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Komödie

Triumph der Liebe

Liebe ruiniert alles?!


© Andreas Hartmann
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Eine Geschichte aus dem Jahr 1732, angesiedelt in der griechischen Antike, ein am Broadway geflopptes Musical aus dem Jahr 1997 - das Theater für Niedersachsen (TfN) hat sich mit "Triumph der Liebe" keine einfache Aufgabe gestellt. Unter der Regie von Uwe Schwarz ist am TfN daraus ein Schmuckstück gelungen, das sich genauer zu betrachten lohnt.

(Text: Andreas Gundelach)

Premiere:07.12.2013
Rezensierte Vorstellung:07.12.2013
Letzte bekannte Aufführung:22.04.2014


© Andreas Hartmann
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Der "Triumph der Liebe" in Hildesheim ist gleichsam ein Triumph des Regisseurs. Uwe Schwarz zeichnet neben der Regie auch für das Bühnenbild und die Kostüme verantwortlich und erschafft ein rundum stimmiges Gesamtbild vom „Garten der Vernunft“.

In diesem ziehen Hermokrates und seine Schwester Hesione den jungen Agis groß. Als rechtmäßiger König von Sparta soll er eines Tages Spartas Königin Léonide töten und so den Thron zurückzuerobern. Dabei herrscht dort ein strenges Frauenverbot und die Liebe ist verpönt. Nur Hesione wird geduldet. Alles scheint nach Plan zu laufen, der großen Eroberung steht nichts im Wege. Bis eines Tages Léonide im Garten auftaucht, denn sie hat sich über beide Ohren in Agis verliebt.

© Andreas Hartmann
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Den "Garten der Vernunft" präsentiert Schwarz auf einem überdimensionalen Tablett. Darin stecken unzählige Metallspieße, die vom Gärtner Dimas ununterbrochen umhegt, neu sortiert und mit allerlei Requisiten ausgestattet werden. So entstehen immer neue Bilder und Szenen im optischen Irrgarten. Das Lichtdesign unterstützt geschickt, unaufdringlich und stimmig. Kleine optische Spielereien, zum Beispiel ein echter Springbrunnen und ein Standventilator für die zu Beginn wichtige "Frauen verboten"-Fahne, runden das Bühnenbild ab.

In ihm zeigt sich das Musicalensemble des TfN von seiner besten Seite. Mit sehr gutem Timing zelebriert es die Schrullen jeder einzelnen Figur. So entstehen wundersame und auch wunderschöne Szenen. Wenn sich Hesione (Michaela Link) und Léonide (Magdalene Orzol) als ihr vermeintlicher Verehrer in der übergroßen Hängematte kabbeln, der Gärtner Dimas (Jonas Hein) mit seinem verschnürten Bonsaibaum leidet und Agis (Tim Müller) plötzlich mit dem Kopf im Wasser des Springbrunnens versinkt, erinnert die Spielart an Inszenierungen aus der Zeit der Renaissance. Besonders für Fans klassischer Bühnenstücke im Stile Shakespeares ist das Musical ein Tipp.

© Andreas Hartmann
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Jeffrey Stock ordnet sich mit seinen Kompositionen der Handlung unter. In sauberen Harmonien begleitet er die Geschichte dezent und angenehm. Die sieben Musiker um Andreas Unsicker machen dabei einen guten Job, und auch die Abmischung des Tons stimmt. Erst wenn zum Finale hin Alexander Prosek und Jonas Hein zu "Keiner dankt den Dienern" anstimmen, kommt euphorisch-wehmütige Stimmung auf und Musical-Klischees werden bedient.

"Triumph der Liebe" ist nicht laut und rockig. Aber das braucht es auch nicht zu sein. Viel mehr ist es ein mutiger Versuch, einen klassischen Stoff als solchen zu nehmen und mit Liebe zum Detail als Musical zu inszenieren. Kein Poporchester, keine aufwändigen Choreographien oder fahrenden Bühnenelemente. Was zählt, ist die pure Geschichte und deren Charaktere. Die Übersetzung von Wolfgang Adenberg (u.a. “Rent”, “We Will Rock You”) legt viel Wert auf Ausdruck und die Kraft der Worte. "Qualitätsmusical" trifft diese ungewöhnliche Mischung wohl am besten.

© Andreas Hartmann
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In der Premierenvorstellung war das TfN gut besucht, allerdings blieben auch einige Plätze frei. Zu unrecht, wie der Abend zeigte. Auch wenn der Stoff vor allem im ersten Akt einige Längen birgt, macht es Freude, den bunten Wirrungen jedweder Vernunft beizuwohnen, mit Léonide zu bangen oder einfach nur mit dem Diener-Trio zu lachen.


Musical von Jeffrey Stock (Musik), James Magruder (Buch) und Susan Birkenhead (Lietexte)
Deutsche Übersetzung von Wolfgang Adenberg

(Text: Andreas Gundelach)






Kreativteam

Inszenierung, Bühne und KostümeUwe Schwarz
Musikalische LeitungAndreas Unsicker
ChoreografieKatja Buhl


Besetzung

AgisTim Müller
HesioneMichaela Linck
HarlekinAlexander Prosek
DimasJonas Hein
HermokratesJens Krause
Prinzessin LeonideMagdalene Orzol
CorineCaroline Zins




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© Andreas Hartmann
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


3 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


30289
Tolle Darsteller!

02.02.2014 - Ich habe mir am 2. Februar die Vorstellung in Hannover angesehen und war durchaus angenehm überrascht. Das Stück ist mir gänzlich unbekannt gewesen und wird sicher nicht den Einzug in meine persönliche Musical TOP 10 schaffen dennoch möchte ich hier schreiben, dass ich die Darsteller ganz toll fand. Allen voran die Diener die der Show die nötige Lockerheit eines Musicals geben auch wenn sich darin eigentlich eine Operette versteckt. Prinzessin und Prinz geben ein wundervolles Gespann ab welches aber außer Handgreiflichkeiten keine wirkliche Nähe zueinander findet. Witzig waren auch der unglaublich weibische Philosoph und seine markant männliche Schwester. Die Musiker haben tolle Arbeit geleistet und es war ein schönes Erlebnis wenn auch vorerst einmalig. Danke an alle Beteiligten.

HotteHue76 (erste Bewertung)


30247
Schade!

12.01.2014 - Ich habe eine Vorstellung von Triumph of Love gesehen die mich, gelinde gesagt, entsetzt hat. Zunächst einmal, dass völlig deplatzierte absolut idiotisch aussehende Bühnenbild. Wenn man einem Musical die fantastische, träumerische Kulisse nehmen möchte kann man es nicht besser machen als Schwarz der eine kalte und anonyme Fläche erschafft die mehr an moderner Operninszenierung erinnert als an Musical. Komplett daneben und für das Spiel der Darsteller total ungeeignet.Die Kostüme waren im Commedia dell Arte Stil und doch muss ich gestehen, leider schlecht umgesetzt. Hesione und Hermokrates verkommen zu Witzfiguren die ihr tragisches Potenzial teils der Regie teils der Darsteller geschuldet nicht entfalten können. Da stirbt schon das halbe Stück im Ansatz denn diese Rollen sind ebenso wichtig wie die Prinzessin und der Prinz. Letztere machen ihre Sache deutlich besser sind aber in meinen Augen mit dem Material stimmlich deutlich überlastet wobei die Prinzessin noch deutlich besser glänzen kann. Einzig das Diener Trio kann überzeugen und rettet noch einen Stern für diesen Abend.

Da frage ich mich aber allen Ernstes: Was hat die Regie gemacht. Dieses Werk, welches eine wirklich gute Vorlage besitzt wurde seiner Komik durch existentialistisches Vorgehen beraubt. Wo ist die Ironie geblieben, die Oper und Operette auf charmante Art und Weise auf den Arm nimmt? Selbst die bereits gelobten Dienerrollen leiden unter dieser Fessel die idiotischer Weise an ihre Füße gelegt wurde. Zum Dank dürfen die aber auch noch die ganze Zeit die unsägliche Bühne umbauen. Ich nehme an das Theater hat kein Geld für Bühnenarbeiter. Schade, wäre besser gewesen! Nein, Triumpf of Love in Hildesheim ist eine verschenkte Gelegenheit ein wirklich gutes Musical auf die Bühne zu bringen. Leider sehr sehr enttäuschend!

DeRpAuL (22 Bewertungen, ∅ 3 Sterne)


30208
Gute Unterhaltung

15.12.2013 - Anders als erwartet, erwieß sich Triumph der Liebe als Unterhaltsamer Abend mit Wiederholungs Charakter.

Besonders Michaela Linck in der Rolle der Hesione konnte mit 120% in Schauspiel und Gesang überzeugen!

DANKE!

MyMusicalLove (12 Bewertungen, ∅ 3.7 Sterne)


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 Kurzbewertung [ i ]
(agu)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Klassischer Stoff mit Sprachwitz, guter Besetzung und tollem Bühnenbild - zeitweise etwas langatmig.

08.12.2013

 Leserbewertung
(3 Leser)


Ø 2.33 Sterne

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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