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Komödie

Non(n)sens

Schräge Schwestern-Show


Was tun, wenn eine Fischsuppe einen Orden von zweiundfünfzig auf fünf Schwestern dezimiert und kein Geld für die Beerdigung da ist? Spritzig-witzige Wiederaufnahme der erfolgreichen Nonnen-Show, in der fünf Ordnesschwestern zeigen, dass das Klosterleben nicht immer nur schwarz-weiß ist. Mutter Oberin und ihre Schwestern-Crew veranstalten einen Benefizabend mit Ordens-Quiz, Zauber-Show und auch das Ballett "Nonnensee" kommt zur Aufführung.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:07.02.2006
Letzte bekannte Aufführung:28.05.2006


Schwester Maria Annette bringt es auf den Punkt: "Sei zölibatär heißt bumse nicht mehr". Solche Worte aus dem Mund einer Nonne? Na ja, nicht ganz. Schwester Maria Annette trägt zwar einen Schleier, ist aber nicht aus Fleisch und Blut. Mit dieser Bauchrednerpuppe bringt Schwester Amnesia dem Publikum die Regeln im Kloster nahe.

Dies ist nur eine der Show-Nummern, mit denen sich die fünf verbliebenen Mitglieder eines Ordens ins Zeug legen, um im Rahmen einer Benefiz-Vorstellung Geld für die Beisetzung ihrer Mitschwestern zu sammeln. Da wird nicht nur "gebauchredet", sondern auch gesteppt, gezaubert, gekocht und gesungen. Dan Goggin hat zu seinen witzigen Texten eine flotte und eingängige Musik komponiert, die vom Choral über Musical-Showstopper und Country-Song reicht, bevor sie in einem furiosen Gospel-Finale gipfelt.

Regisseur Andreas Gergen hat seine seit Februar 2003 bereits knapp einhundert Mal an der Berliner Tribuene gezeigte Inszenierung ohne große Änderungen auf die Bühne des Schlossparktheaters transferiert. Statt moralinsaure und verknöcherte Gebetsschwestern vorzuführen, modelliert er fünf unterschiedliche Frauentypen mit Herz und Schnauze, die zur Freude des Publikums mit den gängigen Klischees über die katholische Kirche und ihren "Berufsstand" allerlei Schabernack treiben. Gergen reichert die gelungene deutsche Übersetzung mit einer Fülle optischer Gags an: Da greifen zum Beispiel Mutter Oberin und Schwester Maria Hubert in ihrer großen Show-Nummer "Zwei Schwestern" nicht zu Stock und Hut, sondern schwingen mit Regenschirm und Heiligenschein in den Händen das Tanzbein. Vor der Aufführung des Films "Nonnferatu" scheinen die Protagonistinnen dank der hereingetragenen Requisiten tatsächlich in das im Song angekündigte Autokino zu fahren, und das Ballett "Nonnensee" gerät mit überzogenen Gesten zur Parodie auf das gesamte Spitzentanz-Genre (Choreografie: Melissa King). Einzig bei der Nummer "Eine gefährliche Mission", in der das Nonnen-Ensemble die Geschichte seines Ordens Revue passieren lässt, überlagert der optische Eindruck mit seinen rudernden und tauspringenden Nonnen den Text. Da fällt es schwer, im anschließenden Quiz die zugehörigen Fragen zu beantworten.

"Non(n)sens" lebt von der Interaktion mit dem Publikum und benötigt deshalb einen intimeren Rahmen. Ausstatterin Regina Schill dekoriert den linken, vorderen Bühnenrand mit einem Tischchen samt kitschiger Marienfigur, Blumen und Kerzen. Ansonsten begrenzt sie die schlichte, schwarz ausgeschlagene Bühne mit einer Wand, die sich öffnet, wenn eine größere Spielfläche benötigt wird. Dann erstrahlt der Hintergrund auch schon einmal knallig bunt und dient als Projektionsfläche für einen huldvoll winkenden Papst Benedikt XIV. Keyboarder Christoph Wagner sitzt als musikalischer Begleiter rechts vor der Bühne im Zuschauerraum.

Als Botschafterinnen der katholischen Kirche brillieren aus der Ursprungs-Cast Dagmar Biener als gestreng-komische Mutter Oberin, Franziska Becker als linkische Schwester Robert Anna, Katharine Mehrling als schrullige Schwester Amnesia und Bettina Meske, die in ihrer Rolle als Schwester Maria Hubert auch im größten Chaos noch einen kühlen Kopf behält. Komplettiert wird die Besetzung durch Neuzugang Filipina Henoch, die sich als Novizin Schwester Maria Leo nahtlos in das homogene Ensemble einfügt. Es wäre deshalb ungerecht, einzelne Leistungen hervorzuheben. Alle fünf Darstellerinnen singen, spielen und tanzen einfach himmlisch.

Auch wenn es schade ist, dass das Schlossparktheater keine wirklich neue Produktion auf die Bühne bringt: Die chaotisch-komische Benefiz-Show des fidelen Nonnen-Quintetts gefällt auch beim Wiederholungsbesuch.

(Text: kw)




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Kreativteam

Musik, Buch, Liedtexte Dan Goggin
Deutsche Übersetzung Markus Weber
Thomas Woitkewitsch
Benjamin Baumann [Bearbeitung]
Inszenierung Andreas Gergen
Bühne und Kostüme Regina Schill
Choreografie Melissa King
Make-up und Maskendesign Günter Schoberth


Besetzung

Mutter Oberin Schwester Maria ReginaDagmar Biener
Tanja Schumann
Andreas Gergen
Schwester Maria HubertBettina Meske
Lynne Williams
Anja Karmanski
F. Dion Davis
Schwester Robert AnnaFranziska Becker
Heike Kloss
Titus Hoffmann
Schwester AmnesiaKatharine Mehrling
Mary Harper
Eric Minsk
Schwester Maria LeoFilipina Henoch
Michael Kargus
Bruder Eduard/Musikalische LeitungChristoph Wagner



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


19 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


Selten so wenig Spaß

31.12.2009 - Selten so wenig gelacht und unterhalten worden. Es passiert mir bisher 1x passiert, dass ich überlege in der Pause zu gehen...jetzt war es wieder soweit.

Ich kann die positiven Kritiken nicht verstehen. Mir hat es nicht gefallen...aber glücklicherweise sind die Geschmäcker ja verschieden.

Ok, kleines Haus und kleines Budget...aber man muss sich nicht alles antun

Sorry.... kein Stern wäre zu hart, einer ist aber mein Maximum

Andy


Irre gut!

19.07.2006 -

harrz wolly


Go, NONNSENSE go!

22.05.2006 - Ich freu mich schon auf die Männerbesetzung!

Martin Flaum aus B.


Irre lustig!

22.05.2006 - Kaum zu glauben, dass dieser Klassiker nochmal so frech und frisch seinen Weg auf die Bühne gefunden hat. Danke für den schönen Abend.

roger wtl.


Ein Käfig voller Nonnen!

09.05.2006 - Ich fands echt super! Selten so einen vergnüglichen und unterhaltsamen Abend im Theater verbracht! Meine Mutter fands auch toll -wir waren mit der ganzen Familie da und haben auch noch Tickets ergattert für die A-Men Männer Besetzung! Sehr empfehlenswert!

Hanna Holzstein


Für jeden was dabei

04.05.2006 - Der Abend war sehr vergünglich, die Witze überhaupt nicht so platt wie ich befürchtet hatte und das (kleine) Ensemble einfach toll: Wie viel Spielfreude die auf der Bühne gezeigt haben, war wirklich toll! DAzu wirklich gute Tänzerinnen und Sängerinnen. Das ganze Stück ist schmissig, professeionell, man merkt irgendwie, dass es aus den USA kommt. Ein Besuch lohnt sich - selbst wenn man wie ich Bedenken hat - es ist letztendlich für jedes Alter und jeden Humor etwas dabei.

Donna Summer


Wahnsinnsshow - superlustig!

17.04.2006 -

Petra Löffelhardt


Der absolute Hammer!

14.04.2006 - Ich war mit zwei Freundinnen in der Vorstellung und hab selten so gelacht. Suuuuper! Ich habe gehört, Tanja Schumann spielt demnächst die Mutter Oberin....Da schaue ich es mir nochmal an! Genial - sehr empfehlenswert - auf gar keinen Fall verpassen!

Martina Wenzer


Oh furchtbar!

14.03.2006 - Nichts wirklich Neues! Keine Überraschung, nur müde Alte Leute Schenkelklopfer! Schade ums Geld!

BennyBerlin


Tolle Show!

12.03.2006 - Selten so viel gelacht! Einfach toll!

tom


Klasse Ensembleleistung!

07.03.2006 - Habe alle Produktionen im Schlossparktheater gesehen und möchte allen meinen herzlichen Dank für die unterhaltsamen Stunden aussprechen. Die Nonnen sind klasse!

Nikki L.


naja

04.03.2006 - ich muss sagen ich hab schon bessere aufführungen gesehn. es ist ja nicht soooo schlecht aber mir hat es nicht wirklich gefallen, also naja wems gefällt...

ich halt


Grosses Kompliment!

26.02.2006 - Was das Schlossparktheater-Team da wieder auf die Bühne gezaubert hat, ist echt sehens- und hörenswert. Klasse Stimmen, tolle Einfälle, toller Abend. Kompliment!

Petra Reuter aus B.


Witzigkeit kennt keine Grenzen!

21.02.2006 -

Der Überraschungshase


Geniestreich

20.02.2006 - Diese Auffuehrung hat mir wunderbar gefallen. Was Andreas Gergen und sein Team da hingezaubert haben, ist wieder ein Geniestreich! Ich habe die Show schon oft gesehen, sogar das Original am Broadway in New York. Aber diese Auffuehrung im Schlossparktheater, dem "Broadway von Steglitz", wie sie es nennen, ist einfach noch besser! Wie machen die das nur an so einem kleinen Haus? Die Cast wuerde jeder Grossproduktion alle Ehre machen und die einfallsreiche Regie von Andreas Gergen sucht im deutschsprachigen Raum ihresgleichen. Weiter so!

Maya de Herengracht


Super Klasse!

19.02.2006 - Diese Show ist echt total lustig! Ich war mit meinen Freundinnen in der Vorstellung und wir haben uns schlapp gelacht! Sehr empfehlenswert - ein MUSS! Ich geh garantiert nochmal rein!

Marina


Irre Besetzung mit viel Witz und Charme

13.02.2006 - Bin total geplättet von so viel Frauenpower. Weiter so!

M. Carstens


Besser geht's nicht!

09.02.2006 - Die beste Non(n)sens Inszenierung die es gibt. Die übertrift sogar die Broadwayversion bei Weitem!Suuuuper!

Werner M.


Charmant amüsant

08.02.2006 - ICh bin eigentlich kein Mensch der ewig schriebt, baer hier muß ich es einfach mal tun. Da hat das Schloßpark Theater sich ja was feines auf die Bühne geholt. Es ist zwar nichts neues für Berlin, da es schon einmal in der Tribüne lief, aber man kann von dem "non(n)sense" einfach nicht genug bekommen.
Die wenigen Requisiten auf der meist schwarzen Bühne sind gut eingesetzt und legen den Focus umso mehr auf die Darstellerinen. Ein tolles ensemble, wenn auch Choreografisch nicht immer auf den Punkt, in der witzigen Choreo von Melissa King.
Dagmar Biener als Mutter Oberin ist ein Genuß und ihre "Rush" Szene treibt einem die Tränen in die Augen vor lachen. Dicht gefolgt von Franziska Becker mit ihrer tollen Stimme und darstellung der Schwester Robert Anna. Wie man mit kleinen Witzen den Saal zum kochen bringt... Sie kann es einfach. Filipina Hennoch, ist die neue im Bunde. Gerade noch beim Wettbewerb gewonnen und jetzt schon auf der Bühne. Sie macht die Schwester Leo mit viel Herz und toller Stimme. Man kann nur hoffen das man sie noch öfters sieht! Und dann das Gespann Bettina Meske und Katharine Mehrling. Erstere wie gewohnt Stimmgewaltig und zweitere einfach wundervoll. Die Mehrling spielt die amnesia so, dass man sie am liebesten gleich in den Arm nehmen möchte.
Einzige Störungen auf der Bühne waren die kitschigen Projektionen, wo auch der deutsche Papst hinhalten mußte. Muß das denn sein?
Fazit: Anschauen, und einen schönen Abend verbringen. Es lohnt sich!

Latura


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Eine vergiftete Fischsuppe hat die meisten Schwestern einen Ordens dahingerafft. mehr

Weitere Infos
Dan Goggin hat zu seinen witzigen Texten eine flotte und eingängige Musik komponiert, die vom Choral über Musical-Showstopper und Country-Song reicht, bevor sie in einem furiosen Gospel-Finale gipfelt. 1985 Off-Broadway uraufgeführt, galt die schrägen Nonnen-Revue anfangs als gewagt. Inzwischen gehört sie weltweit in vielen Unterhaltungstheatern zum Standard-Repertoire.

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