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Comedy

Honk!

Anderssein ist in Ordnung


Das Familien-Comedy-Musical von Anthony Drewe und George Stiles ("Mary Poppins") als Amateur-Produktion am Staatstheater Wiesbaden. Das homogene Ensemble überzeugt mit guten Stimmen und sicherem Spiel, die durchdachte Inszenierung macht das Stück auch und vor allem für Erwachsene interessant.

(Text: Daniel von Verschuer)

Premiere:01.04.2007
Letzte bekannte Aufführung:15.02.2009


Fleißige Amateure: Zur Zeit spielt das Jugendensemble des Wiesbadener Staatstheaters mit "I Love You, You're Perfect, Now Change", "Footloose", "Copacabana" und "Honk!" vier Stücke parallel, die Proben für "Rent" (Premiere Ende August) laufen auch schon. Es ist dabei besonders die professionelle Einstellung und Begeisterung hervorzuheben, mit der die Darsteller, die alle "nebenher" studieren oder einem Beruf nachgehen, mehrmals im Monat auf den Bühnen des Staatstheaters stehen.
Auch bei "Honk!", dem Musical nach Hans Christian Andersens "Märchen vom hässlichen Entlein", zeigt das Ensemble wieder, was in ihm steckt. Mit durchweg sicheren Stimmen und sichtlich viel Spaß auf der Bühne schlüpfen die zwölf Darsteller in unterschiedliche Tierrollen; Enten, Gänse, Katzen und sogar einen schwulen Hahn gilt es zu verkörpern. Dies gelingt einerseits mit originellen Kostümen: Corinne Wojan kommt ohne Federn oder Fell aus und macht es dem Zuschauer mit entsprechender Farbwahl und kleinen Accessoires leicht, jedes Tier zu erkennen. Andererseits hat Regisseurin Iris Limarth die typischen tierischen Eigenheiten mit ihrem Ensemble sehr gut einstudiert: Die kleinen Entlein (Ann-Christin Fray, Manuel Dengler und Jakob Voges in gelb-weiß geringelten T-Shirts und mit gelben Schirmmützen) watscheln tollpatschig hinter ihrem eingebildeten Vater Erwin Erpel (Rainer Maaß im Elvis-Look mit Bürzel) her. Mutter Ida (Felicitas Geipel) und ihre Freundin Moni Moorhuhn (Cassandra Göller) quaken beim Kaffeekränzchen anstatt zu lachen. Der hinterhältige Kater (Thomas Zimmer) schleicht im rot-schwarzen Anzug und mit fiesem Grinsen über die Bühne. Gnomy (Tim Speckhardt), das hässliche Entlein im unscheinbaren grauschwarzen Outfit, bewegt sich von Beginn an eleganter als seine Geschwister - und schwimmt vor allem besser -, was im Gegensatz zu seinem "Federkleid" steht, für das er von allen gehänselt und gemieden wird. Jede Menge Lacher erntet außerdem Norman Hofmann mit seinen urkomischen Darstellungen der Kröte und des "domestizierten" Hahns.
Gelungen und durchdacht ist auch das im Gegensatz zu den bunten Kostümen schlichte, schwarz-weiße Bühnenbild von Anja Stoffel. Der Boden sowie zwei verschiebbare Bühnenelemente sind mit scheinbar beliebigen Buchstabenfolgen beschrieben, beim Blackout werden mit Hilfe von Schwarzlicht Wörter wie "Freundschaft" oder "Schönheit" sichtbar.
Regisseurin Limbarth inszeniert das Familien-Comedy-Musical, dessen Gags und Anspielungen hin und wieder so gar nicht kindertauglich sind, mit der richtigen Portion Überdrehtheit, überzeichnet Charaktere, wo es angebracht ist, räumt aber auch der Ernsthaftigkeit genügend Raum ein. Schließlich geht es in "Honk!" - bei aller Komik - im Kern um Akzeptanz und Verständnis des Andersartigen in unserer Welt.
Die Kompositionen von George Stiles sind äußerst interessant, wunderschöne Balladen, poppige Comedynummern und interessante Chorsätze wechseln sich ab, die Melodien sind eingängig, aber nicht zu schlicht. Die Band unter der Leitung von Michael Geyer verdient für ihre sichere Interpretation der Partitur Anerkennung. Die Texte von Anthony Drewe wurden von Stephan Kopf, Zelma und Michael Millard ins Deutsche übertragen, was bei den Dialogen gut funktionierte. Die Songtexte sind dagegen stellenweise völlig misslungen, was den einzigen (und nicht selbstverschuldeten) Minuspunkt der Inszenierung darstellt. Aus dem Prinzip "reim' dich, oder ich fress' dich" resultierten Zeilen wie "Als Ida ging, musst' ich sie lassen, und doch tut ihr die Schürze besser passen" oder "Viel Zeit ist ins Land reingegangen, die Hoffnung sie schwand mit viel Bangen". Für zukünftige Aufführungen sollte der zuständige Verlag eine Überarbeitung der Texte ins Auge fassen.


(Text: dv)




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Hintergrund: Interview mit der Wiesbadener Jugendclub-Regisseurin Iris Limbarth (22.12.2008)



Kreativteam

Buch und Gesangstexte Anthony Drewe
Musik George Stiles
Deutsch von Stephan Kopf, Zelma und Michael Millard

Musikalische Leitung Michael Geyer
Regie und Choreografie Iris Limarth
Bühne Anja Stoffel
Kostüme Corinne Wojan


Besetzung

IdaFelicitas Geipel
Grazia, Prinzesschen, Mutter SchwanAnnika Kaupe
Moni Moorhuhn, PünktchenCassandra Göller
Henriette, SissiJasna Bauer
GnomyTim Speckhardt
Manuel Dengler
KaterThomas Zimmer
Erwin Erpel, GraufußRainer Maaß
Truthahn, Stummel, KrötenfroschNorman Hofmann
Ringel, FlauschAnn Christin Fray
Flocke, WatschelManuel Dengler
Tim Speckhardt
Rotfuß, Vater Schwan, DauneJakob Voges
Dietmar DohleJochen Losert
Michael Schmiedel



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


9 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


18669
Entengeil !

31.12.2009 - Die Premiere war voller Drive, Musikalität und Witz und jeder der Akteure hat sein Bestes gegeben. Nicht eine Minute war langweilig. Man sollte von dieser Inszenierung so schnell wie möglich eine DVD machen. Das wäre ein Supergeschenk für Kinder und Erwachsene und für die jungen Darsteller vielleicht ein Sprungbrett in eine große Musical-Karriere. Die Begeisterung der Schauspieler ist sofort auf das Publikum übergesprungen und hat alle mitgerissen.
Ich habe schon berühmte Musicals am Broadway besucht, auch in Hamburg, München, Bochum, Berlin und London, aber auch dort habe ich mich nicht besser unterhalten und amüsiert als hier in der hessischen Wartburg. Ein unvergesslicher Abend. Herzlichen Glückwunsch an alle! Honk!

deissi


18900
Enten-Tainment pur !

31.12.2009 - Bin ohne große Erwartungen ( inhaltlich ) in das Stück gegangen und wurde absolut positiv überrascht !
Alle Rollen waren genial besetzt und es hat einfach Spaß gemacht...ich komme auf jeden Fall wieder ! In diesem Sinne: Hoooonk !

Herr N.


19261
Spitze!

06.05.2007 - Also ich habe das Stück gleich zur Premiere gesehen, da wurde diese brilliante Leistung natürlich von der Stimmung des Publikums noch unterstützt!

Dadurch, dass in der Wartburg immer nur ein solch kleines Ensembles spielt, erhält selbst die kleinste Rolle besondere Betonung und Aufmerksamkeit!

Dennoch bin ich auch wie Nana hin und weg von den Muttertränen von Felicitas Geipel und auch bei mir bleib kein Auge trocken.

Gottseidank gab es ja nicht nur dramatische Szenen sondern viele, viele lustige.
Mit Rainer Maaß als Erwin Erpel, der sich mit seinen pubertierenden Entenkindern rumärgert.
Norman Hofmann und Annika Kaupe als Stummel und Prinzesschen waren einfach fantastisch und urkomisch.

Aber so könnte ich den ganzen Tag lang die Darsteller in den Himmel loben, aber irgendwann ist ja auch genug :-)

Weiterhin TOI TOI TOI!

Joseline


19246
Suuuuuper!

05.05.2007 - Das Stück ist einfach total liebevoll gestaltet, super gesungen/gespielt und richtig lustig!

Nicelodian


19087
Ohne Erwartungen

23.04.2007 - Auch ich bin ohne Erwartungen hingegangen .. und das war auch gut so. So hielt sich meine Enttäuschung in Grenzen. Aber weiterempfehlen kann ich das Stück nicht.

Steff


19025
Super!

19.04.2007 - Urkomisch und doch mit ernstem Hintergrund - man lacht sich an manchen Stellen tot bis einem die Tränen kommen, aber wenn am Ende Felicitas Geipel echte Muttertränen vergießt, bleibt auch kein Auge trocken... War schwer beeindruckt! Weiter so!

Nana


18738
Hooonnnkkkk!

05.04.2007 - Ich war heute (4.4.) in Honk! in der Wartburg in Wiesbaden. Das Stück ist sehr schön anzusehen. Eine tolle Leistung aller Darsteller, bis in die kleinsten Rollen. Besser gehts fast gar nicht. Die Mitglieder der Geflügelfarm haben voll überzeugt wie man es nicht anders erwartet vom Jugend Club Theater. Gerne werde ich mir wieder mal eine Vorstellung ansehen. Herzlichst euer Mephisto

Mephisto


18720
Punktlandung!

03.04.2007 - Also, ob ich mit dem Stück so recht warm werde ( ähnlich wie mit dem "Blutigem Honig" ),weiß ich nicht. Aber die Tournee kann sich warm anziehen, wenn sie das Niveau erreichen will.
Veredelt!

Shakespeare


18718
Geil!

03.04.2007 - Eine richtig gute, runde Produktion, die auch Anregungen zum Nachdenken gegeben hat, aber vor allem viel Spass und Witz inne hatte.

Super Leistung!

Kay


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