Mit seiner hochkarätig besetzten Inszenierung von "Hairspray" ist Erik Petersen am Theater Bonn ein rundum stimmiger Unterhaltungsgarant gelungen, der die etablierten Seh- und Hörgewohnheiten dieses modernen Musicalklassikers durch selten gegangene Regiewege herausfordert.
Die Angststörung eines Jugendlichen in den Mittelpunkt eines Musicals zu stellen, ist ein ziemlich mutiges Unterfangen. Umso bemerkenswerter, dass "Dear Evan Hansen" am Broadway und im West End zu einem der erfolgreichsten Stücke der vergangenen Jahre wurde und mit einem regelrechten Preisregen – unter anderem sechs Tonys und drei Olivier Awards – überschüttet wurde. Dem Musical Frühling Gmunden ist es in diesem Jahr gelungen, sich die Rechte an der Deutschsprachigen Erstaufführung zu sichern und mit ihrer intensiven und aufwühlenden Inszenierung Grundsteine für zukünftige Produktionen zu legen.
Es wirkt, als läge auf dem "Meinungsmärchen mit Musik" von Constanze Behrends, Franziska Kuropka (Buch), Lukas Nimscheck (Musik) und der Inszenierung von Mathias Noack der Fluch von Schneewittchens böser Stiefmutter. Einzig der gute Cast kann den bösen Bann brechen.
Vielfach führen soziale Netzwerke wie Instagram bei jungen Menschen zu krankhaften Essstörungen und falsch verstandenen Körperidealen. Dieses Musical zeigt, wohin wachsender Anpassungs- und Selbstoptimierungsdruck führen können. Musikalisch erklingen Songs aus bekannten Musicals (zum Beispiel aus Bare, City of Angels, Kinky Boots, Mean Girls, Once, Spring Awakening, The Life, The Wiz), aber auch klassische Kompositionen und Pop Songs.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...