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Drama

Der Mann von La Mancha

Den unmöglichen Traum träumen


© t.behind-photographics
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Das Euro-Studio Landgraf schickt den "Mann von La Mancha" auf Tournee. Christian Stadelhofer inszeniert diesen Klassiker mit Schauspielern und einer anrührenden Annika Bruhns in einer kleinen und intimen Produktion und lässt auf der Bühne die Grenze zwischen Orchester und Besetzung verschwinden. Dem Publikum wird ein Theaterabend geschenkt, wie man ihn bei einer Tourneeproduktion beinahe nicht erwarten würde.

(Text: Frank Guevara Pérez)

Rezensierte Vorstellung:29.03.2022
Letzte bekannte Aufführung:04.04.2022
Showlänge:180 Minuten (ggf. inkl. Pause)


Man stelle sich eine Tourneeproduktion vor, mit allen Unzulänglichkeiten, die man diesen zuschreibt: Ein kleines Orchester, das schon beinahe den Namen nicht verdient, ein spärliches - eben tourneetaugliches - Bühnenbild und Hauptdarsteller auf der Bühne, die zumindest in weiten Teilen zugegebenermaßen nicht zu den größten Sängern gehören. Leider keine Seltenheit.Und dann sieht man diese Tourneeproduktion von "Der Mann von La Mancha" und entdeckt eine Perle, die solche heruntergeschraubten Erwartungen an Tourneeproduktionen Lügen straft, und es wird klar: es geht auch anders!

© t.behind-photographics
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Als Bühnenbild dient lediglich eine LED-Wand mit einfachen Projektionen des jeweiligen Handlungsortes: Mal eine Steinmauer, wenn wir uns im Gefängnis der spanischen Inquisition befinden, mal sind es Kirchenfenster, wenn wir uns in der Scheinwelt des Don Quichote bewegen. Dazu kommen sieben unterschiedlich große Holztruhen, hinter, vor und in denen die Darsteller ihre Parts spielen. Tatsächlich verlassen sie niemals ihre Plätze, sondern bleiben immer im Umkreis ihrer Truhe. Sicherlich war diese Inszenierungsidee den zu Beginn der Tournee geltenden Pandemie-Bedingungen geschuldet; jetzt erweist sie sich aber als cleverer und witziger Einfall. Wenn Aldonza oder doch eher Dulcina ihr "Seidentuch" an Sancho Pansa gibt, wirft sie es angewidert in ihre Truhe und Sancho holt eben dieses Tuch aus seiner Truhe heraus, um es seinem Herrn zu übergeben. Nach und nach räumt die Besetzung der von Don Miguel erzählten Geschichte alle Requisiten aus ihren Truhen. So auch Don Quichotes und Sancho Pansas Reittiere – oder besser gesagt: die Köpfe von Handpuppen eines stolzen Rosses und eines Esels.

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Die kleine, aber feine Band, die im Hintergrund der Bühne unter der Leitung von Heiko Lippmann die Musik der Show mit viel spanischem Flair umsetzt, wird vom vierköpfigen Ensemble im Vordergrund unterstützt. Karen Helbing, Claudius Freyer, Felix Freund und Maciej Bittner übernehmen jeweils mehrere Rollen und decken damit als Quartett alle Nebenrollen des Stücks ab. Zusätzlich übernehmen sie die Orchesterparts des Cellos und der Gitarren und machen damit den "Stück-im-Stück-Effekt", den die Handlung vorgibt, perfekt.

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Die beiden männlichen Protagonisten Joachim Nimtz (Don Miguel / Don Quichote) und Franz Frickel (Sancho Pansa) harmonieren perfekt miteinander. Nimtz ist sicher kein großer Sänger, schafft es aber in der Titelrolle mit großartigem Schauspiel durch den Abend zu führen. Franz Frickel mit seiner angenehmen Stimme und einem komödiantischen Talent steht ihm dabei stets – seiner Rolle entsprechend – zur Seite.

Für Musicalfans sicherlich am interessantesten ist die Besetzung der Aldonza/Dulcinea mit Annika Bruhns. Nach Hauptrollen in "Elisabeth", "Mamma Mia" und "Ich war noch niemals in New York" ist es in den letzten Jahren stiller um sie geworden. Die stimmlichen Anforderungen der weiblichen Hauptrolle im "Mann von La Mancha" meistert sie mit Leichtigkeit. Dabei spielt sie in einer Mischung aus Härte und Verbitterung die Aldonza und zum Schluss des Stückes in rührender Feinheit die Dulcinea. Was für eine Freude, sie in dieser kleinen Inszenierung wiederzusehen! Nebenbei übernimmt sie, wie mit Ausnahme des Don Quichote jeder Darsteller, ebenfalls einen Orchesterpart, nämlich die Querflöte.

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Auf die Frage nach dem Leitmotiv für "Der Mann von La Mancha" antwortete der Autor Dale Wassermann in einem Interview einmal: "Nur wer das Absurde versucht, ist fähig das Unmögliche zu vollbringen". Mit diesem Gedanken im Kopf ist dieses oberflächlich betrachtet altmodische Musical vielleicht in den heutigen Tagen aktueller als je zuvor.

(Text: Frank Guevara Pérez)



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Kreativteam

Musikalische LeitungHeiko Lippmann
InszenierungChristian Stadlhofer
Choreografie, KampfchoreografieJochen Schmidtke
zusätzliche TanzchoreografienVeronique Lafon
AusstattungSylvia Wanke
VideoSylvia Wanke
Manuel Schulte


Besetzung

== 2022 ==

Don QuixoteJoachim Nimtz
SanchoFranz Frickel
AldonzaAnnika Bruhns
mitClaudius Freyer
Karen Helbing
Felix Freund
Marciej Bittner


Frühere Besetzungen? Hier klicken



Produktionsgalerie (weitere Bilder)

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 Theater / Veranstalter
Konzertdirektion Landgraf

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(fgp)

Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Intime und anrührende Neuinszenierung des Klassikers, die die Grenzen zwischen Cast und Orchester verschwimmen lässt.

03.04.2022

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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