Die Thunerseespiele sichern sich für den Sommer 2027 die Schweizer Erstaufführung des Broadway-Erfolgs. Das Besondere: Disney erlaubt hierfür erstmals außerhalb...
Seit seiner Uraufführung 1990 in Hamburg ist die düster-absurde Parabel aus der Feder von Robert Wilson (Regie der Originalproduktion), Tom Waits (Musik) und William S. Burroughs (Buch) Kult. Erzählt wird die Geschichte vom jungen Schreiber Wilhelm, der aus Liebe zur Försterstochter Käthchen einen Pakt mit dem Teufel eingeht, der ihm zu magischen Kugeln verhilft.
Am pittoresken Thunersee schallt aktuell allabendlich die Frage „Wer ist hier Monster und wer ist ein Mensch?“ durch die warme Sommerluft – in Disneys wohl erwachsenstem Musical „Der Glöckner von Notre-Dame“ werden vor malerischem Alpenpanorama große menschliche Themen, gehüllt in die epischen Melodien von Alan Menken, leicht verdaulich und visuell anspruchsvoll bearbeitet.
Der 1966 in New York uraufgeführte Musical-Welthit nimmt die Zuschauer mit ins "Babylon Berlin" der frühen 1930er Jahre. Im Stück geht es um das tragische Scheitern zweier Liebesgeschichten unter dem unerbittlichen Druck des immer bedrohlicher werdenen Nationalsozialismus.
Es ist eine der Lieblingsgeschichten von Cameron Mackintosh, wie er in den 1970er Jahren versuchte, die Rechte für eine Bühnenmusicalfassung von der Autorin der weltberühmten "Mary Poppins"-Bücher, P. L. Travers, zu bekommen, aber immer wieder bei ihr abblitzte. Viel zu sehr litt sie zeitlebens darunter, wie Walt Disney in seiner Filmfassung ihre Romanheldin verändert hatte.
Der Ursprung des Werkes ist ein TV-Stück von Dale Wasseman. 1965 komponierte Mitch Leigh dazu die Musik und 1966 wurde "Der Mann von La Mancha" mit fünf Tony Awards ausgezeichnet. In dem auf Cervantes Klassiker "Don Quijote" basierenden Musical spielt der eingekerkerte Dichter seinen Mitgefangenen in der Hauptrolle Passagen aus seinem Buch vor.
Düstere wie blutrünstige Sondheim-Perle, die der Komponist selbst als "schwarze Operette" bezeichnet. Im Stück rächt sich der unschuldig verurteilte Barbier Benjamin Barker als "Sweeney Todd" am korrupten Richter Turpin. In Mrs. Lovett, einer Pastetenbäckerin, findet er eine kongeniale Vertraute.
Farbenfrohe Kostüme, ein natürlich aufspielendes Ensemble sowie flotte Ensembleszenen überzeugen in der Inszenierung von Werner Bauer. Die musikalische Umsetzung ist perfekt gelungen. Gänzlich kann in der rezensierten Vorstellung der Funke aufs Publikum dennoch nicht überspringen. Die zügige Umsetzung sowie einige Kürzungen nehmen dem Stück ein wenig den Tiefgang.
Den Thunerseespielen ist mit der Dialektfassung des Feel-Good-Musicals "Mamma Mia!" eine überzeugende Inszenierung gelungen. Pluspunkte sind die imposante Bühne, der frisch aufspielende Cast und die stimmige Regieführung von Dominik Flaschka. Insbesondere die drei Ladies der "Dynamos" (Monica Quinter, Patricia Hodell und Gigi Moto) reißen mit und harmonieren perfekt.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...