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Drama

Robin Hood

Strumpfhosen-Recke mit Pfeil und Bogen


Zwischen Parodie, Peinlichkeit und Pathos hin und her pendelnde Musicaladaption des Robin-Hood-Stoffes. Die Chance einer Überarbeitung der 2005 in Bremen uraufgeführten Show blieb ungenutzt. Allein die Ausstattung ist wirklich sehenswert.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:29.11.2007
Letzte bekannte Aufführung:27.01.2008


"Für Liebe und Gerechtigkeit" - so lautet der Untertitel dieser Show. Wer sie sieht, dürfte schnell an seiner Liebe zum Musical zweifeln und Gerechtigkeit für das Publikum fordern. Einige Premierenbesucher greifen zur Selbstjustiz und verlassen in der Pause fluchtartig das Schillertheater, andere harren bis zu Schluss aus und belächeln mitleidig eine Aufführung, der ein hohes Maß an Dilettantismus anhaftet.

Allein das vorhersehbare Buch mit Gags auf Stammtischniveau (Andrea Friedrich und Hans Holzbecher) ist eine Zumutung. Wenn Lady Isabelle den Bischof fragt, ob er unter seinem Talar Hosen trage, ist das ebenso peinlich wie Little Johns Drohung, er werde Robin "die Falten aus dem Sack klopfen". Dramaturgische Spannungsbögen sind Mangelware, gute Einfälle verpuffen. Nach der gesprochenen räuberischen Verschwörung "Nehmt's den Reichen, gebt's den Armen" erlischt auf der Bühne einfach das Licht, ein mitreißender Ensemble-Song der Mannen um Robin Hood würde hier publikumswirksam zur Geltung kommen.

Vielleicht fehlt eine solche Nummer aber auch nur, weil Martin Doepke gerade kein passendes Stück im Fundus hatte. Seine Partitur wirkt zusammengesucht und ist ein musikalischer Gemischtwarenladen aus schmachtenden Hymnen, Gregorianik-Pop, "Riverdance"-Gefiedel und rockigen Melodienfetzen ohne kompositorische Höhepunkte. Songs wie "Wir sind vogelfrei", "Das Ende der Legende" oder Lady Isabelles Solo "Die Schatten der Vergangenheit" brechen einfach ab und laufen ins Leere. Auch wenn Bruder Tucks "Das Salz der Erde" das Publikum aus seiner Lethargie reißt - ein Gospel hat im Sherwood Forest wirklich nichts zu suchen. Zumindest steht Martin Doepke zu seinen Kompositionen: Er dirigiert das im Graben postierte kleine Orchester.

Sicherlich wäre der musikalische Eindruck besser, wenn einige der Sänger ihren Partien auch wirklich gewachsen wären. Eine absolute Fehlbesetzung ist Sigalit Feig als Lady Isabelle. Mit stark hörbarem Bruch zwischen Brust- und Kopfstimme quält sie sich in der Premiere mühevoll durch ihr Solo, wobei sie weder über eine solide Tiefe noch über eine strahlende Höhe verfügt. Ähnliche Probleme hat Paul Kribbe (Sheriff von Nottingham). Er kaschiert die fehlende satte Rockröhre dadurch, dass er "Abschaum" als gerapten Sprechgesang mit herausgeschrieenen Spitzentönen intoniert. Sein Cover (Rudi Reschke), in der besuchten Vorstellung als Little John mit sonorem Bass auf der Bühne, dürfte dem Song weitaus mehr Ausdruck verleihen. Barbara Raunegger (Amelia) führt mit warmer, gut geführter Altstimme das Ensemble in "Sie kamen mit dem Wind" an, während Leah Delos Santos als Lady Marian im Duett "Ich bin allein" ihren im Kerker einsitzenden Liebsten im wahrsten Sinne des Wortes an die Wand singt. Nicht nur in dieser Szene wirkt Christoph Goetten (Robin von Locksley) sehr verhalten, da sein Tenor wenig Strahlkraft besitzt und er das ein oder andere Mal hörbar an seine Grenzen stößt. Auch wenn man Goetten nicht immer den heldenhaften Kämpfer für Gerechtigkeit abnimmt, zieht er sich achtbar aus der Affäre.

Christoph Weyers sehr naturalistischen Bühnenbilder sind ein Glücksgriff für die Show. Dank herein- und herausschwebender Hänger und fahrbarer Bäumstämme kann der sattgrüne Sherwood Forest schnell in eine kühle, mittelalterliche Burg mit hohen grauen Steinwänden verwandelt werden. Fahr- und klappbare Dekorationsteile lassen in atmosphärisch gelungener Beleuchtung Spielorte wie die Kapelle oder den Kerker entstehen. Die geschmackvollen Kostümentwürfe von Ella Singh und Matthias Maus unterstreichen nachhaltig den positiven optischen Eindruck der Ausstattung.

Weniger überzeugen kann hingegen Hans Holzbechers Inszenierung, bei der man zweifelt, ob sie überhaupt ernst genommen werden soll. Der Regisseur entzieht vielen Figuren ihre Glaubwürdigkeit, indem er sie als alberne Trottel überzeichnet. Das trifft sowohl auf die tumben Wachen im Gefängnis als auch auf den irgendwo zwischen Geistigbehindertem und Tunte angelegten Prinz John zu. Die Räubertruppe um Little John scheint gar aus dem "Sieben Zwerge"-Film von Otto Waalkes entsprungen zu sein: Eine Ansammlung überzogen klischeehafter Abziehbilder mit einem ewig über Essen faselnden, wohlbeleibten Koch, einem in Reimen plappernden Dichter und einem dauergrinsenden Zappelphilipp. Das Trio der Bösen (Lady Isabelle, Sheriff und Bischof) gerät vielleicht auch wegen der wenig pointiert aufgesagten Sprechszenen blass und strahlt kaum etwas Bedrohliches aus.

In der Zugabe, einer vom Irish Stepdance inspirierten Tanzszene, die in ähnlicher Form bereits im ersten Akt gezeigt wird, beweist das Choreografen-Doppel (Paul Kribbe und James de Groot) sein Einfallsreichtum. Auch wenn das Publikum hier brav mitklatscht: Diese Musical-Version der Robin Hood-Saga sollte ganz schnell für immer im Dunkeln des Sherwood Forests verschwinden.


(Text: kw)




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News: Goetten vertritt Romdal in "Robin Hood" (27.11.2007)



Kreativteam

Komposition und musikalische Leitung Martin Doepke
Idee / Konzept / Buch Andrea Friedrichs
Hans Holzbecher
Inszenierung Hans Holzbecher
Liedtexte Elke Schlimbach
Grant Stevens
Bühnenbild Christoph Weyers
Kostüme Ella Singh
Matthias Maus
Choreografie Paul Kribbe; James de Groot
Kampfchoreografie Malcolm Ranson


Besetzung

Robin von LocksleyTamas Méster
Christoph Goetten
Japeth Myers
Yngve Gasoy Romdal
Lady MarianLeah Delos Santos
Mirjam Hofer
Jessie Roggemann
Lady IsabelleSigalit Feig
Lilith Gardell
Mirjam Hofer
Sheriff von NottinghamPaul Kribbe
Rudi Reschke
Bruder TuckGünther Kaufmann
Mathias Schiemann
Little JohnRudi Reschke
Markus Dietz
AmeliaBarbara Raunegger
Lilith Gardell
Jessie Roggemann
JessMarny Bergerhoff
Linda Hold
Kimberly Kate
BischofChristof-Maria Kaiser
Michael Schüler
MalcomMarkus Dietz
Robert Poell
ArchibaldJapeth Myers
Michael Schüler
PatrickMathias Schiemann
Michael Schüler
Will ScarletJames de Groot
Robert Poell
TimRay Strachan
Joeri Burger
Prinz JohnRay Strachan
Joeri Burger
EnsembleChristof-Maria Kaiser
Lilith Gardell
Kimberly Kate
Mirjam Hofer
Constanze Möricke
Robin Poell
Jessie Roggemann
Michael Schüler
SwingsChris Brewer
Joeri Burger
Linda Hold
Phyllis Rhode



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


21 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


23951
Das sollte man sehen!

31.12.2009 - Musical mit Schwung und Spaß. Romantische Story, tolles Ensemble, sehenswerte Ausstattung. Die Musik reicht vom klassischen Musicalstil über Irish Folk und Gospel bis zu mitreißenden Rockrhythmen.
Das Ereignis: Paul Kribbe als Sherriff von Nottingham. Eine Stimme, wie Freddy Mercury, kraftvoll männliche Rockeratitüde und sexy Understatement in der Bewegung!

Gernseherin


24262
Das war spitze

31.12.2009 - Also ich muss sagen ich fand das musical einsame spitze....die lieder waren gut und sie blieben auch noch lange danach im Kopf....wir sind von unserem Vein aus dort hin gefahren ud haben danach noch im bus sehr lange und angeregt darüber unterhalten....es war alles dabe...was zum lachen was zum weinen und auch zum mitsingen und so weiter....es war seh schwierig in den sitzen still zu sitzen und das ging niht nur mir so....ichbereu jetzt noch dass ich mir nicht gleich die dvd mitgenommen habe...aber´mir bleibt ja eine cd....

Tatjana


24275
Ich fands einfach großartig!

02.02.2008 - Ich habe mir das Musical am 18.01.08 angesehen und habe mich geärgert,dass es danach nur noch eine Woche lief, weshalb ich kein zweites Mal hingehen konnte. Das Bühnenbild und die Kostüme fand ich großartig. Auch die Inszenierung ist in meinen Augen gelungen, da die Geschichte um Robin Hood (seinen Kampf gegen Nottingham und seine Tyrannei; seine Liebe zu Marian; sein Einsatz für Richard Löwenherz usw.) doch sehr deutlich dargestellt wird. Die Musik fand ich grandios und sehr eingängig, so dass ich sie fast täglich höre. Gerade die verschiedenen Musikstile und Melodien machen das Musical so interessant, abwechslungsreich und mitreißend. Ein großes Lob an die Darsteller und vielen Dank für diesen wunderschönen Musicalabend! Ich hoffe, dass eine weitere Inszenierung erfolgt, zu der ich in jedem Fall wieder gehen werde.

Jana


24014
Mir hat's gefallen!

21.01.2008 - Nachdem so viele schlechte Bewertungen vorliegen, ging ich am 19. Januar mit gemischten Gefühlen in das Schiller Theater. Aber ich bin froh, dass ich mich auf den Weg nach Berlin und zu Robin Hood gemacht habe. Mir hat es sehr gut gefallen, Lediglich die Tonqualität war nicht so, wie sie sein sollte; die Texte dadurch manchmal kaum zu verstehen. Aber der Elan der Darsteller hat sich auf das Publikum übertragen und die Stimmung war sehr gut. Wäre der Weg für mich nicht so weit - ich würde es mir sicher nochmals ansehen.

Monika


23926
Ach herrjeh

17.01.2008 - Ich weiß gar nicht, was ich am Schrecklichsten finden soll: die "Musik"oder die nicht vorhandene Inszenierung. Leider konnten auch die Schauspieler in der besuchten Vorstellung die Show nicht retten, alles was geboten wurde, war Kasperle-Theater (Paul Kribbe), Langeweile (delos Santos) und vollkommener Dilettantismus (Robin Hood). Es hat sich weiß Gott nicht gelohnt, aus Dortmund anzureisen.

Konrad


23798
wie so oft...

11.01.2008 - ich habe die show gesehen und auch ich habe das theater etwas verdattert verlassen - allerdings nicht besonders überrascht; ist es doch im musical, vor allem im kommerziellen musical häufig so, daß man darsteller sieht, die sich einfach nur auf die bühne stellen, weil sie sich geil finden - und nicht, weil sie eine andere, ihnen fremde rolle, figur mit leben erfüllen wollen. so auch hier - natürlich nicht bei allen.

sigalit feig hat mir schauspielerisch gut gefallen, obwohl sie stimmlich variabler sein könnte. leah delos santos hat eine wunderbare stimme, zweifellos, aber es gehören doch mehr als 2,5 gesichtsausdrücke dazu, eine rolle zu spielen. ihr spiel wird nach einer kleinen weile einfach uninteressant.
sehr gut und präzise gearbeitet waren die szenen mit den räubern im wald - gut, die gags waren nicht die originellsten, aber das timing war weitestgehend perfekt. das energievolle ensemble hat sowieso viel rausgerissen!

was ist mir sonst noch aufgefallen? klischeehaft : die rolle des bischofs... dilettantisch das ihm wohl gegebene staging - so wird halt nicht zelebriert und so uninspieriert hab ich auch noch nie jemanden segnen sehen.
komisch ist es auch, nebenbei bemerkt, kulissenschieber im bühnenbild herumhüpfen zu sehen.

tamas mester war überfordert, aber er hat die stuntszenen bravourös gemeistert und ich persönlich mochte seine stimme, die nicht so glattgebügelt und austauschbar ist. paul kribbe ist ein paradebeispiel für die art von darsteller, die ich oben erwähnt habe.


wie gesagt, ich war verdattert, aber ich habe auch schon öde mamma mia-aufführungen gesehen... ;-)

johanes


23709
ein Wort mit "x"...

07.01.2008 - das Ganze war wohl eher peinlich. Wenn ich in der Bewertung von Lady Sky lese, dass Sigalit Feig wohl keine Probleme hatte ihren Song zu singen, weil sie angeblich krank war, dann frage ich mich schon, ob es eine Jahreskrankheit ist. Sie ist für mich die absolute Fehlbesetzung gewesen. Ihr Gesang tat einfach nur in den Ohren weh und am liebsten hätte man den Raum verlassen mögen. Da wäre vielleicht die Zweitbesetzung die bessere Wahl gewesen. Abgesehen davon, dass die Tonqualität eh schlecht war. Wie anderen Zuschauern ging es mir auch. Durch das herausschreien der Lieder, wie den schlechten Ton, verstand auch ich Teile der Texte nur gering oder gar nicht. Anfangs, wie auch immer wieder zwischendurch hat man sich gelangweilt. Robin war wohl der Inbegriff der Peinlichkeit. Fazit = da ich die Karten nur geschenkt bekommen hatte, war es nicht ganz so ärgerlich. Hätte ich dafür auch noch was Zahlen müssen, dann wäre wohl auch ich aus Protest gegangen und nicht erst in der Pause. So hat man das Ganze ausgesessen.

Aby


23622
Das Grauen in Strumpfhosen

03.01.2008 - Ich bin vergangenen Samstag mit Familie in der Vorstellung gewesen und wie schon einige meiner Vorredner hier erwähnt haben, es wurde uns ein unfassbar schlechter Robin von Locksley präsentiert. Das war weder Gasoy Romdal noch Goetten sondern irgendein Tamas Mester. Wir fanden es ziemlich dreist, so was als "Robin Hood" zu verkaufen! Wie wir später erfahren haben, sind beide Robin Covers bei bester Gesundheit - weshalb also schickt man einen solchen Robin auf die Bühne?
Der Ton war ebenfalls schrecklich, nicht zu sprechen von den teilweise peinlichen Textpassagen! Einen Stern bekommt das Ganze für das durchaus motivierte Ensemble sowie Paul Kribbe und die Räuberbande!

Manuela


23616
Kann man anschauen

02.01.2008 - Wenn man 2 Tage zuvor Rebecca gesehen hat, war das Musicl erstmal schon ein ziemlicher Schock. Erstmal, da derZuschauerraum nur zu gut 1/3 besetzt war (lässt auf die Qualität des Stück schonmal Rückschlüse zu), die wirklich an die Grenzen des erträglichen stoßende Klangqualität (man konnte den Text während der Lieder des öfteren nicht verstehen). Der nächste Schock bspw. Schock-Serie kam von Anfang an. Die ersten Lieder waren grauenhaft, das schauspielerische Nivaeu auf dem einer Schulaufführung. Das der Robin Hood Darsteller mit starkem Schweizer Dialekt sprach (war das Goetten?) und "Der Sturm ist nah" nahezu komplett versiebt hat rundeten den etwas peinlichen Ersteindruck ab. Ab "Die Ritter von Sherwood" habe ich mich langsam an das Stück gewöhnt. Und dann machte es auch zunehmend Spass. Da es auch durch seine dramturgische Schizophrenie ein recht "ungewöhnliches" Musical ist, muss man sich wohl einfach auf das Stück einlassen. Dann machts auch Spass. Auch wenn die Darsteller von Lady Isabell und Bischoff inklusive Ihrer nciht enden wollenden Dialoge zum einschlafen einluden und die positiven Aspekte etwas trübten. Insgesamt hab ich nicht bereut, mir das Musical anzuschauen. Leah Delos Santos bei der Tanzzugabe war echt zu niedlich. Eindeutig gerockt hat der Sherriff an diesem Abend. Keine Ahnung wer der Darstellern war, da nirgends Cast-Listen hingen.
Ansonsten, wenn man dort zufäälig vorbeikommt und keine absolute High-End Produktion erwartet sollte man einen Blick oder zwei riskieren.

Yukiya


23372
So la,la

22.12.2007 - Das war gar nicht mein Geschmack von einem Musical! In der ersten Halbzeit,hatte der Tontechniker sehr grosse Probleme. Ray Strachan und Paul Kribbe haben mir am besten gefallen.Schade,denn ich bin sozusagen extra nach Berlin geflogen.

Griselda


23345
Das war ja nicht so dolle

20.12.2007 - Also, als das Musical The Scarlet pimpernel in Halle sah war ich vom Musical fasziniert, doch heute die Vorstellung in Berlin- Schillertheater low... das war ja nicht so überzeugend... Was war denn das für nen Typ als Robin ??? Kein Christopher Goetten , kein Yngve Gasoy Romdal sondern ein Typ der NICHT singen kann und ihn kaum verstehen konnte...Mir taten die Menschen leid die für die Veranstalltung mehr als 50€ pro Karte zahlten und so etwas sich anhören mussten. Beim Solo vom Robin, konnte ich mir mein Lachen nicht verkneifen sowie das Ohrenzuhalten. Mann o mann.....
Außer dem Fehlgriff, war das Musical schon okay, aber nicht mit Jekyll and Hyde vergleichbar.

Aron


23216
Was war das denn?

15.12.2007 - Ich habe weder Götten noch Myers noch Romdal als Robin gesehen, sondern einen Menschen, der weder gut sprechen geschweige denn singen kann. Anscheinend handelt es sich hierbei um einen den Produzenten bekannten Darsteller namens Tamas Mester, der zwar sehr gut kämpft, aber mit der Verantwortung, als Namensgeber eine Show zu tragen, hoffnungslos überfordert ist. Wie schlecht muss es den Produzenten gehen, wenn sie Niemanden haben, der als Robin geeignet wäre? Mester kann sich sehr gut bewegen und zeigt sehr viel Elan, das muss man ihm lassen, aber sein GESANG! Das ist ein Schlag ins Gesicht eines jeden Musicaldarstellers, wenn man erlebt, dass jemand wie er eine Hauptrolle ergattert hat. Für mich war es teilweise unerträglich mitanzusehen, wie die Titelrolle, von der man strahlende und vor allem richtige Töne erwartet, mit sämtlichen Passagen zu kämpfen hat, die etwas höher als die Ottonormalvebrauchertöne liegen. Dass das Stück nicht durchgehend gut ankommt, ist sicherlich schlimm für die Verantwortlichen, aber sie scheinen es ja gleich so richtig in den Graben fahren zu wollen, indem sie einen Robin spielen lassen, der als Stummer sicherlich tausendmal besser gewesen wäre. Da kann auch nicht helfen, dass das gesamte Ensemble mit viel Vergnügen bei der Sache ist. Wo ist Christof Götten? Japeth Myers habe ich an dem Abend auf der Bühne gesehen, DER war da. Ich kann mich nur wiederholen. Was war das denn???

mrs lovett


23200
Traurig

14.12.2007 - Es reicht halt nicht eine "Idee" und Geld zu haben. Um eine abgedroschene Phrase zu bemühen: Kunst kommt von Können. Wie soll die allgemeine Meinung über das Genre Musical je besser werden, wenn man solchen, pardon, Mist auf die Bühne bringt. Musik: belanglos, Buch(Texte): schlimm, dümmlicher Pathos wechselt mit billigsten Albernheiten, Inszenierung: weiß anscheinend mit dem selbstgeschriebenen Quatsch nicht viel anzufangen.
Und lief das Ganze nicht schon mal vor Jahren in Bremen? Wie desinteressiert am Theater muß man sein, um solch ein "Stück", nach Bremen, nicht vollständig zu überarbeiten und zu verbessern?

Robert Neusiel


23196
Ein wunderschönes Familienmusical

14.12.2007 - ich möchte mich zu der Kritik gerne mal äußern:

1. Sigalit Feit hatte ganz bestimmt keine Probleme ihren Song zu singen. Denn wenn man genau hingehört hatte, hat man bemerkt, dass sie an diesem Abend anscheinend mit Bronchitis zu kämpfen hatte und es ist bemerkenswert als Sängerin damit trotzdem eine tolle Leistung abgeben zu können. Das zeugt von einer sehr guten Gesangstechnik.

2. Paul Kribbe versucht bestimmt nicht eine Art Rapsong aus seinem Lied zu machen und schon gar nicht aus dem Grunde weil er angeblich auch Probleme in den Höhen haben solle. Wie schlimm ist es denn immer wenn manche Darsteller einen Song komplett einfach nur "schön" singen?! Ich finde es gerade richtig geil wenn Paul auch mal einige Sätze einfach spricht denn das zeigt dass er den Song verstanden hat. Und seine Höhen sind einfach nur grandios. Ganz großes Lob an Paul er ist mit seinem Song eines der Höhepunkte im Musical.

3. Christoph Goetten hat für die kurze Probezeit welche er wegen des plötzlichen Ausfalls von Yngve hatte eine super Leistung abgelegt. Es ist schön zu sehen wie er Marian anhimmelt. Leah und Christoph ergänzen sich optimal auf der Bühne. Christoph spielt allein deshalb den Robin gut da er romantisch, lustig, tapfer, und ernst zu gleich ist und diese Unterschiede immer im richtigen Moment dem Publikum zeigt.

4. das Ensemble ist perfekt besetzt allein schon dadurch weil man im Publikum die Gemeinsamkeit spührt. Man merkt wie gern das Ensemble zusammen spielt und wieviel Freude sie dabei haben. Das Ensemble unterstützt und trägt Robin Hood - Christoph Goetten - gerne und wunderschön durch das Stück. Auch die Tanznummer sind super - Ein Dank an Paul Kribbe und James De Groot - denn durch die Tanznummer kommt sehr gut "Bewegung" in das Stück. Tolle Nummern u.a. "Ritter von Sherwood Forrest", "Salz der Erde" und das "Finale".

5. Ich möchte Christoph Goetten für seinen schnellen Einsprung danken und gratulieren. Du machst das super!

6. Eine tolle Leistung gab auch Barbara Raunegger alias Amilia ab. Ihr Solo war sehr ergreifend. Aber ihre "Riffs" im Lied "Das Salz der Erde" waren einfach der Hammer! Super!

Dieses Musical ist ein wunderschönes Familienmusical mit Witz und Liebe! Man kann Lachen ist aber zugleich voller Spannung allein wegen der Kämpfe!
Robin Hood versetzt uns Erwachsene wieder in unsere Kindheit zurück und lässt Kinderherzen höher schlagen!

Also schaut vorbei es lohnt sich...

Lady Sky


23113
Wo bleibt die Goldene Himbeere für das schlechteste Musical??!

10.12.2007 - Ich würde es so ausdrücken, als ich dieses Musical gesehen habe(2005 in München), habe ich so viel gelacht wie selten in einem Musical. Und zwar, weil Buch und Partitur einfach unfassbar schlecht sind. Die Musik ist nicht besonders wählerisch in ihrer Stilauswahl, von vielem kommt mal was dran, von nichts sehr gekonnt. Ähnlich wie aber bei Döpke&Schlimbachs Schöne und das Biest ist aber auch hier die Musik gar nicht mal der Hauptgrund, warum diese Show so versagt. Das Buch ist deutlich schlimmer, unter historischen Gesichtspunkten ist es ein Schlag ins Gesicht jeden Historikers wie hier allerlei zusammengwürfelt wird. Sehr nah an der Buchvorlage zu bleiben, schien den Autoren auch nicht nötig zu sein. Es werden (soviel wage ich mal zu verraten) ein bis zwei Subplots eingeführt, die aber nicht durchgehalten werden sondern nach der Hälfte des Stückes sich als obsolet entpuppen.
Das absolute Grauen trägt aber wieder einmal das Gesicht der Liedtexte. So flach, so banal - und gelegentlich so skurril (im schlechten Sinne) hat man selten Texte gehört. Ich gebe zu, diese Texte bekommen noch besonderen komischen Reiz, wenn man sie in der ebenso wenig einfallsreichen Inszenierung sieht. Das Team Schlimbach und Stevens kann offenkundig nicht reimen, noch ist es sich fundamentaler Grundsätze des Liedtextens bewusst. Was bleibt einem da noch großartig zu sagen...
Vielleicht der fromme Wunsch, dass es diese Autoren bei den bereits geschriebenen Werken bewenden lassen.

J. (Sondheimfan)


23109
erste Klasse

10.12.2007 - wunderschön!

Karla


23077
Friedrichs/Holzbecher = Dilettantismus

09.12.2007 - So geht das halt, wenn Dilettanten meinen sie können a) ein Stück schreiben und b) das Machwerk auch noch inszenieren. Nicht zum ersten Mal fällt Frau Friedrichs durch äußerst fragwürdige Produktionen auf. Auch Hans Holzbecher mag ein passabler Darsteller sein (bis auf seinen peinlichen Jekyll in Köln), ein Regisseur ist er deshalb noch lange nicht. Und Herr Doepke: ein Musical ist was anderes als eine Reihe von beliebige Songs ohne motivischen Zusammenhang und ohne erkennbare Stilistik. Musiktheater hat nun mal gewisse Gesetze die man zumindest ansatzweise beachten sollte. Fazit: legt diesen Leuten das Handwerk und tut ihnen nicht den Gefallen auch noch Geld für eine Karte auszugeben. Leid tun mir die Darsteller die sich mit einem solchen Schwachsinn herumschlagen müssen.

Tom


23063
Spaß ist das!

08.12.2007 - Auch wenn der Tontechniker scheinbar keine Ahnung von seinem Job hat und bei der Premiere einige Darsteller stimmlich hörbar angeschlagen waren (Sigalit Feigs schlimmer Husten lassen auf eine Bronchitis schließen, die sich gewaschen hat), so war dem Ensemble der Spaß am Spiel doch deutlich anzumerken. Christoph Goetten hatte sicherlich nicht die Zeit, seine Rolle einzustudieren, die er gern gehabt hätte, aber das Ensemble hilft ihm und er lässt sich darauf ein. Das ist ein guter Grund, sich das Stück anzusehen, denn man sieht heutzutage nicht mehr allzuoft engagierte und Spaß-an-der-Arbeit-habende Darsteller auf der Bühne.

ozgirl


22997
Peinlich!

05.12.2007 - Selten habe ich einen solchen Dilletantismus auf der Bühne gesehen. Doepkes Musik, die in Schöne und das Biest größtenteils wunderschöne Momente zaubern konnte und durch das ganze Musical getragen hatte, war hier nur ein zusammengewürfelter Haufen von Stilen, fast keiner mit nachsingbaren Melodien und merkwürdig unbefriedigenden offenen Schlüssen.
In der Inszenierung wurden keine Figuren geführt, Motivationen wurden nicht klar, sinnentleerte Gänge inszeniert, keine Fragen beantwortet, es war schrecklich.
Im Grunde hat kw in seiner Kritik alles genau auf den Punkt gebracht.
Auch ich wäre am liebsten in der Pause gegangen, dann aber hätte ich verpasst, wie sich das Publikum in einer der peinlichen Fechtszenen im zweiten Akt das Lachen wegen der letztklassigen Leistung auf der Bühne, die nur noch albern und armselig wirkte, kaum mehr zurückhalten konnte.
Aber halt!
Vielleicht haben wir das alles nur falsch verstanden und Herr Holzbecher wollte wirklich eine Parodie inszenieren? Dann haben wir wohl sein und Andrea Friedrichs kreatives Potential nicht erkannt...
Dann wiederum, wenn ich an Holzbechers magere Regieleistung bei Horrorladen in Tecklenburg 2006 zurückdenke... wahrscheinlich kann er's halt nicht besser.

Frederika Anders


22868
Unglaubliche Qualitätsunterschiede!

30.11.2007 - Leider nicht zu Ende gedacht und stellenweisse weit davon entfernt eine Qualität zu bieten, die an gleichwertige Produktionen erinnert. Da gibt es herausragende Darsteller wie Marny Bergerhoff als Jess und andere Protagonisten die eher an Schultheater erinnern. Der Ton war eine Frechheit. Isabells Lied, in ihrer Kemenate, wurde am Ende brutal abgeschnitten. Insgesamt lief alles sehr unrund von den Umbauten bis über das Licht und den billigen Klamauk in den Texten. Versöhnlich stimmte mich das grandiose viellfälltige Bühnenbild, dass als einziges mich bewog nicht in der Pause zu gehen.
Fazit: Potential vorhanden, aber nicht überall umgesetzt!

Andreas Vogt


22857
Im Zwiespalt

29.11.2007 - Wunderschönes Bühnenbild, teilweise sehr mitreißende Musik, schöne Kostüme und Tänze.
Andererseits aber auch Stücke, die mir in den Ohren weh taten und spaßige Textpassagen, die ich nicht spaßig sondern niveaulos empfand. Daher bin ich sehr im Zwiespalt, wie mir dieses Musical nun gefallen hat.
Am Besten selbst ansehen und sich eine eigene Meinung bilden...

Bogenhexe


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