Oft gespieltes Stück von Bertolt Brecht und Kurt Weill über den Moralverfall der Gesellschaft. In Osnabrück inszeniert Wolfram Apprich, als Polizeichef steht Oliver Meskendahl auf der Bühne.
von Bertolt Brecht
Musik von Kurt Weill
nach John Gays THE BEGGAR´S OPERA
Brechts Welterfolg „Die Dreigroschenoper“ von 1928 porträtiert eine Gesellschaft, die in Armut, Massenarbeitslosigkeit, Kriminalität, Korruption und Prostitution lebt. Der zunehmenden Verhärtung der Menschen zum Trotz macht der scheinheilige Moralapostel Jonathan Peachum sein Geschäft mit der Jämmerlichkeit anderer. Er hat eine Bettleragentur gegründet, in der er „jeden Mann in fünf Minuten in ein so bejammernswertes Wrack verwandelt, dass ein Hund weinen würde, wenn er ihn sieht.“ Der berüchtigte Gangsterboss Mackie Messer legt sich mit Peachum an, als er Polly – Peachums Tochter – heiratet. Der Bettlerkönig verlangt die sofortige Verhaftung des Gangsters und erpresst den Polizeichef Tiger Brown mit einer gewaltigen Bettlerdemonstration. „Die Dreigroschenoper“ ist eine Studie über den Defekt der bürgerlichen Gesellschaft, die nicht mehr in, sondern von der Moral lebt, denn „erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral“. All dies wird in den Songs der „Dreigroschenoper“ auf eine wunderbare und oft komische Art und Weise beschrieben.
Wie ist Deine Meinung zu dieser Produktion?
Tausch Dich mit anderen Musicalfans in unserem
Forum aus.