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Die Waldbühne Kloster Oesede beweist erneut, dass Amateurtheater mit viel Herzblut, Kreativität und Professionalität große Geschichten überzeugend auf die Bühne bringen kann. Mit dem „SpongeBob Musical“ bringt das Ensemble eine farbenfrohe, musikalisch abwechslungsreiche und überraschend tiefgründige Show ins Freie. Die Inszenierung schafft es, den Geist der beliebten Zeichentrickserie einzufangen und gleichzeitig eine eigenständige Theatererfahrung zu bieten, voller Humor, Emotion und technischer Raffinesse.
Das „SpongeBob Musical“, basierend auf der bekannten Animationsserie, erzählt die Geschichte eines sich annähernden Vulkanausbruchs in Bikini Bottom, der alle Bewohner in Aufruhr versetzt. In dieser Ausnahmesituation zeigt sich, wer nur an sich denkt, wer solche Situationen für die eigenen Pläne ausnutzt und aus welchem Stoff Held*innen gemacht sind.
Die Liste der Komponisten, die eigens für dieses Stück neue Songs geschrieben haben, ist lang und reicht von den Plain White T’s über John Legend und Cyndi Lauper bis zu Panic! At the Disco. Genauso vielseitig wie diese Liste ist dementsprechend auch die Musik: Powerballaden, Sea-Shanties und Hip-Hop wechseln sich mit Upbeat-Liedern, wie aus der TV-Serie bekannt, ab.
In Kloster Oesede wird dieses bunte Musical unter der Regie von Laura Stattkus unter dem Label Familienmusical aufgeführt, bietet dabei aber auch tatsächlich Humor für alle Familienmitglieder. Das Mitglied der Piratenpartei, das sich versehentlich mit den Piraten auf die Bühne verirrt, ergibt für die Erwachsenen wahrscheinlich mehr Sinn als für Kinder. Diese lachen dann eher bei den klassischen SpongeBob-Witzen.
Die Choreografie von Nick Jankrift ist vielseitig und zugleich gut auf die Darstellenden zugeschnitten. Obwohl das Ensemble alle Alters- und Erfahrungsstufen beinhaltet, geht niemand in der Choreografie unter oder wirkt überfordert. Zeitgleich gehen alle Tänzer*innen in ihren Rollen auf, sind mit voller Überzeugung dabei und wirken lebendig. Dieser Enthusiasmus ist über das ganze Stück spürbar und sorgt für eine Atmosphäre, die zum Mitfiebern anregt.
Die Instrumentalbegleitung kommt in dieser Produktion in guter Qualität vom Band. Soundeffekte werden hingegen live vom Bühnenrand eingespielt, was auch als Running Gag immer wieder anerkannt wird. Der Gesang ist gut abgemischt und klar verständlich. Ein paar wenige Fälle, in denen ein Mikrofon eine halbe Sekunde zu spät eingeschaltet wurde, gibt es zwar noch, diese bleiben jedoch die Ausnahme und trüben das Gesamtbild kaum.
Das Bühnenbild ist in verschiedenen Blautönen gehalten und mit den von SpongeBob bekannten Hawaii-inspirierten Blüten verziert. Mehrere Türen in der hinteren Wand und ein integrierter Vorhang ermöglichen vielseitiges und vielzähliges Auftreten. Weitere Bühnenteile werden zu verschiedenen Szenen auf die Bühne geschoben. Dabei sind einige Bühnenbilder und Requisiten bewusst humorvoll abstrakt gehalten: Felsbrocken werden mit grauen Gymnastikbällen dargestellt und der Todesberg besteht aus einem Haufen zusammengeschweißter Einkaufswagen.
Die Kostüme sind durch und durch farbenfroh und versetzen den Zuschauer in eine bunte Korallenwelt voller exotischer Meeresbewohner. Wie in diesem Musical üblich werden die bekannten Charaktere hierbei eher vermenschlicht und abstrakt interpretiert. So läuft also niemand in einem quaderförmigen Schwamm-Kostüm über die Bühne, sondern es werden die Eigenschaften der Charaktere in alltagstauglicheren Kostümen eingefangen.
Die Produktion nutzt damit die Möglichkeiten der Waldbühne vollends aus. Mit Pyrotechnik werden Akzente gesetzt und Auftritte passieren von überall, sei es der Zuschauerraum oder das Gebüsch daneben. Insgesamt wird der Zuschauer in eine sehr bunte Welt integriert, statt nur nach vorne zu schauen.
Die Produktion wird in zwei Besetzungen gespielt. Die hier genannten Darstellenden standen in der besuchten Vorstellung auf der Bühne.
Bereits vor dem ersten Akt schleicht Arne Thiede als Patchy der Pirat, welcher sich selbst als SpongeBobs größten Fan sieht, durch die Zuschauerränge und unterhält sich mit dem Publikum, bevor er die Bühne stürmt, was ihm einen Platzverweis einbringt. Das hält ihn aber nicht davon ab dies verkleidet vor dem zweiten Akt zu wiederholen. Auf diese Weise führt Thiede das Publikum ins Stück ein und sorgt insbesondere bei den kleineren Gästen für viel Lachen.
Manuel Stertenbrink als SpongeBob Schwammkopf und Anna Snöink als Patrick Star liefern ein überzeugendes Comedy-Duo. Mit schauspielerischem Geschick und Komik sorgen die beiden für durchgehende Lacher und wirken dabei wie ein eingespieltes Team, fast wie beste Freunde, die ihren Humor mit Leichtigkeit und Spielfreude auf die Bühne bringen. Gleichzeitig gelingt es ihnen, den emotionalen Kern ihrer Rollen spürbar zu machen: Der Freundschaftsstreit zwischen SpongeBob und Patrick wird so authentisch gespielt, dass man als Zuschauer mitfühlt und mitfiebert.
Das erfinderische, gerissene Eichhörnchen Sandy Cheeks, verkörpert von Sabrina Kobalz, verleiht dem Stück eine Tiefe, die thematisch sehr real wirkt und über die zu erwartenden Botschaften dieser kindlichen Geschichte hinausgeht. Sandy, die als Säugetier im Ozean schnell als Quelle allen Übels hingestellt wird, versucht verzweifelt mit Logik und Wissenschaft alle zu retten, bekommt aber nur Hass entgegengeworfen. Kobalz gelingt es sehr gut, die Brücke zwischen spaßigem Erfinder-Eichhörnchen und Ausgegrenztem mit packenden Emotionen zu spielen.
Eva Dreier als Sheldon J. Plankton sorgt besonders durch ihre Rap-Fertigkeiten für Applaus, gibt aber auch zusammen mit Sidekick Karen (Maira Schulenburg) ein überzeugendes und doch humorvolles Bösewichtspaar ab.
Thaddäus Q. Tentakel gespielt von Kai Henry Miller ist hier weniger wie in der Zeichentrickvorlage als Miesepeter dargestellt, sondern ist eher ein bemitleidenswerter vom Schicksal schikanierter Künstler mit dem Traum nur einmal auf einer großen Bühne stehen zu können. Durch gut aufgeführte Situationskomik wird daraus dann aber ein ebenso tragischer wie urkomischer Charakter, der für viele Lacher im Publikum sorgt.
Was diese Inszenierung besonders macht, ist das spürbare Herzblut, mit dem alle Beteiligten dabei sind. Selbst die jüngsten Darsteller*innen gehen mit beeindruckender Spielfreude und großer Präsenz in ihren Rollen auf und zeigen, wie viel Spaß sie auf der Bühne haben. Dieses Engagement überträgt sich direkt auf das Publikum und macht dieses Stück auf der Waldbühne Kloster Oesede zu einem lebendigen, liebevollen Theatererlebnis, das noch lange nachwirkt, nicht nur bei kleinen, sondern auch bei großen Zuschauer*innen.
| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) | |||
| KREATIVTEAM | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Buch und Texte | Kyle Jarrow |
| Musik | unter anderem David Bowie John Legend Cindy Lauper |
| Deutsche Fassung | Heiko Wohlgemuth |
| Inszenierung | Laura Stattkus |
| Musikalische Leitung | Farina Ruhe |
| Choreografie | Nick Jankrift |
| Kurzbewertung | Rezension | Kreativteam | Cast | Galerie | Termine | Termine (Archiv) | |||
| CAST (AKTUELL) | |||||||||
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| SpongeBob Schwammkopf | Manuel Stertenbrink Tom Schmutte |
| Patrick Star | Anna Snöink Josephine Winter |
| Sandy Cheeks | Lisa Hofstetter Sabrina Kobalz |
| Thaddäus Q. Tentakel | Niklas Gausmann Kai Henry Miller |
| Sheldon J. Plankton / Sardelle 8 | Antonia Lutter Eva Dreier |
| Karen / Sardelle 7 | Maira Schulenburg Lea Hagen |
| Mr. Eugene Krabs | Andreas Strotmann-Ruhe Guido Thösink |
| Perla Krabs / Sardelle 6 | Emma Adams Jolina Tschirner |
| Patchy der Pirat / Sasha (Electric Skates) | Arne Thiede Finn Niemann |
| Die Bürgermeisterin / Sicherheitskraft 2 | Gudrun Aulbert Ute Steffen |
| Mrs. Puff / Solo-Pirat | Claudia Lutter Laetitia Godineu |
| Der alte Jenkins / Sardelle 5 / Solo-Pirat | Manuel Büchner Dennis Tschirner |
| Larry der Hummer / Sardelle D | Johanna Homann Jonna Kleimeyer |
| Perch Perkins / Sicherheitskraft 3 / Blaubarschbube | Eric Heekenjann Philipp Henke |
| Riley (Electric Skates) / Sardelle 3 | Vanessa Rolf Sophia Vogel |
| Sidney (Electric Skates) / Sardelle 4 | Angelina Jonske Loreley Loseries |
| Billy (Electric Skates) / Sardelle C / Meerjungfraumann | Tom Luca Langkamp Simon Möller |
| Sardelle A + 1 / Solo-Pirat | Greta Schröers Johanna Lutter |
| Sardelle B + 2 | Mia Narendorf Mara Malu Witte |
| Sicherheitskraft 1 / Freddy Flat | Jonna Frankenberg Felix Wacker |
| Johnny der Barista-Fisch / Sardelle F / Solo-Pirat | Till Vogelsang Kiana Landwehr |
| B. Bluetang / Solo-Pirat | Yasin Yalaman Mats Franke |
| T. Tuna / Teenie-Fan 2 / Solo-Pirat | Marlene Stolze Johannes Kamp |
| Judy Jelly | Anna van Eysden Anna-Sophie Naber |
| Carol Coral / Teenie-Fan 3 / Solo-Pirat | Carlotta Hellermann Isabell Thösink |
| Nancy Nautic / Sardelle E / Teenie-Fan 1 | Rebekka Roggenbuck Amelie Wacker |
| Gary die Schnecke / tanzender Geldsack | Lora Vogelsang Laura Marleen Lohmann |
| Frank Fin / tanzender Geldsack | Ben Wesselmann Fiete Herkenhoff |
| Dave Dolphin / tanzender Geldsack | Thore Frankenberg Matteo Wolther |
| Lou Lagoon / tanzender Geldsack | Piet Kröger Carlotta Buchholz |
| Harold Hermit / tanzender Geldsack | Anton Stapel Joshua Vogel |
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| GALERIE | |||||||||
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| TERMINE | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| keine aktuellen Termine |
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| TERMINE (HISTORY) | |||||||||
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| So, 01.06.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | Premiere | |||||||
| Mo, 09.06.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| So, 15.06.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| ▼ 9 weitere Termine einblenden (bis 31.08.2025) ▼ | |||||||||
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| So, 22.06.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| So, 29.06.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| Mi, 02.07.2025 19:30 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| So, 06.07.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| So, 10.08.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| Sa, 16.08.2025 19:30 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| So, 17.08.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| So, 24.08.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
| So, 31.08.2025 16:00 | Waldbühne Kloster Oesede, Georgsmarienhütte | ||||||||
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