In Georges' Drag-Club an der französischen Riviera ist sein Lebenspartner Albin alias Zaza der Star. Das Leben des schwulen Paares gerät aus den Fugen als Georges' Sohn ausgerechnet die Tochter eines ultrakonservativen Politikers heiraten will. Das Staatstheater Saarland zeigt Jerry Hermans Liebeserklärung an das Anderssein in einer Inszenierung von Tom Gerber.
An vielen deutschsprachigen Theatern wirbt in dieser Spielsaison der Musical-Klassiker "La Cage aux Folles" für das Recht auf ein buntschillerndes Leben jenseits rechtem Populismus und Spießbürgertum. Das gelingt dem Kieler Theater in Bernd Mottls Inszenierung und mit Opernsängern in den Hauptpartien nur bedingt.
Im glitzernden Travestie-Club "La Cage aux Folles" in Saint Tropéz tritt Albin allabendlich als Dragqueen Zaza auf. Solch ein Etablissement ist dem Rechtsaußenpolitiker Dindon natürlich ein Dorn im Auge. Unglücklich nur, dass sich seine Tochter Anne ausgerechnet in Jean-Michel verliebt hat, den Albin gemeinsam mit seinem Partner Georges, dem Betreiber des Nachtclubs, als liebevolle "Mama" großgezogen hat. Die Musical-Fassung des Stoffes von 1983 ist mit seinen Fragen von Sichtbarkeit und Akzeptanz eines queeren Lebensentwurfes auch im Jahr 2024 aktuell.
In der 1983 uraufgeführten, glitzernden Drag-Revue geht es darum, wie selbstbewusst man als queerer Mensch sein darf. Regisseur Maurice Lenhardt betont mit diesem Musical, dass alle ein Recht auf Sichtbarkeit haben.
Der 30-jährige Jean-Michel besucht seine Eltern in Saint-Tropez und berichtet ihnen, dass er bald heiraten wolle. Anne, die Zukünftige, und ihre Eltern seien bereits auf dem Weg, um Jean-Michels Eltern kennenzulernen. Was zunächst harmlos klingt, entzündet rasch gefährliche Sprengkraft. Denn die Eltern von Anne sind erzkonservativ – während Jean-Michels Eltern George und Albin nicht nur ein schwules Paar sind, sondern auch einen angesagten Nachtclub leiten, in dem Travestie-Künstler Albin als Zaza der Star der Show ist. Zwei unvereinbare Welten und Wertvorstellungen treffen aufeinander.
Als "La Cage aux Folles" 1983 in Boston seine Tryouts feierte, war die Sorge der Produzenten groß: Wie würde ein Musical, in dem ein homosexuelles Paar im Mittelpunkt steht, beim amerikanischen Publikum ankommen – mitten in einer Zeit, in der die AIDS-Pandemie die gesellschaftliche Stimmung prägte?
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