"Es grünt so grün, wenn Spaniens Blüten blühn..." heißt es in der Spielzeit 2025/26 auch am Theater Trier. Der Musical-Klassiker um die Tortur des Blumenmädchens Eliza, das vom Phonetik-Professor Henry Higgins auf feine Dame getrimmt wird, bringt Regisseur Lajos Wenzl auf die Bühne.
Es gibt Stücke, die scheinbar nie altern, weil die Welt um sie herum sich weigert, ihre Probleme zu lösen. Leonard Bernsteins "West Side Story" ist ein solcher Grenzfall zwischen Broadway-Mythos und bitterem Gesellschaftsspiegel. Dass das Staatstheater Nürnberg nun Melissa Kings Inszenierung von 2019 wiederaufnimmt, ist konsequent: King konzipierte ihre Deutung als Statement zur US-Politik und holte den Bandenkrieg unmissverständlich in die...
Die Volksbühne am Rudolfplatz ist seit fünf Jahren Spielstätte des erfolgreichen Comedy-Musicals „Himmel und Kölle“. Mit großer Herzlichkeit erzählen Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob die Geschichte des schwäbischen Jungpfarrers Elmar, der mit seinem ersten Einsatzort in Köln hadert – hatte er doch auf eine ländliche Gemeinde gehofft. Doch der entwaffnenden Offenheit der Kölner – insbesondere einer ganz bestimmten Kölnerin – kann sich auch Elmar nicht entziehen, auch wenn er sich das zunächst nicht eingesteht. Das Stück zeugt mit viel Lokalkolorit von großer Immersion und vom Einbezug des Publikums.
Als "La Cage aux Folles" 1983 in Boston seine Tryouts feierte, war die Sorge der Produzenten groß: Wie würde ein Musical, in dem ein homosexuelles Paar im Mittelpunkt steht, beim amerikanischen Publikum ankommen – mitten in einer Zeit, in der die AIDS-Pandemie die gesellschaftliche Stimmung prägte?
Unter der Regie von Melissa King wird Cole Porters klassisches Swing-Musical „Anything Goes" einer Generalüberholung unterzogen, ordentlich entstaubt und ins Hier und Jetzt übertragen, ohne den zeitlosen Charme des Stücks aus den Augen zu verlieren. Durch eine broadwaywürdige Besetzung und pulsierende Choreographien, die in der ikonischen Steppnummer am Akt-Ende kulminieren, gelingt dem Theater Magdeburg mit dieser Inszenierung ein Coup!
"Ich bin was ich bin, und was ich bin ist ungewöhnlich" – dieser Musical-Evergreen aus "La Cage aux Folles" von 1983 ist in jeder Musical-Gala ein Showstopper, wenn er überzeugend dargeboten wird. Drew Sarich schmettert den Signature-Song des Travestie-Klassikers in der Wiener Volksoper und beweist spätestens in diesem Moment am Ende des ersten Aktes, dass er in Zaza seine Paraderolle gefunden hat. Das schrullige, etwas in die Jahre gekommene Stück wird durch Sarichs unglaubliche Präsenz und ein starkes Ensemble unterhaltsam und trotz allen Klamauks emotional ergreifend dargeboten.
Die Produktion des Stückes von Jerry Bock, Joseph Stein und Sheldon Harnick der Wiener Volksoper unter der Regie von Matthias Davids aus dem Jahr 2003 wurde bereits in den Jahren 2008, 2009 und 2013 wiederaufgenommen. Ab Februar 2023 ist sie erneut zu sehen.
Noch lange bevor das Musicaltheater mit Stücken wie "Little Big Things" das Thema Inklusion für sich entdeckt hat, schuf Adam Guettel ein Musical, das die Behinderung seiner Hauptfigur und den Weg, den die Mutter gehen muss, um ihre Tochter als eine erwachsene Person anzuerkennen, in den Mittelpunkt stellt. Nicht ganz einfache Kost - in der Inszenierung von Melissa King, die dem Stück die genau richtige Langsamkeit verordnet, und der Konzentration auf das Innenleben seiner Figuren ist "Das Licht auf der Piazza" in der intimen BlackBox des Landestheaters Linz bestens aufgehoben.
Das kunterbunte Musical von Scott Wittmann und Marc Shaiman kann auf der großen Bühne des Nürnberger Staatstheaters nur bedingt überzeugen. Der Slogan der Show "Niemand stoppt den Beat" muss in Nürnberg eingeschränkt werden: Niemand stoppt den Beat – mit Ausnahme der Tontechnik und der überdimensionierten Bühnengröße. Übrig bleibt eine Show, die eigentlich so viel besser hätte sein können, aber letztendlich auch an der in weiten Teilen ideenlosen Inszenierung kränkelt.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...