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Leserbeiträge:

Die hier wiedergegebenen Beiträge sind Meinungen einzelner musicalzentrale-Leser und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


24446 Zuschauer haben dazu etwas geschrieben:


Tolles Stück

11.11.2019 - Vielen Dank dem Staatstheater Mainz, das den Mut hat, dieses Stück auf den Spielplan zu setzen!
Die Darsteller gehen voll in ihren Rollen auf und dank dem professionellen Orchester, kommt die Musik authentisch und originalgetreu rüber.
Ein sehr kurzweiliges Vergnügen!

E_Mosch (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ganz große Klasse!

11.11.2019 - Dass "The Book of Mormon" eines der besten Musicals überhaupt ist, hat sich ja inzwischen herumgesprochen. Umso schöner, dass auch in dieser Tourproduktion die Rollen bis in die kleinste Nebenrolle perfekt besetzt sind. Wirklich oberste Liga!
Da kann sich der holländische Marktführer aber in jeder Hinsicht mal eine GANZ dicke Scheibe abschneiden. So geht Musical!

E_Mosch (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Beste West End / Broadway-Qualität!

10.11.2019 - Was für ein triumphaler Nachmittag!
Warum auch immer ich 2013 bei meinem ersten Besuch in Londons West End keinen Zugang zu den Mormonen gefunden habe (und ich glaube, es war eine fatale Mischung aus Tagesform, Publikumsverhalten und schlechtem Sitzplatz); heute hat mich die Show von Anfang bis Ende gekriegt und endgültig ausgesöhnt.
Ein köstlich-böser Schabernack, im Kölner Musical Dome wie immer perfekt abgemischt, der mich teilweise hysterische Lachtränen weinend amüsiert unter den Sitz rutschen ließ.
Und dabei muss man, trotzdem es eben die UK-Tour-Version ist, NICHTS von der Londoner oder Broadway-Qualität einbüßen:
Man bekommt das exakt selbe Bühnenbild, die identische Bandgröße (!) und es stehen genau gleich viele Menschen auf der Bühne.
Diese Menschen sind alle samt absolute Könner ihres Faches, ein hochenergetisches, bis auf die kleinste Nebenrolle perfekt besetztes Ensemble.
Allen voran Kevin Clay als Elder Price, der die Hauptrolle sowohl bereits am Broadway als auch auf der amerikanischen Tour gespielt hat und schauspielerisch wie auch stimmlich frappant an die Broadway-Originalbesetzung Andrew Rannels erinnert.
Der Alternate Elder Cunningham Jacob Yarlett ist zum niederknien putzig, so als wäre der personifizierte Olaf aus dem Disney-Hit "Frozen" auf die Bühne gesprungen. Kaum zu glauben, dass dies sein erster Job direkt nach der Ausbildung ist. Bravo!
Musikalisch bleiben keine Wünsche offen, die Hitdichte ist groß, und neben den unzähligen "Lion King"-Parodien hört man hier und da ein bisschen Stephen Schwarz ("Mostly me"), ein wenig Alan Menken ("Salt Lake City") und noch etliche andere Verbeugungen an die großen Komponisten des amerikanischen Musicaltheaters.
Das bestens aufgelegte Publikum dankt es der Cast mit schallenden Lachsalven und Standing Ovations bereits beim letzten Ton.
Man muss wirklich dankbar sein, dass man abseits von den totgespielten (und totgesparten) Vampiren und künstlich-billig generierten Filmtitel-Musicals so eine Qualität in Deutschland zu sehen bekommt.
Die Show gastiert noch bis zum nächsten Wochenende in Köln.
Es gibt Resttickets auf besten Plätzen für 20€.
Du hast keine Ausrede:
HINGEHEN!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Klasse Tour

09.11.2019 - Ich habe das Stück schon paar mal in London gesehen, es ist eines meines Lieblingsmusicale, und freute mich es nun endlich in Deutschland anzuschauen. Die Tour ist super, sie haben einen klasse Cast zusammengestellt mit sehr viel Spielfreude. Obwohl schon, paat mal gesehen kann ich das Stück immer noch mit einem Dauergrinsen anschauen. Kann es jedem empfehlen der gerne Lacht. Das Publikum am Do + Fr war auch sehr begeistert mit viel Zwischenapplaus und Standing Ovation.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Absolut sehenswerte Geschichte des Charlie Chaplin

09.11.2019 - In der besuchten Vorstellung in Buchholz haben wir ein spielfreudiges Ensemble gesehen. Die Geschichte des Charlie Chaplin wurde berührend und glaubhaft auf die Bühne gebracht. Die Musik kam zwar vom Band und eine Liveband wäre sicherlich schöner gewesen, aber die Akustik war sehr gut, so dass man die Songs und Dialoge gut verstehen konnte. Sehr schöne emotionale Balladen und auch schwungvolle Ensemblenummern. Ich bin mit sehr geringen Erwartungen in dieses Musical gegangen und wurde sehr positiv überrascht.

sandy-girl (erste Bewertung)


Fetzig

09.11.2019 - Beklemmende Show über den unaufhaltsamen Niedergang der USA (und des Westens insgesamt). Grandiose Leistung der Studenten der Theaterakademie. Tolle Choreografie. Eindrucksvolle Bilder. Und auf die Entwicklung von Niklas Schurz darf man gespannt sein. Großes Talent mit viel Ausstrahlung und wunderbarer Stimme (soweit sich das bei Punkrock beurteilen läßt).

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Grandiose Produktion der Stage School

08.11.2019 - Durch eine Serie (Riverdale) habe ich das Musical "Carrie" kennengelernt und war direkt verliebt in die Story und die Songs. Habe dann erst einmal die CD der Originalproduktion gehört.

Wenig später wurde dann die Show in Hamburg angekündigt und ich habe mich in Köln in den Flixtrain gesetzt und bin Stunden später in Hamburg angekommen.

Nun zur Show selbst:

Carrie war das erste Musical was ich besucht habe. Carrie war dabei mein 2. richtiges Musical nach "Nemo: The Musical" in der Walt Disney World.

Als ich den Theatersaal betreten habe, war ich erst einmal von diesem tollen Bühnenbild überrascht. Es war sehr immersiv so wie man es bei vielen großen Produktionen immer sieht.
Während der Show gab es viele unerwartete Effekte, von Pyrotechnik bis hin zu sich selbst bewegenden Möbeln war alles dabei.
Die Übersetzungen der Songs waren alles in allem sehr gut, auf jeden Fall 100x besser als die deutschen Versionen aus Riverdale. Vom Gesang an sich war ich auch positiv überrascht, da es ja "nur" eine Schulproduktion ist. Maya Hakvoort als Special-Guest hat dem ganzen nochmal die Krone aufgesetzt. Die Stimmung des Stücks wurde durch die Beleuchtung und Soundeffekte passend vermittelt, sodass man sich an manchen Stellen sogar erschrocken hat.

Alles in allem fand ich die Show toll! Die Show muss sich zudem nicht vor den "normalen" Stage Produktionen verstecken und hätte in dieser Version auch locker in einem der größeren Stage Häuser laufen können.
Ich kann die Show nur jedem empfehlen, falls sie wieder aufgenommen wird! Ich bin jedenfalls dabei wenn es so kommen sollte.

Habbix (erste Bewertung)


Eine Show ohne große Emotionen und Schwung

08.11.2019 - Chaplin das Musical ist sicherlich schon als Stück nicht das stärkste Musical, weder musikalisch, noch vom Buch. Wenn dann ein Ensemble zusammenkommt, das recht energielos und auch nicht besonders stark schauspielerisch und gesanglich agiert, dann plätschert der Abend ohne großen Schwung vor sich hin. Generell hat man das Gefühl, dass es sich beinahe um eine Abschlussproduktion handelt, da zu 95% sehr junge Darsteller auf der Bühne stehen. Dies nimmt natürlich dem ganzen Stück auch viel Glaubwürdigkeit, da viele Charaktere nicht Anfang 20 sind.
Das größte Problem ist allerdings Hauptdarsteller Bas Timmers, der schauspielerisch eigentlich ein Totalausfall ist. Man stelle sich eine Drag Queen vor, die Charlie Chaplin spielt. Er kann in keinem Moment seine feminine Seite verbergen, wäre eine perfekte Besetzung für Zaza in La Cage, aber hier ist er völlig fehl am Platz. Auch gesanglich bietet er nur eine durchschnittliche Leistung. Ich habe tatsächlich kurz überlegt, ob Chaplin vllt. schwul war, da ich mir nicht vorstellen konnte, dass das so eigentlich nicht sein sollte.
Bühnenbild und Licht waren für eine Tour okay, der Ton (Musik vom Band) hätte durchaus kräftiger sein können. Das Publikum war den ganzen Abend sehr verhalten.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Ein Hoch auf die Compilation Show!

05.11.2019 - Das Deutsche Theater ist ungewohnt schlecht ausgelastet. Unverständlich eigentlich! THE BAND hätte auf jeden Fall besseres verdient.

Sicher sind Compilation Shows nicht der Gipfel der Kreativität. Aber das heißt ja nicht das sie schlecht sein müssen.
Diese hier ist richtig gut gelungen.

THE BAND spielt virtuos auf der Klaviatur der Emotionen. Es gibt kein Gefühlszustand der nicht abgedeckt wird.
Euphorische Begeisterung bei den Konzertszenen, melancholische Rückbesinnung der erwachsenen Frauen, unbeschwerte, alberne Fröhlichkeit der jungen Mädchen, Betroffenheit über schwere menschliche Verluste. Auch wenn das Buch für THE BAND sicher nicht Pulitzer Preis verdächtig ist, so bohrt sich doch in jeder Szene ein Pfeil in das Herz der Zuschauer. Widerstand zwecklos!

Die Darsteller sind allesamt großartige.
Die Girls-Gruppe permanent aufgedreht und unter Strom, ohne dabei aber jemals nervig zu werden. Ihre Alter Egos haben natürlich die dankbareren Rollen, da sie eine größere Fallhöhe auszuloten haben. Die Damen machen dies mit Bravour.
Sensationell auch die Band, die nur die "Jungs" im Stück genannt wird.
Die fünf jungen Darsteller geben Vollgas, rasen von einem Kostüm in das nächste, absolvieren schweißtreibende Chorografien, singen großartig, sorgen in vielen kleinen Rollen für wuseliges Leben auf der Bühnen, sind immer in ihrer Rolle und im Charakter präsent.
Beeindruckend!

Bühnenbild, Lichtdesign und die Animationen sind ein Riesenspass.
Mit enormer Kreativität und Dynamik verändert sich die Bühne in jeder Szene. Was mehrfach mit begeistertem Applaus honoriert wird.

Einen einzigen Minuspunkt muss ich leider feststellen. Dass die SE keine Stücke mit anspruchsvoller Partitur angemessen umsetzen kann, ist leider nicht neu. Hier scheitert sie nun aber
auch an einem Pop-Musical. Das, was die vier (sicher über jeden Zweifel erhabenen) Musiker plus Dirigent an Klang erzeugen, wirkt schon in der Eröffnungsszene (Pray) enttäuschend und hat nur noch wenig mit dem vertrauten Take That Sound gemein.
Es spricht für die Qualitäten von THE BAND und seiner Inszenierung, dass man dieses Manko im Laufe des Abend immer mehr ignorieren kann.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bergers Follies

04.11.2019 - Wie alle Inszenierungen von Martin G. Berger zeichnet sich auch diese durch eine exakte und durchdachte Personenregie aus. Berger liebt es zudem, Stücke zu hinterfragen, sie neu zu deuten und zu aktualisieren, ohne die Stücke dabei zu vergewaltigen. Hier ist es nur ein kleiner Kniff und schon hat man den Eindruck, dass Stück würde in Dresden spielen. Und das alles funktioniert ganz prächtig. Berger hat auch eine dringend benötigte neue Übersetzung beigesteuert. Dafür ist man dankbar (auch wenn ich die Songs noch viel lieber im Original gehört hätte). Die Zwischentexte sind schon im Original etwas langatmig; in der deutschen Fassung scheinen sie manchmal nicht zu enden. Aber dieses Gefühl habe ich bei fast allen deutschen Übersetzungen. Das Orchester der Staatsoperette unter Leitung von Peter Christian Feigel spielt das alles ganz wunderbar (auf eine CD - bitte diesmal mit gekürzten Dialogen - würde man sich freuen). Und die Darsteller/innen überzeugen. Hier jetzt jemanden herauszuheben, würden den Rahmen sprengen und wäre vielleicht auch ein wenig ungerecht.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Mel Brook's Gruselparodie mit schmissiger Musik

03.11.2019 - Nach London nutzte ich nun spontan die Gelegenheit die Show erstmals in einer deutschen Inszenierung zu sehen. Wie immer in Pforzheim mit der Badischen Philharmonie die die herrlisch schwelgerischen Melodien von Mel Brooks schmissig und temporeich zu Gehör bringen. Klasse!

Die Bühne ist einfach aber zweckdienlich eingerichtet. Im Vergleich zu London wird auf pyrotechnische Effekte ganzlich verzichtet. Vermisst habe ich das nur an wenigen Stellen. Wenigstens der Apparat von Dr. Fronkensteen ?! hätte etwas blinken können.

Die vielen Ensembleszenen gelingen gekonnt und auch mit durchaus guter Textverständlichkeit. In den Solos, Duetten und den Sprechszenen gibt es gar nichts zu bemängeln. Hier hat man im Vergleich zu vergangenen Inszenierungen nachgebessert.

Etwas blass bleibt der Showstopper im 2. Akt. "Puttin' on the Ritz". Die Bühne ist auser einer kleinen Treppe und Hintergrundbeleuchtung eher leer. Das fand ich etwas verschenkt. Die revueartig angelegte Szene hätte etwas mehr Ausstattung vertragen.

Die Cast ist ausgezeichnet, stimmlich stark und inzwischen wohl auch eingespielt. Viele Gags punkten, wenngleich der doppeldeutige Humor von Mel Brooks immer etwas braucht.

Samuel Schürmann spielt und singt stark und ist eine Erscheinung als Dr.

Philipp Werner als Monster begeistert mit toller Komik und starker Stimme.

Igor wird von Manuel Dengler dargestellt oder gelebt. Er buckelt und dient und im Zusammenspiel mit der schrulligen Haushälterin Frau Blücher alis Lilian Huynen gelingt eine tolle Situationskomik.
Helena Steiner als Inga erinnert stark an ULLA in THE PRODUCERS. Sie singt und spielt erfrischt auf.

Elizabeth wird von Anna Gütter gegeben. Als Diva noch eher "unnahbar" ändert sich das im Laufe des Abends rollenbedingt. Auch Sie bietet mit toller Stimme ihre Songs dar, wenngleich die Rolle eher klein ist.

Fazit: Frankenstein Junior ist weniger ulkig und sarkastisch als erwartet und dennoch höchst unterhaltsam. Die musikalische Bandbreite der schwelgerischen, swingenden Partitur hat viele Parallelen zu THE PRODUCERS. Dennoch sind viele Songs eigenständige Ohrwürmer. Wieder einmal ist Pforzheim eine gelungene Inszenierung eines neuen Musicals gelungen.

Mit der starken Cast, dem Chor und Ballett sowie dem wunderbaren Orchester kann man sich schon sehr auf TITANIC ab März 2020 in Pforzheim freuen.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Grandiose Produktion

03.11.2019 - Toll besetzt, nicht nur in den vier Hauptrollen. Sehr intelligent nach Dresden verlegt, die Spiegelung der ehemaligen Revuegirls in ihren jüngeren Alter Egos ist hervorragend gelöst. Weit besser als die Berliner Produktion im Theater des Westens damals. Auch musikalisch auf bestem Niveau. Was für ein brillantes Werk!

Vollpfosten (8 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Barock in Rock - Das Boulevardtheater läßt Gräfin Cosel rocken

01.11.2019 - Seit 5 Jahren ist das Boulevardtheater nun schon im schönen Dresden und begeistert sein Publikum mit stetig ausverkauften Vorstellungen. Und mit "Barock me, Gräfin Cosel" bringt Theater-Co-Chef und Intendant Olaf Becker nun schon die 20. Eigenproduktion des Hauses auf die Bühne. Und es funktioniert noch immer so gut, wie beim ersten Mal...

In "Barock me Gräfin Cosel" holt Becker Dresdens Feme Fatale des 18. Jahrhunderts auf seine Bühne. Mit Stefanie Bock in der Hauptrolle perfekt besetzt und dem beliebten Manuel Krstanovic als Schurke, rockt sich das toll ausgestattete Musical mit schmissigen Songs, einem tollen Bühnenbild und genialen Kostümen schnell in die Herzen des Publikums.

Desweiteren hat man, neben der wunderbaren Karina Schwarz, Oliver Morschel, Alexander Wilbert und Laura Mann, mit Claudio Maniscalco erneut einen deutschlandweit bekannten Mimen verpflichten können, den die meisten hierzulande wohl aus dem Film "Go, Trabi, Go" kennen, der aber auch auf vielen Bühnen Deutschlands unterwegs ist. Seine Performance des Francesco ist herrlich komisch und man kann nur hoffen, dass er sein Herz an Dresden verliert und noch öfters bei uns zu sehen sein wird.

Alles in allem ist "Barock me, Gräfin Cosel" jedenweils ein weiteres Highlight des Boulevardtheaters, das man sich nicht entgehen lassen sollte. Weder als Dresdner noch von außerhalb.

dahil (erste Bewertung)


Hammergeiles Musical - Rundum perfekt!

29.10.2019 - Durch Zufall kam ich in dieses Musical (27. 10.) ich war nur zu Besuch in Dresden. Kannte weder das Boulevardtheater (echt geschmackvoll) noch die Geschichte der Gräfin von Cosel. Bin halt ein Wessi, haha.

Egal, dann öffnet sich der Vorhang und ich wurde förmlich weg geblasen! Ein Mega Bühnenbild, super Story, Songs, geile Kostüme und hammergute Künstler. Die glorreichen 7 Darsteller (ja insgesamt nur 7) spielen, singen, tanzen und rocken die ganze Show! Am Ende kochte der Saal und selbst die Oma neben mir sprang mit mir hoch und jubelte!

Alle, wirklich alle, waren eeeeecht toll, aber einer fiel mir besonders auf, Claudio Maniscalco. Der hatte mich hier in Hamburg schon im Sherlock Holmes Musical in einer kleinen Rolle als Asiate begeistert. Hier jetzt in einer Hauptrolle als Zirkus Direktor Francesco. Völlig anders. Leute, der ist der Knaller. Der singt, gurrt, schnurrt, jammert, agiert, zelebriert... oh man ich, bin jetzt noch völlig benebelt. Jeden Moment hat er mich fasziniert und gefesselt.

Philip Schreiber (erste Bewertung)


Einfach Barockig

29.10.2019 - Geniale Schauspieler, super tolle Musik und grandiose Kostüme in diesem Stück.Danke an alle Schauspieler und natürlich alle Mitwirkenden vor und hinter der Bühne. 😀 👍

S.Häring (erste Bewertung)


Verrückt perückt!

29.10.2019 - Am Sonntag dem 27.10.2019 war es endlich wie soweit. Die 20ste Premiere "Barock me" des Boulevardtheaters Dresden stand an.
Ich hatte bis dato wenig Ahnung wie genau der Cast und das Team das Thema Gräfin Cosel umsetzten würde.
Und am Ende war ich total überwältigt.
Die Kostüme waren herausragend geschneidert worden, die Musik und das gesamte Arrangement hat mir eine fette Gänsehaut beschert.

Jede einzelne Figur wurde so schön und überzeugend von den Darstellern bespielt. Man konnte sich als Zuschauer in jede Figur hineinversetzen.

Unter den Künstlern befand sich u.a auch Claudio Maniscalco, dessen Darstellung als Zirkusdirektor Francesco, besonders durch seine leicht eigennützige aber vor allem verrückt liebevolle Rolle überzeugte!

Barock me ist ein Stück für Fans der guten Unterhaltung. Ich persönlich kann es nur empfehlen!

Fräulein Ria (erste Bewertung)


Ein wahrhaftes barockiges Spektakel!

28.10.2019 - Ich war am 27.10 dort zur Premiere und es war wirklich ein Meisterwerk.
Die Szenen waren mitreißend, viel (manchmal auch leicht schlüpfiger) Humor und einwandfreie Songs.
Die Kostüme und das Bühnenbild waren wunderschön und einfach atemberaubend.

Die Schauspieler haben nicht nur unglaubliches Schauspielerisches Talent, sondern auch sehr starke und schöne Stimmen die einem Gänsehaut einhauchen.
Die Geschichte war toll geschrieben und auch umgesetzt!

Ein wundervolles Stück mit einem talentierten Ensemble und ich kann es einfach nur jedem empfehlen, der entweder Musicalfan oder Barockliebhaber ist, oder einfach genug von langweiligen Geschichtsunterricht hat(te)!

luzi007 (erste Bewertung)


Wundervolle Produktion

28.10.2019 - "Jekyll & Hyde" war mein erster Besuch im Theater Dortmund. Ich kenne das Musical aus Bremen und Köln und habe diese Inszenierung geliebt. Daher war ich in Dortmund etwas skeptisch, denn ein Stadttheater kann alleine schon bei der Ausstattung sicher kaum mit einer Ensuite-Produktion mithalten.

Falsch gedacht! Was geboten wurde, war ganz großes Kino. Eine Drehbühne mit vier einzelnen Szenen. Nicht beliebig angeordnet, sondern hier hat man sich ganz offensichtlich viele Gedanken gemacht. So spielen mehrere Lieder in mehreren Szenen. Durch das sich bewegende und dynamische Bühnenbild passt dies ganz hervorragend und besser, als man es mit einem einzelnen Bühnenbild pro Szene darstellen könnte. Dazu noch das Labor, welches aus der Bühne hochfährt. Von der Austattung und Inszenierung ein ganz großes Lob an die Beteiligten. Hier hat man sogar die Inszenierung aus Bremen/Köln geschlagen!

Die 3 Hauptdarsteller sind sicher vielen Musicalbesuchern ein Begriff. David Jakobs spielt sehr gut. Doch leider nehme ich ihm den Hyde nur bedingt ab, es fehlt ihm an Boshaftigkeit. Milica Jovanovic ist eine ganz wunderbare Lisa mit toller Stimme. Mein Highlight war aber ganz klar Bettina Mönch. Vor Beginn der Vorstellung wurde das Publikum "vorgewarnt", dass sie stark erkältet sei. Trotzdem wolle sie spielen. Wie bitte? Diese Frau ist eine Sensation. Was für eine großartige Stimme. Von der Erkältung ließ sie sich nichts anmerken. Hut ab! Das restliche Ensemble war auch gut, Tom Zahner stach wieder einmal positiv hervor. Morgan Moody gefiel mir nicht sehr gut, sein Schauspiel ist doch recht steif und sein Gesang glitt teilweise ins opernhafte ab.

Vermisst habe ich leider Mädchen der Nacht und die Welt ist völlig irr. Ich mag diese Lieder sehr. Schade, dass sie hier entfallen sind.

Ich kann nur jedem raten, sich diese herausragende Produktion anzusehen!

sus70 (14 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


"Wie ruiniert man ein Musical nach über 30 Jahren?"

28.10.2019 - Seit über 30 Jahren fährt der Starlight Express nun in Bochum. Damit dies gelingt, wurde die Show schon oftmals überarbeitet und das Theater umgebaut. Nicht jeder war über jede der Änderungen am Stück glücklich, allem voran beim Austausch von Songs. Trotzdem konnte ich dies immer nachvollziehen und vielleicht sind gerade diese Änderungen mit entscheidend dafür, dass das Musical seit 1988 durchgehend in Bochum gezeigt werden kann. So wurde es für uns zu einem Ritual, das Musical jedes Jahr zu besuchen. Doch unser diesjähriger Besuch vor wenigen Tagen - und das hätte ich mir zuvor niemals vorstellen können - wird auch unser letzter sein.

Die diesjährigen Änderungen sind weit umfangreicher als bisher und leider sind viele der Änderungen für uns absolut negativ und oftmals auch nicht verständlich. Dies fängt schon beim Betreten des Theaters an. Hat man hier zuvor liebevoll die Atmosphäre eines Bahnhofes vorgefunden, so hat man dies nach 30 Jahren radikal geändert. Alles ist nun modern, schlicht und austauschbar. Sicherlich ist z.B. der rote Teppichboden hübsch und das Theater durch die hellen Farben nun freundlicher - aber so fühlt man sich wie in einem beliebigen Musicaltheater. Das besondere Flair, das auf das Musical einstimmte, kam völlig abhanden.

Zum Stück selbst: Schon beim Opening fiel uns beiden regelrecht die Kinnlade runter. Bislang gab es eine stimmungsvolle Einleitung durch Kind und Mutter, den schönen Gesang und die Ouvertüre, welche in der ersten Einfahrt der Züge gipfelte und für uns immer DER Gänsehautmoment des Stückes war. Die wundervolle Instrumentalmusik, dazu die Züge mit den großen Fahnen, welche durchs Publikum fahren. WOW. Und heute? Ein neues Kind spricht völlig albern ("Hoffentlich kriegt meine Oma nichts mit") und die Ouvertüre wird ohne einfahrende Züge durch das - Verzeihung - Gör abgebrochen mit den Worten, man solle mit dieser langweiligen Musik aufhören. Wir saßen dann wirklich fassungslos auf unseren Plätzen. Es gab im ganzen Stück sehr viele Änderungen. Papa wurde zu Mama (gespielt von einer ganz wundervollen Reva Rice), der französische Zug ist nun auch weiblich, es gab neue Figuren, neue Songs und sehr, sehr viele Änderungen in Ablauf. Für uns wirkte vieles davon leider sehr albern, Wir hatten das Gefühl, dass dieses Musical für alle Altergruppen nun auf Kinder zugeschnitten wurde. Anders kann ich mir das nicht erklären. Stellenweise kam sogar ein Gefühl des Fremdschämens auf und wir haben uns gefragt, wer sich so manche Änderung ausgedacht hat und wer um Himmels willen diese durchgewunken hat. Es ist ja schön und wichtig, Änderungen nach solch langer Zeit durchzuführen. Aber doch bitte behutsam und vor allem mit gutem Grund und nicht einfach mal auf Teufel komm raus "je mehr, desto besser". Einzige positive Änderung 2019: Durch den Einsatz von Drohnen wurde eine ganz wundervolle optische Aufwertung des Titelsongs geschaffen. Hut ab für diese Idee und den Gänsehautmoment.

Durch unseren jährlichen Besuch haben wir das Musical sehr zu lieben gelernt. Wir haben auch viele Freunde und Bekannte dazu gebracht, dieses Stück selbst einmal zu besuchen und zuvor haben wir auch hier 5 Sterne vergeben. Doch in dieser Form kann ich keinem mit einem Alter über 10 mehr empfehlen, dieses Stück zu besuchen.

sus70 (14 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Zu langatmig

27.10.2019 - Das Leben von Tina Turner bietet wahrlich genug Material, um daraus ein Musical zu machen. Und da ich auch ihre Musik sehr mag, habe ich mich trotz meiner Skepsis gegenüber Jukebox-Shows sehr auf den Besuch gefreut.

Aber leider wurde ich enttäuscht.

Das Stück ist viel zu langatmig. Es mag Stoffe geben, die auch diese Zeit ausfüllen, aber das gelingt hier leider nicht. Man könnte beide Teile locker 15 Minuten kürzen und das würde dem Gesamtergebnis gut tun.

Es ist sehr selten, dass ich das sage, weil ich normalerweise zu den Leuten gehöre, denen die Stücke nie lang genug sein können und die am Ende meistens sagen "Schade, wäre es doch noch eine Viertelstunde länger gegangen."

Aber vermutlich ist genau das das Geheimnis:
man muss den Zeitpunkt finden, wo die Leute sagen "Schade, hätte noch länger gehen können."

Tina zieht sich leider wie Kaugummi.

Das ganze etwas kürzer und vielleicht hätte ich es dann besser bewerten können. Aber wenn man 80% der Show denkt "Leute, kommt endlich vorwärts." dann kann es nur einen Trost-Stern für die Cast und die tolle Musik von Tina Turner geben.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Pseudo-Musical

27.10.2019 - Beworben wird es als Mischung aus Artistik und Musical. Aber nur weil dort auch gesungen und getanzt wird, ist das noch lange kein Musical.

Die Story ist wahnsinnig dünn und eigentlich gibt es nur 3 Hauptdarsteller.

Insgesamt hatte ich nicht den Eindruck, dass da irgendwas kombiniert wird, sondern eher, dass das eine Artistik-Show ist, wo man krampfhaft eine Story überstülpen will. Das ganze wirkt eher wie eine Nummern-Revue, wo man krampfhaft versucht, einen roten Faden reinzubringen.

Insgesamt zieht es sich wie Gummi.

Die einzelnen Artistik-Acts sind natürlich über jeden Zweifel erhaben und als Variete-Show wäre meine Beurteilung anders. Aber da es als "Erstes Musical des Cirque du soleil" angepriesen wird, muss ich sagen, dass es als Musical ein Flop ist.

Ich gebe den einen Stern für die wirklich tollen Artisten. Aber als Gesamtshow kann man es nicht empfehlen.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Irritierend und schwer zugänglich

25.10.2019 - THE SOUND OF MUSIC ist definitiv ein Klassiker des Musiktheaters.

Ich habe das Stück nun erstmals auf der Bühne der Volksoper Wien live erleben dürfen. Was da in etwa auf mich zukommen würde, war mir bekannt, da ich die Verfilmung kenne.
Dennoch muss ich feststellen, dass das
Musical für mich recht schwer zugänglich war und das mich die Reaktionen des Publikums eher irritiert haben.

Natürlich muss man berücksichtigen, dass THE SOUND OF MUSIC bereits in den 50er Jahren geschrieben wurde und einen Blick von außen (also aus amerikanischer Sicht) auf deutsch-österreichische Historie und volkstümliches Brauchtum wirft.
Es gibt lustige Nonnen, Jodel-, Polka- und Walzermusik, den Einmarsch der Nazis in Österreich und eine sehr biedere Liebesgeschichte.
Ich kann nicht sagen, dass die Bestandteile literarisch zu einem schlüssigen Ganzen verdichtet wurden.
Das Meiste wirkt doch recht antiquiert, gezwungen, verkitscht und unwirklich.

Befremdlich fand ich die Publikumsreaktionen in der ausverkauften Volksoper. Beim Auftreten von uniformierten Nationalsozialisten mit Hitlergruß gab es wiederholt hysterisches Gelächter, bei düsteren Militärmärschen wurde wild-wütig mitgeklatscht und beim volkstümlichen Sing-Along am Ende flog vor Euphorie bald das Dach weg.

Wie gesagt, bin ich mir darüber im Klaren, dass Rogers und Hammerstein mit THE SOUND OF MUSIC einen Meilenstein des Musicaltheaters geschrieben haben.
Trotzdem bleibt mir (persönlich) das Stück weitgehend unzugänglich.
Deshalb fließt in meine Bewertung nur die konkrete Umsetzung der Inszenierung ein.
Regisseur und Choreograf Renaud Douced bringt das Stück souverän und flüssig auf die Bühne. Die Ausstattung ist durchdacht und sinnvoll. Sämtliche Darsteller leisten gute bis ausgezeichnete Arbeit. Das Orchester der Volksoper spielt in großer Besetzung eindrucksvoll auf.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wahrscheinlich ein gutes Musical

21.10.2019 - Im Foyer laufen mittels Beamer alte TV-Interviews der Jungs von "Take That" im Embrionenstadium, welche vorbeiziehenden Damen mittleren Alters laute Seufzer der Verzückung entlocken.
"Mei, der Robbie!", erklingt es unter anderem, während man mit diversen Hits der 90er-Jahre beschallt wird - wohlgemerkt nicht von Take That, man will ja nichts vorwegnehmen.
Im Saal dann Showstopp nach 2 Minuten, noch bevor irgendein Song erklungen ist.
Beim ersten Auftritt der Boyband ist lediglich Schlagzeug und kein anderes Instrument zu hören.
Das ist nun mal der Nachteil und Fluch, wenn Shows gänzlich von Einspielern und Clicktracks abhängig sind.
Also, alles auf null und nach einer 15-minütigen Wartezeit kann die Show dann endlich anfangen.
Doch, obwohl es beginnt, zündet es nicht.
Das liegt vorrangig an der abgrundtief miesen Abmischung, bei der man (heute zumindest) ständig das Gefühl hat, dass grundlegende Zuspieler einfach fehlen.
Dazu noch wird mehr als oberflächlich gespielt (Kinder, Schauspiel ist kein Nebenfach!), bestenfalls mittelmäßig gesungen (vielleicht haben sich die Darsteller nicht gehört...?) und asynchron getanzt.
Weder Boyband noch deren junge weibliche Fans können überzeugen und mich auf eine Reise mitnehmen.
Das ändert sich schlagartig, wenn die älteren Versionen des Damen-Quartetts auftreten, dann nimmt die Show an Fahrt auf und weiß zu begeistern und zu berühren.
Ganz plötzlich befinden wir uns auf Mamma Mia-Niveau und das macht richtig Spaß.
Der zweite Akt bietet dann vor allem Dank der Damen exzellente, mitreißende Unterhaltung (herausragend: Laura Leyh als exaltierte Heather).
Auch die Abmischung ist im Griff, die Zuspieler scheinen wieder da zu sein, es sind deutlich (nicht physisch vorhandene) Streicher- und Bläserensembles zu hören.
Die Boyband indes bleibt eine Enttäuschung und ein müder Abklatsch des omnipotenten Vorbildes.
Das vorrangig weibliche Publikum im Alter der Protagonistinnen tobt trotzdem.
Fazit: "The Band" ist ein scheint ein richtig, richtig gutes Musical zu sein, wenn es mit wahrhaftigen Schauspielern, charismatischen Sängern und einer fähigen Toncrew ausgestattet ist.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Zauberhafter Nachmittag mit Herz und Hirn

20.10.2019 - Manchmal bin ich nicht in der Lage, Kritiken nachzuvollziehen. Der Grundton zu dieser deutschen Erstaufführung war eher zurückhaltend:
"Amélie zündet in München nicht", so titelten einige Zeitungen.
Viele selbsternannte "Musicalfans" schreiben in eingängigen Foren, dass es sich nicht lohne, diese Show mehr als einmal zu besuchen.
Ich bin vollkommen anderer Meinung:
"Amélie" hat Herz und Hirn und ist ganz und gar zauberhaft. Die Show strahlt wohlige Wärme aus, sie berührt und ist dabei sehr schlau gemacht.
Alles ist live, alles handgemacht, es gibt keine Zuspieler, keine Samples, keine Clicktacks - wann hat man das bei einer SE-Produktion zuletzt erleben dürfen?
Die fünfköpfige Band (mehr Musiker hat z.B. "Paramour" auch nicht, der Rest kommt vom Band), die von den Schauspielern am Akkordeon unterstützt wird, spielt den eingängigen und erinnerungswürdigen Score (CD ist gekauft!) mit sichtlicher Hingabe.
Letzteres gilt auch für das hervorragende Ensemble, in dem es kein einziges schwaches Glied gibt.
Alle Beteiligten spielen und singen sich die Seele aus dem Leib, allen voran die fantastische Sandra Leitner in der Titelrolle. Wenn sie die Top-Notes scheinbar mühelos beltet, ist aus dem Zuschauerraum manchmal hörbar ein "Wow" zu vernehmen.
Ganz großartig auch Rob Pelzer in den Doppelrollen Dufaywl/Collignon; das rührt und geht tief zu Herzen.
Das Publikum war jederzeit gefesselt und begeistert, zu vernehmen in den Pausengespräche und auch nach Ende der Show.
Sie waren begeistert von der Nähe zu den Darstellern, von der den ganzen Saal einnehmenden Inszenierung (ich habe mich durchgängig in den "The Other Palace" in London versetzt gefühlt) und eben tatsächlich von der Magie und Regie von Christoph Drewitz, bei dir Dinge eben auch oft einfach nur behauptet und der Fantasie des Zuschauers überlassen wurden.
Die Leute wollen ihre Imagination bemühen und ganz eintauchen in diese Vorstellungswelt, das hat der gestrige Nachmittag klar bewiesen.
Man darf und MUSS dem deutschen Publikum etwas zutrauen und kann eben nicht immer nur wieder den tausendsten Aufguss der Vampire mit immer weniger Musikern, Bühnenbild und Ensemble präsentieren. Dies ist eine Einbahnstraße, deren Ende bald kommt.
Wie kriegt man also die Menschen dazu, sich auch einmal "gewagte" Stücke anzuschauen?
Die Lösung ist so einfach:
Realistische Preisgestaltung!
Ich habe die Show gestern nur aus einem einzigen Grund besucht (da ich den Film eben gar nicht kenne und grundsätzlich kein Fan von französischen Filmen bin):
Weil der Preis angemessen war.
Doch statt dieser längst fälligen Einsicht verfährt die SE mit dem Werk 7, ihrem einzigen und einzigartigen "Off-Westend", bzw Nicht-Großproduktionstheater wie folgt:
Es wird nach Amelie geschlossen.
Eine unfassbare Schande.
An den Stücken lag es definitiv nicht.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Toller Hauptdarsteller, tolle Darstellerinnen und ein Tonproblem

20.10.2019 - Da fällt es mir gerade echt schwer rein die Inszenierung zu beurteilen. Steht und fällt ein Musical unter Anderem auch damit, wie der Ton im Zuschaueraum ankommt. Da hilft es auch wenig, wenn man sich vorher beim Publikum entschuldigt, dass man Alles versucht habe, um den technischen Fehler zu beseitigen. Man sitzt dann halt genau an diesem Abend im Staatstheater.
Die Musik klang, wie eine restlos zerkratzte Schallplatte. Offensichtlich war irgendwo der Wurm beim Ton vom Orchester drin, denn in den reinen Sprachpassagen waren die Darsteller glasklar zu hören. Es war für mich gerade im ersten Akt einfach nur nervig.

Auch da der erste Akt einfach nur langweilig und nett rüber kam, wollten wir schon beinahe gehen. Waren aber dann doch froh geblieben zu sein. Der zweite Akt war richtig unterhaltsam. Da rissen es einfach die Frauen, mit tollen Stimmen raus.

Sowohl das Solo der Mutter als auch die anderen Nummern waren im zweiten Akt dann einfach toll.
Leider und für das Stück ein Problem, war für mich der Counterpart des Carl einfach zu langweilig und irgendwie nicht glaubhaft auf die Bühne gebracht. Auch war der Vater gefühlt zu jung. Ich mag hier gar nicht die Darsteller ins Spiel bringen, da es hier auch regieabhängig sein kann, wie eine Rolle angelegt ist.

Positiv, Riccardo Greco ist einfach grundsympathisch als Frank und es macht Spaß ihm zuzuschauen. Man nimmt ihm das Schlitzohr voll ab.

Da es nun wieder eine Inszenierung in Darmstadt war, wo der Ton verk**** wurde, bin ich natürlich unzufrieden und kein Darsteller oder Musiker kann etwas dazu. Vielleicht erwische ich nur immer die schlechten Tag.
Insgesamt ist das Stück gerade im zweiten Akt unterhaltsam.
Ich langweile mich leider schnell, wenn Songs die Geschichte stoppen und nicht unterhaltsam genug sind oder die Story weiter erzählen. Dafür sind die Lieder bei Catch Me if You Can oft zu banal.

Mit guten Klang hätte ich wahrscheinlich vier Sterne vergeben.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Ganz nett

15.10.2019 - Ich hatte mich eigentlich gefreut, dass hier nicht die Geschichte von Take That erzählt wird, sondern eine nette Story über Freundschaft. Leider hat sich schnell herausgestellt, dass das Buch das größte Problem an dem Stück ist. Es hätte ein schönes Dramedy werden können. Drama fehlt vollkommen, was Comedy angeht gibt es ein paar wenige nette Schmunzler. Die Dialoge sind leider belanglos und endlos lang. Vermittlung von Emotionen: Fehlanzeige. Hier hätte man ein paar der Songs zum vorantreiben der Handlung verwenden können, fast alles wird nur von der Band im Englischen Originaltext gesungen.
Vor allem ab der zweiten Hälfte des zweiten Aktes dachte ich, wir erleben das Ende nicht mehr. Das Stück an sich hat schon seine Daseinsberechtigung, aber es ist leider alles andere als ausgereift. Es müsste nochmal deutlich überarbeitet werden.
Die Darsteller waren allesamt sehr gut, das Bühnenbild für eine Tour super, auch die Technik hat einwandfrei funktioniert. Alle meine Kritikpunkte können auf das Buch reduziert werden, aber das ist schon gravierend, da einfach der Schwung fehlt.

musica01 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Now and forever

14.10.2019 - Der vielleicht größte und wichtigste Musical-Klassiker der jüngeren Vergangenheit wird in Wien in einer behutsam bearbeiteten Version gezeigt.
CATS ist wieder da!
Um es kurz zu machen: Da stimmt einfach alles!
Die VBW Produktion im Ronacher sieht wesentlich eindrucksvoller und prächtiger aus, als ich das Stück in Erinnerung hatte. Bei der VBW wird nicht wie andernorts "downgesized". Im Gegenteil! Bei Bühnenbild, Lichtdesign, Kostümen, Orchester (sowieso!) und wahrscheinlich auch Ensemblegröße haben die Wiener Profis noch einmal ordentlich eins daraufgelegt.
So opulent habe ich CATS noch nie erlebt. Schon gar nicht in Deutschland.
Kaum noch erwähnen muss man bei den VBW, dass hochkarätig und überzeugend besetzt wurde.

CATS war sicher nie mein persönliches Lieblingsmusical. Dennoch habe ich es mit dieser fulminanten und herausragend guten Produktion neu kennen- und schätzen gelernt.
Die VBW haben erneut qualitative Standards gesetzt.
Im Ronacher gibt es ein Fünf-Sterne-Musical-Ereignis zu bestaunen, das jeden Euro wert ist.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Dortmunds beste Musicalproduktion

14.10.2019 - Habe mir gestern die Premiere von Jekyll & Hyde in Dortmund angesehen, hier Stichpunktartig einige Eindrücke:

- Klasse Drehbühne, ständig in Bewegung, Theater wie ein Film
- insgesamt das bisher beste Bühnenbild zu J + H
stark beendruckt solch ein Bühnenbild für so wenige Vorstellungen, Hut ab
- schöne Kostüme: bis auf Lucy
- es fehlen: Mädchen der Nacht, die Welt ist völlig irr (evtl. Reprisen von Fassade ???)
- kann ja verstehen, wenn man Mädchen der Nacht an einer anderen Stelle bringt, aber nicht dass man dieses Lied streicht
- das Lied "Das Gefühl von Edward Hyde" nimmt nicht die Fahrt auf, die ich gewohnt bin, verpufft irgendwie
das Lied "Gefährliches Spiel" hat nicht die Erotik wie in Bremen o Köln od. wie in Schwerin die Gewalt die in Vergewaltigung mündet
- bei der Konfrontation soll die Sache im Film im Spiegel nicht geklappt haben (bin auf die nächste Show gespannt)
- es fehlte die starke Unterscheidung Hyde/Jekyll bei der Konfrontation (Lichtsteuerung in anderer Farbe)
- Mönch gefällt mir nicht so gut (Gesang/Ausstrahlung), ein Kopf größer als Jakobs, schreit oft zu sehr, da hätte ich mir jemand anderen für den Dortmunder Jekyll gewünscht
- lustig: Jekylls Nebenbuhler liegt später bei der Verlobungsparty betrunken an der Treppe
- Jekyll hängt an der Infusion, aber die rote Flüssigkeit fließt nicht
- das Ende gefällt mir nicht so gut wie sonst: Jekyll liegt auf dem Bauch und bleibt nicht in Lisas Armen
- warum die weißen Gesichter, die würden erst nach dem Tod Sinn machen (sollen sie vom Tod gezeichnet sein???)
- David Jakobs ein guter Jekyll, aber kein erotischer kraftvoller Hyde (das Tier), vielleicht entwickelt sich das noch … (gesehen in dieser Rolle habe ich bisher Freeman, Gasoy-Romdal, Clear, Wager)
- Hyde´s Morde finde ich nicht so gut in Szene gesetzt (Bahnhof), erstmalig wird Lucy nicht mit dem Messer getötet

So dass waren ein paar Sachen, die mir durch den Kopf gehen. Für mich ist das die beste Musicalproduktion aus Dortmund. Die Drehbühne ist klasse. Das Labor wird aus der Keller hochgefahren. Ein paar Sachen würde ich ändern oder finde ich in anderen Produktionen besser, aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Unbedingt ansehen!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Unterhaltsamer Abend mit Schwächen.

12.10.2019 - Ein schwungvoll aufspielendes Orchester, ein engagierter Cast und eine unterhaltsame Inszenierung, doch trotzdem hat man am Ende das Gefühl, dass noch mehr drin gewesen wäre. Das liegt vor allem daran, dass viele Gags einfach überspielt werden und nicht auf Punkt sitzen. Mel Brooks' übertriebener Humor kommt nicht immer beim Publikum an, weil das Timing der Darsteller nicht immer stimmt. Außerdem würde man sich manche Rolle in dieser Horrorfarce noch übertriebener gespielt wünschen. Lilian Huynen zeigt, wie viel mehr in den Rollen steckt, denn sie bringt die Leute schon allein durch übertriebene Blicke zum Lachen. Insgesamt macht das Stück trotzdem Spaß und ist eine Entdeckung wert.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Ein Klavier und die Grande Dame des Musical ...

12.10.2019 - Mehr braucht es eigentlich nicht um das Solo-Programm der Künstlerin am vergangenen Freitag in der Liederhalle in Stuttgart zu beschreiben.

Begleitet von einem Pianisten steht Frau Milster im schwarzen, bodenlagen Abendkleid auf der einfach ausgeleuchteten Bühne und liefert in den folgenden 2 Stunden und 15 Minuten einen Streifzug durch die Welt des Musicals.

Auf Basis der letzten CD (mit teils sehr technisch klingenden Orchestertracks) betritt Sie mit "Mylady ist zurück" aus 3 Musketiere die Bühne. Ein starker Einstieg.

Es folgt ein etwas 20min Block mit Musicalsongs der amerikanischen Komponisten Porter/Berstein/Gershwin & Co.

Mit kurzen Überleitungen gelingt es im Verlaufe des Abends der Künstlerin zu den etwas 250-300 Gästen eine Verbindung zu bekommen. Mit teils ironischen und selbstkritischen Reflektionen ist sie weniger Diva sondern menschlich, elegant und stimmlich in weiten Teilen des Programms 1a.

Es folgt ein Exkurs zu Songs aus Kuss der Spinnenfrau, Sunset Blv. die Schöne und das Biest und La Cage aux Folles.

Nach der Pause, im nun weißen Abendkleid, folgt ein grandioses "Nesum Dorma" gefolgt von "Erinnerung" aus Cats - ein Highlight. Humorvoll wird ein stimmlicher Fauxpax zu Beginn kommentiert. Das ist Live und so menschlisch. Damit war der Bogen zu Wien und dem Beginn ihrer Musicalkarriere geschlagen.

Danach sind dann mehr die Songs der CD im Fokus. Hier kommen die bisweilen dünnen und computerlastigen Arrangements der CD zum Einsatz. Bei einigen Songs fällt das weniger auf, bei anderen leider sehr. Stimmlich eindrucksvoll gelingt ihr aber der Spagat zwischen berührenden Songs wie "Der Sieger hat die Wahl" oder "Hinterm Horizon" über die Partysongs "Tanz im Feuer" einem Queen-Block und zum Liedgut der Disneymusicals. Ein mehr als beachtliches "Lass jetzt los" aus der Eiskönigin reiht sich nahtlos an Phil Collins' "Dir gehört mein Herz" und als Zugabe ein sentimentales "Can you feel the Love tonight".

Es ist nach wie vor beeindruckend mit welcher Eleganz und Würde Frau Milster auftritt. Stimmlich ist sie eine Klasse für sich. Es wäre ihr zudem zu wünschen die Orchesterarrangements bei künftigen Projekten von einem "echten" Orchester einspielen zu lassen. Die Songs und die Sängerin hätten es mehr als verdient.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Auch in den Niederlanden grandios!

11.10.2019 - Ein spontanter Herbsturlaub an die Nordsee ließ sich ganz wunderbar mit einem Besuch der erst kürzlich gestarteten ANASTASIA-Produktion im wirklich schönen AFAS Circustheater verbinden.

Das Foyer ist umwerfend gestaltet. Überall das A in goldenen Vorhängen, die Kirschbäume als Deko im Foyer usw. Ein sehr umfangreiches Merchandising zu zivilen Preisen (Magnet 2€).

Das Circustheater ist ja ähnlich dem Metronomtheater in Oberhausen wie eine Suppenschüssel. Die seitlichen Plätze sind zwar nahe zur Bühne aber schneiden doch ein Teil des Bühnenbildes ab. Daher empfiehlt es sich hier eher mittig zu sitzen. Die Plätze im Ring zum Mittelblock hin waren ganz fantastsich. Auch steigt das Parkett leicht an.

Über die Show muss man an sich nicht mehr viel sagen. Diese ist fast eine 1:1 Kopie wie in Stuttgart/Madrid. Gleichwohl fand ich einen Übergang kurz vor Ende der Show neu (kann mich aber auch irren). Hier wird in Scheveningen nun "At the Beginning" als Intro genutzt.

Die Bühne mit ihrer Kombi aus statischen Kulissen und LED Wand beeindrucken einmal mehr in Kombination mit den wirklich schönen Kostümen. Interessantes Detail: In Scheveningen wird im Original Braodway-Set gespielt.

Die First-Cast ist mehr als beeindrucken. Milan als Dimi hat die Rolle intus und in seiner Heimatsprache packt er für meinen Eindruck noch ne Schippe auf seine geniale Leistung in Stuttgart drauf. Seine Spielfreude ist einfach ansteckend. Tessa (kannte Sie aus Arielle und Tarzan) ist eine tolle Anja. Ihre Stimme passt ganz hervorragend zu den Balladen und sie kann unglaublich die Töne halten und harmoniert mit Dima wirklich gut.

Ebenso Rene van Kooten als Gleb und Ad Knippels als Vlad singen stark und können insbesondere in den Spielszenen überzeugen. Besonders schön zu sehen war Ellen Elvers (nach 3M). Ihre komödiantische Ader kam in den Szenen mit Vlad richtig gut raus. Zudem eine starke Stimme.

Gerrie van der Klei als Großmutter war eine sehr warme und herzliche Frau. Ihre Verbitterung konnte die Darstellerin sowohl in Schauspiel aus auch Gesang sehr gut ausdrücken.

Das Ensemble war ebenso grandios. Berührend nach wie vor die Szene am Bahnhof wenn der Acapella Gesang einsetzt. Das hat schon was von "Ragtime".

Bei zivileren Preisen als in D lohnt ein Besuch der Show in Scheveningen auf jeden Fall. Man kann trotz der Sprache dem Geschehen gut folgen, da viele Formulierungen gleich sind.

Derzeit wird die Show bis Anfang Januar 2020 angekündigt. Bleibt zu hoffen, dass man dieses wunderbare Stück noch etwas länger zeigen kann.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Naja

09.10.2019 - Ich bin aus Berlin nach Brandenburg gefahren, um ein neues Musical kennenzulernen und wurde leider enttäuscht. Ich verstehe, warum das Stück kaum noch aufgeführt wird. Es ist bieder, uninteressant und musikalisch zwischen altbacken und Fahrstuhlmusik. Dann lieber das sehr gute Schauspiel von Oscar Wilde ohne die krampfhafte musikalische Umsetzung. Zu dieser Produktion kann man nur sagen: lieblos, nicht immer professionell. Von den Solisten kann allein Robin Poell überzeugen. Alexander Kerbst wirkt viel zu alt und behäbig für die Rolle. Die jüngeren Frauen gehen so. Dagmar Frederic ist offenbar sehr beliebt, aber alles andere als eine Schauspielerin oder gar Musicaldarstellerin. Alles in allem: leider keine Reise in die Provinz wert.

MarkusMagMusicals (erste Bewertung)


Beitrag vom 04.10.2019 gesperrt

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Beste Inszenierung in diesem Jahr!

29.09.2019 - Erik Peterson ist hier wirklich eine großartige Inszenierung gelungen! Den schwierigen Sprung in die Moderne mühelos geschafft mit der Verlagerung in eine U-Bahn Station. Szenen fanden in der Bahn statt, was für zusätzliche Spannung sorgte. Die Choreographie war klasse, die Stimmung der jungen Jets mit sexueller Agression aufgeladen, pure Gänsehaut! Es ist schwierig, jemanden extra hervorzuheben, da die komplette Cast ganze Arbeit geleistet hat. Sybille Lambrich war eine überraschend freche und frische Maria, großartige Schauspielerin mit Wahnsinns-Stimme. Jan Rekeszus spielt sympatisch und überzeugt auch mit weichem Tenor in Tony-Manier. Lucas Baier gibt einen sexy und touphen Riff und auch die Darstellung der Anita durch Dorina Garuci lässt keine Wünsche offen. Wer das verpasst, ist selbst schuld!

Martina_Krumm (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Tolle Musik, fragwürdige Story

29.09.2019 - Ich habe die Show am 21.09 gesehen und habe einen sehr gemischten Eindruck. Die Musik war beeindruckend düster,wenn auch womöglich zu balladenlastig.Schade ist, das man nicht immer den Text versteht. Auch die Geschichte wirkt nicht ganz stimmig- die Auflösung des Plots wird innerhalb weniger Minuten zu Ende gespielt und klar möchte man als Zuschauer ein happy End, aber hier haben es sich die Autoren etwas einfach gemacht. Die Besetzung ist hingegen- gerade bei den Hauptrollen- gut gewählt.Claus Wilcke überzeugt als Watson mit treffsicheren Pointen,Agneta Hanappi gab seinen sympatischen Sprössling mit wohlklingender Gesangsstimme und Anna Maria Kaufmann war sehr präsent als die Diva Mata Hari als auch in vielen anderen kleinen Rollen. Alles in allem ein angenehmer Abend, richtig rund wirkt die Sache jedoch nicht.

Martina_Krumm (2 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


So muss Musical sein

28.09.2019 - Ich war endlich mal wieder in Wicked, diesmal in London und ich muss sagen, diese Show verliert einfach nichts.

Die Musik, Die Story, die Umsetzung, die Cast.
Alles auf den Punkt.
Richtig gut, so muss Musical sein.

Ich hatte bei den Leading Ladies zwar "nur" die Standby`s Lisa Anne Wood als Glinda und Laura Pick als Elphaba, es war aber fantastisch.

Immer wieder gerne. Top!

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Ebenso nett wie mittelmäßig

22.09.2019 - Mir ist seit vielen Jahren unklar, weshalb Terrence McNally so vielbeschäftigt und preisgekrönt ist. Auch sein Buch zu ANASTASIA (bzw. die Adaption der Filmvorlage) kann nicht überzeugen und ist der größte Minuspunkt des Musicals.
Er übernimmt den märchenhaften und historisch überholten Ansatzpunkt des Filmes nahezu 1:1. Ein packender Zugriff und Fokus auf die Grundkonflikte der Protagonisten fehlt. Unwichtige Nebenrollen (Lily, Wlad) werden überbetont. Der neu eingefügte Antagonist Gleb ist eine vollkommene dramaturgische Fehlkonstruktion. Mal tapsig, mal bedrohlich, mal traumatisiert hat er gelegentliche unmotivierte Auftritte bis hin zu einem unglaubwürdigen Finale. Die SE Allzweckwaffe Mathias Edenborn singt ihn eindrucksvoll, kann der Rolle aber auch keine schauspielerische Tiefe oder charismatische Präsenz verleihen.

Dieses Schicksal teilt er mit den meisten anderen Künstlern auf der Bühne.
Mit am Besten kann sich Judith Caspari behaupten, die ihre Chance eindrucksvoll ergreift und eine würdige Leading Lady ist.

Die Musik von Stephen Flaherty kombiniert Highlights aus dem Filmsoundtrack mit Neukompositionen. Das Ganze klingt zweckdienlich und schön, hätte aber noch den einen oder anderen Höhepunkt gut vertragen können.

Das Bühnenbild besteht überwiegend aus einer bühnenfüllenden Bogenkonstruktion und einer dahinter liegenden LED-Wand. Dadurch lassen sich schnelle Szenenwechsel und stimmungsvolle Bilder kreieren. Dennoch nutzt sich dieser Effekt im Laufe des Abends auch ab.
Das Lichtdesign ist deutlich over the top. Soviel bonbonbunte Ausleuchtung dürfte selbst hartgesottene Disney Fans einem Zuckerschock entgegentreiben.

Aus dem Orchestergraben dringt Musik, die den gewohnten SE Standards entspricht: etwas dünn, etwas blechern, etwas laut.
Auch das Ensemble ist in seiner Größe recht überschaubar, was sich bei bühnenfüllenden Arrangements und Choreografien bemerkbar macht.
Trotzdem ist der Cast ausgesprochen gut und jeder tut spürbar sein Bestes.

Trotz der Kritikpunkte hat ANASTASIA durchaus einen gewissen Charme und Unterhaltungswert.
Spannender und zeitgemäßer wäre aber das Musical ANNA ANDERSON gewesen.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Die musikalisch vielleicht beste West Side Story derzeit!?

18.09.2019 - Erik Petersen verlegt die Geschichte geschickt aus den 60er-Jahren in die Gegenwart. Die Geschichte bleibt natürlich gleich, aber vieles wirkt deutlich härter, viele Gangmitglieder sind entsprechend nicht wirklich "Sympatieträger", allen voran ein sehr guter Lucas Baier als Riff. Ort der Handlung ist eine New-Yorker-U-Bahnstation, die alleine einen Besuch wert ist, samt ein- und ausfahrender Züge. Die Inszenierung ist wirklich aufwendig mit vielen netten Details, da verzeiht man auch kleinere nicht so gelungene Dinge, wie die Darstellung des Lieutenant Schrank. Ist er nun cooler Undercover-Bulle oder doch eher Sozialarbeiter oder wohnt er auf der Straße, egal.

"Somewhere" durch Anita singen zu lassen klappt auch gut, vor allem wenn man hier jemanden wie Dorina Garuci zur Verfügung hat. Was hierbei allerdings die Showgirls sollen? Ich glaube, dass wäre ein ganz (!) berührender Moment geworden, wenn man darauf vertraut hätte, dass sie alleine die Bühne füllen kann bei dem Song nachdem sie vom Tod Bernados erfahren hat. Aber das sind schon ein paar wenige Kritikpunkte auf ganz hohem Niveau. Die Cast ist auch richtig gut, Andreas Wolfram hat mich als Bernado voll überzeugt, Jan Rekeszus gibt einen guten Tony und Beatrice Reece hat leider viel zu wenig zu singen. Marie Heeschen als Maria, stimmlich stark. Highlight ist aber das Beethoven-Orchester, mit einer solchen Wucht und Intensität habe ich die WSS noch nie erlebt, wow.

Musical wie es sein sollte, tolle Ausstattung, gute Darsteller, schöne Inszenierung und ein grandioses Orchester, was will man da mehr.

Besuchte Vorstellung:
15.09.19 - Theater, Bonn

Inszenierung: 4,5 von 5
Musik: 5,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 5,0 von 5

Gesamtfazit: 4,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Ein Triumph in jeglicher Hinsicht!

15.09.2019 - Bielefeld kann West End!
Das war gerade das Stimmigste, was ich je an einem Deutschen Stadttheater gesehen habe.
Orchester, Gäste, Chor, Abmischung:
Alles rund, keine Wünsche offen.
Doch erkunden wir dieses Wunder Stück für Stück:
Fast holt das reale Leben die Showhandlung von der beinahe geplatzten Opernvorstellung ein;
die Abendspielleitung tritt vor den Vorhang und verkündet, dass dieser Otello tatsächlich beinahe "geplatzt" wäre, wäre nicht ein Kollege kurzfristig eingesprungen, der die tragende Rolle des Henry Saunders vor mehr als einem Jahr in einer völlig anderen Inszenierung in Krefeld gespielt hat.
Exakt einen Probentag hatte Markus Heinrich zur Verfügung.
Was soll ich sagen? Ein Triumph!
Dieser "Ersatz" wirft sich vollkommen in die Rolle, setzt alle Pointen, singt und spielt vortrefflich und tanzt auch fehlerfrei alle Bewegungschoreografien mit. Bravo!
Insgesamt ist die Darstellerriege namhaft und exquisit:
Sei es Jeannine Michèle Wacker ("We will rock you") als Tenorfetischistin Maggie oder der immer wunderbare Jonas Hein ("Der Glöckner von Notre Dame") als Souffleur Max mit versteckten Star-Qualitäten.
Ein großartiges Kabinettstück liefert Navina Heine ("Rock of Ages") als Sopranistin Diana Divane im 2.Akt ab, wenn sie im Speed-Audition-Stil in einem schier unmenschlichen Kraftakt die größten Hits der Opern- und Operettenwelt zum Besten gibt.
Apropos Oper:
Wenn Joshua Farrier als Tenor Tito Merelli mit seiner Frau Maria in einen Streit gerät und dieser zum stilisiert-dramatischen Opernduett auf italienisch samt deutschen Übertiteln (!) mutiert, dann ist das ganz, ganz große Musicalkunst.
Da gibt es auch im Publikum vor Lachsalven der Begeisterung kein Halten mehr.
Maria wird gespielt von niemand geringerem als Roberta Valentini, die hier den Beweis erbringt, dass es keine kleinen Rollen gibt.
Ihre Darstellung der eifersüchtigen Ehefrau, stilecht mit pointiertem italienischen Akzent, ist nichts anderes als eine Masterclass in Sachen komödiantisches Timing und "Acting through song". Eine Klasse für sich.
Und das Stück selbst?
Ein wunderbare "Tür auf - Tür zu" Screwball-Komödie gespickt mit einem mitreißenden jazzig-swingenden Score.
Sogar einen Ohrwurm-Hit a la Lloyd Webber gibt es mit dem eingängigen "Sei Du selbst".
Die Show ist was für's Herz und für's Hirn und es steckt sichtbar viel Liebe im Detail, beispielsweise inklusive hysterischer Steppeinlage.
Das traumhaft aufspielende Orchester hat Phantom-London-Größe und gerade mit dem roten Vorhang fühle ich mich beim Entracte kurzzeitig verzückt uns "Her Majesty's Theatre" versetzt.
Wenn Stadttheater eine Show mit so viel Liebe, in solcher Opulenz, in dieser Perfektion und zu diesem Preis zeigen kann, dann ist die Stage Entertainment tatsächlich obsolet.
Die Stadttheater-Musicalproduktion des Jahres!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein wirklicher Geniestreich

07.09.2019 - Ich habe dieses „Musical“ in den letzten 5 Jahren 3 Mal in wechselnden Besetzungen gesehen (Ausnahme: immer dieselbe Wilhelmina - eine grandiose Henriette Tol ,die für den „unterhaltenden“ sprich komödiantischen Teil zuständig ist, aber den ernsten Hintergrund nie vergessen lässt.
Der Rest der Besetzung entspricht immer den Anforderungen der Rollen. Ich empfinde es sehr positiv, die Rollen immer mit gut singenden Schauspielern zu besetzen, anstatt sich auf Sänger zu verlassen, die auch schauspielern. Die schauspielerische Qualität steht im Vordergrund. Die spannende Geschichte trägt über die ganzen 3 1/2 Stunden (incl Pause).Wenn man des der Niederländischen Sprache nicht mächtig ist, sollte sich den Verhoeven - Film auf Deutsch ansehen.
Das Bühnenbild ist sicher das der Highlights der Produktion - verkommt aber nicht zum Selbstzweck - gerade gegen Ende, wenn man den ganzen Raum erleben kann.
Eine Regie, die eher Wert auf eine knappe und personenbezogene Spielweise legt und sich einer gestenreichen Musicaltypischen Bewegungsfolge verweigert. Choreographisch ist eher wenig zu sehen. Musikalisch gesehen gibt eher wenig Höhepunkte. Finale 1und 2 haben schon Ohrwurmqualitäten. Der Rest dudelt sich auf mittlerem Niveau dem Stück entsprechend ohne große Höhepunkte durch, was aber der Spannung keinerlei Abbruch tut.
Ein „Musical“ oder ein „Stück mit Musik“ wie immer man es auch bezeichnen mag- ich habe keinen Abend zuvor erlebt, der spannender und bewegender (im wahrsten Sinne des Wortes) war.
Auf der Website gibt es in der englischen Version ein schönes 4 1/2 Min making of.
Ein unbedingtes Must see

HMUSICALN (erste Bewertung)


Nette kleine Geschichte - mehr nicht

03.09.2019 - Die Story ist schnell erzählt, die Regieeinfälle sind witzig und die Show-Nummern werden peppig auf die Bühne gebracht.

Die optische Umsetzung fand ich durchaus gelungen aber natürlich sehr einfach gehalten. Daher finde ich es schon richtig mutig so eine kleine Geschichte zu einem "Vollpreis-Musical" aufzublasen. Dank diverser Angebote um 50% war es ein unterhaltsamer Abend. Das unauffälligste war die Musik. Kaum eines der Lieder wird im Grunde richtig ausgespielt und an sich ist es auch eher ein Schauspiel mit Musiknummern. Die Songs erzählen selten etwas und gehen auch nur eingefleischten 90er-Jahre Kennern in Ohr und Herz.

Berührende Szenen gab es dennoch und so manche Träne wurde vergossen. Dazu trug das unglaublich witzige Ensemble der 4 älteren Damen bei. Ansonsten ein nettes kleines Ensemblestück welches aber wohl auch nur Leuten die in den 90ern lebten ein gewisses Nostalgiegefühl gibt.

Wieder einmal zeigt sich, das nicht jede Band ein eigenes Musical benötigt - schon gar nicht wenn der Inhalt derart einfach gehalten ist.

Gary Barlows "FINDING NEVERLAND" hätte da sicher musikalisch wie auch thematisch deutlich mehr zu bieten.

Es war in allem ein netter Abend der jedoch auch nach 2:10 Stunden (incl. Pause) schon zu Ende war.


Beeindruckende Darbietung einer grandiosen Cast

22.08.2019 - Mein erster Besuch im Theaterhaus war gleichzeitig der erste Besuch des Musicals "Die Päpstin" in der Inszenierung von B. Sahler.

Die Geschichte ist hinreichend beschrieben und wird durchaus spannend und nachvollziehbar in 3:10 dargeboten. Gleichwohl hat der 1. Akt einige Längen. Zudem fehlt der Song "Jahrmarkt von St. Denis" den ich von Seiten der CD sehr gerne mochte.

Nichts desto trotz bietet die Show eine sehr spannende Geschichte untermalt mit eingängiger Musik und einigen Highlights. Dazu eine beeindruckende Cast mit tollen Sängerinnen und Sängern.

Das riesige Ensemble und die geschickte Bühnengestaltung lassen zusammen mit einem genialen Lichtdesign wunderbare Bilder enstehen die fast an die franz. Spektacle Musicale heranreichen.

Sandy Mölling liefert eine beeindruckende Entwicklung ab und singt mit schöner Stimme. Ebenso hervorzuheben ein sympatischer M. Stockinger sowie ein fieser D. Jakobs. Felix Martin begeistert mit großer Stimme und berührendem Spiel als Klosterbruder.

Die Abmischung im T1 war hervorragend auch im Rang sehr gut zu verstehen und einfach genial. Auch wenn ich Live-Orchester liebe finde ich ein gut gemachtes Playback immer noch besser als ein Mini-Orchester ohne Leben.

Nach dem 1. Besuch eines "Fuldaer" Musicals hoffe ich nun darauf bald mal den Medicus oder eines der anderen Stücke live zu sehen.

Auf jeden Fall bietet die Päpstin in Stuttgart eine wunderbare Ergänzung zur Musicallandschaft und zu angemessenen Preisen eine geniale Cast, eine tolle Location sowie eine spannende Story. Ziel mehr als erfüllt.

p.s. man mag sich kaum vorstellen wie genian NOTRE DAME DE PARIS oder ROMEO et JULIETTE ins Theaterhaus passen würde.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ein unterhaltsamer Abend

21.08.2019 - Bei angenehmen Wetter lässt sich im schönen Schlosspark von Eutin ein Abend bei amüsanter, wenn auch seichter Unterhaltung verbringen.
Gleich vorab muss gesagt sein, dass in Eutin auch kleinere Menschen durch den stark ansteigenden Zuschuerbereich voll auf ihre Kosten kommen. Die Randplätze sind leider leicht sichteingeschränkt, dafür aber entsprechend günstiger.
Ein tolles Orchester begleitet das Stück "Kiss me, Kate". Das Stück selbst kann sicher nicht mit viel Tiefgang punkten, wirkte teilweise jedoch inbesondere in den emotionaleren Szenen auch etwas vorsichtig umgesetzt. Große Gefühle durfte man als Zuschauer hier nicht erwarten.
Nichtsdestotrotz war es ein schöner, unterhaltsamer Abend in schönem Ambiente.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Literarisch leider nur ungenügend

20.08.2019 - DER NAME DER ROSE ist der nächste Historienbestseller der auf die Musicalbühne gezerrt wird.
Leider scheitert Autor Oystein Wiik daran, das zwar nicht epische aber doch wortgewaltige Werk packend, passend, der Vorlage angemessen und unterhaltsam als Musical zu adaptieren.
Vordergründig ein Kriminalroman ist DER NAME DER ROSE aber ebenso als Sittenbild, Historiendrama und Kirchenkritik zu verstehen. Wiik schafft es bei weitem nicht, diese unterschiedlichen Ansätze zusammen zu führen. Im Gegenteil! Er überfrachtet den Stoff zusätzlich noch mit Versatzstücken des konventionellen Musicalentertainments. Alberne Buffo-Rollen und revue- und slapstickartige Szenen sorgen eher für Irritation statt für geistreiche Unterhaltung.

Gisle Kverndokks Kompositionen passen sich diesen unnötigen Albernheiten mehrfach an.
Dass er auch anders kann, zeigen die epischen filmartigen Sequenzen, die eindrucksvollen Choräle und emotionale Musical-Balladen.

Der Star des Abends ist das geniale, überdimensionale Bühnenbild. Zusammen mit einem sensationellen Lichtdesign vor der gigantischen Domkulisse entsteht so eine überwältigende optische Vision.

Regisseur Axel Köhler nutzt die riesige Spielfläche der Domstufen gekonnt aus und hält alles souverän in Bewegung.

Die große Erfurter Philharmonie erzeugt in ihrer Besetzung einen wunderbaren, vollen Klang, der ohne Verluste das Publikum erreicht.

Das ganze Ensemble und alle Darsteller leisten makellose Arbeit. Yngve Gasoy-Romdal ist ein souveräner William von Baskerville, der sich hinter keinem Vorbild verstecken muss.

DER NAME DER ROSE - Das Musical ist leidlich unterhaltsam, musikalisch gefällig und optisch bombastisch.
Dennoch bleibt die Einsicht, dass nicht jeder Bestseller eine Musicaladaption benötigt bzw. ermöglicht.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Kein Live Orchester, und abgehackte Szenen

19.08.2019 -

bmgfan2010 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Gutes Stück im Berlin anfang der 30er Jahre

19.08.2019 -

bmgfan2010 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Netter Sommerabend

09.08.2019 - The Band hat mir wirklich gut gefallen, das hatte ich so nicht erwartet. Der Cast legt eine ungebremste Spielfreude an den Tag, was vor halbleerem Haus sicher nicht einfach ist.
Die Herren singen ausnahmslos sehr gut, werden aber leider von der Tontechnik ausgebremst, die es schafft, dass alles irgenwie etwas verwaschen klingt. Die Damen sind dagegen klar und gut zu verstehen. Die jungen Darstellerinnen singen und tanzen mit viel Spass, die älteren Darstellerinnen haben ja eher schauspielerische Aufgaben, singen aber auch gut. Die Herren tanzen toll, besonders die 4 Profi`s, aber das wird gut kaschiert.
Für uns war es ein sehr netter Abend und wir sind froh, uns das Stück doch noch angesehen zu haben.
Die Zuschauer waren in der Mehrheit offenbar Fans, die haben wirklich Stimmung gemacht. Die Band spielte sehr souverän.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Prachtvolles, emotionales Historien-Musical mit Gänsehautmomenten

08.08.2019 - Das Festspielhaus zeigt wie es richtig geht den historischen Stoff in ein emotionales, ergreifendes und auch erschütterndes Musical umzusetzen!
Zum einen liegt das an der ergreifenden Geschichte des Schicksals von Prinz Ludwig zu König Ludwig und zum anderen an der Zerrissenheit des Doktor Gudden. Die Kostüme und einfache aber wirksame Bühnenausstattung begeistert!

Die Cast war interessant besetzt und da muss ich sagen – tut es keinen Abbruch, dass auch Laien mit auf der Bühne sind - die Darsteller passten zwar nicht alle in ihre Rollen, waren aber durchaus bemüht ihr Bestes zu geben.

Die Besetzung von König Ludwig war neu, aber der Darsteller Jan Rekeszus spielt und singt von Beginn bis zum Schluss absolut super - perfekte Stimmführung und emotionales Schauspiel. Ein noch junger Darsteller der keine Angst vor großen Rollen hat!

Aber auch Timm Moritz Marquardt als Prinz Otto und Bruder des König Ludwig brillierte in der Psychiatrie von Doktor Gudden. Er hat eine schöne Ausstrahlung und tolle Stimme und man nimmt ihn das psychisch gestörte Leiden sofort ab.

Gemeinsam - Jan Rekeszus und Timm Moritz Marquardt – zeigten beide eine sehr beeindruckende und emotionale und auch gesangliche Leistung. Wunderbar berührend und hoffnungsvoll zwei großartige junge Musicaldarsteller im Duett zu sehen.

Erwähnenswert ist zu dem die sehr große Bühne mit dem integrierten See. Die Umgebung mit dem Forgensee ist fantastisch.

Leider gibt es einen großen Minuspunkt bei der Sauberkeit des Theaters. Schade, denn das Theater an sich ist beeindruckend.

Trotzdem: Großer Applaus für die mehr als gelungene Aufführung von Ludwig2 im Festspielhaus Füssen.

Maxim_ (erste Bewertung)


Artistik ohne nenneswerte Musik

03.08.2019 - Ich war vor 2 Wochen drin. Den Akrobatikteil fand ich ganz gut. Mit dem Musicalteil konnte ich aber gar nichts anfangen. Die Story sehr dünn. Von den Titeln blieb bei mir gar nichts hängen. Gesungen wurde gut, bei den Textpassagen halt wieder mal die üblichen (im Bezuge auf Stageproduktionen) Akzente.

Parkett etwa halb voll, Rang zu.

Von mir aus hätte man kein Musical machen müssen, maximal eine Revue. Oder es einfach als Cirque du soleil laufen lassen können. War nett, es mal zu sehen, Wiederholung brauche ich aber nicht.

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Positiv überrascht

03.08.2019 - Nachdem ich Tina in London gesehen habe und dort ganz gut fand, sträubte ich mich vor meinem Nordseeurlaub lange, eine Karte zu besorgen. Ich dachte mir, in Deutschland findet man nie eine Cast, Die meine Ansprüche befriedigt. Auch die teilweise Übersetzung der Lieder schreckte mich auch etwas ab.

Letzten Donnerstag überwand ich mich aber trotzdem und ging dann am Nachmittag mal zum Kehrwieder, um nach einem Ticket für den Abend zu schauen. Leider waren Draussen keine ermässigten Tickets angeschlagen. Gemäss Onlinebuchung war die Vorstellung auch gut gebucht. Aber als kleiner Tip: Trotzdem mal reingehen und nett fragen und auch auf Aktion verweisen. So konnte ich einen Einzelplatz Premium mit 25% sichern.

So ging ich mit etwas gedämpften Erwartungen rein und war positiv überrascht. Erstens, dass es möglich ist, in Deutschland eine vorwiegend dunkelhäutige Cast zusammenzustellen, Die bis auf einige Ausnahmen gut, mit akzeptablem Akzent, deutsch sprach. Hervorheben möchte ich da Nyassa Alberta. Wow. Habe sie vor x Jahren als Dolores gesehen. Sie hat aber enorme Fortschritte gemacht und ich fand, sie war der Londoner Tina ebenbürdig. Auch positiv aufgefallen, Mandela Wee Wee als Ike.

Die deutsche Übersetzung und den Mix mit dem Englischen fand ich ganz gelungen. Die Band auf hohem Niveau und absolut ausreichend. Die Ausstattung identisch zu London und für dieses Stück völlig ausreichend.

Das Parkett war fast voll, der Rang war aber zu. Die Stimmung anfänglich etwas verhalten, aber bei Simply the best am Ende riss es fast Alle mit.

Auch weil ich im Englischen nicht alle Dialoge mitbekommen habe, war es doch gut, es auch noch auf Deutsch anzuschauen. Für mich ein sehr empfehlenswertes Stück und ich werde im Dezember sicher nochmals reingehen, wenn ich für Pretty Women zwei Tage in HH bin.

Apropos Aktion. Ich dachte mir, da es die Aktion 2 für 1 gibt, wenn man 2 Tage vor oder nach einer gebuchten Vorstellung Tickets kauft, könnte ich doch gleich profitieren. Pustekuchen. Leider ist es so, dass auch die Vorstellung innerhalb dieses Zeitraums sein muss, was leider auf der HP nicht klar kommuniziert ist.

Bei der Zugabe ist mir aufgefallen, dass Nyassa wirklich fast zu 100% so sang wie die echte Tina. Ich hoffe, da wird doch nicht etwa mit Einspielern getrickst
:)

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Als Party ok, als Show leider nur Durchschnitt

03.08.2019 - Der Anfang ist wirklich vielversprechend:
Magenta und Riff Raff, beide als Platzanweiser verkleidet, singen vor einem überdimensionalen Vorhang, der alle wichtigen Motive aus dem Song beinhaltet, "Science Fiction Double Feature".
Das Ganze ist zwar nicht besonders stimmig abgemischt, aber die Sänger*innen klingen gut.
Sonderbar dabei ist, dass sich auf der rechten Seite der Bühne ein im Bill Kaulitz-Style gekleideter junger Mann befindet, der die beiden am E-Piano unterstützt. Seine Funktion wird gleich noch klarer.
Dann erfolgt auch gleich der erste große Regie-Faux Pas:
Der Motivvorhang mit King Kong, Claude Rains, Frankensteins Monster, etc. fällt nicht.
Alle weiteren Szenen, also die Verlobung von Brad & Janet, ihre Autofahrt zum Schloss bis eben ins Eintreten in Letzteres, müssen davor stattfinden. Das ist nicht konsequent durchgedacht ( wie so Einiges an diesem Abend).
Und es zeigt sich auch so gleich, dass der blonde Herr Kaulitz als Erzähler-Ersatz dienen soll. Das hätte recht charmant werden können, denn der junge Mann ist talentiert, aber wenn man dem Publikum vorab Pamphlete mit Aktionen und Handlungsanweisungen verteilt, dann kann man keinen bunt-schillernden, eben doch interessanten Conferencier auf die Bühne schicken, um ihn letztlich wie den alten, konservativen Erzähler mit abwertenden "BOOOOORING!"- Rufen zu bombardieren. Erneut: Nicht zu Ende gedacht.
Letztlich hangelt sich die Show im ersten Akt von Szene zu Szene, das Publikum darf seine Rollen schmeißen, seine Rufe rufen, sein Wasser spritzen und werfen, was man bei Rocky Horror eben alles so um sich wirft.
Auf der Bühne selbst verläuft benannter erster Teil fast ohne große Höhepunkte. Der Funke springt im zweiten Akt schon sehr viel mehr über (obwohl er eigentlich die schwächeren Songs beinhaltet).
Hier helfen sicherlich auch die nun machbaren Lichtstimmungen und, man höre und staune, dass einige Szenen endlich etwas konsequenter durchdacht wurden.
Die die Tonabmischung mit ihrem Dosencharakter bessert sich im Laufe des Abends leider nicht, über die ultrabilligen Kostüme vom Woolworth-Ramschtisch breiten wir lieber den sprichwörtlichen Mantel des Schweigens aus.
Auf der Habenseite stehen ganz klar (fast) alle Darsteller:
Helena Lenn als Magenta und Lukas Witzel als Riff Raff sind ein großartiges Gespann. Da bleiben stimmlich und auch darstellerisch keinerlei Wünsche offen, Rocky Horror at its best!
Ebenso sind Pamina Lenn als Janet und David Wehle als Brad absolut überzeugend.
Hervorragend auch Nicola Freese als Columbia.
Da hat das Besetzungsbüro wirklich alles richtig gemacht.
Doch nun der leider viel zu große Wermutstropfen:
Ausgerechnet Frank n Furter, also das Zentrum des derb-lasziv-erotischen Geschehens, ist an diesem Abend vollkommen fehlbesetzt.
Hier fehlt es leider an allem:
An Ausstrahlung, an Bühnenpräsenz, eben an allen basalen Fähigkeiten, um diese Rolle darstellen zu können. Und das nicht nur ausgehend vom omnipotenten Schatten das einmaligen Tim Curry.
Ein Frank n Furter sollte wenigstens in der Lage sein, sich auf High Heels sicher über eine Bühne zu bewegen und beim Singen nicht ausschauen, als hätte man gerade sein Haustier getötet.
Und über das wiederholte Vergessen von Songtexten und ignorieren von musikalischen Einsätzen möchte hier nicht auch noch ins Detail gehen.
Das war eine ganz und gar abtörnende Darstellung zum Wegschauen.
Fazit: Rocky Horror auf der Klingenburg ist als Party ganz ok, als Show aber leider nur Durchschnitt.
Eine durchdachte, konsequente Regie und eine bessere Besetzung der Hauptrolle hätten diese Show weit über den zitierten Durchschnitt gehoben.
Schade, vielleicht ja beim nächsten Mal.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Toll!

02.08.2019 - Eine tolle Vorstellung mit einem überragenden Ensemble. Nachdem ich mich vor einigen Jahren mal sehr kritisch zum Licht in Tecklenburg geäußert habe, ziehe ich die Kritik in diesem Jahr zurück. Das Licht unterstützt die Handlung optimal.

Besonders gut in diesem Jahr auch die Choreographien. Das Aufnehmen von Wellen und Donner in die Choreographie war spitze.

Ebenso das Plädoyer für Europa in der finalen Szene.

Danke Tecklenburg und weiter so! :)

ballrock2 (21 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt nicht

01.08.2019 - Wir hatten in der besuchten Vorstellung vom 30.07. 2019 den Eindruck der Aufführung einer Laientruppe beizuwohnen. Die schauspielerischen Fähigkeiten waren rar gesät, Gesang der Schauspieler auch stark ausbaufähig. Leider wurde fast jeder Gag versemmelt. Da fast alle Lieder vom Sänger der Band gesungen wurden, kann man eigentlich auch nicht von einem Musical sprechen.
Vielleicht hätte die Aufführung in einer Bierkneipe Spaß gemacht, gedoch nicht im Deutschen Theater für EUR 70 das Ticket.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Immer noch sehens- und empfehlenswert

30.07.2019 - Da jetzt schon zum 2. Mal die Frage aufkommt, warum teilweise in deutsch und teilweise in englisch gesungen wird: Das Konzept der Inszenierung ist, dass die Shownummern der Fanny Brice in englisch und die Lieder im Leben der Fanny Brice in deutsch gesungen werden. Ich finde die Inszenierung immer noch großartig, nicht zu lang oder altbacken.


Anmerkung der Redaktion:
Unser Rezensent schließt sich dieser Erklärung des Konzepts nicht an. Beispielsweise werden "Don't Rain on My Parade" zweisprachig und "People" in Englisch gesungen, beides Songs in der "Realität", nicht auf der Bühne. Wenn Du Dich noch mal dazu austauschen möchtest, sende uns gerne noch mal eine Mail an redaktion@musicalzentrale.de :-)


jacobina (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Naja ...

29.07.2019 - Ich hab’s in einer Abendvorstellung gesehen. Als es noch hell war, dachte ich auch, dass die Treppe da ganz schön verloren steht, aber je dunkler es wurde und das Bühnenlicht zum Einsatz kam, umso weniger hat es mich gestört. Aber man sollte halt darauf achten, dass das Bühnenbild auch im Hellen funktioniert, wenn man Nachmittagsvorstellungen anbietet.
Mehr hat mich gestört, dass sich die Vorstellung anfühlte, als würde nur routiniert runter gespielt.
Womöglich ist das der Tatsache geschuldet, dass diese Inszenierung mit teilweise gleichem Ensemble durch die Theater tingelt.
Ich hatte nur Gutes über Aufführungen in Dortmund und Nürnberg gehört und natürlich hat die regionale Presse die Hersfelder Aufführung bejubelt, aber ich fand es eine teilweise sehr zähe und viel zu lange Angelegenheit.
Richtig seltsam und völlig überflüssig fand ich die nicht enden wollende kriegsverherrlichende Nummer „Rat tat tat tat“ – sicherheitshalber auf Englisch gesungen, damit’s kaum einer so wirklich versteht. Jaaaa, ich weiß, „zeitlicher Kontext Erster Weltkrieg, Mobilmachung der eigenen Leute gab’s in jedem Land“ etc, aber das hat die Handlung, die nach der Pause nun eh nicht mehr die temporeichste ist, nochmal zusätzlich ausgebremst.
Aber bitte, liebe Leute von der Festspiel-Leitung, setzt trotzdem weiterhin selten gespielte, nicht so abgenudelte Stücke auf den Spielplan!

chmue (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Intensiv und emotional!

29.07.2019 - Dass Titanic kein spektakuläres Bühnenbild benötigt, sondern auch mit einem cleveren Staging und etwas Phantasie wunderbar funktioniert, beweist diese Inszenierung. Die Leistung des gesamten Casts ist herausragend, äußerst intensives Spiel und die richtige Portion Leichtigkeit zwischendurch. Gesanglich gibt es nichts zu bemängeln und hier sieht man ganz wunderbar, dass es doch noch einen enormen Qualitätsunterschied zwischen deutschen und englischen Darstellern gibt, gerade was das Schauspiel angeht.
Unbedingt anschauen, sehr berührend.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Sehr empfehlenswert!

28.07.2019 -

Musical_Expert (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Eine tolle Wiederentdeckung, eines selten gespielten Stückes

28.07.2019 -

Musical_Expert (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


wenig Gesang, viel Text

28.07.2019 -

Musical_Expert (3 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Beitrag vom 28.07.2019 gesperrt

Musical-Martina (erste Bewertung)


Stimmig und stimmungsvoll

25.07.2019 - Die renommierten Schlossfestspiele Ettlingen haben in diesem Sommer das Musical DER MANN VON LA MANCHA auf dem Spielplan.
Soviel vorweg: Trotz Intendantenwechsel wird die Qualität konstant hochgehalten.

Der im deutschen Sprachraum nicht unbedingt überstrapazierte Klassiker ist ein dankbares Stück für eine Open Air Aufführung.
Die einfache, aber gekonnte Ausstattung sorgt im Schlossinnenhof -insbesondere durch die gut eingesetzte Beleuchtungstechnik- für stimmungsvolle Momente.
Die Kostüme, die aus unterschiedlichen Epochen stammen, tun der Verständlichkeit und der Sinnhaftigkeit der Inszenierung keinen Abbruch. Sie sind mit "Understatement" gefertigt und vermitteln ausschließlich den gesellschaftlichen und beruflichen Stand eines Charakters. Dieses Konzept geht hier gut auf.

Die Komplexität des Stückes im Stück ist größer und diffiziler, als man vielleicht denken mag.
Die teils recht launige, berechtigterweise mit skurrilem Humor durchzogene Geschichte des Antihelden Don Quixote, wird mit den essentiellen Themen und der harten Dramatik des historischen Hintergrundes der Spanischen Inquisition zusammengeführt.
Regisseur Felix Seiler gelingt dies stimmig und souverän.

Die Besetzung ist ausnahmslos großartig.
Frank Winkels legt De Cervantes bzw. Don Quixote bescheiden und menschlich an und lässt dadurch die Protagonisten noch anrührender wirken.
Sören Ergang lässt als Sancho Panza den fein dossierten Humor der Figurenkonstellationen nie die volle Kontrolle über Szene und Stück übernehmen und kleidet damit seine Rolle wunderbar aus.
Dalma Viczina als Aldonza kann mit ihrer klaren, hellen Stimme berühren und schafft schauspielerisch eindrucksvoll den Bogen zwischen südländischer Furie und tragischer Frau.
Im Ensemble und in den vielen kleineren Rollen leisten u.a. Marc Trojan, Katja Brauneis, Raphael Dörr und Max Meister Großartiges.

Der Ton war in der besuchten Vorstellung -man bedenke auch, dass man in einer Open Air Aufführung ist- einwandfrei.

Die acht Musiker -recht gerne hätte man noch den einen oder anderen mehr gehabt- geben die Partitur in gelungenen und gefühlvollen Arrangements wieder.

Auch dieses Jahr kann Ettlingen wieder mit seiner hochprofessionellen, sehens- und hörenswerten Musical-Produktion überzeugen.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Super Gesang vor schöner Kulisse

19.07.2019 - Ich hatte JCS noch nie auf Deutsch gehört, fand es von der Übersetzung her sehr stimmig. Getragen wird die Aufführung des Theaters Vorpommerns vom großartigen Gesang der Hauptdarsteller allen voran Sasha Di Capri, Feline Zimmermann und Martin Mulders ( in einer Doppelrolle als Annas und Simon). Auch sehr positiv Andrej Valiguras als Kaiphas. Das Philharmonische Orchester Vorpommern spielt mit hörbarer Freude im Zelt nebenan, ein bisschen mehr Druck hätte manchen Nummern gut getan, der Klang war auch jeden Fall toll.
Die Bühne profitiert sehr von der schönen Kulisse der Kirchen Greifswalds, da hätte es aus meiner Sicht die irritierenden und ein absurdes Eigenleben führenden Videoinstallationen nicht gebraucht. Die Inszenierung fand ich gut, aber nicht herausragend. Jesus als alternden Hippie darzustellen, hat der Rolle nicht gedient. Daneben wirkte Judas sowohl stimmlich als auch körperlich präsenter.
Es war alles in allem ein sehr gelungener Abend, ich kann die Aufführung nur empfehlen, in der nächsten Woche soll schönes Wetter in Greifswald sein.
PS: Kauft neue Perücken die die ihr jetzt nutzt sind scheußlich.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Zauberhaft magisch

15.07.2019 - Definitiv ein 5☆-Musical. Die Show ist durchweg extrem temporeich, die Musik geht ganz schnell ins Ohr, die Cast ist schauspielerisch und stimmlich absolut super. Der Held der Show ist eindeutig Maximilian Mann, der den Flaschengeist Dschinni verkörpert. Seine Sprüche sind durchweg alle zum Schieflachen, er ist einfach ein grandioser Entertainer, und wie er schon selbst sagt, eine "Rampensau". Die Show ist definitiv ein würdiger Glöcknernachfolger, ich komme definitiv noch ein paar Mal zu Euch nach Agrabah. Ich war am 13.7. abends da. Vielen Dank für einen magischen Abend aus 1001 Nacht, der keine Wünsche offen ließ.

Dschinni1482 (erste Bewertung)


Unterhaltung auf höchstem Niveau

14.07.2019 - Obwohl ich eigentlich die ernsteren Stücke vorziehe, war doch eine gewisse Erwartungshaltung vorhanden. Schließlich weiß man ja: der Besuch in Tecklenburg lohnt sich immer!
Das Auftauchen und Verschwinden der alten Gina, von Jesus im alten Fiat 500 auf und von der Bühne kutschiert, gibt der Handlung einen Rahmen. Beide begleiten auch gekonnt durch das gesamte Stück.
Die Besetzung des Stückes ließ, wie so oft in Tecklenburg, mal wieder keine Wünsche offen. Insbesondere Thomas Borchert begeisterte als schlitzohriger Pfarrer mit großer Stimmgewalt und gewitztem Schauspiel. Auch Patrick Stanke als sein Gegenspieler gab einen wunderbaren einfach gestrickten, teils poltrigen, teils unsicheren Bürgermeister ab. Auch im Zusammenspiel harmonierten die Beiden wunderbar und ohne, dass es zu übertrieben oder albern wirkt.
In den kleineren Rollen waren die Leistungen gesanglich, wie schauspielerisch durchgängig großartig. Kein Wunder,denn auch diesen Rollen waren mit Milica Jovanovich, Kevin Tarte, ... unfassbar gut besetzt.
Das Bühnenbild war von Jens Jahnke mit viel Liebe zum Detail gestaltet. Der alte Brunnen, der in den Vorjahren stets von der Drehbühne verdeckt wurde, passt wunderbar ins Gesamtbild des kleinen italienischen Dorfes.
Die Kostüme, Beleuchtung und die Choreografie runden das Ganze ab.
Ebenso großartig wie die Besetzung agiert das Orchester, bravo, bravissimo! Obgleich das Musical sicher nicht die größten Ohrwürmer bereithält, bleibt doch vieles nachhaltig im Kopf.
Kurzum: Ich lange nicht mehr so gelacht und dabei so großartige Leistungen bestaunt. Anschauen lohnt sich!

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Sehr schwach, aufgrund fehlenden Personals

08.07.2019 - Gleich zu Anfang die Antwort auf die entscheidende Frage:
Kann die Hamburger Produktion dem Vergleich mit dem Londoner West End standhalten?
Nein, leider bei weitem nicht.
Und das obwohl die Produktion sowohl inszenatorisch, ausstattungstechnisch, als auch musikalisch (die Stage schenkt der Show ganze 11 Musiker!) identisch ist.
Was also ist passiert?
Wie prophezeit besitzen wir hierzulande eben leider nicht das Personal, um dieses Musical adäquat besetzen zu können.
Wenn sonst ein "Triple Threat" aus den Disziplinen Schauspiel, Gesang und Tanz bestehet, werden hier die Fähigkeit zum Singen, zum Spielen, dem beherrschen der Landessprache und eben auch die passende Hautfarbe verlangt.
Viele der Darsteller in der soeben besuchten Vorstellung erfüllten maximal zwei, einige leider eben nur eine dieser Anforderungen.
So ist zum Beispiel zu erklären, dass fast der gesamte erste Akt komplett versandet, wenn die Erstbestzung (!) des Antagonisten Ike Turner lediglich die richtige Hautfarbe besitzt.
In London wurde der fabelhafte Originaldarsteller zurecht mit Preisen überhäuft, während Hamburg ein schlecht verständliches und schlecht singendes Abziehbild bietet.
Uncharismatisches, undifferenziertes Rumgepoltere anstatt Faszination des Bösen.
Ähnliches gäbe es über viele Darstellungen dieses Nachmittags zu sagen.
Wo wir schon bei Sprache sind:
Die Übersetzung der Songtitel ins Deutsche ist ein Grauen und so ist man Refrains wie "Regen fällt wie Blei" oder "Ich tanze weiter" (bitte mal selbst raten, wie die Titel im Original heißen) ausgesetzt.
Immer wieder hört man Zuschauer um sich herum das Wort "Englisch" raunen, wenn ein neuer Titel erklingt.
Viele enttäuschte Gesichter im gut gefüllten Saal.
Zum Glück:
Das dritte Cover der Tina Turner, Denise Lucia Aquino, ist eine Wucht!
Nein, sie ist keine Naturgewalt wie ihr britisch-amerikanisches Vorbild Adrienne Warren, aber sie ist verdammt gut!
Und: Sie kann singen, spielen und ist der deutschen Sprache mächtig!
Das scheint in dieser Kombi hierzulande bei dieser Show ja praktisch schon wie ein Sechser im Lotto zu sein.
Mein Tipp:
"Tina" in Hamburg links liegen lassen und einen Flug nach London buchen.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Großartige Darsteller, gutes Stück

07.07.2019 - In diesem Jahr ist es Peter Lund gelungen, sich in seinem Stück wirklich auf die Handlung zu konzentrieren und nicht tausend Nebenschauplätze aufzumachen. Das hat dem Erzählfluss und Tempo des Stückes sehr gut getan. Die Musik von Wolfgang Böhmer auch sehr viel besser als der langweilige Einheitsbrei des letzten Jahres.
Die Darsteller allesamt großartig, allein Jenny ein wenig blass. Tänzerisch gehörten die Herren und Brüning zum Besten, was ich seit langer Zeit von den Absolventen gesehen habe. Eine tolle Leistung bei gefühlt 40 Grad im Saal, super. Wer Zeit hat, sollte unbedingt hingehen.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Perfekte Darsteller, gewitzte und warmherzige Show

03.07.2019 - Eine unterhaltsame, wunderbar erzählte Geschichte über fünf Freundinnen, die ihre Liebe zur Band Take That verbindet. Mir hat besonders die Dynamik der Darsteller gefallen, die mit viel Spielfreude, Gefühl für Timing und einfach mitreißend sympathisch gespielt, getanzt und gesungen haben. Sowohl die jungen Frauen, als auch die älteren Frauen sowie die beiden männlichen Nebendarsteller haben rundum überzeugt. Selbstverständlich waren auch die Sänger der Band, die hingebungsvoll akkurat und mit vollem Körpereinsatz tanzten und dabei verführerisch ihre "Fans" anlächelten, die perfekten Teenie-Schwärme. Der Clou des Stücks ist in meinen Augen, dass die Band selbst in den Hintergrund tritt und das Leben ihrer fünf weiblichen Fans nach vorn stellt - einfühlsam verknüpft mit den Hits von Take That.

Deren Lieder passen überraschend gut zur Handlung oder umgekehrt - jedenfalls merkt man, dass britische Show-Profis am Werke waren, die die Zuschauer auf eine emotionale Achterbahnfahrt mitnehmen - nicht ohne den ein oder anderen gut sitzenden Witz und nicht ohne einen gewissen Druck auf die Tränendrüse. Aber das ist eben die Kunst leichter Unterhaltung, die so schwer zu schaffen ist: Den Zuschauer mitnehmen auf eine kleine Geschichte und ihm über alle Alters- und Bildungsgrenzen hinweg drei Stunden lang Freude zu bereiten. Goethe und Schiller können wir morgen immer noch lesen!

Emotionaler Höhepunkt war für mich die Vereinigung der jüngeren und der älteren Charaktere zum Hit "Back for good", in dem sich die Frauen an ihre Jugendträume erinnern und mit ihren Lebenswegen aussöhnen: Wunderbar zärtlich und anrührend gespielt. Dieses stimmige Bild werde ich niemals vergessen... (ich habe schon wieder einen Kloß im Hals, weil mir das so gerührt hat)

Faszinierend war auch das kreative Bühnenbild, das unter Einbeziehung von Projektionen und selbstfahrenden Elementen sowie mit Windmaschinen, Konfetti und Feuerkanonen mit allem aufwartete, was die Bühnentechnik zu bieten hat. Am Ende der Show stand das Publikum und klatschte und wippte begeistert mit - das proffessionelle Darsteller- und Musikerteam hat es trotz eines nur halbvollen Saals geschafft, eine positive Stimmung zu erzeugen und das Publikum mitzureißen.

Kurti (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Berührende Story mit abwechslunsreicher Musik

29.06.2019 - Spontan habe ich mir (nach Heilbronn) nun die Aufführung des Theater unter den Kuppeln angesehen.

Es ist nach AIDA mein zweiter Besuch dort gewesen. Wieder beeindruckte die hohe Qualität der Ausstatttung, der vielen Kostüme und der hervorragenden Aussteuerung zwischen dem 12-köpfigen Orchester und dem etwa 30-köpfigen Ensemble.

Da es sich größtenteils um Laien handelt muss man sicher den ein oder anderen Abstrich machen, aber das machen die Darsteller mit Spielfreude wieder wett.

Berührend vor allem die Szenen zwischen Edward und seinem Sohn Will klein/groß und das Zusammenspiel mit seiner Frau.

M. Tränkle als Edward leistet hier enormes und kann in den Solonummern und Duetten berühren und mit toller Stimme und Präsenz begeistern.

Big Fish ist unterhält gut, mit facettenreicher Musik aus den unterschiedlichen Richtungen. Gleichwohl ist die Show mit etwas über 3h Spieldauer etwas lang geraten. Bedingt durch die vielen Szenenwechsel rotiert die "von Menschen" betriebene Drehbühne sehr oft und es entstehen kleinere Pausen. Dazu kommen nette Aufbauten in Form von Häußern, Brunnen, Zimmern.

Hervorzuheben das wirklich kraftvoll aufspielende Orchester.

Bei Preisen von 18-25 Euro kann man nichts falsch machen und dem Ensemble nur das Beste für die Saison wünschen.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Der Teppich hebt nur manchmal ab

28.06.2019 - So ganz rund ist die Übertragung des Disney Films ALADDIN auf die Musicalbühne nicht gelungen.

Dem Bühnenstück fehlt es an so einigem. Zum Beispiel wird ein mitreißender Opener und ein spektakuläres Finale schmerzlich vermisst. Es fehlt die quirlige Dynamik und der subversive Witz der Filmvorlage. Statt dessen bremsen schwerfällige und bemühte Nummern, wie "Proud of your Boy", den Handlungsfluß und das Vergnügen aus.

Auf der Habenseite steht dafür die ausgesprochen routinierte Regie und schmissige Choreografie von Casey Nicholaw.
Auch die Optik stimmt. Bühnenbild, Kostüme und Licht bilden ein verschwenderisches Show-Ereignis.

Unterm Strich ist ALADDIN ein weitgehend unterhaltsamer Musical-Spaß. Es wäre allerdings sicher noch etwas mehr drin gewesen.
Um im Bild zu bleiben:
Der Teppich bleibt zu oft auf dem Boden statt abzuheben.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Nette Unterhaltung - nicht mehr, nicht weniger

28.06.2019 - "Anastasia" bietet nette, belanglose Abendunterhaltung; man kann die Show halt "einfach mal so mitnehmen."
Kaum etwas daran begeistert richtig, nichts regt einen wirklich auf und es ist eben auch nichts tatsächlich schlecht.
Das Hauptproblem liegt in einer extrem dünnen Story:
Die Prämisse "ist sie es oder nicht?" füllt nunmal keine 2,5 Stunden. So existieren also keine wirklichen Fallhöhen und die Figuren bleiben meist unmotiviert und unterentwickelt blass.
Bis auf die großartige Judith Caspari in der Titelrolle:
Mit großem Elan und Charisma dominiert sie ihre Bühne: A star is born!
Wenn sie den einzigen Hit der Show "Reise durch die Zeit" fast statisch in der Bühnenmitte mit viel Seele aber ohne jegliche Hilfe von Bühneneffekten mit ihrer großartigen Stimme füllt, zeigt sie ihr Können.
Leider wird sie dabei vom allzu ausgedünnten "Orchester" (10 Musiker in Stuttgart gegen 21 am Broadway) alleine gelassen, so dass trotz phantastischem Gesang der Gänsehautmoment leider ausbleibt.
Susanna Panzner gibt als Understudy eine glaubhafte Zarenmutter, die jedoch das "Alte" aufgrund ihres wirklichen Alters zu gewollt herstellen muss.
Eine gut aufgelegte Jaquline Braun als exaltierte Lilly und eine wunderbare Kinderdarstellerin als junge Anasatsia runden das überaus positive Bild der weiblichen Hautrollen ab.
Den männlichen Protagonisten steht in verschiedenen Abstufungen (wie leider so oft) die deutsche Sprache im Weg.
In einem Falle leider so sehr, dass der eigentliche Antagonist des Abends gar nicht stattfindet. Aber das liegt sicher auch mit am Buch, das wohl nur einen zahnlosen, halbgaren Gegenspieler vorsieht. Es soll ja bloß nicht zu dramatisch werden, Gott bewahre.
Zu vielgepriesenen Video-Leinwand kann man nur eines sagen:
Schlichtweg sensationell! Ganz plastisch, fast in 3D werden ganze Welten erschaffen. Insbesondere die Szene mit der Zugfahrt erweist sich als großes Kino.
Das war ein durchaus netter Theaterabend ohne jegliche Höhen und Tiefen.
Aber wer die kleine Schwester von "nett" ist, ist uns allen ja hinlänglich bekannt.
Glück gehabt.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Sehr schönes Musical

24.06.2019 - Ich bin mit nicht sehr großen Erwartungen in das Musical gegangen, da ich mir unter dem ganzen nicht viel vorstellen konnte, (den Zeichentrickfilm kenne ich kaum).
Ich habe im Vorfeld gehört das es kaum Bühnenbild und fast nur LED-Wände gibt (für mich war das im Vorfeld ein großer Minuspunkt, ich mag aufwändige Bühnenbilder) jedoch hat mich das Bühnenbild mehr als überrascht, ich fand das mit der LED-Wand großartig.
Es gibt ein paar kleine Längen im Stück, aber alles in allem hat mir das Musical sehr gut gefallen. Vor allem die Cast überzeugt auf ganzer Linie.
Judith Caspari spielt nicht nur Anastasia nein sie lebt diese Rolle, wahnsinnig gut gesungen und gespielt.
Milan van Waardenburg als Dimitri und Thorsten Tinney als Wlad fand ich beide auch grandios besetzt.
Außerdem hervorheben möchte ich noch Masha Karell als Zarenmutter, kleine Rolle aber super gemacht.
Mein persönliches Fazit ist, sehr sehenswert, ich würde es mir sofort nochmal ansehen

Musicalfan86 (37 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Ein netter Abend, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

17.06.2019 - Ich habe die Show am 13.06 gesehen im schönen Theater des Westens.

Der Titel lässt etwas anderes vermuten, als dann wirklich auf der Bühne geboten wird. Ja, es geht um die Band, aber diese ist meist nur Begleitmusik, sieht nett aus und hilft bei den Umbauten.

Eigentlich geht es um die Freundschaft von 5 Mädels, einen Todesfall, Trennung und sich wiederfinden, und sich dem Leben stellen. Viele schöne kleine Dinge, die leider nicht ganz transportiert werden und das Buch auch meist nur oberflächlich behandelt.
Dazu gibt es manche schöne Regie Einfälle, gute Musik ( wenn man 90iger Jahre Boygroup Mucke gut findet ) und ein herrlich, frisch spielendes Ensemble.

Leider war die besuchte Vorstellung fast leer, aber um einen netten Theaterabend mit Freunden zuhaben ist es gut, auch wenn die regulären Preise für meinen Geschmack viel zu hoch sind. Ich hatte eine gutes Angebot von berlin Ticket.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Tolle Artistik mit schöne Bildern

17.06.2019 - Ich war am 05.06 in der Show und muss sagen, dass ich positiv überrascht war von der Show.

Die Artist ist wirklich gelungen, sei es mit dem Einrad, Sprungbrettern, Flügen, Trapez oder mit dem Trampolin, es entstehen wirklich schöne Szenen und gerade die großen Nummern sind fantastisch.
Auch die Tänzer machen einen richtig guten Job.

Das große Minus des Abends ist das Buch.
Wenn man Musical drauf schreibt, sollt es auch ein Musical sein, also mit einer Story und nicht wie eine Revue daherkommen, die ab und zu mit ein paar Groschen Roman Szenen unterbrochen wird.

Das können auch nicht die Darsteller retten, die manchmal schon genug damit zutun haben, überhaupt die Sprache zu beherrschen. Vajen van den Bosch als Indigo redet wir Alfred J. Quack mit holländischem Sing Sang, Alessio Impedovo als Joey singt sehr gut, aber verhaspelt sich dauernd mit der Sprache und Endungen, genau wie Laura Panzeri die zwar sexy aussieht, aber mit ihrem starken italienischen Akzent manche Szene schmeißt.

Einzig Pasquale Aleardi schwebt über allen Dingen und gibt in perfektem Deutsch den AJ und Macher der Show. Perfekt besetzt!

Ein weiteres Highlight ist Buster, ein Entertainer und Clown mit viel Situations Komik gespielt von Aaron Sebastian Dewitz. Wirklich super.

Insgesamt ist die Show sehenswert, aber ein Long Run sieht anders aus.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Tolle Stimmen

17.06.2019 - Habe mich gut unterhalten gefühlt und habe die deutschen Songs sehr genossen. Ich hoffe, dass es hier endlich mal wieder eine CD geben wird. Ich verstehe allerdings nicht, warum eine Show mit dieser Ausstattung an einem Samstagmittag 158 € kosten muß, deshalb ziehe ich einen Punkt ab. Sorry, für den Preis erwarte ich auch ein schönes Bühnenbild, Projektionen o. e.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Das beste deutsche Musical seit Jahren

14.06.2019 - Es ist eine enorme Leistung des Autoren Tilmann von Blomberg, wie er den epischen Historienroman von Victor Hugo in eine verständliche, unterhaltsame, funktionierende und intelligente Musical-Adaption umgewandelt hat.
Trotz maß- und sinnvoller Veränderungen und Kürzungen kann das Ergebnis auf ganzer Linie überzeugen.

Komponist Frank Nimsgern weiß die Vorlage zu nutzen. Seine abwechslungsreiche Komposition spannt den Bogen von barocken Zitaten, über gefühlvolle Musical Balladen bis zu zeitgenössischen Rockelementen. Sie folgt einem rezitativen Charakter, wo es nötig ist und entfaltet enorme emotionale Kraft, wo es passt.
Dies ist Nimsgerns beste Komposition seit POE. Bravo!

Virtuos nutzt Regisseur Andreas Gergen die enormen technischen und personellen Möglichkeiten der Staatsoperette. Das Ergebnis ist nicht nur visuelle überzeugend und beeindruckend. Mit großer Kreativität zeichnet er die Geschichte kraftvoll nach und verbindet grundsätzliche Aussagen mit der Gegenwart.
Kongenial spiegelt sich das -wie schon erwähnt- in der Musik, aber auch in der Ausstattung und Choreografie.

Die Besetzung vervollständigt den positiven Gesamteindruck der Produktion.

DER MANN MIT DEM LACHEN ist mitreißendes, geistreiches, unterhaltsames Musical Entertainment auf höchstem professionellen Niveau.
Für mich ist es das beste deutsche Musical seit Jahren.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolles Musical

13.06.2019 - Das Musical ist leider schon so lang her. Darf aber wieder kommen.
Bei Mozart stimmten die Darsteller, das Bühnenbild und das Orchester auch wenn es woanders saß.

sonya80 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ein neuer König

13.06.2019 - Drei tolle Shows gesehen. Das Musical ist wunderschön. Mit Jan Ammann in der Hauptrolle. Das ist ein sehr guter König. Prinz Otto sollte der Nachfolger werden. Der wurde gespielt von Timm Marquardt. Sehr gut, sehr talentiert. Gratuliere dem Festspielhaus zu der Entdeckung. Jan und Timm waren ein Traum.
Das Festspielhaus ist sehr schön. Alle sehr freundlich. Ludwig passt so gut da rein. Schade, das es kein Orchester gibt.

sonya80 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Lohnt sich

11.06.2019 - Halbszenische Aufführung. Man kann sich also voll auf die Musik konzentrieren, großartig gespielt vom Brückner Orchester unter Leitung von Tom Bitterlich. Schon allein das lohnt den Besuch. Und dann ist da noch der an diesem Abend alles überragende Christian Fröhlich. Wunderbar wie der seine Songs interpretiert. Hört man selten so gut. Und auch darstellerisch überzeugt er voll und ganz. Von dem Mann möchte man mehr sehen und vor allen Dingen hören. Auch die anderen Rollen sind durchweg gut besetzt.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schöne Produktion eines Klassikers

10.06.2019 - Eine durchweg gelungene Produktion. Alle Mitwirkenden sind hervorragend, besonders sticht Philipp Hägeli als Che hervor. Das Bühnenbild erinnert bei Tag zwar an eine Baustelle, bei Nacht mit stimmiger Beleuchtung wird dies jedoch egal, da das verwendete Baugerüst dann nicht mehr so zu erkennen ist. Die Tonqualität ist sehr gut. Sowohl aus künstlerischer, als auch aus technischer Sicht kann nichts bemängelt werden. Einziger Rückschritt im Vergleich zu früheren Produktionen auf der Burg ist der Busshuttle. Bisher immer mit einer beeindruckend großen Busflotte organisiert, sind diesmal nur wenige Fahrzeuge im Einsatz, wodurch es zu Wartezeiten nach der Vorstellung kommt.

musica01 (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Perfekt

10.06.2019 - Einfach nur Wahnsinn. Das Musical hat 30 Jahre nach der Uraufführung nichts von Anziehungskraft verloren. Und darüber braucht man nicht viel zu sagen.

Einfach Perfektion pur! Die Produktion darf jederzeit gerne wieder gezeigt werden oder besser gesagt muss wieder nach Deutschland kommen.

MichaelD (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gute musikalische Unterhaltung

10.06.2019 - Ich habe viel gelesen darüber und bevor das Musical von der Bildfläche verschwindet wollte ich mich selber überzeugen.

Gleich vorab: Wer eine Story erwartet, erwartet zu viel.

Wenn man sich einfach berieseln lässt und sich auf das Musical einläßt ist hier aber gut unterhalten.

Falco hatte an dem Abend Carl van Wegberg gespielt, den ich bereits in anderen Stücken gesehen hatte und der sehr passend war in der Rolle.

Tom van der Ven hingegen macht sich dort leider etwas lächerlich als Tink. Erstaunlich das so ein Darsteller solche Rolle spielt.

Effekte und das Bühnenbild sind wirklich super und lohnenswert. Man sollte das Musical gesehen haben. Eine klare Empfehlung, aber aufgrund der fehlenden Story nur 3 Sterne.

MichaelD (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Tolle Umgebung - lohnt sich

10.06.2019 - Gleich vorab für das Festspielhaus und seine Lage gibt es vorab 5 Sterne. Das Haus präsentierte sich bei schönsten Wetter und mit vollem See. Einfach traumhaft.

Die Besetzung von König Ludwig durch Jan Ammann zog mich zu Ludwig2. Ich hatte vieles gehört und wollte mich nun selber überzeugen. Ich wurde nicht enttäuscht und würde mir jederzeit wieder Ludwig2 ansehen.

Eine absolute Überraschung des Abends war ein sehr junger Darsteller, der an dem Abend den Prinz Otto (Bruder des Königs) spielte. Timm Moritz Marquardt, der 17jährige Jungdarsteller zeigte das er sich nicht hinter Jan Ammann verstecken muss sondern ganz im Gegenteil. Schauspielerisch dramatisch und gesanglich sehr überzeugend harmonierte er perfekt mit Jan Ammann.

Die Kaiserin Elisabeth hingegen war für mich fehlbesetzt für die Rolle - allein vom optischen Alter -Sigrid Plundrich. Aber das hat dem ganzen Musical kein Abbruch getan und ich gebe eine klare Empfehlung sich das Musical anzusehen.

Weiteres Highlight ist die Ausstattung der Bühne mit dem See und der verschiedenen Drehbühnen!

MichaelD (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Klasse Inszenierung

09.06.2019 - Ich muss gestehen, dass ich nur wegen einem Darsteller hingefahren bin. Ich wollte unbedingt Christan Funk als Riff sehen. Und war von der ganzen Umsetzung des Musicals fasziniert.
Ein sehr schönes Theater in einer tollen Stadt!

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Einmal gesehen reicht

09.06.2019 - Paramour ein Mix aus Musical und Artistik. Senioren werden ihren Spaß an der seichten Unterhaltung haben.
Es ist auf jeden Fall mal was ganz anderes. Reine Musicalgänger werden daran keine Freude haben. Ich war gut unterhalten durch die Show und die Leistung der Artisten und Darsteller ist super! Story ziemlich flach bis gar nicht existent. Wenn man an günstige Tickets durch Aktionen kommt kann man sich das einmal anschauen.

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Positiv überrascht

09.06.2019 - Ohne Erwartungen hingegangen und wirklich positiv überrascht worden. Von Anfang eine tolle Stimmung und man wird gleich mit einbezogen in das Stück. Anhand der Werbung wäre ich nicht in das Musical gegangen, aber durch die Publikumsmeinungen habe ich dem Musical eine Chance gegeben. Gerne mehr von solchen tollen und unbekannten Stücken.
Die Cast hat mich überzeugt!

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Schönes Musical

09.06.2019 - Wer die Chance hat sollte es nicht verpassen Anastasia zu gucken. Etwas kitschige Geschichte aber sehr schön inszeniert. Darsteller konnten alle überzeugen. Allerdings einmal gesehen reicht aus. Trotzdem anschauen lohnt sich!

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Klasse Inszenierung

09.06.2019 - Wir sind heute ohne Erwartungen ihn die Vorstellung gegangen.
Was soll ich sagen? Wir waren positiv überrascht. Sehr emotional und eine wunderbare Inszenierung!
Tolle Choreographie, klasse Ensemble.
Herausstellen muss man den Hauptdarsteller Seymour. Gesanglich und schauspielerisch leitet er auf dem höhsten Niveau durch das Musical. Kleiner Abstrich muss gemacht werden dafür das der Seymour (Timm Moritz Marquardt) sich hauptsächlich nur auf der rechten Seite aufhält. Hier ist meine Empfehlung sich auch gleich auf die rechte Seite zu setzen. Noch nennenswert ist der Zahnarzt (Aaron Kunze) zu erwähnen - sehr gute Umsetzung. Klare Empfehlung sich das Musical anzugucken! Das Bühnenbild ist sehr spartanisch gehalten, aber die Audreys II gleichen das aus.

Sybille Kurzweg (5 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Sehenswerte Inszenierung

05.06.2019 - Eine sozialpolitisches Stück, dass heute - mehr denn je - seine Notwendigkeit zeigt. Tolle Inszenierung und grandiose Darsteller! Begleitet von einem eindrucksvollen Orchester. So etwas hört man heutzutage leider selten.

Wieder einmal großes Lob an das Landestheater!

Brittigram (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Grandiose Darsteller

05.06.2019 - Seit einigen Jahre schon besuche ich die Festspiele in Hanau, aber ich muss sagen damit haben sie sich wirklich selbst übertroffen.

"Weltenwandler" ist mit Jonas Hein, Peter Lewys Preston, Carolin Fortenbacher und Maria Danae Bansen wahrlich starbesetzt.

Als Jonas sein großes Solo im ersten Akt singt, saßen meine Freundinnen und ich mit offenen Mündern da. Eine Stimme aus Gold.
Carolin herrlich schrullig als nuschelnde böse Hexe und Maria als liebenswürdige Prinzessin Thalia, die es durch ihre erfischende Art schafft den verbitterten Jacob Grimm zu erweichen.
Auch sehr lobenswert zu erwähnen sind Laura Pfister als Dortchen, Janne Peters als Marie und Claudio Gottschalk-Schmitt als Dummling.

Mein absolutes Highlight war jedoch Peter Lewys Preston, der mit seinem unglaublich ehrlichen Schauspiel direkt ins Herz trifft. Vor allem wenn er im Finale die Seele von Wilhelm Grimm offenbart - in einer Peter-Pan-mäßigen "Ich glaube ja an Feen" Szene - bleibt kein Auge trocken.

Eine tolle Inszenierung mit wundervollen Choreografien(die Märchen haben ihre eigene Zeichensprache) und einem klugen Bühnenbild.

Einziger Kritikpunkt ist leider der Ton. Das Zelt macht den Sound sehr schwamming. Vielleicht gibt es ja irgendwann die Chance das Stück in einem richtigen Theater zu sehen.

Brittigram (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


schöne Ausstattung

03.06.2019 - Die englische CD hat mich schon nicht gepackt und ist nach einmaligem Hören ins Regal gewandert.

Das 2malige Live-Erlebnis in Stuttgart hat daran nichts geändert. Die Backstageführung hatte noch Lust auf mehr gemacht: die Ausstattung und schönen Bilder auf der LED-Wand können aber nicht darüber hinweghelfen, dass es musicalisch für mich kein Renner ist.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolle Kombi Musical + Variete + Filmbranche

03.06.2019 - Paramour hat mich wunderbar unterhalten. Man fühlt sich in eine andere Zeit versetzt. Mit klasse Darstellern & Artisten. Man entdeckt jedes Mal etwas Neues. Ich komme gerne wieder.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


ganz schlimm...

02.06.2019 - Ich habe letzte Woche diese Stück in Werk 7 gesehen und es war schlecht besucht und echt fade, man sitzt zwar mittendrin aber doch nur "davor"- es hatte Längen und mir hat das Herz gefehlt. Und die blauen unbequemen Stühle sind von Fack yu Göhte noch über geblieben,offenbar war das das Geld zu Ende.Aich WC Container hatten nir den Graffitti-Anstrich... Das Musical des Jahres 2019 wird das Stück sicher nicht und ich muss nicht 2x sehen...schade um soviel Eintrittsgeld

Theatergänger007 (4 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Märchen schreibt die Zeit

29.05.2019 - Die Festspiele Hanau zeigen dieses Jahr keine Adaption eines Grimm Märchens, sondern eine märchenhafte Annäherung an die Biografie der Brüder Grimm.

Die Idee ist gelungen. Es werden zeithistorische Begebenheiten aus dem Lebenslauf der Brüder mit einer fantasievollen Parallelhandlung in einem imaginären Märchenreich verbunden.
Groß und Klein werden damit gut unterhalten.

Unterm Strich bleiben kleine Defizite in der dramaturgischen und literarischen Aufbereitung.
Etwas stringenter könnte der Handlungsfluss sein. Etwas pointierter könnten Charaktere und Differenzen dargestellt sein.

Auch Marc Schubrings Musik kommt kaum über "hübsch" und "nett" hinaus.

Großartig ist die Besetzung.
Das I-Tüpfelchen ist die sensationelle Carolin Fortenbacher, die charismatisch, stimmlich und mit einer aufsehenerregenden Körpersprache die Bühne dominiert.

Hanau ist auch dieses Jahr wieder eine Reise wert.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Beeindruckend!

26.05.2019 - Ich war vorab skeptisch wie es gelingen würde,Artistik und Musical in einer Show zu vereinen, aber was soll ich sagen, es ist fantastisch gelungen: von der ersten Minute an war man voll drin in der Show und wusste nicht wohin man sehen sollte um nichts zu verpassen, da empfehle ich einen 2.Besuch, um auch wirklich alles gesehen zu haben.

Die Artistik ist atemberaubend, Weltklasse: seien es die Zwillinge die übers Publikum fliegen, da stockte mir der Atem. Die Trampolinnummer fand ich sehr spassig, und auch der Einradfahrer mit seiner Kollegin - wow! Meine Lieblingsszene ist das Love Triangle: 3x die Hauptrollen singend am Rand und mittendrin die Artisten welche die 3 Sänger darstellen und am Trapez eine Dreiecksnummer hinlegen, wow! Ich war absolut geflasht! Auch sehr genial die Filmstripnummer!

Da ich die Broadway CD schon etwas angehört hatte wusste ich bei einigen Nummern schon was mich erwartete. Manchemal typische Cirque Hintergrundmusik aber auch Nummern mit Ohrwurmpotential - seit ich aus der Show raus bin kriege ich "Alles" und den Song des Love Triangles nicht mehr aus dem Kopf.

Ein absolut fantastischer Abend, absolute Empfehlung die Show zu sehen. Ich werde es bestimmt noch öfter tun!

und auch wenn ich Pantomime so gar nicht mag - Buster war sehr spassig :)

Indis (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Udo lebt...

21.05.2019 - Schade das man diesess coole Stück micht mal wieder spielt, einfach knorke.....wa .....

Theatergänger007 (4 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


einfach nur mega

21.05.2019 - ....man braucht nicht viel sagen, einfach mega,besser kann es nicht machen......unbedingt ansehen

Theatergänger007 (4 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Kein großer Wurf-leider

21.05.2019 - Nach das Theater Lüneburg einen tollen"kleinen Horrorladen"im Programm hatte ,ist diese Neuinszenierung von Oliver Hennes kein großer Wurf...

Das Buhnenbild:-Simone Anton Bühnting-
Es ist sehr spärlich und die wenigen Teile sehen eher aus als waren diese beim Musical "Schuh des Manitu" schon mal im Einsatz.Das SkidRow-Strassenschild könnte auch das Strassenschild der LINDENSTRASSE sein.
Eher lieblos und sicher nicht tempodienlich...

Die Inszenierung:Oliver Hennes
Es fehltdeutlich das Thempo und die wenigen eigenen Regiefälle wirken eher störend,streckenweise ist etwas langathmig,gerade weil es die Girls mehrmals gibt,was zusätzlich verwirrt.Im zweiten Teil ist das Tempo etwas besser,aber es fehlt das große Fianle-Auch fehlt ein Song,der der Inszenierzng gut getan hätte.

Kostüme:Oliver Hennes
Was das Bühnenbild zu lahm ist ,fangen meist die gelungenen Kostüme wieder auf,Sie tragen die "Nicht-Profis"die meisten Strecken der Show.
Audey Zwo-Puppen:
Man versteht nicht,warum nicht die Pflanzenfiguren des letzten Lüneburger Horrorladen verwendet hat,die Puppen verraten leider,egal an welcher Stelle sie zu sehen sind,wie sie funktionieren,und werden daher schnell zur Kapserle-Puppe,auch eine schlicherte Bemalung ,statt ungglückliche Mandalamuster,hätten echt geholfen.Die Hauptfigur des Abends bleibt daher zu unbeweglich und zu schlicht.
Darsteller:
Sie tun alle,als Nicht-Profis ihr Bestes,aber hier hat offenbar ein gutes Rollenprofiltraining gefehlt.Einzig Aron Kunze als Orin macht seine Rolle perfekt und glaubhaft.
Musik:
Die vierköpfige Band spielt das Stücke der Show gut und frech runter,und versieht sie dabei mit einem neuen,coolen Groove...

Fazit:
Ein Abend,der Spass und gute Laune machen könnte,wenn die Regie mehr und feiner gearbeitet hätte,die andere Vorhängerinszenierung in Lüneburg hat mir besser gefallen,schade eine verpasste Chance für ein sollches Stück.

Theatergänger007 (4 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Betrug

02.05.2019 - Das Musical wurde für 40 bis 130 Euro pro Karte verkauft. Es gleicht einer Schulaufführung und das ist noch beleidigend, Schüler können es besser. Und noch was, die letzte Aufführung war in Chemnitz am 06.04.2019. Alle anderen sind ausgefallen und die Kunden warten auf ihr Geld. Die Firma hat Insolvenz anmelden und ob die jemals Geld sehen, ist zu bezweifeln. Nie mehr eine Show von Peter Jesche aus Frankfurt Oder.

Hikari Shinji (erste Bewertung)


Musical, Zirkus, Revue, Show hier gibt es alles zu sehen

29.04.2019 - Ich kann euch nur ans Herz legen, schaut euch dieses großartige Musical an. Man merkt, dass es mit Liebe gemacht wurde, denn es ist wirklich alles wunderbar bis ins kleinste Detail. Die Kostüme, die Gestaltung von Zelt und wunderschöne Melodien mit tollen Texten und auch die Sprache von damals immer wieder angepasst an die Zeitepochen. Die Artisten sind einfach nur atemberaubend. Die "Zauberei" einfach toll. Wir haben nicht rausgefunden wie sie funktionieren 😛. Die Darsteller und Artisten waren mit soviel Spielfreude dabei, habe ich selten so erlebt. Nadja Scheiwiller hat gestrahlt unglaublich ihre Ausstrahlung und Präsenz. Alexander Klaws ist ein großartiger Friedrich und Fredy. Ein Entertainer, er nimmt dich wirklich mit. Alle anderen Darsteller und Artisten, Zauberer machen dies genauso großartig. Mischa Kiek als Eugen, Brigitte Oelke als Mutter usw. einfach klasse.
Ich habe es so sehr genossen im Publikum zu sitzen. Humor kommt natürlich auch nicht zu kurz. Es gibt sehr viele witzige Momente. Es hat einfach viel Spaß gemacht. Es fand auch einiges im Publikum statt, Tiere und Darsteller rannten an uns vorbei. Es war wirklich insgesamt faszinierend. Also auf nach Bern oder Basel, es lohnt sich wirklich sehr.
S'isch supr gsi 😁

Schmidtchen48 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Unterhaltsamer Abend

29.04.2019 - Das Beste ist an diesem Abend ist Bernsteins großartige Musik und die Songtexte von Comden und Green, die hier zum Glück im Original gegeben werden. Das Orchester des Gärtnerplatztheaters unter Michael Brandstätter spielt prächtig auf. Stimmige Kostüme, die leider nicht jede der mitwirkenden Damen vorteilhaft kleiden. Das Ganze ist schön inszeniert, leidet allerdings ein wenig darunter, dass nahezu alle Rollen nicht altersgerecht besetzt sind. Bettina Mönch ist stimmlich und darstellerisch ein Traum. Toll fand ich die Choreografie von Adam Cooper. Nicht jeder der drei Matrosen ist ein geborener Tänzer. Aber Cooper gelingt es, jeden in den Tanzszenen großartig aussehen zu lassen.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


enttäuscht und gelangweilt

27.04.2019 - Habe gestern Musical gesehen.Enttäuscht über Inhalt des Musicals, da für meinen Geschmack das Thema Sex,Frauen,Abtreibung-Frauen "klarmachen" einfach zu oft thematisiert wurde. Das sorgt kaum für eine ausgelassene Stimmung. Das Thema tanzen und Freude rückt dabei in den Hintergrund.Tanz und Gesang nicht mitreissend.
Der Preis dafür völlig überzogen.

musikal (erste Bewertung)


GROSSARTIG-BOMBASTISCH- mit SUCHTGEFAHR

26.04.2019 - Als eingefleischter Musical"fan" war ich zunächst nicht ganz frei von Vorurteilen.... Würde mir eine Metal- Rock- Oper gefallen? Hoffentlich wird es mir nicht zu laut! Hoffentlich schreien die nicht nur! Da aber Chris M. die Titelrolle spielt, müsste es ja eine gewissen Qualität haben :-)
Nach den ersten Tönen hatte ich bereits ein gutes Gefühl. Hier war ich richtig!
Wo fange ich an?
Das Bühnenbild- Selten durfte ich ein so extrem tolles Bühnenbild auf mich wirken lassen. Einfach wunderschön und ganz grossartig die Stimmung des Stückes wiedergebend. Ganz großes Kino, wie ich finde. Genau wie die Kostüme und Perücken, die zum Teil auch etwas schrill waren, aber unglaublich ausdrucksstark. Hut ab.
Die Tänzer waren alle echt toll und setzten die Choreografien , die super ausgedacht und total passten mit einer gewissen Leichtigkeit super um. Auch Top!
Dann gab es noch einen wundervollen, hoch motivierten Opernchor, was mich wirklich sehr freute. Sie waren mit Leib und Seele dabei und das hörte und sah man ihnen an.
Ein toller Kinderchor bereicherte das Stück zusätzlich. Ein kleines Mädchen, als Gott spricht die englischen Texte mit einer Souveränität. Das war nicht süß, sondern wirklich sehr beeindruckend.
Auch die Idee, Gott mit einem Kind zu besetzen, finde ich ganz, ganz toll.
Alle Solisten waren stimmlich und schauspielerisch richtig gut. Wahnsinn! Für mich gab es da keine Schwachstelle.
Natürlich war ich auf die beiden Hauptdarsteller gespannt. Chris Murray und Andy Kuntz waren beide stimmlich so grossartig, überzeugend und gewaltig. Chris Murray in der Titelrolle überzeugte mich einmal mehr. Er hat es einfach drauf.
Andy Kuntz allerdings raubte mir den Atem! Er brillierte gesanglich. Wie präzise, perfekt und trotzdem voller Gefühl er diese extrem hohen Lagen, aber auch die leisen, rauchigeren Töne sang, faszinierte mich. Und sein Spiel als Death war überwältigend.
Highlight war auch das Duett von Chris m. und Andy K. .
Orchester und die Metalband Fanden Plas im Zusammenspiel- das passte hier einfach so gut. Wie die Faust aufs Auge. Hut ab! Fantastisch!
Naja, und die Musik und die Songs an sich.... Ich liebe sie einfach! Balladen, die soooo wunderschön sind. Rock, der bombastisch war und sogar opernhafte Elemente gibt es in diesem Stück. Das war ganz ganz gross.
Inszenierung fand ich sehr interessant. Mal nicht spießig an dieses Thema "Jedermann" heranzugehen war unglaublich "erfrischend" . Wirklich eine ganz tolle, Arbeit mit sehr viel Herzblut.

Das es dem Publikum, das sehr gemischt war (jung und alt) ausgesprochen gut gefällt, merkte ich schon an dem jeweiligen grossen Szenenapplaus.
Aber als der letzte Ton verstrichen war, hielt es die Zuschauer in dem restlos ausverkauften (es gab sogar zusätzlich noch Stehplätze) Theater nicht mehr auf den Stühlen. Tobender Applaus, 20- 25 Minuten stehende Ovationen waren der wohl verdiente Lohn für eine beeindruckende, fantastische Leistung aller Beteiligten.
Ein grossartiges, unvergessliches Erlebnis.
Anschließend habe ich mir tatsächlich im Foyer eine CD der Band Vanden Plas und ihrem Sänger Andy K. gekauft. Und diese gefällt mir wirklich sehr gut.
Alle Vorurteile über Bord geworfen und sogar gleich nochmal Tickets für "Everyman" gebucht. Es war zu toll. Absolut Sehens- und hörenswert.

Caroline Schubert (erste Bewertung)


Kann man sich mal angucken ...

24.04.2019 - Das Positive vorneweg:
Die Besetzung war stimmlich top und die Musik, wie auch das Orchester wirklich toll.
Es gab auch einige bewegende Szenen und schöne Duette, insbesondere zwischen Sloane und Falco (z. B. Wo tut der Schmerz am meisten weh).
Und hier beginnen auch schon die vielen "Was-soll-das Momente", denn eigentlich sollte doch die Geschichte zwischen Raven und Strat den Mittelpunkt der Handlung bilden. Die Story war leider insgesamt nur sehr mäßig.
Aber nunmal eins nach dem Anderen:
Der erste Moment, der für Sprachlosigkeit sorgte (leider nicht, weil es mir so gut gefiel) war unmittelbar der Anfang. Abgesehen davon, dass Raven in dieser Szene einfach nur vollkommen durchgeknallt wirkte, taten Sprechweise und Wortwahl schon in den Ohren weh. Auch wenn das Stück in der Zukunft spielt, hoffe ich nicht, dass diese Art von Gossensprache mal ein normaler Umgangston werden wird.
Ebenfalls relativ zu Beginn des Stückes "kullerten" sowohl Raven, als auch Sloane plötzlich durchs Wohnzimmer. Warum auch immer ...
Die Kamerafrau wirkte teilweise eher nervig und die Leinwand erzeugt Kinoatmosphäre, obwohl die Ansichten sich hier sicher sehr unterscheiden.
Auch hinsichtlich der "Sex-Szene" spalten sich die Gemüter. Nichtsdestotrotz fragt man sich, was diese halb nackten "Pinguine" hinter dem Auto für einen Zweck erfüllen sollen.
Der zweite Akt startete direkt mit meiner persönlichen no-go Szene: die unverhohlene Darstellung menschenverachtenster Gewalt.
Insgesamt wurde die Story im zweiten Akt jedoch etwas schlüssig oder man hat sich möglicherweise einfach nur besser an die wirren Handlungsverläufe gewöhnt.
Die Charaktere waren im Prinzip alle sehr eindimensional, sodass die Besetzung leider nicht sonderlich viel schauspielerische Fähigkeiten unter Beweis stellen musste. Mit ein bisschen gutem Willen kann man möglicherweise Falco und Sloane eine Persönlichkeitsentwicklung im Laufe des Stückes zusprechen. Wobei Falco mehrfach wieder in alte Verhaltensmuster verfällt.
Die deutsche Übersetzung der Liedtexte ist nicht immer ganz gelungen und wirkt an einigen Stellen etwas disharmonisch. Wünschenwert wären mehr und längere englische Sequenzen gewesen.
Fazit: Jim Steinman schreibt zweifellos grandiose Musik und die Darsteller konnten stimmlich absolut überzeugen, sodass es doch zumindest ein unterhaltsamer Abend war. Und das trotz der wirren bzw. kaum vorhandenen Handlung ohne jede Tiefe.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Im Kuchenkarussell zur Selbstbefreiung

22.04.2019 - Das frauenbewegte Musical WAITRESS ist nun auch in London angekommen.

Die wenig originelle und etwas aus dem zeitlichen Kontext (auch wenn es in der tiefsten amerikanischen Provinz spielt) gefallene Geschichte ist unspektakulär und schnell erzählt. Einfaches aber grundgutes Working Girl aus der Gastronomie lässt böse Ehemänner und unbrauchbare Kerle hinter sich und findet ihr Lebensglück darin Kinder zu bekommen und Kuchen zu backen. Das klingt nicht nur so, es ist auch so geschrieben und inszeniert, wie eine x-liebige Jahrzehnte alte, Klischee überfrachtete Womens-Lib-Geschichte.
Braucht man so etwas im Jahre 2019?
Ich persönlich würde sagen: Nein!
Außer gepflegter Langweile hat dieses Musical bei mir nichts ausgelöst. Daran kann auch das schlichte Bühnen- und Kostümbild (einziges Highlight ist das Kuchenkarussell-Portal), das etwas schwerfällig wirkende Staging oder die unauffällige Musik von Popstar Sara Bareilles nichts ändern. (Man beginnt nach vielfachen Hören diesen fürchterlichen Jingle bei der sinnlosen Aufzählung der Backzutaten zu hassen.)
Immerhin bietet WAITRESS aber einer begabten Darstellerin, wie Katharin McPhee, die Möglichkeit trotz aller vorlagenbedingten Widrigkeiten schauspielerisch zu reüssieren.
Das ist aber noch nicht Grund genug, um sich das Stück anzusehen.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Hollywood in Görlitz, toll

22.04.2019 - Ein Besuch der östlichsten Stadt Deutschlands und der Region ums Zittauer Gebirge wurde von mir mit einem Besuch der Aufführung am Theater in Görlitz verbunden.

Das wunderschöne Theater (kleine Semperoper) hat ca. 500 Plätze und insbesondere im Parkett im mittleren Bereich eine fantastische Sicht.

Das von großen Soli und beschwingten Ensemblenummern geprägte Stück von Lloydd Webber wird in einer ganz beeindruckenden Ausstattung und mit großem Orchester, Chor dargeboten. Die Villa mit obligatorischer Treppe und Orgel, das Studiogelände und Schwab's ... Alles wurde passend auf einer Drehbühne arrangiert um fließende Übergänge zu erreichen.

Die Regie konzentriert sich auf das Erzählen der Handlung und stellt die 4 Hauptpersonen in den Mittelpunkt.

Yvonne Reich brilliert als Norma Desmond mit nuanciertem Spiel und starker Stimme. Ihr NUR EIN BLICK bewegt sehr. Ebenso einzelne Szenen im Spiel mit Joe, Demills und das grandiose Finale.

Daniel Eckert (a.G) war ein Highlight. Optisch und auch stimmlich ein Volltreffer. Seine Schüchternheit Norma gehenüber weicht langsam der Gier nach dem Großen. Joe steht dazu fast die ganzen 2:45 (mit Pause) auf der Bühne. Dazu kommt seine facettenreiche Gestik die manche Szene und seine Kommentare illustrierten. Man darf sich freuen, mehr von diesem talentierten jungen Mann zu sehen.

Auch Anna Gössi als Betty singtvund spieltbganz wunderbar. Stefan Bley als Max eine idealbesetzung.

Beeindruckend auch die Ensembleszenen mit zum Teil 30 Personen auf der Bühne. DIE RECHNUNG ZAHLT DIE DAME wurde zudem witzig und etwas überdreht inszeniert - ein wohltuender Kontrast.

Die Textverständlichkeit auch in den Ensembleszenen war meist sehr gut bis gut. Ausstattung, Licht und Kostüm eine Leistung für das kleine Haus.

Fazit: Der Besuch der Stadt, in der schon viele Filme gedreht wurden und der Besuch der Show lohnt sich sehr.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Großartige Show

18.04.2019 - Vielen Dank! Das ist wirklich eine großartige Show. Unbedingt empfehlenswert. Tolle Bühne und Kostüme und talentierte Cast, wir haben den Abend sehr genossen.

lucasfarina (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Qualitativ eher unbefriedigend

17.04.2019 - Regie und „Ausstattung“ eher unbefriedigend, sehr einfach gehalten. Licht sehr gut. Das Orchester klingt semiprofessionell und man fragt sich, warum die in so einem großen Theater spielen. Ich sah eine Produktion im Pulheimer Walzwerk, für die freie Szene in Ordnung aber für das TaM war das klanglich kein Hochgenuss. Hoffe sehr, dass die nächste Produktion hochwertiger ist.

lucasfarina (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Tolle erste Eigenproduktion des TaM

17.04.2019 - Patrick Stanke in Bestform, Pagani ist ein sehr starker Judas und eine wunderbare Maria-Magdalena. Ein Dreamteam, das man sich anschauen sollte. Ich wünsche mir weiter solche Eigenproduktionen vom TaM. Herzlichen Glückwunsch!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gut gemacht, reisst aber nicht vom Hocker

17.04.2019 - Um eine der hier viel diskutierten Fragen gleich zu klären: Es sind insgesamt 45 Leute beim Schlussapplaus. Musiker sind nicht dabei, nur der Dirigent.

Die Show ist okay, mehr aber auch nicht. Die Handlung ist so dünn wie schon seit langem in keiner großen Produktion mehr. Wirklich herausragende Artistiknummern gibt es kaum. Lediglich die fliegenden Zwillinge und die Trampolin Nummer sind sehr gut. Den Rest sieht man selbst in den "GOP Varietes" in deutlich besserer Form.

Die Aristen sind nicht gut in die Handlung der Show integriert - zu oft passt dass was, sie machen gar nicht zu dem, worum es in der "Handlung" gerade geht.

Für mich kann "Paramour" den Vergleich mit "VIVID" nicht standhalten. In Berlin sind die Melodien eingäniger, Kostüme und Bühnenbild deutlich aufwändiger, die Artisten wissen zu beeindrucken und die Show ist trotz 100 Mitwirkender und 16 köpfigem Orchester auch noch beim Eintritt günstiger.

"Paramour" kann man sich einmal ansehen, aber das reicht auch. Der Schluß-Appllaus bei der besuchten Vorstellung war gut, im Parkett gab es standing ovatons, auf dem Rang nicht.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Absolut sehenswert!

16.04.2019 - Tolles Musical! Kristina Love als Tina überzeugt auf voller Linie und wird zum wahren Glücksgriff für die Produktion in Hamburg. Das Publikum im nahezu ausverkauften Operettenhaus wollte sie selbst nach 2 Zugaben noch lange nicht von der Bühne lassen. Tolle Stimmung, wunderbare Cast und traumhafte Musik, die sogar auf Deutsch gut funktioniert. Da scheint die Stage doch diesmal alles richtig gemacht zu haben. Weiter so!

Wickedfanob (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Everyman Premiere 06.04.2019

15.04.2019 - Mal eine etwas andere Schilderung... Viel Spaß damit:

Everyman - Premiere
Stadttheater Pforzheim 06.04.2019

1 Stunde 53 Minuten endgeiler wuchtiger Rock,
Bäääm, das machte heut Abend so richtig Bock!
Geile Rifts, Hammer-Vocals, mega-emotional,
Coole Lightshow, Fetter Live-Sound, phänomenal!
Man sehe mir den Stil der einleitenden Worte nach
Aber bei s‘ Rockers ist das wohl die gängige Sprach‘!?

Die bisher düstere Rockoper Everyman
Muß man ab heute mit anderen Augen seh’n:
Knallig bunt, mitreißend, mit überspitzen Symbolen
Gelang es den Machern, uns völlig abzuholen!

Genau 1:53 Stunden die Vorstellung jedes Mal währt
Hat uns Philipp Moschitz, der Regisseur erklärt:
Erstmals gibt es ein Metronom auf den Hörer im Ohr,
so sind alle synchron und Verspätungen kommen nicht vor.


Kein gewöhnliches Werk, Nervosität im Raume steht…
Ob so etwas überhaupt und auch in Pforzheim geht?
Wochenlang geprobt, die Nerven liegen blank,
Fällt es durch oder gibt es vom Publikum den Dank?

Der Lohn der Mühe und der Angst, ich nehme es voraus:
13 Minuten stehendes, johlendes und tobendes Haus!
Es wurde nicht nur höflich Applaus dahergeleiert,
Da wurde mal so richtig gejubelt und abgefeiert!

Wie hoch mögen da wohl schlagen der Macher Herzen!?
Ich freue mich so sehr für Euch! Ganz ohne scherzen!
Und ein weiterer Grund, weshalb es mich so freut:
Wär‘s nix gewesen, hätte ich nix zum dichten heut!

Ein extra-Bravo möchte ich dem Herrn Intendanten senden:
Sehr launig verstand er es, höchstes Lob für Alle zu spenden!
So viel Anerkennung möchte ich vom Chef gerne auch mal erben!
Herr Münstermann, wo kann ich mich bewerben?


Auch wer denkt: Kenn ich, muß ich nicht mehr sehen,
Sollte es sich überlegen, vielleicht doch zu gehen!
Philipp Moschitz‘ völlig neue Inszenierung wird es reichlich lohnen,
Diesem unglaublichen Spektakel noch einmal beizuwohnen!

Die Musik mal furios, mitreißend, bombastisch, Wagner-gleich,
Mal geheimnisvolle lyrische Klänge, welch genialer Streich!
Die Charakterpalette vom bedrohlichen Tod, der niemals weicht,
Über alle Facetten bis hin zu Louis de Funès fast reicht.

Allein schon das Bühnenbild lohnt in dieser Nacht:
Riesenblumen, meterhoch, ein Urwald, welche Pracht!
Ein großer leuchtender Regenbogen krönt das Bild:
Unter 400 Lampen Everyman auf dem Rasen chillt!

Jawohl, vollkommen richtig, was wir gerade lasen:
Tatsächlich, die ganze Bühne ist ein grüner Rasen!
Vielen Dank dafür an Herrn Matthias Engelmann
Und die Theater-Werkstatt, die zeigte, was sie kann.

Den Rasen gäbe es nur, so könnten lästerliche Zungen tönen,
Damit Herr Murray seiner Barfuß-Leidenschaft kann frönen!
Er nutzt dies auch und spielt mit nacktem Fuß,
Auf dem Kunstrasen, den keiner gießen muß!


Von Andy Kuntz und Vanden Plas wurde das Stück kreiert.
Ich war skeptisch aber am Ende mehr als fasziniert!
Skeptisch war ich vorher, da für mich als „Nicht-Metaller“
Schieres Gitarrendröhnen wär‘ nicht unbedingt der Knaller.

Jedoch die Skepsis wich, es haute mich schier vom Hocker,
Welch‘ Klangerlebnis erschaffen das Orchester und die Rocker!
Zu den Sinfonikern fügt sich Schlagzeug und Elektro-Klampfe
Zu neuer Harmonie ohne der Sparten sonst üblichem Kampfe.

Fabelhaft: Vanden Plas und Badische Philharmonie,
Solch ein Zusammenspiel gab es wohl noch nie!
Als habe man nie etwas anderes getan, perfekt arrangiert,
Hier auch Chapeau an Philipp Haag, er hat es dirigiert.

Klassik, Rock, Musical, Jazz, hymnisch, manchmal zart
Sogar 12-Ton-Musik ist dabei, wahrlich Progressive-Art!
Ein furioser Bogen aus Klang, keine Einheits-Marmelade,
Unser Herz berührt dazwischen so manch‘ Ballade.
Wie kann man aus dem Nichts, ich begreif‘ das nie,
Solch ein Werk erschaffen, für mich ein Genie!


Viel Symbolik hat das Team der Inszenierung implementiert,
Denkt nach, wenn Ihr die versteckte Botschaft registriert:
Die künftige Generation symbolisiert als Gott ein Kind
Mit schlechter Prognose, falls wir nicht mäßiger sind!
Der Teufel trägt zur Ausübung seines Berufs
Dekadent einen Stöckelschuh statt eines Hufs!

Riesige Pflanzen des reichen Herrn Everymans Garten zieren,
Hironymus Boschs Garten der Lüste durfte hierzu inspirieren.
Durch die überhöhte Welt will uns Herr Moschitz zeigen,
Was passieren kann, wenn wir im Leben es vergeigen:
Wie wird „der Größte“ doch auf einmal klein,
Schaut der Tod bei ihm zum Fenster rein!

Lilian Huynen ist als Buhlschaft ein wahrer Bringer,
wickelt Everyman schnell um den kleinen Finger!
Mit offenem Mund wir hören und schauen,
In solch ein Kleid würden sich nur wenige trauen!

Jessica Rabbit kommt spontan mir in den Sinn
Und genau so eine Nummer legt sie hin:
Mal zuckersüß, mal bestimmt und sehr lasziv,
Beeindruckt sie nicht nur Everyman ganz tief!
Vorübergehend sie ihn von seiner Düsternis befreit,
Ihn zu begleiten, ist sie aber wirklich nicht bereit!

Später in schwarz, ebenso wunderbar
Macht sie Everyman recht rüde klar:
Niemand nimmt Mammon mit auf die letzte Reise
Und das tut sie wahrlich nicht leise:
Eine Opernstimme, die beeindruckt und bewegt,
Die uns regelrecht aus den Sitzen fegt!


Unglaublich, welcher Aufwand wurde hier getrieben,
die Protagonisten sind wahrhaftig nicht allein geblieben:
Mit bis zu 60 Leuten wird der Rasen stark bespielt,
Erstaunlich, daß er bis zum Ende hielt!

Hervorgehoben sei das fabelhafte Ballett vom Haus
Die fegten die Bühne mal so richtig aus!
Wie eine wabernde Masse sie den Teufel umgeben
Und sehr viele andere Szenen mit ihrer Kunst beleben!
Auch des Hauses Opernchor reichte dem Team alleine nicht
So wurde ein Extra-Chor noch dazu verpflicht‘.

Lisa Wedekind brillierte als mahnende Mutter im Designerkleid,
Und als vernachlässigte „Good Deeds“ tat sie einem richtig leid.
Sie brachte Sanftheit in das wilde Spiel und berührte,
bevor sie Everyman zur Reue und zum guten Ende führte.

So viele spielten mit, diese will ich unbedingt noch nennen:
Philipp Werner als sympathischen Teufel lernten wir kennen,
Amelie Kunzmann spielte Gott ganz selbstbewußt - und meiner Treu:
Perfekt gesprochen die fremde Sprache ganz ohne Scheu!


Den Tod, unerbittlich und von Gott entsandt
Gibt Andy Kuntz im strahlend weißen G’wand.
Auch sonst ist er auf der Bühne zuhaus,
Jedoch nicht gerade eine Theatermaus.
Sonst gefeierter Frontmann der Gruppe Vanden Plas,
Ist er als Progessive-Metal-Rocker ein „alter Has‘!“

Er singt anders, laudatiert später Herr Münstermann,
als ein Musical- oder Opernsänger dies jemals kann!
Und genau dies ist besonders und macht seinen eigenen Stil,
Mit starker Stimme und großen Gesten bestimmt er das Spiel!
Bedrohlich omnipräsent erscheint der grausige Geselle
Sogar auf dem Rang und lauert auch sonst an jeder Stelle!
Im wallenden weißen Wams wirft er sich zum Ruf in Pose
Und Everyman schlottert jedes Mal vor Angst die Hose!

Andy Kuntz, Dank für dies Werk und für des Wagnis‘ Mut!
Hat sich gelohnt, ist so richtig „weltgeil“ gut!
Ein opulentes Fest für jeden Sinn,
Wir gehen gleich noch einmal hin!


Chris Murray IST der Everyman!
Who else, wie sollt‘ das geh’n?
Die Rolle paßt zu ihm wie „A…. auf Eimer“,
So gut verkörpert Everyman sonst wohl keiner!

Daß Chris so richtig (Zitat) „geile Töne singt“
Das weiß wohl mittlerweile jedes Kind!
Wuchtige, peppige und leise Arien hat er in diesem Stück,
Toll das Duett mit dem Tod und sein Solo auf der Brück‘

Mit seiner Stimme in allen Genres zu Haus
Füllt seine Opernstimme locker alles aus!
(Eigentlich bräuchte er gar kein Mikrofon,
Das hörte man bei der Probe schon!)
Mit den Gitarren er fetzig rockige Dialoge führt,
Und sanft mit einer Ballade unsere Herzen rührt.

Was mich jedesmal wieder auf’s Neue fasziniert:
Wie er die Rolle lebt, sie ganz eigen interpretiert!
Auch seine typische Komik läßt er uns vermissen nicht:
Wie jedermann macht auch Jedermann mal ein komisches Gesicht!

Sein Spiel vom Großkotz zur Einsamkeit hinüberschweift,
Aufkeimende Hoffnung, Verzweiflung… man begreift
Er vermittelt, es geht jeden von uns etwas an,
Er ist wie Du und ich: jedermann ist Jedermann!


Die Herren Hofmannsthal, Kuntz, Moschitz und Vanden Plas,
Herr Murray, Herr Münstermann: Wie geil war denn das!?
Ein dreifach Bravo an Alle, die hierzu beigetragen!
Wir kommen wieder und werden es auch weitersagen!


Abgesehen von Musik, Schauspiel, Gesang und Tanz
Sollte man eines vergessen nicht ganz:
Gerade in der heutigen egoistisch monetär geprägten Zeit
Gewinnt dies Moralitätenspiel wieder an Bedeutsamkeit

Der mittelmäßige Spaßdichter
Harald Meier

DermittelmässigeSpassdichter (erste Bewertung)


Ein würdiger Nachfolger

12.04.2019 - WIR im Schmidtchen ist das 2. Stück von Franziska Kuropka und Lukas Nimschek, die mit Jana und Janis einen absoluten genialen Überraschungshit gelandet hatten in der Vergangenheit.

"Wir" widmet sich nun dem ganz normalen Leben 2er Paare, eins davon schwul und das andere lesbisch.
Es geht ums Kinderkriegen, Lebensplanung, Wünsche, Familien Konflikte und alltägliche Probleme, die wir alle kennen. DOCH hier sehr charmant und mit Witz erzählt und mit der ein oder anderen Gesellschaftskritik verbunden, die einfach Spaß macht!

Die Darsteller legen sich richtig ins Zeug und tragen den Abend komplett mit all seinen lauten und ruhigen Momenten. Eine absolute Entdeckung ist Steffi Irmen, die als burschikose Lesbe Sabine, die Sympathien gleich für sich gewinnt. Gesanglich top, dazu sehr gute Hip Hop Moves und ein Lachen was total ansteckt. Punktlandung!
Als sichere Bank im Schmidt Universum hat Kathi Damerow die ein oder andere Highlight Szene zu bieten, so switcht sie zwischen der besten Freundin, zur veganen Kellnerin und anderen.
Die Männer stehen dem ganzem aber in nichts nach!
Herrlich Spießig und etwas verklemmt kommt Veit Schäfermeier daher und Janko Danailow gibt den bunten Paradiesvogel in Leggins ( wer das Stück sieht, weiß das ich hier falsch zitiere ) :-)

Musikalisch wieder sehr modern mit Einschlägen zu Pop, Hip Hip und Bubble Gum Pop, sowie auch schöne ruhige Balladen, die vielleicht manchmal etwas zu steril wirken, da, wie im Schmidtchen meistens, die Musik vom Band kommt. Ein kleines Manko.
Aber mit Bye Bye Bitterfeld gibt es einen absoluten Ohrwurm.

Insgesamt ist es eine kleine wirklich tolle Show, die man sich anschauen sollte!
Sie bestätigt wiedermal, das Schmidtchen ist eine kleine "off" Theater Schmiede mit riesigem Potenzial!

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Sehens und Höhrenswert !

10.04.2019 - Was für ein Event !
Wir waren mit der ganzen Familie drin. Es wurde ja auch ganz schön die Werbetrommel gerührt und so waren wir alle sehr gespannt auf den Abend.
Die Aufführung hat uns alle total geflasht.Niemals hätten wir uns vorstellen können, dass so was mal nach Pforzheim kommt.Ganz grosses Kompliment.Von der kleinsten Rolle an klasse besetzt.Wunderschön melancholisch machendes Bühnenbild.Guter Ton und sehr besondere Regie.
Everyman und der Tod sind vom Schauspiel und Gesang her ne mega Wucht.Sollte man sehen und hören!

Eliza Doolittle 1 (erste Bewertung)


Très français!

09.04.2019 - Um es voraus zu schicken: Ich kenne weder den zugrunde liegenden Film, noch habe ich die Broadway-Inszenierung von AMELIE gesehen.

Das Werk7-Theater in München wurde innen wie außen mit viel Liebe zum Detail dem französischen Stil angepasst.

Auch das Bühnenbild ist atmosphärisch bestens gelungen und wird ebenso gut ausgeleuchtet. Dadurch fallen die fehlenden technischen Möglichkeiten eines konventionellen Theaters kaum ins Gewicht. Alleine Inszenierung und Staging hätten die Sichtverhältnisse im amphitheaterartigen Auditorium etwas besser berücksichtigen sollen. (Die nach wie vor katastrophal unbequeme Bestuhlung ist ein anderes Thema.)

Die Geschichte der etwas verschroben egozentrischen Amelie ist vergleichsweise unspektakulär und ohne stringenten Spannungsbogen. Ebenso entspannt geht Regisseur Christoph Drewitz die Inszenierung an. Tempo wird hauptsächlich durch die große Quirligkeit des kleinen Ensembles erzeugt. Ohne Atempause wuseln die Darsteller über die Spielfläche und zwischen den Zuschauern. Interaktive geht es zu. Zuschauer werden angesprochen und teilweise auch mit kleinen Aufgaben eingebunden. Einfache Mittel und große Kreativität zeichnen Drewitz aus und lassen immer wieder schmunzeln.

Das Musical trägt Amelies Namen. Das scheint Programm und Verpflichtung für den Autoren gewesen zu sein. Amelie ist eigentlich die einzige, die eine konkrete Vergangenheit und einen definierten Charakter hat.
Alle anderen Personen sind bunt exzentrische Vögel, deren Charakterzeichnung gelegentlich doch zu sehr ins cartoonhafte geht. Die Mutter oder der Lauchverkäufer können da schon etwas anstrengend werden. In der Masse, der auftretenden Figuren gleicht es sich aber wieder ganz gut aus.

Die Musik ist Thema, Ort und Zeit absolut angemessen. Zeitgemäßer Chanson-Pop sorgt für authentisches Flair.

Die Besetzung ist durchgehend großartig und typgerecht. Selbst die Erstbesetzung der Amelie, die durch Abwesenheit glänzte, wurde souverän durch eine Zweitbesetzung
ersetzt.

DIE FABELHAFTE WELT DER AMELIE ist ein entspanntes kleines Kammermusical, dass einem eine vergnügliche Zeit bereitet und gut gestimmt das Theater verlassen lässt.
Schön, dass sich die SE traut neue Wege auszuprobieren.

Allerdings scheint sich dieser Wagemut, wie schon bei FUCK YOU GOETHE, nicht (finanziell) auszuzahlen. Das Theater war wohl nur zu einem Drittel ausgelastet und die Reaktionen des Publikums eher zurückhaltend.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Erfolgreiche Premiere

07.04.2019 - Sensationelle Premiere von Everyman im ausverkauften Theater in Pforzheim. Alle Beteiligten rockten die Bühne. Egal ob gesanglich, tänzerisch, gestalterisch oder organisatorisch, Pforzheim hat ein Meisterstück in sein wunderschönes Theater gebracht. In einem phantastischen Bühnenbild glänzten Tänzer und Sänger, in einer in vielen Teilen veränderten Inszenierung gegenüber den Auftritten in Münster. Das Pforzheimer Orchester sowie die Band Vanden Plas präsentierten die Musik von Günter Werno, Stephan Lill und Andy Kuntz in ausgezeichneter Form. Alle Solisten und der Chor zeigten eine Leistung der Spitzenklasse. Als Fan von Chris Murray und Andy Kuntz gefiel mir besonders das Ballett und die Kindergruppe, die Gott und „seine“ Engel darstellte. Das Publikum, im Alter von 9 bis 90, lies mit minutenlangen stehenden Ovationen keinen Zweifel an seiner Begeisterung aufkommen. Der lange Weg von Duisburg nach Pforzheim hat sich in jeder Hinsicht mehr als gelohnt.

Ravenmusic (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Heiter-melancholische Weill-Biographie mit wunderschöner Musik

01.04.2019 - Insgesamt sehr gut gelungene Inszenierung eines fabelhaften Stücks. Wunderbare Musik um Schwelgen in Broadway-Klassikern, flott, witzig, aber auch angemessen traurig. Großartige Gesangsleistungen und überraschende Tanzeinlagen. Der zweite Teil erschien mir etwa auszufasern und zu lang zu sein, aber vielleicht waren das auch nur die harten Stühle. Schade, dass für die Gäste, die kein Englisch sprechen, keine deutschen Übertitel angeboten wurden. Um der Handlung folgen zu können, wären dies hilfreich gewesen. Vielleicht auch deshalb blieben viele Sitze leer. DAs hat das Stück und diese Schauspieler und Sänger nicht verdient! Ich wünsche mir, dass noch mehr Menschen - auch in Berlin - die Chance nutzen und nach Leipzig kommen, um sich dieses Stück Musicalgeschichte anzusehen.

Kurti (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Sehenswert - mit einigen Abstrichen, vor allem im 2. Akt

30.03.2019 - Wow.
Wenn sich der Vorhang des Abends öffnet, dann ist man erst mal erschlagen von der klanglichen und produktionstechnischen Qualität dieser Show. Das geht im Londoner West End auch nicht besser:
Da gibt es eine riesige, viereckige, sich drehende Guckkastenbühne, die den Unterschied zwischen Backstage-Szenen und Szenen auf der Bühne ganz wunderbar veredeln kann.
Das alles wird ergänzt durch hochmodernes Mapping und großartiges Videodesign.
Da spielt ein über 30-köpfiges Orchester die zeitlosen, ohrwurmträchtigen Melodien Cole Porters mit Verve und Leidenschaft auf.
Und dann gibt es noch das hinreißende Protagonisten-Traumpaar Tobias Licht und Barbara Obermeier, welches als Fred Graham/Petruchio und Lilly Vanessa/Kate keine Wünsche offen lässt. Was für ein Witz, welch überbordende Chemie!
So zeigt sich diese Produktion gerade im ersten Akt voller Highlights und großartiger Kabinettstückchen, welche einem ein durchgängiges Grinsen ins Gesicht zaubern und zu mehreren lauten Lachsalven führen.
Die Choreografien sind heiß und werden exzellent und äußerst exakt getanzt.
Beatrice Reece als Lois Lane/Bianca darf man sicher als sehr ungewöhnliche Besetzung für die Rolle bezeichnen, die zumindest für mich nicht ganz aufgeht. Stimmlich jedoch zeigt auch sie sich erstklassig.
Einige massive Striche hätten dem 2.Akt elementar gut getan.
Irgendwie geht der Regie das Grundgerüst der Show im zweiten Akt verloren, während sich das Bühnengerüst inflationär und schwindelerregend dreht und dreht. Da wäre weniger mehr gewesen.
Der ständige Wechsel zwischen englischen Originaltexten und deutscher Übersetzung der Songs erschließt sich leider zu keinem Zeitpunkt.
Unklar bleibt auch, warum der hochtalentierte Oedo Kuipers ("Mozart!"), der eigentlich Gremio spielen sollte, wie ein Theatergeist alle Szenen im Hintergrund begleitet, um danach verpoppte Reprisen der bekannten Hits der Show zu singen. Dieser Darsteller hätte eine klarere und eindeutigere Rollenzeichnung verdient.
Leider wird das ikonische "Schlag nach bei Shakespeare" in der besuchten Vorstellung durch die Notbesetzung des ersten Ganoven zum Totalausfall und so fehlt einer der wichtigsten Showstopper.
Die hauseigene Souffleuse hatte an diesem Abend jedenfalls hörbar viel zu tun und hat sich ihre Gage redlich verdient.
Einen Besuch ist diese Inszenierung alle Mal wert, allein wegen des großartigen Produktionsdesigns, der musikalischen Brillanz und der hervorragenden Hauptdarsteller.
Ich für meinen Teil war zumindest im 1.Akt absolut verzaubert.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein toller Abend

22.03.2019 - Wir habén die Show gestern gesehen, ein toller Abend und ein großer Spaß. Alle Darsteller waren klasse und haben eine super Leistung abgeliefert. Die Band war erstens nicht ohrenbetäubend laut und hat ihren Anteil zum stimmigen Gesamteindruck. Das Stück ist wirklich nett und passt super in die Bar jeder Vernunft. Off Broadway in Berlin, davon bitte mehr.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Sehr sehenswert - Ein Landestheater tischt auf!

20.03.2019 -

musicals&more (erste Bewertung)


Schrecklich

19.03.2019 - Schreckliche Cast!

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Omg

19.03.2019 - Schrecklich. Ich finde sowas ist kein Musical mehr.

Sorry aber die Darsteller müssen schon die Bühne abräumen.

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Freude auf Fulda

19.03.2019 - Achhhhh ich freue mich auf Sabrina!


Das wird eine mitreißende packende Musical Show.

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Neunkirchen 2018 :(

19.03.2019 - Ich habe das Musical in Fulda gesehen und bin so überwältigt von Sabrina Weckerlin. Mein absoluter Liebling. Daher wollte ich es unbedingt in Füssen sehen, weil hier ja sehr mit Namen geworben wurde.

Was war das???? Die Darstellerin der Päpstin trifft ja keinen Ton. What????? Ein Titelrolle klingt wie eine Absolventin mit sehr viel schrägen Tönen.

Eigentlich habe ich mich auch auf Uwe Kröger gefreut aber seine Zeiten sind halt gesanglich auch vorbei. Schade ..Schauspielerisch ist er eine Bereicherung.

Kevin Tarte fand ich Klasse.

Im großen und ganzen eine tolle Story aber kein Vergleich zu Fulda. Die Nebendarsteller haben die Show gerettet.

Sunshine2006 (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Schlimm...

18.03.2019 - Das Positive vorweg: die Musik ist natürlich toll ! Das Bühnenbild auch sehr ansprechend und einfallsreich.
Leider hat mir alles andere nicht gefallen:
o.k., die Story ist wirr und nicht nachvollziehbar. Das finde ich grundsätzlich nicht so schlimm, wenn man dabei noch gut unterhalten wird. Aber die Dialoge sind teilweise so lächerlich, die Texte furchtbar. Besonders geärgert habe ich mich über die einfallslosen Choreografien: unvermittelt beginnt das Ensemble zu tanzen,es hatte mit der Szene nix zu tun.
Die CD höre ich ganz gerne, in konzertanter Form hätte mir "Bat out of hell" wahrscheinlich gefallen.

dolcetto (21 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Da könnte man was draus machen

18.03.2019 - Die Darsteller sind eigentlich gut, die Kostüme passabel, die Bühnendekoration okay und trotzdem reisst einen die Show nicht vom Hocker. Das liegt wohl schlicht daran dass es zwischen den verschiedenen Musicals gar keine Übergänge gibt. Immer ein ewig langes "black" killt jede Stimmung. Schade.

Der Preis ist auf jeden Fall viel zu hoch für das, was geboten wird.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Tolle Musik, hervorragende Inszenierung

18.03.2019 - Sehr moderne und flotte Inszenierung des klassischen Stoffes mit überraschendem Ende. Viele der Songs bleiben und gehen ins Ohr.

Spass macht es auch den Darstellern auf der Bühne zuzuschauen, da die selbst unglaublich viel Spaß an ihrer Arbeit haben. Dass reißt den Saal mit.

Unglaublich viele junge Besucher im Saal. Das spannende: die waren voll mit dabei. Kompliment, dass muss man heutzutage erst einmal schaffen.

Tolle Kostüme, effektvolles Bühnenbild und ein sehr schmuckes Theater runden den Besuch ab.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Hingehen!

17.03.2019 - Die Premiere gestern in Regensburg war - STARK!

Die packende Inszenierung, das klare Bühnenbild und die Kostüme fügen sich zu einem großen Ganzen.
Das Tanzensemble und die Choreographien unterstreichen dies.

Die Solisten sind durchweg gut besetzt - berührend Ruud van Overdijjk in seiner Version von "Pity the Child". Thomas Christ und Christiana Wimber harmonieren wunderbar zusammen. Seymur Karimov und Christian Schossig agieren fabelhaft als russische und amerikanische Delegierten.

Am meisten im Gedächtnis bleiben jedoch Brent L. Damkier als Schiedsrichter und der leider viel zu kurze, dafür aber beeindruckende Auftritt von Esther Baar als Svetlana. Baar und Damkier bestachen durch exzellente und starke Stimmen und herausragende Bühnenpräsenz.

Ein kleines Manko gab es jedoch - die Textverständlichkeit des Opernchores ließ leider zu wünschen übrig.
Ansonsten - HINGEHEN! Es lohnt sich!

SinginFan (erste Bewertung)


Zwei Weltmeister ihres Fachs

17.03.2019 - Im Velodrom des Theater Regensburg konnte ich gestern die Premiere von CHESS bewundern. Ein wahrlich bildgewaltiger Abend, der beeindruckt. Der vor allem durch seine leading men beeindruckt. Ruud van Overdijk beeindruckt mit seiner gut geführten Rockstimme in schwindelerregender Höhe. Selten habe ich ein besseres PITY THE CHILD gehört. Bravo! Sein Schachgegner Thomas Christ berührt mit seinem lyrischen Bariton und macht so ANTHEM zu einem Höhepunkt des Abends. Leider können da die Frauen nicht mithalten. Esther Baar klingt unsicher und Christiana Wimber ist stimmlich, aber auch spielerisch fehlbesetzt. Ein weiteres Highlight dieser Produktion ist das Ballett! Das Orchester sorgt für satte Unterstützung und mit mehr als 30 Musikern für einen symphonischen Sound, wie man ihn selten beim Musical findet. Die Regisseurin hat es geschafft, das komplizierte Stück so zu erzählen, dass man es versteht und so wird CHESS in Regensburg absolut sehenswert.

sweatcharity (erste Bewertung)


Die perfekte Show! – …vielleicht ein wenig zu perfekt?

09.03.2019 - Zugegeben: Ich hatte ein wenig Bammel – Bammel, dass es mir nicht gefallen könnte! Ich liebe den Film mit Julie Andrews, Dick Van Dyke, David Tomlinson und Glynis Johns seit meiner Kindheit: Die Melodien kann ich heute noch mitsingen! So saß ich hier im Stage Theater an der Elbe in Hamburg mit einen wundervollen Blick auf den Hafen incl. Elb-Philharmonie und wartete (an-)gespannt auf den Beginn der Vorstellung!

Vorweg: Es war die perfekte Show! – …vielleicht ein wenig zu perfekt?

Obwohl die Handlung vom bekannten Film abwich und einige neue Szenen eingefügt wurden, so erkannte ich doch deutlich „meine“ Mary Poppins wieder. Das Bühnenbild war phantasievoll und farbenfroh: So faltete sich das Heim der Familie Banks auf wie ein Puppenhaus, der graue Park verwandelte sich in Sekunden zu einem bunten Blütenmeer, und zum Tanz der Schornsteinfeger über den Dächern von London qualmten die Schornsteine ihren Dunst in den Sternenhimmel.

Das Ensemble überzeugte in vielen kleinen Rollen, und die Übergänge liefen präzise wie ein Uhrwerk: Roimata Tempelton als Miss Andrews (herrlich schrill und boshaft), Alex Avenell als Mrs Brill (ruppig mit Herz), Noah Wili als Robertson Ay (liebenswert trottelig) und Maik Lohse als Admiral Boom (ssstolperte übern ssspitzen Ssstein). Hervorheben möchte ich gerne Kaatje Dierks, die mich als Vogelfrau in ihrem gleichnamigen Song sehr bewegte.

Maria Danaé Bansen als Mary Poppins war eine aparte Erscheinung mit sehr schöner Stimme, ließ allerdings ein wenig Persönlichkeit oder auch „Star-Quality“ vermissen (Achtung: Leiden auf hohem Niveau!). Andrea Luca Cotti gab einen witzigen, jungenhaften Bert mit großem Bewegungstalent. Meine Hochachtung galt den Kinderdarstellern Ava und Liam als Jane und Michael Banks, die vom Anfang bis zum Ende in beinah jeder Szene präsent waren und diese Aufgabe mit Bravour meisterten.

Doch die heimlichen Hauptrollen waren für mich George und Winifred Banks, da diese die größte Entwicklung im Stück machten. Livio Cecini und Julia Lißel waren so wunderbar aufeinander eingespielt: Die Geste des einen hatte eine Reaktion der anderen zur Folge…! Dieses berührende Zusammenspiel zweier Schauspieler sorgte bei mir für feuchte Augen.

Dank dieser Beiden wurde eine perfekte Show wahrlich „perfekt“!

Henry Higgins (3 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gelungene Inszenierung: "Life is a Cabaret"

09.03.2019 - Clifford Bradschaw tritt auf. Er ist Schriftsteller aus Amerika und auf dem Weg ins Berlin der Weimarer Republik, um dort im pulsierenden Leben der Großstadt endlich die Inspiration für seinen großen Roman zu finden. Auf der großen Leinwand flackern die ersten Bilder und formen sich zu Konturen: Clifford sitzt im Zugabteil und lernt den Devisenschmuggler Ernst Ludwig kennen, der ihm nicht nur eine Bleibe vermittelt sondern auch die Freundschaft anbietet. Clifford nimmt – trotz der Warnung des windigen Conférenciers – beides an,…

…und taucht am Silvesterabend des Jahres 1929 in die dekadente Welt dieser Metropole ein, lernt Nachtclub-Sängerin Sally Bowles kennen und lieben, sieht wie die zarte, späte Liebe seiner Wirtin Fräulein Schneider zum jüdischen Obsthändler Herr Schulz aufgrund der politischen Entwicklungen zerbricht und erkennt die Nationalsozialisten, die immer mehr Einfluss gewinnen, als Bedrohung der Freiheit des Einzelnen und als Zerstörung der Grundfeste der demokratischen Gesellschaft.

Harter Tobak für ein Musical…! „Cabaret“ wird im Spielplan des Stadttheaters Bremerhaven darum auch unter „Schauspiel“ geführt. Und so sind die Hauptrollen (mit einer Ausnahme) aus dem Schauspielensemble besetzt. Zudem wurde auf das große Orchester verzichtet: Die Musik klingt in der Besetzung der 6-Mann-starken Band unter der Leitung von Jan-Hendrik Ehlers darum auch mehr nach Weill/ Brecht als nach Broadway-Sound.

Während in anderen Inszenierungen das Hauptaugenmerk gerne eher auf Sally Bowles und dem Conférenciers liegt, steht hier der Schriftsteller Clifford Bradshaw im Mittelpunkt und rückt so das Musical näher an seine Vorlage, der Erzählung „Goodbye to Berlin“ von Christopher Isherwood. Henning Bäcker füllt diese Aufgabe bravourös aus. Er trägt diese anspruchsvolle Rolle, ist nicht nur Erzähler – Nein! – er ist der Chronist seiner Zeit: Nah genug, um betroffen zu sein/ fern genug, um ein krankes System zu erkennen! Bäckers Clifford Bradshaw bleibt, trotz aller Ambivalenz und sich den Verlockungen kurzfristig hingebend, das Gewissen des Stücks: Für ihn steht die Menschlichkeit über allem!

Die Sally Bowles von Dorothea Maria Müller (Gast und einziger Musicalprofi im Ensemble) erscheint anfangs als oberflächliches Flittchen, der Spaß (auch am Sex) und die eigene, klägliche Karriere wichtiger zu sein scheinen, als eine ernste Beziehung oder die angespannte politische Atmosphäre. Erst im 2. Akt ändert sich diese Haltung, als Sally schmerzhaft erkennen muss, dass sie selbst für ihr Tun (oder auch Nicht-Tun) verantwortlich ist. Hier hat Dorothea Maria Müller die Gelegenheit nicht nur gesanglich sondern auch schauspielerisch zu glänzen: Ihre Konfrontation mit Cliff ist voller Dramatik und geht unter die Haut. Zudem verfügt Müller über eine tolle Stimme und bringt die Song-Klassiker dank ihrer individuellen Phrasierung zum Blühen.

Sascha Maria Icks wurde unlängst in einem Artikel eines Boulevard-Magazins als „Grande Dame“ des Stadttheater Bremerhaven bezeichnet. Soweit würde ich nicht gehen: Klingt dies doch zu sehr nach nahender Rente, und davon ist sie weit entfernt. Im Gegenteil: Auch in der Rolle des Conférenciers zeigt sie wieder ihre Kunst. Ihr Conférencier ist ein anpassungsfähiges Wesen (sexuell/ politisch) voller Ironie und der diabolische, scheinbar unberührbare Strippenzieher, dem menschliche Schicksale oder politische Entwicklungen „am A…“ vorbei geht. Selten wird diese Rolle von einer Frau verkörpert: Dabei ist sie mit ihrer Ambivalenz, Androgynität und sexueller Flexibilität auf kein Geschlecht festgelegt. Icks ist in guter Gesellschaft: Bei der deutschsprachigen Ur-Aufführung 1970 am Theater an der Wien wurde diese Rolle von der großartigen Blanche Aubry verkörpert.

Isabel Zeumer und Kay Krause als Fräulein Schneider und Herr Schulz glänzen nicht: Sie schimmern nur zart inmitten dieses ganzen grellen Tands und Flitters und berühren darum im Spiel umso mehr. Gerade die Zerstörung dieses kleinen Glücks der älteren Menschen berührt beinah mehr als die große Dramatik zwischen Sally und Cliff.

Jakob Tögel ist schon rein optisch der Vorzeige-Deutsche: groß und blond. Er legt die Rolle des Ernst Ludwig anfangs beinah zu sympathisch an. Er ist der attraktive Verführer, der scheinbar ungefährlich, dafür sexuell sehr aufgeschlossen, das Vertrauen seiner Mitmenschen gewinnt, um dann später die Fratze des Nationalsozialisten zu zeigen.

Mark Zurmühle ist eine aufwühlende Inszenierung gelungen: Der erste Akt plätschert scheinbar belanglos vor sich hin. Das Amüsement steht im Vordergrund. Alles scheint banal! Umso mächtiger treffen das Publikum die Entwicklungen des 2. Aktes und machen betroffen – ähnlich wie die politischen Entwicklungen unserer Gegenwart: erst in Sicherheit wiegen, dann zuschlagen! Einzige (kleine) Wermutstropfen dieser Inszenierung waren für mich die farblos wirkende Choreografie von Andrea Danae Kingston und die wenig individuelle Zeichnung der Kit-Kat-Girls und -Boys (Vielleicht auch so gewollt?).

Eine absolut sehenswerte „Cabaret“-Inszenierung, bei der Schauspiel vor Show steht!

Henry Higgins (3 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Den dritten Stern nur wegen der Musik

05.03.2019 - Bat out of Hell an einem Samstag Abend. In den ersten 4 Hauptrollen 3 Zweitbesetzungen. Vollens überzeugt haben mich einzig Franziska Schuster und Aisata Blachman, auch weil Zweitere fast ohne Akzent sprach und sang. Alex Melcher fand ich schauspielerisch gut, gesanglich überzeugte er mich aber nicht. Beim grossen Rest der Hauptdarsteller waren deutliche Akzente zu hören, was vor allem in den Sprechszenen echt mühsam war. Ich frage mich echt, wieso man es nicht schafft, ein so kleines Ensemble mit Leuten zu besetzen, die der deutschen Sprache mächtig sind. Anderseits macht man einen Riesenaufwand, die Lieder ins Deutsche zu übersetzen, was in meinen Augen völlig unnötig ist.

Die Handlung in meinen Augen nebensächlich, um nicht zu sagen unnötig. Man hätte von mir aus das Ganze auch konzertant rüber bringen können. Aber dann wärs ja kein Musical.

Der Saal war sehr spärlich besetzt, denke so an die 300-400 Zuschauer. Die Stimmung war aber ok.

Das Bühnenbild hingegen fand ich sehr aufwändig und gelungen.

Das grosse Plus für mich die Musik von Meat Loaf, welche die Band auch gelungen rüber brachte.

Musik: 4.5 von 5
Besetzung: 2.5 von 5
Inszenierung: 2 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamt: 3 von 5

Fazit: War nett, mal die tolle Musik zu erleben. Aber Wiederholungstäter werde ich hier nicht.

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolle Stück in Kempten

04.03.2019 - Leider war die Bühne sehr groß und wenig Kulisse!

Vor allem möchte ich Matthias Stockinger als Ludwig und Michaela Kovarikova als Sissi hervorheben. Hat mich sehr mitgenommen dieses Stück.

Norbert Lamla Top!

Manuel19 (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Richtig schlecht

04.03.2019 - Schlechte Sänger und Sängerinnen! Bis auf einige Ausnahmen aber im Großen und Ganzem. Schade um das Geld!

Manuel19 (3 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


SO geht Theater!

01.03.2019 - Zu dieser Show ist hier und im Forum schon alles Nötige geschrieben worden, daher jetzt nur ein aus tiefstem Herzen kommendes DANKESCHÖN an alle auf, hinter und neben der Bühne und sonst wie an dieser Produktion Beteiligten für wunderschöne Theaterstunden! Deutschland verträgt mehr von dieser Sorte!

EinEssener (erste Bewertung)


Im Großen und Ganzen gut

25.02.2019 - Moin!
Also hier mal meine Review zu BOOH.

Ich war am Freitag (22.02.) das erste Mal in dem Musical... meine Meinung grob zusammengefasst: Ich fand es im Großen und Ganzen gut.

Fangen wir mit der Saalöffnung an: Ich persönlich liebe es ja, wenn man in einen Saal reinkommt und es passiert schon was - das fand ich echt mega. Die Bühne, die Sounds, das Licht... das war richtig imposant und stimmt schonmal richtig ein ;)

Und hier kommen wir schon zum Hauptgewinner des Abends: Die Bühne und die Bühnentechnik!

Ich glaube ich habe noch nie so eine ausgereifte Bühnentechnik und so ein grandioses Bühnenbild gesehen (neben "Jekyll & Hyde" in Köln). Einfach großartig, was sich dort alles bewegt hat und wie. Tolle Effekte, sowohl Licht als auch Pyro, Qualm, etc. - das war wirklich ganz großes Kino.

Die Projektionen war ebenso hervorragend!

Extrem interessant das ganze mit den Kameras und dem Bildschirm. Auch, dass manches gleichzeitig von zwei gespielt wird, wovon aber nur eine Person "richtig" ist und das andere ein Double - das erinnerte mich an TdV und fand ich wirklich gut.

Die Musik war der Wahnsinn! Schön laut und es hat richtig geknallt - so muss das in einer Rockshow! Ich erinnere mich noch an WWRY in Köln, wo sie tatsächlich den Hinweis geben mussten, dass es laut ist... oh man.

Der Sound war zu 80% gut. Am Anfang verstand alle Hauptdarsteller nicht so, wegen der Lautstärke des Ensembles... das hatte man aber nach 2 Liedern deutlich hörbar geändert - wie soetwas passieren kann... keine ahnung.

Bevor ich hier vllt. auf die einzelnen Darsteller zu sprechen komme, komme ich zu dem größten Kritikpunkt des Stücks: Das Buch.

Mir ist bewusst, dass bei solchen Stücken die Handlung überhaupt nicht im Vordergrund steht - ich bin auch mit Null Erwartung da rein gegangen... aber bitte. Das war einfach eine Aneinanderreihung von Songs, ohne erkennbare Motivation der Figuren. Das ist dieses typische "achja - ich muss jetzt meine Gefühle besingen". Es wirkte einfach überhaupt nicht organisch. Auch sprang man mit den "Gefühlen" hin und her. Feiert man in der einen Szene noch Falco und Sloane - so wundert man sich über den krassen Abbruch und das darauffolgende Lied von Zahara und Jigsaw.

Ganz schlimm finde ich übrigens das Ende, wo Raven und Strat gefühlte drei Lieder singen, um klar zu machen: Wir lieben uns und wir gehören zusammen. Dann entscheided sich Raven "es geht doch alles nicht" nur um dann NOCH ein Lied zu präsentieren - das war schon sehr anstrengend für mich.

Vieles war auch gut - ich spreche hier wirklich nicht von der künstlerischen Leistung der Darsteller - aber von eins ins nächste ohne erkennbare Motivation zu springen ist einfach... naja... nicht so gut ;-)
Es wurde mir zuviel auf die Klischee-Glocke gehauen (gerade die Entstehung der Liebesgeschichte) - mit ordentlich Schmalz - da kann ich Leute verstehen, dass sie "Musical" nicht so mögen, weil es so gekünzelt ist.

Zwischendurch kam ich mir wie in einem experimentellen Schauspielstück vor - gerade wegen der Körpersprache und Bewegung von "Raven". Das war schon ziemlich seltsam.

Und das mit der Kamera war auch so eine Sache: Musicaldarsteller müssen groß spielen - aber NICHT, wenn die Kamera auf die gerichtet ist und man sie in Großaufnahme sieht. Das klappt bei den Einen besser und bei den Anderen nicht so gut und wirkt dann wie ganz schlechte Daily-Soap.

Alle Darsteller fand ich super (bis auf eine Ausnahme). Die Energie des Ensembles war großartig!

Alex und Willemijn waren schon immer ein tolles Team und sind hier die Leistungsträger der Show. Super Stimmen - tolles Spiel. Da passt einfach alles. Robin war ebenfalls super. Grandiose Stimme, tolle Ausstrahlung - ich hatte keine Probleme ihn zu verstehen ;) - im Gegensatz zu Sander und Michael :-P Benet hat mich einfach weggehauen mit seiner Stimme, genauso wie Aisata.

Und leider muss ich sagen, hat mir Sarah Kornfeld in dieser Rolle nicht so gefallen. Für mich fehlte einfach die Rock-Power in der Stimme. Sie gehörte für mich zu den "Daily-Soap" Darstellern... es wirkte einfach alles so unnatürlich. Aber wie gesagt: Vielleicht ist die Rolle auch so geschrieben, aber es traf einfach nicht meinen Geschmack.

Ich kann sehr gut verstehen, warum das Stück die Gemüter spaltet... im Publikum merkte ich das auch ganz deutlich (es war übrigens ziemlich wenig los und die Leute im hinteren Teil wurden nicht nach vorne geholt, was ich ein Unding fand).

Ich bin sehr froh, dieses Stück gesehen zu haben - es wundert mich aber nicht, dass es nicht ganz angenommen wird...

Jekyll&Hyde (13 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Besser kann Miss Saigon nicht sein

25.02.2019 - Es wurde bereits alles gesagt - deshalb nur kurz: großartige Inszenierung, spektakuläres Bühnenbild, perfekter Sound, herausragende Sänger/Schauspieler. Keinerlei Kritikpunkte.

Coloredo! (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Endlich mal wieder ein hochwertiges Musical in Köln

25.02.2019 - Wow. Grandios. Fantastisch. Endlich mal wieder ein richtig tolles und gutes Musical in Köln.
Miss Saigon ist einfach ein Geniestreich. Absolut empfehlenswert.
Schade dass es nur so kurz in Deutschland spielt.
Nochmal Wow.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Naja es ging so

24.02.2019 - Ich hatte schon nach dem hören der ersten Songs bedenken dieses Stück zu sehen, jedoch gebe ich allen Stücken eine Chance.
Die Übersetzung ist und bleibt ein großes Manko. Die Story, habe ich leider nicht verstanden. Ich verstehe so einiges nicht aber es war ok. Einmal sehen hat mir gereicht. Diese Show und ich werden keine großen Freunde. Schade.
Alex Melcher war der Star der Show. Willemjin ist zu jung um diese Frau zu spielen.
Die Tanz Einlagen wirken einfach billig und unpassend.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Ein schöner Abend

24.02.2019 - Wir haben am Freitag den 22.02.19 “The Addams Family” in Heerlen besucht. Tolle Cast , sehr witzig und schönes Bühnenbild. Die Musik hat mir leider, bis auf zwei Songs, nicht so gut gefallen. Aber es war ein schöner Abend zu 65€ in der dritten Reihe Mitte

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Nie mehr ASA Event das steht fest!

24.02.2019 - Das Phantom der Oper
von ASA Event GmbH
im Gasteig München
Carl-Orff-Saal gestern Abend

Eine Schande!

Auf die großen Hits von Andrew Lloyd Webber konnten die zahlreichen Zuschauer gestern Abend beim Musicalabend „Das Phantom der Oper“ im Gasteig lange warten.
Zu sehen und hören war etwas komplett anderes. Die Produktion der Central Musical Company ist nur ein Grotten schlechter Abklatsch der Romanvorlage von Gaston Leroux.
Das Stück von einem Musical weit entfernt, gefühlt eher ein Bauerntheater mit Laiendarsteller.
Die Musik von Arndt Gerber
klang mehr als seltsam und verwunderte auch das Publikum.
Kein Klatscher und eine Totenstille nach der Pausenankündigung tat sein übriges.
Die Erwartungen waren zu hoch - keine 3% des Originals von Andrew Lloyd Webber wurden erreicht.
Keine Spannung, schlechtes Deutsch,
eine stolpernde, lasche Aussprache des Phantoms, nichts brachte die Zuschauer in Stimmung.
Die einzig verlässliche auf der Bühne war die Pistole die mit fünf Fehlzündungen das Stück aufheiterte!
Das Orchester vor der Bühne
übertönte meist die schlecht zu verstehenden Schauspieler.
Vier hopsende Balletttänzerinnen hatten hin und wieder grazil ihren Einsatz auf der Bühne.
Das computeranimierte Bühnenbild, mit Leinwandprojektionen aufgehübscht, gefiel uns noch am Besten, konnte die Aufführung trotzdem leider nicht retten.

Wir liebäugelten damit, die Aufführung während der Pause zu verlassen, hielten jedoch durch, in der Hoffnung das berühmte Lied
„ Das Phantom der Oper„ doch noch zu hören.
Mit Entsetzen stellten wir am Schluss fest, dessen betrogen worden zu sein!

Was die groteske Schaufensterpuppe im verblassten verstaubten Kleid am vorderen Bühnenrand zu bedeuten hatte – blieb uns ein Rätsel.

Für uns steht fest - nie mehr zu ASA Event GmbH!

Nie mehr ASA Event (erste Bewertung)


Cats und ich werden keine Freunde

19.02.2019 - Cats (Tour englisch) Zürich 17.02,2019 13:30

Lange habe ich mich gesträubt, diesen Klassiker anzuschauen. Irgendwie reizte mich die Partitur nie. Da es nun mal in der Nähe spielte, entschloss ich mich kurzfristig, Cats ein Chance zu geben, sich in mein Herz zu spielen. Dies ist leider nicht gelungen.

Musik: 2 von 5
Besetzung: 4 von 5 (4.Punkt für tänzerische Leistung)
Inszenierung: 3 von 5
Ausstattung: 3 von 5
Gesamt: 3.5 von 5

Mit der Musik von Cats werde ich auch nach diesem Besuch nicht warm. Mir blieb einzig Memory in den Ohren. Der erste Akt plätscherte in meinen Augen etwas dahin. Der zweite Akt hatte etwas mehr Power. Die 8 köpfige Band spielte im Hintergrund. Solide, aber für ein solches Strück bräuchte es schon etwas mehr Musiker und vor allem Streicher.

Eine tagesaktuelle Castliste war weder aufgehängt, noch dem Programmheft beigelegt. Die Cast war solide, aber in meinen Augen stach kaum jemand heraus. Im Grossen und Ganzen alles durchschnittliche Stimmen. Eine Ausnahme war Grizabella, Welche ein einwandfreies Memory lieferte, was auch kurz Gänsehaut erzeugte. Top hingegen, wie die Cast die anspruchsvolle Choreografie leistete.

Zur Inszenierung kann ich nichts sagen, da ich frühere Versionen nicht kenne.

Die Ausstattung war für eine Tour ok. Die Müllhalde bot aber kaum Überraschungen.

Das Theater 11 war übrigens fast ausverkauft. Viele Familien mit Kindern.

Fazit: War nett, es einmal zu sehen. Aber Freunde werden Cats und ich nicht. Und weit reisen würde ich dafür auch nicht.

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gut, aber...

17.02.2019 - Zum ersten Mal seit vielen Jahren kann mich eine Show im Friedrichstadtpalast nicht restlos begeistern und überzeugen.
Das liegt nicht etwa daran, dass VIVID schlecht wäre. VIVID ist einfach nur nicht so gut wie seine Vorgänger der letzten Jahre.

Bühnen- und Kostümbild sind wie immer eindrucksvoll. Hier wurde an nichts gespart, weshalb der Produktionsetat auch eine neue Rekordhöhe für den Friedrichstadt Palast darstellt.
Weltklasseniveau haben auch die einzelnen artistischen Acts, die organisch in die Show integriert wurden.

Die Musik spaltet da schon eher meinen Eindruck. Die sphärischen Klänge für die Artistik sind stimmungsvoll und passend.
Die Lieder für die Gesangssolisten sind überwiegend reizloses und langweiliges Techno- und Up-Tempo-Gewummer mit peinlich naiven Texten.

Die Chorografien holen leider nicht das aus dem Corps de Ballet heraus, was dieses Weltklasse-Ensemble leisten könnte. Da fehlen einfach die Glanzlichter, die das Markenzeichen dieses Hauses sind.

Der Regie von Krista Monson sind deutlich Fehler anzulasten.
Da wird die durchaus interessante Nummer mit der integrierten Ebru Malerei viele zu lange und zu langsam inszeniert. Das potenzielle Show-Highlight "Jungle Extravaganza" wird zu einem vollkommen unübersichtlichen Wimmelbild ohne jeden Fokus.
Der "Funhouse"-Opener des zweiten Aktes gerät zu einer verklemmt peinlichen Erotik-Persiflage, die in keinem verständlichen Kontext zu den vorherigen oder nachfolgenden Szenen steht.
Unangenehm albern und provinziell wird es, wenn Klamottenkomiker sich eine Ananas auf den Kopf setzen oder ihren nackten Hintern ins Publikum halten.
Das Finale enttäuscht besonders, da optisch, choreografisch und musikalisch nur Versatzstück anderer Szenen aufgewärmt und mit etwas Konfettiregen garniert werden.

Insgesamt gibt es also einiges zu bewundern und zu bestaunen. Die Probleme liegen in den Details und sorgen dafür, dass sich meine Begeisterung in Grenzen hält.
VIVID ist nicht mehr und nicht weniger als guter Durchschnitt.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Party ist anders

10.02.2019 - 09.02.2019, Mehr! Theater Hamburg. Wer ein Musical ala Mamamia und Party erwartet sollte das Geld sparen.. oder erst zur Zugabe kommen. Ich war in Mitsing-Rumhoppel-Party-Erwartung angereist und bedanke mich bei meinem Sitznachbarn, der mich gegen Ende geweckt hat (Sarkasmus) Die Hits werden nur angespielt, Feierstimmung kam nicht wirklich auf. Vor der Pause rührte sich gar nichts, nach der Pause ein paar Versuche die Leute mitzureißen. Die waren auch Willens und standen auf um mitzusingen und zu feiern... setzten sich aber relativ schnell wieder hin.
Die Darsteller haben professionell ihren Job gemacht, die magere Inzenierungkonnten sie aber nicht retten.

Beolike (erste Bewertung)


Weltklasse Musical in Köln!

10.02.2019 - Weltklasse Musical Drama in Köln!

Alles an diesem Gastspiel in Köln passt einfach.. Die Location , der Sound , die Besetzung ect ect . und mann bekommt einen Musical besuch, der einem sehr lange in Erinnerung bleiben wird.
Miss Saigon ist für mich ein Musical, das mann besser nicht nach einem anstrengendem oder stressigen Arbeitstag besuchen sollte. Denn dieses Stück ist Drama und benötigt schon ziemlich viel Aufmerksamkeit, wohl auch weil es in Englisch aufgeführt wird. Das Kölner Publikum ist gebannt, folgt der Aufführung und explodiert am Ende zur einer grossen Standing Ovation, welche alle Darsteller gleich einbindet...

Bei der Besetzung gibt es für mich persönlich nur von Superlativen zu berichten . Da lese ich was von einer 19 jährigen Joreen Bautista, die gerade ihr Studium beendet hat und dies ihre erste Hauptrolle ist. Sie spielt so natürlich und singt so kraftvoll, das es einfach nur grossartig ist. Bei jedem ihrer Soli hängen wir an ihren Lippen und wie dramatisch es endet ist ja bekannt.. An zweiter Stelle kommt für mich die Besetzung des Johns. Der blendend gut aussehende Ryan o Gorman, setzt sich mit vollem Einsatz für die Kinder ein , merkt verzweilfelt wie verblendet Kim ist um ihr nicht die Wahrheit zu sagen und ist Chris ein wichtiger Freund. Bui Doi war sowas von ergreifend, das da in unserer Reihe die ersten gestandenden Mannsbilder stark schluchzen mussten ,)...Bei den anderen Hauptdarstellern gab es keine Ausfälle und mann ist einfach nur begeistert, was einem in Köln hier aktuell geboten wird...Was auf jeden Fall noch erwähnt muss ist die grösse des Ensembles.. Irre wieviele bei zb. this is the hour auf der bühne stehen..

Fazit: Jeder der sich für Musical interessiert oder sich Musicalfan nennt. MUSS ! es irgendwie schaffen , bis zum 3 März eine der Vorstellungen in Köln zu besuchen. Glaubt mir und auch den anderen ,
sowas werdet ihr so schnell wieder nicht zu sehen bekommen! Wegen solchen Aufführungen hat man MUSICALITIS und ist auch noch tage später voll des Lobes und plant schon den nächsten Besuch!

Hingehen ! Ansehen! Staunen!

Kirmesboxer (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Bravo !

09.02.2019 - Eine perfekte und authentische Cast, ein tolles Orchester, ein perfekter Sound, mehr geht nicht !
Ich kann mich den "Lobpreisungen" meiner Vorgänger uneingeschränkt anschliessen und jedem diesen Musicalbesuch empfehlen !

dolcetto (21 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Ist definitiv kein MUSICAL!

08.02.2019 - Passende Kostüme zu den entsprechenden Songs/Musicals wäre schön gewesen.
Ein richtiges Orchester ohne die Keyboards ist das Mindeste was ich erwartet habe.
Die Akustik wärend der kompletten Aufführung war auch nicht gut.
Zudem fand ich die Stimmen der Darsteller (Bis auf 2) nicht besonders... da ohne jegliche Klangfarbe.


Lieder werden einfach der Reihe nach gesungen und ist definitiv kein Musical wie beworben!

-Veranstaltung vom 13.01.2019 in Leipzig.

caropascke (erste Bewertung)


Jukebox hoch 2

05.02.2019 - Da sind die Produzenten wirklich auf Nummer Sicher gegangen. Zum einen ist BODYGUARD die Musicalverwertung des 90er Jahre Filmhits, zum anderen ist es ein Jukebox-Musical das sich aus dem musikalischen Lebenswerk von Whitney Houston großzügig bedient.
Es ist also wenig überraschend, dass die Show in Wien soviel Anklang findet, wie anderswo auch.

In Wien sieht man nahezu die 1:1 Version der Kölner Deutschlandpremiere.
Praktischerweise hat man auch gleich die Hauptdarstellerin Patricia Meeden mitgenommen.
Das war eine ausgezeichnete Entscheidung. Mit der Interpretation der Rachel Marron steht und fällt das Stück. Meeden ist vom Typ perfekt besetzt, liefert tänzerisch sehr gut ab und hat gesanglich und schauspielerisch noch mal eins daraufgelegt. Ihre Stimmführung und Interpretation klingt in Wien nochmal ein Stück individueller. Auch ihre Charakterisierung der Rachel wirkt vielfältiger und lässt im ersten Akt die extravagante und eitle Diva sehr viel stärker durchblicken. Insgesamt eine großartige und kraftvolle Leistung.

Der Wiener Publikumsliebling Anna Milva Gomes ergreift jede Möglichkeit um auch mit der kleineren Rolle der Nicky Marron schauspielerisch und gesanglich souveräne Ausrufezeichen zu setzen.

Weshalb Jo Weil die Wiener Erstbesetzung des Frank Farmer ist, bleibt unklar. Weil ist nicht schlecht. Dennoch hätte man die Rolle mit deutlich mehr Charisma, Ecken und Kanten ausstatten können.

Hervorzuheben ist das großartige Ensemble. Es ist mit markanten Typen besetzt und agiert energiegeladen und perfekt synchron in den schweißtreibenden Tanzszenen.

Technisch war alles rundum gut. Selbst der Ton (Im Ronacher soll es da ja manchmal Probleme geben.) war auf meinem Platz perfekt, Sprechpassagen und Gesang sehr gut verständlich.
Das phänomenale Orchester der VBW tut ein Übriges um den positiven Gesamteindruck abzurunden.

Entertainment at its best!

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ethan Freeman in einem schönen neuen Stück

30.01.2019 - Ein schönes neues Stück in Hamburg mit Ethan Freeman in der Hauptrolle. Schöne Videoprojektionen, eine Cast die mit Freude spielt und gute Musik. Ich wünsche dem Stück & den Machern viel Erfolg und hoffe, es gibt bald eine CD von dieser klasse Cast.

(gesehen 26.01. Nachmittagsshow)

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Eine Produktion die Maßstäbe setzt

29.01.2019 - Selbst 30 Jahre nach der Uraufführung hat die Show nichts von Anziehungskraft verloren. Eigentlich sehr schade das man seit fast 20 Jahren in Deutschland diese spannende Geschichte mit einer hervorragenden Musik nicht mehr live erleben konnte.

Nach 2014 in London und der Blu-Ray nun also ein Besuch (im Grunde 2 - 14/19 Uhr) in Köln.

Die englischsprachige Tourproduktion setzt hier in vielerlei Hinsicht Maßstäbe. Ein großes und kraftvolles Orchester, ein Bühnenbild und Lichtdesign wie man es selten en-Suite und schon gar nicht als Tour gesehen hat und eine grandiose Cast.

Bedingt durch 2 Showbesuche hatte ich die Chance beide Chris und Kim zu erleben und das aus unterschiedlichen Perspektiven. Sowohl aus dem Balkon als auch aus Reihe 12 kann man die Show eindrucksvoll genießen. Die neue Bestuhlung ist bequem und bietet ausreichend Beinfreiheit. Trotzdem hat man im Musical Dome da Gefühl näher an der Bühne zu sein als in anderen Musicaltheatern.

Der Sound war genial. Die Cast und das Orchester bildeten eine Einheit und die englischen Texte waren sehr gut zu verstehen. Die links und rechts der Bühne angebrachte Textanzeige orientiert sich an den Untertiteln der Blu-Ray und einer fast 1:1 Übersetzung.

Die Show in Köln fesselt von der ersten Minute. Vom Ensemble bis zu den Hauptrollen ein Genuss. Zudem ist die Sicht im Musical Dome hervorragend. Ebenso der kraftvolle aber auch differenzierte Sound in den thematisch bedingten Nummern mit asiatischen Klängen.

Das Beste was man machen kann: Hingehen und hoffen, dass die Show (auch in einer deutschen Produktion) auf diesem Niveau bald wieder zu sehen sein wird.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Spannende Geschichte mit abwechslungsreicher Musik

28.01.2019 - Es war toll, sich ins London des Jahres 1910 eintauchen zu lassen.Die Darsteller passten perfekt zu ihren Rollen,die Kostüme ebenso. Interessant war das Bühnenbild. In einer Art Pavillon sassen die Musiker mittig auf der Bühne. Der Stoff herum war weiss und wurde vom Beamer mit Mustern und Landschaften angestrahlt.
Der Pavillon konnte auch per Leiter bestiegen werden und von oben besungen werden. Ethan Freeman sang dort Dein Bild sehr beeindruckend.
Es gab u.a. zwei besonders schöne Tanzszenen und genau danach passierte etwas Dramatisches.Die Bauchtänzerinnen fand ich auch toll und das Opium-Lied.John Vooigs spielte den jungen Sherlock Holmes.
War echt liebenswürdig!Darrin Lamont Byrd als Aleister Crowley hatte eine tolle Ausstrahlung und eine Powerstimme!Gerhard Karzel brachte zwischendurch österreichischen Dialekt, das gefiel mir auch.Und sein Spiel war auch gut.Die Musik war abwechlungsreich und sehr gut.
Ich am 26.1. in der Nachmittagsvorstellung.

Ribana (erste Bewertung)


So viel mehr als nur ein Hubschrauber!

28.01.2019 - „Das Stück mit dem Hubschrauber“

Das Musical „Miss Saigon“ und sein Nimbus rühren aus einer Zeit der Mega-Musicals, in denen die großen Shows im West End und am Broadway stets auch mindestens einen großen, charakteristischen Bühneneffekt haben „mussten“, sei es nun ein in hohem Tempo auf die Bühne herabsausender schwerer Kronleuchter, tonnenschwere Barrikaden - oder eben ein auf der Bühne landender Hubschrauber. Und so ist „Miss Saigon“ bis heute „das Stück mit dem Hubschrauber“ geblieben, was mir auch jetzt im Vorfeld meines Besuchs der Kölner Tour-Station wieder begegnete. Denn wann immer ich erzählte, ich wolle in Kürze „Miss Saigon“ sehen, erhielt ich die Antwort: „Ach, das Stück mit dem Hubschrauber.“ So ein Beiname kann Fluch und Segen sein, reduziert er doch ein ganzes Stück, eine Geschichte, eine ganze Partitur, eine gesamte Inszenierung auf nur einen einzigen Effekt. Was, wenn nun dieser Effekt im Vorfeld bereits so hoch aufgehängt wird, dass er am Ende die hochgesteckten Erwartungen kaum noch erfüllen kann? Fast zwangsläufig muss dahinter dann alles andere, das dieses Stück ausmacht, verblassen.
Allerdings hatte die damalige Originalinszenierung von „Miss Saigon“ auch neben dem Hubschrauber in Sachen Ausstattung nicht gerade gekleckert sondern geklotzt. So sehr, dass nach meinem Geschmack die Gigantomanie das eigentliche Geschehen, das Herz der Geschichte geradezu verschüttet hat. Dies war wohl ein Grund, warum dieses Musical mein Herz, meine Seele damals nie wirklich erreicht hat, weder in Stuttgart (wo eigens ein neues Theater nebst angrenzendem Freizeitzentrum errichtet worden war) noch am New Yorker Broadway.
Nun gibt es eine Neu-Inszenierung aus London, die dankenswerterweise zwischenzeitlich auch bereits als fabelhaft gefilmte DVD-Aufnahme erhältlich ist. Bereits diese DVD hatte mein Empfinden in Sachen „Miss Saigon“ vollständig revidiert: endlich erreichte mich die Geschichte, endlich war ich von all den Emotionen gefasst, endlich hatte ich den Wunsch, die Musik wieder und wieder zu hören. Die wunderbare Inszenierung, die durchweg herausragenden darstellerischen Leistungen, die großartigen aber nicht zu überdimensionierten Bühnenbilder: all das ließ mein Herz höher schlagen. Die Nachricht, dass diese Show im englischen Original auch für kurze Zeit in Köln zu sehen sein sollte, ließ mich nicht ruhen, bis ich endlich ein Ticket erworben hatte.
Hernach folgten allerdings Zweifel: schließlich handelte es sich nur um ein Tour. Das hieße, nach gewohnten deutschen Maßstäben: stark reduziertes Bühnenbild, minimalste „Orchester“-Größe von sicher nicht mehr als acht Musikern, stark reduziertes/ausgedünntes Ensemble, bestenfalls zweitklassige Darsteller (die wenigen erstklassigen können ja nur Long Run). Hatten wir all dies nicht in den vergangenen Jahren gelernt? „Wussten“ wir nicht, dass Tourneen so sein „müssen“, weil alles andere weder finanziell noch organisatorisch und technisch machbar sei? Selbstverständlich, so dachte ich mir, wird in Köln auch der berühmte Hubschrauber nicht landen sondern sich allenfalls in einer Projektion zeigen, denn ein Hubschrauber auf Tour? Bitte, das geht überhaupt nicht. Mein Besuch in Köln sollte zeigen, dass ich offenbar das Opfer erfolgreicher „Gehirnwäsche“ deutscher Veranstalter geworden war...
Am Donnerstag, 24. Januar, war es so weit - ich war zu Gast in der letzten Preview vor der offiziellen Kölner Premiere im Musical Dome, der sich im Foyer übrigens in strahlenderem Glanz präsentierte als ich ihn in Erinnerung hatte. Ein erster obligatorischer Blick auf die Besetzungstafel verriet mir, dass ich in den Rollen der Kim und des Engineer jeweils die alternative Besetzung erwischt hatte. Kurz zuckte es in mir, war ich doch von deutschen und durchaus auch österreichischen Produktionen gewohnt, dass Zweit- oder Alternativbesetzungen allzu häufig ganz und gar nicht meine Erwartungen erfüllten. Doch dann meldete sich in mir bereits die Stimme zahlreicher Londoner Erfahrungen, die mir schon so viele unglaublich gute Alternativbesetzungen gezeigt hatten. Also freute ich mich nun auf die Aufführung - wie sich erweisen sollte, sehr zu Recht.
Vom ersten Moment an zeigte sich, dass es bei dieser Tour-Version keinerlei Abstriche gegenüber der Londoner Inszenierung gab, wie ich sie von der DVD her kannte (in London hatte ich es selbst nicht gesehen). Ein voller Orchesterklang, das gleiche Bühnenbild, die gleiche Ensemble-Größe.
Wo sollte man anfangen und wo enden mit seinem Lob, um dieser Produktion gerecht zu werden? Beginnen wir mit dem, was eigentlich immer am wichtigsten ist, nämlich den Menschen, den Darstellern. Als ich Kim (Joreen Bautista) erblickte, war mein erster Gedanke: dies ist die erste Kim, die ich sehe, die optisch exakt dem entspricht, was ich von der Rolle erwarten würde: blutjung, unschuldig, bildhübsch. So sollte die junge Kim, die nach harten Schlägen in ihrem noch so jungen Leben nun in Saigon landet, sein. Wie würde sie ihre Rolle spielen? Der Verlauf des Abends zeigte: sie macht es fabelhaft. Gesanglich und schauspielerisch eine Glanzleistung, die gefangen nimmt. Ihr gelingt es in jeder Phase der Geschichte, glaubhaft und authentisch den dramatischen Lebensweg der Kim darzustellen bis hin zur Selbstaufopferung für ihren geliebten Sohn. Hoch bewegend ihre Konfrontation mit Ellen, der Frau des Mannes, den sie all die Jahre geliebt hat. Dieser wird gespielt von Ashley Gilmour. Er macht seine Sache ebenfalls sehr gut, auch wenn ich hier der DVD-Besetzung den Vorzug geben würde. Sein „Why God“ blieb für mich ein wenig zu emotionslos, wobei das ein Jammern auf hohem Niveau ist. Im Verlauf des Abends konnte sich Gilmour dann nach meinem Empfinden steigern, insbesondere im zweiten Akt, wenn es bei Chris zu den Konflikten im Beziehungsdreieck mit Kim und Ellen kommt.
Der Engineer war damals immer eine Rolle, die mich eher genervt hat. Ich war dankbar um jede Szene, in der er nicht auftrat, was bei einer Hauptrolle auf die Dauer etwas anstrengend ist. Schon die DVD zur Londoner Neu-Inszenierung zeigte mir aber, dass es auch anders geht. Der dortige Darsteller hat für mich völlig neue Maßstäbe gesetzt und die Rolle in den Olymp erhoben. In Köln sah ich nun Alternate Christian Rey Marbella. Anfangs fiel es mir etwas schwer, ihn zu verstehen, was sich aber bereits nach kurzer Zeit legte. Dann konnte ich, wie bei Kim, kaum glauben, dass er nur die alternierende Besetzung in dieser Rolle ist, so traumwandlerisch sicher schwirrte er mal schleimend, mal gebieterisch, mal schmeichelnd, mal korrumpierend, immer auf seinen Vorteil bedacht über die Bühne. Im Vergleich würde ich zwar der DVD-Besetzung noch den Vorrang einräumen, aber hier sprechen wir wirklich nicht einmal über Luxus-Probleme sondern einfach nur über Luxus. Da der Engineer ja doch eine sehr tragende Rolle ist und zuweilen etwas von einem Conférencier hat, darf man wohl sagen: der Abend ist bei ihm in den besten Händen.
Gespannt war ich auf den Darsteller des John. Bislang kannte ich nur farbige Darsteller in dieser Rolle (auch auf der DVD ist dies ja der Fall), so dass sich ein ungewohntes Bild bot. Ryan O’Gorman hat für mich die Rolle wieder gerettet, die ich als einzige auf der DVD geradezu „verhunzt“ fand, denn der dortige Darsteller hat „Bui Doi“ nach meinem Empfinden grauenhaft überinterpretiert und mit seinem Overacting, seinem grässlichen Egotrip (sorry für die deutlichen Worte) die Szene komplett zerstört. Ryan O’Gorman zeigt in Köln, dass es auch anders geht: er singt „Bui Doi“ sehr gefühlvoll, mitreißend, engagiert - aber eben nicht meilenweit over the top. Bravo und danke!
Dagegen fällt, wie auch andere inzwischen bemängeln, Gerald Padua Santos in der Rolle des Thuy leider gegenüber dem Londoner Original ab. Dieser hatte seine Rolle so nuanciert, facettenreich und überzeugend dargeboten wie noch keiner, den ich zuvor erlebt hatte. Für mich sind alle Szenen mit Thuy auf der DVD ein purer Genuss, denn er zeigt uns so vieles, was in diesem Mann vor sich geht. Anders als früher, als ich diesen Charakter stets als eindimensionales Abziehbild eines bösen Charakters empfunden hatte, kann ich beim Betrachten der DVD erstmals auch mit Thuy fühlen und erkennen, dass er Gefangener von tradierten Rollenbildern ist und auch Opfer seiner eigenen politischen Karriere bzw. herrschender politischer Verhältnisse. Ja, er tut die falschen Dinge bzw. versucht sie zu tun (Kim kann ihn gerade noch in letzter Sekunde davon abhalten, ihren Sohn umzubringen), aber er tut es nicht, weil er einfach nur aus unklaren Motiven schlicht und einfach „böse“ ist. Wir sehen seinen Schmerz bei der Zurückweisung durch Kim ebenso wie sein ungläubiges Erstaunen darüber, dass sich diese Frau einfach den Konventionen widersetzt. All das bietet der Kölner Thuy uns leider nicht. Er singt ordentlich, er spielt rollendeckend, aber die ganze Klaviatur dessen, was - London hat’s gezeigt - in dieser Rolle eigentlich noch möglich ist, die bleibt er uns schuldig.
Unbedingt erwähnen sollte man noch Elana Martin, die für mich die erste Ellen war, die ich nicht als irgendwie zickig und unsympathisch empfunden habe, was auch die Ellen aus der DVD einschließt. Leider ist die Rolle von Chris’ amerikanischer Ehefrau ja, wie oft bemängelt wird, tatsächlich von den Autoren etwas unterentwickelt, aber Elana Martin haucht ihr trotzdem Leben ein, und wir verstehen umso mehr, wie schwer der Zwiespalt ist, in dem Chris sich wiederfindet.
Nicht unerwähnt bleiben soll schließlich Gigi, dargestellt von Aicelle Santos. Eine eher kleine Rolle, die aber mindestens mit „Movie in my Mind“ auftrumpfen kann (oder eben auch nicht). Hier tut sie es nachdrücklich und steht der Londoner Gigi in nichts nach. Wie man überhaupt sagen muss: das gesamte Ensemble singt und spielt fabelhaft!
Und damit auch gleich zur Inszenierung ein paar Worte: Hier fügt sich alles ganz wunderbar zusammen. Endlich gewinnt die Geschichte die Oberhand, bleibt Raum für all die Emotionen, die Träume, Ängste, Flüche, Hoffnungen, Sehnsüchte und Enttäuschungen. Nichts von alledem wird verschüttet von übergroßen Kulissen oder marktschreierischer Effekthascherei. Wie wunderbar sind all die Szenen, in denen das Leben auf der Straße oder anderes ganz nebenbei im Hintergrund dargestellt wird! Es wurde viel Augenmerk darauf verwendet, dass das Ensemble nicht einfach nur herumsteht, sondern während im Vordergrund die Hauptfiguren ihre Geschichte darstellen, geschieht ständig rund herum noch so vieles, was die Szenerie so authentisch wirken lässt. Man müsste schon x-mal dieses Stück besuchen, um wirklich alles gesehen, alles erfasst zu haben.
Ebenso die Kulissen - es ist eine Augenweide, zu sehen, wie detailverliebt hier gearbeitet wurde. Wann immer man „Zeit hat“, sollte man seinen Blick wirklich über das Bühnenbild schweifen lassen, denn hier stimmt alles, hier wurde viel Wert auf jedes Detail gelegt. Da ist nichts minimalistisch, nichts billig zusammengeschustert, hier ist alles auch im Kleinen noch so groß(artig). Nachdrücklich zeigt uns Cameron Mackintosh, dass eine Tour ganz bestimmt nicht zwingend ein Billig-Bühnenbild haben muss, das von jeder Laiengruppe in nur einem Abend zusammengklöppelt werden könnte.
Und so erleben wir dann eben auch „den Hubschrauber“, auf den „Miss Saigon“ so oft wie so falsch reduziert wurde. In Köln ist und bleibt er ein „Wow!“-Effekt, der mit lautem Getöse, dramatisch schwirrenden Rotorblättern und entsprechender musikalischer Untermalung einen bleibenden Eindruck hinterlässt und unterstützt, was an diesem Punkt der Geschichte für Kim und Chris - aber eben auch für all die anderen, die namenlosen Menschen, die an der Botschaft zurückbleiben - ihr Leben für immer verändert.
Ja, es gibt ihn also auch in Köln, den berühmten Hubschrauber - aber er ist, und das allein zeigt schon das Niveau der Veranstaltung, eben „nur“ ein toller Effekt an einem berührenden, das Theaterherz so viel höher schlagen lassenden Abend, der sich ins Gedächtnis einbrennen wird.

Jedem, der die Möglichkeit hat, sei dringend ans Herz gelegt, dieses Gastspiel aus England nicht zu versäumen. Hingehen!

Awakennings.neu (4 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das Londoner West End in Köln - pur und ohne Abstriche!

28.01.2019 - Das Londoner West End ist zu Gast in Köln!
Und dies ganz ohne jegliche Abstriche:
Ensemblegröße (rund 40 Menschen auf der Bühne), Orchesterbesetzung (15 Musiker), Staging, Lichttechnik und Bühnenbild (alles da! Inklusive Cadillac und dem vielzitierten Hubschrauber!) entspricht zu 100% dem fantastischen Revival, welches ich 2015 und 2016 zutiefst beeindruckt in London bewundern durfte und welches seitdem durch eine Kinoausstrahlung und eine DVD verewigt wurde.
Und dieser tiefe Eindruck, diese Überraschung ob der Qualität übersetzt sich auch auf das deutsche Publikum, welches gestern mit gebannten und tränenüberströmten Gesichtern im ausverkauften Musical Dome dem Spektakel beiwohnte und am Ende frenetische Standig Ovations bescherte.
Dieses Erstaunen über den neuen Maßstab dessen, was eine "Tour" sein kann, setzt sich auch in Onlineforen fort, wo u.a. ein User schrieb:
"Das soll eine Tour sein? In Deutschland wäre man ja froh, so etwas mal als Long Run zu bekommen."
Dem kann ich mich uneingeschränkt anschließen. Das Gesehene ist von einer Qualität, wie man wie man sie Hierzulande in seiner Gesamtheit leider viel zu selten zu sehen bekommt.
Und trotz dieser Perfektion ist das Ganze leidenschaftlich, authentisch und gefühlsecht.
Die Energie des großen Ensembles überstrahlt den gesamten Abend.
Die Hauptdarstellerriege ist hervorragend:
Sooha Kim in der Titelrolle (sie war bereits im West End die Alternate Kim) und Christian Rey Marbella als Engineer (auch er war die Zweitbesetzung in London) sind schlichtweg großartig und Meister*innen ihres Fachs.
Elena Martin gibt die überzeugendste Ellen (eine eigentlich vom Buch sträflich vernachlässigte Rolle), die ich bisher erleben durfte.
Allein Gerald Padua Santos als Thuy fällt energetisch leider im Vergleich zu seinen Mitspieler*innen etwas ab. Aber das ist eben Jammern auf West End-Niveau 😉.
Ich bin absolut überzeugt, dass, egal welche Besetzung man am jeweiligen Abend sieht, diese Produktion immer ein Meilenstein bleiben wird.
Vor allem als Gast hier in deutschen Landen.
Ich kann meine Empfehlung nicht deutlicher aussprechen:
Hingehen! Hingehen! Hingehen!
Miss Saigon in dieser Qualität ist sicher das beste Musical, vielleicht auch das beste Theater, welches ihr in diesem Jahr in unserem Lande sehen werdet.
Lasst euch diese Chance nicht entgehen, noch bis zum 3. März habt Ihr Zeit.
Ich werde diese einmalige Show in zwei Wochen glücklicherweise noch einmal besuchen dürfen und kann es jetzt schon kaum abwarten.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Green Day auf deutsch? läuft!

24.01.2019 - Nachdem ich die Broadway CD schon einige Jahre im Schrank hatte, besuchte ich vor einigen Jahren die kleine aber feine Inszenierung der Show im Londoner ARTS Theatre.

Das "Kellertheater" war klein, ein wenig abgefrackt und über Treppen im hinteren Teil eines Pubs zu erreichen. Dort passte die Show wie die Faust aufs Auge.

Als dann eine deutsche Inszenierung in Frankfurt angekündigt war habe ich mich sehr gefreut. Zur Spielserie in Frankfurt reichte es mir nicht, und so besuchte ich die Tour in Filderstadt.

Erste Enttäuschung (nach Kartenbuchung) aus der Origialcast war fast keiner mehr dabei wäre. Das war ein wenig ärgerlich aber nun gut.

Das teils neue Ensemble machte seine Sache gut bis sehr gut. Schön mal Lukas Sandmann in einer neuen Rolle zu sehen (wenngleich Danger Attitüden erkennbar waren). Besonders die Balladen kamen richtig gut rüber. Auch die deutsche Übersetzung war (sofern man sie verstehen konnte) gelungen.

Mein Problem: Das Stück passte nicht wirklich in das breite Auditorium der FILharmonie. Die für die Tour angepasste Beleuchtung erweckte oft den Eindruck einer Tribute-Show als eines Musical. Da mal ein LED Streifen, dort wieder ein Showlicht an und aus...

Größtes Manko am besuchten Abend war die Tontechnik. Alles war dumpf, ein Brei aus rockiger Band (großartig) und sicher tollen Stimmen. Aber insbesondere in den Ensemblenummern teilweise sehr sehr schwer zu verstehen. Schade.

Fazit: Auch wenn die Thematik schwer und die Art der Inszenierung sicher fragmentarisch ist, konnte man der Story folgen. Hätte man die Texte und die schöne Musik von Green Day aber besser ausgesteuert und dadurch die Textverständlichkeit erhöht, wäre mein Fazit noch besser ausgefallen. Daher NUR 3 Sterne.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


...eine große Leistung für ein kleines Haus!

22.01.2019 - Billy Wilders schonungslose Abrechnung mit der Glitzerwelt Hollywoods hat ihm nicht nur Freunde beschert. Ganz im Gegenteil: Nach der Premiere des Films im Jahre 1950 stürzte Louis B. Mayer auf ihn zu: „Sie Bastard, sie haben die Industrie, die sie gemacht und ernährt hat, in den Dreck gezogen. Man sollte sie teeren und federn und aus der Stadt jagen!“ Billy Wilders Antwort fiel sehr kurz aus: „Fuck you!“

Heute gilt der Film, laut dem American Film Institute, zu den zwölf besten amerikanischen Filmen aller Zeiten.

Bei der Umsetzung des Films zum Musical waren die Macher gezwungen, sich eng am Original zu halten. Dies ist im Musical deutlich zu spüren: Ganze Textpassagen wurden 1 zu 1 übernommen oder fanden in den Songtexten ihre Entsprechung. Das Buch ist atmosphärisch dicht und psychologisch klug durchdacht. Lloyd Webber schuf eine symphonische, sehr theatralische Musik mit großen dramatischen Arien, gefühlvollen Songs und lebhaften Chornummern.

Die musikalische Seite war bei dem 1. Kapellmeister und stellvertretende Generalmusikdirektor des Hauses Ektoras Tartanis in den allerbesten Händen. Mit straffen Dirigat führte er das Philharmonische Orchester Bremerhaven durch diese vielseitige Partitur und sorgte für einen äußerst würdigen musikalischen Rahmen dieses anspruchsvollen Musicals.

Ansgar Weigner konnte am Stadttheater auf ein talentiertes Haus-Ensemble zurückgreifen, schuf eine sehr stringente Inszenierung mit flüssigen – beinah filmischen – Übergängen, in der Raum für große Ensembleszenen war, aber auch die intimen Momente sehr detailliert erarbeitet wurden. Weigner hat es sogar geschafft, den von mir so häufig gescholtenen Opern-Chor zu einem homogenen Ensemble zu formen, der auch in solistischen Partien überzeugen konnte.

Die 4 Hauptakteure boten sehr gute bis grandiose Leistungen:

Patrizia Häusermann gelang es der eher blassen Rolle der Betty Schaefer ein deutliches Profil zu verleihen, indem sie sie als selbstbewusste, moderne Frau porträtierte, und überzeugte mit Spiel und Stimme. Bravo!

Vikrant Subramanian war als Joe Gillis eher der Sunny Boy als der Zyniker, sang hervorragend, hatte leider Probleme mit der Textverständlichkeit, konnte sich zum Schluss im Spiel aber deutlich steigern.

Andrea Matthias Pagani überzeugte als stets kontrollierter und rational handelnder Max von Mayerling, gleichzeitig ließ er durch diese Fassade den fürsorglichen Vertrauten von Norma durchschimmern und konnte mit seinem flexiblen Bariton beindrucken und begeistern.

Der Star des Abends war aber Sascha Maria Icks. Sie lebte die Norma Desmond zwischen Größenwahn und Naivität, zwischen Egoismus und Mitleid, zwischen schnoddriger Göre und glamouröser Diva. Jeder ihrer Auftritte war pure „Starquality“ mit großen Gesten „bigger than life“. Schon bei ihrem ersten Song „Nur ein Blick“ bekam ich Gänsehaut. Nach ihrer dramatischen Schluss-Szene, in der sie dem Wahnsinn verfallen die Treppe herunterschreitet und mit brüchiger Stimme nochmals „Nur ein Blick“ anstimmt, hielt es uns zum Schluss-Applaus nicht mehr auf unseren Sitzen.

Diese großartige Leistung für ein kleines Haus musste belohnt werden: Standing Ovation!

Henry Higgins (3 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ikonisch

21.01.2019 - Torsten Fischer und Herbert Schäfer haben ein musikalisches Theaterstück erarbeitet, dass der Theater-Ikone Lotte Lenya ein würdiges Denkmal setzt.
Die Inszenierung der Kammerspiele der Josefstadt Wien ist nun auch im Berliner Renaissance Theater zu sehen.

Fragmentarisch, kräftig und teilweise drastisch werden die Stationen des bewegten Lebens der Lenya auf die Bühne gebracht.
Es gelingt das Kunststück, dass der eigenwillige Charakter der Protagonistin, als auch die politischen und historischen Umstände ihrer Zeit, sowie die Bedeutung ihrer Partner und Zeitzeugen stringent und überzeugend dargestellt werden.
Dabei verfällt der Grundton des Stückes nie in eine eitle Nabelschau oder einen pathetischen Blick zurück. Burschikos, rotzfrech bis grotesk komisch wird die Absurdität der oftmals tragischen Momente aus der perspektive einer Rückschau betrachtet.

Das Liedgut (Die Dreigroschenoper, Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny, Cabaret, u.a.) ist anspruchsvolle Kost und wird von der kleinen Band ebenso virtuos wie intim zelebriert.

Auf der gefährlich ausgestatteten Schrägbühne liefern sich die Ausnahmekünstler Sona MacDonald und Tonio Arango ein wahres Scharmützel der darstellerischen Superlative. MacDonald holt aus der Tiefe der Lenya sämtliche Facetten menschlichen Seins und garniert sie nahezu mit spielerischer Leichtigkeit mit denkwürdigen Interpretationen der Lieder, die Lenya zu einer der bedeutendsten Künstlerinnen ihrer Zeit hat werden lassen.
Tonio Arango ist ihr kongenialer Mitstreiter, der sämtliche Männerrollen übernimmt. In Erinnerung bleibt natürlich besonders sein Kurt Weill. Er schmettert ihn auf die Bühne, als wäre es ein ebenso tragischer wie auch frivol flamboyanter Charakter, aus dem künstlerischen Lebenswerk Weills.

LENYA STORY ist sicher kein typisches Musical und keine leicht konsumierbare Kost.
Dennoch setzt das Stück der Ikone Lotte Lenya ein faszinierendes Denkmal und ist absolut sehenswert.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Tolles Update der erfolgreichen Show...

17.01.2019 - Ich persönlich mag den neuen Starlight. Vieles wird jetzt besser erklärt, es gibt sogar etwas von Schauspiel bei den Darstellern und das Tempo wird deutlich angezogen. Eine Änderung finde ich am besten, und zwar das die anderen Züge bei den Rennen jetzt im Publikum stehen. Das macht ordentlich Stimmung und wir haben kräftig mit angefeuert. Es gibt viele kleine Änderungen, die der Show gut tun . So das , die zwei Mädels zu sehen sind , die Pearl bei Hilf mir verstehen begleiten .. Mama bei der Sequenz natürlich auch und der Anfang ob Rusty etwa gerade gepfiffen hat ist zucker süss...

Die Show hat ein neues Sound System und die Lightshow wurde ja auch aufgerüstet.. Das heißt leider nicht , das alles besser zu verstehen ist . Manche Darsteller haben wie üblich einen ziemlich starken Akzent.. Der Rest passt, so war mir gar nicht klar das Mama und die Components auf einen Schrottplatz ihren Rollen spielen.. Rusty fährt vorher eine Runde durchs Auditorium . und landet dann dort traurig
bei den Anderen .. Durch die neuen Bilder wurde das ziemlich cool dargestellt...Mir gefällt die neue Starlight Sequenz. Sicherlich der Höhepunkt der Show..

Bei den Darstellern gab es keine Ausfälle. Hier ist eindeutig das Ensemble der Star. Doch zwei muss ich auf jeden Fall extra erwähnen... Da ist einmal Sjoerd van der Meer als stimm starke Elektra und Veronika Hammer als Pearl... Da geht Mann seit 30 Jahren in über 35 Shows und erlebt heute zum ersten Mal eine deutsche Muttersprachlerin mit einer Powerbelt Stimme durch alle Register..Klasse..


Weiter so und auf weitere viele Jahre in Bochum....

Kirmesboxer (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Altar Boyz

16.01.2019 - Es war ein gelungener Abend!
Menschen um mich herum die Spaß haben wollten und den bekamen Sie auch!
Kurz gesagt schaut es Euch an, denn es läuft nicht sehr lange in Berlin!

chef de cuisine (13 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Das Theater tobte

14.01.2019 - Ich war gestern im alten Millowitsch Theater in Köln und war wie der große Rest des Publikums im komplett ausverkauften Saal begeistert. Die Mischung aus nachwuchstalenten, erfahrenen, aber recht unbekannten Künstlern und den Topstars hat bestens funktioniert. Ich weiß nicht, ob man jemand hervorheben sollte, aber was Yngve Gasoy-Romdal zusammen mit David Moore da bei "Mack, the knife" auf die Bühne gezaubert hat, das war schon spektakulär und hatte höchsten Unterhaltungswert. Auch dem Licht und Sound muss ich ein Kompliment machen, außer einer kleinen Sichtbehinderugn durch den zu weit vorn platzierten Flügel gab es nichts zu beanstanden. Das Programm war klasse, viele Melodien weckten Erinnerungen. Toll auch die beiden Kölner Nachwuchstalente, vor allem Sarah hat mit ihrer Stimme begeistert. Ein großes Kompliment aber auch, dass es so viele Duette und Ensemblenummern gab, man hat den Künstlern angemerkt, dass es ihnen Spaß gemacht hat, die Chemie auf der Bühne stimmte genauso wie zwischen Künstlern und Publikum. Ein toller Abend, wir haben uns bereits die Karten für 2020 gesichert, dann wollen sie mit der Show erneut in die Volksbühne am Rudolfplatz kommen.

Kölschi (erste Bewertung)


Ein rein nationales Ereignis

10.01.2019 - I AM FROM AUSTRIA hat ein notdürftig, lieb- und sinnloses Buch, dass teilweise mit brachialer Gewalt versucht, die Lieder Rainhard Fendrichs irgendwie unterzubringen.
Über die Handlung braucht man kein Wort verlieren. Die Charaktere sind ausschließlich Luft und Klischee. Der Humor blieb für mich vollkommen unzugänglich.

Das gleiche muss ich auch über die Musik sagen, die aus für mich überwiegend unbekannten Lieder des österreichischen Künstlers besteht.
Selbst unter der Orchestration von Michael Reed bleiben sie weitgehend reizlos und uninteressant.

Die Kostüme sind teilweise recht schrill und schräg geraten.
Das Bühnenbild ist sicher teuer gewesen. Trotzdem wirkt die rotierende Torte und die LED-Wand auf Dauer wenig abwechslungsreich.
Die Choreografie ist Showballett mit einem Stromschlag und wirkt übertrieben hektisch.

I AM FROM AUSTRIA ist ein großer Erfolg in Wien.
Trotzdem ist es kaum vorstellbar, dass dieses Stück exportfähig sein könnte.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Endlich mal was frisches und gewagtes

10.01.2019 - Als ich vor ca. 2 Jahren das erste Mal von diesem Musical gehört habe, hätte ich nie gedacht, dass es von Stage Entertainment nach Deutschland geholt wird und schon gar nicht so schnell. Ich gehe nur sehr selten in die großen Produktionen, weil mich der immergleiche Webber-, Disney- oder Filmabklatschkram der hier in Deutschland geboten wird nicht wirklich interessiert. Für Bat out of Hell habe ich mir jedoch gleich Karten geordert und habe mir nun in dieser Woche die Aufführung angesehen.
Es ist ein wahnsinns Stück und alle die auf anspruchsvollen, bombastischen Rock stehen, sollten es sich anschauen.
Ich möchte noch auf einige Punkte genauer eingehen, auch was vorherige Bewertungen dazu sagen.

Story:
Ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, wieso irgendjemand wegen der Geschichte in ein MUSICal geht. Der Ausgang ist doch eh immer bekannt. Wer da Wert drauf legt, sollte doch eher ins Theater gehen oder einen guten Spielfilm schauen...
In Bat out of Hell geht es einfach nur um eine scheinbar aussichtslose Liebe zwischen zwei Personen aus unterschiedlichen Ständen. Klar, das die Geschichte in einer apokalyptischen Zukunft mit mutierten 18Jährigen spielt, hätte man auch anders lösen können. Z.B. in Manhatten der 50er Jahre mit 2 verfeindeten Gangs, im antiken Ägypten mit einem erfolgreichen Feldherren und einer Sklavin oder auch einfach ein verwunschenes Monster und ein hübsches Mädchen. Ach ja, das gibt es ja alles schon...Also, die Story ist eh fast immer die selbe.

Sprache:
Ich bin wirklich kein Freund der Deutschen Versionen von Musicals und höre zuhause fast immer in den Originalsprachen.
Als ich hörte, dass Bat out of Hell in Deutsch aufgeführt wird, war mein erster Gedanke auch nur, WARUM DENN DAS???
Nachdem ich die Show gesehen habe, finde ich es aber gut! Da es kein durchkomponiertes Musical ist, wären die Alternativen gewesen, es entweder komplett in Englisch aufzuführen, oder die Dialoge in Deutsch und die Songs auf Englisch (wäre auch irgendwie komisch...). Da auch in den Dialogen oft schon Zeilen aus dem kommenden Lied zitiert werden, ist es komplett auf Deutsch wahrscheinlich am besten.
Natürlich klingt es dadurch gewöhnungsbedürftig und teilweise etwas sperrig. Aber auch nicht mehr oder weniger als in allen anderen eingedeutschten Musicals auch.

Musik:
Das Orchester spielt hervorragend und die Songs sind alle toll und nah am Original orchestriert.
Die Darsteller spielen und singen mit vollem Einsatz. Zwar kommt die ein oder andere Stimme manchmal an ihre Grenzen, aber lieber so, als perfekt und leidenschaftslos.
Im ersten Akt gibt ziehen sich einige Dialoge etwas und das Lied "Who needs the young" aus Meat Loafs neustem Album hätte man besser gestrichen, aber vor allem im zweiten Akt jagt ein Superhit den nächsten.

Fazit:
Man sollte mit den richtigen Erwartungen in die Show gehen! Es ist KEIN Meat Loaf Musical sondern es geht um die Musik von Jim Steinmann. Diese wird hier auch perfekt und abwechslungsreich in Szene gesetzt.
Es ist auch KEIN Familien-Musical a la Disney oder A.L. Webber. Es ist laut, rockig, anzüglich und ausgeflippt.
LEIDER scheinen die typischen deutschen Musical-"Fans" dafür nicht die richtige Zielgruppe zu sein. Ich kann aber nur jedem empfehlen sich das Stück anzusehen, so lange es noch läuft!

E_Mosch (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Es wird Zeit....

09.01.2019 - Es wird Zeit, das die Vampire endlich mal zur Ruhe kommen... oder einen Refresh bekommen.

In den letzten Jahren wurde soviel weggespart, sei es beim Bühnenbild, bei der Cast oder dem Orchester, was das Theater Erlebnis für Wiederholungstäter zur Enttäuschung macht.

Der Sound war grauenvoll und man hat viel gar nicht verstanden, da das Synthie Orchester viel zu laut war.

Das Spiel und die Energie ließen am Abend auch zu wünschen übrig. Einzige Ausnahme war Raphael Groß in der Rolle des Alfreds, der sehr frisch und natürlich wirkte.
Energetisch muss man noch das Solo Tanzpaar von Krolok und Sarah erwähnen. Sehr gut.

Für Vampir Anfänger okay, für Wiederholungstäter nicht zu empfehlen.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Gutes Abschluss Projekt der UdK

09.01.2019 - Das Stück hat als Aufhänger den G20 Gipfel in Hamburg.
Da treffen viele Welten aufeinander. Polizist, Bloggerin, Stricher, Journalistin, Politiker, und viele mehr.

Jeder hat hier seinen Moment und auch wenn die Geschichte sich manchmal in Kleinigkeiten verrennt ist der Abend sehr unterhaltsam und regt zum Nachdenken an.

Herrlich die Musik diesmal mit vielen Streichern aber leider keinem richtigen Ohrwurm.
Die Texte sind wie immer bissig und spielen mit Klischees und ind am Puls der Zeit.

Sehr gut, und man kann sehen, dass das Musical sich keinen Sorgen machen muss um guten Nachwuchs, denn nicht nur gesanglich kann hier fast jeder punkten, sondern auch durch gutes Tanzen und gutes Spiel wird der Abend zu einer energiereichen Vorstellung.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Zu viiiiieeele Lääängen / 1A Top Cast

31.12.2018 - Das Stück hat einfach ein Problem mit langweiligen und sehr langweiligen Songs wo Rollen belanglose Dinge singen.

'I love Rock'n Roll' wirkte im ersten Akt zudem so deplatziert wie eine Katze in der Hundeschule. Was sucht eine Mitklatschnummer mitten im ersten Akt wo man das Publikum eh schon betäubt hat.

Dafür waren die 'Gloria' und 'Maniac' einfach der Hammer und da wo es gemenschelt hat war das Stück auch gut. Nur waren das ganz wenige Stellen. Man hätte es locker um 30-40 Minuten kürzen können.

Zur Cast, hammer Stimmen! 1A, ohne Soundprobleme an meinen Platz. Ann-Sophie Dürmeyer würde ich gerne öfter sehen. Auch Hannah Leser ist einfach eine perfekte Besetzung. Sascha Di Capri war mir jedoch einfach zu sehr Schönling und wirkte damit deplatziert. War zu viel 'huhu, schaut her, da bin ich'.

Bitte schickt bessere Stücke mit so einer tollen Cast durch Deutschland.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Konzert für Taube u. Schwerhörige

30.12.2018 - Vorstellung am 25.12.2018, 15.00
Uhr
Meine Bewertung bis zu meiner "Flucht":
Bühnenbild: sehr gut.
Tanzensemble: gut.
Musikalische Umsetzung: katastrophal.

Jeder einzelne Ton, sofern er überhaupt als solcher wahrgenommen werden konnte, war hoffnungslos übersteuert.
Von einer differenzierten "Musik" und einer ausgewogenen Balance zwischen Orchester und Sängern war man Lichtjahre entfernt.
Es war wirklich eine Zumutung für die Ohren.
Ich musste die Veranstaltung aus rein akustischen Gründen schon in der Pause verlassen.
Schade für den hohen Eintrittspreis.


Grandios

28.12.2018 - Selten hat mich ein Stück so mitgenommen und beeindruckt! Schauspieler, Technik und Kulisse fantastisch! Einfach perfekt!

Mein Highlight: Federic fragte MICH nach einem Foto mit ihm🤷🏼‍♀️

Rosalie275 (erste Bewertung)


Leider ein Reinfall!

28.12.2018 - Zeitweise hatte ich das Gefühl in einer Schulveranstaltung zu sitzen.Grauenhafte Akustik, unmotivierte Künstler.Das alles bei einem astronomischen Eintrittspreis.
Schade um die Zeit .

Bridget (erste Bewertung)


Forever Broadway, grauenhafte Akustik

27.12.2018 - Wir waren am 26.12.18 in der Philharmonie und konnten nicht glauben, wie schlecht die Akustik war. Jede alte Schelllackplatte klingt besser.Die Sänger waren überhaupt nicht zu verstehen, die Microphone (oder die Verstärker) kratzen, dass es weh tut (Klirrfaktor!)und das Orchester übertönt sehr oft den klirrenden Gesang. Kauft Euch lieber eine CD einer ordentlichen Musical-Hitauswahl, das Vergnügen ist sehr mäßig und der Preis ist hoch.

pmusikus (erste Bewertung)


Unappetitlich

26.12.2018 - Auf diese Idee muss man dann erst auch einmal kommen! Prenzlberg Hipster und Kiez-Kuriositäten lassen die Latte Macchiato mit aufgeschäumter Muttermilch zum angesagten Top-Produkt werden.
Letztendlich finden die kreativen Jungunternehmer auch noch eine passende Marktlücke für frisches Sperma.

Was vielleicht bei pointierten, spitzen und treffenden Texten zu einer bitterbösen, rabenschwarzen und respektlosen Satire hätte werden können, bleibt hier leider zu häufig in einem peinlich unangenehmen Mittelmaß stecken.

Den drei spielfreudigen und vielseitigen Darstellern auf der Bühne kann man keinen Vorwurf machen. Gesanglich und schauspielerisch top springen sie von einem Kostüme ins nächste und lassen die Kiez-Vielfalt des gentrifizierten Stadtteils amüsant lebendig werden.
Die Regie greift dieses wunderbare Talent leider nicht auf und lässt im Ablauf auch immer wieder unnötige Längen entstehen.

Tom van Hasselt hat eine überaus gelungene Musik komponiert, die vor allen Dingen, wenn sie im lateinamerikanischen Tango-, Rumba-, Salsa Rhythmen schwelgt, das Tempo etwas anhebt.

Insgesamt wird aber durch Buch und Text nicht wirklich klar, wo hier der roten Faden verläuft und wer oder was satirisch auf das Korn genommen werden soll.
Und der Humor ist, wie bereits erwähnt, Geschmackssache und sicher nicht für jedermann geeignet.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Für Kenner 0 Sterne

25.12.2018 - Also waren heute 25.12.2018 in der ersten Vorstellung. Die Kulisse ist schön, aber das war es auch schon. Die Akustik war grauenhaft, die Darsteller konnten teilweise die Texte nicht, das Orchester hat auch bis auf ein paar wenige lieder die Sänger über tönt. Viele bekannte Lieder wurden verhunzt. Also alle kenner bleibt zuhause. Das war wirklich eine sehr große Enttäuschung.

Nicolesko (erste Bewertung)


Tamara Danz auf der Bühne klappt !

22.12.2018 - TAMARA
Dieses Musical finde ich Genial.
Ich persönlich finde historische und wahre Musicals echt toll.TAMARA ist historie und wahr, die Geschichte um Tamara Danz den Künstler und der Teufel ist viel besser als nur die Biografie von Tamara Danz zu erzählen. Mephisto 23 gespielt von Michael Kuczynski glänzt mal wieder in seiner Rolle als Teufel.Tamara Danz gespielt von Saskia Dreyer spielt ihre Rolle verdammt gut.Götz(Uwe Schmiedl), Toni(Fabian Ranglack) und Wiebke(Katarzyna Kunicka)spielen laut Mephisto 23 "die 3 Künstlerseelen" für mich perfekt. Uwe Schmiedl spielt seine Rolle als Regisseur sehr gut, Fabian Ranglack spielt seine Rolle als Musiker sehr witzig und zu guter letzt Publikumsliebling Katarzyna Kunicka spielt ihre Rolle als Bühnenbildnerin wie immer perfekt mit ihrer charismatischen Person kann man sie nur mögen. Uwe Hassbecker(Patrick Stauf)spielt seine Rolle gut genau so wie Ben Zimmermann als Rüdiger „Ritchie“ Barton. Draculina(Sabrina Pankrath)spielt ihre Rolle mega gut genau so wie Zerberus(Kamil Frątczak. Das Ensemble war echt mega, dass Ensemble besteht aus den Teufeln: Karolina Arczewska, Kinga Stańko, Arkadiusz Borzdyński, Daniel Kulczyński. Insgesamt sehr tolle Inszenierung.

FANUBS (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Musiktheater, das begeistert

21.12.2018 - Zur Story es handelt sich um eine Liebesgeschichte in der Zukunft + eine unerfüllte Liebe + eine Liebe die mit den Jahren auf der Strecke blieb. So würde ich die 3 Handlungsstränge beschreiben. Die Cast begeistert allen voran: Robin Reitsma (ein echter Glücksgriff als Strat), Alex Melcher, Willemijn Verkaik, Tom van der Veen. Die Musik hat so eine Kraft und zieht einen mit, die Bilder zu den einzelnen Liedern sind stark, tolle Videoprojektionen. 6 x habe ich das Musical in Oberhausen bisher gesehen und das Publikum war immer begeistert, auch wenn die eine oder andere Show besser besucht sein könnte. Die deutsche Übersetzung ist gut und die Verbeugung an das Original, wenn mal ein Stückchen/Strophe auf englisch gesungen wird ist gut und gelungen. Ich würde mich über eine Oberhausener CD sehr freuen!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Bleibt hinter den Möglichkeiten zurück

18.12.2018 - Schon recht kurze Zeit nach der (wenig erfolgreichen) Broadwaypremiere wird DOKTOR SCHIWAGO auf deutschen Bühnen heimisch. Das Stadttheater Pforzheim hat das Musical nun auch auf dem Spielplan.

Auch wenn die Musicalversion schon zahlreiche Personen und Nebenschauplätze weglässt, kann oder muss eine solch epische Geschichte auf eine recht fragmentarische Form herabgebrochen werden, um sie auf einer Theaterbühne zeigen zu können. Das liegt in der Natur der Sache und ist in diesem Fall mehr oder weniger akzeptabel gelungen.

Die Liedtexte kommen leider recht schlicht und allenfalls zweckdienlich daher. Weder verleihen sie den Charakteren nennenswerte Tiefenschärfe, noch werden die komplexen historischen Ereignisse angemessen verarbeitet.

Den produktionstechnischen Möglichkeiten des kleinen Pforzheimer Stadttheaters sind deutliche Grenzen gesetzt.
Das Bühnenbild wird hauptsächlich von einem unförmigen kleinen Gerüst dominiert. Es wird durch die Gegend geschoben, teilt sich mal, wird von allen Seiten und auf allen Ebenen bespielt, sieht aber immer nur aus wie eine unzureichende Notlösung.
Das schlichte Lichtdesign kann diesen Mangel an Atmosphäre auch nicht ausgleichen. Oftmals wirkt es sogar recht laienhaft, wenn Darsteller im Dunkeln stehen und Verfolgungsscheinwerfer am falschen Platz die Schauspieler nicht finden.
Das Kostümbild ist dagegen gut gelungen und kleidet das große Ensemble stilvoll und historisch passend ein.

Lucy Simons Komposition kann durchaus für sich einnehmen.
Ohne auf zu ausgetretenen Musicalpfaden zu wandeln, kleidet sie die Geschichte mal unaufdringlichen untermalend, mal dramatisch kraftvoll, mal voller russischem Lokalkolorit aus.
Die aufwändigen Arrangements für die Badische Philharmonie klingen gut.

In der Titelrolle ist Kurosch Abbasi zu sehen. Er liefert eine zuverlässige und souveräne Leistung. Trotzdem gerät sein Schiwago nicht gerade zu einer denkwürdigen und charismatischen Persönlichkeit. Gesanglich wirkt er manchmal etwas dünn, was ich aber der suboptimalen Tonabmischung zuschreiben würde.

Femke Soetenga hinterlässt mit ihrem Rollenportrait der Lara leider ein großes Fragezeichen.
Der wunderbar tiefgründige, melancholische und leidenschaftliche Charakter Laras wird hier immer wieder durch clownesques Grimassieren und ungebremste und sinnlose Heiterkeit verfremdet. Das ist vollkommen unpassend. Unabhängig, ob dies nun von Buch oder Regie so vorgegeben wurde, wirkt es vollkommen deplatziert und unpassend.

Stamatia Gerothanasi als Tonia wirkt mit ihrer wunderschönen, aber rein klassisch geführten Stimme wie ein Fremdkörper zwischen Jurij und Lara.

Regisseur Tobias Materna hält alles recht flott am Laufen und im Fluss. Nennenswerte Ideen oder Inspirationen fehlen aber weitgehend.

Insgesamt lässt diese Inszenierung erahnen, dass DOKTOR SCHIWAGO Potenzial hat, holt selbiges aber nicht aus der Vorlage heraus.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Winterblock mit unserer Sisi - Kovarikova

17.12.2018 - Wir als Fans der ersten Stunden von Michaela, Vampire in Wien, WWRY Köln und Ludwig in Kempten freuen uns, unsere Sisi wieder zuhaben.


Wir sind sehr Happy Misha & Matthias Stockinger bald wieder als 1. Cast zusehen. Wie damals!

5 Sterne liebes Ludwig Team!

musicalfan18 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Kovarikova ist zurück als Sisi

17.12.2018 - Ich freue mich schon sehr auf die Vorstellungen in Füssen. Bis 31.12.18 spielt Michaela.

Ich kenne Sie schon seit den Vampiren in WIEN.

Top!

musicalfan18 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Fantastisch

16.12.2018 - War in der Premiere am 24.11., es war fantastisch - ein stimmgewaltiger Tony, der auch schauspielerisch in allen Belangen überzeugte, eine tolle Irena Flury in der weiblichen Hauptrolle , der man alle Facetten der an der Tragödie "reifenden" Maria abnahm und eine wundervolle Cast, und als Pluspunkt noch ein fantastisches Orchester obendrauf, Musicalherz was willst du mehr. Ich mag die Kulisse, die ja schon ähnlich in Magdeburg zu sehen war und der Rundlauf ums Orchester rum war auch eine tolle Idee .

Indis (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Fröhliche Weihnachten!

15.12.2018 - Eine sensationell charmante, energiegeladene und gelungene Mischung aus der New Yorker Show "Christmas Spectacular", Revue, Girlie-Reihen, Tanz, Musicaleinlagen, etwas Comedy, eine Prise Schmidt-Theater-Charme. Alles um das Thema Weihnachten, aber nicht nur mit Weihnachtsliedern. Mal besinnlich fürs Herz, mal mit Swing und Glamour, mal zum Lachen, mal zum Nachdenken. Präsentiert von einem jungen, talentierten, tollem Ensemble in einem sehr schönen kleinem, stimmungsvoll dekoriertem Theater. Wer zu Weihnachten in Hamburg ist, sollte sich diese Show der Nachwuchsstars nicht entgehen lassen. Dieser Nachmittag, wie die meisten Vorstellungen, war ausverkauft. Es war mein erster Besuch bei First Stage - ich komme wieder !

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Empfehlenswert !

12.12.2018 - Ghost in HH hat mir unterm Strich gut gefallen. Riccardo Greco und Piek van der Kaden waren perfekt in ihren Rollen und man hat ihnen das "glücklich tragische" Liebespaar abgenommen. Gar nicht gefallen hat mir die Rolle der Oda Mae (nicht die Darstellerin !), sie wurde als lächerliche Witzfigur dargestellt, schade.
Im direkten Vergleich zum English Theater Frankfurt wurde es dort stimmiger umgesetzt.
Auf jeden Fall ein schönes (trauriges) Musical, dass man sich gut ansehen kann.

dolcetto (21 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Musical Heaven

11.12.2018 - Womit soll man beginnen? Am besten mit der Sensation des Abends, dem Bruckner Orchester und dem Dirigenten Tom Bitterlich. Da erwischt man sich gelegentlich, dass man nicht auf die Bühne, sondern fasziniert in den Orchestergraben schaut. Ein richtiges Orchester für ein Musical! Keine Minibesetzung mit Keyboard. Da kommt Freude auf. Absolute Weltklasse.
Auch sonst kann sich die Aufführung sehen und hören lassen. Tolle Insenierung und Choreografie - das läuft wie ein Film ab. Kostüme, Bühnenbild und Licht ein Traum. Alle Darsteller überzeugen.
Gegenüber der Broadway-Fassung hat der Regisseur das Stück leicht gekürzt und Vater Hochberg gleich ganz gestrichen. Tut dem Stück gut. Und am Schluss es gibt auch wieder das Traumballett.
Das hat über weite Strecken die Qualität einer Aufführung am Broadway oder im West End. Who can ask for anything more? Beim Tanz merkt man dann schon noch einen kleinen Unterschied. Da fehlt es an einigen Slellen noch ein wenig an Leichtigkeit und Eleganz und der Tanz setzt hier die Geschichte nicht unbedingt fort. Aber trotzdem ist ist die Produktion ein Staircae to Paradise (super Christian Fröhlich).

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Der pure Rock'n'Roll!

09.12.2018 - Scheiße, hat das gerockt! 🤘🤘🤘
Was die UK-Tour von "Rock of ages" da ablieferte, das sucht stimmlich und vor allem atmosphärisch hierzulande seinesgleichen; da kann die Deutsche Erstaufführung in Ulm leider einpacken.
Noch nie habe ich ein (deutsches) Publikum erlebt, dass dermaßen mitgegangen ist und bereits im Finale der Show geschlossen stand und entfesselt mitgefeiert hat, mich inkludiert.
Die Darsteller (allesamt die Creme de la Creme der britischen Musicalszene) hatten sichtlich Spaß am Geschehen und griffen die Dynamik des Publikums immer wieder lustvoll auf.
Allen voran der grandiose Lucas Rush ("American Idiot", "We will rock you"), der als Narrator Lonny die Masse schelmisch dirigierte, welche ihm ergeben aus der Hand fraß.
Wie gesagt, vor allem, was die stimmlichen Leistungen angeht, kann man sich keine bessere Cast wünschen.
Das Ganze hätte man so gleich auf CD pressen können.
Da ist einem dann auch das schwache, klischeebeladene Buch ganz wurst, wenn man solch puren Spaß haben darf.
Was für ein unvergesslich geiler Abend!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Totale Überraschung

08.12.2018 - Ich war mit einer Freundin in der Aufführung in Elmshorn. Ich war echt begeistert, weil es mal ganz anders war als das übliche. Total überraschende Story, Mischung aus emotional, witzig und einfach so schön. Musik echt super, ganz große Melodien, die man so gar nicht erwartet.

katrinkaefer77 (erste Bewertung)


Kraftvoll, aber leider nicht ganz zu Ende gedacht

08.12.2018 - Was muss ein Stück tun, um heutzutage ein möglichst junges Publikum ins Theater zu ziehen und dann auch noch zu begeistern?
Möglichst so sein wie "Welcome to hell"!
Die Show nutzt die Irrungen und Wirrungen des G20-Gipfels in Hamburg als Vehikel, um Konflikte um ihre Hauptfiguren zu spinnen, diese zu verweben und die Einzelschicksale dazustellen:
Da gibt es den Polizisten, der zum Einsatz muss, seine Freundin mit Migrationshintergrund, die Reporterin, die vom Gipfel berichtet, ein Antifa-Pärchen, und so weiter.
Die 12 Absolvent*innen der HDK agieren mit einer Kraft, einem Verve, einer Wucht, dass es eine wahre Freude ist!
Das macht den Abend frisch, jung und vielleicht auch ein klein wenig revolutionär.
Die Texte sind sowohl schlau, als auch trotzdem in Jugendsprache verfasst.
Der Kenner erkennt sowohl dramaturgisch als auch musikalisch "Rent", "In the Heights" und am Ende auch ein bisschen "Urinetown"; nämlich, wenn der leicht erhobene Zeigefinger zum Thema Überbevölkerung und Konsum kommt.
Wie sehr man versucht, sich an große Vorbilder anzulehnen, sieht man auch an der Orchesterbesetzung, welche fast 1:1 der des omnipotenten "Hamilton" entspricht.
Das ist alles sehr schlau und gekonnt gemacht (und gut abgekupfert), begeistert sogar über lange Strecken, auch, wenn leider im 2.Akt die Resolution mancher Konflikte zu klein ausfällt oder gar ganz vergessen wird.
Irgendwie geht der kraftvollen Show gegen Ende die Puste aus.
Die Songs sind eingängig, wenn auch manchmal irgendwie nicht zu Ende gedacht.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gute Unterhaltung mit TOP Besetzung

07.12.2018 - Wir haben uns "Wechselspiel der Liebe" angeschaut und waren überrascht wie unterhaltsam das Stück ist. Klar es ist nach einem Roman von Rosamunde Pilcher. Für sein Geld bekommt der Zuschauer 2 1/2 Stunden gute Unterhaltung kombiniert mit sehr guten Darstellern wie Viktoria Brams, Patrick Fichte und der wunderbaren Angelika Milster. Anschauen lohnt sich.

Peter1975 (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Mommie Dearest

07.12.2018 - Der im deutschsprachigen Raum selten gespielte amerikanische Klassiker GYPSY stand auf dem Spielplan der Volksoper Wien.

Die Amerikaner lieben es einen Blick hinter die Showbiz-Kulissen zu werfen.
Und genau das tut GYPSY und erzählt die Geschichte zweier Schwestern, die von ihrer ambitionierten Mutter zu Vaudeville Stars aufgebaut werden sollen.

Bei der Grundlage ist es dann erstaunlich, dass relativ wenig glamouröser Bühnenzauber zu erleben ist. Die nüchterne Zweitklassigkeit der Vaudeville Bühnen spiegelt sich im Bühnen- und Kostümbild gut wieder.
Der Fokus des Stückes und der Inszenierung liegt eindeutig auf der ausgefeilten Charakterzeichnung der Protagonisten. Wunderbar differenziert werden die beiden Schwestern June und Louise von Marianne Curn und Lisa Habermann gespielt.
GYPSY ist aber eigentlich das perfekte Starvehikel für die Künstlerin, die die Rolle der Mama Rose übernimmt. Bette Midler oder Bernadette Peters haben da schon einmal groß vorgelegt.
In Wien wird dieses furiose Mutter-Monster nun von Maria Happel auf die Bühne geschmettert.
Die Happel ist eine begnadete Schauspielerin, die sämtliche Facetten dieses durchaus auch anstrengenden, tragisch-komischen und widersprüchlichen Charakters souverän darzustellen weiß. Mit Energie und Einsatz vereinnahmt sie die Bühne für sich und wird zum selbstverständlichen Mittelpunkt. Da gibt es nichts zu beanstanden. Allein gesanglich schafft sie es aber bei weitem nicht an ihre prominenten Vorbilder heranzureichen.

Unbedingt erwähnenswert ist das große Orchester der Volksoper, dass die opulenten Arrangements von Jules Stynes Komposition eindrucksvoll umsetzt.
Dennoch muss ich sagen, dass ich mit der Geschichte und der Musik nicht so wirklich warm geworden bin. Sehr viel Patina hängt dem Ganzen an.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Eine Inszenierung, die unter die Haut geht

07.12.2018 - Der erste Besuch in der Musikalischen Komödie in Leipzig sorgte für große Begeisterung.
Vorab sollte dem Besucher jedoch klar sein, dass es sich hier nicht um ein "Gute-Laune-Musical" handelt, bei dem die Show im Vordergrund steht. Viel mehr erwartet die Zuschauer ein tiefgründiges, überwiegend erschütterndes und sehr emotional ergreifendes Stück.
In dem sehr schönen, kleinen Theater wurde von Cusch Jung eine wirklich beeindruckende Inszenierung mit wunderbarer Musik auf die ebenfalls kleine Bühne gezaubert. Trotz bescheidenerer Ausstattung lässt das Bühnenbild nichts vermissen.
das große Orchester und die Besetzung des Stückes sind zweifellos das Sahnehäubchen. Obgleich alle Rollen äußerst gut besetzt sind, müssen Lisa Habermann als Lara und allen voran Jan Ammann besonders hervorgehoben werden.
Lisa Habermann verkörpert ihre Rolle gänzlich überzeugend und ist stimmlich brilliant. Jan Ammann lässt den Zuschauer in ein überwältigendes Bad der Gefühle eintauchen, die stimmlich, als auch schauspielerisch meisterhaft lebendig werden lässt.

Das Fazit nach etwa dreieinhalb Stunden: ein Stück, aus dem man nicht begeistert, sondern eher emotional ergriffen und nachdenklich hinausgeht. Das sich mit toll und fantastisch beschreiben lässt, sondern viel mehr mit intensiv und überwältigend.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Gänsehaut

07.12.2018 - Ich kann der obigen Bewertung nur zustimmen. gerade die Nachwuchssängerinnen haben uns begeistert, gerade die kleine Hannah mit ihren 13 Jahren hatte eine fantastische Stimme. Und das Duett der jungen Insa mit Yngve Gasoy-Romdal war ein riesig sympathisches Highlight. Wir haben selten so viele Ohrwürmer in dieser hohen Qualität an einem Konzertabend gehört.In der Pause und nach dem Konzert haben wir viele Besucher Lieder aus dem Konzert summen hören, uns eingeschlossen. Das die Bühne so klein war hat zwar etwas gestört, weil es manchmal etwas voll wurde, aber das wurde gut gelöst. Es war gut und familiär mit hohem Unterhaltungswert. Wir kommen nächstes Jahr wieder, falls es eine zweite Auflage geben sollte.

Jacky (erste Bewertung)


Viva la musica

27.11.2018 - VIVALDI - DIE FÜNFTE JAHRESZEIT ist wieder einmal ein Historienmusical und eine Künstlerbiografie auf einer Wiener Theaterbühne.
Das Werk ist überaus gelungen, sehenswert und unterhaltsam geworden.
Das Stück kommt ausgesprochen fragmentarisch daher. Aber das ist wohl dem Wesen der biografischen Stücke, die einen ganzen Lebenslauf umspannen, geschuldet.
Schlaglichtartig werden einige mehr oder weniger relevante Lebensstationen von Antonio Vivaldi ins Zentrum der Betrachtung gerückt. Da auch nicht all zu viel über Vivaldi historisch gesichert ist, nimmt sich der Autor auch die Freiheit der Fiktion. Es macht auf jeden Fall Sinn, sich vorher kurz mit einer Inhaltsangabe zu beschäftigen.
Buch und Text sind durchaus zweckdienlich, erreichen aber nicht die Stärke und Nachhaltigkeit der großen Klassiker dieses Genres, wie z.B. ELISABETH oder EVITA.
Letztendlich wird Vivaldi auch nicht als getriebene, gequälte Künstlerseele mit inneren Konflikten gezeichnet. Er durchlebt vergleichsweise gelassen seine Zeit und reagiert auf äußere Einflüsse und Zeitgenossen.
Dementsprechend unaufgeregt und unpathetisch ist die Darstellung Drew Sarichs in der Titelrolle.
Sehr viel mehr Feuer und Temperament packt Boris Pfeifer in seine Rolle des Vivaldi Biografen Carlo Goldoni und füllt damit die Bühne mit prallem Leben und Energie.

Was bleibt von einem Ausnahmekünstler und seinem Werk stellt sich in der Rahmenhandlung des Musicals die Rockband "Vivaldi" die Frage.
Es bleibt die Musik und die Inspiration für kommende Generationen.
Und so ist wohl auch dieses Musical zu verstehen.
Die musikalische Seite ist der Höhepunkt von VIVALDI.
Hochverdient hat Komponist Christian Kolonovits für die Musik und die Arrangements den Deutschen Musical Theater Preis 2017 erhalten.
Mit großer Könnerschaft variiert und zitiert er die Barock-Thematik und das Werk Vivaldis. Er führt das Ganze fließend und bruchlos zu zeitgenössischen Pop-, Rock- und Musicalklängen und auch wieder zurück. Die Komposition ist wie kaum ein anderes Musical der jüngeren Vergangenheit abwechslungsreich, kraftvoll und eigentlich genial zu nennen und entspricht damit der zitierten Fünften Jahreszeit Vivaldis.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Große Show

26.11.2018 - Die Premiere der DSE gestern war ein einziges Fest. Was die Linzer auf die Bühne bringen, sucht im deutschsprachigen Raum seinesgleichen. Allein, dass die beiden Hauptrollen mit ihren unglaublichen Anforderungen an Tanz, Gesang und Schauspiel aus dem hauseigenen Ensemble besetzt werden können, ist ein Wunder. Gernot Romic und Myrthes Monteiro (die bis vor kurzem in Hamburg die Jasmin in ALADDIN gespielt hat) sind ein wunderbares Leading Couple, die Produktion hat Stil und Klasse, einfach nur große Show!

Nr. 690 (6 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Grandiose Premiere

25.11.2018 - Vielen Dank für den tollen Abend gestern in Syke. Das hatten wir nicht erwartet, rund 35 Songs, kostenloses Programmheft, diverse Zuschauerüberraschungen und ein grandioses Ensemble. Da konnte man getrost über die kleinen Mängel der Location mit den nicht so zahlreichen, aber sauberen Sanitäranlagen und dem engen Gastrobereich hinwegsehen.
Wir saßen relativ weit hinten (Reihe 14 von 18)und konnten jeden Song perfekt verstehen, daher großes Lob an die Technik. Und ein ebenso großes Kompliment an die Programmauswahl, da war von der West Side Story über Chicago, der Päpstin, Jekyll u.v.a.m. bis hin zum Phantom alles dabei, aber eben nicht nur die Songs, die man immer hört, da waren titelanalog Evergreen-Perlen dabei.
Und dann diese Künstlermischung. Zehn Solisten bei solch einem Abend, das war heftig. Und die Mischung aus den drei Topstars, engagierten aber vielleicht noch nicht ganz so bekannten Musicalkünstlerinnen und den Nachwuchsstimmen war perfekt, unglaublich was gerade auch die jungen Kids geleistet haben. Darum haben auch alle eine namentliche Erwähnung verdient:
Allen voran natürlich die drei "Dinos". Yngve war grandios, seine Stimme nach wie vor ein genuss und sein Spiel so wudnerbar sympathisch. Und er harmonierte fantatstisch mit Lutz, ihr Duett "Lily´s Eyes" am Ende riss die Zuschauer von den Sitzen, übrigens nicht das erste mal an diesem Abend. Friedrich Rau hatten wir im Sommer noch in Fulda gesehen, sein "Traum ohne Anfang und Ende" war die krönung auf seine vielen Auftritte, wobei er sich auch sehr oft als perfekter Duettpartner erwies. Und dann Lutz! Warum sieht man ihn so selten auf Konzertbühnen. was hat der Mann für eine Stimme, Wahnsinn. Toll, dass er seine Päpstin-Hymne "Hinter hohen Klostermauern singen durfte", aber er hatte so viele Showstopper. Sein "Diese Nacht ist so sternenklar" war ein Genuss mit breitem Lächeln im Gesicht, seine Duette mit Sophia Revilla waren wunderbar.
Apropos Sophia revilla. Wir hatten sie 2009 in tecklenburg auf der Da capo Gala das erste mal gehört, damals war sie wohl 16. Neun Jahre später hat sie sich wunderbar entwickelt, singt mit ihrer klassischen Stimme herlich gefühlvoll und entführt an diesem Abend in die Klassiker des Genres, sei es als Lisa (Jekyll), als Eva Peron oder als Christine Daé.
Bislang noch nicht so auf den Fokus hatten wir Franziska Lißmeier, warum eigentlich. Sie war eine tolle Duettpartnerin für die anderen Solisten, sang aber mit Nur für mich auch ein wunderbares Solo aus Les Mis.
Lena Hespe kannten wir von der Musical-Masquerade, sie studiert inszwischen Gesang und das merkte man ihr auch an, sie hat sich zweifellos weiter entwickelt, sang technisch sehr präzise und kraftvoll und reihte sich nahtlos in die Phalanx der anderen ein.
Und dann waren da noch die vier Nachwuchssänger/-innen. Timm Moritz Marquardt hatte eine schöne Stimme, wirkte aber etwas steif auf der Bühne. Als wir hörten, dass er erst 16 ist, waren wir sehr überrascht, dann darf man einem jungen Mann das auch nachsehen. Mit 13 jahren war hannah Willker die jüngste auf der Bühne, aber was für eine Power hat dieses Mädchen? Ihr Duett "Du Allein" aus Starlight Express war krass, da sang sie ihren Duettpartner Timm fast an die Wand.
Und dann waren da noch die Siegerinnen des Musical Song Contest 2018, Insa Ommen und Maite Pesci. Maite hatte ihren großen Auftritt mit "All that Jazz" und lieferte dabei für eine 17-jährige eine bemerkeswerte Performance ab. Auch ihr Duett aus Wicked mit Insa machte einfach Spaß. Sie tritt dem vernehmen nach bei der nächsten Masquerade in Ibbenbüren auf, da freuen wir uns bereits drauf.
Und dann war da noch Insa. Nach dem Konzert sagte ein Bekannter, sie wirkt wie eine kleine Sabrina. Dem kann ich nur zustimmen, wobei sie vielleicht nicht Sabrina weckerlins Power hat, aber in Erscheinung und Klarheit einfach fasziniert.Ihre Stimme fesselt und ihre Körpersprache ist angenehm zurückhaltend, aber dennoch fesselnd, das war Gänsehaut pur.
jetzt freuen wir uns auf das Konzert in Köln am 13. januar. leider ist Lutz dann nicht dabei, aber dafür kommt dann "The Voice" David Moore zum Ensembkle hinzu. nach dieser Premiere sind wir schon sehr gespannt, was uns im alten Millowitsch-Theater erwartet. Danke für den schönen Abend.

Musicalstern (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


genial

24.11.2018 - War die letzten vier Jahr in London und habe jedes Jahr auch BoM gesehen. Finde es immer noch witzig und kann es mit einem dauergrinsen anschauen. Habe bisher noch kein anderes Stück gesehen bei dem im Saal mehr gelacht wurde.

Wer auf komplette politische korrektheit steht sollte einen Bogen um das Musical machen. Alle anderen empfehle ich reingehen, Spass haben und lachen.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


nicht mein Stück

24.11.2018 - Vorweg, im Saal kam es gut an, es wurde viel gelacht und zum Schluss mit Standing Ovation geklatscht.

Mein Problem war, ich war Müde, saß direkt unter einem Lüfter und fror die ganze Zeit und saß zudem noch weit hinten und musste mich konzentrieren die Darsteller zu verstehen da diese ohne Mikrofon sprachen und gesprochen wurde sehr viel, gefühlt mehr gesprochen als gesungen. Und wenn gesungen wurde hörte sich fast jedes Lied gleich an.

Richtig Klasse fand ich das Bühnenbild, in einer komplett schwarzen Bühne kamen immer einzelne beleuchtete Räume zum vorschein in denen die Handlung spielte. Es wurden dann auch mehrere Zimmer aneinander gereiht oder verschoben oder als Balkon oder durch drehen als Häuserwand genutzt.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Klasse

24.11.2018 - War mein bisher teuerster Musical Besuch aber hat sich gelohnt. Wobei ich den ersten Akt sehr genial finde aber dieses Niveau Hamilton nach der Pause m.M. nicht mehr halten kann. Dies spiegelt sich auch in der Musik wieder da alle Lieder die ich gern höre aus dem ersten Akt stammen.

Das Publikum war überraschendd alt, was nicht schlimm ist, jedoch las ich oft das Hamilton die Musik der Jugend verwendet und daher jugendliche wieder ans Genre führt. Aber vermutlich auch den teuren Ticketpreise geschuldet.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Langweilig

24.11.2018 - Gestern waren wir spontan in "Bat out of Hell" weil es ein super Black Friday Angebot Im Centro Ticket Shop gab. Im Theater selbst soll man dieses Angebot wohl nicht bekommen haben. Da es für PK Premium (60€) nur noch Einzelplätze gab haben wir uns für PK 1 (50€) Hochparkett Reihe 1 linke Seite entschieden. Wir hätten uns aber auch einen Termin bis Juni aussuchen können. Die Plätze waren gut aber das wusste Ich auch vorher schon. Im Hochparkett waren die hinteren Reihen abgehängt und wir saßen dann mit ca 100??? Leuten im Hochparkett. Parkett war bis auf wenige Plätze voll. Zur Show selbst... wir hatten die komplette first cast und wirklich jeder hat super gesungen. Das Bühnenbild sah cool aus aber hat nach einer halben Stunde schon gelangweilt, weil wirklich viel ändern tut sich da ja nichts. Zur Handlung muss man gar nichts sagen weil es eigentlich überhaupt keine erkennbare Handlung gibt. Die Musik war grausig. Ca 5 Songs kannte ich und die haben sich in diesem Musical einfach nur schrecklich angehört. (Der zweite Song im ersten Akt, gesungen von Alex und Willemijn, furchtbar ich habe noch nie so ein schreckliches Lied gehört).
Es gab wirklich leider kein einziges kleines Highlight. Das Publikum in den vorderen Reihen hatte aber glaube ich seinen Spaß. Sind aber auch einige Leute nach der Pause gegangen. Ich denke nicht das dieses Musical lange spielen wird.

J_F_K (18 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Musik und optisch top

23.11.2018 - Hat die Vorstellung in London sehr gut gefallen. Die Musik ist top, entweder kannte ich die Lieder schon oder gingen schnell ins Ohr. Negativ war nur die Lautstärke, teilweise war ich kurz davor mir die Ohren zu zu halten anstelle einfach die Musik geniesen zu können.

Die optische Umsetzung ist der zweite große Pluspunkt. Sowohl Bühnenbild als auch das Spiel mit der Kamera fand ich extrem geil. Teilweise kommt dies verstörend rüber, bzw, wird dies über die Kamerabilder noch unterstützt was ich so Klasse fand. Überhaupt hat mir hier der düstere Grundton gut gefallen und die Darstellung der Raven dazu sowie ihrer Mutter.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Unbedingt Hingehen!

23.11.2018 - Das Musical des jungen Staatsmusicals garantiert einen schönen Abend mit Unterhaltung und ein paar Lachern.
Die Energie des Ensembles ist gut.
Choreographien sind einfach gehalten, wirken aber trotzdem auf der Bühne des kleinen Hauses.

Es macht Spaß das Stück anzusehen!
Unbedingt hingehen!

G.


Leider nicht völlig ohne Fehler

22.11.2018 - Am Sonntag Abend den 11.11.2018 habe ich Mary Poppins in Hamburg gesehen und ich weiß nicht warum, evtl. waren meine Erwartungen zu hoch, aber so ganz ist bei mir der Funke nicht übergesprungen.
Ein aufwändiges Bühnenbild, schöne Kostüme, tolle Choreographien und sehr schöne Musik, das alles hat Mary Poppins zu bieten, aber leider hat mir die Cast an diesem Abend stellenweise nicht ganz zugesagt.
Das größte Lob gehört den beiden Kinderdarstellern, ich glaube ich hatte noch nie so gute Kinder auf der Bühne gesehen.
Maria Danaé Bansen als Mrs. Banks war für mich die Entdeckung des Abends, kleine Rolle aber das Beste daraus gemacht, mehr geht nicht.
David Boyd den ich auch schon als Tarzan gesehen habe, passt perfekt in die Rolle des Bert.
Als bekannt wurde das Mary Poppins nach Deutschland kommt, stand für mich fest das Elisabeth Hübert diese Rolle bekommen sollte und optisch, schauspielerisch, von der Mimik und Gestik passt es auch total. Aber leider hat sie mir gesanglich an diesem Abend nicht immer gefallen, da habe ich stimmlich schon besseres von ihr erlebt.
Die Darsteller des Mr. Banks, der Vogelfrau, der Hausangestellten und von Miss Andrew haben mir persönlich leider alle nicht so ganz gefallen, irgendwie fand ich alle in ihren Rollen nicht ganz passend, teilweise quietschender Gesang und übertriebenes Schauspiel, sind zwei Punkte dir mir nicht zugesagt haben.
Der Rest des Ensembles war große Klasse.
Alles in allem hat mir Mary Poppins gut gefallen, aber zum ersten Mal seit langem, kam ich aus dem Theater und dachte mir gut das ich es mir angesehen habe, aber ein zweites Mal erst mal nicht.
Man kann das Musical wirklich weiter empfehlen und es unterhält sehr gut, evtl lag es an diesem Abend auch etwas am Publikum, da der Saal nur knapp zur Hälfte gefüllt war und auch das Publikum sehr verhalten war, aber das Gewisse etwas hat an diesem Abend gefehlt.

Musicalfan86 (37 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Faszinierend

22.11.2018 - Kannte vor dem Kauf der Karten nicht viel über das Stück, beim reinhören vorab bin ich gleich bei "hey, little songbird" hängen geblieben und habe mir danach eine karte bestellt.

Das Stück wirkt wie eine Erzählung der Geschichte, teils über einen Erzähler als auch der Charaktere, die von Anfang an fesselt und begeister. Ohne große Effekte oder aha Erlebnis schafft das Stück die Geschichte fesselnd von Anfang an zu erzählen. Ich dachte mehrmals das Stück über, ist das schön, ohne das es hierfür einen speziellen Grund gab, sondern einfach weil die Geschichte mit einer tollen Musik fesselnd erzählt wird.

Aus einem hervorragenden Cast sticht besonders Patrick Page mit seiner tiefen Stimmme hervor.

Im National Theater wird das Stück mit einer offenen Bühne die kreisrund in die Zuschauer reingeht gespielt, dies passt sehr gut zu dem Stück.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


the Hype is real

21.11.2018 - steht am Theater in London. Schnell wird einem an dem Abend auch klar das hier manches anders ist.

Im Saal angekommen hört man Musik, nicht das Orchester welches sich einspielt sondern es kommt gute laune Musik aus der Zeit in der der Film spielt sowohl vor der Vorstellung als auch in der Pause.

Als der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt war hatte ich mich umgeschaut ob ich mit 39 Jahren hier der älteste bin, ich war noch in keinem Theater Saal mit so jungem Publikum. Lautes gekreische als das Licht dann aus ging sowie später auch nach jedem Lied.

An der Stage Door war eine Schlange von über 50 Meter, es ließen sich bei den 3 Abende die ich dort war ( 2 mal im Stück, einmal weil ich grad zufällig dort war) jeweils immer nur 3-5 Darsteller blicken, die aber dann auch die komplette
Schlange entlang sind.

Zum Stück selber, mir hat es super gefallen. Musik geht sofort ins Ohr und auch viele Stücke dabei die ich gerne in meine play List aufnehme. Die ganze Inszenierung kommt erfrischend anders daher und man verlässt gut gelaunt den Saal.

Die Laufzeit war von Beginn an begrenzt und die Derniere ist nah, ich hoffe das Stück kommt wieder.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Schön

21.11.2018 - Ich mochte die Show. Sehr bunt und schell.
Aber besonders beeindruckt war ich vom fliegenden Teppich im zweiten Teil. Da würde ich gern mal einen Blick hinter die Kulissen werfen um zu sehen, wie das funktioniert.

Mario (7 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Wunderbar

21.11.2018 - Ich bin ein großer Fan dieser Vorstellung. Habe es jetzt schon mehrmals gesehen und bin immer wieder fasziniert.
Diese Puppenideen sind einfach genial.

Mario (7 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Ein fabelhafter Uli Scherbel

20.11.2018 - Das größte Erlebnis bei der Vorstellung "Singin in the rain" war Uli Scherbel als Don Lockwood.
Er hat ein brillante Ausstrahlung und Stimme, kann ausgezeichnet tanzen und steppen und ist einfach ein Charming boy. Ich glaube es gibt sehr wenige Musicaldarsteller, die das alles so vereinen wie er.
Das ist absolut erstklassig.
Die gesamte Aufführung ist musikalisch und choreographisch ein Hochgenuss.
Ich habe mir für eine Zusatzvorstellung noch einmal eine Karte gekauft um diesen Genuss noch mal zu erleben.
Hier schreibe ich das erste Mal, war bis jetzt nur Leser, aber die Vorkritik hat mich nun doch bewogen, mich hier anzumelden und ihr zu widersprechen.

Mario (7 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Gute Unterhaltung, mehr nicht.

18.11.2018 - Wenn man die Chichester Inszenierung vor einigen Jahren gesehen hat, weiß man, wie gut das Stück inszeniert und besetzt werden kann.

Während die Inszenierung hier sicherlich gelungen für ein Stadttheater ist, kann sie bei weitem, weder von der Inszenierung noch von der Besetzung mithalten.

Der Inszenierung fehlt gelegentlich Schnelligkeit und Elan, wenn auch die Choreografien nett anzusehen sind, warum aber, wenn Steptanz "angesagt" ist, das Ballet mit merkwürdigsten fehlplatzierten Choreografien daherkommt, bleibt mir ein Rätsel.

Die Besetzung rund um Uli Scherbel kann, vor allem der wunderbare Christopher Hutchinson (wenn jeder Opernsänger an den Stadttheatern doch so gut schauspielern und tanzen könnte...) als Cosmo, gefallen.
Uli Scherbel selbst ist für mich nicht grandios, wie anderen. Im Gegensatz zu einem Adam Cooper fehlt es ihm an natürlichem Charme, um als großer Hollywood Star zu überzeugen, es wirkt mir zu oft einfach gekünstelt, auch kommt er tänzerisch nicht an das Ausnahmetalent Cooper heran. Die Technik ist sicherlich da, aber zum überzeugenden Tanzen, gerade beim Steptanzen, gehört für mich auch ganz viel Ausdruck, und der kam bei mir nicht an.

Das Orchester ist überzeugend, der Sound war, zumindest gestern Abend im Rang, gut ausbalanciert.
Das Bühnenbild ist eher einfach, auch fehlte mir doch etwas mehr Regen am Ende des ersten Aktes (wenn ich da an das Finale der Chichester Inszenierung denke mit den Massen an richtigem Wasser) und warum Jasmin Bilek beim Finale NICHT einen gelben Regenmantel trägt, wie so bekannt aus dem Film, muss ich auch nicht verstehen.

Die Inszenierung ist sicherlich, wenn man das Stück nicht kennt, sehenswert, aber nicht der große Wurf, wie es bei meinen Vorschreibern anklingt.

MH2404 (21 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Was war das denn???

18.11.2018 - Eins vorweg...
Ich bin kein Jim Steinmann Fan, und auch futuristische Stories sind nicht gerade meins. Aber ich wollte Bat out of Hell eine Chance geben und war sehr neugierig...

Aber dieser Theater Abend war so verwirrend.
Die Bühne ist total überladen, und auch durch Projektionen wird die Story einem nicht klar.

Die Story spielt in der Zukunft, Kinder sind atomar verseucht und altern nicht mehr. Die Welt wird geführt von Falco und seinem Imperium. Warum? Das wird nicht geklärt. Natürlich verliebt sich die Tochter des "Imperators" in den Anführer der revolutionären "Kindern". Warum sich alle irgendwie lieben, und dann wieder nicht ist sowieso eine komische Frage an diesem Abend. Genau wie das Ende, wo Falco geläutert ist und alle eine große Party feiern.

Die Songs sind alle ins Deutsche übersetzt, was meist aber von fremden Dialekten (Holländisch, italienisch, englisch, uvm) unverständlich vorgetragen wird. Was der Story auch nicht zuträglich ist.

Tolle Darsteller, mit viel Energie stehen auf der Bühne, können aber leider den Abend auch nicht retten.
Wunderbar Benet Monteiro als Jagwire, Alex melcher als Falco, und Tom van der Von als Tick singen und spielen großartig. Die Frauen hingegen spielen manchmal so hysterisch und steif, das man denkt welche Krankheit hat diese Rolle? Gerade Maureen Mac Gillavry als Raven, spielt so alsob sie immer von den Eltern unter Drogen gesetzt wird. Zuviel für einen Geschmack.

Wie schon oft zitiert, ist die Choreografie komplett fehl am Platz, und auch wenn sie noch so energiereich dargeboten wird, verwirrt sie mehr, als das sie unterstützt.

Der Abend wirft viele Fragen auf. Und auch wenn man ein paar Tolle Momente bei den Song Klassikern hat, täuscht das nicht darüber hinweg, das es absolut keine Show für einen Großproduktion ist, nicht Massen tauglich ist, was an dem Abend nicht meine alleinige Meinung war, bei dem halb leeren Saal.

Da fragt man sich wirklich, warum Stage so eine Show nach Deutschland holt, und fantastische Shows wie FUG in München und Kinky in HH schließen müssen?

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Nur schwer zu verstehen

18.11.2018 - Wir waren am 17.11. in der Vorstellung und hatten uns sehr auf die Show gefreut.

Leider traten in beiden Hauptrollen nicht die Erstbesetzungen auf. Strat wurde von Antonio Calanna gespielt, der als Walk-In-Cover geführt wird,als Raven sahen wir Maureen Mac Gillary, die unter Ensemble geführt wird.
Und das war auch das Hauptproblem. Beide haben einen so starken Akzent, dass sich dies auf ihre Leistung auswirkt. Beim Sprechen sind beide so sehr bemüht die deutschen Worte richtig auszusprechen, dass sie im Grunde keine Emotionen transportieren können.

Da die Texte ins deutsche übersetzt wurden, sollte man auch hier erwarten können, dass die Zeilen zum Verständnis der Handlung beitragen. Doch das gestaltet sich hier schwierig. Ruhige Balladen werden verständlich vorgetragen, aber sobald die Musik schneller und lauter wird kann man wirklich nur noch einzelne Textfragmente verstehen. Da zusätzlich auch noch mehrere Hölländer in den anderem Rollen auf der Bühne stehen, werden auch die Ensemble-Gesänge oft zu einem konzentrierten Worteraten...

Im krassen Gegensatz dazu standen Alex Melcher und Willemijn Verkaik, die ihre Rollen als Ravens auseinandergelebte Eltern eindrucksvoll und stimmgewaltig auf die Bühne bringen. Besonders Alex Melcher als Diktator Falko begeistert durchgehend durch seine Stimme und Ausstrahlung und wird zum großen Gewinner der Show.

Tom van der Ven verkörpert die Rolle des jungen Tink beeindruckend, mit einer gehörigen Portion Naivität, jugendlicher Unschuld und dem sehnlichen Wunsch "dazuzugehören". Sein Akzent stört dabei überhaupt nicht, da er die Rolle sehr überzeugend rüberbringt.

Die Handlung ist schon mehr als flach, man könnte sie auch als dümmlich bezeichnen. Die Personen bleiben im Grunde durch die Bank eindimensional und werden von der Regie auch ziemlich im Stich gelassen. Die Jungs werden kurz als "The Lost" beschrieben, junge Rebellen, die durch einen Chemieangriff für immer achtzehn bleiben.Erst im zweiten Akt dürfen sie bei dem Song "Objects in the rear view Mirror" Gefühle zeigen und erhalten etwas Tiefe.

Raven ist eine sich über den Boden wälzende achtzehnjährige (was man ihr in keiner Sekunde abnimmt), bei der man sich fragt, welche manisch depressive Krankheit sie befallen hat...

Das Orchester klingt im Grunde trotz des obligatorischen Schrumpfens auf zehn Mann voll und energiegeladen, das Bühnenbild ist funktional und im Großen und Ganzen stimmig. Ravens Zimmer ist in der zweiten Etage des Falko-Towers angelegt.Zusätzlich wird das Geschehen dort auf einer Leinwand gezeigt, das von einer Kamerafrau, die ständig durch den Raum läuft, gefilmt wird. In unseren Augen eine völlig unpassende und unnötige Regieleistung.

Die Choreografie lässt einen auch nur staunend zurück, uninspieriertes rumhüpfen und Arme schwingen, da hat sich keiner große Gedanken gemacht...

Am Ende haben sich dann alle lieb... warum erschließt sich logisch nicht so wirklich. Außer dass der böse Alex Melcher in den Freak Brunnen springen muss und dann als geläuterter Mensch wieder herauskommt. Da kann man ihm dann schon mal verzeihen, dass er die Jugendlichen gequält und einen von ihnen getötet hat...

Wenn man keine tiefgründige Handlung erwartet hat Bat out of Hell das Potential sein Publikum gut zu unterhalten. Es sind einige großartige Songs von Jim Steinman vertreten und man könnte die Halle damit durchaus zum Kochen bringen.
Doch durch die Probleme mehrerer Darsteller mit der deutschen Sprache, wird der Genuß der Musik leider immer wieder zerstört.

Man fragt sich unweigerlich, ob die Stage-School, an der die Stage Entertainment ja sein Jahren ausbildet, so schlecht ist, dass man da keinerlei deutsche Absolventen hervorbringt, die man auf die Bühne lassen kann.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt bei der Stage schon lange nicht mehr. Ticketpreise von bis zu 160€ stehen in keinem Verhältnis zu dem gebotenen Erlebnis.
Das spiegelte sich in unserer Vorstellung wohl auch durch eine nur gut sechzigprozentige Auslastung wieder.

TorstenH (erste Bewertung)


Anastasia - weniger kitschig als erwartet

16.11.2018 - Zunächst vorweg: Ich fand den Trickfilm schon immer sehr gut und hatte mir seit über 20 Jahren eine Show dazu auf der Bühne gewünscht. Nun war es endlich soweit. Das warten hat sich gelohnt!

DIE INSZENIERUNG

Der gesamten Inszenierung lässt sich gut folgen, da die Szenen nahtlos ineinander übergehen und auch zeitlich eingeordnet werden. Insbesondere in der Personenregie, dem miteinander agieren setzt diese Inzenierung Maßstäbe.

Die Inszenierung findet zudem eine wunderbare Balance zwischen netter Unterhaltung und einigen spannenden, teils bedrückenden Momenten ohne zu pathetisch zu werden.

Ein großer Vorteil: Die Show ist insgesamt weniger kitschig als man annehmen könnte. Das erweiterte Buch tut der Geschichte gut. Zudem eine der wenigen aktuellen Shows die ohne Mystik und okkultem Zauber auskommt. Gratulation!

Dazu trägt auch die wunderbare Musik von Stephen Flaherty bei. In Teilen wurden Songs aus dem Film um neue Titel ergänzt, die alle die Story wirkungsvoll vorantreiben. Dabei sind herrliche Melodien in Walzer, Charleston, Folklore und klassischem Ballet entstanden.

Ohrwürmer sind neben den bekannten Filmtiteln auch einige der neu enstandenen Nummern für Anya, Dimitri und Gleb. Berührend auch das Lied in dem die Flüchtenden sich von ihrem Heimatland verabschieden. Das hatte schon starke Ähnlichkeiten zu "Ragtime" (gleiche Komponisten/Texterin).

Wie immer war am Anfang die Aufregung groß das inbs. die Filmsongs neue Texte haben. Dies stört aber nach der Eröffnungsnummer wirklich nicht. Die Übersetzung finde ich sehr gut gelungen, flüssig und vor allem werden die erzählerischen Elemente gut übertragen.

Das ca. 10 köpfige Orchester klang bei der Deutschlandpremiere gut und auch balanciert ausgesteuert. Nie überdeckte der Klangteppich die Darsteller und das ist ein zusätzlicher Pluspunkt.

DIE BÜHNE

Das Bühnenbild aus realer Kulisse mit hohen Fenstern und Türen in einer Schlossoptik wird dank riesiger LED Flächen und Drehelementen wunderbar genutzt. Klar domineren in den eher leichten und romantischen Szenen die Pastellfarben aber das sieht schon gigantisch aus, ohne zu sehr abzulenken.

Dazu kommen die düsteren Szenen in Russland die sehr gut mit Farben rot und grau arbeitet.

Highlights sind hier sicherlich die Zugfahrt bei der Flucht, das Finale des 1. Aktes und der Opener im 2. Akt mit dem spektatuklärem Finale auf dem Eiffelturm.

Die Kostüme und das Licht sind wirklich atemberaubend und passend.

DIE DARSTELLER

Alle Darsteller sind klasse Sänger und werden teilweise mit großem Applaus belohnt. Auch wirken die Szenen in denen "nur" gespielt wird sehr gut eingerichtet. Da wirkte nichts aufgesagt oder gestellt. Man war sofort mittendrin und konnte sich in die Handlung einfühlen.

Berührend insb. im 2. Akt Daniela Ziegler als Großmutter. Ihre Würde und der bissige Humor gepaart mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz begeistern. Auch Judith Caspari und Milan van Waardenburg harmonieren stimmlich und schauspielerisch sehr gut. Ein nettes Paar dem man gerne zusieht.

Matthias Edenborn kann in den Gesangszenen punkten, kämpft aber in den Sprechszenen noch immer mit einem hörbaren, aber nicht wirklich störendem Akzent. Thorsten Thinney und Jacqueline Braun als Vlad und Lily sind ganz wunderbar und in den gemeinsamen Szenen urkomisch.

Das Ensemble singt einwandfrei und klar verständlich in den Chor-passagen und tanzt ganz wunderbar.

FAZIT

Mit Anastasia ist der Stage neben dem Glöckner eines der anspruchs-volleren Stücken gelungen. Man darf der Show uns allen Beteiligten viel Erfolg wünschen. Ich komme gerne wieder.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Englische Liedtexte wären besser

15.11.2018 - Ich war heute (15.11.2018) spontan in Bat out of Hell. Von den deutschen Texten war ich, wie erwartet, nicht allzu sehr angetan. Allerdings frage ich mich, warum man die Lieder überhaupt ins Deutsche übersetzt, wenn man sie dann von nicht-muttersprachlich-deutschen Darstellern singen lässt, bei denen man kaum ein Wort versteht. Wenn man wie ich die Lieder seit 40 Jahren kennt und liebt, würde man sie sowieso viel lieber mit dem Originaltext hören. Die besten Stellen im Musical waren für mich die Zeilen, die auf englisch gesungen wurden. Zu den Darstellern: Robin Reitsma hat für mich überhaupt kein Charisma. Überhaupt kein Vergleich zu Andrew Polec, den ich in London sehen durfte. Maureen Mac Gillavry, die in der besuchten Vorstellung die Raven spielte, sah für meinen Geschmack etwas zu reif aus für eine 18-jährige. Allerdings hat sie eine tolle Stimme. Ihre beiden Soli ("Heaven can wait" und das zweite weiß ich nicht mehr, kann auch ein Duett gewesen sein) waren wirklich sehr beeindruckend gesungen. Willemijn und Alex waren die einzigen, die bei mir Emotionen hervorgerufen haben, natürlich bei dem wunderbaren "What part of my body hurts the most" (nicht wunderbar von der Übersetzung her, aber von der Intensität her, mit der es gesungen wurde) und auch bei "It's all coming back to me". Was ich sehr schade finde, ist, dass Sloane in diesem spießigen 80er-Jahre-Look herumlaufen muss (Frisur, Kleidung). Hallo, das Stück spielt doch in der Zukunft!?!? - Die Handlung des Stücks ist sehr flach, und wo ich mir in London noch gewünscht habe, mehr von den Sprechtexten zu verstehen, habe ich mir heute gewünscht, weniger davon zu verstehen, da sie - möglicherweise auch aufgrund der starken Akzente der meisten Darsteller - einfach keinen Charme haben. Das Theater war kaum halb voll. Der Applaus zwischen den Liedern war im ersten Akt sehr schwach, im zweiten Akt gab es auch ein paar Juchzer. Fazit: Man kann es sich einmal anschauen, aber ich habe kein Bedürfnis, es nochmal zu sehen, es sei denn, sie würden alle Lieder auf englisch singen. Denn die Lieder sind so ziemlich das einzige, was an dem Stück gut ist, aber nicht, wenn sie auf deutsch gesungen werden. - Ach ja, noch zwei Anmerkungen: ich war etwas erstaunt, dass der Anfang - "Love and death and an american guitar" nicht wie in London von Strat, sondern von Raven gesprochen wurde. Aber das hat Maureen klasse gemacht. Und dann noch etwas zu den Übersetzungen: man kann gerne bei Wörtern wie "seh'n" oder "hör'n" einen Vokal weglassen, um eine Silbe zu sparen, das ist ja auch Umgangssprache. Aber mei'm statt meinem oder wein' statt weinen (als Beispiel) geht für mich gar nicht. Das hört sich einfach nur blöd an. Und solche Stellen kommen leider öfter vor.

GraefinKrolock (erste Bewertung)


Miserable Cast

14.11.2018 - Einen Klassiker unter den Musicals mit bekannten Ohrwürmern so zu verhunzen ist fast auch schon eine Kunst. Eigentlich sollte man beschwingt das Theater verlassen - bei dieser Inszenierung bedauert man nur, Geld für die Eintrittskarten ausgegeben zu haben. Keiner der Hauptdarsteller kann singen (einzige Ausnahme ist Björn Breckheimer),weder die Songtexte noch die szenischen Texte sind gut zu verstehen. Prof. Higgins (Uwe Eric Laufenberg) wirkt einfach nur unsympathisch,Eliza Doolittle (Mira Benser) fehlt es an Ausstrahlung. Der Gesang des Opernchores bildet einen viel zu krassen Kontrast zu den Gesangsversuchen der Darsteller.
Lediglich das recht gelungene Bühnenbild und das Orchester lassen den Abend nicht zu einem völligen Desaster verkommen. Die immer wieder auf der Bühne präsenten Gaukler (deren Daseinsberechtigung trotzdem ein Rätsel bleibt) vermögen mehr die Blicke auf sich zu ziehen als der Rest des Ensembles.

Vampirette (erste Bewertung)


Uli Scherbel zieht die Zuschauer in den Bann

14.11.2018 - Ich bin restlos begeistert von Uli Scherbel als Don Lockwood. Er zieht die Zuschauer in seinen Bann. Es macht einen Riesenspaß ihm zuzusehen und zuzuhören. Ein wunderbarer Künstler, der Können und Charme vereint.
Und vielen Dank für die lustige und interessante Foto Story über ihn.
Die Inszenierung hat mir insgesamt sehr gut gefallen. Es ist so schön, dieses Musical mal wieder mit großem Orchester live zu erleben.

anbuchle (erste Bewertung)


Absolut indiskutabel

13.11.2018 - Absolut indiskutabel. Und dass Professor Higgins der Intendant (!) des Theaters ist und sich selbst so fehlbesetzt, spricht ja auch Bände!

maison_usher (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Eine ganz hervorragende Produktion

12.11.2018 - Ich kenne die Original Disney-Inszenierung 1995 Wien und dann Stuttgart aus dem "FF". Auch die Stage-Version war nett litt aber unter einem Spar-Orchester.

Mit einigem Abstand habe ich mir nun gestern in Wien in der riesigen Stadthalle die Show angesehen.

Ich habe selten eine so homogene Cast gesehen. Auch wenn die Darsteller aus Ungarn kommen war das phonetisch ganz ausgezeichnet. Hier wurde eine unglaublich gute Arbeit geleistet.

Die Cast hat so eine Spielfreude und das Bühnenbild ist trotz Tour sehr aufwändig und überraschend. Da waren richtig gute Schauspieler auf der Bühne. Die Gesten und Witze kamen selbst in der 36 Reihe an und alle hatten viel Spass.

Klar in gewissen Szenen muss man sich von Original lösen, aber selbst "Sei hier Gast" war auch ohne Feuerwerk ein Highlight. Schön war auch das fast 1:1 der deutsche Text von Lutz Riedel übernommen wurde sodass man entspannt genießen konnte.

Warum allergings bei "Mensch wieder sein" kein Walzer getanzt wurde obwohl man davon singt blieb mir ein wenig ein Rätsel.

Hervorzuheben auch das riesige Orchester und die tolle Cast. Belle, Biest, Gaston und Madame Pottine hatten richtig gute Stimmen. Der Saal tobte.

Also ich fand die 3h wirklich überraschend gut, sehr unterhaltsam und vor allem berührend gespielt. Die Vielzahl an herrlichen Meldodien incl. dem Song Wandel sind wirklich toll.

Also in der aktuellen 2018er Version eine unbedingte Empfehlung.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Teilweise schon recht schwer verdaulich

12.11.2018 - Das Chaos auf der Bühne des Metronom Theaters in Oberhausen ist groß.
Ebenso viele unterschiedliche Gedanken gehen einem durch den Kopf, wenn man versucht sich mit BAT OUT OF HELL und seiner Inszenierung auseinanderzusetzen.
Eigentlich könnte man eine ganze Doktorarbeit darüber schreiben, so viele Fragen wirft das alles auf.
Deshalb nur stichpunktartig ein paar Anmerkungen meinerseits:

Buch und Text erzählen etwas platt und oftmals langatmig die Geschichte einer dysfunktionalen Ehe und einer problematischen Teenagerbeziehung in postapokalyptischer Zeit. Alle Charaktere -von den Protagonisten bis zu den Ensemblerollen- sind eindimensional, schablonenhaft, unsympathisch, ohne Motivation und Vorgeschichte. Trotzdem ergeht man sich immer wieder in endlos langen Gaga-Monologen oder Dialogen, die wenig erklären, wenig voranbringen aber viel bremsen.

Die Musik hätte eine bessere, vollere Orchestrierung verdient.
Man denkt bei jedem der Steinman Hits etwas wehmütig an die Originalversionen.
Alles leidet zusätzlich unter der sprachlichen Verwirrung, wenn Gesangs- und Sprechtexte halb Deutsch, halb Englisch daherkommen und mit hartem holländischen Akzent vorgetragen werden. Das wirkt sperrig und wenig organisch.

Das Bühnenbild ist großartig gelungen. Stimmungs- und effektvolle Bilder zeigen auf oftmals geniale Weise traumatische, visionäre oder dekadente Räumlichkeiten.

Die Choreografie ist einfach nur unpassend und aufgrund ihrer vielen Wiederholungen langweilig.
Wegen des sehr begrenzten Platzes im Bühnenvordergrund steht das Ensemble meist brav aufgereiht nebeneinander, stampft mit den Beinen und schwenkt die Arme.
Das passt nicht zur Musik, noch zu der Handlung oder den Charakteren.

Die Regie ist sehr darum bemüht hip, cool und anders zu sein.
Das Konzept geht aber leider in seiner schwerfälligen, sich immer wiederholenden Art nicht wirklich auf.

Die Besetzung hat mit dem Rohmaterial zu kämpfen. Verkaik und Melcher schaffen es noch am ehesten aufgrund ihrer Souveränität und charismatischen Bühnenpräsenz positiv aufzufallen.
Der Rest muss... nun ja, eben kämpfen.

BAT OUT OF HELL ist sicher nicht das optimale Vehikel, um die großartigen Songs von Jim Steinman einer weiteren Verwertung zuzuführen. Es könnte und sollte eigentlich mehr sein, als das, was hier zu sehen und zu hören ist.
Unterm Strich ist die Produktion dennoch leidlich unterhaltsam.

Die Begeisterung des Publikums im schlecht ausgelasteten Metronom Theater hält sich dann auch in überschaubaren Grenzen.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Solide Inszenierung die wenig polarisiert

12.11.2018 - Die Cabaret Vorstellung am gestrigen Abend ließ mich gespalten aus dem Theater gehen.

Die Band spielt toll und das Bühnenbild ist gelungen, inklusive dem großartigen Schluss den man gefunden hat.

Sowohl Matt Blake als Ernst als auch Lindsay Goodhand als Fräulein Kost sind sehr gut in ihren Rollen. Zudem sie teilweise und auch passend die Band noch unterstützen.

Darstellerisch ist Ryan Saunders als Cliff schon eine Idealbesetzung. Und Richard Derrington als Herr Schultz ein liebenswerter Mensch.

Durch die viele nackte Haut wollte man anscheinend ein verruchtes Berlin zeigen. Das überzeugte aufgrund des braven Spiels nicht. Der Emcee hat eine starke Stimme und Sally Bowles ein gutes Schauspiel. Wenn auch der Emcee gut ist, fällt leider Helen Reuben als Sally stimmlich oft aus.

Cabaret sollte durch den Wechsel zwischen dem Club und dem erstarken der Nazis krassere Brüche bringen. Die fehlten beinahe gänzlich. Gerade Sally hätte viel stärkere gesanglich Auftritte gebraucht. Es ist nicht wirklich nachvollziehbar wieso man wegen ihr in den Club geht.
Drama brachte man rein in den der Titelsong nahezu analog zu Imelda Stauntos "Rose's Turn" inszeniert wurde. Vielleicht hat die Regie sich vorher mal die DVD angeschaut.

Berührend die Szene, wenn Fräulein Schneider realisierend und Herr Schultz beschwipst und nicht erkennend im Chor von "Tomorrow belongs to me" stehen. Das war ergreifend.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Macht einen Bogen drum!

12.11.2018 - Die Kritik trifft es. Wenn die Hauptakteure krasse Fehlbesetzungen sind, können ein ausgesprochen gutes Orchester, ein tolles Bühnenbild und gute Nebendarsteller das Ruder nicht rum reißen.

chmue (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Endzeitstimmung

12.11.2018 - Ein ungewöhnlicher Look - die Sharks and Jets durch blaue, bzw rote Kostüme und Haare voneinander unterscheidbar, bunte Farbtupfer in einem ansonsten kalten und grauen Bühnenbild. Daniel Jenz fand ich als Tony darstellerisch etwas hölzern, dafür erreicht er als Opernsänger mühelos die hohen Piano-Töne in "Maria". Das restliche Ensemble ist stark, sowohl im Gesang als auch im Tanz. Tolles Orchester.

chmue (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Leider verdirbt der Ton im Theater die komplette Show

08.11.2018 - Tolles Stück, tolle Darsteller, super Inzsenierung. Dennoch nicht wirklich empfehlenswert. Ich habe dem Schleswig Holsteinischen Landestheater nach Crazy for you in Itzehoe mit Singin in the rain in Rendsburg eine zweite Chance gegeben. In Itzehoe war der Ton im Allgemeinen viel zu leise, ich und auch meine Begleitung hatten das Gefühl, vor einem Fernseher zu sitzen, der aus Rücksicht auf die Nachbarn auf Flüsterton gedrosselt war. In Rendsburg war alles ok, bis das Orchester eingesetzt hat. Dann war weder der Gesang noch der Steptanz zu hören. Auf Nachfrage, ob das in Flensburg auch so ist, habe ich nur die Antwort bekommen, dass der Ton nicht auf allen Plätzen gleich ist.

Sehr schade, aber für weitere Experimente ist Flensburg und Umgebung leider zu weit vom Ruhrgebiet entfernt.

Mephista71 (erste Bewertung)


Gegendarstellung

05.11.2018 - Es hilft alles nichts!
Ich muss mich einfach korrigieren.

Ich habe mich mehrfach relativ kritisch zum KÖNIG DER LÖWEN geäußert. Ich habe das Musical erstmals vor fast zwanzig Jahren gesehen. Das Stück war damals brandneu, extrem erfolgreich und wurde von unfassbar guten Kritiken in den Himmel gelobt.
Die außerordentlich hohen Erwartungen, die ich damals hatte, konnten bei weitem nicht erfüllt werden. Für mich war es damals zu unspektakulär, zu kindlich, zu albern und weitgehend unzugänglich für Erwachsene.

Nun habe ich es also nach knapp zwei Jahrzehnten ein zweites Mal gesehen, bin mit eher negativer Erwartungshaltung ins Theater.... und habe es begeistert verlassen.

Viele Elemente (Musik, Kostüme, Choreografie) sind ausgezeichnet gelungen und verdienen für ihre Kreativität Respekt.
Was KÖNIG DER LÖWEN aber zu einem so außergewöhnlichen und einmaligen Erlebnis werden lässt, ist die virtuose Inszenierungskunst von Julie Taymor.
Spielerisch leicht pendelt sie zwischen starkem Opern-Pathos, großer Emotionalität und luftig leichtem Disney Frohsinn.
Die überzogene Albernheit einzelner Figuren wird durch die großartige Puppenspielkunst ihrer Darsteller relativiert.
DER KÖNIG DER LÖWEN setzt immer wieder wunderbar packende gefühlsmäßige und musikalische Höhepunkte und ist vielleicht doch das beste Disney Musical.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Kräftig an der Patina gekratzt

05.11.2018 - Eigentlich ist das Stück ja ziemlich altbacken, auch wenn Disney versucht hat, es ein wenig zeitgemäßer zu machen. Insofern bin ich ohne große Erwartungen in die Vorstellung gegangen. Aber plötzlich befinde ich mich in einer Disco mit richtigen Mensch und dann stürzen mir auch noch gefühlt 150 Bierkästen entgegen). Spektakulärer Beginn einer großartigen und vor allen Dingen zeitgemäßen und durchdachten Inszenierung von Andreas Gergen. Obwohl er das Stück an einigen Stellen ordentlich gegen den Strich bürstet, verletzt er den Inhhalt nie. Unterstützt wird er dabei von dem wunderbaren Danny Costello (Choreographie), Stephan Prattes (Bühne) und Ulli Kremer (Kostüme - WOW - wunderbar schrill und phantasievoll). Eine rundum gelungene Inszenierung. Da kommt keinen Augenblick Langeweile auf. Ein weiteres Wunder ereignet sich im Orchestergraben. Da spielt das Münchner Rundfunkorchester unter Leitung von Joseph R. Olefirowicz. So wie die sich der Musik annehmen, könnte man glauben, dies wäre die beste Musik, die Richard Rodgers je geschrieben hat. Ein absoluter Traum. Und dann die Studenten der Theaterakadmie. Aber sind das wirklich Studenten? Nein, dass sind Vollpofis. Darf man da jemanden besonders herausheben? Tamara Pascual als Ella? Tobias Stemmer als Prinzen? Beide wunderbar. Da stimmt alles (Schauspiel, Gesang und Tanz). Den Vogel schießen allerdings rollenbedingt die Darstellerinnen von Madame (Miriam Neumaier), Gabrielle (Katahrina Wollmann) und Charlotte (Patrizia Unger) ab. Das ist Comedy in Vollendung. Fazit: wie so oft ist es der Theaterakademie gelungen, einen hinreißenden Musicalabend auf die Bretter zu stemmen. So etwas würde man in dieser Qualität gerne mal im hiesigen Operettenhaus sehen.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


VIVID - Poetisch, farbenreich und atemberaubend

27.10.2018 - VIVID ist die nun vierte Grand Show, welche ich sehen konnte. Und eine der besten.

Klar vermisse ich sehr die Nutzung aller technischen Möglichkeiten des Hauses (Wasser, Eis ...). Und dennoch ist VIVID ein Highlight.

Erstmals seit langem erlebt man eine Show mit dünnem Handlungsstrang der sich durch die gut 2,5 h zieht.

Die Musik ist dabei bis auf wenige Ausnahmen das schwächste. Von Ballade, Funk und Rap ist alles dabei. Die instrumtalen Passagen sind sphärische Klänge und Techno-Pop.

Die Bühne ist noch größer und um seitliche Spielfächen erweitert. Viele Szenen im Saal lassen die Grenzen verschwimmen. Mit einer genialen Lichtshow und Projektionen entstehen tolle Bilder. Vieles in klaren Grenzen, anderes überbordend farbenfroh.

Die Kostüme und Hüte insbesondere in der Dschungelszene sind ein Genuss.

Im Vordergrund aber diesmal die Poesie. Grazile Akrobatik, Ebru Malerei und viel Flugakrobatik in unterschiedlichen Dimensionen lassen teils den Atem stocken. Insbesondere Double Wheel of Steel beeindrucken mit ihrer Darbietung.

Aufgelockert durch eine witzige “Shes like the Wind“ Persiflage wurde diesmal auch der Spass nicht übersehen und das Publikum eingebunden.

Die Solisten sind gut aber zumeist unauffällig, aufgrund der eher banalen Kompositionen unterfordert.

Fazit: Trotz einger Schwächen ist VIVID eine gute Show die zum Staunen einlädt.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Allein unter Durlacher Hausfrauen

25.10.2018 - Men Strip ist ein seit den 1970er Jahren durchgehecheltes und abgenudeltes Thema.
Dass so etwas im Jahre 2018 noch Kreischalarm und hysterische Partystimmung auslösen kann, hätte ich mir nicht träumen lassen.
Dazu muss man allerdings anmerken, dass das Kammertheater Karlsruhe weitgehend mit mittelalterlichen, Prosecco-präparierten Damen angefüllt war.

Geschrieben und inszeniert wurde das Compilation-, Gute-Laune-Musical vom Intendanten des Hauses Ingmar Otto.

Die Handlung schlägt irrwitzige Kapriolen, wenn der Medizinstudent Johannes sich sein Einkommen mit Men Strip auf der Reeperbahn aufbessert, die Beziehung seiner Freundin dadurch in Schieflage gerät, Freundins Mutti in Verdacht gerät ein Verhältnis mit dem potenziellen Schwiegersohn zu haben, der Strip Club an den Rand des finanziellen Ruins gerät, weil ein Travestieclub Konkurrenz macht, Mutti von einem Transvestiten geschwängert wird, zur Schwangerschaftsgymnastik eine irrwitzige KÖNIG DER LÖWEN Verarsche abgezogen wird und letztendlich alle versöhnlich feststellen, dass "ficken für den Frieden" die Lösung ist.

Die Handlung ist also ein aberwitziges, mit frechen und schlagfertigen Dialogen gespicktes Vehikel, dass sich von einer Pseudo-Strip-Nummer und einem Schlager-, Disco Hit zum nächsten hangelt.

Die Inszenierung ist top professionell umgesetzt.
Das stimmige Bühnenbild, das passende Lichtdesign, die vielen originellen und witzigen Kostüme, die punktgenaue und authentische Choreografie und die rasante Regie machen einfach Spaß.

Die Besetzung ist zusätzlich ein Highlight und ausnahmslos großartig. Mit unbändiger Spielfreude springen die Darsteller in Sekundenschnelle immer wieder in neue witzige und herrlich skurril ausgearbeitete Nebenrollen. Großartige Bühnenpräsenz, voller Einsatz und tolle Stimmen tun ihr Übriges, um das Publikum mitzureißen.

Trotz anfänglicher Bedenken also ein kurzweiliger und amüsanter Theaterabend.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Lange nicht mehr so gelacht

22.10.2018 - Ich kannte BoM schon ziemlich gut und konnte die Songs mitsingen, aber dennoch war es ein Erlebnis, es endlich live zu sehen! Zwei Stunden durchgehend lachen...

Natürlich ist die Musik jetzt nicht gerade anspruchsvoll und die Gags sind oft sehr simpel, nahe am Rassismus und unter der Gürtellinie, aber wenn an ein Musical der South Park-Macher schaut, kann und will man nichts anderes erwarten...

Und das Highlight blieb, wie Elder Cunningham für Nabulungi jedes Mal einen anderen Namen hatte, von Nekrophilia, über Narkolepsia bis hinzu Nigel Farage 😊

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Überraschend gut

22.10.2018 - Ich muss sagen, ich komme aus Hamburg und war noch nicht in Aladdin, und ich wäre wohl auch nicht in London reingegangen, wenn mich meine Begleitung nicht überzeugt hätte. Und ich muss sagen, es war eine gute Entscheidung.

Disney haut beim Bühnenbild und Effekten ein bisschen auf den Putz Hand das Ensemble waren echt gut. Der ein oder andere falsche Ton in den Duetten von Aladdin und Jasmine waren zwar unschön, aber darüber kann man gut hinwegsehen, da die Sänger sonst alle top sind.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, ist wieviele Familien mit keinen Kindern da waren. Und die hatten alle Spaß und waren hin und weg (auch wenn die Höhle ganz schön spooky war für die 5-Jährige vor mir). Das nenne ich ein Familienmusical!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


DAS kann Musical auch sein

22.10.2018 - Man weiß eigentlich nicht genau sagen, was an BooH das Beste ist: die Musik als solche, die Darsteller (die durch die Bank durch zu dem Bestem gehören, was ich je gehört habe), das Bühnenbild, die Showeffekte (in der Show sind mir mehrmals die Worte „was für ein kranker Sch...“ rausgerutscht) oder die Stimmung im Saal... gut die Story ist oberflächlich (vorsichtig ausgedrückt), aber das stört überhaupt nicht, man ist vom Rest so geflasht...

Jetzt bin ich auf Oberhausem gespannt, wobei ich mit mir noch nicht im Reinen bin, ob ich mir meine Eindrücke aus London damit überdecken will...

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Ich werde das Highlight Kinky Boots vermissen

19.10.2018 - Allgemein zum Stück:

Kinky Boots ist und bleibt für mich eines der warmherzigsten, berührendsten, aber gleichzeitig fröhlichsten Musicals was ich kenne. Und vor allem: eines mit Botschaft, aus dem man trotzdem gut gelaunt heraus kommt.

Hier hat alles gestimmt: Story, Musik, Inszenierung, Choreographien, Kostüme, Kulissen, Darsteller, Übersetzung.

Kinky Boots hatte sowohl in den Medien, als auch bei Zuschauerbewertungen in Foren, sozialen Netzwerken, etc. immer top Bewertungen und 99% der Zuschauer die drin waren, haben dieses Stück gefeiert.

Dass die Stage Entertainment dieses Stück dennoch vor die Wand gefahren hat, finde ich als Musical-Liebhaber nicht nur skandalös, sondern es macht mich vor allem auch sehr traurig. Und ja, das werde ich der Stage Entertainment auch nicht vergessen können.

Ich stimme diversen vorigen Kommentaren zu, dass es vor allem zwei Gründe gibt.

1. Zu wenig Geduld:
Man hat gesehen, dass Kinky Boots in den letzten 6 Monaten von Monat zu Monat voller wurde. Dass ein Stück, das niemand kennt, das kein Jukebox-Retorten-Stück ist und wo auch nicht Disney drauf steht, nicht vom ersten Monat an top ausgelastet ist, hätte vorher klar sein können. Dass gerade bei so einem Stück Mundpropaganda, soziale Netzwerke, etc. sehr wichtig sind, dass dies aber Zeit braucht, müsste auch klar gewesen sein. Dennoch schon so kurz nach der Eröffnung das Ende zu verkünden, war ein schwerer Fehler.

2. Schlechtes Marketing:
Die Drag-Queens sind ein wichtiger Bestandteil des Stücks, aber bei weitem nicht der einzige. Es geht auch um die Rettung einer Fabrik und deren Arbeitsplätzen, um Vater-Sohn-Konflikte, um die Probleme zwischen Charlie und Nikola und die aufkeimende Beziehung zwischen Charlie und Lauren, um den Super-Macho Don, der aber dazulernt. Etc. Aber statt wie in den USA, Großbritannien und Australien alle Aspekte im Marketing zu zeigen, hat man sich (in den Werbeclips, etc.) nur auf die Drag-Aspekte konzentriert und alles andere ausgeblendet. Und einen Werbetrailer zu zeigen, der nicht mal zur Hälfte was vom Stück zeigt (und dann auch noch nur die Drag-Aspekte), ist bei einem komplett unbekannten Stück auch ein Fehler, der eigentlich nicht passieren darf. Deshalb gab es viele Leute, die dachten, das sei eine Travestie-Show oder sowas. Denen war gar nicht klar, dass das ein super Musical mit toller Handlung ist und dass das durchaus familientauglich ist.

Naja, jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen und die Stage Entertainment hat es leider vermasselt. Schande über die Stage Entertainment. Ich kann nur hoffen, das Stück irgendwann nochmal in Deutschland als Tour zu sehen. Am besten in der Original-Inszenierung mit den (von Anfang an tourtauglich ausgelegten) Original-Kulissen. Am liebsten natürlich auf deutsch, weil man damit die meisten Leute erreicht, aber notfalls auch als Tour-Station der britischen Tour. Z.B. wäre Köln ein idealer Tour-Stopp für Kinky Boots.

Aber so oder so wird in meiner persönlichen Musical-Geschichte Kinky Boots immer einen ganz besonderen Ehrenplatz haben als eines der Top-Musicals, mit dem ich ganz besondere Erinnerungen verbinde. Und ich werde Kinky Boots immer in guter Erinnerung behalten und hoffe, dass die Erinnerungen nicht zu sehr verblassen...

Auf Kinky Boots - dieses warmherzige, bergeisternde, fröhliche, manchmal auch traurige und anrührende, erstklassige, mitreißende Musical, das für mich zu den Top 5 aller Zeiten gehört.

5 von 5 Sternen !

Marten (5 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ein richtiger Hit!

13.10.2018 - Ich habe die Show am 10.10 gesehen und bin schwer begeistert!

Das Schmidtchen in Hamburg ist immer wieder für eine Überraschung gut.

Jana und Janis ist eigentlich eine Standart Musical Geschichte. Mädchen trifft Jungen, sie verlieben sich, verlieren sich, finden sich wieder, etc...
Aber hier ist der Plot sogut geschrieben und richtig gut mit der Musik verbunden, dass es nicht zu einem langweiligen Moment am Abend kommt.
Sollte man in die Klischee falle treten, dann entweder wird das richtig derbe gemacht, oder gekonnt umschifft.
Das Ende entscheidet übrigens das Publikum.

Die Musik und Choreografie sind sehr modern, aber gehen gut ins Ohr. Auch das Bühnenbild sehr gut. Simple, aber wirksam mit Kisten die immer wieder umgebaut werden und immer wieder neue Gegenstände zum Vorschein bringen.

Die beiden Hauptdarsteller sind fantastisch. Sie beherrschen das Spiel, dass sie in allen Gefühlslagen ausleben dürfen, sind beide sehr gut bei Stimme und können sich sehr gut bewegen.

Ein rundum gelungener Abend und ein wirklicher Hit!

Inszenierung 5*
Besetzung 5*
Musk 5*
Bühne 5*

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Frisch, modern, witzig, emotional.

12.10.2018 - Ein gelungenes Musical mit einer tollen Botschaft, modern und frisch inszeniert. Sehenswert!

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


VIVID, ein muss für den einmal Berlin Besucher!

12.10.2018 - … wer VIVID gesehen hat der kommt eh nicht wieder, denn das ist eine Show, für das einfache Publikum, auch wenn die Premierengäste etwas anderes sagen.

… wo ist das Geld, nur geblieben?
Ein Brei von Musik, bis auf das Ende! Da war der Lichtblick und der erlosch im Finale!
Wummernde Musik und wir saßen Reihe 21,
Berlin ist laut und stinkig, an einigen Ecken!
… willkommen im 21 Jahrhundert und der Friedrich Stadt Palast, hinkt wie immer hinterher. Mon Dieu!
Vor 15 Jahren, bei Casanova ward Ihr der Welt einen Sprung voraus!

chef de cuisine (13 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Viel Lärm um nichts

08.10.2018 - Ich habe am 7.10 die letzte Vorstellung von Flashdance in Hamburg gesehen.

Das Stück orientiert sich am Film aus den 80igern. Und wurde neben den Hit Songs "Maniac", "Flashdance" und "I love rock n roll" um ein paar Songs erweitert, die manchmal zum ESC oder DSDS Hit dienen würden.

Die Story von Alex Owns ist schnell erzählt. Mädchen arbeitet in ner Stahlfabrik und liebt es zu tanzen, was sie nach der Arbeit in einem Nachtclub macht. Sie verliebt sich in den reichen Chef, und will an einer renommierten Tanzschule angenommen werden. Durch ein paar Missverständnisse und Klärungen fügt sich alles zum Guten.

Das Buch ist sehr dünn und die Handlung manchmal etwas zu zäh, aber die Choreografien sind gut.

Das Ensemble macht einen guten Job mit viel Energie.
Allen voran ist Ann-Sophie Dürmeyer als Alex eine sehr gute Besetzung mit toller Stimme und sehr guten Moves.

Auch schön zusehen war Regina Venus als Hannah, die die Rolle sehr lustig und emotional gestaltet hat.

Blass hingegen bleibt Sasha DiCapri als Nick. Zwar mit toller Stimme und gutem Körper, bleibt er schauspielerisch sehr langweilig.

Die Bühne ist komplett überladen mit LED Wänden und ein paar Treppen. Ergänzt durch ein paar Wände die von der Seite und von oben kommen und auf die Orte projiziert werden. Nimmt man die LED Wände weg bleibt nicht viel und ist daher recht unspektakulär.

Alles in allem ist es ein netter Theater Besuch, aber auch wirklich nicht mehr.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Klein aber fein

06.10.2018 - Ich habe die Vorstellung am 5.Oktober spontan besucht und bin von der Inszenierung und Besetzung sehr angetan.

Roberta Valentini als Eva Perón setzt viele Glanzpunkte, punktet mit ihrer klaren, kraftvollen Stimme und ausdrucksstarkem Spiel.

Sascha Krebs setzt als Ché starke Akzente und gefällt auf ganzer Linie.

Sascha Bauer hatte mit technischen Defekten seines Mikros zu kämpfen, singt aber im Notfall seinen Perón aber auch unverstärkt mit kräftiger Stimme. Nur seine darstellerische Interpretation war mir persönlich zum Teil etwas zu exaltiert.

Für mich neu war die Rolle des Tod - verkörpert durch Sandra Maria Germann, die das Geschehen begleitet, kommentiert und am Ende Ché mit den Worten "es gibt viel zu tun" von der Bühne führt. Germann hat eine umwerfende Kraft in der Stimme und fügt sich harmonisch in die Szenen ein.

Beeindruckend ist, dass das Ensemble nur aus 6 Personen besteht: Markus Beisel (verkörpert einen überzeugenden Magaldi),
Rosa Sutter, Annette Potempa, Sabrina Stein, Matthias Eschli und Manuel Weinmann. Dennoch vermisst man - auch in den "Massenszenen" nichts.

Heimlicher Star des Abends ist aber definitv die auf der rechten Bühnenseite platzierte Band unter der Leitung von Sebastian Henzl, die virtuos aufspielt, die Instrumente fliegend wechselt und entsprechend am Ende auch extra Applaus erhält. Das Stück ist auf die sechs Musiker wunderbar angepasst und vor allem das Spiel von Thilo Zirr an Akustik- und E-Gitarre gefiel mir ausnhemend gut.

Das Bühnenbild ist sehr schlicht gehalten. Eine drehbare Treppe bildet unterschiedliche Räume und Schauplätze, einige Stühle und Tische dazu sind ausreichend um alle benötigten Orte darzustellen.

Die Kostüme sind schön gewählt, mit Ausnahme der seltsamen Wahl der "Kleider" der "Upper Class Ladies". Diese fand ich im Gesamtgefüge, das eher auf Realismus angelegt ist, sehr unpassend.

Insgesamt eine schöne Inszenierung, die Spaß macht und absolut empfehlenswert ist.

Noch ein Wort zum Capitol:
Sitzplätze im Rang, die seitlich liegen, sind nicht zu empfehlen. Es gibt dort fast überall Sichteinschränkungen. Also, wer die Wahl hat, der setze sich in die vorderen Reihen mittig, oder ins Parkett :)

Hughie (29 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Klassiker keineswegs angestaubt

04.10.2018 - Als Don Lockwood trägt Uli Scherbel für mich den Abend. Er hat mich überzeugt - tänzerisch, gesanglich und schauspielerisch. Die Rolle scheint wie für ihn gemacht!

Aber auch die anderen Rollen waren insgesamt sehr gut besetzt.

Die Inszenierung von Markus Hertel ist aufwendig, klassisch, schnörkellos und handwerklich sehr gut. Die Choreographien von Frau Zeiset sind abwechslungsreich - besonders die Stepptanzchoreographien scheinen sehr anspruchsvoll.

Auch die Filmeinspielungen fand ich sehr gelungen.

Ein wunderbarer, amüsanter und gefühlvoller Abend!

malzi (erste Bewertung)


Gefühl, Humor und ein Hauch Magie

04.10.2018 - Ich habe dieses Musical bereits 8-mal gesehen und bin restlos begeistert - im wahrsten Sinne. Die gesamte Cast bringt eine wahnsinnig intensive Show auf die Bühne. Allen voran Alexander Klaws in der Hauptrolle als Sam Wheat zeigt, was er kann - tolle Stimme und das Schauspiel fährt die Gefühlsachterbahn rauf und runter.
Er spielt Sam nicht - er lebt die Rolle. Mit Willemijn Verkaik hat er eine ganz starke Partnerin an seiner Seite . Sie verkörpert die Molly ebenso perfekt. In der Rolle der Oda Mae habe ich verschiedene Darstellerinnen erlebt die ihre Sache alle toll gemacht haben und für DIE Lacher gesorgt haben.
Nicht zu vergessen Andreas Bongard als Carl - was für ein sympathischer Bösewicht ! Toll gespielt - man liebt und hasst ihn.
Und weils so schön war ... zweimal zuschauen geht noch.

Morgan11 (erste Bewertung)


Absolut brilliant 😊

04.10.2018 - Ghost, Nachricht von Sam war früher mein absoluter Lieblingsfilm.Deswegen war ich um so gespannter, als Ghost nun als Musical nach Deutschland kommen sollte.
Meine Erwartungen waren hoch allein schon der Besetzung wegen.
So viele Worte braucht man gar nicht um dieses tolle Stück zu beschreiben einfach absolut brilliant 😊
Ich kann nichts sagen, was mich stört oder was die Besetzung angeht absolut großartig. Alexander Klaws ist Sam, er spielt nicht er lebt die Rolle .. sensationell einfach umwerfend. Andreas Bongard, Willemijn Verkaik sowie alle anderen Rollen und das Ensemble sind wirklich mega besetzt. Ich kann das Musical nur empfehlen, da wird man zum Wiederholungstäter und ich durfte es einige Male sehen. Deswegen gehe auch nochmal und zwar zur Derniere.

Schmidtchen48 (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Uli Scherbel einfach grandios

01.10.2018 - Am 29.9.18 war ich in der Premiere von "Singin in the rain" am Theater Flensburg. Und ich muss sagen, Uli Scherbel als Don Lockwood war grandios! Da stimmte einfach alles. Das verdammt gute Aussehen, die Eleganz, die Haltung und das Können beim Tanz. Der geniale Step mit unglaublicher Bandbreite. Ein wunderbares Spiel vom arroganten zum charmanten Hollywoodstar. Seine Gesangsstimme, die so gut zu diesen Songs passt. Ich war einfach hin und weg von ihm und werde bestimmt noch einmal nach Flensburg fahren. Es lohnt sich sehr! Aber auch die Inszenierung von Markus Hertel, die wunderschönen Choreographien von Marie-Christin Zeisset und das Orchester mit seinem Dirigenten Ingo Martin Stadtmüller lohnen sich um die etwas ängere Fahrt auf sich zu nehmen. Insgesamt waren alle Rollen gut besetzt, Jasmin Bilek als Kathryn, Christopher Hutchinson als Cosmo und Amelie Müller als Lisa Lamont.

Therese (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Ein beeindruckendes „Schattenbild im Schnee“

29.09.2018 - Erst als zweites Theater in Deutschland zeigt das Theater in Pforzheim Doktor Schiwago. Eine gute Entscheidung. Nach der Erstaufführung in Leipzig wurde ich erstmals dank diverser Trailer auf die Show aufmerksam und habe mir die Broadway-CD bestellt. Ich kannte zudem weder das Buch noch den 4-stündigen Film mit Omar Sharif.

Ohne umfassend auf die sehr umfassende Handlung über mehrere Jahrzehnte einzugehen, bietet das Stück eine bedrückende, berührende und zugleich spannende Geschichte über den Arzt und Dichter Jurij Schiwago (vom Kind bis zum Tod).

Inzwischen gilt die Show bei Kennern als neues LES MISERABLES und diesem Vergleich kann man durchaus ziehen. Auch dieses Stück spielt in unruhigen Zeiten am Rande des 1. Weltkrieges und den späteren russischen Bürgerkrieg. Der Unterschied zu LES MIS: Man kann sich viel schneller mit den Personen identifizieren, ist gefangen und gefesselt von der wechselhaften Geschichte und berührt von der abwechslungsreichen Musik. Dabei bleibt die Pforzheimer Inszenierung aber sehr ausbalanciert. Ja, es sterben Menschen im Laufe des Abends. Dies steht aber nicht im Vordergrund der knapp 3 stündigen Aufführung (incl. Pause). Wie zu erfahren war, wurde die Show für Pforzheim etwas verdichtet und gestrafft, sodass wirklich kaum Längen in dem spannenden Plot entstehen.

Die ganze Aufführung stellt für das Haus sicher einen unglaublichen Kraftakt dar. Ein riesiges Ensemble mit Gästen, der Chor, Extrachor und Statisterie sowie 3 Kinder sind in vielen Rollen und Orten ständig auf der Bühne.
Gratulation!

BÜHNE

Die Bühne besteht aus einer rotbraunen Gerüstkonstruktion in Form eines Turmes. Auf mehreren Ebenen und Seiten lässt sich dieses zentrale Element bespielen. Mal ist es Ballsaal, mal Schützengraben, Hospital, Straßenfront, Bibliothek oder Gefängnis. Anfangs war es kaum vorstellbar wie dieses Element eine so epische Geschichte bebildern soll. Aber im Laufe des Abends ergibt das einen Sinn. Durch die vielen Massenszenen und ein eindrucksvolles Lichtkonzept ist die Bühne nie leer. Zudem werden geschickt die Seitenbalkone und der Bühnenrand eingebunden. Dazu kommen die wirklich wunderschönen Kostüme aus der Zeit. Im Laufe des Stückes werden diese grauer und trister und dennoch sehr beeindruckend. In den letzten 15 Minuten schneit es auf der Bühne und zusammen mit der sich zuspitzenden Handlung entstehen auch hier geniale Bilder. Die Ausstattung und das mal dezente mal glänzend helle Licht ermöglicht es zudem, die ganz intimen Szenen (in denen die Briefe gelesen werden) hervorragend zu unterstützen.

DIE MUSIK

Die Musik von Lucy Simon ist das Beste was ich seit langem in einem Theater gehört habe. Eine unglaublich abwechslungsreiche Partitur. Als Musicalkenner hat man sicher vieles schon gehört. Und auch hier entdeckt man Anleihen an Webber/Wildhorn & Co. Hier ein Walzer, da ein Marsch, klassische Musicalballaden und immer eine Prise russischer Folklore. Ganz hervorragend von einer fantastischen Badischen Philharmonie dargeboten. Wie schon am Broadway wird Lara’s Thema aus dem Film eingebunden und hier in russisch/deutsch im Lazarett dargeboten. Einer der vielen Höhepunkte der Show.

Aber insbesondere der Originalscore der fast durchkomponierten Show weiß zu begeistern. Bis auf einen Dialog kurz vor Schluss, sind fast alle Szenen mit einem wunderschönen Underscoring unterlegt. Das wirkt nie störend sondern untermalt geschickt die Szenen in einer Musiksprache wie im Film. Die Duette zwischen Jurij und Lara, das Quartett und auch das berührende Duett der beiden Frauen in der Bibliothek berühren ungemein. Auch wurde an der Tontechnik in Pforzheim einiges verbessert, sodass die Verständlichkeit positiv überrascht hat. Hervorzuheben ist zudem die wirklich gelungene deutsche Übersetzung der Dialoge und Songs.

DIE CAST

Kurosch Abasi als Jurij und Femke Soetenga sind als Gäste die Stars der Aufführung. Ihre Entwicklung, ihr Spiel und ihr Gesang sind wirklich beeindruckend. Ob im Solo, Duett oder in den vielen Ensembleszenen. Nichts wirkt aufgesagt und gestellt. Als Zuschauer ist man in der Beobachterrolle und doch mehrfach so gefesselt das man mitfühlt und mitleidet. Die hervorragende Personenregie und die buchbedingte gute Ausarbeitung der Charaktere kommen hier allen sehr zu gute. Auch die Nebenrollen wissen zu begeistern. Allen voran Jurij’s Frau Tonia, seine Steifmutter und die Gegenspieler Komarovski und Strelnikov.

Dem gesamten großen Ensemble gebührt Dank und Anerkennung für diese Leistung. Das Premierenpublikum wusste das schon bei der Vorstellung der Statisterie zu schätzen. Stehende Ovationen der verdiente Lohn für diesen wirklich berührenden, spannenden Musicalabend.

FAZIT

Pforzheim hat mit Doktor Schiwago eine beeindruckende Inszenierung eines großen neuen Musicals auf die Bühne gebracht. Das Stück wird sich dadurch noch mehr als repertoiretauglich empfehlen. Eine gute Sicht von allen Plätzen, ein großes und echtes Orchester und ein riesiges Ensemble haben mich mehr als begeistert.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Enttäuschend

27.09.2018 - Die Premiere war enttäuschend. In fast allen bereichen gab es Mängel oder nicht erklärbare Widersprüche. Das Bühnenbild hatte mal klasse (Studios), mal Second Hand Niveau (Wohnzimmer). Die Musik war schön und auch melodiös, aber auch sehr laut, so dass man die Sänger kaum verstehen konnte. Die Choreografien waren in Ordnung, die Regie sehr schwankend, mal auf den Punkt gebracht (Normas Rückkehr zu Paramount), dann aber immer wieder ohne Esprit und manchmal auch ohne Sinn. Die Videosequenzen waren eine Frechheit, einfach einen Straßen-Mittelstreifen auf Dauerschleife zu zeigen.
Die Darsteller konnten mich kaum überzeugen. Die Norma Desmond hatte eine schöne Stimme und auch gutes Schauspiel, aber sie wirkte sehr jung für diese Rolle, das irritierte. Der Joe Gillis fühlte sich wohl wie der Star des Abends, das war gerade beim Titelsong Sunset Boulevard mimisch-schauspielerisch eine Katastrophe,gesanglich aber ok. Und seine Outfits waren....naja....
Einzig der Butler Max gefiel mir hervorragend, Andrea Matthias Paganis Stimme war ein Genuss und seine künstlerische Leistung top. Auch Betty Schäfer hat schön gesungen, aber leider wurde sie von der Regie völlig unbeachtet gelassen, ihre Beziehung zu Joe kam so gut wie gar nicht zum tragen. Insgesamt waren im Ensemble sehr viele Akzente zu hören, was in Kombination mit der lauten Musik die Ensemblenummern sehr unverständlich machte.
Nachdem ich das letzte mal bei Dracula in Bremerhaven war und dort eine richtig gute Inszenierung vorfand, war ich diesmal enttäuscht. Gerade bei den Hauptdarstellern und der Regie sollte man doch etwas mehr Kreativität und Qualität erwarten dürfen. Das war jetzt von den fünf Sunset Boulevard Inszenierungen, die ich in Deutschland bislang gesehen habe, die mit Abstand schwächste.

Musicalstern (2 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Best of Webber Musicals?!?!

21.09.2018 - Wird als große Webber Musical Gala beworben... Am Ende ein Gesangsabend in welchen die Lieder von Webber gesungen werden. Was das mit einem Musical zu tun haben soll, verstehe ich bis heute nicht. Anfragen beim Veranstalter werden leider nicht beantwortet und völlig ignoriert. Schade ums Geld, da wir uns eigentlich einen schönen MusicalAbend machen wollten

MichiMull (erste Bewertung)


Es war mir eine Ehre

18.09.2018 - Was soll man sagen, allein die Kulisse bei der Anreise, einfach traumhaft...dann ein grandioser Jan Ammann, Pia Douwes ... das komplette Ensemble wunderbar.Tolle Melodien, ich fand es insgesamt sehenswert

700 km Anreise nicht bereut. Allein die Musik vom Band ist für mich immer ein kleiner Wermuthstropfen...

andycibis (26 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Weitgehend unzugänglich

09.09.2018 - FUCK YOU GOETHE ist der nächste erfolgreiche Film der auf die Musicalbühne geschickt wird, zur weiteren kommerziellen Verwertung.
Auch in diesem Fall ist das Konzept aber nicht aufgegangen.
Der Ticketverkauf -für die ohnehin sehr kurze Spielzeit in München- dürfte wohl bei der SE einen allzeit Negativrekord aufgestellt haben.

Das Projekt ist in seiner Gesamtkonzeption schon etwas fragwürdig geraten. In einer verratzten Off-Location bietet die SE nun also kommerzielles Spass-Musical zu Premium-Preisen an.
Das schreit nicht wirklich nach Erfolg.

Vergleiche zwischen Film und Bühnenversion kann ich nicht anstellen.

Prinzipiell ist mir die sehr versierte und temporeiche Regie bzw. das Bühnenstaging aufgefallen.
Ohne nennenswerte Bühnentechnik ist doch alles in Bewegung und im Fluß. Die originelle Chorografie leistet dazu ihren Beitrag.
Alle Darsteller sprühen vor Energie, agieren souverän und professionell.
Problematisch sind Buch und Text.
Was wohl auch daran liegt, dass ich sicher nicht die Zielgruppe für so etwas bin.
Überforderte Lehrer versuchen im Stück ein paar klischeetriefenden Dumm-Dödel-Kids irgendetwas über das Leben beizubringen. Es scheint eine Art Wettbewerb zu sein: Wer ist dümmer? Die Lehrer oder die Schüler?
Der Plot ist weder relevant noch originell.
Der Humor des Stücks besteht hauptsächlich aus einem Bombardement der übelsten Fäkalsprache.
Sämtliche Charaktere sind schrill überzeichnet und unsympathisch.

Die Musik ist laut, teilweise extrem laut. Sie spiegelt in ihrer Stilistik wohl das wieder, was die 12 bis 18jährigen heute so hören.

Im Grunde ist eine Bewertung kaum möglich, da ich -wie gesagt- überhaupt nicht die Ziel- und Altersgruppe für FUCK YOU GOETHE bin.
Trotzdem sei es gesagt: Das Stück konnte mich weder gut unterhalten noch amüsieren.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Satan, dein Name ist Weib

04.09.2018 - CARMEN LA CUBANA ist eine weitere der vielen Adaptionen des Carmen Mythos.
Die Geschichte wird nach Kuba transferiert und spielt in den Revolutionswirren. Für den Handlungsablauf ist das weitgehend bedeutungslos. Die Revolution rund um Castro wird im Opener des zweiten Aktes nur kurz (und sogar kritisch) thematisiert, hat aber natürlich keinen Einfluss auf das klassische Liebesdreieck um die Protagonisten.
Vielmehr gibt die Ortswahl die sinnvolle Möglichkeit, die musikalischen Highlights aus der Bizet Partitur in mitreißenden latein-amerikanischen Orchestrierungen zu spielen. Dass die eine oder andere Arie dabei recht nahe am klassischen Original bleibt, steigert den Reiz und die Abwechslung noch mehr.

In einem stimmungsvollen Ambiente (Bühnenbild, Kostüme und Lichtdesign sind top!) entfaltet sich die tragisch dramatische Geschichte temperamentvoll und leidenschaftlich. Die etwas behäbige literarische Opern-Statik wird komplett aufgehoben. Großen Anteil daran haben die gelungenen und dynamischen Choreografien.

Die rein kubanische Besetzung ist stimmstark und charismatisch präsent. Vielleicht könnte es zwischen Carmen und Jose noch etwas mehr knistern. Aber das ist auch schon der einzige Kritikpunkt, der mir einfällt.

Rassig! Temperamentvoll! Leidenschaftlich!
Viva La Carmen!

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Unbeschreibliche Erfahrung!

03.09.2018 - ... WOW! Ich bin einfach sprachlos! Ich habe schon sehr viele Musicals gesehen... aber dieses Goldstück Kinky Boots - Das Musical war grandios! Soviel Energie, soviel Herz und Liebe! Man feiert regelrecht das Leben!

Eine grandiose Cast, gepaart mit großartiger Musik - Wundervoll!

Dominik Hees’ Darstellung war ganz grandios und berührend!

Gino Emnes... WOW... Das Wort „Darsteller“ hat für mich heute eine neue Bedeutung bekommen😉😳

Jana Stelley umwerfend, stark und wundervoll witzig!

Danke für diesen tollen Nachmittag!

Jekyll&Hyde (13 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


5 Sterne und noch einen sechsten dazu!

02.09.2018 - Wir fuhren am Samstag extra von Berlin nach München, um die Nachmittagsvorstellung von FACK JU GÖHTE zu sehen – und jeder Kilometer von der deutschen Hauptstadt in die Landeshauptstadt von Bayern hat sich gelohnt. Inzwischen hat die Stage das Problem mit dem Finden des Theaters voll im Griff, sofern man von der S-Bahn kommt. Schon auf dem Fußboden des Ostbahnhofs sind große Wegweiser in Richtung des Veranstaltungsortes zu finden – und dies dann auch durchgängig mit großen Plakaten bis hin zum „Theater im Werksviertel“. Ein wirklich tolles, innovatives und junges Theater von der Optik her (mit sehr freundlichen und hilfsbereiten Mitarbeitern im Foyer), das perfekt für das Schul-Musical in eine Art Turnhalle verwandelt wurde. Das Szenenbild und das Theater an sich wurden von meinen Vorgängern hier schon reichlich beschrieben, zur Vorstellung jedoch muss man sagen: Schlichtweg ein Knüller und mit Abstand das modernste Stück, das die Stage zu bieten hat! Die Regieeinfälle sind unglaublich kreativ, spritzig und so reichhaltig, dass man als Zuschauer kaum weiss, wohin man zuerst blicken soll. Die Musik ist modern, sie fetzt groovt und berührt auch. Die Texte sind witzig und originell, das Ensemble ohne jeden Ausfall durch die Bank einfach nur extrem motiviert, engagiert, begeisternd und sehenswert. Das Kreativ-Team des Musicals beschränkte sich hier nicht nur darauf, den Film auf die Bühne zu bringen, sondern hat auch viele Kleinigkeiten runder und noch intensiver als im Film gestaltet. Am Ende hat man dann tatsächlich auch mindestens feuchte Augen (und hörbar einige noch mehr!), weil es das Stück samt des großartigen Ensembles schafft, nicht nur mit einem hohen Tempo und viel Verve zu unterhalten, sondern auch das Herz der Zuschauer angesprochen wird. Das Publikum bestand zwar hauptsächlich aus jüngeren Leuten, doch beim Schlussapplaus erhoben sich die älteren Zuschauer (alles über 40!) geschlossen zuerst zu einer mehr als verdienten Standing Ovation. Zusammen mit „Disneys Glöckner von Notre Dame“ ist „Fack Ju Göthe“ sicherlich eines der besten Ensemblestücke, die von der Stage Entertainment je gezeigt wurden. Es ist ein Jammer, dass die Münchener offensichtlich dieses Stück nicht annehmen bzw. offensichtlich den Besuch scheuen. Wir, die wir im Stück waren, würden dem Musical an einem anderen Ort in einer anderen Stadt (sicherlich wäre da Berlin, wo ja auch seit Jahrzehnten LINIE 1 im Grips-Theater ein unverwüstlicher Erfolg ist) nicht die schlechteste Wahl – insbesondere auch für die vielen Schulklassen, die ihre Klassenfahrt nach Berlin machen.

Stellart (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Immer noch toll, aber ...

01.09.2018 - Eines meiner absoluten Lieblingsstücke, zumindest war es das vor ca. 9 Jahren in Oberhausen noch.
2018 hat mir das Stück immer noch wirklich gut gefallen, es scheiterte leider etwas an der Umsetzung.
Kirill Zolygin hat mir als Graf gesanglich gut gefallen. Vielleicht etwas ungewohnt, konnte er aber an vielen Stellen seine Stärken ausspielen und mich oft emotional mitnehmen. Leider war er als Graf einfach etwas zu klein und stach kaum unter den anderen Darstellern hervor.
Etwas weniger Gefallen finden konnte ich an Tom van der Ven als Alfred, dessen Stimme doch etwas dünn wirkte.
Die Projektionen auf der Leinwand riefen bei mir doch eher eine Art Kinoatmosphäre hervor, die hier ganz sicher nicht hingehört.
Die größten Abstriche musste man leider bei der Musik und der Lautstärkeregelung machen. Fehlende Musiker lassen sich eben leider nicht durch ohrenbetäubende Lautstärke kompensieren. Teilweise war die Lautstärke so extrem, dass man versucht war, sich die Ohren zuzuhalten. Auch die Mikros waren sehr unterschiedlich aufgedreht. 20db leiser wäre Magdas "Tot zu sein ist komisch" sicher toll gewesen ...
Sehr schade, dass aus so einer tollen Musik so etwas gemacht wird.
Letztendlich muss ich aber sagen, dass es einfach ein wahnsinnig tolles Musical ist, das auch von einer solchen Umsetzung (noch) nicht tot zu kriegen ist. Jedoch konnte es mich dieses Mal nicht durchgängig emotional mitreißen.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Wohl nicht zu toppen

01.09.2018 - Wieder eine Inszenierung in Tecklenburg, die mich von Anfang bis Ende berührt hat.
Neben der phantastischen Leistung des Orchesters, eindrucksvollen Bühnenbildern und einer tollen Choreografie, hat die Besetzung mich, wie auch im letzten Jahr schon, voll überzeugt.
Patrick Stanke und Kevin Tarte haben, obgleich gesanglich und rollenbedingt so unterschiedlich, ein Duell auf Augenhöhe geliefert. Meine größten Highlights der beiden, die schauspielerisch ebenso brillierten, wie gesanglich, waren Stern und Bring ihn heim.
Auch die weitere Besetzung hatte Weltklasse. Hier sind besonders Florian Soyka, der einen wunderbaren Bischof dargestellt hat und Ulrich Wiggers (9.8.), der mit viel Ausstrahlung und Spielfreude glänzte zu nennen.
Sehr gelungen wirkte auch der Wechsel zwischen einer von zig Darstellern voll besetzten Bühne und einer einzelnen Person, die mit ihrer Präsenz die Bühne ebenfalls gut füllen konnte.
Besonders imposante "Massenszenen" gab es jeweils am Ende des ersten und des zweiten Akts. Obwohl das Ausrollen der Fahne am 9.8. windbedingt nicht so recht funktionierte (am 22.8. klappte es) konnten die Szenen enorm beeindrucken.
Fazit: Von Anfang bis Ende sensationell. Ich freue mich schon sehr aufs nächste Jahr!

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Tolles Stück mit kleinen Abstrichen

28.08.2018 - Les Mis ist und bleibt ein Highlight und war viel zu lang nicht in Deutschland zu sehen!

Auch in Tecklenburg wird es super umgesetzt und lässt einen schwärmen. Allen voran Eponine, Fantine (auch wenn ich die Rolle für zu wichtig genommen halte), Enjolras und die Thénadiers aber auch das gesamte Ensemble überzeugen auf ganzer Linie.

Patrick Stanke als Valjean war etwas, auf das ich mich sehr gefreut habe, auch wenn ich etwas skeptisch war, ob die Rolle zu seinem Gesang passt. Insgesamt war mir seine Stimmfarbe etwas zu weich bzw. zu jung für Valjean, grade im zweiten Akt. Sein Gebet war aber der Hammer schlechthin, das hat alles rausgerissen, was mich vielleicht sonst gestört hätte.

Kevin Tarte ist ein genialer Sänger und Javert genau seine Rolle. Am Freitag hatte er aber einige Probleme mit dem Timing. So war er ziemlich häufig neben dem Takt und hat bei Morgen schon auch schön in die Pause reingesungen. Am Auffälligsten war es aber bei seinem Tod, als Schuss, Bewegung und dann das Umfallen überhaupt nicht zueinander gepasst hat. Das war etwas schade, weil es doch auffällig war, ansonsten wäre es echt super gewesen.

Daneben muss ich ehrlich sagen, dass mir die Choreografien, insbesondere beim Lied des Volkes und bei Morgen schon überhaupt nicht gefallen haben. Das hatte teilweise schon etwas von „Tanz deinem Namen“ und hat weder inhaltlich noch stimmungsmäßig positiv beigetragen.

Im Ergebnis würde ich daher in Summe dreieinhalb Sterne geben, da es nicht geht, runde ich gerne auf vier Sterne auf, weil das Stück an sich und die Umsetzung in Tecklenburg halt doch echt gut sind!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Zweieinhalb Stunden lachen

28.08.2018 - Ich muss gestehen, dass ich keine allzu hohen Erwartungen hatte, aber dieser Samstag Abend war jede Anreise und das frieren bei 9 Grad wert.

Ein super Ensemble hat mich und meine Begleiter mehr als zwei Stunden am Stück zum Lachen gebracht. Natürlich ist das Stück Klamauk, aber das weiß man ja vorher wenn man zu den Rittern der Kokosnuss geht! Das war genau mein Humor, insbesondere die andauernden Anspielungen auf aktuelle Themen und auf andere Musicals (ich weiß, wen ich unbedingt mal als Herbert sehen will), haben mich zu Tränen vor Lachen gebracht.

Das absolute Highlight war aber in jedem Fall die Fee aus dem See, einfach grandios gespielt und auch gesungen, das darf bei dem Stück, so viel Quatsch es auch sein mag, nicht untergehen!

Das einzige Problem, das ich mit der Produktion habe: die Latte für das Musical ist nun verdammt hoch gelegt, ich befürchte, wenn ich es woanders sehe, werd ich enttäuscht sein...


Zweieinhalb Stunden lachen

28.08.2018 - Ich muss gestehen, dass ich keine allzu hohen Erwartungen hatte, aber dieser Samstag Abend war jede Anreise und das frieren bei 9 Grad wert.

Ein super Ensemble hat mich und meine Begleiter mehr als zwei Stunden am Stück zum Lachen gebracht. Natürlich ist das Stück Klamauk, aber das weiß man ja vorher wenn man zu den Rittern der Kokosnuss geht! Das war genau mein Humor, insbesondere die andauernden Anspielungen auf aktuelle Themen und auf andere Musicals (ich weiß, wen ich unbedingt mal als Herbert sehen will), haben mich zu Tränen vor Lachen gebracht.

Das absolute Highlight war aber in jedem Fall die Fee aus dem See, einfach grandios gespielt und auch gesungen, das darf bei dem Stück, so viel Quatsch es auch sein mag, nicht untergehen!

Das einzige Problem, das ich mit der Produktion habe: die Latte für das Musical ist nun verdammt hoch gelegt, ich befürchte, wenn ich es woanders sehe, werd ich enttäuscht sein...

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Bestenfalls bemühtes Laientheater

23.08.2018 - Was war das für eine Erlösung, als gerade der Vorhang zum ersten Akt viel.
Was BB Promotion da mit dem Budapester Operettentheater zu einem unverhältnismäßig hohen Eintrittspreis auf Tournee schickt, kann im wohlwollendsten Falle als mittelmäßiges, bemühtes Laientheater bezeichnet werden. Eigentlich eine Unverschämtheit.
Mir war klar, dass ich hier nicht die wundervolle, episch-luxuriöse Originalproduktion sehen würde, die ich 1996 mit dem unvergessenen Steve Barton als Biest in Wien erleben durfte.
Aber so ein Gemurkse hatte ich wirklich nicht erwartet, ist BB doch grundsätzlich für ein ganz anderes Niveau bekannt.
Zum allerersten Mal, seit ich leidenschaftlich ins Theater gehe, war nach der Eröffnungsszene wirklich versucht, einfach aufzustehen und zu gehen.
Wie gesagt, habe ich mich dann tapfer durch den ersten Akt gekämpft.
Ich mag hier gar nicht auf Details eingehen, um nicht ungewollt ausfallend zu werden, aber das Schlimmste war eigentlich ein durchgängig privat agierendes Ensemble. Der Text der Chorpassagen scheint unbekannt zu sein, denn meist wird nur der Mund auf und zu gemacht, dabei werden aber keine Worte artikuliert.
Der Großteil der Hauptrollen chargiert und sagt seine Texte einfach nur radebrechend -unverständlich auf.
Unbedingt positiv hervorzuheben sind als Ádám Bálint Lumière und Mara Kékkovacs als Babette, die es tatsächlich schaffen, perfektes Deutsch mit charmanten französischen Akzent zu sprechen und so fast als Einzige dem Stück Leben einhauchen.
Aber leider reichte auch dieser Umstand nicht aus, mich dazu zu bewegen, auch noch den 2.Akt dieses Debakels zu ertragen.
Wie Disney so etwas offiziell lizensieren kann, ist unbegreiflich.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Schmidtreisen lassen! - unbedingt

22.08.2018 - Nach einem eher durchschnittlichen Musicalabend am Vorabend gleich nebenan im Operettenhaus stand heute eine Revue zum Thema Urlaub auf dem Plan.

Was für ein Spass. Christian Petru, Veit Schäfermeier, Carolin Spieß und Robin Brosch feuern ein Gag nach dem anderen ab. Mal zotig, mal albern aber alles ist so bodenständig und hat Herz. Irgendwie findet man dich hier wieder...

Die Regieeinfälle sind genial. Die Musikauswahl und die teilweisen neuen Texte gut umgesetzt. Tolles Ensemble und witziges Bühnenbild.

Fazit:

Wer mal herzhaft lachen will, und zudem gute und fetzige Musik hören will deren Texte man versteht, geht besser ins Schmidt. Preis-Leistung top. Ambiente und Service ebenso.

Schmidtmachen, Schmidtlachen und reingehen.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wiederholungstäter

20.08.2018 - Nach einem Besuch in Berlin im vergangenen Oktober, war ich gestern nochmal in "Paris". Seit langer Zeit bringt die Stage mal wieder ein Stück auf die Bühne, das mich mehrfach ins Theater zieht. Dank einer schönen 2:1 Aktion hab ich mir nochmal Karten für Stuttgart geleistet.

Nach der (in meinen Augen) fast perfekten Besetzung beim letzten Besuch war ich dieses Mal (vor allem im ersten Moment) ein klein wenig enttäuscht. Esmeralda Kristina Love und Phoebus Nico Schweers hatten beide stimmlich einige Startschwierigkeiten, bis sie volle Leistung brachten. Ich glaube, zum Teil lag es an der bemüht klingenden überdeutlichen Aussprache von Frau Love, dass bei „Rhythmus meines Tamburins“ noch der „Wumms“ fehlte. Insgesamt ist im Schauspiel bei ihr auch noch Luft nach oben. Mir fiel mehrfach auf, dass die Gestik sehr eingeschränkt einseitig wirkte.
Nico Schweers hatte zu Beginn noch Probleme mit den Höhen. Aber nach der ersten Hälfte von Akt 1 gefiel mir die Leistung der beiden dann schon. Dass Herr Schweers in meinen Augen nicht unbedingt der "stattliche Hauptmann" ist, den ich mir wünschen würde, sondern eher schlaksig wirkt - geschenkt.

An Gavin Turnbull als Clopin musste ich mich erst mal gewöhnen. Schon seit den alten Berliner Zeiten ist diese Rolle für mich einfach zu sehr mit Jens Janke verknüpft, den ich auch in Berlin gesehen hatte. Es fiel mir etwas schwer, mich von seiner Stimme zu lösen, die mir insbesondere durch die Aufnahmen vertraut ist. An Herrn Turnbulls Leistung gibt es aber nichts auszusetzen.

Jonas Hein als Quasimodo überzeugte auf ganzer Linie, kam für mich dennoch nicht ganz an Milan van Waardenburg heran, der mich im Herbst noch einen Ticken mehr berühren konnte.

Emanuel Jessels Frollo war hervorragend und für mich die Top-Leistung der Show. Stimmgewaltig und düster brachte er überzeugend die Hybris des Erzdiakons auf die Bühne und erhielt entsprechend mit den stärksten Szenenapplaus für sein "Feuer der Hölle".

Ansonsten bleibt es dabei: Ich liebe das tolle Ensemble, das sich scheinbar mühelos durch all die Rollenwechsel singt und spielt. Und der Chor sorgte wieder für einige Gänsehaut. Wie schön, dass dieses Konzept gefunden wurde, um das Ensemble zu verstärken. Ein großes Lob an ORSO aus Freiburg, die gestern Nachmittag zu hören waren.
Ensemble und Chor fügen sich toll in das Bühnenbild ein, werden Wasserspeier Heiligenfiguren. Der flexible Einsatz von Bänken, Geländern und Treppen passt perfekt zum fließenden Wechselspiel der Rollen. Besonders beeindruckt zeigte sich das Publikum gestern vom Ausgießen des Bleis, bei dem ein Raunen durch den Saal ging.

Wehmutstropfen bleibt weiterhin das Spar-Orchester. Da ist wohl leider bei der Stage weiterhin nur Träumen angesagt...

Hughie (29 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Großartig und voll Kreativität

19.08.2018 - Mir hat das Stück ( gesehen am 17.8.) sehr gefallen. Die Musik modern und immer dem Stück dienlich. Die Texte nah an der Vorlage ohne eine Kopie zu sein, sehr gut gemacht und witzig. Das Bühnenbild trotz der wenigen einfachen Elemente toll. Der Cast durch die Bank sehr gut, mit hat J.Spantzel am Besten gefallen, ihr Sinn für Komik ist einfach toll. Die Figuren waren super gezeichnet, ohne die Sache zu übertreiben. Sehr gelungen auch die Romeo und Julia Szene, das Schwimmbad und der Ausflug nach Bollywood. Ein modernes Stück von dem man sich wünscht,dass es nicht gleich wieder in der Versenkung verschwindet. Zu guter Letzt, die Choreografie passend zur Musik und trotz des beengten Raumes sehr sehenswert.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Einfach nur SUPER

15.08.2018 - Ich war jetzt auch endlich in Hamburg in Kinky Boots.

Super Show! Toll inszeniert! Mitreißende Musik und Choreos. Schöne Story mit lustigen und traurigen Momenten. Erstklassige Darsteller mit viel Spielfreude.

Fazit:

Absolut empfehlenswert. Eine Schande, dass Stage das Stück so schnell aufgibt, nicht besseres Marketing betreibt, etc. Hier hat die Stage bei der Inszenierung wirklich alles richtig gemacht, es dann aber durch katastrophales Marketing (ohne dieses Forum würde ich gar nicht wissen, dass das in Hamburg läuft, obwohl ich musical-affin bin) und Ungeduld kaputt gemacht.

Das ist für mich der Inbegriff eines Feelgood-Musicals, wo man glücklich und happy aus dem Theater kommt und noch Tage später dran denken muss und dabei wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert bekommt.

Buch: 5/5
Musik: 5/5
Inszenierung: 5/5
Besetzung: 5/5
Ausstattung: 5/5 (kein technisches Brimborium, aber atmosphärisch dicht und absolut passend.)

Gesamtnote: 5/5

iTechniker (erste Bewertung)


Sehr gute Show mit tollen Darstellern!

12.08.2018 - Hair zählt zweifelsohne nicht zu meinen Lieblingsstücken. Trotzdem ist diese Aufführung bei den Bad Hersfelder Festspielen sehr gelungen und unterhaltsam. Die Darsteller liefern eine 100% gute Show ab. Die Kostüme haben mir sehr gut gefallen. Alles war stimmig und die Band grandios.
Einen Stern ziehe ich jedoch für das Bühnenbild und die Umbauten an sich ab. Das war mir zu plump gelöst und zu sehr Schultheatermäßig. Das habe ich schon besser gesehen. Es gefällt mir auch nicht, wenn Darsteller sich in einer Ecke (trotzdem sichtbar) umziehen.
Alles in allem, war es aber ein toller Nachmittag und die Darsteller, allen voran Bettina Mönch, haben mir sehr gefallen.

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Überragende Vicky Vox in stimmiger Inszenierung

12.08.2018 - Was man derzeit im Londoner Regent's Park bewundern darf, ist "Little Shop" vom Feinsten; grundsätzlich klassisch und ohne Regie-Hirnfürze, aber doch genauso, wie die Show 2018 aussehen muss.
Genial dabei ist, wie die Regie das Thema "Blumenladen" für ein Open Air-Theater denkt: So sind zum Beispiel alle Pflanzen in ihren Blumentöpfen nur stilisiert und in Wirklichkeit verwandelte Haushaltsgegenstände; da sind Rosen eingefärbte Klobürsten, deren Stil eben grün und deren Kopf rot ist.
In anderen Blumenkübeln und Töpfen stecken grüne Pfannenwender, Schneebesen, etc.
So haben alle Pflanzen von Anfang an etwas leicht Außerirdisches und so ist die Entdeckung der Audrey II (die in ihrer kleinsten Form tatsächlich einem Dildo ähnelt) nur konsequent.
Und hier sind wir beim genialsten Schachzug dieser Inszenierung, die Besetzung von Audrey II mit der amerikanischen Drag Queen-Ikone Vicky Vox:
Alles, aber auch alles an diesem Aspekt ist konsequent durchdacht und fantastisch umgesetzt. Wenn Seymour sich in "Git it" sich zum ersten Mal seiner Pflanze zum zuwendet und feststellt, dass sie unmöglich sprechen könne, da sie ein unbelebtes Objekt sei, reißt die Drag Queen die Pflanze praktisch von innen in der Mitte auf, nimmt den sprechenden Kopf und schmeißt ihn weg, tritt auf die Bühne und sagt einen alten Satz mit völlig neuer Bedeutung:
"Does THIS look inanimate to you???"
Dieser Satz von einer fetten Transe mit ordentlich "Attitude" und "Sass" führt zu minutenlangem Applaus eines hingerissenen Publikums. Was für ein Auftritt!
Vicky Vox ist jedoch nicht nur äußerlich höchst imposant, sondern hat auch eine brachial gute, soulige Rockstimme und wird Audrey II in allen Belangen zu 100 % gerecht. Dabei ist sie zynisch, zweideutig, dreckig und gefährlich.
Eine Star-Performance par Excellance!
Zum zweiten Akt ist die eigentliche Pflanze dann sowas wie ein riesiger Anus mit Zähnen, dem Vicky Vox immer mal wieder entsteigt und sich dann ihre Opfer holt. Nochmals: Das ist wirklich grandios durchdacht.
Früher als gewohnt verwandelt sich die Bühne immer mehr in ein außerirdisches Pflanzenreich (die Penner der Skid Row haben zum Beispiel plötzlich Tentakel anstatt Hände) und wenn alle Opfer zum Finale "Don't feed the plants" singen, erinnert das doch stark an eine außerirdische, grün-bunte Pride-Parade.
Das Publikum ist längst entfesselt, aber wenn Vicky Vox als Zugabe dann auch noch "Mean green mother" röhrt, gibt es kein Halten mehr. Ein Triumph!
Hervorragend ist auch noch Marc Antolin als Seymour, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch.
Die Soulgirls Crystal, Ronnette & Chiffon rocken ihre Motown-Songs und bauen dabei neue, abgefahrene, bisher noch nicht gehörte Riffs ein.
Zwei Rollen gehen für mich jedoch in dieser Inszenierung leider nicht ganz auf:
Blumenladenangestellte Audrey tritt hier von Anfang an viel selbstbewusster auf als ihre Vorbilder. Sie ist nicht das kleine, verschreckte Mäuschen, sondern erinnert mit ihrem New Yorker Akzent eher an die Nanny aus der gleichnamigen Serie.
Dieser Umstand ist umso verwirrender, als sie doch der Ur-Audrey (und Mutter aller Audreys) Ellen Greene sowohl optisch wie auch stimmlich frappant ähnelt.
Auch mit der Darstellung des Zahnartzes Orin Scrivello konnte ich hier nicht wirklich warm werden, wobei ich nicht genau benennen kann, woran dies lag.
Die 8-köpfige Band rockt die Schifferscheiße aus der Partitur, dass es eine Wonne ist.
Alles in allem ein grandioser Open Air-Abend mit der Erkenntnis:
Divine is alive and kickin' !

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Die Zukunft scheint gesichert

11.08.2018 - Eine Inszenierung, die sich durchaus mit anderen aktuellen Produktionen messen kann. Und dabei durchgehend mit aktuellen Schülern der Stage-School besetzt und auch von diesen entwickelt.

Zwar hat es an manchen Ecken gesanglich etwas gehakt, aber mich hat insbesondere die Gesamtleistung des Ensembles geflasht. Immer wenn der Chor gesungen hat, war ich mir sicher, dass wir auch in Zukunft gute Musicaldarsteller sehen werden! Positiv hervorheben möchte ich die Vampire Ladies, die ihren Job mit einer Sexyness erledigt haben, die genau richtig zu ihren Rollen gepasst hat. Und auch die Tanzszenen hat man bei diesem Stück selten so gut eingesetzt und umgesetzt gesehen!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Ein Highlight

11.08.2018 - Die hochgelobte Produktion aus London hat ihre Lorbeeren meiner Meinung nach vollkommen zurecht erhalten.

Eine sehr intime Produktion mit einem sehr reduzierten Bühnenbild, was aber überhaupt nicht stört, sondern den Schwerpunkt auf die Sänger, ihre Figuren und Träume lenkt.

Die Cast ist durchweg super! Nicht nur gesanglich, sondern auch im Schauspiel. Da kann man keinen gesondert hervorheben. Gerade im zweiten Akt kamen dann doch teils Tränen in die Augen, wenn Barrett keinen Platz im Boot bekommt und sich gedanklich von Darleen verabschiedet, oder Bride, der das Finale mit einer Reprise von Be thee well einleitet...

Nur zwei Punkte führen dazu, dass ich keine fünf Sterne vergebe:

Zum einen wirkt die Bühne in der Staatsoper sehr leer, da der abgedeckte Orchestergraben nicht genutzt wird und daher viel leerer Raum bis zur bespielten Fläche ist.

Zum anderen ist gerade zu Beginn der Ton viel zu laut gewesen, meine Sitznachbaren haben sich beim ersten Godspeed Titanic die Ohren zugehalten. Ob damit die manchmal etwas dünne Musik ausgeglichen werden sollte? Danach war das Verhältnis deutlich besser, sodass ich das mal auf Anfangsschwierigkeiten des Tontechnikers zurückführen würde, die aber auch bei einer Tourproduktion nicht vorkommen sollten, dafür gibt es Proben.

Aber ansonsten, hat mich die Produktion umgehauen und ich höre seitdem alle Aufnahmen des Musicals, die ich in die Hände bekomme. Zur Derniere gehts nochmal rein!

Tika87 (7 Bewertungen, ∅ 4.4 Sterne)


Die Tour zu Gast in Hamburg

10.08.2018 - Eins vorweg: Ich liebe dieses Stück. Die Chöre und Emotionen, haben mich schon immer gleich gefangen genommen.

Nun also die Tour in der Staatsoper in Hamburg.
Schon Monate vorher ist die Stadt voll mit Plakaten und man ist gespannt wie diese Inszenierung aussehen wird.

Man ist schon etwas irritiert, wenn man den Saal betritt und man zwischen der Spielfläche und dem Publikum gefühlte 20 meter schwarzen Boden sieht ( der Orchestergraben wurde nicht genutzt ) Ist halt nur eine kleine Band. Das ist auch schon der einzige kleine negative Eindruck des Abends. Das Orchester ist etwas klein und klingt nicht voll.

Was sonst auf der Bühne geboten ist fantastisch!
Ein simples Bühnenbild, was schnell mit ein paar Griffen und Requisiten umgewandelt werden kann, dazu ein Ensemble was sehr gut und energievoll spielt und singt.

Das Stück ist sehr gestrafft worden, und auch das für Hamburg neu komponierte 3 Tage erklingt hier nicht. Das tut dem ganzen Abend aber auch keinen Abbruch.

Insgesamt ist es wirklich sehenswert, und eine schöne Art dieses Stück fast wie ein Kammer Musical zu erleben.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Vom Original inspiriert

05.08.2018 - Das Vorbild für die Ettlinger Inszenierung ist unübersehbar die CHICAGO Revival Produktion von Walter Bobbie.
Das perfekte und stillvolle Understatement dieser weltweit erfolgreichen Show wird aufgegriffen und stellenweise leicht ausgebaut.
Die dreiteilige Aufteilung des Bühnenbildes ist dabei noch der auffälligste Teil. Dass das eine oder andere Requisit Verwendung findet ist sicher keine qualitative Aufwertung des Musicals.
Das Kostümbild ist stark am Original orientiert, nicht ganz so sexy und wird hier und da durch ein paar farbig Details ergänzt.
(Negativ fallen die wirklich scheußlichen Perücken auf, die teilweise aussehen, als kämen sie aus der Woolworth Karnevalsabteilung.)
Die Choreografien sind mitunter vom Fosse Stil inspiriert oder gehen auch ganz eigene Wege.
Grandios ist der "Cell Block Tango" gelungen, in dem auch das männlich Ensemble stark eingebunden ist und bewegliche Zellengitter über die Bühne flitzen.
Weniger gelungen ist "I can't do it alone", in dem Velma fast ausschließlich exaltiert mit den Armen wedelt.

Die Regie von Udo Schürmer bringt durchaus auch neue Ideen ein. Ein wuderbar tiefsinniger Gag ist die Freiheitsstatue im Justitia Outfit, die gegen ihre Müdigkeit ankämpft.

Unterm Strich bleibt CHICAGO aber auch in dieser Form ein fragmentarisches, reduziertes Stück, das entscheidend durch die Leistungen der Darsteller getragen wird.
Diesbezüglich hat man in Ettlingen eigentlich alles richtig gemacht.
Das Ensemble ist in prächtiger Spiellaune. (Rein optisch hätte der eine oder andere "kantige" Typ mehr, gutgetan.
Mama Morton, Amos und Mary Sunshine werden zu prächtigen und treffsicher portraitierten Originalen.
Marc Trojan sprang kurzfristig für den erkrankten Marc Lamberty ein. Er begeistert mit starker, sicherer Stimme und souveräner Bühnenpräsenz. Sein Billy Flynn könnte aber gerne noch etwas schmieriger und sexistischer ausfallen.
Dorothee Kahler und Marie-Danae Bansen (Triple Thread!) liefern sehr ausgeklügelte und differenzierte Charakterstudien, wissen genau, wann dick aufgetragen werden muss und wann Feinheiten im Vordergrund stehen müssen. Großartig!

Man hat in Ettlingen kein komplett neues CHICAGO erschaffen. (Warum auch?) Der Geist der genialen US-Inszenierung ist erhalten geblieben und wird sinnvoll ergänzt.
Abheben und begeistern kann das Stück durch die Qualität seiner Vorlage und die nahezu perfekte Besetzung.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Nett ausgedrückt: Desaster

31.07.2018 - Ihr Lieben,

Wenn ihr die Geschichte von zwei Gangs, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten erleben und geniessen wollt, ist die “WEST SIDE STORY” in Clingenburg nicht das Stück wonach ihr sucht.

Ich und meine Frau hatten eine super Anfahrt zum Theater und hatten uns sehr auf die Inzinierung gefreut. Wir beide sind große WSS Fans, seit vielen Jahren.

Wir sitzen hier beide und wissen garnicht wo wir anfangen sollen:

Inzinierung undurchsichtig und kühl.
Kostüme eine Katastrophe. Die Choreografien kamen garnicht zur Geltung in den viel zu großen “Verkleidungen” möchte man fast sagen.

Die Cast war zu 90% Tänzerisch, gesanglich und schauspielerisch überhaupt nicht da wo sie sein hätte müssen. Wenn wir es nicht besser gewusst hätten, würden wir glauben es waren Leihen.

Die Jets leider sehr unmusikalisch und den Songs und in den Choreografien miserabel! Unsyncron, unmusikalisch und ohne Technik!

Auch die Sharks schnitten leider nicht sehr gut ab.
Gleiche Bemängelung wie bei den Jets.

Maria und Tony wirkten nicht auf einander angepasst und “in letzter minute” gecastet. Stimmlich jedoch gibt es von beiden unserer Seite ein großes Lob.

Leider war Tony wirklich viel zu alt im Kontrast zur sehr jungen Maria.

Licht und Ton wurden von Partys Rund ums Gelände gestört, man hatte nicht die Möglichkeit in die Geschichte zu tauchen.

Fazit: Wenn man kein Geld hat um Qualifizierte Darsteller, Tontechniker und Bühnenbilder zu kaufen, sollte man vielleicht die Finger von einer Produktion wie die West Side Story lassen.


Liebe Grüße aus Mannheim!

DENISHENZ (erste Bewertung)


Wunderbares Ensemblestück

31.07.2018 - Allein schon zu sehen, wie das Orchester einläuft, und was für einen Klang die Anzahl der Musiker verspricht steigert die Vorfreude. Und ja, es war der zu erwartende Ohrenschmaus!

Wenn nach und nach die Besatzung und Passagiere an Bord gehen, der Klang immer voller wird, sich schließlich die TITANIC in all ihrer Pracht (in Optik und Klang) präsentiert, dann ist das einfach beeindruckend. Und letztlich sind auch die vielen Ensemble-Stücke einfach die große Stärke dieses Stücks, die es gegen andere Musicals abhebt.

Die Besetzung der Rollen ist meiner Meinung nach absolut gelungen. Jeder der Darsteller haucht den Eigenarten seiner Rolle Leben ein und überzeugte mich sowohl gesanglich als auch schauspielerisch.

Mir gefielen Bühnenbild und Kostüme ausgesprochen gut. Auch wenn mich die Drehgerüste einen kurzen Moment an überdimensionierte Stockbetten erinnerten, haben sie sich als sehr vielseitig einsetzbar erwiesen. Vor allem bleibt natürlich die Anfangsszene beim Auslaufen in Erinnerung, wenn in riesigen Lettern TITANIC erstrahlt, und dann die Kollision mit dem Eisberg.
Wirklich bewegend war für mich der Untergang, wenn aus der in blaues Licht getauchten Hinterbühne die weißen Möbel „emporschweben“. Eine wunderbare Unterwasser-Illusion.

Insgesamt ein wunderbarer Abend, der in Erinnerung bleiben wird.

Hughie (29 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wenn man nichts erwartet ist es nett

29.07.2018 - Wenn man nichts erwartet ist es nett, mehr aber auch nicht. Einfallsloses Bühnenbild, die Farbe grau dominiert vielleicht soll sie den grauen Büroalltag symbolisieren...? Kostüme nicht durchgehend der Zeit angepasst. Es reicht auch nicht Darstellern aus dem Ensemble eine Perücke auf den Kopf zu setzen und schon sind sie jemand anders, wenn sie sich im Stück durchgängig gleich verhalten und bewegen. Das Damentrio des Abends durchwachsen. Einzig allein Doralee konnte als blonde Barbie gut intonieren. Bei Judy wusste man nicht ob sie nun soulig klingen will oder um ihr Leben schreit vor allem im zweiten Akt bei ihrem Solo. Violet (warum ein Hosenanzug mit grüner Bluse???) spielte glaubhaft doch die Gesangspartie überforderte die Darstellerin hörbar. Ihre Stimme brach immer wenn es in Richtung Bruststimme ging. Mr. Hart mit schwäbischen Akzent... okay es ist Amateurtheater. Die Alkoholikerin sagte ihren Text hölzern wie ein Roboter auf. Einziger Lichtblick des Abends war Roz. Die Dame die Programmhefte verkaufte sagte sie heißt Julia. Überzeugend gesungen und gespielt. Positiv aufgefallen ist das gut aufspielende Orchester. Im Gesamten zog es sich wie Kaugummi in die Länge. Bis zur Pause dauerte es gut 1 Stunde und 40 Minuten... Es fehlte im ganzen Ensemble die Energie. Manche auf der Bühne waren mehr mit sich beschäftigt wie mit dem Stück. Wenn man nichts erwartet ist es nett, mehr aber auch nicht.

Elphi09 (erste Bewertung)


Super

23.07.2018 - Komme aus meinem ersten Bad Hersfeld Wochenende und habe 2 xc Titanic gesehen. Wir gingen zur Backstageführung am Samstagabend und bekamen die letzten Songs der Nachmittagsshow mit. Nur zu hören war schon ein Genuß, dann die Backstageführung und die Abendshow. Es war Wahnsinn. Unvorstellbar gut und oft mußte ich mir Tränen vor Rührung/Freude wegwischen. Welch eine Kulisse, tolles Orchester, tolle Darsteller. Es hat mich so mitgenommen. Schade, dass dieser Spielort nicht um die Ecke liegt. Wer die Gelegenheit hat: unbedingt hingehen

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Große Show auf kleiner Bühne

21.07.2018 - habe die Show am 12.11.17 im Katielli gesehen. Die komplette Besetzung (Daniel Andone, Bernd Julius Arends, Rosaly Oberste-Beulmann, Vera Bolten, Fabian Böhle, Markus Kloster, Miriam Lotz, Christine Schürmann) hat darstellerisch und gesanglich wirklich alles gegeben. Die Geschichte reisst einen wirklich mit und wurde auf der kleinen Bühne super umgesetzt. Falls die Show in Zukunft noch einmal gezeigt werden sollte, werde ich sie auf jeden Fall wieder besuchen.

tiny tigress (erste Bewertung)


Immer wieder eine Freude!

20.07.2018 - Nach insgesamt 3 Besuchen und einem nicht einreißen wollenden Spaß an diesem Stück möchte ich diesem Stück die volle Punktzahl geben.

Eine unterhaltsame Geschichte, tolle Musik, klasse Darsteller und eine inspirierende Botschaft zeichnen für mich die Produktion KINKY BOOTS aus.
Es ist ein Jammer, dass es zu spät angenommen wurde und daher schon wieder vor dem Aus steht...

Shakyface (erste Bewertung)


Halbgerockt

18.07.2018 - ROCK OF AGES hat es nun endlich auch nach Deutschland geschafft.
Das Theater Ulm zeigt die deutschsprachige Erstaufführung.

Optisch und musikalisch hat man das Musical makellos umgesetzt.
Bühnenbild, Kostüme, Lichtdesign und die Band überzeugen auf ganzer Linie.

Einen spürbaren Unterschied zu den englischsprachigen Versionen macht die deutsche Cast.
Henrik Wager als Lonny (absolut cool und komisch) und Sascha Lien als Drew (rockig) können begeistern.

Navina Heyne wirkt als Sherrie zu reif und madamig.
Thomas Borchert spielt weitgehend enthemmt den durchgeknallten, drogenumnebelten Altrocker Stacee Jaxx. Seine kontrollierte und kultivierte Stimme lassen dann aber doch die nötige Authentizität vermissen.
Intendant Andreas von Studnitz gibt den Dennis Dupree. Wie soll man seinen Auftritt beschreiben?
Ich würde sagen, der Mann traut sich was!

Die deutsche Übersetzung von Holger Hauer ist in ihrem subversiven Humor weitgehend gelungen, auch wenn nicht jeder Gag ins Schwarze trifft.
Der Witz der beiden Klinemans verpufft leider weitgehend wirkungslos. Im Englischen ist Vater Klineman durch seinen starken deutschen Akzent und sein absurdes Herrenmenschen-Gehabe ein respektloses Vergnügen. In der deutschen Übersetzung hat man da leider keine Entsprechung gefunden.
Sohn Klineman ist im Original ein verschrobener, sexuell undefinierbarer Sonderling. In Ulm wird er konsequent als 8jähriger Schuljunge porträtiert. Der Effekt nutzt sich leider schnell ab.

Insgesamt wirkt die Inszenierung in ihren Dialogszenen manchmal etwas zu langatmig.

Unterm Strich ist ROCK OF AGES in Ulm gut gemeint und nett gemacht.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


ansprechende Show von Gerber/Wilhelm

17.07.2018 - Einfach erfrischend das neue Phantom. Tolle Musik und Klasse Darsteller.

Was mir aufgefallen ist, dass hier negative Bewertungen von einem ganz anderen Phantom der Oper sind mit Deborah Sasson…


Schade, dass dann diese Produktion unter den schlechten Bewertungen leiden muss - sehr tolles Orchester dabei!

MichaelKreuzer (erste Bewertung)


Kracher in Schweizerdeutsch

16.07.2018 - Ich war am Samstag 14.07.2018 in Thun und meine Erfahrung deckt sich mit der muz-Kurzbewertung.

Die Wettervorhersage war eigentlich ganz gut. Trotzdem hat es vor und nach der Vorstellung etwas geregnet, während der Vorstellung ein paar nicht erwähnenswerte Tropfen. Viel intensiver war, vor allem in der ersten Stunde, der Wind. Hat man auch etwas in der Soundanlage, Welche sonst einwandfreie Akustik lieferte, etwas gehört. Auch für die Cast war der Umgang mit einigen Requisiten nicht ganz einfach. Da lässt man auch mal auch mal den ein oder anderen kleinen Fehler durchgehen und versteht Ali, wenn sie beim ersten Zusammentreffen gleich mal ein "Sch... Wind rauslässt. Grosses Kompliment an Alle, Die diesen Abend durchgezogen haben.

Die 11 köpfige Band spielte flott auf und drückte recht aus Tempo. Einige Nummern schienen mir auch etwas gekürzt. In Thun ist ja auch der Anwohnerschutz immer wieder ein Thema und ich vermute mal, dass sie in 2 1/4h ohne Pause durch sein müssen.

Besonders erwähnenswert die Bühne. Die Hauptbühne mit der drehbaren mehrstöckigen Taverne. Dazu 2 bespielte Nebenbühnen. Rechts mit der Bar, links Container mit Band und den Umkleideräumen. Durch fehlen der Umkleideräume, Die in Thun sonst unter der Bühne sind, war die Bühne recht tief. Dies ermöglichte auch einige Badeszenen. Sicht von meinem Platz 1. Reihe war super. Die Bühne im Gegensatz zur abgespeckten Tourversion, sowie auch zu den Long Runs mit der neuen eckigen Kulisse, eine echte Augenweide.

Die Inszenierung hielt sich trotz vorwiegend berndeutschem Dialekt am bekannten Skript. Grosses Kompliment an Dominik Flaschka und Roman Riklin. Sehr einfallsreich die Väter mit Bündner, St. Galler und Zürcher Dialekt. Die Rollen wurden auch mit passenden Schweizer Nachnamen versehen.Einzig die Zugabe Waterloo war in englisch. Etwas irretierend fand ich die Alptraumszene mit Gummikostümen, welche fast in die Sado Maso Szene passen würden und grussligen Masken. Die Bewegungen erinnerten an Zombies. Dazu noch der Reigen aus Drag-Queens bei Dancing Queen, Welcher sehr gut ankam. Mir schien, dass der Rechtegeber Thun doch einige Freiheiten liess.

Wegen der Dialektversion wurde doch ein Grossteil der überschaubaren Schweizer Musicalriege aufgefahren. Ich fand es toll besetzt. Hervorragend Monica Quinter, Gigi Moto und Patricia Hodell als Diamonds. Daneben hat mir Eric Hättenschwiler als Bill besonders gut gefallen. Neben dem mit Profis besetztem Ensemble auch noch die eigenen Musical Singers, Welche gut integriert wurden. Kleiner Wehrmutstropfen für mich, bei meinem Lieblingstitel "Der Gewinner isch der Star" reichte es nicht ganz für den anspruchsvollen Schlusston. Dieser wurde dann kurzerhand gestrichen. Aber das ist jammern auf hohem Niveau.

Für mich eine absolute Empfehlung für Leute, die Schweizer Dialekt verstehen. Auch für alle Anderen sicher sehenswert. Wenn das Wetter mitspielt, dürfte es für Thun volle Kassen geben.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 4.5 von 5
Ausstattung 5 von 5
Besetzung 4.5 von 5

Gesamt: 4.5 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Betrug am Kunden?

16.07.2018 - Große Werbung und Inszenierung... Vor Ort ein Desaster-einfach unerklärlich.

Dida5187 (2 Bewertungen, ∅ 0 Sterne)


Sehr schlecht und einfach Plump

16.07.2018 - Eine sehr schlechte und nicht zu empfehlende Show, hat auch bis auf die Lieder nichts mit den Musicals von Webber zu tun. Einfach nur Sänger auf der Bühne die diese Lieder singen, ohne Flair eines Musicals... Dafür einfach zu teuer und nicht zu empfehlen. Lieber ein Musical direkt ansehen

Dida5187 (2 Bewertungen, ∅ 0 Sterne)


Der erste Besuch und gleich ein Volltreffer

15.07.2018 - Les Miserablés habe ich damals in Duisburg gesehen und seither nicht mehr. Dies war auch mein erster Besuch bei den Freilichtspielen in Tecklenburg.
Ich hatte keinerlei Ahnung und keine Erwartungen.
Die Inszenierung hat mir sehr gefallen und das Bühnenbild war toll. Die Darsteller haben eine großartige Leistung abgelegt, wenn mir auch die ein oder andere Rolle nicht ganz perfekt besetzt erschien. Die Hauptrollen jedoch konnten auf jeden Fall überzeugen.
Kevin Tarte als Javert hat mir sehr gefallen und auch Lesarah Sattler als Eponine hat bei mir Gänsehaut ausgelöst. Das Ensemble hat ingesamt sehr überzeugt und ich habe das unbequeme Sitzen auf den Holzbänken (trotz Kissen und Decke) sowie den stauben Waldboden schnell vergessen. Wer die Chance hat, Les Miserablés zu sehen, soll sich glücklich schätzen. Es macht einfach Spass, den ambitionierten Darstellern und deren Spielfreunde beizuwohnen. Top!

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Live und ganz in Farbe

15.07.2018 - Turbulente Gaunerkomödie mit coolem Jazz- Swing- und Sixties Sound nach einer wahren Begebenheit. Das gelungene Musical übernimmt den Handlungsaufbau und größtenteils auch die Dialoge aus dem bekannten Films von Stephen Spielberg. Während ich die Verfilmung der Lebensgeschichte von Frank Abganale jr unspektakulär ja sogar langweilig fand, hat mich das Musical überzeugt. Eine bunte, runde und kurzweilige Inszenierung mit gelungener Mischung aus stillen Momenten und großer Show. Ein hoher Qualitätsstandard, eine überaus spielfreudige und talentierte Cast, ein charismatischer und begnadet singender Hauptdarsteller sowie mit Ilja Richter und Wolfgang Plate zwei Elder "Stars" im Ensemble, sorgen für 4 Punkte und eine unbedingte Off-Theater Empfehlung in Hamburg für einen kurzweiligen Musicalabend jenseits der Stage-Produktionen.

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Ein Highlight in Oberhausen

13.07.2018 - Rezensierte Vorstellung: Dienstag, 10.07.2018

Nachdem ich im Jahr 2014 das Musical Tarzan bereits in Stuttgart sah gab es für mich eine lange Pause vom Stück für mich. Doch kurz vorm Ende der Spielzeit in Deutschland wollte ich es nun doch noch ein letztes Mal sehen.

Inszenierung
Ich muss sagen, dass ich positiv überrascht war von der gesehenen Vorstellug. Das Theater wird perfekt genutzt und für mich persönlich funktioniert Tarzan in diesem Haus auch besser als im Apollo Theater in Stuttgart.
Die Inszenierung ist spektakulär und aufwendig. Allerdings wirken manche Rollen einfach nicht perfekt ausgearbeitet. Vor allem die Rolle der Jane ist hier für mich sehr ausbaufähig. Ansonsten ist es einfach ein Disney Stück. Man bekommt was drauf steht. Das ist zwar nichts mit wahnsinnigen Tiefgang, aber es gefällt.

Musik
Mit dem Sound war ich relativ glücklich. Im Kontrast zu anderen Produktionen von Stage war er sogar perfekt. Das war in Stuttgart damals leider nicht so. Hier konnte ich die Stimmen und die Musik mehr genießen.

Besetzung
Als Tarzan stand in der besuchten Vorstellung MERLIN FARGEL auf der Bühne und das was er da leistet ist grandios. Gerade wenn er seine stimmlichen Tiefen auspackte, hatte ich Gänsehautmomente. Er ist sehr wandelbar im Gesang und auch als Schauspieler kann er überzeugen.
LINDA VERSTRATEN spielte die Jane. Sie war gesanglich sehr gut und man merkte eine Dynamik mit Merlin Fargel vor allem beim Duett "Auf einmal". Sie spielt die Jane sehr sympathisch, leider hatte sie mit den schwierigen schnell gesprochenen Passagen ihre Probleme.
SOPHIA WEZER spielt die Kala mit viel Herz und einer traumhaften Stimme. Es war wirklich toll ihr zu zuschauen vor allem im Zusammenspiel mit ANDREAS LICHTENBERGER, welcher Kerchak spielt. Dieser ist für mich einfach die perfekte Besetzung. Man merkt ihm an, dass er diese Rolle seit 10 Jahren inne hat. Da sitzt jeder Ton, jede Geste.
JEFFREY SOCIA war ein stimmstarker Terk mit dem in dieser Rolle üblichen Akzent. Nicht super, aber kein Abbruch.
Auch der Darsteller des jungen Tarzan MAX war wirklich sehr gut.

Ausstattung
Für die Oberhausener Produktion wurde die Ausstattung überarbeitet und das tut der Optik des Stückes verdammt gut. Das Ganze wirkt realistischer, abwechslungsreicher.
Auf der andren Seite wurde die Technik der Bühne etwas zurück geschraubt, da es in Oberhausen nicht möglich gewesen wäre. So kommt nun nichts mehr aus dem Boden gefahren. Ich fand das nicht weiter tragisch.

Fazit: Das Buch hat immer noch seine Schwächen, aber das Stück macht trotzdem Spaß, vor allem mit diesen Darstellern. Mir wird es auf jeden Fall fehlen.

Inszenierung: 3,5/5
Musik: 4/5
Darsteller: 4/5
Ausstattung: 4,5/5
Insgesamt: 4/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Albern

08.07.2018 - Zunächst das positive: die Cast ist toll und die Ausstattung ist genauso bunt und üppig, wie man es bei diesem Thema erwartet.

Aber:
die Show ist genauso langatmig und stellenweise langweilig wie viele Disney-Musicals.

Mein größter Kritikpunkt ist aber, dass die Show sehr albern ist. Da wird Humor mit Albernheit verwechselt.

Für kleine Kinder, die den Film mögen, mag der Besuch nett sein, weswegen ich einen Trost-Stern vergebe, aber ansonsten ist diese Show eher enttäuschend.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Zauberhaft

08.07.2018 - Ich bin eigentlich kein großer Fan von Disney-Musicals. Die meisten Disney-Musicals sind nach Schema F gestrickt und wirken immer wie von der Stange.

Oft sind sie auch sehr langatmig, weil sie auf deutlich kürzeren Disney-Filmen basieren und dann krampfhaft versuchen, die eigentlich zu kurze Storyline auf die bei Musicals übliche Länge von 2 mal mindestens 60 Minuten zu strecken.

Aber Mary Poppins ist wirklich toll. Auch bei Mary Poppins gibt es zwar (wie bei fast allen Disney-Musicals) einige Längen und einige langweiligere Szenen. Aber es gibt genauso auch echte Highlights und sehr emotionale Momente. Wenn am Ende Mary Poppins die Familie Banks verlässt und über das Publikum hinweg schwebt, hat man wirklich Tränen in den Augen. Ich finde es nur etwas schade, dass man die Drähte in dieser und den anderen Schwebeszenen deutlich sieht. Wenn ich daran denke, dass der Zauberkünstler David Copperfield mal in einer Show ähnliche Flugeffekte gezeigt hat, ohne dass da irgendwas zu sehen war, frage ich mich, ob man das nicht genauso hätte lösen können. Aber das ist letztlich nur eine Randnotiz und schmälert nicht die Emotionalität.

Insgesamt kann ich zwar keine volle Punktzahl geben, weil das Stück dafür zu viele Längen hat, wofür ich einen Punkt abziehen muss. Aber es ist wirklich ein absolut sehenswertes Stück, das 4 von 5 Sternen absolut verdient hat. Wirklich zauberhaft.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Nette Idee, aber zu langweilig

08.07.2018 - Die Kernaussage ist ja wirklich schön und es gibt auch ein paar schöne Melodien. Und die Kostüme sind mit viel Liebe zum Detail gemacht (dafür gibt es dann kaum Bühnenbild).

Aber insgesamt zieht sich die Show schon sehr... An vielen Stellen denkt man "Jetzt könnte es aber auch mal langsam vorbei sein."

Die meisten Disney-Musicals gefallen mir nicht besonders und so ist das leider auch mit diesem Stück und dass es so lange läuft, wundert mich immer wieder neu.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Hamburger Produktion steht der Londoner Produktion in nichts nach

08.07.2018 - Die Hamburger Produktion von Kinky Boots steht der Londoner Produktion in nichts nach. Die Show in Hamburg ist bezüglich Inszenierung, Choreographien, Ausstattung, etc. genauso (toll) wie die Londoner Show. Nur halt auf Deutsch. Und die Übersetzung ist auch sehr gelungen.

Das Highlight ist das gesamte Ensemble: egal ob die Hauptdarsteller und ihre Zweit- und Drittbesetzungen oder das gesamte Ensemble bis zur kleinsten Nebenrolle: alle Rollen sind perfekt besetzt. Alle Darsteller sind Meister ihres Fachs und man sieht ihnen in jeder Show die große Spielfreude an, die niemals wie Routine wirkt.

Insgesamt steht auch die deutsche Produktion dem Original in nichts nach und auch in Hamburg ist Kinky Boots eines der besten, coolsten, fröhlichsten, mitreißendsten und begeisterndsten Musicals die ich kenne.

Wer Musicals mag, muss diese Show gesehen haben!

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Ein wunderbarer Abend

06.07.2018 - JCS in Magdeburg wurde von Sabastian Ritschel in ein modernes Gewand verpackt, welches die Aktualität des Stoffes gut verdeutlicht.
Eine große Herausforderung war sicher die riesige Bühne zu bespielen. Da wäre sicher ein nicht so einheitliches Bühnenbild hilfreich gewesen. Einziges Highlight bleibt hier „ das Wandeln übers“ Wasser. Ansonsten sehr minimalistisch. Die gab aber auch die Chance den Fokus ausschließlich auf die Protagonisten zu richten.
Der Ton ist beim Open Air ja auch immer eine Herausforderung, ein klein wenig lauter hätte es für mich sein dürfen, allerdings war es sehr wohltuend dass die Sänger wirklich exzellent zu hören waren.
Die Sänger, Tobias Bieri und Julian Gamez Martin machten einen tollen Job. Gerade für Tobias Bieri war es sicher nicht leicht, eine eigene Interpretation zu entwickeln, bei den vielen Vorbildern. Seine Interpretation war eher ruhig und eher Mensch als Gottes Sohn, mir hat es gut gefallen. Timothy Roller dagegen war leider schlechter zu verstehen, weil er nicht ganz so deutlich sang und spielte seine Rolle dicht ganz so differenziert. Pontius Pilatus war gut, vielleicht ein wenig zu opernhaft. Kaiphas und Annas waren ein klasse Paar, haben mir sehr gut gefallen. Herodes war wieder einmal der Liebling des Tages, sehr schrill und sehr gut.
Opernchor und Tänzer machten ebenfalls einen tollen Job und trugen maßgeblich zum Gesamterfolg teil.
Das Orchester einfach Klasse, immer ein großes Plus in Magdeburg.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gute-Laune-Show mit Herz und Humor

01.07.2018 - Ich kenne Kinky Boots schon aus London und auch in Hamburg ist es eine echte Gute-Laune-Show mit Herz und Humor. Es gibt unglaublich viel zu lachen, aber auch ein paar sehr traurige, anrührende Szenen.

Aber auf jeden Fall kommt jeder glücklich und mit einem Lächeln aus der Show. Und noch Tage später denkt man an diese geniale Show, die der Londoner West-End-Produktion in nichts nachsteht.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Herausragend! Besser als derzeit im West End.

01.07.2018 - Ich muss nicht viele Worte machen:
Was die Freilichtspiele Tecklenburg hier aufbieten, ist schlichtweg sensationell.
Die Show ist in vielerlei Hinsicht besser als die im West End gezeigte, mittlerweile arg reduzierte und skelettierte Version:
In Tecklenburg klingt "Les Mis" besser (6 Musiker mehr als in London), es vibriert, es lebt, es atmet und es sieht auch oft besser aus.
Herausragend sind Patrick Stanke als Jean Valjean, David Jakobs als Enjorlas und Lasarah Sattler als Eponine.
Ein epischer Triumph! BRAVO !
Das Show-MUSS des Sommers!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein toller Abend mit viel schwarzem Humor

24.06.2018 - Eines möchte ich vorweg gleich sagen: Die Darsteller waren alle toll. Hier durfte mal gezeigt werden, wer schauspielerisch etwas auf dem Kasten hat. Man merkte, dass die Darsteller selbst Spass an Ihren Rollen haben und es war ein tolles Ensemble. Lucas Baier als Gomes war wirklich grandios und eine richtige, komödiantische Überraschung für mich. Aber ich fand sie alle toll und gut besetzt. Die Kostüme haben gepasst und ein bisschen Kulisse gab es auch fürs Auge. Mein Fazit: Toller Abend, mit tollen Schauspielern in einem lustigen Stück mit flacher Handlung, aber trotzdem rundum gelungen.

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Rotzig, Laut, Schockierend und einfach geil!

24.06.2018 - Ich bin gleich nach der ersten halben Stunde sowas von begeistert gewesen. Die Darsteller waren wirklich alle toll und der Gesang hat gesessen. Es war kurzweilig, lustig, dramatisch und provozierend. Ein unterhaltsamer Abend im Deutschen Theater Göttingen. Mehr davon!

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


CHICAGO in neuer Inszenierung ein Erlebnis

23.06.2018 - Nach London und Stuttgart in der eher dunklen und minimalistischen Inszenierung war es ein Genuss einmal CHICAGO in Farbe und vielen guten Choreo- und Regieansätzen zu erleben.

In Ettlingen bei Karlsruhe hat man in diesem Sommer die einmalige Gelegenheit dazu.

Hervorzuheben dabei das große Live-Orchester ein cleveres Bühnenbild, und ein spiel- und tanzfreudiges Ensemble.

Zu erleben ist zudem die deutsche Übersetzung von Gesell/Baumann die man aus Wien und Berlin in den 90ern kannte. Persönlich finde ich diese viel griffiger. Die Textverständlichkeit war bei allen Darstellern hervorragend und kein Vergleich zur Aufführung 2015 in Stuttgart.

DIE BÜHNE

Links steht eine Vaudeville Bühne auf schräger Ebene für diverse Showszenen. Rechts ein in Stahlgerüsten eingebauter Knast. Die Verschiebbaren Gitter ermöglichen insbesondere beim Zellen-Block-Tango durch die neue Choreografie tolle Bilder. Mittig ein überdimensionierter Clownskopf.

Die Übertragung alles ein "Circus" und die immer wiederkehrende rote Clownsnase ist ein schlüssiger Ansatz.

DIE CAST

Maria Danaé Bansen als Roxie ist ein Ohren und Augenschmaus. Nach Mary Poppins in Wien durfte ich die talentierte Darstellerin nun in einer ganz anderen Rolle erleben. Sie ist frech, witzig und gibt der Roxie viel mehr Profil als in der Originalinszenierung.

Gudrun Schade als Mama Morton tritt als Art Domina/Killer-Queen in Lederoutfit auf die Bühne und hat eine unglaubliche Präsenz. Ihre dunke und sicher Stimme gibt ihren Songs und Dialogen viel Tiefe.

Dorothee Kahler als Velma war sehr gut aber weit weniger präsent als Roxie. Stimmlich und spielerisch sehr sicher.

Marc Lamberty als Anwalt Billy Flinn war die Entdeckung des Abends für mich. Sein Billy ist witzig, keck und er bewegt sich fantastisch. Stimmlich waren seine Auftritte wahre Showstopper und wurden mit reichlich Beifall bedacht.

Ebenso komme Adrian Kroneberger in der Rolle des Amos begeistern. Sein Mister Zellophan war so berührend und auch in den Spielszenen begeisterte er mit trockenem Humor und der entsprechenden Körpersprache.

Auch das Ensemble war ganz hervorragend, stimmlich wie tänzerisch.

DIE INSZENIERUNG

Durch die neue Choreografie von Bart de Clercq ergaben sich viele neue Möglichkeiten. Schon die Eröffnungsnummer löst sich von den für Bob Fosse typischen Bewegungsmustern zu den Akkorden der Jazznummer. Das ist neu, anders und begeistert.

Auch in den anderen Tanzszenen finden sich schöne Bilder und Sequenzen, wenngleich der Tanz in Ettlingen weniger im Vordergrund steht als in der Originalinszenierung.


Udo Schirmer hat in seier letzten Spielzeit als Intendant in seiner Inszenierung eher die Menschen in den Mittelpunkt gerückt. Ich hatte den Eindruck, dass die Spielszenen viel besser zur Geltung kamen als in London und Stuttgart.

FAZIT:

Ettlingen hat zum 40. Jubiläum der Schlossfestspiele mit CHICAGO wieder einmal ein echtes Highlight.

Eine lauer Sommerabend in der wunderschönen Altstadt und ein Besuch der Show lohen. Wer CHICAGO live noch nie gesehen hat, wird begeistert sein. Wer die Originalinszenierung kennt, wird erfreut sein diese Show einmal ein einer anderen, farbenfrohen, menschlichen und witzigen Inszenierung zu erleben.

Gute Sicht von allen Plätzen, ein überdachter Zuschauerraum, hervorragender Ton und Textverständlichkeit und moderate Preise machen eine Reise zu CHICAGO in Ettlingen zu einem Erlebnis.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Auch in HH gut

21.06.2018 - Ich war das Wochenende wieder einmal in Hamburg um mir zum wiederholten Male Kinky Boots anzuschauen
( Wieder echt Top ! ) :-))
Es gibt jetzt eine Art Touristen Rabatt in HH bei Stage.
Wenn man 2 Tage vorher oder nachher ins Musical geht bekommt man 50% Rabatt. So sind wir dann zu Mary Poppins gegangen, was ich schon in Stuttgart gesehen habe.

Auch hier in Hamburg ist die Show sehr gut.
Einfach ein schönes buntes Disney Erlebnis, was einfach magisch ist, und nicht so platt wie manch andere Disney Musicals.

Anscheinend gab es viele Umbesetzungen, sodass ich viele 2. Besetzungen auf der Bühne standen, was dem Spaß keinen Abbruch tat.

Mary Poppins: Shari Lynn Stewen
Bert: Oliver Floris
George Banks: Leon van Leeuwenberg
Winifred Banks: Julia Lißl
Kinder: Emi & Ben
Miss Andrew & Vogelfrau: Roimata Templeton
Mrs Brill: Maryanne Kelly
u.a.

Es war trotzdem eine tolle Vorstellung mit viel Spaß und Energie. Ich bin immer noch etwas enttäuscht, dass man die "dunklen Szenen" für Deutschland entschärft hat.
Besonders Miss Andrew war ein Highlight!

Shari Lynn Stehen ist äußerlich eine perfekte Mary, aber leider fehlt ihr im Spiel die nötige Wärme und Witz, sodass sie recht kühl wirkt.
Die Kinder waren auch sehr gut.

Alles in Allem ein schöner Theater Abend und mit Kinky Boots im Doppelpack ein toller Hamburg Aufenthalt!

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Sabrina Weckerlin in dieser Rolle muss man gesehen haben

21.06.2018 - Ich hatte das Vergnügen die Abendshows am 15. + 16.06.2018 zu sehen und bin begeistert. Besonders von Sabrina Weckerlin, die ich in 2014 schon grandios fand, hat sich nochmals gesteigert. Auch die junge Darstellerin der Johanna war sehr gut gespielt. Klasse auch Lutz standop mit "Hinter hohen Klostermauern". Die neuen Projektionen haben gut gefallen, besonders der Blick auf das alte Fulda. Davon gerne mehr.
Zu der obigen Kritik:
Brussman als Erzähler durchgängig hätte auch mir besser gefallen.
Den alten Papst fand ich nicht gut dargestellt. Die sprechende Säule braucht man nicht wirklich, hat aber für manchen Lacher gesorgt.
Wunsch für die Zukunft:
Bitte von der Päpstin einen Livemitschnitt als CD oder besser noch DVD.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Modern Girl

19.06.2018 - In diesem Jahr bringen die traditionsreichen Grimm Festspiele Hanau u.a. die Musicaladaption des Märchens "Dornröschen" auf die Bühne des Amphitheaters Schloss Philippsruhe.

Auf der namenhaften Besetzungsliste findet man Kerstin Ibald, Joana Fee Würz, Sascha Oliver Bauer, Dennis Hupka, Kurosch Abbasi und andere Namen die für professionelles Musicalentertainment stehen.
Sie und das komplette Ensemble überzeugen, singen und spielen wunderbar.

Die Musik stammt von Marian Lux. Sie hat ihre starken, schönen und eingängigen Moment. Im zweiten Akt leidet die Komposition (Buch und Text geschuldet) etwas an ihren in die Länge gezogenen rezitativen Momenten.

Wolfgang Adenberg (Buch/Text) hat das Märchen recht modern aufgedröselt und zeigt Dornröschen als aufmüpfigen Teenager in einer leicht dysfunktionalen (Königs-)Familie.
Das funktioniert auch überwiegend gut und nimmt dem Stoff einiges von seiner Patina und seinem Pathos. Im Zweiten Akt scheint Adenberg allerdings der dramaturgische Zugriff zu entgleiten. All zu komplex und unübersichtlich werden familiären Verstrickungen und Verwandtschaften zwischen Menschen und Feen dargestellt, transzendentale Erfahrungen und Wanderungen haben hohen Erklärungsbedarf und nehmen das Tempo aus der Inszenierung von Alex Balga.

Märchenhaft anzusehen ist das Stück schon durch seine aufwändigen, schönen Kostüme.
Auch das Bühnenbild mit Schloss Skyline, Drehbühne und vielen Auftritts- und Abgangsmöglichkeiten gefällt.
Die vierköpfige Liveband gibt ihr Bestes. Meiner Meinung nach hätte die Komposition eine größere Besetzung bzw. eine gut Bandeinspielung verdient.

DORNRÖSCHEN ist ein schöner, stimmungsvoller Musicalabend, der leider gegen Ende etwas an Dynamik und Dramatik verliert.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Ein absoluter Volltreffer!

12.06.2018 - Man erlebt sie letztlich dann doch zu selten, diese magischen Theaterabende, diese absoluten Volltreffer.
Ich schätze mich extrem glücklich, gestern Abend einen solchen Volltreffer in der Stadthalle Aschaffenburg erlebt zu haben:
Das Gastspiel des Theaters Hof war in jeglicher Hinsicht hinreißend.
Wenn schon zu Beginn ein 33-köpfiges Orchester (wo bekommt man das heute noch???) die mitreißende Ouvertüre aufspielt, dann kann man sich den wunderbaren Melodien und dem brachial-brillanten Druck des fantastischen Orchesters nicht entziehen.
Und dann tritt sie auf, der Star des Abends:
Julia Leineweber in der Rolle der Charity Hope Valentine ist eine Offenbarung.
Sie spielt zum Niederknien charmant, tanzt federleicht und singt vollends überzeugend.
Ihre Charity ist eine Wucht.
So sehr, dass man sich niemand anderen mehr in dieser Rolle vorstellen möchte.
Ein Kabinettstückchen in Sachen Musiktheater.
Die Choreografien sind spritzig und werden wunderbar exakt ausgeführt.
Noch nie habe ich eine so perfekte Durchmischung und Integration von Opernchor und Ballett gesehen.
Ist die Bühne richtig voll, hat auch das gewaltigen (Aus-)Druck.
Nicht nur hier merkt man, dass Regisseur und Choreograph Kurt Schrepfer sein Handwerk vorzüglich versteht; seine Personenführung und seine Gesamtregie sind hinreißend.
Ich kann tatsächlich nicht genug vom gestrigen Abend schwärmen.
Die Produktion ist morgen Abend nochmals in Aschaffenburg zu Gast.
Ich habe für diese Brillanz in der Reihe 3, Mitte, unfassbarere 24 € bezahlt.
Wer es also schafft: Unbedingt hingehen!
Und wer es nicht schafft, der sollte versuchen, im Stammhaus in Hof noch ein Ticket zu ergattern.
Diese Charity ist in jeglicher Hinsicht sweet.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Nichts wie hin

08.06.2018 - Tolle Songs, eine sensationell gute Band. Eine bestens aufgelegte Navina Heyne - hatte ihr Rock gar nicht zugetraut (aber diese wunderbare Frau kann wohl doch so ziemlich alles) und ein selbstironischer Thomas Borchert. Perfektes Sounddesign. Handlung absolute Nebensache - zum Schluss etwas zäh. Das Pubikum toste vor Vergnügen.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Für nicht Petry-Fans kein Muss

04.06.2018 - Wahnsinn
München 02.06.2018 Abends

Ich kann mich jetzt nicht als grossen Wolfgang Petry Fan bezeichnen. Kannte davor etwa 3-4 Lieder aus dem Musical. Da ich für Fack ju Göhte in München war, habe ich mich aber entschlossen, es anzuschauen.

Das Deutsche Theater mässig gefüllt, 2 Rang zu, im Parkett mehrere leere Reihen. Obs daran lag, dass es die Zusatzvorstellungen waren. Die Stimmung jetzt nicht überschwänglich, einige Fans, Die schon bei der Overtüre mitklatschten.

Das Bünenbild für eine Tourversion gelungen und ausreichend.

Ich hatte bis auf die Rolle von Tobi die First Cast. Ich fand sie solide, aber so richtig hervorheben kann ich Niemanden. Ich fand mehrere Titel etwas holprig gesungen. Dazu kam, einmal mehr im Deutschen Theater, der schlechte Sound. Gerade bei den Sprechpassagen war in 1. Reihe fast ständig ein Hallen zu hören, dass nervt. Ich weiss jetzt nicht, ob da der Veranstallter oder das Theater zuständig ist. Aber bei einem so teuer umgebauten Theater erwarte ich einfach mehr.

Die Story anfangs etwas zäh. Was m.E. daran liegt, das 4 Geschichten reingedrückt wurden. Im 2 Akt dann etwas mehr Party und da erwischte ich mich doch glatt dabei, wie meine Beine mitwippten.

Fazit: War ein netter Abend für mich. Aber nochmals hingehen oder extra weit fahren würde ich dafür nicht.

Inszenierung: 3 von 5
Musik: 3 von 5 (1 Punkt Abzug wegen der schlechten Akustik)
Besetzung: 3.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamt: 3.5 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Absolut sehenswert, nicht nur für die Filmzielgruppe

04.06.2018 - Fack ju Göhte Das Musical
München 02.06.2018 Nachmittag

Selten ging mit so wenig Erwartungen und einer Vorstellung, was mich erwartet, in ein Musical. Hätten mir hier nicht diverse Leute durch ihre Berichte Lust gemacht, wäre ich wohl nie rein gegangen. Teil 1 von FjG habe ich weder im Kino, noch TV gesehen, daher kannte ich Handlung nicht.Nach dem Motto, ist ein Teenagerfilm, dafür bin ich zu alt.

Leider war auch am Samstag Nachmittag der Zuschauerraum nur spärlich gefüllt. Die Location fand ich aber für so ein Musical echt cool. Hatte erste Reihe und da spürt man fast den Hauch der Darsteller. Die Ausstattung und das Bühnenbild im Rahmen der Möglichkeiten ist sehr gut gelungen.

Die Musik eine gelungene Mischung, Die mir sehr gut gefiel, obwohl ich mit Rap im Allgemeinen nichts anfangen kann. Einzig die Textverständlichkeit war durch etwas viel Bass und nicht immer optimale Abmischung manchmal etwas beeinträchtigt.

Das absolute Highlight war die Cast. Soviel Spielfreude, obwohl die Ränge so leer waren, Respekt. Am Schluss waren waren fast Alle aller Altersgruppen begeistert. Oder wie Johanna Spanzel im Interview sagte "am Schluss kriegen wir sie Alle". Recht hat sie. Leider war dem Programmheft, übrigens für Stage Verhältnisse günstige € 9.50, keine Cast-Liste begelegt. Und vor Ort habe ich kein Foto davon gemacht. Sah aber ziemlich nach First Cast aus.

Mein Fazit: Absolut sehenswert. Ich habe mir nun noch ein Ticket für die Derniere besorgt. Ich hoffe mal das die Matinee am 9. Sep. Dies ist, da Abendvorstellung als abgesagt geführt wird.

Inszenierung: 4.5 von 5
Musik: 4.5 von 5
Besetzung 5 von 5
Ausstattung 4 von 5

Gesamtfazit: 4.5 von 5

Hier aufgerundet auf 5 wegen der fantastischen Cast

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Richtig gutes modernes Musical

03.06.2018 - München hat einen neuen Musical Hit!

Ich hab es selbst nicht geglaubt, aber was ich da im Theater Werk 7 gesehen habe, hat mich total begeistert!

Die Story ist dem Film Fack ju Göhte Teil 1 nachempfunden und richtig gut umgesetzt.

Auch im Theater kommt sofort das Schulfeeling auf.
Man sitzt wie in einer Aula und schaut in eine Sporthalle die immer zu den verschiedenen Orten umgebaut werden können durch 2 Türen wo mal das ein oder andere Bühnen set reingefahren wird. Sehr genial.

Die Musik ist sehr modern und teilweise deutschen pop und Rap empfunden, was wirklich sehr gut umgesetzt wird.

Auch das Ensemble spielt so energiereich und mit soviel Spaß das es einfach nur eine Freude ist dem Geschehen zu folgen.

Ein toller Erfolg und eigentlich ein Grund zur Freude. Leider waren in meiner Vorstellung nur wenige Plätze gefüllt. Man sieht auch in der Stadt selbst kaum Werbung für diese fantastische Show und Stage macht hier denselben Fehler wie bei Kinky Boots. Ein Neues Nicht Disney Stück braucht Werbung, und Bewusstsein in den Medien, was Stage bei den den Nicht Disney Stücke einfach nicht schafft.

Sehr Schade, bei so einem Juwel wie Fack ju Göhte.

Man sollte diese Show wirklich gesehen haben!

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Eine Show, die man sich sparen kann

03.06.2018 - Es ist immer schön ins TdW zugehen.
Aber was sie mit Ghost dort nun zeigen ist leider absolut langweilig.

Aber fangen wir vorne an...

Das Stück ist nach dem Film aus den 90igern Jahren und daher etwas altbacken.
Die Umsetzung kommt aus dem Stadttheater Linz, und ist halt eine normale Stadttheater Produktion, was man an vielen Dingen sehen kann ( Bühnenbild, teilweise peinlichen Choreografien, Kostüme, und Projektionen )

Bei der Cast könnte man meinen das man über die ein oder andere Schwäche hinwegsehen kann...

Aber auch hier, werden die Erwartungen nicht erfüllt.

Einzig Marion Campbell wird dem Vorbild von Whoopi Goldberg gerecht und sorgt für gute, lustige und bewegende Momente auf der Bühne.

Willemijn Verkaikals Molly singt die Molly spielend leicht, kämpft aber mit den Emotionen und ist meiner Ansicht damit meist überfordert.

Andreas Bonnard als Carl bleibt so grau und langweilig wie das meiste Bühnenlicht.

Und Alexander Klaws als Sam ist für mich eine komplette Fehlbesetzung. Gesanglich ist der Part ihm an vielen stellen zu hoch und spielerisch ist er einfach nur laut. Das tragische an der Rolle kommt hier gar nicht zum Zuge.

Das Ensemble spielt gut, aber hat nicht viel Platz neben den 4 großen Rollen.

Der Sound war am Abend sehr schlecht und gerade in den U Bahn Szenen konnte man textlich fast nix verstehen.

Peinlichster Moment war im 2 Teil die Pinken Pailletten Strippern und goldene Einkaufswagen...

Auch die sooft gelobten Zaubereffekte, sind billig und leicht durchschaubar.

Das Stage dieser Show soviel Werbung und Beachtung gibt ist nicht nachvollziehbar.
Die Preispolitik ist eine Frechheit, da es eigentlich eine Stadttheater Produktion ist, und genau so aussieht und mehr an der Kasse nicht kosten dürfte.

Eine Show die man sich getrost sparen kann!

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Tolle Inszenierung

03.06.2018 - Einzig der Anfangsszene fehle etwas Schwung, ansonsten ist die Inszenierung sehr gut gelungen.

Grandiose Stimmen, tolles Orchester und einfaches, aber sehr durchdachtes und überraschendes Bühnenbild!

Die Songs bleiben im Ohr!

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Grandiose Inszenierung

03.06.2018 - Ohne große Erwartungen besuchte ich zum ersten Mal das Theater in Hof.

Das Theater liegt sehr zentral und hat ausreichend Parkplätze. Der Saal verfügt über eine super Akkustik und man sieht dank der tollen Abstufung von allen Plätzen sehr gut.

Die Show war große Klasse, sehr unterhaltsam, witzig, mit tollen Stimmen, großem Ensemble und phantastischem Orchester!

Ein abwechslungsreiches Bühnenbild rundete die Show perfekt ab.
Die Lieder wurden sehr gut ins deutsche Übersetzt und die Choreographie ist einzigartig!

Sehr zu empfehlen!

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Clear und Soetenga machen diese Show sehenswert

31.05.2018 - Noch ein paar Anmerkungen:
- Die Rattenverkleidungen hätte man sich sparen können ebenso die Hyde-doubles.
- Den Freund als Erzähler zu nehmen gefiel mir gut, er hatte eine schöne Stimme und gefiel mir.
- Lisa gefiel mir nicht in den Höhen und auch das kindische Boxspiel, Nasereiben und HüjaRufen mit ihrem Vater als Rückblick an Kinderzeiten bitte streichen!
- Klasse war, wie nah Hyde dem Publikum kam.
- Vermisst habe ich einen Hyde Song.
- Bitte übt mit dem Opernchor verständliches Singen, die habe ich in 3 Vorstellungen nur teilweise verstanden, sehr schade, besonders die Frauen des Ensembles. Auch die goldenen Masken hätte ich gestrichen und dafür mehr Energie und Schauspiel beim Gesang.
- warum wurde nicht die Bremer Übersetzung genommen?
Ich werde mir Clear u Soetenga im nächsten Jahr bestimmt noch mal ansehen, die beiden sind eine Reise wert!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


A fun night out

30.05.2018 - School of Rock ist für mich mit Sicherheit nicht das genialste Musical aller Zeiten. Die Geschichte ist schnell erzählt, die Optik okay und die Musik bietet ein paar Stücke, die ich auf der Cast-Aufnahme eher überspringen würde.

Aber was das Stück absolut empfehlenswert macht, sind die Leistung der Darsteller (vor allem natürlich der Kinder!) und die mitreißende Spielfreude aller Beteiligten.

Die gesangliche Leistung der Kinder ist astrein (vor allem beim ruhigen "If only you would listen" bemerkenswert), das Instrumentenspiel professionell und die Choreos energiegeladen.
Bei all der Begeisterung fallen die Erwachsenen bei mir ein bisschen hinten runter. Diese waren gut für ihre Rollen gecastet und haben auch eine tolle Leistung geboten. Allerdings hätte mich das Stück sicher nicht so begeistert, wären die Kinder nicht so abgegangen.

Besonders schön fand ich, zu sehen wie die Musiker (die am Ende das Spiel den Kids auf der Bühne überlassen) seitlich von ihrem Balkon herunter die Kinder gefeiert haben.

Bei der von mir besuchten Vorstellung hat das Publikum absolut mitgerockt und hatte sichtlich Spaß. Es ist einfach ein gute Laune Stück, das einen mit einem Lächeln auf den Lippen summend nach Hause schickt.

Hughie (29 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Tolle Show!

29.05.2018 - Ich war am 25.05. zum ersten Mal bei Tarzen und was soll ich sagen? Mir hat es sehr gut gefallen! Die Show, die Kostüme, Musik - alles hat mir sehr gut gefallen!

Man ist buchstäblich mitten drin im Geschehen. Schon beim Betreten des Metronom Theaters wird man mit Dschungelgeräuschen empfangen, welche sich im Theatersaal auch wiederholen - so wird man direkt in den Dschungel "reingezogen".

Josh als Tarzan war grandios - zugegeben, man konnte ihn schlecht verstehen, aber seine ausdrucksstarke Stimme, gepaart mit seinem Schauspiel (da war wirklich mein "Mensch" mehr zu sehen) waren einfach gradnios!

Jekyll&Hyde (13 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Hut ab vor dieser Inszenierung

28.05.2018 - Jekyll und Hyde Schwerin 25.05.2018

Da ich eh in Hamburg war, wollte ich auf einen Abstecher nach Schwerin nicht verzichten. Für mich mal wieder eine Premiere. Daher fehlen mir auch Vergleiche zu anderen Inszenierungen. Ich kann der MUZ Bewertung aber grössenteils beipflichten.

Die Musik von Frank Wildhorn empfand ich als durchschnittlich. Hängen blieb bei mir kein Titel. Dafür brachte aber das tolle Orchester des Staatstheaters die Musik perfekt rüber.

Die Cast auf allen Positionen gut besetzt. Das Highlight des Abends sicher ein Marc Clear, der die Rolle förmlich lebte. Ich war schwer beeindruckt. Ebenso von Femke Soetenga als Luzy. Einmal mehr überzeugte sie mich stimmlich und im Schauspiel. Der Kritik am Chor kann ich mich nicht anschliessen, ich fand ihn ganz gut.

Auch ohne Vergleichsmöglichkeit fand ich das Bühnenbild durchaus gelungen. Da auch in Zuschauernähe gespielt wird, war 1. Reihe natürlich top.

Für mich das Stadttheaterhighlight der letzten Zeit. Ich überlege mir, bei der WA im Feb./März 2019 nochmals reinzuschauen.

Inszenierung: 4.5 von 5
Musik: 3 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Tolle Show

28.05.2018 - Mary Poppins Hamburg 24.05.2018

Mein 2. Mal nach 2017 in Stuttgart. Mit der Musik werde ich zwar immer noch nicht warm. Disney halt. Aber es war ein unterhaltsamer Abend bei einer tollen Show.
Theater war recht gut gefüllt.
Ich freute mich, Elisabeth Hübert als Mary zu haben. Sie hat mir viel besser Gefallen als Maria-Danaé Bansen in Stuttgart. Gesanglich sicher kein Ausnahmetalent, aber ihre Mimik (hatte 1. Reihe), die Präzision bei den Pointen, absolute Klasse. Auch der Rest des Ensemble war echt gut drauf, speziell hervorheben möchte ich die 2 Kinder und Julia Lißel als Winifred.
Orchester war vollkommen ausreichend.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 3 von 5
Besetzung 4.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein unterhaltsamer Abend

28.05.2018 - Kinky Boots Hamburg 23.05.2018

Ich habe Kinky Boots einmal in London gesehen. Ist jetzt nicht mein Nummer 1 Musical, trotzdem freute ich mich auf den Abend in Hamburg. Auch, weil ich zwar in London die grundsätzliche Story verstand, aber die Details, speziell den Konflikt zwischen Lola und Charlie nicht 100% mitbekam.
Die Stimmung im Operettenhaus sehr gut, Rang zwar zu, aber Parkett doch gut gefüllt.
Was die Besetzung angeht, hatte ich Stage Ostern und Weihnachten zusammen. Ich glaube nicht mehr daran, Dies mal zu erleben. Auf allen 6 Hauptrollen First Cast. Ich fand die Cast, auch im Vergleich zu London, sehr gut. Da mir Vergleiche zu anderen Darstellern in Hamburg fehlen, verzichte ich auf Details.

Inszenierung: 4.5 von 5
Musik: 3.5 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Großes Entertainment

26.05.2018 - Ein stimmlich großartiges Ensemble. Hervorheben mag ich hier Rob Fowler. Generell waren die Eltern super.
Bühnenbil - habe noch nie so ein hohes Bühnenbild gesehen. Saß in der ersten Reihe.
Hoffe es läuft noch einige Zeit, ich mag hier nochmal rein.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Rent im Admiralspalast

22.05.2018 - Diese Show hatte Würde – Rent 2017 hat meine Erwartungen als Renthead voll erfüllt! Ganz anders als vor 17 Jahren in Düsseldorf, aber ebenso stimmig. Benjamin Beckmann als Mark treibt die Geschichte voran und spielt mit seiner ausnahmslos schönen Stimme, dass es eine Wonne ist. Was er von Beginn an zeigt, löst auch der Rest des Ensembles während des gesamten Abends ein: Der Cast ist insgesamt sehr stimmgewaltig, 11 Personen, die Rent zu einem Erlebnis machen. Und spielen können die! Alle! Selten habe ich so eine Truppe erlebt, bis ins Ensemble hinein herausragend. Das Bühnenbild ist tourtauglich, aber stimmig und alle Möglichkeiten, die es bietet, werden von den Darstellern genutzt. Wenn ich die Lieblinge meines Abends nennen soll, fällt mir die Entscheidung schwer. Manuel Dengler als Angel? Herausragend! Vasilios Manis als Collins? Berührend! Anna Hofbauer, der ich vorab als Bachelorette nicht allzu viel zugetraut hätte als Maureen? Nie hat mich die Performance von Maureen mehr bewegt. Anna Hofbauer bringt die Kuh zum Fliegen – aber so was von. Das gilt auch für den Rest des Ensembles: diese Show fliegt. Man muss sich auf die neue Konzeption einlassen und schon ist all das da, was Rent auszeichnet. Und ich war mittendrin. Wie Denise Obedekah als Joanne lasse ich mich auch gerne überfordern und vereinnahmen (allerdings weit weniger anmutig), wie Mimi (energetisch aufgeladen) zieht es mich manchmal raus aus meinem Trott, wie Roger (perfektes Deutsch, obwohl er aus den Niederlanden kommt: Ruud van Overdijk), suche ich nach dem Song meines Lebens und bin hin und wieder mit meinen eigenen Gefühlen überfordert und wie Michaela Khom, Gerrit Hericks und Denis Edelmann im Ensemble und in diversen Rollen warte ich darauf, dass die Weihnachtsglocken einmal auch für mich läuten. Einer fehlt noch: Benny. Martin Markert gibt das Arschloch mit Entwicklungspotential als Mensch, der mit sich selbst nicht immer klarkommt. Hier wird wohl die Stärke dieser Aufführung besonders deutlich: Benjamin Coffin der III wird als Rolle oft unterschätzt, hier wird sie ernstgenommen. Wenn Liebe das Maß ist, läuft es hier über. Auch die Band spielte sich mir gleich ins Herz. Eure Akkorde klingen nach. Ja, ich liebe Rent. Und ich liebe diese Cast. Einmal mehr war ich in der Show meines Lebens. Es zählt nur das Jetzt.

Marvin77 (erste Bewertung)


Unterwegs im Auftrag des Herren....

22.05.2018 - ..leider mit angezogener Handbremse.

Voranschicken muss man, dass das Saarländische Staatstheater mit der Musical-Adaption des 80er Jahre Kultfilm ein richtigen Zuschauer-Hit auf dem Spielplan hat. Die Vorstellungen sind ausverkauft, die Fans kommen kostümiert und in Partystimmung, das Stück wird in der kommenden Spielzeit erneut gezeigt.

Die Besetzung ist ausgezeichnet und treffend. Torsten Köhler und Gregor Trakis sind ebenso cool und trocken wie ihre Filmvorbilder.
Stefanie Köhm (u.a. als Pinguin) hat ein umwerfendes Comedy Timing.
Die drei Soul Girls geben alles.
Das riesige Ensemble ist vor allem in den großartig choreografierten Showszenen dicht an der Filmvorlage und lässt das Auditorium toben.
Alleine die Sprechpassagen (insbesondere im ersten Akt) sind Regisseur Matthias Straub viel zu langatmig und schwerfällig geraten.
Da zieht sich einiges dann doch recht langsam und humorlos dahin.

Schade, aber fast egal. Denn bei jeder Show-Nummer bebt das Haus und wackelt das Dach.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wahnsinn - das Musical - 18.05.2018, Deutsches Theater München

18.05.2018 - Musik: 3 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 3 von 5 Punkten

Akustik: 3 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Unterhaltsame Show

13.05.2018 - "Wahnsinn!" wird als Party-Schlager-Musical beworben, bietet aber letztendlich noch mehr. Ja, das Publikum steht zum Finale und auch während der Vorstellung singen die Zuschauer die Refrains bei den Liedern mit. Aber im Kern bleiben eine charmante Story und liebenswürdige Charaktere, die in Kombination mit dem gelungenen Setdesign und der Musik einen mehr als unterhaltsamen Musicalbesuch versprechen. Vor allem aber muss man Schlager oder Wolfgang Petrys Musik nicht mögen, um "Wahnsinn!" zu mögen. Eine unterhaltsame Show!

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Falco - das Musical - 10.05.2018, Deutsches Theater München

11.05.2018 - Musik: 4 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 3,5 von 5 Punkten

Akustik: 3 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gern wieder!

10.05.2018 - Derniere am 10.05- Green Day haben ein super Musical geschrieben. Es ist laut,es rockt und es ist am Puls der Zeit. Das ganze ins Deutsche zu übersetzen ist grösstenteils gelungen. Besonders erwähnenswert ist die Cast, die die Songs voller Energie und Spielfreude interpretiert hat. Die Choreografie war stimmig und mit dem Bühnenbild und der Beleuchtung wurden einige "Aha" Momente geschaffen, die ich ziemlich gelungen fand. Am Anfang war der Ton etwas verzerrt, was sich im Laufe der Vorstellung besserte. Kurzum - es war ein klasse Abend und ich werde es mir sicher ein zweites Mal ansehen.

Whatshername (erste Bewertung)


Dem Stück fehlt eine schöne Musik

09.05.2018 - Habe das Stück im Saalbau Witten gesehen.

Es hat Spaß gemacht, dem Paar zuzuschauen. Beide Darsteller haben gut gefallen.

Das Stück war gut umgesetzt. Aber leider gab es nur 1 Song, der in Erinnerung bleibt und der leider von dem Publikum verhustet wurde.

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


War nicht mein Ding

09.05.2018 - Habe das Stück gestern am 08.05. in Krefeld gesehen und kann gesamt gesehen nur sagen: War nicht mein Ding. Ein 2. Besuch kommt nicht in Frage.

Der Chor war überhaupt nicht zu verstehen, die Musik teilweise zu laut gegenüber der einzelnen Stimme. Die 3 Annas gingen mir nur gehörig auf den Wecker. Manchmal wurden die Mikros der Darsteller zu spät eingeschaltet.

Positiv waren für mich die Stimmen der Herren Lukas Witzel und Andrea Matthias Pagani. Besonders das o. g. Duett. Die übrige Musik war für mich verzichtbar.

Die Wandlung von Witzel in seiner Rolle vom "Stimmchen" zur "guten Stimme" hat mir gut gefallen und auch überrascht. Allein wegen dieser beiden Darsteller 2 Sterne.

Warum diese alten Karamellen!?

Aber ich will´s nicht verschweigen: dem älteren Publikum hat das Stück sichtlich gefallen (nur mir leider nicht)

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Richtig gute Show - aber leider kein Musical!

07.05.2018 - Eines ist "Stricly Ballroom", bei dem ich einen wunderbar vergnüglichen Theaternachmittag verbringen durfte, leider nicht:
Ein Musical.
Es ist eine atemberaubende Tanzshow mit sehr gutem Schauspiel und fast durchgängiger Musik, gespielt von einer tollen, 12-köpfigen Band.
Doch, bevor jetzt der auch nur ansatzweise Assoziationen zum "Dirty Dancing"-Debakel aufkommen könnten, möchte ich klar betonen: Völlig unbegründet.
Hier wird eben nicht versucht, einen Film 1:1 zu kopieren, sondern es wurde gekonnt die Vorlage bühnengerecht adaptiert.
Das größte Pfund dieser Produktion sind die sensationellen Choreografien von Drew McOnie. Einfach atemberaubend.
Die Darsteller sind allesamt klasse und lassen in quietschbunten Ballroom-Kostümen den übertriebenen, "campen" Geist der Vorlage aufleben.
Warum ist es also kein Musical?
Weil die gesamte Zeit über nur EINE Person singt:
Der Conferencier, der Stunt-Casting-mäßig mit dem britischen Popsänger Will Young besetzt ist (Gewinner des britischen "Pop Idol" 2002).
Und hier liegt das einzige Problem, das die ansonsten hoch unterhaltsame Show hat: Für mich ganz persönlich hat Mr. Young weder die Stimme, noch das Charisma, um einen solchen Abend/Nachmittag stimmlich ganz alleine tragen zu können.
Die Figuren auf der Bühne dürfen also ihre Gedanken und inneren Monologe nicht singen, dass macht Mr. Young für sie.
Und damit ist für mich die Grunddefinition des Genres "Musical" verfehlt.
Um so Sündiger wird das Ganze, wenn in der weiblichen Hauptrolle die begnadete Zizi Strallen (u.a. die britische Mary Poppins) auf der Bühne steht, welche ganz wunderbar spielt, fantastisch tanzt, aber eben (bis auf einen winzigen Satz im 2.Akt) keinen Ton singen darf.
Ein Sakrileg.
Ich hatte, und das möchte ich nochmal erwähnen, einen schönen Nachmittag in einer sehr gut gemachten Show.
Am Ende habe ich sogar ein paar Tränchen vergossen.
Aber ich war in keinem Musical, auch, wenn dies so auf dem Label stehen mag.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gut - aber Tonprobleme

07.05.2018 - Ich war am 06.05. um 14 Uhr in der Vorstellung und muss sagen, dass sie mir gut gefallen hat. Die Darsteller, Choreographien, Energie, Präsenz, Gesang und die Band war außerordentlich gut. Leider muss ich sagen, dass durch die nicht so gute Tonaussteuerung die Musik mich nicht mitgezogen hat (ich saß aber auch ganz hinten), trotzdem: Die Musik hat mich nicht vollständig abgeholt (leider). Das "kein Bühnenbild" vorhanden ist, wusste ich vorher schon - aber mir fiel es auch sehr schwer, der Handlung und vor allem der Handlungsorte zu folgen. Die Räume waren mehrmals unklar, man wusste nicht wo man genau ist.
Die Textverständlichkeit litt auch sehr unter den Tonproblemen. Wenn man ein Stück hat, was zu 98% nur aus Musik besteht und die Handlung durch den Text voran getrieben wird, ist es halt doof, wenn man den Text nicht versteht (was aber nicht an der Aussprache, sondern an der Tonaussteuerung lag).
Alles in allem: Eine gelungene Aufführung, die noch sehr viel mehr Potenzial hat :-)

Jekyll&Hyde (13 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Ein meist inhaltsloser akustischer und optischer Hochgenuss!

06.05.2018 - Gestern Abend durfte ich große Oper erleben: ein rund 70-köpfiges, brillant aufspielendes Orchester, ein 20-köpfiger Chor, rund 30 hochtalentierte Musicaldarsteller & Akrobaten, fantastische Projektionen, die fast das Genre neu definieren könnten (Stichwort: Landung des Düsenjets) und ein fabelhaftes Lichtdesign, machten diese überbordende Multi-Media-Show zu einem visuellen und akustischen Hochgenuss.
Alle Produktionsaspekte dieser Show waren atemberaubend.
Doch eben genau dieser elegische Luxus legt schmerzhaft offen, wie schwach das Buch ist, welches "Chess" zu Grunde liegt. Es gibt nicht wirklich interessante Handlungsstränge, spannende Figuren zur Identifikation oder gar berührende Verwicklungen oder Fallhöhen.
Dafür können die erstklassigen Darsteller nichts, die allesamt restlos überzeugen können.
Sei es, allen voran, der legendäre Michael Ball in der Hauptrolle des Russen Anatoli, der spätestens im zeitlosen Hit "Anthem" beweist, dass er immer noch die Stimme besitzt, die ihn vor 25 Jahren berühmt gemacht hat.
Ball gibt alles, schont sich nicht, und könnte mit seiner großen Stimme dieses riesige Opernhaus scheinbar auch unverstärkt füllen.
Neben ihm besteht mühelos Cassidy Janson in der weiblichen Hauptrolle:
Stimmlich die perfekte Mischung zwischen Elaine Paige und Idina Menzel, schafft sie es, der eindimensional geschriebenen Figur Florence zeitweise auch dramatisches Leben einzuhauchen.
Dies gelingt Popsängerin Alexandra Burke in der Rolle der Russin Svetlana leider nicht, obwohl ihre Stimme selbstverständlich ganz wunderbar geführt ist und gesanglich keine Wünsche offen bleiben.
Den schwersten Part hat vielleicht Tim Howar als Amerikaner Freddie, muss er doch das bekannte "Pity the child" meistern und dies tut er auch genau so: meisterlich. Das ist echter Rock 'n' Roll und seine Stimme erinnert ganz klar an Murray Head auf dem Original Konzeptalbum.
Hervorzuheben sei noch Cedric Neal als Arbiter, der stimmlich der Partie ganz neue Dimension verleiht.
Zu diesen Weltklasse-Performances ist alles noch großartig choreografiert, wunderbar lebhaft in Szene gesetzt und inspiriert stimmungsvoll über die Rampe gebracht ("One Night in Bangkok" ist absolut spektakulär!).
Was bleibt, ist der Eindruck einer perfekt produzierten Show, die trotz des Bombasts leider seltsam steril bleibt und gerade wegen der sensationellen Schau- und Hörwerte das extrem schwache Buch offen legt.
Wenn "Chess", dann nur so.
Ich glaube tatsächlich, dieses Stück muss ich in meinem Leben nicht noch einmal sehen.
Besser geht nicht.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gute Show mit kleinen Schwächen und herausragenden Hauptdarstellern

04.05.2018 - "Tina" ist eine Show, in die ich mich tatsächlich verlieben könnte.
Den Machern ist es nämlich außerordentlich gut gelungen, die Lebensgeschichte von Anna Mae Bullock, der späteren Tina Turner, packend zu erzählen und nicht in die Falle zu tappen, einfach Hit an Hit zu schreiben.
Ob sie damit die Erwartungen des partybereiten und leicht angetrunkenen Publikums befriedigen, sei dahingestellt. Ich jedenfalls habe mir immer heimlich ins Fäustchen gelacht, wenn erneut ein sehr gut motivierter Song durch Dialoge oder szenische Handlungsstränge unterbrochen wurde.
Im ersten Akt kam es mir gar so vor, als würde recht wenig gesungen, nur, um der (tragischen) Story vollends gerecht werden zu können.
Mitsingversuche werden so glücklicherweise im Keim erstickt, denn wer kann schon mitsingen, wenn eine blutende, geschlagene Tina Turner verzweifelt weinend vor einem steht.
Das Buch schafft es sogar, einen Song wie wie "We don't need another hero - Thunderdome" aus "Mad Max" anständig in einen funktionierenden Rahmen einzubauen und gut zu motivieren. Muss man erst einmal hinkriegen. Bravo!
Am Ende des zweiten Aktes bekommt das Publikum dann schließlich doch sein lang erwartetes, heißes Tina Turner-Live -Konzert.
Sofort wird enthusiastisch aufgestanden, in den Gängen getanzt, laut mitgesungen und Party gemacht.
Das ist zwar nicht ganz meine Baustelle, aber Spaß gemacht hat es trotzdem.
Adrienne Warren in der Hauptrolle ist, man kann es nicht anders sagen, eine Naturgewalt.
Obwohl sie gar nicht erst versucht, die einmalige, echte Tina Turner aufs kleinste Haar zu imitieren, gelingt es ihr meisterlich, vom jungen Mädchen bis hin zur älteren Frau im Laufe der Entwicklung des Stückes, immer mehr den Duktus der Kunstfigur Tina Turner aufzunehmen.
Was Warren stimmlich leistet ist, wie sagt man so schön, "out of this world": Obwohl ihre Sprechstimme niemals heiser oder belegt klingt, schraubt sie ihre Gesangsstimme schreiend in die höchsten, rauen, dreckigen Hemisphären, dass man glaubt, man würde einer Studioaufnahme beiwohnen.
Stimmlich gehört ihre Darbietung mit zu dem Besten, was ich jemals auf einer Live-Bühne gesehen habe.
Niemand anderes als Tina Turner ist Tina Turner, aber Adrianne Warren ist ein Star.
Und ihre Show-Tina hat absolute, hundertprozentige Berechtigung.
Nicht minder grandios spielt und singt Kobna Holdbrook-Smith als Ike Turner:
Er stellt Tinas gewalttätigen, verschlagenen Ehemann so authentisch dar, dass es einem eiskalt den Rücken herunter läuft. Und trotzdem schafft er es, unfassbarer Weise, diesem Arschloch noch eine kleine sympathische Seite abzugewinnen. Großes Kino!
Erwähnt sei auch noch Madeline Appiah als Tinas Mutter, die in ihrer Sterbeszene stark an Oprah Winfrey in "The Colour Purple" erinnert.
Es gibt auch leider Dinge, die nicht ganz so gut funktionieren. Wenn Tina zwischen Tür und Angel von einer Tänzerin ein kleiner Buddha geschenkt wird und sie fortan vor jeder Lebensentscheidung ihr Mantra betet, dann ist das schon sehr plakativ. Peinlich wird es dann, wenn zu jedem runterbeten dieses Mantras auch noch ihre verstorbene Großmutter im "Lion King-Raffiki-Gedächtnis-Outfit" erscheint, und auch noch afrikanisch klingende Laute dazu schreit. Dieser kleine rote Faden wirkte deplatziert überflüssig und war so sehr mit der Faust ins Auge, dass es weh tat.
Ein anderer Störfaktor (für mich jedenfalls) war, dass die Show mit Projektionen arbeitet, die allesamt unscharf erschienen.
Als ich in der Pause jemanden im Vorderhaus fragte, ob der Projektor kaputt sei, wurde mir geantwortet, dies sei eine künstlerische Entscheidung.
Aha. Habe ich nicht verstanden.
War einfach unscharf und sah blöd aus.
Ansonsten ist Tina, wie gesagt viel, viel mehr als eine reine Compilation-Show. Und das ist auch gut so.
Meine ganz klare Einschätzung ist aber, für Deutschland ist dieses Stück absolut unbesetzbar.
Wir sprechen hier über 20-farbige Sänger und Schauspieler aller Altersklassen, eine Band bestehend aus meist farbigen Musikern und dazu noch 9 farbige Kinder. Unvorstellbar, dass dieses Stück, welches stark im Schauspiel verankert ist, mit phonetisch erlerntem Gebrabbel umgesetzt wird. Das würde diese Show tatsächlich nicht Überleben, denn viel mehr Pfunde als richtig gutes, authentisches Schauspiel und überirdisch guten Gesang hat sie nun mal nicht.
Man kann nur hoffen, dass die Stage Entertainment von ihren Plänen absieht, "Tina" in Deutschland zeigen zu wollen. Damit wäre der nächste Flop vorprogrammiert.
Ich möchte die Show sehr gerne noch einmal wiedersehen. In London, und zwar zu meinen Bedingungen: also nicht inmitten einer partybereiten Meute, sondern vielleicht schön gemütlich in einer kleinen zwei Personen-Loge.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Livemusik vom Feinsten

04.05.2018 - Ich habe mir bisher im Gloria Musical-Theater jedes Musical von Jochen Frank Schmidt angesehen. Bikini Skandal war immer mein persönlicher Favorit, der jetzt aber von Happy Landing abgelöst wurde.

In dieser hauseigenen Produktion spielen ausschließlich Profis mit und das erlebt man in jeder Sekunde. Tiziana Turano und Fabian Klatt sorgen für Ganzkörper-Gänsehaut-Momente, begleitet vom Panam-Orchester das durchweg live spielt, ist Happy Landing musikalisch auf höchstem Niveau. Die Stücke sind anspruchsvoll, teilweise auch arhytmisch und überraschen durch Ihre Arrangements. Ganz besonders hervorheben möchte ich die Chorarrangements, "eine für alle" das Stück vor der Pause zieht einem einfach die Schuhe aus.

Die Story ist rund und spannend und versetzt einen zurück in eine Zeit, in der Stewardess noch ein Traumberuf war. Heute kaum vorstellbar, bei den damals vorherrschenden männerdominierten Vorgaben.

Die Schwierigkeiten mit denen die alleinerziehende Annie kämpft, sind topaktuell. Ihr Lösungsansatz nur vor historischem Hintergrund nachvollziehbar; was diesem Musical auch einen nachdenklichen Aspekt gibt.

Im Vordergrund steht neben der Liebesgeschichte aber der Humor. Nicht nur Sanjeev der indische Kofferträger der immer wieder Bauchmuskeltkater-auslösend Redewendungen verdreht; das gesamte Stück ist durchzogen von offensichtlichem Witz und kleinen Anekdoten, versteckten Gesten und Anspielungen. Auch deshalb lohnt es sich ein zweites Mal hinzugehen.

Ich bin begeistert von diesem Stück.

EllyCash (erste Bewertung)


Mal nachdenklich, mal stimmungsvoll - fantastischer Abend

29.04.2018 - Das Jubiläumskonzert von Felix Martin hat mir sehr gut gefallen. Es war ein wunderbarere Querschnitt aus 30 Jahren Bühnenerfahrung. Eine gute Mischung aus persönlichen Momenten, mal berührend und auch nachdenklich aber auch wieder heiter und stimmungsvoll, dass das Publikum immer wieder mitgenommen wurde auf die Reise durch viele Jahre. Mit dabei ganz hervorragende Gäste, die in ihrem Fach ebenso brillieren konnten (Katharine Mehring, Sophia Euskirchen u. Michael Heller). Alle haben mich sehr beeindruckt und immer wieder für Stimmung und riesen Beifall gesorgt - absolut verdient. Einfach ein fantastischer Abend....

Sanna (erste Bewertung)


Musicalhighlight im Werksviertel

29.04.2018 - Mit Fack Ju Göhte eröffnet Stage Entertainment nun erstmals ein Theater in München. Und dieser Einstand gelingt fantastisch.
Ich hatte die Möglichkeit das Stück zwei Mal zu sehen. Diese Kritik bezieht sich auf die Vorstellungen vom 22.04.18 und 28.04.2018

Buch
Einen Film für die Bühne zu adaptieren ist immer eine gewisse Herausforderung. Hier ist es sehr schön zu sehen, dass Rollen und Szenen weiterentwickelt wurden. Der Film wird nicht einfach 1:1 adaptiert. Die neuen Szenen passen gut in die Handlung und treiben das Stück voran. Sehr unterhaltsam ist hierbei die kleine Bollywood-Szene.

Selten habe ich so viel in einem Musical gelacht.

Komposition
Musikalisch ist das Stück eher im Bereich Rap und Pop einzuordnen. Obwohl ich eigentlich kein Fan der Musikrichtung Rap bin, hat es mich hier nicht gestört. Man verlässt das Stück mit vielen Ohrwürmern und Lieder wie Zeitkapsel, Wegen dir oder die Szene Romeo und Julia bleiben noch lange hängen.

Inszenierung
Christoph Drewitz ist es wirklich perfekt gelungen das Stück auf die Bühne zu bringen. Er nutzt die Gegebenheiten des Theaters und sorgt für sehr viel Publikumsnähe. Schön ist es auch zu sehen, dass er allen Darstellern die Möglichkeit zu geben ihre eigene Interpretation der Rolle zu entwickeln.

Musik
Akkustisch ist es leider an manchen Stellen etwas zu laut, so dass die Textverständlichkeit etwas leidet. Die Band spielt allerdings gut auf und die Stimmung der Lieder wird gut rübergebracht.

Besetzung
Die Darsteller sind alle sehr gut besetzt. Ich hatte in der ersten Vorstellung die komplette Erstbesetzung, in der zweiten einzig das Cover von Frau Gerster. Jeder passt sowohl stimmlich, sowie optisch und schauspielerisch zu 100% in die Rolle. Selten hat man so eine perfekte Besetzung in einer Stage Produktion.

Ausstattung
Das ist der heimliche Star der Produktion. Die Optik des Saals (bzw. das Werksviertel an sich) unterstreicht das Stück auf eine ganz besondere Art. Es ist den Machern gelungen verschiedenste Szenenwechsel durh Seile anzudeuten und auch durch das ausgefeilte Lichtdesign. Obwohl es nicht die aufwendigste Kulisse ist, gibt es daran nichts zu kritisieren, weil es genau in das Konzept passt.

FAZIT: Wer einen lustigen Abend mit einer perfekten Cast erleben will, sollte sich dieses Musicalhighlight nicht entgehen lassen. Reingehen- man weiß leider nicht wie lange das Stück noch läuft. Verdient hätte es deutlich besser ausgelastete Vorstellungen.

Buch 5/5
Komposition 5/5
Inszenierung 5/5
Musik 4/5
Besetzung 5/5
Ausstattung 5/5

Gesamt 5/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Kultmusical zurück auf Tour

28.04.2018 - Auch in der Spielzeit 2017/18 schickt BB Promotion wieder das Kultmusical auf große Tour durch den deutschsprachigen Raum. Dabei setzt man auf die bewährte Inszenierun, jedoch auf größtenteis neue Darsteller.

Inszenierung
Schon beim Betreten des Saals kommt Stimmung auf, da alte B-Movies gezeigt werden. Dies ist auch der Rahmen der Inszenierung. Die Atmosphäre soll an ein altes Kino erinnern. Insgesamt ist die Inszenierung gut und macht Spaß, auch wenn sie nicht wirklich innovativ ist, dies scheint bei diesem Stück aber auch nicht unbedingt nötig zu sein.

Musik
Die Band spielt auf und es ist wirklich toll, die Musik zu hören. Die Tonqualität hab ich als gut empfunden.

Besetzung
GARY TUSHAW spielt erstmals die Rolle des Frank'n'Furter und dies macht er sehr gut. Er versucht nicht zu kopieren, sondern hat seinen eigenen Stil und das ist auch gut so.
Stimmlich grandios ist SOPHIE ISAACS als Janet- Toucha Toucha Touch Me war der Wahnsinn. CHRISTOPHER PARKINSON spielt den Brad rollendeckend, im zweiten Akt kann er stimmlich überzeugen.
STUART MATTHEW PRICE spielt abermals Riff Raff und lebt diese Rolle einfach. Seine Solopassage bei There's a Light ist gesanglich auf jeden Fall mein Highlight des Abends gewesen. Nicht so gefallen haben mir KATIE MONKS als Magenta und JENNY PERRY, da ich die beiden Rollen einfach mit andere Stimmfarben verbinde.
Wirklich unterhaltsam war SKY DU MONT als Erzähler. Er versteht wirklich die Kunst des trockenen Humors und seine Interaktion mit dem Publikum ist hervorragend.
Alle anderen Darsteller konnten ebenfalls überzeugen, ohne herauszustechen.
Ausstattung
Die Kulisse ist relativ einfach aber durchaus passend, dies gilt auch für die Kostüme.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 4 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


BRAVO!

26.04.2018 - Gestern war ich in The last five years mit Drew und Ann.
Es war wirklich wirklich toll. Ich habe Drew schon in Evita gesehen und auch in den Vampiren. Das fand ich schon geil. Aber hier haben die beiden echt toll gespielt und gesungen und das man in dem kleinen Theater den Schauspielern so nahe ist finde ich noch geiler. Jede Emotion war hautnah zu spüren. Und am Ende wenn er geht dann wird es wirklich traurig. Sie ist dann am Anfang der Geschichte und ist ganz glücklich.
Das ganze wurde begleitet mit einer 6-Mann-Band. Die haben alle super gespielt. Dem Regisseur Carsten Lepper ist echt ein Wurf gelungen. Eine spannende Inszenierung mit tollen Projektionen (in Bilderrahmen! Super Idee!) die das Zimmer in dem sie spielen immer wieder verändern lassen z. B. Einmal waren sie am Wasser. Da wurde ein See in den Rahmen abgebildet. Und überall blitzt das Wasser. Oder Drew fährt Fahrrad. Das wird auch in den Rahmen gezeigt. Ein anderes Mal erzählt Drew der Ann eine Geschichte und wir befinden uns in einem russischen Dorf mit Schneefall. Das hat mir echt gut gefallen. Es war wirklich rührend.
Grosser Aufwand für ein kleines Theater. Das ist was Wien echt gefehlt hat. Die Theatercouch ist ein kleines Theater welches ich jetzt öfter besuchen werde. Empfehlenswert.

vonkrolockfan (erste Bewertung)


Disco Fieber

24.04.2018 - Zunächst hat meine Vorfreude auf die Wiesbadener SATURDAY NIGHT FEVER Produktion im Staatstheater einen deutlichen Dämpfer erhalten, als ich gelesen habe, dass die Ryan McBryde-Version des English Theatres Frankfurt gespielt wird.
McBryde legte den Focus doch ziemlich deutlich auf das bleischwere Sozialdrama und weniger auf das Disco Feeling der ausgehenden 70er Jahre.

Iris Limbarth übernimmt in ihrer gekonnten Inszenierung nur ansatzweise diese (sicherlich auch berechtigte) Perspektive.
Sie belässt es aber weitgehend bei einer Fernsehansprache des damaligen US Präsidenten Jimmy Carter, um auf die sozialen, wirtschaftlichen und ethischen Problematiken der USA einzugehen.
Danach rückt das Augenmerk deutlich auf den Mikrokosmos der Protagonisten und eine stimmungsvolle Beschreibung ihres Lebensgefühls, ihrer Träume und Hoffnungen.
Dabei wirkt das eine oder andere dann vielleicht etwas (bewusst?) überzogen, wenn z.B. die Italo-amerikanische Familie der Maneros ziemlich dicht an gängigen Klischees vorbei balanciert. Dennoch: das Feeling stimmt!

Dazu trägt natürlich die absolut stimmig Ausstattung durch Kostüm- und Bühnenbild bei.
Essenziell ist natürlich die Choreografie. Myriam Lifka hat hier 5-Sterne-Arbeit geleistet.
Hier stimmen die Moves, die Schritte, die Posen. Genial und geschickt hat sie die Tanzszenen für die sicherlich sehr unterschiedlichen Voraussetzungen der Mitglieder des Jungen Staatsmusicals entwickelt und einstudiert. Die Ensembleszenen wirken absolut homogen, sind temperamentvoll und ansteckend energetisch.

Das ganz Ensemble singt, tanzt und spielt einfach großartig und mit Leidenschaft.
Tim Speckhardt in der Rolle des Tony Manero muss natürlich nochmals hervorgehoben werden. Das er ein großartiger Sänger ist, ist bekannt. Wie er aber hier seine Gesangseinsätze nahezu mühelos (wirkend) mit den eleganten, kraftvollen, schweißtreibenden Tanzeinlagen verbindet, ist eine Klasse für sich.
Rundum beeindrucken ist auch die schauspielerische Leistung von Anna Heldmaier als Stephanie Mangano. Perfekt und glaubwürdig tariert sie diesen vielschichtigen Charakter zwischen Working Girl, Zicke und tragischer Heldin aus.

Den musikalischen Gänsehautmoment des Abends liefert. Viktoria Reece mit "If I can't have you". Eine starke Interpretation!

Ebenso positiv fällt (wieder einmal) David Rothe auf. Er verleiht seinem Bobby C ein ebenso tragisches wie charismatisches Profil.

Die großzügig besetzte Band hat einen tollen Sound.
Iris Limbarth hält die ganze Produktion (mit insbesondere toll gelösten Szenenübergängen) in Fahrt und hält Emotionalität und Disco-Flitter in richtiger Balance.

Zum Finale steigert sich das Disco Fieber zum Disco Inferno.
Was für ein gelungener Flashback! I love it!

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Wie grandios was sie da auf die Bühne bringen.

23.04.2018 - Meine Bewertung zu Thrill me:Ich habe Thrill me das Musical am 22.04.18 in Berlin gesehen und muss sagen, was für ein spannendes und tolles Musical. Viel Bühnenbild war nicht vorhanden, jedoch ist dies auch gar nicht nötig. Es war spannend, dramatisch und gute Musik. Kevin Köhler und Gerrit Hericks sind hervorragende Künstler.
Die Show ist noch in Hamburg zu sehen und es gibt noch Karten...Leute schaut euch das Stück an, ihr werdet nicht enttäuscht sein. Die Regie führte Michael Heller. Er kann nicht nur Musical spielen, nein er kann es auch inszenieren! Seht es euch an.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


die magie ist weg....

22.04.2018 - nun , also nach stuttgart noch einmal die vampire, diesmal in köln. mein vorerst letztes mal.

die musik zu laut, die stimmen zu leise, ballettänzer die ihre sahrah mit ach und krach über die schultern bekommen.. es ist ein einziges trauerspiel.. und dann ein krolock, der in operngesten erstarrt. wie ein kartoffelsack über die bühne stolziert und nichts von erotischer austrahlung auf den kasten hat, wie seine vorgänger... ich wollte ihm nach seinem phantom noch ein chance geben. aber das war nichts...stimme ist halt nicht alles...sollen sie die cash kuh melken bis zum bitteren finale, ich bin erst mal fertig..

Kirmesboxer (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Besonderes Stück mit kleinen Mängeln

20.04.2018 - Wie man es von diesem Produzenten gewohnt ist,ist "The Color Purple" mal wieder ein ganz besonderes, intimes Stück Musiktheater.
Beginnend mit der besonderen Locations, einer Schiffsbauhalle in einer ehemaligen Werft, bis zum rudimentären Bühnenbild aus Kartoffelkisten ist die Atmosphäre sehr rau, genau wie die Geschichte. Einige Regieeinfälle sind besondern beeindruckend (Stichwort Whiteface, mehr sei hier nicht verraten)
Die Darsteller sind gut bis exzellent, Naomi van der Linden in der Hauptrolle überzeugt vor allem im Spiel, gesanglich kann sie nicht immer überzeugen. Vor allem "Ik ben hier", (I'm here) geht ziemlich unter. Ana Milva Gomes hingegen, ja, was soll man sagen, sie passt perfekt in die Rolle der Shug, Stimme und Bühnenpräsenz sind sehr stark. Ebenfalls erwähnenswert ist das eindringliche Spiel von Edwin Jonkers als Mister, er legt die Rolle sehr facettenreich an.

Soweit wären das fast fünf Sterne gewesen, aber leider gibt es neben der nicht immer starken Hauptdarstellerin größere Minuspunkte. Die Band ist mit 6 Leuten sehr klein, was natürlich am Budget liegt, an manchen Stellen hört man das deutlich. Die Übersetzung ist nicht immer besonders stark, manche Textzeilen und Reime klingen doch sehr simpel. Jetzt aber das größte Problem: das Buch. Ich habe den Roman gelesen, welcher sich natürlich viel mehr Zeit für die Figurenentwicklung nimmt. Im Musical werden manche Aspekte nur ganz kurz angeschnitten und nicht vertieft, wie zum Beispiel Celies Hadern mit ihrer sexuellen Orientierung oder der Missbrauch durch ihren Vater.Stattdessen wird der Fokus fast zu viel auf den Humor gelegt, mit den Church Ladies und Sofia gibt es einen humoristischen Faktor zu viel.

Nichtsdestotrotz wieder eine eindringliche Inszenierung eines etwas schwächeren Musicals.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Schönes Musical mit toller Cast

19.04.2018 - Auch wenn man kein Schlager- oder Wolfgang Petry-Fan ist ist man bei "Wahnsinn" bestens aufgehoben. Eine tolle Cast und ein kurzweiliger Abend. Das Musical wurde sehr liebevoll auf die Bühne gebracht und man verläßt das Theater glücklich mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Danke, dass Duisburg der Premierenort war, da ich zum Wiederholungstäter wurde und es als Duisburger nicht weit hatte! Auch die CD ist prima! 2019 in Essen ist schon gebucht!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gänsehaut! Genial!

18.04.2018 - Ich war schon ein paar Mal in der Theatercouch.
Ein niedliches kleines Off-Theater in Wien.
Ich habe bereits gesehen das „Weihnachtsengel-„Musical und „Gay guys singing“. Zwei lustige Abende mit hervorragenden Stimmen. Aber die LAST FIVE YEARS waren jetzt echt super klasse.
Drew und Ann in den Hauptrollen sind zum verlieben. 😍
Die Inszenierung ist modern und echt geil. Beide Sänger sind fast durchgehend auf der Bühne. Es spielt alles in einem Raum, der mit wenigen Handgriffen verändert wird z. B. von einem Wohnzimmer zu einem Theater. Dann hats noch eine 5-Mann-Band die mega genial spielen. Und bei den Projektionen habe ich mich gefragt wie das geht. Es werden Bilder in Rahmen gezeigt die die ganze Show in eine romantische und manchmal düstere Stimmung zaubert. Ich konnte der gegenläufigen Handlung auch gut folgen. Ann (Cathy) beginnt am Ende der Partnerschaft und Drew (Jamy) am Anfang. In einer anderen Inszenierung vor einem Jahr hatte ich bissl Schwierigkeiten. Die Regie (Carsten Lepper hab ich zuletzt in Rebecca gesehen 😍) hat eine spannende und phantasievolle Inszenierung hingelegt, obwohl ich schon am Anfang wusste wie es ausgehen wird.
Alle Vorstellungen sind leider voll. Ich würde gerne nochmals gehen. Gänsehaut!

musicalvienna (erste Bewertung)


Klassiker zurück in München

14.04.2018 - Einmal mehr steht auf dem Spielplan des Gärtnerplatztheaters der Klassiker "My fair Lady". Dies mag nicht sonderlich innovativ sein, jedoch ist es schön zu sehen, dass die Klassiker gut an diesem Haus gepflegt werden.

Inszenierung:
Für die Produktion wurde eine neue Textfassung entwickelt, die eigentlich bayerisch sein soll, manchmal aber eher ins Österreichische abdriftet, was dem Ganzen jedoch auch nicht schadet.
Die Inszenierung ist sehr gelungen und rasant. Dank der Drehbühne entstehen schnelle Szenenwechsel, die das Stück noch kurzweiliger erscheinen lässt.
In der gezeigten Version hat das Stück an und für sich nichts innovatives. Neue Facetten sind nicht wirklich zu entdecken. Dies ist allerdings zu verkraften, zumal da das Gezeigte überzeugen kann.

Musik:
Gespielt wird mit einem großen Orchester, welches die Partitur schwungvoll und sauber spielt. Ein bisschen schade ist allerdings die Tonqualität, die ein wenig besser sein könnte. Nicht alles ist akustisch zu verstehen.

Besetzung:
Bei den Darstellern ist dem Staatstheater wirklich etwas gelungen. Selten steht so eine runde Besetzung auf der Bühne, die so überzeugend ist. Es singt ein Chor zusätzlich zum Ensemble.
DAGMAR HELLBERG ist sehr vielseitig in der Rolle der Mrs. Pearce. Sie fühlt einerseits mit Eliza mit und baut sie auf, zeigt jedoch auch bei Professor Higgins ihre resolute Seite. GISELA EHRENSPERGER überzeugt als Grande Dame Mrs. Higgins, ebenso wie MAXIMILIAN MAYER als Freddy.
FRIEDRICH VON THUN als Oberst Pickering ist sehr überzeugend und charmant. Die Sensation der Produktion ist allerdings ROBERT MEYER als Alfred Doolittle. Er spielt die Rolle perfekt und erhält zurecht viel Applaus.
Überraschend gut war ebenfalls MICHAEL DANGL als Henry Higgins. Gesanglich kann er durchaus überzeugen.
Die Rolle der Eliza wird von NADINE ZEINTL gespielt. Sie kriegt den Wandel sehr gut hin, den Eliza durchlebt. Stimmlich überzeugt sie vor allem in den Höhen.

Ausstattung:
Die Kulisse ist sehr gelungen. Die Drehbühne ermöglicht es, dass viele neue Orte entstehen. Selten sieht man dieses Stück so aufwendig. Dies gilt auch für die Kostüme. Einzig die Perücke von Eiza könnte etwas hübscher sein.

FAZIT
Inszenierung: 4/5
Musik: 4/5
Besetzung: 5/5
Ausstattung: 5/5
insgesamt 4,5/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Das beste deutsche Originalmusical?

14.04.2018 - Ich habe tatsächlich die berühmte Filmvorlage nie gesehen.
Und ich betrachte dies als großen Vorteil, bin ich doch somit ohne jegliche Vorbilder und Erwartungen ganz und gar unbeleckt in diese Show gegangen.
Spoiler Alert: Ich bin ohne jegliche Einschränkung restlos begeistert :
"Fack ju Göthe" ist das beste deutsche Originalmusical, das ich je gesehen habe (Wohl gemerkt nicht deutschsprachige, denn "Elisabeth" wird wohl niemand jemals toppen können).
Aber von vorne: Der Veranstaltungsort erinnert in vielen belangen ans Londoner Off-Westend: Perfekt gelegen in einem Künstler-, Vergnügungsviertel voller Graffitis, trägt schon der Weg dorthin zum eintauchen in die Show bei.
Beim Eintreten in die Werkshalle wird man gleich von launigen Ansagen der Schuldirektorin begrüßt.
Der Zuschauerraum selbst ist hergerichtet wie eine Schulturnhalle, man betritt den Saal über die Bühne.
Und das ist auch gut so, denn so vergisst man sehr schnell, dass man seinen Hintern knappe 3 Stunden auf blauen Schalensitzen parken muss.
Die Regie bleibt innerhalb der Inszenierung dem Gesamtkonzept jederzeit treu; alle benötigten Requisiten werden aus Turngerätschaften gebaut, also aus Seilen, Mattenwagen, Turnkästen, etc. Es wird szenisch viel behauptet und der Zuschauer wird gefordert, sich viel vorzustellen. Ganz großes Kino.
Jederzeit bespielen die Akteure den gesamten Saal, der eben Teil des Ganzen ist. "Immersive Theatre" scheint in Deutschland angekommen zu sein.
Würde man vergleiche ziehen wollen (und die hinken bekanntlich ja immer), erinnert "Fack ju Göhte" in seiner Machart, in seiner Optik und in seinem Stil am ehesten Lin Manuel Mirandas Erstlingswerk "In the Heights".
Und unglaublicherweise hat es auch dessen Qualität.
Die Balladen berühren, der Hip-Hop-Score ist schlau gereimt und mit großen können ausgeführt. Insgesamt hat die Musik puren Drive und macht mächtig Druck.
Jede(r) Beteiligte gibt hier ihr/sein absolut Bestes. Da steht so viel unfassbares Talent auf der Bühne.
Hervorheben möchte ich aber trotzdem Johanna Elisabeth Spanzel als Lehrerin Lisi Schnabelstedt, die für mich bisher die beste Performance dieses Jahres liefert: komödiantisches Timing vom Feinsten, ohne die Figur jemals comicartig werden zu lassen oder sie für eine der unzähligen Pointen dem Publikum auszuliefern. Mit dieser Frau leidet und lacht man. Eine großartige schauspielerische Leistung.
Wie unfassbar schade, dass diese frische, moderne, schlaue und zeitgemäße Art des Musicals hierzulande kaum Zuschauer zu finden scheint. Aber die Stage hat sich einfach zu lange auf Disney und Co. ausgeruht und es verpasst, das Musicalpublikum zu neuen Wagnissen zu erziehen. Dieses Wagnis ist zu 100 % aufgegangen, doch leider mussten die fantastischen Darsteller an meinem besuchten Abend vor knapp 100 Leuten spielen. Das haben sie und dieses herausragende Stück Theater nicht verdient. Ich kann nur sagen:
HINGEHEN! Ein absolutes MUSS !

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Aufwendige Bühne, tolle Stimmen!

12.04.2018 - Die Show macht einfach nur Spass! Ein typisches Juke-Box Musical mit Hits von Cindy Lauper, Kylie Minogue und co.
Das Orchester ist klasse, ebenso die vielen Darsteller auf der Bühne! Für eine Show, die mit gerade einmal 19 Aufführungen geplant ist, ist die Bühne sehr aufwendig gebaut. Reger Kulissenwechsel, schöne Bilder, durchdachte Technik und reibungslose, schnelle Szenenwechsel mit immer neuen Überraschungen machen die Show richtig perfekt.
Der Saal ist nicht sehr groß, sodass man von so ziemlich allen Plätzen ordentliche Sicht auf die Bühne hat. Die Mitarbeiter in dem tollen Haus sind super freundlich! Der Abend war klasse! Ich komme sicher wieder :)

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Fußlahm!

11.04.2018 - Einer der zahlreichen populären Tanzfilme der 80er Jahre ist FOOTLOOSE.
Die Musicaladaption davon ist im Staatstheater Darmstadt zu sehen.
Leider gibt dieses Stück nicht viel her. Obwohl vage auf einer tatsächlichen Begebenheit basierend, wirkt die Geschichte konstruiert und die Charaktere unterentwickelt und klischeehaft.
Musikalisch kann das Stück auch nur die drei, vier Hits der Vorlage aufbieten und wird ansonsten von recht belanglosem Füllmaterial von Tom Snow ergänzt.

Was dieser Inszenierung aber vollends das Genick bricht, ist die unsagbar langsame und langatmige Inszenierung von Erik Petersen und die vollkommen uninspirierte, temperamentlose, fast nicht vorhandene Choreografie von Sabine Arthold. Das muss man auch erstmal leisten: Eine schmissige Uptempo-Nummer wie "Holding out for a Hero", die eigentlich der Showstopper des Abends sein müsste, verkommt zu einem gelangweilten, improvisiert wirkenden Hin- und Hergelaufe einer Handvoll Mädels.
Viel besser wird es nicht mehr, bis zum allenfalls mittelmäßigen Finale.
Dieses erhält allerdings wieder seinen K.O.-Schlag durch die peinlich schlechten Kostüme. Die sehen so aus, als hätte man für das weibliche Ensemble altbackene, hässliche Vorhänge zu notdürftigen Kleidern zusammengetackert.

Die Darsteller können auch nur noch bedingt etwas retten. Einige liefern solide ab, anderen fehlt es deutlich an Präsenz und Strahlkraft.

Im Darmstädter Staatstheater hat das Genre Musical seit Jahren einen festen Platz und wird gepflegt.
Die Inszenierung von FOOTLOOSE hinterlässt aber einen freudlosen und schwerfälligen Eindruck. So als hätten die verantwortlichen Kreativen keine Ahnung oder keine Lust gehabt.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


gute Unterhaltung

04.04.2018 - Tolle Inzenierung, hat mich gut unterhalten. Wird sicher nicht zu meinen Lieblingsmusicals gehören aber für einen schönen Abend eine tolle Inzenierung in einem Stadttheater mit stark aufspielendem Cast.

steff79 (9 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Toller Cast

02.04.2018 - Dem diesjaehrigen Abschlussjahrgang der UdK gelingt es mit Bravour, dem etwas langatmigen Stueck Leben einzuhauchen.
Die fehlenden Sterne in meiner Bewertung sind ausschliesslich der langweiligen Komposition und einem Buch geschuldet, dass einfach zu viel will.
Herr von der Nahmer verschenkt eine wunderbare Chance, den einzelnen Figuren mit der Musik differenziert Leben einzuhauchen und hat einen unglaublichen Einheitsbrei fabriziert. Lediglich Jesus bekommt seine eigene Klangfarbe (Flamenco wie "originell").
Im Buch von Peter Lund haben nicht nur die 12 Protagonisten jeder ihren/seinen Platz, sondern auch viele verschiedene Handlungsstraenge, einer pro Person haette mir vollkommen gereicht, dann gern mit etwas mehr Tiefe.
Die Absolventen holen aus dem Stueck das Moegliche heraus, fast alle sind tolle Taenzer, heraus sticht hier besonders Pablo Martinez (die Conchita Wurst Gedaechtnisperuecke haette es nicht gebraucht). Bis auf die zwei "Nichttaenzer" haben auch alle eine tolle Ausstrahlung. Hier faellt wieder einmal auf, dass guter Gesang allein nicht ausreichend ist. Toll fand ich, dass Katia Bischoff trotz Infekt gespielt hat, Hut ab.
Insgesamt eine tolle Leistung, alles gute fuer die Zukunft.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Fast perfekt - Grandiose Cast

02.04.2018 - Am 01.04 habe ich Footloose im Staatstheater in Darmstadt gesehen und bin noch heute sehr begeistert davon.
Zu den Tonproblemen kann ich sagen das es diese noch stellenweise gibt aber man hat das ganze scheinbar gut in den Griff bekommen.
Das Bühnenbild fand ich sehr raffiniert gemacht und hat mir sehr gut gefallen, einzig das die Kirche auch die Sporthalle ist fand ich nicht gut gelöst, das auch der Tanzabend dort stattfand, fand ich in Ordnung.
Jetzt zum ganz großen Pluspunkt der Show, die überragende Cast.
Ich habe schon einige Musicals gesehen, aber ich hatte glaube ich noch nie eine so durch die Bank bis in die kleinste Rolle perfekt besetzte Cast.
Auf vier Darsteller möchte ich kurz mehr eingehen da diese vier mir besonders gut gefallen haben.
Für mich persönlich war das Highlight des Abends der Hauptdarsteller des Ren - Lucas Baier. Selten hat mich ein Darsteller so umgehauen, Stimme Tanz und Schauspiel waren grossartig ich hoffe daß man von ihm noch einiges hört.
Sybille Lambrich als Ariel Moore war ebenso perfekt besetzte.
Benjamin Sommerfeld als Willard und Beatrice Reece als Rusty standen den beiden Hauptdarstellern in nichts nach und sorgten für die Lacher des Abends. Vor allem Beatrice Reece hat dazu noch eine grandiose Stimme und Ausstrahlung.
Ich hoffe daß das Staatstheater Darmstadt sich dazu entschließt Footloose in der nächsten Spielzeit nochmals aufzunehmen da ich es gerne noch ein weiteres Mal sehen würde.
Für mich war dieser Abend mehr als Perfekt! Das Staatstheater Darmstadt hat ein grandioses Musical auf die Beine gestellt man bekommt für einen guten Preis einen für mich perfekten Musicalabend geboten.

Musicalfan86 (37 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Es hat mich mitgerissen

30.03.2018 - Das Bühnenbild ist einfach gehalten. Erfüllt es aber seinen Zweck, da die Inszenierung vollkommen auf die Darsteller abgestellt ist. Insofern vermisst man auch nichts. Leider wirkt es in dem großen Apollo Theater ein wenig verloren. Schaut ein wenig aus, als würde ein Stadttheater am Bühnenbild sparen müssen.

Kevin Thiel spielte den Quasimodo mehr als gelungen. Sehr sympathisch und mit Glasklarer Stimme.
Von Mercedesz Csampai bin ich sowieso immer hingerissen. Sie hat eine sehr natürliche, angenehme Ausstrahlung.

Das Orchester klang nicht wirklich voll. Hier hätte man ein wenig mehr wucht erwarten können. Obwohl ich natürlich schon weniger besetzte Orchestergräben gesehen habe.

Ich werde zwar kein Glöckner Wiederholungstäter, aber der Besuch hat sich gelohnt. Die Geschichte, mal wieder in einer anderen Variante zum Original, reißt mit.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Immer noch sehr schöne Show mit kleinen Schwächen

25.03.2018 - Wir haben am 25.03.2018 die Nachmittagsvorstellung besucht (zusammen mit unserer fast 6-jährigen Tochter).
Wir haben die Show schon in Hamburg gesehen und konnten so einige Vergleiche anstellen. Die Geschichte ist ja bekannt, so dass ich hier nicht näher drauf eingehen möchte. Allerdings hat der 2. Akt einige Längen (insbesondere bei den nicht-musikalischen Szenen).
Sehr gelungen sind die Änderungen/Anpassungen des Bühnenbildes, welches ggü. dem Hamburger Bühnenbild abwechslungsreicher wirkt und den Zuschauerraum noch besser einbezieht. Das Metronom-Theater ist jedoch im Vergleich zu anderen Musicaltheatern in zwei Aspekten wirklich problematisch. Dadurch, dass die Sitzreihen nicht sehr stark ansteigen, ist insbesondere für kleinere Personen die Sicht durchaus schwierig. Ebenfalls höchst problematisch scheint die Akustik zu sein. Applaus wird fast vollständig geschluckt, so dass keine Stimmung aufkommt und die Tontechnik kämpft eher mit einem Klangbrei (jedenfalls im 1. Akt).
Wir hatten das Glück, dass wir fast vollständig die Erstbesetzung hatten. Insbesondere Josh Strickland ist wirklich ausdrucksstark und füllt die Rolle toll aus. Allerdings ist seine Aussprache nicht gut und die Texte häufig nicht verständlich. Auch Andreas Lichtenberger (Kerchak) und Sophia Wezer (Kala) leben ihre Rollen toll aus. Jeffrey Socia als Terk bringt viel Witz und Spass in die Aufführung. Isabel Trinkauser wirkte im 1. Akt sehr verhalten, ihre Stimme drang kaum durch. Im zweiten Akt war sie jedoch sehr präsent.
Im Laufe der Aufführung nutzen sich einige Choreografien und die Seilakrobatik zunehmend ab, sind aber immer noch sehenswert.
Großes Manko ist die bei Stage übliche Orchesterreduktion: bei einem solchen Stück keine echten Blechbläser zu haben, ist wirklich ein NO-Go. Zwar sind die genutzten Samples sicher hochwertig, dennoch bleib es bei häufig bei einem Synthesizer-Einheitsbrei und es wird tw. mit viel Percussion versucht die Löcher zu stopfen. Hierdurch kommt es zu einer Inbalance, so dass die eigentlich tolle Orchestrierung mit viel Drums und Percussion in eine Unbalance kommt. Man kann nachvollziehen, dass eine Show wie Tarzan rentabel sein muss, aber nur (musikalische) Qualität sichert langfristig das Interesse am Musical. Vielleicht passt hierzu auch, dass das Theater nur zu maximal 60 % ausgelastet war (am ersten Ferienwochenende in NRW!). Stage sollte einmal die Preisgestaltung überdenken. Bei einer Familienshow praktisch keine Kinderermäßigung anzubieten führt halt dazu, dass sich Familien mit Kindern einen Besuch häufig nicht leisten können.
Fazit: tolles Stück mit Schwächen bei der musikalischen Umsetzung. Der Veranstalter sollte sein Preiskonzept überdenken!

olalaoli (erste Bewertung)


Anders, modern, super, lustig.

25.03.2018 - Ich muss sagen, dass ich eigentlich mit ganz schlimmen Erwartungen in das Musical gegangen bin und ich wurde sehr positiv überrascht. Es ist wirklich gut. Es macht Spaß es sich anzusehen. Es ist anders und modern. Es ist großartig. Was mir nicht so gut gefällt sind die harten Plastikschalensitze. Aber auch das Theater ist für dieses Musical genau richtig gewählt und super umgesetzt. Es ist frisch und modern. Kann man wirklich nur empfehlen es sich anzusehen. Ich hatte vorher auch bedenken und bin nun von dem Stück doch überzeugt. Für 5 Sterne reicht es nicht ganz, aber es ist wirklich hohes Niveau. Super!
Kann man nur weiter empfehlen.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Eine willkommene Abwechslung

25.03.2018 - Eine absolut gute Wahl der Stage mal etwas zu "wagen" - wie wir ja jetzt wissen ohne Erfolg, aber diese Erweiterung des Repertoires, weg von Disneykitsch ist tatsächlich sehr gut gelungen. Eine gefällig Show mit flotter Musik, sehr natürlichen Darstellern und einem verhältnismäßig einfach gehaltenen und sehr wandelbaren Bühnenbild. Passt super auf die Reeperbahn.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Toller Abend mit Spass und Gefühl

25.03.2018 - Nun gilt Arnstadt nicht gerade als die Wiege des Musicals. Aber durch Zufall bin ich im Internet auf die Show gestoßen und wurde positiv überrascht.

Sehr gute und spielfreudige Darsteller, flotte Inszenierung, schönes Bühnenbild und coole Arrangements.

Es wurde im Theater viel gelacht und am Ende sogar getanzt und frenetisch Applaudiert. Alles in allem ein toller Abend.

musicalpapa (4 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Party mit emotionalem Tiefgang

20.03.2018 - Im Staatstheater am Gärtnerplatz gibt es eine bestens gelungene Deutschlandpremiere von PRISCILLA - Königin der Wüste zu bestaunen.

Gil Mehmert hat das Musical für München neu inszeniert. Er ist dabei weitgehend bei der Originalversion geblieben und hat sie für die Möglichkeiten des Gärtnerplatztheaters eingerichtet.

Bühnen- und Kostümbild mussten natürlich etwas zurückgenommen werden, sind aber trotzdem auf hohem Niveau, überzeugen und machen Spaß.

Die Choreografie von Melissa King ist zackig und knackig und wird mit Präzision und Temperament getanzt.

Die musikalische Umsetzung ist gewohnt opulent. Ich habe allein acht Streichinstrumente gezählt.
Gespielt wird die australisch/britische Version: Minogue statt Madonna.

Besetzung und Ensemble sind großartig. Das Stück steht und fällt natürlich mit den drei Protagonisten Tick, Bernadette und Adam.
Armin Kahl, Erwin Windegger und Terry Alfaro leisten Großartiges.
Alle drei schaffen wunderbar und glaubhaft den Spagat zwischen den aufgedrehten Drags und den wahrhaften, zutiefst menschlichen Personen dahinter.
Als Resultat dieser gelungenen Darstellung und Inszenierung durchbrechen starke, emotionale und nachdenkliche Momente immer wieder den sehr kurzweiligen und rasanten Handlungsfluss.
Durch die nachvollziehbare und engagierte Darstellung unterschiedlicher schwuler Lebensentwürfe ist diese PRISCILLA sehr viel mehr als nur ein Party- und Jukebox Musical. Es ist ein Plädoyer und ein Statement für eine schwule Kultur und einen ebensolchen Lebensstil.

Einziger Minuspunkt war für mich die Tonqualität im Theater. Insbesondere im ersten Akt waren einige Sprechpassagen akustisch vollkommen unverständlich.

Trotzdem: Riesige Begeisterung beim Schlussapplaus!
Hätte man nicht irgendwann denn Vorhang herunter gelassen, dann würden sie jetzt noch toben und klatschen.
PRISCILLA ist zu Recht ein gewaltiger Publikumserfolg in München.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Midern, außergewöhnlich und toll gemacht

18.03.2018 - Wir waren gestern zu dritt in Fack ju Göhte und es hat uns sehr gut gefallen. Die Location ist wirklich cool und das Stück außergewöhnlich, neu und erfrischend. Die Musik ist super und man möchte am liebsten aufspringen und mittanzen. Die Plastiksitzschalen sind wirlich bequem und ich hätte das nicht gedacht aber ich fand sie auf Dauer angenehmer zum Sitzen als die herkömmlichen Theatersessel. Schade vor allem für die Darsteller war die sehr schlechte Auslastung vor allem für einen Samstag. Aber man braucht sich nicht zu wundern. In ganz München kein Plakat, keine Werbung usw. Man kennt das Stück und auch das Theater schlicht und einfach nicht. Wir haben auf den Weg zum Theater drei mal nach dem weg gefragt und keiner kannte das Theater oder das Musical und das waren Münchener. Die Antwort war: was sowas haben wir hier? Den finanziellen Misserfolg, falls das Stück nicht mehr in Gang kommt hat hier die Stage komplett allein zu verantworten. Ich hoffe jetzt auf jeden Fall auf eine CD und empfehle das Stück weiter.

MrDuncan (8 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Setzen Klassenarbeit !

15.03.2018 - Wir waren gestern mit der Schule im Theater Münster ; um ehrlich zu sein war keiner wirklich überzeugt da hin zu gehen um sich Everyman anzusehen ; aber ich kann für alle sprechen und sagen wir waren danach alle total begeistert von der sehr gelungenen Rock Mystey ; Eine Traumbesetzung angefangen bei Andy Kuntz der den Tod spielte , Paul Kribbe als Jedermann oder Hermann Bedke als Teufel um nur einige Beispiele zu nennen! Die drei Stunden gingen schneller rum als in der Schule ;)) und Informativ war dieser Geschichtsunterricht auch noch ! Ganz ganz tolle Musik der Band Vanden Plas und krasses Treiben auf der Theaterbühne. Unsere Lehrer waren auch alle begeistert weil man sich bei den Autoren wohl um eine sehr autentische Umsetzung des alten Stoffs bemüht hat ! Ein großartiges Bühnenbild , tolle Kostüme, prima Ton und die Lichtstimmungen runden ein besonderes Erlebnis ab.

Anna Rheinheimer (erste Bewertung)


Viel fürs Auge, weniger fürs Ohr

12.03.2018 - Sicherlich ein optisches Spektakel und eine bewegende und bedrückende Story.Die Frage ist, warum dieses Stück unbedingt ein Musical sein muss. sowohl an den Kompositionen als auch an den Darstellern merkt man doch, dass mehr Wert auf Schauspiel als auf Musik gelegt wurde. Nichtsdestotrotz ein Must see.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Eine Musicalsensation!

12.03.2018 - Großartiges Konzept, tolle Story, nette Lieder - keine Angst vor der Sprachbarriere. Das Stück ist in allen Belangen beeindruckend...

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Immer noch eine anruehrende Liebesgeschichte

12.03.2018 - Ich habe die Show am Sonnabend abends gesehen. Einziger echter Wermuthstropfen ist der Preis, stolze EUR 130 fuer die PK1, das Picturebook fuer EUR 19, das ist schon teuer.
Trotzdem kann ich die Show nur empfehlen.
Das Buehnenbild wirkt vom Hochparkett aus toll, duester und industriell und nur dann heiterer, wenn es im Loft von Molly und Sam spielt.
Frau Verkaik und Herr Edenborn sind ein tolles Paar, sie passen sowohl vom Gesang als auch vom Schauspiel sehr gut zusammen und wirken dadurch sehr glaubhaft. Gegen zwei so stimmgewaltige Darsteller kann Herr Bongard nicht ankommen und wirkt recht blass. Die Rolle ist sicher schwierig, aber ein bisschen mehr Schauspiel wuerde ihr sicher gut tun. Klaus Seiffert hat das Maximale aus seiner kleinen Rolle herausgeholt, hat mir gut gefallen. Als Oda Mae Brown spielte Frau Aquino, die fuer die Rolle sicher noch ein bisschen jung ist, aber die Oda so ein bisschen in Richtung Rotzgoere zu spielen ist in diesem Fall sicher eine gute Idee.
Ansonsten hat mir der Cast gut gefallen.
Die Peruecke einer der beiden Helferinnen von Oda Mae ist der einzige Minuspunkt beim Kostuembild, ansonsten Klasse.
Die Band spielte toll, die Musik ist halt ein wenig langweilig, aber dafuer kann die Band ja nichts.
Die deutsche Uebersetzung hat mir sehr gut gefallen, fluessig und zeitgemaess.
Die SE waere sicher gut beraten, auch wenigstens ein Bild im Picturebook oder im Theater mit W. Verkaik und M.Edenborn zu haben, ansonsten sind wirklich einige Zuschauer verwirrt, wo Herr Klaws steckt. Am Ende scheint es aber allen gefallen zu haben, denn es gab Standing Ovations.

Charlotte (53 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Traurig und dramatischer Abgang

08.03.2018 - Wer kennt nicht die bekanntesten Songs des Musicals Cabaret, das 1966 uraufgeführt wurde und die Berliner Leichtigkeit des Seins vor dem Hintergrund des dominanter werdenden Nationalsozialismus inszeniert. Mit Ironie auf der einen Seite und politisch-ernsthaften Facetten auf der anderen. Der begeisterte Beifall ging dem Publikum leicht von der Hand. Köstlich das Spiel von Herrn Schulz (Peter Wollersen) und Fräulein Schneider (Ute von Harten), deren vorsichtige Annäherung – "Ich habe Ihnen eine Ananas mitgebracht". Mucksmäuschenstill wurde es, als die lauernden Gefahren des Nationalsozialismus offenkundig und verdrängt werden. Doch als Ernst Ludwig (Frederik von Harten) plötzlich mit Hakenkreuz-Uniform auf der Bühne steht, wird die Situation spürbar beklemmend.
Und dem Cliff Bradshaw (Timm Moritz Marquardt), dem jungen amerikanischen Schriftsteller bleibt am Ende nichts anders übrig als Berlin zu verlassen – ohne Sally. Ein trauriger und dramatischer Abgang. Timm Moritz Marquardt zeigte eine hervorragende schauspielerische Leistung mit dem Abgang von Cliff Bradshaw endete das Musical ohne Applaus und hinterließ ein betretendes Schweigen. Ein Sternchen Abzug für den Vorstellungsraum.

T. Franke (erste Bewertung)


Faszination, Brisanz und politisch-gesellschaftlicher Aktualität

06.03.2018 - Ich habe zum ersten Mal das Musical gesehen. Eine Laien-Aufführung auf hohen Niveau. Mit einer Besetzung die sehr motiviert gespielt hat. Aus meiner Sicht hätte die Sally eher erotischer spielen können. Sie war eher als plumpes Weib dargestellt. Umso souveräner und männlicher war der Clifford Bradshaw - gespielt von einem Nachwuchsdarsteller Timm Marquardt. Der Conférencier hat gut gespielt, aber im fehlte etwas die Bühnenpräsenz. Der Saal ist leider nicht so geeignet für solche Vorstellungen. Trotzdem eine tolle, wenn auch bedrückende Umsetzung und es hat sich auf jeden Fall gelohnt.

AnnaHamburg (erste Bewertung)


Etwas überfrachtet, trotzdem sehr empfehlenswert

05.03.2018 - Matterhorn St. Gallen

Ohne vorher viel über diese neue Produktion des Theater St. Gallen zu wissen, habe ich schon relativ früh ein Ticket gebucht. Das Musical ist eine Koproduktion mit den Thunerseespielen. Dort hätte es im Sommer 2018 aufgeführt werden sollen, wurde aber zurückgestellt, da sie eine Lizenz für Mamma Mia in schweizerdeutsch bekamen.

Das Theater, war gut gefüllt. Die Stimmung gut und am Ende gab es eine verdiente Standing Ovation.

Besonders gut gelungen finde ich das Bühnenbild. Die Bühne leicht nach vorne geneigt, im Hintergrund eine Drehbühne mit Bergelementen und das Matterhorn in verschiedenen Lichtstimmungen projeziert. Für die Absturzszene wird auch der Orchestergraben benutzt.

Die Musik war fast durchgehend stimmig. Noch nie habe ich in einem Musical so viele verschiedene Stilrichtungen gehört. Angefangen von Rap-Elementen, über Folklore, Popmusik, hin zu barocker klassischer Musik. Der Mix gefiel mir aber sehr gut. Leider fehlte etwas die Steigerung zum Finale hin. Die 8 Mann Band spielte mackellos. Zwischendurch gab es mal 2-3 Mikrofonprobleme.

Die Rollen sind fast durchwegs perfekt besetzt. Besonders hervorheben möchte ich Sabrina Weckerlin als Berggeist Orka und Luigi Schifano als Luc. Bei Rune Hock Moller als Edward und Veronica Appeddu als Olivia waren leichte Akzente zu hören. Da sie in ihren Rollen britische Staatsbürger spielen, nicht weiter schlimm. Mit der Stimme von Frau Appeddu kann ich mich auch dieses Mal nicht anfreunden, aber das ist reine Geschmackssache. Bei einem eventuellen 2. Besuch werde ich schauen, mal Oedo Kuipers und Lisa Antoni zu erwischen.

Wo ich den meisten Kritikern dieses Stückes zustimmen muss ist, dass man zuviel reinpacken wollte. Es gibt zu viele Schauplätze und Nebenschauplätze. Es gelingt kaum, den Charakteren Tiefe zu geben und den Haupthandlungsstrang um den Absturz und die Liebesgeschichte zwischen Edward und Olivia detailierter zu beleuchten.

Besuchte Vorstellung: 03.03.2018

Inszenierung ; 3.5 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4.5 von 5

Gesamtfazit 4 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Schöne Stimme, schöne Texte

04.03.2018 - Wirkt allerdings ehr wie eine Verkaufsveranstaltung für die neue CD. Ein, zwei seiner Musical-Hits hätten den Abend evtl etwas runder gemacht. Auch seine Verlobte war leider nur zweimal kurz dabei, mit dieser tollen Stimme hätte ich gerne noch das eine oder andere Duett gehört...
Für große Borchert Fans sehr zu empfehlen, für Fans seiner Musical-Arbeit ehr weniger...

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Atemberaubend schön

03.03.2018 - Gestern Abend in Münster ging die Post ab. "Everyman" von und mit Vanden Plas. Großartige Stimmen, coole Musik, wunderbare Eindrücke und eine zeitlose Geschichte. Ich war mehr als begeistert und das als "jungfräulicher" Musicalbesucher. ;-)
Das sollte ihr wirklich nicht verpassen. Vier Termine geben euch noch die Möglichkeit dieses Rock Musical anzusehen und vor allem zu hören (Genialer Sound!)!

Ravenmusic (2 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Show auf Broadwayniveau

28.02.2018 - Dass sie Hamburg nicht hinter dem West End oder dem Broadway verstecken muss, beweist KINKY BOOTS seit Dezember im Operettenhaus in Hamburg.

Dass KINKY BOOTS mehr ist als ein Gute-Laune-Stück, wird jeder bestätigen können, der die Show schon gesehen hat. Neben den energiegeladenen Popsongs und den witzigen Songtexten sorgt Cyndi Lauper in den einfühlsamen Balladen für ruhige und nachdenkliche Momente. Harvey Fierstein hat die Geschichte um Charlie und Lola hervorragend für die Bühne adaptiert und verleiht dem schräg-bunten Musical eine besondere Tiefe. Sehr gelungen auch die deutsche Übersetzung von Kevin Schröder und Ruth Deny. Gerade Kevin Schröder gelingt es in den Songtexten, etwas Eigenständiges zu schaffen. Er übersetzt die Texte nicht einfach 1:1, wie man es von vielen anderen holprig klingenden Übersetzungen seiner Kollegen kennt, sondern schafft neue Bilder. Großer Respekt vor dieser Leistung.

Inszenierung, Choreographien, Bühnenbild und Kostüme fügen sich zu einer Kompositon zusammen, wie man es vorher auch schon am Broadway oder in London erleben konnte.

Wofür sich Stage Entertainment besonders auf die Schultern klopfen kann ist der hervorragende Cast. Hier haben die verantwortlichen vom Hauptdarsteller bis zu den Swings hervorragend gecastet. In meinen drei besuchten Vorstellungen habe ich verschiedene Darsteller erleben dürfen, die alle hervorragend gesungen, gespielt, getanzt und die Rollen perfekt ausgefüllt haben.

Als CHARLIE konnte ich Dominik Hees und Sebastian Krolik erleben. Beide hervorragend, wobei mir Sebastian Krolik noch einen Deut besser gefallen hat. Er war meiner Meinung nach besser als Killian Donelly (London) und konnte mit Stark Sands (Broadway) locker mithalten.

Auch Gino Emnes muss sich nicht hinter seinen Vorgängern (ich durfte Billy Porter am Broadway und Matt Henry in Lonodn erleben) verstecken. Seine LOLA ist urkomisch, gefühlvoll, tiefgründig und sexy. Oder kurzgesagt: Rot! (Jeder der das Stück gesehen hat, weiß, was ich meine!) Und dann noch dieser Body! Auch Benet Monteiro ist eine hervorragende Lola. Er verleiht der Dragqueen eine ganz andere Facette. Er ist meiner Ansicht nach viel zerbrechlicher und überzeugt gerade in den ruhigen Momenten. Leider lassen seine langen Haare den Unterschied zwischen Frau und Mann nicht so deutlich werden. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Als LAUREN konnte ich Jeannine Wacker und Laura Pfister erleben. Beide geben eine quirlig-quietschige Lauren und sorgen beim Publikum für Tränen in den Augen. Die Gestik, die Mimik, die Stimme - einfach herrlich. Einen Ticken besser gefallen hat mir persönlich Laura Pfister. Was soll man sagen? Ich habe Annaleigh Ashford (Broadway) und Amy Lennox (London) erlebt. Letztere überholt sie ganz klar und stellt sich auf eine Stufe mit ihrer Broadwayvorgängerin. Ich kann es wirklich nicht glauben, dass sie erst im vergangenen Jahr ihre Ausbildung an der August Everding in München abgeschlossen hat. Ein großes WOW! Ich hoffe, sie in Zukunft noch häufiger sehen zu können!

Auch die anderen Rollen sind perfekt besetzt und legen so viel Spielfreude an den Tag. Egal ob in Soli oder im Chor - alles perfekt (Lob auch an die Tontechnik). Besonders erwähnenswert sind die ANGELS, bei denen man oft echt nicht weiß, ob das wirklich Männer sind oder Frauen, die Männer spielen, die sich als Frauen verkleiden. Dieses Talent einfach super! Bei den Kindern gibt es gravierende Unterschiede. Am besten gefallen haben mir die Kinder bei meiner ersten Vorstellung: Taphelo (junger Simon) und Clemens (junger Charlie) haben einen super Job abgeliefert. Besonders bei Taphelo hat man gemerkt, was in ihm steckt!

Eine Show auf BROADWAY-Niveau, die perfekt auf die Reeperbahn in Hamburg passt. Wer aus dieser Show nicht mit guter Laune und beschwingt rausgeht und trotzdem im Herzen berührt wurde, muss irgendetwas an seinem Leben ändern. Vielleicht helfen die Tipps, die man im Musical bekommt, dabei. Trotz des Gute-Laune-Faktors vermittelt die Show eine wichtige Botschaft: Sei du und steh dazu! Respektiere andere so wie sie sind! KINKY BOOTS sollte zur Pflichtveranstaltungen (nicht nur für Schulen) werden. Jeder kann hier etwas lernen - und das ganz ohne die Holzhammermethode!

Buch 5
Komposition 5
Inszenierung 5
Musik 5
Besetzung 5
Ausstattung 5

Gesamt: 5

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Super Stimmung

28.02.2018 - Die Show beginnt schon vor dem ersten Ton der Band damit, dass die Darsteller (als Hippies) durchs Theater laufen und das Publikum auf das Kommende vorbereiten. Sie trinken aus den Gläsern des Publikums, tänzeln über die Stuhlreihen, balancieren am Rang und versuchen was zu rauchen zu finden...
Die Stimmung ist schonmal grandios, die Darsteller haben in den gut 90 Minuten Spieldauer sichtlich Spass an der Sache. Kostüme sind hier nicht wichtig, ebenso wie das Bühnenbild, dass sich nicht ändert. Stört aber nicht! Die Stimmen sind super und die Choreographie fantastisch!

Die Story ist recht einfach und auch wenn man der englischen Sprache nicht so mächtig ist, kommt man gut mit. Die Musik verspricht einige Ohrwürmer, die auch beim Schlussapplaus noch einmal angespielt werden und mit dem Publikum eine kurze Party gefeiert wird. Auch hier kommen die Darsteller wieder von der Bühne und heizen etwas ein.

Ich würde die Show weiter empfehlen. So etwas Verrücktes habe ich nicht mal bei der Rocky Horror Show gesehen.

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Immer wieder wunderbarer Abend

27.02.2018 - Ich habe Matilda schon einige Male gesehen. Ich liebe dieses Stück: Kreatives Bühnenbild, wundervolle Melodien mit klasse Texten, berührende und tiefgehende Geschichte, hervorragende Darsteller...

Es ist jedes Mal ein mitreißender, emotionaler und lustiger Abend für Groß und Klein. Matilda kann sich mit anderen Stücken locker messen!

HIT-Musical mit Ohrwurmcharakter.
Nicht umsonst läuft es schon 7 Jahre im West End!

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Super, aber anders, ganz anders, einfach Kult!

24.02.2018 - Meine Bewertung zur Rocky Horror Show in Müchen am 24.02.18 um 15Uhr:
Es ist anders aber gut. Es macht Spaß und es ist Kult. Als Musical Fan sollte man sich die Rocky Horror Show aufjedenfall einmal ansehen. Es ist so vollkommen anders. Anders aber gut. Es macht Spaß es sich anzusehen. Aber einmal sehen reicht für mich aus. Aber tolles Bühnenbild und super Sänger und Tänzer!
Einfach KULT

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Believe the hype!

23.02.2018 - Alles, was man so über das Stück hört, ist wahr.
Das war tatsächlich das Beste, was ich jemals auf einer Bühne gesehen habe.
Ich bin maßlos überwältigt und mir fehlen die Worte.
Wer Theater liebt, muss Hamilton gesehen haben.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Unterhaltsame Reise durch Australien

22.02.2018 - Erneut zeigt das Theater am Gärtnerplatz, dass man großartige Musicals auch abseits der großen Longrun-Tempel erleben kann. Mit Priscilla konnte man sich nun eine deutschsprachige Erstaufführung sicher und legt hierbei die Messlatte für zukünftige Produktionen gleich recht hoch. Besonders stark ist das Stück in den ruhigen Momenten, die einen schönen Einblick in die Beweggründe der drei Hauptdarsteller liefern. Der Beginn des Stückes war mir persönlich etwas zu viel "Klischee abarbeiten", hier weiß ich aber auch nicht, ob dies so vorgegeben ist, da ich die Originalinszenierung nie gesehen habe. Die Besetzung ist in München durch die Bank sehr gelungen, das Orchester spielt mit vielen Streichern und wer noch irgendwie eine Karte ergattern kann, wird hier sicherlich einen schönen Theaterabend verbringen können.


Besuchte Vorstellung:
17.02.18 - Theater am Gärtnerplatz, München

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Rocky Horror Show - 20.02.2018, Deutsches Theater München

21.02.2018 - Inszenierung: 4 von 5 Punkten

Musik: 4 von 5 Punkten

Besetzung: 5 von 5 Punkten

Ausstattung: 4 von 5 Punkten

Akustik: 4 von 5 Punkten

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wo war die Magie des Stückes ?

20.02.2018 - Leider sehr enttäuschent - Das Orchester -was keins war -
Musik kam teilweise vom Band .
Beim Gesang wurde der Verstärker eingesetzt so das es man mitbekommen hat .
Auch die Sezialeffekte - waren keine - oder nur sehr amateurmäßig eingesetzt- ( z.bsb. wenn der Professor ins Wirtshaus kommt und auftaut ).Auch als Chagall zubeißt - kein Blut ! Das gehört nun mal dazu -
Das bühnenbild- wenn man seitlich sitzt - kommt garnicht rüber- und das andere ist wohl der Tourneeversion zu verdanken.
Die Sänger- eher was nur für Fans ,
so einen schlechten Grafen und auch die anderen - habe ich noch nicht gehört - keine Mimik - und wie gesagt Magie kam nicht rüber - jedenfalls nicht bei mir .
Schade , das man soviel Geld bezahlt - und enttäuscht wird.
Wieder ein Musical weniger

maulwurf1 (3 Bewertungen, ∅ 2 Sterne)


Premiere der Glöckner von Notre Dame

19.02.2018 - An 18.02.2018 hatten wir das Vergnügen, der umjubelten Premiere, des Disney Musical "Der Glöckner von Note Dame" beiwohnen zu dürfen.
Wie erwartet, war das Bühnenbild opulent und hochwertig gestaltet. Die Besetzung war hervorragend mit begnadeten Darstellen besetzt.
Die Musik hochkarätig gespielt und komponiert.
Teilweise war unserseits dem Handlungsstrang nicht mehr zu folgen. Der Fortgang der Geschichte schien einstweilen gehetzt umgesetzt.
Persönlich fehlte uns, dass wir einfach von den Musikstücken nicht berührt wurden. Es gelang nach unserem dafürhalten nicht, das notwendige Gefühl dieses "Drama" zu transportieren. Den Grund sehen wir einfach darin, dass es an sogenannten "Ohrwürmern" fehlte. Es lag zu keinem Zeitpunkt an den tollen Akteuren auf der Bühne, sondern an den Melodien der Stücke. Im Vergleich mit Aufführungen wie Mozart, Tanz der Vampire, Rebecca oder Phantom der Oper könnten wir heute keinen einzigen Titel nennen, der sich in unseren Gehörgängen "fest gedudelt" hätte.

Alles in allem ein Musical vom Disney Reissbrett, großes Musical, aber wenig Ohrwurmpotential. :-(

Vielleicht wäre weniger Opulenz auch mehr, Billy Elliot ist da ein Paradebeispiel - da heulen wir jedes mal wie die Schlosshunde - weil es uns so berührt.
Zum Glück lässt sich ja über Geschmack unbeschwert streiten - also macht Euch Euer eigenes Bild.

Quasimodo freut sich sicherlich über Euren Besuch.

Mario Klein (erste Bewertung)


Schöne Broadway-Revue der guten alten Zeit

19.02.2018 - Das Staatstheater Nürnberg hat zum Abschied des Intendanten Theiler eine Zusammenfassung seiner bisherigen klassischen Musicals bei Gaines Hall in Auftrag gegeben...

Dieser hat meiner seiner jungen Truppe von Absolventen der Theater Akademie August Everding und den Stars aus den Nürnberger Produktionen CHRISTIAN ALEXANDER MÜLLER, SOPHIE BERNER, FREDERIKE HAAS, einen schmissigen, kurzweiligen Abend mit schönen Tanz- und Steppszenen und stilvollen Kostümen hinbekommen - allerdings sieht man auch, dass das Musical in Nürnberg eben als "Geldquelle" benutzt wurde und das Genre leider nicht ernst genommen wird - die Ausstattung ist ansonsten nicht vorhanden außer einer Showtreppe - und die Band (11 Personen) sind auf der Bühne platziert - nicht mal die Staatsphilharmonie wurde mit ihren Streichern und Co dafür verpflichtet - ist schon etwas erbärmlich....und das wird dann bei einem privaten Veranstalter wie der Stage kritisiert - ohne Worte...

Das Programm allerdings mit 25 Nummern in zwei Teilen macht allerdings am Faschings-Sonntag-Abend gute Laune und deswegen kann man diese Broadway Revue nur empfehlen schon alleine wegen der Sänger und den tollen Tänzern...

Highlights sind die Songs "PEOPLE" von Frederike Haas aus dem Musical "FUNNY GIRL", "YOU'LL NEVER WALK ALONE" aus "CAROUSSEL", "ALL THAT JAZZ" aus "CHICAGO", "IF I LOVED YOU" aus "CAROUSSEL", sowie "SOME PEOPLE" aus "GYPSY" & "THE IMPOSSIBLE DREAM" aus "THE MAN OF LA MANCHA".

Wir hoffen, dass es Musical-Technisch in der nächsten Spielzeit mit dem neuen Intendanten aus Dortmund kommend in Franken besser wird...die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schwach!

19.02.2018 - Ich hatte befürchtet, dass mich die deutsche Version besonders stört, aber das war dann doch das kleinste Problem.

Soundabmischung miserabel, sodass man oft kaum verstehen konnte, was von wem gesungen wird.

Drive in der Band hat komplett gefehlt. Da hätten es gerne ein paar BPM mehr sein dürfen, vor allem bei "Heaven on their minds", "Damned for all time" und nicht zuletzt "Superstar". Wirkte teilweise sehr langsam und dadurch langatmig und unspannend.

Judas hatte permanent Probleme, seine Töne zu treffen, stieg oft um auf Sprechgesang, und brach hohe Stellen ab, damit ihm nicht komplett die Stimme wegbricht.... Das fiel sehr negativ auf und war für mich zugleich Manko des Abends.

Jesus' Probleme mit der Höhe fielen da schon kaum noch ins Gewicht, denn er spielte wenigstens glaubwürdig.

Beste Momente der Show kamen stets von Nyassa Alberta - ein echter STAR!

Das Ensemble wirkte ab und zu desorientiert und nicht zuletzt die unpassenden Choreografien ließen die Darsteller dann endgültig fehl am Platz wirken. Obwohl alle stets auffällig bemüht waren, manchmal vielleicht zu verbissen.

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Die Inszenierung ist der Star!

18.02.2018 - Curtain of yesterday: JEKYLL&HYDE

Nach der extrem abgespeckten und regietechnisch vollkommen unschlüssigen Jekyll & Hyde-Version des English Theatres Frankfurt merkte ich, dass ich mal wieder Lust auf eine opulent ausgestattete und musikalisch luxuriöse Version dieses Wildhorn-Klassikers hatte.
Dann las ich über die Schweriner Inszenierung und buchte sofort.
Und alles, aber auch ALLES, was ich mir gewünscht hatte, bekam ich im Übermaß: eine brillante, überbordende Bühnenbild-Ausstattung mit äußerst stimmigem Lichtdesign, großes Ensemble und große Chöre und ein fast 30-köpfiges, wundervoll erklingendes Orchester.
Ich nehme es vorweg:
Diese Jekyll & Hyde-Inszenierung ist die beste und stimmigste, die ich je live sehen durfte, viel besser und flüssiger als die deutsche Originalversion in Bremen.
Die Regie hat ganze Arbeit geleistet und überzeugt durch ein durch und durch schlüssiges Konzept, welches zwar keine großen Experimente macht, aber trotzdem vor kleinen, aber feinen Ideen nur so strotzt. Der Rahmen des Ganzen ist ein tatsächlicher, physischer Rahmen, mit dem alles Mögliche angestellt werden kann, der in allen möglichen Farben leuchten und sich hinbewegen kann, wohin die Regie ihn haben will. Großartig!
Die beste und wunderbarste Konzeptidee ist, aus Jekylls gelungenem Experiment sechs Abbilder entspringen zu lassen, die Hyde im wahrsten Sinne des Wortes wie aufs Haar gleichen. So wird Mr. Hyde also in all seinen Auftritten von sechs Ebenbildern begleitet, ganz im Totentänzer-Elisabeth-Style. Den Höhepunkt erreicht diese geniale Idee in "A dangerous game", wenn Hyde sein gefährliches Spiel mit Lucy spielt und sowohl die Hyde-gleichen Tänzer, als auch die wie ihr Huren-Vorbild gekleideten Tänzerinnen im Hintergrund miteinander agieren. Das ist tatsächlich ganz großes Theater und genau so integriert man ein vorgegebenes Ballett-Hausensemble in ein Musical. Bravo! Die beste Sequenz des Abends!
Und kurz danach folgt auch schon der zweitstärkste Moment, wo sich die Regie nämlich überlegt, Lucy bei "A new life" tatsächlich kurz in ihr neues Leben eintauchen und sie in einer kitschigen Mary Poppins-esquen Sequenz dieses Glück wirklich erleben zu lassen, nur, um sie dann aus größtmöglicher Fallhöhe ins Endlose abstürzen zu lassen. Schon nach dem letzten Ton tauchen wie aus dem Nichts (Gänsehaut-Grusel-Alarm!) die sechs Hyde-Tänzer neben ihr auf und Hyde nimmt ihr brutal das Leben.
Brachial gut!
Alle, aber auch alle Ideen dieser Inszenierung (die Huren in der roten Ratte tragen wirklich an Ratten angelehnte Kostüme, vor der Show sphärische Gruselsounds im Saal, etc.) gehen auf.
Die Inszenierung ist dermaßen stark, das sie auch durch die Schwächen des Abends nicht ins Wanken gerät:
So perfekt das Tanzensemble integriert ist, so schwach zeigt sich der Opernchor bei dieser Integrationsleistung:
Gewohnt behäbig, textlich vollkommen unverständlich und unfähig, die einfachsten Bewegungsabläufe auszuführen, muss man seine Auftritte in den beiden Akt-Openern ("Facade" und "Murder") über sich ergehen lassen.
Dass Jekylls Freund Utterson, vom Hausensemble besetzt, unter Amateurtheaterniveau spielt, ist auszuhalten.
Auch, dass Sir Danvers, ebenfalls Hausensemble, im schlechtesten Sinne im Opernduktus agiert und singt, ist zu ertragen.
Jekylls Verlobte Lisa wird wunderbar erfrischend, leicht emanzipiert und bezaubernd gespielt von Marie-Therese Anselm. Schade, dass ihre Kopfstimme in den Höhen arg dünn wird.
Femke Soetenga gibt eine famos-tragische Lucy. Packt sie ihren Belt in "Bring in the men" aufgrund der Choreografie noch nicht ganz aus, weiß sie in ihren Balladen restlos zu überzeugen.
Wäre mag arg kritisch, könnte man anmerken, dass Lucy zu wenig und Lisa dafür zu viel beltet und so der stimmliche Grundcharakter der Rollen leicht verschwimmt.
Marc Clear ("Engel aus Kristall") in der Titelrolle ist den schwierigen Anforderungen der Partie erwartungsgemäß absolut gewachsen:
Fehlt ihm zu Beginn bei " I need to know" vielleicht noch ein wenig die Dringlichkeit und das Getriebene, so packt ihn die Leidenschaft spätestens vor dem Board of Goveners, wo er seine Wissenschaft verteidigt. Als Hyde ist er zynisch, böse und angsteinflößend und packt seine Stimme ohne Rücksicht auf Verluste aus.
Begleitet werden selbst seine gesprochenen Monster-Auftritte stets von Psycho-Streichersounds aus dem Orchestergraben.
Schade, dass das große Orchester sich nie richtig mit den Mikrostimmen mischt, die wohl zu Gunsten der Textverständlichkeit stets im Vordergrund zu hören sind.
Aber all dies hält diese Inszenierung aus.
All dies kann in Anbetracht des brillanten Regiekonzeptes und der überbordenden Ausstattung nicht verhindern, dass ich einen nahezu perfekten Theaterabend erleben durfte.
Der weite Weg nach Schwerin hat sich absolut gelohnt!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Eliza aus Ottakring

14.02.2018 - Ein unverwüstlicher Klassiker. Selbst wenn man es mit einer "bayerischen Fassung" versucht und über keine Darsteller verfügt, die der bayerischen Zunge mächtig sind. Aber was macht das schon, wenn man die fantastische und liebenswerte Nadine Zeintl als Eliza hat. Und die spielt wunderbar auf, nachdem "sie es endlich begriffen hat". Kaum ist sie von den Fesseln der "bayerischen Fassung" befreit, begeistert sie mit "I Could Have Danced All Night". Nicht alle Songs gelingen ihr ähnlich gut. Aber bei ihrem Spielwitz und Charme ist das wirklich unerheblich. Robert Meyer ist ein wunderbarer Alfred Doolittle. Eine richtige - ich meine das jetzt ganz positiv - Rampensau. Wenn der auf der Bühne steht, dann tobt das Haus. Es gibt ein Wiedersehen mit Cornelia Froboess. Ihre Mrs Higgins ist ein Glücksfall. Besonders in der Ascot-Szene. Und auch Michael Dangl kann als Henry Higgins überzeugen. Josef Köpplinger hat das alles mit vielen schönen Details in Szene gesetzt. Es ist nur eine Kleinigkeit, aber wie er Eliza mit den Pantoffeln nach Higgins werfen läßt, dass hat schon was. Auch hat mir gut gefallen, dass Eliza in der Schlussszene Higgins nicht die Pantoffeln bringt, sondern ihn einfach links liegen lässt und in Richtung ihres Zimmers abgeht. Köppliger streicht die Ballszene komplett. Was Sinn macht, den sie bringt die Handlung nicht voran (das Wesentliche erzählt Higgins im nächsten Song). Stattdessen fiebert das Personal zur Ballmusik im Arbeitszimmer auf die Rückkehr von Higgins & Co. Marie-Luise Wales hat traumhafte Kostüme beigesteuert. Beim Bühnenbild hat mir das Arbeitszimmer von Higgins gut gefallen. Alles Andere war schon ein wenig schlicht. Andreas Kowalewitz steht am Pult. Das ist für mich der "Old Faithfull" das Gärtnerplatztheaters. Der Mann kann halt einfach alles. Würde ich gerne öfters sehen und hören.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schöner Abend

14.02.2018 - Ich ging zum ersten Mal in die Produktion des Kolping Musiktheaters und hatte einen unterhaltsamen Abend. Che war sehr gut, kaum zu glauben, dass er Laie ist. Auch Evita hat mir sehr gut gefallen. Stimmlich hat mich Marjan Shaki in Wien mehr überzeugt, aber das Schauspiel und die Ausstrahlung war super. Anscheinend hat der Peron auch Regie geführt, er hätte sich vielleicht auf eine Aufgabe konzentrieren müssen: schauspielerisch und gesanglich nicht schlecht, aber die Regie hätte einfallsreicher sein können. dennoch hab ich die Kolping- Produktion weiter empfohlen.

Wicked123 (erste Bewertung)


Tolle Hauptdarstellerin!

12.02.2018 - Ich war das erste Mal bei einer Kolping-Produktion und bin völlig neutral in die Vorstellung gegangen. Ich fand die Produktion sehr gelungen. Das Ensemble, zum Teil Laien, war sehr engagiert und die Chor-Stimmen haben sich sehr gut angehört. Besonders überzeugt jedoch hat mich Agneta Hanappi als Evita. Sie sang und spielte diese sehr anspruchsvolle Partie mit großer Präsenz, Ausstrahlung und Authentizität. Ich habe ihr die Rollenentwicklung von der starken zur am Ende schwer kranken Evita voll abgenommen. Die vielen Facetten dieser Rolle hat sie vollends zum Ausdruck gebracht. Gesanglich meisterte sie die durchaus schwierigen Songs einwandfrei und gefühlsstark. Ich wünsche dieser Darstellerin, dass sie diese Rolle noch öfter spielt, da sie mich besonders auch am Ende sehr berührt hat. Auch die Rolle des Che fand ich sehr gut gespielt und gesungen. Insgesamt eine sehenswerte Produktion mit guter Regieführung.

MusicalAddict (erste Bewertung)


Hm...

12.02.2018 - Da sitzt man hier, einen Tag nach dem Theaterbesuch, und weiß nicht recht, ob es einem gefallen hat oder nicht.
War ich gut unterhalten? Ja, das war ich.
War der Gesang gut? Eigentlich nicht.
Schauspiel, war das ok? Nein, es wirkte eher, als hätte der Regisseur während der Probezeit Urlaub gehabt.
Aber es hat trotzdem gut unterhalten? Irgendwie schon.

Im Theater angekommen sieht man, dass die zwei Hauptrollen aus gefühlt Dritt- bis Fünftbesetzung bestehen. Nicki stand als Erstbesetzung auf der Bühne.

Woher kommt nun meine Indifferenz. Sidonie Smith konnte für mich in den Höhen Punkten. Generell ging jedoch der Gesang eher unter und wirkte so „brummelig“. Jetzt kann man ihr das nur nicht ankreiden. Wären es nicht diese Songs, würde es wenig auffallen. Singen kann sie ja. Das merkt man dann vor allem bei „I will always...“, da war die Stimme voll da! Ihr Plus- und sogleich auch Minuspunkt. Sie war sehr sympathisch, was dem gespielten Teil sehr gut tat. Aber eine Diva, das ist sie gestern nicht gewesen (Regie?).Was natürlich dem Bühnencharakter nicht gut tat. In so fern freue ich mich eine talentierte Darstellerin gesehen zu haben, muss jedoch ankreiden, dass ich keine Rachel Marron auf der Bühne hatte. Was ich wiederum schade fand. Zudem tut das dem Stück schon einmal nicht gut.

Dann taucht Nicki auf, Zodwa Selele singt zwei glasklare Töne und man ist schon voll bei ihr. Somit vertrat sie die Highlights des Abends.

Das Schauspiel wurde dann zum weiteren Problem, da es im Ablauf dem Aufsagen von möglichst akzentuierten Texten glich. So redet kein Mensch. Das machte das ganze nicht nur unnatürlich hölzern sondern in Phasen auch langweilig.

Ich vergebe drei Sterne, da ich unterhalten war.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Super Cast, tolle Bühne - 3 schöne Musiknummern

12.02.2018 - Nie waren Standing-Ovations so verdient, wie hier! Die Kids auf der Bühne machen mehr als tolle Arbeit. Sie singen toll, sie tanzen klasse und bauen teilweise sogar die Bühne mit um :D
Der Vorstellung mangelt es leider aber an ein paar mehr einprägsamen Musiknummern. Außer "When I Grow Up", "Merical" und "Rewolting Children" bleibt leider nicht viel hängen. Etwas Witz kommt zu Beginn des zweiten Akts mit "Telly" rein, ansonsten hätte man sich einige unnötige Handlungen einfach sparen können, wie zum Beispiel den etwas nervigen Tanz-Lehrer von Mathildas Mum.
Die Bühne ist schon ein klasse Bild und immer wieder klappen aus dem "Holz"-Boden andere Kulissenteile mit auf. Würde die Show gerne auf jeden Fall noch einmal sehen...

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Sehr zu empfehlen

12.02.2018 - Diese Show hatte einfach alles: Gute Musik, schöne Lieder, viel Witz, super Übersetzung und vor allem ein tolles Live-Orchester mit einer grandiosen Cast!

Würde es gerne einmal wieder sehen! :)

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Schlecht!

12.02.2018 - Hier weiss ich gar nicht wo man anfangen soll:
Die Darsteller scheinen sich nicht eingesungen zu haben, im ersten Akt erinnerte es an ein DSDS-Casting, im zweiten Akt ging es etwas besser. Allerdings wollten wir diesen schon gar nicht mehr sehen, sind aber dann doch sitzen geblieben...
Kulisse gab es auch: drei Pappwände, die zweimal verstellt wurden.
Die Kostüme der Kaiserin waren schön, dafür musste das restliche Ensemble mit kurzen Radlerhosen auskommen und darin seltsame Sportbewegungen zum "Takt" der CD-Musik "tanzen". Eine Mischung aus gewolltem Ballet und Hip Hop-Schritten wurde zum Beispiel für eine Minister-Sitzung verwendet.
Spart euch bitte das Geld! Hier kann man nicht mal die Darsteller in Schutz nehmen :(

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Gefühlvoll, spannend, witzig

12.02.2018 - Ich habe die Show nun zweimal mit verschiedenen Besetzungen gesehen und war jedes Mal begeistert.
Selten wurde ein Film so gut auf die Bühne gebracht. Es fehlt im Vergleich an nichts. Selbst einige Gags aus dem Film wurden fast schon 1:1 übernommen.
Die Musik ist klasse: mal rockig, mal ruhig, aber immer mit sehr viel Gefühl. Die Texte haben in der deutschen Übersetzung zwar ein klein wenig verloren, aber es ist immerhin auch ein sehr schwieriges Stück zu übersetzten gewesen.
Die Bühne ist relativ einfach, aber mit sehr vielen Details und durch geschickte Lichteffekte sehr gut wandelbar.
Ich würde die Show jedem empfehlen, der den Film mag und sich gerne einmal live mitreisen lassen möchte.

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Mehr als ein Hauch von Broadway

11.02.2018 - Ich besuchte die Vorstellung am 28.01. in Heilbronn, die Karte hatte ich schon länger im Voraus gekauft und freute mich dementsprechend schon länger auf diese interessante Veranstaltung.
Broadway, damit hatte ich bisher noch nicht wirklich viel am Hut, kannte zwar die -allerseits- bekannten Lieder, aber das war es dann auch schon. Der Besuch, ein Wagnis oder die Durst nach Neuem, mir Unbekannten.
Lange Vorrede, kurzer Sinn. Eine fantastische Show, mit glänzend aufgelegter Darstellern, die ein Broadway Hit nach dem anderen auf die Bühne zauberten.
-The lights of broadway- haben allerdings nichts mit Lichtern im eigentlichen Sinn zu tun, damit sind eher die -Highlights- gemeint, so die Einführung am Anfang der Veranstaltung. Federführend und der Verantwortliche, Gaines Hall, für mich persönlich ein zweiter Fred Astaire. Er steppte federleicht und unangestrengt über die Bühne, stets mit einem Lächeln auf den Lippen. Sein -singing in the rain- war eines der Highlights an diesem Abend. Wer Stepptanz liebt, der sollte unbedingt Gaines Hall einmal live auf der Bühne erleben.
Neben Gains Hall, konnte man Sophie Berner, Frederike Haas und den begnadeten Christian Alexander Müller bewundern. Diese präsentierten sich in glitzerten Kostümen, die einen alleine schon in den guten alten Broadway versetzten. Sei es Chicago, Cabaret, der Kuss der Spinnenfrau oder Kiss me Kate. Die Auswahl erstreckte sich auf eine große Bandbreite, so war für jeden etwas mit dabei.
Die beiden Damen des Abends, überzeugten sowohl mit ihrer Stimme, als auch mit ihrem Tanz, beide sehr außergewöhnliche Darstellerinnen, die begeisterten. Ebenso überzeugend kam auch Christian Alexander Müller hinüber, der zweite Mann im Bunde. Sein -the impossible dream- ein wahrer Traum, hier befand er sich eindeutig in seinem Element. Für mich der emotionalste Auftritt des Abends, der mich tief berührte und mir Gänsehaut bescherte. Er alleine vor dem dunklen Vorhang, ganz leger gekleidet, voll da mit seinen Emotionen, seiner außergewöhnlichen Stimme. Was braucht man (Frau) mehr?
Was natürlich nicht fehlen durfte, ein großartiges Ensemble, die die vier Protagonisten tatkräftig unterstützten, sei es gesanglich oder tänzerischer Art. Auch hier zeigte sich erneut Gaines Halls großes Stepptalent, als er mit einigen Emsemblemitgliedern zusammen steppte. Eigentlich nur damit die Kostüme richtig zur Geltung kommen sollten, kleiner Scherz am Rande von Gaines Hall.
Lust but not least, auch ein großes Lob an die Musiker, die einiges zum Broadway Feeling beisteuerten. Nie übertönten sie die Sänger, was bei einigen Produktionen leider manchmal der Fall ist. Immer guter und klarer Sound. Der Herr im Klavier schmiss sich auch mal in eine Regenjacke um seine Unterstützung zu demonstrieren oder half Herrn Müller, der vor lauter Aufregung einen Namen vergaß. Genau diese lustigen Elemente vervollständigten das ganze und lockerten die Atmosphäre auf.
Alles in allem ein sein sehr schöner und unterhaltsamer Abend, der selbst einen Broadway Neuling wie mich vollends überzeugen konnte.
Also, beide Daumen hoch!

gilmoregirl (erste Bewertung)


Schade aber ok

10.02.2018 - Schade, das trifft es ganz gut! Wir waren mit großer Erwartung nach Gmünd gereist, Evita verspricht schon vom Namen her viel, gehalten hat es relativ wenig. Das Orchester und die Rolle des Che (Simon Ihlenfeld) waren das Beste an diesem Abend. Peron, vom Regisseur gespielt (warum?), war irgendwie komisch. Che war echt gut, wir fanden seine Lieder und sein spielerisches Auftreten sehr gelungen. Evita war nicht schlecht aber auch nicht gut, auch hier: schade. Das gesamte Ensemble mit Bühnenbild ist wie ein nettes Bauerntheater, eigentlich mit Charme, aber dieses Musical sollte dann doch in Profihand gegeben werden. Die Tanzdamen waren ganz hübsch anzusehen und waren sehr positiv. Wir werden wiederkommen, da wir gerne in Gmünd sind und wir natürlich Laientheater unterstützen wollen...hoffen nur dass nächstes mal ein besseres Stück gespielt wird. Alles in allem trotzdem ein Lob an alle Beteiligten die solch ein Stück organisieren und hier in Gmünd auf die Beine stellen. Bis nächstes mal..

meikes! (erste Bewertung)


Prachtvolles, emotionales Historien-Musical mit Gänsehautmelodien

10.02.2018 - Die Musikalische Komödie Leipzig zeigt wie es richtig geht den historischen Stoff der "Russischen Oktoberrevolution" in ein emotionales, ergreifendes und auch erschütterndes Musical umzusetzen! Hatten im Herbst 2017 die Stadttheaterkollegen mit "Rasputin" vollends ins Klo gegriffen und aus dem Thema nichts anderes als eine Lachnummer kreiert ging mir nun bei den zwei komplett ausverkauften Vorstellungen in Leipzigbuchstäblich das Herz auf!

Zum einen liegt das an der ergreifenden Geschichte der einzelnen Schicksale (nichts für schwache Nerven - wir befinden uns sprichwörtlich in einem Totenhaus - hier wird hingemetzelt was das Zeug hält - allerdings muss man ja sagen - das war historisch wirklich so und ist nicht Stoff eines Phantasiefilms a La Hollywood)!

Auch die Kostüme und einfache aber wirksame Bühnenausstattung begeistern - die Tontechnik ist dies mal anders als bei Dracula sehr gut eingestellt und man kann der Geschichte gebannt und ohne Störungen folgen und sich ins Russland um 1903-1930 herum hineinziehen lassen!

Cusch Jung hat den Broadway-Flop stringent, glaubwürdig und niemals langweilig oder zu lang auch nicht "kitschig" inszeniert - die reine Spieldauer beträgt 3 Stunden mit Pause also gute 3 1/2 Stunden und es wird klar warum es den Amerikanern am Broadway nicht gefallen hat - die Realität ist einfach zu hart da bleibt für Spässchen und gute Laune einfach kein Platz!

Der erste Star neben der Geschichte ist die Cast und da muss ich sagen - noch nie waren in einem Stadttheater die Rollen so gut besetzt wie hier - die Darsteller passen alle wie die Faust aufs Auge!

Allen voran natürlich unser großer Musicaltenor Jan Ammann er spielt und singt seinem Film-Ego Omar Sharif von Beginn bis zum Schluss absolut den Rang ab - perfekte Stimmführung, emotionales, berührendes Schauspiel - das ist Ammanns beeindruckende Leistung vor allem. bei seinen zahlreichen Solis und Duetten seiner beiden Frauen!

Seine Ehefrau wird gespielt von Hanna Mall - Musicaldarstellerin aus Heilbronn - perfekt besetzt sie hat den typisch russischen Typ und man nimmt ihr die Liebende und verständliche Ehefrau vollends ab

Lisa Habermann als Geliebte Larissa passt auch total vom Typ her und harmoniert perfekt im Spiel mit Jan Ammann

Aber auch mit Björn Christian Kuhn als ihrem Ehemann Pavel Antipov & Revolutionär Strelnikow dem Widersacher Doktor Schiwagos aber auch mit dem Zwielichtigen Viktor Komarovskij verkörpert von Patrick Rohbeck der hat eine Ausstrahlung und tolle Stimme und man nimmt ihn den Zwielichtes Anwalt von der ersten Minute an ab -

Die 3 Kinderrollen sind ebenfalls sehr gut besetzt (sie können auch singen! aus dem hauseigenen Kinderchor der Oper Leipzig und auch Ballett und Chor sind tänzerisch & stimmlich exzellent drauf

Der wahre Star des ganzen Abends als absolutes i-Tüpfelchen sonst wäre der Stoff doch zu düster, tragisch und ohne Hoffnung ist die wunderschöne Musik von Lucy Simon - absoluter Höhepunkt da muss ich der Kritik der Musicalzentrale recht geben ist das Duett der beiden Frauen "Und doch wundert es mich nicht" aber auch die Liebesduette sind traumhaft und die Soli wie "wer ist Sie" oder "Adges"

Wunderbar berührend und hoffnungsvoll zwei großartige Musicalabende - Prädikat:Unbedingt ansehen und geschichtlich was lernen und mitbekommen!

Großer Applaus für die mehr als gelungene Deutschsprachige Erstaufführung der Musikalischen Komödie Leipzig - Standing Ovations waren der Dank dafür

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


WOW! Wie grandios…

09.02.2018 - Dieses Musical bekommt von mir 5Sterne! Hamburg wird nicht nur – Hamburg ist kinky!
Was für ein tolles Musical, was für eine überzeugende Cast, hier hat Stage mal endlich wieder alles richtig gemacht.
Das Musical hat mich von der ersten Minute an überzeugt und hat mir gute Laune aufs Gesicht gezaubert.
Warum nicht öfter so, ihr könnt es also doch noch liebe Stage.
Gino Emnes als Lola ist der Hammer und überzeugt so sehr.
Dieses Musical muss ich noch öfter ansehen, es hat so viel Freude gemacht zu zusehen und zu zuhören.
Mein Lieblingslied ist „Land of Lola“ ich komme wieder.
Hier lohnt sich jeder Cent.
Großer Beifall für den Cast und für Stage!

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Wir waren sehr enttäuscht

09.02.2018 - Wir sind Musicalfans aus dem Umland von Schwäbisch Gmünd und gehen eigentlich immer zu den Kolping Veranstaltungen. Irgendwie haben wir das Gefühl es war dieses Mal der absolute Tiefpunkt. Das Stück Evita kann eigentlich ganz schön sein, wir haben es vor 3 Jahren schon in einer professionellen Show gesehen. Leider war es für die Laiengruppe vom Kolping Verein nicht wirklich passend. Die Evita selbst hat nicht stattgefunden...uns hat weder die Stimme noch das Spiel gefallen. Perón wurde leider wieder von dem Regisseur selbst gespielt. Wir müssen uns dieses jedes Jahr aufs Neue antun, leider war er nicht nur körperlich zwei Nummern zu klein, sondern auch spielerisch...gibt es denn niemand in diesem Verein der ihm mal sagen kann, dass dies nix ist??? Che hat uns sehr gut gefallen, er war der einzige der uns an diesem Abend gut ungehalten hat...
Die Musik war ok...
Für das ganze Ensemble tut es mir leid, dass die Hauptdarsteller aus diesem Stück nichts gemacht haben, da das Ensemble sich in seinem Rahmen wirklich Mühe geben...

Regina117 (erste Bewertung)


Beeindruckend und spannend

07.02.2018 - Woman in White nach 2004 noch einmal zu sehen, ließ mich nach London reisen. Es hat sich mehr als gelohnt.

Das Charing Cross Theater unter dem Bahnhof ist klein. Das macht den Reiz aus. Man ist mittendrin und hat oft das Gefühl es wird nur für einen selbst gesungen. In Reihe J für knapp 32 Pfund eine geniale Sicht.

Eine wunderschöne, kleine Inszenierung mit einer fantastischen Cast. Es spielte die komplette First Cast in den Hauptrollen. Die Musik ist so schön und stimmig orchestriert. Kaum zu glauben was 11 Musiker leisten, ohne es zu technisch klingen zu lassen.

Ich hoffe das es die Show bald mal in einer deutschen Inszenierung zu hören gibt. Der Stoff ist spannend, berührt und es gibt wunderschöne Lieder.

Leider endet die limitierte Spielzeit in London am 10. Februar. Wie schön das noch geschafft zu haben.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Großartig!

07.02.2018 - Der alte Jedermann als Rockoper ??! Ich muss sagen ich bin wahnsinnig begeistert. Die komplette Cast singt und spielt ganz großartig. Wir sehen einen ambitionierten kraftvollen Chor , eine wunderbar in Szene gesetzte Tanzabteilung. Die tiefe Musik von Vanden Plas sucht ihresgleichen und wirkt in einem stimmigen Orchesterarrangement kraftvoll und berührend zugleich . Das opulente Bühnenbild, eine tolle Inszenierung und eine gut funktionierende Soundabteilung runden dieses wunderbare Theatererlebnis ab. Der Mut des Theaters Münster sich so ein Stück ins Haus zu holen hat sich gelohnt und wird zurecht mit minutenlangem Beifall belohnt. Einfach großartig!

Alexandra Titze (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Daisy Dance (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Jenny Ziedlow (erste Bewertung)


Beitrag vom 06.02.2018 gesperrt

Jana Kirsch (erste Bewertung)


Altbekannt und doch neu

05.02.2018 - Das Staatstheater Mainz hat aktuell den Jerry Herman Klassiker LA CAGE AUX FOLLES auf seinem Spielplan.

Bühnenbild, Choreografie, Lichtdesign und Kostüme fallen gut bis sehr gut aus und lassen keine Wünsche offen.

Interessante Akzente setzt man in Mainz mit der Inszenierung und der Besetzung.
Das Musical ist 35 Jahre alt und hat zu seiner Premierenzeit ein nachhaltiges Statement zum Thema Toleranz und Akzeptanz gegenüber Menschen, die nicht zwangsläufig in ein konventionelles Gesellschaftsbild passen, gesetzt.
Die Zeiten haben sich seit dem geändert (und ändern sich immer wieder).
Auch wenn heute irgendwelche Lolas auf ausgetretenen Pfaden, mehr schlecht als recht, hinterherstöckeln, bleibt LA CAGE der unerreichte "Prototyp".
Regisseur Christopher Tölle hat etwaige Patina schonend entfernt.
Der Typus von Georges und Albin, sowie ihre Beziehung, werden fein nuanciert neu definiert.
Dadurch, dass die beiden wesentlich jünger besetzt wurden als sonst üblich, wirkt das Stück wesentlich zeitgemäßer. Die beiden verklären nicht irgendeine Vergangenheit, sondern sind fest im Hier und Jetzt verortet und haben Zukunftsperspektiven.
Insbesondere der Charakter von Albin hat sich verändert. Er ist nicht mehr die schrille, alte Tucke. In der wunderbaren Interpretation von Alin Deleanu ist er vielmehr eine mondän, elegante Dragqueen, die durchaus zwischen Bühnenshow und Privatleben unterscheiden kann und Rollen an- und ablegt. Dadurch zündet vielleicht nicht mehr jeder Gag, der auf Klischees basiert, es bringt aber verstärkt Emotionalität und Glaubwürdigkeit in das Stück. (Ich habe noch nie eine so intensive und wahrhafte Interpretation von "Ich bin was ich bin" gehört.)
Dadurch wird auch insgesamt die Haltung von Georges nachvollziehbarer. Man versteht, was ihn zu diesem Mann(!) hinzieht.
Auch Stephan Bootz umgeht in seiner gelungenen Darstellung weitgehend alle Stereotypen.

Der Spass bleibt, die Message kommt an. Lautstarker Szenenapplaus bei der finale Kußszene zwischen den beiden Männern.

Zum Schluß noch ein Kompliment an das große Orchester des Staatstheaters. Hermans wunderbare Partitur, die so reich an Melodien und Stimmungen ist, wird temperamentvoll, leidenschaftlich und auch sensibel umgesetzt.
Zum Entreacte gibt es dafür begeisterte Bravo-Rufe aus dem Publikum.
(Stell dir das einmal in einem STAGE-Theater vor?!)

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Sehr gute Besetzung

05.02.2018 - Die Aufführung am 3.2.18 war mein 5. BEuch beim Tanz der Vampire (1999 Wien, 2000 und 2002 Stuttgart, 2004 Hamburg). Im Vergleich zur ursprünglichen Version wirken die Kulissen im 2. Akt etwas gruseliger und die Bühne insgesamt voller. Die schöne Wendeltreppe fehlt zwar, aber das ist zu verschmerzen. Was mir persönlich nicht so gut gefallen hat, war die Änderung im Finale. Das erneute Auftreten des Grafen ist prinzipiell nachvollziehbar und gut, aber es entsteht eine Pause zum Finalsong, sodass dieser wie dran gehangen wirkt. Das war früher ein fließender Übergang.

Die musikalische Seite der Inszenierung ist bestens. Das Orchester war sehr gut, aber vielleicht etwas leise. Kann aber auch den Plätzen gelegen haben. (Reihe 8, linke Seite).

Die Besetzung war größtenteils die Erstbesetzung. Alfred und Sarah waren sehr gut. Diana Schnierer hat eine sehr warme Stimme, die gut zur Rolle passt. Raphael Groß spielte den unsicheren Alfred auch sehr gut und zeigte bei seinem Solo, dass er eine gute Stimme hat. Als Graf spielte Thomas Borchert. Er war stimmlich top und holte alles aus der Rolle raus.Bei manche Töne hätte ich mir gewünscht, wenn er sie länger ausgesungen hätte. Das hat bislang nur Charles Fornara in Stuttgart gemacht. Als Magda spielte Anja Backus. Im zweiten Akt gefiel sie mir besser als bei ihrem Solo.

Insgesamt ein toller Abend, der preislich um einiges attraktiver war als er in Deutschland gewesen wäre. Kostenlose Garderobe, drei Getränke unter 10 € und die Tickets fast 30€ günstiger pro Person. Schade, dass Wien so weit weg ist.

Daniel² (8 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Würdige DSE in Düsseldorf

05.02.2018 - Das D´haus schafft es, mit Lazarus eine sehr sehenswerte Inszenierung auf die Bühne zu bringen, was vor allem der hervorragenden Regie von Matthias Hartmann zu verdanken ist. Unter Einsatz von zwei großen Videowänden und einer Livecam, die geschickt in die Inszenierung eingebaut wird, gelingt es immer wieder großartige und stimmige Bilder zu zaubern und das leicht wirre Musical mit seinen unzähligen Deutungsmöglichkeiten gleichzeitig unterhaltsam wie positiv diskussionsfähig zu gestalten. Hinzu kommen wunderbare Darsteller, allen voran Hans Petter Melø Dahl, der trotz Erkrankung am Premierenabend vollauf überzeugen kann. Auch die anderen Darsteller sind gut besetzt, die Bühne als Wohnzimmer in Form einer Rakete weiß ebenso zu gefallen. Musikalisch spielt die 8köpfige Band auf hohem Niveau, ein Besuch lohnt sich. Wenn man bereit ist, sich auch mal auf etwas neues und anderes einzulassen, kann man in Düsseldorf gerade einen gut 2stündigen interessanten Theaterabend erleben, der ohne Pause durch gespielt wird.

Besuchte Vorstellung:
03.02.18 (Premiere) - Schauspielhaus, Düsseldorf

Inszenierung: 4,5 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Gute Unterhaltung, aber kein Meistwrwerk

04.02.2018 - Über zehn Jahre hat es gedauert, bis ich diesem besonderen Haus endlich einen Besuch abgestattet habe.
Besonders deshalb, weil das Theater für Niedersachsen (TfN) als einziges Staatstheater über ein hauseigenes, professionelles Musicalensemble verfügt und nicht ständig auf qualifizierte Gäste, (oft lästigen) Opernchor und Ballett zurückgreifen muss.
Und eben dieses Ensemble haut mehrere Premieren pro Jahr raus, gerade von hierzulande eher unbekannten und wenig gespielten Off-Broadway-Stücken.
In diesem Fall handelt es sich um das Frühwerk der Star-Komponisten Pasek&Paul, welches wirklich gute Unterhaltung bietet, aber sicher nicht, dies sei vorweggenommen, ein Meisterwerk wie "Dear Evan Hansen" darstellt.
"Dogfight", die Story über 3 US-Marines, die für einen Wettbewerb das möglichst häßlichste Mädchen für ein Preisgeld verführen sollen, verfügt über viel Potential, welches das Buch leider nicht voll ausschöpft.
Das die Show letztendlich nicht vollends überzeugen kann, liegt somit keinesfalls am bestens aufgelegten und ausgewählten Hausensemble, sondern am vorliegenden Grundmaterial.
Obwohl die Show nur an wenigen Spielterminen gezeigt wird, präsentieren die Darsteller eine großartige Ensemble-Gesamtleistung, saubere Choreografien und tighte Chöre.
Leider ist das Ganze nicht immer ideal abgemischt, einige Mikrofone sind zu spät offen.
Die anspruchsvolle Partitur erklingt in typischem Off-Broadway-Sound und wird in der Band-Originalbesetzung präsentiert:
Klavier, Gitarre, Bass, Schlagzeug, Violine und Violoncello.
Das klingt ganz wunderbar.
Während das Stück in seiner Tragik insgesamt etwas West Side Story-esque wirkt, erinnert es musikalisch an "Spring Awakenig", ohne jedoch mit dessen Hitdichte aufwarten zu können.
Die Melodien, vor allem die Balladen, sind alle schön anzuhören, doch leider bleibt kein Titel wirklich hängen.
Elisabeth Köster spielt die "häßliche" Rose im wahrsten Sinne des Wortes liebenswert.
Gänsehautmomente sind in jedem Fall die Szenen, in denen Rose sich selbst auf der Gitarre begleitet und rührend ihre an Folkmusik angelehnten, "selbstkomponierten" Songs singt.
Das geht unter die Haut.
Das sie häßlich und zu dick ist, wird hier nur behauptet und der Zuschauer muss dazu seine Fantasie bemühen, was natürlich in Ordnung geht.
Stärkste Szene war für mich der Song "Dogfight" selbst, in der die gänzlich unterschiedlichen Figuren Rose und die Hure Marcy sich stimmlich immer höher schraubend ihre Weltanschauungen über die Schlechtigkeit der Menschheit oder eben das Gute im Menschen um die Ohren hauen.
Teresa Scherhag gelingt in der Rolle der Marcy ein wahres Kabinettstückchen:
Auf den Punkt gespielt, urkomisch und darum mit großer Fallhöhe sehr tragisch.
Ihr ansteckendes, prägnantes Lachen hat sie offensichtlich bei Janice aus der Sitcom Friends entliehen.
Die Darstellung der "3 B's", die verrohten Marines, ist bei Tim Müller, Lukas Sandmann und Jürgen Brehm in den besten Händen.
Was wirklich auffällig stört und oft aus dem Stück reißt, sind die schwarz gekleideten Stagehands, die wohl in Ermangelung von Bühnentechnik die Bühne viel zu oft offensichtlich umbauen. Das hätte man inszenatorisch mit den vorhandenen Darstellern lösen müssen.
Alles in allem bin ich sehr dankbar, dieses Stück und vor allem dieses tolle Haus entdeckt zu haben.
Es wird sicher nicht mein letzter Besuch im Theater für Niedersachsen gewesen sein.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


FACK JU GÖHTE

01.02.2018 - Ich habe die erste Vorstellung nach der Premiere gesehen, ich finde es fast besser als den Film, es ist nah,spontan,gagreich und Kurzweil für die Seele.
Ich werde es mir noch mal ansehen, meine Freundin sang auf dem Heimweg " Spring spring ins kalte Wasser"einer der Ohrwürmer. Unbedingt ansehen, weiter sagen und ich hoffe das bald die CD zum Musical kommt. Danke alle vor und hinter der Bühne, echt viel los auf der Bühne, und manchmal echt sehr gelungene Kleindeko und Requisiten die das sehr lebendige machen.

Theatergänger2018 (erste Bewertung)


Das Traumpaar mit schönen Erinnerungen

01.02.2018 - Am 20. Januar 2018 besuchte ich zum ersten Mal den neuen Kulturpalast Dresden -ein Konzertsaal mit einer Hammer Akustik - dort fand das Konzert " DAS TRAUMPAAR DES MUSICALS" mit den großen Stars des Genres PIA DOUWES & UWE KRÖGER statt.

Untertitel: 25 Jahre ELISABETH und nachdem ich 1992 durch ELISABETH in Wien zum Musical-Fan wurde war das ein doch sehr bewegender Abend für mich mit vielen Erinnerungen an die vergangenen 25 Jahre..

Mit den Videoeinspielungen des Kritikers Löbel aus Wien und Probenmitschnitten gewürzt mit den schönsten Solos und Duetten aus ELISABETH ging es los -

Pia DOUWES hat eine Stimme die sie 1992 bei Leibe so noch nicht hatte - man kann sagen - um so älter sie wird um so schöner und gewaltiger wird ihre Stimme - faszinierend und schön... Gänsehautfeeling bei "ICH GEHÖR NUR MIR" ihrem absoluten Leibsong und auch meiner - der berührt einfach bis tief ins Herz...

Die Anekdoten der beiden waren auch lustig und sehr informativ wie es damals so war beim CASTING für ELISABETH - und Uwe als Tod -

Ich fand toll wie er dem Publikum erklärte, dass er nicht wusste wie er die Rolle anlegen sollte und sang 3 verschiedene Versionen eines Titels um bewusst zu machen das bei einer Welturaufführung eben nix "fix" ist sondern alles sich entwickeln muss und ausprobiert werden muss was wie ist -

Er sang auch seine großen Solos aus Elisabeth u.a. "DER LETZTE TANZ" - die Erinnerung an Essen kam hoch da er den "Todesmantel" an hatte - und man sah welche große Leistungen er als Musicalsänger vollbracht hat in den 30 Jahren seiner Karriere...

Leider ist seit 2008 - Letzte Saison REBECCA seine Stimme eben nicht mehr das was sie mal war - er hat zu viel gespielt und sie nicht geschont und leider hört man seitdem das Resultat - grad bei so Songs wie "DER LETZTE TANZ" - die Stimme bricht einfach weg und das ist Schade, sehr schade...

Aber trotz allem ist das Konzert nicht schlecht - die Titel sind gut gewählt auch die HIGHLIGHTS im 2. Akt -das Publikum würdigt seine Stars und die geben bis halb 12 fleißig Autogramme...

Zusammengefasst kann man sagen - Pia Douwes repariert 3-Fach das was Uwe stimmlich versemmelt - aber er gibt sein Bestes und es gibt Songs die er immer noch gut und schön performen kann und seine großes Charisma ausspielen kann wie bei Dr. Dolittle - in den letzten Jahren hat er Rollen gefunden die zu ihm passen als Gomez Addams, NOSTRADAMUS, usw. und das passt dann schon..

Ich fand es schön, dass die beiden noch mal eine Tour gemacht haben alleine schon aus Erinnerungsgründen - das fand auch das Publikum im sehr gut besetzten Konzertsaal so

Alles in allem ein schöner Abend - hoffe es gibt mal wieder eine Wiederholung

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Fame an der Oper Kiel

30.01.2018 - Ich lebe in Kiel und schaue mir regelmäßig die Produktionen der Oper an. Ich habe mich sehr gefreut, als ich gelesen habe, dass Fame auf dem Spielplan 2017/18 stand, da ich großer Fan dieser Show bin. Außerdem finde ich es klasse, dass das Musiktheater-Programm mal etwas moderner ist. Und ich muss sagen, ich war wirklich total begeistert von dem Abend! Die Darsteller waren super und die Musik ist einfach toll! Es gab zwar nur ein Bühnenbild aber das würde super genutzt und man hatte das Gefühl man wäre für jede Szene in einem anderen Raum. Und die Darsteller waren wirklich fantastisch. Ich weiß gar nicht wen ich am besten fand, die waren alle auf ihre Art toll. Und die können einfach alles, singen, tanzen, spielen. Und man hat gemerkt wieviele Spaß es ihnen gemacht hat. Das fand ich so toll, das kam auch im Zuschauerraum an. Ein wirklich sehr gelungener Abend!

Sandra100 (erste Bewertung)


musikalisch top...der rest.. naja..

30.01.2018 - fortenbacher singt streisand 29.01 .

stimmlich über jeden zweifel erhaben, aber das drumherum war nach meinem geschmack nicht so das gelbe vom ei..

vielleich habe ich einfach was falsches erwartet, denn das programm war durch die arrangements sehr jazz lastig. beim thema streisand habe ich an big ballads gedacht..ich kannte auch weniger lieder als erwartet.. gesungen war das alles wirklich toll, doch dann hat la fortenbacher zwischen den liedern kleine anekdoten erzählt.. doch nicht in bezug auf die streisand, sondern mit einem augenzwinkern über das leben als diva und ihre zeit als musicaldarstellerin.. ich persönlich fand das nicht so passend wenn über shitstorm, mamma mia und co erzählt wird...zweimal 45 minuten dann noch werbung für ihre cd die nach dem konzert auf der bühne verkauft wird, dann war schluss... fazit: musikalisch toll, der rest naja..

ps. ich versteh ja das das schmidt ein verzehrtheater ist, aber nach art des hauses fast 25 minuten später zu beginnen finde ich schon frech. dann nochmal 35 minuten pause.. sorry. schmidt.. so seht ihr mich nicht so schnell wieder...

Kirmesboxer (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Ein lustiger und wundervoller Abend

29.01.2018 - Nachdem ich das Stück leider immer verpasst habe, bin ich quer durch Deutschland gefahren, um Avenue Q endlich einmal live erleben zu dürfen.

Das Theater Bielefeld gefällt mir sehr. Ein toller Zuschauerraum mit bester Sicht gerade im Rang, ein schönes Foyer und sehr viel Personal, welches überaus zuvorkommend und freundlich ist.

Das Bühnenbild ist recht schlicht gehalten, aber es passt zum Stück und auch in den "großen" Produktionen an Broadway oder London war das Bühnenbild sicher nicht viel üppiger. Eine Häuserfassade, welche sich für viele kleine "Wohnungen" öffnen lässt.

Die Puppen sind offenbar die "Original"-Puppen der Groß-Produktionen. Das hat mich sehr gefreut, denn sie sind wirklich hübsch. Die Darsteller sind beim Puppenspiel in schwarz gekleidet, so dass die Puppen stets im Vordergrund stehen. Nur die wenigen "normalen" Rollen ohne Puppen sind entsprechend gekleidet.

Die Darsteller waren wundervoll. Allen voran Stefanie Köhm. Sie kannte ich von der CD und habe mich sehr auf sie gefreut. Tolle Stimme, super Schauspiel. Hier gibt es keine Luft mehr nach oben. Insgesamt waren alle Rollen sehr gut besetzt - bis auf Daniel Küblböck. Norbert Kohler darf man dies kaum anlasten, aber er sieht nicht aus wie Daniel Küblböck und hat auch in Stimme und Gestik kaum Gemeinsamkeiten. Hier hätte vielleicht doch ein passenderer Darsteller gecastet werden müssen.

Das Publikum wusste offensichtlich nicht, was hier zu sehen sein wird. Es gab gerade in den ersten 45-60 Minuten kaum einen Lacher. Beim sehr lustigen Song "Jeder ist ein bisschen rassistisch" keine Lacher und danach Totenstille. Erst vor dem Finale, als die Puppen Sex hatten, lockerte sich die Stimmung. Und auch meine neuen Lieblinge des Stücks - die Bullshit-Bären - ernteten nach und nach Lacher.

Fazit: Tolles Musical mit vielen eingängigen Songs. Hervorragende Darsteller und schönes Bühnenbild. Ich kann das Stück wie auch das Theater nur empfehlen.

sus70 (14 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Kaum in Worte zu fassen

29.01.2018 - Wie habe ich mich gefreut, nach all der langen Zeit seit "Les Miserables" endlich wieder im Musicaltheater - Verzeihung - Theater am Marientor sitzen zu dürfen. Schon der Anblick des Theaters, des Foyers und vor allem des Zuschauerraumes ließen bei mir die ein oder andere Erinnerung an die "goldenen Zeiten des Musicals" wieder hochkommen.

So freute ich mich umso mehr auf diesen Abend mit einem wahrhaften "Traumpaar des Musicals". Zu Pia Douwes muss man sicher nichts mehr sagen. Eine der bekanntesten und besten Musical-Darstellerinnen und für mich schon seit über 20 Jahren schlichtweg die Nummer eins. Auch Uwe Kröger dürfte der wohl bekannteste männliche Musical-Darsteller sein. Unzählige Rollen hat er gespielt und war früher absolut herausragend.

Der Abend war gegliedert in zwei Hälften. In Teil eins wurde ausführlich Elisabeth besungen und es gab viele persönliche Erlebnisse der beiden Darsteller der ersten Stunde. In der zweiten Hälfte dufte man den ein oder anderen Song aus der nachfolgenden Karriere der beiden genießen. Die Auswahl fand ich (persönlich) verbesserungswürdig, denn hier hatte ich mir doch etwas mehr erhofft.

Pia Douwes war (wie immer, das muss man so sagen) absolut herausragend. Was für eine wundervolle Stimme, was für ein tolles Schauspiel, welche Emotionen und welche einfach nur sympathische Frau. Sie trifft mit Leichtigkeit jeden Ton. Ich habe noch nie erlebt, dass sie mal einen Ton "verpatzte". Hier stimmte alles, Hut ab und vielen Dank für viele Gänsehaut-Momente!

Doch wieso gebe ich bei diesem tollen Abend nur einen Stern? Der Grund heißt Uwe Kröger. Es fällt mir schwer, in Worte zu fassen, was ich hier erleben musste. Er hat nicht nur viele Töne nicht getroffen. Er hat nicht nur ganz generell hohe Lagen gar nicht (!) mehr halten können. Er hat kein einziges Lied fehlerfrei gesungen. Seine Versuche, seinen unzähligen Fehler zu verbergen, machten es nur noch schlimmer. Mal schrie er regelrecht die Töne raus (in der Hoffnung, den Ton damit doch noch zu treffen), mal zog er immer wieder das Mikrofon weit von seinem Kopf weg. Es war ein Schauerspiel. Die Menschen um mich sahen sich anfangs irritiert an, dann sah man vermehrt kichern oder gar lachen. Hier ist mir zum ersten mal in einem Theater etwas passiert, was ich nicht kannte. Bei einem der vielen Fehler von Herrn Kröger innerhalb eines Liedes merkte ich plötzlich, wie ich auf den Boden sehend rot anlief. Fremdschämen in einem Theater. Mehr Worte braucht es wohl nicht.

Was ist denn nur mit diesem Mann passiert? Er war einmal die unangefochtene Nummer Eins in Deutschland! Noch heute ist er der wohl bekannteste Darsteller im deutschsprachigen Raum. Um es nochmals ganz deutlich zu sagen: Wir reden hier nicht davon, dass Herr Kröger einige Töne nicht getroffen hat. Er hat sämtliche Lieder regelrecht auseinandergenommen und die hohen Lagen ganz und gar nicht mehr geschafft. Das Ganze gipfelte übrigens darin, dass beim Phantom-Duett Frau Douwes es wohl nicht mehr ertragen konnte und Parts von Herrn Kröger übernommen hat. Damit ist wohl alles gesagt.

Fazit: Schöne Show. Umwerfende Pia Douwes. Nicht in Worte zu fassender Uwe Kröger.

sus70 (14 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Genial!

29.01.2018 - Tolle Übersetzung der Songs ins Deutsche. Selten ist eine Übersetzung so gut gelungen! Die Cast ist grandios, die Band natürlich auch!

Das Opening beginnt quasi im Publikum, wo die 90 minütige Show auch endet. Das Bühnenbild ist sehr einfach, aber durchdacht und ausreichend. Die Location könnte nicht besser sein!

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Diese Inszenierung auf einer etwas größeren Bühne. . .

28.01.2018 - Das Charing Cross Theatre ist schon lange ein Geheimtipp, da hier große Musicals (Titanic, Woman in White,...) auf kleiner Bühne dargestellt werden.

Woman in White ist eines der unbekannteren Stücke von Lloyd-Weber. Ein großer romantischer Score mit tollen Balladen, die von den Schauspielern und Schauspielerinnen überzeugend dargeboten wurden.

Im Vergleich zur Uraufführung im Palace-Theatre ist die Inszenierung im Charing Cross Theatre winzig und sehr einfach. Da die Uraufführung fast nur aus Projektionen bestand und den viktorianischen Theaterzauber vermissen lies, ist diese "Mini-Inszenierung" ohnehin nicht minder wirkungsvoll,

Ich denke, wenn man dieses Stück auf einer größeren Bühne ein bisschen aufwendiger Inszenieren würde, hätte es absolut das Zeug zum Hit.

MCramer (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Sehenswert aber overrated

28.01.2018 - Eins vorab: hätte ich nicht einen Geschenkgutschein für Ticketmaster bekommen, hätte ich die 250 GBP für die Karte nicht ausgegeben. Der Hype um dieses Musical ist mir unverständlich.

Ja, es wird toll gespielt, hervorragend gesungen und herausragend getanzt. DA gibt es nichts zu meckern.
Die Rap-Einlagen sind eine willkommene Abwechslung der üblichen Musical-Scores durch die auch Hamilton einen Querschnitt liefert. Die Darsteller soweit auf höchstem Broadway-Niveau.

Möglicherweise habe ich aufgrund mangelnder Englishkenntniss nicht jede Anspielung oder Finesse des Textes erkannt.

Das Bühnenbild ist sehr einfach, anders als das von beispielsweise Les Miserables, ist die Bühnentechnik aber auch nicht innovativ eingesetzt.

Alles in allem kann ich sagen: eine der besseren West End Shows. Aber den Hype dahinter kann ich nicht verstehen.

MCramer (2 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Frisch, modern, fetzig und witzig!

28.01.2018 - Da ich den Film nicht kenne, bin ich ohne besondere Erwartungen ins Stück gegangen. Ich habe mich super amüsiert, das Stück unterhält, ist frech und die Musik kommt druckvoll und modern, und nicht gerade musicaltypisch über die Rampe. Manche Gags saßen nicht auf den Punkt, ein oder zwei Längen gibt es auch und auch gesanglich klingt nicht immer alles unbedingt schön (unabhängig von den bewusst schief gesungenen Momenten). Auch die Soundabmischung könnte noch etwas verbessert werden.
Trotzdem ist der Stage ein durchweg überzeugendes Stück gelungen, das trotz des ein oder anderen platten Gags es auch schafft zu berühren. Unbedingt anschauen, denn am Ende des Tages verlässt man das "Theater" gut gelaunt und mit Ohrwürmern im Kopf ("Spring ins kalte Wasser").
Jetzt muss ich mir mal den Film anschauen, um vergleichen zu können.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Das Wiegenlied des Broadway

28.01.2018 - Was für ein unterhaltsamer und vergnüglicher Abend in einem ausverkauften Heilbronner Theater (Gastspiel aus Nürnberg). Nur mit viel Glück konnt eich noch kurzfristig wenige Stunden vor der Show eine Karte ergattern und es hat sich gelohnt.

Ein 11-köpfiges Orchester bei dem jeder mehrere Instrumente spielt sorgt für einen schmissigen und teils jazzigen Broadwaysound in ganz wunderbaren Arrangements von Kai Titje.

Das Orchester ist auf einer Treppenartigen Konstruktion nach oben hin auf der Bühne platziert. Verbunden mit leuchtenden Stufen bietet diese einfach wie geniale Konstruktion die Auftritts- und Tanzfläche für mehr als 30 Klassiker aus der goldnen Ära des Broadway.

Die 4 Protagonisten leiten durch kurze teils witzige Sprechpassagen zur nächsten Nummer über und harmonieren perfekt. Schön dabei, dass neben den bekannten Hits wie Cabaret, All that Jazz und 3 SOngs aus Kiss me Kate auch mal unbekanntere Stücke zum Besten gegeben werden. Gaines Hall steppt und singt zu Singin in the Rain und berührt als Mr. Bojangles.

Frederike Haas brilliert mit ihren Auftritten aus Chicago und einer fantastischen Interpretation als Mama Rose aus Gypsy. Sophie Berner als Sally Bowles genauso eine Wucht wie als Spinnenfrau und in dieversen Duetten. Und auch Christian-Alexander Müller kann mit warmer Stimme und Witz überzeugen.

Gleich zu Beginn der Schlagabtausch der beiden Männer eine Freude (für Insider). "Der eine kann steppen und der andere Phantom".

Eine "Wiederhörensfreude" hatte ich bei Songs aus GYPSY, KUSS DER SPINNENFRAU und CITY of ANGELS und CAROUSSEL. Der 2. Teil beginnt mit einer swingenden Version von Ralph Siegels Grand-Prix-Hits Theater, Theater und wird ganz wunderbar in das Rahmenprogramm eingebaut.

Dazu kommen viele Ensemblenummern in denen 8 Ensemblemitglieder singen, tanzen und steppen.

Eingerahmt in ein ganz wunderbares Licht und in herrliche Kostüme und extravagante Roben ergiebt sich ein sehr stimmiges Bild.

Die 2,5h (incl. 20min Pause) vergehen wie im Flug und man freut sich auf jeden neuen Song.

Am Ende stehende Ovationen eines zu Beginn recht zurückhaltenden Publikums. Der Appkaus wollte auch nach dem 4. Glitzervorhang und einer Zugabe kaum enden. Das habe ich in letzter Zeit selten erlebt.

Gaines Hall und sein Team haben also alles richtig gemacht. Chapeau.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Leider nicht ganz auf West End Niveau, dafür mit einem überragenden Gino Emnes!

28.01.2018 - Was habe ich mich gefreut, dass der Saal am Samstag Abend proppenvoll war, bei einer geschätzten Auslastung von 90%.
Ich wünsche diesem Stück, welches ich bereits 2x in London bewundern durfte und welches eine wichtige "erzieherische" Message der Toleranz vermittelt, wirklich auch in Deutschland nur das Beste.
Allerdings war es für mich ein großes Ärgernis, auf dem Monitor im Foyer als "Orchester" lediglich 9 Musiker zu zählen.
Die Stage Entertainnent macht ihrem Ruf als Orchester-Zerstörer auch hier wieder alle (Un-)Ehre:
Wo in London noch 11 Musiker im Graben sitzen, muss die Band in Hamburg leider auf das Cello und einen weiteren Bläser verzichten.
Und das tut der Partitur hörbar nicht gut: Gerade Balladen ("Nie dieser Sohn", "Trag mich in Dein Herz") klingen seltsam leer und pianolastig, so wunderbar sie gesanglich auch vorgetragen werden.
Und so plätschert das Stück, eben auch wegen der schwächeren musikalischen Unterfütterung, bis zu Lolas erstem Star-Auftritt eigentlich nur vor sich hin;
alles wirkt etwas kraft- und energielos.
Die Chöre wollen nicht richtig zünden, die Musik klingt undifferenziert und nicht auf den Punkt abgemischt.
Die Kinder im Opener waren, da gibt es leider keinen gnädigeren Weg der Formulierung, schlichtweg furchtbar:
Hölzernes Spiel, aufgesagte Texte, gesanglich keinen Ton getroffen.
Der "Gesang" war so dramatisch schief, dass der Soundmischer sie im Endchor von "Das wohl herrlichste Wunder der Welt" tonmäßig einfach ausgeschaltet hat - zurecht.
Nichtsdestotrotz war das Publikum fantastisch aufgelegt und das sollte sich auszahlen:
Der legendäre Gino Emnes (Deutschlands erster Simba 2002) ist als Drag Queen Lola nichts geringeres als genau das:
Die Königin des Abends.
Jede Geste, jeder Gang, jeder Blick ist betörend, berauschend verführerisch. Dieser Mann sprüht vor Sex und Star Quality. Und gesanglich ist er eine extrem hohe Hausnummer.
Kein Wunder, dass das Publikum auf jeden Auftritt Lolas wie auf die Ankunft des Messias reagiert.
Man hängt Emnes förmlich an den Lippen, jede noch so kleine Pointe wurde mit frenetischem Applaus quittiert.
Da kann kein Londoner Vorgänger mithalten.
Emnes ist Lola, ist die Show, ist Kinky Boots.
Nicht auszudenken, man müsste sich in dieser stückdefinierenden Rolle mit einer radebrechend Deutsch sprechenden Zweitbesetzung zufriedengeben.
Dominik Hees in der Rolle des Schuhfabrik-Erben Charlie Price agiert hochsympathisch, packt aber leider erst zum Ende des ersten Aktes so richtig seine Stimme aus, die dann aber gut gefällt.
Seine Freundin Nikola wird differenziert gespielt von Franziska Schuster: Sie schafft es, die so oft zu unsympathisch wirkende Figur echt wirken zu lassen.
Laura Pfister nutzt als Cover Lauren die Gunst der Stunde und legt mit "Die Liste falscher Kerle" ein urkomisches Kabinettstückchen hin.
Benjamin Eberling gibt einen wunderbar eklig-prollig homophoben Don.
Alles in allem kann die Hamburger Produktion leider nicht ganz mit dem West End-Niveau der Show mithalten.
Aber allein der fantastische Gino Emnes war die Reise in die Hansestadt 100% wert.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Modernes Pop-Musical - das "Krimi-Romantikel" des 21. Jahrhunderts

27.01.2018 - Nachdem ich ja bereits die "Vorpremiere" der Version im Juni 2017 im Musiktheater Linz sehen durfte - (siehe Bewertung durch) freute ich mich besonders auf die neue CAST im Theater des Westens Berlin und ich wurde absolut nicht enttäuscht.

Alexander Klaws als SAM WHEAT spielt sehr romantisch, draufgängerisch und einfühlsam bzw. lustig - vor allem im Zusammenspiel mit Willemijn Verkaik als Molly und Oda Mae Brown (Marion Campbell/Amber Schoop) - er singt sehr verständlich, flüssig und ist absolut top besetzt...seine schauspielerischen Leistungen haben mich im Vergleich zu Riccardo Greco in Linz mehr beeindruckt -

Willemijn Verkaik ist eine großartige Molly - stimmlich und emotional beherrscht sie ihre Songs und das "Zusammenspiel" mit Sam gekonnt vor allem liegt die Schwierigkeit in der Rolle ja Sam nicht anzuschauen, obwohl er ständig da ist...große Herausforderung was sie sehr gut meistert..

Im Vergleich zu Anais Luecken in Linz ist Willemijn kühler und eben keine "süße" "Zuckerpuppe" sondern steht mitten im Leben und meistert den Verlust von Sam daher sehr, sehr glaubwürdig - vor allem ihr intensives Schauspiel gefällt total.

Andreas Bongard als Carl Brunner ist der perfekte Gegenpart zu SAM - auch er stimmlich sehr gut - schauspielerisch und akrobatisch auch super - die "Effekte" die er spielen muss sind nicht ohne und erfordern eine hohe körperliche Kraft.

Meine zwei absoluten Lieblinge der Produktion sind allerdings der U-Bahn-Geist Nicolas Christahl der akrobatische Kunststücken mit seinem tollen Rap-Song "FOKUS" auf die Bretter knallt, dass es nur so quietscht und blitzt....die Darstellerung der U-Bahn ist phänomenal gelungen - tolle Spezialeffekte von Nils Bennett.

Marion Campbell als Oda Mae Brown ist aber die Komödiantin des Stückes schlecht hin - sie ist für die meisten Lacher des Abends verantwortlich - nicht nur wegen ihrer skurilen Kostüme sondern wegen ihres frechen, derben Witzes - und ihre "Traum-Dance-Nummern" köstlich absolut köstlich - sie ist impulsiver und etwas stimmstarker als Amber Schoop die ihre Sache aber auch sehr gut gemacht hat - sie geht eben nicht so sehr aus der Rolle raus wie Marion....ihr Song ist "NUR WEG VON MIR" der wie in Linz zu einer absoluten Show-Tanz-Nummer mit viel pinker und nackter Männerhaut wird - sehr tolle Strip-Einlage des Herren-Ensembles - hier kann das Ensemble neben der Nummer "MEHR" sein ganzes Können unter Beweis stellen -

allerdings sind was dem Stück aber sehr gut tut meistens die 4 Hauptdarsteller unter sich - es ist ein starkes, Schauspiel sehr intensiv und aufgrund der "Verwandlungen" der Körper auf freier Bühne von "Tod", "Lebendig" bis "Zwischentod" auch sehr, sehr anspruchsvoll was aber gut umgesetzt wurde - daher muss das Ensemble in diesem Fall in diesem Stück zurückstecken und hat nur wenige glanzvolle Auftritte....

das Bühnenbild als Loft-Charakter ist genauso gestaltet wie in Linz nur die Spezial-Effekte wurden noch ein bisschen pompöser aufgemotzt als in Linz -

Man fiebert während des Stückes total mit und befindet sich mitten in einem Kriminal-Plot und einer wunderschönen Liebes-Geschichte...

vor allem die Love-Szenen an der Töpferscheibe und ganz am Schluss gehen einfach ans Herz und berühren total....

Einziger Wehrmutstropfen für mich - bei 4 besuchten Vorstellungen im Januar 2018 hatte ich fast ständig die komplette First Cast - sprich Alexander Klaws, Willemijn Verkaik und Andreas Bongard - nur 1 x Amber Schoop und die anderen waren bis auf den U-Bahn-Geist auch immer First Cast...

Ich hätte sehr, sehr gerne Mathias Edenborn als Sam sowie als Carl gesehen - und hoffe sehr, dass ich bei den nächsten Besuchen dieses Glück habe - auch Nikolas Heiber als Sam würde mich sehr freuen - denn auch wenn mit Alex Klaws geworden wird - es ist egal wer spielt- die 3 Jungs sind allesamt erstklassig besetzt - spielten ja schon diverse First-Casts in diversen Musicals -

so ist dies dann auch absolut keine Beeinträchtigung - die Show passt perfekt nach Berlin und es ist wieder mal ne neue schöne Produktion geglückt die Spass macht, und ganz anders ist wie die anderen Musicals die so laufen - eben wieder eine Geschichte die sehr intensiv ist und menschlich -

und das ist das tolle daran!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Grandiose Inszenierung

27.01.2018 - Ich habe gestern die letzte Aufführung im kleinen Theater in Baden-Baden erwischt und war wirklich sehr beeindruckt. Nicht unbedingt von allen gesanglichen Leistungen, aber von der Darstellung und der Inszenierung: so viele Nuancen, so ein sensibles Schauspiel habe ich weder in Fürth und schon gar nicht in den Hamburger Kammerspielen gesehen. Ganz ohne große Namen stand hier ein tolles Ensemble auf der Bühne. Großartig: Nikolaj Alexander Brucker als aggressiver, manchmal fast dämonischer Gabe, der nie nur am Rande saß und zusah, sondern ständig ins Geschehen eingriff. Brucker war auch stimmlich toll, ebenso das Paar Natalie und Henry - Sonja Dengler legt die Rolle viel jünger an als Sabrina Weckerlin, das wirkt wesentlich glaubhafter, Dimetrio-Giovanni Rupp ist ein bisschen flippig, mitunter sehr lustig, toll was man aus der vermeintlichen Nebenrolle machen kann. Ich habe noch bei keiner Diana Goodman diese Ruhe am Schluss gesehen wie bei Nadine Kettler - man hat das Gefühl, dass Diana nach all den Behandlungen, Tabletten und Elektroschocks doch noch zu sich selbst findet, als sie alles weglässt - so kaputt sie auch ist. Einziger Schwachpunkt: Oliver Jacobs als Dan, auch stimmlich nicht ganz fit an dem Abend. Die Band war gut, die Inszenierung wie gesagt grandios. Hätte nicht gedacht, dass ich sowas mal schreibe, aber vielleicht macht es doch was aus, dieses Stück mit Schauspielern zu sehen und nicht mit reinen Musicaldarstellern - etwas weniger Pathos und deutlich mehr Psychologie.

Vollpfosten (8 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Sehr schönes Konzert

24.01.2018 - Der erste Akt hat mir super gefallen. Der zweite Akt war eine Wiederholung der vorhergehenden Tour.
Ich fand das Konzert großartig.
Uwe war stimmlich leider nicht so gut daher einen Punkt Abzug.
Aber Pia hat alles heraus gerissen.
Ich finde die beiden harmonieren so super mit einander, tolles großartiges Konzert.
Sehr empfehlenswert.
Ein toller Abend mit dem Traumpaar des Musicals.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Es tut mir wirklich weh....

24.01.2018 - Hm, wo fängt man am Besten an, vielleicht erstmal mit den positiven Dingen des Abends: Der Aufbau der Show war sehr schön, im ersten Akt ging es ausschließlich um Elisabeth, alles begann mit einer alten Premierenkritik des ORF auf einer Leinwand auf der im Laufe des Abends immer wieder mal historisches Bild- und Tonmaterial in Form von Videos und Fotos eingesetzt wurde. Nach der Pause, gab es eine kleine Reise durch weitere Rollen in der Karriere der beiden Darsteller. Schön gespannt war hierbei der Bogen zu "25 Jahre später" und dem Beginn des zweiten Aktes mit der Addams Family. Dazu gab es u. a. die erwarteten Lieder aus Sunset Boulevard, Rebecca, Chicago, Cabaret, La Cage aux folles, Spamalot, Dr. Doolittle und vielen weiteren Stücken. Nett ergänzt wurde das Programm durch kleine Geschichten der beiden, einer hervorragenden Band und einem vierköpfigen Gesangsensemble.

Pia Douwes war zudem wunderbar bei Stimme aber hier setzt nun leider das große aber ein. Herr Kröger war leider das genaue Gegenteil. Ich glaube abgesehen von der Addams Family gab es kein Lied, wo er die Töne nicht nur nicht getroffen hat, sondern oftmals total schief und daneben lag. Dazu brach die Stimme oftmals einfach komplett weg. Dies dann durch lautes Geschrei zu ersetzten, war leider erst recht kontraproduktiv. So gab es im Zuschauerraum auch großes Kopfschütteln, teils entsetzt, teils aus Mitleid. Aber großes Kompliment an das Publikum mit feinem menschlichen Gespür, es gab trotzdem einen großen Applaus für ihm. Solch eine Leistung muss ihn auch selber schmerzen, trotdem hat man als Zuschauer teilweise viel Geld bezahlt und dann geht so etwas eben bei allem Mitgefühl auch nicht. Ich persönlich hätte nie gedacht, dass einige Berichte über seine schlechte stimmliche Verfassung in der Art wie gestern zutreffen würden, aber mit anderem Namen wäre die Leistung gestern in jeder (!) Audition nach 2 Minuten beendet gewesen. Sehr schade, denn was er noch immer hatte, war eine enorme Bühnenpräsenz und ein Schauspiel und eine Darbietungsgabe, die ihresgleichen sucht. Da es bei einem Konzert aber leider in erster Linie um den Gesang geht, bleibt mir hier nur mit ganz schwerem Herzen die Möglichkeit einen Stern zu vergeben, denn selbst "passabel" war der Abend so leider nicht mehr.

Besuchte Vorstellung:
23.01.18 - Theater am Mairentor, Duisburg

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Bestes Ensemble in bestem Stück

23.01.2018 - Das Gute an Berlin ist, es ist nur zwei Bahnstunden von Hildesheim entfernt, wo man die interessantesten Musicals der letzten Jahrzehnte ansehen kann, auf die man in der Hauptstadt leider verzichten muss.

Letztes Jahr habe ich mir zwei Mal "Avenue Q" dort angesehen und mich wahnsinnig gefreut, dass es in Deutschland eine Musicalcompany gibt, die es schafft so frisch und locker und dabei trotzdem professionell und auf hohem Niveau auf der feinen Linie zwischen Entertainment, künstlerischem Anspruch und Klamauk zu tänzeln, zu singen, zu spielen.

Umso mehr habe ich mich über die Ankündigung gefreut, dass Sondheims "Into the Woods", meiner Meinung nach das beste Musical überhaupt, dort inszeniert wird. Jetzt war die Premiere und es hat nicht enttäuscht. Das Ensemble hat dieses schnelle, schwierige, ab und zu sperrige Stück wieder mit Charme und Tempo gemeistert. Musikalisch war es ein ungetrübter Genuss, bei dem man besonders Franziska Becker als Hexe hervorheben muss, die ihren berühmten Vorgängerinnen in dieser Rolle in nichts nachstand. Aber auch der Rest der Besetzung deren Namen man oben nachlesen kann sorgten für einen wunderbaren und auch emotionalen Theaterabend.

Ein bisschen meckern muss ich aber leider doch. Was das Humorpotential des Stücks angeht, wurde, meiner Meinung nach, nicht alles heraus geholt, selbst wenn man lieber auf die leiseren Töne setzen möchte. Gerade die Rolle der Prinzen hätte ein bisschen mehr Überzeichnung vertragen können. Aber auch Bäcker und Bäckerin haben manche Vorlage vorbei ziehen lassen. Ich hätte auch gerne für Hans, wunderbar gesungenes, Solo über die Riesen applaudiert, aber irgendwie wurde da kein Platz gelassen. Vielleicht lag das alles am Premierenfieber, aber mein altes kleines Broadwayherz hätte sich dann doch über etwas mehr Rampensäuigkeit gefreut.

Die leisen, emotionalen Töne waren dann aber wieder sehr gelungen. Bei dem Duett des Bäckers mit seinem Vater musste ich schon sehr schlucken.

Insgesamt ein toller Theaterabend und ich freue mich schon auf die nächsten Vorstellungen dieses großartigen Ensembles. So etwas bräuchten wir auch in Berlin.


Superstar im großen Haus

22.01.2018 - Iris Limbarth hat den Andrew Lloyd Webber-Klassiker für das Hessische Staatstheater Wiesbaden inszeniert und choreografiert. Diesmal arbeitet die Chefin des Jungen Staatsmusicals für das Große Haus.

Die Anforderungen der sehr großen Bühne sind natürlich oftmals andere als im Kleinen Haus oder in der Wartburg. Mitunter hatte ich das Gefühl, dass sich die Stimmungen und Emotionen der Protagonisten in der Intimität der kleineren Häuser besser auf die Zuschauer hätten übertragen können.

Hinzukommt, dass sich Charisma und Präsenz von Jesus Darsteller Björn Breckheimer in Grenzen hält. Seine Darstellung ist sicherlich souverän zu nennen. Dennoch besitzt er nicht immer ausreichende Strahl- und Anziehungskraft, die ihn zum Mittelpunkt des Bühnengeschehens machen würde. Seine Gesangsstimme ist ebenfalls durchaus rollendeckend. Allenfalls der wiederholte Einsatz einer Falsettstimme klingt etwas gequält und gewöhnungsbedürftig.
Ähnliches könnte man über Nyassa Alberta als Maria Magdalena sagen.
Gesanglich vorzüglich, schauspielerisch rollendeckend, schafft sie es aber doch recht selten wirklich aus dem großen und großartigen Ensemble heraus zu stechen.

Keine Probleme dieser Art hat Ulrich Rechenbach als Judas Ischariot. Die Qual und Zerrissenheit des Charakters wird für den Zuschauer intensiv nachvollziehbar. Seine Szenen sind ein kraftvolles Highlight der Inszenierung.

Iris Limbarth geht keine Risiken ein. Ihr Konzept ist fasst "klassisch" zu nennen. Die Optik orientiert sich überwiegend an der Gegenwart, zieht Verbindungen zu aktuellen weltpolitischen Ereignissen und amtierenden politischen Persönlichkeiten, leuchtet aber auch die (wahrscheinliche) historische Tragik der Protagonisten eingehend aus.

Das große Ensemble ist mit Authentizität und Spielfreude bei der Sache. (Speckhardt, Geipel, Emig und andere Mitglieder des Jungen Staatsmusicals agieren großartig.)
Die Band rockt knackig. Der Sound ist gut.
Insgesamt eine sehenswerte Produktion!

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Musical Allstars 2018 = besser geht es nicht

22.01.2018 - Besser geht es wirklich nicht.
Dirigent, Band, Sound, Künstler. Alles top! Leider nur 1 x im Jahr, aber es lohnt darauf zu warten.

Bei diesem Aufgebot an Künstlern hätte ich gerne eine Musicalnacht im TaM verbracht und nicht nur ein Abend.

Einzig vermißt habe ich die Ankündigung und VVK-Eröffnung für 2019. Ich hoffe, die folgt bald.

Danke an Armin Bartetzky!

Lisa09 (28 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Es lebe das Off-Musical-Frankfurt!

21.01.2018 - Hedwig ist eine meiner Lieblingsshows; ganz einfach, weil niemand sonst ist wie sie: Roh, böse, punkig, nackt, zärtlich und doch so verletzlich.
Da offenbart sich in einer zweistündigen Tour de Force die Lebensgeschichte eines Menschen auf der Suche nach Liebe und Macht - und der Macht der Liebe.
Und da es sich hierbei fast um eine One (Wo-)man Show handelt, ist einfach ausschlaggebend, wen man in der Titelrolle sieht und ob man mit ihr/ihm "connected".
Ich muss gestehen, seit ich Andreas Bieber als Hedwig erleben durfte, liegt die Messlatte für andere Darsteller fast unerreichbar hoch.
Und so war ich nach dem Sehen dieser kleinen aber feinen Produktion in Frankfurt im letzten Jahr doch etwas enttäuscht; fehlte mir bei der Erstbesetzung der Titelrolle einfach die Tiefe und die Verletzlichkeit. Für mich wurde da einfach sehr Vieles oberflächlich behauptet, was ich nicht sah.
Umso größer war meine Freude, als ich tatsächlich erneut ein Ticket gewann und diesmal die alternierende Besetzung als Hedwig sehen durfte:
Lukas Witzel gibt gleich zu Anfang eine etwas weichere Hedwig, die nicht ganz von oben herab abfällig-arrogant mit dem Publikum kommuniziert. Ich hatte das Gefühl, er braucht ein paar Minuten, um auf der Bühne warm zu werden, aber dann hat seine Hedwig all das, was ich in dieser Rolle suche:
Die Diva, der kleine Junge, die verletzte Frau.
Und all das, was Witzel aufgrund seines jungen Alters vielleicht an Lebenserfahrung für das letzte i-Tüpfelchen auf dieser Rolle fehlt, macht er durch Talent wett.
Er singt die Punkrock-Songs hervorragend dreckig und die Balladen zart-berührend.
Diese Hedwig mag man von Anfang an und schließt sie in sein Herz, auch wenn sie einen manchmal vor den Kopf stößt und verletzt.
Am Ende weint man mit diesem geschundenen Menschen.
Im Zusammenspiel mit der wunderbaren Kathrin Hanak als Yitzhak geht dies ganz fantastisch auf.
Auch einige Regieideen, die sich mir als Erstseher nicht erklärten, gehen, wenn sie von Lukas Witzel dargeboten werden, viel besser auf.
Für einen massiven Regiefehler halte ich weiterhin, dass Hedwig in der Show viel zu früh ohne Perücke zu sehen ist, nämlich noch im ersten Teil vor dem Song "Wig in a Box".
Die Demaskierung darf erst am Ende erfolgen, darauf arbeitet ja schließlich der gesamte Erzählstrang hin.
Schade, dass ist nun schon vorbei ist:
Die aller erste Produktion des "Off-Musicals Frankfurt" war schon ein sehr guter Einstieg, den sie mit der deutschen Erstaufführung von "American Idiot" bereits übertroffen haben.
Ich freue mich wie Bolle auf weitere, abgefahrene, eher unbekannte Stücke in Frankfurt.
Möge die Off-Musical-Szene blühen und gedeihen!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Ein wunderbares Theatererlebnis

18.01.2018 - Dieses modern rockende Mysterienspiel hat das Potenzial selbst im "theaterverhaltenen" Münster ein Renner zu werden!
Und nach dem 3ten Gastspiel nach Karlsruhe und Innsbruck, wird dies sicher auch nicht die letzte Station gewesen sein.
Die Story ist die gleiche wie bei der uns bekannten salzburger Variante , allerdings von den Autoren nach dem Urmanuskript in altenglischer Originalsprache erzählt. Dem Autorenteam Kuntz / Reitmeier gelingt es eindrucksvoll eine moderne leseart daraus zu entwickeln - schon die Bildsprache der Musik gespielt und komponiert von der Rockband Vanden Plas entwickelt einen sehr starken Sog und das sauber arrangierte und spielende Orchester tut ein Übriges . Wunderbare Stimmen und 2 klasse Hauptdarsteller Kribbe (Jedermann) / Kuntz( Tod), die herausragend miteinander harmonieren.Grosses Lob auch für die "Guten Taten","Glaube" und den "Teufel" . Diese Produktion lässt fast keine Wünsche offen . Wunschschöne Kostüme ein minimalistisch ausgeklügeltes Bühnenbild , und eine klasse Tonabteilung runden dieses wunderbare Theatererlebnis ab.

Sebeastien Zoe (erste Bewertung)


Meisterwerk der Saison - Ein Must-See für jeden echten Musical-Liebhaber

18.01.2018 - Es freut mich total, dass die deutsche Version von KINKY BOOTS in Hamburg nun meine 50. Stücke-Bewertung ist! Ganz einfach deswegen, weil es eines der Stücke ist denen man das Prädikat "besonders wertvoll" voll und ganz zuschreiben darf denn so ein Stück kommt wirklich nur alle paar Jahre heraus!

KINKY BOOTS schafft es von der ersten Minute an einen zu fesseln und in die Geschichte von Charlie & Lola hineinzuversetzen - es ist total berührend aus dem Leben gegriffen - Stoff des 21. Jahrhunderts und ist spritzig, flüssig nie langatmig oder sogar langweilig!

Die Musik ist große Klasse eine super Mischung aus schmissigen treibenden Songs und emotionalen Balladen - so muss Musical sein und sooo Liebe ich es heiss und innig!

Es gibt für mich keinen schlechten Song aber die absoluten Highlights sind für mich: DAS LAND VON LOLA, DIE LISTE FALSCHER KERLE, EVERYBODY SAY YEAH, NIE DIESER SOHN, WOVON TRÄUMEN FRAUEN, und das Finale KOMM, STEH AUF/SEI DU

Göttlich - allen voran die Herzbebenden und heißen Auftritte von Lola in Gestalt von Gino Emnes - WOW - allein wegen ihm ist die Show schon das DING!

Und zusammen mit seinen Angels - was die da auf die Bühne brettern tänzerisch, ästethisch, powervoll - das ist Showtime at its BEST!

Aber jeder einzelne der grandiosen Cast leistet seinen Beitrag dazu, dass es DIE Show der Saison und darüber hinaus im deutschsprachigen Raum ist!

Jeannine Wacker & Laura Pfister als Lauren - DIE LISTE FALSCHER KERLE - das ist größte Performance-Klasse kompletter Kontrast zu Lola und seinen Ladys aber genauso stark und heiss - was die Mädels da Grimassen-Technisch, Sängerisch und komödiantisch abliefern - zum Brüllen!

Das Operettenhaus steht Kopf aber auch die flüssigen witzigen Dialoge (grandiose Übertragung ins Deutsche - total flüssig stimmig keine Schüttel-Reime oder verkleisterten Sätze - hier stechen DON & GEORGE dann ganz besonders hervor!

Aber auch wer die 2. Besetzung von LOLA erwischt was schwierig ist denn bei 4 besuchten Shows hatte ich nur einmal Clayton SIA als Lola sein Einstand und der war auch ganz grandios!

Wärend er seine Lola von Anfang bis zum Schluss als brasilianisches Samba-Tanz-Wunder auslegt heissblütig, stürmisch ist Gino halt nordisch, vornehm elegant ausgeprägter, Nuancenreicher...

Warum gefällt mir das nen Ticken besser? Weil Gino eine perfekte Aussprache hat grad bei den Balladen wie NIE DIESER SOHN ist das so wichtig es zu verstehen und da hatte Clayton Probleme zwar gut aber nicht so klar und perfekt wie bei Gino!

Dominik Hees als Charly passt auch perfekt als "biederer", zurückhaltender Sohn eines Schuh-Enthusiasten - sein Spiel begeistert und wie er dann doch aus sich rausgeht super Entertainment!

Auch die Fabrikarbeiterinnen alle große Klasse grad bei WOVON FRAUEN TRÄUMEN wie sie dem Zauberstab von Lola verfallen und alle singen"Toller Mann, Toller Mann" geht sofort in die Gehörgänge und hat mehrere Ohrwürmer!

Schon nach dem 1. Akt kannte das Publikum kein Halten mehr - frenetischer Applaus und im Finale war es dann ganz aus - selten, dass es nach der Zugabe und nachdem das Orchester nicht mehr spielte die Leute weiter Minutenlang weiter riefen: Zugabe, Zugabe - obwohl keiner mehr auf der Bühne stand - der absolute Hammer! Mein 35. Geburtstag wird hier sein bei LOLA und den KINKY BOOTS Bessere Party gibt's nicht mit Freunden! Danke STAGE habt ihr wieder bravourös gemacht! Die Musicalfans liegen euch zu Füßen!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das rockt !

18.01.2018 - Obwohl man diese Inszenierung fast als "halb-szenisch" bezeichnen könnte, hat sie mich doch im Gegensatz zum Londoner Original restlos überzeugt: Junge, hoch energetische Darsteller, eine hammergeile Band, tolles Licht-/Projektions-Design, fetzige, eckige Choreografien, eine nahezu perfekte Tonabmischung und eine minimalistische, inspirierte Regie machen diese deutsche Erstaufführung zum Erlebnis.
Vieles, was mir in der größer ausgestatteten West-End-Inszenierung unschlüssig blieb, wird hier viel klarer, trotz eigentlich leerer Bühne und lediglich ein paar Stühlen als Requisiten.
Schon beim Eintritt in den Saal liegt an diesem Premierenabend irgendetwas Magisches in der Luft. Dann geht das Licht aus und die Band beginnt hart zu rocken. Und plötzlich erklingen Stimmen überall neben dir, denn im Dunkeln haben die Darsteller im Saal Platz genommen. Im energiegeladenen Opener rennen sie auf die Bühne, heizen dem Publikum mächtig ein und geben damit die Richtung vor: Diese Energie lässt zu keinem Zeitpunkt (1,5 Std. ohne Pause) nach.
Dann macht es auch nichts, dass im letzten Viertel der Show die Projektionsanlage versagt.
Wenn so getanzt, gespielt und gesungen wird, dann reicht auch Bühnenlicht.
Vor allem stimmlich bleiben überhaupt keine Wünsche offen, die Chöre klingen einfach wunderbar und trotz des Rocksounds sehr differenziert.
Solistisch ist tatsächlich jeder gut, aber Phillip Büttner (derzeitige Erstbesetzung des "Aladdin" in Hamburg) in der Titelrolle des Johnny klingt auch tatsächlich nach Green Day. Sehr, sehr cool.
Wie angefahren es wäre, von dieser Cast eine CD der deutschen Erstaufführung zu bekommen...
Die Übersetzung von Titus Hoffmann geht in Ordnung, auch wenn es hier und da holpert.
Klare Empfehlung, das neu gegründete Off-Musical Frankfurt zu unterstützen, diese Show ist es wert, gesehen zu werden!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Tolles Orchester, bewegende Pia Douwes

17.01.2018 - Ein tolles Orchester und einer schauspielerisch glänzende Pia Douwes waren die Grundlage für einen schönen Abend.
Leider konnte die Inszenierung mich nicht durchgängig emotional erreichen. Die Charakter, mit Ausnahme der Norma Desmond, blieben etwas flach. Oliver Arno konnte jedoch in der zweiten Hälfte deutlich zulegen, sodass die innere Zerrisenheit und Verzweiflung Joe Gilles doch zum Ausdruck kam.
Wietzke van Tongeren hat als Betty Schäfer eine tolle Darbietung geliefert. Persönlich muss ich sagen, dass mir die Stimmfarbe jedoch nicht so zusagt. Dies ist jedoch eine Frage des persönlichen Geschmacks und tut ihrer Leistung keinen Abbruch.
Max von Mayerling konnte mich besonders bei den Höhen gesanglich nicht voll überzeugen.
Pia Douwes hat mich schon mit den ersten Worten in ihrem wunderbar herrischen Befehlston in ihren Bann gezogen. Auch schauspielerisch konnte sie mich als Norma Desmond voll überzeugen (obwohl sie ein wenig besser zielen sollte, wenn sie jemanden erschießen möchte). Mein persönliches Highlight des Abends war "Nur ein Blick". Nichtsdestotrotz durfte ich schon Stücke sehen, die Pia Douwes' voluminöser, kraftvoller Stimme meines Erachtens besser gerecht wurden.
Die Handschrift Andrew Lloyd Webbers war unverkennbar. Stellenweise fühlte ich mich durchaus ins Phantom der Oper oder Joseph versetzt. Leider hat er es offensichtlich verpasst in diesem Stück ein schönes, emotionales Duett einzubringen.
Auf der Suche nach dem Grund, warum mich die Aufführung emotional nicht voll berühren konnte, wirkt die Bewertung vermutlich negativer als gemeint.
Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend.

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Duell bis auf den Tod

16.01.2018 - Eine Ankündigung im Vorfeld - dass eine neue Rockoper in Englisch von einer deutschen Band am Theater Münster mit eigens geschriebenen Orchesterpartituren aufgeführt werden soll machte mich Neugierig...Ich war platt ! Das Stück hat mich gepackt vom ersten Moment an . Auch meine Begleitung hätte sich so ein Erlebnis niemals vorstellen können . Es war anzunehmen das wiedermal ein altes Stück im neuen mittelmäßigen Gewand geschneidert wurde ...Was es jedoch tatsächlich ist ... ein Theaterabend der unter die Haut geht und mit tollem Stimmen allen voran der düstere großartig agierende und singende Tod, welcher sich mit deinem Gegenspieler Jedermann buchstäblich ein Duell bis auf den Tod liefert. Einem aufwändigen Bühnenbild ...wunderschönen sehr ästhetischen Kostümen. Die Band umhüllt vom Klanggewand eines Orchesters trug gut abgemischt zum Gelingen des Abends bei!

Starflame (erste Bewertung)


Wahnsinns gute Unterhaltung!

15.01.2018 - Ich weiss leider nicht in welcher Vorstellung, der Kommentator vor mir war, aber am 13.01.18 war im Theater am Gärtnerplatz, von der ersten Minute weg super Stimmung im Theater. Ich habe zwar Priscilla nicht in London gesehen, aber viele andere Shows und ich weiss das dass Publikum und die Stimmung in Shows nur schwer mit dem Deutschen Publikum zu vergleichen ist.
Bei der besuchten Priscilla Vorstellung, ging das Publikum mit dem herunter schweben der "Raining man" schon richtig ab, für Deutsche verhältnisse!
Mir hat Priscilla wahnsinnig gut gefallen, ich finde es super das es total wegkommt, vom absoluten Homoklischee Overkill wie in der West End Version, von der ich viel Bild und Video Material kenne.
Ich liebe den Film und ich finde die oft sehr Billig und Improvisiert wirkende Ausstatung kommt dem Spirit des Films viel näher als die üpige Original Produktion.
Ich werde mir die Show in München bestimmt nochmal ansehen! Ich hatte so einen Spass mit der Cast und der Musik. Das einzige wobei ich meinerm Vorgänger recht gebe, der Ton ist schon oft sehr schlecht abgemischt! Ansonsten ganz ganz tolle und mitreissende Show!

The_WiZ (9 Bewertungen, ∅ 4.6 Sterne)


Partymusical ohne echte Partystimmung

15.01.2018 - Priscilla-Königin der Wüste München

Besuchte Vorstellung 13.01.18

Nachdem ich Priscilla in London und New York gesehen habe, freute ich mich auf die Vorstellung in München. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt.

Dies lag einerseits an der Inszenierung.Für mich ist Priscilla ein Partymusical, gespickt mit vielen Hits aus der Discozeit. Da kann ich es verschmerzen, wenn die Charaktere im Schnellzugtempo vorgestellt werden und auch nicht tiefer in die Thematik eingegangen wird. Leider wurden in meinen Augen zu wenig aus den Ensemblenummern gemacht, Die Partystimmung hätten schaffen können. Der Funke sprang nur schwer ins Publikum rüber.

Die Musik gefiel mir sehr gut. Leider war die Abmischung nicht immer gut. Die Darsteller wurden oft vom Orchester übertönt. Die Diven tönten manchmal fürchterlich kreischend, dann wieder sehr gut. Und obwohl sicher 30 Mann/Frau im Graben sassen, fehlte mir einfach der Bums. Entweder fehlte hier nach dem jahrelangen Umbau die Kohle für eine gescheite Soundanlage, oder die Leute am Mischpult haben ihren Job nicht gemacht.

An der Besetzung gibt es kaum was zu beanstanden. Super gefallen haben Armin Kahl, der spielend zwischen Drag Queen und Vater wechselte. Erwin Windegger nimmt man seine Bernadette jederzeit ab. Bei den Diven fehlte mir etwas der Soul, denn ich in Erinnerung hatte. Hervorzuheben auch Frank Berg als Bob und Marides Lazo als Cyntia. Einfach köstlich was sie aus der kleinen Rolle machte. Das Ensemble wusste im Grossen und Ganzen zu gefallen.

Das bei der Kulisse in einem Mehrspartentheater mit einigen Vorstellungen Abstriche gegenüber der Ensuite Version gemacht werden müssen, war mir klar. Aber mir erschien das Ganze recht billig gemacht, die Liebe zum Detail fehle. Alles hätte sicher nicht auf der kleinen Bühne Platz gehabt, aber gerade den Bus mit LED-Wänden habe ich vermisst. Auch hier hätte man bei den Ensemblenummbern mehr machen können. Nur schon eine Discokugel im Zuschauerraum hätte das Ganze etwas aufgepeppt.

Inszenierung: 3 von 5
Musik: 4 von 5 (Dies wegen der eingängigen Hits und nicht wegen der Umsetzung)
Besetzung 4 von 5
Ausstattung 3 von 5

Gesamtnote 3,5 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Würdige deutsche Erstaufführung - ACHTUNG: Sichtbehinderung Parkett !

14.01.2018 - Das australische Musical nach dem Kult-Roadmovie von 1994 erlebt in München 12 Jahre nach seiner Erstaufführung endlich seine Deutschland-Premiere.
Diese fällt im Gegensatz zur West End - Version etwas weniger opulent aus, kann sich aber durchaus sehen lassen, denn es fehlt nicht an spritzigen Ideen und inspirierten Regieeinfällen.
"Sehen" ist nur leider auch mein größter persönlicher Kritikpunkt:
Es darf nicht passieren, dass aufgrund der Bestuhlung des denkmalgeschützten Theaters auf einem Platz Nähe Mitte in Reihe 5 Parkett NIEMALS die Bühnenmitte zu sehen ist! Und das zu einem stolzen Preis von 70€. Das war ein enormes Ärgernis und machte es schwer, vollends in das Stück einzutauchen.
Nichtsdestotrotz spielte sich eine gut aufgelegte Cast schnell in die Herzen des Publikums:
Erwin Windegger als alternde Ex-"Les Girls"-Transsexuelle Bernadette lebt die Figur rührend authentisch und ist dabei hervorragend bei Stimme.
Die beste Performance des Abends.
Armin Kahl hat als Tick, der sich auf die Reise macht, um seinen Sohn kennenzulernen, gerade im 2.Akt sehr überzeugende und starke Szenen.
Die Familienzusammenführung zum Ende berührt, gerade im Zusammenspiel mit einem tollen Kinderdarsteller.
Schwächster im Verbund ist Terry Alfaro in der Rolle der exaltierenden Felicia/Adam: Der erste, rollenexponierende Auftritt "Venus" ist sehr schwach in Szene gesetzt. Es gelingt Alfaro im Laufe der Show leider nicht, diejenige strahlende Star-Quality zu zeigen, die die Rolle zwingend benötigt. Schade ist auch, dass seine wichtige und kultige "La Traviata"-Szene im High Heel auf dem Dach des Busses inszenatorisch nicht besonders liebevoll ausgestattet ist.
Wo Felicia in London noch im Schuh mit edlen, endlos-wallenden Schleppen über den ersten Reihen des Publikums schweben durfte, wird hier lediglich mit einem weißen Bettuch hinter ihr gewedelt.
Umso erfreulicher, dass Alfaro zum Ende am Gipfel des Ayers Rock endlich seine Stimme auspackt.
Die Abmischung der wohlbekannten, ohrwurmträchtigen Popsongs erreicht ihren breiigen Höhepunkt mit "Go West", um sich dann aber glücklicherweise stetig zu verbessern.
Wie schade wäre es gewesen, das große Orchester nicht in vollen Zügen genießen zu dürfen.
Absolut geil gesungene, stimmige Chöre erklingen, am eindrucksvollsten im A-Capella-Teil von "We belong".
Vorrangig verantwortlich für die stimmliche Brillanz des Abends sind die 3 Pop/Rock-Diven Amber Schoop, Jessica Kessler und Dorina Garucci.
Der attraktive Karim Ben Mansur sticht im Ensemble energetisch und optisch hervor und legt in der kleinen, aber feinen Rolle des Aborigines Jimmy eine hoch-sympathische Performance hin.
Der Gedanke kommt auf, ob er nicht bald eine perfekte Lola für das deutsche Kinky Boots sein könnte...
Insgesamt ist "Priscilla" also eine hochenergetische, würdige deutsche Erstaufführung, die wohl am Besten in der 1. Reihe im Parkett oder im Rang zu genießen ist.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Broadway-Klassiker

11.01.2018 - Nun habe ich es in Köln auch endlich mal geschafft die Tour von BB Promotion zu besuchen und ich muss sagen, dass ist "Broadway-Musical" in Perfektion. Besonderer Wert wird hierbei auf die Choreographien gelegt, tänzerisch alles top. Auch gesanglich überzeugen die Darsteller, allen voran Kevin Hack als Tony und Natalie Ballenger als Maria. Das Orchester ist für eine Tour erstaunlich groß und gut besetzt, insgesamt ein tolles Gesamtprodukt, welches in bester Broadway-Manier daher kommt. Sehenswerte Produktion.

Besuchte Vorstellung:
09.01.18 - Musical Dome, Köln

Inszenierung: 4,0 von 5
(Aufwertung wg. der Choreographie)
Musik: 4,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Musik naja, Cast und Orchester top

08.01.2018 - Besuchte Vorstellung: 07.01.2018

Lange konnte ich mich nicht überwinden, ein Ticket für dieses Musical zu buchen. Die Musik war einfach nicht nach meinem Geschmack. Da aber St. Gallen fast vor meiner Haustür liegt und mich doch einige Namen der Besetzungsliste zu einem Besuch bewogen, habe ich gestern doch noch spontan besucht.

Die Vorstellung war zu etwa 70% ausgelastet. Was mir auffiel, waren einige Buse mit Besuchern aus dem süddeutschen Raum. Mein Jahrgang war weniger vertreten, eher ziemlich jung und etwas älter.

Mit der Musik werde ich auch nach der Vorstellung nicht warm. Klassischer Broadwaysound eben. Aber kaum ein Ohrwurm, der hängen blieb. Im diesem Musical wird auch nicht bei allen Stücken gesungen, sondern mehrere Male nur getanzt. Was mir sehr gut gefiel, war aber die musikalische Umsetzung durch gut 30 Mann/Frau des St. Galler Sinfonieorchesters. Texte waren in deutsch, Gesang in englisch.

Die Cast machte einen übers Ganze einen sehr guten Job. Die Spielfreude war gross, das Timing bei den Pointen sass. Besonders gefallen haben mir Jörn-Felix Alt als Ozzie, Boris Pfeifer als Chip, Bettina Mönch als Clair de Loone, sowie Dagmar Hellberg in mehreren Rollen. Der Schlussapplaus war trotz der guten Leistung eher bescheiden. Ich denke aber, dass es eher daran lag, dass das Stück im Musicaldschungel ein Stiefmütterchendasein fristet, wenig gespielt wird und nicht massentauglich ist. Dies merkte man auch, dass man grosse Unsicherheit bemerkte, wann man Szenenapplaus geben soll.

Im Grossen und Ganzen trotzdem ein schöner Nachmittag. Nicht ein Musical, dass ich mehrmals sehen muss und wofür ich auch nicht sehr weit fahren würde.

Inszenierung: 4 von 5
Musik: 2.5 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 3.5 von 5

Gesamt: 3.5 von 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Das Beste...

08.01.2018 - Ich habe die Shows am 07.01.17 gesehen um 1430 & 1900 Und konnte es nicht fassen, was ich da auf der Bühne sehen durfte.

Um es vorweg zunehmen...
Kinky Boots in Hamburg ist das Beste, was ich seit langem auf großen Bühnen in Deutschland gesehen habe!

Aber fangen wir vorne an.
Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen und nach einer wahren Begebenheit. Deswegen funktioniert die Show meiner Ansicht auch sogut, weil es alltägliche Probleme sind die dort auftauchen und sogut erzählt werden.

Endlich traut sich die Stage auch mal wieder an ein Stück wo man richtige Schauspiel Szenen zuläßt und nicht alles nur Übergänge sind oder Füllszenen.
Was die gesamte Cast gut zu nutzen weiß.

Die Musik von Cindy Lauper ist eingängig und vielseitig.
Der Sound war gut, auch wenn es ab und an ein paar Ausfälle der Mikrofone gab. Besonders genial sind die Surround Effekte. Die ich allerdings im Parkett besser wahrgenommen habe als im Rang.

Die Bühne ist fantastisch!
Ich verstehe die 3 Sterne bei Ausstattung der MUZ nicht. Perfekt wird jedes noch so kleine Element genutzt, gedreht und verwandelt. Auch schön, das die Bühne hier keine Hauptrolle spielt, um von irgendwas ablenken zu müssen. Kinky Boots braucht das nicht und funktioniert herrlich einfach.

Genau wie bei den Kostümen. Herrlich normal, dann wieder mit viel Glitter und Farbe, meistens natürlich bei Lola und ihren Angels.

Die Regie von Jerry Mitchell ist so wundervoll unaufgeregt. Einfach, Ehrlich und natürlich werden die Szenen gespielt und es wird auch nicht in die "Transenklischeefalle" getappt. Sondern die Dragqueens behalten ihren Glamour Faktor in jeder Sekunde. Alles ist wirklich sehr fein durchdacht und mit viel Tempo inszeniert, das man nach dem Stück im Saal sitzt und denkt: Nochmal!

Bei der Besetzung hat das Casting wirklich ein sehr gutes Händchen bewiesen.
Ich konnte fast die komplette 1. Besetzung der Show sehen, und dabei dann auch die Covers von Lola und Charlie.
Die Energie und Spielfreude die die gesamte Cast an den Tag legt ist wirklich sehr gut. Ich habe die Show auch in London gesehen, und war längst nicht so mitgerissen wie in Hamburg.

Lola ist bei Gino Emnes in wundervollen Händen.
Er spielt wirklich jede Facette der Rolle mit 110% und führt durch die Show mit Spaß und viel Gefühl.
Lola Cover Benet Monteiro ist sprachlich etwas schwerer zu verstehen, spielt und singt aber genau so gefühlvoll.

Charlie Price von Dominik Hees, verkörpert ist die eigentliche Hauptrolle des Abends und eine wirklich Herausforderung. Hees, spielt solide und singt gut, auch wenn er meines Erachtens gesanglich gerade in der Höhe an seine Grenzen stößt. Er hat es schwer gegen die Glitzernde Lola anzukommen, schafft aber viele schöne Momente auf der Bühne.
Charlie Cover Marlon Wehmeier schafft alleine durch seine Größe einige komische Momente. Gesanglich ist der Part für Ihn eine Leichtigkeit, im Spiel allerdings wirkt er manchmal etwas unsicher und unerfahren.

Lauren wurde in beiden Vorstellungen von Jeannine Wacker gespielt, die mich überrascht hat. Sehr Tollpatschig gespielt und herrlich komisch in ihrem Solo.

Nicola wurde in beiden Vorstellung von Franziska Schuster gespielt. Eigentlich eine sehr einseitig, zickige Rolle. Jedoch schafft sie es der Rolle auch eine gewisse Verletzlichkeit zu verleihen. Sehr gut!

Noch zu erwähnen wäre Benjamin Eberling als Don
( auch in beiden Vorstellungen ). Eigentlich die Rolle mit der schönsten Entwicklung des Abends, was er perfekt zu nutzen weiß. Schon bei der Saalansage, die hier Live gemacht wird, läßt er das Publikum schmunzeln.
Don entwickelt sich vom muffeligen Fabrikarbeiter zum Tanzbären in roten Stiefeln im Finale, was einfach herrlich ist.

Der Rest der Cast sei es Fabrikarbeiter oder Angels machen einen fantastischen Job und spielen wunderbar energetisch und ehrlich, dass es eine wahre Freude ist.

Mein persönliches Highlight ist der Boxkampf im 2. Akt mit anschließender Szene in der Bar und Lolas wunderbaren Message und Aufgabe für Don:
Akzeptiere jemanden so wie er ist.
Wofür es in einer Show sogar Szenenapplaus gab.

Die Message des Finalen Song: Sei Du, wie Du es willst!
Ist gerade in der heutigen Zeit so wichtig und hat mich tief berührt.

Ich kann es nur weiter empfehlen und wünsche Kinky Boots in Hamburg eine lange und erfolgreiche Spielzeit.

Die CD ist schon vorbestellt und der nächste Besuch in Planung.

BRAVO!

Buch 5*
Komposition 5
Inszenierung 5
Musik 4
Besetzung 5*
Ausstattung 5*
(* bedeutet, .... genau mit Sternchen. )

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


nicht zu ertragen... nicht empfehlenswert!

08.01.2018 - also was sich der regisseur bei dieser revue gedacht hat, bleibt mir ein grosses rätsel. ich sass im ersten akt mit offenem mund da, und dachte mir das kann doch jetzt echt nicht wahr sein. da wummert der bass extremst laut aus den boxen und die stimmen sind so in den hintergrund gemischt, das nichts zu verstehen ist. da läuft das ballett auf der riesen grossen bühne wie verloren herum um die kostüme von gaultier zu präsentieren und mann denkt sich . so what. doch es wird noch besser.. roman lob joggt 3 min auf der bühne und wir dürfen ihn dabei zuschauen.sensationell! und weiter gehts... akrobatik an tüchern und strapaten. das ballett an pole stangen. cyr wheel alleine auf der riesenbühne . und dann zum finale . wieder das ballett an den pole stangen. die bühne bricht in eisschollen. vorhang. licht an.. das publikum sitzt ratlos da und denkt sich . was jetzt ? pause?... es ist eine frechheit für diese show preise bis zu 110 euro auszuloben.. durch andere revuen weiss ich was im palast möglich ist und ich bin einfach nur fassungslos was aktuell dort zu sehen ist... den 2ten akt habe ich mir geschenkt...nicht empfehlenswert! PS. der einlass bringt besucher bis zu 30 min nach beginn der show seelenruhig zu ihren plätzen. also nicht wundern wenn ständig unruhe herrscht und leute durchs theater laufen...

Kirmesboxer (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Tom Waits total ... mit glatter Stimme

07.01.2018 - Herausragend war die Band. Vor allem beim Chef der "Talltones" spürt man die Seelenverwandtschaft mit Tom Waits ..

Auch Menschen die nicht Waits/Borroughs-affin sind werden gut glücklich sein mit dieser witzig und leicht inszenierten Show.

Auch wenn man anfangs Zweifel hat ob hier die Schauspieler der richtigen Rolle zugeteilt wurden, merkt man bald, es passt wunderbar.

Besonders gut gefallen haben mir Waltsgott, Winkler und Thill. Am besten Markus Achatz als "Wilhelm".

pcccp (erste Bewertung)


Eine grandiose Regiearbeit

05.01.2018 - Man könnte jetzt ausführlich über die zahlreichen Qualitäten des Stephen Sondheim Meisterwerks schreiben.

Man könnte sicher noch länger die schauspielerischen und gesanglichen Leistungen des Ensembles und der Hauptdarsteller bejubeln.

Man könnte detailliert die wunderbare optische Umsetzung durch Lichtdesign, Bühnen- und Kostümbild loben.

Was aber bei dieser denkwürdigen Produktion an erster Stelle genannt werden sollte, ist die herausragende und inspirierte Regie von Dominic Cooke, die diese Aufführungsserie sicher zu einer Theater- und Musicallegende werden lassen.

Die vielfältige und individuelle Ausarbeitung der so zahlreichen und so komplexen und unterschiedlichen Charaktere ist vorzüglich gelungen. Selbst in kleinsten Szenen gelingt es dem Regisseur (natürlich zusammen mit den Darstellern) komplexe Strukturen und starke Persönlichkeiten herauszuarbeiten.

Auf wundersame Weise gelingt es Cooke trotz der vielen Handlungsträger und trotz der fragmentarischen Grundstruktur des Musicals niemals den eleganten, ruhigen Handlungsfluß zu unterbrechen. Ohne in unnötigen Aktionismus zu verfallen, fokussiert sich die Inszenierung zunächst unauffällig, dann immer stringenter werdend um die Grundkonflikte der beiden zentralen Paare.
Auf geradezu organische, und deshalb sehr glaubwürdige, Art und Weise werden die Konflikte, ihre Zuspitzung und teilweise Auflösung feinfühlig aber doch mit dem notwendigen Sinn für das Theatralische inszeniert.

Unterhaltsam, fesselnd, begeisternd!
Eine Meisterleistung von Dominic Cooke!

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Schlichtweg großartig! Hingehen!

04.01.2018 - Der Saal und die Bühne sind dunkel.
Man vernimmt die Stimme eines Mannes, der in diesem Dunkel leidenschaftlich seine Liebe zum Genre Musical bekundet: "Es erfüllt, was ein Musical erfüllen soll: Es entführt Dich in eine andere Welt."
Der Mann betritt die Bühne, macht sich augenzwinkernd lustig über Produktionen, bei denen "dem Zuschauer die vierte Wand um die Ohren fliegt" (während er dies ausgiebig und durchgängig tut).
Und dann legt er seine Lieblingsschallplatte auf, nämlich das Musical "The Drowsy Chaperone":
Nach und nach tauchen die stereotypen Figuren dieser Musicalkomödie auf, die er dem Zuschauer liebevoll einzeln vorstellt.
Er bekundet, simpler könne eine Musicalhandlung wohl kaum sein, aber er sei nun mal so verliebt in dieses Metier.
Und das ist der Ton des Abends.
Leidenschaftlich schwelgend und höchst selbstironisch führt der aus dem TV bekannte Moderator Ralph Morgenstern als "Mann im Sessel" durch den Abend. Man hat sofort eine Beziehung zu ihm und zum Stück und verliebt sich mit ihm gemeinsam in die schrulligen Charaktere und die klassischen Musicalnummern.
Morgenstern ist als ständig die vierte Wand durchbrechender Mittler zum Publikum schlichtweg großartig.
Die tiefe Verbundenheit zum Theater nimmt man ihm ohne mit der Wimper zu zucken ab.
Seine Texte sind höchst intelligent und urwitzig verfasst; als Beispiel die Stelle, wo er findet, "ein Vergleich zwischen der Porno- und Musicalindustrie sollte an so einem Abend ja wohl mal erlaubt sein".
Alle Darsteller dieser wunderbaren Produktion sind höchst exquisit und grinsen, steppen, tanzen, lachen und singen sich komödiantisch auf allerhöchstem Niveau durch den Abend. Hervorzuheben ist Till Kleine-Möller als Latin-Lover Aldolpho:
Das ist Physical-Comedy der Weltklasse, da sitzt jeder Blick, jede Geste und jede Pointe. Ich lag im wahrsten Sinne lachend unterm Stuhl.
Schade, dass das vorwiegend sehr alte Publikum die Komik und Ironie dieser Produktion eher selten verstand (Morgenstern: "Das kann natürlich jetzt auch dran liegen, dass sie da nicht mehr so gut hören").
Die Produktion der Oper Chemnitz, die ich auf ihrem Tourstop in Aschaffenburg bewundern durfte, ist liebevoll mit Hingabe zum Detail inszeniert und ausgestattet. So detailliert, dass die ironische Anspielung auf "Miss Saigon" am Ende geradezu bombastisch ausfällt.
Musikalisch werden die exzellenten Darsteller begleitet von einem groovigen, 13-köpfigen Orchester.
Dazu ist alles auch noch ganz wunderbar abgemischt.
Meine erste Show des neuen Jahres lässt mich tatsächlich wunschlos glücklich zurück.
Ich bin sehr dankbar, dass ich dieses Kleinod entdecken durfte.
Wer das Genre Musical liebt und auch gerne über sich selbst lacht, sollte diese hervorragende Produktion keineswegs verpassen!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Leider fehlen die Emotionen

03.01.2018 - Mein Bericht bezieht sich auf die Vorstellung vom 26.12.17.

Auch mich hat die Vorstellung in Berlin nach New York, London und Linz am wenigsten gefesselt. Zugegeben, die erste Vorstellung hat es meist einfacher, weil man voreingenommen rein geht. Aber ich fand das Bühnenbild aus NY und London mit den LED Wänden einfach besser als die kühle Säulenkonstruktion. Zudem passt es meiner Meinung nach einfach besser in ein etwas kleineres Theater.

Die Musik hat in meinen Augen, speziell in der engl. Version, einige Ohrwürmer drin. Am Meisten blieb bei mir Rain/ Hold on hängen, Der leider in der deutschen Version rausgestrichen wurde. Ich bin auch der Meinung, dass die Übersetzung ins Deutsche den Liedern den Fluss und somit den Ohrwurmcharakter nahm.

Ich hatte Mathias Edenborn als Sam. Ich finde, er hat die Rolle schauspielerisch und gesangtechnisch gut gemeistert. Ich glaube nicht, dass sie Alexander Klaws besser rüber gebracht hätte. Nichtsdestotrotz bin ich der Meinung, wenn so offensiv mit Herrn Klaws geworben wird, sollte er mehr Spieltermine haben. Ok, er war mal krank und hatte Urlaub, aber gefühlt hatte hier kaum jemand eine Vorstellung, wo er auftrat.

An den Gesangskünsten von Willemijn Verkaik gibt es nichts auszusetzen. Aber schauspiellerisch hat sie mich nicht vom Hocker gehauen. Vielleicht vorbelastet von Caissie Levy lebte sie die Rolle zu wenig, sondern spielte sie einfach routiniert ab.

Andereas Bongard als Carl fand ich zu wenig fies.

Frau Aquino als Oda Mea Brown fand ich etwas zu jung und unerfahren in dieser Rolle. Zudem fehlte mir das Temperament. Die Gesangskünste waren aber einwandfrei.

Der Rest des Ensemble machte einen guten Job.

Fazit: Ich bereue es nicht, es angeschaut zu haben. Aber eine Wiederholung wird es kaum geben. Ich hoffe immer noch auf ein Revival in London. Aber nach der missglückten Tour sind die Chancen wohl eher klein.

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Beste Unterhaltung

03.01.2018 - Ich mag solche Shows (meist) überhaupt nicht. Das liegt nicht am Format, sondern daran, dass durch deutschsprachige Lande ähnliche Shows in höchst fragwürdiger Qualität tingeln. Aber was Gaines Hall und seine Mitstreiter - einschließlich der wunderbaren Studenten der Theaterakademie August Everding - hier auf die Beine gestellt haben, ist wirklich sehenswert. Zweieinhalb Stunden Unterhaltung pur. Witzig, nie langweilig oder langatmig. Clever gemacht, weil die Show insbesondere im zweiten Teil von Höhepunkt zu Höhepunkt eilt. Bei den letzten Musicals, die ich in Nürnberg gesehen habe, war ich von der musikalischen Begleitung meist enttäuscht. Die Herren dirigierten immer ziemlich lustlos (das Stück stand halt auf dem Dienstplan - so mein Eindruck). Mit dem großartigen Kai Tietje ist das alles ganz anders. Da spürt man, der liebt diese Musik und der Funke springt über.

JürgenE (44 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gute Stimmen, viele Songs, aber nicht ganz stimmig

03.01.2018 - Die Show hält was der Titel verspricht: Viele Songs von Lord Andrew Lloyd Webber. Die 14-köpfige Band "West End Musical Orchestra" stimmt tolle Melodien an und untermalt die vier großartigen Solisten und acht Ensembledarsteller perfekt. Ständiger Kostümwechsel und Videoprojektionen machen das Bühnenbild zwar schlicht, aber abwechslungsreich. Tolle Tänzer mit sehr schöner Choreographie.

Die Songauswahl ist sehr vielfältig: Viele Ensemble-Nummern und ehr selten auf Galas gespielte Lieder, aber auch die großen Nummern wie "Memory", "Sunset Boulevard" und die textlich neue Version von "Starlight Express".

Der angekündigte Moderator war allerdings ehr störend als hilfreich. Da die Lieder alle auf Englisch dargeboten wurden und die Musicals nach Themen der Songs und nicht nach Musical selbst sortiert waren, wäre es schöner gewesen, der Moderator hätte zu jedem Lied wenigstens mal gesagt, zu welcher Show dieses gehört. Ein paar ausschmückende Infos zu den Shows wären auch toll gewesen. Die "Moderationen" dienten lediglich dazu, künstlich die Stimmung zu heben. Was allerdings dadurch nur schwer gelang ;) Man hatte leider etwas das Gefühl, die Show dreht sich um den Moderator und die anderen sind nur Nebendarsteller...

Für Fans der Musik von Lloyd Webber ist die Tour auf jeden Fall sehr empfehlenswert, auch wenn die Akustik in verschiedenen Aufführungsorten ehr schlecht ist, so wird es doch ein gelungener Abend, der zum Träumen in verschiedene Shows des großen Londoner Komponisten einläd...

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


So verzaubernd

02.01.2018 - Ich war gestern im Musical Dom Köln und es war so ein schöner Abend. Tolles Musical mit super Kostümen. Einen Stern Abzug wegen des Akzents und dass man im Musical Dom essen und trinken darf während der Vorstellung. Das geht einfach nicht.
Ansonsten absolut zu empfehlen, große Klasse.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Besticht durch hervorragende Darsteller und großes Orchester!

02.01.2018 - Ein fast 40-köpfiges, berauschendes Orchester, welches einen meiner Webber-Lieblingsscores darbietet, die stimmige Inszenierung von Gil Mehmert (die ich auch schon auf Tournee in anderer Besetzung bewundern durfte), ein durchdachtes Bühnenbildkonzept und hervorragende Darsteller: so geht Musiktheater.
Oliver Arno spielt Joe Gillis gehörig arrogant-widerlich und singt ihn dabei ganz hervorragend.
Wietzke van Tongeren gibt eine entzückende, wohlklingende Betty Schaefer.
Tom Zahner mag stimmlich nicht an andere Vorbilder heranreichen, aber seine Darstellung des Max von Mayerling lässt einem das Blut in den Adern gefrieren und geht durch Mark und Bein.
Das Ganze wird angeführt von einer, man muss schon fast sagen "wie immer", sensationellen Pia Douwes, die die Rolle selbstredend nicht nur fantastisch singt, sondern auch eine wunderbar verschroben-tragische Norma Desmond gibt.
Zwei Mal in diesem Jahr hat das deutsche Stadttheater mich vollends überzeugt.
Und es kristallisiert sich ein Motiv heraus:
Dortmund und Bonn können Musical.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Sehr schön

02.01.2018 - Ich bin ohne große Erwartung spontan in die Show gegangen.
Ein sehr tolles Programm, hier ist nicht die Rede von Wicked, Les Mis oder Lion King, sondern von den echten Klassikern des Broadway. Eine tolle Mischung aus zum Beispiel 42nd Street, Kiss me Kate, Cabaret, Der Mann von La Mancha oder auch Der Kuss der Spinnenfrau.
Die vier Hauptsolisten werden von einer tollen Band begleitet und von acht tollen Ensemble Darstellern mit Tanz und Gesang begleitet. Das Zusammenspiel ist große Klasse. Die acht Nachwuchsdarsteller bekommen auch ihre eigenen Songs und können einmal mehr ihr Können unter Beweis stellen.

Christian Alexander Müller, Gaines Hall, Frederike Haas und Sophie Berner kennt man am Staatstheater Nürnberg nur zu gut und alle geben noch einmal ihre Erfolge an diesem Haus zum Besten. Aber nicht nur die, sondern auch ihre Internationalen: So endet der zweite Akt mit dem Song Nowadays aus Chicago, gefolgt von der original Bob Fosse Choreographie mit dem Hot Honey Rag! WAHNSINN!

Jeder Song wird kurz anmoderiert von den Darstellern und man erfährt kurz ein bisschen was über einzelne Shows, die mittlerweile leider schon fast in Vergessenheit geraten sind. Ständiger Kostüm- und Perrückenwechsel runden die Show noch mehr ab.

Gaines Hall gibt super Stepptanz Einlagen bei z.B. Singin in the Rain und nicht nur er bringt auch viel Witz mit auf die Bühne.

Das Opernhaus Nürnberg ist ein wunderschönes Theater mit sehr nettem, zuvorkommenden Mitarbeitern, sodass der Theaterabend geradezu perfekt wird!

Reingehen! Genießen! Träumen! :)

Tobigoestothetheatre (12 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Willkommen in den Sixties

31.12.2017 - Aktuell ist das Musical Hairspray auf großer Tournee und ich hatte die Möglichkeit es am 30.12. im Stadttheater Fürth zu sehen.

Katja Wolffs Inszenierung unterscheidet sich in der Ausarbeitung der Rollen kaum mit der Originalinszenierung. Dabei wirken fast alle Rollen überzeichnet, was allerdings so gewollt ist und auch beim Publikum gut ankommt. An manchen Stellen wirkt dies jedoch ein wenig zu übertrieben, vor allem die Rolle der Amber fällt negativ auf.
Wolff schafft es ebenfalls nicht immer die Schwächen des Stücks (vor allem die flache Handlung) zu kaschieren und so hat der erste Akt viele Längen. Der zweite Akt ist dafür umso rasanter wenn auch sinnfreier in der Handlung.

Die 9 köpfige Big Band spielt die fetzige Partitur sehr gut. Insgesamt fällt es jedoch manchmal schwer die Texte der Darsteller zu verstehen.

Mit Beatrice Reece hat man eine Idealbesetzung für die Tracy gefunden. Vom Typ, Gesang und Schauspiel trifft sie die Rolle perfekt.
Als Edna steht Andrea Matthias Pagani auf der Bühne, welcher ein wenig unterfordert wirkt. Selten hat er die Möglichkeit Stimme zu zeigen. Trotzdem spielt er seine Rolle mit viel Charme.
Devi-Ananada Dahm spielt die Penny ebenfalls sehr gut und überzeugt mit ihrer Stimme. Claudius Freyer als Wilbur und Janko Danailow als Corny spielen Rollendeckend, haben aber auch nicht die Möglichkeit zu glänzen.
Krisha Dalke konnte mich leider nicht wirklich als Link überzeugen, da sowohl gesanglich als auch vom Schauspiel noch Luft nach oben wäre. Das selbe gilt für die Rolle der Amber (Maja Sikora) und der Velma (Nicole Rössler). Ein Highlight ist dafür: Monica Lewis-Schmitt als Mothermouth Maybelle, die eine Hammerstimme hat.
Das Ensemble ist ebenfalls stimmlich gut, tänzerisch ist noch Luft nach oben.

Die Ausstattung ist sehr einfach gehalten und es ist eigentlich eine Einheitskulisse, die durch einzelne Requisiten verändert wird. Trotzdem wirkt die Kulisse nicht langweilig. Die Kostüme sind schön und passend.
Das Licht ist ebenfalls knallig, so wie es sich für so ein Stück gehört.

FAZIT: ein nettes, jedoch eher belangloses Musical, welches Spaß macht und in der Inszenierung überzeugen kann.

Inszenierung: 3/5
Musik: 4/5
Besetzung: 3/5
Ausstattung: 3/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Gute Unterhaltung

31.12.2017 - Das Stück ist eine bunte Eigenproduktion des eher kleinen Hauses in Bad Säckingen und unterhält über weite Strecken kurzweilig und angenehm. Die Story:1965, die alleinerziehende und verträumte Stewardess Annie sucht einen Mann für sich und einen Vater für ihren Sohn...der soll nett und anständig sein, dürfte aber auch gerne ein wenig Knete haben... Leider plätschert die Geschichte sehr vorhersehbar vor sich hin, auch wenn das Spiel mit den Klischees durchaus beim Publikum ankommt. Musikalisch funktioniert das Stück dann besonders gut, wenn das Ensemble schmissige Shownummern darbieten darf. Die Balladen und zahlreichen Reprisen (insgesamt sehr viel Musik!) sind leider sowohl textlich, als auch musikalisch absolut nicht rund. Bestes Beispiel ist hier sicherlich "...weil ich lieb nur dich". Auch erinnert das Duett zwischen Vater und Sohn Coon im zweiten Akt ganz gewaltig an 'Eine Pyramide mehr' aus 'Aida'..

Die weiblichen Darstellerinnen, besonders Tiziana Turano (wirkt eher unterfordert) überzeugen vor allem gesanglich. Das Ensemble (hervorzuheben Marina Tinz, Neuza Phillip, Magdalena Bönisch und Evelyn Roth-
tanzt wirklich hervorragend) klingt auch in der Mehrstimmigkeit ansprechend. Die Männerrollen bleiben sowohl tänzerisch, als auch darstellerisch und gesanglich blass und hinter den Erwartungen (an eine professionelle Produktion) zurück.
Der Kinderdarsteller in der besuchten Vorstellung sang klangschön und spielte ansprechend.
Die Rolle des Sanjeevs (der 'lustige indische Kofferträger mit dem Herzen aus Gold') wird von Lukas Basler einigermaßen gut gelöst, jedoch bin ich der Meinung, dass das'dunkler schminken' kaukasischer Darsteller einen politisch doch recht bedenklichen Beigeschmack hat und eigentlich nicht praktiziert werden sollte! Hier müsste wirklich ein ethnisch passender Darsteller besetzt werden ...vor allem, da der Akzent und die klischeehafte Einfachheit mit der die Rolle angelegt ist, so doch einige Fragen aufwirft...

Die Band spielt in kleiner Besetzung (auf der Bühne bzw. in das Bühnenbild integriert) und wirklich solide. Die Choreografien von Vanessa Vario sind passend, grundsätzlich sehr gut getanzt, oft einfach, aber wirkungsvoll. Das Bühnenbild ist jedoch nicht durchweg gelungen. Die Mischung aus bedruckten Leinwänden, einzelnen Möbelstücken und etwas billig anmutenden Projektionen funktioniert nicht immer und wirkt streckenweise etwas "schultheatermäßig". Hier hätte ich mir etwas mehr Detail und 3D Arbeit gewünscht (siehe z.B. Flughafen Außenbereich und Flugzeug Innenleben).

Zusammenfassend: Lahme Liebesgeschichte durchzogen von Klischees, die (leider?) gut funktionieren. Sehr gute weibliche Hauptdarsteller, buntes Bühnentreiben und ein ansprechendes Ensemble sorgen trotz allem für kurzweilige Unterhaltung.

Luckylucy (erste Bewertung)


Große Schauwerte und Wiener Schmäh

30.12.2017 - Im Raimund wird heuer geklotzt, nicht gekleckert: Da werden Songs von Rainhard Fendrich von einem 20-köpfigen Orchester dargeboten, da stehen Top-Künstler auf der Bühne und in Punkto Bühnenbild werden auch keine Gefangenen gemacht.
Die Show öffnet vor geschlossenen roten Vorhang mit einem Potpourri der größten Hits von Fendrich. Und auch wenn ich kein begeisterter Anhänger seiner Musik bin, gut gemacht ist das alle Mal; obwohl es gerade musikalisch oft überproduziert wirkt, da wäre vielleicht doch weniger manchmal mehr gewesen.
Und dann öffnet sich der Vorhang und man blickt auf eine dreistöckige bespielbare Torte, die das gesamte Bühnenbild einnimmt.
Das sieht gigantisch aus, da fragt man sich aber gleich, "werden die Darsteller nun den ganzen Abend diese Torte hoch und runter laufen und war es das dann mit dem Bühnenbild..?" Zumindest für die ersten 15 Minuten werden diese Befürchtungen wahr, während, in gewohnter "Ich war noch niemals in New York"-Manier ein Pseudo-Konflikt an den anderen gehängt wird, um diverse Songs anzumoderieren.
Doch dann, eben nach besagter Viertelstunde, gerade im Moment eines höchst-künstlich erzeugten Song-Einstiegs, verwandeln plötzlich großartige Projektionen die Bühne in etwas ganz Neues.
Das spielfreudige Ensemble schwingt sich, das Publikum ansteckend, in Sambakleidung über die Bühne und auch ich schaffte es, mich in den Sog dieses Spaßes ziehen zu lassen.
Und dann folgen die größten Pfunde dieses Abends, nämlich sehr gut gespielte Zweierszenen, bei denen auch die Überleitungen in die Songs meist gut aufgehen. Kleine und große Regieeinfälle, wie die kleinen singenden Torten oder ein Ensemble bestehend aus Barbies und Kens, sind wirklich entzückend und lustig.
Irgendwann ist dann der Punkt erreicht, wo bühnenbildtechnisch alle Dämme brechen: Dann werden Dachböden, Berge, Hubschrauber und alles vorstellbare und unvorstellbare auch noch auf die Bühne gefahren.
Das ist schon sehr beeindruckend.
Aber zurück zum ausschlagenden Pluspunkt dieser Produktion, nämlich den hervorragenden Darstellern:
Lukas Perman als Hotelchef Edler Junior begeistert mit Charme und schöner Stimme.
Iréna Flury in der Hauptrolle der Hollywood-Diva Emma Carter weiß wirklich jedes buchbedingte Klischee zu umschiffen und tief und glaubwürdig in die Rolle einzusteigen. Das bewegt.
Ähnliches hätte ich gerne über das Hotelier-Ehepaar Edler gesagt, doch ehrliches Spiel und schöner Gesang ist dort leider nur beim hervorragenden Andreas Stepan anzutreffen.
Martin Pasching gibt einen äußerst glaubwürdigen, schmierigen Agenten, der jedoch nie in die Falle des Chargierens tappt.
Eine Entdeckung ist für mich der junge Matthias Trattner: In der Rolle des gewitzten Hotelboys Felix spielt und singt sich in die Herzen der Zuschauer.
Gar nicht so heimlicher Star des Abends ist die über 70-jährige Dolores Schmiedinger als Concierge Elfie Schratt: Wird sie anfangs noch höchst komisch in bester Muppet-Show-Tradition hinter ihrem Concierge-Pult von der einen Bühnenseite auf die andere hin und her gefahren, taut sie im Laufe des Stückes immer agiler auf und gibt eine hoch energetische Performance als guter Geist des Hotels. Die meisten Lacher des Abends sind ihr und ihrer Darstellung zu verdanken. Da geht einem wirklich das Herz auf.
Summa summarum bietet "I am from Austria" einen sehr unterhaltsamen Abend mit großen Schauwerten voller Wiener Schmäh, an dem natürlich kein Klischee und kein bekanntes Muster ausgelassen wird.
Die Kunst besteht darin, diese Klischees glaubhaft an den Mann zu bringen. Und das schafft dieses wunderbare Ensemble alle Mal.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Weiterhin eine durchschnittliche Show...

29.12.2017 - Nachdem ich die Londoner Originalinszenierung schon recht durchschnittlich und unemotional fand, habe ich auf eine Verbesserung gehofft. Leider ist das Gegenteil der Fall. Es wird noch deutlicher wie schwach die musikalische Seite ist, das Bühnenbild wirkt ziemlich steril und auch emotional kam bei mir nicht viel an. Es gab einige gute Momente, besonders die von Oda Mae Brown (in der besuchten Vorstellung leider nur Drittbesetzung Frau Aquino, die gut war, aber eigentlich viel zu jung für die Rolle ist). Verkaik und Klaws geben gute Interpretationen ab, aber auch sie können der sterilen Inszenierung und dramaturgisch schwachen Vorlage kaum Gefühle entlocken. Ärgerlich sind die simplen und durchschaubaren Tricks, die überwiegend billig wirken. Da durfte man in London doch etwas mehr staunen und für Stage Preise kann man durchaus mehr WOW-Effekte erwarten. Es bleibt eine solide Stadttheaterinszenierung, die nicht die hohen Eintrittspreise der Stage rechtfertigt. Es soll aber nicht unerwähnt bleiben, dass einige Besucher durchaus emotional ergriffen das Theater verlassen haben.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Joa...

29.12.2017 - Wir haben uns zu sechst die Premiere angeschaut und trotz unterschiedlicher Erwartungen und Musical-Erfahrungen war unser einhelliges Fazit: "ganz okay".

Durch die - zugegeben sehr umfangreiche - Story wird flink durchgerauscht, es gab sinnvolle Kürzungen von Personen, die der Geschichte nicht zu sehr weh tun. Alles in allem wird der Vorlage im Rahmen der Möglichkeiten Rechnung getragen. Aber es sind dann einfach doch zu viele Einzelepisoden, als dass man die Beziehungen, wie zum Beispiel die Liebesgeschichte zwischen Johanna und Gerold oder die Verbindung von Johanna und Rabanus gut hätte ausbilden können.

Die Darsteller waren gut bis sehr gut. Hier und da mal ein kleinerer Texthänger - na ja.
Aber die Musik ist einfach nicht meins. Wie erwartet gibt es ein, zwei Stücke, die mich begeistern können, aber der Rest ist dann doch einfach nicht mein Fall.
Was die Show dann aber doch wieder empfehlenswert macht, sind das tolle Ensemble (wie oft sieht man noch so viele Personen auf der Bühne?) und der volle Klang der Musik vom Band - die tut nämlich der Sache keinen Abbruch sondern klingt richtig gut.

Hughie (29 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ein berauschend-luxuriöses Theaterfest für alle Sinne

29.12.2017 - "Tanz der Vampire" ist in seiner Geburtsstadt Wien wirklich etwas ganz, ganz Besonderes. Und bevor ich gleich in einer ziemlich schamlosen Lobhudelei schwelgen werde, möchte ich mit meinen drei einzigen und zentralen Kritikpunkten eröffnen:
Die beiden großen Pluspunkte der abgespeckten Stage-Sparversion in Stuttgart, die sozusagen für mich die Pfunde waren, sind hier die leider beiden, die nicht meinem Gusto entsprachen:
Der Graf und Sara. In beiden Fällen auch aus ähnlichen Gründen, dennoch mit anderen Hintergründen:
Mark Seibert versucht als Krolock sowohl stimmlich als auch darstellerisch etwas zu präsentieren, was ihm einfach nicht entspricht. Dies kostet ihn einen sichtbaren Kraftaufwand, welcher ihn stimmlich leider absolut an seine Obergrenze bringt.
Letzteres gilt leider auch für die sehr junge Sarah-Darstellerin Diana Schnierer:
Auch sie wirkt sowohl stimmlich als auch schauspielerisch überfordert. Bei ihr jedoch trifft mein letzter Kritikpunkt zu:
Die Regie scheint die beiden sehr jungen Hauptdarsteller der Sarah und des Alfred weitestgehend im Stich gelassen zu haben. Generell scheint sich die Regie zu sehr auf Schablonen und Chargieren zu verlassen. Und dies können eben nur arrivierte Darsteller mit langjähriger Bühnenerfahrung auffangen und übersetzen, die es hier glücklicherweise sonst zu Haufe gab.
Nun die hemmungslose Lobhudelei:
Es ist einfach ein absoluter Traum, dem großen Orchester der Vereinigten Bühnen Wien zuhören zu dürfen, den differenzierten Klängen der einzelne Instrumente zu lauschen, und eine Bastion von acht Streichern zu genießen. Dies gilt von der ersten bis zur letzten Minute und hat unter anderem auch jene Auswirkung, dass ein Song wie "Knoblauch", der zuletzt in Stuttgart ein einziger, verständnisloser Brei war, jetzt vollkommen differenziert zu verstehen ist.
Auch optisch kann diese Produktion mit zahllosen Superlativen aufwarten:
Das beginnt bei sehr stimmigen wunderbaren neuen Projektionen und endet in einem luxuriös eingerichteten Tanzsaal am Ende, der einer Kathedrale gleicht. Wie wunderbar, dass in der Bücherszene des Professors nicht einfach ein einziges, dünnes, lausiges Regal hereingeschoben wird, sondern ein sich drehendes Rondell unzähliger Regale mit tausenden Büchern erscheint, dessen Mitte sogar bespielt werden kann.
Auch das Ende von Akt eins, das Eintreffen vor dem Vampirschloss, welches in der derzeitigen deutschen zur Produktion nur noch mit einem schäbigen Vorhang arbeitet, hat endlich wieder einen bühnenbildnerischen Effekt:
Man sieht gruselige Wasserspeier vor einem haptischen Eingang mit großem Tor. Das alles ist ein Augen- und ein Ohrenschmaus sondergleichen, produktionstechnisches Weltniveau.
Auch gesanglich ist Vieles brilliant:
Noch nie (und das müssten meine achten Vampire gewesen sein, inklusive der Originalbesetzung in Wien 1996) habe ich die "Nightmare"-Soli so geil gesungen und so verrotzt – verrockt gehört! Das war unfassbar fett, dank Vini Gomes und Filippo Strocchi.
Raphael Gross, gerade frisch von der Musicalschule, gibt einen entzückenden Alfred und singt dabei ganz hervorragend. Sein "Für Sara" ist der solistisch – gesangliche Höhepunkt der Show. Der junge Darsteller sprüht nur so vor Energie und wirkt dabei wie ein Welpe, der, wie Welpen es nun mal tun, dabei manchmal über das Ziel hinaus schießt. Auch hier wäre eine gezielte Regie gefragt gewesen, um dem hoch-talentierten Darsteller einen klaren Rahmen vorzugeben. Aber das ist wirklich Kritik auf extrem hohen Niveau, Rafael Gross ist, man kann es nicht anders sagen, einfach entzückend und in seiner ungebremsten Spielfreude absolut entwaffnend.
Schauspielerischer Favorit dieses Abends ist für mich ganz eindeutig Fernand Delosch als Professor Abronsius:
Noch nie sah ich eine Darstellung des Professors, die so wahrhaftig, tief und ehrlich war und es trotzdem schaffte, alle Pointen urkomisch zu bedienen. Delosch gelingt das Kunststück, kein Abziehbild einer Comicfigur zu schaffen, sondern er haucht Abronsius echtes Leben ein.
Dazu ist er auch noch gesanglich großartig.
Eine Masterclass in Sachen Musiktheater.
Nicolas Tenerani gefällt mir als Chagal, wie bereits auch in Stittgart, sehr gut.
Marke Martens beltet Magda in ungeahnte Höhen.
Charles Kreische zeigt sich als Herbert bestens bei Stimme, leidet aber auch darunter, dass seine Szenen regiebedingt immer mehr zu Szenen aus "Priscilla - Queen of the desert" verkommen.
Ich mag diese denunzierende Klischeetunte einfach nicht mehr sehen. Jedenfalls ist sie nicht der Intention der Originalregie von Polanski aus den neunziger Jahren entsprungen.
Und trotz dieser kleinen Kritikpunkte:
Die derzeitige deutsche Sparversion hat der luxuriösen, berauschenden Wiener Fassung nichts entgegen zu setzen, außer ebenso talentierte Darsteller.
Im direkten Vergleich ist Deutschland tatsächlich eine überteuerte Nullnummer, während sich die Wiener Vampire glücklicherweise und erneut auf Weltniveau präsentieren.
Ein ganz hervorragender, unvergesslicher Theaterabend!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Schlechte Aufführung und schlechte Akustik

28.12.2017 - 28.12.2017. - Die Kritik von sgassner kann ich in allen Punkten nur bestätigen. Die in der Beschreibung genannten aktuellen Musicals (zb. von Webber) waren wenig vertreten, eher die alten (z.B. West Side Story) und nur letztere waren auch im engeren Sinne Broadwaymusicals, weil sie dort uraufgeführt wurden und von dort ihren Siegeszug antraten.
Wir sahen die erste Aufführung am 25.12. um 17:00 Uhr und da war außerdem vermutlich vorher keine ausreichende Akustikprobe gemacht worden, die Akustik war jedenfalls ziemlich übersteuert nach Meinung meiner ganzen Familie und der Platznachbarn. In der Pause sprach jemand mit dem Mann am Mischpult, danach war es einen Tick besser, aber immer noch nicht zumutbar.

manpl (erste Bewertung)


Schlechte Aufführung

28.12.2017 - Sowohl die Auswahl der Musikstücke als auch die künstlerische Leistung war absolut schrecklich.
Es wurden von den bekannten Musicals nur 1-2 Stücke vorgetragen und von den älteren, eher unbekannteren zuviel. Wahrscheinlich eine Frage der Lizenzgebühren. Leider waren auch die Tänzer oft unmotiviert und die Sänger schlecht zu verstehen (Stimme fehlte) oder sie konnten den Text nicht aussprechen. Des öfteren war auch das Tempo der Stücke zu schnell (Tanz der Vampire!)Absolut nicht zu empfehlen.

sgassner (erste Bewertung)


Achtung Sichteinschränkungen - kein Genuß möglich

27.12.2017 - Wir waren am 23.12.2017 bei JCSS zur Premiere – leider haben wir nur die Hälfte des Stückes sehen können - denn sobald man etwas mehr als Reihe 09 ganz links sitzt-
sieht man nicht mehr alles
Es wurde nicht darauf hingewiesen – Kartenvorverkauf oder online – das es hier zu Sichteinschränkungen kommen kann – denn bei diesem Stück
- ist auf der linken Seite ( ganz vorn links – wo Judas sich selbst eine Wunde beibringt ) konnte man nur erahnen und leider nur im ansatz
möchte nicht wissen wenn man auf dem Rang ganz links oder der Logen links sitzt – sieht man diese Szene und auch die anderen nicht –
Deshalb sollte schon im VVK – oder online darauf hingewiesen werden – denn dann hätten wir diese Karten nicht genommen – und das für diesen Preis ?
SCHADE

maulwurf1 (3 Bewertungen, ∅ 2 Sterne)


Tolle Show mit Einschränkungen

26.12.2017 - Die Show an sich hat uns gut gefallen. Die Sänger waren gut, Band und Kichtshow allererste Sahne und die Kostüme echt der Brüller. Als extremen Nachteil fanden wir, dass sämtliche Sprechdialoge ausschließlich in schnell gesprochenem Englisch geführt wurden. Darauf wurde bei der Vorankündigung nicht hingewiesen. Die wenigen erklärenden deutschen Sätze durch Sky Dumont wurden leider oft von Zwischenrufen "Laaaaangweilig!" unterbrochen, auf die Herr Dumont immer einging, anstelle einfach weiterzumachen. Dies trug nicht zum Verständnis der Handlung bei und wir hatten somit große Schwierigkeiten, den Dialogen zu folgen.
Wer den Film vorher auf Deutsch gesehen hat oder wer sehr gut Englisch spricht, für den ist es sicher ein Riesenspaß. Wir hatten leider nicht viel davon.

legokaefer (erste Bewertung)


Bunt, motivierend, mitreißend

26.12.2017 - Dem Theater Lüneburg ist ein tolle Umsetzung geglückt. Die jungen Darsteller sind alle sehr motiviert. Das Bühnenbild sparsam, aber gut in Szene gesetzt durch die bunten Kostüme. Ein Orchester was sich sehen lassen kann. Die Hauptrolle Joseph sticht durch einen jungen Mann hervor, von dem man hoffen kann, das man noch viel von ihm sieht. Die Rolle ist anspruchsvoll und er wird der Rolle gerecht. Schade, das es keine Möglichkeit gibt das Musical nochmal zu sehen, da alle Shows sehr schnell ausverkauft waren. Wer ein Ticket ergattert hat kann sich auf einen schönen Abend freuen.

Dirk2000 (erste Bewertung)


Enttäuschend...

23.12.2017 - Kurz zusammengefasst:
ein tolles Bühnenbild, ein geniales Musical, aber leider sehr langatmig inszeniert, teilweise nicht treffend besetzt - und vor allem ohne den nötigen Drive aus dem Orchester - dadurch kam leider nur wenig Stimmung auf, vor allem im Vergleich zu anderen Produktionen dieser Show.

Man kennts aus Dortmund eigentlich besser...

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Habemus Mamam!

23.12.2017 - Ich war gestern mit meiner Freundin in der Päpstin in Neunkirchen und es war ein absoluter Hochgenuss!
Ich muss gestehen, als großer Musicalfan war ich zuerst sehr skeptisch, was das da in Neunkirchen wohl werden wird.
Und ich muss euch sagen:
Ich bin noch immer hin und weg! Ich war gebannt, habe gelacht, habe geweint..
Die Neuinszenierung ist fantastisch!
Ich habe die Päpstin vor einigen Jahren in Fulda gesehen und muss sagen, dass mir diese Version um einiges besser gefällt! Die jetzige Version von Benjamin Sahler ist ECHT!
Und die Hauptdarsteller.. Ich komme aus dem Schwärmen nicht mehr heraus! Allen voran Anna Hofbauer als Päpstin Johanna! Sie ist für mich die absolute Traumbesetzung! Sie spielt den Bogen von der jugendlichen Johanna, über den Mönch, bis hin zur Päpstin, die ihr Kind verliert so fesselnd, stark, echt und berührend! Und stimmlich haut sie eine Nummer nach der anderen mit so viel Herz und Stimmgewalt raus, dass ich meinen Hut vor dieser jungen Darstellerin ziehe!
Auch Matthias Stockinger als Gerold hat mich tief beeindruckt! Der Darsteller ist stimmlich und schauspielerisch ebenfalls so stark!
Die Version von Benjamin Sahler ist so wahnsinnig gut besetzt, mit Uwe Kröger als Erzähler, guter Geist, Seele und Vertrauter, Kevin Tarte als Rabanus, Sven Fliege als rockiger Anastasius, Stefanie Kock, die so herzlich die heidnische Mutter Johannas spielt.
Und herauszuheben ist ebenfalls das grandiose Tanzensemble und die Luftakrobatinnen die die Krähen "tanzen"!

Endfazit: Neunkirchen ist zwar etwas ab vom Schuss, aber: MUSICALFANS, UNBEDINGT ANSCHAUEN!

susanne_körner (erste Bewertung)


Beitrag vom 23.12.2017 gesperrt

PhantomMusic_01 (erste Bewertung)


Wunderbar - Märchen schreibt die Zeit...

23.12.2017 - Gerade in der Adventszeit bietet sich ein Besuch in Disneys "Die Schöne und das Biest" an und so war der Kölner Musical Dome auch bis unters Dach gefüllt. Man merkte mal wieder, Theater macht mit vollem Saal einfach mehr Spaß.

Ich persönlich fand die Textverständlichkeit überraschend gut und kann da einige sehr negative Bewertungen diesbezüglich nicht nachvollziehen. Natürlich haben viele Darsteller einen entsprechenden Akzent, der eine mehr, der andere weniger, aber es war alles verständlich und wenn es nur nach Belle (Kitti Jenes) und dem Biest (Sándor Barkóczi) gegangen wäre, hätte ich bei den Darstellern 5 von 5 Punkten vergeben. Wow, ich habe ein neues "Lieblings-Biest", das war ganz hervorragend! Das ausgerechnet bei "Wie kann ich sie nur lieben?" die Soundanlage kleine Probleme machte, war da etwas ärgerlich.

Die Inszenierung wusste auch zu gefallen, einige nette Ideen sind vorhanden und die etwas düstere Inszenierung tut dem Stück sehr gut. Das Schloss auf der großen Drehbühne schafft verschiedene Räume und die Verwandlung vom Biest zum Prinzen, einfach toll. Doch, der Besuch lohnt sich....

Besuchte Vorstellung:
21.12.17 - Musical Dome, Köln

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,5 von 5
Besetzung: 3,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Beitrag vom 23.12.2017 gesperrt

HansiHinterseer (erste Bewertung)


Bravo Benet!

21.12.2017 - Du bist eine grandiose Lola und hast mir einen tollen Abend beschert. Applaus ! Applaus..

Kirmesboxer (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Let´s do the Time Warp again

21.12.2017 - Bei der aktuellen 2017/2018-Tourbesetzung gibt es musikalisch wenig auszusetzen. Gary Tushaw gibt einen überzeugenden Frank´n Furter, Stuart Matthew Price ist erneut als Riff Raff zu sehen. Sophie Isaacs als Janet und Christopher Parkinson als Brad besitzen beide eine wunderbare Musicalstimme, die einen schnell gefangen nimmt. Etwas vernachlässigt werden in dieser Inszenierung leider die Rollen von Rocky und Eddie, was aber wohl eher an der Inszenierung liegt. Die Anspielungen auf alte B-Movies sind gelungen und stimmig, so dass es am Ende zwei unterhaltsame Stunden waren im Theater. Auch die Soundabmischung war in Essen nicht so schlecht wie von anderen Orten hier berichtet.

Besuchte Vorstellung:
19.12.17 - Colosseum, Essen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 2,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Naja ging :(

20.12.2017 - Hier ist meine Bewertung zu Ghost: Leider muss ich Ghost 3 Sterne geben 😕 Bühnenbild: Es war eigentlich ein sehr schönes Bühnenbild, aaaber es waren immer diese Pfählen, die auf der Bühne stehen. Aber die Special Effects, dass Sam als Geist nicht alles anfassen kann, wurden so super gemacht! Da fragt man sich wie das geht mit der Tür usw. Darsteller: Mathias Edenborn als Sam war einfach nur super! Man hat richtig mitgelitten, dass er entgültig ein Geist ist. Marcella Adema als Molly war nicht so gut. Ihr Gesang ging so, aber ihre Schauspiel naja. Chasity Crisp als Oda Mae Brown war sooo super 😀 Und ihre Stimme, boaaaah! Andreas Bongard als Carl Brunner war auch nicht schlecht und ne super Stimme! der Krankenhaus Geist gespielt von Klaus Seifert war sooo super 😀 Sowie der U - Bahn Geist. Geschichte: Im ersten Akt war es irgendwie, wie soll ich sagen, langweilig. Bei einigen Szenen war es irgendwie langweilig. Der 2. Akt war definitiv besser! Leider muss ich auch sagen, dass die ganzen Laserstrahlen usw. mega wehgetan haben im Auge 😕 Bitte ändern liebe Stage.Bei den Liedern gibt irgendwie KEINE Ohrwürmer, bzw. mir ist keins hängengeblieben. Man kann sich zwar die Show anschauen, aber nur einmal.

Musicaltrine (3 Bewertungen, ∅ 2.3 Sterne)


Kraftvoll diffus

18.12.2017 - FALCO-A CYBER SHOW, FALCO MEETS AMADEUS, FALCO-DAS MUSICAL, FALCO MEETS MERCURY: Musicalmäßig musste die österreichische Sängerikone schon für so einiges herhalten.
Nun zeigt das Theater Pforzheim also auch noch FALCO-THE SPIRIT NEVER DIES, das Musical-Ballett.

Die Choreografin Amy-Share Kissiov hat den unterhaltsamen Abend choreografiert und inszeniert.

Schlaglichtartig werden Stationen aus Hans Hölzels Leben visualisiert. Gesprochenen Text gibt es dabei so gut wie keinen und auch das Bühnenbild ist auf ein Minimum reduziert. Musik, Gesang und natürlich Tanz sind das inhaltliche, dramaturgische und emotionale Zentrum des Konzepts.

Das Tanzensemble des Theaters leistet Großartiges. Die Choreografien durch sämtliche nur vorstellbaren Stile werden hochgradig dynamisch, präzise und ausdrucksstark umgesetzt.
Als Solist ragt Johannes Blattner als Hans Hölzel nochmals heraus.
Mit enormer Bühnenpräsenz, tänzerischem Einsatz und auch schauspielerischer Kompetenz lässt er die Zerrissenheit und die Widersprüche des Künstlers körperlich spürbar werden.
Alexander Kerbst lässt als Gesangssolist Falco, die Bühnenpersönlichkeit bis in kleine Gesten täuschend echt auferstehen.

Um die komplexe Persönlichkeit zu portraitieren hat Kissiov auch noch die abgespaltenen Individuen Jeanny und Jack integriert.
Vielleicht war das alles etwas zu viel. Oder vielleicht ist einfach auch das Genre Ballett nicht wirklich dazu geeignet, um komplexe zwischenmenschliche Beziehungsgeflechte und tiefenpsychologische Persönlichkeitsanalysen transparent und verständlich darstellen zu können.

Als musikalischer Leiter wurde niemand anders als Frank Nimsgern verpflichtet. Der Meister ist auch persönlich anwesend und greift in die Saiten. Allerdings kann das Konzept nicht so ganz überzeugen. Das Klangbild wurde auf einen knackigen, rockigen Bandsound komprimiert. Das entspricht kaum dem Bombast-Pop, den hauptsächlich die Boland Brüder, für die bekannten Falco Hymnen kreiert haben.

Am Ende bringt einem der Abend keine wirklich neuen Erkenntnisse über den mythenumrangten Star.
Kurzweilig unterhalten kann er aber allemal.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Sehr gelungene Inszenierung mit großartigen Darstellern

17.12.2017 - Nun führte mich der Weg nach Altenburg in Thüringen, wo ich noch nie zuvor gewesen bin oder gar von gehört hatte. Grund: Sunset Boulevard mit Angelika Milster in der Hauptrolle.

Ich muss sagen, ein wirklich toller Abend mit großartigem Orchester, tollen Darstellern und einem historischen Theater. Was hier geboten wurde, war ganz ganz großes Musical in "gemütlicher" Atmosphäre, denn das Theater bot nur Platz für etwa 540 Gäste.

Angelika Milster in der Hauptrolle der Norma Desmond ist ein Geniestreich, aber auch die anderen Darsteller wie Kai Wefer als Joe Gillis, Claudia Müller als Betty Schäfer und Johannes Beck als Max sind sehr gut besetzt und haben ebenfalls sehr schöne und klare Stimmen. Die Kostüme waren sehr schön und abwechslungsreich, die Bühnenbauten trickreich und gut durchdacht. Beeindruckt war ich durch die Licht und Videoeffekte.

Ein Abend mit bester Unterhaltung und das zu einem unglaublich guten Preis! Wer noch die Möglichkeit hat, Sunset Boulevard in Altenburg oder später in Gera zu erleben, sollte dies unbedingt tun!

Ich gebe 5 Sterne!

WickedAwsome (7 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Besser geht es kaum noch!

17.12.2017 - Was das Gärtnerplatztheater auf die Bühne bringt hat Herz. Drei Hauptdarsteller und einen Bus, üwie man sie besser nicht besetzen kann. Auch wenn wann die Inszenierung in London mehrfach gesehen hat und auch die Tour in den USA, wachsen einem vor allem Tick und Bernadette ans Herz. München hat nun eine Perle der Unterhaltung.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Gut.

16.12.2017 - Meine Bewertung bezieht sich auf die Vorstellung vom 16.12.17 um 14:30 Uhr,
Also es wird so viel Werbung mit Alexander Klaws und Willemjin Verkaik gemacht und keiner von beiden steht auf der Bühne, sehr enttäuschend. Aber die Show mit den Tricks und das Bühnenbild ist wirklich sehr gut gelungen. Der Orchestergraben ist sehr leer. Sogar der Dirigent muss ein Keyboard und einen PC bedienen. Für die Ticketpriese erwarte ich doch mehr als nur PC und einen sehr leeren Orchestergraben. Marion Campbell möchte ich besonders hervorheben. Sie spielt die Oda Mae Brown echt bombastisch gut. Sie reist die ganze Show. Nikolas Heiber als Sam fand ich stimmlich doch eher durchwachsen. Soundtechnisch war es auch eher durchwachsen. Ich kann und muss leider durch die hohen Ticketpreise nochmal einen Stern abziehen. So komme ich nur auf insgesamt 3 Sterne. Es war gut von den Tricks und dem Gesang. Doch für solch hohe Preise erwarte ich mehr.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Erfolgreiche Deutschsprachige Erstaufführung

15.12.2017 - Das Gärtnerplatztheater hat es als erster deutschsprachiger Standort geschafft, dass Musical Priscilla auf die Bühne zu bringen. Und das Ergebnis ist wirklich grandios geworden!

Da ich das Stück in München gesehen hab, kann ich keinen Vergleich zu den anderen Inszenierungen ziehen.

Inszenierung: Gil Mehmert stellt eine sehr flotte Inszenierung auf die Bühne und ist stets bemüht, dass das ganze nicht zum Klamauk abrutscht. Und das gelingt ihm auch sehr gut. Jede Szene wird sehr ansprechend und kreativ von ihm umgesetzt und auch die Rollen wirken sehr ausgearbeitet.

Musik: Das Orchester des Gärtnerplatztheaters spielt groß auf und bricht trotzdem nicht mit dem Stil der Musik. Allerdings leidet an ein paar Stellen die Textverständlichkeit unter der lauten Musik.

Besetzung: Dem Staatstheater am Gärtnerplatz ist es gelungen ein paar bekannte Gastsolisten zu engagieren.
ARMIN KAHL spielt Tick sehr facettenreich und er spielt diese zwei Seiten Ticks, die bürgerliche und die eher ausgefallen-extravagantere, sehr überzeugend. Stimmlich ist er solide und überzeugt an ruhigeren Stellen.
Der Kracher ist ERWIN WINDEGGER als Bernadette. Wie er die alternder, schlagfertige Diva spielt ist der Hammer. Gesang und Schauspiel par excellence
TERRY ALFARO ist der schwächste der Truppe als Adam. Sprachlich hat er seine Probleme. Trotzdem singt er gut und passt vom Typ. In seiner dramatischeren Szene im zweiten Akt ist er sehr gut und blüht auf.
Die drei Diven AMBER SCHOOP, JESSICA KESSLER und DORINA GARUCI sind der Wahnsinn. Was für Stimmen!
Zu erwähnen ist noch der Darsteller von Benji der vom Schauspiel sehr natürlich und überzeugend war und gesanglich auch gut.
Des Weiteren möchte ich ein Lob aussprechen für das hohe tänzerische und gesangliche Niveau des Ensembles.

Ausstattung: Dies ist das eigentliche Highlight der Produktion. Durch einfache Mittel entstehen immer wieder neue Bilder und Räume. Die Kulisse ist passend und schön- Highlight: natürlich (wie könnte es anders sein) der VW Bus
Eine Vielfalt gibt es auch bei den Kostümen, die echt toll und aufwendig geworden sind

Fazit: Dieses Stück ist für mich mein Musical- Highlight 2017, Karten für 2018 liegen schon bereit

Inszenierung: 5/5
Musik: 4/5
Besetzung: 5/5
Austattung: 5/5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Flau

13.12.2017 - Ich kann mich der muz-Kritik anschließen. Unpassende Hauptdarsteller ohne das Charisma, das die Rollen erfordern, eine wenig zupackende Regie - dafür aber sehr schöne Song-Arrangements. Dass einige Darsteller so prominent zum Instrument greifen und Teil der Band werden, hat mich optisch gestört, auch das unmotivierte Zugucken des Rest-Ensembles von der Galerie.

In meiner Vorstellung gab es nach den Songs freundlichen Applaus, die geradezu demonstrativen Standing Ovations beim Schlussapplaus fand ich ungerechtfertigt.

Die schwächste Musical-Produktion, die ich jemals im English Theatre gesehen habe.

chmue (4 Bewertungen, ∅ 1.8 Sterne)


Anders, aber brilliant

12.12.2017 - ich mag den intimen Rahmen des Theaters, und da passt Jekyll and Hyde sehr gut rein. Auch wenn bei der Besetzung kleine Abstriche gemacht werden müssen, wird ein rundum gelungener Abend geboten.

Wicked-Freak (26 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


IwnniNY Nachfolger

11.12.2017 - Und wenn man schon in Wien ist, gehört auch mal etwas Neues dazu. Also auf zu I am from Austria. Obwohl ich kein Österreicher bin, sind mir die meisten Titel von Rainhard Fendrich bekannt. Sein Karrierehöhepunkt lag in meiner Jugendzeit, als ich auch noch Hitparade rauf und runter hörte. Die Vorstellung wie am Tag davor die Vampire ausverkauft.

Ich kenne IwnniNY ja sehr gut und muss mich den anderen Stimmen anschliessen, fast eine 1:1 Kopie. Speziell bei der Choreografie beim Finale habe ich mir gadacht: Da wurde die Zeit knapp bei der Ferigstellung, also copy und past ;-). Etwas weniger Tiefgang als bei IwnniNY, wenn man davon überhaupt sprechen kann. Aber das habe ich auch nicht erwartet, sondern gute Unterhaltung. Und die bekam ich zweifelsohne. Hervorzuheben hierbei sicher auch die Tanzszenen von Choriografin Kim Duddy.

Die Musik von Rainhard Fendrich wurde flott und in gewohnter Wiener Qualität vom Orchester wiedergegeben.

Die Cast durchwegs solide und auf allen Positionen gut besetzt. Lukas Perman gab einen guten Josi. Als Schweizer hätte ich gerne mal wieder Iréna Flury live gesehen. Leider hatte sie frei. Aber Marianna Curn machte ihre Aufgabe auch sehr gut. Heimlicher Star des Abend war aber, was auch beim Schlussapplaus nicht zu überhören war, Dolores Schmidinger als Elfie.

Das Bühnenbild fand ich für ein Feel Good Musical sehr gelungen. Und die LED Wand holte aus der doch kleinen Raimund Bühne noch einiges mehr heraus.

Ich werde es mir nächstes Jahr sicher nochmals anschauen. Ich freue mich auch für die VBW, dass sie nach den nicht so erfogreichen letzten Stücken (speziell Schickaneder hätte ich mehr Erfolg gewünscht), wieder 2 Stücke haben, Die die Theater füllen.

Besuchte Vorstellung: 10.12.2017

Inszenierung: 3.5 / 5
Musik: 4 / 5
Besetzung 4 / 5
Ausstattung 4.5 / 5

Gesamt: 4 / 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Endlich mal wieder das Orginal

11.12.2017 - Ich bin eben aus Wien zurück. Nach einer Enttäuschung Ende 2016 in München und zwei Vorstellungen der Neuinszenierung in St. Gallen freute ich mich riesig, mal wieder die Wiener Urversion mit richtig Bums zu sehen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

Was aus dem Orchestergraben kam war vom ersten Ton an die gewohnte Qualität, wie man sie in Wien kennt. Auch die Akustik passte. Einzig die Lautstärke hätte, wenn es nach mir ginge, hätte etwas lauter sein dürfen.

Bei der Cast , musste ich obwohl Samstag Abend, auf die First Cast des Grafen verzichten. Als ich die Vita von Filippo Strocchi las, machte es Klick. Er spielte den Tony in Saterday Night Fever in Walenstadt. Und da hat er mich gar wenig überzeugt. Als Graf machte er seine Sache aber ganz gut. Kaum Akzent. Nach meinem Eindruck aber sicher noch nicht in der Liga eines Thomas Borchert oder Jan Ammann. Sebastian Brandmeir als Professor und Christopher Dederichs machten einen Super Job. Endlich mal wieder ein Alfred, der mich stimmlich überzeugte. Hervorheben möchte ich die junge Diana Schnierer als Sarah. Echt toll. Und es zeigt, man findet auch im deutschsprachigen Raum junde Damen, die diese Rolle spielen können. Auch der Rest des Esemble überzeugte sowohl in den Gesans- wie auch in den Tanzszenen.

Das Bühnenbild ist bekannt. Die Ergänzungen mit Projektionen gut gemacht.

Wiederholung nicht ausgeschlossen.

Besuchte Vorstellung: 09.12.2017

Inszenierung; 4.5 / 5
Musik: 5 / 5 (natürlich auch dem Orchster geschuldet)
Besetzung: 4 / 5
Ausstattung: 4.5 / 5

Gesamt: 4.5 / 5

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Gefühl – Spannung – Action – Humor, alles da

11.12.2017 - Ich hatte die Möglichkeit die Premiere zu sehen und habe es dann am nächsten Tag noch einmal angesehen. Durch die Trailer und die ganzen Berichte, hatte ich ein bisschen Sorge, dass das Ganze so eine schwülstige Liebesgeschichte wird, umso mehr war ich überrascht, dass es schon in den ersten Szenen so viel zu lachen gibt. Es gibt viele traurige und spannende Szenen, Action und natürlich diese Special Effects über die man hinterher diskutiert, wie die das wohl gemacht haben, zum Beispiel wie Sam durch die geschlossene Tür geht.

Ghost ist jung, modern, frisch, schnell, dynamisch und sehr lustig.

Willemijn Verkaik und Alexander Klaws spielen das Liebespaar sehr natürlich und sehr überzeugend. Die Rolle des Sam ist besonders facettenreich, zunächst ist Klaws der verliebte junge Mann, (großartig seine - Unchained Melody - Elvis Parodie mit Gitarre), dann der erfolgreiche, vielbeschäftigte Banker, bis er dann bei einem Raubüberfall ermordet wird und jetzt als Geist unterwegs ist. Molly, toll gespielt von Willemijn, hat den ehr traurigen Part in der Geschichte, die ja trauert und ihn vermisst , während Sam, jetzt unsichtbar unterwegs ist, seinen Mörder verfolgt und erkennt warum er ermordet wurde. Dabei findet er Oda Mae und dann geht richtig los.

Ganz klar, Deutschland hat ein neues Musical Traumpaar, Sam und Oda Mae, Alexander Klaws und Marion Campell, die Beiden zusammen, das ist echt der Knaller. Der Wahnsinn wie die Beiden spielen,sie die durchgeknallt, freche, aufgekratzte, schrille Person und das dann im Zusammenspiel, hier läuft Klaws zur Hochform auf, er hat es echt drauf, dabei man muss seine Mimik sehen. Die ganzen Zeit haben die Beiden sich in der Wolle und käbbeln sich, sie frech wie Rotz und er immer hinter her und sagt ihr was sie machen soll.
Dazu kommen für Sam noch die beeindruckenden körperlich sehr anstrengenden Action-Szenen.

Anderas Bongard spielt den Carl seinen „Freund und Kollegen“ der das ganze „Drama“ ja auslöst., toll gespielt, besonders wie er zum Ende in seiner Verzweifelung zum Bösewicht mutiert. Die beiden Geister spielen auch wahnsinnig gut. Eine tolle Cast.
Unchained Melody wird in verschiedenen Interpretationen häufiger gesungen. Sehr schön auch das Duett „Jetzt und hier“.
Reingehen, es lohnt sich.

Carat (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Sehenswert, aber es wäre mehr drin gewesen.

10.12.2017 - Die Produktion ist durchaus sehenswert, besonders die Damen sind herausragend. Jedoch ist die Inszenierung nicht ansatzweise so temporeich, wie sie sein könnte. Regisseur Wienhausen hat das Potential des Stückes eindeutig nicht genutzt und lässt viele Songs zur Rampe singen. Und wenn eine Figur komplett homosexuell erscheint und das aber gar nicht sein soll, dann zeigt sich, dass der Regisseur keine ordentliche Figurenarbeit gemacht hat. Aniello Saggiomo versagt gänzlich als Heteromann und Macho und kann dieses schauspielerische Manko auch nicht stimmlich kaschieren.
Insgesamt also sehenswert, aber doch mit einigen eindeutigen Schwächen.
Auch die Besetzung von Benny mit einem deutlich älteren Darsteller, ist einfach komplett misslungen. Einer Dame im Publikum entfleuchte dann beim Kuss mit der viel jüngeren Freundin nur ein überraschendes "Ühhhhh...".
Das nicht sehr schöne Bühnenbild, das auch Bühnenarbeiter auf der offenen Bühne bei Umbauten erzwingt, ist leider auch kein großer Wurf. Nichtsdestotrotz gibt es tolle Songs und Gänsehautmomente.
An die Qualität der Londoner Inszenierung, die viel begrenztere Mittel hatte, kommt diese Version bei Weitem nicht ran.Manchmal ist weniger auch einfach mehr.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Ein Meisterwerk in München

09.12.2017 - Rezensierte Vorstellung: 08.12.2017

Mit dem Glöckner bringt das Deutsche Theater München einmal mehr eine Produktion der Stage Entertainment nach München. Und für mich persönlich ist dies die beste Produktion dieses Konzerns jemals, die es nach München geschafft hat.

Die Musik ist eindrucksvoll komponiert und orchestriert. Ich hatte ab dem erste Ton Gänsehaut, was auch dem Chor (Munich Show Chrous) zu verdanken ist. Die 24 Chormitglieder schmettern wahrhaftig die Töne raus, bewegen aber auch mit ruhigeren Tönen.

Der Cast ist insgesamt sehr stark.
DAVID JAKOBS überzeugt auf ganzer Linie als Quasimodo. Er hat mir auf der CD nicht so gut gefallen, aber im Stück selbst wahr er der Wahnsinn. Ich hab ihm zu jeder Zeit die Rolle abgenommen und den Song "Wie aus Stein" sang er sehr stimmstark.
KRISTINA LOVE als Esmeralda konnte mich in ihrer ersten Szene noch überhaupt nicht überzeugen, doch bei "Hilf den Verstossenen" zeigte sie Stimme. Auch wenn ihr der Akzent manchmal im Weg stand (vor allem bei "Rhytmus meines Tambourines") konnte sie dennoch überzeugen.
Als Frollo stand OLIVER MÜLICH auf der Bühne. Kurz und knapp: Perfekt! Wie er singt und spielt ist einfach toll. Diese tiefe Spiele und sein natürliches Schauspiel sind fesselnd.
MAXIMILIAN MANN ist eher blass in seiner Rolle. Trotzdem singt und spielt er rollendeckend.
JENS JANKE überzeugt als Clopin.
Das Ensemble besteht aus starken Stimmen und man merkt die Freude am Spiel richtig an.

Die Akustik war gut aber nicht perfekt, da ich sie bei zwei/ drei Liedern als zu laut empfunden habe. Ich konnte trotzdem jedes Wort verstehen.

Die Inszenierung ist sehr gelungen und man merkt, dass auf Details geachtet wurde. Jede Bewegung ist gewollt und durchdacht. Sehr schön.
Nur die "Fluch nach Ägypten" hätte es nicht gebraucht. Voller Mut zur Ernsthaftigkeit wäre toll gewesen.
Die Ausstattung halte ich für sehr gut und detailverliebt. Es gibt immer wieder neues zu entdecken.

Inszenierung: 4 / 5
Musik: 4 / 5
Besetzung: 4 / 5
Ausstattung: 5 / 5

Gesamt : 4 / 5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Sie kann auch anders!

05.12.2017 - Bäppi in einer Hosenrolle!
Das ist nicht die Regel im Theatrallalla, aber eine gekonnte und gelungene Ausnahme.

Liebe- und respektvoll hat Thomas Bäppler-Wolf den Komödienklassiker von Curt Goetz bearbeitet. Das Stück wurde ins Hessische übertragen, mit einer Handvoll schlagerseliger Lieder angereichert und den Möglichkeiten des knuffigen Theatrallallas und seines zu allem entschlossenen Ensembles angepasst.

Es überrascht doch etwas, dass Bäppi in der Rolle des Professors Traugott Nägler zu sehen ist.
Die Hosenrolle nimmt natürlich einen Großteil des möglichen Schrill-Faktors aus der Inszenierung. Das ist sicher so gewollt und auch gut gelungen.

Das ganze (kleine) Ensemble ist bestens gelaunt und hochmotiviert bei der Sache und überträgt seine Stimmung ins Parkett.
DAS HAUS IN MONTEVIDEO ist charmante, leicht anachronistische Theaterunterhaltung mit einem hessischen Touch und einer Prise Bäppi Light.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gesanglich ein Hochgenuss

05.12.2017 - "The Woman in White" war, als es 2004 in London im großen Palace Theatre ( derzeit "Harry Potter and the Cursed Child") prämierte, kein wirklicher Hit für Starkomponist Andrew Lloyd Webber.
Und ich muss gestehen, als ich mir die CD damals kaufte und anzuhören versuchte, kam ich über den ersten Akt nicht hinaus. Es ist definitiv eines der Stücke, welches man gesehen haben muss, um es zu wert zu schätzen (wie zum Beispiel auch Cats).
Musikalisch klingt vor allem der Anfang nach Joseph Buquet meets Steven Sondheim, um im Verlauf immer mehr wie das uneheliche Kind von "Aspects of Love" und "Love Never Dies" zu wirken.
Schade ist hierbei, dass Sir Andrew sich in gewohnter Manier motivisch selbst beklaut; und so ist eines der Hauptmotive aus der Phantom-Fortsetzung immer und immer wieder in "The Woman in White" zu hören. Das irritiert und ärgert.
Was ich dort gestern im intimen Charing Cross Theatre erleben durfte, war atmosphärisch sehr dicht, geheimnisvoll und zeitweise sogar richtig wohlig-creepy. Auf die verschachtelte Story über Geheimnisse, Liebe und Betrug werde ich hier nicht weiter eingehen, entspringt sie doch einem Mystery Thriller.
Auf der Bühne durfte man die absolute Crème de la Crème der londoner und internationalen Musical-Prominenz erleben und das, eben aufgrund des winzigen Venues, hautnah:
Den "Bösewicht" Sir Percival Glide verkörperte glaubhaft Chris Peluso ("Chris" in Miss Saigon). Den verschlagenen, komischen Kontrapunkt durfte Greg Castglioni als Count Fosco amüsant und gekonnt setzen.
Meine persönliche Entdeckung, sowohl gesanglich als auch schauspielerisch, ist Ashley Stillburn ("Raoul" im Phantom) als Walter Hartright:
Was für eine Gesangstimme, von betörend zärtlich bis einnehmend kraftvoll.
Die eine Hälfte des Geschwisterpaares Fairlile spielte die wunderbare Anna O'Byrne ("Christine" aus der australischen Love Never Dies - DVD), ihre Schwester Marian wurde von Carolyn Maitland ("Ellen" in Miss Saigon) gesungen und eben sie lieferte mit "All for Laura" gesanglich die eindrucksvollste Leistung des Abends ab: Mein persönlicher Hit-Song der Show (obwohl man unweigerlich mit dem kalkulieren Ohrwurm "I believe my heart" nach Hause spaziert).
Sowieso muss man insgesamt konstatieren, dass gesanglich keinerlei Wünsche offen blieben und dass das Niveau so hoch war, dass die Sänger*innen die Londoner Originalaufnahme glatt in die Tasche steckten.
Trotz des Fakts, dass das Theater winzig ist, kann diese Produktion ein Orchester von 11 Personen vorweisen.
Und dieses Orchester klingt nie artifiziell und ist auch noch, trotz erster Preview, auf den Punkt abgemischt (eat this, Stage Entertainment!).
Aufgrund der Nähe zum Geschehen, aufgrund der Intimität der Story und des Schauspiels, kann ich mir überhaupt nicht vorstellen, wie das Ganze als Großproduktion 2004 ausgesehen haben mag. Ich finde, das das kleine Format diesem Stück absolut gut zu Gesicht steht, rücken doch so die Kompositionen und die Beziehungen der Figuren ohne Ablenkung und Brimborium in den Vordergrund.
Ja, zugegeben, es gibt gerade im zweiten Akt Momente, wo die kleine Bühne dann doch einmal zu eng wird: wenn nämlich Marian nach der Frau in Weiß sucht und das Ensemble ständig Requisiten, Möbelstücke und andere Dinge rein und raus trägt, um die Örtlichkeiten zu verändern. Das hat leider einen kurzen Moment lang etwas unfreiwillig Komisches.
Ansonsten könnte man das Stück so wie es ist wunderbar einfach ins English Theatre nach Frankfurt packen, das wäre doch mal eine Maßnahme..?
Auch im Stadttheater-Repertoire in deutschen Gefilden kann ich mir die Show ganz hervorragend vorstellen.
"The Woman in White" wird sicher nicht zu meinem Lieblings-Webber (den habe ich ja bereits vor Jahren gefunden), aber ich würde es mir auf jeden Fall noch einmal anschauen, auch gerne in einer weiteren neuen Inszenierung.
Sängerisch war das Gesehene (1.Preview am 20.11.) absolute Perfektion, ein Hochgenuss!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Tolle Interpretation eines Klassikers

04.12.2017 - Am 3.12 habe ich Jekyll & Hyde in Frankfurt besucht und waren von dem Besuch sehr angetan. Die Inszenierung mit der offenen Bühne und den vielen verschiedenen Spielstätten rund um eine zentrale runde Zwischenbühne, sowie über 2 Ebenen hat mir sehr gut gefallen. Trotz der statischen Bühne schafft man es durch verschiedene Vorhänge immer neue Räume und Orte entstehen zu lassen. Auch der Einfall, dass einzelne Darsteller zwischendurch Instrumente übernehmen und je nach Szene deutlich im Vordergrund platziert werden fand ich sehr postitiv.
Die Rolle des Dr. Jekyll wurde wieder mit John Addison besetzt, welcher bereits bei GHOST die Hauptfigur im ET verkörpert hatte. Seine Verwandlung und Darstellung der beiden Charaktere fand ich überzeugend, auch wenn er streckenweise als Jekyll etwas zu steif war, sowie als Mr. Hyde das stimmliche Volumen „nach unten“ gefehlt hat.
Die Rolle der Lucy war mir zu brav umgesetzt. „Bring on the man“ hat bei mir leider überhaupt nicht gezündet. Jedoch fand ich die Interpretation von „Dangerous game“ mit dem eingespielten Beat und dem Chor fantastisch und wurde zu meinem persönlichen Highlight an dem Abend.
Emma spielte souverän, hatte eine schöne klare Stimmung und war ein schöner aristokratischer Gegenpol zur Lucy. Das restliche Ensemble war treffsicher und harmonisierte gut miteinander. Sehr schön war auch die Tatsache, dass während den Haupt-Szenen die unbeteiligten Personen am Bühnenrand oder Hintergrund weiter spielten, wodurch die Bühne immer mit Leben gefüllt war.
Das Orchester spielt schmissig und vor allem laut auf. Ich persönlich mag es, wenn die Songs laut gespielt werden, aber selbst gestern, war es mir selbst fast zu viel. Meinen Begleitern war es definitiv zu laut.
Alles in allem war es aber ein sehr schöner Abend in Frankfurt, den ich auf keinen Fall missen wollte und kann die Produktion auf jeden Fall weiter empfehlen.

Caveman (6 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Hamburg ist kinky!

03.12.2017 - Da geht man so ganz ohne Erwartungen in ein Musical und wird dann total geflasht - so ging es mir bei "Kinky Boots" in Hamburg. Eine tolle Geschichte, eine starke Cast, wunderbare Musik und eine wundervolle Botschaft machen dieses Stück absolut sehens- und erlebenswert. Ich kann jedem einen Besuch nur ans Herz legen. So ein tolles Musical. Von den Darstellern haben allen voran Gino Emnes und Dominik Hees vollends überzeugen können. Wahnsinn!

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Opulente Inszenierung einer Rarität

03.12.2017 - Großes Philharmonisches Orchester, ein Chor mit über 60 Kindern, das musicalerfahrene Ensemble des Theater Lübeck und Chris Murray, ergeben ein opulentes, sehenswertes Musicalerlebnis in Lübeck.
Oliver! von Lionel Bart ist ein über 55 Jahre alter Klassiker von Lionel Bart, sehr selten auf deutschen Bühnen zu sehen und allein deswegen einen Besuch wert. Das Problem zig singende und tanzende Kinder auf die Bühne zu bringen, wurde durch Laien-Darsteller des Lübecker Chors gelöst. Man darf deswegen hier keine Leistungen der Kinder wie im West-End oder am Broadway erwarten. Nicht jeder Ton, jede Choreografie und Darstellung bei den Kindern ist perfekt, es waren nur 2 Monate Probezeit.
Trotzdem ist das Gesamtergebnis gelungen und garantiert einen spannenden, klassischen, optisch und akustisch opulenten Drama-Musicalabend mit wunderschönen Melodien.
Gesanglich und darstellerisch Überzeugend waren vor allem Matti Raupers als einer der 3 Oliver!-Darsteller, Chris Murray als Fagin und Femke Soetenga als Nancy.
Das Stück an sich könnte durchaus einige Kürzungen vertragen, es gibt einige Hänger die den heutigen Sehgewohnheiten nicht entsprechen.
Als Familienmusical (es waren viele Kinder im ausverkauften Theater) insbesondere zur Weihnachtszeit sehr zu empfehlen.

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

ReniStar (erste Bewertung)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

Claudi S (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

Claudi S (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

Claudi S (3 Bewertungen, ∅ 4.7 Sterne)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

Musical.lisa (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

Musical.lisa (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


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Musical.lisa (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Beitrag vom 29.11.2017 gesperrt

Musical.lisa (4 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Öhm ...

27.11.2017 - Ein Nachtrag zu "Kevin"...

Ich weiß nicht ob es am 15.11. Krankheitsfälle gab, aber in meiner Vorstellung am 12.11. waren Spider und Nellie vorhanden. SIE stellt sich Henry und John am Eingang der Roten Ratte vor: "... my name is Nellie" und sagt später zu Lucy, dass sie sich vor Spider vorsehen soll, da er schlechte Laune hat. Außerdem kündigt er Lucy seinen Besuch um Mitternacht an. :)

Irina (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Sehenswerte Popversion

27.11.2017 - Ich war Sonntag 26.11.17 in der Vorstellung. Insgesamt finde ich es eine sehr gelungene Jekyll & Hyde Version. Auch wenn ich festellen musste, dass ich das Stück an sich tatsächlich mittlerweile sehr langweilig finde, was jedoch am Stück und nicht an der Inszenierung in Frankfurt liegt.

Musikalisch scheint sich die Produktion an Jekyll & Hyde Resurrection zu orientieren. Dies gefiel mir insgesamt sehr gut. Vor allem übernahmen auch einige Darsteller einzelne Instrumente und die Band ist auch sichtbar über der Bühne.

Was ich noch nie hatte, dass mir ein Jekyll/Hyde Darsteller eine sehr gut und einmal gar nicht gefiel. Als Dr. Jekyll fand ich John Addison mit einem eingemeißelten Gesichtsausdruck unpassend besetzt. In seiner Statur und Gestik wirkte er nicht wie ein Gentleman in der gehobenen Gesellschaft mit einem gewissen Status. Als Hyde jedoch fand ich ihn grandios. Da hat es richtig Spass gemacht ihm zuzusehen.

Ich mochte auch die Lucy sehr, die passend zu den schmalzigen Songs Mädchenhaft angelegt war und eher mit Schüchternheit kokettiert hat. Das sie auch anders Auftreten kann, merkte man in "Murder".

Die weiteren Rollen gehen im Stück meines Erachtens eher unter. Insgesamt war das Ensemble sehr stimmig besetzt. Die Personenführung gefiel mir sehr gut und auch die Ausleuchtung der einzelnen Szenen im Einheitsbühnenbild, welches entsprechend der Szenen durch Vorhänge verändert wurde.

Was der Dramatik nicht zuträglich war, ist die eher als Comedy angelegte "Murder" Nummer und das Lucy am Ende im Dunkeln aufsteht anstelle von der Bühne getragen zu werden.

Für Jekyll Fans läuft in Frankfurt auf jeden Fall eine gelungene Version.

TazMA (27 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Bravo, Dortmund!

26.11.2017 - Was die Oper Dortmund in den letzten Jahren im Bereich Musical geleitet hat, kann man gar nicht positiv genug einordnen und auch Hairspray verspricht einen Abend BESTE Unterhaltung auf hohem Niveau. Eine flotte Inszenierung mit sehr guter Besetzung. Das macht echt Spaß und es ist auch mal schön zu sehen, wie begeistert ein Publikum in einem großen und vollen Theater applaudieren kann. Auch musikalisch überzeugt Hairspray in Dortmund. Bleibt zu hoffen, dass Heribert Germeshausen als neuer Intendant, diese geleistete Arbeit zukünftig in gleicher Weise fortsetzen wird, immerhin soll auch weiterhin jedes Jahr ein Musical auf dem Spielplan stehen. Soviel zu meinen Wünschen für das nächste Jahr...

Besuchte Vorstellung:
25.11.17 - Opernhaus, Dortmund

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 3,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Ein Geniestreich, hier stimmt einfach alles!

25.11.2017 - Da war sie, fast aus dem Nichts, meine Show des Jahres.
Was für ein Erlebnis, es fällt mir tatsächlich schwer, Worte dafür zu finden.
Jetzt, wo ich eine Nacht darüber geschlafen habe, werden es viele Worte werden:
Es gibt diese seltenen magischen Theatermomente, in denen einfach alles stimmt:
Die Story, die Besetzung, die Musik und die Inszenierung.
Die Story entstammt dem gleichnamigen Film von Tim Burton von 2003 mit Ewan McGregor. Sie handelt von einer nicht einfachen Vater-Sohn-Beziehung. Sein Lebtag hat Edward Bloom seine Lebensgeschichte in bunt-schillernden Farben erzählt, einem Märchen gleich. Nun, am Ende seines erfüllten Daseins, möchte Sohn Will der Wahrheit der Geschichten seines sterbenden Vaters auf den Grund gehen.
Ungläubig lernt er nach und nach die Hauptfiguren der Vergangenheit kennen, begegnet dabei auch dem jugendlichen Vater Edward und hilft ihm zu guter Letzt am Sterbebett sein Schicksal zu erfüllen.
Das Ganze ist nicht nur abgrundtief traurig, sondern über weite Strecken auch zum Schreien komisch.
Die berührende Story spielt somit auf unterschiedlichsten Zeitebenen, die von Tim Burton in Film in gewohnter Manier elegisch-bunt bebildert wurden.
Hier, im intimen "Other Palace", muss dies für die Bühne umgedacht werden:
Da die Gegenwart im Krankenhaus spielt, entspringen alle Figuren der Vergangenheit (Hexen, Riesen, Werwölfe...) diesem Stil, dem Konsequent gefolgt wird: Sie alle tragen Kostüme inspiriert von (grüner) Krankenhaus, bzw. OP-Kleidung und verwandeln sich so in Sekundenschnelle in Ärzte und Schwestern zurück. Typische Utensilien (OP-Besteck, Defibrillator, Stethoskope, etc.) werden zweckentfremdet und in der Vergangenheitsebene als vollkommen andere Requisiten verwendet. Dies ist eigentlich so einfach, dennoch absolut genial. Welch inspirierte Regie, fabelhaft!
Unterstützt werden die Märchenszenen von wunderbar ausgearbeiteten Projektionen und auf den Punkt gesetzte Sound-Effekte.
Die Besetzung ist durchweg ein wahr gewordener Theater-Traum:
In der Rolle des sterbenden Edward Bloom zwingt einen Film- & TV-Star Kelsey Grammer ("Frazier") bereits nach 10 Minuten in die Knie. Sein Song "Fight the dragons" ist nicht nur melodisch wunderbar, sondern trifft aufgrund das Talents des Schauspielers mitten ins Herz.
Man spürt einfach, wenn Größe vor einem steht. Kelsey Grammer ist so eine Größe, absolut vergleichbar mit meinem Erlebnis mit Glenn Close in "Sunset Boulevard".
Umso schwerer muss es gewesen sein, den jungen Edward zu besetzen, der in allem Rückblenden Auftritt und sogar mehr Anteil am Bühnengeschehen hat, als Grammer:
Jamie Muscato ist hierbei bezaubernd-charmant, für sich einnehmend, singt fantastisch und bildet mit seinem älteren Pendant eine symbiotische Einheit.
Als Sohn Will Bloom hat Matthew Seadon Young ("Urinetwown", "Billy Elliot"), die schwierige Aufgabe, neben diesen Giganten zu bestehen; er tut dies mit Bravour und ist hierbei wie immer stimmlich bestens aufgelegt.
Die Partitur von Andrew Lippa ist das Beste, was ich seit langem gehört habe.
Wenn Will im Song "What's Next" seinem Vater, der seine Erinnerungen zum Ende so gut wie verloren hat, hilft, seine Geschichte zu einem guten Ende zu bringen, brechen im Publikum Sturzbäche auf:
Die letzen 30 Minuten des Stückes bleibt kein Auge im Saal mehr trocken, so authentisch, so tief berührend bilden Musik, Inszenierung und Darsteller eine Einheit.
Ich saß auf meinem Lieblingsplatz in diesem Theater, direkt auf Augenhöhe mit den Darstellern. Und ich bilde mir ein, dass Mr. Grammer meinen Blick am Anfang und Ende der Show gehalten hat.
Ich kann also mit Fug und Recht behaupten:
Ich habe mit Kelsey Grammer gemeinsam Sturzbäche geweint. Und wir haben uns dabei in die wässrigen Augen geschaut.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Uninspirierte Neuauflage mit teils fragwürdiger Besetzung

24.11.2017 - Eines vorweg: Ich durfte 3x die Originalinszenierung von RENT erleben, eine wunderbare Adaption im English Theatre in Frankfurt und schließlich die Version zum 25. Jubiläum in London sehen.
Man darf sich ja freuen, dass diese wichtige Show hierzulande überhaupt mal wieder gezeigt wird, aber in vorliegender Inszenierung drängt sich zwangsläufig die Frage auf: Warum?
Mit welcher Intention gingen Regisseur und Produzent an diesen Stoff? Man WILL doch etwas von einem Stück, von dessen Message und Kernaussage.
Das Ganze fing noch einigermaßen vielversprechend an, um dann spätestens im 2.Akt komplett in sich zusammenzufallen.
Dies ist leider mehreren Faktoren geschuldet: Nur wenige Rollen waren adäquat besetzt, sowohl stimmlich, wie auch schauspielerisch.
Zwei Hauptrollen, die klassisch ethnisch anders besetzt werden müssten, waren vollkommen fehl am Platz und stachen durch eine sehr unangenehme Musicalattitude und hölzernes Spiel hervor - und das ist noch freundlich ausgedrückt.
Die schwule Liebesgeschichte wird uninspiriert und lieblos dargestellt.
Angels Tod wird so belanglos und unklar inszeniert, dass er im Publikum sogar für einige unpassende Lacher sorgt.
So etwas darf nicht passieren.
An keiner Stelle zeigt sich das Totalversagen der Regie so sehr, wie an dieser.
Eine interessante Bewegungschoreografie ist nicht erkennbar, so dass Nummern wie " La vie Boheme" im Nichts verpuffen.
Zusätzlich zerstören die ständig zu stark blinkenden und nichts zum einem stimmigen Bühnenbild beitragenden LED-Röhren jegliche Atmosphäre (unter anderem im Hit der Show "Seasons of Love").
Die neue Übersetzung versagt gerade im 2.Akt, wo aus Mimis eigentlich ergreifenden "Without you" ein unzusammenhängender, sich schlecht ergänzender und schlecht reimender Text wird, wo es doch bei Heinz Rudolf Kunzes Übersetzung noch treffend "Du fehlst mir" hieß.
Auch ein "Goodbye love" wird so plötzlich zu "Das Ende der Liebe".
Gänsehaut vergeblich gesucht.
Und wenn das alles weder textlich berührt, noch darstellerisch gefüllt wird, dann ist jeder jeder Tiefgang und jede Trauer um Verluste im zweiten Akt leider eine gefühllose Nullnummer.
So vieles wird textlich behauptet, so wenig davon gezeigt.
Zu gerne würde ich Regisseur und Produzent fragen, warum sie ausgerechnet dieses Stück spielen wollten.
Diese Inszenierung (man kann sie ja kaum so nennen) und auch ein Großteil der Besetzung blieben die Antwort auf diese Frage schuldig.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Rent in neu isenburg

24.11.2017 - Ich habe das Musical Rent am 23.11 in der Hugenottenhalle in Neu Isenburg gesehen. Vorweg möchte ich sagen, dass das Musical Rent schon sehr lange auf meiner "Must See Liste" stand. Die Cast ist wirklich gut und alle können super singen und schauspielern. Das Problem ist aber die deutsche Übersetzung. Auch möchte ich anmerken, dass man leider sehr oft die Texte nicht verstanden hat, dies lag aber nicht am Cast sondern an der Tonabmischung. Leider gab es keine Programmhefte, was auch ein großer Nachteil ist. Die Band war sehr klein, spielte aber gut. Aus dem Musical Rent könnte man viel mehr machen als eine Tourproduktion. Die Musik ist so gut und die Handlung hat soviel Potential, wäre da nicht nur diese komische Übersetzung, die manchmal gar nicht durchblicken lässt warum weshalb das jetzt so ist. Aber ok. Ich finde das Musical hat großes Potential und es war im großen und ganzen ok. Die Tonabmischung, die Band und die Übersetzung hätten etwas besser sein können, aber es war ok. Dass man im Theatersaal trinken und essen darf fand ich auch nicht gut, dass ist den Darstellern gegenüber nicht fair finde ich.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Toleranz Next Level

23.11.2017 - Da ist es also, Ladys and Gentlemen, das beste neue britische Original-Musical seit "Billy Elliot". Und es bringt alles mit was Gary Barlows Flop "The Girls" so gerne mitgebracht hätte: Eine originelle, innovative Story, richtig tolle, ohrwurmträchtige Songs, ein spritziges Staging und sogar eine wunderbare Botschaft.
"Everybody's talking..." erzählt die Biografie des Jamie Campbell, der schon mit 16 Jahren entschied, dass er von nun an als Drag Queen auftreten möchte. Focus der wahren Story ist somit die Beziehung zu seiner Mutter und die Reaktionen seiner Umwelt auf dieses Outing.
Es geht hier sozusagen um Toleranz Next Level: was, wenn schwul sein gar kein wirkliches Problem mehr darstellt und gesellschaftlich soweit anerkannt ist, sondern das öffentliche, schrill-bunte Zurschaustellen des Andersseins der Umwelt aufstößt...?
Dies alles wird jedoch höchst positiv, absolut lebensbejahend und zu keinem Moment mit erhobenem Zeigefinger dargestellt. Und erstaunlicherweise werden auch Klischees tunlichst vermieden. Das hier ist tatsächlich etwas ganz, ganz Neues.
Die Show steht und fällt mit der Star-Performance von John McCrea in der Titelrolle:
Vom Duktus und komödiantischen Timing ist der junge Darsteller am ehesten Vergleichbar mit Sean Hayes als Jack in "Will&Grace", dabei ist er doch jederzeit aufrichtig und authentisch.
Die Verletzlichkeit, aber auch der Lebenswille und die Kraft, für seine Überzeugungen zu kämpfen, überstrahlen durch McCrays Schauspielkunst den Abend:
Für mich die Performance des Jahres!
Ich bin und bleibe großer Fan von Zweitbesetzungen, aber ich kann mir keinen anderen Darsteller in der Rolle vorstellen. John McCrea IST Jamie.
Im Zusammenspiel mit seiner Mutter, gespielt von Josie Walker, entsteht hier ein intimes Kleinod auf großer Bühne. Auch Walker ist als immer unterstützende Mutter eine Wucht und erhält für Ihr ergreifendes Solo "He's my boy" zurecht tobenden Applaus.
Jamie allerbeste Freundin ist, auch hier wird der Regler zum gegenseitigen gesellschaftlichen Verständnis und zur gegenseitigen Toleranz wieder einen Level höher geschoben, eine Hijab tragende Muslima: Sie unterstützt ihren extrovertierten Freund in all seinen Unternehmungen und schafft es auch, eine flammende Rede für das Tragen ihres Kopftuches zu halten.
Das Ganze wird umrahmt von sensationellen, vom Modern-Dance geprägten Choreografien, besonders in der Szene, als sich Jamies Mutter in ihre Jugend zurückversetzt.
Mein einziger, kleiner Kritikpunkt ist vielleicht, dass die Show relativ abrupt endet, aber es gibt zum Schluss eben keine große Transenparade à la "Kinky Boots", und das entspricht ja auch überhaupt nicht dem Ton und der Message dieser Show.
Ich wünsche dieser Inszenierung hervorragende Kritiken und eine lange, lange Laufzeit im West End.
Die Welt braucht mehr Shows wie diese.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gipfeltreffen der Diven

22.11.2017 - In SPATZ UND ENGEL treffen zwei der größten Diven des 20. Jahrhunderts aufeinander: Edith Piaf und Marlene Dietrich.
Erzählt wird die Geschichte ihrer Bekanntschaft, Freundschaft, Beziehung. Auch wenn sicher nicht jedes Wort historisch verbürgt ist, ist es doch faszinierend und spannend zu sehen, wie nahe sich diese beiden so extrem unterschiedlichen Frauen zeitweise gewesen sein müssen.

Das Buch meint es etwas besser mit Edith Piaf. Es ist überwiegend ihre Geschichte, die im Mittelpunkt steht und erzählt wird.
Ihr Aufstieg zum Weltstar, ihre unglücklichen Lieben, ihr Absturz mit Tabletten und Alkohol sind der rote Faden, der sich durch den Abend zieht. Die Dietrich ist einfach die Dietrich: Preußisch, patent, diszipliniert, unkonventionell und doch zutiefst empathisch gegenüber ihrer Freundin. Erst in der letzten Szene, kurz vor ihrem Tod in ihrem Pariser Asyl, wird angedeutet, dass sie ja auch ein eigenes sehr bewegtes Leben hatte.

Heleen Joor gibt als Piaf eine stimmliche, interpretatorische und schauspielerische Leistung der Extraklasse. Perfekt!

Auch Susanne Rader hat sich intensiv mit der Dietrich befasst. Ihre Showauftritte in den verschwenderischen Roben, ihre Gestik und Mimik und ihr lakonischer Humor sitzen perfekt.
Ihr Timbre kommt allerdings dem Dietrich-Stil nur ansatzweise nahe.

Unter der gekonnten Regie von Daniel Große Boymann werden die weltberühmten Chansons der Künstlerinnen mit der Geschichte sinnvoll verwoben.

Zwei Co-Stars, die mit großer Spielfreude in jede erforderliche Nebenrolle springen, zwei wunderbare Musikerinnen am Akkordeon und Klavier, sowie ein schlichte aber doch schnell wandelbare Bühne: mehr braucht es manchmal nicht, für intelligentes, unterhaltsames, witziges und anrührendes Musiktheater.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Harmloser Spaß in klassischer Broadway-Manier

22.11.2017 - Die dem Mel Brooks-Film nachempfundene Show ist ein alberner, harmloser Spaß, mit mal mehr, mal weniger intelligentem Wortwitz, der glücklicherweise nicht immer politisch korrekt ist.
Die Songs sind im typischen Broadway-Sound verfasst, jedoch hinterlässt die Partitur keinen bleibenden Eindruck.
Als Deutscher ist das Fantasiedeutsch zweier Hauptfiguren amüsant und sorgt für einige Lacher.
Das einzig wirklich echte deutsche Wort ist "scheiße" (welches ebenfalls einen großen Lacher erntet), das beschreibt etwa das Niveau des Nachmittags, ein Kalauer jagt den anderen.
Die Schöpfungsszene geht schließlich voll over the Top, die Pyrotechnik packt alles aus, was sie zu bieten hat.
Die beste Performance, komödiantisch, wie auch gesanglich, liefert Dianne Pilkington als Frankensteins Verlobte Elisabeth ab.
Der beste Moment der Show ist tatsächlich gerade ein Song, der eben nicht aus der Originalpartitur stammt, nämlich, wenn das Monster den Klassiker "Puttin' on the Ritz" performt.
Generell ist der 2.Akt dichter und weist weniger Längen auf.
Auf jeden Fall sorgt "Young Frankenstein" für einen äußerst unterhaltsamen Nachmittag, für den man (wie auch Frankensteins Monster) kein wirklich funktionierendes Gehirn benötigt.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Na das war wohl nichts....

21.11.2017 - Was für eine gigantische Enttäuschung. Das Stück ist so albern wie eine Theme Park Show, die Charaktere sind völlige cartoonhafte Abziehbilder, die Gags überwiegend platt, das Ensemble chargiert sich oft durch die flache Inszenierung und das alles wirkt so altbacken und uninspiriert, dass man wirklich schnell gelangweilt ist. Es fehlt jegliche Spannung, man fühlt mit keiner Figur mit und das ganze Bühnenallerlei drumherum ist dann auch nicht wirklich innovativ. Einzig der fliegende Teppich ist ganz gut gemacht, warum dann aber unten Bühnenarbeiter rumrennen und mit einem "Tuch wedeln", was die ganze Szene total zerstört, bleibt auch ein Rätsel.
Es wirkt als wollte Disney nur mal schnell Kohle machen, dabei hätte man mit viel Bühnenzauber sicherlich ein richtig gutes Stück machen können.
Wäre nur der Dschinni als Comedysidekick etabliert gewesen und all die anderen Charaktere als ernste echte Figuren erarbeitet worden, hätte es durchaus funktionieren können. Das Ensemble insgesamt, alles Erstbesetzung an einem Sonntagabend, macht das Beste draus...Phillip Büttner ist ein überzeugender Aladdin. Leider kann er auch noch so schön an seine verstorbene Mutter "Proud of your Boy" singen, wenn die Dramaturgie nicht darauf hin arbeitet, dass man mit Aladdin mitfühlt, ist die Szene vergebens.
Ein Musical was sicherlich Kinder und Menschen, die selten ein Musical besuchen begeistern kann, mehr aber auch nicht. Das Publikum war dementsprechend auch ziemlich verhalten während des gesamten Stückes.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Deutsches Stadttheater auf Londoner West End-Niveau!

19.11.2017 - Ich bin kein Fan von absoluten Superlativen, aber ich darf ohne jeden Zweifel sagen, dass diese Produktion das Beste war, was ich jemals an einem Stadttheater sehen durfte.
Das war, ja, ich schreibe es wirklich, deutsches Stadttheater auf Londoner West End Niveau!
Sie versöhnt mich fast mit all den "ständig dieselben Fehler wiederholenden" oder "viel gewollt aber nicht gekonnt"-Musicals an staatlichen Häusern.
Hier wurde alles, aber auch ALLES richtig gemacht.
Angefangen damit, dass die Show fast ausschließlich mit Gästen besetzt ist, die ihr Handwerk verstehen, bis hin zu den Sängern aus dem eigenen Hause, die ihre Rollen mit so viel Herz, Seele und Lust ausstatten, dass es eine wahre Wonne ist.
Hier wird kein behäbiger Opernchor nach oben und dann auch wieder rausgetrieben, hier wird kein Ensemble durch das Hausballett verstärkt und selbst das Tonpult gibt sein Bestes, um einen Sound zu erzeugen, wie man ihn von großen Musicalhäusern gewöhnt ist.
Welche Faktoren tragen zu diesem uneingeschränkten Erfolg bei?
Maßgeblich ist sich zunächst, dass mit Melissa King eine der großen Musicalspezialistinnen des deutschen Raums ins Haus geholt werden konnte.
Ihr ist es sicher zu verdanken, dass die Choreografien so spritzig und sauber getanzt wurden, wie man es selten hierzulande sieht. Sie hat den Ton, den Verve, die Lust für diese Produktion vorgegeben und er scheint auf alle Beteiligten, vor oder hinter der Bühne, übergesprungen zu sein.
Jeder der Darsteller scheint großen Spaß daran zu haben, was er hier gerade performen darf.
Da ist, um nur einige der hervorragenden Akteure beispielhaft zu nennen, Triple-Threat Jörn Felix-Alt als Link Larkin: Er spielt die Rolle durchgängig als attraktiv-sympathische Comicfigur mit Disney-Lächeln, da sitzt jede Geste, jeder Blick. Es ist kein Wunder, dass Tracy ihm sofort verfällt.
Da ist natürlich Marja Hennicke als Tracy Turnblad, und sie erfüllt alle schwierigen Anforderungen, die das Buch an die Rolle stellt mit Bravour. Dabei ist sie recht früh in der Show weniger Mädchen, als junge Frau, die sich für ihre Überzeugungen stark macht.
Das sind die Intrigantinnen Mutter und Tochter Van Tussle, gespielt von Sarah Schütz und Marie-Anjes Lumpp: Stimmlich, schauspielerisch und, im Falle von Amber, auch tänzerisch absolut ideal besetzt.
Da ist selbstredend die aus der Kölner Originalproduktion bekannte Deborah Woodson, die im Akt mit ihrem Solo "Ich weiß, wo ich war" den Saal in die Knie zwingt und zu Begeisterungsstürmen hinreißt.
Und natürlich ist da Kammersänger Hannes Brock, dem wir diese sensationelle Show überhaupt zu verdanken haben, weil er sie sich zum Abschied vom Intendanten gewünscht hat:
Er spielt die Rolle im allerbesten Sinn volkstümlich charmant und rührig, auch er ist dabei stimmlich bestens aufgelegt. Hier ist Edna, trotz aller wunderbar gesetzten Pointen, keine überzogene Charleys-Tante-Transe, sondern eine glaubhaft besorgte Mutter mit dem Herz am rechten Fleck. Bravo für diese Leistung!
Das Bühnenbild ist großartig, das Licht toll und es spielt ein fast 20-köpfiges Orchester groovy auf.
Was für ein Theatererlebnis!
Fazit:
Wenn ausnahmslos alle Beteiligten mit Herzblut bei der Sache sind, dann steckt ein deutsches Stadttheater die Stage Entertainment mit Leichtigkeit in die Tasche und kann sogar ein bisschen West End Flair hervorzaubern. Chapeu!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Schöne Jubiläumsshow mit neuen Gesichtern in der Cast

19.11.2017 - Gestern Abend war ich nun auch zum ersten Mal in der Jubiläumsinzenierung der Vampire im RONACHER WIeN.

Nachdem die Show vom Bühnenbild und den Kostümen eine 1:1 Kopie von 2009 ist ist der einzige Kritikpunkt die Null-Kreativität der VBW zum 20-Jährigen Jubiläum - kein neuer Song alles bleibt beim Alten - die St. Gallener Inszenierung hätte man eigentlich als Lobg-Run im Jubiläumsjahr im RONACHER machen sollen - allerdings hatte der Indendant Struppeck wahrscheinlich zu viel Angst davor, dass dies dann eingefleischte Vampir-Fans zu arg erschrecken könnte und man wollte ja unbedingt ein volles Haus - also musste man die Show aus 2009 wieder fahren um dies zu erreichen - bei Stage werden solche Praktiken immer kritisiert bei den VBW alles über den grünen Klee gelobt obwohl die auch nur mit Wasser kochen - keine schöne große Treppe mehr aus dem Bühnenboden - Schloss projeziert und keine Echte Schloss Kulisse mehr usw...

Aber so was stört mich sowieso nicht da Tanz der Vampire egal ob in der Version in Deutschland, St. Gallen oder Wien einfach unsterblich ist...

Mark Seibert führt nach Berlin 2016 wieder das Ensemble an und er macht das toll wobei er gestern Abend relativ leise war und im Laufe des Abends immer mehr gepresst hat - wahrscheinlich war er etwas müde aber trotzdem toll gespielt und gesungen...

Die neue Sarah Diana Schnierer singt sehr schön schaut goldig aus und ist jung und unverbraucht...

Genauso wie Raphael Gross als Alfred - sehr bubihaft aber mit shöner Gesangsstimme - schauspielerisch ist noch Luft nach oben aber das wird sicherlich noch...

Obwohl er gut gespielt und gesungen hat hat mir Sebastian Brandmeir im direkten Vergleich zu allen seinen Vorgängern nicht so gefallen er sieht verkleidet aus das Gesicht noch viel zu jung trotz Maske und auch sein Laufen und Gehen wirkt nicht wie aus einem Guss sondern sehr gespielt wie wenn er einen Stecken im Rücken gehabt hätte - das hat mir nicht so gefallen aber er hat top gesungen und man hat alles verstanden...

Anja Backus als Magda haut bei "Tot zu sein ist komisch" Spitzentöne raus und Nicolas Tenerani begeistert mich als Chagal wegen seiner intensiv hervorstechenden blauen Augen - sehr gut geschminkt passt super hat mir bereits in Deutschland auch schon sehr sehr gut gefallen...

Charles Kreische ist der bisher schwächste Herbert - bei ihm bleibt nichts Neues einprägsames hängen im Vergleich zu den vielen Vorgängern in dieser Rolle noch dazu ist.bei ihm sein an einen "Schlafanzug" erinnerndes Kostüm bei "Wenn Liebe in dir ist" nicht gerade sehr vorteilhaft - er bleibt einfach blass...

Das Orchester ist wie gewohnt gross allerdings hat man im Vergleich zu 2009 das rockigere in der Partitur wieder herausgenommen nun klingt alles sehr schön in einem Guss mit Streichern und dem Gewissen "Wiener Schmäh" allerdings mir ein bisschen zu zahm grad bei Tanzssaal und "Es laden die Vampire zum Tanz" sowie "Einladung zum Ball" hätte es rockiger sein sollen - diese Songs gefallen mir in der aktuellen Deutschen Version deutlich besser da is mehr "Wums" dahinter..

Aber das is Jammern auf hohem Niveau / die Vampire in Wien sind wie eh und jeh extraklasse nur der Service im RONACHER wird schlechter..

Obwohl die Preise massiv erhöht wurden bekommt man schon seit längerer Zeit sein Programmheft nicht mehr im schönen Tascherl sondern pur in die Hand gedrückt so dass ich mir nun immer beim Souvenier-Stand extra noch ein Tascherl kaufen muss damit keine Fingerabdrücke drauf kommen..

Das Extra ist damit auch schon lang abgeschafft worden damals gab es noch nen Kugelschreiber oder was anderes nettes mit dazu - dies ist negativ anzukreiden bei nunmehr 140€ ist es schon schwach die 0,90€ Tüte nicht mehr dem VIP-Gast zur Verfügung zu stellen...

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


WOW! Gänsehaut.

18.11.2017 - WOW! Was für ein tolles Stück und was für eine hervorragende Cast. Disney der Glöckner von Notre Dame hat mich voll und ganz überzeugt. Wunderbar. Gänsehaut. Endlich mal wieder ein Stück dass mich von Stage voll und ganz überzeugt hat. Super und sehr zu empfehlen.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Eine würdige Tour für mein absolutes Lieblingsstück

17.11.2017 - Mit Tourneen ist das ja immer so eine Sache, aber hier hat man sich echt mal richtig Mühe gegeben: Interessantes Bühnenbild mit viel Licht, toll gecastetes Ensemble mit enormer stimmlicher Power und großem Spaß auf der Bühne, eine perfekte RENT Band – einzig die Regie im Hinblick auf das Schauspielerische und z.B. Liebesszenen Roger/Mimi ließ aus meiner Sicht etwas zu wünschen übrig (die Darsteller wirkten da nicht besonders gut durch Regie geführt), aber da der Rest so gelungen war, geb ich 5 Sterne !

bo-hamburg (erste Bewertung)


En miniature

15.11.2017 - Das English Theatre Frankfurt zeigt dieses Jahr das seit Jahren landauf landab gespielte Musical JEKYLL&HYDE.
Da den finanziellen, technischen und personellen Möglichkeiten des kleinen (aber immerhin größten) englischsprachigen Theaters auf dem Kontinent recht enge Grenzen auferlegt sind, konnte dies nur eine sehr spezielle Version des bekannten Musicals werden.
Zwölf Ensemblemitglieder und vier Musiker werfen sich nun beherzt in die Schlacht zwischen Gut und Böse.

Für den Bühnenaufbau hat man wie immer in Frankfurt eine passende, zweckdienliche und ansprechend stimmungsvolle Lösung gefunden.
Es gibt einen halbrunden Aufbau auf der Bühne. Der obere Teil dient als zweite Spielebene und bietet Platz für die Musiker. Die viktorianisch anmutenden Requisiten und die schönen Kostüme schaffen das passende Ambiente.

Die zwölf Künstler auf der Bühne leisten Schwerstarbeit. Sie spielen sämtliche Haupt- und Nebenrollen (Spider und Nellie wurden allerdings gestrichen.), sind Ensemble und Chor, bewegen Kulissen und greifen auch noch zu den Instrumenten um die Musiker zu unterstützen.

Aufgrund dieser speziellen Ausgangssituation müssen Regie und Staging sich auch einiges einfallen lassen, um das Stück dynamisch am Laufen zu halten. Das gelingt meistens gut. In Einzelfällen wirkt es aber auch leicht surreal oder unfreiwillig komisch. So werden z.B. die weiblichen Prostituierten in der Roten Ratte auch von Männern gespielt. Oder in der Murder-Sequenz springen die Ermordeten sofort wieder auf, um im Ensemble weiter zu singen und weiter zu tanzen.
Auch die Musiker leisten gute Arbeit. In dieser sehr kleinen Orchestrierung fehlt natürlich das Symphonische. Pop- und Rockklänge stehen im Vordergrund. Dennoch kann sich die Wirkung von Frank Wildhorns Komposition entfalten.

Das Ensemble spielt und singt überwiegend großartig.
Leider gibt es aber auch in zwei wichtigen Rollen Ausfälle.
Clodagh Long kann schauspielerisch aus der Rolle der Lucy fast nichts herausholen. Die Prostituierte kommt in ihrer Darstellung so naiv, ahnungslos und unschuldig wie ein Schulmädchen daher. So als hätte sich Schwester Maria aus SOUND OF MUSIC in den Puff verirrt.
John Addison gibt ebenfalls einen sehr blassen Dr.Jekyll. Auch sein Mr.Hyde ist eher ein ungezogener Junge als ein entfesseltes, manisches Monstrum. Obwohl er eine gute Singstimme hat, fehlt ihm zum Überzeugen die Variationsmöglichkeit. So wirkt die Confrontation-Szene wie ein Monolog.

Unterm Strich ist die Produktion professionell, kurzweilig und unterhaltsam.
Vielleicht war das Stück aber doch nicht unbedingt die beste Wahl für das English Theatre.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Time of my Life

15.11.2017 - Die Tourproduktion ist von der Ausstattung wirklich gut gemacht, das aktuelle Ensemble in allen Rollen hervorragend besetzt (Tertia Botha und Dennis LeGree als "Hauptsänger" auch gesanglich top) und wenn man das Stück als Schauspiel mit Musik ansieht dann hält es alles, was es verspricht, inklusive der gut gemachten Hebeübung im See. :)

Besuchte Vorstellung:
14.11.17 - Colosseum, Essen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 2,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 3,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Die Flammen, die lodern

13.11.2017 - So, nun durfte ich gestern meine 1. Musicalpremiere im Deutschen Theater in München miterleben. Um es gleich vorneweg zu sagen: es war ein wunderschöner Musicalabend, mit toller Premierenfeier ;-)
Darsteller:
Wie gewohnt, war bei der Premiere die komplette First Cast dabei. Alle haben einen wunderbaren Eindruck hinterlassen. Besonders herauszuheben sind allerdings Felix Martin und Maximilian Mann. Sowohl gesanglich, als auch in ihrer spielerischen Leistung war das an diesem Abend nicht mehr zu toppen.
Bühnenbild:
Das Bühnenbild war zurückhaltend, was bei diesem Stück aber nicht gestört hat. Es gab keinen großen 'Umbau'. Die Szenenwechseln wurden stimmig in den Gestamablauf integriert.
Ton:
Der Ton war leider wie schon so oft im Dt. Theater nicht perfekt. Oftmals zu laut und zu dumpf.
Orchester:
Was soll man hier sagen? Für die Stage waren mit 16 Musikern schon ein Symphonieorchester im Graben. Diese haben ihre Arbeit jedoch sehr gut gemacht. An manchen Stellen bemerkt man jedoch - auch oftmals beim Chor - dass der Ton vom Band kommt.
Story:
Tiefgründig, ergreifend, mitreisend.

Gesamteindruck:
Für mich zur Zeit das Beste Disyneystück und auch das beste Stück der Stage. Wer die Möglichkeit hat, sollte es sich unbedingt in München anschauen. Ist hier auch deutlich billiger, als dann in Stuttgart :) ich werde es mir auf jeden Fall noch einmal ansehen :)

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Get the fever

13.11.2017 - Ich habe mir das Musical SNF in Troisdorf angesehen.Als riesiger Fan des Originalmusicals durfte ich mir die Show natürlich nicht entgehen lassen.Die Musik zog mich auch dieses Mal wieder total in ihren Bann.Sehr gut gesungen von den Darstellern.Folgende Rollen fand ich sehr überzeugend."Annette","Bobby C","DJ Monty und "Mama Manero"
Auch wenn sich das Musical stellenweise sehr vom Original unterschied,fand ich es dennoch sehr interessant.Einige Aspekte wurden stärker rausgearbeitet..Es war ein gelungener Abend.

Mariella (erste Bewertung)


Auferstehung

12.11.2017 - Das Hybrid-Musical DER GLÖCKNER VON NOTRE DAME, dass bei seiner Berliner Uraufführung noch nicht wirklich wusste, ob es Fun-Show oder Drama sein will, kann nach einer grundlegenden Überarbeitung eine gelungene Wiederauferstehung feiern.

In München ist nun die Fassung von Scott Schwartz (Regie) und Peter Parnell (Buch) zu sehen, die Disney für den US-amerikanischen
High School Markt entwickeln lies.
Alles wurde abgespeckt und verkleinert: Bühnenbild, Ensemble, Orchester.
Das Musical verträgt dies sehr gut. Alles rückt sehr viel dichter an die literarische Vorlage, ist düsterer, ernsthafter und emotionaler.

Das kleine, aber großartige Ensemble wird im stimmungsvollen, aber leider teilweise etwas schrill ausgeleuchteten, Einheitsbühnenbild von einem stimmstarken Laienchor unterstützt.
Die Hauptpartien sie rollendeckend und souverän besetzt.
Grandios angeführt (ja, und auch eigentlich überstrahlt) werden sie von einem fulminanten David Jakobs. Seine Interpretation des Titelhelden setzt sich Maßstäbe für die Zukunft. Seine Körpersprache, Gestik, Mimik und gesangliche Interpretation sind die Höhepunkte und stärksten Momente.
Wenig ruhmreich ist der zur Verfügung stehende Klangkörper.
Die oftmals dumpfen, undifferenzierten computergenerierten Klänge werden der Alan Menken Partitur nicht wirklich gerecht. (In der Pause konnte ich ca. zehn Notenständer im Orchestergraben zählen.

Trotzdem: Zu den Preisen und Konditionen des Deutschen Theaters München ist diese Produktion absolut empfehlenswert.

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Gehört zu Hamburg wie Michel und Reeperbahn!

10.11.2017 - Mit einer Spielzeit von mittlerweile 14 Jahren gehört die "Heiße Ecke" zu DEN Musical-Dauerbrennern in Deutschland, gleich nach dem "König der Löwen". Und auch nach dem 10. Besuch kann man feststellen: es wird weiter und weiter spielen. Das Erfolgsrezept dieses sympathischen Kiez-Musical: die Location auf der Reeperbahn und genau in diesem modernen "Volkstheater", die sympathischen und menschlichen Figuren, ein Herz, viel Humor und melodiöse, schlagerhaftige Musik. Höhepunkte sind ohne Frage die Prostuierten bei der Arbeit im 1. Akt (Komm Baby komm Baby) und die Casting-Szene mit ironischen Anspielungen aufs Musical im 2. Akt. Im Gegensatz zu manchem Hochglanz-Musical wie "Aladdin" sind die Witze dieser Show nicht aus dem Setzkasten, sondern werden gelebt und immer wieder neuen aktuellen Trends angepasst. Die Cast, wie immer gut und vielseitig, leider spielten in meiner Vorstellung bekannte und beliebte Darsteller wie Bernhard Hoffmann aus der Ur-Besetzung nicht mit. Ganz toll mag ich Kathi Damerow als Margot. Weiß auch nicht warum: erinnert mich an die großartige unvergessene Helga Feddersen.
Leider muss ich aber auch feststellen, das der Inszenierung ein wenig die "Power" verloren gegangen ist. Die Musik erscheint oft kraftlos, die Melodien der Songs kommen nicht immer zur Geltung, weil manche Darsteller mehr sprechen als singen. Woran der Eindurck fehlender "Power" genau liegt, vermag ich nicht zu beurteilen. Wird langsamer musiziert als sonst, eine andere Technik oder ist das Orchester kleiner als vor 10 Jahren ? Auch würde ich mir wünschen, das die eine oder andere schwächere Szene mal "modernisiert" oder ausgetauscht wird.
Aber das sind Meckereien eines verwöhnten "Stammkunden". Vielleicht auch ein Resultat der "Routine" bzw. langten Spielzeit. Wer HE noch nicht kennt: unbedingt rein da!

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Ein sehr unterhaltsamer Abend in Wien

10.11.2017 - Nach einiger Vorbehalte und Unkenntnis ob der Leistungen des Komponisten habe ich mich nun aufgemacht um mir I AM FROM AUSTRIA in Wien anzusehen.

Die Show beginnt mit einem sehenswerten Opening bei der man schon einmal die Möglichkeiten der Bühne aufgezeigt bekommt. Anfangs als Revue inszeniert (Schickeria) nehmen die gut eingeführten Personen bald Gestalt an und man kann sich in sie hineinversetzen. Das muss Unterhaltungstheater schaffen.

DIE MUSIK

Ehrlich gesagt hatte ich mich im Vorfeld kaum mit der Musik von Rainhard Fendrich auseinandergesetzt. Klar kennt man ein paar Songs und dennoch hat er immer kluge Texte und wunderschöne Melodien in seinen Songs.

Das beweisen die dargebotenen Songs in der Show einmal mehr. Die Show- und Revuenummern sind toll arrangiert (M. Reed) und zeigen ihre Wirkung. Da zuckt schnell ein Bein im Publikum mit. Aber insbesondere in den zahlreichen gut platzierten und hervorragend gesungenen Balladen wird deutlich, welch kluge Texte die Songs haben. Das berührt viele im Saal und mancher verdrückt ein Tränchen.

Herauszuheben sind dabei die Interpretationen von "Nur die Liebe zählt, Nimm dir ein Herz, Kein Schöner Land", Löwin und Lamm, I am from Austria und Weusd a Herz hast ...

Fendrich hat zudem mit "Wo gehör ich hin" einen berührenden Musicalsong geschrieben der im 2. Akt als instrumentale Version den Flug zum Großglockner untermalt. Die Marketingabteilung des österreichischen Tourismus hätte das nicht besser machen können.

DIE BÜHNE

Einfach giganitisch die Dimensionen und Möglichkeiten der Bühne. Dominiert wird diese vom Hotel Edler in Form einer mehrstöckigen Sahnetorte. Die Rückseite bietet mit einer meterhohen LED Wand beeindruckende Möglichkeiten um Szenenorte anzudeuten. Dazu kommen wenige Requisiten und der beeindruckende Berg incl. Berghütte der langsam aus dem Boden in den Himmel wächst.

DIE KOSTÜME

Die Kostüme sind zweckdienlich und vor allem zum Opernball am Finale wirklisch schön anzusehen.

DIE CAST

Wie oft in Wien hat man auch bei 2 oder 3 besuchten Shows die Chance die Erstbesetzung zu erleben. So auch diesmal. Irena Flury und Lukas Perman sind wirklich Sympathieträger. Zumal die Rolle des "Hollywoodstars" nicht so abgehoben interpretiert wird als man vermuten könnte.

Als Romy Edler hatte ich die Chance Carin Filipic mal wieder zu erleben. Sie ist eine Grand Dame in der Rolle und strahlt eine unglaubliche Eleganz aus. Ariane Svoboda war eine ganz andere Romy und brillierte mit starkem spiel und rauchiger Stimme. Barbara Czar jedoch stach für mich klar heraus. Eine so warmherzige, nahbare Darstellung und eine so wunderschöne Stimme. Das berührte viele in der besuchten Show.

Hervorzuheben auch die Chefconcierce Elfie Schratt. Was diese über 70j. Dame das leistet ist beeindruckend. Zwar ist sie keine Sängerin, überspielt dies aber mit einer unglaublichen Portion an Frohsinn und Heiterkeit. Ihr Bemerkungen über die ganze Zeit sind witzig und erheitern das Publikum auch bis zum Schluss.

Matthias Trattner als Felix hat als "Trottel" einen Klasse Song im 2 Akt.

Das Ensemble singt und tanz hervorragend.

FAZIT: Ich habe mich wunderbar unterhalten und viel gelacht. Das ging wohl vielen im Saal genauso. Gleichwohl gab es sehr berührende Elemente. Das einige der Songs im Dialekt dargeboten werden stört überhaupt nicht. Ich freue mich schon sehr auf die CD.

mrmusical (76 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Tanzshow mit Botschaft

07.11.2017 - Eigentlich …..ist Hairspray eines von diesen Musicals wie sie in der heutigen Zeit von vielen Kritikern als ehr etwas oberflächliche Show bezeichnet würde, die keine großen schauspielerischen Anforderungen stellt, ist es auch. De sozialkritischen Inhalte werden ehr im Zeitraffer dargestellt und ich als Zuschauer musste einige Male überlegen, wann und wie es jetzt stattgefunden hat, dass Tracy sich zur landesweit bekannten Ikone für Gleichberechtigung und Rassentrennung entwickelt hat. Egal, ….inhaltlich soll vermittelt werden, dass man als jung, schlank, schön und oberflächlich dem Schönheitsideal entspricht und eigentlich alle austauschbar sind, weil ohne eigene Persönlichkeit. ……Das ist heute so wie damals. Die ganze Story ist ein bisschen dünn und das alles mit einem minimalistischen Bühnenbild.

Highlight des Abends ist für mich Hannes Brock, der Edna, die Mutter von Tracy spielt. Zuletzt hatte ich ihn in Jesus Christ Superstar gesehen, wo er als Herodes eine ehr statische Rolle hatte und durch sein strenges Auftreten und seine außergewöhnliche Bassstimme herausragte, diesen Schauspieler jetzt in so einer ganz anderen Rolle als skurrile Type zu erleben, bei der wirklich jeder Spruch auf den Punkt ein Lacher war und die sich entwickelt von der schrulligen naiven Mama zum glitzernden, tanzenden Showgirl. Ganz große Schauspielkunst.

Das Stück ist so angelegt, dass der größte Teil der überwiegend jungen Cast austauschbar erscheint und diese großartige Familie (auch Fritz Steinbacher als Vater super schrullig und witzig) und die „früheren Außenseiter“ wie der Phönix aus der Asche aus der Geschichte hervorgehen. Am Ende wird alles gut, alle lieben sich und Glitzer regnet auf alle nieder. Die Show war gut besucht, wir wurden gut unterhalten, ein gelungener Abend.

Carat (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Griff ins Klo - Vulgäre Quatsch-Story mit Operetten-Walzern

06.11.2017 - Also was ich gestern im Theater Hof als Uraufführung sah wird der historischen Person "RASPUTIN" und auch dem Russischen Zarenhof absolut nicht gerecht...

Das bisher sehr innovative Theater Hof hat nach einem guten "HOUDINI" und einem noch besseren "EINSTEIN" diese "RASPUTIN"-Show mehr als vergeigt...

Einzig die Hauptdarsteller allen voran der kurzfristig eingesprungene Christian Venzke als RASPUTIN und Thilo Andersson, Cornelia Löhr & Judith Jakob versuchen durch ihren Gesang und ihr Schauspiel diese absolut unschlüssige vulgäre Quatsch-Story zu einem einigermaßen erträglichen Ende zu bringen....das wurde aber leider sehr, sehr zäh und langwierig..

Das Theater immer etwas hinzudichtet, erfindet oder übertreibt das ist in der Natur der Sache aber so mit dem "Holzhammer" drauf ist wirklich zu viel des Guten - Vulgäre Sätze und Textbeiträge durchziehen das ganze Stück - die Storyline ist oftmals peinlich und so was von plump und konstruiert - einfach unglaublich...

Die Musik hat mit Musicalmelodien nur bedingt was zu tun - vor allem bedient sich der Komponist an den Operettenmelodien die mit russischen Akzenten und Instrumenten eingefärbt werden - die Zarin und der Zar werden eher "lächerlich" dargestellt - einzig die Wandlung der Zarin nimmt das Publikum dem Autoren ab - wie sie in die Zigarettenfabrik kommt und den "Aufstand" - Streik der einfachen Arbeiter und der Bevölkerung miterlebt und versteht und das dann in "ihre" Prachtwelt mitnimmt...

ansonsten gibt es noch ein "schwules2 Paar, das total aus der Rolle fällt - dies hat was mit dem Schluss zu tun - jeder historisch Interessierte wird am Schluss mehr als "empört" sein wie sie den "RASPUTIN" zu Strecke bringen und vor allem durch wen...alles sehr abstrus und zusammengestückelt...ein nicht sehr durchdachtes, nicht fertiges Stück...

Das Ensemble versteht man oftmals schlecht - das Orchester wurde schon angesprochen in der MUZ-Bewertung ist total leise und ohne "Schwung" und "Esprit" - die Tänze und Chorografien schauen sehr "eingeprobt" und "nicht synchron" aus -

einzig die Kostüme sind toll und die Bühnen-Projektionen...

ansonsten leider eine absolut vertane Chance - ich hätte mir gewünscht, dass man dem RASPUTIN historisch genau ein musikalisches "Denkmal" setzt und nicht mit so einer wirklich vulgär ausgedrückten Quatsch-Story ständig ist von "Vögln", "Blasen" usw. die Rede - dazu die wenig inspirierende Musik - alles schon mal dagewesen - Chance total verschenkt...

ich hoffe sehr, dass sich ein gutes Team zusammenfindet um das Thema: Russisches Zarenhaus/Russische Revolution/ Lenin/Rasputin wirklich mit einer sinnvollen Story und guten Texten und guter Musik zu einem strahlenden, glänzenden neuen Musical macht - das wäre mal Aufgabe der VBW...

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Starke Show, furchtbare Tonabmischung

05.11.2017 - Es hätte so schön werden können.
Es hätte sogar nahezu ein perfekter Theaterabend werden können, denn "Footloose" entpuppt sich als erstaunlich unterhaltsames Musical.
Hätte, hätte, Fahrradkette.
In diesem Fall heißt die Fahrradkette wie so oft "Tonabmischung": Sie ist schlichtweg skandalös miserabel.
Da stehen auf der Bühne mitunter die besten (Pop-)Sänger, die die Branche gerade zu bieten hat, da hat man eine 9-köpfige Band (inklusive Geiger), die im Gegensatz zu Stage-Produktionen auch im Programmheft als "Band" benannt ist und nicht als Orchester verkauft wird und dann vergeigt der Tontechniker (sorry für das plumpe Wortspiel) den gesamten Abend (sogar so sehr, dass der Geiger, der sich in einer Szene auf der Bühne die Seele aus dem Leib geigt, nicht einmal zu hören ist).
Schon der Beginn der Show mit dem titelgebenden Song lässt den geneigten Zuhörer aufgrund des furchtbaren Sounds verwundert zurück und bietet so einen gänzlich verunglückten Einsteig in eine ansonsten gefällige Show, die vor Bühnentalenten nur so strotzt.
Es wird sogar, entgegen aller Klischees, richtig gutes Schauspiel geboten, was aber hinfällig ist, wenn der Tontechniker über Minuten einfach einmal ALLE Mikrofone offen lässt, da im unklar zu sein scheint, wer gerade das Sagen hat.
Hits wie "Holding out for a hero" und "Let's hear it for the boy" werden stimmlich herausragend dargeboten, was jedoch aus benannten Gründen immer in unerträglichem Lärm-Brei endet.
Wie schade, dass man in einem Pop-Musical sehnsüchtig auf die nächste Ballade warten muss, um wieder differenziert Stimmen und einzelne Instrumente hören zu dürfen.
Es bleibt nach diesem Abend ein bitterer Beigeschmack der vertanen Chance zurück. Wann werden die Stadttheater endlich das Potential nutzen, welches ihnen zur Verfügung steht und aus ihren immer gleichen Fehlern lernen?

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Gerne wieder

04.11.2017 - Ich war sehr beeindruckt von den Hauptdarstellern. David Arnsperger überzeugte mich voll und ganz.
Generell bin ich ein großer Fan von dem Musical. Ich kann es nur jedem empfehlen es sich anzuschauen.

Hannah1969 (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Lohnenswert zu sehen

04.11.2017 - Joseph ist ein tolles Musical, wenn man sich reingehört hat... Die Energie der Darsteller springt förmlich über.
Die Darsteller geben eine authentische Leistung ab, voller Witz und Charme. Die Freude am Spielen ist zu sehen.
Die Musik ist powervoll und "Wie vom Traum verführt" sowie "Schließt jede Tür" klingen fantastisch und bleiben sicher jedem Besucher noch im Ohr!
Das Bühnenbild ist zwar nicht innovativ, auch wünscht man sich,
etwas mehr Ruhe im Gesamtbild, aber alles in allem ist es sehr stimmungsvoll und passend farbenfroh zum Stück. Wünschenswert wäre eine Pause gewesen. Ich wurde sehr gut unterhalten, habe viel gelacht und war optisch beeindruckt von den Kostümen. Herausragend waren für mich die Haupt-Erzählerin Juliana Kratz sowie der Joseph der von Timm Moritz Marquardt gespielt wurde!

Hannah1969 (4 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Ein tolles Gesamtpaket

03.11.2017 - Schon die Location ist toll, im 20iger Jahre Flair, dann das Essen köstlich, aber vor allem die Show ist großartig. Eine Musical-Komödie von Claudio Maniscalco mit viel Witz und toller Musik. Wirklich sehr zu empfehlen.

Traube (erste Bewertung)


WOW!

01.11.2017 - Ich habe die Show am 31.10.17 im Wiener Ronacher gesehen.
Ich habe nie gedacht, dass man die Vampire aus Deutschland toppen kann...aber man kann es! WOW was für ein tolles Orchester und was für ein tolles Bühnenbild.
Die Kostüme und alles drum und dran perfekt, so geht Musical. Auch das Theater ronacher wurde in die Vampirwelt umgewandelt.
Stage Entertainment kann sich davon mehrere Scheiben abschneiden,
Großartig.
Sehr sehenswert. Auch eine wunderbare Cast. Absolut empfehlenswert.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Ein sehr vergnüglicher Abend

31.10.2017 - Grandioses Ensemble, dass uns mit viel Engagement u. Herzblut einen vergnüglichen Abend bereitet hat. Gerne haben wir geschmunzelt und vor allen Dingen herzhaft gelacht. Die herrliche Emotionalität der Italiener ist absolut glaubhaft dargestellt worden.
Danke auch für die zeitkritischen Wortbeiträge.

Bernd & Georg (erste Bewertung)


Congratulations!

30.10.2017 - Wieder eine Produktion von und mit Claudio Maniscalco, dem Tausendsassa der berliner Musical-und Showwelt. Und wieder ein wundervoller Abend, mit allem Drum und Dran!

Ulrikchen Wurscht (erste Bewertung)


Tolle Welturaufführung

30.10.2017 - Meine Frau und ich haben die Gelegenheit wahrgenommen und haben uns Karten für die Welturaufführung des Musicals Rasputin am 28.10.2017 gekauft. Zusammengefasst: Es war ein toller Abend. Das Musical beginnt mit einem kurzen Prolog in dem das Volk Rasputins Tod besingt und dieser im Hintergrund von tot von einer Brücke geworden wird. Danach springt die Geschichte ins Jahr 1913 zurück. Rasputin sitzt in seinem Stammlokal und verdient sich sein Geld durch Handlesen. Er beklagt sich bei seiner Geliebten, dass ihn die Jungfrau Maria verlassen hätte. Durch einen Zufall (ein verlorener Ohrring der Zarin, welchen er zurück bringt) kommt er in den Winterpalast und heilt den Trohnfolger ("In meinem Zung" sehr schön gesungen und tolle Melodie"). Er wird zur vertrauten der Zarin und hat Einfluss. Irina Jusupoff sieht Rasputin als Freind, welcher ihre heile Welt bedroht. Sie gibt mehrmals von sich wie sehr sie sich wünscht, dass doch alles so bleibt wie esist und sich nichts verändern sollte. Im Volk brodelt es - die Revolution steht vor der Tür. Rasputin wird zum Hassobjekt, da man nichts über die Bluterkrankheit des Prinzen weiß und vermutet, dass er schlechten Einfluss auf den Zaren hat. Nach einigen Intrigen wird Rasputin von Irina erschossen. In der letzten Szene bricht die Revolution aus und das Volks besingt den Weg in die Freiheit. In dieser Szene sind alle Darsteller auf der Bühne und die Zarenfamilie wird immer mehr durch das Volk verdrängt und nicht mehr sicht bar - ein guter Effekt.
Zur Bühne kann man sagen, dass diese zweckgemäß ist und ihren Dienst leistet. Es gibt verschiedenste Projektionen, welche die Szenen untermalen. Das Lichtdesign ist gut gelöst und erfüllt seinen Zwecks. Es wird auf zwei Ebenen gespielt wordurch man die Möglichkeit hat zwei unterschiedliche Schauplätze gleichzeitig darzustellen z.B. Gebet der Zarin im Winterpalast und Gebet des Rasputin in St. Petersburg. Die Musik ist sehr gut und stimmig - man erkennt einen deutlichen Zusammenhang der Songs, man spürt richtig die russische Seele. Besonders "Weiße Nächte" bleibt auch nach der Show noch im Ohr und hat wahren Ohrwurmcharakter. Historischist die Produktion sicherlich nicht immer korrekt, man hat dazuerzählt und weggelassen, aber das ist nicht weiter tragisch, denn das Stück erfüllt seinen Zweck: es unterhält! Zusammenfassend kann man sagen, dass dem Theater Hof hier ein sehr gutes Stück Unterhaltung gelungen ist und man darf nur hoffen, dass Rasputin nicht in der Versenkung veschwindet sondern auch weiterhin auf deutschen Bühnen gespielt wird. Eine CD-Aufnahme sollte meiner Meinung nach unbedingt gemacht werden.

MrDuncan (8 Bewertungen, ∅ 4.8 Sterne)


Oh Dio Mio - Komödiantisches Dinner-Musical

30.10.2017 - Danke für den perfekten Abend:
-super Show
-großartige Musik
-tolle Darsteller
-leckeres Dinner
-fantastische Kostüme
-schönes Bühnenbild
-freundliche Bedienung
-beeindruckende Location

Ich komme gerne wieder.
Toi toi toi für die weiteren Shows.

Caramella (erste Bewertung)


Ein unterhaltsamer Abend mit einer unglaublichen Deborah Woodson.

30.10.2017 - Die Dortmunder Inszenierung kann sich sehen lassen, auch wenn die Qualitäten des Kölner Originals selten erreicht werden. Viele Rollen wirken nicht vollständig ausgearbeitet, nicht jeder Gag kommt beim Publikum an. Wenn man beispielsweise Jana Stellys Interpretation von Penny gesehen hat und die jetzige von Annakathrin Naderer, die auch einen guten Job macht, dann weiß man, dass so viel mehr Witz in der Rolle steckt. Da hat Regisseurin Melissa King nicht alles aus den Rollen rausgeholt. Trotzdem macht die Inszenierung Spaß und das Publikum steht am Ende auf den Beinen und ist schlichtweg begeistert. Höhepunkt ist wieder einmal die Interpretation von "Ich weiß wo ich war" von Deborah Woodson, die bereits in Köln das Publikum niedergesungen hat. Hier holt sie noch mehr aus diesem Song heraus, sodass man vor Begeisterung kaum atmen kann. Allein dafür lohnt der Besuch der Show, ein magischer Moment! Wäre die Tonabmischung nicht so bescheiden, wäre der Gesamteindruck noch besser. Was bleibt ist ein toller Musicalabend, der das Kölner Original nicht vergessen lassen kann, aber trotzdem begeistert und Menschen, die das Stück noch nicht kannten, glücklich in den Abend entlässt.

Fiyero (41 Bewertungen, ∅ 3.2 Sterne)


Ein Vergnügen im Kreis von Freunden

30.10.2017 - Da stehen tolle Schauspieler auf der Bühne, die mit viel Spaß bei der Sache sind. Wer sich bei einem guten Glas Wein sehr klamaukig über die katholische Kirche lustig machen will, ist hier richtig. Wer vorne sitzt, hat mehr davon!

Irinav (erste Bewertung)


Oh dio mio Ein Lustiger unterhaltsamer interessanter Abend

30.10.2017 - Ein tolles Menü Vorspeise Hauptgang Nachtisch

Dazu eine erfrischende sehr spannende unterhaltsame lustige Musical Komödie wunderbar gesungen!

Lachen tut immer gut Und das mit lieben Freunden gemeinsam bei einem guten Essen und Wein

Genuss Freude Spannung Musik Kombiniert mit Lachen Besser geht nicht
Wir haben nochmal gebucht 🙋‍♂️

Bonnstaedter (erste Bewertung)


We call it a Klassiker

24.10.2017 - In einer Übernahme aus Kaiserslautern zeigt die Oper Wuppertal aktuell diesen Klassiker in einer durchaus empfehlenswerten Version. Die Regie von Cusch Jung ist dem Werk angemessen, die Kostüme sehr aufwendig und detailreich und das Bühnenbild von Christoph Weyers zwar schlicht, dafür aber trotzdem bezaubernd. Die Darsteller sowie das Sinfonieorchester Wuppertal zeigten sich bei der Premiere gut aufgelegt, lohnt sich !

Besuchte Vorstellung:
22.10.17 - Opernhaus, Wuppertal

Inszenierung: 3,5 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 3,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Großartiges Schauspiel-Konzert

23.10.2017 - Eher Schauspiel mit Konzert, als ein Musical, überzeugt die Show vor allem durch Katharine Mehrling. Eine One-Woman-Show mit 2 Nebendarstellern, einer Band und der Geschichte über die letzten Wochen des Niedergangs von Judy Garland. Buch, Regie und Inszenierung des Stückes empfand ich allerdings als langweilig und vorhersehbar. Schauspiel-Dialoge im Hotelzimmer wechseln sich ab mit 1 - 2 musikalischen Nummern im "Konzertsaal". Immer der gleiche Ablauf. der Drogenabsturz der Garland erschien mir "weichgespült" dargestellt, zu wenig drastisch. Im 2. Akt kommt sie mit ner kleinen Platzwunde von einer Absturz Tour. Lächerlich! Die Wirklichkeit wird ziemlich schlimmer ausgesehen haben und das hätte man auf der Bühne auch darstellen können. Auch sonst wird der Verfall nur angedeutet, niemals in ganzer Hässlichkeit präsentiert. Und das Ende im Tod wird in wenigen Sätzen abgehandelt. Echte Emotionen kommen so nicht auf. "End of the Rainbow" wurde in London und New York für Preise nominiert - aber nur für Darsteller-Preise. Buch und Regie blieben unbeachtet. Zu Recht. Eher Mittelmaß. Aber wegen Katharine und der übrigen Cast trotzdem empfehlenswert.

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Berechtigter Teil des deutschen Musicaldschungels

23.10.2017 - Ein Besuch bei Tarzan in Oberhausen ist am besten zu vergleichen mit einem Besuch beim Cirque de Soleil, aber eben mit Handlung und Songs von Phil Collins:
Ständig fliegt, springt und singt ein Ensemblemitglied um den Zuschauer herum; sei es im Affenkostüm, im Lendenschurz oder als gar als Schmetterling.
Dieser Umstand sorgt für Gänsehaut und ist äußerst eindrucksvoll. Zeitweise weiß man vor Verzückung wirklich nicht, wo man gerade auch noch hinschauen soll.
Komplettiert wird diese Erfahrung durch ein stimmiges, wandelbares Bühnenbild mit tollem Lichtdesign.
Da die derzeitige Version der Show designtechnisch "verschlankt" wurde, hatte ich vorab die Befürchtung, dass sie im Gegensatz zu meinem letzten Besuch in Hamburg 2010 billig aussehen könnte. Dem war absolut nicht so, im Gegenteil hatte ich das Gefühl, als Zuschauer noch tiefer in den Dschungel entführt worden zu sein, aus oben bereits genannten Gründen.
Die Show scheint insgesamt flüssiger zu laufen, was jedoch weiterhin von den Schwächen des Buches, gerade im ersten Akt, nicht immer ablenken kann.
Minuspunkt ist das leidige Thema "Orchesterreduktion":
Zu oft klang die Musik synthetisch und dünn. Wenn man die Hamburger CD dagegen hört (was wir tatsächlich auf der Rückfahrt im Auto getan haben), wird man richtig wehmütig anhand der Diffenzierheit der Klänge.
Sei's drum, oder wie eine der Damen im Vorderhaus so treffend zu uns sagte: "Man darf ja mittlerweile froh sein, wenn da überhaupt noch Menschen im Orchester sitzen."
In der Titelrolle durften wir das Cover Merlin Fargel erleben:
Optisch und schauspielerisch der ideale Tarzan, hätte er, wenn er stimmlich sicherer wird, durchaus das Zeug zur Erstbesetzung. Leider war er zudem in seinen Soli meist zu leise gegen die undynamische Band abgemischt.
Als kleiner Tarzan beeindruckt Simon Schlutius mit Natürlichkeit, Spielfreude, akrobatischem Können und schöner Stimme: Einmal mehr habe ich das Gefühl, dass das mit den Kindern auf deutschen Bühnen langsam richtig, richtig gut wird!
Zweitbesetzung Isabel Trinkhaus spielt ihre Jane pointiert und mit angenehmer Stimme.
Sophia Wezer als Kala steht für ein authentisches Schauspiel noch etwas zu sehr der Akzent im Weg. Vom Typ her ist auch sie ideal besetzt.
Tarzans Affenfreund Terk muss, egal welcher Darsteller diese Rolle verkörpert, zunächst einmal gegen das Buch ankämpfen: die Asbach-Uralt-Kalauer, die ihm in den Mund gelegt werden, dürften wirklich mal aufgefrischt oder zeitgemäß übertragen werden, dann könnte Terk als Comic-Relief-Figur auch aufgehen. David Hardenberg gibt sein Bestes, entgegen dieser Umstände die Rolle mit Stimme und Leben zu füllen.
Als Kerchak beeindruckt Andreas Lichtenberger mit einer starken, glaubhaften Performance.
Janes Vater Porter und Clayton sind mit den Tarzan-Urgesteinen Japeth Myers und Rudi Reschke wunderbar besetzt: Da stimmt jede Geste, jeder Blick, jede Nuance. Beide agieren dabei höchst authentisch. Es ist eine Freude, ihnen zuzuschauen und gerade die intime Szene zwischen Porter und seiner Tochter ist Garant für einige Tränchen der Rührung.
Sowieso ist der 2.Akt ein regelrechtes "Tränenfest", so sehr können die vielen Eindrücke der Show im Zusammenspiel überwältigen.
Tarzan in Oberhausen ist ein zauberhaftes Gesamterlebnis, welches in der deutschen Musicallandschaft seine absolute Berechtigung hat. Die Verschlankung hat der Show nicht geschadet, bis auf den leidigen musikalischen Aspekt.
Ich persönlich würde mich jederzeit gerne wieder in den Dschungel entführen lassen.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Falsche Info!

20.10.2017 - Ich möchte darauf hinweisen, dass in dieser Kritik Florian Resetarits als blass bezeichnet wird. Diese Kritik ist vom 19.08. ... Florian Resetarits hatte erst ab 24.08. gespielt!

Fan_musical (erste Bewertung)


Sehr witzig und unterhaltsam

19.10.2017 - Zum Stück hat die muz ja eine ausführliche Kritik geschrieben, doch das Musical macht Spaß und ist wirklich unterhaltsam und sehr schön inszeniert. Ja, die Story ist nun sicher nicht besonders vielschichtig, aber auch keineswegs so, das man das Gefühl hat es zieht sich, im Gegenteil, die ca. 80 Minuten bis zur Pause vergingen wie im Fluge. In der besuchten Vorstellung spielte Holger Hauer den Gomez Addams, dies durchaus überzeugend, ich kann mir aber auf Grund der Rollenanlage mit viel Schauspiel vorstellen, dass es eine echte Paraderolle für Herrn Kröger ist. Gezählt habe ich beim Schlussapplaus 12 Musiker zuzüglich musikalischen Leiter, das gibt es heute auch nicht mehr so oft. Ein besuch lohnt sich!


Besuchte Vorstellung:
17.10.17 - Theater am Marientor, Duisburg

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 3,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Mittendrin statt nur dabei!

17.10.2017 - In London etabliert sich immer mehr so genanntes "immersive Theatre"; das bedeutet, dass der Zuschauer extrem nah an den Darstellern und am Geschehen ist und weitgehend mit in die Handlung einbezogen wird.
In diesem Fall war das außergewöhnliche "The Vaults Theatre", ein Tunnel unter Waterloo Station, in einen einzigen großen Hippie Markt verwandelt worden (Bilder unten), in dem man es sich vor der Show in u.a. Tipis gemütlich machen kann.
Betritt man dann schließlich den Zuschauerraum, sitzen die Hippiedarsteller schon im Kreis auf dem Boden und man platziert sich tatsächlich um sie herum. Man ist also von Beginn an sozusagen Teil des Hippie-Tribes: auf engstem Raum entfaltet sich die Handlung, die Darsteller tanzen, singen, spielen für und mit allen im Raum befindlichen Personen. Durch die räumliche und körperliche Nähe ist, besonders im ersten Akt, das Spiel etwas reduzierter, etwas weniger verrückt, vielleicht auch weniger auf Pointe, als in gewohnten, bereits gesehenen Produktionen. Dies macht aber eben aufgrund der bereits mehrfach erwähnten Nähe absolut Sinn.
Die Stimmen sind stark, das Schauspiel eindringlich, die Inszenierung mitreißend.
Die Band sitzt den Darstellern hinter einem Gitter im Rücken und durch die Gegebenheiten des Saals kann man musikalisch fast von einer "Hair-Unplugged"-Version sprechen.
Die Darsteller tragen zwar Mikroports, die jedoch kaum aufgedreht werden müssen, aufgrund der Enge des Raums. Und so hört man eigentlich durchgängig die natürlichen Stimmen der Sänger, so dass auch naturgemäß große Chorsätze Solisten etwas übertönen.
In manchen Songs greifen die Hippies selbst zu Instrumenten wie Gitarre, Saxophon oder Klarinette. So steht also eine Darstellerin beispielsweise in "Good morning starshine" neben dir und spielt auf der Klarinette für dich. Dies ist absolut bezaubernd, das hätte ich mir noch gerne etwas konsequenter umgesetzt gewünscht.
Den langen Horrortrip von Claude, der ja praktisch den gesamten zweiten Akt der Show ausmacht, habe ich tatsächlich noch nie so gut gelöst gesehen, umso mehr, wenn man die Enge und die wenigen Möglichkeiten des Raumes miteinbezieht.
Absolut fantastische Regiearbeit.
Das Finale "Let the sunshine in" ist ebenfalls sehr eindrucksvoll inszeniert und verfügt über einen kleinen Schockmoment, auch wenn Claude nicht, wie in so vielen anderen Inszenierungen, unmittelbar zu Grabe getragen wird.
Wenn die Dionne im Schlusschor direkt vor dir zusammenbricht und Adlib-Stoßgebete zum Himmel singt, dann berührt das schon sehr.
Und ganz am Ende ist man dann endlich wirklich faktisch und körperlich Teil des Tribes, wenn sie dich nämlich für die Reprise von "Let the sunshine in" auf die Bühne ziehen und man mit den Darstellern erlöst singt und tanzt.
Diese "50th anniversary"-Produktion ist vielleicht nicht die ultimative Version von Hair, aber sie ist sicher ein ganz besonderes Kleinod:
Hair Unplugged - ganz nah am Tribe.
Ein Muss für jeden Londonbesuch.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Wirklich ein Highlight

16.10.2017 - Ich konnte mir die Gelegenheit in London nicht entgehen lassen um die Show zusehen.

Man kennt ja die Musik und den Film, aber leider wird das Stück ja nicht oft gespielt.

Die Story um die 3 Mädels die mit ihrer Gesangsgruppe nach Erfolg streben und durch viele Irrungen und Wirrungen gehen müssen ist hier im Savoy Theater, wirklich ein Highlight.

Die Story ist ja bekannt.
Deswegen lass ich das jetzt aus.

Die Inszenierung ist Top! Obwohl die Bühne sehr simple genutzt wird mit ein paar Vorhängen, Podesten, Tischen und Stühle und drehbaren Wänden, sieht der ganze Abend fantastisch aus. Auch durch ein tolles Licht Design. Ein absoluter Hingucker ist ein Vorhang aus Diamanten.

Die Cast führt Amber Riley an als Effie, bekannt aus der Serie Glee, wo sie ja schon ein paar "Dreamgirls" Momente zum besten geben konnte. Die Frage war ob sie so einen ganzen Abend betreiben kann? Und die Antwort ist definitiv JA! Sie spielt und singt, dass es eine wahre Freude ist und bei "I am Changing" mitten im Song Standing Ovation erntete.

Natürlich kann sie auch nur so glänzen, weil sie fantastische Kolleginnen und Kollegen um sich rum hat.
Liisi LaFontaine spielt fantastisch als Deena Jones, und steht Amber Riley in nix nach stimmlich.
Toll ist auch Smretet Ghebremichael als Lorrell,
die im 2. Akt zur Höchstform aufläuft.

Das gesamte Ensemble spielt mit sehr viel Energie und tollen Stimmen. Und obwohl man das Orchester auf 14 Mann zusammen gestrichen hat, klingt die Musik wirklich satt und voll.

Besonders noch zu erwähnen ist Adam J Bernard als Jimmy Early, der förmlich explodiert an Energie mit toller Stimme, und Joe Aaron Reid als Curtis. Er spielt den Verführer, so schmierig und charmant gleichzeitig, bis er später sein wahres Gesicht zeigt.

Der ganze Abend ist eine wirklich tolle Gesamtleistung vom kompletten Team.
Ein wirkliches Highlight in London, was man sich unbedingt anschauen sollte.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Immergrüner Klassiker

16.10.2017 - Wann immer jemand aus dem Bekanntenkreis nach dem aktuellen besten Musical Hamburgs fragt, nenne ich "Tanz der Vampire". Und das obwohl diese Inszenierung eine Tour-Produktion mit reduziertem Bühnenbild und Orchester ist und ohne Musical-Stars (außer der Krolock-Erstbesetzung) auskommt. Die Empfehlung liegt in erster Linie am Musical selbst, dass mit seiner Kombination aus spannendem Buch, Atmosphäre, ein wenig Humor, ein wenig Drama, viel Herz und einzigartiger Musik schon grundsätzlich unkaputtbar gut ist. Das in Hamburg inszenierte Bühnenbild entfaltet mit dem Lichtdesign trotz Reduzierung die notwendige Atmosphäre und opulente Kraft, die man von TdV gewohnt ist. Unterschiede zur Ur Produktion sind marginal. Das reduzierte Orchester wird durch eine sehr gute Soundanlage ausgeglichen, die an vielen Stellen ein sourround-Erlebnis im gesamten Theatersaal produziert und an den wichtigen Stellen immer kraftvoll, rockig ist. Die mangelnden Stars werden ausgeglichen durch eine (für mich relativ unbekannte) frische, junge, talentierte internationale Cast, die durch ihre Spielfreude und sehr guten Gesang überzeugen. Wir hatten keinen Edenborn an einem Mittwochabend, was der Qualität des Stückes keinen Abbruch tat. In unserer Gruppe mit 5 waren 3, die TdV noch nie gesehen haben, 1 der es vor 12 Jahren in Hamburg sah, aber schon wieder vergessen hatte. Und meine Wenigkeit, die jetzt TdV zum 5. mal sah (vorher Stuttgart und Hamburg).
Es hat uns allen sehr gut gefallen, die "Neulinge" waren begeistert.
Volles Theater bei geschlossenem Rang Auslastung über 90%.
TdV Hamburg ist sein Geld auch zum Vollpreis wert!

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


"Der Glöckner" hat mich vollständig überzeugt.

16.10.2017 - Ich hatte - bis auf David Jacobs in den Hauptrollen die Erstbesetzungen. Die Rollen sind durchweg gut besetzt, kleinere Abstriche bei Sarah Bowden als Esmeralda, deren Stimmfarbe nicht ganz mein Fall ist - aber definitiv eine gute darstellerische Leistung auch von ihr.
Besonders erwähnenswert: Milan van Waardenburg als Quasimodo, der so phantastisch gespielt hat, dass ich wirklich berührt wurde. Zudem eine astreine gesangliche Leistung mit viel Ausdruck. Ich hatte viel Mitgefühl für ihn.

Ich liebe dieses tolle Ensemble, das scheinbar mühelos durch die Vielzahl der Rollenwechsel singt und spielt und sichtlich Freude am Zusammenspiel hat.

Gänsehaut bekam ich bereits bei "Olim", und generell bei den starken Chorstellen. Dank der Unterstützung durch den Chor klang das schön satt und doch auch an den richtigen Stellen fein nuanciert und fragil. Sehr, sehr schön!

Das Konzept mit den vielen "Erzählern" gefällt mir. Die Lieder der alten Fassung, die mir sehr ans Herz gewachsen sind, wurden meiner Meinung nach gut neu übersetzt und umgesetzt.

Abstriche muss man leider beim "Orchester" machen - da wünschte ich mir schon teilweise einen satteren Klang. Aber tatsächlich hat mich das weniger gestört als ich vermutet hätte - dafür war der Rest einfach zu gut.

Hughie (29 Bewertungen, ∅ 3.8 Sterne)


Wie schön

15.10.2017 - Einfach wow. Was für ein Hammer Bühnenbild. Was für eine überragende Pia. Ich liebe Pia In solchen Rollen. Die Songs sind immernoch im Ohr. Was für ein tolles Stück.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Tolle Musik zu abstraktes Bühnenbild

15.10.2017 - Ich habe mich so auf Mozart gefreut... Das Musical ist sehr abstrakt und ich finde es hätten ein paar mehr Bühnenelemte verdient. Die Darsteller waren durchweg super. Ana Milva Gomes war hier besonders hervorzuheben. Ihr "Gold von den Sternen" ein Traum, selten so schön gesungen gehört, Der Hauptdarsteller konnte mich nicht zu 100% überzeugen. Aber es lag nicht an seinem Gesang, eher an dem schauspielerischen. Die Story empfand ich als sehr flach erzählt. Ich kann von den Darstellern niemanden schlecht machen, den sie waren wirklich alle durchweg sehr gut. Jedoch liegt es ein bisschen am Bühnenbild, das sehr abstrakt ist und sehr modern und auch die Mischung zwischen der damaligen Zeit und dem heute muss man erst mal verstehen. Zur damaligen Zeit gab es keine Autos und dennoch kommen Hippies mit einem Auto auf die Bühne. Das war mir doch zu viel. Und auch Mozart mit E-Gitarre fand ich komisch. Aber das ist mein Geschmack. An meine lieblingsmusicals Rebecca, Elisabeth kommt es bei weitem nicht ran wobei es nicht an der Musik liegt, denn die ging gut ins Ohr und hatte mehre Höhepunkte. Es macht aber trotzdem Spaß es sich anzusehen, man sollte jedoch vom Bühnenbild wohl nicht zu viel erwarten.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Gigantisch

15.10.2017 - Ich war gestern in der Nachmittag Vorstellung 30.01.2016 um 14:30 im Musical Dome Köln und es war echt super! Wahnsinn was da für ein Aufwand betrieben wurde. Nur zu empfehlen. Traumhaft, fabelhaft. Ich bin begeistert. Unbedingt hingehen und ansehen. Es ist gigantisch.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Bunt schrill

15.10.2017 - Das Musical ist echt schön, bunt, schrill und sehenswert. Aladdin hat bei mir Richard-Salvador Wolf gespielt der Dschinni war Tobias Weis. Die Witze des Dschinnis fand ich sehr flach und nicht wirklich witzig, dass er auch noch selbst über seine Witze lachte fand ich auch nicht sonderlich gut. Die Kostüme waren super, die Choreografien waren spitze, das Tanzen war synchron. Die Bühnenbilder verzauberten mich auch sehr. Jetzt kommt aber das große Aber: das preisleistungsverhältnis stimmt einfach nicht. Die Musik zu laut, die Sänger und Texte zu leise. Für so viel Geld erwarte ich doch mehr. Das Orchester war ok aber nicht überragend. Meine Bewertung bezieht sich auf die Vorstellung am 08.07.2016 um 20uhr. Einmal sehen reicht.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Oh war das schön

15.10.2017 - Das Musical liebe stirbt nie habe ich am 09.07.2016 um 15uhr gesehen. Das Phantom spielte Mathias edenborn, Christine Daae spielte jazmin Gorsline roul wurde gespielt von Robert David marx. Mir gefiel das Musical richtig gut. Es nahm mich direkt in seinen Bann. Die Zeit verlief wie im Flug. Selten fesselte mich ein Musical so sehr wie liebe stirbt nie. Ich bin begeistert. Das Orchester spielte super. Alles war großartig. Ein Stern Abzug, für die nicht gerechtfertigten Eintrittspreise. Aber ansonsten kann ich dieses Musical echt nur empfehlen. Klasse, wenn Hamburg nicht so weit weg wäre und die Preise günstiger wären, würde ich/ wir öfter kommen. Die Preise müssten günstiger werden, dann wären die Theater wieder voller und nicht so leer wie bei dieser Vorstellung.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


War okay

15.10.2017 - Ich finde Mary poppins ist sehr gut. Allerdings, könnte man mehr daraus machen. Die Hauptdarsteller waren gut, jedoch hörte man leider den Akzent bei manchen Darstellern heraus. Ich finde es sehr schade, dass es nicht so gut besucht war. Für die Preise, finde ich muss man mehr leisten, mehr Musiker im Orchestergraben, mehr wow Effekte, Darsteller die die deutsche Sprache mächtig sind ohne Akzent. Das was ich sehr schade fand, war dass es nicht mal einen Bildband gab. Echt schade. Mein Fazit: Es ist sehenswert, die Choreografien sind super, auch die Musik und die magischen Momente sind gut. Aber bei den Preisen, kann man mehr machen, bzw. erwarte ich mehr. Ich habe Mary Poppins am 03.12.16 um 19:30Uhr gesehen.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Positiv überrascht

15.10.2017 - Ich hatte nicht vor extra für schikaneder nach Wien zu reisen. Aber es hat sich sehr gelohnt. Ich sah die Vorstellung am 27.12.16 Ich bin total begeistert was die VBW da wieder mal auf die Bühne gebracht haben. Klar hervorheben möchte ich Katie Hall mit ihrer grandiosen Stimme. Die Story ist einfach aber die Musik himmlisch und entschädigt die seichte Story. In Deutschland, könnte ich mir dieses Stück jedoch nicht vorstellen, dort würde das Stück nicht sehr lange laufen, leider. Echt ein grandioses Meisterwerk. Die Songs gehen so ins Ohr und man summt noch den Abend die Songs vor sich hin. Was für eine tolle Show. Klasse!

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Es ist ok und sehenswert

15.10.2017 - Ich habe die Vorstellung am 17.01.2017 gesehen. Ich fand die Musik sehr gut. Die Cast möchte ich hier besonders hervorheben. Das Orchester spielte auch super. Großes Minus ist für mich aber das Bühnenbild und die komische Story, man hätte viel mehr daraus machen können. Mit dieser tollen Cast, hätte man so viel mehr bewegen können und die Story, hätte man besser und nicht so kompliziert umsetzen können. Mein Fazit: Im großen und ganzen ist es abe sehenswert. Aber einmal sehen reicht mir.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


WOW!

15.10.2017 - WOW, was für ein Spektakel am 11.03.17 um 19:30Uhr im Metronom Theater Oberhausen. Das Bühnenbild ist schöner und bunter wie in Hamburg. Klar hervorheben möchte ich Sabrina Weckerlin als Kala. WOW! Das negative ist nur dass die Karten zu teuer sind, wenn man am Samstagabend fast nur zweit Besetzung bekommt und ein kleineres Orchester. Schade. Ansonsten ist das Musical sehr sehenswert und spektakulär. Einfach WOW!

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Super!

15.10.2017 - Rebecca zählt zu einen meiner absoluten Lieblingsmusicals. Auch in Tecklenburg funktionierte es wieder mich zur Gänsehaut zu bewegen. Leider muss man in teckenlenburg ein paar Abstriche machen zur Stuttgarter Inszenierung: diese wären einerseits die Kostüme, das Bühnenbild und auch das Finale ist nicht vergleichbar mit Stuttgart. Dafür finde ich die Idee mit den Schatten gar nicht schlecht und sehr kreativ. Die Besetzung reist eh alles heraus. Pia als Mrs Denvers einfach nur WOW und ihre Mimik und Gestik ist echt der Hammer. Ihre Stimme ja sowieso. Milica einfach großartig. Und Jan auch absolut toll. Auch das Ensemble macht seine Rolle super. Das Orchester spielt klasse und ist auch richtig voll. Ich hoffe Rebecca kommt bald wieder in ein schönes Theater. So ein Stück wie Rebecca darf nicht einfach von der Bühne verschwinden. Es ist echt schön. Rebecca kann man nur genießen und es zählt für mich zu einen der besten Musicals überhaupt.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Das war ein Satz mit X

15.10.2017 - Also vorweg ich liebe Musicals und ich liebe boybands. Was ich gestern am 14.10.2017 in München erlebt habe war das schlimmste was ich je erlebt habe. Die Show hat mich total peinlich berührt. Es war so sexistisch und scheußlich aufgebaut. Einzig die Darsteller konnten super tanzen und singen. Jedoch ein Musical ist das ganze überhaupt nicht. Der zweite Akt war besser als der erste. Im ersten Akt war ich nur peinlich berührt und dachte um Himmels Willen wo bin ich da nur gelandet. Es war so schlimm... Es ist eine Comedyveranstaltung und kein Musical. Daher weil ich es von der Musicalseite betrachte einen Stern. Wenn man es als Show oder comedie betrachtet würde ich 4 Sterne geben. Aber ein Musical hat eine sinnvolle Handlung und diese fehlte von vorne bis hinten. Es war einfach nur peinlich
Wie meine Vorgängerin kann ich nur sagen, dass die Damen alle sehr gefeiert haben. Für mich ist jedoch keine Handlung ersichtlich.

Mopelmue (23 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Man bedenke bitte die Relationen...

15.10.2017 - Ich war ebenfalls in der zur Kurz-Renzension besuchten Premiere. Tut mir leid, keinesfalls war das Orchester aus unserer Sicht zu laut, eher im Gegenteil, in mancher Situation hätte es noch stärker die Szenen unterstreichen dürfen. Ja, Joe Gillis ist in seiner Rolle zu alt, ok, auch das kann man verschmerzen.

Langweilig und die Stimmen werden bemängelt...naja, jeder darf seine Meinung haben und man sollte sich nicht abschrecken lassen. Bei einem Kartenpreis von 35€ für die beste PK und dem Wissen in einem Stadttheater zu sein, welches neben dem Star Norma bzw Isabel gute Leute besetzt hatte, hat man aus meiner Sicht schon oft ganz anderes gesehen. Mich haben neben Isabel Dörfler als Norma speziell Heiko Walter als Max und auch Hardy Brachmann als Joe stimmlich und darstellerisch überzeugt. Wir hatten einen tollen Abend. Das überwiegende Publikum schien das, dem Applaus entsprechend, ebenfalls so zu sehen. Bei den Preisen einer Produktion der Stage, hätte nicht mal einer von uns vieren, die das Stück verfolgen durften, einen Platz in der PK 1 bekommen. Also immer mal ganz ruhig bleiben...

andycibis (26 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Schwelgen in Erinnerungen an die Kindheit

14.10.2017 - Vorab, die Bewertung bezieht sich auf die öffentliche Generalprobe, ggf. gibt es zur finalen Version noch einige Änderungen. Was der von mir sehr geschätzte Thomas Hermanns hier auf die Bühne bringt hat Hand und Fuß, NUR bitte erwartet kein Musical. Vor der Pause ist es ein erweitertes XXL-Comedyprogramm, in dem Moderator Dittmar Bachmann zum Thema Zusammenstellung einer Boyband ausführlich erzählt. Der zweite Akt liefert dann eher Schlag auf Schag die großen Hits. Dem Ende fehlt meiner Meinung nach etwas, die Darstellern werden viermal vorgestellt, geben noch ein paar Zugaben nach dem Best-off-Singslong und Ende.

Ich fand den Humor im Stück sehr gelungen, wie da liebevoll mit Augenzinkern und mit dem notwendigen Respekt eine Hommage an die Geschichte der Boybands erzählt wird. Die Darsteller waren wirklich gut gecastet, aber es ist abzusehen, das es hier (wie bei den Bands) wenig Mitte geben wird. Wer mit den Bands groß geworden ist und die Songs mag soll hingegen, ansonsten hm, vielleicht besser das Geld woanders anlegen. Das anwesende Publikum (vor allem die Damenwelt zwischen Mitte/Ende 20 bis Mitte 30) hatte überwiegend großen Spaß.


Besuchte Vorstellung:
28.09.17 - Theater am Marientor, Duisburg

Inszenierung: 3,5 von 5
Musik: 2,5 von 5
Besetzung: 2,5 von 5
Ausstattung: 1,5 von 5

Gesamtfazit: 2,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Tolles Orchester, sehenswerte Produktion

14.10.2017 - Nach Dortmund war ich nun auch in Bonn in "Sunset Boulevard" und ich möchte mich hier wirklich kurz halten. Auch in Bonn erlebt man das Musical mit großem Orchester (wo gibt es das heute noch), in der bewährten Inszenierung und einer namhafen Besetzung. Ich hatte mir bewusst, die Vorstellung mit Helen Schneider ausgesucht, ganz großartige Leistung. Eine absolut sehenswerte Produktion, alle die es noch nicht gesehen haben sollten sich einen Besuch überlegen.

Besuchte Vorstellung:
01.10.17 - Opernhaus, Bonn

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,5 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Einfach nur Klasse!

14.10.2017 - Tolle Darsteller, tolle Musik und ein tolle Abend.
Wir haben gelacht und geweint!

NattiBerger (erste Bewertung)


1:1 Kopie von IWNNINY - allerdings mit seichterer Story ohne Tiefgang

09.10.2017 - Die VBW haben mal wieder ein neues Musical herausgebracht - dies ist sehr begrüßenswert - der Unterhaltungsfaktor und der Schauwert sind sehr hoch - Geschichte und Charaktere triefen nur so vor Kitsch und alles in allem ist es ne große Show-Revue geworden die auf "Hochglanz" steril hochgestimmt ist ohne echtes Gefühl - die Darsteller sind aber alle sehr gut und die Musik von Rainhard Fendrich bringt Schwung und gute Laune...

Als in Wien IWNNINY aufgeführt worden ist hat die Presse vor allem kritisiert, dass die VBW nicht auf die Idee gekommen sind und somit die Welturaufführung in Deutschland und nicht in Wien stattgefunden hat.

Dies hat Indendant Struppeck nun beherzigt und eine Kopie versucht - das Resultat ist ne große Show mit einer riesigen Hotel-Torte - das erinnert total an die Szene: "Bleib doch bis zum Frühstück" aus IWNNINY - nur anstatt eines Schiffes ist nun der Handlungsort das Hotel Edler - Rückseitig gibt es eine multifunktional einsetzbare Video-Wall-Wand die die Rezeption und andere Örtlichkeiten darstellt und wo die Showtänze statt finden - im 2. Akt gibt es dann noch ein großes Gebirge mit Steinbock in dem eine Berghütte integriert ist...

die Story ist schnell erzählt -Hollywoodstar Emma Carter kommt für den Opernball nach Wien zurück und checkt im Hotel Edler ein - dies soll eigentlich "geheim" bleiben allerdings hat Page Felix es schon via Facebook gepostet und so ist die Presse und die "Schikeria" bereits da - die Hotelchefin Romy Edler lebt für ihr Hotel und arbeitet auf den 5. Stern hin so ein Skandal ist natürlich nicht toll und es gibt Konflikte mit ihrem Sohn Josi Edler der andere Vorstellungen hat das Hotel zu führen er nimmt es auch auf sich, die Diskretion verletzt zu haben und es hinausposaunt zu haben, dass Emma Carter im Hotel zu Gast ist - der Manager Richard Rattinger is Not amused - Josi Edler entschuldigt sich bei Emma Carter mit einer Edler-Torte - dabei kommen sich die beiden näher und er erfährt wie normal dieser Hollywoodstar doch ist - getrieben wird sie von ihrem Manager hat auf die Art und Weise allerdings keine Lust und möchte ernsthafte Filme drehen und keine erfundenen Skandal-Geschichten für die Presse abliefern - es soll am Opernball verkündet werden, dass sie mit dem argentinischen Fußballstar Pablo Garcia zusammen sei - auf den Ball hat sie allerdings überhaupt keine Lust und fragt Josi ob er sie begleiten würde zum Entsetzen von Richard - Josi führt Emma durchs Hotel die beiden schließen sich versehentlich im Kühlraum ein - Panik macht sich breit wo die beiden denn sind - werden befreit und es kommt der Fußballstar Pablo an den Josi als Werbung zur Eröffnung des erneuerten Fitness-Raumes angeworben hat...Emma und Josi entliehen inkognito in die Wiener Nacht werden von der Polizei gesucht - Emma zeigt Josi per Hubschrauber ihre Heimat dabei landen sie auf der Familienberghütte und verbringen die Nacht zusammen - am Morgen danach steht die Presse vor der Berghütte Emma ist enttäuscht von Josi und denkt er hätte die Presse informiert - in Wahrheit war es ihr Manager Richard - Emma will Josi nicht mehr sehen am Schluss wird aber alles gut - Emma gesteht Josi ihre Liebe auf dem Opernball feuert Richard und Pablo sagt dass er schwul sei - das Hotel bekommt den 5.Stern und die Eltern von Josi die sich auseinandergelebt haben finden wieder zueinander überschreiben Josi das Hotel und gehen in eine Auszeit...

die Szenen sind so arrangiert, dass sämtliche Fendrich Songs hineinpassen - d.h. oftmals passen sie gar nicht aber werden gnadenlos abgespult - kaum war mal ne Ballade oder etwas zum"nachdenken" wurde sofort das Tanzensemble animiert mit aufreizenden erfinderischen fiktiven Glamour-Kostümen einen Fendrich Hit rauszuhauen wie "Blond" - "Es lebe der Sport" "Macho Macho" usw...

die Witze und Sprüche sind einerseits sehr lustig es werden Szenen eingebaut die an "Herzblatt" erinnern mit genau den selben Sprüchen wie damals in der Fernseh-Show - Dolores Schmidinger is die 70-jährige Concierge im Hotel und mischt den Laden auf - allerdings kann man Ihre "übertriebenem" immer gleichen Witze und Anekdoten irgendwann auch nicht mehr hören - einfach zu plump wenn sie sagt: Romy Schneider hätte ihr die Filmkarriere versaut oder sie hätte ja den Friedensnobelpreis erhalten allerdings kam ihr da Mutter Theresa zuvor oder sie hätte mit Johann Strauss getanzt - Vater oder Sohn? - Mit beiden natürlich...irgendwann is dieses Anfangs lustige erfrischende Perfirmance von ihr aufgebraucht und sie nervt nur noch

Carin Filipcic und Andreas Steppan vor allem er haben schöne Songs - wenn die beiden bemüht sind etwas "ernsthaftes" in die Handlung einzubringen oder eine schöne Ballade singen wird diese Szenerie sofort wieder durch das Tanzensemble mit "Macho Macho" usw durchbrochen - echte Gefühle Fehlanzeige man fühlt nicht mit und das ist Schade...

Genauso bei Lukas Perman & Irena Flury die wunderbar singen und spielen - man fühlt nicht wirklich mit da es kein echtes "Drama" oder auch keinen sinnigen Geschichtsverlauf mit Tiefgang gibt...

Die Show ist auf hohem Niveau inszeniert - wer was schönes sehen will (Bühnenbild & Kostüme) und die Songs vom Fendrich mag kommt auf seine Kosten - es ist eine gute Laube Show die allerdings deutlich nicht an Shows wie IWNNINY oder "MAMMA MIA" heranreicht - es ist eine Revue schön und gut aber alles recht platt mit ausgetretenen Klischees und Platitüden - die Präsentation der Songs is das wichtige nicht die Geschichte....

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Die legitime, geniale Tochter von Rocky Horror und Little Shop!

09.10.2017 - Wenn es jemals einen wirklich würdigen Nachfolger in der Tradition von "The Rocky Horror Show" und "Little Shop of Horrors" gegeben hat, dann ist es dieses vor Pointen nur so strotzende Horror-Rock-Musical.
Basierend auf einem grausam schlechten B-Movie aus der "Troma"-Familie wird hier absichtlich kein Genre-Klischee ausgelassen, sowohl was eben das Horror-, als auch das Musical-Genre angeht.
Den ersten großen Lacher erntet die Show tatsächlich bereits 10 Sekunden nach Showbeginn und sie lässt einem dann auch im Verlauf kaum Zeit, einmal Luft zu holen.
Bei Songtiteln wie "Thank god she's blind" oder "Evil is hot" weiß der sich königlich amüsierende Zuschauer, wohin die Reise geht.
Und auch vor dem großen Vorbild "Rocky Horror" wird sich im Laufe des Geschehens verbeugt, während andere Klassiker wie "Wicked", "Phantom" und sogar "Hamilton" ihr Fett abkriegen.
Die 5 Darsteller, die, bis auf die beiden Hauptpartien Toxie und Sarah unzählige Ensemblerollen spielen, sind durch die Bank weg hochtalentierte Komödianten und begnadete Rocksänger!
Die einprägsamen Songs aus der Feder von David Bryan (Keyboarder von Bon Jovi und Author des Musicals "Memphis") rocken dermaßen die Bude, dass es eine Freude ist.
Nach dem ersten Akt war meine Brille von Lachtränen so verschmiert, dass ich nicht mehr durchschauen konnte.
Ich weiß nicht, ob ich im Theater jemals so gelacht habe, aber in einem Musical sicher nicht.
Für mich die absolute Entdeckung diese Trips! GROSSARTIG !
Uneingeschränkte Empfehlung: HINGEHEN!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Tolle Musik mit fantastischer Botschaft

08.10.2017 - Ich habe die Show in London gesehen und war gespannt, was den Hype um diese Show ausmacht.

Fazit: Es hat sich gelohnt!

Eine berührende Geschichte um 2 Männern, die erkennen müssen zu sich zu stehen und nicht immer nur in den Vorstellungen Ihres Vaters zu verharren.

Die Geschichte ist nach einer wahren Begebenheit, was mich sehr beeindruckt hat. Inhalt kann man ja oben lesen, deswegen kommen ich gleich zur Bewertung.

Ich hatte an diesem Abend die gesamte 1. Cast auf der Bühne, die mit viel Liebe und Energie sich in das Geschehen geworfen hat. Ich sass im Rang, und hatte das Gefühl das die Musik manchmal lauter sein könnte.

Die beiden Haupt Protagonisten Charlie ( David Hunter ) und Lola ( Simon - Anthony Rhoden ) spielen gut, überzeugen gesanglich leider nicht voll und ganz, da man bei Lola manchmal denkt, dass die Songs zu hoch sind, und bei Charlie etwas Drive und Klarheit fehlt.

Abräumen kann Veritt Rushworth als Lauren mit ihrem Spiel und ihrem Solo, "histroy of wrong guys".
Mit ein Highlight des Abends.

Alles weitern Rollen reihen sich gut ein und machen den Abend zu einem unterhaltenen und liebevollen Abend mit der Botschaft: " Be yourself"

Wirklich sehenswert!

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Musikalisch zu eintönig

07.10.2017 - Ich finde die Handlung eigentlich sehr schön. Das Bühnenbild ist zwar ziemlich monoton, aber damit könnte ich auch noch leben.

Aber was mich wirklich stört, ist die eintönige Musik von Phil Collins. Der ist ja immer schon bekannt dafür gewesen, dass sich seine Musik immer gleich anhört, als würde man an einem Stück denselben Titel hören. Und das ist leider auch bei Tarzan der Fall.

Marten (5 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Solide Unterhaltung

07.10.2017 - Das Stück bietet solide Unterhaltung, tolle Musik, schillernde Kostüme und erstklassige Stimmen.

Inhaltlich mag es ein paar Längen geben und auch ich kenne Stücke, die mir noch besser gefallen, aber es ist immer noch eines der Top-Musicals und hat für mich 4 von 5 Sternen absolut verdient.

Marten (5 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Gute Laune und mitreißende Musik mit wichtiger Botschaft

07.10.2017 - Einerseits ist Kinky Boots ein Musical, das unglaublich gute Laune macht, sehr witzig ist und mit mitreißender Musik aufwartet.

Aber gleichzeitig hat es eine wichtige Botschaft - andere so zu akzeptieren wie sie sind und nicht nach Äußerlichkeiten zu gehen. Und dann stellt man fest, dass man oft mehr gemeinsam hat, als man auf den ersten Blick dachte.

Don't judge a book by its cover.

Marten (5 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Wundervoll - That's Entertainment

07.10.2017 - 42nd Street ist echt die Sensation.

Ich bin da sogar noch ein zweites mal rein, weil man beim ersten Sehen gar nicht alles erfassen kann.

Mitreißende Musik und Choreographien, erstklassige Darsteller und ein phantastisches Orchester, dazu eine wahre Flut toller Kostüme und Kulissen. Dieses Stück hat echt alles, was gutes Musiktheater ausmacht.

Das ist ein Stück, was jeder Musical-Fan (wenn er die Möglichkeit dazu hat) gesehen haben sollte.

That's Entertainment.

Marten (5 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Schönes neues Musical - tolle Geschichte - super Darsteller

06.10.2017 - Endlich mal wieder ein intelligentes schönes neues Musical in der Stadt an der Donau - nein die Rede ist nicht von "I Am FROM AUSTRIA" dazu mehr in einem Extra-Beitrag - also kein Bombast-Musical der VBW sondern ein mit im Rahmen einer Crowdfunding Aktion (an der sich neben mir meine 18 Mitfahrerinnen und Mitfahrer beteiligt haben) finanzierten Uraufführung des neuen Stücks von RORY SIX in einer ehemaligen Bäckereihalle der Kette Anker in der Expedithalle Wien!

Die Location ist zweckdienlich man hätte sich auch was urbaneres wünschen können - aber der Ton war nach einem Mikrofonausfall am Anfang der Show akzeptabel - man verstand alles - ansonsten hatte die Halle den Charme einer Mehrzweckhalle in der ein Bühnenpodest aufgebaut war und normale Bürostühle in 3 Blöcken drumherum gepaart waren -

es war auch in der 2. Show sehr gut besucht allerdings leider nicht ausverkauft - auch die Wiener scheinen lieber das 10.000 Mal die Vampire angucken zu wollen als ein neues schönes kreatives Musical mit einer sehr berührenden emotionalen Geschichte und vielen tollen melodischen Songs mit ausdrucksstarken intelligenten Texten...

Die Geschichteentspringt aus einer nordischen Sage - in dieser verliebt sich allerdings eine Frau in den Mond hier ist es ein Mann - allerdings gibt es im Stück eine Überraschung wie toll man dies "verbinden" kann zu einer "Dreiecksbeziehung"

Prinz Álvar Prinz soll eine Zweckhochzeit mit Berit eingehen um seiner Mutter Königin Hilla ein neues mächtiges Stück Land mit Gold, Diamanten und Reichtum zu sichern! Álvar liebt seine Jugendfreundschaft jedoch nicht - als er alleine auf dem See segelt verliebt er sich in einen Mann der sich später als Mond herausstellen wird...seine Mutter bleibt allerdings hart Álvar muss Berit heiraten - und ab der Hochzeit sieht er den Mond nicht mehr - Halt gibt ihm sein jüngerer Bruder Finn der seine Geliebte Nora als tollpatschige Haushaltshilfe an den Hof seiner Mutter "eingeschleppt" hat - diese wird von ihm Schwanger - der erste Schock für Königin Hilla! Als Álvar ihr gesteht einen Mann zu lieben is sie außer sich das traditionelle Weltbild und die Pflicht des Monarchen für das Land stehen bei ihr an erster Stelle - Álvar verlässt den Hof und somit nimmt Finn und Nora die Position der Nachfolger ein - Álvar und Berit sind zusammen mit LUNA...denn Träume werden wahr...

Die Darsteller allen voran Rory Six als Prinz Álvar, Cale Kalay als Mond, Roberta Valentini als Berit, Katja Berg als Königin Hilla, Ulrike Figgener als Nora und Vincent Bueno als Finn sind hochkarätig besetzt und jeder setzt seine Stimmenstärke und schauspielerische Fähigkeit ein um dieses Magische Musical zum Leben zu erwecken!

Die Darsteller und die Tänzer schaffen es mit wenigen Requisiten wie nem Stuhl für die Königin und Sektgläsern vor allem aber den unzähligen selbst gebastelten Laternen von Rory Six alles Unikate von groß bis klein die Zuschauer in die Geschichte voll mitzunehmen und zu berühren!

Schauspielerisch muss man Katja Berg ein absolutes Kompliment machen sie hatte mit "Die Entscheidung ist gefallen" und "Die Galerie" die powervollsten Songs der Show und wie sie mit ihrer Komik und ihrer Gestik artikuliert und arbeitet ist einfach großartig..

Rory Six hat unendlich viele schöne Melodien kreiert die auf der schönen CD alle nachzuhören sind die ebenfalls per Crowdfunding auch mit unserer Unterstützung ermöglicht worden ist - Gott sei Dank - denn das ist ein Musical mit einer besonderen Qualität und Güte, dass hoffentlich noch oft gespielt und aufgeführt werden wird (auch mal in einem echten Theater) - es ist schon ein Armutszeugnis, dass bei der Präsentation 2016 so viele Theaterindendaten und Produzenten da waren und niemand von denen hatte den Mut dieses Stück zu produzieren - das ist leider immer noch die Realität im Jahr 2017 - warum soll man Neues schaffen wenn man mit altem vieles und gutes Geld scheffeln kann? Da brauchen sich die Damen und Herren aber auch nicht zu wundern, dass es immer noch nicht sehr viele neue Komponisten und Autoren gibt...

deswegen größten Respekt an die Leute der Theatercouch was die da tolles auf die Beine gestellt haben ist bewundernswert - leider wird es die Theatercouch in Zukunft auch nicht mehr geben...sehr schade

Ach ja begleitet wurden die 6 Solisten vom über 50 köpfige LUNA-Chor! Ganz toll

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Fast schon eine Frechheit ...

05.10.2017 - ... so viel Geld zu verlangen für eine Produktion, die dermaßen schlecht ist! Bei dem Preis erwartet man eine professionelle Vorstellung eines altbekannten Stückes. Statt dessen erwarten einen laienhaftes Schauspiel mit dünnen Stimmen. Wäre nicht das ansehnliche Bühnenbild, würde man die Leistung eher in einer Schulaula vermuten. Wieso werden die wichtigsten Rollen von Leuten besetzt, die keine Musical-/Schauspielausbildung haben? Gibt es nicht genügend ausgebildete Musicaldarsteller in Deutschland? Das nicht vorhandene Schauspiel mit den hölzernen Dialogen tat fast schon weh beim Zuschauen, die dünnen Stimmen konnten nur mit Hilfe der (sehr guten) Technik im Mehr-Theater einigermaßen ausgebügelt werden. Nein, die Produktion ist ihr Geld nicht wert - wir sind übrigens in der Pause gegangen, meine Meinung entstammt also nur der ersten Hälfte des Stückes.

Tajana (5 Bewertungen, ∅ 1.4 Sterne)


Düstere Musicaloper für Herz und Hirn

03.10.2017 - Ein bewegendes absolut sehenswertes Theaterereignis, dass kein Musicalfan verpassen sollte. der Glöckner ist das Gegenteil von Aladdin: düster, dramatisch und ergreifend statt bunt und fluffig, kreative Theatermagie statt fliegender Teppich und Konfetti, Authentizität und richtiges Mittelalter statt Jazzclub in Arabien, eine mitreißende und anspruchsvolle Geschichte, statt in die Länge gezogener Oberflächlichkeiten. Und selbst die Musik ist gänzlich anders als beim anderen, obwohl vom gleichen Komponisten geschrieben. Alan Menken hat mit dem Glöckner eine epische, opernhafte Partitur gezaubert, nicht einfach, verschachtelt, wenige Ohrwürmer, aber stets melodisch und passend zur Geschichte. Mit dieser Inszenierung erhält die Musik ihre meisterhaft visuelle Umsetzung. Und meisterhaft gesungen und gespielt von einer First-Cast im wahrsten Sinne: David Jacobs lebt den Glöckner und erobert das Herz der Zuschauer im Sturm. Felix Martin - böse aber auch menschlich, Sarah Bowden - so stellt man sich Esmeralda vor, Jens Janke - Bravo Bravo Bravo auch dem Chor und der gesamten Cast!
Was mir nicht gefallen hat und den 5. Punkt verloren hat: kein Humor. Und die neu hinzu geschriebenen Songs erscheinen beliebig. Eine auflockernde Szene wie "Ein Mann wie Du" aus der ersten Berliner Version hätte der Inszenierung nicht geschadet und dem Stück den Anstrengungs-Faktor etwas gemildert. Denn auch im gegsnsatz zu Aladdin: der Glöckner ist nicht leicht.
Es war bis jetzt mein 4. Glöckner: 2 x Berlin am Potsdamer Platz, auch schon düster, aber noch mit Disney Kitsch. Die französische Version von Luc Plamondon, die musikalisch gefälliger ist.
Und nun eben diese Berliner Neu-Inszenierung. Die mir am besten gefallen hat ! Must-See!
Freitagabend: Erstbesetzung. Weit über 90% Auslastung im Parkett, erster Rang offen. Scheint ein Hit in Berlin ?

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Viel richtig gemacht, trotzdem kein Abend, der im Gedächtnis bleibt

03.10.2017 - Die Story von "Girl from the North Country" ist schnell erzählt:
In einem Gästehaus treffen sich in den USA der dreißiger Jahre einige illustre Menschen. Im Laufe des Stückes erfahren wir, die deren Schicksale miteinander verbunden sind.
Das Ganze wird untermalt von einer hervorragenden Live-Band und auch die Darsteller selbst bedienen ab und an gekonnt die (Schlag-)Instrumente.
Bob Dylans Songs eignen sich bestens, um die Charaktere zu zeichnen und die Geschichte zu bebildern. Man muss nicht den ganzen Dylan-Songkatalog im Kopf haben, um die hervorragenden gesanglichen Leistungen genießen zu können. Interessant hierbei ist, dass ich das Stück nicht als Musical, sondern als Schauspiel mit Musik bezeichnen würde; sind doch die Darsteller in erster Linie hervorragende Schauspieler und in zweiter Linie (für Großbritannien gar nicht erstaunlich) auch eben so hervorragende Sänger.
Alles ist sehr gut gemacht, alles sieht edel aus, alle Rollen sind fantastisch besetzt. Hervorheben möchte ich trotzdem Shirley Henderson, die als an Alzheimer erkrankte Mutter eine unter die Haut gehende Performance abliefert.
Geht aber auch die gesamte Show unter die Haut? Nein, leider nicht. Ich kann nicht formulieren, woran es liegt, vielleicht liegt es auch an einfach an gar nichts: der Abend bietet beste Unterhaltung und dennoch bleibt nicht viel zurück.
Im Theater wurde die frisch gepresste CD dieser Uraufführung verkauft. Bevor sich der imaginäre Vorhang des Abends hob, hatte ich mir vorgenommen, sie am Ende zu kaufen. Nach der Vorstellung habe ich diesen Gedanken verworfen.
Trotzdem war es ein rundherum gelungener (wenn eben auch nicht bleibender) Einstieg in meinen "theatralischen" London Trip.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Perfektes Konzert mit Höhepunkten aus der Filmgeschichte

03.10.2017 - Im sehr gut gefüllten aber nicht ausverkauften Friedrichstadt präsentierten die 5 Superstars des Musicals in 5 Blöcken eine sehr gute Mischung und Auswahl an Klassikern der 120 Jährigen Kino-Film-Song-History!

Fast alle hatten bei ihrer Auswahl der Songs ein glückliches Händchen und so war es eine Freude den 27 Songs plus 2 Zugaben zu lauschen - Stimmen, Verständlichkeit und Akkustik perfekt. wenn da nur das Publikum nicht gewesen wäre für dieses Verhalten gibt es einen Stern Abzug - fast bei jedem Song wurde drauf los geklatscht und grad bei den Flotten fühlte man sich wie in einer 3. klassigen Schlager-Show aber nicht wie in einem professionellen Musical-Konzert - die Gesamtstimmung konnte dieses Verhalten allerdings nicht trüben...

Los ging es mit der MGM-Fanfare danach kam die Cast
Mit Don't YOU Forget about me aus The Breakfast Club

Dann folgte der erste Block 60 & 70er Jahre

Alex & Mark: MRS ROBINSON aus Die Reifeprüfung
Andi mit Bright Eyes aus Watership Down
Cast: Grease Medley

Dann der Disney Block - Sabrina ist leidenschaftlicher Disney Fan:

Pia Douwes mit Das Farbenspiel des Winds aus Pocahontas
Andi mit Under The Sea aus Arielle
Sabrina mit ihrem Lieblingscharakter Elsa: LET IT GO aus Die Eiskönigin
Andi & Pia Beauty & The Beast Schöne & Biest

80er Jahre der größte Block

Sabrina: What a Feeling (Flashdance
Alex: Against all ODDS
Andi & Sabrina: Never Endung Story (Die unendliche Geschichte
Mark & Pia - UP Where we Belong (Ein Offizier und Gentleman)
Cast: Saturday Night Fever
Pause

Alex: EYE OF THE TIGER aus Rocky
Pia: THE WIND BENEATH MY WINGS (Freundinnen)
Andi: Would't it be Good aus Gotcha
Sabrina & Pia: INTO THE GROOVE (Susan verzweifelt gesucht)

The 90 & The 2000s

Alex: When YOU say nothing at all (Notting Hill
Sabrina It Must have been Love (Pretty Woman
Mark: Everything I DO aus Robin Hood
Pia: I WILL ALWAYS LOVE YOU (Bodyguard

Andi: Sie sieht mich nicht aus Asterix
Cast: My Heart Will Go on (Titanic

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Witzig, charmant und auf den Punkt

02.10.2017 - Ich hatte das Glück diese wunderbare Inszenierung am Sonntag den 1.10. zu sehen und ich war begeistert. Das Bühnenbild ist schlicht weg passend gestaltet und mit liebe zum Detail. So ist der graue Block nicht nur Fassade sondern auch die Räume innen sind bespielt und von außen einsehbar. Aber das größte Lob hat das Ensemble verdient. Hier ist Arbeit auf den Punkt gebracht. So ist für den Zuschauer zu merken, das eine hohe Spielfreude vorhanden ist und der Charme und Witz der teilweise sehr viel Satire beinhaltet kommt beim Publikum an. Die Körperliche Leistung drei Stunden mit erhobenen Armen den Puppen Leben einzuhauchen ist den Darstellern nicht anzusehen, ganz im Gegenteil hat man das Gefühl es wäre ein Kinderspiel. Ganz besonders hervorzuheben ist das grandiose Zusammenspiel der Darsteller wenn zu zweit eine Puppe bespielt wird und es einem vorkommt als würde ein dreiarmiger Menschen diese Puppe spielen. Der Rollenwechsel zwischen den Puppen ist klar und präzise. Keine Vermischung der Stimmen obwohl Puppen gleichzeitig oder direkt hintereinander gespielt werden. Große Leistung.
Ich hatte viel Spaß und hoffe das es noch viele andere Vorstellungen gibt, die mit ständig Ovationen belohnt werden.

Ich möchte hierbei nochmal allen Instanzen der Inszenierung danke von Regie, über Kostüm und Puppen Bau bis hin zum Orchester unter einer grandiosen musikalischen Leitung.

Ich freue mich schon es in einem Monat wieder sehen zu dürfen.

Liebe Grüße
DerSebi

DerSebi (erste Bewertung)


Kleine Stadt Großes Theater

01.10.2017 - Die Darsteller wurden sehr passend ausgewählt. Der 1. Akt ist witztig. Der 2. Akt wunderschön und traurig zu gleich.

FANUBS (2 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


Tragisch und berührend

30.09.2017 - Die tragische Geschichte eines sensiblen, intelligenten, talentierten Mannes, dessen Gesicht entstellt ist und der durch Häme und Ausgrenzung zum Mörder wird und in der Pariser Oper sein Unwesen treibt.

In Kombination mit der Atmosphäre der Ausstattung und der schönen Musik ein Meisterwerk und ein Musical-Klassiker.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Verzaubert mich immer wieder

29.09.2017 - Wicked verzaubert mich immer wieder neu.

Alleine schon die Idee, eine bekannte Geschichte völlig neu zu erzählen und zu fragen, ob wirklich alles so offensichtlich ist, wie es scheint, finde ich genial. Dass das alles mit der Original-Geschichte so zusammengreift und sie in völlig neuem Licht erscheinen lässt, ist wirklich sehr raffiniert gemacht.

Und dann natürlich die wunderschöne Musik, die einen von der ersten bis zur letzten Minute fesselt, berührt und Gänsehaut bereitet.

Auch die Ausstattung ist passend bis ins kleinste Detail. Alleine schon die Detailverliebtheit der Kostüme ist sehenswert.

Es gibt vielleicht andere Stücke, die mir persönlich noch einen Tick besser gefallen und wo ich im Zweifel eher reingehen würde, aber wenn alles richtig gemacht wurde, muss man fairerweise 5 Punkte vergeben.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Ich kann den Kult darum nicht verstehen

29.09.2017 - Das Opening ist wirklich optisch beeindruckend. Ebenso wie das Finale.

Und die Kostüme sind sehr innovativ.

Aber von der Handlung her finde ich es über weite Strecken langweilig. Und bis auf die 3-4 bekannten Titel ist die restliche Musik auch eher schwach und wirkt eher wie untermalende Filmmusik als wie Musical-Songs, die die Handlung transportieren.

Das kann man sich mal angucken, aber dass das schon so lange läuft kann ich nicht nachvollziehen und den Kult-Status kann ich beim besten Willen nicht verstehen.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Farbenprächtig, aber albern

29.09.2017 - Die Ausstattung ist wirklich sehr farbenprächtig, ganz so wie man es von einem Stück aus "1001 Nacht" erwartet.

Und der Flug des Teppichs ist ein wunderschönes Stück Bühnenmagie und wirklich romantisch.

Aber sowohl die Rolle des Dschinni als auch die Rolle des Jago finde ich einfach nur albern. Es gibt einen Unterschied zwischen Humor und Albernheit und diese Art von Humor erreicht wohl nur Kinder (für die das witzig sein mag).

Außerdem gibt es im Stück einige Längen.

Wenn Inhalt und Musik stimmen, kann eine tolle Ausstattung das Tüpfelchen auf dem i sein. Aber wenn der Rest nicht überzeugt, kann die Ausstattung das auch nicht retten.

Deswegen kann ich leider nur einen Stern vergeben.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Groovige Musik, aber mit einigen Längen

29.09.2017 - Die Musik ist ebenso wie die Leistungen der Darsteller volle Energie und Groove.

Es gibt auch einige tolle Kostüme und gegen Ende einen Glitzervorhang, der mehr glitzert und schillert als ich es bisher je gesehen habe.

Aber die Story hat auch einige Längen und unterm Strich fand ich es nur mittelmäßig.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Ich bin gespalten

29.09.2017 - Einerseits mag ich den provokanten Humor und die Besetzung ist auch super.

Aber die Ausstattung ist eher schwach und bei der Musik ist außer "Hello" und "Turn it off" nichts wirklich hängen geblieben. Es gibt auch einige deutliche Längen.

Man kann es sich auf jeden Fall mal ansehen, aber den Kult um dieses Stück kann ich echt nicht nachvollziehen.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Gefällt mir nicht

29.09.2017 - Ich kann nicht nachvollziehen, was manche an diesem Stück so toll finden. Mir gefällt es leider überhaupt nicht und es ist einer der seltenen Fälle, wo ich kurz davor war, in der Pause zu gehen.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Gigantisch

29.09.2017 - Ich bin selten im Leben sprachlos, aber bei 42nd Street war ich wirklich sprachlos.

Und überwältigt. Ich musste erst mal eine Stunde durch die leeren Straßen Londons laufen, um die ganzen Eindrücke verarbeiten zu können.

Was die alleine schon an Menschenmassen auf der Bühne, an Kostümen und Kulissen auffahren, lässt einen nur noch staunend und mit offenem Mund auf die Bühne sehen.

Das letzte mal, dass ich so überrascht und überwältigt war, war bei meinem allerersten Musical-Besuch als Teenager. Ich habe seitdem viele andere Musicals gesehen, aber 42nd Street hat mich so gepackt wie mein allererstes Musical: etwas völlig neuartiges, was ich so noch nie erlebt habe.

Die Kritik einer Zeitung "The Mother of all Broadway-Shows" stimmt tatsächlich.

Ich kann es kaum erwarten, hoffentlich bald wieder nach London zu kommen, alleine schon um dieses tolle Stück wieder zu sehen.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Enttäuschend

29.09.2017 - An American in Paris ist leider eines der schwächsten Musicals, das ich je gesehen habe.

Über weite Strecken viel zu langatmig und die Handlung ist so dünn (und teilweise auch wirr), dass es schnell langweilig wird.

Das ist besonders schade, weil es auf so einen bekannten Titel setzt, wo man mehr erwartet und wo man auch mehr hätte rausholen können.

Auch von mir nur einen Stern für Cast und Orchester. Aber weiterempfehlen kann ich dieses Stück wirklich nicht.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Ein zeitloser Klassiker

26.09.2017 - Dieses Stück hält sich nicht ohne Grund schon seit Jahrzehnten in London. Mittlerweile schon über 30 Jahre.

Es hat auch nach Jahrzehnten nichts von seiner Qualität eingebüßt und ist doch immer wieder beeindruckend und zieht einen immer wieder in seinen Bann.

Dieses Stück kann man wirklich als magisch bezeichnen. Und mit dem großen Orchester in London ist es auch akustisch ein Hochgenuss. Man merkt eben doch, wenn ein größeres Orchester spielt...

Bei Titeln wie "Music of the Night", "Primadonna", "Masquerade", etc. habe ich immer wieder eine Gänsehaut.

Und die Geschichte ist so unendlich traurig, dass man trotz aller bösen Taten des Phantoms am Ende Mitleid mit ihm hat. Weil man die Geschichte hinter der Maske kennt.

Ist wirklich ein Klassiker des Musiktheaters und das auch nicht grundlos. Deshalb 5 Sterne.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Langweilig

26.09.2017 - Auch ich finde dieses Stück leider sehr langweilig. Und ich habe in beiden Akten mehrmals auf die Uhr geguckt, wie lange es denn noch dauert.

Auch an der Reaktion des Publikums hat man gemerkt, dass die meisten sehr enttäuscht waren.

Hätte dieses Stück nicht den bekannten Namen, der wohl viele Leute anzieht, wäre es wohl schon längst abgesetzt.

Ich würde es niemandem weiterempfehlen und eigentlich hätte das Stück 0 Sterne verdient, aber für das gute Ensemble und das hervorragende Orchester, die ja nichts für die Qualität des Stücks können, gebe ich dann noch einen Trost-Stern.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Wicked ist schon ein moderner Klassiker

26.09.2017 - Mittlerweile muss man Wicked schon als modernen Klassiker bezeichnen.

Wobei dieses Stück auch die Meinungen spaltet. Ich kenne Leute, denen das überhaupt nicht gefällt oder die es gar langweilig finden, aber auch Leute, die es super finden.

Ich zähle zu letzterem. Man muss natürlich bereit sein, sich auf die Geschichte einzulassen. Es ist halt eine Art Musical-Märchen. Aber wenn man damit kein Problem hat, ist es phantastisch.

Die Musik bereitet mir immer wieder Gänsehaut und das Ende finde ich so traurig, dass ich auch nach wiederholtem Ansehen immer wieder feuchte Augen habe.

Das ist eines der Stücke, die ich mir immer wieder ansehen kann und deshalb auch verdiente 5 Sterne.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


School of Rock

26.09.2017 - Trotz des Titels ist es weniger rockig als vermutet, aber die Musik ist durchaus schön und abwechslungsreich.

Die Besetzung ist erste Sahne (gerade auch die Leistung der Kinder ist hervorragend) und alle Rollen sind perfekt besetzt.

Ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Ist sicher nicht in meiner Top 10, aber auch nicht schlecht und ich habe den Besuch nicht bereut.

Im Vergleich zu anderen Stücken kann ich aber nur 3 Sterne vergeben. Wobei 3 Sterne ja durchaus gutes Mittelfeld ist.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Annie verzaubert das Publikum

26.09.2017 - Ein Klassiker und eine süße kleine Geschichte. Mehrere schöne Melodien und ein überzeugendes Ensemble.

Hat mir gut gefallen, aber im Vergleich zu anderen Stücken kann ich es dann fairerweise doch nur im Mittelfeld verorten.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


Passabel, aber nicht mehr

26.09.2017 - Wer "Black Music" mag (was ich tue), ist hier goldrichtig.

Aber obwohl ich den Besuch nicht bereue, hat es mich auch nicht so richtig begeistert.

Über weite Strecken wirkte es eher wie ein Effie-White-Konzert mit etwas verbindender Handlung.

Würde ich eher so im Mittelfeld anordnen. Wenn man ansieht, wird man gut unterhalten, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich einige andere Shows bevorzugen.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


42nd Street in London ist DIE Sensation

26.09.2017 - Spektakulär...

Sensationell...

Phantastisch...

Wundervoll...

Mir fallen nicht genug Superlative ein, um 42nd Street im Londoner Theatre Royal Drury Lane zu beschreiben.

Ich habe schon viele Musicals in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Großbritannien gesehen. Einige schlechte, viele mittelmäßige, viele tolle. Aber selbst unter den tollen Stücken gibt es nochmal einige wenige, die so herausragen, dass man sie als Perlen des Musik-Theaters bezeichnen muss. Juwelen des Entertainments, die einem selbst nach Dutzenden Musicals noch staunend zurücklassen.

Und 42nd Street in London ist so ein Stück, das ich mein Leben lang nie mehr vergessen werde.

Ich bin eh jemand, der gerne mehrfach in Stücke, die mir gefallen geht. Aber dass ich innerhalb von einer Woche (!) 4-mal dasselbe Stück besuche, ist mir noch nie passiert und hätte ich vorher nicht für möglich gehalten. Aber dieses Stück ist so opulent, dass ich das gar nicht alles nach einem Sehen verarbeiten konnte. Und die Musik, die Choreographien und die Bühnenbilder machen so süchtig, dass man es immer wieder ansehen möchte.

MUSIK:

Die Ohrwürmer 42nd Street, Lullaby of Broadway, We're in the money, Dames, Keep young and beautiful, I only have eyes for you, kennt jeder. Aber auch die anderen Titel, die ich noch nicht kannte sind absolute Ohrwürmer, z.B. das unfassbar witzige "Shuffle Off to Buffalo" oder das kleine, aber nicht minder mitreißende "Go into your dance". Oder das schöne Duett "Quarter to nine". Oder das sehr dynamische "Getting out of town". Und und und... Da ist eigentlich ein Hit nach dem anderen.

ORCHESTER:

Das ganze mit einem Orchester, das aus lauter Solisten zu bestehen scheint und das mir schon bei der Ouvertüre eine Gänsehaut bereitet hat.

DARSTELLER:

Die Hauptrollen sind alle perfekt besetzt. Besser geht es nicht. Die Darstellung ist so genau, die Mimik so perfekt, der Gesang so traumhaft schön, die Ausstrahlung so super.

Aber auch das Ensemble ist so unglaublich toll und in den Massen-Choreographien perfekt synchron und dennoch wirkt es nie dressiert oder zu maschinell.

In jeder von mir besuchten Vorstellung hat mir jeder einzelne Darsteller von den Hauptdarstellern bis zum Ensemble das Gefühl vermittelt, ich säße in einer Premiere. Diese unbändige Spielfreude jedes einzelnen Darstellers war ein Genuss. Perfekt bis ins kleinste Detail und dennoch hat man aufgrund dieser Begeisterung in den Gesichtern das Gefühl, dass jede Vorstellung eine Premiere ist. Das habe ich in dem Ausmaß selbst in London selten erlebt - obwohl die Londoner Darsteller für ihre Qualität bekannt sind.

Und dann natürlich die Masse. Wo hat man schon in jeder Show ca. 50 Darsteller auf der Bühne? Wenn bei Dames das Damenensemble nacheinander durch die Türe kommt, alle in demselben wunderbaren Kleid, aber immer in einer anderen Farbe, hat man das Gefühl, dass es kein Ende mehr nimmt. Man denkt jedesmal: "Was? Kommen noch mehr?"

Und beim Finale auf der großen Treppe ist es mir eiskalt den Rücken runtergelaufen, als die alle von oben auf die Treppe kamen. Sowas habe ich noch nie in meinem Leben erleben dürfen.

Am Ende hätte ich mich am liebsten bei jedem Darsteller einzelen bedankt, dass sie mir so einen tollen Abend beschert haben. Die sind allesamt qualitativ spitze und auf dem höchsten denkbaren Level ihrer Kunst. Und ja, was die da auf die Bühne zaubern, ist wahrhafte Kunst. Das sind keine Leute, die ihren Job machen, wie man es manchmal bei Darstellern das Gefühlt hat, sondern das sind Menschen, deren Leidenschaft die Bühne ist und die das mit größter Perfektion, aber auch immer wieder größter Freude bei der Sache sind (wie gesagt, man hat in jeder Minute ein Premierengefühl) und das habe ich in dem Ausmaß selten erlebt.

CHOREOGRAPHIEN:

Wenn über 40 Leute auf der Bühne synchron tanzen, ist das ein Bild, wie man es nur selten erlebt. Und die Choreographien sind so ausgefeilt und raffiniert und werden von allen Darstellern so perfekt präsentiert, dass man nur noch eines sagen kann:

JA, das ist Entertainment. Und zwar auf der allerhöchsten Stufe.

INHALT:

Eigentlich ist der Inhalt schnell erzählt und es gibt nicht gerade viele Wendungen oder unvorhergesehene Handlungsstränge. Aber dennoch ist es eine schöne Story mit viel Humor und man fiebert mit der unglaublich sympathischen Peggy Sawyer mit.

Und es ist wie gesagt an vielen Stellen wirklich lustig und eine schöne Story, wie ein Mädchen aus der Provinz seinen Traum von der großen Bühnen-Karriere verwirklicht.

AUSSTATTUNG:

Eigentlich genügt immer ein Punkt zur Ausstattung, aber aufgrund der Opulenz muss ich diesmal eigene Punkte für Kostüme, Kulissen und Licht machen.

KOSTÜME:

Ich habe noch nie in einem einzigen Stück so viele spektakuläre Kostüme gesehen. Da sind Kostüme dabei, wo sicher alleine das Aufnähen der tausenden Pailletten Tage gedauert haben muss. Und das mal 40. Und das nur in einer einzelnen Szene. Davon gibt es noch mehr.

Aber auch in den Szenen, wo es nicht um die fiktive Show geht, sondern um Proben, Ball, Cafe, Reise, etc. sind die Kostüme immer toll, sehr elegant und in der Atmosphäre jener Zeit schwelgend.

Aber wie gesagt: in vielen Szenen klappt einem die Kinnlade runter, wie opulent die Kostüme sind und wieviele es sind.

Durch die Masse der Darsteller und die Vielzahl der Szenen mit immer neuen, immer spektakulären Kostümen, wüsste ich gerne, wie viele Kostüme insgesamt verwendet werden, aber es muss im oberen dreistelligen Bereich sein.

KULISSEN:

Das Highlight mag für viele die Treppe am Ende sein, aber auch bei den Kulissen ist das Stück voller Highlights. Z.B. die Drehbühne, wo das Damenensemble liegend Figuren macht, die man dann auf einem riesigen Spiegel, der runterfährt sehen kann. Diesen Effekt kennt man aus alten Tanzfilmen, das live auf einer Bühne zu sehen, ist aber noch mal was ganz anderes. Oder der Schlafwagen bei "Shuffle off to Buffalo", oder das Haus bei "Sunny Side to Every Situation" wo auf jeder Etage Darsteller singen, der Ball im Regency, oder das Finale des ersten Akts bei "We're in the money" und und und...

LICHT:

Oft vergessen, weil gutes Licht eben nicht auffällt, aber hier muss man es wirklich separat loben. Alleine schon wie beim Shadow Waltz im Hintergrund die Schatten zu sehen sind und vorne am Bühnenrand zwanzig Darstellerinnen liegend singen und mit Bodenspots angestrahlt werden ist ein Genuss an Licht-Design.

Oder auch, wie bei "Sunny Side to Every Situation" zunächst nur eine Häuserfassade sichtbar ist, aber dann die Lichter in den Fenstern die Darsteller einzeln durch die Fassade hindurch sichtbar machen und immer die Gruppen sichtbar sind, die gerade singen.

Und und und...

FAZIT:

Ich erwartete ein schönes, opulentes Stück, aber was ich dann erleben durfte, war trotz dutzender Musicals, die ich kenne, ein Highlight und Hochgenuss, den ich mein Leben lang nicht mehr vergessen werde. Dieses Stück ist ganz weit vorne in meiner Top 10.

Wie gesagt: ich schaue gute Stücke gerne öfter, aber dass ich ein Stück viermal hintereinander gucke, habe ich noch nie erlebt und hätte ich nicht für möglich gehalten. Am liebsten würde ich gleich nächste Woche wieder nach London fahren - alleine schon für dieses eine Stück.

Ich bin wirklich platt und muss ganz ehrlich sagen: sowas habe ich noch nie erlebt.

Ich habe gestern nachmittag angefangen diesen Beitrag zu schreiben, aber bis heute gewartet, ihn fertig zu stellen, weil er mir zu euphorisch vorkam. Ich dachte mir "Das glaubt kein Mensch, Du musst wenigstens noch ein wenig Kritik schreiben, damit es glaubwürdig bleibt, sonst denkt jeder, Du würdest bezahlt." Aber ganz ehrlich: selbst bei viel Nachdenken fällt mir kein Haar in der Suppe ein. Das ist einfach eine perfekte Show. Mein einziger Kritikpunkt: diese Show hat mich süchtig gemacht und ich weiß nicht, wie ich es bis zu meinem nächsten London-Besuch (wo das hoffentlich noch läuft) aushalten soll.

JEDER, der das Musiktheater liebt oder sich als Musical-Fan bezeichnet, MUSS diese Show gesehen haben! Und Videos können niemals das Live-Erlebnis vermitteln, aber bei dieser Show noch weniger als bei anderen Shows.

Alleine schon beim Schreiben dieses Beitrags bekomme ich wieder eine Gänsehaut nach der anderen, wie schon im Stück.

Ein Erlebnis, das ich in einer der Shows hatte, fasst es ganz gut zusammen: da saßen hinter mir 5 Leute, die offenbar in London nur ein Stück gesehen haben. Einer der Männer sagte beim Rausgehen mit Freuden-Tränen in den Augen zu einer Frau "Danke, dass Du dieses Stück ausgesucht hast, sonst hätten wir das nicht erleben dürfen."

Trotz vieler Worte, die ich jetzt gemacht habe, fehlen mir eigentlich die Worte, das beschreiben zu können. Nur eines: das MUSS man gesehen haben! Und ich hoffe, dass es noch sehr lange läuft und ich das noch oft sehen werde.

BEWERTUNG:

Ich gebe diesem Stück von 5 möglichen Sternen 100 Sterne. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

Wer dieses Stück nicht live guckt, hat eines der größten Musical-Erlebnisse, das man sich vorstellen kann, verpasst.

MusicalJonas (16 Bewertungen, ∅ 3.1 Sterne)


1001 Disney Nacht

25.09.2017 - Farbenfrohe Kostüme und Beleuchtung, ein Dschinni als Stand-up Comedien, jazziger Broadway-Swing zu einem bekannten Märchen aus 1001 Nacht. präsentiert von einer sehr guten Cast. Am besuchten Sonntagnachmittag mit der Erstbesetzung in allen Hauptrollen. Visuelle Wow-Höhepunke sind die fantastisch ausgestattete und ausgeleuchtete Höhle und der fliegende Teppich im 2. Akt. In diesen Szenen steppt der Dschinni oder das Herz.
Leider ist der Rest dazwischen dann aber doch ziemlich zähflüssig, belanglos, unspannend, in allen Bereichen, vom Bühnenbild bis zum Text. Zudem die Gags abgedroschen, zumeist unlustig und zu starr ins Franchise-Konzept gebunden. Und die Comic-Überzeichnung nervt, wenn Szenen in die Länge gezogen werden (wie bei "Entspannung ????" im 2. Akt. Es fehlt die Spannung und Überraschung im Stück. Das liegt am mittelmäßigen Buch, den doch ziemlich langweiligen neuen Songs und womöglich auch an der Geschichte an sich, die in dieser präsentierten Form 2,5 Stunden nicht trägt. Die Figuren sind zu einfach, Klischee, künstlich.
Trotzdem allemal ein empfehlenswerter Nachmittag/Abend, mit einem charmanten, hübschen Aladdin und einem lustigen Flaschengeist.
Besuchte Vorstellung: 24.9. 14:00
Buch: 2
Komposition: 3
Inszenierung: 2
Musik: 3 (hätte lauter sein können)
Besetzung: 4
Ausstattung: 4
Auslastung: schwach, ca. 60-70% Parkett bei geschlossenem Rang. Hintere Plätze besser belegt als der Premium Bereich.

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Der Zuschauer hat die Wahl...

23.09.2017 - ... auch wenn er dann nicht immer 100 %ig weiss was er bekommt, denn die Show setzt auf den Überraschungsmoment. Im Stiel der großen Samstag-Abend-Show führt Carsten Kirchmeier charmant witzig durch eine musikalische Rundreise von ABBA, über Sting, Elton John, Cyndi Lauper, den Beatles, Udo Lindenberg, Jan Delay, Roberto Blanco, Green Day und vielen, vielen mehr. Stark vertreten ist auch der Eurovision Song Contest (aus alter Zeit), auf den mehrmals Bezug genommen wird.

Der Bereich Musical ist u. a. mit "Try to Remember" aus The Fantasticks vertreten, mit etwas gutem Willen kann man auch noch "Ich war noch niemals in NY" dazu zählen. Aber wenn die Produktion hier schon zu Bewertung steht, warum nicht.

Das Musiktheter im Revier bietet auch ohne "Musical" einen interaktiven Abend der sehr viel Spaß und Freunde macht, wer aus der Gegend kommt, sollte ruhig mal hingehen.

Besuchte Vorstellung:
22.09.17 - MiR Kleines Haus, Gelsenkirchen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 2,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Wahnsinn!

20.09.2017 - Eine grandiose Inszenierung, die ich mir spontan unbedingt noch ein zweites Mal anschauen musste.
Die Gänsehaut kam direkt zu Beginn auf und blieb bis weit nach Ende der Inszenierung erhalten.
Schon zu Beginn wusste Milica Jovanovic die Zuschauer mit ihrer glockenklaren Stimme zu faszinieren. Ich kann mir keine bessere Besetzung der "Ich" vorstellen. Unmittelbar vor der Pause sorgte Pia Douwes als Mrs Danvers für absolute Fassungs- und Sprachlosigkeit. Wahnsinn, was die Frau für eine Stimme hat! Ebenfalls dazu passend war der bitterböse Blick, der allein ausreichte um Angst zu bekommen. Jan Ammann, von dem ich seit ,Tanz der Vampire' sowieso restlos begeistert bin, sorgte als Maxim de Winter mit ,Gott warum' und ,Kein Lächeln' dafür, dass ich ernsthaft mit den Tränen kämpfen musste. Auch schauspielerisch wurde hier eine Meisterleistung abgeliefert - und zwar von jedem einzelnen Darsteller. Ich habe ganz sicher noch nie ein derartig grandios besetztes Musical zu sehen bekommen.
Die wunderschöne Kulisse vor der alten Burgmauer und den Bäumen drum herum, trug ihrerseits zur stimmungsvollen Atmosphäre bei.
Besonders begeistert hat mich auch das große und wunderbare Orchester, da dies ja mittlerweile bei anderen Veranstaltung leider oft dem Rotstift zu Opfer fällt.
Ein einziger kleiner Wermutstropfen waren bei meinem zweiten Besuch einige Zuspätkommer, die sich natürlich auch noch zu ihren vorderen, mittigen Plätzen durchquetschten und diese dann in aller Seelenruhe einrichteten.
Mein Fazit: Die beiden besten Abende des Jahres. Vielen Dank dafür!

Steffie (8 Bewertungen, ∅ 3.9 Sterne)


Kurzweilige Unterhaltung

20.09.2017 - Mit Avenue Q gelingt es dem Theater Bielefeld erneut, eine empfehlenswerte Musicalproduktion auf die Bühne zu bringen, die für einen Abend bestens unterhält. Die Inszenierung und das Bühnenbild erinnern stark an die Sesamstraße und die Puppen wissen zu gefallen. Zudem aggieren die Darsteller mit den Puppen, als hätten sie nie etwas anderes gelernt, ganz hervorragend.

Leider war das Theater in der besuchten Vorstellung recht leer, da hat das Stück besseres verdient. Die Musik ist angelehnt an einen großen Broadway-Klang, der von der nur 6köpfigen Band recht gut wiedergegeben wird. Das Ensemble singt und spielt sehr gut bis hervorragend, insbesondere Stefanie Köhm fand ich ganz hervorrand im Zusammenspiel von Gesang, Mimik und Puppenspiel.

Mir hat es gefallen und wenn der Weg nicht so weit wäre, würde ich glatt ein zweites Mal reingehen.

Besuchte Vorstellung:
17.09.17 - Theater, Bielefeld

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Ein Theater Highlight

20.09.2017 - Was für ein besonderer Abend, der dort in der Neuköllner Oper gezeigt wird.

Man betritt den Theatersaal, bei mir nicht zum ersten mal, und ist verwundert wie der Saal aufgebaut ist.
Das Publikum sitzt sich gegenüber auf 2 Tribünen und in der Mitte steht ein riesen Rechteck mit 2 Ebenen, die untere ist verspiegelt, kann aber auch durchsichtig gemacht werden, und oben mit der Möglichkeit Projektionen zu zeigen und als 2 Räume die man bespielen kann.

Den Abend kann man gar nicht in Worte fassen...
Was das Team und die Cast dort zeigen, habe ich noch nie auf einer Deutschen Bühne gesehen.
Man ist am Anfang verwirrt, da die Handlung viele Zeitsprünge besitzt und durch die Bespielung des gesamten Raumes, Projektionen und viel Bewegung erstmal gar nicht weiß wo man da hineingeraten ist.
Man könnte es verwirrend nennen, ist es aber nicht, denn es ist spannend gelöst und zieht einen förmlich in die Geschichte der Jüdin Stella Goldschlag, die für die Nazis gespitzelt hat.

Was den ganzen Abend hin bis zum Prozess von Ihr passiert ist ein Up and Down der Gesichte, Männer - und Familien Geschichten.

Unfassbar gut gespielt von Frederike Haas in der Rolle der Stella, die umgeben von 6 Männern durch den Abend alle Höhen und Tiefen durch lebt. Eine Meisterleistung. Die Herren des Abends schlüpfen in mehrere Rollen u.a. Männer, Vater, Liebhaber, Freunde und viele mehr in sehr guter gesanglicher und spielerischen Qualität.

Die Musik von Wolfgang Böhmer passt auf den Punkt und die Texte von Peter Lund ist locker und scharf zugleich.

Bravo an das gesamte Team und die Neuköllner Oper!
Dieser Abend ist einfach sehenswert!

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Eine Reise, die sich lohnt....

18.09.2017 - Ich gebe zu, ich habe mich mit dem Stück zuvor wenig bis gar nicht beschäftigt. Ich wusste im Vorfeld zwar worum es geht und ich habe auch mal in die Aufnahme vom Broadway reingehört, ein Vergleich zur Produktion in London fehlt mir daher.

Vielleicht war es gerade daher ein überraschend gelungener Abend, ich mag weder Hip-Hop oder Rap noch Latin-Musik, aber das Stück fesselt einen recht schnell. Großen Anteil daran hatte neben der Komposition vor allem die Darsteller und eine absolut überzeugende Regiearbeit. Die Zusammenarbeit mit der Hochschule ist in dem Fall eine absolute Win/Win-Situation, die jungen Darsteller bekommen Bühnenerfahrung in einer hochwertigen Produktion und ein Theater wäre ohne solch eine Kooperation wahrscheinlich nicht in der Lage, die Rollen entsprechend zu besetzen.

Für mich eine absolut sehenswerte Produktion, zumal es ja ein eher selten aufgeführtes Stück ist (meines Wissens nach sogar die Deutschlandpremiere im professionellen Bereich) und vielleicht in Ansätzen auch schon die "Faszination Hamilton" erahnen lässt.

Besuchte Vorstellung:
16.09.17 - Theater, Hagen

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Starke Frauen und ein Totalausfall

17.09.2017 - Ganze drei Mal durfte ich die wunderbare Produktion im West End erleben und ich finde noch immer, dass sie nach ihrem Absetzen eine große Lücke in die Londoner Theaterlandschaft gerissen hat. Es gibt wohl kaum eine andere Show, die soviel Positivismus, Gemeinschaftsgefühl und Lebensfreude ausstrahlt. Man verlässt das Theater tatsächlich voller Hoffnung und dem Gefühl, dass für die Menschheit am Ende alles gut wird.
Kann die Hagener Produktion den Zuschauer auch mit diesem Gefühl entlassen?
Die Antwort lautet leider: nicht ganz.
Woran liegt das? Sicher nicht an der fabelhaft aufspielenden Band, die mit viel Kraft, Schwung und Lust die Salsarhythmen und ohrwurmträchtigen Melodien von Lin-Manuel Miranda famos interpretiert. Bravo!
Auch nicht an den herausragenden HauptdarstellerinINNEN, die sich tatsächlich (vor allem stimmlich) hinter keiner ihrer West End-Vorgängerinnen verstecken müssen:
Kara Kemeny singt die Schulabbrecherin Nina mit voluminöser Beltstimme und abgefahrenen Pop-Riffs und meistert diese sehr schwierige Partie mühelos. Glaubhaft stellt sie die Zerrissenheit des Mädchens dar und rührt mit ihrem Gedenksong für Abuela Claudia zu Tränen.
Diese junge Darstellerin hat eine große Karriere vor sich!
Auch Celena Pieper ist als Männerschwarm Vanessa stimmlich hervorragend aufgelegt, schauspielerisch dürfte sie ihrer Rolle noch mehr Ecken und Kanten verleihen.
Annina Hempel als Friseurin Daniela weiß ihre Pointen zu setzen, könnte aber noch ein wenig mehr der Coolness der Rolle vertrauen. Auch sie ist stimmlich eine Wucht!
Marilyn Bennet ist fast etwas zu agil für eine Oma.
Dennoch überzeugt sie in der Rolle der Ersatzmutter des ganzen Viertels, auch sie ist gesanglich tadellos.
Carolina Walker ist als Mutter Rosario eigentlich viel zu jung besetzt, doch gerade sie liefert mit dem Song "Enough" die beste Schauspielleistung des Abends ab.
Nun zum Schwachpunkt der Inszenierung: Die Männer.
Es ist mir klar, dass sich am Premierenabend viel Aufregung mit überbordender Energie mischt und viele Dinge sich verlieren werden, wenn sich das Stück eingespielt hat.
Es gibt aber auch Dinge, die laufen so falsch, dass sie Stückzersetzend sind.
So hier leider die Besetzung des Benny:
Es ist mir vollkommen schleierhaft, warum es deutsche Theater bis heute nicht schaffen, junge farbige Männer zu besetzen, die dem Rollenalter entsprechen und auch der deutschen Sprache mächtig sind, denn ES GIBT SIE DA DRAUßEN !
Hier also wird eine männliche Hauptrolle 30 (!) Jahre zu alt besetzt, mit einem Darsteller, der radebrechendes Fantasiedeutsch spricht, alle gerappten Hip-Hop-Einlagen gnadenlos versemmelt und auch körperlich wie ein Fremdkörper im sonst homogenen Ensemble wirkt.
Wenn er also zu seinem Gegenüber auf der Bühne den Satz "ick sprecke ja kein Spanisch" sagt, dann geht einem gezwungenermaßen durch den Kopf:
"Und halt leider auch kein Deutsch."
Da mag er noch so gut singen (und das tut er zweifellos), aber in der Rolle ist er ein Totalausfall.
Der Vorwurf geht hier an die Verantwortlichen des Theaters, nicht an den Darsteller.
Auch die eigentlich bezaubernde Rolle des "Piragua" (Wassereis) Verkäufers wurde (von der Regie?) verschenkt: Gedacht als ein Running Gag und eine Parabel darauf, das der kleine Mann auch einmal Glück haben darf im Leben, wird hier ein schief singendes, outrierendes Chormitglied mit zwei halbnackten Tänzerinnen nach vorne geschoben. Leider ein großer Fremdschäm-Moment.
In der Hauptrolle des Usnavi meistert Felix Freund die sehr schwierigen Rap-Einlagen ganz virtuos. Er ist dabei ein etwas allzu cooler, wenig involvierter Protagonist, der sicher im Laufe der Spielzeit die charmante Seite seiner Rolle noch entdecken wird.
Usnavis Cousin Sonny wird hier leider - man kann es nicht anderes sagen- mehr schwul als cool interpretiert.
Den ganzen Abend fragte ich mich, ob das eine Regieentscheidung sein soll.
Jonathan Agar liefert einen rundherum überzeugenden Vater Rosario ab. Sein Solo "Inutil" bewegt und gibt seinem Charakter tiefe und Glaubwürdigkeit.
Alles in allem ist die Show solide inszeniert.
Wo im Opening der steife Opernchor sowohl optisch als auch akustisch das Gesamtbild noch etwas stört (ein Blick zum Dirigenten könnte ab und an Wunder wirken), wird er in weiteren Szenen gekonnt nach hinten verfrachtet und sowohl vom Tanz-, als auch vom Musicalensemble verdeckt.
Einige Regieideen sind wirklich nett (Tänzer auf Hoverboards in Vanessas Solo), viele sehr nah an der Londoner bzw. Originalproduktion.
Schön auch, dass vor den Orchestergraben noch ein Laufsteg gebaut wurde, so dass die Darsteller noch mehr Nähe zum Publikum herstellen können.
Die Tonabmischung fand ich, trotz einiger schwebender Rückkopplungen, für ein Stadttheater am Premierenabend erstaunlich gelungen!
Die deutsche Übersetzung ist erfreulich stimmig, auch wenn natürlich aufgrund der vielen virtuosen Rap-Lyrics des Originals ein paar Feinheiten verloren gehen.
Ich freue mich, dass dieses Stück endlich Einzug in die deutsche Theaterlandschaft gefunden hat und darum wünsche ich mir, dass es immer ausverkauft ist und viele Nachmacher findet. Der tolle Score von Miranda und die zeitlose Botschaft haben es in jedem Fall verdient!
Und vielleicht wird in der nächsten Inszenierung alles (noch) ein bisschen stimmiger.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


ich will wieder ein orchester haben...

17.09.2017 - Auch ich war in Cats und ich kann dieses Keyboard geklimper nicht mehr ertragen. Es ist einfach nur noch grausam. Erst bei den Vampiren und jetzt hier. Kein Bass und es hört sich an als wenn die Musik aus einem Kofferradio kommt. 60 Minuten plätschert alles vor sich hin und dann.. wumms. volles rohr beim letzten Lied im ersten Akt. volle Breitseite, Schlagzeug Gitarrensolo und es drückt einen in den Sitz.. ich wette da kam Clicktrack zum Einsatz.. Nach der Pause aber wieder Bandsound.

Das Ensemble ist rund. Doch war mit die Grizabella deutlich zu jung. Der einzige Darsteller der für mich Ausstrahlung hatte war der vom Munkustrap.

Inszenierung: 4 von 5
Musik:0,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Ich bezahle sofort 20 Euro mehr pro Ticket wenn im Graben wieder ein Orchester sitzt.

Kirmesboxer (12 Bewertungen, ∅ 2.9 Sterne)


Angelika Milster überzeugt als Doris Day

16.09.2017 - Die Produktion des Schlossparktheaters auf Tour. Das klappt mit dem gewählten Bühnenbild prima und bringt dem Zuschauer knapp 2 1/2 Stunden nette Unterhaltung mit den großen Songs der Doris Day, bei der Zugabe dürfen dann auch alle (vor allem ältere Zuschauer) kräftigt mitsingen und mitschunkeln bei "Que Sera, Sera (Whatever Will Be, Will Be)".

Trotzdem hat man vor allem vor der Pause das Gefühl, dass man im Eiltempo an wichtigen Stationen in Doris Days Leben vorbei eilt, nach der Pause geht es dann vornehmlich um die Zeit nach Ihrem Durchbruch in Hollywood. Angelika Milster gelingt es allerdings sehr gut, auch immer wieder durchblicken zu lassen, dass ihr Leben wahrlich kein leichtes war/ist.

Alles in allem ein durchaus netter Theaterabend wenn es zufällig in der Gegend spielt oder man in Berlin mal an einem passenden Abend nichts vor hat.

Besuchte Vorstellung:
15.09.17 - Festhalle, Viersen

Inszenierung: 3,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,0 von 5
Ausstattung: 3,0 von 5

Gesamtfazit: 3,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Wow...

15.09.2017 - Ich war in der Vorstellung am 14.09. und bin immer noch ganz begeistert.
Erstaunlich was dieses Theater in dieser kleinen Stadt mit dieser EVITA auf die Bühne gezaubert hat.
Alle Darsteller sind durchweg positiv aufgefallen: Che und Peron werden von Schauspielern gespielt, für die Titelrolle hat man (Gott sei Dank) eine Musicaldarstellerin besetzt. Vor allem in den lyrischen Partien kann sie voll und ganz überzeugen aber auch die Belting-Parts liegen ihrer Stimme. Mein persönliches Highlight war die Zugabe von „Wein nicht um mich Argentinien“ – auf spanisch!
Eine durchweg überzeugende Leistung – unbedingt hingehen!

Glinda1960 (erste Bewertung)


Sehenswerte Tourproduktion

13.09.2017 - An sich kann ich mich hier sehr kurz fassen und mich den drei bisherigen Kritiken soweit anschließen. CATS ist in dieser Tourversion sehr sehenswert und vielleicht sogar das Beste was dem Werk passieren konnte.

Insbesondere die Choreographien und die Ensemble-Nummern sind ganz stark, das Bühnebild für eine Tour sehr detailreich und auch die Musik ist gut abgemischt und klingt rund. Das bei der Übersetzung nur Hinweise zur Handlung gegeben werden, passt ebenfalls gut ins positive Gesamtbild. Dazu ein nahezu volles Theater am Marientor, schön.

Besuchte Vorstellung:
12.09.17 - Theater am Marientor, Duisburg

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 4,0 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 4,0 von 5

Gesamtfazit: 4,0 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Schön, aber in die Jahre gekommen

11.09.2017 - "Ein Geniestreich" war einmal. Beim ersten Besuch vor 16 Jahren hätte ich diesem Stück die Höchstwertung gegeben. Jetzt beim 7. besuch nach einer sehr langen Pause, muss ich feststellen, dass das Stück in die Jahre gekommen ist. Irgendwie wurde abgespeckt im Bühnenbild, in den Songs, ohne dass ich es genau bestimmen kann. Es gibt so viele Hänger, in denen eine Ballade vor dunklem Hintergrund gesungen wird. Die Darsteller - insbesondere leider auch die Kinder - erschienen mir nicht mehr so gut wie bisher.
Immer noch sehenswert, wenn man es nicht kennt. Immer noch einzigartig in der Kreativität. Aber der Hype ist irgendwie raus.
Besuchte Vorstellung: ein Samstagnachmittag im Mai zum Hafenfest.
Gute Auslastung ca. 80-90%

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Gut weiter entwickelt

10.09.2017 - Am 2.9 war es endlich soweit und ich konnte mir "Tarzan" in Oberhausen anschauen.

Es war die letzte Vorstellung eines kleinen Tarzan, Timon Strick, der seine Sache richtig gut machte.
Gute gespielt, gut gesungen. Es gibt sie also, die guten Kinder im Theater. Respekt.

Die Version in Oberhausen scheint runder als in Hamburg und Stuttgart. Durch das Arena Gefühl im Metronom Theater ist viel Platz für Flüge und man weiß in den Massen Szenen gar nicht wo man hinschauen soll.
Eine wahre Freude.

Die Cast macht einen guten Job und auch das neue Set, jetzt ohne viele grünen Lianen, sondern mit 3D Dschungel, kann sich sehen lassen.

Leider wieder schwer zu verstehen der Darsteller des Terk, gespielt von Massimiliano Pironti, mit guter Energie und Stimme. Anscheinend gibt es für diese Rolle kaum deutschsprachige Darsteller. Schade.

Patrick Stanke als Kerchak und Sabrina Weckerlin als Kala, singen fantastisch, aber spielerisch bleiben sie leider eher blass.

Eine Entdeckung war Martina Lechner in der Rolle der Jane. Wunderschöne Stimme und unglaublich sympathisch gespielt wie selten gesehen.

Anton Zetterholm hatte mich schon in Hamburg nicht wirklich überzeugt. Zu schmächtiger Körper für meinen Geschmack und die Stimme zu klassisch. Sehr störend, dass er immer lauter war vom Sound als alle anderen während des ganzen Abends, eher störend.

Insgesamt eine gute Vorstellung und zu empfehlen.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Lauwarm langweilig

09.09.2017 - Zuwenig Musik, zuviel Bemühtheit ohne Charme und Authentizität.
Das Musical wirkt bis in wenigen Ausnahmen aufgesetzt und künstlich. Es ist zuviel halbherzig hineingepackt worden, so das nichts wirklich zündet: Udo Lindenberg und die unglaubwürdige künstliche Love-Story, die emotional schlichtweg nicht berührt. Die DDR Geschichte, wahllos und ziellos in Versatzstücken aus den Jahrzehnten zusammengeklaubt, dabei den wichtigen dramatischen Faktor - die Stasi - als Clowns dargestellt. Damit verharmlost und klischee-siert, banalisiert. Mauerfall und Ost-West - sowas von dramatischen Höhepunkten nicht genutzt! Tagesschau-Einspieler statt Live-Action. Dann will das Stzück auch Dokumentarfilm, sowieso Film sein und überfrachtet die Show mit Videos hier und da.
das alles auf Kosten der Kurzweiligkeit und der Musik. Die wird selten ausgespielt, scheint nur Beiwerk. Viele melodiöse Hits von Udo fehlen. Der 1. Akt völlig zäh. Der Schluss des 2. deutet an, was die ganze Show hätte sein können: eine unterhaltsame Show mit Hirn. Ist sie leider nicht, allenfalls Mittelmaß unten. Darsteller top, offenbar komplett die Erstbesetzung ! Bühnenbild überraschend gut.
Zuschauer: vielleicht 600 im Parkett am Freitagabend. Selten so ein leeres Theater in Hamburg gesehen.
Das potential der Musik, der DDR-BRD Geschichte, des Showfaktors - wurde nicht genutzt. Es war mein erster und letzter Besuch der Show.

Clementine (10 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Schrill, schräg, politisch!

07.09.2017 - Frankfurts größte und renommierteste Diseuse, Allround-Künstlerin und Universalgenie Bäppi La Belle hat den leicht angejahrten Bockmayer Klassiker nach Frankfurt geholt, überarbeitet und inszeniert.
Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass die Göttlich in der gewichtigen Rolle der Cleopatra reüssiert, bzw. nachhaltig Theatergeschichte schreibt.

Das Gesamtergebnis ist nach wie vor gewollt trashig. Trotzdem lässt sich ein deutliches Rhein-Main-Gefälle attestieren.
Wo man in Köln hemmungslos und überdreht chargiert, arbeitet man in Frankfurt durchaus auch mit wohldossiertem Understatement.
Insbesondere, wenn die Anbetungswürdige mit nahezu versteinerter Miene auf überbordendes Bühnenchaos und schrille Hysterie reagiert, entstehen Momente erhabener Bühnenkunst und herrlicher Klamotte.

In der Neubearbeitung der der Diva Ultima prallt das Stück in gnadenloser Konsequenz auf das Jahr 2017. Dabei werden die Absonderlichkeiten des deutschen Unterhaltungsfernsehens (Familie Geissen, Marlene Fischer,...) ebenso thematisiert, wie die nationalen und weltweiten politischen Entwicklungen mitsamt ihren teilweise recht bizarren Amtsträgern.
Bestes politisches Kabarett erlebt man, wenn die Unvergleichliche in Hitler-Kostümierung sich zwischen das Publikum begibt und in bester Stand-Up-Manier das rechtsgerichtete Angebot der bevorstehenden Bundestagswahl aufs Korn nimmt. Chapeau, Bäppi!

Insgesamt ist es natürlich fast unmöglich ein solches Stück und eine solche Inszenierung objektiv zu beurteilen.
Man muss es mögen (oder auch nicht).

kevin (163 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


Schrill, schräg, politisch!

07.09.2017 - Frankfurts größte und renommierteste Diseuse, Allround-Künstlerin und Universalgenie Bäppi La Belle hat den leicht angejahrten Bockmayer Klassiker nach Frankfurt geholt, überarbeitet und inszeniert.
Es muss wohl kaum erwähnt werden, dass die Göttliche in der gewichtigen Rolle der Cleopatra reüssiert, bzw. nachhaltig Theatergeschichte schreibt.

Das Gesamtergebnis ist nach wie vor gewollt trashig. Trotzdem lässt sich ein deutliches Rhein-Main-Gefälle attestieren.
Wo man in Köln hemmungslos und überdreht chargiert, arbeitet man in Frankfurt durchaus auch mit wohldossiertem Understatement.
Insbesondere, wenn die Anbetungswürdige mit nahezu versteinerter Miene auf überbordendes Bühnenchaos und schrille Hysterie reagiert, entstehen Momente erhabener Bühnenkunst und herrlicher Klamotte.

In der Neubearbeitung der der Diva Ultima prallt das Stück in gnadenloser Konsequenz auf das Jahr 2017. Dabei werden die Absonderlichkeiten des deutschen Unterhaltungsfernsehens (Familie Geissen, Marlene Fischer,...) ebenso thematisiert, wie die nationalen und weltweiten politischen Entwicklungen mitsamt ihren teilweise recht bizarren Amtsträgern.
Bestes politisches Kabarett erlebt man, wenn die Unvergleichliche in Hitler-Kostümierung sich zwischen das Publikum begibt und in bester Stand-Up-Manier das rechtsgerichtete Angebot der bevorstehenden Bundestagswahl aufs Korn nimmt. Chapeau, Bäppi!

Insgesamt ist es natürlich fast unmöglich ein solches Stück und eine solche Inszenierung objektiv zu beurteilen.
Man muss es mögen (oder auch nicht).


Mein Musical Highlight 2017

04.09.2017 - Rebecca Tecklenburg

Besuchte Vorstellungen: 13. und 23. Aug. 2017

Es waren mein erster Besuch in Tecklenburg. Rebecca habe ich einmal in Stuttgart gesehen Es konnte mich damals aber nicht so fesseln.
Anders in Tecklenburg. Über die Cast wurde genug geschrieben. Ich schliesse mich DEm an, wow. Schon wenn Milica zu Beginn auf die Bühne tritt und mit glockenreiner Stimme Ich habe geträumt von Manderley singt, erstarrt man fast vor Ehrfurcht. Dazu eine Pia, Die die Mrs. Danvers nicht spielt, sondern lebt. Auch die anderen Haupt- und Nebenrollen sind perfekt besetzt. Gut fand ich auch die Schatten. Zusätzlich das grosse Ensemble. Ein Mangel bei vielen Openair Produkionen ist ja, dass sich einzelne Darsteller oft auf der grossen Bühne verlieren. Das wurde hier wirklich gut gelöst.
Dazu ein tolles Orchester im Graben. Die Abmischung fand ich am ersten Abend in Reihe 7 mittig ganz gut. Beim zweiten Abend hatte ich 2 Reihe ganz links, wo leider durch die Nähe des Lautsprecherturms der Sound nicht so gut war.
Die Inszenierung von Andreas Gergen fand ich sehr gelungen.
Der erste Abend hat mich so begeistert, dass ich meine geplante Urlaubstour noch umgestellt habe und extra für den 2. Abend von HH nach Tecklenburg gefahren bin.

Inszenierung: 5 von 5
Musik: 4.5 von 5
Besetzung 5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 5 von 5

Neben Hair in Amstetten mein Highlight dieses Jahr. Und Tecklenburg hat einen Fan mehr. Und, man übersteht es auch ohne Sitzkissen, aber bequem ist anders.

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Das war's dann für mich

04.09.2017 - Ich war noch niemals in New York Hamburg

Besuchte Vorstellung: 24. Aug. 2017

Auch wenn ich hier zu einer Minderheit zähle. Ich habe IwnniNY seit der Uraufführung schon einige Male gesehen und mochte es bis zur Verstümmelung zur Tourversion sehr. Zum Vollpreis hätte ich es in HH auch nicht besucht. Mit einer Aktion war es verkraftbar. Noch günstiger wäre es mit Aktionstickets vom Kehrwieder geworden.
Die Vorstellung war von max. 500 Personen besucht, Rang zu. Die Stimmung daher auch nicht überwältigend. Da hatte es auch die Cast schwer. Ich hatte Detlef Leistenschneider und Alexandra Farkic. Ich mochte beim Wunder eigentlich Beide recht gut. Aber hier kam einfach das Komödiantische nicht rüber. Alles wirkte so gehetzt, das Timing passte manchmal nicht. Kann aber auch sein, dass das Ganze durch Stage nochmals gestrafft wurde. Das Ensemble machte einen guten Job. Die Musik aus dem Graben war trotz Verkleinerung des Orchesters immer noch stimmig und war gut abgemischt.

Inzenierung: 3 von 5
Musik: 4 von 5
Besetzung: 3.5 von 5
Ausstattung: 2 von 5

Gesamtfazid: 3 von 5

Es ist nun definitiv Zeit, das Stück einige Jahre einzumotten. Und als Tourversion muss ich es nicht mehr haben.

nummelin3 (22 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Ein MUSS für jeden Berlin-Besuch!

04.09.2017 - Ich könnte viele Superlative verwenden, um diese Inszenierung des mittlerweile 50 Jahre alten Musicalklassikers zu beschreiben.
In einem kurzen Satz: Besser geht's nicht!
Das Ambiente des Tipi am Kanzleramt hält genau die Waage zwischen edel und verrucht, so dass man sich schon beim Betreten leibhaftig als Gast des berüchtigten Kit Kat Clubs fühlt.
Und so spart die Inszenierung auch nicht mit Publikumsbesuchen der leicht bekleideten Kit Kat Girls, die mehrfach auf Schößen der Zuschauer landen (übrigens auch auf meinem).
Oliver Urbanski spielt den Conferencier vielleicht ein bisschen weniger zwielichtig als manches Vorbild, jedoch ist seine sympathische und augenzwinkernde Interpretation eine rund herum runde Sache. Und eine gute Figur macht der agile Urbanski noch dazu.
Sophia Euskirchen besitzt noch in der kleinsten Fingerspitze so viel Star-Quality, dass sie den Vergleich zur überlebensgroßen Liza Minelli nicht eine Sekunde scheuen muss: Hochenergetisch stellt sie glaubhaft den Tanz auf dem Vulkan dar, um dann am Ende aus großer Fallhöhe abzustürzen. Noch nie durfte ich "Maybe this time" so jazzy und intensiv hören. Euskirchens rauchige, leicht angeknackste Stimme ist Erlebnis!
Die wunderbare Regina Lemnitz (die als Synchronstimme von Whoopie Goldberg und Roseanne jedermann im Ohr sein dürfte) berührt als Fräulein Schneider und bleibt vor allem mit "Wie geht's weiter?" lange im Gedächtnis. Gemeinsam mit Peter Kock als Herr Schultz sind die beiden älteren Darsteller ein liebenswürdiges, tragisches Paar.
Jede Rolle ist hier wunderbar besetzt, authentisch gespielt und gesungen.
Die Fokussierung der Inszenierung auf Clifford Bradshaws Homo-, bzw. Bisexualität tut dem Stück sehr gut und bringt die Show näher an das Originalbuch.
Das Tüpfelchen auf dem i ist die fantastische Live-Band unter der Leitung von Damian Omansen:
Die Arrangements wurden der Inszenierung angepasst und unterstreichen jederzeit das szenische Geschehen.
Wunderbar ist die Idee, anstatt einem Pausenzeichen zum Ende der Pause die Band eine "Polonaise" durch den Saal machen zu lassen!
Diese Show hat in dieser Fassung kein bisschen an Faszination, Brisanz und politisch-gesellschaftlicher Aktualität verloren.
Cabaret, sozusagen am Originalschauplätz, ist ein Muss für jeden Berlin-Besuch!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Disney goes griechische Tragödie

03.09.2017 - Es gibt diese Shows, da bekomme ich 2,5 Std. lang das Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht, so verzaubert bin ich.
Und es gibt jene, da sind von Minute Eins an meine Augen wässrig und bleiben dies auch bis zum meist bitteren Ende. Eine solche Show ist "Der Glöckner von Note Dame":
Aller Disney-Schmalz fiel radikal dem Rotstift zum Opfer, zugunsten einer fast rohen, im Ursinne der griechischen Tragödie ablaufenden Inszenierung.
Und so ist auch ein griechischer Chor stets als Erzähler auf der Bühne (veredelt durch einen sicher aus 20 Mann/Frau bestehendem "gregorianischen" Extra-Gesangs-Chor).
Diese Regie-Idee geht jederzeit bestens auf.
Die Darsteller verwandeln sich konsequent als Stilmittel genutzt auf offener Bühne - von der Steinfigur zum Volk über den Erzähler zur stichwortgebenden Nebenrolle.
Das eindrucksvolle Grundbühnenbild (mit 7 scheinbar massiven Glocken) wird fast nie verändert; der Zuschauer wird gefordert, seine Fantasie zu bemühen: Wunderbar.
Einige Holzgeländer verwandeln sich mit Hilfe des Ensembles immer neu; in Begrenzungen, Türen, Hindernisse, etc.
In ihren besten Momenten (und davon gibt es unzählige) ist die Show ein Kammerspiel zwischen den Hauptfiguren Quasimodo und Frollo:
David Jacobs spielt, nein, lebt Quasimodo tief anrührend. Man ist sofort empathisch für das Schicksal dieses gebrochenen Menschen ohne Chance. Jacobs fängt durch seine intensive und geradezu athletische Darstellung das Herz des Zuschauers mühelos ein.
Felix Martin findet in Erzdiakon Frollo die Rolle des Lebens: Noch nie zuvor durfte ich den Darsteller so wahrhaftig und eindrücklich erleben.
Das 17 Personen starke Orchester (mit ganzen 4 Streichern, Stage-Rekord! - sogar das Phantom hatte zuletzt nur 3!) klingt leider zunächst etwas "dosig", die Abmischung verbessert sich jedoch im Laufe des 1.Aktes.
Mit dem Glöckner macht die Stage (vielleicht zum ersten Mal..?) richtiges Theater:
Nicht die Bühne, nicht das Drumherum, nicht das "Bling Bling" ist der Star, sondern die Darsteller und ihre Performances.
Wer hier nicht wahrhaftig agiert, fällt sofort auf.
Und das tut zum Glück so gut wie keine(r).
Eine humanistische Botschaft gibt es als Bonus obendrauf:
Wir alle sind Ausgestoßene, wir alle sind Quasimodo.
Für mich persönlich ist der Glöckner (zusammen mit dem völlig anders gearteten Mary Poppins) die beste Show, die die Stage zur Zeit im Portfolio hat.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Starkes Comedy-Musical im Kostümrausch

02.09.2017 - Es ist in Tecklenburg Tradition neben einem großen "dramatischen" Musical auch immer ein leichteres Stück zu bringen..

in diesem Jahr war das "SHREK" - der grüne Oger von Jeanine Tesori die einige sehr schöne Kompositionen verfasst hat.

Nach meinem Besuch in Düsseldorf muss man konstatieren: Die Fassung hier in Tecklenburg hat mit Regisseur Ulrich Wiggers deutlich gewonnen - die Regieeinfälle sind noch besser als damals in Düsseldorf und die Darsteller noch passender besetzt.

Absolutes Highlight in der am 18.8. besuchten Show waren für mich: ROBERT MEYER als Lord Farquaad - jeder Auftritt von ihm einfach köstlich und umwerfend..

dann der spinnerte Esel THOMAS HOHLER den ich so komödiantisch und locker leicht noch nie gesehen habe - absolut tolles "übertriebenes" Schauspiel und tolle Präsentation...

Roberta Valentini als Fiona hatte neben Shrek die schönsten Songs und der "Rattenfänger"-Song am Anfang des 2. Aktes gehört definitiv zu den Highlights dieses Musicals....die Tanzchoreografien von Kati Heidebrecht sind ganz großes Kino...

Tetje Mierendorf als Shrek hat ne ganz tolle Wandlungsfähigkeit - als abweisender, strenger eigenbrötlerischer Oger zum liebenden die Gesellschaft mögenden Freund. Highlight ganz klar sein Song: "WER ICH WIRKLICH BIN" - schön intoniert mit toller Stimmfarbe - Bravo!

Was die Tecklenburger Version aber ausmacht ist der enorme KOSTÜMRAUSCH - es gab bisher kein Stück, dass mit so vielen tollen, kreativen und massenhaften Kostümen und Figuren aufwarten konnte wie es jetzt bei SHREK Karin Alberti ausleben durfte:

Singende Sonnenblumen, Ratten, Rattenfänger, Märchenfiguren von Pinoccio über Miss Piggy bis Frau Holle über Lebkuchenmännchen" - wirklich toll umgesetzt - und sehr, sehr aufwändig...hier wurde aus dem Vollen geschöpft.

Das Ensemble aus knapp 30 Mann tolle Choreografien und die Gesamtleistung wieder phänomenal. Leider sieht man hier deutlich:

Dieses Stück hat Qualität, ist super professionell gemacht steht in nix Rebecca nach - Kostet genauso viel und wird trotzdem leider nicht vom Publikum in Tecklenburg "verwöhnt" - muss man ganz klar sagen - hier zeigt sich wieder mal, dass das Publikum eben doch sehr wählerisch ist und sich nicht auf verschiedene Formen des Musicals einlässt - zumindest nicht in dem Maße wie diese SHREK-Produktion es verdient hätte....

Schauen wir mal ob es bei "SPAMALOT" nächstes Jahr besser läuft....Wünschenswert wäre es der Tecklenburger Bühne allemal...

Wir sind wieder da - versprochen bei unserem ultimativen Sommer-Broadway Deutschlands......

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Was man nicht alles falsch machen kann

30.08.2017 - Vorweg ich liebe das Musical Hairspray, und bin echt happy, daß das Stück gerade öfters hierzulande gespielt wird.

Was jedoch in Braunschweig passiert ist, kann man gar nicht richtig in Worte passen.

Die Regie dachte man kann das Stück aufpeppen, in dem man einfach alles futuristisch macht, und das Stück nicht in den 60iger Jahren lässt wo es spielt.
Mit futuristischen Google Cams, TV Brillen und die Polizei sieht aus wie bei Spaceballs.
Trump ist nicht nur der Besitzer von Ultra Clutch, sondern auch Schuldirektor, was für mich gar keinen Sinn macht, selbst wenn die Stimme sehr gut imitiert ist.
Motormouth Mabel muss das Orchester Dirigieren, Pennys Mutter verteilt wie zeugen Jehovas Zettel, arbeite im Knast und ist Lehrerin, und sieht aus wie aus dem Film Galaxy Quest in allen Rollen.
Tracy singt bettelnd mit Micro auf der Straße "Good Morning Baltimore" und Amber muss sich als Britney Spears Cover sexy schlecht bei "Eklig" einen Gruppen Gangbang gefallen lassen...

Man könnte die Liste so weiter machen...
aber das würde kein Ende finden.

Die Choreo ist alles andere als 60`s, und einfach billig, mit Line Dance und Western Elementen. Wie schon erwähnt die "Eklig" Britney Choreo war der Höhepunkt vom Fremdschämen.

Das Kostüm, war gezwungen futuristisch und war eine Mischung aus "We will Rock you" oder "Xanadu".
Warum die Nice Kids alle gleich aussehen, sodass man Link gar nicht erkennen kann aus der Masse, oder warum im Sportunterricht Tiroler Hüte getragen werden mit Römer Brustpanzern, oder selbst Schwarzwälder Hüte mit Ballon Bommeln zum Einsatz kommen, erklärt sich mir nicht. Glitzer Ku Kluxs Clan Kostüme war einfach nur geschmacklos!

Alle 3 ( Regie, Choreo und Kostüm ) sollten nie wieder ein Musical machen dürfen! Das war eine Vergewaltigung am Stück, was ich bisher so nur aus Oper und Schauspiel kenne.

Noch etwas ärgerliches, selbst heute finden sich gerade für eine Velma van Tussle keine Schauspielerin die der deutschen Sprache mächtig ist? Auch Edna und Motormouth kämpfen mit der deutschen Sprache. Schade.

So. es gibt auch Positives:
Die Kulisse auf dem Burgplatz mit Drehbühne in Plattenformat ist ein Hingucker. Auch die Showtreppe und der Knast sind gute Einfälle.
Das Orchester spielt sehr gut, und auch der Rest des Ensembles macht einen guten Job.
Wirklich gut besetzt sind hier: Tracy, Penny, Amber, Wilbur und Mister Pinkie als Fackelsuchende Freiheitsstatue.

Ein Abend der mir nicht positiv im Gedächtnis bleiben wird, sondern mir gezeigt hat, dass es auch im Musical jetzt Inszenierungen geben wird die einfach am Stück vorbei gehen.

1* für das Ensemble und die Bühne. Mehr ist wirklich nicht drin.

KristinP (76 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Pure Enttäuschung

27.08.2017 - Die Tour-Produktion von „Die Schöne und das Biest“ kann ich definitiv nicht empfehlen. Wer mit Familie, Eltern, Kindern oder Freunden einen schönen Musicalabend erleben möchte, wird von dieser Inszenierung wahrscheinlich sehr enttäuscht sein.

Das als deutschsprachige beworbene Musical wurde „leider“ von dem Ensemble des Budapester Operetten- und Musicaltheaters aufgeführt, was einen starken Dialekt mit sich brachte, den man – vielleicht mit Ausnahme des Gesangs – nicht wirklich ignorieren konnte. Generell wirkte alles sehr emotionslos, billig und einfach lieblos heruntergespielt.

Am meisten hat mich jedoch die Tatsache geärgert, dass Schauspieler in einer Szene in normaler Straßenkleidung (Pullover und Jeans-Hose) auf der Bühne gestanden sind. Dies mag vielleicht eine Ausnahme gewesen sein aus welchen Gründen auch immer, jedoch erwarte ich mir von einem Musical – sei es eine teure Musicalinszenierung, Tour-Produktion oder eine Schulaufführung – grundsätzlich ein gewisses Maß an Qualitätstandards.

Mir haben lediglich die Kostüme der Schlossbewohner und das Bühnenbild gefallen.

Der hohe Preis von 80 Euro und mehr ist, in Anbetracht dessen, was man geboten bekommt, nicht gerechtfertigt.

Fazit: Ich will diese Tour-Inszenierung nicht wiedersehen, da diese mir die Lust auf dieses zauberhafte Märchen für längere Zeit verdorben hat. Wer allerdings keine großen Ansprüche hat, der kann sich diese Inszenierung gerne anschauen und soll sich vor allem selbst seine eigene Meinung dazu bilden.

theatermädchen (erste Bewertung)


Die Jellicle Cats tanzen wieder

27.08.2017 - Cats ist ein Klassiker, den ich (leider) bisher nie so wirklich zu schätzen wusste. Denn die aktuelle Tournee- Produktion des Musicals kann überzeugen, was vor allem an den Darstellern liegt aber auch an der soliden Inszenierung und der Optik, die einem geboten wird.

Die Inszenierung entpricht größtenteils der, die ich von der DVD kenne. Ein schöner Unterschied ist jedoch, dass die Katzen regelmäßig die Bühne verlassen und durch den Zuschauerraum streifen. So erhält man die Möglichkeit die wahnsinnig schön gestalten Kostüme bzw das Make Up genauer unter die Lupe nehmen zu können. Auch die bunten Lichterketten sorgen für eine schöne Atmosphäre. Die Inszenierung überzeugt und ist vor allem auf die Choreographie fokussiert, was bei diesem Stück auch einleuchtend ist. Ein toller Regieeinfall war das Angebot in der Pause, hier möchte ich jedoch nicht zu viel verraten.

Die Musik ist sehr mitreißend, hier und da aber fast schon ein wenig zu laut, was jedoch nie so schlimm war, da darunter nicht die Textverständlickeit gelitten hat.

Die Darsteller sind alle gut bis sehr gut. John Ellis spielt den Old Deutoronomy sehr gut und bringt die Rolle des liebevollen Clananführers überzeugend rüber, vor allem, wenn er mit Grizabella agiert. Stimmlich ist er sehr beeindruckend
Matt Krzan ist als Rum Tum Tugger gut, dürfte seine Rolle allerdings gern noch etwas extremer spielen.
Joanna Ampil ist für mich eine wahre Entdeckung als Grizabella. Sie singt und spielt mit einer Intensität, dass man bei jedem Auftritt von ihr am liebsten weinen möchte, weil es so berührend ist. Kleiner Kritikpunkt: optisch ist sie für die Rolle gut 10 Jahre zu jung.

Die Ausstattung ist passend und da gibt es auch nichts zu kritisieren.

FAZIT
Inszenierung: 4,5 / 5
Musik: 4,5 / 5
Besetzung: 4 / 5
Ausstattung: 4,5 / 5

Gesamtfazit: 4,5 / 5

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


One Moment in Time

26.08.2017 - Ich hatte Bodyguard seinerzeit bei der ersten Preview gesehen und es ganz gut in Erinnerung, dass es aber so gut ist, war mir bis gestern gar nicht mehr bewusst. Es war ein wirklich schöner Abend, die Band spielte gut, die Inszenierung gefällt mir persönlich sehr gut, insbesondere die Umsetzungen mit dem Stalker, die Bühnen- und Lichteffekte überzeugen und die Darsteller waren allesamt großartig. Nyassa Alberta und Tertia Botha sind stimmlich eine wahre Pracht, Jürgen Fischer gibt einen wohl bessern Bodyguard ab als Kevin Costner und schauspielerisch ganz hervorragend auch Tom Viehöfer als Stalker.

Nun gut, den Tipp sich die Show noch anzuschauen dürfte ich mir auf Grund der Derniere morgen sparen. Bleibt zu hoffen, dass das Stück den Transfer nach Stuttgart unbeschadet übersteht. Ich bin auf jeden Fall sehr froh, es nochmal geschafft zu haben mir Bodyguard in Köln anzuschauen.

Besuchte Vorstellung:
25.08.17 - Musical Dome, Köln

Inszenierung: 4,0 von 5
Musik: 3,5 von 5
Besetzung: 4,5 von 5
Ausstattung: 3,5 von 5

Gesamtfazit: 3,5 von 5

MyMusical (23 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Wie ein guter, alter Wein

24.08.2017 - Man mag grundsätzlich von CATS halten, was man will, aber es ist nunmal die Mutter aller "geklonten Großproduktionen" und hat das Genre Musical von Grund auf revolutioniert und international groß gemacht.
Und mit was? Mit Recht.
Nun durfte ich diese glorreiche Tourproduktion bestaunen.
Hier stimmt eigentlich alles: Das Bühnenbild, das ausgezeichnete, aufwendige Lichtdesign, die vor Energie sprühenden Darsteller (was für ein wunderbarer Mr. Mistofelees Robbie McMillan ist!) und die vielen zeitlosen Hits der Show.
Da es sich um die englischsprachige Originalproduktion handelt, werden deutsche Unter-, bzw. Nebentitel gezeigt.
Dies finde ich erstmals sehr gut gelöst und nicht störend, wird für jeden Song doch nur die Quintessenz und das Thema eingeblendet, nicht aber der gesamte Songtext.
Glücklicherweise hat man alle Verschlimmbesserungen wieder verworfen, die Herr Webber zum Londoner Revival 2014 an seinem eigenen Werk verbrochen hat. Allem Voran muss der gute alte Rum Tum Tugger (John Brannoch) jetzt nicht mehr peinlichst sich an die Jugend anbiedernd herumrappen, sondern darf wieder der arrogant-sympathisch-verrückte Elvis-Verschnitt sein, der er seit 1981 ist. Eine neue, richtig sinnvolle Änderung in gibt es in Akt 2: Das schon immer extrem zähe und nicht enden wollende "Growltiger's last stand" wurde ersatzlos gestrichen, dafür hat Gus seinen theatralischen Auftritt im (glücklicherweise auch gekürzten) Pekes vs. Pollicle's-Kampf als Rumpus Cat. Das funktioniert ganz famos und überspringt endlich unnötige Längen im zweiten Akt, der nun wirklich fließend Schlag auf Schlag ein Highlight nach dem anderen präsentiert: Skimbleshanks, Macavity, Mr. Mistofelees und zu guter Letzt Grizabella mit DEM Musicalabräumer schlechthin: Memory. Und abräumen tut Joanna Ampil wirklich: Als wäre es nichts, beltet und schluchzt sie diesen Welthit heraus und bekommt zurecht tosenden Applaus für ihre hervorragende Gesangsleistung. Einziger Wermutstropfen: In der instrumentalen Bridge von "Memory" klingt das "Orchester" (es ist eine kleine Band bestehend aus 8 Musikern) extrem billig. Ansonsten verkraftet die Show die massive Reduktion der Instrumente ganz gut; da kommt ihr entgegen, dass der Gesamtsound sowieso sehr synthielastig in den 80ern verwurzelt ist. Trotzdem fehlen gerade echte Bläser, besonders in Songs wie "Macavity".
Aber das ist wirklich schon der einzige Kritikpunkt an dieser hervorragenden Tour.
CATS altert in Würde (eben gerade nach Rückgängigmachung der grausamen Neuerungen) und ist, für mich jedenfalls, wie ein guter Wein:
Man weiß ihn erst im Alter richtig zu schätzen und der Kater steckt einem noch tagelang in den Knochen 😉.

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Durschnittlich

24.08.2017 - Nach den ganzen schlechten Bewertungen hier war ich sehr skeptisch, habe mir bei einem Kurzurlaub in Eisenach aber dann doch spontan eine günstige Karte für ca. 20 Euro gekauft und wurde zu dem Preis wirklich gut unterhalten. Das Stück hat definitiv Licht und Schatten, die Musik plätschert meist nur vor sich hin. Aber dennoch war es zu dem Preis unterhaltsam, es gab schöne Bilder (Bühnenbild, Kostüme, Choreografie) und starke Darstellerleistungen (z. B. von Stefan Poslovski als Teufel). Es ist kein Stück, das ich ein zweites Mal sehen müsste - aber ich habe durchaus schon schlechtere Musicals gesehen. Mehr Meinung dazu gibt es auch unter kulturfeder.de.

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Titanic ist ein Juwel unter den Musicals

24.08.2017 - Selten verschmelzen bei einem Musical die Story, Musik, Inszenierung und darstellerische Leistungen so homogen perfekt ineinander wie bei "Titanic" in der Bad Hersfelder Stiftsruine. Ich habe dort einen großartigen Musicalabend erlebt. Das Stück ist wirklich ein Juwel! Mehr Meinung dazu gibt es auch unter kulturfeder.de.

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Neu - Gut - Mozart!

21.08.2017 - Mozart! - Das Musical im Raimund Theater in Wien.
Darsteller:
Oedo Kuipers war als Mozart sehr gut besetzt. Sensibel, aber trotzdem mit dem 'gewissen Genie'. Er hat eine sehr schöne und harmonische Stimme und eine einnehmende Ausstrahlung.
Daneben waren u.a. Thomas Borchert, Mark Seibert, Franziska Schuster, Anna Milva Gomes und Barbara Obermeier allesamt perfekt besetzt! So eine Cast wünscht man sich bei jedem Stück.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Das Bühnenbild war sehr zurückhaltend, was bei diesem Stück aber nicht gestört hat. Die 'Leere' hat sehr gut in die Seelenwelt des W.A. Mozart gepasst. Allein die Szene mit den Webern hätte so nicht sein müssen. Wieso musste man diese auf modern trimmen? Hätte man klassisch halten sollen.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Auch das Licht war perfekt.
Orchester:
Was soll man hier sagen? Ein großes Live-Orchester wie immer bei den VBW! So muss das sein! ;-)
Story:
Tiefgründig, ergreifend, mitreisend.

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung war es ein wunderschöner Abend! Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen.

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Ein kurzweiliger Abstecher unter den Regenschirm

21.08.2017 - Das erste Mal in dem wundervollen Ronacher in Wien durfte ich an Silvester Mary Poppins erleben.
Nach langem Warten und Hoffen durfte ich nun endlich dieses Stück live sehen, nachdem man es schon auswendig konnte.

Darsteller:
Maria-Danae Bansen war als Mary einfach nur perfekt. Sie hat eine wundervolle weiche und harmonische Stimme und eine einnehmende Ausstrahlung.
Als Bert hatte ich Johan Vandamme. Auch hier ist nichts zu kritisieren! Stimmlich und das Schauspiel waren perfekt. Hut ab vor der tänzerischen Leistung!
Noch besonders zu erwähnen sind Milica Jovanovic und Reinwald Kranner. Diese Stimmen....Gänsehaut. Und das Ehepaar hat man ihnen zu 100% abgenommen.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Wie von Disney gewohnt grell und bunt. Das 'einklappbare' Haus war sehr gut gemacht. Aber für mich alles etwas zu bunt.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Auch das Licht war perfekt.
Orchester:
Was soll man hier sagen? Ein großes Live-Orchester wie immer bei den VBW! So muss das sein! ;-)
Story:
Leider ein dickes Minus. Ich fande schon den Film recht Öde. Teilweise zieht die Story sich doch recht in die Länge.

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung und v.a. an der Story war es ein schöner Abend! Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen.

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Lange lebe der König!

21.08.2017 - Nach langem Warten und Hoffen durfte ich nun endlich dieses Stück live sehen, nachdem man es schon auswendig konnte.

Darsteller:
Matthias Stockinger als Ludwig II. war einfach ein Traum. Bisher hatte ich nur Jan Ammann gekannt, dieser wurde aber m.E. nach durch Herrn Stockinger tief im See versenkt. Eine Stimme, die wirklich ein Schloss bauen kann. Kraftvoll und harmonisch. Auch sein Schauspiel war wirklich auf den Punkt passend.
Anna Hofbauer als Nichte Elisabeth hat sehr schön in die Rolle gepasst. Auch hier lässt sich stimmlich und von ihrem Schauspiel nichts negatives sagen. Besonders herauszuheben sind für mich William Cohn und Oedo Kuipers die beide ihre Rollen bis ins Letzte perfekt ausgefüllt haben und stimmlich zu überzeugen wussten.
Das restliche Ensemble war auch allesamt sehr gut und harmonisch.
Bühnenbild:
Teile der "Orgiginalproduktion" wurdeb übernommen, sodass diese bereits von diversen Videos bekannt waren. Andere Aspekte wurden per Projektion animiert. Highlight war sicherlich der große See, welcher immer wieder auf der Bühne zu sehen war.
Ton + Licht:
Ton war sehr gut, in einem wunderschönen Theatergebäude. Bei dem Lichtdesign könnte man noch einmal nachbessern. Ich fand es teilweise übertrieben eingesetzt und auf 'zu modern' getrimmt.
Orchester:
Leider ein dickes Minus. Musik kommt leider leider nur vom Band. Bei weiteren Spielzeiten könnte man hier event. auf ein Live-Orchester setzen!

Gesamteindruck:
Trotz ein paar kleinen Abzügen in der Inszenierung und v.a. dem fehlenden Orchester war es ein wunderschöner Abend! Dieses Stück in dieser Umgebung, das passt einfach. Auch die Cast wusste bis zum letzten Statisten zu 100% zu überzeugen. Ich kann es nur weiterempfehlen!
Lang lebe der König! ;-)

Ludwig-und-Rudolf (8 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Bisher Bestes Musical in der Stiftsruine

17.08.2017 - Warum nicht immer so? Seit Jahren bleibt Bad Hersfeld mit der wunderbaren einzigartigen Kulisse der Stiftsruine hinter den selbst gesteckten Erwartungen zurück - ein überörtlich strahlender kultureller Leuchtturm zu sein - dies lag vor allem an Stücken die nicht wirklich in die mystische Kulisse der Alten Abtei hineingepasst haben!

Nun hat Intendant Dieter Wedel sich mit Regisseur Stefan Huber endlich mal richtig Gedanken gemacht welches Stück denn perfekt in die Ruine passen könnte - und siehe da - es kam die beste Entscheidung überhaupt heraus mit TITANIC hat man ein Stück gefunden, dass wie die Faust aufs Auge in die Kulisse passt!

Die besuchte Aufführung am Mittwoch, den 16.8. war wie alle anderen nahezu ausverkauft und man merkte dem Publikum an, dass es total mitfieberte und innerlich darum bat, dass es doch anders ausgehen sollte - aber die Geschichte ist nun einmal anders verlaufen...

Schon mit der grandiosen Ouvertüre ist man mittendrin im Jahr 1912 und kann sich auf knapp 3 Stunden beste Musicalunterhaltung - sehr gehaltvoll - freuen - das große Orchester mit den wunderbaren Melodiebögen von Maury Yeston lässt einem wohlige Schauer über den Rücken jagen und man ist in der ersten Minute voll eingetaucht in diese große dramatische Geschichte...

Dass dies so ist ist auch einem fast 40-köpfigen Traumensemble zu verdanken die vor allem in den voluminösen grandiosen Chorszenen ihr Bestes geben und das Publikum schier von den Sitzen bläst mit dieser Energie und den tollen Stimmen!

Der Stiftsruine kommt dabei zugute, dass sie eine phänomenale Akustik hat und man von der ersten bis zur letzten Reihe jedes gesungene und gesprochene Wort klar versteht...

Es ist zwar bei diesem Stück "unfair" einige Prodagonisten hervorzuheben da das gesamte Ensemble der Star ist und die Ohrwurmsongs sind die Chornummern die sich ins Gedächtnis einprägen aber da einige große Stars der Branche verpflichtet wurden muss man David Arnsberger als Heizer, Kristin Hölck als Neugieriges Klatschweib Alice Beane sowie Michael Flöth als Kapitän und Jörg Neubauer als 1. Officier Murdoch und Frank Winkels als Direktor der White Star Line schon für Ihre gesanglichen und schauspielerischen Leistungen hervorheben!

Die Bühne ist einfach aber total effektvoll gestaltet zusammen mit dem tollen blauen Licht in der Apsis total mystisch und absolut perfekt zu dem Score...

Die Kostüme sind durch die Unterscheidung in 3 Klassen auch perfekt Designed -

Besser geht es nicht - ein eindrucksvoller, spannender, mitfühlender und mitleidender Abend der nach 3 Stunden doch irgendwie sehr schnellvergangen ist!

Man kann nur hoffen, dass TITANIC nächstes Jahr eine Wiederaufnahme erfährt und sich Dieter Wedel mit seinen Regisseuren ein neues tolles Musical aussucht dass ebenfalls so gut in die Stiftsruine passt! Bravo und Standing Ovation waren der Lohn!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Immer wieder sehenswert

17.08.2017 - Als ich Kinky Boots kurz nach der Premiere in London gesehen habe, war ich sofort begeistert von diesem tollen Stück.

Und auch jetzt, nachdem ich es mehrmals gesehen habe, hat sich diese Begeisterung kein bisschen gelegt.

Es ist ein Feelgood-Stück, aus dem jeder Besucher gutgelaunt rauskommt, das aber gleichzeitig auch Tiefgang und eine Message hat.

Das sollte man gesehen haben.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Der Score ist der Star

12.08.2017 - Wie sehr ich diesen wunderbaren, elegischen Score und die ergreifenden Chöre liebe, die Komponist Maury Yeston da erschaffen hat.
Ganze 8 Mal durfte ich die aufwendige "Großproduktion" in der Neuen Flora in Hamburg genießen und zuletzt eine berührende, auf's Essentielle verkleinerte Kammerversion in London erleben.
Es gibt tatsächlich Menschen, die der Show ankreiden, sie hätte ja "gar keinen Hit". Denen möchte ich antworten:
Die Gesamtkomposition ist der Hit!
Wer hätte gedacht, dass diese hervorragende Partitur jemals wieder in dieser Qualität hierzulande erklingen würde? Wo findet man noch ein 36-Mann/Frau starkes Orchester und dazu ein 43 Personen umfassendes Gesangsensemble? Eigentlich eben nirgends mehr.
Umso erfreulicher, dass Titanic in dieser hervorragenden Qualität in Bad Hersfeld zu sehen ist.
Insgesamt eine Spitzenleistung aller Beteiligten. Zutiefst berührendes, musikalisch brillantes Theater der Spitzenklasse!

AdamPascal (63 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Tarzan 4.8.

12.08.2017 - DER Tarzan ist wieder da

hab das Stück bei Anton Zetterholms erster Show in Oberhausen am 4.8. gesehen, und er ist noch besser geworden als er in Hamburg schon war , Top Schauspiel, Hammer Stimme, Tarzan in Perfektion

Auch die restliche Cast um Sabrina Weckerlin (Kala), Massimiliano Pironti (Terk), Patrick Stanke (Kerchak) und Tessa Sunniva (Jane) sowie das gesamte Ensemble sind einfach top
die Show hat einige andere Flüge und auch andere Szenenabläufe wegen des "neuen " Theaters aber nichts von seiner Action und auch dem Witz in dem Stück ging verloren

das beste Stück das in Deutschland läuft, seit Jahren (für mich persönlich)

Indis (3 Bewertungen, ∅ 5 Sterne)


Denkwürdige Aufführung

12.08.2017 - Wow, wo hat dieses Stück in den letzten Jahren im Märchenschlaf gelegen? Was hier aus dem Orchestergraben klingt ist ganz großes Musical und das in einer klanglich in der Art selten erlebten Fülle und Qualität. Traumhaft schön.... Dazu kommt ein durch die Bank erstklassiges und namhaftes Ensemble, allein damit könnte man nun den Rahmen dieser "Kurzkritik" sprengen. Auch hier volle Punktzahl. "Ich muss auf dieses Schiff" ist einer der Theatermomente an die man sich auch in Jahren noch positiv erinnern wird. Und dann ist da noch die Regie von Stefan Huber, ein stimmiges Gesamtkonzept verbunden mit einer tollen Personenregie. Eins ist nach diesem Besuch eben klar, Titanic schwimmt ganz weit oben in meiner persönlichen Jahresliste 2017.

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