Ein Spot richtet sich auf den noch geschlossenen tiefroten Samtvorhang des Vogtlandtheaters Plauen. Eine weiß behandschuhte Hand kommt zwischen den Vorhängen zum Vorschein und deutet dem Publikum gestisch, dass es nicht erwünscht sei, zu filmen, zu fotografieren und um Himmels Willen vor allem nicht mit Papier zu rascheln. Dem schmunzelnden Publikum wird bereits an dieser Stelle klar, dass in den folgenden knapp zweieinhalb Stunden dem Addams-Family-Kult in jeder erdenklichen Weise gefrönt wird. Dabei ist es völlig nebensächlich, dass die Handlung ziemlich vorhersehbar oder der ein oder andere Gag ein ziemlicher Kalauer ist. Es zählt nur, dass es einfach verdammt viel Spaß macht!
Das Theater Plauen-Zwickau hat in den letzten Spielzeiten immer wieder mit opulent inszenierten und ausufernd besetzten historischen Musicals aufgewartet, die hervorragend im Setting des Plauener Parktheaters als Open-Air-Produktionen zur Geltung kommen. Auch das ursprünglich spanische Musical "Der Medicus" reiht sich nahtlos darin ein und versetzt das Publikum stimmungsvoll in die Geschichte zwischen England und Persien.
Wie schon bei "Into the Woods" wildert auch dieses Musical im Grimmschen Märchen-Fundus. Endora, die böse Stiefmutter von Schneewittchen hat das Ziel, alle Märchen ihres guten Endes zu berauben. Florian, Schneewittchens bester Freund, Doro und Alex kämpfen im Märchenwald gegen den bösen Wolf, Rumpelstilzchen und andere Bösewichter. Das Theater Plauen-Zwickau zeigt das Musical als deutschsprachige Erstaufführung.
Mit seiner diesjährigen Open-Air-Inszenierung stellt das Theater Plauen – Zwickau zum wiederholten Male seine Musical-Tauglichkeit unter Beweis: Mit einem neuen Blickwinkel auf den Zauberer Merlin, einer phantasievollen Inszenierung und einer durchweg überzeugenden Besetzung präsentiert sich "Artus – Excalibur" als Geheimtipp im Musical-Sommer 2023.
In Brandenburg befreit die Regie von Frank Martin Widmaier und Chris Murray Lloyd-Webbers Rockoper über die Passion Christi von Bibelstunde, Pathos und Symbolismus. Jesus geht seinen letzten schweren Weg in einer abstrakten Moderne. Überschattet wird die einfallsreiche und sehenswerte Inszenierung von der Akustik: In nahezu unerträglicher Lautstärke wummern Musikbegleitung und Gesang pausenlose 105 Minuten auf das Publikum ein.
Bram Stokers bekannter Blutsauger geistert durch eine Vielzahl von Musical. Mittlerweile am bekanntesten ist die Version mit der Musik von Frank Wildhorn und dem Libretto von Christopher Hampton und Don Black. Wildhorn schwelgt auch in der Gruselstory um Draculas Ausflug in sein neues Anwesen nach London wieder in großen Melodien.
Behutsame Modernisierungen halten einen Musical-Klassiker frisch. Das beweist Manfred Ohnoutkas muntere "Kiss Me, Kate"-Inszenierung mit einem gut aufgelegten Musiktheater-Ensemble am Theater Vorpommern.
Gute Laune pur garantiert Kay Links witzige Inszenierung des Musical-Klassikers von 1937, der in den 1980er Jahren mit überarbeitetem Buch und ergänzter Partitur wieder zum Leben erweckt wurde. Auf der Bühne steht in Beatrice von Bomhards sehenswerter Ausstattung ein spielfreudiges Ensemble – an der Spitze Joshua Hien und Katarzyna Rabczuk als nicht zu trennendes Liebespaar.
Mehrere Begriffe ohne Anführungszeichen = Alle Begriffe müssen in beliebiger Reihenfolge vorkommen (Mark Seibert Hamburg findet z.B. auch eine Produktion, in der Mark Müller und Christian Seibert in Hamburg gespielt haben). "Mark Seibert" Wien hingegen findet genau den Namen "Mark Seibert" und Wien. Die Suche ist möglich nach Stücktiteln, Theaternamen, Mitwirkenden, Städten, Bundesländern (DE), Ländern, Aufführungsjahren...