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Affenleben

Tarzan

Dir gehört mein Herz


© Stage Entertainment
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"Tarzan" und seine Affenfamilie aus Disney's gleichnamigem Musical streifen nach fünf Jahren in Hamburg nun in Stuttgart durch den Dschungel. Die spektakuläre Show bietet beste Musicalunterhaltung mit sowohl akrobatischer als auch technischer Finesse und sehr guten darstellerischen Leistungen.

(Text: Jens Alsbach / Christian Heyden)

Premiere:21.11.2013
Dernière:28.08.2016


Die folgende Rezension von Jens Alsbach bezieht sich auf die Premiere im November 2013. Eine Ergänzung zum Castwechsel im Juli 2014 finden Sie hier.

Beim Eintreten in den Theatersaal erklingen Urwaldgeräusche. Man hört die Brandung, lautes Trommeln und den Klang wilder Tiere. Ein angedeutetes Schiff und projizierte Eintragungen eines Logbuchs ergänzen die Atmosphäre und stimmen auf das Schiffsunglück ein, mit dem das Musical startet und ein wahres Bühnenfeuerwerk in Gang setzt. In den ersten zehn Minuten bekommt das Publikum vor Augen geführt, wie Tarzan im Dschungel landet, wie seine Eltern von einem Leoparden gefressen werden und wie er in der Gorillasippe aufgenommen wird.
Wie schon bei der Vorgängerstation in Hamburg bietet die Show auch in Stuttgart bühnentechnisch bereits in diesen ersten Minuten einiges. Fallende Vorhänge, äußerst effektvoll inszenierte Illusionen von Wasser, ein senkrecht aufgestellter Strand, an dem die Eltern – an Seilen hängend – nach unten laufen und letztlich die von vorne, hinten und über den Köpfen der Zuschauer einströmenden Gorillas, die sich versammeln, um Tarzan und seine Adoptivmutter Kala zu begutachten und den Jungen willkommen zu heißen.

© Stage Entertainment
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Technisch gesehen ist "Tarzan" an vorderster Front, was die zur Zeit in Deutschland laufenden Großproduktionen betrifft. Erfreulicherweise nehmen die Technik-Spielereien jedoch nicht überhand und lenken von der Geschichte ab, sondern unterstützen die Szenerie des Dschungels, ohne sich in den Vordergrund zu spielen. Besonders außergewöhnlich an diesem Stück sind zweifelsohne die vielen Auftritte aus der Decke des Zuschauerraums bzw. aus dem Rang und von den Seiten, bei denen die Darsteller an sogenannten "Drop Points" abspringen und sich an Lianen in vorgegebene Richtungen schwingen. Der Bühnenraum besteht aus speziellen luftgefüllten Kammern, um den Schauspielern ein sicheres "Landen" zur erlauben, und auch der Boden ist mit Schaumstoff gepolstert, um die Darsteller bei den spektakulären Einlagen nicht zu gefährden.
Das Ensemble wird zwar während der Show sicherheitstechnisch betreut, die schwindelerregend hohen Auftritte und die Bungee-Einlagen mit Lianen müssen allerdings speziell trainiert werden, und hier leisten die Darsteller allesamt ausgezeichnete Arbeit. Die Choreografie wirkt beeindruckend und synchron, wobei man hier eher von Artistik als von Choreografie sprechen kann, denn meist sind in die Tänze Lianen oder sonstige Hilfsmittel integriert. Eine sehr gute Leistung von Choreograf Sergio Trujillo und dem Ensemble.
Die Hauptdarsteller sind allesamt bereits aus der vergangenen Hamburger Spielzeit mit ihren Rollen vertraut.
Tarzans Affeneltern Kala und Kerchak werden auch in Stuttgart von Melanie Ortner und Andreas Lichtenberger gespielt. Melanie Ortner gibt eine sehr warmherzige Mutter, die ihren Sohn vor Allem beschützen möchte, auch wenn es der eigene Vater ist. Ihre gefühlvolle Art spiegelt sich auch in ihrem Gesang wider und "Dir gehört mein Herz" gelingt ihr besonders zart und liebevoll. Auch die Szene, in der sie dem erwachsenen Tarzan erklärt, wer er wirklich ist, wird sicher den ein oder anderen zu Tränen rühren.

© Stage Entertainment
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Andreas Lichtenberger wirkt durch seine große Statur schon wie der geborene Anführer. Mit stolz geschwellter Brust und wankendem Gang gelingt ihm die wohl realistischste Darstellung eines Gorillas an diesem Abend. Ebenso gut schafft er die Balance zwischen bösem Anführer - mit tontechnisch unterstütztem Schrei - und liebevollem Vater. Seine gesangliche Partitur meistert er souverän, wobei Kerchak leider keine erinnerungswürdigen Songs zugestanden werden.

Merle Hoch spielt Jane, die junge Frau, die gemeinsam mit ihrem Vater auf Expedition in den Urwald kommt und dort Tarzan begegnet. Ihre Rolle ist größtenteils lustig angelegt, und Merle Hoch hat das gewisse Gespür für Timing und Witz, das es braucht, um in komischen Momenten auch wirklich komisch zu sein. Besonders amüsant sind die Szenen immer dann, wenn sich Jane und Tarzan begegnen und sich gegenseitig "erkunden". Im zweiten Teil der Show steht die Liebesgeschichte zwischen ihr und Tarzan im Vordergrund, und auch diese Szenen gelingen ihr glaubhaft. Man merkt, dass die beiden Darsteller schon länger gemeinsam auf der Bühne stehen. Beim Song "Auf einmal", den Jane gemeinsam mit Tarzan singt, wird dies besonders emotional unter Beweis gestellt.

© Stage Entertainment
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Gian Marco Schiaretti spielt in Stuttgart nun von Beginn an die Erstbesetzung der Titelrolle und wird seinen Vorgängern Alexander Klaws und Anton Zetterholm mehr als gerecht. Seine Gesangsstimme ist sehr angenehm, und auch er verfügt über das nötige Gespür für Timing, um die Szenen zwischen Tarzan und Jane amüsant zu meistern. Erwähnenswert ist seine perfekte schauspielerische "Evolution" vom Affen zum Menschen: Als "Gorilla" bewegt er sich sehr geschickt und mit affenähnlichen Gesten, und später als "Mann" mischt er diese mit menschlichen Bewegungen. Eine sehr gute Detailstudie von Darsteller und Trainer. Die Tatsache, dass er bei den Sprechszenen einen leichten Akzent hat, fällt nicht sonderlich ins Gewicht.
Leider leidet die Rolle des Terk (dargestellt von Emanuele Caserta) stärker unter dieser Problematik. Hervorragend gespielt und gesanglich auf höchstem Niveau, gehen bedauerlicherweise einige Späße von Tarzans Kumpel durch die sehr vom Akzent geprägte Aussprache des Darstellers verloren. Seine schwäbischen Einlagen ("’S Äffle is net dahoim." oder "Heilig’s Blechle") sorgen allerdings für Szenenapplaus.
"Tarzan" ist auch in Stuttgart spektakuläre Show und beste Musicalunterhaltung auf hohem technischem und darstellerischem Niveau mit einer unterhaltsamen und abwechslungsreichen Geschichte, die zu Herzen geht. (Text: Jens Alsbach)

© Stage Entertainment
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Nachtrag zur Premiere von Jan Ammann:

Eine fremdartige Geräuschkulisse, ein Dickicht aus sattgrünen Lianen und eine Horde akrobatischer Affendarsteller ziehen den Zuschauer nach wie vor schnell in ihren Bann. Als Erstseher weiß man womöglich gar nicht, wohin man seinen Blick richten soll, so geballt sind die optischen Eindrücke und die Artistik, die einen großen Teil der Begeisterung an "Disney's Tarzan" ausmachen. Die Musical-Fan-Gemeinde hatte in dieser Vorstellung allerdings ihr Augenmerk hauptsächlich auf den aktuellen Besetzungscoup der Stage Entertainment gerichtet. In der Rolle des Affenclan-Chefs Kerchak stand zum ersten Mal Jan Ammann auf der Bühne.

Kennt man Ammann die letzten Jahre hauptsächlich als Leading Man und Gentleman-Vampir, mag einem diese Rollenauswahl befremdlich vorgekommen sein, ist Kerchak nun einmal keine allzu große Rolle. Doch es zeigt sich schnell, wie gut Ammann sich in das lianenerfahrene Ensemble integriert und auch wie passend die Rolle für ihn ist. Mit donnernder Sprechstimme kommandiert er seine Horden herum und beweist mit jeder Bewegung die für die Rolle angemessene Autorität.

Bei aller Erhabenheit seiner Figur kann er aber auch in den leisen und teilweise auch komischen Momenten überzeugen. Besonders harmonisch und überzeugend ist sein Zusammenspiel mit Melanie Ortner-Stassen als Kala. Gerade seine letzte Szene, wenn Kerchak Tarzan endlich "meinen Sohn" nennt, bevor er (Kerchak) in den Armen Kalas stirbt, berührt sehr und man nimmt ihm endgültig den Affenpapa ab. (01.07.2014, Text: Christian Heyden)

(Text: Jens Alsbach)






Kreativteam

Regie / Bühne / KostümeBob Crowley
ChoreografieSergio Trujillo
LichtNatasha Katz
Aerial DesignPichón Baldinu
Music SupervisorJim Abbott
Musikalischer LeitungBernd Steixner
Übersetzung LiedtexteFrank Lenart
Übersetzung BuchRuth Deny


Besetzung

seit Juni 2015

TarzanGian Marco Schiaretti
John Vooijs,
(Alexandr Kochkin)
(Rune Høck Møller)

JaneMerle Hoch,
(Denise Jastraunig)
(Schirin Kazemi)
(Johanna Zett)

KalaWillemijn Verkaik [21.08-2015-29.05.2016]
Anna Thorén [01.06.2016-]
(Carmen Danen)
(Schirin Kazemi)
(Johanna Zett)

KerchakJan Ammann [-29.05.2016]
Andreas Lichtenberger [01.06.2016-]
(Gerd Achilles)
(Thorsten Ritz)
(Peter Stassen)

TerkArcangelo Vigneri,
(Matthew Farci)
(Massimiliano Pironti)
(Djalma Ferreira)

PorterMaik Lohse,
(Gerd Achilles)
(Thorsten Ritz)
(Peter Stassen)

ClaytonLéon Rouven [bis Mai 2016]
Rudi Reschke [ab Mai 2016],
(Gerd Achilles)
(Thorsten Ritz)
(Peter Stassen)

EnsembleIsis Paula Barbosa dos Santos
Sabrina Sepe
Georgia Rae Briggs
Cheyne Whichello
Charlie Kendall
Chukwu Asante I
Gianluca Briganti
André Regazzoni
Clayton Sia
Denise Jastraunig
Massimiliano Pironti
Gianluca Passeri
Johanna Zett
SwingsLaura Robinson
Mireille Bobst
Samuel Hoi-Ming Chung
James Mackie
Hannah Millichamp
Joe Nolan
Calum Flynn
Anatoliy Ivankov
Schirin Kazemi
Stuart Gannon
Alexandr Kochkin
Thorsten Ritz
Matthew Farci
Julie-Denise Hyangho
Rune Høck Møller


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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30803
Schönes Spektakel

05.07.2015 - Tolle Gesamtleistung des Ensembles in einem schönen Allroundmusical. Gelungener Abend mit leicht verdaulicher Unterhaltung.

DeRpAuL (22 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


30787
Tarzan ist und bleibt eines meiner Lieblingsmusicals

15.06.2015 - Nachdem ich Tarzan schon zwei mal in Hamburg gesehen habe, habe ich es mir nun auch in Stuttgart angesehen. Und ich bin immer noch so davon begeistert wie beim ersten Mal als ich das Musical sah.
Die Bühne/Saal ist etwas anders aufgebaut und kleiner wie in Hamburg was dem ganzen aber nicht schadet.
Zur Cast kann ich sagen das ich größten Teils sehr begeistert von ihr war:
Gian Marco Schiaretti als Tarzan, war der beste Tarzan den ich bisher gesehen habe, finde er passt stimmlich, optsich, schauspielerisch perfekt in diese Rolle.
Merle Hoch als Jane hat mir genau so gut gefallen auch, sie spielt sehr natürlich und singt sehr gut vorallem das Duett "Auf einmal" zwischen Tarzan und Jane war ein Highlight.
Melanie-Ortner Stassen als Kala hat mir im ersten Akt nicht wirklich gefallen sie hat gut gespielt aber mir hat die Kraft und Wärme in ihrer Stimme gefehlt im zweiten Akt hat sie mir dann besser gefallen vorallem im Duett mit Tarzan bei "Dir gehört mein Herz" hatte ich Gänsehaut am ganzen Körper.
Emanuele Caserta als Terk hat mir im ersten Akt auch nicht so gut gefallen da man ihn nur sehr schlecht verstanden hat, im zweiten Akt war er dann besser.
Auch der Rest der Cast war hervorragend.
Tarzan ist und bleibt eines meiner absoluten Lieblingsmusicals und ich werde es sicher nicht zum letzten Mal gesehen haben.

Musicalfan86 (36 Bewertungen, ∅ 4.5 Sterne)


30720
Nett, aber nicht mehr.

09.03.2015 - Ein schönes Theatererlebnis für die ganze Familie.
Die Show hat gewonnen seit ich die sie in Hamburg gesehen habe, und das ist erfreulich.

Das Ensemble spielt mit viel Energie und Spaß, und vor allem John Vooijs als Tarzan und Merle Hoch als Jane spielen und singen so schön alleine und miteinander, das es eine wahre Freude ist. Gerd Achilles ( Kerchak) und Schirin Kazemi ( Kala ) spielen Rollendeckend, fallen aber nicht besonders auf. Leider ist auch hier in Stuttgart Terk ( Emanuele Caserta ) der Schwachpunkt, da die deutsche Sprache ihm fast immer im Weg steht. Ist es denn wirklich so schwer einen native Speaker für die Rolle zufinden???

Zusammengefasst: Tolle Energie, Langweilige Musik und schöne Flugakrobatik. Kann man sich anschauen, aber einmal reicht auch.

KristinP (73 Bewertungen, ∅ 3.5 Sterne)


30417
Super Spektakel, aber...

03.07.2014 - Tarzan in Stuttgart ist ein tolles Spektakel für die ganze Familie. Die Story kann mich zwar nicht so richtig überzeugen (seeeehr langatmig) auch die Musik ist jetzt nicht der Hammer (Sorry Phil) aber bei diesem Musical zählt hauptsächlich das, was man sieht, und davon gibt's ne Menge. Dschungel-Feeling von Anfang bis Ende mit tollen artistischen Darstellern und einem Bühnenbild dass bis in den Saal hineinragt. Beste Darstellerin: Merle als Jane! Absolute Spielfreude! :)
Tipp: unten, mittig, ca. Reihe 11 sitzen - Dann kriegt man alles mit.

MichelD (27 Bewertungen, ∅ 3.3 Sterne)


30409
Stuttgart, 21.6.14

21.06.2014 - Eine coole Show, die allerdings unter einem nicht so tollen Sound leidet. Trotzdem sehr sehenswert. Was die Darsteller leisten ist bewundernswert.

LiveinTheater (99 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


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Handlung
Das Findelkind Tarzan wächst mit einer Gorillahorde im Urwald auf. mehr

Weitere Infos
Das Musical mit Musik von Phil Collins basiert auf dem gleichnamigen Disney-Film. Deutschsprachige Erstaufführung war am 19. Oktober 2008 in der Neuen Flora Hamburg. Ein Novum für Deutschland: Die Hauptdarsteller Anton Zetterholm und Elisabeth Hübert wurden zuvor in einem mehrteiligen TV-Casting ermittelt.

 Kurzbewertung [ i ]
(jal)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Auch in Stuttgart gibt es perfekt inszenierte Disney-Unterhaltung mit toller Akrobatik, sehr guten Darstellern und einer spektakulären Bühnenshow

21.11.2013

 Leserbewertung
(5 Leser)


Ø 3.40 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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