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Komödie

Harry und Sally

Freundschaft, Liebe oder Sex?


Können Männer und Frauen nur platonische Freunde sein? Um diese Frage geht es bei "Harry und Sally". Dank vieler pointierter Dialoge und netter, wenn auch belangloser Melodien entstand ein amüsanter Theaterabend.

(Text: Michael Rieper)

Premiere:03.09.2005
Letzte bekannte Aufführung:03.05.2006


Ein wahrer Klassiker der Leinwand ist sie schon, die Geschichte von Harry und Sally, die sich auf einer langen Autofahrt nach New York über die Frage streiten, ob Männer und Frauen "nur" Freunde sein können. Sally ist sich sicher, dass das funktionieren kann; Harry hingegen behauptet, dass ihnen früher oder später der Sex dazwischen kommt und die Freundschaft zerstört. So gehen die beiden auseinander, ohne sich angefreundet zu haben. Sie verlieben sich in andere Partner, er heiratet sogar und lässt sich bald darauf wieder scheiden, doch alle paar Jahre begegnen sie sich zufällig wieder, auf dem Flughafen oder im Buchladen. 10 Jahre nach ihrem Kennenlernen beginnt ihre Freundschaft: Ihre gescheiterten Beziehungen haben Narben hinterlassen, über die sich wunderbar mit dem neu gewonnenen Freund lamentieren lässt. Doch irgendwann wird aus dem freundschaftlichen Kuscheln mehr und auch die beiden müssen sich der Frage stellen, ob eine Freundschaft mit Sex funktionieren kann.
Joan Vives, der für Buch, Musik und Texte verantwortlich ist, hat sich erfreulicherweise eng an die Vorlage gehalten, so dass der Zuschauer eine Menge amüsanter pointenreicher Dialoge zu hören bekommt, in denen er sich oft selbst wieder erkennt. Leider ist die Musik allzu belanglos geraten. Dabei ist die Partitur durchaus abwechslungsreich; von Cha Cha Cha über typische Musical-Balladen bis zu Swing-Klängen ist alles vertreten, doch auf dem Heimweg kann man sich an kaum eine Melodie erinnern. Der Band unter Leitung von Axel LaDeur kann man da zumindest keinen Vorwurf machen. Sie spielt flott auf und lässt einen satten Sound erklingen.
Wahrscheinlich können sich nur die wenigsten im Publikum davon freimachen, die Hauptdarsteller mit Billy Crystal und Meg Ryan zu vergleichen. Doch Michaela Allendorf und Philip Richert wissen durchaus auf ihre eigene Art für sich einzunehmen. Allendorf legt die Sally weniger hektisch an als das Film-Original und stattet sie mir leiser Ironie aus. Richert ist ganz Frauenverführer; wobei ihm zugute kommt, dass er deutlich besser aussieht als Billy Crystal. Der Wechsel im letzten Drittel zum verständisvollen Freund, der sofort an Sallys Seite eilt, wenn sie Trost braucht, ist jedoch nicht so ganz nachvollziehbar, denn den weichen Kern in Harry hat er vorher gar nicht aufblitzen lassen. Was den Gesang befrifft, bieten die beiden Darsteller ganz unterschiedliche Qualität. Während sie mit facettenreicher Stimme begeistert, kommt er über Durchschnittsgesang nicht hinaus; in einer Musical-Hauptrolle hätte man doch ein bisschen mehr Stimmen-Power erwartet.
Ob das Stück nun in den 70ern, den 80ern oder den 90ern beginnt, ist für die Handlung nicht relevant. Doch irgendwie müsste an den Kostümen der Wandel der Zeit erkennbar sein. Und so bleibt die Frage, warum Kostümbildnerin Eva-Maria Huke Harry und Sally in ihrer ersten Szene topmodern in gebleichten Jeans auftreten lässt. Es soll doch noch 12 Jahre dauern, bis es zum Happy-End kommt.
Das Bühnenbild wird dominiert von einer Art (milch-)gläsernen Schiebewand, auf der eine Großstadtsilhouette angedeutet ist. Das ständige Auf- und Zuschieben dieser Elemente ist auf Dauer etwas nervig; es hakt immer mal wieder und klappert. Die zahlreichen Schauplätze werden durch wenige Requisiten angedeutet. Alles tourneetauglich, wie es bei einer Landesbühne sein muss. Aber das reicht auch, schließlich stehen die Dialoge im Vordergrund. Geradezu überrascht wird das Publikum, als im zweiten Akt plötzlich die Handlung auf eine Rollschuhbahn verlegt wird und die Schauspieler über die Bühne skaten.
Den Kult-Status des Filmes wird das Bühnenstück nicht annähernd erreichen, doch dank der tollen Vorlage des Original-Drehbuches sowie der flüssigen routinierten Inszenierung von Jörg Gade entstand ein unterhaltsamer Theaterabend.

(Text: Michael Rieper)



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Produktion: Harry und Sally (Engelbrot Berlin)



Kreativteam

Regie Jörg Gade
Musikalische Leitung Axel LaDeur
Bühne Dirk Immich
Choreo Hans-Christian Leonhard
Kostüme Eva-Maria Huke


Besetzung

Harry Burns Philip Richert
Sally Albright Michaela Allendorf
Amanda u.a. Katharina Wilberg
Jess u.a. Claus Koschinski
Alice u.a. Annetraut Lutz-Weicken
Mr. Zero u.a. Dieter Wahlbuhl
Joe u.a. Moritz Steffen
Helen u.a. Dilruba Saatci
Kellner u.a. Magnus Ronge
Chor Cordula Backe
Christiane Oltmanns
Dete Blume
Stefan Zimmermann




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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


8 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


11500
genialer gehts nicht!

27.03.2006 - Das Stück hat mir super gut gefallen!
Die Schauspieler waren alle sehr hervorragend. Ich bin jetzt noch ganz begeistert.
Ich hatte einen sehr amüsanten Abend!
Alle, die dieses Stück nicht gesehen haben, haben etwas verpasst!

Claudia


9702
Sehenswert

03.01.2006 - Musikalisch hat mich das Stück "Harry und Sally" nicht umgehauen - hinzu kommt, dass nicht alle Darsteller ausreichend stimmfest waren. Dennoch konnte ich den Abend in der Landesbühne sehr genießen, denn die Handlung und deren umsetzung war brillant. Michaela Allendorf ist absolut sehenswert - auch mehrfach. Frisch, inspirierend, detailgenau spielt sie durch das Stück! hat Spaß gemacht!

Seymour


9611
Positive Überraschung

29.12.2005 - Erwartet: eine leichte Liebeskomödie ohne weiteren Anspruch. Gesehen: eine leichte Liebeskomödie, aber mit richtig starken und glaubwürdigen Figuren, mit emotionalem Tiefgang, spritzigen Dialogen und origineller Musik. Großes Lob auch an die Cast - Michaela Allendorf bringt unheimlich viel Charakter in ihre Rolle, Philip Richert spielt ebenfalls stark und hat sich seit Babytalk gesanglich verbessert. Auch die anderen Darsteller (insbesondere Katharina Wilberg) haben mir gut gefallen. Schönes Stück, schöne Produktion. Weiter so!

Salsa-King


9448
Toller Abend

21.12.2005 - Schöne Abendunterhaltung! Michaela Allendorf ist eine prima Sally. Die Inszenierung erinnert mich ein bißchen an Sex and the city. Eine schöne Kombination aus Schauspiel und gesnag mit ein paar sehr witzigen Einlagen. Das hat Spaß gemacht!

Lady Kaltfuß


8730
Einfach zuckersüß

10.11.2005 - Tolles Stück!
Das Bühnenbild war sehr überzeugend, durch die verschiebbaren Wände sind immer wieder neue Orte entstanden...Die Schauspieler haben ihr Bestes gegeben. Sally war einfach süß und mit ihrem gespielten Orgasmus hat sie schließlich auch den letzten Schmollmund zum Lachen gebracht. Alles was man zu Harry sagen kann, der Typ ist echt zum Anbeißen.Ab und zu einen etwas zu machohaften Blick aufgesetzt, aber das war kurze Zeit später wieder vergessen, als er anfing zu singen. Bei dem letzten Stück, wo er Sally seine Liebe gesteht, stellten sich bei so einigen die Nackenhaare auf. Wer möchte nicht so einen Mann?

Leila


8472
einfach super

23.10.2005 -

Lille


8365
Auf und Ab

17.10.2005 - Das Stück ist ein netter Abend, der einfach so dahin plätschert. Bestimmt kein Flop, aber der große Wurf ist es auch nicht.

Latura


7948
Geniestreich!

16.09.2005 -

ollie


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