Der Vorhang hebt sich. Tina Turner mit ikonischer blonder Mähne und rotem Minikleid sitzt mit dem Rücken zum Auditorium, Backstage vor ihrem großen Brasilien-Konzert 1988, und rezitiert das Lotus-Sutra. Die ersten Takte von "Simply The Best" werden angestimmt. Das Publikum jubelt. Fade-Out und Übergang ins Örtchen Nutbush der 40er Jahre mit einer kleinen Anna Mae Bullock, die in einer Provinzkirche Gospel singt. Wie Anna Mae zum Namen Tina Turner und zu ihrem Riesen-Konzert in Rio de Janeiro als ihrem Karriere-Höhepunkt gekommen ist und welche Hürden sie in ihrem Leben nehmen musste, wird uns in den nächsten Stunden so eindrücklich präsentiert, dass einem mehrmals am Abend der Atem stockt. Ein perfekt dramaturgisch konzipiertes "Biografical" einer inspirierenden Frau mit clever in die Story eingewobenen Welthits und einer Hauptdarstellerin, die nicht von dieser Welt scheint.
Das Ende der Titanic kennt jeder – daher kann und muss sich die aus Großbritannien gastierende Inszenierung nicht auf den üblichen Spannungsbogen stützen. Auch Ohrwurm-trächtige Melodien fehlen. Vielmehr schwebt über dem gesamten Stück ein düsteres Unheil, das auch fröhliche Szenen nicht fröhlich erscheinen lassen kann. Die großen Emotionen fehlen trotzdem – oder gerade deshalb – nicht. Besonders ein Passagier-Paar des "unsinkbaren Schiffes" lässt die Herzen des Publikums zer- und die Taschentuchpackungen aufreißen. 2923 geht die Produktion erneut auf Tour durch Großbritannien.
USA, 1963. Am Abend vor ihrem Abflug nach Vietnam wollen es drei junge Soldaten noch einmal so richtig krachen lassen. Doch die Nacht verläuft anders als erwartet und Eddies Begegnung mit der idealistischen Kellnerin Rose soll für ihn unvergesslich bleiben... Das Musical von Benj Pasek und Justin Paul wurde im Sommer 2014 im Southwark Playhouse aufgeführt. Die Besetzung jener Produktion trifft jetzt noch einmal zu zwei konzertanten Aufführungen zusammen.
Basierend auf dem Roman "Menschen im Hotel" von Vicki Baum verknüpft das Musical die Geschichten mehrerer Besucher einer Berliner Nobel-Herberge in den 1920er Jahren. Da gibt es z.B. eine gealterte Primaballerina, die nicht wahrhaben will, dass das Ende ihrer Karriere bevorsteht, einen todkranken Buchhalter, der Geld veruntreut hat, um sich endlich einmal Luxus leisten zu können, eine ambitionierte Schreibkraft oder ein mittelloser Baron, der sich darauf spezialisiert hat, die reichen Hotelbewohner um ihre Wertgegenstände zu bringen...
Das 1979 uraufgeführte Musical gehört zu den Flops des erfolgsverwöhnten Komponisten Jerry Herman ("Hello, Dolly!"). Es spielt in Paris während des Zweiten Weltkriegs und erzählt von der Flucht eines polnischen Juden und eines anti-semitischen Colonels, die - aus völlig unterschiedlichen Beweggründen - gemeinsam in einem Auto versuchen nach England zu gelangen.
November 1963, Eddie Birdlace und seinen Kumpels steht ihr Militär-Einsatz in Vietnam bevor. In der Nacht vor dem Abflug wollen sie es nochmal so richtig krachen lassen und so wetten sie, wer von ihnen die hässlichste Braut abschleppt. Doch als die unscheinbare und idealistische Kellnerin Rose in ihr Visier gerät, ändern sich die Spielregeln. Die Uraufführung fand 2012 am Off-Broadway statt und wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet.
Der jüdische Fabrikmanager Leo Frank wird beschuldigt, seine 13-jährige Angestellte ermordet zu haben. Das auf Tatsachen beruhende Musical von Jason Robert Brown versucht aufzuzeigen, wie die Ermittlungen durch den Druck der Medien und der Öffentlichkeit beeinflusst werden. Es inszeniert Thom Southerland.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...