Wie blöd, wenn die Zukünftige Heimwerkerei hasst, der Bräutigam aber den Hochzeitstisch mit Geschenk-Optionen im Baumarkt bestellt hat und sie zur "Ladies Night" angemeldet hat. Das Musical von Robert Löhr (Buch) und Benedikt Eichhorn (Musik) zeigt die kleinen Dramen, die bestimmt jeder schon einmal im Mikro-Kosmos der Hobby-Bastler beobachtet hat.
Um Coras Single-Dasein zu beenden, überredet sie ihre Freundin Charlotte, sich bei einer Dating-App anzumelden. Die Männer, die sich daraufhin melden, sind jedoch sehr speziell und skurril.
Was als TV-Film Kult erlangt hat, muss nicht zwangsweise auch auf der Bühne zünden. Ein gutes Beispiel dafür ist diese von William Danne adaptierte Fassung der 1995 mit Hape Kerkeling und Angelika Milster in den Hauptrollen verfilmten Satire auf den komplett durchorganisierten Pauschal-Cluburlaub. Wenn dann ein Regisseur wie Reinhard Simon die musikalische Komödie "Club Las Piranjas" auch noch als zahnlos-albernen Schwank inszeniert und dadurch jeglichen Bezug zur Handlung verliert, dann verkommt das Stück zu einer belanglosen Schlager-Mitklatsch-Show auf Stammtisch-Niveau.
In der rabenschwarzen, absurden Musical-Komödie streiten sich der überzeugte Gutmensch Ivan und der brutale Neonazi Adam unter dem titelgebenden Apfelbaum über den rechten Weg. Tom van Hasselt steuert flotte Songs bei. Reinhard Simon gelingt das Kunststück, den trefflichen Cast in seiner Inszenierung zwischen Aberwitz und Schrecken gekonnt balancieren zu lassen.
0190 – ruf mich an! Hiermit wird allgemein eine telefonische Dienstleistung assoziiert, mit der Sexarbeiterinnen ihren Kunden eine gewisse Form der körperlichen Entspannung ermöglichen. In der neuen Musical-Komödie von Florian Stanek (Buch) und Sebastian Brand (Musik) geht es um genauso eine Telefonsex-Hotline, deren Betreiberinnen ein rüstiges Rentnerinnen-Trio ist. Die von Lars Franke inszenierte Uraufführung in Schwedt ist top besetzt und garantiert jede Menge Lachtränen, schafft aber auch Raum für ernstere Momente.
Abseits vom kommerziellen Mainstream der Großproduktionen setzt die "Stammzellformation" auf neue, witzige Kammermusicals. Mit "Alma und das Genie" unterstreicht die Truppe dies nachhaltig. Der Abend sprüht vor (Wort-)Witz und musikalischer Vielfalt, die Nini Stadlmann (Alma) und Tom van Hasselt (Almas Genies und Pianist) genial umsetzen. Einziger Wehrmutstropfen: Die vorgestellte, ohne szenische Umsetzung und Tanz auskommende Fassung ist mehr ein musikkabarettistischer Abend als eine ausgereifte Musicalaufführung.
Mit dem 2016 am Hamburger Schmidt Theater uraufgeführten Märchen-Schlager-Musical "Cindy Reller" gelingt den Uckermärkischen Bühnen Schwedt, an denen das Stück nun erstmals in einer eigenen Inszenierung (Christian Alexander Müller) nachgespielt wird, ein Hit. Hier stimmt einfach alles.
Was ist schlimmer? Alt sein oder alt aussehen? Der von Erik Gedeon 2001 ursprünglich für Hamburg konzipierte "Thalia Vista Social Club" um renitente Alte ist an den zum Seniorenheim umfunktionierten Uckermärkischen Bühnen Schwedt angekommen und reizt unter dem Titel "Ewig jung" die Lachmuskeln. Tattrige Pensionäre geben Popklassikern wie "I will survive" eine ganz neue Bedeutung.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...