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Rockmusical

Jesus Christ Superstar

I don't know how to love him


Szenisch wie musikalisch starke Stadttheaterinszenierung der Rock-Oper von Andrew Lloyd Webber und Tim Rice, trotz kleinerer Mängel in Sachen Besetzung. Die Premiere im "Theater auf Zeit" in Krefeld ist für die Saison 2008/09 geplant.

(Text: Markus Frädrich)

Premiere:18.05.2008
Letzte bekannte Aufführung:13.06.2009


Der eigentliche Star bei "Jesus Christ Superstar" in Mönchengladbach steht weder auf der Bühne noch im Programmheft. Er sitzt im Orchestergraben, heißt André Parfenov und ist ein äußerst wendiger wie flexibler Pianist. Beiläufig eingestreute Improvisationen zu "Wie soll ich ihn nur lieben?", ein rasanter Cakewalk im "Herodes' Song": Parfenovs virtuoses, aber immer der Dramaturgie dienendes Spiel ist das i-Tüpfelchen auf der Leistung der Niederrheinischen Sinfoniker, die Giuliano Betta am Pult temporeich und punktgenau durch den Abend peitscht.

So opulent das orchestrale Fundament der Aufführung, so minimalistisch das Einheitsbühnenbild. Günter Hellwegs Kulisse ist ein karger, in bewusst nachlässigem Weiß gestrichener Raum, dessen einzelne Wände sich bei Bedarf hochfahren lassen. Dank stimmiger Ausleuchtung, ideenreicher Videoprojektionen von Frank Patrick Huhn und einer auf Bewegung abzielenden Personenregie (Inszenierung: Reinhardt Friese) wird das Bühnengeschehen dennoch in keiner Minute langweilig. Immer wieder entstehen starke, oft schwarz/weiß-dominierte Bildkompositionen, etwa wenn sich das Volk während des dissonanten "He Is Dangerous" der Priester unter einem großen Leinentuch aufbäumt und unbeirrt "Jesus Christ Superstar" skandiert. Oder wenn sich - nach der Szene im Tempel - die Aussätzigen insektengleich aus der Unterbühne hervorschälen und Jesus um Hilfe anflehen. Oder wenn Herodes - herrlich dekadent im extravaganten Amy-Winehouse-Look - gemeinsam mit den sieben Todsünden zum Revuetanz anhebt.

Mit klarer Diktion und ausladendem Bariton ragt Michael Kupfer aus der Darstellerriege heraus, als Pontius Pilatus gegenüber den schwarz ummantelten Juden in strahlendes Weiß gekleidet (Kostüme: Annette Mahlendorf). Eindrucksvoll auch Ralf Meyring als innerlich zerrissener Judas mit heiserer, treffsicher geführter Rockröhre. Christian Venzke als Jesus kann da nicht mithalten. Darstellerisch gelingt ihm zwar ein stimmiges Portrait des unsicheren, von menschlichen Schwächen gezeichneten Jesus, wie ihn Andrew Lloyd Webber und Tim Rice in Text und Musik charakterisiert haben. Gesanglich kämpft Venzke allerdings mit den Höhen. Sein Rock-Falsett kippt allzu häufig - leider auch in seinem großen Solo "Gethsemane" - ins tonale Nirgendwo um.

Die Apostel - zum großen Teil mit Herren aus dem Opernchor besetzt - sind ein ziemlich müder Haufen, geraten in der deutschen Version von "Look At All My Trials and Tribulations" gar rhythmisch aus den Fugen. Wenn Kerstin Brix als Maria Magdalena im zweiten Akt "Lasst uns neu beginnen" schmachtet, hört sich das Echo der Jünger an, als intoniere der örtliche Männergesangsverein. Auch Kaiphas (Matthias Wippich) und seine glatzköpfig-dämonischen Kumpanen (Luis Lay, Frank Rammelmüller, Yasuyuki Toki, Jeong-Han Lee) kämpfen mit den Anforderungen der Partitur, Thomas Schweins gibt einen wunderbar lasziven Herodes und - weniger überzeugend - den rebellischen Simon. Chor, Extrachor, Jugendchor und Statisterie sorgen für jede Menge "Hosanna, Heysanna" und runden den Gesamteindruck einer sehr aufwändigen Stadttheaterproduktion ab.

(Text: Markus Frädrich)






Kreativteam

Musikalische LeitungGiuliano Betta
InszenierungReinhardt Friese
BühneGünter Hellweg
KostümeAnnette Mahlendorf
DramaturgieUlrike Aistleitner
Silke Meier


Besetzung

JesusChristian Venzke
Maria MagdalenaKerstin Brix
JudasRalf Meyring
Pontius PilatusMichael Kupfer
KaiphasMatthias Wippich
AnnasLuis Lay
PetrusMarkus Heinrich
HerodesWalter Planté
Thomas Schweins
SimonHans-Jürgen Schöpflin
1. PriesterFrank Rammelmüller
2. PriesterYasuyuki Toki
3. PriesterJeong-Han Lee
Mädchen am FeuerKatharina Ihlefeld
Bong-Kil Lee
1. SoldatJerzy Gurzynski
2. SoldatVladimir Schmurko
Ein alter MannJeong-Han Lee



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


12 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


26549
Super

06.06.2008 - Für Gladbach, unheimlich gute Leistung. Kritiken von oben kann ich zustimmen. Im Ganzen aber genial und für Gladbach genial.

Buji


26538
Geniale Vorstellung!

05.06.2008 - Auch ich finde es schade, dass hier die Leistung von Ralf Meyring wenig Beachtung findet!
Die Hauptdarsteller haben alle eine tolle Leistung gezeigt, die 3 Chöre haben super harmoniert! uch das Orchester und die "Band" ergaben ein tolles Klangbild!
Das reduzierte Bühnenbild, ließ die Konzentration auf die Musik zu!
Eine großartige Inszenierung, die ihresgleichen sucht!

josy


26427
@ den neuen JCS-Begeisterten:

28.05.2008 - Ich habe das bewertet, was mir positiv aufgefallen ist (wie auch z.B. den Chor).

Es gibt einen Venzke-Fanclub?! Prima, danke für die Information :-)

Allen noch viel Spaß weiterhin an JCS!

Jessica, Hamburg


26377
fans in ehren, aber.....

26.05.2008 - da schrieben wohl grade die damen des venzke fanclubs hamburg!???
haben die damen die anderen tollen darsteller nicht bemerkt?? brix, lay, kupfer, schweins, meyring?? habt ihr das tolle orchester mit betta nicht gehört? den fabelhaften pianisten?
komisch, der abend wir wohl vom jesus darsteller getragen, aber diesen abend hat gewiss nicht er allein zu dem gemacht was er war: EIN TOLLES ERLEBNISS!
also meine damen, fans sind gut und wichtig, aber bleibt real und fair! ich denke herr venzke würde das nicht anders sehen!??

ein neuer JCS begeisteter


26364
Sehr sehenswerte Inszenierung

26.05.2008 - Eine wirklich gelungene Stadttheater-Produktion, die für sehr humane Eintrittspreise eine frische und sehr sehenswerte Inszenierung des Klassikers von Andrew LLoyd Webber bietet.

Das aufwendige Bühnenbild und die Kostüme sind perfekt aufeinander abgestimmt und machen die Produktion schon optisch zu einem echten Hingucker. Christian Venzke gibt einen - besonders im 2. Akt - sehr bewegenden Jesus und fesselt mit schöner Stimme, Bühnenpräsenz und Ausdruck. Auch Matthias Wippich als Kaiphas hat bei mir stimmlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

Richtig rund wird die Produktion aber erst durch die Chöre und die Statisterie, die eine tolle Leistung abliefern und vor allem in den Massenszenen mit einer gut durchdachten Choreographie / Gesangsleistung das Bühnengeschehen zum Leben erwecken.

Ein Stern Abzug allein für einige leider sehr schlecht verständlichen Solisten. Besonders im 1. Akt haben sie es den Zuschauern ein wenig schwer gemacht, der Handlung zu folgen.

Doch davon abgesehen: Sehr empfehlenswert!

Kathrin, Hamburg


26359
Ungewöhnlich aufwendige und tolle Stadttheaterinszenierung!

25.05.2008 - Tolle JCS-Inszenierung mit einem großen Chor, gelungener Besetzung und einem klasse Bühnenbild!

An dieser Produktion wird deutlich, dass es nicht immer die großen & (besonders von den Kartenpreisen her) teuren Musicalproduktionen sein müssen, welche einem einen wunderschönen Abend bereiten.

Die Besetzung der einzelnen Rollen ist gelungen und interessant gemischt - klassische Opernstimmen mischen sich mit poppig-rockigem "Musicalgesang".
Besonders der Jesus Christ, gespielt von Christian Venzke, hat es mir angetan. Venzke hat eine unglaubliche Bühnenpräsenz und "sein" Gethsemane muss sich wirklich nicht verstecken!

Durch die zahlreichen Chorparts wird das Stück abgerundet und besonders der Titelsong verursacht dank des Chors/der Chöre ein absolutes Gänsehautfeeling!

Unbedingt empfehlenswert!

Jessica, Hamburg


26347
Emotional sehr gut

25.05.2008 - Anfangs hatte es mir nicht so gut gefallen. Hatte den Text sehr schlecht verstanden wurde fast schon langweilig. Aber nach der Pause ging es so richtig los! Texte einwandfrei verstanden. Rissen die Zuschauer in ihren bann. Voll emotional. Die Jesus Geschichte unserer Zeit.Wundervoll! Muss man erlebt haben!

Sonja


26312
klasse Inszenierung

23.05.2008 - Ich finde das Stück sehr gut inszeniert, tolle Regiearbeit.Ferner lebt es von den Darstellern (Jesus , Judas und Pilatus)klasse Leute und herrlich schrill Herodes, mit den 7 Todsünden.
Der Chor der Apostel ist nicht ganz mein Geschmack. Bei einigen Chorsolisten mangelt es auch an Textverständlichkeit.
Chöre und Statisterie sind gut geführt und in Szene gesetzt, was bei der Menge der Leute nicht gerade einfach ist aber gut gelöst wurde.
Insgesamt eine vulminante Aufführung, die mich begeistert. Davon könnte es mehr im Theater geben. Der Zuspruch des Publikums ist groß und Karten mangelware, da fast alle Vorstellungen ausverkauft sind.So muss es auch sein :-))

Sanni


26309
Emotion PUR!

23.05.2008 - Kerstin Bix zusammen mit Christian Venzke ein Traumpaar und Emotion pur auf der Bühne! Michael Kupfer als klassischer Opernsänger singt diese Partie einfach Spitze. Kurtzweiliger Abend freuen kann sich jeder der noch eine Karte bekommt...fast alle Vorstellungen ausverkauft :-(

Die Andere


26279
Ungewöhnlich und gelungen!

21.05.2008 - Ein ungewöhnlicher Zugriff,der sehr archaisch und ohne Show-Mätzchen eine ewig-gültige Geschichte erzählt.
Eine spannende Idee und gekonnte Umsetzung,die den Vergleich mit anderen Zugriffen wie der Köpplinger-Fassung oder der Kasseler Aufführung lohnt.
Für einen deutschen Opernchor leistet der VSB-Chor Eindrucksvolles,ist immer in Bewegung und sehr konzentriert bei der Sache, die Massenszenen sind eindrucksvoll arrangiert.
Die Solisten finde ich hervorragend,vor allem Christian Venzke und Kerstin Brix,sowie auch Michael Kupfer.Eine sehr gelungene,eher opernhafte Ausstattung rundet für mich den guten Gesamteindruck ab.
Nicht unerwähnt möchte ich das Orchester lassen,das druckvoll und mit gutem Gefühl für Tempi spielt.
Fazit:Wer das Stück mal etwas anders sehen will und nicht unbedingt auf einer "klassisch-musicalhaften" Umsetzung besteht,kann in Rheydt einen spannenden Theaterabend erleben.

Shakespeare


26262
Gänsehaut

20.05.2008 - Geschehen eindrucksvoll herübergebracht, Jesus und Maria Magdalena gute Leistung

mm


26255
etwas verhoben

20.05.2008 - eher enttauschender abend

Hardy


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Handlung
Die letzten sieben Tage Jesu Christi. mehr

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Die deutschsprachige Erstaufführung fand am 18. Februar 1972 in der Halle Münsterland (Münster) mit Reiner Schöne in der Hauptrolle statt.

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