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Konzert

Best of Musical and Wine 2014

Musicalische Reise durch das Ahrtal


© Jens Wendroth
© Jens Wendroth
Die Gala "Best of Musical and Wine" bietet eine spannende und innovative Herangehensweise an ein Musicalkonzert. Die Auswahl der Sänger ist größtenteils erstklassig, die Titelwahl hätte man sich ein wenig aktueller gewünscht. Leider krankte der Abend an der miserabel ausgesteuerten Technik, die den Genuss merklich schmälerte.

(Text: Jens Alsbach)

Premiere:08.03.2014
Rezensierte Vorstellung:08.03.2014
Letzte bekannte Aufführung:08.03.2014


Mit Maya Hakvoort, Kevin Tarte, Felix Martin und Kimberly Trees hatte das in Bad Neuenahr-Ahrweiler ansässige Weingut Sonnenberg eine Reihe von A-Besetzungen für das eigens für den wunderschönen Jugendstilsaal des Steigenberger-Hotels konzipierte Konzert engagiert. "Best of Musical and Wine" bot jedoch nicht nur ein Musicalkonzert im klassischen Sinne, sondern paarte dieses mit einer Weinprobe in den Pausen, bei der sich Winzer der Region vorstellten. Abgerundet wurde das Konzert von einem Dinner im angrenzenden Speisesaal des Steigenberger.
Eine interessante Kombination, die größtenteils auch harmonisch funktionierte - jedenfalls was das Organisatorische anging. Die Bewirtung in einer Art "Rundum-Sorglos-Paket" begeisterte.
Und auch das Konzert bot durchaus Positives. Maya Hakvoort dominierte die Vierertruppe. Ihr war die jahrelange Erfahrung in diversen Hauptrollen anzumerken und entsprechend überwältigend zeigte sie sich beim "Elisabeth"-Block. Sie blühte in dieser Rolle wahrlich auf. Unangestrengt traf sie die höchsten Töne mit ihrer warmen, angenehmen Stimme, die sie sowohl als Kaiserin, als auch als Lucy in "Jekyll & Hyde" einzusetzen wusste.
Einen ebenso positiven Eindruck hinterließ Kevin Tarte, der mit der "Unstillbaren Gier" aus "Tanz der Vampire" bewies, dass ihm die Rolle des Grafen ins Blut übergegangen ist. Trotz fehlender Perücke und Umhang nahm er sofort den Habitus des Vampirs ein, und man fühlte sich auch ohne Kulisse in das transilvanische Schloss versetzt.
Felix Martin ging im Vergleich zu seinen Mitstreitern ein wenig unter. Als Tod bei "Wenn ich tanzen will" wirkte er in den tiefen Tönen unsicher, und sein Auftritt als betrunkener Elvis, bei dem er "Jailhouse Rock" und diverse andere Songs des "Kings" interpretierte, wirkte peinlich und unangebracht in einem solchen Musicalkonzert.
Ein etwas unbekannterer Name auf der Liste der Künstler ist der der Australierin Kimberly Trees - in Deutschland bisher in diversen Stage-Produktionen wie "Tanz der Vampire" oder "3 Musketiere" zu sehen. An diesem Abend hinterließ sie einen durchwachsenen Eindruck. Sie zeigte Stärke bei den Uptempo-Nummern wie beim "Ich war noch niemals in New York"-Medley und bei Songs aus der "Rocky Horror Show". Allerdings schwächelte sie bei den langsameren Liedern. So war "Nur für mich" aus "Les Misérables" gänzlich unverständlich und von Textaussetzern durchzogen.
Die Band unter der Leitung von Bernd Steixner - allesamt Musiker des Apollo-Theaters in Stuttgart - spielte erstklassig, jedoch hätte man sich bei der Songauswahl ein wenig mehr Innovation gewünscht. Unter Berücksichtigung der Darstellerriege sind natürlich die Blöcke aus "Elisabeth" und "Tanz der Vampire" verständlich und waren äußerst unterhaltsam. Die Elvis-Persiflage schien nur deshalb eingefügt worden zu sein, um die Stimmung ein wenig anzuheizen, und auch auf "Rocky Horror Show" und "Les Misérables" hätte man verzichten können, gibt es doch genügend "aktuellere" Musicals, wie "Rebecca", "Sister Act", "Der Besuch der alten Dame" etc., die Lust auf den Besuch der entsprechenden Shows gemacht hätten.
Dies ist jedoch Geschmacksache, und objektiv betrachtet funktionierte die Show gut. Was sich jedoch durch den gesamten Abend als negativer roter Faden zog und auch in den Pausengesprächen als großes Ärgernis empfunden wurde, war die miserable Tontechnik bzw. die Abmischung von Band und Sängern. Die Band war durchwegs zu laut und die Sänger beinahe nicht verständlich. Bei einigen Songs kam nur ein "Musikbrei" bei den Zuhörern an, und Gäste ohne eine grobe Ahnung vom Text der Songs waren komplett verloren.
Bei recht hohen Kartenpreisen und einem wirklich guten Aufgebot an Sängern fallen diese akustischen Unzulänglichkeiten doppelt negativ ins Gewicht und führten letztlich zu dröhnenden Köpfen und merklicher Verstimmung beim Publikum. Sollte diese "technische Banalität" jedoch bis zum nächsten Konzert überwunden sein, steht einem gelungenen "Best of Musical and Wine"-Konzert im kommenden Jahr nichts im Wege.

(Text: jal)




Verwandte Themen:
Produktion: Best of Musical and Wine 2015 (Steigenberger Kurhaussaal Bad Neuenahr-Ahrweiler)



Kreativteam

Regie Gaby Kern
Musikalische LeitungBernd Steixner


Besetzung

Mit Maya Hakvoort
Kevin Tarte
Felix Martin
Kimberly Trees




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Jens Wendroth
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