Bettler, Diebe und Huren. Diese Hauptpersonen in Brechts "Dreigroschenoper" erregten bei der Uraufführung 1928 in Berlin viel Aufsehen. Dabei hält das Stück mit der Musik des Komponisten Kurt Weill dem Publikum nur den Spiegel vor und ist eine schonungslose Analyse der politischen Verhältnisse der Weimarer Republik.
"Tradition!" hallt es gleich zu Beginn durch die Theaterfabrik Blaue Halle in Würzburg. Doch schon in den ersten Minuten dieser Inszenierung wird dem Zuschauer klar, dass er hier wohl kaum Zeuge einer traditionellen Vorstellung von "Anatevka" werden wird. Tomo Sugao holt in seiner Regie die über 100 Jahre alte Geschichte des Milchmanns Tevje in die Gegenwart und stellt damit erschreckende Zeitbezüge her. Angefangen beim perfekt ausgesteuerten Klang des großen Orchesters und Ensembles, dem stimmungsvollen Bühnenbild und nicht zuletzt einem Hauptdarsteller, der völlig mit seiner Rolle eins wird, bietet das Mainfrankentheater Würzburg eine Neuinterpretation des Broadway-Klassikers, die wohl weit und breit ihresgleichen suchen dürfte.
Casting von Pop-Formationen ist keine Erfindung der "RTL-Superstars"! Das gab's auch schon 1927 bei den legendären "Comedian Harmonists": Dort herrscht hinter den Kulissen nicht immer eitel Sonnenschein. Auch wenn der kleine grüne Kaktus sticht und bei Veronika der Spargel sprießt - die Nazis greifen gnadenlos durch und teilen die erfolgreiche Truppe gnadenlos in zwei Hälften...
Nach dem zweiten Corona-Lockdown ist dieser Liederabend entstanden. Hierin geht es um Neuänfänge, Veränderungen und Träume. Die Musik reicht von Richard Wagner, über Chansons, Schlager und Rockmusik.
Von der Vorstadt-Hure zur ersten Frau Argentiniens. Das Musical von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice zeichnet den Weg von Maria Eva Duarte nach, die es durch taktisches Kalkül zur First Lady gebracht hat. Das Mainfranken Theater Würzburg spielt in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln.
Tom Waits Musical nimmt sich den "Freischütz"-Stoff als Grundlage: Der junge Wilhelm verliebt sich in die Tochter eines Jägers und muss ihren Vater von seinen Schützenfähigkeiten überzeugen, bevor er sie heiraten darf. Vom Teufel höchstpersönlich erhält er verwunschene Kugeln - doch der faustische Pakt hat einen Haken.
Das Stück spielt 1968 während der Vorbereitungen des alljährlichen deutsch-amerikanischen Freundschaftsfestes auf dem Gelände der Leighton Barracks, in denen von 1945 bis 2006 US-Soldaten angesiedelt waren... Nach der Premiere auf der Hinterbühne des Großen Hauses zieht die Produktion auf das Areal der Landesgartenschau, und damit auf das Gelände der ehemaligen Leighton Barracks.
Ein kahler Bühnenraum ganz in schwarz. Links ein überdimensionales Kreuz. Der Längsbalken ein Traversenträger. Der Querbalken in etwa vier Meter Höhe eine Lichttraverse. Daran gebunden: Jesus von Nazareth im Todeskampf. Auf der Rückseite des Kreuzes: der erhängte Judas Ischariot. Ein Spot wirft den Schatten des Kreuzes auf die Bühnenrückwand. Das Orchester untermalt gefühlvoll die bildgewaltige Schlussszene der Würzburger Premiere von Jesus Christ Superstar.
Im musikalischen Schauspiel aus der Feder des österreichischen Schriftstellers Franzobel geht es - wieder einmal - um Zarah Leander, um die sich bereits einige andere Biografie-Musicals drehen. Regisseur Markus Trabusch adaptiert hier seine eigene Inszenierung am Voralberger Landestheater Bregenz.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...