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| KURZBEWERTUNG | |||||||||
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Historienmusicals erfreuen sich einer ausufernden Fanbase und scheinen vor allem in deutschsprachigen Gefilden besonders zu florieren. Diesen Trend hat Andreas Luketa erkannt und mit „When Musical Meets History“ ein Gala-Konzertformat geschaffen, das genau diese Geschichtsliebhaber anspricht und abholt. Um der Präsentation der ausgewählten Werke einen gebührenden zeitlichen Rahmen zu schenken, umfasst die Veranstaltung sogar drei Akte, durch die sich das hochkarätige Solistenensemble hervorragend präsentieren kann.
Geschichtliche Musicals sind als Genre gar nicht so einfach zu fassen: Stücke, die biographisch historischen Persönlichkeiten ( „Elisabeth“ , „Mozart!“ oder „Die Königinnen“ ) oder Epochen chronologisch ( „Les Misérables“ , „Hamilton“ ) folgen, zählen anscheinend genauso dazu wie Werke, die – zumeist auf literarischer Grundlage basierend – schlicht und ergreifend in der Vergangenheit spielen ( „Rebecca“ , „Doktor Schiwago“ , „Die Päpstin“ oder „Robin Hood“ ) oder fiktiv-biblische Stoffe behandeln ( „Jesus Christ Superstar“ , „Prince of Egypt“ , „Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat“ ). Werke, die die jüngere Geschichte betrachten ( „Scholl“ , „Kudamm 56/59“ , „Miss Saigon“ ), mittlerweile historisch gewordene Personen beleuchten („End of the Rainbow“, „Marlene“, „Piaf“) oder Stücke, die Historie parodieren („Something Rotten!“, „Spamalot“) können dem riesigen Genre ebenfalls hinzugerechnet werden.
In unserer Region sind vor allem die Vereinigten Bühnen Wien und die Fuldaer Spotlight Musicals GmbH die Schmieden historischer Musicals. Aus diesem Fundus schöpft „When Musical Meets History“ in diesem Jahr in Form von sieben ausgewählten Bühnenwerken: Eine der unerschöpflichen Fülle des Genres offensichtlich nur spärlich gerecht werdende, aber mutige Selektion, die den Abend durch drei Akte tragen soll. Erfolgsstoffe aus internationaler Feder wie „Der Glöckner von Notre-Dame“ oder „Les Misérables“ entfallen in diesem Jahr und machen dafür Platz für derzeit eher selten gehörte Kleinode wie „Schikaneder“ oder „Doktor Schiwago“. Diese nicht ganz aktuelle Auswahl mag polarisieren. Zu wünschen wäre es, dass „When Musical Meets History“ in den kommenden Jahren weiterhin auf Variation bauen und auch neuere Werke wie beispielsweise „Die Königinnen“ oder „Die Knospe der weißen Rose“ integrieren könnte.
In jedem Fall ist festzuhalten: Die Selektion für 2024 bringt eine inhaltlich schöne Mischung, aber wirkt musikalisch aufgrund der Werke aus – mit der Ausnahme von „Doktor Schiwago“ – nur zwei Häusern in drei Akten auf Dauer etwas eintönig. Ballade reiht sich an Ballade und die (für sich genommen unverkennbare und durchaus bewegende) musikalische Handschrift von Dennis Martin wechselt sich – nach einem kurzen Intermezzo von Komponistin Lucy Simon – mit der von Sylvester Levay ab – zweifelsohne ist nahezu jedes Lied hervorragend gesanglich und interpretatorisch dargeboten, etwas Varianz und Mut zu neueren Stoffen hätte aber nicht geschadet. So verschwimmen die immer ähnlichen Melodien ineinander und der Zuschauer vergisst mitunter, welchen Stoff er da eigentlich gerade genau zu hören bekommt.
Dem entgegen wirken die charmanten, schnörkellos vorgetragenen, kohärenten Zwischenmoderationen der Starbesetzung. Eben jene zeigt sich durchweg bei bester Stimme wie Laune und vermag es mit Momenten übersprühender Energie, das Publikum immer wieder aus dem Schwall der träumerischen Melodien heraus zu heben und in Begeisterung zu versetzen. Jeder Block wartet mit zuverlässigen Highlights seitens der Songauswahl und der Interpreten auf und lohnt den langen Abend bis zum letzten Ton. Von technischer Seite verläuft alles glatt und einwandfrei; die Soundabteilung leistet bis zum Ende der Veranstaltung ganze Arbeit und sorgt für einen Hörgenuss mit vollem Klang.
Der heimliche Star kommt in Gestalt der Pianistin Marina Komissartchik daher, die gefühlvoll, virtuos, fehlerfrei und mit bewundernswerter Ausdauer sämtliche Lieder am Klavier musikalisch untermalt. Kennt man die Originalsongs, kommt ein einzelnes Instrument selbstverständlich nicht an eine volle Orchestrierung heran – doch es ist erstaunlich, welchen Effekt es haben kann, wenn eine perfekt agierende Pianistin musikalisch mit den großen Stimmen der Solisten verschmilzt und wie wenig Wünsche dies offen lässt. Hut ab vor dieser Leistung!
Ob Verena Mackenberg als Mrs. Danvers, Mark Seibert als Emanuel Schikaneder, Lina Kropf als Lady Marian, Jan Ammann als Juri Schiwago, Michaela Schober als Baronin von Waldstätten, Florian Peters als „Medicus“ Rob Cole, Froukje Zuidema als Constanze Mozart oder Ethan Freeman als Abt Rabanus – jeder Solist und jede Solistin verkörpert die wechselnden Figuren interpretatorisch überzeugend und stimmlich überragend. Zwar ist die Bühnenzeit der einzelnen Akteure nicht gleichmäßig verteilt – so ist beispielsweise Ethan Freemans grandiose Stimme an diesem Abend leider zu selten zu hören, während andere Solisten in jedem Themenblock rollenbedingt mehrere Songs erhalten – doch gelingt es jedem für sich, große gesangliche Highlights zu generieren, die wohl lange in Erinnerung bleiben und den Besuch von „When Musical Meets History“ auch in Zukunft empfehlenswert machen.
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| KREATIVTEAM | |||||||||
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| Musikal. Leitung | Bernd Steixner |
| Staging | Yara Hassan |
| Entwickelt von | Andreas Luketa |
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| CAST (AKTUELL) | |||||||||
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| =15.06.26= | ||||
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| Solisten | Jan Ammann Andreas Bieber Alexander di Capri Dennis Henschel Lina Kropf Verena Mackenberg Michaela Schober Froukje Zuidema | |||
| Piano | Marina Komissartchik | |||
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| CAST (HISTORY) | |||||||||
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| GALERIE | |||||||||
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| TERMINE | |||||||||
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| Mo, 15.06.2026 19:00 | Ebertbad, Oberhausen |
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| TERMINE (HISTORY) | |||||||||
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| So, 10.02.2019 17:30 | Colosseum, Essen | Premiere | |||||||
| So, 09.02.2020 18:00 | Colosseum, Essen | ||||||||
| So, 15.09.2024 16:00 | Ebertbad, Oberhausen | ausverkauft | |||||||
| ▼ 1 weitere Termine einblenden (bis 22.11.2024) ▼ | |||||||||
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| Fr, 22.11.2024 19:00 | Capitol, Mannheim | ||||||||
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