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Nach wahren Begebenheiten

Kinky Boots

Sex is in the Heel


© Stage Entertainment
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Ein wirklich unterhaltsamer Abend mit berührender Geschichte, eingängiger Musik, bunt-glitzernden Kostümen und ansprechenden Choreographien steht den Besuchern von "Kinky Boots" bevor. Das ist rundherum gutes Entertainment gänzlich abseits vom großen technischen Brimborium, das Musicals hierzulande immer als Event besonderer Güte auszeichnen soll – doch ein Besuch lohnt sich dennoch, oder vielleicht auch gerade deswegen. Da ab Herbst 2018 laut einer Casting-Ausschreibung bereits "Ghost - Das Musical" für das Operettenhaus vorgesehen ist, muss "Kinky Boots" deutlich vor Ende des ersten Spieljahres seine Pforten in Hamburg schließen.

(Text: Michael Rieper)

Premiere:03.12.2017
Dernière:30.09.2018
Showlänge:150 Minuten (ggf. inkl. Pause)


Die Story handelt von Charlie, der eine kurz vor dem Ruin stehende Schuhfabrik erbt und eines Tages zufällig über Drag Queen Lola und ihr Problem, gut gemachtes sowie glamouröses Schuhwerk in Herrengröße zu finden, stolpert. Daraus entsteht eine Zusammenarbeit, die auf viele Widerstände stößt und alle Beteiligten über ihre bisherigen Grenzen gehen lässt.

Ein Pluspunkt der Show ist das wohl durchdachte Buch von Harvey Fierstein. Die geschickt aufgebaute erste große Nummer zum Beispiel beinhaltet mehrere kleine, eingestreute Szenen, mit denen die Konflikte der beiden Hauptpersonen knapp, aber prägnant einführt werden: Charlies Versuch, sowohl die Erwartungen seines Vaters als auch die seiner Freundin zu erfüllen, sowie Lolas schwieriges Verhältnis zum eigenen Vater, der das Faible seines Sohns für Frauenkleidung nie verstehen konnte. Im weiteren Verlauf bietet die Show eine ansprechende Mischung aus glamourösen Shownummern und zu Herzen gehenden, geradezu intimen Szenen mit Charlie und Lola. Der dramatische Moment im zweiten Akt, in dem Charlie unter all dem Druck, seine Firma vor dem Untergang zu bewahren, fast zusammenbricht und sich mit nahezu all seinen Kollegen und Freunden - inklusive Lola - überwirft, kommt zwar unglaubwürdig dramatisch daher, doch das ist nur ein kleines Zwischentief in der ansonsten mitreißenden Inszenierung.

© Stage Entertainment
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Cyndi Laupers poppiger Score, der von elf Musikern unter der Leitung von Sebastian de Domenico mit viel Drive präsentiert wird, gibt das Wechselbad der Gefühle, das die Hauptpersonen auf der Bühne erleben, gut wieder.

Das Bühnenbild ist ansprechend und durchaus ausreichend, im Vergleich zu anderen Großproduktionen aber relativ simpel gehalten. Der Hintergrund der Schuhfabrik bleibt fast das gesamte Stück über identisch; im Vordergrund verändern sich die Versatzstücke reibungslos von der Fabrik über einen Boxring bis zur Bar, in der Lola ihre Star-Auftritte absolviert.

Jerry Mitchell, der für Regie und Choreografie des Broadway-Klons verantwortlich zeichnet, hat viel Wert darauf gelegt, dass das Stück Bodenhaftung bewahrt und sich nicht in schillerndem Fummel und sexy Overknee-Stiefeln verliert. Dafür sorgen nicht nur die beiden vielschichtigen Hauptcharaktere, sondern auch die Belegschaft der Schuhfabrik, die aus ganz alltäglichen Figuren besteht und im Laufe des Stückes zu einer wahren Gemeinschaft zusammenwächst.

© Stage Entertainment
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Wenn es an dieser Show einen Must-See-Faktor gibt, dann ist es Gino Emnes, der das Publikum als Drag Queen Lola mit seiner bodybuilding-gestählten, maskulinen Figur im knappen Fummel und fabelhafter, leicht rauchiger Stimme begeistern kann. Gerade auch der Wechsel zum unsicheren Simon, der sich hinter Lolas Fassade verbirgt, gelingt beeindruckend und berührt die Zuschauer. Dagegen hat es Dominik Hees in der vergleichsweise spießigen Rolle des Charlie schon fast schwer. Doch mit hohem Sympathiefaktor stellt er die Entwicklung des von existentiellen Sorgen geplagten Fabrikbesitzers, der lernen muss über seinen Schatten und seine Vorurteile zu springen, glaubhaft dar.

Die zwei Herren beherrschen den Abend. Darüber hinaus macht Jeannine Michele Wacker das Beste aus der arg überzeichneten Rolle der Fabrikangestellten Lauren, die mit ihren Gefühlen für Charlie zu kämpfen hat. Sie gibt in ihrem Solo-Song "Die Liste falscher Kerle" dem Affen ordentlich Zucker, um nachhaltig auf sich aufmerksam zu machen. Auch Benjamin Eberling hat als Vorarbeiter Don, der sich anfangs sehr dagegen wehrt mit einer Drag Queen zusammen zu arbeiten, mehrere starke Momente auf der Bühne.

Mit der ersten gesungenen Zeile "Wenn du glaubst, Schönheit liegt in Frühlingsknospen" beginnt der deutsche Text des Eröffnungsliedes ausgesprochen poetisch. Und selbst wenn die Übersetzung von "The Most Beautiful Thing in the World" zu "Das wohl herrlichste Wunder der Welt" doch ein wenig übertrieben erscheint und auch Lolas beklemmender Song "I am Not My Fathers Son" mit "Ich war nie dieser Sohn" im Deutschen etwas verliert, ist Kevin Schröders (Songtexte) und Ruth Denys (Dialoge) Arbeit zumeist als flüssig und gelungen zu bezeichnen.

© Stage Entertainment
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Gar keine Frage, dass das Stück wunderbar auf die Reeperbahn passt. Hier ist es mal nicht die große Technikschlacht im Bühnenbild, die die Zuschauer staunen lässt. Das gut aufgebaute Buch, der Glamour-Faktor der Drag Queens (sowie auch gerade der Blick hinter die Maskerade) und vor allem die wirklich gelungene Umsetzung durch den gesamten Cast, der ein angenehmes "Menscheln" auf der Bühne zulässt, machen das Musical sehenswert.

(Text: Michael Rieper)






Kreativteam

Musik und LiedtexteCyndi Lauper
BuchHarvey Fierstein
Deutsche Übersetzung DialogeRuth Deny
Deutsche Übersetzung SongtexteKevin Schröder
Musikalische LeitungSebastian de Domenico
Regie und ChoreografieJerry Mitchell
BühneDavid Rockwell
KostümeGregg Barnes


Besetzung

Charlie PriceDominik Hees,
(Sebastian Krolik)
(Marlon Wehmeier)

LolaGino Emnes
Benét Monteiro,
(Raúl Martin Rodriguez)

LaurenJeannine Michele Wacker,
(Laura Pfister)
(Jana Stelley)

NikolaFranziska Schuster,
(Denise Jastraunig)
(Laura Pfister)

DonBenjamin Eberling,
(Boris Böhringer)
(Marco Heinrich)

George Tilman Madaus,
(Marco Heinrich)
(Frank Logemann)

PatSteffi Irmen,
(Linda Konrad)
(Jana Stelley)
(Merel Zeeman)

TrishKaatje Dierks,
(Fleur Alders)
(Linda Konrad)
(Merel Zeeman)

MargeFleur Alders,
(Lina Konrad)
(Merel Zeeman)

HarryMarlon Wehmeier,
(Robert Knorr)
(Sebastian Krolik)

Mr. PriceFrank Logemann,
(Boris Böhringer)
(Marco Heinrich)

Simon Sr.Luther Simon,
(Benét Monteiro)
(Alex Snova)

HoochBoris Böhringer,
(Ronnie Vero Wagner)

Gemma LouiseJana Stelley
MaggieDenise Jastraunig
RichardSebastian Krolik
MuttMarco Heinrich
AngelsClayton Sia
Tayler Davis
Alex Snova
Pedro Antonio Batista Gonzalez
Raúl Martin Rodriguez
Dorival Junco
SwingsPaolo Avanzini
Antonio Calanna
Taddeo Pellegrini
Stephan Zenker
Ronnie Vero Wagner
Benét Monteiro
Robert Knorr
Laura Pfister
Linda Konrad
Merel Zeeman



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


14 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Unbeschreibliche Erfahrung!

03.09.2018 - ... WOW! Ich bin einfach sprachlos! Ich habe schon sehr viele Musicals gesehen... aber dieses Goldstück Kinky Boots - Das Musical war grandios! Soviel Energie, soviel Herz und Liebe! Man feiert regelrecht das Leben!

Eine grandiose Cast, gepaart mit großartiger Musik - Wundervoll!

Dominik Hees’ Darstellung war ganz grandios und berührend!

Gino Emnes... WOW... Das Wort „Darsteller“ hat für mich heute eine neue Bedeutung bekommen😉😳

Jana Stelley umwerfend, stark und wundervoll witzig!

Danke für diesen tollen Nachmittag!

Jekyll&Hyde (12 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


Einfach nur SUPER

15.08.2018 - Ich war jetzt auch endlich in Hamburg in Kinky Boots.

Super Show! Toll inszeniert! Mitreißende Musik und Choreos. Schöne Story mit lustigen und traurigen Momenten. Erstklassige Darsteller mit viel Spielfreude.

Fazit:

Absolut empfehlenswert. Eine Schande, dass Stage das Stück so schnell aufgibt, nicht besseres Marketing betreibt, etc. Hier hat die Stage bei der Inszenierung wirklich alles richtig gemacht, es dann aber durch katastrophales Marketing (ohne dieses Forum würde ich gar nicht wissen, dass das in Hamburg läuft, obwohl ich musical-affin bin) und Ungeduld kaputt gemacht.

Das ist für mich der Inbegriff eines Feelgood-Musicals, wo man glücklich und happy aus dem Theater kommt und noch Tage später dran denken muss und dabei wieder ein Lächeln aufs Gesicht gezaubert bekommt.

Buch: 5/5
Musik: 5/5
Inszenierung: 5/5
Besetzung: 5/5
Ausstattung: 5/5 (kein technisches Brimborium, aber atmosphärisch dicht und absolut passend.)

Gesamtnote: 5/5

iTechniker (erste Bewertung)


Immer wieder eine Freude!

20.07.2018 - Nach insgesamt 3 Besuchen und einem nicht einreißen wollenden Spaß an diesem Stück möchte ich diesem Stück die volle Punktzahl geben.

Eine unterhaltsame Geschichte, tolle Musik, klasse Darsteller und eine inspirierende Botschaft zeichnen für mich die Produktion KINKY BOOTS aus.
Es ist ein Jammer, dass es zu spät angenommen wurde und daher schon wieder vor dem Aus steht...

Shakyface (erste Bewertung)


Hamburger Produktion steht der Londoner Produktion in nichts nach

08.07.2018 - Die Hamburger Produktion von Kinky Boots steht der Londoner Produktion in nichts nach. Die Show in Hamburg ist bezüglich Inszenierung, Choreographien, Ausstattung, etc. genauso (toll) wie die Londoner Show. Nur halt auf Deutsch. Und die Übersetzung ist auch sehr gelungen.

Das Highlight ist das gesamte Ensemble: egal ob die Hauptdarsteller und ihre Zweit- und Drittbesetzungen oder das gesamte Ensemble bis zur kleinsten Nebenrolle: alle Rollen sind perfekt besetzt. Alle Darsteller sind Meister ihres Fachs und man sieht ihnen in jeder Show die große Spielfreude an, die niemals wie Routine wirkt.

Insgesamt steht auch die deutsche Produktion dem Original in nichts nach und auch in Hamburg ist Kinky Boots eines der besten, coolsten, fröhlichsten, mitreißendsten und begeisterndsten Musicals die ich kenne.

Wer Musicals mag, muss diese Show gesehen haben!

MusicalJonas (14 Bewertungen, ∅ 3.4 Sterne)


Gute-Laune-Show mit Herz und Humor

01.07.2018 - Ich kenne Kinky Boots schon aus London und auch in Hamburg ist es eine echte Gute-Laune-Show mit Herz und Humor. Es gibt unglaublich viel zu lachen, aber auch ein paar sehr traurige, anrührende Szenen.

Aber auf jeden Fall kommt jeder glücklich und mit einem Lächeln aus der Show. Und noch Tage später denkt man an diese geniale Show, die der Londoner West-End-Produktion in nichts nachsteht.

HamYork (11 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


Ein unterhaltsamer Abend

28.05.2018 - Kinky Boots Hamburg 23.05.2018

Ich habe Kinky Boots einmal in London gesehen. Ist jetzt nicht mein Nummer 1 Musical, trotzdem freute ich mich auf den Abend in Hamburg. Auch, weil ich zwar in London die grundsätzliche Story verstand, aber die Details, speziell den Konflikt zwischen Lola und Charlie nicht 100% mitbekam.
Die Stimmung im Operettenhaus sehr gut, Rang zwar zu, aber Parkett doch gut gefüllt.
Was die Besetzung angeht, hatte ich Stage Ostern und Weihnachten zusammen. Ich glaube nicht mehr daran, Dies mal zu erleben. Auf allen 6 Hauptrollen First Cast. Ich fand die Cast, auch im Vergleich zu London, sehr gut. Da mir Vergleiche zu anderen Darstellern in Hamburg fehlen, verzichte ich auf Details.

Inszenierung: 4.5 von 5
Musik: 3.5 von 5
Besetzung: 4.5 von 5
Ausstattung: 4 von 5

Gesamtfazit: 4 von 5

nummelin3 (18 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


Eine willkommene Abwechslung

25.03.2018 - Eine absolut gute Wahl der Stage mal etwas zu "wagen" - wie wir ja jetzt wissen ohne Erfolg, aber diese Erweiterung des Repertoires, weg von Disneykitsch ist tatsächlich sehr gut gelungen. Eine gefällig Show mit flotter Musik, sehr natürlichen Darstellern und einem verhältnismäßig einfach gehaltenen und sehr wandelbaren Bühnenbild. Passt super auf die Reeperbahn.

xvoslander (3 Bewertungen, ∅ 4.3 Sterne)


Show auf Broadwayniveau

28.02.2018 - Dass sie Hamburg nicht hinter dem West End oder dem Broadway verstecken muss, beweist KINKY BOOTS seit Dezember im Operettenhaus in Hamburg.

Dass KINKY BOOTS mehr ist als ein Gute-Laune-Stück, wird jeder bestätigen können, der die Show schon gesehen hat. Neben den energiegeladenen Popsongs und den witzigen Songtexten sorgt Cyndi Lauper in den einfühlsamen Balladen für ruhige und nachdenkliche Momente. Harvey Fierstein hat die Geschichte um Charlie und Lola hervorragend für die Bühne adaptiert und verleiht dem schräg-bunten Musical eine besondere Tiefe. Sehr gelungen auch die deutsche Übersetzung von Kevin Schröder und Ruth Deny. Gerade Kevin Schröder gelingt es in den Songtexten, etwas Eigenständiges zu schaffen. Er übersetzt die Texte nicht einfach 1:1, wie man es von vielen anderen holprig klingenden Übersetzungen seiner Kollegen kennt, sondern schafft neue Bilder. Großer Respekt vor dieser Leistung.

Inszenierung, Choreographien, Bühnenbild und Kostüme fügen sich zu einer Kompositon zusammen, wie man es vorher auch schon am Broadway oder in London erleben konnte.

Wofür sich Stage Entertainment besonders auf die Schultern klopfen kann ist der hervorragende Cast. Hier haben die verantwortlichen vom Hauptdarsteller bis zu den Swings hervorragend gecastet. In meinen drei besuchten Vorstellungen habe ich verschiedene Darsteller erleben dürfen, die alle hervorragend gesungen, gespielt, getanzt und die Rollen perfekt ausgefüllt haben.

Als CHARLIE konnte ich Dominik Hees und Sebastian Krolik erleben. Beide hervorragend, wobei mir Sebastian Krolik noch einen Deut besser gefallen hat. Er war meiner Meinung nach besser als Killian Donelly (London) und konnte mit Stark Sands (Broadway) locker mithalten.

Auch Gino Emnes muss sich nicht hinter seinen Vorgängern (ich durfte Billy Porter am Broadway und Matt Henry in Lonodn erleben) verstecken. Seine LOLA ist urkomisch, gefühlvoll, tiefgründig und sexy. Oder kurzgesagt: Rot! (Jeder der das Stück gesehen hat, weiß, was ich meine!) Und dann noch dieser Body! Auch Benet Monteiro ist eine hervorragende Lola. Er verleiht der Dragqueen eine ganz andere Facette. Er ist meiner Ansicht nach viel zerbrechlicher und überzeugt gerade in den ruhigen Momenten. Leider lassen seine langen Haare den Unterschied zwischen Frau und Mann nicht so deutlich werden. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Als LAUREN konnte ich Jeannine Wacker und Laura Pfister erleben. Beide geben eine quirlig-quietschige Lauren und sorgen beim Publikum für Tränen in den Augen. Die Gestik, die Mimik, die Stimme - einfach herrlich. Einen Ticken besser gefallen hat mir persönlich Laura Pfister. Was soll man sagen? Ich habe Annaleigh Ashford (Broadway) und Amy Lennox (London) erlebt. Letztere überholt sie ganz klar und stellt sich auf eine Stufe mit ihrer Broadwayvorgängerin. Ich kann es wirklich nicht glauben, dass sie erst im vergangenen Jahr ihre Ausbildung an der August Everding in München abgeschlossen hat. Ein großes WOW! Ich hoffe, sie in Zukunft noch häufiger sehen zu können!

Auch die anderen Rollen sind perfekt besetzt und legen so viel Spielfreude an den Tag. Egal ob in Soli oder im Chor - alles perfekt (Lob auch an die Tontechnik). Besonders erwähnenswert sind die ANGELS, bei denen man oft echt nicht weiß, ob das wirklich Männer sind oder Frauen, die Männer spielen, die sich als Frauen verkleiden. Dieses Talent einfach super! Bei den Kindern gibt es gravierende Unterschiede. Am besten gefallen haben mir die Kinder bei meiner ersten Vorstellung: Taphelo (junger Simon) und Clemens (junger Charlie) haben einen super Job abgeliefert. Besonders bei Taphelo hat man gemerkt, was in ihm steckt!

Eine Show auf BROADWAY-Niveau, die perfekt auf die Reeperbahn in Hamburg passt. Wer aus dieser Show nicht mit guter Laune und beschwingt rausgeht und trotzdem im Herzen berührt wurde, muss irgendetwas an seinem Leben ändern. Vielleicht helfen die Tipps, die man im Musical bekommt, dabei. Trotz des Gute-Laune-Faktors vermittelt die Show eine wichtige Botschaft: Sei du und steh dazu! Respektiere andere so wie sie sind! KINKY BOOTS sollte zur Pflichtveranstaltungen (nicht nur für Schulen) werden. Jeder kann hier etwas lernen - und das ganz ohne die Holzhammermethode!

Buch 5
Komposition 5
Inszenierung 5
Musik 5
Besetzung 5
Ausstattung 5

Gesamt: 5

vonKrolock (11 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


WOW! Wie grandios…

09.02.2018 - Dieses Musical bekommt von mir 5Sterne! Hamburg wird nicht nur – Hamburg ist kinky!
Was für ein tolles Musical, was für eine überzeugende Cast, hier hat Stage mal endlich wieder alles richtig gemacht.
Das Musical hat mich von der ersten Minute an überzeugt und hat mir gute Laune aufs Gesicht gezaubert.
Warum nicht öfter so, ihr könnt es also doch noch liebe Stage.
Gino Emnes als Lola ist der Hammer und überzeugt so sehr.
Dieses Musical muss ich noch öfter ansehen, es hat so viel Freude gemacht zu zusehen und zu zuhören.
Mein Lieblingslied ist „Land of Lola“ ich komme wieder.
Hier lohnt sich jeder Cent.
Großer Beifall für den Cast und für Stage!

Mopelmue (21 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Leider nicht ganz auf West End Niveau, dafür mit einem überragenden Gino Emnes!

28.01.2018 - Was habe ich mich gefreut, dass der Saal am Samstag Abend proppenvoll war, bei einer geschätzten Auslastung von 90%.
Ich wünsche diesem Stück, welches ich bereits 2x in London bewundern durfte und welches eine wichtige "erzieherische" Message der Toleranz vermittelt, wirklich auch in Deutschland nur das Beste.
Allerdings war es für mich ein großes Ärgernis, auf dem Monitor im Foyer als "Orchester" lediglich 9 Musiker zu zählen.
Die Stage Entertainnent macht ihrem Ruf als Orchester-Zerstörer auch hier wieder alle (Un-)Ehre:
Wo in London noch 11 Musiker im Graben sitzen, muss die Band in Hamburg leider auf das Cello und einen weiteren Bläser verzichten.
Und das tut der Partitur hörbar nicht gut: Gerade Balladen ("Nie dieser Sohn", "Trag mich in Dein Herz") klingen seltsam leer und pianolastig, so wunderbar sie gesanglich auch vorgetragen werden.
Und so plätschert das Stück, eben auch wegen der schwächeren musikalischen Unterfütterung, bis zu Lolas erstem Star-Auftritt eigentlich nur vor sich hin;
alles wirkt etwas kraft- und energielos.
Die Chöre wollen nicht richtig zünden, die Musik klingt undifferenziert und nicht auf den Punkt abgemischt.
Die Kinder im Opener waren, da gibt es leider keinen gnädigeren Weg der Formulierung, schlichtweg furchtbar:
Hölzernes Spiel, aufgesagte Texte, gesanglich keinen Ton getroffen.
Der "Gesang" war so dramatisch schief, dass der Soundmischer sie im Endchor von "Das wohl herrlichste Wunder der Welt" tonmäßig einfach ausgeschaltet hat - zurecht.
Nichtsdestotrotz war das Publikum fantastisch aufgelegt und das sollte sich auszahlen:
Der legendäre Gino Emnes (Deutschlands erster Simba 2002) ist als Drag Queen Lola nichts geringeres als genau das:
Die Königin des Abends.
Jede Geste, jeder Gang, jeder Blick ist betörend, berauschend verführerisch. Dieser Mann sprüht vor Sex und Star Quality. Und gesanglich ist er eine extrem hohe Hausnummer.
Kein Wunder, dass das Publikum auf jeden Auftritt Lolas wie auf die Ankunft des Messias reagiert.
Man hängt Emnes förmlich an den Lippen, jede noch so kleine Pointe wurde mit frenetischem Applaus quittiert.
Da kann kein Londoner Vorgänger mithalten.
Emnes ist Lola, ist die Show, ist Kinky Boots.
Nicht auszudenken, man müsste sich in dieser stückdefinierenden Rolle mit einer radebrechend Deutsch sprechenden Zweitbesetzung zufriedengeben.
Dominik Hees in der Rolle des Schuhfabrik-Erben Charlie Price agiert hochsympathisch, packt aber leider erst zum Ende des ersten Aktes so richtig seine Stimme aus, die dann aber gut gefällt.
Seine Freundin Nikola wird differenziert gespielt von Franziska Schuster: Sie schafft es, die so oft zu unsympathisch wirkende Figur echt wirken zu lassen.
Laura Pfister nutzt als Cover Lauren die Gunst der Stunde und legt mit "Die Liste falscher Kerle" ein urkomisches Kabinettstückchen hin.
Benjamin Eberling gibt einen wunderbar eklig-prollig homophoben Don.
Alles in allem kann die Hamburger Produktion leider nicht ganz mit dem West End-Niveau der Show mithalten.
Aber allein der fantastische Gino Emnes war die Reise in die Hansestadt 100% wert.

AdamPascal (52 Bewertungen, ∅ 4.2 Sterne)


Meisterwerk der Saison - Ein Must-See für jeden echten Musical-Liebhaber

18.01.2018 - Es freut mich total, dass die deutsche Version von KINKY BOOTS in Hamburg nun meine 50. Stücke-Bewertung ist! Ganz einfach deswegen, weil es eines der Stücke ist denen man das Prädikat "besonders wertvoll" voll und ganz zuschreiben darf denn so ein Stück kommt wirklich nur alle paar Jahre heraus!

KINKY BOOTS schafft es von der ersten Minute an einen zu fesseln und in die Geschichte von Charlie & Lola hineinzuversetzen - es ist total berührend aus dem Leben gegriffen - Stoff des 21. Jahrhunderts und ist spritzig, flüssig nie langatmig oder sogar langweilig!

Die Musik ist große Klasse eine super Mischung aus schmissigen treibenden Songs und emotionalen Balladen - so muss Musical sein und sooo Liebe ich es heiss und innig!

Es gibt für mich keinen schlechten Song aber die absoluten Highlights sind für mich: DAS LAND VON LOLA, DIE LISTE FALSCHER KERLE, EVERYBODY SAY YEAH, NIE DIESER SOHN, WOVON TRÄUMEN FRAUEN, und das Finale KOMM, STEH AUF/SEI DU

Göttlich - allen voran die Herzbebenden und heißen Auftritte von Lola in Gestalt von Gino Emnes - WOW - allein wegen ihm ist die Show schon das DING!

Und zusammen mit seinen Angels - was die da auf die Bühne brettern tänzerisch, ästethisch, powervoll - das ist Showtime at its BEST!

Aber jeder einzelne der grandiosen Cast leistet seinen Beitrag dazu, dass es DIE Show der Saison und darüber hinaus im deutschsprachigen Raum ist!

Jeannine Wacker & Laura Pfister als Lauren - DIE LISTE FALSCHER KERLE - das ist größte Performance-Klasse kompletter Kontrast zu Lola und seinen Ladys aber genauso stark und heiss - was die Mädels da Grimassen-Technisch, Sängerisch und komödiantisch abliefern - zum Brüllen!

Das Operettenhaus steht Kopf aber auch die flüssigen witzigen Dialoge (grandiose Übertragung ins Deutsche - total flüssig stimmig keine Schüttel-Reime oder verkleisterten Sätze - hier stechen DON & GEORGE dann ganz besonders hervor!

Aber auch wer die 2. Besetzung von LOLA erwischt was schwierig ist denn bei 4 besuchten Shows hatte ich nur einmal Clayton SIA als Lola sein Einstand und der war auch ganz grandios!

Wärend er seine Lola von Anfang bis zum Schluss als brasilianisches Samba-Tanz-Wunder auslegt heissblütig, stürmisch ist Gino halt nordisch, vornehm elegant ausgeprägter, Nuancenreicher...

Warum gefällt mir das nen Ticken besser? Weil Gino eine perfekte Aussprache hat grad bei den Balladen wie NIE DIESER SOHN ist das so wichtig es zu verstehen und da hatte Clayton Probleme zwar gut aber nicht so klar und perfekt wie bei Gino!

Dominik Hees als Charly passt auch perfekt als "biederer", zurückhaltender Sohn eines Schuh-Enthusiasten - sein Spiel begeistert und wie er dann doch aus sich rausgeht super Entertainment!

Auch die Fabrikarbeiterinnen alle große Klasse grad bei WOVON FRAUEN TRÄUMEN wie sie dem Zauberstab von Lola verfallen und alle singen"Toller Mann, Toller Mann" geht sofort in die Gehörgänge und hat mehrere Ohrwürmer!

Schon nach dem 1. Akt kannte das Publikum kein Halten mehr - frenetischer Applaus und im Finale war es dann ganz aus - selten, dass es nach der Zugabe und nachdem das Orchester nicht mehr spielte die Leute weiter Minutenlang weiter riefen: Zugabe, Zugabe - obwohl keiner mehr auf der Bühne stand - der absolute Hammer! Mein 35. Geburtstag wird hier sein bei LOLA und den KINKY BOOTS Bessere Party gibt's nicht mit Freunden! Danke STAGE habt ihr wieder bravourös gemacht! Die Musicalfans liegen euch zu Füßen!

Maxim (54 Bewertungen, ∅ 4 Sterne)


Das Beste...

08.01.2018 - Ich habe die Shows am 07.01.17 gesehen um 1430 & 1900 Und konnte es nicht fassen, was ich da auf der Bühne sehen durfte.

Um es vorweg zunehmen...
Kinky Boots in Hamburg ist das Beste, was ich seit langem auf großen Bühnen in Deutschland gesehen habe!

Aber fangen wir vorne an.
Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen und nach einer wahren Begebenheit. Deswegen funktioniert die Show meiner Ansicht auch sogut, weil es alltägliche Probleme sind die dort auftauchen und sogut erzählt werden.

Endlich traut sich die Stage auch mal wieder an ein Stück wo man richtige Schauspiel Szenen zuläßt und nicht alles nur Übergänge sind oder Füllszenen.
Was die gesamte Cast gut zu nutzen weiß.

Die Musik von Cindy Lauper ist eingängig und vielseitig.
Der Sound war gut, auch wenn es ab und an ein paar Ausfälle der Mikrofone gab. Besonders genial sind die Surround Effekte. Die ich allerdings im Parkett besser wahrgenommen habe als im Rang.

Die Bühne ist fantastisch!
Ich verstehe die 3 Sterne bei Ausstattung der MUZ nicht. Perfekt wird jedes noch so kleine Element genutzt, gedreht und verwandelt. Auch schön, das die Bühne hier keine Hauptrolle spielt, um von irgendwas ablenken zu müssen. Kinky Boots braucht das nicht und funktioniert herrlich einfach.

Genau wie bei den Kostümen. Herrlich normal, dann wieder mit viel Glitter und Farbe, meistens natürlich bei Lola und ihren Angels.

Die Regie von Jerry Mitchell ist so wundervoll unaufgeregt. Einfach, Ehrlich und natürlich werden die Szenen gespielt und es wird auch nicht in die "Transenklischeefalle" getappt. Sondern die Dragqueens behalten ihren Glamour Faktor in jeder Sekunde. Alles ist wirklich sehr fein durchdacht und mit viel Tempo inszeniert, das man nach dem Stück im Saal sitzt und denkt: Nochmal!

Bei der Besetzung hat das Casting wirklich ein sehr gutes Händchen bewiesen.
Ich konnte fast die komplette 1. Besetzung der Show sehen, und dabei dann auch die Covers von Lola und Charlie.
Die Energie und Spielfreude die die gesamte Cast an den Tag legt ist wirklich sehr gut. Ich habe die Show auch in London gesehen, und war längst nicht so mitgerissen wie in Hamburg.

Lola ist bei Gino Emnes in wundervollen Händen.
Er spielt wirklich jede Facette der Rolle mit 110% und führt durch die Show mit Spaß und viel Gefühl.
Lola Cover Benet Monteiro ist sprachlich etwas schwerer zu verstehen, spielt und singt aber genau so gefühlvoll.

Charlie Price von Dominik Hees, verkörpert ist die eigentliche Hauptrolle des Abends und eine wirklich Herausforderung. Hees, spielt solide und singt gut, auch wenn er meines Erachtens gesanglich gerade in der Höhe an seine Grenzen stößt. Er hat es schwer gegen die Glitzernde Lola anzukommen, schafft aber viele schöne Momente auf der Bühne.
Charlie Cover Marlon Wehmeier schafft alleine durch seine Größe einige komische Momente. Gesanglich ist der Part für Ihn eine Leichtigkeit, im Spiel allerdings wirkt er manchmal etwas unsicher und unerfahren.

Lauren wurde in beiden Vorstellungen von Jeannine Wacker gespielt, die mich überrascht hat. Sehr Tollpatschig gespielt und herrlich komisch in ihrem Solo.

Nicola wurde in beiden Vorstellung von Franziska Schuster gespielt. Eigentlich eine sehr einseitig, zickige Rolle. Jedoch schafft sie es der Rolle auch eine gewisse Verletzlichkeit zu verleihen. Sehr gut!

Noch zu erwähnen wäre Benjamin Eberling als Don
( auch in beiden Vorstellungen ). Eigentlich die Rolle mit der schönsten Entwicklung des Abends, was er perfekt zu nutzen weiß. Schon bei der Saalansage, die hier Live gemacht wird, läßt er das Publikum schmunzeln.
Don entwickelt sich vom muffeligen Fabrikarbeiter zum Tanzbären in roten Stiefeln im Finale, was einfach herrlich ist.

Der Rest der Cast sei es Fabrikarbeiter oder Angels machen einen fantastischen Job und spielen wunderbar energetisch und ehrlich, dass es eine wahre Freude ist.

Mein persönliches Highlight ist der Boxkampf im 2. Akt mit anschließender Szene in der Bar und Lolas wunderbaren Message und Aufgabe für Don:
Akzeptiere jemanden so wie er ist.
Wofür es in einer Show sogar Szenenapplaus gab.

Die Message des Finalen Song: Sei Du, wie Du es willst!
Ist gerade in der heutigen Zeit so wichtig und hat mich tief berührt.

Ich kann es nur weiter empfehlen und wünsche Kinky Boots in Hamburg eine lange und erfolgreiche Spielzeit.

Die CD ist schon vorbestellt und der nächste Besuch in Planung.

BRAVO!

Buch 5*
Komposition 5
Inszenierung 5
Musik 4
Besetzung 5*
Ausstattung 5*
(* bedeutet, .... genau mit Sternchen. )

KristinP (67 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


Bravo Benet!

21.12.2017 - Du bist eine grandiose Lola und hast mir einen tollen Abend beschert. Applaus ! Applaus..

Kirmesboxer (10 Bewertungen, ∅ 2.6 Sterne)


Hamburg ist kinky!

03.12.2017 - Da geht man so ganz ohne Erwartungen in ein Musical und wird dann total geflasht - so ging es mir bei "Kinky Boots" in Hamburg. Eine tolle Geschichte, eine starke Cast, wunderbare Musik und eine wundervolle Botschaft machen dieses Stück absolut sehens- und erlebenswert. Ich kann jedem einen Besuch nur ans Herz legen. So ein tolles Musical. Von den Darstellern haben allen voran Gino Emnes und Dominik Hees vollends überzeugen können. Wahnsinn!

kulturfeder (9 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


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(mr)

Buch

Komposition

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Glamouröses Entertainment mit ansprechender Story! Gino Emnes ist eine Wucht als Lola...

04.12.2017

 Leserbewertung
(14 Leser)


Ø 4.71 Sterne

 Termine
Di25.09.19:00 Uhr
Mi26.09.19:00 Uhr
Do27.09.19:30 Uhr
Fr28.09.19:30 Uhr
Sa29.09.15:00 Uhr
Sa29.09.19:30 Uhr
So30.09.14:30 Uhr
So30.09.19:00 UhrDernière


© musicalzentrale 2018. Alle Angaben ohne Gewähr.

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