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Drama

Show Boat

Ol' man river


Das Gelsenkirchener Musiktheater führt seine erfolgreiche Reihe der Klassiker mit "Show Boat" fort. Das Stück, welches aufgrund seiner konsequenten Integration von Handlung, Musik und Tanz als wichtiger Schritt in Richtung des seriösen Buch-Musicals gesehen wird, kann sich in der Inszenierung von Josef E. Köpplinger durchaus sehen lassen.

(Text: Maik Frömmrich)

Premiere:06.11.2004
Letzte bekannte Aufführung:27.03.2005


Und wieder einmal ist man dankbar, dass nicht „Kiss me, Kate“ oder „Cabaret“ auf dem Spielplan steht. Auch wenn diese Stücke natürlich ihre Berechtigung haben und zu den Klassikern des Genres gehören, so ist man doch froh, dass man auch selten gespielte Stücke zu sehen bekommt. Gerade „Show Boat“, welches als wegweisend für das gesamte Genre gilt, wird auf deutschen Bühnen viel zu wenig Beachtung geschenkt. Dank dem Musiktheater im Revier hat man nun die Möglichkeit sich diesen Klassiker anzuschauen.

Das Libretto erzählt über einen Zeitraum von fast 40 Jahren von dem Schicksal der jungen Magnolia, die auf dem Theaterschiff ihres Vaters Captain Andy Hawks den Spieler Gaylord Ravenal kennenlernt. Bald nach der Hochzeit verlässt er seine Frau und seine Tochter Kim, weil er ihr gemeinsames Vermögen verspielt hat. In der Nebenhandlung muss die Mulattin Julie LaVerne das Theaterschiff wegen der Ehe mit einem Weißen verlassen, da solche Mischehen in den Südstaaten verboten sind. Als Folge der Vertreibung verfällt sie dem Alkohol. Sie tritt Jahre später Magnolia ihren Job in einem Nachtclub in Chicago ab, in der Hoffnung, dass sie mehr Erfolg und Glück in ihrem Leben haben wird. Magnolia macht in den folgenden Jahren Theater-Karriere und kehrt letztendlich auf das Theaterschiff ihres Vaters zurück.

Die Handlung, die hier nur skizziert wurde und weitaus umfangreicher ist, wurde von Josef E. Köpplinger unausgewogen umgesetzt. Während einige Szenen knackig und präzise inszeniert werden, ziehen sich andere Szenen unfreiwillig in die Länge. Schade eigentlich, denn so kratzen die langatmigen Momente etwas am Gesamteindruck. Jedoch muss man hervorheben, dass gerade die dramatischen Momente sehr intensiv und beeindruckend rüberkommen und auch bei den komischen Szenen kann man sich nicht beklagen. Es sind die Augenblicke zwischen den Extremen, die sich ziehen und die einfach ein wenig spritziger inszeniert werden hätten müssten. Auch wenn es ständig etwas auf der Bühne zu sehen gibt, es herrscht viel Bewegung durch eine gute Integration vom Opernchor und dem Ballet, so lenkt das doch nicht von den Längen ab.

Das homogene Ensemble kann begeistern und zeigt sehr viel Spielfreude. Allerdings sind es nicht die Hauptdarsteller die hervorstechen, sondern die kleineren Nebenrollen. Trotz souveräner gesanglicher und schauspielerischer Leistungen von Regine Hermann als Magnolia und Thomas Georgi als Ravenal, werden sie von 3 Darstellern an die Wand gesungen bzw. gespielt. Anke Sieloff als Julie LaVerne überzeugt gesanglich und darstellerisch vollkommen und auch Richetta Manager holt aus der eher kleinen Rolle der Queenie alles raus und begeistert mit ihrer starken Stimme. Den wahren Höhepunkt stellt aber Laurence Albert als Joe dar. Mit dem Hitsong „Ol’ man river“ auf seiner Seite beeindruckt er mit einer gefühlvollen Interpretation und sorgt mit seiner großartigen Stimme für eine wohlige Gänsehaut.

Unterstützt werden die guten Leistungen durch ein engagiert aufspielendes Orchester, in der besuchten Vorstellung unter dem Dirigat von Kai Tietje, welches die nötige Mischung aus Schmalz und Schwung trifft.

Abgerundet wird der gute bis sehr gute Gesamteindruck durch die wirklich schönen Kostüme von Marie-Luise Walek und dem beeindruckendem Bühnenbild von Heidrun Schmelzer, welches viel Liebe zum Detail offenbart. Im Zusammenspiel mit dem stimmungsvollen Lichtdesign entstehen sehr schöne Bilder, die den Vergleich mit großen Musicalproduktionen nicht scheuen brauchen.

Zusammenfassend kann man eigentlich nur lobend von dieser Produktion sprechen, die mit viel Engagement, viel Spielfreude und viel Liebe zum Detail einen gelungenen Abend garantiert. Bei so vielen positiven Eindrücken ist man natürlich willig, die angesprochenen Längen zu vergessen. Menschen, die sich auch für die Ursprünge des Genres Musical interessieren, sollten sich diese Inszenierung auf keinen Fall entgehen lassen.

(Text: mf)




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News: PdW: Showboat (01.11.2004)



Kreativteam

Musikalische LeitungCosima Sophia Osthoff
InszenierungJosef E. Köpplinger
ChoreografieRicarda Regina Ludigkeit
BühneHeidrun Schmelzer
KostümeMarie-Luise Walek
ChorNandor Ronay
DramaturgieWiebke Hetmanek


Besetzung

Captain AndyJoachim G. Maaß
ParthyEva Tamulénas
Inez Timmer
MagnoliaClaudia Braun
Regine Hermann
RavenalWilliam Saetre
JulieAnke Sieloff
Anna Agathonos
EllieElise Kaufman
Frank SchulzNyle P. Wolfe
QueenieRichetta Manager
JoeLaurence Albert
Steve Baker
Hinterwädler
Jim
Frank Berg
Rubberface
Charlie
Dancecaptain
Sean Stephens
PeteGeorg Hansen
Vallon
Sheriff
Bernd Frings
Windy
Maschinist
Jerzy Kwika
VermieterinCharlotte Bittermann-Jannasch
HazelGabriele Ernesti
JebSergey Fomenko
OberinPatricia Pallmer



Zuschauer-Rezensionen

Die hier wiedergegebenen Bewertungen sind Meinungen einzelner Zuschauer und entsprechen nicht unbedingt den Ansichten der Musicalzentrale.


4 Zuschauer haben eine Wertung abgegeben:


3404
hallo

31.12.2009 - ich fand das stück sehr gut, ich war sogar zweimal in der aufführung! ich fand schade das es in dem stück kein höhepunkt gab, außerdem war der schluss sehr traurig.
es war aber alles sehr schön gespielt, gesungen (vor allem von dem bassist) und getanzt.
die lieder sind ein echter ohrwurm:-) ich habe nur drei sterne gegeben weil die geschichte an sich mir nicht soo gut gefallen hat!

susanne Kuhlmann


3846
Fürs erste mal!

31.12.2009 - Hallo.
Dieses war mein sogesehen erstes mal das ich eine solche Veranstaltung besucht habe.
Und ich muss sagen ich bin positiv überrascht davon.

Die Schauspieler und der Witz der mit der Geschi´chte vermittelt wurde gefiel mir ganz gut.

Womit ich mich aber nicht hundert prozentig mit übereintraf war der Gesag der manchmal mehr in die Oper rüberging.

Aber das ganze Stück ansich übertrumpfte den Gesang und somit war ich vollstens zufrieden mit dem Stück.

Ich werde mir in Zukunft des öfteren wohl solche Veranstaltungen anschauen.

Das Bühnenbild fande ich sehr anspruchsvoll und wechselte oft was nicht langweilig wirkte.

Die einzelnen Scenen waren gut nur teilweise zu kurz abgehandelt.

Aber ich würde jedem empfehlen sich das Stück mal anzusehen. Es war ein Erlebnis seinesgleichen und hat mich persönlich fasziniert.


Danke

Sascha.P


5736
Schön war`s

07.05.2005 - Hallo,
wir waren sehr begeistert von diesem Stück.
Die Musik gefiel und die Darstellung, ebenso das Bühnenbild....toll!
Schade, und deshalb nur 3 Sterne, dass Anke Sieloff nur eine Nebenrolle hatte. Wir hätten sie in der Hauptrolle viel lieber gesehen, da sie weitaus die beste und deutlichste Stimme der weiblichen Besetzung hatte.

Steffi und Thorsten


4490
Musical immer wieder klasse im MiR

16.02.2005 -

Theaterfan


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Das Theaterschiff "Cotton Blossom" ist Schauplatz der Geschichte rund um das Showgeschäft und der allgegenwärtigen Rassendiskrimierung in den 1920er Jahren. mehr

Weitere Infos
Mehr über das Musical "Show Boat", seine Entstehung und seine Bedeutung lesen Sie in einem muz-Gastbeitrag von Monty Arnold.

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(4 Leser)


Ø 3.25 Sterne

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