Bevor sie in den Krieg ziehen, begeben sich drei Matrosen für 24 Stunden auf ihren vorerst letzten Landgang und erliegen dem Taumel der Metropole New York. Dieser Satz fasst die Handlung von Leonard Bernsteins 1944 uraufgeführtem Broadway-Erstling zusammen. Die euphorische Liebeserklärung des Komponisten an die Stadt seiner Träume feiert am Samstag in einer Inszenierung von Louisa Proske und mit Choreografien von Marie-Christin-Zeisset Premiere am Theater Duisburg.
Sesamstraße und Muppet-Show standen nicht nur Pate für das giftig-gallige Puppen-Musical "Avenue Q", sondern auch für die 2005 erstmals eröffnete Seniorenresidenz "Villa Sonnenschein". Die Puppen, auf der Bühne sichtbar vom menschlichen Cast gespielt, mischen sich unter anderem als sensible Wandlampe, vorlaute Bettpfanne und draufgängerische Topfpflanze in das zunächst trübe Leben der Bewohner ein, die von der Heimleitung mit dubiosen Pillen still gestellt werden. Premiere der Inszenierung von Bart De Clercq an der Comödie Dresden ist am Freitag.
Das Musical "Dear Evan Hansen" wurde 2015 in Washington uraufgeführt - in einer Zeit, in der soziale Medien gerade erst beliebter wurden. Es erzählt die Geschichte des titelgebenden, schüchternen Schülers, der sich sein Leben lang unsichtbar gefühlt hat. Nach einem tragischen Ereignis gerät er unverhofft in den Mittelpunkt einer öffentlichen Kontroverse und sieht darin die Chance, endlich jemand anderes zu sein. Ab Freitag kommt das Musical, das Zugehörigkeit, psychische Belastung und digitale Öffentlichkeit thematisiert, in Bonn als Koproduktion vom Theater und dem Jungen Theater auf die Bühne.
Das 2017 im Londoner Od Vic uraufgeführte Musical-Drama "Girl From The North Country" mit der Musik des Singer-Songwriters Bob Dylan wird am Freitag im Rahmen des Festivals "Musical Frühling Gmunden" erstmals in Mitteleuropa gezeigt. Nach seiner deutschsprachigen Erstaufführung in der Regie von Markus Olzinger und acht weiteren Vorstellungen bis 18. April im Salzkammergut, feiert das Stück, das in einer heruntergekommenen Pension in der US-amerikanischen Hafenstadt Duluth spielt, am 17. Oktober seine deutsche Erstaufführung in Fürth.
Er kann weder sprechen, noch singen oder tanzen - dennoch steht er ganz im Mittelpunkt unserer Premiere der Woche: der zu einer Zeitmaschine umgebaute DeLorean. In diesem Auto wird der Teenager Marty McFly vom Erfinder Doc Brown versehentlich auf Zeitreise ins Jahr 1955 transportiert. 40 Jahre nach dem Kinostart des Films feiert die darauf basierende Musical-Adaption "Zurück in die Zukunft" am kommenden Sonntag in Hamburg ihre deutschsprachige Erstaufführung.
Kurz bevor David Bowie im Januar 2016 verstarb, hatte er am 7. Dezember 2015 bei der Weltpremiere von "Lazarus" in New York seinen letzten öffentlichen Auftritt. Sowohl sein Musical als auch Bowies letztes zu Lebzeiten veröffentlichtes Album "Blackstar" entstanden unter dem Eindruck beziehungsweise im Wissen um das...
Im Vergleich zu Frank Wildhorns großen Hit-Musicals "Jekyll & Hyde" oder "Dracula" führt sein 2014 in St. Gallen uraufgeführtes Mittelalter-Spektakel über Britanniens berühmtesten König auf den Spielplänen im deutschsprachigen Raum eher ein Schattendasein. Am Samstag feiert das selten gespielte Stück mit unter anderem Jannik Harneit (Artus), Daniela Tweesmann (Morgana) und Vikrant Subramanian (Lancelot) Premiere am Theater Osnabrück.
Wie viel muss jedes Individuum für Staat, Familie oder Ideale in einer aus den Fugen geratenen Welt opfern? Mit Fragen wie diesen, die heute aktueller denn je sind, setzt sich Krystian Lada in seiner Neuinszenierung des American Tribal Love-Rock Musicals "Hair" auseinander. Premiere ist am kommenden Samstag am Theater St. Gallen.
Jugendliche erleben Sexualität, Versagensängste, Abtreibung, Suizid. 1891 entfachte Frank Wedekind mit diesen Themen in seinem Bühnenstück "Frühlings Erwachen" einen Sturm der Entrüstung. Auch in dem darauf basierenden Rockmusical von Duncan Sheik und Steven Sater stellen sich Heranwachsende diesen Herausforderungen und kämpfen gegen Engstirnigkeit und Prüderie der Erwachsenen. In der Volksoper Wien feiert es Samstag Premiere.
Vor über 200 Jahren veröffentlichte die britische Schriftstellerin Mary Shelley die Geschichte eines ehrgeizigen Forschers, der im Labor aus Leichenteilen einen künstlichen Menschen erschafft, den er mit Hilfe von Elektrizität zum Leben erweckt: Frankensteins Monster. Bis auf wenige Ausnahmen reagiert seine Umwelt mit Angst und Schrecken auf die vernarbte Kreatur, die sich aufgrund der Ablehnung zu einem menschenhassenden Ungeheuer entwickelt. Jetzt wird das 2007 entstandene Musical "Frankenstein" von Jeffrey Jackson (Buch und Liedtexte) mit der Musik von Mark Baron in einer neuen, eigens arrangierten Orchesterfassung am Theater Altenburg Gera herausgebracht.
