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Klassiker

Sweet Charity

Wie findet Frau nur den richtigen Mann?


Knallige Farben beherrschen die Bühne, auf der Charity ihr Liebesglück sucht. Die Kieler Oper bietet ein flottes Vergnügen, mit einer charismatischen Katja Berg in einer comic-artigen Revue, durch die der alte Klassiker um viele Jahre verjüngt erscheint.

(Text: Michael Rieper)

Premiere:12.11.2005
Letzte bekannte Aufführung:14.06.2006


In den vergangenen Jahren hat das Kieler Opernhaus immer wieder Musicals auf die Bühne gebracht, die bereits mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben. Dabei entstanden teils routiniert-nette ("On the Town", "My fair Lady"), teils langweilige ("I do! I do!") Abende ohne besondere Überraschungen. Genau in diese Reihe passte auch das diesjährige Stück: "Sweet Charity", Cy Colemans Klassiker, stammt aus den 60ern und kann getrost als angestaubt bezeichnet werden. Alles deutete also darauf hin, dass wieder ein im besten Fall netter Abend daraus wird. Das drohende Damokles-Schwert der Langeweile schwebte in der Vorstellung des Rezensenten schon bedenklich darüber...

Doch es sollte anders kommen. Regisseur Christian von Götz hat das Stück als quietschbunte Comic-Revue inszeniert, die von Anfang bis Ende Spaß macht. Charity, ein Callgirl, trifft, just nachdem ihr Freund sie mitsamt ihrer Aussteuer verlassen hat, den Filmstar Vittorio Vidale. Er ist von ihr fasziniert, nimmt sie mit in seine Wohnung, doch als seine eifersüchtige Geliebte auftaucht, verschwindet er mit ihr im Bett, während Charity im Kleiderschrank ausharren muss. Wenig später trifft sie auf den labilen Oscar; die zwei verlieben sich ineinander. Doch auf Dauer kann er nicht damit umgehen, dass Charity schon mit so vielen Männern zusammen war und trennt sich von ihr. Für Charity beginnt die Suche also von neuem. Allzu viel Tiefgang hat diese Handlung nicht, doch dank farbenfroher Kostüme (verantwortlich: Gabriele Jaenecke), abwechslungsreicher Choreografie (Ralf Rossa) und teilweise fast schon clownesk anmutendem Make-up (Caroline Steinhage) kommt man gar nicht erst in Versuchung, das Stück zu ernst zu nehmen.


Wie aus einem Comic wirkt der riesige Pfeil, der in vielen Szenen vom oberen Bühnenrand auf den Mittelpunkt des Geschehens weist. Dabei ist das eigentlich gar nicht nötig, denn fast durchgängig steht eine Person auf der Bühne im Mittelpunkt: die Titelheldin Charity Valentine Hope. Und auf sie guckt der Zuschauer sowieso ständig, da Katja Berg eine unglaubliche Bühnenpräsenz ausstrahlt. Mit Charme und überbrodelndem Temperament verkörpert sie den Optimismus, der trotz aller Rückschläge Charitys Leben beherrscht. Doch auch die stillen und verzweifelten Momente gelingen ihr eindrucksvoll. Die kräftige, schön gefärbte Stimme klingt wunderbar und ihre Mimik ist ein weiteres Highlight. Eingesperrt in Vidales extravaganten Kleiderschrank (ein dickes Lob an Ausstatter Norbert Ziermann), hat sie kaum noch Bewegungsfreiheit. Doch was sie mit ihrem Gesicht alles auszudrücken vermag, während Vittorio und Gespielin im Bett liegen, ist beeindruckend.
Die beiden Herren an ihrer Seite wissen ebenfalls zu überzeugen. Matthias Pagani (kaum wiederzuerkennen dank blonder Perücke und italienischem Akzent, der für viele Lacher sorgt) ist als Vittorio anfangs ganz snobistischer Filmstar, taut an Charitys Seite aber immer weiter auf und lässt den wahren Menschen hinter der Star-Fassade erkennen.


Oscar lernt Charity in einem Fahrstuhl kennen, in dem die beiden steckenbleiben. Seine zahlreiche Ängste gewinnen dort schnell die Oberhand und es ist für den Zuschauer sehr amüsant zu beobachten, was Dirk Schäfer im Zusammenspiel mit Katja Berg aus dieser Situation macht. Aufgrund seiner Labilität bleibt Oscar trotz aller Liebe immer einen Schritt hinter der quirligen Charity, und so gelingt Schäfer, als seine Figur sich am Ende gegen sie wendet, ein stimmiges Rollenportrait.


Dem Orchester scheint das Ganze nicht weniger Spaß zu machen. Unter Leitung von Simon Rekers ertönen aus dem Graben schwungvolle Klänge, die das Geschehen auf der Bühne bestens unterstützen.

Schleswig-Holstein hat auf der Musical-Karte Deutschlands bisher noch nie eine wesentliche Rolle gespielt. Mit dieser gelungenen Produktion und der großartigen Hauptdarstellerin könnte sich das jetzt ändern.


Musik von Cy Coleman
Liedtexte von Dorothy Fields
Libretto von Neil Simon
nach Federico Fellinis Film „Die Nächte der Cabiria“

(Text: Michael Rieper)






Kreativteam

Musikalische Leitung Simon Rekers
Regie Christian von Götz
Bühne Norbert Ziermann
Kostüme Gabriele Jaenecke
Choreographie Ralf Rossa


Besetzung

CharityKatja Berg
Vidal
Daddy
Andrea Matthias Pagani
Alexander Franzen
OscarDirk Schäfer
HermannSteffen Doberauer
HeleneMichaela Rams
CarmenSusan Gouthro
NickieKatharina Schutza
EnsembleMiriam Blasius
Luise Kinner
Anne Krautwald
Nora Koenig
Cornelia Moehler
Anne-Marie Warburton
Andrzej Bernagiewicz
Matthias Brede
Norbert Bujung
Martin Fleitmann
Hans-Jürgen Förter-Barth
Lubomir Georgiev
Klaus-Peter Hallacker
Ho Il Kim
Sang Youf Kim
Slav Koroliuk
Sergej Rotach
Chan Il Seok
Alexandar Stoyanov
Shuichi Umino
Thomas Wischer
Jerzy Zawalinski



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


17 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


9335
Wunderbare Katja Berg

31.12.2009 - Toll! Katja Berg erfreut mich immer wieder. Trotz Mikroausfall hört man ihre starke Stimme sehr gut.
Sie ist einfach klasse!
Unterstützt wird sie durch ein sehr homogenes Ensemble, tolle Choreographien und schöne Kostüme.
Dieses Stück lohnt einen Besuch in jedem Punkt - egal von woher man anreist...

Hardy


11393
Herman was der hammer

31.12.2009 - Also ich fand Herman total genial..das muss wohl an seinem Aussehen liegen! =)

Anni


12996
Wunderbar

15.06.2006 - sweet charity war einfach richtig gut. das ganze ensemble und das orchester waren klasse. aber am besten hat mir natürlich katja berg gefallen. ihre ganze gestik und mimik und natürlich ihr geang waren einfach nur genial.

tina


12062
Klasse

24.04.2006 - Katja Berg ist einfach nur genial. Sie spielt die Rolle der Charity richtig überzeugent und dazu kommt dan noch ihre fantastische Stimme.

Sophie


12043
Super!

23.04.2006 - Ein absolut gelungenes Stück mit einem wunderbaren Ensemble, allen voran eine bezaubernde Katja Berg!
Durch ihre Mimik, ihren Charme und Gesang überzeugt sie besonders.

Katharina


11407
charity

21.03.2006 -

meier


11334
5 Sterne für Katja Berg

17.03.2006 - Ich kann dem mz-Kommentar voll zustimmen. Das Musical wird ganz und gar von der wunderbaren Katja Berg getragen. Diese Komödiantin ist einfach Spitze.
Fahrt in die Provinz und schaut euch dieses Musical an.Es lohnt sich.

Günter Schmidt


10988
Vorstellung vom 26.2.06in Kiel

28.02.2006 - Gute Inprofitation als der Schuh im ersten akt verloren wurde.
Es war einfach nur Super!
Auch ein Lob an die Statisten und an das Orkester.

sven


10953
Traumhafte Katja Berg

27.02.2006 - sweet charity war einfach klasse, vorallem durch katja Berg. sie verleiht dem Stück seinen ganz eigenen Charakter und mit ihrer wunderbaren Stimme und ihrer Gestik gibt sie dem Stück noch einen traumhaften Glanz. Katja verzaubert mit ihrem Auftritt das gesamte Publikum.

Susanne


10943
best

27.02.2006 -

Musi


9697
Schrecklich!

03.01.2006 - Was war das denn? Ein Graus! Muss man so eine füllige Charity lieben? nein. Und dann noch Opernchor als Musicalensemble... Nein danke!

Herbert


9166
Super!

07.12.2005 -

Sven


8930
Musical vom Feinsten

23.11.2005 - Katja Berg, Regie, Choreografie, Musik rundherum alles absolut überzeugend und gelungen. Ein Spitzengenuss

hutjel


8889
miserabel

20.11.2005 - das lohnt sich gar nicht.ich will keinen opernchor als musicalensamble sehen.und der ton war ein graus, von darstellerischen qualitäten (ausnahme oscar) ganz abgesehen. hat der regiesseur dir figur der charity hope überhaupt verstanden?

lutz


8854
Broadway an der Förde

17.11.2005 -

Andreas Pflüger


8810
Unbedingt hinfahren - lohnt sich sehr

15.11.2005 - Katja Berg als Sweet Charity und der in jeder Hinsicht hochwertige Musicalabend ist sehr zu empfehlen, eine Reise zum Kieler Opernhaus lohnt sich.

Tina


8763
Absolut genial

12.11.2005 - Sweet Charity war wirklich klasse. Vorallem Katja Berg. Sie hatte so hammermäßig gesungen, dasss mir sogar Tränen in den Augen standen.
Sie verleiht diesem Stück etwas ganz besonderes durch ihre ganze Gestik und Mimik.
Sweet Charity ist absolut sehenswert, dank einer glänzenden und zauberhaften Katja Berg.

Susi


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