če Borchert Fans sehr zu empfehlen, f├╝r Fans seiner Musical-Arbeit ehr weniger...

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Atemberaubend sch├Ân

03.03.2018 - Gestern Abend in M├╝nster ging die Post ab. "Everyman" von und mit Vanden Plas. Gro├čartige Stimmen, coole Musik, wunderbare Eindr├╝cke und eine zeitlose Geschichte. Ich war mehr als begeistert und das als "jungfr├Ąulicher" Musicalbesucher. ;-)
Das sollte ihr wirklich nicht verpassen. Vier Termine geben euch noch die M├Âglichkeit dieses Rock Musical anzusehen und vor allem zu h├Âren (Genialer Sound!)!

Ravenmusic (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Show auf Broadwayniveau

28.02.2018 - Dass sie Hamburg nicht hinter dem West End oder dem Broadway verstecken muss, beweist KINKY BOOTS seit Dezember im Operettenhaus in Hamburg.

Dass KINKY BOOTS mehr ist als ein Gute-Laune-St├╝ck, wird jeder best├Ątigen k├Ânnen, der die Show schon gesehen hat. Neben den energiegeladenen Popsongs und den witzigen Songtexten sorgt Cyndi Lauper in den einf├╝hlsamen Balladen f├╝r ruhige und nachdenkliche Momente. Harvey Fierstein hat die Geschichte um Charlie und Lola hervorragend f├╝r die B├╝hne adaptiert und verleiht dem schr├Ąg-bunten Musical eine besondere Tiefe. Sehr gelungen auch die deutsche ├ťbersetzung von Kevin Schr├Âder und Ruth Deny. Gerade Kevin Schr├Âder gelingt es in den Songtexten, etwas Eigenst├Ąndiges zu schaffen. Er ├╝bersetzt die Texte nicht einfach 1:1, wie man es von vielen anderen holprig klingenden ├ťbersetzungen seiner Kollegen kennt, sondern schafft neue Bilder. Gro├čer Respekt vor dieser Leistung.

Inszenierung, Choreographien, B├╝hnenbild und Kost├╝me f├╝gen sich zu einer Kompositon zusammen, wie man es vorher auch schon am Broadway oder in London erleben konnte.

Wof├╝r sich Stage Entertainment besonders auf die Schultern klopfen kann ist der hervorragende Cast. Hier haben die verantwortlichen vom Hauptdarsteller bis zu den Swings hervorragend gecastet. In meinen drei besuchten Vorstellungen habe ich verschiedene Darsteller erleben d├╝rfen, die alle hervorragend gesungen, gespielt, getanzt und die Rollen perfekt ausgef├╝llt haben.

Als CHARLIE konnte ich Dominik Hees und Sebastian Krolik erleben. Beide hervorragend, wobei mir Sebastian Krolik noch einen Deut besser gefallen hat. Er war meiner Meinung nach besser als Killian Donelly (London) und konnte mit Stark Sands (Broadway) locker mithalten.

Auch Gino Emnes muss sich nicht hinter seinen Vorg├Ąngern (ich durfte Billy Porter am Broadway und Matt Henry in Lonodn erleben) verstecken. Seine LOLA ist urkomisch, gef├╝hlvoll, tiefgr├╝ndig und sexy. Oder kurzgesagt: Rot! (Jeder der das St├╝ck gesehen hat, wei├č, was ich meine!) Und dann noch dieser Body! Auch Benet Monteiro ist eine hervorragende Lola. Er verleiht der Dragqueen eine ganz andere Facette. Er ist meiner Ansicht nach viel zerbrechlicher und ├╝berzeugt gerade in den ruhigen Momenten. Leider lassen seine langen Haare den Unterschied zwischen Frau und Mann nicht so deutlich werden. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Als LAUREN konnte ich Jeannine Wacker und Laura Pfister erleben. Beide geben eine quirlig-quietschige Lauren und sorgen beim Publikum f├╝r Tr├Ąnen in den Augen. Die Gestik, die Mimik, die Stimme - einfach herrlich. Einen Ticken besser gefallen hat mir pers├Ânlich Laura Pfister. Was soll man sagen? Ich habe Annaleigh Ashford (Broadway) und Amy Lennox (London) erlebt. Letztere ├╝berholt sie ganz klar und stellt sich auf eine Stufe mit ihrer Broadwayvorg├Ąngerin. Ich kann es wirklich nicht glauben, dass sie erst im vergangenen Jahr ihre Ausbildung an der August Everding in M├╝nchen abgeschlossen hat. Ein gro├čes WOW! Ich hoffe, sie in Zukunft noch h├Ąufiger sehen zu k├Ânnen!

Auch die anderen Rollen sind perfekt besetzt und legen so viel Spielfreude an den Tag. Egal ob in Soli oder im Chor - alles perfekt (Lob auch an die Tontechnik). Besonders erw├Ąhnenswert sind die ANGELS, bei denen man oft echt nicht wei├č, ob das wirklich M├Ąnner sind oder Frauen, die M├Ąnner spielen, die sich als Frauen verkleiden. Dieses Talent einfach super! Bei den Kindern gibt es gravierende Unterschiede. Am besten gefallen haben mir die Kinder bei meiner ersten Vorstellung: Taphelo (junger Simon) und Clemens (junger Charlie) haben einen super Job abgeliefert. Besonders bei Taphelo hat man gemerkt, was in ihm steckt!

Eine Show auf BROADWAY-Niveau, die perfekt auf die Reeperbahn in Hamburg passt. Wer aus dieser Show nicht mit guter Laune und beschwingt rausgeht und trotzdem im Herzen ber├╝hrt wurde, muss irgendetwas an seinem Leben ├Ąndern. Vielleicht helfen die Tipps, die man im Musical bekommt, dabei. Trotz des Gute-Laune-Faktors vermittelt die Show eine wichtige Botschaft: Sei du und steh dazu! Respektiere andere so wie sie sind! KINKY BOOTS sollte zur Pflichtveranstaltungen (nicht nur f├╝r Schulen) werden. Jeder kann hier etwas lernen - und das ganz ohne die Holzhammermethode!

Buch 5
Komposition 5
Inszenierung 5
Musik 5
Besetzung 5
Ausstattung 5

Gesamt: 5

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Super Stimmung

28.02.2018 - Die Show beginnt schon vor dem ersten Ton der Band damit, dass die Darsteller (als Hippies) durchs Theater laufen und das Publikum auf das Kommende vorbereiten. Sie trinken aus den Gl├Ąsern des Publikums, t├Ąnzeln ├╝ber die Stuhlreihen, balancieren am Rang und versuchen was zu rauchen zu finden...
Die Stimmung ist schonmal grandios, die Darsteller haben in den gut 90 Minuten Spieldauer sichtlich Spass an der Sache. Kost├╝me sind hier nicht wichtig, ebenso wie das B├╝hnenbild, dass sich nicht ├Ąndert. St├Ârt aber nicht! Die Stimmen sind super und die Choreographie fantastisch!

Die Story ist recht einfach und auch wenn man der englischen Sprache nicht so m├Ąchtig ist, kommt man gut mit. Die Musik verspricht einige Ohrw├╝rmer, die auch beim Schlussapplaus noch einmal angespielt werden und mit dem Publikum eine kurze Party gefeiert wird. Auch hier kommen die Darsteller wieder von der B├╝hne und heizen etwas ein.

Ich w├╝rde die Show weiter empfehlen. So etwas Verr├╝cktes habe ich nicht mal bei der Rocky Horror Show gesehen.

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Immer wieder wunderbarer Abend

27.02.2018 - Ich habe Matilda schon einige Male gesehen. Ich liebe dieses St├╝ck: Kreatives B├╝hnenbild, wundervolle Melodien mit klasse Texten, ber├╝hrende und tiefgehende Geschichte, hervorragende Darsteller...

Es ist jedes Mal ein mitrei├čender, emotionaler und lustiger Abend f├╝r Gro├č und Klein. Matilda kann sich mit anderen St├╝cken locker messen!

HIT-Musical mit Ohrwurmcharakter.
Nicht umsonst l├Ąuft es schon 7 Jahre im West End!

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Super, aber anders, ganz anders, einfach Kult!

24.02.2018 - Meine Bewertung zur Rocky Horror Show in M├╝chen am 24.02.18 um 15Uhr:
Es ist anders aber gut. Es macht Spa├č und es ist Kult. Als Musical Fan sollte man sich die Rocky Horror Show aufjedenfall einmal ansehen. Es ist so vollkommen anders. Anders aber gut. Es macht Spa├č es sich anzusehen. Aber einmal sehen reicht f├╝r mich aus. Aber tolles B├╝hnenbild und super S├Ąnger und T├Ąnzer!
Einfach KULT

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Believe the hype!

23.02.2018 - Alles, was man so ├╝ber das St├╝ck h├Ârt, ist wahr.
Das war tats├Ąchlich das Beste, was ich jemals auf einer B├╝hne gesehen habe.
Ich bin ma├člos ├╝berw├Ąltigt und mir fehlen die Worte.
Wer Theater liebt, muss Hamilton gesehen haben.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Unterhaltsame Reise durch Australien

22.02.2018 - Erneut zeigt das Theater am G├Ąrtnerplatz, dass man gro├čartige Musicals auch abseits der gro├čen Longrun-Tempel erleben kann. Mit Priscilla konnte man sich nun eine deutschsprachige Erstauff├╝hrung sicher und legt hierbei die Messlatte f├╝r zuk├╝nftige Produktionen gleich recht hoch. Besonders stark ist das St├╝ck in den ruhigen Momenten, die einen sch├Ânen Einblick in die Beweggr├╝nde der drei Hauptdarsteller liefern. Der Beginn des St├╝ckes war mir pers├Ânlich etwas zu viel "Klischee abarbeiten", hier wei├č ich aber auch nicht, ob dies so vorgegeben ist, da ich die Originalinszenierung nie gesehen habe. Die Besetzung ist in M├╝nchen durch die Bank sehr gelungen, das Orchester spielt mit vielen Streichern und wer noch irgendwie eine Karte ergattern kann, wird hier sicherlich einen sch├Ânen Theaterabend verbringen k├Ânnen.


Besuchte Vorstellung:
17.02.18 - Theater am G├Ąrtnerplatz, M├╝nchen

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (26 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Rocky Horror Show - 20.02.2018, Deutsches Theater M├╝nchen

21.02.2018 - Inszenierung: 4 von 5 Punkten

Musik: 4 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 4 von 5 Punkten

Akustik: 4 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wo war die Magie des St├╝ckes ?

20.02.2018 - Leider sehr entt├Ąuschent - Das Orchester -was keins war -
Musik kam teilweise vom Band .
Beim Gesang wurde der Verst├Ąrker eingesetzt so das es man mitbekommen hat .
Auch die Sezialeffekte - waren keine - oder nur sehr amateurm├Ą├čig eingesetzt- ( z.bsb. wenn der Professor ins Wirtshaus kommt und auftaut ).Auch als Chagall zubei├čt - kein Blut ! Das geh├Ârt nun mal dazu -
Das b├╝hnenbild- wenn man seitlich sitzt - kommt garnicht r├╝ber- und das andere ist wohl der Tourneeversion zu verdanken.
Die S├Ąnger- eher was nur f├╝r Fans ,
so einen schlechten Grafen und auch die anderen - habe ich noch nicht geh├Ârt - keine Mimik - und wie gesagt Magie kam nicht r├╝ber - jedenfalls nicht bei mir .
Schade , das man soviel Geld bezahlt - und entt├Ąuscht wird.
Wieder ein Musical weniger

maulwurf1 (3 Bewertungen, ∅ 2 Sterne)


Premiere der Gl├Âckner von Notre Dame

19.02.2018 - An 18.02.2018 hatten wir das Vergn├╝gen, der umjubelten Premiere, des Disney Musical "Der Gl├Âckner von Note Dame" beiwohnen zu d├╝rfen.
Wie erwartet, war das B├╝hnenbild opulent und hochwertig gestaltet. Die Besetzung war hervorragend mit begnadeten Darstellen besetzt.
Die Musik hochkar├Ątig gespielt und komponiert.
Teilweise war unserseits dem Handlungsstrang nicht mehr zu folgen. Der Fortgang der Geschichte schien einstweilen gehetzt umgesetzt.
Pers├Ânlich fehlte uns, dass wir einfach von den Musikst├╝cken nicht ber├╝hrt wurden. Es gelang nach unserem daf├╝rhalten nicht, das notwendige Gef├╝hl dieses "Drama" zu transportieren. Den Grund sehen wir einfach darin, dass es an sogenannten "Ohrw├╝rmern" fehlte. Es lag zu keinem Zeitpunkt an den tollen Akteuren auf der B├╝hne, sondern an den Melodien der St├╝cke. Im Vergleich mit Auff├╝hrungen wie Mozart, Tanz der Vampire, Rebecca oder Phantom der Oper k├Ânnten wir heute keinen einzigen Titel nennen, der sich in unseren Geh├Ârg├Ąngen "fest gedudelt" h├Ątte.

Alles in allem ein Musical vom Disney Reissbrett, gro├čes Musical, aber wenig Ohrwurmpotential. :-(

Vielleicht w├Ąre weniger Opulenz auch mehr, Billy Elliot ist da ein Paradebeispiel - da heulen wir jedes mal wie die Schlosshunde - weil es uns so ber├╝hrt.
Zum Gl├╝ck l├Ąsst sich ja ├╝ber Geschmack unbeschwert streiten - also macht Euch Euer eigenes Bild.

Quasimodo freut sich sicherlich ├╝ber Euren Besuch.

Mario Klein (erste Bewertung)


Sch├Âne Broadway-Revue der guten alten Zeit

19.02.2018 - Das Staatstheater N├╝rnberg hat zum Abschied des Intendanten Theiler eine Zusammenfassung seiner bisherigen klassischen Musicals bei Gaines Hall in Auftrag gegeben...

Dieser hat meiner seiner jungen Truppe von Absolventen der Theater Akademie August Everding und den Stars aus den N├╝rnberger Produktionen CHRISTIAN ALEXANDER M├ťLLER, SOPHIE BERNER, FREDERIKE HAAS, einen schmissigen, kurzweiligen Abend mit sch├Ânen Tanz- und Steppszenen und stilvollen Kost├╝men hinbekommen - allerdings sieht man auch, dass das Musical in N├╝rnberg eben als "Geldquelle" benutzt wurde und das Genre leider nicht ernst genommen wird - die Ausstattung ist ansonsten nicht vorhanden au├čer einer Showtreppe - und die Band (11 Personen) sind auf der B├╝hne platziert - nicht mal die Staatsphilharmonie wurde mit ihren Streichern und Co daf├╝r verpflichtet - ist schon etwas erb├Ąrmlich....und das wird dann bei einem privaten Veranstalter wie der Stage kritisiert - ohne Worte...

Das Programm allerdings mit 25 Nummern in zwei Teilen macht allerdings am Faschings-Sonntag-Abend gute Laune und deswegen kann man diese Broadway Revue nur empfehlen schon alleine wegen der S├Ąnger und den tollen T├Ąnzern...

Highlights sind die Songs "PEOPLE" von Frederike Haas aus dem Musical "FUNNY GIRL", "YOU'LL NEVER WALK ALONE" aus "CAROUSSEL", "ALL THAT JAZZ" aus "CHICAGO", "IF I LOVED YOU" aus "CAROUSSEL", sowie "SOME PEOPLE" aus "GYPSY" & "THE IMPOSSIBLE DREAM" aus "THE MAN OF LA MANCHA".

Wir hoffen, dass es Musical-Technisch in der n├Ąchsten Spielzeit mit dem neuen Intendanten aus Dortmund kommend in Franken besser wird...die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schwach!

19.02.2018 - Ich hatte bef├╝rchtet, dass mich die deutsche Version besonders st├Ârt, aber das war dann doch das kleinste Problem.

Soundabmischung miserabel, sodass man oft kaum verstehen konnte, was von wem gesungen wird.

Drive in der Band hat komplett gefehlt. Da h├Ątten es gerne ein paar BPM mehr sein d├╝rfen, vor allem bei "Heaven on their minds", "Damned for all time" und nicht zuletzt "Superstar". Wirkte teilweise sehr langsam und dadurch langatmig und unspannend.

Judas hatte permanent Probleme, seine T├Âne zu treffen, stieg oft um auf Sprechgesang, und brach hohe Stellen ab, damit ihm nicht komplett die Stimme wegbricht.... Das fiel sehr negativ auf und war f├╝r mich zugleich Manko des Abends.

Jesus' Probleme mit der H├Âhe fielen da schon kaum noch ins Gewicht, denn er spielte wenigstens glaubw├╝rdig.

Beste Momente der Show kamen stets von Nyassa Alberta - ein echter STAR!

Das Ensemble wirkte ab und zu desorientiert und nicht zuletzt die unpassenden Choreografien lie├čen die Darsteller dann endg├╝ltig fehl am Platz wirken. Obwohl alle stets auff├Ąllig bem├╝ht waren, manchmal vielleicht zu verbissen.

Wicked-Freak (30 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Die Inszenierung ist der Star!

18.02.2018 - Curtain of yesterday: JEKYLL&HYDE

Nach der extrem abgespeckten und regietechnisch vollkommen unschl├╝ssigen Jekyll & Hyde-Version des English Theatres Frankfurt merkte ich, dass ich mal wieder Lust auf eine opulent ausgestattete und musikalisch luxuri├Âse Version dieses Wildhorn-Klassikers hatte.
Dann las ich ├╝ber die Schweriner Inszenierung und buchte sofort.
Und alles, aber auch ALLES, was ich mir gew├╝nscht hatte, bekam ich im ├ťberma├č: eine brillante, ├╝berbordende B├╝hnenbild-Ausstattung mit ├Ąu├čerst stimmigem Lichtdesign, gro├čes Ensemble und gro├če Ch├Âre und ein fast 30-k├Âpfiges, wundervoll erklingendes Orchester.
Ich nehme es vorweg:
Diese Jekyll & Hyde-Inszenierung ist die beste und stimmigste, die ich je live sehen durfte, viel besser und fl├╝ssiger als die deutsche Originalversion in Bremen.
Die Regie hat ganze Arbeit geleistet und ├╝berzeugt durch ein durch und durch schl├╝ssiges Konzept, welches zwar keine gro├čen Experimente macht, aber trotzdem vor kleinen, aber feinen Ideen nur so strotzt. Der Rahmen des Ganzen ist ein tats├Ąchlicher, physischer Rahmen, mit dem alles M├Âgliche angestellt werden kann, der in allen m├Âglichen Farben leuchten und sich hinbewegen kann, wohin die Regie ihn haben will. Gro├čartig!
Die beste und wunderbarste Konzeptidee ist, aus Jekylls gelungenem Experiment sechs Abbilder entspringen zu lassen, die Hyde im wahrsten Sinne des Wortes wie aufs Haar gleichen. So wird Mr. Hyde also in all seinen Auftritten von sechs Ebenbildern begleitet, ganz im Totent├Ąnzer-Elisabeth-Style. Den H├Âhepunkt erreicht diese geniale Idee in "A dangerous game", wenn Hyde sein gef├Ąhrliches Spiel mit Lucy spielt und sowohl die Hyde-gleichen T├Ąnzer, als auch die wie ihr Huren-Vorbild gekleideten T├Ąnzerinnen im Hintergrund miteinander agieren. Das ist tats├Ąchlich ganz gro├čes Theater und genau so integriert man ein vorgegebenes Ballett-Hausensemble in ein Musical. Bravo! Die beste Sequenz des Abends!
Und kurz danach folgt auch schon der zweitst├Ąrkste Moment, wo sich die Regie n├Ąmlich ├╝berlegt, Lucy bei "A new life" tats├Ąchlich kurz in ihr neues Leben eintauchen und sie in einer kitschigen Mary Poppins-esquen Sequenz dieses Gl├╝ck wirklich erleben zu lassen, nur, um sie dann aus gr├Â├čtm├Âglicher Fallh├Âhe ins Endlose abst├╝rzen zu lassen. Schon nach dem letzten Ton tauchen wie aus dem Nichts (G├Ąnsehaut-Grusel-Alarm!) die sechs Hyde-T├Ąnzer neben ihr auf und Hyde nimmt ihr brutal das Leben.
Brachial gut!
Alle, aber auch alle Ideen dieser Inszenierung (die Huren in der roten Ratte tragen wirklich an Ratten angelehnte Kost├╝me, vor der Show sph├Ąrische Gruselsounds im Saal, etc.) gehen auf.
Die Inszenierung ist derma├čen stark, das sie auch durch die Schw├Ąchen des Abends nicht ins Wanken ger├Ąt:
So perfekt das Tanzensemble integriert ist, so schwach zeigt sich der Opernchor bei dieser Integrationsleistung:
Gewohnt beh├Ąbig, textlich vollkommen unverst├Ąndlich und unf├Ąhig, die einfachsten Bewegungsabl├Ąufe auszuf├╝hren, muss man seine Auftritte in den beiden Akt-Openern ("Facade" und "Murder") ├╝ber sich ergehen lassen.
Dass Jekylls Freund Utterson, vom Hausensemble besetzt, unter Amateurtheaterniveau spielt, ist auszuhalten.
Auch, dass Sir Danvers, ebenfalls Hausensemble, im schlechtesten Sinne im Opernduktus agiert und singt, ist zu ertragen.
Jekylls Verlobte Lisa wird wunderbar erfrischend, leicht emanzipiert und bezaubernd gespielt von Marie-Therese Anselm. Schade, dass ihre Kopfstimme in den H├Âhen arg d├╝nn wird.
Femke Soetenga gibt eine famos-tragische Lucy. Packt sie ihren Belt in "Bring in the men" aufgrund der Choreografie noch nicht ganz aus, wei├č sie in ihren Balladen restlos zu ├╝berzeugen.
W├Ąre mag arg kritisch, k├Ânnte man anmerken, dass Lucy zu wenig und Lisa daf├╝r zu viel beltet und so der stimmliche Grundcharakter der Rollen leicht verschwimmt.
Marc Clear ("Engel aus Kristall") in der Titelrolle ist den schwierigen Anforderungen der Partie erwartungsgem├Ą├č absolut gewachsen:
Fehlt ihm zu Beginn bei " I need to know" vielleicht noch ein wenig die Dringlichkeit und das Getriebene, so packt ihn die Leidenschaft sp├Ątestens vor dem Board of Goveners, wo er seine Wissenschaft verteidigt. Als Hyde ist er zynisch, b├Âse und angsteinfl├Â├čend und packt seine Stimme ohne R├╝cksicht auf Verluste aus.
Begleitet werden selbst seine gesprochenen Monster-Auftritte stets von Psycho-Streichersounds aus dem Orchestergraben.
Schade, dass das gro├če Orchester sich nie richtig mit den Mikrostimmen mischt, die wohl zu Gunsten der Textverst├Ąndlichkeit stets im Vordergrund zu h├Âren sind.
Aber all dies h├Ąlt diese Inszenierung aus.
All dies kann in Anbetracht des brillanten Regiekonzeptes und der ├╝berbordenden Ausstattung nicht verhindern, dass ich einen nahezu perfekten Theaterabend erleben durfte.
Der weite Weg nach Schwerin hat sich absolut gelohnt!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Eliza aus Ottakring

14.02.2018 - Ein unverw├╝stlicher Klassiker. Selbst wenn man es mit einer "bayerischen Fassung" versucht und ├╝ber keine Darsteller verf├╝gt, die der bayerischen Zunge m├Ąchtig sind. Aber was macht das schon, wenn man die fantastische und liebenswerte Nadine Zeintl als Eliza hat. Und die spielt wunderbar auf, nachdem "sie es endlich begriffen hat". Kaum ist sie von den Fesseln der "bayerischen Fassung" befreit, begeistert sie mit "I Could Have Danced All Night". Nicht alle Songs gelingen ihr ├Ąhnlich gut. Aber bei ihrem Spielwitz und Charme ist das wirklich unerheblich. Robert Meyer ist ein wunderbarer Alfred Doolittle. Eine richtige - ich meine das jetzt ganz positiv - Rampensau. Wenn der auf der B├╝hne steht, dann tobt das Haus. Es gibt ein Wiedersehen mit Cornelia Froboess. Ihre Mrs Higgins ist ein Gl├╝cksfall. Besonders in der Ascot-Szene. Und auch Michael Dangl kann als Henry Higgins ├╝berzeugen. Josef K├Âpplinger hat das alles mit vielen sch├Ânen Details in Szene gesetzt. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber wie er Eliza mit den Pantoffeln nach Higgins werfen l├Ą├čt, dass hat schon was. Auch hat mir gut gefallen, dass Eliza in der Schlussszene Higgins nicht die Pantoffeln bringt, sondern ihn einfach links liegen l├Ąsst und in Richtung ihres Zimmers abgeht. K├Âppliger streicht die Ballszene komplett. Was Sinn macht, den sie bringt die Handlung nicht voran (das Wesentliche erz├Ąhlt Higgins im n├Ąchsten Song). Stattdessen fiebert das Personal zur Ballmusik im Arbeitszimmer auf die R├╝ckkehr von Higgins & Co. Marie-Luise Wales hat traumhafte Kost├╝me beigesteuert. Beim B├╝hnenbild hat mir das Arbeitszimmer von Higgins gut gefallen. Alles Andere war schon ein wenig schlicht. Andreas Kowalewitz steht am Pult. Das ist f├╝r mich der "Old Faithfull" das G├Ąrtnerplatztheaters. Der Mann kann halt einfach alles. W├╝rde ich gerne ├Âfters sehen und h├Âren.

J├╝rgenE (46 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Sch├Âner Abend

14.02.2018 - Ich ging zum ersten Mal in die Produktion des Kolping Musiktheaters und hatte einen unterhaltsamen Abend. Che war sehr gut, kaum zu glauben, dass er Laie ist. Auch Evita hat mir sehr gut gefallen. Stimmlich hat mich Marjan Shaki in Wien mehr ├╝berzeugt, aber das Schauspiel und die Ausstrahlung war super. Anscheinend hat der Peron auch Regie gef├╝hrt, er h├Ątte sich vielleicht auf eine Aufgabe konzentrieren m├╝ssen: schauspielerisch und gesanglich nicht schlecht, aber die Regie h├Ątte einfallsreicher sein k├Ânnen. dennoch hab ich die Kolping- Produktion weiter empfohlen.

Wicked123 (erste Bewertung)


Tolle Hauptdarstellerin!

12.02.2018 - Ich war das erste Mal bei einer Kolping-Produktion und bin v├Âllig neutral in die Vorstellung gegangen. Ich fand die Produktion sehr gelungen. Das Ensemble, zum Teil Laien, war sehr engagiert und die Chor-Stimmen haben sich sehr gut angeh├Ârt. Besonders ├╝berzeugt jedoch hat mich Agneta Hanappi als Evita. Sie sang und spielte diese sehr anspruchsvolle Partie mit gro├čer Pr├Ąsenz, Ausstrahlung und Authentizit├Ąt. Ich habe ihr die Rollenentwicklung von der starken zur am Ende schwer kranken Evita voll abgenommen. Die vielen Facetten dieser Rolle hat sie vollends zum Ausdruck gebracht. Gesanglich meisterte sie die durchaus schwierigen Songs einwandfrei und gef├╝hlsstark. Ich w├╝nsche dieser Darstellerin, dass sie diese Rolle noch ├Âfter spielt, da sie mich besonders auch am Ende sehr ber├╝hrt hat. Auch die Rolle des Che fand ich sehr gut gespielt und gesungen. Insgesamt eine sehenswerte Produktion mit guter Regief├╝hrung.

MusicalAddict (erste Bewertung)


Hm...

12.02.2018 - Da sitzt man hier, einen Tag nach dem Theaterbesuch, und wei├č nicht recht, ob es einem gefallen hat oder nicht.
War ich gut unterhalten? Ja, das war ich.
War der Gesang gut? Eigentlich nicht.
Schauspiel, war das ok? Nein, es wirkte eher, als h├Ątte der Regisseur w├Ąhrend der Probezeit Urlaub gehabt.
Aber es hat trotzdem gut unterhalten? Irgendwie schon.

Im Theater angekommen sieht man, dass die zwei Hauptrollen aus gef├╝hlt Dritt- bis F├╝nftbesetzung bestehen. Nicki stand als Erstbesetzung auf der B├╝hne.

Woher kommt nun meine Indifferenz. Sidonie Smith konnte f├╝r mich in den H├Âhen Punkten. Generell ging jedoch der Gesang eher unter und wirkte so ÔÇ×brummeligÔÇť. Jetzt kann man ihr das nur nicht ankreiden. W├Ąren es nicht diese Songs, w├╝rde es wenig auffallen. Singen kann sie ja. Das merkt man dann vor allem bei ÔÇ×I will always...ÔÇť, da war die Stimme voll da! Ihr Plus- und sogleich auch Minuspunkt. Sie war sehr sympathisch, was dem gespielten Teil sehr gut tat. Aber eine Diva, das ist sie gestern nicht gewesen (Regie?).Was nat├╝rlich dem B├╝hnencharakter nicht gut tat. In so fern freue ich mich eine talentierte Darstellerin gesehen zu haben, muss jedoch ankreiden, dass ich keine Rachel Marron auf der B├╝hne hatte. Was ich wiederum schade fand. Zudem tut das dem St├╝ck schon einmal nicht gut.

Dann taucht Nicki auf, Zodwa Selele singt zwei glasklare T├Âne und man ist schon voll bei ihr. Somit vertrat sie die Highlights des Abends.

Das Schauspiel wurde dann zum weiteren Problem, da es im Ablauf dem Aufsagen von m├Âglichst akzentuierten Texten glich. So redet kein Mensch. Das machte das ganze nicht nur unnat├╝rlich h├Âlzern sondern in Phasen auch langweilig.

Ich vergebe drei Sterne, da ich unterhalten war.

TazMA (34 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Super Cast, tolle B├╝hne - 3 sch├Âne Musiknummern

12.02.2018 - Nie waren Standing-Ovations so verdient, wie hier! Die Kids auf der B├╝hne machen mehr als tolle Arbeit. Sie singen toll, sie tanzen klasse und bauen teilweise sogar die B├╝hne mit um :D
Der Vorstellung mangelt es leider aber an ein paar mehr einpr├Ągsamen Musiknummern. Au├čer "When I Grow Up", "Merical" und "Rewolting Children" bleibt leider nicht viel h├Ąngen. Etwas Witz kommt zu Beginn des zweiten Akts mit "Telly" rein, ansonsten h├Ątte man sich einige unn├Âtige Handlungen einfach sparen k├Ânnen, wie zum Beispiel den etwas nervigen Tanz-Lehrer von Mathildas Mum.
Die B├╝hne ist schon ein klasse Bild und immer wieder klappen aus dem "Holz"-Boden andere Kulissenteile mit auf. W├╝rde die Show gerne auf jeden Fall noch einmal sehen...

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Sehr zu empfehlen

12.02.2018 - Diese Show hatte einfach alles: Gute Musik, sch├Âne Lieder, viel Witz, super ├ťbersetzung und vor allem ein tolles Live-Orchester mit einer grandiosen Cast!

W├╝rde es gerne einmal wieder sehen! :)

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Schlecht!

12.02.2018 - Hier weiss ich gar nicht wo man anfangen soll:
Die Darsteller scheinen sich nicht eingesungen zu haben, im ersten Akt erinnerte es an ein DSDS-Casting, im zweiten Akt ging es etwas besser. Allerdings wollten wir diesen schon gar nicht mehr sehen, sind aber dann doch sitzen geblieben...
Kulisse gab es auch: drei Pappw├Ąnde, die zweimal verstellt wurden.
Die Kost├╝me der Kaiserin waren sch├Ân, daf├╝r musste das restliche Ensemble mit kurzen Radlerhosen auskommen und darin seltsame Sportbewegungen zum "Takt" der CD-Musik "tanzen". Eine Mischung aus gewolltem Ballet und Hip Hop-Schritten wurde zum Beispiel f├╝r eine Minister-Sitzung verwendet.
Spart euch bitte das Geld! Hier kann man nicht mal die Darsteller in Schutz nehmen :(

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Gef├╝hlvoll, spannend, witzig

12.02.2018 - Ich habe die Show nun zweimal mit verschiedenen Besetzungen gesehen und war jedes Mal begeistert.
Selten wurde ein Film so gut auf die B├╝hne gebracht. Es fehlt im Vergleich an nichts. Selbst einige Gags aus dem Film wurden fast schon 1:1 ├╝bernommen.
Die Musik ist klasse: mal rockig, mal ruhig, aber immer mit sehr viel Gef├╝hl. Die Texte haben in der deutschen ├ťbersetzung zwar ein klein wenig verloren, aber es ist immerhin auch ein sehr schwieriges St├╝ck zu ├╝bersetzten gewesen.
Die B├╝hne ist relativ einfach, aber mit sehr vielen Details und durch geschickte Lichteffekte sehr gut wandelbar.
Ich w├╝rde die Show jedem empfehlen, der den Film mag und sich gerne einmal live mitreisen lassen m├Âchte.

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Mehr als ein Hauch von Broadway

11.02.2018 - Ich besuchte die Vorstellung am 28.01. in Heilbronn, die Karte hatte ich schon l├Ąnger im Voraus gekauft und freute mich dementsprechend schon l├Ąnger auf diese interessante Veranstaltung.
Broadway, damit hatte ich bisher noch nicht wirklich viel am Hut, kannte zwar die -allerseits- bekannten Lieder, aber das war es dann auch schon. Der Besuch, ein Wagnis oder die Durst nach Neuem, mir Unbekannten.
Lange Vorrede, kurzer Sinn. Eine fantastische Show, mit gl├Ąnzend aufgelegter Darstellern, die ein Broadway Hit nach dem anderen auf die B├╝hne zauberten.
-The lights of broadway- haben allerdings nichts mit Lichtern im eigentlichen Sinn zu tun, damit sind eher die -Highlights- gemeint, so die Einf├╝hrung am Anfang der Veranstaltung. Federf├╝hrend und der Verantwortliche, Gaines Hall, f├╝r mich pers├Ânlich ein zweiter Fred Astaire. Er steppte federleicht und unangestrengt ├╝ber die B├╝hne, stets mit einem L├Ącheln auf den Lippen. Sein -singing in the rain- war eines der Highlights an diesem Abend. Wer Stepptanz liebt, der sollte unbedingt Gaines Hall einmal live auf der B├╝hne erleben.
Neben Gains Hall, konnte man Sophie Berner, Frederike Haas und den begnadeten Christian Alexander M├╝ller bewundern. Diese pr├Ąsentierten sich in glitzerten Kost├╝men, die einen alleine schon in den guten alten Broadway versetzten. Sei es Chicago, Cabaret, der Kuss der Spinnenfrau oder Kiss me Kate. Die Auswahl erstreckte sich auf eine gro├če Bandbreite, so war f├╝r jeden etwas mit dabei.
Die beiden Damen des Abends, ├╝berzeugten sowohl mit ihrer Stimme, als auch mit ihrem Tanz, beide sehr au├čergew├Âhnliche Darstellerinnen, die begeisterten. Ebenso ├╝berzeugend kam auch Christian Alexander M├╝ller hin├╝ber, der zweite Mann im Bunde. Sein -the impossible dream- ein wahrer Traum, hier befand er sich eindeutig in seinem Element. F├╝r mich der emotionalste Auftritt des Abends, der mich tief ber├╝hrte und mir G├Ąnsehaut bescherte. Er alleine vor dem dunklen Vorhang, ganz leger gekleidet, voll da mit seinen Emotionen, seiner au├čergew├Âhnlichen Stimme. Was braucht man (Frau) mehr?
Was nat├╝rlich nicht fehlen durfte, ein gro├čartiges Ensemble, die die vier Protagonisten tatkr├Ąftig unterst├╝tzten, sei es gesanglich oder t├Ąnzerischer Art. Auch hier zeigte sich erneut Gaines Halls gro├čes Stepptalent, als er mit einigen Emsemblemitgliedern zusammen steppte. Eigentlich nur damit die Kost├╝me richtig zur Geltung kommen sollten, kleiner Scherz am Rande von Gaines Hall.
Lust but not least, auch ein gro├čes Lob an die Musiker, die einiges zum Broadway Feeling beisteuerten. Nie ├╝bert├Ânten sie die S├Ąnger, was bei einigen Produktionen leider manchmal der Fall ist. Immer guter und klarer Sound. Der Herr im Klavier schmiss sich auch mal in eine Regenjacke um seine Unterst├╝tzung zu demonstrieren oder half Herrn M├╝ller, der vor lauter Aufregung einen Namen verga├č. Genau diese lustigen Elemente vervollst├Ąndigten das ganze und lockerten die Atmosph├Ąre auf.
Alles in allem ein sein sehr sch├Âner und unterhaltsamer Abend, der selbst einen Broadway Neuling wie mich vollends ├╝berzeugen konnte.
Also, beide Daumen hoch!

gilmoregirl (erste Bewertung)


Schade aber ok

10.02.2018 - Schade, das trifft es ganz gut! Wir waren mit gro├čer Erwartung nach Gm├╝nd gereist, Evita verspricht schon vom Namen her viel, gehalten hat es relativ wenig. Das Orchester und die Rolle des Che (Simon Ihlenfeld) waren das Beste an diesem Abend. Peron, vom Regisseur gespielt (warum?), war irgendwie komisch. Che war echt gut, wir fanden seine Lieder und sein spielerisches Auftreten sehr gelungen. Evita war nicht schlecht aber auch nicht gut, auch hier: schade. Das gesamte Ensemble mit B├╝hnenbild ist wie ein nettes Bauerntheater, eigentlich mit Charme, aber dieses Musical sollte dann doch in Profihand gegeben werden. Die Tanzdamen waren ganz h├╝bsch anzusehen und waren sehr positiv. Wir werden wiederkommen, da wir gerne in Gm├╝nd sind und wir nat├╝rlich Laientheater unterst├╝tzen wollen...hoffen nur dass n├Ąchstes mal ein besseres St├╝ck gespielt wird. Alles in allem trotzdem ein Lob an alle Beteiligten die solch ein St├╝ck organisieren und hier in Gm├╝nd auf die Beine stellen. Bis n├Ąchstes mal..

meikes! (erste Bewertung)


Prachtvolles, emotionales Historien-Musical mit G├Ąnsehautmelodien

10.02.2018 - Die Musikalische Kom├Âdie Leipzig zeigt wie es richtig geht den historischen Stoff der "Russischen Oktoberrevolution" in ein emotionales, ergreifendes und auch ersch├╝tterndes Musical umzusetzen! Hatten im Herbst 2017 die Stadttheaterkollegen mit "Rasputin" vollends ins Klo gegriffen und aus dem Thema nichts anderes als eine Lachnummer kreiert ging mir nun bei den zwei komplett ausverkauften Vorstellungen in Leipzigbuchst├Ąblich das Herz auf!

Zum einen liegt das an der ergreifenden Geschichte der einzelnen Schicksale (nichts f├╝r schwache Nerven - wir befinden uns sprichw├Ârtlich in einem Totenhaus - hier wird hingemetzelt was das Zeug h├Ąlt - allerdings muss man ja sagen - das war historisch wirklich so und ist nicht Stoff eines Phantasiefilms a La Hollywood)!

Auch die Kost├╝me und einfache aber wirksame B├╝hnenausstattung begeistern - die Tontechnik ist dies mal anders als bei Dracula sehr gut eingestellt und man kann der Geschichte gebannt und ohne St├Ârungen folgen und sich ins Russland um 1903-1930 herum hineinziehen lassen!

Cusch Jung hat den Broadway-Flop stringent, glaubw├╝rdig und niemals langweilig oder zu lang auch nicht "kitschig" inszeniert - die reine Spieldauer betr├Ągt 3 Stunden mit Pause also gute 3 1/2 Stunden und es wird klar warum es den Amerikanern am Broadway nicht gefallen hat - die Realit├Ąt ist einfach zu hart da bleibt f├╝r Sp├Ąsschen und gute Laune einfach kein Platz!

Der erste Star neben der Geschichte ist die Cast und da muss ich sagen - noch nie waren in einem Stadttheater die Rollen so gut besetzt wie hier - die Darsteller passen alle wie die Faust aufs Auge!

Allen voran nat├╝rlich unser gro├čer Musicaltenor Jan Ammann er spielt und singt seinem Film-Ego Omar Sharif von Beginn bis zum Schluss absolut den Rang ab - perfekte Stimmf├╝hrung, emotionales, ber├╝hrendes Schauspiel - das ist Ammanns beeindruckende Leistung vor allem. bei seinen zahlreichen Solis und Duetten seiner beiden Frauen!

Seine Ehefrau wird gespielt von Hanna Mall - Musicaldarstellerin aus Heilbronn - perfekt besetzt sie hat den typisch russischen Typ und man nimmt ihr die Liebende und verst├Ąndliche Ehefrau vollends ab

Lisa Habermann als Geliebte Larissa passt auch total vom Typ her und harmoniert perfekt im Spiel mit Jan Ammann

Aber auch mit Bj├Ârn Christian Kuhn als ihrem Ehemann Pavel Antipov & Revolution├Ąr Strelnikow dem Widersacher Doktor Schiwagos aber auch mit dem Zwielichtigen Viktor Komarovskij verk├Ârpert von Patrick Rohbeck der hat eine Ausstrahlung und tolle Stimme und man nimmt ihn den Zwielichtes Anwalt von der ersten Minute an ab -

Die 3 Kinderrollen sind ebenfalls sehr gut besetzt (sie k├Ânnen auch singen! aus dem hauseigenen Kinderchor der Oper Leipzig und auch Ballett und Chor sind t├Ąnzerisch & stimmlich exzellent drauf

Der wahre Star des ganzen Abends als absolutes i-T├╝pfelchen sonst w├Ąre der Stoff doch zu d├╝ster, tragisch und ohne Hoffnung ist die wundersch├Âne Musik von Lucy Simon - absoluter H├Âhepunkt da muss ich der Kritik der Musicalzentrale recht geben ist das Duett der beiden Frauen "Und doch wundert es mich nicht" aber auch die Liebesduette sind traumhaft und die Soli wie "wer ist Sie" oder "Adges"

Wunderbar ber├╝hrend und hoffnungsvoll zwei gro├čartige Musicalabende - Pr├Ądikat:Unbedingt ansehen und geschichtlich was lernen und mitbekommen!

Gro├čer Applaus f├╝r die mehr als gelungene Deutschsprachige Erstauff├╝hrung der Musikalischen Kom├Âdie Leipzig - Standing Ovations waren der Dank daf├╝r

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


WOW! Wie grandiosÔÇŽ

09.02.2018 - Dieses Musical bekommt von mir 5Sterne! Hamburg wird nicht nur ÔÇô Hamburg ist kinky!
Was f├╝r ein tolles Musical, was f├╝r eine ├╝berzeugende Cast, hier hat Stage mal endlich wieder alles richtig gemacht.
Das Musical hat mich von der ersten Minute an ├╝berzeugt und hat mir gute Laune aufs Gesicht gezaubert.
Warum nicht ├Âfter so, ihr k├Ânnt es also doch noch liebe Stage.
Gino Emnes als Lola ist der Hammer und ├╝berzeugt so sehr.
Dieses Musical muss ich noch ├Âfter ansehen, es hat so viel Freude gemacht zu zusehen und zu zuh├Âren.
Mein Lieblingslied ist ÔÇ×Land of LolaÔÇť ich komme wieder.
Hier lohnt sich jeder Cent.
Gro├čer Beifall f├╝r den Cast und f├╝r Stage!

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Wir waren sehr entt├Ąuscht

09.02.2018 - Wir sind Musicalfans aus dem Umland von Schw├Ąbisch Gm├╝nd und gehen eigentlich immer zu den Kolping Veranstaltungen. Irgendwie haben wir das Gef├╝hl es war dieses Mal der absolute Tiefpunkt. Das St├╝ck Evita kann eigentlich ganz sch├Ân sein, wir haben es vor 3 Jahren schon in einer professionellen Show gesehen. Leider war es f├╝r die Laiengruppe vom Kolping Verein nicht wirklich passend. Die Evita selbst hat nicht stattgefunden...uns hat weder die Stimme noch das Spiel gefallen. Per├│n wurde leider wieder von dem Regisseur selbst gespielt. Wir m├╝ssen uns dieses jedes Jahr aufs Neue antun, leider war er nicht nur k├Ârperlich zwei Nummern zu klein, sondern auch spielerisch...gibt es denn niemand in diesem Verein der ihm mal sagen kann, dass dies nix ist??? Che hat uns sehr gut gefallen, er war der einzige der uns an diesem Abend gut ungehalten hat...
Die Musik war ok...
F├╝r das ganze Ensemble tut es mir leid, dass die Hauptdarsteller aus diesem St├╝ck nichts gemacht haben, da das Ensemble sich in seinem Rahmen wirklich M├╝he geben...

Regina117 (erste Bewertung)


Beeindruckend und spannend

07.02.2018 - Woman in White nach 2004 noch einmal zu sehen, lie├č mich nach London reisen. Es hat sich mehr als gelohnt.

Das Charing Cross Theater unter dem Bahnhof ist klein. Das macht den Reiz aus. Man ist mittendrin und hat oft das Gef├╝hl es wird nur f├╝r einen selbst gesungen. In Reihe J f├╝r knapp 32 Pfund eine geniale Sicht.

Eine wundersch├Âne, kleine Inszenierung mit einer fantastischen Cast. Es spielte die komplette First Cast in den Hauptrollen. Die Musik ist so sch├Ân und stimmig orchestriert. Kaum zu glauben was 11 Musiker leisten, ohne es zu technisch klingen zu lassen.

Ich hoffe das es die Show bald mal in einer deutschen Inszenierung zu h├Âren gibt. Der Stoff ist spannend, ber├╝hrt und es gibt wundersch├Âne Lieder.

Leider endet die limitierte Spielzeit in London am 10. Februar. Wie sch├Ân das noch geschafft zu haben.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gro├čartig!

07.02.2018 - Der alte Jedermann als Rockoper ??! Ich muss sagen ich bin wahnsinnig begeistert. Die komplette Cast singt und spielt ganz gro├čartig. Wir sehen einen ambitionierten kraftvollen Chor , eine wunderbar in Szene gesetzte Tanzabteilung. Die tiefe Musik von Vanden Plas sucht ihresgleichen und wirkt in einem stimmigen Orchesterarrangement kraftvoll und ber├╝hrend zugleich . Das opulente B├╝hnenbild, eine tolle Inszenierung und eine gut funktionierende Soundabteilung runden dieses wunderbare Theatererlebnis ab. Der Mut des Theaters M├╝nster sich so ein St├╝ck ins Haus zu holen hat sich gelohnt und wird zurecht mit minutenlangem Beifall belohnt. Einfach gro├čartig!

Alexandra Titze (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Daisy Dance (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Jenny Ziedlow (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Jana Kirsch (erste Bewertung)


Altbekannt und doch neu

05.02.2018 - Das Staatstheater Mainz hat aktuell den Jerry Herman Klassiker LA CAGE AUX FOLLES auf seinem Spielplan.

B├╝hnenbild, Choreografie, Lichtdesign und Kost├╝me fallen gut bis sehr gut aus und lassen keine W├╝nsche offen.

Interessante Akzente setzt man in Mainz mit der Inszenierung und der Besetzung.
Das Musical ist 35 Jahre alt und hat zu seiner Premierenzeit ein nachhaltiges Statement zum Thema Toleranz und Akzeptanz gegen├╝ber Menschen, die nicht zwangsl├Ąufig in ein konventionelles Gesellschaftsbild passen, gesetzt.
Die Zeiten haben sich seit dem ge├Ąndert (und ├Ąndern sich immer wieder).
Auch wenn heute irgendwelche Lolas auf ausgetretenen Pfaden, mehr schlecht als recht, hinterherst├Âckeln, bleibt LA CAGE der unerreichte "Prototyp".
Regisseur Christopher T├Âlle hat etwaige Patina schonend entfernt.
Der Typus von Georges und Albin, sowie ihre Beziehung, werden fein nuanciert neu definiert.
Dadurch, dass die beiden wesentlich j├╝nger besetzt wurden als sonst ├╝blich, wirkt das St├╝ck wesentlich zeitgem├Ą├čer. Die beiden verkl├Ąren nicht irgendeine Vergangenheit, sondern sind fest im Hier und Jetzt verortet und haben Zukunftsperspektiven.
Insbesondere der Charakter von Albin hat sich ver├Ąndert. Er ist nicht mehr die schrille, alte Tucke. In der wunderbaren Interpretation von Alin Deleanu ist er vielmehr eine mond├Ąn, elegante Dragqueen, die durchaus zwischen B├╝hnenshow und Privatleben unterscheiden kann und Rollen an- und ablegt. Dadurch z├╝ndet vielleicht nicht mehr jeder Gag, der auf Klischees basiert, es bringt aber verst├Ąrkt Emotionalit├Ąt und Glaubw├╝rdigkeit in das St├╝ck. (Ich habe noch nie eine so intensive und wahrhafte Interpretation von "Ich bin was ich bin" geh├Ârt.)
Dadurch wird auch insgesamt die Haltung von Georges nachvollziehbarer. Man versteht, was ihn zu diesem Mann(!) hinzieht.
Auch Stephan Bootz umgeht in seiner gelungenen Darstellung weitgehend alle Stereotypen.

Der Spass bleibt, die Message kommt an. Lautstarker Szenenapplaus bei der finale Ku├čszene zwischen den beiden M├Ąnnern.

Zum Schlu├č noch ein Kompliment an das gro├če Orchester des Staatstheaters. Hermans wunderbare Partitur, die so reich an Melodien und Stimmungen ist, wird temperamentvoll, leidenschaftlich und auch sensibel umgesetzt.
Zum Entreacte gibt es daf├╝r begeisterte Bravo-Rufe aus dem Publikum.
(Stell dir das einmal in einem STAGE-Theater vor?!)

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Sehr gute Besetzung

05.02.2018 - Die Auff├╝hrung am 3.2.18 war mein 5. BEuch beim Tanz der Vampire (1999 Wien, 2000 und 2002 Stuttgart, 2004 Hamburg). Im Vergleich zur urspr├╝nglichen Version wirken die Kulissen im 2. Akt etwas gruseliger und die B├╝hne insgesamt voller. Die sch├Âne Wendeltreppe fehlt zwar, aber das ist zu verschmerzen. Was mir pers├Ânlich nicht so gut gefallen hat, war die ├änderung im Finale. Das erneute Auftreten des Grafen ist prinzipiell nachvollziehbar und gut, aber es entsteht eine Pause zum Finalsong, sodass dieser wie dran gehangen wirkt. Das war fr├╝her ein flie├čender ├ťbergang.

Die musikalische Seite der Inszenierung ist bestens. Das Orchester war sehr gut, aber vielleicht etwas leise. Kann aber auch den Pl├Ątzen gelegen haben. (Reihe 8, linke Seite).

Die Besetzung war gr├Â├čtenteils die Erstbesetzung. Alfred und Sarah waren sehr gut. Diana Schnierer hat eine sehr warme Stimme, die gut zur Rolle passt. Raphael Gro├č spielte den unsicheren Alfred auch sehr gut und zeigte bei seinem Solo, dass er eine gute Stimme hat. Als Graf spielte Thomas Borchert. Er war stimmlich top und holte alles aus der Rolle raus.Bei manche T├Âne h├Ątte ich mir gew├╝nscht, wenn er sie l├Ąnger ausgesungen h├Ątte. Das hat bislang nur Charles Fornara in Stuttgart gemacht. Als Magda spielte Anja Backus. Im zweiten Akt gefiel sie mir besser als bei ihrem Solo.

Insgesamt ein toller Abend, der preislich um einiges attraktiver war als er in Deutschland gewesen w├Ąre. Kostenlose Garderobe, drei Getr├Ąnke unter 10 ÔéČ und die Tickets fast 30ÔéČ g├╝nstiger pro Person. Schade, dass Wien so weit weg ist.

Daniel┬▓ (8 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


W├╝rdige DSE in D├╝sseldorf

05.02.2018 - Das D┬┤haus schafft es, mit Lazarus eine sehr sehenswerte Inszenierung auf die B├╝hne zu bringen, was vor allem der hervorragenden Regie von Matthias Hartmann zu verdanken ist. Unter Einsatz von zwei gro├čen Videow├Ąnden und einer Livecam, die geschickt in die Inszenierung eingebaut wird, gelingt es immer wieder gro├čartige und stimmige Bilder zu zaubern und das leicht wirre Musical mit seinen unz├Ąhligen Deutungsm├Âglichkeiten gleichzeitig unterhaltsam wie positiv diskussionsf├Ąhig zu gestalten. Hinzu kommen wunderbare Darsteller, allen voran Hans Petter Mel├Ş Dahl, der trotz Erkrankung am Premierenabend vollauf ├╝berzeugen kann. Auch die anderen Darsteller sind gut besetzt, die B├╝hne als Wohnzimmer in Form einer Rakete wei├č ebenso zu gefallen. Musikalisch spielt die 8k├Âpfige Band auf hohem Niveau, ein Besuch lohnt sich. Wenn man bereit ist, sich auch mal auf etwas neues und anderes einzulassen, kann man in D├╝sseldorf gerade einen gut 2st├╝ndigen interessanten Theaterabend erleben, der ohne Pause durch gespielt wird.

Besuchte Vorstellung:
03.02.18 (Premiere) - Schauspielhaus, D├╝sseldorf

Inszenierung: 4,5 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (26 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Gute Unterhaltung, aber kein Meistwrwerk

04.02.2018 - ├ťber zehn Jahre hat es gedauert, bis ich diesem besonderen Haus endlich einen Besuch abgestattet habe.
Besonders deshalb, weil das Theater f├╝r Niedersachsen (TfN) als einziges Staatstheater ├╝ber ein hauseigenes, professionelles Musicalensemble verf├╝gt und nicht st├Ąndig auf qualifizierte G├Ąste, (oft l├Ąstigen) Opernchor und Ballett zur├╝ckgreifen muss.
Und eben dieses Ensemble haut mehrere Premieren pro Jahr raus, gerade von hierzulande eher unbekannten und wenig gespielten Off-Broadway-St├╝cken.
In diesem Fall handelt es sich um das Fr├╝hwerk der Star-Komponisten Pasek&Paul, welches wirklich gute Unterhaltung bietet, aber sicher nicht, dies sei vorweggenommen, ein Meisterwerk wie "Dear Evan Hansen" darstellt.
"Dogfight", die Story ├╝ber 3 US-Marines, die f├╝r einen Wettbewerb das m├Âglichst h├Ą├člichste M├Ądchen f├╝r ein Preisgeld verf├╝hren sollen, verf├╝gt ├╝ber viel Potential, welches das Buch leider nicht voll aussch├Âpft.
Das die Show letztendlich nicht vollends ├╝berzeugen kann, liegt somit keinesfalls am bestens aufgelegten und ausgew├Ąhlten Hausensemble, sondern am vorliegenden Grundmaterial.
Obwohl die Show nur an wenigen Spielterminen gezeigt wird, pr├Ąsentieren die Darsteller eine gro├čartige Ensemble-Gesamtleistung, saubere Choreografien und tighte Ch├Âre.
Leider ist das Ganze nicht immer ideal abgemischt, einige Mikrofone sind zu sp├Ąt offen.
Die anspruchsvolle Partitur erklingt in typischem Off-Broadway-Sound und wird in der Band-Originalbesetzung pr├Ąsentiert:
Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Violine und Violoncello.
Das klingt ganz wunderbar.
W├Ąhrend das St├╝ck in seiner Tragik insgesamt etwas West Side Story-esque wirkt, erinnert es musikalisch an "Spring Awakenig", ohne jedoch mit dessen Hitdichte aufwarten zu k├Ânnen.
Die Melodien, vor allem die Balladen, sind alle sch├Ân anzuh├Âren, doch leider bleibt kein Titel wirklich h├Ąngen.
Elisabeth K├Âster spielt die "h├Ą├čliche" Rose im wahrsten Sinne des Wortes liebenswert.
G├Ąnsehautmomente sind in jedem Fall die Szenen, in denen Rose sich selbst auf der Gitarre begleitet und r├╝hrend ihre an Folkmusik angelehnten, "selbstkomponierten" Songs singt.
Das geht unter die Haut.
Das sie h├Ą├člich und zu dick ist, wird hier nur behauptet und der Zuschauer muss dazu seine Fantasie bem├╝hen, was nat├╝rlich in Ordnung geht.
St├Ąrkste Szene war f├╝r mich der Song "Dogfight" selbst, in der die g├Ąnzlich unterschiedlichen Figuren Rose und die Hure Marcy sich stimmlich immer h├Âher schraubend ihre Weltanschauungen ├╝ber die Schlechtigkeit der Menschheit oder eben das Gute im Menschen um die Ohren hauen.
Teresa Scherhag gelingt in der Rolle der Marcy ein wahres Kabinettst├╝ckchen:
Auf den Punkt gespielt, urkomisch und darum mit gro├čer Fallh├Âhe sehr tragisch.
Ihr ansteckendes, pr├Ągnantes Lachen hat sie offensichtlich bei Janice aus der Sitcom Friends entliehen.
Die Darstellung der "3 B's", die verrohten Marines, ist bei Tim M├╝ller, Lukas Sandmann und J├╝rgen Brehm in den besten H├Ąnden.
Was wirklich auff├Ąllig st├Ârt und oft aus dem St├╝ck rei├čt, sind die schwarz gekleideten Stagehands, die wohl in Ermangelung von B├╝hnentechnik die B├╝hne viel zu oft offensichtlich umbauen. Das h├Ątte man inszenatorisch mit den vorhandenen Darstellern l├Âsen m├╝ssen.
Alles in allem bin ich sehr dankbar, dieses St├╝ck und vor allem dieses tolle Haus entdeckt zu haben.
Es wird sicher nicht mein letzter Besuch im Theater f├╝r Niedersachsen gewesen sein.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


FACK JU G├ľHTE

01.02.2018 - Ich habe die erste Vorstellung nach der Premiere gesehen, ich finde es fast besser als den Film, es ist nah,spontan,gagreich und Kurzweil f├╝r die Seele.
Ich werde es mir noch mal ansehen, meine Freundin sang auf dem Heimweg " Spring spring ins kalte Wasser"einer der Ohrw├╝rmer. Unbedingt ansehen, weiter sagen und ich hoffe das bald die CD zum Musical kommt. Danke alle vor und hinter der B├╝hne, echt viel los auf der B├╝hne, und manchmal echt sehr gelungene Kleindeko und Requisiten die das sehr lebendige machen.

Theaterg├Ąnger2018 (erste Bewertung)


Das Traumpaar mit sch├Ânen Erinnerungen

01.02.2018 - Am 20. Januar 2018 besuchte ich zum ersten Mal den neuen Kulturpalast Dresden -ein Konzertsaal mit einer Hammer Akustik - dort fand das Konzert " DAS TRAUMPAAR DES MUSICALS" mit den gro├čen Stars des Genres PIA DOUWES & UWE KR├ľGER statt.

Untertitel: 25 Jahre ELISABETH und nachdem ich 1992 durch ELISABETH in Wien zum Musical-Fan wurde war das ein doch sehr bewegender Abend f├╝r mich mit vielen Erinnerungen an die vergangenen 25 Jahre..

Mit den Videoeinspielungen des Kritikers L├Âbel aus Wien und Probenmitschnitten gew├╝rzt mit den sch├Ânsten Solos und Duetten aus ELISABETH ging es los -

Pia DOUWES hat eine Stimme die sie 1992 bei Leibe so noch nicht hatte - man kann sagen - um so ├Ąlter sie wird um so sch├Âner und gewaltiger wird ihre Stimme - faszinierend und sch├Ân... G├Ąnsehautfeeling bei "ICH GEH├ľR NUR MIR" ihrem absoluten Leibsong und auch meiner - der ber├╝hrt einfach bis tief ins Herz...

Die Anekdoten der beiden waren auch lustig und sehr informativ wie es damals so war beim CASTING f├╝r ELISABETH - und Uwe als Tod -

Ich fand toll wie er dem Publikum erkl├Ąrte, dass er nicht wusste wie er die Rolle anlegen sollte und sang 3 verschiedene Versionen eines Titels um bewusst zu machen das bei einer Welturauff├╝hrung eben nix "fix" ist sondern alles sich entwickeln muss und ausprobiert werden muss was wie ist -

Er sang auch seine gro├čen Solos aus Elisabeth u.a. "DER LETZTE TANZ" - die Erinnerung an Essen kam hoch da er den "Todesmantel" an hatte - und man sah welche gro├če Leistungen er als Musicals├Ąnger vollbracht hat in den 30 Jahren seiner Karriere...

Leider ist seit 2008 - Letzte Saison REBECCA seine Stimme eben nicht mehr das was sie mal war - er hat zu viel gespielt und sie nicht geschont und leider h├Ârt man seitdem das Resultat - grad bei so Songs wie "DER LETZTE TANZ" - die Stimme bricht einfach weg und das ist Schade, sehr schade...

Aber trotz allem ist das Konzert nicht schlecht - die Titel sind gut gew├Ąhlt auch die HIGHLIGHTS im 2. Akt -das Publikum w├╝rdigt seine Stars und die geben bis halb 12 flei├čig Autogramme...

Zusammengefasst kann man sagen - Pia Douwes repariert 3-Fach das was Uwe stimmlich versemmelt - aber er gibt sein Bestes und es gibt Songs die er immer noch gut und sch├Ân performen kann und seine gro├čes Charisma ausspielen kann wie bei Dr. Dolittle - in den letzten Jahren hat er Rollen gefunden die zu ihm passen als Gomez Addams, NOSTRADAMUS, usw. und das passt dann schon..

Ich fand es sch├Ân, dass die beiden noch mal eine Tour gemacht haben alleine schon aus Erinnerungsgr├╝nden - das fand auch das Publikum im sehr gut besetzten Konzertsaal so

Alles in allem ein sch├Âner Abend - hoffe es gibt mal wieder eine Wiederholung

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Fame an der Oper Kiel

30.01.2018 - Ich lebe in Kiel und schaue mir regelm├Ą├čig die Produktionen der Oper an. Ich habe mich sehr gefreut, als ich gelesen habe, dass Fame auf dem Spielplan 2017/18 stand, da ich gro├čer Fan dieser Show bin. Au├čerdem finde ich es klasse, dass das Musiktheater-Programm mal etwas moderner ist. Und ich muss sagen, ich war wirklich total begeistert von dem Abend! Die Darsteller waren super und die Musik ist einfach toll! Es gab zwar nur ein B├╝hnenbild aber das w├╝rde super genutzt und man hatte das Gef├╝hl man w├Ąre f├╝r jede Szene in einem anderen Raum. Und die Darsteller waren wirklich fantastisch. Ich wei├č gar nicht wen ich am besten fand, die waren alle auf ihre Art toll. Und die k├Ânnen einfach alles, singen, tanzen, spielen. Und man hat gemerkt wieviele Spa├č es ihnen gemacht hat. Das fand ich so toll, das kam auch im Zuschauerraum an. Ein wirklich sehr gelungener Abend!

Sandra100 (erste Bewertung)


musikalisch top...der rest.. naja..

30.01.2018 - fortenbacher singt streisand 29.01 .

stimmlich ├╝ber jeden zweifel erhaben, aber das drumherum war nach meinem geschmack nicht so das gelbe vom ei..

vielleich habe ich einfach was falsches erwartet, denn das programm war durch die arrangements sehr jazz lastig. beim thema streisand habe ich an big ballads gedacht..ich kannte auch weniger lieder als erwartet.. gesungen war das alles wirklich toll, doch dann hat la fortenbacher zwischen den liedern kleine anekdoten erz├Ąhlt.. doch nicht in bezug auf die streisand, sondern mit einem augenzwinkern ├╝ber das leben als diva und ihre zeit als musicaldarstellerin.. ich pers├Ânlich fand das nicht so passend wenn ├╝ber shitstorm, mamma mia und co erz├Ąhlt wird...zweimal 45 minuten dann noch werbung f├╝r ihre cd die nach dem konzert auf der b├╝hne verkauft wird, dann war schluss... fazit: musikalisch toll, der rest naja..

ps. ich versteh ja das das schmidt ein verzehrtheater ist, aber nach art des hauses fast 25 minuten sp├Ąter zu beginnen finde ich schon frech. dann nochmal 35 minuten pause.. sorry. schmidt.. so seht ihr mich nicht so schnell wieder...

Kirmesboxer (14 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Ein lustiger und wundervoller Abend

29.01.2018 - Nachdem ich das St├╝ck leider immer verpasst habe, bin ich quer durch Deutschland gefahren, um Avenue Q endlich einmal live erleben zu d├╝rfen.

Das Theater Bielefeld gef├Ąllt mir sehr. Ein toller Zuschauerraum mit bester Sicht gerade im Rang, ein sch├Ânes Foyer und sehr viel Personal, welches ├╝beraus zuvorkommend und freundlich ist.

Das B├╝hnenbild ist recht schlicht gehalten, aber es passt zum St├╝ck und auch in den "gro├čen" Produktionen an Broadway oder London war das B├╝hnenbild sicher nicht viel ├╝ppiger. Eine H├Ąuserfassade, welche sich f├╝r viele kleine "Wohnungen" ├Âffnen l├Ąsst.

Die Puppen sind offenbar die "Original"-Puppen der Gro├č-Produktionen. Das hat mich sehr gefreut, denn sie sind wirklich h├╝bsch. Die Darsteller sind beim Puppenspiel in schwarz gekleidet, so dass die Puppen stets im Vordergrund stehen. Nur die wenigen "normalen" Rollen ohne Puppen sind entsprechend gekleidet.

Die Darsteller waren wundervoll. Allen voran Stefanie K├Âhm. Sie kannte ich von der CD und habe mich sehr auf sie gefreut. Tolle Stimme, super Schauspiel. Hier gibt es keine Luft mehr nach oben. Insgesamt waren alle Rollen sehr gut besetzt - bis auf Daniel K├╝blb├Âck. Norbert Kohler darf man dies kaum anlasten, aber er sieht nicht aus wie Daniel K├╝blb├Âck und hat auch in Stimme und Gestik kaum Gemeinsamkeiten. Hier h├Ątte vielleicht doch ein passenderer Darsteller gecastet werden m├╝ssen.

Das Publikum wusste offensichtlich nicht, was hier zu sehen sein wird. Es gab gerade in den ersten 45-60 Minuten kaum einen Lacher. Beim sehr lustigen Song "Jeder ist ein bisschen rassistisch" keine Lacher und danach Totenstille. Erst vor dem Finale, als die Puppen Sex hatten, lockerte sich die Stimmung. Und auch meine neuen Lieblinge des St├╝cks - die Bullshit-B├Ąren - ernteten nach und nach Lacher.

Fazit: Tolles Musical mit vielen eing├Ąngigen Songs. Hervorragende Darsteller und sch├Ânes B├╝hnenbild. Ich kann das St├╝ck wie auch das Theater nur empfehlen.

sus70 (16 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Kaum in Worte zu fassen

29.01.2018 - Wie habe ich mich gefreut, nach all der langen Zeit seit "Les Miserables" endlich wieder im Musicaltheater - Verzeihung - Theater am Marientor sitzen zu d├╝rfen. Schon der Anblick des Theaters, des Foyers und vor allem des Zuschauerraumes lie├čen bei mir die ein oder andere Erinnerung an die "goldenen Zeiten des Musicals" wieder hochkommen.

So freute ich mich umso mehr auf diesen Abend mit einem wahrhaften "Traumpaar des Musicals". Zu Pia Douwes muss man sicher nichts mehr sagen. Eine der bekanntesten und besten Musical-Darstellerinnen und f├╝r mich schon seit ├╝ber 20 Jahren schlichtweg die Nummer eins. Auch Uwe Kr├Âger d├╝rfte der wohl bekannteste m├Ąnnliche Musical-Darsteller sein. Unz├Ąhlige Rollen hat er gespielt und war fr├╝her absolut herausragend.

Der Abend war gegliedert in zwei H├Ąlften. In Teil eins wurde ausf├╝hrlich Elisabeth besungen und es gab viele pers├Ânliche Erlebnisse der beiden Darsteller der ersten Stunde. In der zweiten H├Ąlfte dufte man den ein oder anderen Song aus der nachfolgenden Karriere der beiden genie├čen. Die Auswahl fand ich (pers├Ânlich) verbesserungsw├╝rdig, denn hier hatte ich mir doch etwas mehr erhofft.

Pia Douwes war (wie immer, das muss man so sagen) absolut herausragend. Was f├╝r eine wundervolle Stimme, was f├╝r ein tolles Schauspiel, welche Emotionen und welche einfach nur sympathische Frau. Sie trifft mit Leichtigkeit jeden Ton. Ich habe noch nie erlebt, dass sie mal einen Ton "verpatzte". Hier stimmte alles, Hut ab und vielen Dank f├╝r viele G├Ąnsehaut-Momente!

Doch wieso gebe ich bei diesem tollen Abend nur einen Stern? Der Grund hei├čt Uwe Kr├Âger. Es f├Ąllt mir schwer, in Worte zu fassen, was ich hier erleben musste. Er hat nicht nur viele T├Âne nicht getroffen. Er hat nicht nur ganz generell hohe Lagen gar nicht (!) mehr halten k├Ânnen. Er hat kein einziges Lied fehlerfrei gesungen. Seine Versuche, seinen unz├Ąhligen Fehler zu verbergen, machten es nur noch schlimmer. Mal schrie er regelrecht die T├Âne raus (in der Hoffnung, den Ton damit doch noch zu treffen), mal zog er immer wieder das Mikrofon weit von seinem Kopf weg. Es war ein Schauerspiel. Die Menschen um mich sahen sich anfangs irritiert an, dann sah man vermehrt kichern oder gar lachen. Hier ist mir zum ersten mal in einem Theater etwas passiert, was ich nicht kannte. Bei einem der vielen Fehler von Herrn Kr├Âger innerhalb eines Liedes merkte ich pl├Âtzlich, wie ich auf den Boden sehend rot anlief. Fremdsch├Ąmen in einem Theater. Mehr Worte braucht es wohl nicht.

Was ist denn nur mit diesem Mann passiert? Er war einmal die unangefochtene Nummer Eins in Deutschland! Noch heute ist er der wohl bekannteste Darsteller im deutschsprachigen Raum. Um es nochmals ganz deutlich zu sagen: Wir reden hier nicht davon, dass Herr Kr├Âger einige T├Âne nicht getroffen hat. Er hat s├Ąmtliche Lieder regelrecht auseinandergenommen und die hohen Lagen ganz und gar nicht mehr geschafft. Das Ganze gipfelte ├╝brigens darin, dass beim Phantom-Duett Frau Douwes es wohl nicht mehr ertragen konnte und Parts von Herrn Kr├Âger ├╝bernommen hat. Damit ist wohl alles gesagt.

Fazit: Sch├Âne Show. Umwerfende Pia Douwes. Nicht in Worte zu fassender Uwe Kr├Âger.

sus70 (16 Bewertungen, ∅ 2.8 Sterne)


Genial!

29.01.2018 - Tolle ├ťbersetzung der Songs ins Deutsche. Selten ist eine ├ťbersetzung so gut gelungen! Die Cast ist grandios, die Band nat├╝rlich auch!

Das Opening beginnt quasi im Publikum, wo die 90 min├╝tige Show auch endet. Das B├╝hnenbild ist sehr einfach, aber durchdacht und ausreichend. Die Location k├Ânnte nicht besser sein!

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Diese Inszenierung auf einer etwas gr├Â├čeren B├╝hne. . .

28.01.2018 - Das Charing Cross Theatre ist schon lange ein Geheimtipp, da hier gro├če Musicals (Titanic, Woman in White,...) auf kleiner B├╝hne dargestellt werden.

Woman in White ist eines der unbekannteren St├╝cke von Lloyd-Weber. Ein gro├čer romantischer Score mit tollen Balladen, die von den Schauspielern und Schauspielerinnen ├╝berzeugend dargeboten wurden.

Im Vergleich zur Urauff├╝hrung im Palace-Theatre ist die Inszenierung im Charing Cross Theatre winzig und sehr einfach. Da die Urauff├╝hrung fast nur aus Projektionen bestand und den viktorianischen Theaterzauber vermissen lies, ist diese "Mini-Inszenierung" ohnehin nicht minder wirkungsvoll,

Ich denke, wenn man dieses St├╝ck auf einer gr├Â├čeren B├╝hne ein bisschen aufwendiger Inszenieren w├╝rde, h├Ątte es absolut das Zeug zum Hit.

MCramer (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Sehenswert aber overrated

28.01.2018 - Eins vorab: h├Ątte ich nicht einen Geschenkgutschein f├╝r Ticketmaster bekommen, h├Ątte ich die 250 GBP f├╝r die Karte nicht ausgegeben. Der Hype um dieses Musical ist mir unverst├Ąndlich.

Ja, es wird toll gespielt, hervorragend gesungen und herausragend getanzt. DA gibt es nichts zu meckern.
Die Rap-Einlagen sind eine willkommene Abwechslung der ├╝blichen Musical-Scores durch die auch Hamilton einen Querschnitt liefert. Die Darsteller soweit auf h├Âchstem Broadway-Niveau.

M├Âglicherweise habe ich aufgrund mangelnder Englishkenntniss nicht jede Anspielung oder Finesse des Textes erkannt.

Das B├╝hnenbild ist sehr einfach, anders als das von beispielsweise Les Miserables, ist die B├╝hnentechnik aber auch nicht innovativ eingesetzt.

Alles in allem kann ich sagen: eine der besseren West End Shows. Aber den Hype dahinter kann ich nicht verstehen.

MCramer (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Frisch, modern, fetzig und witzig!

28.01.2018 - Da ich den Film nicht kenne, bin ich ohne besondere Erwartungen ins St├╝ck gegangen. Ich habe mich super am├╝siert, das St├╝ck unterh├Ąlt, ist frech und die Musik kommt druckvoll und modern, und nicht gerade musicaltypisch ├╝ber die Rampe. Manche Gags sa├čen nicht auf den Punkt, ein oder zwei L├Ąngen gibt es auch und auch gesanglich klingt nicht immer alles unbedingt sch├Ân (unabh├Ąngig von den bewusst schief gesungenen Momenten). Auch die Soundabmischung k├Ânnte noch etwas verbessert werden.
Trotzdem ist der Stage ein durchweg ├╝berzeugendes St├╝ck gelungen, das trotz des ein oder anderen platten Gags es auch schafft zu ber├╝hren. Unbedingt anschauen, denn am Ende des Tages verl├Ąsst man das "Theater" gut gelaunt und mit Ohrw├╝rmern im Kopf ("Spring ins kalte Wasser").
Jetzt muss ich mir mal den Film anschauen, um vergleichen zu k├Ânnen.

Fiyero (47 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Das Wiegenlied des Broadway

28.01.2018 - Was f├╝r ein unterhaltsamer und vergn├╝glicher Abend in einem ausverkauften Heilbronner Theater (Gastspiel aus N├╝rnberg). Nur mit viel Gl├╝ck konnt eich noch kurzfristig wenige Stunden vor der Show eine Karte ergattern und es hat sich gelohnt.

Ein 11-k├Âpfiges Orchester bei dem jeder mehrere Instrumente spielt sorgt f├╝r einen schmissigen und teils jazzigen Broadwaysound in ganz wunderbaren Arrangements von Kai Titje.

Das Orchester ist auf einer Treppenartigen Konstruktion nach oben hin auf der B├╝hne platziert. Verbunden mit leuchtenden Stufen bietet diese einfach wie geniale Konstruktion die Auftritts- und Tanzfl├Ąche f├╝r mehr als 30 Klassiker aus der goldnen ├ära des Broadway.

Die 4 Protagonisten leiten durch kurze teils witzige Sprechpassagen zur n├Ąchsten Nummer ├╝ber und harmonieren perfekt. Sch├Ân dabei, dass neben den bekannten Hits wie Cabaret, All that Jazz und 3 SOngs aus Kiss me Kate auch mal unbekanntere St├╝cke zum Besten gegeben werden. Gaines Hall steppt und singt zu Singin in the Rain und ber├╝hrt als Mr. Bojangles.

Frederike Haas brilliert mit ihren Auftritten aus Chicago und einer fantastischen Interpretation als Mama Rose aus Gypsy. Sophie Berner als Sally Bowles genauso eine Wucht wie als Spinnenfrau und in dieversen Duetten. Und auch Christian-Alexander M├╝ller kann mit warmer Stimme und Witz ├╝berzeugen.

Gleich zu Beginn der Schlagabtausch der beiden M├Ąnner eine Freude (f├╝r Insider). "Der eine kann steppen und der andere Phantom".

Eine "Wiederh├Ârensfreude" hatte ich bei Songs aus GYPSY, KUSS DER SPINNENFRAU und CITY of ANGELS und CAROUSSEL. Der 2. Teil beginnt mit einer swingenden Version von Ralph Siegels Grand-Prix-Hits Theater, Theater und wird ganz wunderbar in das Rahmenprogramm eingebaut.

Dazu kommen viele Ensemblenummern in denen 8 Ensemblemitglieder singen, tanzen und steppen.

Eingerahmt in ein ganz wunderbares Licht und in herrliche Kost├╝me und extravagante Roben ergiebt sich ein sehr stimmiges Bild.

Die 2,5h (incl. 20min Pause) vergehen wie im Flug und man freut sich auf jeden neuen Song.

Am Ende stehende Ovationen eines zu Beginn recht zur├╝ckhaltenden Publikums. Der Appkaus wollte auch nach dem 4. Glitzervorhang und einer Zugabe kaum enden. Das habe ich in letzter Zeit selten erlebt.

Gaines Hall und sein Team haben also alles richtig gemacht. Chapeau.

mrmusical (90 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Leider nicht ganz auf West End Niveau, daf├╝r mit einem ├╝berragenden Gino Emnes!

28.01.2018 - Was habe ich mich gefreut, dass der Saal am Samstag Abend proppenvoll war, bei einer gesch├Ątzten Auslastung von 90%.
Ich w├╝nsche diesem St├╝ck, welches ich bereits 2x in London bewundern durfte und welches eine wichtige "erzieherische" Message der Toleranz vermittelt, wirklich auch in Deutschland nur das Beste.
Allerdings war es f├╝r mich ein gro├čes ├ärgernis, auf dem Monitor im Foyer als "Orchester" lediglich 9 Musiker zu z├Ąhlen.
Die Stage Entertainnent macht ihrem Ruf als Orchester-Zerst├Ârer auch hier wieder alle (Un-)Ehre:
Wo in London noch 11 Musiker im Graben sitzen, muss die Band in Hamburg leider auf das Cello und einen weiteren Bl├Ąser verzichten.
Und das tut der Partitur h├Ârbar nicht gut: Gerade Balladen ("Nie dieser Sohn", "Trag mich in Dein Herz") klingen seltsam leer und pianolastig, so wunderbar sie gesanglich auch vorgetragen werden.
Und so pl├Ątschert das St├╝ck, eben auch wegen der schw├Ącheren musikalischen Unterf├╝tterung, bis zu Lolas erstem Star-Auftritt eigentlich nur vor sich hin;
alles wirkt etwas kraft- und energielos.
Die Ch├Âre wollen nicht richtig z├╝nden, die Musik klingt undifferenziert und nicht auf den Punkt abgemischt.
Die Kinder im Opener waren, da gibt es leider keinen gn├Ądigeren Weg der Formulierung, schlichtweg furchtbar:
H├Âlzernes Spiel, aufgesagte Texte, gesanglich keinen Ton getroffen.
Der "Gesang" war so dramatisch schief, dass der Soundmischer sie im Endchor von "Das wohl herrlichste Wunder der Welt" tonm├Ą├čig einfach ausgeschaltet hat - zurecht.
Nichtsdestotrotz war das Publikum fantastisch aufgelegt und das sollte sich auszahlen:
Der legend├Ąre Gino Emnes (Deutschlands erster Simba 2002) ist als Drag Queen Lola nichts geringeres als genau das:
Die K├Ânigin des Abends.
Jede Geste, jeder Gang, jeder Blick ist bet├Ârend, berauschend verf├╝hrerisch. Dieser Mann spr├╝ht vor Sex und Star Quality. Und gesanglich ist er eine extrem hohe Hausnummer.
Kein Wunder, dass das Publikum auf jeden Auftritt Lolas wie auf die Ankunft des Messias reagiert.
Man h├Ąngt Emnes f├Ârmlich an den Lippen, jede noch so kleine Pointe wurde mit frenetischem Applaus quittiert.
Da kann kein Londoner Vorg├Ąnger mithalten.
Emnes ist Lola, ist die Show, ist Kinky Boots.
Nicht auszudenken, man m├╝sste sich in dieser st├╝ckdefinierenden Rolle mit einer radebrechend Deutsch sprechenden Zweitbesetzung zufriedengeben.
Dominik Hees in der Rolle des Schuhfabrik-Erben Charlie Price agiert hochsympathisch, packt aber leider erst zum Ende des ersten Aktes so richtig seine Stimme aus, die dann aber gut gef├Ąllt.
Seine Freundin Nikola wird differenziert gespielt von Franziska Schuster: Sie schafft es, die so oft zu unsympathisch wirkende Figur echt wirken zu lassen.
Laura Pfister nutzt als Cover Lauren die Gunst der Stunde und legt mit "Die Liste falscher Kerle" ein urkomisches Kabinettst├╝ckchen hin.
Benjamin Eberling gibt einen wunderbar eklig-prollig homophoben Don.
Alles in allem kann die Hamburger Produktion leider nicht ganz mit dem West End-Niveau der Show mithalten.
Aber allein der fantastische Gino Emnes war die Reise in die Hansestadt 100% wert.

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Modernes Pop-Musical - das "Krimi-Romantikel" des 21. Jahrhunderts

27.01.2018 - Nachdem ich ja bereits die "Vorpremiere" der Version im Juni 2017 im Musiktheater Linz sehen durfte - (siehe Bewertung durch) freute ich mich besonders auf die neue CAST im Theater des Westens Berlin und ich wurde absolut nicht entt├Ąuscht.

Alexander Klaws als SAM WHEAT spielt sehr romantisch, draufg├Ąngerisch und einf├╝hlsam bzw. lustig - vor allem im Zusammenspiel mit Willemijn Verkaik als Molly und Oda Mae Brown (Marion Campbell/Amber Schoop) - er singt sehr verst├Ąndlich, fl├╝ssig und ist absolut top besetzt...seine schauspielerischen Leistungen haben mich im Vergleich zu Riccardo Greco in Linz mehr beeindruckt -

Willemijn Verkaik ist eine gro├čartige Molly - stimmlich und emotional beherrscht sie ihre Songs und das "Zusammenspiel" mit Sam gekonnt vor allem liegt die Schwierigkeit in der Rolle ja Sam nicht anzuschauen, obwohl er st├Ąndig da ist...gro├če Herausforderung was sie sehr gut meistert..

Im Vergleich zu Anais Luecken in Linz ist Willemijn k├╝hler und eben keine "s├╝├če" "Zuckerpuppe" sondern steht mitten im Leben und meistert den Verlust von Sam daher sehr, sehr glaubw├╝rdig - vor allem ihr intensives Schauspiel gef├Ąllt total.

Andreas Bongard als Carl Brunner ist der perfekte Gegenpart zu SAM - auch er stimmlich sehr gut - schauspielerisch und akrobatisch auch super - die "Effekte" die er spielen muss sind nicht ohne und erfordern eine hohe k├Ârperliche Kraft.

Meine zwei absoluten Lieblinge der Produktion sind allerdings der U-Bahn-Geist Nicolas Christahl der akrobatische Kunstst├╝cken mit seinem tollen Rap-Song "FOKUS" auf die Bretter knallt, dass es nur so quietscht und blitzt....die Darstellerung der U-Bahn ist ph├Ąnomenal gelungen - tolle Spezialeffekte von Nils Bennett.

Marion Campbell als Oda Mae Brown ist aber die Kom├Âdiantin des St├╝ckes schlecht hin - sie ist f├╝r die meisten Lacher des Abends verantwortlich - nicht nur wegen ihrer skurilen Kost├╝me sondern wegen ihres frechen, derben Witzes - und ihre "Traum-Dance-Nummern" k├Âstlich absolut k├Âstlich - sie ist impulsiver und etwas stimmstarker als Amber Schoop die ihre Sache aber auch sehr gut gemacht hat - sie geht eben nicht so sehr aus der Rolle raus wie Marion....ihr Song ist "NUR WEG VON MIR" der wie in Linz zu einer absoluten Show-Tanz-Nummer mit viel pinker und nackter M├Ąnnerhaut wird - sehr tolle Strip-Einlage des Herren-Ensembles - hier kann das Ensemble neben der Nummer "MEHR" sein ganzes K├Ânnen unter Beweis stellen -

allerdings sind was dem St├╝ck aber sehr gut tut meistens die 4 Hauptdarsteller unter sich - es ist ein starkes, Schauspiel sehr intensiv und aufgrund der "Verwandlungen" der K├Ârper auf freier B├╝hne von "Tod", "Lebendig" bis "Zwischentod" auch sehr, sehr anspruchsvoll was aber gut umgesetzt wurde - daher muss das Ensemble in diesem Fall in diesem St├╝ck zur├╝ckstecken und hat nur wenige glanzvolle Auftritte....

das B├╝hnenbild als Loft-Charakter ist genauso gestaltet wie in Linz nur die Spezial-Effekte wurden noch ein bisschen pomp├Âser aufgemotzt als in Linz -

Man fiebert w├Ąhrend des St├╝ckes total mit und befindet sich mitten in einem Kriminal-Plot und einer wundersch├Ânen Liebes-Geschichte...

vor allem die Love-Szenen an der T├Âpferscheibe und ganz am Schluss gehen einfach ans Herz und ber├╝hren total....

Einziger Wehrmutstropfen f├╝r mich - bei 4 besuchten Vorstellungen im Januar 2018 hatte ich fast st├Ąndig die komplette First Cast - sprich Alexander Klaws, Willemijn Verkaik und Andreas Bongard - nur 1 x Amber Schoop und die anderen waren bis auf den U-Bahn-Geist auch immer First Cast...

Ich h├Ątte sehr, sehr gerne Mathias Edenborn als Sam sowie als Carl gesehen - und hoffe sehr, dass ich bei den n├Ąchsten Besuchen dieses Gl├╝ck habe - auch Nikolas Heiber als Sam w├╝rde mich sehr freuen - denn auch wenn mit Alex Klaws geworden wird - es ist egal wer spielt- die 3 Jungs sind allesamt erstklassig besetzt - spielten ja schon diverse First-Casts in diversen Musicals -

so ist dies dann auch absolut keine Beeintr├Ąchtigung - die Show passt perfekt nach Berlin und es ist wieder mal ne neue sch├Âne Produktion gegl├╝ckt die Spass macht, und ganz anders ist wie die anderen Musicals die so laufen - eben wieder eine Geschichte die sehr intensiv ist und menschlich -

und das ist das tolle daran!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Grandiose Inszenierung

27.01.2018 - Ich habe gestern die letzte Auff├╝hrung im kleinen Theater in Baden-Baden erwischt und war wirklich sehr beeindruckt. Nicht unbedingt von allen gesanglichen Leistungen, aber von der Darstellung und der Inszenierung: so viele Nuancen, so ein sensibles Schauspiel habe ich weder in F├╝rth und schon gar nicht in den Hamburger Kammerspielen gesehen. Ganz ohne gro├če Namen stand hier ein tolles Ensemble auf der B├╝hne. Gro├čartig: Nikolaj Alexander Brucker als aggressiver, manchmal fast d├Ąmonischer Gabe, der nie nur am Rande sa├č und zusah, sondern st├Ąndig ins Geschehen eingriff. Brucker war auch stimmlich toll, ebenso das Paar Natalie und Henry - Sonja Dengler legt die Rolle viel j├╝nger an als Sabrina Weckerlin, das wirkt wesentlich glaubhafter, Dimetrio-Giovanni Rupp ist ein bisschen flippig, mitunter sehr lustig, toll was man aus der vermeintlichen Nebenrolle machen kann. Ich habe noch bei keiner Diana Goodman diese Ruhe am Schluss gesehen wie bei Nadine Kettler - man hat das Gef├╝hl, dass Diana nach all den Behandlungen, Tabletten und Elektroschocks doch noch zu sich selbst findet, als sie alles wegl├Ąsst - so kaputt sie auch ist. Einziger Schwachpunkt: Oliver Jacobs als Dan, auch stimmlich nicht ganz fit an dem Abend. Die Band war gut, die Inszenierung wie gesagt grandios. H├Ątte nicht gedacht, dass ich sowas mal schreibe, aber vielleicht macht es doch was aus, dieses St├╝ck mit Schauspielern zu sehen und nicht mit reinen Musicaldarstellern - etwas weniger Pathos und deutlich mehr Psychologie.

Vollpfosten (9 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sehr sch├Ânes Konzert

24.01.2018 - Der erste Akt hat mir super gefallen. Der zweite Akt war eine Wiederholung der vorhergehenden Tour.
Ich fand das Konzert gro├čartig.
Uwe war stimmlich leider nicht so gut daher einen Punkt Abzug.
Aber Pia hat alles heraus gerissen.
Ich finde die beiden harmonieren so super mit einander, tolles gro├čartiges Konzert.
Sehr empfehlenswert.
Ein toller Abend mit dem Traumpaar des Musicals.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Es tut mir wirklich weh....

24.01.2018 - Hm, wo f├Ąngt man am Besten an, vielleicht erstmal mit den positiven Dingen des Abends: Der Aufbau der Show war sehr sch├Ân, im ersten Akt ging es ausschlie├člich um Elisabeth, alles begann mit einer alten Premierenkritik des ORF auf einer Leinwand auf der im Laufe des Abends immer wieder mal historisches Bild- und Tonmaterial in Form von Videos und Fotos eingesetzt wurde. Nach der Pause, gab es eine kleine Reise durch weitere Rollen in der Karriere der beiden Darsteller. Sch├Ân gespannt war hierbei der Bogen zu "25 Jahre sp├Ąter" und dem Beginn des zweiten Aktes mit der Addams Family. Dazu gab es u. a. die erwarteten Lieder aus Sunset Boulevard, Rebecca, Chicago, Cabaret, La Cage aux folles, Spamalot, Dr. Doolittle und vielen weiteren St├╝cken. Nett erg├Ąnzt wurde das Programm durch kleine Geschichten der beiden, einer hervorragenden Band und einem vierk├Âpfigen Gesangsensemble.

Pia Douwes war zudem wunderbar bei Stimme aber hier setzt nun leider das gro├če aber ein. Herr Kr├Âger war leider das genaue Gegenteil. Ich glaube abgesehen von der Addams Family gab es kein Lied, wo er die T├Âne nicht nur nicht getroffen hat, sondern oftmals total schief und daneben lag. Dazu brach die Stimme oftmals einfach komplett weg. Dies dann durch lautes Geschrei zu ersetzten, war leider erst recht kontraproduktiv. So gab es im Zuschauerraum auch gro├čes Kopfsch├╝tteln, teils entsetzt, teils aus Mitleid. Aber gro├čes Kompliment an das Publikum mit feinem menschlichen Gesp├╝r, es gab trotzdem einen gro├čen Applaus f├╝r ihm. Solch eine Leistung muss ihn auch selber schmerzen, trotdem hat man als Zuschauer teilweise viel Geld bezahlt und dann geht so etwas eben bei allem Mitgef├╝hl auch nicht. Ich pers├Ânlich h├Ątte nie gedacht, dass einige Berichte ├╝ber seine schlechte stimmliche Verfassung in der Art wie gestern zutreffen w├╝rden, aber mit anderem Namen w├Ąre die Leistung gestern in jeder (!) Audition nach 2 Minuten beendet gewesen. Sehr schade, denn was er noch immer hatte, war eine enorme B├╝hnenpr├Ąsenz und ein Schauspiel und eine Darbietungsgabe, die ihresgleichen sucht. Da es bei einem Konzert aber leider in erster Linie um den Gesang geht, bleibt mir hier nur mit ganz schwerem Herzen die M├Âglichkeit einen Stern zu vergeben, denn selbst "passabel" war der Abend so leider nicht mehr.

Besuchte Vorstellung:
23.01.18 - Theater am Mairentor, Duisburg

MyMusical (26 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Bestes Ensemble in bestem St├╝ck

23.01.2018 - Das Gute an Berlin ist, es ist nur zwei Bahnstunden von Hildesheim entfernt, wo man die interessantesten Musicals der letzten Jahrzehnte ansehen kann, auf die man in der Hauptstadt leider verzichten muss.

Letztes Jahr habe ich mir zwei Mal "Avenue Q" dort angesehen und mich wahnsinnig gefreut, dass es in Deutschland eine Musicalcompany gibt, die es schafft so frisch und locker und dabei trotzdem professionell und auf hohem Niveau auf der feinen Linie zwischen Entertainment, k├╝nstlerischem Anspruch und Klamauk zu t├Ąnzeln, zu singen, zu spielen.

Umso mehr habe ich mich ├╝ber die Ank├╝ndigung gefreut, dass Sondheims "Into the Woods", meiner Meinung nach das beste Musical ├╝berhaupt, dort inszeniert wird. Jetzt war die Premiere und es hat nicht entt├Ąuscht. Das Ensemble hat dieses schnelle, schwierige, ab und zu sperrige St├╝ck wieder mit Charme und Tempo gemeistert. Musikalisch war es ein ungetr├╝bter Genuss, bei dem man besonders Franziska Becker als Hexe hervorheben muss, die ihren ber├╝hmten Vorg├Ąngerinnen in dieser Rolle in nichts nachstand. Aber auch der Rest der Besetzung deren Namen man oben nachlesen kann sorgten f├╝r einen wunderbaren und auch emotionalen Theaterabend.

Ein bisschen meckern muss ich aber leider doch. Was das Humorpotential des St├╝cks angeht, wurde, meiner Meinung nach, nicht alles heraus geholt, selbst wenn man lieber auf die leiseren T├Âne setzen m├Âchte. Gerade die Rolle der Prinzen h├Ątte ein bisschen mehr ├ťberzeichnung vertragen k├Ânnen. Aber auch B├Ącker und B├Ąckerin haben manche Vorlage vorbei ziehen lassen. Ich h├Ątte auch gerne f├╝r Hans, wunderbar gesungenes, Solo ├╝ber die Riesen applaudiert, aber irgendwie wurde da kein Platz gelassen. Vielleicht lag das alles am Premierenfieber, aber mein altes kleines Broadwayherz h├Ątte sich dann doch ├╝ber etwas mehr Rampens├Ąuigkeit gefreut.

Die leisen, emotionalen T├Âne waren dann aber wieder sehr gelungen. Bei dem Duett des B├Ąckers mit seinem Vater musste ich schon sehr schlucken.

Insgesamt ein toller Theaterabend und ich freue mich schon auf die n├Ąchsten Vorstellungen dieses gro├čartigen Ensembles. So etwas br├Ąuchten wir auch in Berlin.


Superstar im gro├čen Haus

22.01.2018 - Iris Limbarth hat den Andrew Lloyd Webber-Klassiker f├╝r das Hessische Staatstheater Wiesbaden inszeniert und choreografiert. Diesmal arbeitet die Chefin des Jungen Staatsmusicals f├╝r das Gro├če Haus.

Die Anforderungen der sehr gro├čen B├╝hne sind nat├╝rlich oftmals andere als im Kleinen Haus oder in der Wartburg. Mitunter hatte ich das Gef├╝hl, dass sich die Stimmungen und Emotionen der Protagonisten in der Intimit├Ąt der kleineren H├Ąuser besser auf die Zuschauer h├Ątten ├╝bertragen k├Ânnen.

Hinzukommt, dass sich Charisma und Pr├Ąsenz von Jesus Darsteller Bj├Ârn Breckheimer in Grenzen h├Ąlt. Seine Darstellung ist sicherlich souver├Ąn zu nennen. Dennoch besitzt er nicht immer ausreichende Strahl- und Anziehungskraft, die ihn zum Mittelpunkt des B├╝hnengeschehens machen w├╝rde. Seine Gesangsstimme ist ebenfalls durchaus rollendeckend. Allenfalls der wiederholte Einsatz einer Falsettstimme klingt etwas gequ├Ąlt und gew├Âhnungsbed├╝rftig.
├ähnliches k├Ânnte man ├╝ber Nyassa Alberta als Maria Magdalena sagen.
Gesanglich vorz├╝glich, schauspielerisch rollendeckend, schafft sie es aber doch recht selten wirklich aus dem gro├čen und gro├čartigen Ensemble heraus zu stechen.

Keine Probleme dieser Art hat Ulrich Rechenbach als Judas Ischariot. Die Qual und Zerrissenheit des Charakters wird f├╝r den Zuschauer intensiv nachvollziehbar. Seine Szenen sind ein kraftvolles Highlight der Inszenierung.

Iris Limbarth geht keine Risiken ein. Ihr Konzept ist fasst "klassisch" zu nennen. Die Optik orientiert sich ├╝berwiegend an der Gegenwart, zieht Verbindungen zu aktuellen weltpolitischen Ereignissen und amtierenden politischen Pers├Ânlichkeiten, leuchtet aber auch die (wahrscheinliche) historische Tragik der Protagonisten eingehend aus.

Das gro├če Ensemble ist mit Authentizit├Ąt und Spielfreude bei der Sache. (Speckhardt, Geipel, Emig und andere Mitglieder des Jungen Staatsmusicals agieren gro├čartig.)
Die Band rockt knackig. Der Sound ist gut.
Insgesamt eine sehenswerte Produktion!

kevin (196 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Musical Allstars 2018 = besser geht es nicht

22.01.2018 - Besser geht es wirklich nicht.
Dirigent, Band, Sound, K├╝nstler. Alles top! Leider nur 1 x im Jahr, aber es lohnt darauf zu warten.

Bei diesem Aufgebot an K├╝nstlern h├Ątte ich gerne eine Musicalnacht im TaM verbracht und nicht nur ein Abend.

Einzig vermi├čt habe ich die Ank├╝ndigung und VVK-Er├Âffnung f├╝r 2019. Ich hoffe, die folgt bald.

Danke an Armin Bartetzky!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Es lebe das Off-Musical-Frankfurt!

21.01.2018 - Hedwig ist eine meiner Lieblingsshows; ganz einfach, weil niemand sonst ist wie sie: Roh, b├Âse, punkig, nackt, z├Ąrtlich und doch so verletzlich.
Da offenbart sich in einer zweist├╝ndigen Tour de Force die Lebensgeschichte eines Menschen auf der Suche nach Liebe und Macht - und der Macht der Liebe.
Und da es sich hierbei fast um eine One (Wo-)man Show handelt, ist einfach ausschlaggebend, wen man in der Titelrolle sieht und ob man mit ihr/ihm "connected".
Ich muss gestehen, seit ich Andreas Bieber als Hedwig erleben durfte, liegt die Messlatte f├╝r andere Darsteller fast unerreichbar hoch.
Und so war ich nach dem Sehen dieser kleinen aber feinen Produktion in Frankfurt im letzten Jahr doch etwas entt├Ąuscht; fehlte mir bei der Erstbesetzung der Titelrolle einfach die Tiefe und die Verletzlichkeit. F├╝r mich wurde da einfach sehr Vieles oberfl├Ąchlich behauptet, was ich nicht sah.
Umso gr├Â├čer war meine Freude, als ich tats├Ąchlich erneut ein Ticket gewann und diesmal die alternierende Besetzung als Hedwig sehen durfte:
Lukas Witzel gibt gleich zu Anfang eine etwas weichere Hedwig, die nicht ganz von oben herab abf├Ąllig-arrogant mit dem Publikum kommuniziert. Ich hatte das Gef├╝hl, er braucht ein paar Minuten, um auf der B├╝hne warm zu werden, aber dann hat seine Hedwig all das, was ich in dieser Rolle suche:
Die Diva, der kleine Junge, die verletzte Frau.
Und all das, was Witzel aufgrund seines jungen Alters vielleicht an Lebenserfahrung f├╝r das letzte i-T├╝pfelchen auf dieser Rolle fehlt, macht er durch Talent wett.
Er singt die Punkrock-Songs hervorragend dreckig und die Balladen zart-ber├╝hrend.
Diese Hedwig mag man von Anfang an und schlie├čt sie in sein Herz, auch wenn sie einen manchmal vor den Kopf st├Â├čt und verletzt.
Am Ende weint man mit diesem geschundenen Menschen.
Im Zusammenspiel mit der wunderbaren Kathrin Hanak als Yitzhak geht dies ganz fantastisch auf.
Auch einige Regieideen, die sich mir als Erstseher nicht erkl├Ąrten, gehen, wenn sie von Lukas Witzel dargeboten werden, viel besser auf.
F├╝r einen massiven Regiefehler halte ich weiterhin, dass Hedwig in der Show viel zu fr├╝h ohne Per├╝cke zu sehen ist, n├Ąmlich noch im ersten Teil vor dem Song "Wig in a Box".
Die Demaskierung darf erst am Ende erfolgen, darauf arbeitet ja schlie├člich der gesamte Erz├Ąhlstrang hin.
Schade, dass ist nun schon vorbei ist:
Die aller erste Produktion des "Off-Musicals Frankfurt" war schon ein sehr guter Einstieg, den sie mit der deutschen Erstauff├╝hrung von "American Idiot" bereits ├╝bertroffen haben.
Ich freue mich wie Bolle auf weitere, abgefahrene, eher unbekannte St├╝cke in Frankfurt.
M├Âge die Off-Musical-Szene bl├╝hen und gedeihen!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein wunderbares Theatererlebnis

18.01.2018 - Dieses modern rockende Mysterienspiel hat das Potenzial selbst im "theaterverhaltenen" M├╝nster ein Renner zu werden!
Und nach dem 3ten Gastspiel nach Karlsruhe und Innsbruck, wird dies sicher auch nicht die letzte Station gewesen sein.
Die Story ist die gleiche wie bei der uns bekannten salzburger Variante , allerdings von den Autoren nach dem Urmanuskript in altenglischer Originalsprache erz├Ąhlt. Dem Autorenteam Kuntz / Reitmeier gelingt es eindrucksvoll eine moderne leseart daraus zu entwickeln - schon die Bildsprache der Musik gespielt und komponiert von der Rockband Vanden Plas entwickelt einen sehr starken Sog und das sauber arrangierte und spielende Orchester tut ein ├ťbriges . Wunderbare Stimmen und 2 klasse Hauptdarsteller Kribbe (Jedermann) / Kuntz( Tod), die herausragend miteinander harmonieren.Grosses Lob auch f├╝r die "Guten Taten","Glaube" und den "Teufel" . Diese Produktion l├Ąsst fast keine W├╝nsche offen . Wunschsch├Âne Kost├╝me ein minimalistisch ausgekl├╝geltes B├╝hnenbild , und eine klasse Tonabteilung runden dieses wunderbare Theatererlebnis ab.

Sebeastien Zoe (erste Bewertung)


Meisterwerk der Saison - Ein Must-See f├╝r jeden echten Musical-Liebhaber

18.01.2018 - Es freut mich total, dass die deutsche Version von KINKY BOOTS in Hamburg nun meine 50. St├╝cke-Bewertung ist! Ganz einfach deswegen, weil es eines der St├╝cke ist denen man das Pr├Ądikat "besonders wertvoll" voll und ganz zuschreiben darf denn so ein St├╝ck kommt wirklich nur alle paar Jahre heraus!

KINKY BOOTS schafft es von der ersten Minute an einen zu fesseln und in die Geschichte von Charlie & Lola hineinzuversetzen - es ist total ber├╝hrend aus dem Leben gegriffen - Stoff des 21. Jahrhunderts und ist spritzig, fl├╝ssig nie langatmig oder sogar langweilig!

Die Musik ist gro├če Klasse eine super Mischung aus schmissigen treibenden Songs und emotionalen Balladen - so muss Musical sein und sooo Liebe ich es heiss und innig!

Es gibt für mich keinen schlechten Song aber die absoluten Highlights sind für mich: DAS LAND VON LOLA, DIE LISTE FALSCHER KERLE, EVERYBODY SAY YEAH, NIE DIESER SOHN, WOVON TRÄUMEN FRAUEN, und das Finale KOMM, STEH AUF/SEI DU

G├Âttlich - allen voran die Herzbebenden und hei├čen Auftritte von Lola in Gestalt von Gino Emnes - WOW - allein wegen ihm ist die Show schon das DING!

Und zusammen mit seinen Angels - was die da auf die B├╝hne brettern t├Ąnzerisch, ├Ąstethisch, powervoll - das ist Showtime at its BEST!

Aber jeder einzelne der grandiosen Cast leistet seinen Beitrag dazu, dass es DIE Show der Saison und dar├╝ber hinaus im deutschsprachigen Raum ist!

Jeannine Wacker & Laura Pfister als Lauren - DIE LISTE FALSCHER KERLE - das ist gr├Â├čte Performance-Klasse kompletter Kontrast zu Lola und seinen Ladys aber genauso stark und heiss - was die M├Ądels da Grimassen-Technisch, S├Ąngerisch und kom├Âdiantisch abliefern - zum Br├╝llen!

Das Operettenhaus steht Kopf aber auch die fl├╝ssigen witzigen Dialoge (grandiose ├ťbertragung ins Deutsche - total fl├╝ssig stimmig keine Sch├╝ttel-Reime oder verkleisterten S├Ątze - hier stechen DON & GEORGE dann ganz besonders hervor!

Aber auch wer die 2. Besetzung von LOLA erwischt was schwierig ist denn bei 4 besuchten Shows hatte ich nur einmal Clayton SIA als Lola sein Einstand und der war auch ganz grandios!

W├Ąrend er seine Lola von Anfang bis zum Schluss als brasilianisches Samba-Tanz-Wunder auslegt heissbl├╝tig, st├╝rmisch ist Gino halt nordisch, vornehm elegant ausgepr├Ągter, Nuancenreicher...

Warum gef├Ąllt mir das nen Ticken besser? Weil Gino eine perfekte Aussprache hat grad bei den Balladen wie NIE DIESER SOHN ist das so wichtig es zu verstehen und da hatte Clayton Probleme zwar gut aber nicht so klar und perfekt wie bei Gino!

Dominik Hees als Charly passt auch perfekt als "biederer", zur├╝ckhaltender Sohn eines Schuh-Enthusiasten - sein Spiel begeistert und wie er dann doch aus sich rausgeht super Entertainment!

Auch die Fabrikarbeiterinnen alle gro├če Klasse grad bei WOVON FRAUEN TR├äUMEN wie sie dem Zauberstab von Lola verfallen und alle singen"Toller Mann, Toller Mann" geht sofort in die Geh├Ârg├Ąnge und hat mehrere Ohrw├╝rmer!

Schon nach dem 1. Akt kannte das Publikum kein Halten mehr - frenetischer Applaus und im Finale war es dann ganz aus - selten, dass es nach der Zugabe und nachdem das Orchester nicht mehr spielte die Leute weiter Minutenlang weiter riefen: Zugabe, Zugabe - obwohl keiner mehr auf der B├╝hne stand - der absolute Hammer! Mein 35. Geburtstag wird hier sein bei LOLA und den KINKY BOOTS Bessere Party gibt's nicht mit Freunden! Danke STAGE habt ihr wieder bravour├Âs gemacht! Die Musicalfans liegen euch zu F├╝├čen!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das rockt !

18.01.2018 - Obwohl man diese Inszenierung fast als "halb-szenisch" bezeichnen k├Ânnte, hat sie mich doch im Gegensatz zum Londoner Original restlos ├╝berzeugt: Junge, hoch energetische Darsteller, eine hammergeile Band, tolles Licht-/Projektions-Design, fetzige, eckige Choreografien, eine nahezu perfekte Tonabmischung und eine minimalistische, inspirierte Regie machen diese deutsche Erstauff├╝hrung zum Erlebnis.
Vieles, was mir in der gr├Â├čer ausgestatteten West-End-Inszenierung unschl├╝ssig blieb, wird hier viel klarer, trotz eigentlich leerer B├╝hne und lediglich ein paar St├╝hlen als Requisiten.
Schon beim Eintritt in den Saal liegt an diesem Premierenabend irgendetwas Magisches in der Luft. Dann geht das Licht aus und die Band beginnt hart zu rocken. Und pl├Âtzlich erklingen Stimmen ├╝berall neben dir, denn im Dunkeln haben die Darsteller im Saal Platz genommen. Im energiegeladenen Opener rennen sie auf die B├╝hne, heizen dem Publikum m├Ąchtig ein und geben damit die Richtung vor: Diese Energie l├Ąsst zu keinem Zeitpunkt (1,5 Std. ohne Pause) nach.
Dann macht es auch nichts, dass im letzten Viertel der Show die Projektionsanlage versagt.
Wenn so getanzt, gespielt und gesungen wird, dann reicht auch B├╝hnenlicht.
Vor allem stimmlich bleiben ├╝berhaupt keine W├╝nsche offen, die Ch├Âre klingen einfach wunderbar und trotz des Rocksounds sehr differenziert.
Solistisch ist tats├Ąchlich jeder gut, aber Phillip B├╝ttner (derzeitige Erstbesetzung des "Aladdin" in Hamburg) in der Titelrolle des Johnny klingt auch tats├Ąchlich nach Green Day. Sehr, sehr cool.
Wie angefahren es w├Ąre, von dieser Cast eine CD der deutschen Erstauff├╝hrung zu bekommen...
Die ├ťbersetzung von Titus Hoffmann geht in Ordnung, auch wenn es hier und da holpert.
Klare Empfehlung, das neu gegr├╝ndete Off-Musical Frankfurt zu unterst├╝tzen, diese Show ist es wert, gesehen zu werden!

AdamPascal (67 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Tolles Orchester, bewegende Pia Douwes

17.01.2018 - Ein tolles Orchester und einer schauspielerisch gl├Ąnzende Pia Douwes waren die Grundlage f├╝r einen sch├Ânen Abend.
Leider konnte die Inszenierung mich nicht durchg├Ąngig emotional erreichen. Die Charakter, mit Ausnahme der Norma Desmond, blieben etwas flach. Oliver Arno konnte jedoch in der zweiten H├Ąlfte deutlich zulegen, sodass die innere Zerrisenheit und Verzweiflung Joe Gilles doch zum Ausdruck kam.
Wietzke van Tongeren hat als Betty Sch├Ąfer eine tolle Darbietung geliefert. Pers├Ânlich muss ich sagen, dass mir die Stimmfarbe jedoch nicht so zusagt. Dies ist jedoch eine Frage des pers├Ânlichen Geschmacks und tut ihrer Leistung keinen Abbruch.
Max von Mayerling konnte mich besonders bei den H├Âhen gesanglich nicht voll ├╝berzeugen.
Pia Douwes hat mich schon mit den ersten Worten in ihrem wunderbar herrischen Befehlston in ihren Bann gezogen. Auch schauspielerisch konnte sie mich als Norma Desmond voll ├╝berzeugen (obwohl sie ein wenig besser zielen sollte, wenn sie jemanden erschie├čen m├Âchte). Mein pers├Ânliches Highlight des Abends war "Nur ein Blick". Nichtsdestotrotz durfte ich schon St├╝cke sehen, die Pia Douwes' volumin├Âser, kraftvoller Stimme meines Erachtens besser gerecht wurden.
Die Handschrift Andrew Lloyd Webbers war unverkennbar. Stellenweise f├╝hlte ich mich durchaus ins Phantom der Oper oder Joseph versetzt. Leider hat er es offensichtlich verpasst in diesem St├╝ck ein sch├Ânes, emotionales Duett einzubringen.
Auf der Suche nach dem Grund, warum mich die Auff├╝hrung emotional nicht voll ber├╝hren konnte, wirkt die Bewertung vermutlich negativer als gemeint.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Duell bis auf den Tod

16.01.2018 - Eine Ank├╝ndigung im Vorfeld - dass eine neue Rockoper in Englisch von einer deutschen Band am Theater M├╝nster mit eigens geschriebenen Orchesterpartituren aufgef├╝hrt werden soll machte mich Neugierig...Ich war platt ! Das St├╝ck hat mich gepackt vom ersten Moment an . Auch meine Begleitung h├Ątte sich so ein Erlebnis niemals vorstellen k├Ânnen . Es war anzunehmen das wiedermal ein altes St├╝ck im neuen mittelm├Ą├čigen Gewand geschneidert wurde ...Was es jedoch tats├Ąchlich ist ... ein Theaterabend der unter die Haut geht und mit tollem Stimmen allen voran der d├╝stere gro├čartig agierende und singende Tod, welcher sich mit deinem Gegenspieler Jedermann buchst├Ąblich ein Duell bis auf den Tod liefert. Einem aufw├Ąndigen B├╝hnenbild ...wundersch├Ânen sehr ├Ąsthetischen Kost├╝men. Die Band umh├╝llt vom Klanggewand eines Orchesters trug gut abgemischt zum Gelingen des Abends bei!

Starflame (erste Bewertung)


Wahnsinns gute Unterhaltung!

15.01.2018 - Ich weiss leider nicht in welcher Vorstellung, der Kommentator vor mir war, aber am 13.01.18 war im Theater am G├Ąrtnerplatz, von der ersten Minute weg super Stimmung im Theater. Ich habe zwar Priscilla nicht in London gesehen, aber viele andere Shows und ich weiss das dass Publikum und die Stimmung in Shows nur schwer mit dem Deutschen Publikum zu vergleichen ist.
Bei der besuchten Priscilla Vorstellung, ging das Publikum mit dem herunter schweben der "Raining man" schon richtig ab, f├╝r Deutsche verh├Ąltnisse!
Mir hat Priscilla wahnsinnig gut gefallen, ich finde es super das es total wegkommt, vom absoluten Homoklischee Overkill wie in der West End Version, von der ich viel Bild und Video Material kenne.
Ich liebe den Film und ich finde die oft sehr Billig und Improvisiert wirkende Ausstatung kommt dem Spirit des Films viel n├Ąher als die ├╝pige Original Produktion.
Ich werde mir die Show in M├╝nchen bestimmt nochmal ansehen! Ich hatte so einen Spass mit der Cast und der Musik. Das einzige wobei ich meinerm Vorg├Ąnger recht gebe, der Ton ist schon oft sehr schlecht abgemischt! Ansonsten ganz ganz tolle und mitreissende Show!

The_WiZ (9 Bewertungen, ∅ 4.6 Sterne)


Partymusical ohne echte Partystimmung

15.01.2018 - Priscilla-K├Ânigin der W├╝ste M├╝nchen

Besuchte Vorstellung 13.01.18

Nachdem ich Priscilla in London und New York gesehen habe, freute ich mich auf die Vorstellung in M├╝nchen. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erf├╝llt.

Dies lag einerseits an der Inszenierung.F├╝r mich ist Priscilla ein Partymusical, gespickt mit vielen Hits aus der Discozeit. Da kann ich es verschmerzen, wenn die Charaktere im Schnellzugtempo vorgestellt werden und auch nicht tiefer in die Thematik eingegangen wird. Leider wurden in meinen Augen zu wenig aus den Ensemblenummern gemacht, Die Partystimmung h├Ątten schaffen k├Ânnen. Der Funke sprang nur schwer ins Publikum r├╝ber.

Die Musik gefiel mir sehr gut. Leider war die Abmischung nicht immer gut. Die Darsteller wurden oft vom Orchester ├╝bert├Ânt. Die Diven t├Ânten manchmal f├╝rchterlich kreischend, dann wieder sehr gut. Und obwohl sicher 30 Mann/Frau im Graben sassen, fehlte mir einfach der Bums. Entweder fehlte hier nach dem jahrelangen Umbau die Kohle f├╝r eine gescheite Soundanlage, oder die Leute am Mischpult haben ihren Job nicht gemacht.

An der Besetzung gibt es kaum was zu beanstanden. Super gefallen haben Armin Kahl, der spielend zwischen Drag Queen und Vater wechselte. Erwin Windegger nimmt man seine Bernadette jederzeit ab. Bei den Diven fehlte mir etwas der Soul, denn ich in Erinnerung hatte. Hervorzuheben auch Frank