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Film-Musical

Die Drei von der Tankstelle

Super an der Spaß-Zapfsäule


Spritzig-witzige Inszenierung der Bühnenneufassung des Tonfilmklassikers von 1930: Drei Jungs gründen eine "Wir-AG", einer findet nach Irrungen und Wirrungen sein privates Glück. Unterhaltung pur mit Klassikern wie "Ein Freund, ein guter Freund", "Hoppla, jetzt komm' ich" und "Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder" im neuen Gewand.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:22.09.2005
Letzte bekannte Aufführung:29.01.2006


Nach einer Niederlage nur nicht den Kopf in den Sand stecken - das ist das Motto der Freunde Willy, Kurt und Hans, denen der Gerichtsvollzieher die Wohnung leer geräumt hat. Statt Trübsal zu blasen, ziehen sie in einen Campingwagen vor die Tore Berlins und bauen sich an einer Landstraße als Tankwarte eine neue Existenz auf. Was sich wie der Beginn einer möglichen Erfolgsstory zu Hartz-IV-Zeiten anhört, begeisterte bereits unsere Großeltern: Mit dem Film-Musical „Die Drei von der Tankstelle“ gelang der UFA 1930 ein ganz großer Wurf. Das Berliner Schlossparktheater will ihn mit einer Bühnenneufassung zum fünfundsiebzigsten Jubiläum des Originals nun wiederholen.

Christian Struppeck, bei der Stage-Entertainment für die Entwicklung neuer Stoffe verantwortlich, hat hierzu die auf dem Original-Drehbuch basierende Bühnenvorlage von Sepp Tatzel entstaubt und weitere, nicht für den Film komponierte Songs aus der Feder von Werner Richard Heymann eingefügt. Damit diese dann auch in einem dem heutigen Zeitgeschmack entsprechenden Sound erklingen, hat Carsten Gerlitz die Musik neu arrangiert. Im Ergebnis erklingen Gassenhauer wie „Das gibt’s nur einmal, das kommt nicht wieder“ oder „Hoppla, jetzt komm ich“ im erfrischenden Boogie-Woogie-Sound oder verjazzt überraschend neu.

Andreas Gergen beginnt seine Inszenierung als Hommage an den Film. Wie bei einer Kinovorführung wird ein zunächst leider nur schwer lesbarer Vorspann auf den Bühnenvorhang projiziert. Als dieser sich öffnet, flimmert über die Leinwand dahinter die Handlung des Schwarz-Weiß-Films: Die drei Titelhelden fahren in einem Oldtimer eine Straße entlang und beschwören mit „Ein Freund, ein guter Freund“ ihren Zusammenhalt. Langsam, wie durch das Drehen eines Reglers, wird die Szenerie farbig. Das Trio verlässt sein Auto, klettert aus der Leinwand heraus und landet direkt auf der Bühne.

Im nun Folgenden beschränkt sich der Regisseur jedoch nicht auf das Nacherzählen einer erfolgreichen Vorlage. Er vertraut zwar auf deren Handlungsgerüst, wertet es zur Freude des Publikums jedoch mit einer Fülle von Ideen und Gags auf. So sitzen beispielsweise die Darsteller in den für das Stück unerlässlichen Autofahrten nicht in realen PKWs, sondern kutschieren in umgehängten, gemalten Fahrzeugen an die Zapfsäule. Hier trifft dann schon einmal der Anton von der Alm in seinem blau-weiß verzierten Flitzer auf einen Kamel-reitenden Scheich. Und wer könnte den Schlager „Das ist die Liebe der Matrosen“ glaubhafter anstimmen als eine in Glitzerfummel gehüllte Wassernixe, begleitet von einem putzigen Leichtmatrosen-Backgroundchor? Gergen setzt seine Pointen nicht nur, um eine leicht angestaubt wirkende Vorlage zu kaschieren. Er nutzt sie vor allem, um sein Publikum mit Niveau zu unterhalten – und das gelingt ihm außerordentlich gut. Wahrscheinlich wird in Zeiten exorbitant hoher Sprit-Preise an einer Tankstelle nirgends so viel gelacht wie an der Zapfsäule im Schlossparktheater.

Den passenden Rahmen für den großen Spaß hat Stephan Prattes geschaffen. Er hat die Bühne nicht nur mit einer großen Show-Treppe versehen, sondern zudem auf schnell wandelbaren, teilweise versetzten Ebenen Raum für nette Extra-Überraschungen geschaffen. Hierdurch kommen nicht nur Darsteller aus Fleisch und Blut zum Einsatz, auch ein kleines Puppen-Ensemble ist zu bewundern. Regina Schill hat für alle Beteiligten die passenden, dem Schick der dreißiger Jahre huldigenden Kostüme entworfen.

Ein großes Problem für Schauspieler, die in auf großen Filmerfolgen basierenden Bühnenstücken mitspielen: Sie werden immer mit den Leinwandhelden des Originals verglichen. Deshalb ist es unerklärlich, warum Monthy Arnold in der Rolle des Hans Mühlheim den ganzen Abend in näselnder Heinz Rühmann-Manier sprechen muss und deshalb unverdientermaßen wie dessen billige Kopie wirkt. Noch gravierender scheint das Problem bei Axel Herring (Kurt Anatol von Waldbach-Windberghausen): Das mehrjährige Engagement als Hauptdarsteller im Falco-Musical „FMA“ scheint den sowohl stimmlich als auch schauspielerisch hervorragenden Darsteller so geprägt zu haben, dass er seinen „wienernden“ Falco-Akzent nicht mehr loszuwerden scheint. Hier hätte Regisseur Gergen eingreifen müssen. Komplettiert wird das Tankstellen-Trio durch Dieter Landuris (Willy Hellwig), dem verdientermaßen nicht nur das Herz seiner Bühnenpartnerin zufliegt. In der besuchten Vorstellung war dies Katharine Mehrling, die als Lilian Cossmann sowohl gesanglich als auch tänzerisch punktete und in einer an Madonna erinnernden Maske (Günter Schoberth) der strahlende Mittelpunkt des Abends war. Weitere vom Publikum zu Recht bejubelte stimmliche und komödiantische Glanzlichter setzen Sylvia Wintergrün (Edith von Turoff) und Eric Minsk (Gerichtsvollzieher/Fräulein Mondschein).

Mit der Produktion „Die Drei von der Tankstelle“ hat das Schlossparktheater einen Oldtimer liebevoll restauriert und mit einem zeitgemäßen Motor versehen. Mit Regisseur Andreas Gergen am Steuer und einer formidablen Darsteller-Riege im Fond dürften vor dem Stück viele erfolgreiche Vorstellungen liegen.


Musik: Richard Heymann, Arrangements von Carsten Gerlitz
Liedtexte: Robert Gilbert
Buch: Sepp Tatzel, Neufassung von Christian Struppeck

(Text: kw)




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Kreativteam

Regie Andreas Gergen
Musikalische Leitung Carsten Gerlitz
Choreografie Melissa King
Bühne Stephan Prattes
Kostüme Regina Schill
Frisuren und Make-Up-Design Günter Schoberth


Besetzung

Willy HellwigDieter Landuris
Ben Zimmermann
Andreas Gergen
Kurt Anatol von Waldbach-WindbergshausenTillman von Blomberg
Axel Herrig
Hans MühlheimMonty Arnold
Lilian CoßmannKatja Berg
Katharine Mehrling
Nini Stadlmann
Direktor CoßmannAndreas Mannkopff
Edith von TuroffFranziska Becker
Sylvia Wintergrün
Dr. KalmusBoris Freytag
Gerichtsvollzieher
Fräulein Mondschein
Eric Minsk



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


20 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


DANKE! Klasse Show!

19.07.2006 -

Sascha Gebhardt


der Beste

19.01.2006 - ich finde Dita am besten!

Dieter L. aus B. an der S.


Die Musik...! Nein, die Arrangements!

19.01.2006 - Diese Tankstelle ist ein einsamer Knüller! Ich wurde fast ohnmächtig, als als Opener des zweiten Akts der ohnehin tolle Heymann-Song MIR IST SO ICH WEISS NICHT WIE in einem unglaublich gelungenem Arrangement erklangt. Kunstvoll wie eine Fuge verwoben, diagonal gedacht, verliebt verhäkelt. so soll gute Unterhaltung sein. Überhaupt sind die Bearbeitungen der Songs die eigentlichen Hauptdarsteller in diesem Stück. Swingig, leichtfüßig, solide, belebt, frisch, jung.... Ein achtfach Hoch den Notaten. aber auch die Darsteller haben mich überzeugt. Be....son......ders die Rol....le von Andre................as Mann.................kopf.
Heureka!

Victor Zech


Suuuuuper!

15.01.2006 - Katja Berg ist der Hammer! Die anderen sind auch suuper. Echt sehenswert!

Mariella


Tolle Besetzung, flotte Musik und viel zun Lachen. Kurzum: Bravo!

15.01.2006 -

Pierre


Macht super Laune!

13.01.2006 -

Melanie


Hinter den Erwartungen

22.11.2005 - Schade, aber das war für mich nicht der Volltreffer. Liegt aber in erster Linie am unzureichenden Buch. Die Darsteller sind super, obwohl ich mich schon auch frage, warum Axel Herrig wienerisch und Monty Arnold wie Heinz Rühmann spricht. Nervt etwas. Durchweg gute darstellerische und gesangliche Leistungen. Sylvia Wintergrün ist mit ihrer urkomischen Art schon den Besuch wert. Katharine Mehrling schafft verblüffend echt die junge naive. Toll! Andreas Gergen hat bei "Wie einst im Mai" mehr rausgeholt. Trotzdem große Anerkennung an das Theater und Team.

Hardy


Total kultig!

14.11.2005 - War echt bombig! Super unterhaltend und sooooooo lustig! Die drei Jungs sind wirklich absolut komisch und man kommt super gut gelaunt aus dem Theater! Total kultig! Überhaupt überzeugt alles bei diesem Stück - keine einzige Schwachstelle! Unbedingt anschauen! ;-)

Alex


wenig zuschauer

12.11.2005 - schade daß sooo wenig Leute nur da waren! Das war ja eine Auslastung von 30 %! war wirklich ein netter Abend! Die leute sollen es weiter erzählen!

Tobi


Einfach Toll!

10.11.2005 - Ich liebe Musicals aller Art und das Schlossparktheater zeigt auch diesmal hohen künstlerischen Anspruch anstatt von High-Tec! Natürlich ist die Geschichte von "Die 3 von der Tankstelle" absolut trivial und an den Haaren herbei gezogen - aber darin liegt eben auch der Witz. Wie diese "unglaubliche" Story erzählt wird, ist so voller Witz und Kreativität, daß man sich dem Charme dieser Inszenierung nicht entziehen kann. Die Musik ist wunderbar und vereint die Höhepunkte von Heymanns Kompositionen.
Die Darsteller sind allesamt hervorragend und dem Schlossparktheater ist wieder ein Hit gelungen, der in der heutigen Theaterwelt seinesgleichen sucht! Großes Lob an die Stage-Entertainment, daß sich eine sonst auf Kom
erz ausgerichtete Firma so eine Kreativschmiede wie das Schlossparktheater hält. Einfach Toll! Weiter so!

Martin N.


entzückendes stück

09.11.2005 - ich habe bereits jedes stück im schlossparktheater gesehn und muss sagen, dass ich auch dieses mal nicht enttäuscht wurde! pinkelstadt hat mir zwar am besten gefallen, aber die drei von der tankstelle ist in jedem fall ein besuch wert! tolle regie-ideen, sehr viel witz; sehr interessantes bühnen-design (die bühne sieht komplett anders aus);schöne lichtstimmungen und klasse, überzeugende darsteller!

ich werde die drei von der tankstelle nochmal angucken und bin schon aufs nächste Stück von Herrn Gergen gespannt!

Gruss,
anke

anke


Sparprogramm

03.11.2005 - Man könnte auch von "SPARPROGRAMM" sprechen, um mich auf meinen Vorredner zu beziehen...
Einfach wundervoll wie man aus Nichts, Nichts machen kann...

Martin Hofeler


Ein runder Abend

14.10.2005 - Kompliment! Ich hatte einen wunderschönen Abend im Schloßparktheater. Herr Gergen hat es wiedermal geschafft einem das Gefühl zugeben das man nicht viele Tam Tam braucht um gutes theater zumachen.
Die wenigen Kulissen, die simple Regie und die wundervollen Darsteller, allen voran Katharine Mehrling, es paßt einfach alles zusammen und ist eine runde Sache! Bitte weiter so!

Latura


Ein Geniestreich!

11.10.2005 - Die Auffuehrung ist einfach genial! Der absurde Humor trifft absolut den Zeitgeist ("Spamelot", "Producers", "Dirty Rotten Scoundrels"). "Tankstelle" sollte man gesehen haben, um mitsprechen zu koennen.

Caroline Metzer


Netter Abend

02.10.2005 - Netter Abend mit durchschnittlichen Darstellern... Naja, Pinkelstadt war wirklich klasse... seitdem baut man hier leider immer mehr ab. aber das ist ja häufig so... trotzdem: weiter so!

Darius


Sehr lustig!

01.10.2005 -

M. Kunst


ganz ok

01.10.2005 - hab echt schon besseres gesehen... war ganz gut, aber ist echt kein muss! Die Eintrittspreise sind auch dafür viel zu hoch! :-(

fanny


Angriff auf die Lachmuskeln!

25.09.2005 - Eine rasante Comedy-Revue, die herrlich albern ihr Publikum in den bekannten (hier wunderbar neu arrangierten) Schlagern wie "Ein Freund, ein guter Freund", "Liebling, mein Herz läßt Dich grüßen" u.v.a. schwelgen läßt. Mit viel Liebe zum Detail wurde ein Abend der erstklassiger Unterhaltung inszeniert. Bravo!
Die Tanke, wo's offensichtlich immer "Super" gibt, heißt Schlossparktheater! Auf keinen Fall verpassen!

Markus Merten


Super! - auch bleifrei!

24.09.2005 - Im absurden Stil SPAMELOTs mit großartigen Darstellern (Mehrling, Arnold), viel Witz, Tempo und einem tiefen Griff in die Gagkiste. Jiiphiie!

Rolf K.


Tolles Stück, tolle Umsetzung!

23.09.2005 - Wer kennt nicht den Film aus UFA-Zeiten, angestaubt und aus heutiger Sicht eher langweilig!
Wer dieses Stück gesehen hat, wird erkennen, was schon unsere Großeltern toll fanden!
Die Neufassung im Schloßparktheater wird auch 75 Jahre überleben! Fast ein genialer Streich!

kainsel


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