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Drama

Les Misérables

Kleine Bühne ganz groß


"Les Misérables" ohne Drehbühne? Geht das denn überhaupt? Helga Wolfs Lüneburger Inszenierung beweist aufs Eindrucksvollste, dass eine bewusst konservativ-werkgetreue Aufführung, sorgfältige Personenregie und eine tolle Darstellerriege technische Finessen überflüssig machen können.

(Text: Björn Herrmann)

Premiere:19.11.2005
Letzte bekannte Aufführung:03.06.2006


Klein ist es, das Lüneburger Stadttheater. Und so stellt sich schnell die Frage, ob das Revolutionsepos mit mehr als 30 Mitwirkenden nicht zu groß für die Dimensionen des Hauses sein könnte. Die Neuinszenierung des inzwischen zum Klassiker gewordenen Boublil-Schoenberg-Musicals erweist sich jedoch schnell als ganz großer Wurf. Zwar tönt bei der Ouvertüre das Orchester nicht ganz so bombastisch wie in Duisburger und Berliner Großproduktionstagen, die Tonanlage des Hauses gerät mehr als einmal an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und auch die Akteure des Haus- und Extrachores wirken mitunter etwas hölzern, doch die Inszenierung von Hausregisseurin Helga Wolf ("Evita", "Jesus Christ Superstar") lässt schnell die Zweifel vergessen und begeistert.

Geschickt spielt die Regisseurin auf der schmalen, aber zumindest tiefen Bühne mit wenigen stilisierten Brückenbogen-Elementen, die je nach Situation zu neuen Räumen zusammengefahren werden, und nutzt die Dimensionierung der Spielfläche für wunderschön gestellte Massenszenen, die auf dem engen Raum eindrucksvoll wirken. Auch die Barrikadenteile von Bühnenbildnerin Barbara Bloch, gerade einmal mannshoch, wirken keinesfalls zu klein. Vielmehr kommt das Kampfgetümmel viel direkter und unmittelbarer über die Rampe als auf den Großbarrikaden der weltweit gespielten Standardinszenierung.

Für nötige Umbauten, sonst mittels Drehbühne realisiert, wird kurzerhand ein schwarzer Prospekt in der Bühnenmitte heruntergefahren, hinter dem Szenenbilder auf- und abgebaut werden können, während die Handlung im Vordergrund weitergeht. Inszenatorische Überraschungen bleiben aus, das Stück wird vielmehr auf seine eigentlichen Stärken, die vielfältige Personenführung und die durchkomponierte Struktur, die ein musikalisch-szenisches Kleinod ans andere reiht, konzentriert.

Hier kann die Lüneburger Inszenierung mit einer eindrucksvollen Darstellerriege aufwarten, die den wohlbekannten Musical-Charakteren ohne Ausfälle gerecht wird und sogar in vielen Fällen für neue Facetten sorgt. Alexander Di Capri (sonst zweiter Graf auf der Hamburger "Vampir"-Bühne) spielt einen überraschend jungen und dynamischen Jean Valjean, der zunächst durch ungewohnt poppigen Stimmsound überrascht. Spätestens in der Barrikadenszene gewinnt er mit einem gut gesungenen "Bring ihn heim" auch die Herzen der "Les Mis"-Traditionalisten und spielt später den gebrochenen alten Valjean absolut überzeugend und ergreifend.

Ulrich Kratz ist ein Javert in bester Hartwig Rudolz-Tradition, der ehrfurchtsgebietend und mit großer Stimme seinem Widersacher ebenbürtig ist. Petra Weidenbachs als Fantine spielt ebenso wie Uwe Salzmann und Kirsten Patt als Wirtspaar Thenardier absolut rollendeckend. Auch Kristian Lucas als Marius und Olaf Paschner als Enjoleras müssen schauspielerisch und gesanglich keinen Vergleich mit ihren Großproduktions-Vorgängern scheuen.

Für die positivsten Überraschungen des Abends aber sorgen Valerie Link als Cosette und Stephanie Sturm als Eponine. Valerie Link, die schon im Berliner Theater des Westens in der sonst eher undankbaren Rolle der Cosette auf der Bühne stand, kann wie schon dort mit ihrem wunderschönen Sopran überzeugen. Darüber hinaus gelingt ihr in Lüneburg eine neue Rolleninterpretation, die Cosette nicht mehr nur als liebendes Anhängsel des Jung-Revolutionärs Marius zeigt. Zunächst schwärmerisch-überschwenglich verliebt, wandelt sich diese Liebe später in eine Stärke, mit der sie den Rekonvaleszenten Marius aufbaut und ihm eine gleichwertige Partnerin auf Augenhöhe wird.

Stephanie Sturm begeistert mit einer kraftvollen, aber schön klingenden Belt-Stimme voller Gefühl, die für Gänshaut sorgt. Sie treibt ihrer Eponine jegliche Lieblichkeit aus und spielt sie als rotziges Gassenmädchen mit ungelenker Körpersprache und gewollt ruppigen Manieren. Trotzdem gelingen ihr auch die gefühligen Passagen der Rolle hervorragend: Eponines Fassungslosigkeit in der Dreier-Szene, in der Eponine Marius zu Cosette führt und – von ihm quasi stehengelassen - erkennen muss, dass er in ihr lediglich die Kameradin sieht, gehört zu den berührendsten Szenen des Abends.

Dies ist nur ein Beispiel für die liebevoll detaillierte Personenregie, die der Inszenierung eigen ist. Da bevölkern in der Barrikadenszene auch Marketenderinnen die Revolutionsszene, da wird aus dem traurigen "Weiter" der Frauen nach der niedergeschlagenen Revolte ein poetischer Reigen mit einer fast endlosen Stoffbahn, die den überlebenden Marius quasi auf die Bühne zaubert, da tauchen in der "Dunkles Schweigen"-Szene die getöteten Freunde hinter einer weißen Leinwand als starre Schattenbilder in charakteristischen Posen sofort wieder erkennbar auf.

Diese sorgfältige Abstimmung ermöglicht einen durchgehenden Erzählfluss ohne Brüche, es gelingt, der verwirrenden Personenvielfalt problemlos zu folgen. Mit einer uneitlen Inszenierung stellt sich die Lüneburger "Les Misérables"-Produktion in den Dienst der starken musikalischen und szenischen Vorlage und beweist – mit viel Begeisterung und Herzblut gespielt – wie schön und qualitativ hochwertig Stadttheater-Musical sein kann.

(Text: Björn Herrmann)




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Besetzung

Jean ValjeanAlexander Di Capri
JavertUlrich Kratz
FantinePetra Weidenbach
Evelyn Werner
EponineStephanie Sturm
CosetteValerie Link
MariusKristian Lucas
ThénadierUwe Salzmann
Mme. ThénadierKirsten Patt
EnjolrasOlaf Paschner
Kleine CosetteJacqueline Budde
Kimberley Hagenbrock
GavrocheVasko Biermann
Bjarne Gedrath
Paul Werner
CombeferreOliver Hennes
FeuillyWlodzimierz Wrobel
CourfeyracMarcus Billen
JolyThomas Heinrichs
GrantaireFerdinand Steinhöfel
ProuvaireGiovanni Manconi
LesgelsMichael Otto
Bischof von DigneFerdinand Steinhöfel
Fabrik-MädchenElena Zehnoff
Junge HureBianca Stüben
Annika Nagel



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


74 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


8887
Es war einfach FANTASTISCH

31.12.2009 - Ich war einfach nur begeistert von dem Stück! Und ich stimme diesem MEPHISTO eigentlich auch 100%ig zu, nur nicht in dem Punkt, Aleksander di Capri betreffend! Er hat halt seine eigene Art, den Erfolg dieser Premiere zu genießen! Er ist sehr selbstkritisch und wirkte eher erleichtert, vielleicht auch ein wenig erschöpft! Aber WIR haben sehr deutlich seine Freude zu unserem Jubel gespürt! Vielleicht kennen wir ihn aber auch einfach nur besser, als Mephisto dies tut?! ;-)
LG Brigitte

Brigitte


8901
Großartig !

31.12.2009 - Ich war von der Aufführung restlos begeistert und werde mir das Stück sicher noch häufiger ansehen. Für mich war eine der schönsten Szenen als Aleks Di Capri "Bring ihn heim" auf den Barrikaden sang. Sehr schön war auch der Tod von Jean Valjean. Ich konnte einige Tränen nicht verhindern und das sagt eigentlich auch schon alles.

Tarik


9148
Einfach phantastisch...

31.12.2009 - Ich habe Les Misérables in Lüneburg zum ersten Mal erleben dürfen... und ich muss sagen, dass mich selten ein Stück derart gefesselt hat! Das Stadttheater muss sich keinesfalls hinter den großen Produktionen verstecken, was es Darsteller und Bühnenbild betrifft - denn die Aufführung lebt nicht von kuriosen Aufbauten oder erdrückenden Massenszenen, sondern vom persönlichen Bezug zu den Leiden und Nöten, aber auch dem Glück und Erfolg der Figuren, den der Zuschauer knapp 3 Stunden lang erleben darf. Manchmal ist weniger auch mehr - dies hat Helga Wolf bewiesen, als sie ihr Augenmerk in der Inszenierung auf die Persönlichkeiten legte, und hier wird alles gegeben!
Allen voran stehen die zwei großartigen Gegenspieler, Jean Valjean (Aleksander di Capri) und Inspektor Javert (Ulrich Kratz), denen der Spaß an diesem Engagement in jeder Szene anzusehen ist. Sie spielen mit vollem Einsatz und haben mir nicht nur einmal einen wohligen Schauer über den Rücken gejagt, wenn sie alles, aber auch alles aus ihrer Rolle und auch Stimme herausholen. Doch auch die weibliche Riege steht dieser Leistung in nichts nach: Sie verleihen der Eponine, Fantine und Cosette eine unglaubliche, lebensnahe Ausstrahlung, die den Zuschauer in jeder Sekunde mitleiden bzw. mitjubeln lässt. Dasselbe trifft auf Marius zu. Besonders gefallen hat mir der Einsatz von Nachwuchstalenten, so die kleine Cosette oder der freche Gavroche - hier kann man bereits die Talente von morgen erleben!
Im Nachhinein kann ich aus ganzem Herzen behaupten, dass mir absolut jede Szene dieser Inszenierung gefallen hat. Mein großer Dank gilt auch hier noch einmal den phantastischen Darstellern, die den Abend unvergesslich gemacht haben. Denn es sind nicht immer nur die großen Bühnen, die grandiose Shows bieten können - Lüneburg beweist mit Les Misérables das Gegenteil!

Susann / Akasha83


10603
Musikalischer und darstellerischer Hochgenuß

31.12.2009 - Eine phantastische Aufführung mit hervorragenden Sängerdarstellern und einfachem, aber eindrucksvollen Bühnenbildern. Die Musik ist ausgeprochen abwechslungsreich und wird von einem großartigen Sängerensemble und einem tollen Orchester dargeboten. Besonders gut besetzt sind die Rollen des Jean Valjean (Alexander di Capri mit großer
Stimme und beeindruckendem und berührenden Spiel), des Javert (Ulrich Kratz mit großartigem Schauspiel und ebenfalls großer Stimme), des Marius (Kristian Lucas), der Fantine(Petra Weidenbach bzw. Evelyn Werner), der Cosette (Valerie Link), der Eponine (Stephanie Sturm), der Kindr Cosette und Gavroche und des gerissenen Ehepaars Thenardier (Uwe Salzmann und Kirsten Patt mit unbändiger Spielfreude und guter Stimme).Auch die übrigen Rollen sind gut bis hervorragend besetzt und sorgen für musikalischen Hochgenuß.
Die ganze Aufführung ist ein Augen- und Ohrenschmaus, die man sich als Musicalfan nicht entgehen lassen sollte.

Gudrun Bardowicks


10630
Den "Großen" ebenbürtig

31.12.2009 - Ich war gestern (5.2) in Lüneburg und kann nur sagen, die dortige "Les Mis"-Produktion steht ihren "großen Geschwistern" in nichts nach. Tolle Darsteller, tolles Orchester, völlig ausreichendes Bühnenbild (das Original-Bühnenbild ist ja auch nicht gerade üppig...), große Spielfreude und nicht zu vergessen auch ein schöner Theatersaal. Ich würde mir sehr wünschen, daß das Stück noch eine Spielzeit verlängert wird, weil ich unbedingt nochmal hin möchte...

Seymour


11922
Theater Lüneburg übernimmt sich

31.12.2009 - Wer Les Mis am Landestheater Detmold gesehen hat, kann dieser langweiligen Inszenierung nur wenig abgewinnen. Sie ist viel zu starr. Von Frau Wolf war ich bislang Besseres gewohnt. Jean Valjean + Javert sind völlig fehlbesetzt. Einen Opernsänger für Javert einzuplanen, war für meine Ohren unzumutbar. Einzig Frau Link gebührt größtes Lob für ihr Engagement. Doch ihre brillante Stimme und ihr grandioser Auftritt können diese Inszenierung für mich leider nicht retten.

Valjean


12605
Kleines Theater - ganz groß

31.12.2009 - Wir sind das erste Mal in dem Lüneburger Theater gewesen, sonst auch nur große Musical-Bühnen gewöhnt. Aleks di Capri hatte uns hierher gelockt, den wir als Grafen von Krolock schon genial fanden. Leider war bei der vorangegangenen Show am 25.05.06 gestürzt und konnte nicht spielen. Als Vertretung sahen wir Kaspar Holmboe. Zwar mussten wir uns erst an den Gedanken gewöhnen, dass wir nun einen anderen Jean vor uns hatten, aber Kaspar Holmboe machte es uns leicht, alles um uns herum zu vergessen. Er war sehr überzeugend und hat eine große Stimme. Es war eine Super-Show und in diesem recht kleinen Theater alles zum Greifen nahe. Wir konnten das Stück wirklich hautnah erleben und das ganze Ensemble war klasse. Ganz besonders herausragend waren Ulrich Kratz (Javert), Stefani Sturm (Eponine) und Valerie Link (Cosette). Wir haben den Abend sehr genossen und hoffen, dass es uns doch noch gelingt, Aleks in der Rolle des Jean zu erleben.
Wir werden unser Bestes geben.
Jedenfalls kann man dem Theater gratulieren zu dieser Inszenierung.
Vielen Dank. Super.

Steffi


12453
immer wiede rsuper spitzenmäßig

22.05.2006 - Die Darsteller und natürlich besonders die Hauptdarsteller einfach grandios - ich will mehr

Ich selbst


12412
Eine Sensation für Lüneburg

18.05.2006 - Danke Helga Wolf!

Pele


12377
schade

15.05.2006 - les miserables ist zweifellos eines der schönsten musicals überhaupt. dass sich aber nun jedes noch so kleine theater an diesem brillanten stück vergreifen darf ist eigentlich eine schande. gott und die welt kann somit zwar sagen, JAJA, das hab ich auch gesehen, aber es ist einfach nicht das wahre les mis!

Thenardier


12143
Genial!

29.04.2006 -

Musicalfan


12036
5 Sterne fuer eine tolle Vorstellung

23.04.2006 - Eine tolle Vorstellung und Erstliga Darsteller.Ich bin begeistert und deshalb hat das Theater Lueneburg fuer Les Miserables 5 Sterne verdient.Ich hoffe, ich werde auch in Zukunft die Gelegenheit haben Aleksander di Capri in tollen Rollen bewundern zu duerfen.
Gruss
Valjean

Valjean


12024
tolles stück unfassbar gesungen

22.04.2006 -

Betty Crocker


11951
Besser geht es nicht!

17.04.2006 - Nun habe auch ich Les Mis in Lüneburg gesehen und bin begeistert - es war einfach eine wunderbare Vorstellung! Vielen Dank für diesen tollen Abend!

Marlies


11932
Les Misérables - SENSATIONELL !

15.04.2006 - Habe die Lüneburger Inszenierung schon mehrfach gesehen (und auch heute Abend ist es wieder soweit) ! Das schöne daran : Keiner der Solisten fällt ab, alle spielen und singen einfach in der Musical-Topliga! Wer's noch nicht gesehen hat : BEEILUNG, es gibt kaum noch Karten !

Flo


11785
Ferdinand Steinhöfel!

06.04.2006 - Ich möchte nun mal nicht die bekannten Darsteller loben, nein Die schönste eindringlichste Stimme an diesem Abend hatte für mich Ferdinand Steinhöfel (Bischof /Grantaire / Farbrikvorarbeiter / Bamatabois). Hut ab so viele Rollen an einem Abend und immer in der Rolle voll drin.Ich muß schon sagen eine sehr schöne Inzinierung des Stückes. Mit wenig Bühnengröße großes auf die Beine gestellt!

Les Mis Fan


11775
Kompliment für diese Leistung !

05.04.2006 - Ganz großes Kompliment an die gesamte Crew in diesem kleinen, aber feinen Theater!Besonderes Lob bitte an A.di Capri: der beste und überzeugendste Valjean, den ich je gesehen habe! Auch an Frau Sturm - beide bringen eine völlig neue und eigenständige Deutung der Charaktere, die fesseln und berühren!
Ich habe das Musical mit meiner Frau am Samstag zum dritten mal gesehen und wir beide finden: es wird immer besser. Hoffentlich findet es eine Wiederaufnahme in der nächsten Saison.

Hein


11738
Super im kleinen Rahmen

04.04.2006 - Les Miz lebt auch ohne große Inszenierung. Man braucht nur gute Darsteller. Diese wurden hier glücklicherweise gefunden. Ausnahmslos tolle Stimmen und viel Herzblut für Stück und Rolle bringen sie mit.
Alex Di Capri ist ein ganz anderer Valjean. Er überzeugt durch Stimme und Spiel. Stephanie Sturm mit unglaublicher Beltstimme, Petra Weidenbach durch tolle Ausstrahlung. Alle samt absolut sehenswert.
Das Publikum dank es mit vollem Haus, viel Applaus nach jedem Lieb und standing ovations am Ende.

Hardy


11692
perfekt umgesetzt

02.04.2006 - Wow, wass für ne Show.Habe mir gestern Les Miserables in Lüneburg angeschaut...ich bin begeistert.Tolle Darsteller...und der Valjean war super! Ein wirklich hervorragender Alexander di Capri...so ein schönes Bring ihn heim! Es gibt nur wenige, die das so gefühlvoll wiedergeben können!

Les Mis Fan


11579
Toll

28.03.2006 - Die Show ist wirklich klasse umgesetzt. Auch die Darsteller sind super. Allen voran Petra Weidenbach als Fantine und Aleks di Capri als Valjean.

Fantine


11558
Unvergesslich

27.03.2006 - GEIL

Enjolras


11444
Wahnsinns Vorstellung

23.03.2006 - Die Hauptdarsteller sind einfach nur der genial! Sowas schaut man sich gerne an.Auch wenn ich im Ensemble das Feuer vermisst habe, die Vorstellung ist super.Gerade die Hauptrollen sind auf hohem Niveau! Gruß Rolf

Rolf


11363
Einfach nur ne geile Show

19.03.2006 - habe mir heute zum zweiten Mal Les Miserables in Lüneburg angeschaut.Ich kann nur sagen...einfach nur ne geile Show.Heute war ja wieder Kasper Holmboe zu Gast als Javert.Er und Alexander di Capri...einfach nur der Hammer...Wie kann man da als Frau nicht ins schwermen geraten :-)die Fraune sind zu bewundern, die mit denen liiert sind!

Petra


11251
super klasse toll

12.03.2006 - Also diese Aufführung ist von den Darstellern mit so viel Liebe rübergebracht, wer das nicht gesehen hat, hat wirklich was verpasst.
Ich freue mich, dass ich die Möglichkeit bekommen, dieses Wundervolle Stück noch einmal zu sehen.

Vampy


11112
Aleksander di Capri ganz groß

06.03.2006 - Wow, was dieser Darsteller alles drauf hat.Habe ihn schon in einigen Rollen gesehen.Er ist einfach ein toller Darsteller.Hat mich als Jean Valjean sehr berührt. Ich wünsche Ihm und den anderen Darstellern alles gute für die Zukunft und noch viele schöne Shows wie am 04.03.06

Julia


10890
Tolle Vorstellung

24.02.2006 - habe gestern Les Miserables bewundern können...Tolle Show vorallem Jean Valjean und Javert haben mir sehr gut gefallen!

Sabine


10765
kleine Bühnen ganz groß

16.02.2006 - Ihr habt es geschafft, mich in euern Bann zu ziehen! Das Stück werde ich mir auch ein zweites Mal anschauen!Hut ab, vor so einer tollen Leistung

Henry


10670
klein aber oho!

09.02.2006 - les mis ist ein abend der superlative... in lüneburg einfach ein schmankerl!

oliver


10646
Les Miserables im kleinen Theater ganz groß

08.02.2006 - War zum ersten mal am So.mittag in der Vorstellung und ich muss sagen.Einfach toll.
Von mir bekommt ihr 5Sterne, da ihr alle es ferdient habt!
Hoffe, ihr spielt noch eine Spielzeit, damit ich mir dieses schöne Stück noch einmal in Lüneburg anschauen kann.
Anja

Anja


10625
wieder wunderschön!

06.02.2006 - Gestern durften wir wieder eine wunderschöne Show erleben. Diesmal mit einem völlig gesunden Aleksander di Capri, der diesmal gänzlich überzeugend war!

AC


10610
Ihr mich sehr berührt

06.02.2006 - Ich habe mir gestern Les Miserables in Lüneburg zum dritten mal angeschaut...Wow, mit was für einer spielfreude die Darsteller auf der Bühne stehen...einfach nur toll...Gänsehaut pur!
Weiter so, ihr seit echt toll!
Was für ein toller Jean Valjean! Herr di Capri Hut ab, vor Ihrer Leistung!Auch sein Gegenspieler Javer hat sich zu einem wahren Herausforderer gemausert! BRAVO...weiter so...ihr seid ein tolles Team!
Fuji

Fuji


10564
tolle Show

03.02.2006 - Zu dem unteren Beitrag kann ich nur sagen...man sollte niemals Grossproduktionen mit Stadttheatern vergleichen...Wer das tut,hat leider keine Ahnung.Solche Vergleiche können nur unqualifiziert Menschen machen...und von denen gibt es ja zu Hauf!
Das Lüneburger Theater hat für seine Verhältnisse ein tolles Stück auf die Beine gestellt mit Darstellern aus der 1.Riege des großen Musicalmarktes...sowie Valerie Link und Alexander di Capri...einfach nur toll!
Hennie

Hennie


10551
tolle Vorstellung

02.02.2006 - habe gestern das Vergnügen gehabt, die Vorstellung zu sehen...toll...die Cosette würde ich ja auch sofort heiraten....die anderen Darsteller fand ich auch super.
Gruß Euer Marius

Marius


10543
Aus, was war Berlin doch schön

02.02.2006 - Kein Vergleich, mieses Bühnenbild, durchwachsenes Ensemble, Thenardier ganz schwach. Nein danke

Pete


10516
Geile Show

01.02.2006 - War wieder in der Vorstellung.Die Hauptdarsteller sind einfach nur geil...Gruß Euere
Eponine

Eponine


10502
Einfach toll

01.02.2006 - Super Vorstellung...einfach toll

Ralf


10451
Einfach wunderbar!

30.01.2006 - Eine rundum gelungene Inszenierung, ein engagiertes Ensemble, toll besetzte Hauptrollen und ein Aleksander di Capri, der schauspielerisch und mit einer wunderbaren Stimmfarbe zu Tränen rührt, was will man mehr...?

Cordula


10390
Ein grandioser Alexander di Capri

28.01.2006 - Tolle Show.Vorallem Alexander di Capri hat mir sehr gut gefallen.Was für eine Stimme und was für eine Ausstrahlung...Gänsehaut pur!
Gruß aus Hessen
Magdalena

Magdalena


10375
einfach toll!

27.01.2006 - ich habe dieses musical jetzt schon 2 mal in lüneburg gesehen und kann es echt nur empfehlen! alles super-darsteller, inszenierung, bühnenbild....
einfach toll!

Sophie


10318
Wahnsinns Show

24.01.2006 - ganz ehrlich wer die chance hat nach lüneburg zu kommen sollte das auf jeden fall tun...es lohnt sich.
für das lüneburger stadttheater ist das meiner meinung nach der größte erfolg.
lorenz, bianca, susanne, ute, giovanni, sammi, horst und andreas (ich hoffe ihchab keinen vergessen) macht weiter so...gogo jo!

liebe grüße Jannik!

Jannik


10262
Austria gruesst die Barrikadenkaempfer

23.01.2006 - Waren in Les Miserables.Wir wurden sehr positiv ueberrascht.Wow, dass war toll! Ein dickes Servas aus Vienna
Markus

Markus


10252
Gänsehautfeeling pur

23.01.2006 -

Marius


10174
Einfach schön

20.01.2006 - will meine Begeisterung durch mein Voting unterstreichen.Es hat mir sehr gut gefallen und ich hoffe, dass Les Miserables noch eine Saison in Lüneburg auf der Bühne zu sehen sein wird.
Birgit

Birgit


10164
Wow

20.01.2006 - Wow, hab mir die Vorstellung am Mi.angeschaut.Bin extra aus Wien nach Lüneburg gekommen.Es hat sich gelohnt!WOW!
Gruß Ruid

Ruid


10155
Bombastisch

19.01.2006 -

Overfly


10140
Sehr schön umgesetzt

19.01.2006 - Mann kann auch mit geringen Mitteln ein schönes Stück auf die Beine stellen.Mir hat die Vorstellung sehr gut gefallen.Vorallem Jean Valjean Alexander di Capri hat mich sehr berührt.Diesen Namen sollte man sich merken.
Gruß Euer Sali

Sali


10139
noch nie gesehen

18.01.2006 - Ich habe das Musical schon in Wien, New York, Wien und Duisburg gesehen... aber in meiner Heimatstadt war es am Schönsten. Ganz tolle Aufführung. Lüneburg kann stolz auf dieses Musical sein.

Hans


10023
Ein grandioser Alexander di Capri

15.01.2006 - Ich habe mir gestern Les Miserables angeschaut.War sehr positiv überrascht!Es war eine rundum tolle Sache.Vorallem Alexander di Capri hat mir sehr gut gefallen.
Gruß euer Rolf

Rolf


9993
Lüneburger Les Miserables gut umgesetzt

14.01.2006 - hi, für die finanziellen Möglichkeiten, die das Theater Lüneburg hat, haben sie eine gute Inszenierung auf die Beine gestellt!
WEITER SO...Ihr seid toll!

Fan


9962
Barrikaden an die Macht

13.01.2006 - Les Miserables in Lüneburg unbedingt anschauen,obwohl ich mir insgeheim wünsche, dass das Stück wieder in einem großen Theater gespielt wird.Gruss euer treuer Barrikadenkämpfer

Barrikadenkämpfer


9937
Les Miserables Lüneburg

12.01.2006 - Ich habe mir letzten Samstag Les Miserables in Lüneburg angeschaut.Ich kann nur sagen, die Reise hat sich gelohnt!Für ein Stadttheater hat Lüneburg was ganz tolles auf die Beine gestellt.Vorallem die Hauptdarsteller waren durch die Reihe weg sehr gut!
Hätte nicht gedacht, dass ein so junger Jean Valjean wie Herr di Capri so glaubwürdig rüber kam.Hut ab! Tolle Leistung!
Fan

Fan


9884
Einfach toll

09.01.2006 - Es ist eine wunderbare kleine Inszenierung mit sehr guten Darstellern in den Hauptrollen.
Macht weiter so!
Euer Kai

Kai


9882
Wunderbare Inszenierung!

09.01.2006 - Dickes Lob an die Darsteller und alle Beteiligten in Lüneburg! Kein Vergleich zu scheuen! Hochachtung vor diesen Leistungen.Und das trotz kleiner Bühne. Toll!
Und Javert war am Samstag Top!

Kleine1964


9852
grandiose Hauptdarsteller

08.01.2006 -

Graf-Zahl


9847
Tolle Darsteller!

08.01.2006 - Ich habe die gestrige Vorstellung von Les Miserables in Lüneburg gesehen.Sind ja wirklich tolle Darsteller auf der Bühne!Da kann das Lüneburger Theater sich glücklich schetzen, solche Darsteller auf der Bühne zu haben!...aber was ist das bitte für ein Orchester??? Grauenhaft...mir wäre es lieber gewesen, wenn die Musik vom Band gekommen wäre!Tipp...da hilft nur proben,proben,proben...Gruß Eponine

Eponine


9705
Gute umsetzung

03.01.2006 - Alles in allem: ein überzeugender Abend in Lüneburg! Der kleinen Inszenierung fehlt es im Vergleich zu Berlin an nichts.

Die erzähltechnischen Mängel des Stückes sind hinreichend bekannt, auch in Lüneburg vermag man es nicht, eine wirkliche Geschichte zu erzählen (geschweige denn Entwicklung von Charakteren) - das Musical ist jedoch so konzipiert.

Reingehen und zuhören, Bilder genißen. Nicht denken. Dann ist die Lüneburger Les Miserablé-Inszenierung wirklich empfehlenswert!

Seymour


9394
Ein toller Aleksander di Capri ...

18.12.2005 - und ein gutes Ensemble, machen Les Mis in Lünmeburg unbedingt sehenswert!

AC


9360
Musicalfans schaut euch das an!

17.12.2005 - war gestern in der Vorstellung von Les Miserables in Lüneburg.Wow, die Darsteller haben mich echt berührt! Eponins Tod war einfach nur der Hammer.Valerie als Cossette...wäre ich ein Mann, würde ich mich verknallen!...und Alexander di Capri als Jean Valjean...wow...dieser Mann ist einfach der Hammer.Mit 31 Jahren schon so einen Jean Valjean hinzulegen...Hut ab! Was macht er erst, wenn er so alt ist wie seine Kollegen, die auch den Jean Valjean in verschiedenen Produktionen gespielt haben und immer noch spielen!?!?! Das war def.nicht das letzte mal, das ich einen Abstecher nach Lüneburg gemacht habe! P.S. die Stadt ist sehenswert!Elisabeth

Elisabeth


9309
einfach super!

13.12.2005 -

les-miz freak


9140
Super Vorstellung

04.12.2005 - Ich war in der heutigen Vorstellung von Les Miserables in Lüneburg.Einfach toll! Ich bin immer noch gefangen von den tollen Darstellern auf der Bühne!
Wollte eigentlich dieses Jahr wieder rein, aber leider sind alle Karten schon weg.
Super für das Theater Lüneburg, schade für mich...
tschüss bis zum nächsten "morgen schon"

kleine Eponine


9074
Einfach toll!

01.12.2005 - Macht weiter so...einfach toll!Lasst euch blos nicht von Besserwissern die Laune am Spiel verderben...Schreiben kann man viel und Kritik verteilen...Selber auf der Bühne zu stehen und die Rollen zu spielen ist nur wenigen vorbehalten!
Wünsche euch noch viele schöne Stunden auf der Bühne in Lüneburg

Marius


9047
Grandios

29.11.2005 - Eine tolle Leistung:
Stephi Sturm und Valerie Link machen einen tollen Abend wirklich perfekt.
Mein Musicalabend der Saison!

Grantaire


9028
Habe ich ein anderes Stück gesehen

28.11.2005 - ...komisch... gibt es zwei Les Mis -Produktionen in Lüneburg?
Die die ich sah, war ein Hochglanzmagazin: schöne Bilder, aber kein Inhalt.

Die Darsteller haben gesanglich sicherlich gute Arbeit geleistet, doch die Geschichte wurde leider nicht erzählt. Kein Charakter vermochte es, zu überzeugen. Keiner machte eine wirkliche Entwicklung durch.
Wenn man die Story nicht kennen würde, wäre es schwer gewesen das Handeln der Menschen nachzuvollziehen.
Wo war denn bitte das Elend?
Sicherlich liefen dort einige bettler rum, sicherlich macht die melancholische Musik einen Teil der betroffenheit aus, dass aber jeder Charakter ein Elend verkörpert, dass jeder versucht sein Los zu meistern und darna meist zerbricht bleibt leider völlg auf der Strecke.
Das mag daran liegen, dass Frau Wolf im Grunde Choreographin und nicht Regisseurin ist. Die Massenszenen inszeniert sie beeindruckend, aber menschenführung und -entwicklung überlässt sie sehr dem Geschick des Einzelnen. Damit ist ein Herr Di Capri jedoch leider überfordert - er kann singen und wie bei den Vampiren bewiesen auch über eine Bühne stolzieren - hier ist aber mehr gefordert. Hier müssen keine Zähne zur Schau gestellt werden, sondern ein Menschenleben muss über Jahrzehnte dargestellt werden. Das ist ein anderes Kaliber.

Highlight des Abends war Frau Link, die mit Natürlichkeit und toller Stimme aus einer recht farblosen Rolle ein Erlebnis gemacht hat. Bravo dafür!

Fazit: Wer das Stück nicht kennt sollte es sich allein wegen der Musik anhören. Wer es kennt, kann mit der Erzählweise eigentlich nicht einverstanden sein...

Querelle


9024
geniessen, einfach nur geniessen

28.11.2005 - Habe nicht geglaubt das Lüneburg(Helga Wolf) so etwas phantastisches auf die beine stellen kann!
es gab im vorraus so viel schlecht redner und mis macher.......
die cast ist gelungen,
das bühnenbild ist klasse gelöst,
das licht ist super abgestimmt,und was mann und frau nicht vergessen darf das ensemble in den massen szenen sind keine profis!sie haben alle feste jobs, sie spielen und singen im extrachor aus überzeugung!
und an alle studenten klasse!Lüneburg macht weiter so!
deswegen hinfahren anschauen und einfach nur geniessen!

robert-peter-maximilian


8976
TdV grüsst die Barrikadenkämpfer

26.11.2005 - Ich war einer der Glücklichen und ich durfte die Premiere von Les Miserables in Lüneburg miterleben.Gänsehaut pur!Ich habe bis jetzt nur Produktionen von Stage Entertainment gesehen und bin dadurch natürlich ein bisschen verwöhnt.Ich habe nie gedacht, dass man auch mit weniger finanziellen Mitteln so was g* auf die Beine stellen kann!
Vorallem haben mir Alexander di Capri,Valerie Link und Steffi Sturm gefallen :-)
Schaut es euch an...es lohnt sich!
Carpe Noctem

Fledermaus


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Lüneburger Zuschauer zu beneiden!

25.11.2005 - hi, die Lüneburger Zuschauer sind zu beneiden! Das Theater hat eine sehr gute Produktion auf die Beine gebracht.Die Darsteller haben mich sehr berührt!Die Hauptrollen sind durch die Bank weg gut gecastet.Vorallem Jean Valjean(Alexander di Capri) hat durch diese Rolle bewiesen, dass er zu den ganz großen in der Musicalbranche gehört und gehören wird! Ich beneide alle Zuschauer, die in der Nähe von Lüneburg wohnen und sich das Stück des öfteren anschauen können...Viel Spaß dabei! ich werde mir diese Produktion noch einige male anschauen...
Gruß aus dem Süden

Les Mis Fan


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ansehen!

25.11.2005 - Ich muß zugeben ich bin etwas skeptisch gewesen. Das war jetzt meine 6. Les Miserables Vorstellung im 4. Theater und ich bin wirklich begeistert was in Lüneburg auf die Bühne gebracht wurde! Ich habe gegenüber den großen Produktionen wie Duisburg und Berlin nichts vermisst! Die Cast ist perfekt, das Bühnenbild wirklich schön umgesetzt. Weiter so! Es war nicht mein letzter Besuch in Lüneburg!

Eponine


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Weiter so!

25.11.2005 - es hat mir super gut gefallen. Eine schöne runde Sache ist Les Mis in Lüneburg geworden!
Ihr habt sehr gute Darsteller auf der Bühne!Zwar ist Alexander di Capri noch sehr jung für den Jean Valjean, aber er hat gezeigt, dass er auch solchen Rollen gewachsen ist!
Er hat einen Jean Valjean hingelegt, der Lust auf mehr macht!Ich bin mir sicher, dass Ihr großen Erfolg mit Les Mis in Lüneburg haben werdet!Weiter soo!

Krolli


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Einfach nur genial!

24.11.2005 -

Speedy


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Nur die Leistung zählt!

21.11.2005 - Seit ich gelesen habe, dass es Les Miserables in Lüneburg mit Aleksander di Capri geben wird, hab ich mich auf den 19.11 gefreut. Und nun? Nun ist es schon vorbei!
Schön war's.
Ganz anders als SE Produktionen: Echter - ja halt richtiges Theater. Nicht nur eine Kopie von irgendeinem irgendwann mal irgendwo (ur)aufgeführten Musical.
Sogar die Atmosphäre beim Applaus war ganz anders. Sogar sie kam mir echter und aufrichtiger vor. Auch wenn viele "TDVHamburger" da waren. In der Flora erscheint MIR der Jubel oft eine Art Selbstdarstellung, die eher dem Klatschenden selbst gilt, als dem Darsteller. Ich hatte auch die starke Befürchtung, dass dies sich in einem normalen, konservativen Theater negativ auf den Rest des Publikums auswirken würde. Aber dem war- Gott sei Dank- nicht so.
Der Schlussapplaus, war mehr als herzlich, er wirkte ECHT enthusiastisch. Auch wenn ich schon bemerkt habe, dass die beiden Hamburger Darsteller doch noch einwenig enthusiastischer bejubelt worden - besonders von links vorne aus ;-)
Ich schreibe jetzt nicht, dass es eine umjubelte Premiere war. Ich schreibe auch nicht, dass Aleksander di Capri "genial" war. Beides sind Ausdrücke die ich zu klischeehaft, bzw. oft für zu viele Personen, verwendet, finde.
Für die Stimmung die gestern herrschte fällt mir jedoch auch kein passenderes aber außergewöhnlicheres Wort ein. Und zu Aleksander di Capri kann ich nur sagen, was er gezeigt hat war halt das, was ich von ihm gewohnt bin: Es war einfach "aleksantastisch" wie (fast) immer! Ok, ein magerer Versuch, ein nur zu ihm passendes Wort für einen tollen Künstler zu finden. Es ist halt nur so, dass er, egal ob man ihn nun mag oder nicht, in meinen Augen eine ganz eigene Art zu singen hat, eine ganz besondere Stimme und eine unverkennbare Art der Darstellung, die nie irgendjemanden kopiert.
Keine Kopie der Produktion des TdW ist auch die ganze Aufführung.
Sabine Meinhardt Arbeiterinnen und Arbeiter sind in einfaches dunkelblau und schwarzgrau, allein die Huren fallen durch grelle Farben ins Auge, ebenso wie der geschminkte „Lackel“ der Fantime bei der Polizei anzeigt, nach dem ER Sie angegriffen hat. Im 2 Akt ist es ähnlich die Angestellten im Hause Pormercy tragen weiss, die Herren der Gesellschaft auf der Hochzeit den unvermeidlichen Frack und die Damen alle ein ähnliches Kleid in blutrot. Auch hier sind es wieder die Außenseiter, die Thenadiers die durch zu viel Farbe unangenehm auffallen in der Einheitlichkeit. Besonders gefällt mir eine Kleinigkeit, nämlich, dass die erwachsene Cossette ein ähnliches, hellgeblümtes Kleid trägt wie es die kleine Eponine trug. Für mich hat das irgendwie etwas Symbolträchtiges: Die, die vernachlässigt wurde in der Kindheit ist nun doch letztendlich die jenige „ die ins Licht“ in die große Welt, ins süße Leben geführt wurde während die andere den Glanz der Kindheit mit Elend getauscht hat.
Ich mag solche kleinen vielleicht einfachen, Besonderheiten sehr. Überhaupt ist es die Einfachheit die mir auch an der Szene d gefällt. Einfachheit nicht im Sinne von billig, sondern weil weitestgehend auf große Technik verzichtet wird. Was sicher in Endeffekt arbeitsaufwendiger für alle ist.
Die berühmte SE-Drehbühne fehlt. Bühnenbildnerein Barbara Bloch benutzt mehrere Maueren in denen Torbögen eingelassen sind um die verschiedensten Gebäude darzustellen. Diese Mauern werden verschoben, mit Vorhängen in den Bögen der Situation angepasst und die Mauerkrone dient als Balkon, als Balustrade und auch als die Brücke von der aus sich Javert in die Seine stürzt. Stühle Tische Bänke, halt alles was gebraucht wird, wird von den Darstellern auf die Bühne gebracht und wie benötigt arrangiert. Das wirkt beleibe nicht so ungeschickt wie ich es hier beschreibe, sondern passend und- halt wie echt gutes Theater.
Zwei Umsetzungen finde ich besonders gelungen. So gibt blaue Stoff der eben noch als Fluss Javert verschlang, den genesenden Marius frei. Eine eindrucksvolle Umbaulösung und wieder in meinen Augen symbolträchtig: Des einen Tod, ist des anderen Leben. In der dann folgenden Szene gedenkt er seiner toten Kameraden. In der SE-Produktion sieht man hier noch einmal all die toten Körper auf der Barrikade. Hier werden sie als Schattenfiguren, jeder in einer für ihn ganz typischen Haltung, sichtbar. Toll.
Es sind nicht nur die Kostüme und die Bühnenbilder, die mich das Stück irgendwie in einem neuen Licht sehen lassen, es ist die ganze Inszenierung von Helga Wolf. Es ist ihre so völlig andere Personenführung und es sind nicht zuletzt die authentischen Darsteller. Nicht, dass ich die Darsteller in den großen SE-Prokutionen, die ich sehr auch sehr liebe, nicht für authentisch halte. Nein, ich denke nur dass eine Produktion in einem staatlichen Theater einfach mehr Freiraum lässt, als manchmal doch recht gleichförmig und „franchisingähnlich" wirkende Aufführungen der freien Wirtschaft.
Einwenig mehr SE-Niveau würde ich mir allerdings von der Tontechnik wünschen. Da lag doch noch einiges im argen, klang einiges einweinig übersteuert.
Zurück zu der Personenführung und den Rollenauffassungen der Darsteller der Lüneburger „Les Miserables“.
NEIN! Ich werde nicht mit ihm beginnen! Klar, es war (mal wieder!) sein Abend- aber oder gerade darum halte ich mich an den Spruch: Das/Der Beste kommt immer zuletzt!
Und beginne deshalb- ohne aber ein Ranking zu wollen- mit den 3 Kinderdartstellern. Sie sind mit Eifer und großem Einsatz dabei. Es macht einfach Spaß ihnen zu zuschauen und zu zuhören!
Nun zu Ulrich Kratz dem Javert des Abends. Er ist schon lange Ensemblemitglied in Lüneburg und ich nehme an er ist „abboniert“ auf die typischen Bösewichte. Seine Darstellung des im Buch als so gesetzestreu und obrigkeitshörig beschriebenen Polizeiinspektors erinnert mich eher an den intriganten machthungrigen Scarpia aus der Oper Tosca. Ein Mann mit Hang zu Gewalt. Er macht das seht überzeugend und auch stimmlich gefällt er mir gut. Wie er „Stern“ singt ist einfach nur -Ja - nur schön.
Aber ich wünsche mit doch einwenig mehr Zerrissenheit in seinem Spiel. Möchte mehr fühlen können, dass er einmal besessen ist Recht zutun und einen flüchtigen Sträfling wieder einzufangen. Andererseits aber schon beeindruckt ist von dessen Mut, Stärke, Widerstand und nicht zuletzt, von Valjeans Großzügigkeit ihm gegenüber. Eine Großzügigkeit, die ihn wütend macht. Er, der das Recht auf seiner Seite hat, soll sich kleinkriegen lassen von einem Verbrecher von "Dreck der immer gleich bleibt?“ Er der immer an das Gesetz glaubt soll schwach sein) Nein! Dann lieber sterben, denn jemand, der schwach ist, kann dem Gesetz nicht dienen, verdient nicht zu leben und dann noch in der Schuld dieses "Dreckes“ zu stehen.
So sehe ich Javert.
Bei Ulrich Kratz wirkt dessen Tod anders -Er macht Javert zum Märtyrer. Oder zumindest zu jemanden der, nicht in der Lage den Lebensretter zu töten. Allein das letzte Wort spricht. Okay, vielleicht, ist das jetzt von mir „ Korinthenknackerei“. Aber mir haben halt ein ganz kleinwenig Verzweiflung und Aussichtslosigkeit gefehlt.
Aber es gibt noch mehr Bösewichter, die ich im TDW nicht als nur böse empfunden habe. Die Thenadiers, hier gespielt von Kirsten Patt und Uwe Salzmann, waren für mich immer das Buffopaar, das eigentlich jedes Stück hat, gaben dem Ganzen humorvollen Pep Optisch sind die beiden- sie groß und dünn. Er klein ehr einwenig stämmig, schon ein skurriler Anblick. Aber... Ja, aber als Uwe Salzmann auf der Bühne erscheint muss ich schon ein kleinwenig schlucken, ob der Härte die sein Thenadier ausstrahlt.. Er ist nicht der unfreiwillig komische Tunichtgut, sondern wirklich ein verbitterter vom Leben enttäuschter Mensch an der Seite einer auf brutale Weise verträumten, wenn nicht einfach nur spinnerten Ehefrau. Sein Lied in dem er beschwört „Ich bin Herr im Haus“ verliert dadurch zwar an Witz, aber ganz und gar nicht an bissigen Charme. Es wird irgendwie deutlicher zu einem Seitenhieb auf die damalige Gesellschaft und zeigt Thenadiers Verachtung für diese recht unverhohlen.
Eponine, die Tochter der beiden wird gespielt von Stephanie Sturm, vielen hier bekannt als Magda aus TdV. Auch hier hat Helga Wolf zusammen mit Stephanie Sturm eine Überraschung in der Personenführung bereit: Der erste Auftritt von der Verbrechertochter. Die Art wie sie um Marius herumschlawenzelt, hat etwas für mich enttäuschend kindisches und nicht nur kindliches an sich. Im Laufe des Stückes erweist sich da jedoch als positiv. Denn dadurch, dass sie zuerst echt albern wirkt, wird ihre Entwicklung zu der tief und unglücklich liebenden jungen Frau um so überzeugender. Ihr Lied n „Nur für mich allein" singt sie aus tiefsten Herzen und mit wirklich schöner Stimme. Und ihr Tod in den Arm den Geliebten ist sehr ergreifend und anrührend. (Bedenkend, dass sie sonst bei TdV spielt finde ich es allerdings einwenig befremdlich, dass sie auch in diesem Stück am Hals voller Blut ist und nicht am Herzen... Ihre geliebter Marius ist Kristian Lucas. Ich fand diese Rolle, des romantischen Helden immer furchtbar langweilig. Er aber schafft den Balanceakt, zwischen dem totalverliebten und dem aufgeklärten für “die Sache einstehendem“ Studenten spielend! Enjolras, der Anführer dieser Studenten, ist Olaf Paschner, der mir eigentlich schon nur wegen seines markanten Profils sympathisch sein sollte ;-).Auf die Uniformweste wird bei seinem Kostüm, hier in Lüneburg- Gott sei Dank – verzichtet. Ich habe diesen plakativen Ausdruck von Autorität nie so wirklich verstanden oder gemocht- und ich finde er erweist sich auch als völlig unnötig.
Dann gibt es noch Valerie Link die ewige Cossette. Schon alleine dafür, dass sie diese stimmlich wegen der Höhen so anspruchsvolle, aber irgendwie doch so farblose Rolle, schon so lange spielt, finde, ich hat sie Anerkennung verdient!
Allerdings bietet die Inszenierung von Helga Wolf ihr die Möglichkeit endlich mal etwas fröhlicher uns ausgelassener zu sein. Im TdW trug Cossette schwarz oder wenigstens dunkle Kleider, hier eben jenes helle Kleid. Kleider machen halt doch Leute! Diese Cossette ist nicht nur streng behütet und beschützt, sondern auch liebevoll-fröhlich aufgezogen worden. Soweit es die Situation halt zuließ.
Eine weitere, eine wirklich tragische Figur ist die Fantime von Petra Weidenbach. Wenn sie von ihren vergangenen Träumen singt wird mir ganz warm ums Herz und als sie im Todeswahn Valjean auf die spielenden Kinder aufmerksam macht. Ich schwöre! Ich habe die Kinder sehen können! Ich sag es ja die ganze Zeit. Es war einfach ein toller Abend. Es ist einfach eine gelungene Produktion! Nicht zuletzt, wenn auch zuletzt genannt seinetwegen: Aleksander Di Capri ist einfach ein toller Jean Valjean. Ich benutze das klischeehafte „toll“, weil ich das Wort „perfekt“ hasse und er- dem Himmel sei Dank NICHT perfekt war! (Ich weiß ich schreibe, so was in der Art immer wieder mal. Aber es ist so!)Ich weiß nicht was perfekt ist, für diese Rolle, aber auch hier bedeutet Perfektion, Stillstand. Bedeutet, dass Aleksander di Capri nichts mehr ändern wird- und das ist doch gerade eine seiner Stärken: Jede Show neu und anders zu gestalten!
Sein Jean Valjean unterscheidet sich nicht nur durch die Tatsache dass er nicht auf ganz alt geschminkt wird von den anderen die ich bisher gesehen habe.
Aleksander di Capri ist, sobald er aus dem Gefängnis entlassen ist, hungrig auf das Leben. Wie er gierig aus der Quelle trinkt -lachend, mit Eifer die Arbeit annimmt, selbstsicher und wütend die ungerechte Bezahlung beklagt, das Essen beim mildtätigen Bischof herunterschlingt, sich hysterisch lachend über dass blindgeschenkte Vertrauen, dass er mit Freude missbraucht, wundert. Ich kann nicht anders als dafür mein blödes! "aleksantastisch" zu verwenden. Es ist echt, authentisch, mitreißend und das das ganze Stück über. Nachdem der Bischof mit dem gestohlenen Silber und den geschenkten beiden Leuchtern “Sein Herz für Gott“ gekauft hat, wird aus dem wütenden Ex-Sträfling ein aufrichtiger Mann, einer der sich nicht nur seiner körperlichen Stärke bewusst ist, einer de Javert selbstsicher ins Gesicht lacht, dass er vielleicht der ist den Javert sucht! Ich liebe es wenn er sein tolles Lachen als Ausdrucksmittel einsetzt und ich weiss auch, dass er’s gern und auch wirklich immer passend und treffend macht. Doch ich muss gestehen, irgendwie war es mir dieses Mal zu viel des Guten, ich denke- nein ich weiss- mit seinem stillen aussagekräftigen Lächeln hätte er sogar noch mehr Eindruck gemacht. Bei mir wenigstens. Aber es mag auch sein, dass ich einen lachenden Valjean einfach nicht gewohnt bin Die SE-Valjeans kenne ich nur als ernst und abgeklärt.
Aleksander di Capri als Jean Valjean, ist lebensbejahend und wirklich so stark wie er Javert gegenüber vorgibt. Wie er nach Fantimes Tod, Javert mit einer einzigen Bewegung den Sparzierstock entreißt, wie er- dies Mal wirklich nur wissend lächelnd, den Klagen der Thenadiers über den Verlust Cossettes lauscht und ihnen zynisch erklärt, darüber kämen sie schon hinweg , wie er es immer wieder schafft plötzlich aus dem Bauch heraus zu schreien, - Wut heraus zu schreien, ist beeindruckend. Genauso fasziniert er aber mit der Zärtlichkeit die er Fantime gegenüber an den Tag legt, wenn er ihr während ihres Todes beisteht. Mich hat er auch zu Tränen gerührt in seiner eigenen Todesszene. Die beginnt nicht wirklich aber für mich doch in dem Moment, wenn Marius und Cossette glücklich ihre Heirat beschließen. Er hat seine Aufgabe erfüllt, sein Versprechen gehalten und Cossette ins Licht geführt. Und weg ist alles Lebensbejahende. In dieser Szene kommt er als wirklich alter, gebrochener Mann auf die Bühne. Innerhalb von 10 Minuten ist Aleksander um ca. 20 Jahre gealtert und von nun an ist nichts zu spüren als der Wunsch nach Erlösung. Und er überzeugt auch optisch genauso, wie als verwegenaussehender Exhäftling. , oder auch als würdevoller, gut situierter Bürgermeister. Klar er ist jung für die Rolle, aber nicht zu jung- und als alt galt man damals doch schon mit 55, was auch im Buch Valjean ungefähres Alter ist...
Und stimmlich? Es ist ungewohnt Aleksander di Capri als wirklich fast klassisch klingenden Tenor zu hören. Und ich gebe zu die leisen Höhen klingen schon noch ein wenig unsicher in meinen Ohren, so zum Beispiel bei „Bring ihn heim“ Trotzdem! Ich finde gerade dieses Lied, wie alle Lieder, Songs oder Arien, die eher eine Ballade sind, die eine Art Liebeserklärung, welcher Art auch immer sind, lebt nicht von der perfekten Technik, sondern dem Ausdruck und der Seelenkraft die dahinein gelegt wird. Und da macht ihm aller höchstens ein Olegg Vynnyk was vor.. NOCH! ;-)
Jean Valjeans "Wer bin ich?“ bereitet ihm keinerlei Schwierigkeiten und eine meiner Lieblingsszenen ist das Lied was Valjean zusammen mit der kleinen Cossette singt.
Und dann ist da ja auch noch das schöne Stück „Morgen schon“. Es ist für mich einer der schönsten Chöre. Denn es vereint alle Charaktere.. Dennoch finde, dass gerade das Finale mit dem Eisätzen von Valjeans „Morgen schon“ steht und fällt. Aber diese forte(?) gesungenen Höhen meistert Aleksander mit Bravour
Ja und dann dieser eine hohe Ton im ersten Akt, als er mit dem Silber des Bischofs flieht. Vielleicht ist es von Natur aus kein wirklich schöner Ton- aber mir geht er durch Mark und Bein In ihm liegt aller Schmerz und alles Leid. , dass Valjean in diesem Moment zu empfinden scheint.
Gefühle ausdrücken, das Publikum daran Teil haben lassen und es in den Bann der Rolle die er spielt ziehen, hier liegen - unter anderem- Aleksander di Capris Stärken. Stärken die wir hoffentlich noch oft in hier Les Miserables aber auch in vielen anderen Stücken sehen. erleben und fühlen werden. Genau wie seine Stimme hören- und natürlich auch sein Lachen... Und sei es nur, nach einer anstrengenden Vorstellung, wo er auf seine ganz persönliche Art und Weise seine Freude zeigt! Applaus ist die Dankbarkeit die das Publikum der Leistung eines Künslers zollt! Abe rmir ist ein zurückhaltender aufrichtger lieber als ein Dauergrinser! Und ich geb dir recht MEPHISTO, wenn auch nicht ganz in Deinem Sinne: Es ist die Leistung die zählt. Die während der Show!

BirgitK

BirgitK


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Großartige Leistung

21.11.2005 - Ich nehme das Resümee gleich vornweg: Das Stück in Lüneburg ist absolut sehenswert und unbedingt zu empfehlen !
Musik und Handlung sind ja hinreichend bekannt – und trotzdem war ich aufs neue mitgerissen von der Geschichte über das Leben des Jean Valjean, über das Leiden der armen Fantine, die tragische Liebe von Eponine zu Marius und dem Schicksal der kleinen Cosette. Und das war nicht der Verdienst von einem Einzelnen … das war der Verdienst aller. Dem Lüneburger Ensemble ist es gelungen, diese facettenreiche Geschichte überzeugend, fesselnd und in beachtlich guter Qualität darzustellen. Wer nun genau festes Ensemble-Mitglied des Lüneburger Theaters und wer Gast war, müsste ich erst nachsehen – ist aber letztlich auch egal. Entscheidend ist, dass die gesamte Aufführung stimmig und auf hohem Niveau war.

Herausragend in dieser Aufführung war Aleksander di Capri als Valjean. Seine Stimme ist wirklich strahlend und auch in der Höhe immer warm, und man hat bei ihm den Eindruck, er „schöpft aus dem Vollen“ !
Dazu kommt seine Art der Darstellung, seine Auseinandersetzung mit dem Charakter einer Rolle – er spielt mit Leidenschaft und Engagement, ohne dabei übertrieben zu wirken.

Ich will ganz ehrlich sein: Aleksander di Capri betreffend bin ich mit ein klein wenig Skepsis nach Lüneburg gefahren. Die Musik, dabei besonders das Glanzstück „Bring´ ihn heim“, hat schon ganz andere zum Verzweifeln (und Scheitern) gebracht! Und : di Capri ist für diese Rolle wirklich noch etwas jung. Immerhin muss man ihm den vom Leben gezeichneten Sträfling, den Vater einer erwachsenen Tochter und den alten sterbenden Mann abnehmen – nicht nur äußerlich - er muss auch so wirken !

Aber im Grunde habe ich an ihn geglaubt! Er konnte mich nicht nur als Krolock, sondern diesen Sommer auch als herausragender Ché überzeugen!

Und ich hatte recht damit: Er war großartig ! Ohne Übertreibung - wirklich großartig ! Ich kann mich täuschen (und wenn, dann möge er es mir verzeihen), aber von dem, was er bisher gemacht hat und von seiner künstlerischen Entwicklung her, so weit, wie ich sie verfolgen konnte, glaube ich, dass er hier physisch bis an seine Grenzen gegangen ist. Aber es hat sich wirklich gelohnt – und der Jubel beim Schlussapplaus war mehr als verdient.

Bejubelt wurden neben allen anderen Hauptdarstellern – völlig zu recht und mehr als verdient – Stephanie Sturm als Eponine und Valerie Link als Cosette.

Sicherlich gibt es auch, bei wirklich kritischer Betrachtung, einige Punkte, die verbesserungswürdig sind. Aber ich finde immer, der Zauber einer Aufführung geht verloren, wenn allzu akribisch auf Dinge geachtet wird, die eigentlich nebensächlich sind, z.B. Ausfall der Kopfmikrophone oder auf einen unsauberen Einsatz. Wer da sucht, der wird auch immer etwas finden, sogar (oder gerade?) in den durchgestylten Inszenierungen in der Flora oder in Berlin.

Hier in Lüneburg ist eine Les Misérables – Aufführung zu sehen, die mit dem Engagement aller und dem herausragenden Einsatz einzelner zu einem sehr gelungenen Theaterabend wird.

DANKE dafür an alle Mitwirkenden und im besonderen an Herrn di Capri!

Regina Koch

Regina Koch


8891
Diese "Miserablen" sind großartig !

20.11.2005 - Helga Wolff, für ihre wunderschönen Inszenierungen bestens bekannt, hat wieder ein Glanzstück zustande gebracht! Die im Vorfeld ja schon viel besprochene Aufführung dieses großen Musicals, wird leicht allen Erwartungen gerecht - oder übertrifft sie noch ! Als eine der schönsten Szenen des Abends sei noch der Tod von Eponine genannt. Stephanie Sturm schafft (gemeinsam mit Kristian Lucas / Marius) eine Atmosphäre, die einen alles herum vergessen lässt und einem dir Tränen in die Augen treibt... Vielen Dank für einen wundervollen Abend!

Floria


8888
Grandios

20.11.2005 - Eine wunderbare Aufführung. Ich freue mich schon auf die nächsten Male. Aleks di Capri war wie immer einfach grandios. Aber auch alle anderen Darsteller. Vielen Dank für einen wunderbaren Abend.

ein Bewunderer


8884
Lüneburg übertrifft sich selbst !

20.11.2005 - Trotz ungewöhnlich engem Probenstress hat Prof. Helga WOLF (wieder einmal) in Lüneburg Akzente gesetzt ! Das starke Bühnenteam, Technik und Orchester präsentieren in gut 3 Stunden Spannung pur ! Da passt alles, gibt es keinen Leerlauf in den 32 von Barbara Bloch wieder einmal meisterlich gestalteten Kulissen mit der zentralen Barrikade, in der durch 6 Bilder der Enthusiasmus der Studenten, Freiheit und Gleichheit zu erkämpfen, 'erstorben wird'. Vor allem die 4 weiblichen Hauptrollen, Eponine (stepahnie Sturm), Fantine (Petra Weidenbach), Cosette (Valerie Link) und Mme. Thénadier (Kirsten Patt), aber auch Javert (Ulrich Kratz) und Thénadier (Uwe Salznmann)ernteten berechtigten stürmischen Jubel des stehenden Publikums und Star Alexander di Capri nahm unbewegt das Pfeif- und Trommelkonzert, sowie die 2 großen Blumensträuße gnädig entgegen. Seine Leistung zwischen den zartesten Tönen eines innige Gebets und der brüllenden Wut gegen seinen unerbittlichen Widersacher Javert ist großartig, aber er würde Sympathie finden, wenn er sich nicht bis zum letzten Vorhang so unnahbar geben und zumindest den Ansatz einer freudigen oder irgendeiner Regung zeigen würde.
Man kann nicht alles heben und eine super-excellente und perfekte Regisseurin, die ein so großes Team auf einer so 'kleinen' Bühne zu so einem überwältigenden Erfolg führen kann, ist sicher mehr als ein sympatischer -zwar gradioser - Hauptdarsteller.

MEPHISTO


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