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Musicalische Mission

Änsegent 007 jagt Dr. Krø

Bond - hier gerührt und geschüttelt.


007-Heinz Bombt rettet die Welt! Die Berliner StaatsPOPerette persifliert in diesem rasanten Agenten-Abenteuer gekonnt die Heldentaten des Lieblings-Geheimagenten Ihrer Majestät.

(Text: Kai Wulfes)

Premiere:27.12.2007
Letzte bekannte Aufführung:01.01.2008


Sein perfider Plan steht kurz vor dem Abschluss. Der kahlköpfige Dr. Krø grinst selbstgefällig, streichelt die weiße Angora-Katze auf seinem Arm und reibt sich die Hände. Nach Ablauf des 3-Minuten-Countdowns startet seine Rakete ins All, wo das unheilbringende goldene Ei explodieren soll. Über den ganzen Erdball verteilt sich dann "Diamens Friends", ein Stoff, der die Lebewesen in eine hemmungslose Fresssucht treibt und die Ernährungsvorräte schwinden lässt. Dr. Krø ist dann am Ziel und beherrscht an der Spitze des Kröten-Clans die Welt.

Mit diesem Untergangsszenario treibt das Autoren-Doppel Eva Blum und Matthias Witting die skurrilen Abenteuer seines Doppelnull-Agenten Heinz Bombt auf die finale Spitze. Ganz wie das filmische Vorbild bekommt auch Änsegent 007 die prekäre Lage in letzter Sekunde unter Kontrolle. Mit Hilfe eines mit Lachgas gefüllten Zigarren-Blasrohrs kann Bombt Bösewicht Dr. Krø nebst Gehilfinnen außer Gefecht setzen und den unheilvollen Mechanismus stoppen. Blum und Witting wildern in ihrem Buch hemmungslos im Agentenfilm-Genre und persiflieren dabei hingebungsvoll das Bond-Vorbild. Sie gleiten dabei allerdings nicht wie Hollywood-Parodien à la "Goldständer" in Stammtischhumor-Untiefen ab, ihre Show unterhält vielmehr mit viel Sprachwitz. Wenn Figuren auf Namen wie Miss Fannynenny oder Mia Gondbörl hören, dann ahnt man, wie viel Liebe zum Detail in der gesamten Show steckt. Anne Herzaus Kostüm-Mix aus eleganter Abendgarderobe und sexy Strandoutfits ist ganz den Leindwandvorbildern verpflichtet und besticht durch witzige Details. Dabei sind Gut und Böse leicht zu unterscheiden: Die Schurken-Fraktion trägt schwarze an Krötenfüße erinnernde Schwimmflossen, während die Änsegenten, Mischwesen zwischen Mensch und Federvieh, am Fuß orange beflosst sind.

Matthias Wittings Inszenierung setzt ganz auf Parodie und Humoriges: So schwingt sich der Titelheld bei seinem ersten Auftritt per Seil in die Szenerie, nutzt für eine rasante Straßen-Verfolgungsjagd einen Roller und erhält im Labor aus den Händen von Waffenexpertin Miss Q aberwitzige technische Spielereien als Waffen. Bühnenbildner Klaus Reinke ermöglicht schnelle Abläufe, indem er mit wenigen charakterisierenden Möbeln und Accessoires die Handlungsorte auf der leeren Bühne andeutet. Teils bewegte Projektionen auf der Rückwand und Geräusche illustrieren Handlungsorte wie den Strand oder die Tropfsteinhöhlen-Zentrale des Bösen.. Hinter dem Gaze-Vorhang ist das aus Holz- und Blechbläsern bestehende Goldammer-Quintett postiert, das Matthias Witting vom Piano aus leitet. Natürlich intoniert die Band das berühmte Bond-Thema, aber auch Titelsongs aus der Film-Reihe sowie Pop-Songs von Madonna, Gröhnemeyer oder Wir sind Helden erklingen mit witzigen neuen deutschen Texten. So mutiert zum Beispiel "Licence to kill" zu "Führerschein 2", Purs "Abenteuerland" wird zur Einladung ins "Wiesenkrötenland".

Die Krönung der Show ist ihre nur aus 5 Personen bestehenden Besetzung. Die Darsteller sind fast unentwegt in vielen verschiedenen Rollen auf der Bühne und wer gerade einmal kein Solo hat, der steht eingehüllt in einen weißen Bademantel neben der Band und singt im Background-Chor. Pointierter Gesang, Schwimmflossen-Tanz und engagiertes Spiel bilden eine Einheit und jeder der Fünf brilliert in mindestens einer Paraderolle: Sana Afrasthe ist eine stimmgewaltige Erfinderin Miss Q, deren Waffen auch Tara, die linkische, aus Tarot-Karten lesende, Bombt-Gegenspielerin zu Fall bringen. Eva Blum spielt diese Rolle hinterhältig und singt mit knorrigem Alt. Mirko Böttcher brilliert als Schurke Dr. Krø und begeistert auch als Geheimdienst-Chef M mit dem Song "Dieser Weg". Bleibt noch das Heldenpärchen: Nini Stadlmann ist eine sexy wie kampflustige Mia Gondbörl mit Charme und sicher geführter Sopranstimme. Falk Berghofer dominiert als Macho-Geheimdienstler Heinz Bombt die Szenerie und kämpft stimmsicher für das Gute. Beide harmonieren sowohl stimmlich als auch im eleganten Tanz.

Bei der Uraufführung verließen in der Pause einige wenige Zuschauer irritiert das GRIPS Theater. Ihnen war "Änsegent 007 jagt Dr. Krø" wohl zu grober Unfug, vielleicht fehlten aber auch nur Kenntnisse der 007-Welt zum Verständnis. Wer allerdings einfach nur gut unterhalten sein will, dem wird die Show viel Freude bereiten.


(Text: kw)




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News: PdW: Änsegent 007 jagt Dr. Krø (24.12.2007)



Kreativteam

Buch Eva Blum
Matthias Witting
Inszenierung und Musik-Arrangements Matthias Witting
Choreografie Nini Stadlmann
Falk Berghofer
Bühnenbild Klaus Reinke
Kostüme Anne Herzau


Besetzung

Miss Fannynenny, Miss Q, YingYang, Kröte, KuhSanam Afrasthe
Assistentin von M, Tara, KuhEva Blum
Mia Gondbörl, Assistentin von MNini Stadlmann
Heinz BombtFalk Berghofer
M, Assistent Heinz, Mr. Gondbörl, Dr. KrøMirko Böttcher



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


5 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


23487
Langweilig

31.12.2009 - Rechte Spannung will nicht aufkommen, die Parodien auf James Bond wirken viel zu verkrampft. Allzu mühsam wird versucht, aus der Grundidee etwas herauszuholen, was sie einfach nicht hergibt. Ein paar gymnastische oder akrobatische Einlagen sind ganz nett. Es fehlt aber das Temperament der Stücke, die sonst im Grips laufen. Da machen einem Erwachsen selbst Stücke für 6-Jährigen mehr Spaß. Es ist schon ein Schwächezeichen, wenn die Schauspieler die Zuschauer gezielt zum Mitklatschen animieren und so etwas nicht spontan kommt.

Meine Frau und ich sind in der Pause gegangen.

Willi Hofmann


23757
Ein toller Tipp

31.12.2009 - Liebe Sandrine,

durch viele Termine im Dezember dachte ich nicht mehr daran, die Vorstellung im Grips-Theater besuchen zu können.

Am Sonntagnachmittag kam der Gedanke auf, uns doch einmal etwas Gutes antun zu müssen, und wir machten uns auf den Weg zum U-Bahnhof Hansaplatz. Danke, das war ein sehr guter Tipp von Dir.

Wir lernten, zukünftig statt Schuhen Schwimmflossen zu benutzen und uns mit den Fußsohlen zu begrüßen. Glücklicherweise ist es mir nicht gelungen, eine der angebotenen Wunderpillen aus dem Koffer zu nehmen, der rigoros kurz vor dem Eingriff zugeschlagen wurde - sonst würde ich, statt Dir zu schreiben, um mich herum fressen, was mir mein jetziger Zustand verbietet.

Es war eine amüsante Bondpersiflage, bei der auch Grönemeier sein Fett weg bekam. Die Arrangements gefielen mir und schienen aus einem Guss zu sein.

Und dann dieses Ende! Unfassbar, aber realistischer als das filmische Vorbild, das oft an Computerspiele erinnert, in denen der Held scheinbar unsterblich ist.

Die Stimmen der Darsteller waren ein Genuss, denen wir so lange Beifall zollten, dass sie nicht umhin konnten, eine Zugabe folgen zu lassen, bei der es aber nicht blieb.

Vielen Dank noch einmal für Deine Werbung! Es hat sich gelohnt.

Willi

Wilfried Baumann


23725
gute Unterhaltung, gutes Handwerk

08.01.2008 - Ich habe mich in der Show bestens amüsiert. Besonders gelungen fand ich die Songs, die hervorragend arrangiert waren. Aus so einer kleinen Musikerbesetzung so einen orchestralen Sound herauszuholen war eine tolle Leistung. Die Schauspieler spielten auf hohem Niveau sehr vielseitig. Intonationssicherer Gesang, Schauspielkunst, Tanz, das künstlerische Handwerk der Darsteller war umfassend. Eine Produktion, die vom Können der Musiker und Schauspieler lebt und nicht, wie so oft und platt, vom HighTec-Overflow.

Stefan Kohmann


23722
große Schauspielkunst

07.01.2008 - Auch ohne fundiertes James-Bond-Wissen macht dieses Stück Spaß. Tempo, Witz, exzellenter Gesang und intelligente musikalische Interpretation der verschiedenen Bond-Titeltracks durch das Goldammer-Quintett sorgten für einen künstlerisch wertvollen Ausklang des alten Jahres. Besonders gut gefielen mir die Gesangsdarbietungen. Bohemian Rapsody so witzig wie sicher vortragen zu können, erfordert ein großes Können. Durch Einfachheit bestechendes Bühnenbild, ununterbrochene Kostümwechsel, frische Ideen in der Umsetzung des Plots, der gelungene Einsatz der Lichttechnik, ungewöhnliche Anordnung und Integration des Orchesters in den Spielablauf inklusive der unaufdringlich präsenten und brilliant spielenden MusikerInnen- insgesamt ein hohes Maß an Spaß, Unterhaltung und Professionalität und darum das beste Theater, dass ich im Jahr 2007 gesehen habe. Danke an das gesamte Ensemble ,Highko

Highko Steinwand


23614
Gute Unterhaltung

02.01.2008 - Ich wurde von diesem Stück sehr gut unterhalten, weil wie ich finde wichtige Punkte aus James Bond gut getroffen wurden. Mister "Bombt" war gewohnt souverän, auch wenn er mal aus Versehen mit dem Roller seine umwerfende Begleitung niederstreckte und Dr. Krø hat sich als Bösewicht ein gutes Beispiel an Dr. No genommen.
Die Handlung hat fast nie das notwendige Tempo verloren das eine Komödie dieser Art benötigt und die Pointen waren zum großen Teil ebenfalls sehr gut gesetzt und gespielt.

Abgesehen vom Bezug auf die James Bond-Reihe hat mich die Erfindung der Rasse der Änsegenten sehr amüsiert. Vor allem die Verhaltensweisen untereinander wie die Begrüßung per "Flossenschlag".

Ich bedanke mich noch einmal beim Ensemble für den schönen Abend und hoffe auf baldige fortsetzung.
Auch das Publikum hat wunderbar mit gemacht.

Jonas Zimmermann


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