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Historienmusical

Ragtime

Make Them Hear You


© N. Klinger
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Die nahezu 1:1-Übernahme aus Braunschweig funktioniert auch in Nordhessen bestens. Die Schwächen des Stücks können zwar von Inszenierung und Ensemble nicht komplett ausgeglichen werden, aber den Zuschauer erwartet eine Aufführung, die lange im Gedächtnis bleibt.

(Text: Ingo Göllner)

Premiere:28.01.2017
Rezensierte Vorstellung:04.02.2017
Letzte bekannte Aufführung:29.06.2017


Die Besetzung der größeren Rollen ist bis auf Dionne Wudu als Sarah identisch mit der Braunschweiger Produktion und bleibt auch weiterhin stimmlich und darstellerisch durchweg überzeugend. Mit ihrer souligen, warmen Stimme im großartigen Solo "Your Daddy's Son" gewinnt Wudu das Publikum für sich.
Die kleineren Rollen werden vom Haus-Ensemble übernommen. Dabei beeindruckt, wie geordnet und natürlich Regisseur Philipp Kochheim mit dem Kasseler Personal die Massenszenen gelingen.

© N. Klinger
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Die Krankheitswelle hat auch vor dem Staatstheater nicht halt gemacht. Deshalb kann Markus Schneider in der besuchten Vorstellung seinen "jüngeren Bruder" zwar darstellen und sprechen, aber wegen einer Kehlkopfentzündung nicht singen. Dirigent Xin Tan springt in die Bresche und singt diesen Part aus dem Orchestergraben heraus, während er weiter dirigiert. Es ist mehr als nur eine Verlegenheitslösung: Xin Tan ist hervorragend bei Stimme!
Auch sein Dirigat ist zupackend, energetisch und sicher. Bis auf holprig einsetzende Blechbläser und eine Trompete, die hoffentlich nur einen schlechten Tag hatte, fällt besonders der satte Klang positiv auf, mit dem die brillante Orchestrierung zum Leuchten gebracht wird.
Weniger brillant ist der Ton in den Dialogszenen. Das Stück ist fast durchkomponiert und die meisten Dialoge können sich mehr schlecht als recht gegen das Orchester durchsetzen, obwohl die Musiker keineswegs zu dominant aufspielen. Die Aussteuerung versagt; manche Sätze gehen komplett unter.

© N. Klinger
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"Ragtime" ist ein Meisterwerk des Musical-Theaters. Stephen Flaherty hat einen Ohrwurm nach dem anderen komponiert und spielt gekonnt mit verschiedenen Stilen. Beim genauen Hinhören merkt man, wie geschickt und fast unbemerkt er den synkopischen Ragtime-Rhythmus in seine Kompositionen verwoben hat. Aber es ist nicht makellos. Während der dreistündigen Aufführung gibt es einige vorlagenbedingte Längen und am Ende wird eine Schippe Pathos zu viel aufgelegt.
Trotzdem sollte man sich das Stück nicht entgehen lassen. Denn wer weiß, wann sich ein Theater das nächste Mal trauen wird, dieses aufwendige Stück auf den Spielplan zu nehmen.

(Text: Ingo Göllner)




Verwandte Themen:
Produktion: Ragtime (Oper Graz)
Produktion: Ragtime (Staatstheater Braunschweig)



Kreativteam

Musikalische Leitung Xin Tan
Deniola Kuraja
Inszenierung Philipp Kochheim
Choreografie Kati Farkas
Bühne Thomas Gruber
Kostüme Mathilde Grebot
Licht Dirk Thorbrügge
Dramaturgie Ursula Benzing
Hilde Turba
Chor Marco Zeiser Celesti


Besetzung

Coalhouse Walker jr. Alvin Le-Bass
Sarah Dionne Wudu
Vater Mike Garling
Mutter Monika Maria Staszak
Jüngerer Bruder Markus Schneider
Tateh Randy Diamond
Emma Goldman Sonja Tièschky
Evelyn Nesbit Janina Moser
Harry Houdini Philipp Georgopoulos
Booker T. Washington Darrin Lamont Byrd
Großvater Dieter Hönig
Junge Stavros Katsagiorgis
Benjamin Klein
Mädchen Kristina-Sofia Katsagiorgis
Pauline Roppel
Sarahs Freundin Tina Ajala
Amani Robinson
Henry Ford, Charles S. Whitman, Kinobuchkäufer Bernhard Modes
J. P. Morgan Michael Boley
Willie Conklin, Stanford White, Polizist Nils Zeuner
Richter, Passant Noel Sanchez
Admiral Peary, Feuerwehrmann, Regieassistent Henning Leiner
Weißer Anwalt, Baseball-Catcher Michal Kuzma
Polizist, Reporter, Harry K. Thaw, Bürokrat Sebastian Meder
Matthew Henson Valentino L. McKinney
Schwarzer Anwalt Dominik Doll
Kathleen, Fürsorgebeamtin Sabine Roppel
Harlem-Ensemble Tina Ajala
Nina Baukus
Denise Obedekah
Dominik Doll
Gavin-Viano Fabri
OJ Lynch
Valentino L. McKinney
Dapheny Oosterwolde
Catherine-Busisiwe Chikosi




Produktionsgalerie (weitere Bilder)

© N. Klinger
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Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


1 Zuschauer hat eine Wertung abgegeben:


Auch in Kassel ein Knaller

16.04.2017 - Ich habe die Show in Braunschweig bereits gesehen und war gespannt, ob es große Veränderungen gibt zu der Deutschland Premiere.

Und ich kann sagen, es gibt keine großen Veränderungen.

Die Abend ist perfekt und vom Thema her könnte es nicht aktueller sein mit Immigration und Akzeptanz in der Gesellschaft.

Eine tolle Besetzung, mit großem Orchester und Opernchor runden diesen gelungen Abend ab.

Jemanden aus der großen Schar der Solisten heraus zu nehmen wäre nicht fair, denn bis in die kleinste Rolle finde ich die Besetzung perfekt.

Warum die MZ nur 3 Sterne für Musik Partitur gibt verstehe ich nicht. Soviel verschiedene Stile die dieser Abend bietet findet man nicht oft auf der Musical Bühne.

Nach der Spielzeit soll das Stück wohl noch weiterziehen. Die besuchte Vorstellung war ausverkauft, was ich allen anderen Vorstellungen auch wünsche.

Absolut sehenswert!

KristinP (57 Bewertungen, ∅ 3.6 Sterne)


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Inszenierung

Musik

Besetzung

Ausstattung

Das aufwendige Musical-Epos bleibt auch in Kassel unbedingt sehenswert! Leider werden große Teile des Dialogs Opfer der Tonanlage.

07.02.2017

 Termine

Leider keine aktuellen Aufführungstermine.


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