Der Cabaret-Club "La Cage aux Folles” in St. Tropez, seine schrillen Cagelles und die überlebensgroße Zaza dürften bei so ziemlich jedem Langzeit-Musicalfan kunterbunte Bilder und farbenfrohe Erinnerungen wecken. Das Paar Albin und Georges an der traumhaften, sonnenverwöhnten französischen Mittelmeerküste sorgt für Sehnsucht nach Wärme, Wehmut nach Liebe sowie Frohsinn und gute Laune zugleich. Leider bleibt die aktuelle Mannheimer Inszenierung insgesamt in tristen Grautönen und vielmehr mit durchwachsenem, kaltem deutschen Winterwetter im Gedächtnis zurück und weckt nur die Sehnsucht nach der heimischen Couch. Die wenigen Farbtupfer und Sonnenstrahlen in Form von ein paar Inszenierungsideen, eines einzelnen Ensemblelieds und der herausragenden Besetzung des Butlers/der Zofe erhellen die Mannheimer Côte d'Azur nur kurz und bringen verschwindend kleine bunte Akzente in den "Käfig voller Narren".
Die mitreißende Geschichte der Eva Duarte, die nach ihrem Tode zur Ikone aufsteigt, ist in Mannheim prominent besetzt. Sascha Krebs gibt den jungen Argentinier Ernesto Ché Guevara und Musicalstar Roberta Valentini steht als Evita auf der Bühne.
Unter der Regie von Georg Veit und Doris Marlis inszeniert das Capitol Mannheim gemeinsam mit international bekannten Musicalstars und dem hauseigenen Ensemble das Hippie-Musical "Hair". Unter den Akteuren befinden sich Namen wie Zodwa Selele und Sascha Krebs.
Der Klassiker unter den Travestie-Komödien: um die spießigen Schwiegereltern in spe nicht vor den Kopf zu stoßen miemen Nachtclubbesitzer George und Travestiestar Albin ein Normalo-Paar - lange geht das nicht gut, und am Ende muss jeder erkennen: "Ich bin, was ich bin."
Thomas Bäppler-Wolfs und Gaines Halls Inszenierung von "La Cage aux Folles" bietet beste Unterhaltung in Wohnzimmer-Atmosphäre, bei der die Zuschauer mitten im Geschehen sitzen. Der hessische Dialekt macht Spaß, die Darsteller überzeugen und Bäppler-Wolfs "Show in der Show" ist Travestie pur.
Zwei Männer in schwarzen Anzügen mit schwarzen Hüten und Sonnenbrillen: Die Blues Brothers sind in der Burg im Auftrag des Herrn unterwegs. Dan Aykroyd und John Belushi flimmerten in den 70ern im gleichnamigen Film über den Bildschirm. Mit Hits wie "Everybody needs somebody", "Jailhouse Rock" und Co. weiß auch die Musicalfassung zu überzeugen. Regie in der Wasserburg führt Christian H. Voss.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...