Sabrina Weckerlins 20. Bühnenjubiläum © Europa Park
Sabrina Weckerlins 20. Bühnenjubiläum © Europa Park

20 Jahre Sabrina Weckerlin - Das Jubiläumskonzert (2025)
Europa-Park Dome, Rust

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„Mein Leben für die Bühne“ – unter diesem Motto hat Sabrina Weckerlin ihren 20. Bühnengeburtstag in einmaliger Atmosphäre und mit großen Gefühlen bei ihrem Jubiläumskonzert im Europa-Park Dome begangen: Der Abend ist ein mehr als würdiger Spiegel für die Karriere dieser Ausnahmekünstlerin!

Fans aus Nah und Fern zog es am 29. November nach Rust, einen der Orte, die Sabrina Weckerlin ‚Heimat‘ nennt. Dazu gehören auch der Schwarzwald, Hamburg und Fulda. Aber vor allem die Bühne ist das Zuhause der Künstlerin, und das seit nunmehr 20 Jahren. Mit ihrer von Bravo-TV begleiteten Aufnahmeprüfung zur Musicaldarstellerin hat ihre Karriere begonnen. Von da aus führte ihr Weg sie zu ihrem ersten Engagement bei „Drei Musketiere“ über die Fuldaer Spotlight Musicals „Elisabeth – Legende einer Heiligen“ und „Die Päpstin“, bis zu „Wicked“ und „Die Eiskönigin“.

Mit wunderschönen Projektionen, stadionhaft-differenzierter Lichttechnik und der meisterhaften sechsköpfigen Band im Hintergrund darf Sabrina Weckerlin ihr Jubiläumskonzert in der außergewöhnlichen Atmosphäre des Europa-Park Domes feiern – ein Konzert der Extraklasse, bei dem auch die Ton- und Lichttechnik bis ins Kleinste perfekt stimmen. Schon die eigens zusammengestellte Ouverture, die von Kindheitsfotos und Projektionen der Schwarzwald-Idylle begleitet werden und mit einem fast schon triumphalen „Das bin ich“ aus „Die Päpstin“ eröffnet wird, sorgt für stehende Ovationen – von denen es im Verlauf des emotionalen, zuweilen auch tränenreichen Abends, noch so einige geben soll.

Ihre prägendsten Bühnenrollen reflektiert Sabrina Weckerlin während ihres Jubiläums genau so wie ihre Ursprünge: Als Schwarzwaldmädel mit Deodose als Mikrofon und lila Notenständer sang sie vor dem Spiegel in ihrem Kinderzimmer bereits ab dem zarten Alter von drei Jahren – und schon da, so beweist eine Videoeinspielung am Anfang des Abends, lag ihr die Musik im Blut. Als Teenagerin den großen Diven wie Whitney, Céline und Mariah nacheifernd, im Englischunterricht und von der Familie zum Gesang ermutigt, mit Träumen im Gepäck, die größer als ihr Heimatörtchen waren, ging es für Weckerlin steil bergauf in der Musicalkarriere. Viele WegbegleiterInnen, MentorInnen, Familienangehörige und BühnenpartnerInnen haben sich für diesen Abend im Europa-Park eingefunden und werden von Sabrina Weckerlin im Verlauf des Konzerts begrüßt, vorgestellt und geherzt. Mittels liebevoll kuratierter Film- und Fotoaufnahmen werden die persönlichen Anekdoten mit weiterem Leben gefüllt, und Weckerlins Mutter Christel hat eigens einige Passagen in schönstem Heimatdialekt aufgenommen, die für die Retrospektiven des Konzerts genutzt werden, in denen die Mama ihre Tochter ermahnt, mal leiser zu singen und stattdessen endlich zum Essen runter kommen soll. So entsteht unter der Konzertregie von Titus Hoffmann eine Art kleiner Cinderella-Story, auf die die Künstlerin wohlwollend, humorvoll, manchmal selbstironisch, aber immer charmant und humorvoll zurückblickt.

Zu diesen kleinen Geschichten gehört auch das Kennenlernen mit ihrer vielleicht ersten Künstlerfreundin Mara Dorn, die sie auf der Toilette bei einer Audition für Disney’s „Aida“ kennen gelernt hat. Zusammen mit Saskia Leppin singen Dorn und Weckerlin in der Originalbesetzung ihrer Rollen aus „Elisabeth – Legende einer Heiligen“ das wunderschöne Terzett „Liebe ist alles“,.

Einige ihrer Gäste haben sich mit langer Hand von ihren fordernden Engagements für den Abend freinehmen können, so ihr Lebensgefährte Bob van de Weijdeven, mit dem sie „Dangerous Game“ aus „Jekyll and Hyde“ zum Besten gibt. Auch Eric Minsk wird geladen und zusammen legen die drei eine flotte Sohle aufs Parkett und beweisen sich als TikTok-Dance-Virtuosen. Nicht nur „Everybody“ wird aus ihrem aktuellen Bühnenengagement „& Julia“ interpretiert, sondern auch „Domino“ zusammen mit der Popsängerin Alina Wichmann und das ergreifende „That’s The Way It Is“ von Céline Dion, dass Weckerlin in Hamburg in ihrer Rolle der Anne Hathaway allabendlich singt. Pop und Filmmusik kommt an diesem Abend ohnehin nicht zu kurz: Die Sängerin sieht sich künstlerisch in vielen Genres zuhause und sagt dazu „Mein Genre ist ‚Sabrina‘ und ich bin zutiefst dankbar, dass das von euch so angenommen und gefeiert wird“. So interpretiert sie auch „I Wanna Dance with Somebody“ und „Wannabe“ mit ihren virtuosen Backgroundsängerinnen Rahel Fuhrimann und Elke Thieme, holt zu „Son Of A Preacher Man“ kurzerhand ihren kleinen Superfan Rosalie auf die Bühne, schmettert mit SWR3-Moderator Michael Spleth den Lady-Gaga-Hit „Shallow“ und singt mit Nachwuchstalent Adriana der Europa-Park Talent Academy „Es kommt zu dir“.

Ein großer Gänsehautmoment kommt im zweiten Teil, als zu den zaghaft gespielten Klaviernoten von „Ich gehör nur mir“ ein ganz besonderer Gast die Bühne betritt: Die Grande Dame des Musicals Pia Douwes gibt sich für ihre ‚Bühnentochter‘ Sabrina ein Stelldichein und ist von der euphorischen Reaktion des Publikums zu Tränen gerührt. Bevor die beiden ein hochemotionales Duett aus „Next To Normal“ in ihren Rollen als Nathalie und Diana Goodman singen, erzählen sie von ihrer Wohngemeinschaft in Fürth, Douwes‘ Kochbemühungen und Weckerlins Zimmerchaos, was für einen sehr herzlichen Moment zwischen den beiden sorgt.

Die Solosongs der Jubiliantin sind schließlich die großen Highlights: Erstmals auf einer deutschen Bühne wird live das Lied „Kein Ort ist wie Zuhaus“ aus dem zweiten „Wicked“-Film gesungen, für den Weckerlin die Gesangsstimme der Elphaba beisteuerte. Diese Premiere geht nahtlos in ein spektakuläres „Frei und schwerelos“ über, bei dem merklich wird, dass sich die Sängerin aus der nach eigenen Angaben schwierigen Zeit als junge Darstellerin bei der Bühnenversion von „Wicked“ stimmlich wie mental befreit hat. Unter Tränen gedenkt sie mit „Over The Rainbow“ ihrer verstorbenen Schwester Silke und all denen, die ihren Lebensweg nicht mehr von dieser Welt aus begleiten können. Auch ihre Single „Glück“ sorgt für Gänsehaut: Im Publikum werden Knicklichter und ein leuchtender Schriftzug mit ‚Du bist Glück‘ für die Künstlerin erhoben, was sie sichtlich rührt und einen einzigartigen Moment für dieses Jubiläum generiert, in dem die Wechselwirkung und gegenseitige Wertschätzung zwischen Weckerlin und ihren Fans deutlich wird.

Große Momente erschafft Weckerlin auch mit dem Lied „Lass jetzt los“ ihrer Paraderolle der Elsa sowie „What I Do Best“ – einem Song, den Frank Wildhorn für Whitney Houston geschrieben und letztendlich ihr anvertraut hat. Es fühlt sich fast wie ein Full-Circle-Moment für das Konzert und seine Künstlerin an, die davon träumte, irgendwann einmal wie Whitney vor jubelnden Fans zu singen. Ihre Wurzeln vergisst Weckerlin dabei bis zum Ende der Darbietung nicht: Mit „Ich weine nicht mehr“ aus „Marie Antoinette“ ehrt sie ihre Mutter auf ergreifende Weise, und mit der Zugabe „Papas Mädchen“ ihren Vater, der sie auf den Weg zu ihrer großen Karriere brachte. Als am Ende alle Gäste auf der Bühne und im Auditorium die Künstlerin feiern, wird in der euphorischen Stimmung noch einmal deutlich, wie sehr Weckerlins Ausnahmekarriere viele Menschen berührt, prägt und begleitet. Auf die nächsten 20 Jahre!

 
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KREATIVTEAM
RegieTitus Hoffmann
Musikalische LeitungFabian Richter
Hannes Schauz
Weitere ArrangementsMichael Reed
Roy Moore.
LichtdesignRaphaël Moss
SounddesignNik Reiff
Christian Fuchs
MusikerFabian Richter
Florian Albers
Jochen Bens
Alex Uhl
Pirkko Langer
Jochen Weiss
 
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CAST (AKTUELL)
mitSabrina Weckerlin
BackingsRahel Fuhrimann
Elke Thieme
MusikerFabian Richter
Florian Albers
Jochen Bens
Alex Uhl
Pirkko Langer
Jochen Weiss
Special GuestsPia Douwes
Bob van de Weijdeven
Eric Minsk
Saskia Leppin
Mara Dorn
Alina Wichmann
Michael Spleth
  
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TERMINE
keine aktuellen Termine
 
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TERMINE (HISTORY)
Sa, 29.11.2025 19:00Europa-Park Dome, RustPremiere, ausverk.
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