Hedwig hat einiges zu erzählen: Sängerin einer Rockband, geboren in der DDR als Mann und dann als Frau lebend per Heirat mit einem amerikanischen Soldaten der Zone entkommen, vom GI-Ehemann verlassen, in Kansas gestrandet und mittlerweile eher berüchtigt als berühmt für ihre Eskapaden, folgt sie dem (im Gegensatz zu ihr ausgesprochen erfolgreichen) Sänger Tommy auf seiner Tour durch die USA.
In einem therapeutisch anmutenden Gespräch mit ihrem Publikum feiert Hedwig selbstironisch, hochdramatisch und beißend komisch nicht nur ihr eigenes Schicksal, sondern auch den androgynen Glamrock der 1970er Jahre und das Nebeneinander von Schönheit und Melancholie, wenn man nie so ganz dazugehört.
Bei Blind Dates wird geschummelt, was das Zeug hält. Da werden Alter und Gewicht geschönt oder die berufliche Position "aus Versehen" etwas nach oben korrigiert. Das war auch schon 1931 so, als "Alles Schwindel" entstand. Im Stück lernen sich Evelyne und Tonio kennen und merken, dass jeder sein eigenes Leben geschönt hat...
Auch im Euro-Land immer noch aktuell: Brecht und Weill schildern in ihrer "haifischzahn-scharfen" Satire auf die Gesellschaft die Machenschaften der Männer an den Hebeln der Macht. Wirtschaft, Politik und Polizei bekommen ihr Fett weg.
William Shakespeares Verwechslungs-Komödie als neues Musical aus der Feder von Cornelia Crombholz und David Schliesing zu Musik von David Schwarz und Maren Kessler (Texte: Werner Buhss).
Kurt Weills 1947 uraufgeführte Oper bietet einen Stilmix aus Swing, Blues und lyrischer Oper und beschreibt den Alltag in den lebhaften Straßen New York Citys. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Anna, die eine Affäre mit dem Getränkehändler Sankey hat, um der Eintönigkeit ihrer Ehe zu entkommen. Doch ihr Mann Frank bekommt Wind von der Affäre und lässt sich zu einem Amoklauf provozieren.
Lewis Carrolls Kinderbuchklassiker "Alice im Wunderland", bearbeitet von Tom Waits und Kathleen Brennan zu einem Stück zwischen Traum und Wirklichkeit mit jazzigen Klängen.
Das Vorarlberger Landestheater zeigt das französische Stück aus dem Jahr 1958, das 2002 starbesetzt erfolgreich verfilmt wurde. Ein Geschäftsmann in der Krise ist tot und eine der acht Frauen in seinem Leben muss die Mörderin gewesen sein. Doch welche war es?
"Die Erschaffung der Welt" beschäfigt sich musikalisch mit der Frage, wer nun eigentlich die Welt erschuf. Gott oder, Darwin's Theorie nach, ein Materie-Ei. Sonne, Mond und Sternchen, Männer, Frauen und Liebe, Bibel und Evolutionstheorie, Neandertaler und Aminosäuren, Vorgesetzte und Kakerlaken, sie alle kommen in einer kuriosen Evolutionsgeschichte von Stephan Kanyar, Thomas Gsella und Maren Scheel zu Wort.
Musical-Version der Freischütz-Sage von Robert Wilson, William S. Burroughs (Buch, Texte) und Tom Waits (Musik). Die Produktion ist im Kleinen Haus des Wiesbadener Staatstheaters zu sehen, Caroline Stolz führt Regie.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...