Das Kleine Theater zeigt die 1947 uraufgeführte Revue zur Stunde Null im geteilten Berlin in einer Neufassung von Volker Kühn.
In seiner Revue „Schwarzer Jahrmarkt“ aus dem Jahr 1947 führt Günter Neumann das wilde Treiben der Berliner „Eingeborenen“ in der gevierteilten Stadt als irren Rummelplatz vor, mit Schiessbudenmajoren, Scheuklappenfrauen, früh verdorbenen Wunderkindern und sehr menschlichen Affen hinter (Zonen-)Gittern. Die Menschen kreisen ziellos auf ihrem verkohlten Stadt-Karussel und kommen nicht vom Fleck. Uraufgeführt unter einem ausgebrannten Ballsaal in der Nürnberger Straße, spiegelte diese Zeit-Revue so hintergründig treffend die schillernde Berliner Wirklichkeit wider wie es bis dahin noch kein Zeitstück geschafft hatte und provozierte dabei die Zensurbehörden sämtlicher Schutzmächte der Stadt.
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